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bookmark_borderDie Besten der Besten der Besten, Sir!
oder: Wie ich einen neuen Staubsauger auswählte.

Haben Sie in letz­ter Zeit ein­mal den Wunsch & die Not­wen­dig­keit gehabt sich ein elek­tri­sches Gerät zu kau­fen und lagen zwi­schen dem letz­ten Kauf und dem jet­zi­gen Kauf­wunsch mehr als fünf­und­zwan­zig Jahre?
Dann haben Sie bestimmt mit­tels einer Such­ma­schi­ne nach Test­be­rich­ten gesucht.

Ich hat­te heu­te das Ver­gnü­gen, denn der 'alte' Staub­sauger, von Sie­mens, war schon län­ger ein Entsorgungskandidat:
Nur noch Kle­be­fo­lie hielt das Gerät so geschlos­sen, dass man damit sau­gen konn­te - und das war jedes Mal beim Beu­tel­wech­sel ein Pro­blem. Außer­dem war zugleich die Saug­lei­stung nicht mehr so prickelnd. Weil das Gerät recht alt ist gab es kei­ne Innen­fil­ter mehr, ledig­lich Staubbeutel.
[Klei­ner Schlen­ker: Es sind nur ganz weni­ge Fir­men die in die­sem Markt Ange­bo­te machen - dem­entspre­chend teu­er sind die Staub­sauger­beu­tel dann auch .... aber ich schwei­fe ab .... ]

Zwar warf das Inter­net eine Fül­le von Mög­lich­kei­ten für "Test­sie­ger" aus - aber son­der­ba­rer­wei­se waren die auf jeder Sei­te ande­re Gerä­te. Hä? Wie kann das sein? Wenn objek­tiv geprüft wird erwar­tet der *durch­schnitt­lich ver­stän­di­ge Ver­brau­cher* doch irgend­wie eine Über­ein­stim­mung zwi­schen all die­sen Prüfungen. 

Aber ich ver­si­che­re: Das war nicht so!

Mal war es AEG, mal Dys­on, mal Mie­le und dann wie­der Bosch, Dirt­De­vil oder sogar Ama­zon - ja, die haben meh­re­re Staub­sauger als Eigen­mar­ke. In nied­ri­ger, mitt­le­rer oder Luxus­preis­klas­se? Mit Düsen für Tep­pich, Hart­bö­den, Möbel- und Fugen­dü­sen, mit Par­kett­dü­se, Saug­pin­sel und Leicht­lauf-Soft-Rol­len .... mit Beu­tel, ohne Beu­tel, für Boden- oder Stiel­be­trieb oder gar ganz auto­ma­tisch, als Roboter?

Dach­te ich, ich hät­te nun end­lich das rich­ti­ge Gerät gefun­den - da stell­te sich her­aus, das war ein Bericht mit eini­gen Model­len aus den Vor­jah­ren die es gar nicht mehr zu kau­fen gab. Aha! Einer der Grün­de war­um es so unter­schied­li­che "Sie­ger" gab war, dass super alte mit super neu­en Gerä­ten ver­gli­chen wur­den - alles ordent­lich und doku­men­tiert, nur lei­der nichts für einen rich­ti­gen Ent­schei­dungs­pro­zess wert. 

Nach etwas mehr als zehn sol­cher Test­sei­ten war ich *reif*. Anstatt etwas Posi­ti­ves für die Aus­wahl mit­zu­neh­men wur­de der Dschun­gel der Ein­zel­hei­ten immer dich­ter. Schließ­lich bekam ich Angst im Gewirr der Prüf­pa­ra­me­ter und Typen­be­zeich­nun­gen stecken zu blei­ben und mein Leben ohne die tie­fe Erkennt­nis, was denn nun der beste Staub­sauger sei, dort auszuhauchen .... 

Ein Fru­stra­ti­ons­schub pack­te mich.
Wis­sen Sie, was ich da gemacht habe?
Ich habe mir wie­der einen Staub­sauger von Sie­mens bestellt.
Der sieht so ähn­lich aus wie der letz­te, ist aller­dings leich­ter, mit saug­kräf­ti­ge­rer Tech­nik, spar­sa­mer im Watt-Ver­brauch und er schleu­dert weni­ger Staub als Abluft aus - und die noch dazu nach oben und nicht nach hin­ten oder seit­lich. Im Gegen­satz zu sei­nem 25 Jah­re alten Vor­gän­ger wird er nicht in Deutsch­land, son­dern in Chi­na gefer­tigt wor­den sein .... was heu­te kein Man­ko mehr ist, die Chi­ne­sen haben in den letz­ten 25 Jah­ren auf­ge­holt, in vie­len Bran­chen überholt.

Ha!
Geschafft.
Ich las­se mir ein T-Shirt drucken. So wie bei "Das tap­fe­re Schnei­der­lein" der Tod von "Sie­ben auf einen Streich" ver­kün­det wur­de - nur las­se ich dar­auf schreiben:

"13 Test­be­rich­te im Inter­net gele­sen und noch gei­stig gesund!"

bookmark_borderNur 'nicht erhobene Daten' sind sichere Daten ...!

Wie wenig das Pro­blem­be­wußt­sein aus­ge­prägt ist stellt man ab und zu wie­der ein­mal fest. 

Heu­te woll­te ich ein paar Ter­ra­ri­en­pflan­zen (Far­ne & Moo­se) kau­fen. Die­se Pflan­zen sind nicht über­all zu bekom­men - Men­schen wol­len Blu­men oft nur dann wenn sie schö­ne gro­ße, vor allem lang blü­hen­de Blü­ten tra­gen. Das ist der Grund dafür, dass es einen wah­ren Orchi­deen­boom im Lan­de gibt, denn genau die­se Wün­sche bedie­nen sie.

Ich hin­ge­gen möch­te Far­ne weil sie in vie­len Schat­tie­run­gen von grün (oft sogar an einer Pflan­ze!) auf­tre­ten, weil sie sehr ursprüng­lich und damit feuch­tig­keits- und wär­me­lie­bend sind, und weil sie oft klei­ne Wuchs­for­men haben, was sie für die Zim­mer­hal­tung ide­al macht.

Nun hat­te ich einen Shop gefun­den, der in sei­nem Sor­ti­ment eini­ge Pflan­zen hat die ich ger­ne kau­fen woll­te - doch als ich auf die Bestell­sei­te kam (als "Gast", wohl­ge­merkt), war es mit dem Spaß vorbei:


Ich soll­te als Pflicht­an­ga­be mein Geburts­da­tum ange­ben
Für eine Bestel­lung von drei Farn­pflan­zen
und einem Behäl­ter Spha­gnum Moos
.

 

( → "click!" um das For­mu­lar anzusehen).

Wo soll das noch enden?

Dem Shop­be­trei­ber habe ich ein freund­li­ches E-Mail geschrie­ben und ihn dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das doch bestimmt nicht ernst gemeint sein kann. Zumal in der Dar­stel­lung der Sek­ti­on "Daten­schutz" die­ser Web­sei­te der zwei­te Satz lau­tet
".. Der Schutz Ihrer Pri­vat­sphä­re ist für uns sehr wich­tig ..".

Mal sehen, ob ich eine Ant­wort bekom­me und wenn "Ja", was dann dar­in zu lesen ist. Ich wer­de berichten.

bookmark_borderWarum intelligente Menschen es vorziehen alleine zu sein und Gruppen meiden.

I. Pro­blem­lö­sungs­an­sät­ze
Es wur­den Stu­di­en durch­ge­führt, die zei­gen, dass in der heu­ti­gen moder­nen Gesell­schaft vie­le hoch intel­li­gen­te Men­schen es vor­zie­hen allein zu sein¹. Die Grün­de für die­se Theo­rie haben damit zu tun, wie unse­re Vor­fah­ren Pro­ble­me gelöst haben - und wie sie heu­te bes­ser gelöst wer­den. Vor Jahr­hun­der­ten haben Men­schen zusam­men­ge­ar­bei­tet, um Pro­ble­me zu lösen. Das Kon­zept "Zwei (und mehr!) Köp­fe sind bes­ser als einer“ hat sich in der Mensch­heits­ent­wick­lung bewährt, da mehr Köp­fe mehr Ideen bedeu­te­ten und die Zusam­men­ar­beit die Din­ge ein­fa­cher mach­te. Nicht erst seit heu­te sind die­se Kon­zep­te durch die Evo­lu­ti­on der Com­pu­ter­tech­nik und den Zufluss von Tech­no­lo­gie all­ge­mein weni­ger bedeut­sam, schon in den Jahr­hun­der­ten zuvor waren es ein­zel­ne 'Den­ker', die die Zivi­li­sa­ti­on und die Wis­sen­schaf­ten vor­an gebracht haben.

II. An sich glau­ben, Nega­ti­vi­tät vermeiden
Eini­ge glau­ben, dass das Gesetz der Anzie­hung² eine gro­ße Rol­le für das spielt, was Sie im Leben erle­ben. Wenn Sie sich etwas vor­ge­nom­men haben und voll und ganz dar­an glau­ben, dass Sie es kön­nen, wer­den Sie in den mei­sten Fäl­len einen Weg fin­den, Ihr Ziel zu errei­chen. Posi­ti­ves Den­ken (gepaart mit posi­ti­vem Han­deln) kann Ihnen hel­fen, fast alles zu bekom­men, was Sie sich wün­schen. Geben Sie die­se Zie­le an einen Freund oder eine Grup­pe von Freun­den wei­ter, so müs­sen die nur ein­mal sagen: "Das kannst Du nicht!" - und schon ist es um Ihre Plä­ne gesche­hen! Nega­ti­vi­tät nährt Nega­ti­vi­tät. Das ist genau das, was sie nicht brau­chen. Um die Chan­cen auf Ziel­er­rei­chung zu ver­bes­sern müs­sen sie allei­ne sein, oder min­de­stens frei von Nega­ti­vi­tät, und in der Lage, die­se posi­ti­ve Stim­mung aufrechtzuerhalten.

III. Einst und Jetzt
Durch die Evo­lu­ti­on haben wir die ange­bo­re­ne Fähig­keit ent­wickelt, vie­le Pro­ble­me selbst zu lösen. Wäh­rend es in der Ver­gan­gen­heit von Vor­teil war, mit einer Grup­pe zusam­men­zu­ar­bei­ten, ermu­tigt uns die Art und Wei­se, wie wir den­ken jetzt Wege zu fin­den, um Pro­ble­me auf eige­ne Faust zu lösen. Unse­re Aus­bil­dung hat sich ver­bes­sert. Die Tech­no­lo­gie ist wei­ter fort­ge­schrit­ten und wir haben Zugang zu immer mehr Res­sour­cen. Dies bedeu­tet nicht, dass wir bei schwie­ri­ge­ren Pro­ble­men auf die Hil­fe unse­rer Freun­de ver­zich­ten soll­ten. Es bedeu­tet ein­fach, dass wir uns voll­stän­di­ger kon­zen­trie­ren kön­nen, wenn wir allei­ne arbei­ten. Anstel­le des "Zwei-Köp­fe-Kon­zepts" kann die Men­ta­li­tät "zu vie­le Köche, die im Brei rüh­ren" Cha­os ver­ur­sa­chen und den Pro­blem­lö­sungs­pro­zess verlangsamen.

IV. Sozia­le Kon­tak­te sind wich­tig, aber in Maßen
Die Stu­di­en, die zeig­ten³, dass intel­li­gen­te Men­schen es oft vor­zie­hen, allein zu sein, zeig­ten auch, dass die­sel­ben Men­schen häu­fi­ger Kon­tak­te knüp­fen. Dies bedeu­tet nicht unbe­dingt, dass sie mehr Zeit mit Freun­den ver­brin­gen, son­dern dass sie die Welt um sich her­um erkun­den und nach neu­en und auf­re­gen­den Akti­vi­tä­ten suchen. Zeit mit Freun­den zu ver­brin­gen ist aus vie­len ande­ren Grün­den wich­tig, soll­te sich aber in Gren­zen hal­ten. Wenn es dar­um geht, Pro­ble­me zu lösen oder Lösun­gen für bestimm­te Fra­gen zu fin­den, ist der Wunsch die Ant­wor­ten selbst her­aus­zu­fin­den umso grö­ßer, je höher die Intel­li­genz ist.

Intel­li­gent zu sein bedeu­tet nicht, dass Sie unso­zi­al sind und Ihre Freun­de mei­den. Wenn Sie Ihre Welt erkun­den und Zeit mit den Men­schen ver­brin­gen, die Sie mögen, kön­nen Sie die nöti­ge Zeit abseits aller Ernst­haf­tig­keit des Lebens ver­brin­gen. Sie kön­nen sich ent­span­nen und amü­sie­ren, ohne sich Gedan­ken dar­über machen zu müs­sen, was erle­digt wer­den muss oder wel­che Fri­sten ein­zu­hal­ten sind.

Grund­sätz­lich geht es nicht dar­um irgend­je­man­dem zu gefal­len, also attrak­tiv im phy­si­schen Sinn zu sein oder zu wer­den. Es geht um eine gei­sti­ge Grund­hal­tung die schlicht zusam­men­ge­fasst heisst:


Nur wer sich selbst gut fin­det
wird auch von ande­ren gut gefunden.

 

Kon­zen­trie­ren Sie sich und ihre Auf­merk­sam­keit auf Din­ge, die Sie sich selbst, ihrem Leben, oder dem Leben ande­rer gegen­über, schlecht füh­len las­sen? Beschwe­ren, jam­mern, zwei­feln Sie, erzäh­len Sie Geschich­ten dar­über wie Sie nicht gut genug, klug genug, stark genug sind? Sich selbst nie­der­zu­ma­chen und das Gefühl zu pfle­gen, dass Sie es nicht ver­die­nen, das zu haben, was Sie wirk­lich wol­len, bedeu­tet, dass Sie sich nie­mals gut füh­len wer­den. Sie wer­den nie etwas bekom­men wenn sie es nicht wirk­lich wol­len und sich dabei gut fühlen.

Alles beginnt und endet mit einem Gefühl. Das ist der Punkt. Sie möch­ten, dass sich all die­se Din­ge gut anfüh­len und um sie zu bekom­men, müs­sen Sie sich gut mit ihnen fühlen.
Soweit die ursprüng­li­che Dar­stel­lung des "Law of Attrac­tion".


Die Moti­va­ti­on etwas zu errei­chen ist emotional,
die Metho­de es zu errei­chen ist rational.

 


1./3. How intel­li­gence, popu­la­ti­on den­si­ty, and fri­end­ship affect modern happiness.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26847844
2./4. Law Of Attrac­tion Or: Feel Good NOW – Attract GREAT Later
[Posi­ti­ves Ver­hal­ten & Den­ken zieht posi­ti­ves Leben nach sich].


Basis für die­se ange­lehn­te Erör­te­rung bzw. stark bear­bei­te­te Über­set­zung ist die­ser Arti­kel / die­ses Video; Sci­ence Explains Why Very Intel­li­gent Peo­p­le Pre­fer To Be Alo­ne; team­s­oul; Sep­tem­ber 21, 2018; https://iamfearlesssoul.com/science-explains-why-very-intelligent-people-prefer-to-be-alone/;
Ich distan­zie­re mich aus­drück­lich von der all­ge­mein durch "team­s­oul" ver­tre­te­nen Philosophie

bookmark_borderFrappierend ....

Ich hab's ja sonst nicht so mit den Klatsch-und-Glamour-Stories.
Aber als ich neu­lich dies Bild von Ivan­ka mit Frau Mer­kel gese­hen habe muss­te ich an Tar­zan & Jane den­ken .... nun ist nur die Frage: 

Wer kopiert hier wen?
Und:
Wo ist Tarzan?

OK, ich gebe zu, ich habe ein wenig mit GIMP an den Bil­dern her­um­ge­ba­stelt
- aber vom Grund­satz her war es nur ein klit­ze­klei­nes biß­chen, kaum der Rede wert.

bookmark_borderVon Mißverständnissen


Wie unter­schied­lich doch manch­mal das Den­ken der Men­schen ist erfuhr ich neu­lich, als ich einer Blo­g­in­ha­be­rin ein paar Zei­len zu ihrem Blog­na­men schrieb. Mir war eine sprach­li­che Unstim­mig­keit auf­ge­fal­len und ich woll­te ein­fach nur dar­auf hin­wei­sen. Ohne jede böse Absicht. Weil es ja hät­te sein kön­nen, dass der Ursprung des Begrif­fes, den sie nutz­te, unbe­kannt war und daher nicht kor­rekt ange­wandt wurde.

Hopp­la, was ich da als Ant­wort bekam war ein wah­rer Empörungssturm!
Damit hat­te ich nicht gerechnet.
Natür­lich stellt sich die Fra­ge, war­um das eine so hef­ti­ge Reak­ti­on war.

Ich den­ke, es war eine Fehl­deu­tung mei­ner Quellenangaben.
Aus mei­nem Bestre­ben die Sache objek­tiv, also durch sprach­wis­sen­schaft­li­che Quel­len, zu unter­mau­ern, wur­de eine bedroh­li­che Situa­ti­on für die Betroffene:
Sie fühl­te sich belehrt, berich­tigt und eingeschränkt. 

Im all­ge­mei­nen All­tags­ge­sche­hen wer­den sel­ten Bele­ge und Bewei­se aus Quel­len­an­ga­ben genannt - im wis­sen­schaft­li­chen Umgang ist das dem­ge­gen­über eine Selbstverständlichkeit:

Kri­tik oder auch nur Hin­wei­se ohne sol­che Anga­ben sind prak­tisch wertlos.

Nun fra­ge ich mich, ob das schon häu­fi­ger so inter­pre­tiert wer­den konn­te und aus der ver­schie­de­nen Art eine Beweis­füh­rung anzu­ge­hen viel­leicht schon öfter sol­che Miss­stim­mung ent­stan­den ist - die mir erst jetzt auffiel.

bookmark_borderPolitisches Disneyland
Zum Versuch der wissenschaftlichen Annäherung an Politik

Bevor ich hier eine kur­ze Zusam­men­fas­sung als Ein­stieg in das The­ma gebe ein Hinweis:
Ich habe dar­auf ver­zich­tet eine Über­set­zung zu schrei­ben - mitt­ler­wei­le ist *goog­le* sehr viel bes­ser gewor­den was sol­che Über­set­zun­gen angeht. Wenn Sie also Schwie­rig­kei­ten haben den Ori­gi­nal­text in US-Eng­lisch zu lesen emp­feh­le ich Ihnen die­se Sei­te → https://translate.google.de/ als Hilfs­mit­tel zu nutzen.

Wor­um es hier geht ist ein Arti­kel aus dem Blog "WAIT BUT WHY?" das nur sehr spo­ra­disch erscheint - was der Blog­ger dort mit "new post every some­ti­mes" umschreibt [Ü: neue Arti­kel immer mal irgend­wann], und zwar der letz­te Bei­trag dort mit dem Titel: "Poli­ti­cal Dis­ney World". Das ist eine Erör­te­rung mit der Grund­la­ge "Poli­tik", sie geht jedoch sehr viel wei­ter und schließt die Ursa­chen für the­ma­tisch unbe­stimm­tes Den­ken ein - oder soll­te ich schrei­ben 'für das Lager­den­ken in vie­len Lebens­be­rei­chen'?

Eine Emp­feh­lung für die­sen Arti­kel fällt leicht, da es um eine intel­li­gen­te und ein­gän­gi­ge Dar­stel­lung der grund­sätz­li­chen Natur des mensch­li­chen Gei­stes geht. Die­se Grund­la­ge erklärt, war­um wir manch­mal zu Skla­ven unse­res pri­mi­ti­ven Ursprungs wer­den und alle zivi­li­sier­ten, erlern­ten Kon­ven­tio­nen abwer­fen um in *Kampf­mo­dus* zu ver­fal­len. Der Unter­schied zwi­schen "Urmen­schen-Gehirn" [The pri­mi­ti­ve mind] und "Zivi­li­sa­ti­ons-Gehirn" [The hig­her mind] wird her­aus­ge­ar­bei­tet, und zwar in einer leicht ver­ständ­li­chen und sehr ein­gän­gi­gen Form, die den trocke­nen Stoff der Hirn­struk­tur und ihrer phy­sio­lo­gi­schen Abläu­fe so dar­stellt, dass man es - auch ohne Neu­ro­lo­gie stu­diert zu haben - ver­ste­hen kann.

Ich dach­te mir, Fei­er­ta­ge & Fen­ster­ta­ge bie­ten mög­li­cher­wei­se ein paar Ext­ra­mi­nu­ten um sich die­sem The­ma zu wid­men - und da es nicht nur für poli­ti­sche Sach­ver­hal­te nütz­lich ist, son­dern genau so ande­re Lebens­be­rei­che erfasst, ist es gut ein­ge­setz­te Zeit.

bookmark_borderWarum ist es am Rhein in der Natur so schön ...?


War­um mögen wir Blumen?
War­um füh­len wir uns im Wald wohl?
War­um holen wir uns Pflan­zen in die Wohnung?

Liegt es dar­an, dass wir noch einen Rest an natür­li­chem Emp­fin­den besit­zen der uns sug­ge­riert, uns mit 'Grün' zu umge­ben weil das dem Her­kom­men der Men­schen ent­spricht? Stecken also noch uralte Nor­men in unse­rer Gene­tik, die einen posi­ti­ven Ein­fluß der Natur auf die Psy­che / das Befin­den hervorruft?

For­men & Far­ben der beleb­ten Natur sind für die mei­sten Men­schen eine begeh­rens­wer­te Umge­bung, es zieht uns als Art magisch in Feld, Wald und Wie­sen - dort bewe­gen wir uns beschwingt und froh, ja glück­lich trotz der damit ver­bun­de­nen Anstren­gung. Und ver­ges­sen die­se ob des Wohl­ge­fühls, das uns eine natür­li­che Umge­bung bietet.

"Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!"

Wie wahr.

Wie erwei­ternd, wenn man die­sem Gedan­ken nach­geht und sich dar­auf besinnt, dass Arbeit zwar den Lebens­un­ter­halt sichert, zu viel Arbeit uns aller­dings von dem trennt, was wir drin­gend brau­chen, fast so drin­gend wie fri­sche Luft:
Eine natür­li­che Umgebung.
Wenn schon nicht All­tags, dann doch min­de­stens für ein paar Tage oder bes­ser Wochen im Jahr.

bookmark_borderKlima, die x-te .... Klappe .... Action!

Herr Amt­hor von der CDU ist sich ganz sicher "Was wir da als CDU fest­ge­legt haben ist gut und rich­tig und aus­rei­chend das Pro­blem in den Griff zu bekommen".

Die Grü­nen, so meint er, sähen das immer so dra­stisch und über­trie­ben. Das 2,5-fache des­sen, was zuvor beschlos­sen war sei doch nun mehr als deut­lich als Zei­chen des festen Wil­lens der CDU .... Der grü­ne Herr Kret­sch­mann sähe ja eine "gewis­se Lenkungswirkung".

Da habe ich abgeschaltet.
So jung und schon so ignorant.
Wie soll der erst wer­den wenn er älter ist?

Am mei­sten macht mich stut­zig, dass Herr Söder den Kom­pro­miss *lobt*.
Das kann nicht gut für die Umwelt sein.

bookmark_borderHokus, Pokus, Fidibus - dreimal schwarzer Kater ....

oder: "Zusatz­nut­zen"

Der Back­ofen ist bereits (wegen bevor­ste­hen­dem Umzug) abge­klemmt, daher ist die Aus­wahl der Gerich­te die gekocht wer­den kön­nen eingeschränkt.
Was macht man in sol­chen Lebenslagen?
Na klar, Essen gehen!

Die Aus­wahl fiel am Niko­laus­tag auf ein chi­ne­sisch-thai­län­di­sches Lokal. Da waren wir sicher vor rot-weiss-zip­fel­be­mütz­ten Ser­vice­kräf­ten - von denen hat­te ich wäh­rend des Tages in meh­re­ren Geschäf­ten eini­ge gesehen.

Was soll ich sagen?
Das Essen war Spit­ze, der Jas­min­tee heiß, und zum Ende, nach der Bezah­lung der Zeche kamen noch Glückskekse.
Den Spruch in mei­nem Keks habe ich fotografiert.
So lau­te­te er:

 
 
Na, wenn das kei­ne Hoff­nung auf­kom­men lässt!

Die Finan­zen wer­den gera­de äußerst stra­pa­ziert. Umzie­hen ist nicht zum Null­ta­rif mög­lich. Ganz schön geschlaucht ist man auch. Da freut man sich über die­se Aus­sa­ge zur zukünf­ti­gen Gesund­heit .... und die bevor­ste­hen­de (per coo­kie ver­spro­che­ne) Regeneration.

Und was haben Sie so zu 'Niko­laus' gemacht?

bookmark_borderDa steigt die Stimmung wie ein Luftballon ..?!

Die SPD hat ihre neue Füh­rung gewählt ....

Jetzt geht es mit Élan, Mut und Über­zeu­gung dar­an ... äh ... wir sehen hier das neue Füh­rungs­duo in einem Aus­bruch von Jubel, Freu­de. Hei­ter­keit ... ähem ... sei­nen festen Wil­len darstellen: 

Schluss mit Lustig!
Hier wird jetzt zuge­packt und regiert.


bookmark_borderWas ist nur aus den Abenteuern geworden?

In einem Video hör­te ich kürz­lich fol­gen­de Einschätzung 

"Dies sind die drei auf­re­gend­sten Geräu­sche der Welt:

1. Das Geräusch einer Loko­mo­ti­ve wenn sie ihre Dampf­pfei­fe aktiviert

2. Das Ras­seln einer Anker­ket­te die ein­ge­zo­gen wird

3. Das Anlau­fen eines Flug­zeug­trieb­wer­kes".

Eng ver­knüpft mit die­sen Geräu­schen ist stets ein Neu­an­fang, eine unge­wöhn­li­ches Ereig­nis, ein Aben­teu­er. Wir erle­ben heu­te kei­ne Aben­teu­er mehr. Wir bekom­men unse­re Aben­teu­er als Ersatz für *das tat­säch­li­che Erleb­nis* per Medi­en ins Haus gelie­fert. Nie­mand muss sich mehr aus dem beque­men Umfeld, sei­nem Ses­sel, sei­ner gewohn­ten Umge­bung her­aus bewe­gen um Aben­teu­er zu erleben. 

Man lässt erle­ben, nimmt pas­siv dar­an teil.

Da genau fängt es an - da wird der Mensch von dem Erle­ben abge­kop­pelt, das seit Jahr­tau­sen­den im Über­le­bens­kampf sei­ne Sin­ne bean­sprucht hat, wenn er sich aus sei­ner gewohn­ten Umge­bung her­aus wag­te um Frem­des zu erkun­den und neue Mög­lich­kei­ten zu suchen. Was als "groß­ar­ti­ges Rei­se­er­leb­nis" ange­prie­sen wird ist in Wahr­heit nur noch ein bil­li­ger Abklatsch des­sen, was es als "rich­ti­ges Aben­teu­er" sein könn­te. Zu sehr viel höhe­ren Kosten, mit sehr viel Kom­fort, mit sehr wenig Mühe für den 'moder­nen' Rei­sen­den selbst.
Kein Herz­klop­fen mehr wenn frem­de Geräu­sche auf­tre­ten, kein Erschrecken mehr, wenn sich ein Schat­ten abzeich­net, kei­ne Angst mehr, wenn die Nacht alle Sil­hou­et­ten ver­schwin­den lässt. Eine Ver­ar­mung der Sin­ne, eine Ver­fla­chung der Sin­nes­ein­drücke, die Tri­via­li­sie­rung der nati­ven Sze­ne zu besten­falls noch 'Folk­lo­re' zur Befrie­di­gung des Dran­ges nach Exo­tic, der in man­chem Men­schen ab und an aufkeimt.

Wir haben durch die soge­nann­te "Zivi­li­sa­ti­on" viel gewon­nen - aber noch viel mehr verloren.
Wer in den Indu­strie­staa­ten lebt ist von der natür­li­chen Umge­bung abge­kop­pelt. Bezeich­nend ist doch schon, dass die Geräu­sche, die wei­ter oben als "die auf­re­gend­sten Geräu­sche der Welt" ange­führt wur­den alle­samt tech­ni­sche Geräu­sche sind! Wir müss­ten statt­des­sen natür­li­che Geräu­sche als das Beson­de­re emp­fin­den .... aber das ist wohl schon lan­ge vorbei.

Da sind die Men­schen in ärme­ren Län­dern noch bes­ser dran: Sie ken­nen die­se natür­li­chen Geräu­sche noch als stän­di­ge Beglei­ter ihres Lebens und sie wis­sen noch sich aus dem Land zu ver­sor­gen. Sie haben zwar wenig, sind aller­dings oft glück­li­cher und weni­ger getrieben.

Des­we­gen fra­ge ich mich manch­mal - gera­de auch unter dem Ein­druck des sich ver­schär­fen­den Kon­flik­tes hin­sicht­lich der Ein­däm­mung der schäd­li­chen Wir­kun­gen von Zivi­li­sa­ti­on auf das Welt­kli­ma - was wohl die bes­se­re Lebens­wei­se ist. Aber was weiß ich alter Kno­chen schon vom 'moder­nen' Leben ....

bookmark_borderFremdgehen

Wuss­ten Sie schon, dass man nun weiß, dass Frau­en genau­so oft und gern 'fremd­ge­hen' wie Männer?

" ..Wed­nes­day Mar­tin geht aber noch wei­ter. Sie sagt sogar, dass fremd­ge­hen unter Frau­en nor­mal sei, dass die weib­li­che Untreue eine lan­ge Histo­rie in der Mensch­heits­ge­schich­te hat.. "

Ha, da sind wir aber rich­tig froh, dass wir das nun gelernt haben.
Dan­ke Frau Martin!

Die Inter­view­part­ne­rin fragt " ..Sie haben für Ihr Buch mit Sexu­al­wis­sen­schaft­le­rin­nen gespro­chen, Pri­ma­to­lo­gin­nen, Anthro­po­lo­gin­nen, Psy­cho­lo­gin­nen – aber vor allem haben Sie auch drei­ßig „ganz nor­ma­le“ Frau­en im Alter von 20 bis 93 Jah­ren inter­viewt, die Ihnen von ihrer Untreue erzählten.. "

WoW, spä­te­stens jetzt sind wir überzeugt:
Ein Welt­klas­se­werk, die­ses neue Buch, mit so viel *back­ground rese­arch* ...

-------------------------- C U T ! ---------------------------

Jetzt mal But­ter bei die Fische:

Einen sol­chen Schmarrn so hoch­zu­lo­ben ist eine Unverschämtheit.
Eine Basis von drei­ßig Befra­gun­gen noch dazu ohne jede Reprä­sen­ta­ti­vi­tät ist eine völ­lig nutz­lo­se Übung, weil (wie ich schon öfter dar­ge­legt habe) erst ab einer Stu­di­en­teil­neh­mer­zahl von min­de­stens 120 Per­so­nen die gewon­ne­nen Erkennt­nis­se (theo­re­tisch) über dem sta­ti­sti­schen Feh­ler lie­gen können.

Was aller­dings ganz offen­sicht­lich ist: Die Schlussfolgerung.


Wenn man davon aus­geht, dass "Fremd­ge­hen" kei­ne Sache ist die Män­ner (oder Frau­en) allei­ne machen kön­nen, muss erwar­tet wer­den, dass es glei­che Zah­len gibt - eine Bin­sen­weis­heit, die man sehr leicht durch Nach­den­ken selbst her­aus­fin­den kann ohne das Buch von Frau Mar­tin gele­sen zu haben ... der Rest, der da drin­nen steckt ist *gos­sip*.

 
Suchen Sie gern mal nach dem Wort, es wird Ihnen bekannt vor­kom­men, so arbei­ten bei uns die soge­nann­ten Frau­en­zeit­schrif­ten seit Jahr­zehn­ten: Aus Mücken wer­den von Zau­ber­hand Elefanten!