bookmark_borderKlima, die x-te .... Klappe .... Action!

Herr Amt­hor von der CDU ist sich ganz sicher "Was wir da als CDU fest­ge­legt haben ist gut und rich­tig und aus­rei­chend das Pro­blem in den Griff zu bekommen".

Die Grü­nen, so meint er, sähen das immer so dra­stisch und über­trie­ben. Das 2,5-fache des­sen, was zuvor beschlos­sen war sei doch nun mehr als deut­lich als Zei­chen des festen Wil­lens der CDU .... Der grü­ne Herr Kret­sch­mann sähe ja eine "gewis­se Lenkungswirkung".

Da habe ich abgeschaltet.
So jung und schon so ignorant.
Wie soll der erst wer­den wenn er älter ist?

Am mei­sten macht mich stut­zig, dass Herr Söder den Kom­pro­miss *lobt*.
Das kann nicht gut für die Umwelt sein.

bookmark_borderHokus, Pokus, Fidibus - dreimal schwarzer Kater ....

oder: "Zusatz­nut­zen"

Der Back­ofen ist bereits (wegen bevor­ste­hen­dem Umzug) abge­klemmt, daher ist die Aus­wahl der Gerich­te die gekocht wer­den kön­nen eingeschränkt.
Was macht man in sol­chen Lebenslagen?
Na klar, Essen gehen!

Die Aus­wahl fiel am Niko­laus­tag auf ein chi­ne­sisch-thai­län­di­sches Lokal. Da waren wir sicher vor rot-weiss-zip­fel­be­mütz­ten Ser­vice­kräf­ten - von denen hat­te ich wäh­rend des Tages in meh­re­ren Geschäf­ten eini­ge gesehen.

Was soll ich sagen?
Das Essen war Spit­ze, der Jas­min­tee heiß, und zum Ende, nach der Bezah­lung der Zeche kamen noch Glückskekse.
Den Spruch in mei­nem Keks habe ich fotografiert.
So lau­te­te er:

 
 
Na, wenn das kei­ne Hoff­nung auf­kom­men lässt!

Die Finan­zen wer­den gera­de äußerst stra­pa­ziert. Umzie­hen ist nicht zum Null­ta­rif mög­lich. Ganz schön geschlaucht ist man auch. Da freut man sich über die­se Aus­sa­ge zur zukünf­ti­gen Gesund­heit .... und die bevor­ste­hen­de (per coo­kie ver­spro­che­ne) Regeneration.

Und was haben Sie so zu 'Niko­laus' gemacht?

bookmark_borderDa steigt die Stimmung wie ein Luftballon ..?!

Die SPD hat ihre neue Füh­rung gewählt ....

Jetzt geht es mit Élan, Mut und Über­zeu­gung dar­an ... äh ... wir sehen hier das neue Füh­rungs­duo in einem Aus­bruch von Jubel, Freu­de. Hei­ter­keit ... ähem ... sei­nen festen Wil­len darstellen: 

Schluss mit Lustig!
Hier wird jetzt zuge­packt und regiert.


bookmark_borderWas ist nur aus den Abenteuern geworden?

In einem Video hör­te ich kürz­lich fol­gen­de Einschätzung 

"Dies sind die drei auf­re­gend­sten Geräu­sche der Welt:

1. Das Geräusch einer Loko­mo­ti­ve wenn sie ihre Dampf­pfei­fe aktiviert

2. Das Ras­seln einer Anker­ket­te die ein­ge­zo­gen wird

3. Das Anlau­fen eines Flug­zeug­trieb­wer­kes".

Eng ver­knüpft mit die­sen Geräu­schen ist stets ein Neu­an­fang, eine unge­wöhn­li­ches Ereig­nis, ein Aben­teu­er. Wir erle­ben heu­te kei­ne Aben­teu­er mehr. Wir bekom­men unse­re Aben­teu­er als Ersatz für *das tat­säch­li­che Erleb­nis* per Medi­en ins Haus gelie­fert. Nie­mand muss sich mehr aus dem beque­men Umfeld, sei­nem Ses­sel, sei­ner gewohn­ten Umge­bung her­aus bewe­gen um Aben­teu­er zu erleben. 

Man lässt erle­ben, nimmt pas­siv dar­an teil.

Da genau fängt es an - da wird der Mensch von dem Erle­ben abge­kop­pelt, das seit Jahr­tau­sen­den im Über­le­bens­kampf sei­ne Sin­ne bean­sprucht hat, wenn er sich aus sei­ner gewohn­ten Umge­bung her­aus wag­te um Frem­des zu erkun­den und neue Mög­lich­kei­ten zu suchen. Was als "groß­ar­ti­ges Rei­se­er­leb­nis" ange­prie­sen wird ist in Wahr­heit nur noch ein bil­li­ger Abklatsch des­sen, was es als "rich­ti­ges Aben­teu­er" sein könn­te. Zu sehr viel höhe­ren Kosten, mit sehr viel Kom­fort, mit sehr wenig Mühe für den 'moder­nen' Rei­sen­den selbst.
Kein Herz­klop­fen mehr wenn frem­de Geräu­sche auf­tre­ten, kein Erschrecken mehr, wenn sich ein Schat­ten abzeich­net, kei­ne Angst mehr, wenn die Nacht alle Sil­hou­et­ten ver­schwin­den lässt. Eine Ver­ar­mung der Sin­ne, eine Ver­fla­chung der Sin­nes­ein­drücke, die Tri­via­li­sie­rung der nati­ven Sze­ne zu besten­falls noch 'Folk­lo­re' zur Befrie­di­gung des Dran­ges nach Exo­tic, der in man­chem Men­schen ab und an aufkeimt.

Wir haben durch die soge­nann­te "Zivi­li­sa­ti­on" viel gewon­nen - aber noch viel mehr verloren.
Wer in den Indu­strie­staa­ten lebt ist von der natür­li­chen Umge­bung abge­kop­pelt. Bezeich­nend ist doch schon, dass die Geräu­sche, die wei­ter oben als "die auf­re­gend­sten Geräu­sche der Welt" ange­führt wur­den alle­samt tech­ni­sche Geräu­sche sind! Wir müss­ten statt­des­sen natür­li­che Geräu­sche als das Beson­de­re emp­fin­den .... aber das ist wohl schon lan­ge vorbei.

Da sind die Men­schen in ärme­ren Län­dern noch bes­ser dran: Sie ken­nen die­se natür­li­chen Geräu­sche noch als stän­di­ge Beglei­ter ihres Lebens und sie wis­sen noch sich aus dem Land zu ver­sor­gen. Sie haben zwar wenig, sind aller­dings oft glück­li­cher und weni­ger getrieben.

Des­we­gen fra­ge ich mich manch­mal - gera­de auch unter dem Ein­druck des sich ver­schär­fen­den Kon­flik­tes hin­sicht­lich der Ein­däm­mung der schäd­li­chen Wir­kun­gen von Zivi­li­sa­ti­on auf das Welt­kli­ma - was wohl die bes­se­re Lebens­wei­se ist. Aber was weiß ich alter Kno­chen schon vom 'moder­nen' Leben ....

bookmark_borderFremdgehen

Wuss­ten Sie schon, dass man nun weiß, dass Frau­en genau­so oft und gern 'fremd­ge­hen' wie Männer?

" ..Wed­nes­day Mar­tin geht aber noch wei­ter. Sie sagt sogar, dass fremd­ge­hen unter Frau­en nor­mal sei, dass die weib­li­che Untreue eine lan­ge Histo­rie in der Mensch­heits­ge­schich­te hat.. "

Ha, da sind wir aber rich­tig froh, dass wir das nun gelernt haben.
Dan­ke Frau Martin!

Die Inter­view­part­ne­rin fragt " ..Sie haben für Ihr Buch mit Sexu­al­wis­sen­schaft­le­rin­nen gespro­chen, Pri­ma­to­lo­gin­nen, Anthro­po­lo­gin­nen, Psy­cho­lo­gin­nen – aber vor allem haben Sie auch drei­ßig „ganz nor­ma­le“ Frau­en im Alter von 20 bis 93 Jah­ren inter­viewt, die Ihnen von ihrer Untreue erzählten.. "

WoW, spä­te­stens jetzt sind wir überzeugt:
Ein Welt­klas­se­werk, die­ses neue Buch, mit so viel *back­ground rese­arch* ...

-------------------------- C U T ! ---------------------------

Jetzt mal But­ter bei die Fische:

Einen sol­chen Schmarrn so hoch­zu­lo­ben ist eine Unverschämtheit.
Eine Basis von drei­ßig Befra­gun­gen noch dazu ohne jede Reprä­sen­ta­ti­vi­tät ist eine völ­lig nutz­lo­se Übung, weil (wie ich schon öfter dar­ge­legt habe) erst ab einer Stu­di­en­teil­neh­mer­zahl von min­de­stens 120 Per­so­nen die gewon­ne­nen Erkennt­nis­se (theo­re­tisch) über dem sta­ti­sti­schen Feh­ler lie­gen können.

Was aller­dings ganz offen­sicht­lich ist: Die Schlussfolgerung.


Wenn man davon aus­geht, dass "Fremd­ge­hen" kei­ne Sache ist die Män­ner (oder Frau­en) allei­ne machen kön­nen, muss erwar­tet wer­den, dass es glei­che Zah­len gibt - eine Bin­sen­weis­heit, die man sehr leicht durch Nach­den­ken selbst her­aus­fin­den kann ohne das Buch von Frau Mar­tin gele­sen zu haben ... der Rest, der da drin­nen steckt ist *gos­sip*.

 
Suchen Sie gern mal nach dem Wort, es wird Ihnen bekannt vor­kom­men, so arbei­ten bei uns die soge­nann­ten Frau­en­zeit­schrif­ten seit Jahr­zehn­ten: Aus Mücken wer­den von Zau­ber­hand Elefanten!

bookmark_borderAloisius herbei!

Hülf­him­mikreizs­ag­ga­ra­ment!

  Luja sag' i ...! 

  CC BY-SA 2.5
 
 

Der frü­he­re Dienst­mann - jetzt "Engel" - Aloi­si­us wur­de in einer Geschich­te von Lud­wig Tho­ma vom Him­mel zur Erde zurück geschickt, damit er der Baye­ri­schen Regie­rung den gött­li­chen Rat­schluss über­bringt. Abge­lenkt vom Getrie­be der Haupt­stadt jedoch geneh­migt er sich eine Maß Bier, und noch eine, und .... so war­tet die Baye­ri­sche Regie­rung bis heu­te auf die gött­li­che Erleuchtung.

Und der baye­ri­sche Landtag?

Na, der hat in der letz­ten Woche bewie­sen, dass er viel drin­gen­der einen gött­li­chen Rat braucht:
„ .. Die CSU will mit Unter­stüt­zung der 'Frei­en Wäh­ler' und den Grü­nen (!) in einer Stu­die unter­su­chen las­sen, ob durch homöo­pa­thi­sche Mit­tel der Ein­satz von Anti­bio­ti­ka gesenkt wer­den kann. Die Frei­en Demo­kra­ten sind ent­setzt: "Das Vor­ha­ben der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung ist fahr­läs­sig, weil es bereits mit der Fra­ge­stel­lung sug­ge­riert, dass homöo­pa­thi­sche Mit­tel wie Glo­bu­li mul­ti­re­si­sten­te Kei­me bekämp­fen könn­ten“, sag­te der FDP-Poli­ti­ker Domi­nik Spit­zer. Bis­her habe kei­ne wis­sen­schaft­li­che Stu­die bewei­sen kön­nen, dass homöo­pa­thi­sche Mit­tel allein gegen Beschwer­den wirkten .. "

Real­sa­ti­re vom Feinsten.
Applaus gab es - wie zu erwar­ten - von Heil­prak­ti­ker­sei­te. Die auch in die­ser Stel­lung­nah­me eine längst wegen gro­ber Män­gel deklas­sier­te Stu­die bei Inten­siv­pa­ti­en­ten mit Sep­sis¹ aus dem Hut zaubern. 

Die Steu­er­zah­ler kostet die­se völ­lig unnö­ti­ge und unsin­ni­ge Stu­die wohl so um 400.000 €uro ....


Eine Fra­ge zum Nachdenken:
Die Homöo­pa­thie gab es schon vie­le Jahr­zehn­te VOR der Ein­füh­rung von Anti­bio­ti­ka - sie hat schwe­re & schwer­ste Infek­tio­nen weder abge­mil­dert noch geheilt. Wie­so soll­te es nun plötz­lich eine Wir­kung geben, wo doch frü­her nie eine nach­ge­wie­sen wer­den konnte?
 

 

¹ " ..Die Leta­li­tät der Sep­sis ist in Deutsch­land mit ca. 40% deut­lich höher als in ande­ren Län­dern. Es gibt drin­gen­den Bedarf an Ver­bes­se­run­gen, ein Blick in ande­re Län­der mag hel­fen, aber Unter­su­chun­gen zum Nut­zen vom Homöo­pa­thie sind eine Ver­schwen­dung von Res­sour­cen.. " [Quel­le]

bookmark_borderDesign

Thats how that
should’ve been designed
in the first place!” 


Über­set­zung: "So hät­te es gleich gestal­tet wer­den sol­len!"; Flap­sig: "War­um nicht gleich so!"

Ja, das sagt mei­ne Frau auch öfter wenn es dar­um geht, dass sich gan­ze Hor­den von Inge­nieu­ren über vie­le Mona­te oder Jah­re Gedan­ken gemacht haben wie ein Pro­dukt gestal­tet sein soll­te, damit es für den Nut­zer den größt­mög­li­chen Effekt haben kann.

Prak­ti­ker - oder bes­ser ganz all­ge­mein: Nut­zer - haben über­wie­gend eine ande­re Art einen Gegen­stand zu benut­zen als es sich die Inge­nieu­re aus­ge­dacht haben. Das fängt schon damit an, dass eine Bedie­nungs­an­lei­tung zwar zur Kennt­nis genom­men wird. Lesen tun hin­ge­gen die Wenigsten.


So ist wohl ein Pro­dukt dann "gut",
wenn es
preiswert,
praktisch,
intui­tiv zu hand­ha­ben und
sicher für den Men­schen ist, der es gebraucht.

Es gibt für sol­che Tests so genann­te "Fokus­grup­pen", die Pro­duk­te gezeigt bekom­men und ihr Urteil abge­ben sol­len. Das hal­te ich nicht für ziel­füh­rend, weil irgend­wann die Tester ahnen oder durch genau­es Zuhö­ren sicher erfah­ren WAS die Pro­dukt­leu­te wis­sen wol­len und wo sie den Vor- bzw. Nach­teil sehen - und dann wird eben ein wenig in die­ser Rich­tung bewer­tet. Man möch­te schließ­lich nicht als 'Spiel­ver­der­ber' daste­hen für den näch­sten lukra­ti­ven Job dort des­we­gen dis­qua­li­fi­ziert sein.


Fokus­grup­pe
Fokus­grup­pen sind mode­rier­te, struk­tu­rier­te Grup­pen­dis­kus­si­on mit sechs bis acht Teil­neh­mern zu wün­schens­wer­ten funk­tio­na­len Merk­ma­len und Usa­bi­li­ty­an­for­de­run­gen; häu­fig als Teil der Anfor­de­rungs­ana­ly­se. Die Teil­neh­mer von Fokus­grup­pen wer­den so aus­ge­wählt, dass sie einen reprä­sen­ta­ti­ven Quer­schnitt der Anwen­der der Soft­ware darstellen.

bookmark_borderWort zum Sonntag (II)

 

Die Dis­kus­sio­nen um Homöo­pa­thie und men­schen­ver­ur­sach­te, glo­ba­le Erwär­mung sind allent­hal­ben ent­brannt. Erfreu­li­cher­wei­se steigt die Zahl der Men­schen die klar den­ken, und des­we­gen Fak­ten von Mei­nung unter­schei­den kön­nen, so an, dass sie mitt­ler­wei­le in der Über­zahl sind .... ein wei­te­res Indiz ist, dass auch die Zahl der *Gläu­bi­gen* ste­tig abnimmt.

Es besteht noch Hoff­nung für eine Mensch­heit deren Augen­merk sich nun auf den Wahr­heits­ge­halt über­kom­me­ner Vor­stel­lun­gen rich­tet und Hokus­po­kus als sol­chen beim Namen nennt.

Den­noch heißt es wach­sam sein, denn wie ein Hund, der, in die Enge getrie­ben, sich umso hef­ti­ger zur Wehr setzt, kon­so­li­die­ren sowohl die Homöo­pa­thie­ver­fech­ter, die Kli­ma­leug­ner und die Fun­di-Chri­sten nun ihre Kräf­te um der neu­en Auf­klä­rungs­wel­le etwas ent­ge­gen zu setzen.

Im eng­li­schen Sprach­raum gibt es das schö­ne Wort "com­pla­cen­cy", das laut dict.cc, Deutsch-Eng­lisch-Wör­ter­buch
fol­gen­de Bedeu­tun­gen anneh­men kann: 

¹ com­pla­cen­cy [smug­ness]
Selbst­ge­fäl­lig­keit {f}
² complacency
Selbst­zu­frie­den­heit {f}
Wohl­be­ha­gen {n}
³ com­pla­cen­cy [com­for­ta­b­leness]
Bequem­lich­keit {f}


 

 

 





 


Hüten wir uns davor, uns in selbst einer die­ser Eigen­schaf­ten gemüt­lich ein­zu­rich­ten. Der demo­kra­ti­sche Pro­zess rich­tet sich nicht nach "Ver­nunft", son­dern nach "Mehr­hei­ten".
 

Aus­ge­nom­men jene ca. 30% die sich für nichts ernst­haft interessieren.
Nicht zu ver­ges­sen die extre­me Rech­te - der eine eige­ne Erör­te­rung gewid­met wer­den muss.

bookmark_borderDer Herr Professor, schon wieder ...! (II)

" ..Infor­ma­ti­on bedeu­tet jenen sprach­li­chen Aus­druck, durch wel­chen Ver­hal­ten¹ in Form gebracht wer­den soll. In Aus­nah­me­fäl­len ent­wickelt sich Infor­ma­ti­on durch Ver­such und Irr­tum². Als ent­schei­dend für das Bewer­ten des Erfolg(es)³ eines Ver­suchs gilt das gefühls­mä­ßi­ge Emp­fin­den ange­sichts des Ergeb­nis­ses.. "
[von da → Begriffs­ka­len­der]

¹ Infor­ma­ti­on so zu defi­nie­ren heißt den Begriff unnö­ti­ger­wei­se ein­schrän­ken, denn Infor­ma­ti­on kann auch sach­li­cher Natur sein, beschrei­bend um etwas dar­zu­stel­len. Auto­ri­tä­re Per­so­nen mögen im Vor­der­grund auf das Ver­hal­ten ein­wir­ken wol­len - mög­li­cher­wei­se ist der Herr Pro­fes­sor da von eige­nem Welt­bild und Ver­hal­ten geprägt und hat es des­we­gen so per­sön­lich gefärbt formuliert.

 
² Die schlech­te­ste Art 'fürs Leben zu ler­nen' ist der hier geschil­der­te Weg von Ver­such und Irr­tum - viel bes­ser ist es zu pla­nen und abzu­wä­gen, Vor­er­fah­rung zu stu­die­ren und erst prak­tisch zu wer­den wenn eine gewis­se Erfolgs­aus­sicht besteht. Eine abstrak­te Dar­stel­lung - so wie hier - soll­te aller­dings schon mit Bei­spie­len arbei­ten. Es sei denn, man schwa­felt nur und WILL das gar nicht. Pro­fes­so­ra­le Ele­gi­en: Vie­le Wor­te - kaum Inhalt.

 
Die näch­sten drei Punk­te sind eng ver­knüpft - ich ver­su­che den­noch sie getrennt zu behandeln.
³ Sofern ein Ver­such mit einer Hypo­the­se ange­legt wird - das wäre exak­te, gut fun­dier­te Wis­sen­schaft - geht es nicht um Bewer­tung, son­dern um eine neu­tra­le Zusam­men­fas­sung und die Erör­te­rung der Ergebnisse.

 
Gefühl ist bei der Bewer­tung von Ver­su­chen ein schlech­ter, nein, der schlech­te­ste Rat­ge­ber! Wie sol­len Gefüh­le objek­ti­viert und repro­du­zier­bar gemacht wer­den, wo sie doch eine indi­vi­du­el­le Dis­po­si­ti­on im Augen­blick der Aus­sa­gen darstellen?

 
Han­delt es sich um Ergeb­nis­se im Sin­ne von 'beweis­bar', 'durch Fak­ten belegt', nach den Regeln der (jewei­li­gen) Dis­zi­plin aus­ge­führt? Dann erst recht haben 'Gefüh­le' hier nichts zu suchen.

 
Wie lau­tet das Fazit?
"Frue*er"™ konn­te der Herr Pro­fes­sor durch sei­ne Schrif­ten über­zeu­gen. Selbst wenn es um gei­stes­wis­sen­schaft­li­che Grund­über­le­gun­gen ging. Irgend­wie, scheint mir, ist nun *die Luft raus*. Man soll­te den Moment nicht ver­säu­men wenn es Zeit ist auf­zu­hö­ren und lie­ber von frü­he­ren Erfol­gen zeh­ren als sich spä­ter lächer­lich zu machen. 

bookmark_borderVom "Glauben" und "Vertrauen" ....

oder: Der Herr Pro­fes­sor, schon wie­der ...!
 

" .. Wis­sen schafft Sicher­heit, Glau­ben aber Vertrauen .. "
[von da → Begriffs­ka­len­der]
 

Da der Herr Pro­fes­sor Dr. phil. habil. auf Kom­men­ta­re nicht ant­wor­tet und sich so mit dem *gemei­nen Plebs*, weit unter sei­nem Niveau den­kend, nicht abge­ben will neh­me ich das oben gezeig­te Zitat zum Anlass es hier zu dis­ku­tie­ren.
 

"Wis­sen schafft Sicher­heit" - den Teil der Aus­sa­ge kann ich voll unter­strei­chen. Fak­ten zu sam­meln und zu ver­knüp­fen, dabei ohne vor­ge­fass­te Ein­stel­lung, wohl aber mit einer Arbeits­hy­po­the­se das Für und Wider einer Fra­ge­stel­lung zu erar­bei­ten, nüch­tern die Daten zu ver­glei­chen und dann zu einer Schluss­fol­ge­rung zu kom­men, das ist das Wesen der Natur­wis­sen­schaf­ten:
 

Ein fak­ten­ba­sier­tes, nach­voll­zieh­ba­res, repro­du­zier­ba­res Gedan­ken­ge­bäu­de, das seit der Auf­klä­rung in viel­fa­cher Wei­se erwei­tert und hin­ter­fragt wur­de - und nun als gesi­cher­tes Wis­sen gel­ten kann.

"Glau­ben aber [schafft] Ver­trau­en" - die­sen Teil wol­len wir uns etwas genau­er ansehen:

➀ Sind nicht "Glau­ben" und "Ver­trau­en" ein und die­sel­be Sache?


Wenn ein Mensch glaubt, dann ver­traut er einer Aus­sa­ge, einem Ver­spre­chen, dass die­se wahr­haf­tig und unab­än­der­lich ist. Ich sehe da kei­nen Unter­schied, son­dern eine Abhän­gig­keit der bei­den Begrif­fe, die einen Wunsch des Indi­vi­du­ums von zwei Sei­ten her beschrei­ben.
 

 
➁ Ist das nicht ein unzu­läs­si­ger Zirkelschluß?


In etwas ver­trau­en heißt doch dar­an zu glau­ben, dass es ein­tre­ten wird. Inso­weit ist glau­ben nicht selb­stän­dig mög­lich, denn es muss sich auf etwas bezie­hen auf des­sen Ein­tre­ten man sich ver­lässt - des­sen ein­tre­ten man als ein­zi­ge Mög­lich­keit erwar­tet, in des­sen Ein­tre­ten man Ver­trau­en setzt.
 

 
➂ und meint man damit nicht zugleich die eige­ne Ein­bil­dungs­kraft, die sich selbst bestätigt?


Der Mensch der glaubt / ver­traut ver­bin­det damit die Gewiss­heit des Ein­tre­tens eines Ver­spre­chens, das nicht phy­sisch vor­han­den ist (oder zwangs­läu­fig phy­sisch vor­han­den sein muss), son­dern in sei­nem Kopf, vor dem 'gei­sti­gen Auge' eine bestimm­te Form ange­nom­men hat - nie­mand außer die­ser Per­son kann ein glei­ches Bild haben.
 

 

 

 

bookmark_border"Tugenden" & "Leitkultur"

 

.... oder:
Kön­nen Schwei­ne flie­gen und gibt es Pegasus? 

Es gibt Tage, da kann ich die­se immer wie­der­keh­ren­den Poli­ti­ker­phra­sen ein­fach nicht mehr ertra­gen. Das gilt bei­lei­be nicht nur für die aus der rech­ten Ecke, son­dern genau so auch für die aus der lin­ken Ecke, die gera­de wie­der anläss­lich der Thü­rin­gen-Wahl in all ihren Aus­prä­gun­gen (*bull­shit-Bin­go*)¹ zu hören waren.

Gibt es denn nie­man­den mehr, der ein­mal auf den Tisch haut und den Damen und Her­ren Poli­ti­kern sagt: "Wenn ihr nichts Wich­ti­ges zu sagen habt hal­tet doch ein­fach mal den Mund - nicht jedes Mikro­fon vor der Nase ist ein Zwang sich zu äußern!"

Wenn ich dann aus­ge­rech­net aus der süd­öst­li­chen Ecke des Lan­des die CSU­ler tönen höre: "Das Chri­sten­tum gehört zu unse­rer Leit­kul­tur!" dann fra­ge ich mich, wie vie­le von denen wirk­lich in der Lage wären zur Bibel mit Zita­ten zu dis­ku­tie­ren - es wäre ver­mut­lich nach weni­gen Sät­zen vor­bei mit der Leitkultur ....
Denn ich selbst, zwi­schen 12 und 18 noch 'aktiv' als Christ, bevor mir ein Licht auf­ging wel­cher Mär ich da auf den Leim gegan­gen war, und wie ver­rot­tet die Insti­tu­ti­on an 'Haupt & Glie­dern' tat­säch­lich (war und) ist, kann heu­te nur noch weni­ge Stel­len aus­wen­dig zitie­ren. Da bezweif­le ich sehr, dass es ein x-belie­bi­ger Poli­ti­ker bes­ser könnte.

'Wie sieht es aber mit Lite­ra­tur und Kunst, mit der klas­si­schen Musik aus?' höre ich nun man­che fra­gen, 'das ist doch eben­so Teil unse­rer Leit­kul­tur?' Selbst da gilt: Wel­cher Absol­vent einer "höhe­ren Lehr­an­stalt" hat denn noch all die Gedich­te, all die in Reclam-Heft­chen her­aus­ge­ge­be­nen Klas­si­ker der deut­schen Lite­ra­tur so im Gedächt­nis, dass sie/er mehr als ein, zwei Sät­ze zitie­ren könnte?

Die soge­nann­te "Leit­kul­tur" ist ein Popanz, auf­ge­baut um Men­schen zu spal­ten, in 'Wich­ti­ge und Rich­ti­ge' sowie in 'Unwich­ti­ge und Fal­sche' einzuteilen.

Soll­ten wir nicht bes­ser nach Tugen­den und per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten von Men­schen urtei­len - egal wie sie aus­se­hen und woher sie kom­men? Solan­ge die­se Tugen­den gelebt wer­den müs­sen ohne Unter­schei­dung alle "dazu gehö­ren". Alle, die die­se gesell­schaft­lich not­wen­di­gen Grund­zü­ge des Ver­hal­tens ein­hal­ten und danach stre­ben sie gegen­über Anfein­dun­gen zu ver­tei­di­gen. Es reicht heu­te nicht mehr, sich das Leben pas­siv anzu­se­hen und nach dem Mot­to "Was geht mich das an?" sich aus Allem her­aus zu hal­ten von dem man nicht unmit­tel­bar betrof­fen ist, Auch "Enga­ge­ment gegen­über Stö­rern der Leit­kul­tur" gehört zu jeman­dem, der behaup­tet zur "Leit­kul­tur" zu gehören!


Was ist nach mei­ner Auf­fas­sung der Leit­kul­tur zuzurechnen?
Es sind die Tugen­den:
Ord­nung, Sau­ber­keit, Wahr­haf­tig­keit (Ver­läss­lich­keit),
gepaart mit Mild­tä­tig­keit, Hilfs­be­reit­schaft und Nächstenliebe.

 

¹ sie­he auch: Trollshit-Bin­go

bookmark_borderDie Kurven deuten auf das Ende hin ....

Zitat:
» .. Der selbst­er­nann­te „Edel­pri­mat“ auf der Höhe sei­ner „Schaf­fens­kraft“...
→ ver­mehrt sich im Übermaß,
→ plün­dert die Welt­mee­re und gibt ihnen als Dan­ke­schön Pla­stik-Müll­stru­del von kon­ti­nen­ta­len Aus­ma­ßen zurück, die, als Mikro- und Nano­pla­stik zer­ma­len(sic!), Ein­gang in die Nah­rungs­ket­te — nicht nur der Mee­res­be­woh­ner — finden,
→ plün­dert und ver­gif­tet Seen, Flüs­se und Süßwasserreservoire,
→ ver­pe­stet die land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen und ist für deren Ero­si­on verantwortlich,
→ „pro­du­ziert“ in Tier-KZs Fol­ter-Fleisch und ver­braucht gigan­ti­sche Anbau­flä­chen zur Pro­duk­ti­on des erfor­der­li­chen pflanz­li­chen Futtermaterials,
→ ver­nich­tet Regen­wäl­der im Rekordtempo,
→ beraubt die Mit­welt rück­sichts­los ihrer Lebens­räu­me und dezi­miert die Arten­viel­falt in atem­be­rau­ben­der Schnel­lig­keit ..
«

[QUELLE: Ull­rich Mies: Pla­ne­ta­rer Super­gau; Der Homo sapi­ens sapi­ens erweist sich als evo­lu­tio­nä­re Fehl­ent­wick­lung.Sams­tag, 19. Okto­ber 2019, 13:00 Uhr].

[QUELLE Abbil­dun­gen: Charts ].

Fast alle Kur­ven die hier gezeigt wer­den sind Expo­nen­ti­al­kur­ven - ich habe schon zuvor stets dar­auf hin­ge­wie­sen, dass man die Aus­wir­kung der gemes­se­nen Para­me­ter erst ganz zum Schluß erkennt, dann, wenn es zu spät ist Gegen­maß­nah­men einzuleiten.


Offen­bar wird, dass Poli­ti­ker in allen Län­dern nicht ver­stan­den haben, wie nah wir am (sprich­wört­li­chen) Abgrund ste­hen, und dass es nicht mehr "Fünf-vor-Zwölf", son­dern "Eine-Minu­te-nach-Mit­ter­nacht" ist. Zu spät.
 

 

In meh­re­ren Arti­keln habe ich zum The­ma "Ver­nich­tung des Homo sapi­ens durch sich selbst - eine Fehl­ent­wick­lung der Evo­lu­ti­on erweist sich als Todes­ur­teil für den Pla­ne­ten" Stel­lung genom­men und es von ver­schie­de­ner Sei­te beleuch­tet. Nun las ich den oben zitierten/verlinkten Arti­kel bei "rubi­kon" und fand dort eini­ge Abbil­dun­gen zu der Ent­wick­lung in den letz­ten ca. 70 Jah­ren. Erschreckend, wie alle Para­me­ter genau die­se Ein­schät­zung der Selbst­zer­stö­rung untermauern. 

Aber viel­leicht ist es tat­säch­lich so, dass unse­re Bestim­mung auf die­sem Pla­ne­ten ist den Unter­gang der Lebe­we­sen zu beschleu­ni­gen - um danach aus den Resten der Erb­infor­ma­ti­on, die den Unter­gang über­le­ben wird, eine neue Flo­ra und Fau­na ent­ste­hen zu las­sen, die es bes­ser ver­steht mit den Res­sour­cen umzugehen.

Wei­te­re Arti­kel zum Thema:

- Erkennt­nis­se las­sen sich nicht 'dis­ku­tie­ren': Expo­nen­ti­ell - sag' ich doch schon länger ....

- Palm­öl­spe­ku­la­ti­on - doch der Umwelt­scha­den kann nicht rück­gän­gig gemacht wer­den: Revi­si­ted: Die 'GIER' tri­um­phiert .... *update* (04−01−2017)

- Was zum 'Ver­ste­hen' fehlt: Erkenn­ba­re Mängel

- Die Expo­nen­ti­al­funk­ti­on, bild­lich dar­ge­stellt: Halb voll, ganz voll ....

- Auch die Welt­be­völ­ke­rung wächst expo­nen­ti­ell: Die Welt­be­völ­ke­rung steigt und die vor­han­de­nen Resour­cen schwin­den .... *ÜBERSETZUNG*

- Gren­zen des Ver­ständ­nis­ses der Welt: Unge­eig­net!

- Fest­hal­ten an der Fik­ti­on es kön­ne ewi­ges Wachs­tum geben: Vom "Wachs­tum"

- Wie wir die Grund­la­gen unse­res Daseins auf dem Pla­ne­ten selbst zer­stö­ren: Im Nebel her­um stochern ....

- Bis 2050 end­gül­tig "CO2-neu­tral" ist 25 Jah­re zu spät: Noch uto­pi­scher ....

- Zurück zu manu­el­ler Arbeits­kraft: Plä­doy­er für die Abschaf­fung aller Gar­ten­klein­ge­rä­te die mit Moto­ren betrie­ben werden