bookmark_border"Systemkonform & Staatstragend"

so wünscht sich die Poli­tik die Presse:
Nur ja nicht kri­tisch, Zwei­fel ganz zart & sacht angedeutet
- und nichts Nega­ti­ves über die Ent­schei­dun­gen der Regierung ....

[Quelle/Text: Mün­ster­sche Zei­tung v. 11.12.2008]
 
Wie­der eine Chan­ce ver­tan ein­mal zu fra­gen ob es nicht bes­ser ist die zugrund­lie­gen­den Ereig­nis­se, Struk­tu­ren und poli­ti­schen Ver­hält­nis­se zu ver­bes­sern - dann wird sich das Pira­ten­pro­blem ganz von selbst lösen .... anstatt also kri­tik­los ins Horn zu sto­ßen hät­te hier der Leit­ar­tik­ler Mar­tin Rück­er die Gele­gen­heit nut­zen kön­nen sich mit den sozia­len und gesell­schaft­li­chen Pro­ble­men in den Hei­mat­län­dern der Pira­ten und mit den Ursa­chen für den Anstieg der Pira­te­rie in die­ser Ecke der Welt befas­sen kön­nen. Das erfor­dert unzwei­fel­haft etwas mehr Auf­wand als aus Agen­tur­mel­dun­gen eine "Mei­nung" zusammenzubasteln ....

Es ist auch immer wie­der erstaun­lich zu lesen, daß Sol­da­ten sich "in gro­ße Gefahr" bege­ben müs­sen. Ist es nicht das Wesen des Mili­tärs Gefech­te zu füh­ren und dabei zu töten und getö­tet zu wer­den? Sind wir denn so 'über­kor­rekt', daß die­se Bin­sen­weis­heit jedes­mal wie­der umschrie­ben und schön­ge­re­det wird?

Krieg - egal ob gegen regu­lä­re Trup­pen, Par­ti­sa­nen oder Pira­ten führt zu Tod, Ver­wun­dung und gege­be­nen­falls anhal­ten­der Inva­li­di­tät! Das soll­ten Jene beden­ken, die oft sehr schnell dabei sind Trup­pen irgend­wo­hin zu schicken .... wenn es aber nötig ist ver­die­nen die­se Sol­da­ten die beste Aus­rü­stung, die beste medi­zi­ni­sche und mate­ri­el­le Ver­sor­gung die mög­lich ist - und nicht das graus­li­ge, halb­her­zi­ge Gezö­ge­re das ihnen den ohne­hin schon mies bezahl­ten "Job" noch mie­ser erschei­nen läßt .... 

Ja, Herr Mar­tin Rück­er, zum Schluß möch­te ich ihnen emp­feh­len ein­mal eine Such­ma­schi­ne ein­zu­set­zen und sich - neben den gän­gi­gen Agen­tur­mel­dun­gen - ein brei­te­res Bild des Mei­nungs­spek­trums zu ver­schaf­fen. Natür­lich emp­feh­le ich das, weil ich den­ke, dann könn­te der näch­ste Bei­trag von Ihnen mög­li­cher­wei­se etwas 'aus­ge­wo­ge­ner' wer­den als der oben zitierte ....

[Zusätz­li­che Lek­tü­re zum The­ma - und das kostet nur weni­ge Minu­ten für die Suche:
Quel­le A; Quel­le B; Quel­le C.]

 

bookmark_borderGeben ist seliger denn nehmen ....

Weil ja bald Weih­nach­ten ist 'mal eine eher 'sen­ti­men­ta­le Geschichte':

I was at the cor­ner gro­cery store buy­ing some ear­ly pota­toes. I noti­ced a small boy, deli­ca­te of bone and fea­ture, rag­ged but clean, hung­ri­ly app­ri­sing a bas­ket of fresh­ly picked green peas. 

I paid for my pota­toes but was also drawn to the dis­play of fresh green peas. I am a pusho­ver for crea­med peas and new pota­toes. Pon­de­ring the peas, I couldn't help over­hea­ring the con­ver­sa­ti­on bet­ween Mr. Mil­ler (the store owner) and the rag­ged boy next to me. 

'Hel­lo Bar­ry, how are you today?' 

'H'lo, Mr. Mil­ler. Fine, thank ya. Jus' admi­rin' them peas. They sure look good.' 

'They are good, Bar­ry. How's your Ma?' 

'Fine. Git­tin' stron­ger alla' time.' 

'Good. Anything I can help you with?' 

'No, Sir. Jus' admi­rin' them peas.' 

'Would you like to take some home?' asked Mr. Miller. 

'No, Sir. Got nut­hin' to pay for 'em with.' 

'Well, what have you to trade me for some of tho­se peas?'

'All I got's my pri­ze marb­le here.' 

'Is that right? Let me see it' said Miller. 

'Here 'tis. She's a dandy.' 

'I can see that. Hmmmmm, only thing is this one is blue and I sort of go for red. Do you have a red one like this at home?' the store owner asked.

'Not zack­ley but almost..' 

'Tell you what. Take this sack of peas home with you and next trip this way let me look at that red marb­le'. Mr. Mil­ler told the boy.

'Sure will. Thanks Mr. Miller.' 

Mrs. Mil­ler, who had been stan­ding near­by, came over to help me. With a smi­le she said, 'The­re are two other boys like him in our com­mu­ni­ty, all three are in very poor cir­cum­stances. Jim just loves to bar­gain with them for peas, app­les, toma­toes, or wha­te­ver. When they come back with their red marbles, and they always do, he deci­des he doesn't like red after all and he sends them home with a bag of pro­du­ce for a green marb­le or an oran­ge one, when they come on their next trip to the store.' 

I left the store smi­ling to mys­elf, impres­sed with this man. A short time later I moved to Colo­ra­do, but I never for­got the sto­ry of this man, the boys, and their bar­te­ring for marbles. 

Seve­ral years went by, each more rapid than the pre­vious one. Just recent­ly I had occa­si­on to visit some old fri­ends in that Ida­ho com­mu­ni­ty and while I was the­re lear­ned that Mr. Mil­ler had died.

They were having his visi­ta­ti­on that evening and kno­wing my fri­ends wan­ted to go, I agreed to accom­pa­ny them. Upon arri­val at the mor­tua­ry we fell into line to meet the rela­ti­ves of the decea­sed and to offer wha­te­ver words of com­fort we could. 

Ahead of us in line were three young men. One was in an army uni­form and the other two wore nice hair­cuts, dark suits and white shirts ... all very pro­fes­sio­nal loo­king. They approa­ched Mrs. Mil­ler, stan­ding com­po­sed and smi­ling by her husband's cas­ket. Each of the young men hug­ged her, kissed her on the cheek, spo­ke brief­ly with her and moved on to the casket. 

Her mis­ty light blue eyes fol­lo­wed them as, one by one, each young man stop­ped brief­ly and pla­ced his own warm hand over the cold pale hand in the cas­ket. Each left the mor­tua­ry awk­ward­ly, wiping his eyes.

Our turn came to meet Mrs. Mil­ler. I told her who I was and remin­ded her of the sto­ry from tho­se many years ago and what she had told me about her husband's bar­te­ring for marbles. With her eyes gli­stening, she took my hand and led me to the casket. 

'Tho­se three young men who just left were the boys I told you about. They just told me how they app­re­cia­ted the things Jim 'traded' them. Now, at last, when Jim could not chan­ge his mind about color or size ... they came to pay their debt.'

'We've never had a gre­at deal of the wealth of this world,' she con­fi­ded, 'but right now, Jim would con­sider hims­elf the richest man in Idaho'

With loving gent­le­ness she lifted the lifel­ess fin­gers of her decea­sed hus­band. Rest­ing under­neath were three exqui­si­te­ly shi­ned red marbles.

 
The Moral :
We will not be remem­be­red by our words, but by our kind deeds. Life is not mea­su­red by the breaths we take, but by the moments that take our breath .. 

Today I wish all of you rea­ders a day of ordi­na­ry miracles:
.. A fresh pot of cof­fee you didn't make yourself
.. An unex­pec­ted pho­ne call from an old friend
.. Green stop­lights on your way to work
.. The fastest line at the gro­cery store
.. A good sing-along song on the radio
.. Your keys found right whe­re you left them.

bookmark_borderKomischer Name - präzise Analysen ....

Wenn sich jemand flutsch­kopf­blub­ber nennt wird man neu­gie­rig .... und dann ent­deckt man hin­ter die­sem etwas "unor­tho­do­xen" Namen eine Fül­le von sehr gerad­li­ni­gen, tref­fen­den und wich­ti­gen Blogeinträgen ....

Ich zitie­re 'mal einen Absatz um einen Ein­druck zu vermitteln:

[Grund­rech­te]
" .. Wir müs­sen vor Allem beschützt wer­den. Vor den gewalt­tä­ti­gen aus­län­di­schen Jugend­li­chen. Vor den an jeder Ecke lau­ern­den Kin­der­schän­dern. Vor dem ara­bisch aus­se­hen­den Gemü­sehn­d­ler, wer weiß, was der heim­lich in sei­nem Laden so treibt. Und beschüt­zen, das kann der Staat am Besten, wenn er ganz genau weiß, wer du bist. Wo du bist. Was du gera­de tust. Mit wem du gera­de tele­fo­nierst. Was du mit dei­nem Part­ner nachts unter der Bett­decke machst. Wel­che Gel­der auf dei­nem Kon­to ein- und aus­ge­hen. In wel­cher Gewerk­schaft du bist, und was du dort sagst.

Das, und noch viel mehr, muß der Staat von dir wis­sen, um dich gegen die Hun­der­te, wenn nicht gar Tau­sen­de, ach was sag ich, Mil­lio­nen fin­ste­rer Selbst­mord­raub­ko­pie­rat­ten­tä­ter­pä­do­phi­le zu beschüt­zen. Denn die has­sen uns für unse­re Frei­heit, ehern fest­ge­schrie­ben in den unver­rück­ba­ren Buch­sta­ben unse­rer frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung. Für unser Bank­ge­heim­nis. Für unse­re Unver­letz­lich­keit der Woh­nung und die Inte­gri­tät unse­rer Daten­ver­ar­bei­tungs­an­la­gen. Für die freie Mei­nungs­äu­ße­rung, die wir immer­hin fast bis auf einen Kilo­me­ter an die Ent­schei­dungs­trä­ger her­an­brin­gen dür­fen. Für das sozia­le Netz, das uns immer auf­fängt und nie­man­den hun­gern oder frie­ren läßt. Für unse­re unab­hän­gi­ge Pres­se, die natür­lich jeden Miß­stand sofort und scho­nungs­los auf­deckt. Für unse­re unab­hän­gi­ge Justiz, vor der auch der klei­ne Mann ohne Mam­mon behan­delt wird, wie eine Rot­te über­be­zahl­ter Rechts­ver­tre­ter eines Kon­zerns, der zufäl­lig ein paar Dut­zend Leih­be­am­te in Ber­lin unter­hält. Für unse­re durch und durch inte­gren Poli­ti­ker, die natür­lich nie jemals dubio­se Spen­den für Gefäl­lig­kei­ten anneh­men wür­den, und wenn das doch Mal aus Ver­se­hen pas­siert, greift natür­lich sofort wie­der die unab­hän­gi­ge Justiz. Für unse­re sozi­al ver­ant­wor­lich han­deln­den Kon­zer­ne und Unter­neh­men, die natür­lich immer zuerst den Men­schen, die All­ge­mein­heit betrach­ten, und erst dann ihren Pro­fit. .. "

Gut gebrüllt, Flutschkopfblubber ...!

bookmark_borderWattestäbchen ....

Wat­te­stäb­chen sind ja nicht unum­strit­ten .... den­noch wer­den sie offen­sicht­lich regel­mä­ßig von vie­len Ver­brau­chern gekauft und ver­wen­det. Die 'ori­gi­na­len' Stäb­chen hei­ßen Q-Tips® ('cot­ton swabs') und stam­men aus den U.S.A. ....

In der Abbil­dung sieht man nun zwei For­men, oben das Ori­gi­nal, unten das Nach­ah­mungs­pro­dukt. Doch wo ist der Unter­schied*, der sich ja auch im Preis aus­drückt? Nun, man muß schon sehr genau hin­schau­en um dies festzustellen .... 

Die Q-Tips® (Ori­gi­nal) haben ein Stäb­chen aus gedreh­tem Papier, das löst sich auf der Müll­kip­pe auf und wird bio­lo­gisch abge­baut; das Nach­ah­mungs­pro­dukt ist - wie vie­le ande­re sei­ner Art auch - mit einem Kunst­stoff­stäb­chen ver­se­hen: Das löst sich nicht auf, es wird auch nicht bio­lo­gisch abge­baut, es muß - wie ande­re Kunst­stof­fe auch - mit Ener­gie­auf­wand 'zer­legt' werden ....

Da sieht man wie in Klei­nig­kei­ten bestehen­de Unter­schie­de zwi­schen Pro­duk­ten doch eine Aus­wir­kung haben kön­nen: Vie­le Mil­lio­nen der Kunst­stoff­stäb­chen ver­brau­chen mas­sen­haft Res­sour­cen bei der Her­stel­lung und Ener­gie beim Abbau - die Q-Tips® hin­ge­gen bestehen aus natür­li­chen Aus­gangs­stof­fen und wer­den ohne Rest bio­lo­gisch abgebaut!

An die­sem Bei­spiel kann man erken­nen, wie Ver­brau­cher sich wirk­lich "umwelt­be­wußt" ver­hal­ten kön­nen: Ein wenig mehr beim Ein­kauf aus­ge­ge­ben und schon hat man ein 'rei­nes' Umweltgewissen ....

Noch mehr spart man aller­dings wenn man die Häu­fig­keit der Nut­zung redu­ziert - was ja auch scho­nend für das Ohr ist - und dann natür­lich das Ori­gi­nal benutzt ....
 
* wei­te­re Unterschiede:
Das Ori­gi­nal hat mehr und fester gedreh­te Wat­te und ist etwas län­ger als das/die Nach­ah­mungs­pro­duk­t/-e ....

 

*edit*
Die­ser Bei­trag steht hier aus Über­zeu­gung - ich habe kei­ner­lei Ver­bin­dung oder Bezie­hung zu den genann­ten Unternehmen!

bookmark_border@ Nachtblau

Nacht­blau schrieb zuletzt:

" .. Schau mal in diver­se Fir­men, in die Poli­tik oder wel­che Betä­ti­gungs­fel­der es sonst noch so gibt: die mei­sten da sind ent­we­der um die 40 oder um die 60, die 50er sind da eher weni­ger vertreten.
Kann sein dass du ein Ein­zel­fall bist- die mei­sten dei­ner Gene­ra­ti­on haben von Anfang an gut aus dem Vol­len geschöpft, konn­ten ewig stu­die­ren und ein biss­chen Auf­stand pro­ben ohne direk­te Kon­se­quen­zen, haben ihren Abschluss irgend­wie hin­be­kom­men, sind in geeig­ne­te Posi­tio­nen gelangt und haben mit stei­gen­dem Gehalt sehr schnell ver­ges­sen, wie und wofür sie mal ange­tre­ten sind. Das sind die Men­schen, die auf Kosten mei­ner und der nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen Res­sour­cen ver­schwen­det, die Umwelt kaputt­ge­macht, Geld in ihre eige­nen Taschen gesteckt haben. Das sind die Men­schen, die mei­ner Gene­ra­ti­on und den nach­fol­gen­den erklä­ren wol­len, dass wir alle Schlaf­fies und ver­weich­licht wären. .. "

Es wird - ganz offen sicht­lich - zu einer "Gene­ral­ab­rech­nung" mit der Vor­ge­ne­ra­ti­on und den Umstän­den die sie hinterlassen ....

"aus dem Vol­len geschöpft" - nicht kor­rekt, denn als die 20 waren gab es "die Vol­len"* noch nicht - die wur­den erst von denen und (zu einem gerin­ge­ren Teil ) ihrer Vor­ge­ne­ra­ti­on geschaffen ....

"ewig stu­die­ren" - nicht kor­rekt, 65% mei­nes Stu­di­en­jahr­gan­ges ('70) haben inner­halb der Richt­stu­di­en­zeit abge­schlos­sen - und da war damals das Examen / die schrift­li­che Arbeit / Diplom­ar­beit noch eingerechnet!

"ein biß­chen den Auf­stand pro­ben" - nicht kor­rekt, es war eine Min­der­heit SDS, ML-Rote Liste, Spar­ta­kus .... die mach­ten von allen Stu­die­ren­den wäh­rend mei­ner Stu­di­en­zeit ('70-'76) ca. 10% aus - aber weil sie laut waren und stän­dig die Sprin­ger-Medi­en sie als Schreck­ge­spenst für die Bür­ger (wer Angst hat wird mani­pu­lier­bar!) nutz­ten ent­stand der Ein­druck einer 'mäch­ti­gen' und 'star­ken' Bewe­gung - ein Häuf­lein ver­wirr­te, arme Irregeleitete ....

"Res­sour­cen ver­schwen­det" - kor­rekt, schon zu mei­ner Stu­di­en­zeit wur­den Wald­ster­ben, Öko­kri­se und End­lich­keit des Öls the­ma­ti­siert - nur woll­ten die Kriegs­ge­nera­tio­nen (heu­te 80+ !!!) nichts davon wis­sen, die woll­ten Fres­sen, Sau­fen und nach Ita­li­en - als Aus­gleich für die Ent­beh­run­gen der davor­lie­gen­den Jahre ....

"Geld in die eige­ne Tasche gesteckt" - nicht kor­rekt, die durch­schnitt­li­che Ren­te in "D" beträgt ca. € 1.000,- - dafür haben die Mei­sten 40 Jah­re gear­bei­tet und Bei­trä­ge gezahlt, zudem Steu­ern von im Schnitt 30% ihres Ein­kom­mens, dazu AloVers, KV & PflV .... von den Steu­ern wur­den u.a. Kran­ken­häu­ser, Schu­len, Uni­ver­si­tä­ten, Sport­plät­ze, Schwimm­bä­der, Biblio­the­ken & Büche­rei­en, Auto­bah­nen, Stra­ßen, Bahn, Rechts­we­sen - also "Infra­struk­tur" bezahlt .... und das ist ja nicht weg, das gehört auch der Nachfolgegeneration ....

Nein, so kom­men wir nicht wei­ter, nicht mit Vor­wür­fen und unter igno­rie­ren der Tat­sa­chen .... ich leug­ne bestimmt nicht, daß es "Gewin­ner" der / aus den letz­ten 40 Jah­ren gibt die mäch­tig 'abge­sahnt' haben .... die aber in der brei­ten Mas­se zu ver­mu­ten ist nicht korrekt.
Es sind Weni­ge, die es ver­stan­den haben mit Lug, Trug, Gau­ne­rei, Seil­schaf­ten und Kor­rup­ti­on den eige­nen Vor­teil zu meh­ren - die 'Mas­se' der Gesell­schaft ist aber bestimmt nicht 'schul­dig' im Sin­ne der "Ver­ur­sa­chung", höch­stens im Sin­ne des "Kon­su­mie­rens ohne Reflek­ti­on" .... Dumm­heit ist aber ange­bo­ren. Dafür kann man nie­man­den ver­ant­wort­lich machen ....

Ich schrei­be 'mal wie das bei uns 1950 war:
Fünf Per­so­nen (2 Erw. 3 Ki.) in einer 3-Zi-Whg. mit 64m², Koh­le­ofen im Bad der 1x pro Woche ange­heizt wur­de, hei­ßes Was­ser vom Herd, kei­ne Wasch- Spül- oder Geschirr­spül­ma­schi­ne, kei­ne Zen­tral­hei­zung, kein Auto, ein Tele­fon für das gan­ze Haus (das war schon Luxus!); mein Vater arbei­te­te als Aka­de­mi­ker im Ruß­kel­ler eines Rei­fen­her­stel­lers weil es für (bestimm­te) aka­de­mi­sche Beru­fe noch kei­ne Nach­fra­ge gab; mei­ne Mut­ter fuhr mit einem Kriegs­mo­dell Motor­rad über Land und tipp­te Berich­te von Tau­fe, Hoch­zeit und Beer­di­gun­gen in eine Typen-Schreib­ma­schi­ne, Zei­tun­gen wur­den von Hand aus Blei­let­tern 'gesetzt' und dann auf Pres­sen gedruckt .... Kühl­schrän­ke wur­den mit Stan­gen­eis gekühlt, es gab weder Mikro­wel­le noch MIxer und alle Küchenuten­si­li­en (Quirl, Sah­ne­be­sen, ..) waren hand­be­trie­ben, Hüh­ner wur­den ganz, in einem Stück ver­kauft - die muß­ten aus­ge­nom­men und zer­legt wer­den, Ble­che mit Kuchen wur­den zum Bäcker gebracht, wo man sie spä­ter gebacken abho­len konn­te .... und so weiter ....)

*edit*
Mein erstes Fahr­rad bekam ich mit 10 Jah­ren - der Schul­weg war 35 Minu­ten zu Fuß, ein Gym­na­si­um in der gan­zen Stadt, kei­ne Schul­bus­se, kei­ne 'Öffis', nach­mit­tags spiel­ten wir auf Trüm­mer­grund­stücken und in ver­wil­de­ten Gär­ten - Som­mer und Win­ter in kur­zen Hosen (!) - wir waren gut 10 Stun­den am Tag im Frei­en .... über­ge­wich­ti­ge Kin­der gab es nicht, weil es wenig zu Essen und viel zu Lau­fen gab ....
Nie­mand rei­nig­te Toi­let­ten mit Sagro­tan oder dach­te dar­an Holz­brett­chen aus der Küche zu ver­ban­nen weil Bak­te­ri­en dar­an kle­ben konn­ten .... die Wäsche und Gesicht wur­den - wie auch der Fuß­bo­den (Die­len­bret­ter, mit Rit­zen in denen Schmutz & Staub lag) mit Kern­sei­fe gerei­nigt, von Deo hat­te man noch kei­ne Ahnung, Spül­tü­cher waren aus Stoff­re­sten die wie­der aus abge­leg­ten Klei­dungs­stücken stamm­ten, Milch wur­de in Kan­nen 1x am Tag beim Milch­la­den um die Ecke geholt, Brot wur­de auf­ge­ges­sen auch wenn Schim­mel dar­an war - das hat man abge­schnit­ten, und wir haben es über­lebt, es gab kein Yoghurt oder Weich­kä­se oder But­ter­er­satz, manch­mal Schmalz und sel­ten But­ter - man leg­te Wurst ein­fach so auf das Brot, Fleisch wur­de nur am Wochen­en­de geges­sen, Reste viel­leicht auch unter der Woche auf­ge­braucht, Fisch war ein "Arme-Leu­te-Essen", die Fen­ster waren aus einer Schei­be und wäh­rend der Nacht bil­de­ten sich im Win­ter "Eis­blu­men" - so wie heu­te noch die Auto­schei­ben zufrie­ren .... das erste Auto war ein 1200-er VW Käfer mit Ein­heits­far­be grau, luft­ge­kühlt und mit Boxer­mo­tor (1965) ....


bookmark_borderEinen Sturm ....



[Quel­le: MZ v. 06.12.2008]


 
Einen Sturm der Ent­rü­stung wür­de man doch erwar­ten, wenn sich in einer Demo­kra­tie die Exe­ku­ti­ve über die Judi­ka­ti­ve ein­fach so hin­weg­setzt und die Legis­la­ti­ve taten­los zusieht .... andern­orts viel­leicht, aber nicht bei uns!
Hier schei­nen die geball­te admi­ni­stra­ti­ve Macht und das unend­li­che Behar­rungs­ver­mö­gen einer mit­tel­mä­ßi­gen Ver­wal­tung zu obsiegen ....
Es ist ja mei­ne The­se - und sie bewahr­hei­tet sich hier erneut - daß der Fort­schritt in unse­rem Land durch gei­stig wenig begab­te und völ­lig phan­ta­sie­lo­se Ver­wal­tungs­men­schen aus­ge­bremst wird ....
Solan­ge das nicht ver­än­dert wird wer­den wir wei­ter den Abstieg erle­ben der sich seit vie­len Jah­ren ver­stärkt und uns all­mäh­lich zum Schluß­licht in Euro­pa ver­dam­men wird ....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

bookmark_borderSchlaffies ....

Macht 'der Nach­wuchs' schlapp?



[Quel­le: unbekannt]


Nach einer Unter­su­chung der Sport­hoch­schu­le Köln [13.000 Teil­neh­mer, 16 - 25 Jah­re] sind von 100 unter­such­ten Jugend­li­chen 50% über­ge­wich­tig, 60% nicht 'alters­ge­mäß lei­stungs­fä­hig' und 30% sport­ab­sti­nent(!) - so sehr, daß sie den Anfor­de­run­gen in gän­gi­gen Beru­fen nicht genügen ....

Dazu paßt eine wei­te­re Unter­su­chung die bei den Kran­ken­kas­sen fol­gen­de Tat­sa­chen zuta­ge brach­ten: Bei den Krank­schrei­bun­gen sind Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen [15 - 24 Jah­re] pro­zen­tu­al höher ver­tre­ten als die 50 - 64-jährigen ....
Soviel zur oft geschmäh­ten Grup­pe der 'älte­ren Arbeit­neh­mer' .... die schei­nen mit dem 'Krank­fei­ern' dann doch pflicht­be­wuß­ter umzu­ge­hen als die Jüngeren ....

Noch ein wei­te­res Ergeb­nis zum Abschluß:
Bereits bei den unter 19-jäh­ri­gen - so eine Stu­die des "Olym­pi­schen Sport­bun­des" - sind 17% extrem über­ge­wich­tig, ein­her­ge­hend mit ' .. ekla­tan­tem Rück­gang der grund­le­gen­den moto­ri­schen Fähig­kei­ten, deut­li­chen Lei­stungs­de­fi­zi­ten und Anstieg der mit Fett­lei­big­keit ein­her­ge­hen­den Krankheitsbilder .. "

bookmark_borderWeihnachten naht ....

und des­we­gen wer­den Vie­le zu Wein­hachts­fei­ern eingeladen ....

Vor ein paar Jah­ren hat­te ich ein­mal zu 'poli­ti­cal cor­rect­ness' hin­sicht­lich der Weih­nachts­bräu­che Stel­lung genom­men .... auch eine sati­ri­sche Betrach­tung hat­te ich ausgegraben ....

Ich bin sicher, das ist heu­te - mehr denn je! - aktuell.

bookmark_borderEr kommt!

Die Rede ist vom soge­nann­ten "intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler" ....

Es war nur eine Fra­ge der Zeit bis das umge­setzt wird was in U.S.A. schon ein­ge­führt ist. Natür­lich wer­den hier­zu­lan­de die Feh­ler, die man dort macht erst ein­mal nach­ge­macht bevor man nach­denkt und alle Aspek­te unter die Lupe nimmt .... 

Natür­lich wer­den der Pres­se ledig­lich die Vor­tei­le erläu­tert - und von die­ser weden genau­so selbst­ver­ständ­lich ohne wei­te­re Recher­che genau die­se 'Vor­tei­le' kom­mu­ni­ziert .... es klappt wie immer, der Bevöl­ke­rungs­mehr­heit, den Strom­kun­den, auf die­sem Wege Sand in die Augen zu streu­en und die Nach­tei­le zu verschleiern.

Aus den U.S.A. weiß man, daß z.B. "fern­ab­ge­schal­tet" wer­den kann:
Das heißt, die Gesell­schaf­ten brau­chen ihre Mit­ar­bei­ter nicht mehr zum Kun­den zu schicken um den Strom 'abzu­klem­men' - weni­ger Kosten für Per­so­nal das man jetzt frei­stel­len oder ander­wei­tig ein­set­zen kann, bestimmt aber kein Kosten­vor­teil für die Kunden .... 

Sodann kann mit die­sen Gerä­ten der Ver­brauch unmit­tel­bar zen­tral abge­le­sen und gespei­chert wer­den - was bedeutet:
Man erkennt, wer zu Hau­se ist und Strom ver­braucht .... ein wei­te­res Mosa­ik­stein­chen zur tota­len Über­wa­chung, denn wo Daten über die Bür­ger gesam­melt wer­den wer­den sie auch von Irgend­wem genutzt - und da braucht es nicht viel Phan­ta­sie wer dar­an Inter­es­se haben könn­te .... bei der Auto­bahn­maut hieß es ja auch zuerst die Daten wür­den nur für Abrech­nungs­zwecke gebraucht und jetzt erstellt man dar­aus Bewegungsmuster ....

Man braucht sich für eine 'Able­sung' nicht ein­mal an die Strom­ver­sor­ger zu wen­den: Da die Infor­ma­ti­on per Funk­strecke gemel­det wird reicht es völ­lig, den Daten­ver­kehr 'abzu­fan­gen' - und schon weiß man, daß Frau Mül­ler kocht und wäscht und ihr Nach­bar sei­nen Com­pu­ter ein­ge­schal­tet hat ....

Die Mög­lich­keit zur 'Fern­ab­schal­tung' hat einen wei­te­ren Nach­teil für die Ver­brau­cher: Wenn ein 'Feh­ler' im System auf­tritt kön­nen gan­ze Stadt­tei­le lahm­ge­legt wer­den - man stel­le sich das etwa zur Feri­en­zeit vor, wenn Vie­le nicht zu Hau­se sind .... die wer­den dann nach Rück­kehr die Inhal­te ihrer Gefrier­tru­he nicht mehr wider­er­ken­nen .... oder es kommt ein Aus­fall im Win­ter: Die Hei­zun­gen sind nur dann aktiv wenn Strom für die Rege­lung zur Ver­fü­gung steht - da reicht ein klitz­klei­ner Com­pu­ter­feh­ler und schon sit­zen Tau­sen­de im Kalten ....

Die Ver­brau­cher­schüt­zer - und das ist der ein­zi­ge Vor­teil den ich erken­nen kann - haben es offen­sicht­lich wenig­stens geschafft eine zwangs­wei­se Instal­la­ti­on ohne Geneh­mi­gung durch die Kun­den einst­wei­len abzu­wen­den - es ist aber nur eine Fra­ge der Zeit, bis auch das 'kas­siert' wird und wir Alle sekun­den­ge­nau abge­le­sen werden ....
 
PS



[Quel­le: MZ v. 03-12-2008]

Yel­low setzt noch einen drauf:
Ca. € 200,- im ersten Jahr für den 'neu­en, intel­li­gen­ten' Stromzähler ....
das lohnt sich. Vor allem für Yellow!


bookmark_borderEs heißt ....

man sol­le einen "neu­en Lebens­ab­schnitt" dadurch ver­stär­ken, daß man etwas Außer­ge­wöhn­li­ches tut. Ich den­ke dar­über nach, was wohl für mich als "Außer­ge­wöhn­li­ches" in Fra­ge käme ....
Mein Leben ist eine Anein­an­der­rei­hung von "Außer­ge­wöhn­lich­kei­ten".
Soll­te der Umkehr­schluß gel­ten, dann hie­ße das "Ohne Außer­ge­wöhn­li­ches kein neu­er Lebensabschnitt".

Dann wird es also nichts mit dem 'neu­en Lebens­ab­schnitt' - wei­ter im Trott!

bookmark_borderObama macht Ernst ....

Er hat es ver­spro­chen - erhält sein Versprechen.
Barack Oba­ma nutzt das Inter­net mit einer neu­en Platform: 


http://change.gov/ *

zur Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Amerikanern ....

Einen Ver­gleich mit hie­si­gen Ver­hält­nis­sen - man plant ja z.Zt. das Inter­net wei­ter zu regle­men­tie­ren um den Ver­la­gen ihre Pfrün­de und den Poli­ti­kern ihre Lügen-Stra­te­gien nicht durch­kreu­zen zu las­sen - stel­le ich da lie­ber nicht an.

Mir feh­len dazu ange­mes­se­nen, d.h. publi­kums­fä­hi­ge Worte
- und das will schon etwas heißen ...!


Das "Thanksgiving"-Video - that's the spi­rit ...!
 


* Das zuge­hö­ri­ge Web­log: http://change.gov/newsroom/blog/