Bruce Springsteen. #NoKings
— Indivisible ❌👑 (@indivisible.org) 28. März 2026 um 21:10
[via Bluesky]
[Titelbild → DORT]
nichts ist so, wie es zu sein scheint ....
Bruce Springsteen. #NoKings
— Indivisible ❌👑 (@indivisible.org) 28. März 2026 um 21:10
Heute erreichte mich ein E-MAil eines Freundes aus USA:
"One of B.'s half sisters died while eating dinner the other night.
She choked to death on something that got stuck in her trachea."
Ich habe ihm geantwortet:
Was für ein überaus tragisches Ereignis für diese Familie! Bitte drücke ihnen gegenüber mein äußerstes Mitgefühl aus und wünsche Ihnen Kraft das Schicksal anzunehmen und nicht in Verzweiflung zu verharren.
In Deutschland haben wir ein Sprichwort "Die Zeit heilt alle Wunden!"
Zeit geht dahin, Erinnerung bleibt, seelische Wunden verheilen ... auch wenn sie zunächst zu tief erscheinen um geschlossen zu werden.
Erinnern wir uns anläßlich dieses Schicksalsschlages daran, daß es rasche Hilfe in solchen Fällen gibt, die häufig vermag den Erstickungstod zu vermeiden: Gewußt wie! Das Heimlich-Manöver: Erste Hilfe bei Erstickung
Die gute Absicht das Verbrechen der Nazis an Juden und anderen Minderheiten in Erinnerung zu halten um eine Wiedererstarkung völkisch-nationaler Strukturen zu verhindern scheint nicht besonders gut gelungen zu sein. Wenigstens zeigen das die Ergebnisse der Wahlen vor allem der jüngeren Wähler für die AfD.
Was also tun, um da ein Umdenken in Gang zu setzen und das Bewußtsein für die Gefährlichkeit der rechten Rassisten, die mit unverfänglichen Vorhaben und Programmen agieren und punkten, zu unterlaufen, gar zu unterbinden?
Ein Mehr an Unterricht zum Holocaust¹ scheint mir kontraproduktiv, denn wenn ich mich an das erinnere was meine Kinder berichteten: Wieder und wieder, in mehreren Jahren, Holocaust aufgearbeitet in Hinblick auf die Verständnisebene der Adressaten-Altersstufe war sehr bald ein Ärgernis und dementsprechend der Wissenszugewinn wenig überzeugend.
Mir scheint wichtig eher an der politischen Grundlage anzufangen:
Das Alles begleitet von Bezügen zu dem was wir in "D" und "AUS" aktuell in den letzten Jahren erlebt haben, wie sich Parallelen in der Täuschung der Öffentlichkeit über die wahren Ziele ergeben und welche Euphemismen in Benutzung sind die neutral klingen, jedoch für Neo-Nazis codiert sind.
Sicher ist aus meiner Sicht allerdings, daß die Vorhaben der Politik an den tatsächlichen Notwendigkeiten vorbei laufen werden ".. Bundesjugendministerin Lisa Paus (Grüne) verkündete einen „Nationalen Aktionsplan“ für verbindliche und wirksame Kinder- und Jugendbeteiligung. .."
Wir brauchen keine Monsterprogramme sondern pfiffige Ideen die auf die Zielgruppen zugeschnitten sein müssen - besser von unten, aus der Zielgruppe heraus, vorgeschlagen, als von *Experten* für viel Geld und mit endlosem Zeitverzug erstellt.

Siehe hierzu → Machteroberung

¹ Holocaust
Völkermord an europäischen Juden durch Nazi-Deutschland
TOP: Gute Sache(n) (Im *newsletter* von 'correctiv')
Armut, geringe Bildung, kriminelle Freundeskreise, eigenes Gewalt-Erleben und gewaltverherrlichende Männlichkeitsnormen. Diese Faktoren befördern Kriminalität und liegen bei Ausländern und Migranten häufiger vor als bei Deutschen.
Im verlinkten Artikel [mediendienst-integration.de] steht zu lesen:
Die Tatverdächtigen sind in der Regel Männer (in knapp 90 Prozent der Fälle) und überwiegend Erwachsene über 21 Jahre. In den Bundesländern, die die Nationalität der Tatverdächtigen in der polizeilichen Kriminalstatistik erfassen, sind zwischen einem Drittel und der Hälfte von ihnen nicht deutsch (Baden-Württemberg: ca. 55 Prozent, Hessen: ca. 50 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern: 35 Prozent, Niedersachsen: 41 Prozent, Nordrhein-Westfalen: 47,4 Prozent, Sachsen: 49,2 Prozent, Sachsen-Anhalt: 35 Prozent, Thüringen: 41 Prozent). Ausländer*innen sind unter den Tatverdächtigen also überrepräsentiert – sowohl im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung als auch zur männlichen Bevölkerung zwischen 14 und 60 Jahren.
Die Hauptursache für diese Art von Taten
ist bedauerlicherweise ausgeklammert,
und warum das so ist wird nicht erklärt:
Religion, insbesondere der Islam und
seine Gebote zur Behandlung von *Ungläubigen*,
die auf einer Stufe mit Tieren stehen!
Dort wo diese Täter sozialisiert wurden ist der Zugang zu Feuerwaffen begrenzt - als nächstbeste Waffe der Wahl / Tatwaffe ist das Messer schnell verfügbar, und die Beispiele der heimatlichen Umwelt der Täter zeigen wie man diese Waffe gebraucht, und mit welchen Ergebnissen des Messereinsatzes zu rechnen ist.
Hingegen war es etwas anders beim Blick auf die Partei BSW, denn dort hieß es von 'correctiv':
".. Gründe, warum wir es im Sinne der Öffentlichkeit wichtig finden nach Stasi-Verbindungen zu schauen, die womöglich eine gewisse Ideologie bis in die Gegenwart tragen .."
Aha!
Bei möglichen Stasi-Verbindungen geht es also in die Tiefe - bei möglichen islamistischen Verflechtungen und Motiven kann man getrost darüber hinwegsehen. BSW gefährlicher als Islamismus? Da bin ich völlig anderer Meinung, denn von den BSW Mitgliedern wird wohl keiner zum Messer greifen und Ungläubigen die Kehle durchschneiden ...!
Durch eine Veröffentlichung in der NZZ ist es mir erst so recht aufgefallen wie NAH doch der Ukraine-Krieg ist. Schaut man es sich auf der Karte an ist es sogar erschreckend nah, denn was sind schon 1500 km von Berlin nach Kiew, wenn man es in Kartenperspektive sieht ....


Wohlmeinende Politiker waren schon immer eine Gefahr für Deutschland, denn sie vermischen Ideologie und Gefühl entgegen jeder Vernunft: Eine Fortsetzung des kindlichen Glaubens es sei möglich sich etwas *ganz doll* zu wünschen und deswegen werde es dann in Erfüllung gehen.
Dabei verschließen sie ihre Sinne gegen alle Erkenntnisse des Gegenteils:
Christen glauben daran nach dem Tod in ein *Paradies* einzugehen, eine Spielart der mannigfaltigen Versprechen einer Wiedergeburt oder *Reinkarnation*.
Das behaupten die entsprechenden Glaubensvertreter seit vielen tausend Jahren - ohne jemals einen Beweis dafür vorweisen zu können .... es wird stets darauf verwiesen man müsse *glauben*. Diese Art der Argumentation nennt man "Zirkelschluß", der *Beweis* stellt sich demnach aus sich selbst heraus dar. WIKIPEDIA sagt dazu ".. Die Bibel ist Gottes Wort, denn es steht geschrieben „alle Schrift ist von Gott eingegeben“ .. da das Neue Testament ein Teil der christlichen Bibel ist, wird also die Autorität der Bibel durch ein Bibelzitat begründet. Die Bibel zieht damit ihre Autorität als Gotteswort aus sich selbst .."
Erklären Sie das einem geistig wenig flexiblen Hinterwäldler aus dem *bible belt* der USA oder Niederbayern .... nein, das wäre ein unmögliches Unterfangen. Genau so steht es mit dem Versuch den noch kategorischer daherḱommenden Muslim davon zu überzeugen.
So leben wir also auf diesem Planeten und beuten dessen Natur zu unseren Gunsten aus, in dem Bewußtsein, als Menschen von irgendeinem fiktiven Wesen autorisiert zu sein, *ausgewählt*, *nach seinem Ebenbilde*! Solange dieser Kardinalfehler, der von jedweder Religion in der einen oder anderen Art gepflegt wird besteht, wird das ticken der Endzeituhr von Jahr zu Jahr lauter .... und mein einziger Trost dabei ist, daß sämtliche Religionen und deren Vertreter diesem Untergang nicht entkommen werden.
Stellen sie sich einmal vor ein Mensch würde in Deutschland wegen eines Verfassungsbruchs verurteilt. Stellen sie sich weiter vor, dieser Mensch wollte ein politisches Amt erlangen. Sollte man das diesem Menschen anvertrauen, der doch auf die Verfassung einen Eid schwören müßte, die er schon einmal mißachtet hat?
Wenn Recht und Gesetz in diesem Land, in Deutschland, das so stolz auf seine Demokratie ist, in Form der Gewaltenteilung nichts mehr bedeuten, kann man dann noch von "Rechtsstaat" sprechen? Ich meinen "NEIN!"
Der frühere CDU Gesundheitsmininster Jens Spahn hat entgegen mehrerer Gerichtsurteile 'die kalte Schulter gezeigt' und sich damit als Verfassungsbrecher geoutet. Nicht nur das, er hat - wie erst kürzlich bekannt wurde - auch beim "Maskendeal" entgegen seinem Amtseid gehandelt.
Es kann nur eine Lösung für diesen Fall geben:
Jens Spahn darf nie wieder ein höheres Amt bekleiden.
Er sollte aus dem Bundestag mit Schimpf und Schande
herausgeworfen zu werden.
Glauben sie - wie ich - daran, daß das passieren müßte, aber nicht passiert?
Ja?
Dann haben sie einen Grund vor Augen warum es POLITIKVERDROSSENHEIT gibt!
".. Anhänger der Republikaner in den USA leben gefährlich: Weil sich unter ihnen überproportional viele Impfgegner befinden, war die Übersterblichkeit nach COVID-19-Infektion deutlich höher als unter den Wähler:innen der Demokraten. Das haben Forscher an der renommierten Yale Universität herausgefunden.
Die Studie zeigt:
Populismus verkürzt das Leben .."
Wesentliche Erkenntnisse brauchen im Wissenschaftsbereich manchmal etwas länger - zumindest wenn nach anerkannten Regeln gearbeitet und geforscht wird.
Schon während der Pandemie hatte ich darauf hingewiesen, dass die Sterberate der Nicht-Geimpften, meist Impfgegner, mit hoher Wahrscheinlichkeit die der Geimpften übersteigen wird [siehe Links weiter unten auf der Seite]. Was nun in der oben verlinkten Studie der Yale Universität nachgewiesen wurde.
Ich erwarte - nach wie vor - nicht, dass die Impfgegner ihre verbohrte Ignoranz zugeben und sich bei all denen entschuldigen, die sie in die Irre geführt haben und so deren Siechtum bis hin zum Tod in Kauf nahmen.

- Ein Zeichen wirklicher Intelligenz ....
- Falsche Zuordnungen, mangelhafte Logik, wissenschaftsfeindliche Rhetorik ....
- Vergleichsweise (№ 04)
Come Hell or high water .... sagt das amerikanische Sprichwort etwa in dem Sinne wie wir sagen "Auf Teufel komm raus" oder "Auf Biegen und Brechen".
Wie es um die Bewohnbarkeit des Planeten aussieht wenn das Jahr 2100 erreicht ist werde ich zwar sicher nicht erleben - trotzdem fand ich die Darstellung sehr aufschlussreich. Denn nach letzten Prognosen werden wir weltweit die errechneten Klimaziele nicht erreichen.

["click!" auf das Bilder führt zur Quelle]
Diese Damen und Herren haben offenbar noch nicht zur Kenntnis genommen, dass sich mehr als drei Viertel der Bundesbürger und das Bundesverfassungsgericht darin einig sind der Wunsch aus dem Leben zu scheiden sei Sache das Individuums und nicht Regelungsbereich der Gesetzgeber.
Wenn die Parteien der oben versammelten Initiatoren sich einmal daran machen würden die wirklich drängenden Probleme wie beispielsweise ungleiche Besteuerung von Arbeit und Kapital zugunsten der Arbeitenden zu ändern wäre sehr viel mehr für die Stimmung im Land getan - so aber spielt man "Herrschende" und wundert sich, dass immer mehr Menschen ihre Interessen bei der AfD besser vertreten sehen.
Sieht man sich einmal genauer an aus welchem 'Vorleben' die dort versammelten Abgeordneten kommen so sind drei Bereiche vertreten:
Pflege,
Religion, und
Sozialdienste.
Alle Institutionen aus diesen Bereichen haben ein Interesse Menschen möglichst lange am Lebensende in ihren Einrichtungen zu halten und bis zum Tode zu *betreuen*; in den letzten Lebensjahren werden mit Zwangsernährten, Hinfälligen und Sterbenden die besten Geschäfte gemacht - oft bei geringstem Aufwand.
Kein Wunder also, dass diese *Volksvertreter* eine starke Motivation haben und berufen fühlen sich gegen den selbstbestimmten Tod von Schwer- und Schwerstkranken, sowie glaubensunabhängigen Todeswilligen zu stemmen.

[Quelle: Bundestagsabgeordnete wollen zur Suizidprävention beitragen]
⁴ {2021} u.a. Caritasverband Hochrhein e.V., Waldshut-Tiengen, Mitglied des Aufsichtsrates
{ = im Bundestag seit}
».. Er [der deutsche Bundestag] täte jedoch weit besser daran, Zeit und Mittel in Tatsachenforschung und ehrliche Aufklärung der Öffentlichkeit und der Ärztefunktionäre zu investieren, insbesondere auch in die Korrektur des die Gewaltenteilung missachtenden Eingreifens des vormaligen Gesundheitsministers Jens Spahn ¹ – das von seinem Nachfolger bislang nicht korrigiert worden ist –, einen höchstrichterlichen Entscheid zu missachten und den Zugang zu Natrium-Pentobarbital selbst dort zu blockieren, wo das Bundesverwaltungsgericht die menschenrechtliche Pflicht des Staates zur Gewährung dieses Zugangs abschließend festgestellt hat ..«
[Quelle]
Bei Herrn Spahn wundert man sich nicht mehr.
Man hofft nun darauf, er möge bloß nicht wieder in eine machtvolle Position aufrücken.
Was bedauerlicherweise bei einem CDU/CSU Wahlsieg drohen könnte, siehe unten!
Was das Thema Sterbehilfe angeht hat doch ein halbes Jahrhundert ein Status bestanden der keine Auswüchse irgendeiner Art hervorgebracht hat. Beide Entwürfe hätten die Rechtslage nach dem letzten Urteil gegen den Sterbehilfeparagraphen nicht besser, sondern schlechter gemacht. Insoweit ist es zu begrüßen, dass sie keine Mehrheiten fanden. Somit ist der 2015 völlig unnötig eingeführte § 217 StGB immer noch verfassungswidrig und mithin nichtig. Was bedeutet die Situation vor 2015 ist wieder hergestellt.
Es bedarf daher gar keiner neuen gesetzlichen Regelung!
Das Bestreben insbesondere der konservativen Politik der letzten 16 Jahre vor der *Ampel* etwas regulieren zu müssen war schon so oft vor den höchsten Gerichten und ist jedes Mal krachend gescheitert - wenn 'Lernen' Verhaltensänderung bedeutet scheint die Lernwilligkeit der Abgeordneten irgendwie gestört zu sein. Mindestens spricht die Zahl der abgeschmetterten Vorstöße dafür.
Der Souverän ist immer noch der Bürger, und dessen ausdrücklicher Wille wird beiseite geschoben und damit abgewertet.

OT: Notwendige Ergänzung zur Bevormundung
Obwohl ich anfangs der Ampelregierung dachte es werde sich nun manches zum Besseren kehren wird mir zunehmend klar welch ein Irrtum das war.

Dieter Nuhr - den ich bestimmt nicht in all seinen Thesen für ausgewogen halte - hat jüngst einige Anmerkungen gemacht mit denen ich hin gegen grundsätzlich übereinstimme.

Quellen zu ¹ am Anfang des Textes ganz oben
1. Generell zeigt er sich äußerst schmallippig, wenn es um das Thema Sterbehilfe geht. Mehrfach - über Jahre hinweg - fragen wir bei ihm an - kein Interview, keine Antwort auf unsere Fragen. Bei "Maischberger" konnte er nicht ausweichen: Spahn gab zu, dass er nach dem bahnbrechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts erst einmal "schlucken musste". Doch ein Recht auf Sterben würde noch lange nicht bedeuten, dass es eine Pflicht zum Helfen gebe. [Quelle]
2a. Sendung „Maischberger. die woche v. 26.02.2020“ [*.pdf]:
Sandra Maischberger: „Warum sind Sie so vehement dagegen? Also ich habe mich gefragt, was hat
das mit Ihnen zu tun? Also man weiß, Sie kommen aus dem Münsterland, katholische Erziehung ist
das ein Stein in Ihrer Biografie, der sagt, ich kann nur so und nicht anders?“
Jens Spahn: „Ich möchte nicht, dass wir irgendwann Plakate in Deutschland haben „Schöner
sterben bei uns“, um es jetzt sehr zugespitzt zu machen...“
Sandra Maischberger: „...sehr zugespitzt!“
Jens Spahn: „...oder das Geld verdient wird sozusagen mit dem Sterben.“
2b. Jens Spahn in der Sendung „Maischberger. die Woche v. 26.02.2020“:
„Ich nehme die Lage der Patienten, der Menschen sehr, sehr ernst. Da gehe ich echt nicht leicht
drüber weg – auch aus vielen Gesprächen heraus. Aber, das hat das Urteil eben auch gesagt: es gibt
keinen Anspruch darauf, dass jemand einem helfen muss!“
Ein Argument, dass nicht greift, so der Verfassungsrechtler Gersdorf. Der Staat soll das
Betäubungsmittel herausgeben, mehr nicht!
O-Ton
Prof. Hubertus Gersdorf, Verfassungsrechtler:
„Der Staat wird nicht zum Dealer, sondern er wird zum Grundrechtsverwirklicher! Nur dann, wenn
er die entsprechenden Ansprüche regelt, kann von dem Grundrecht Gebrauch gemacht werden.“
3. Mitte April betonte Spahn in einem Schreiben an Rechts- und GesundheitsexpertInnen, dass ein neues Sterbehilfegesetz auf breite Zustimmung in der Gesellschaft stoßen müsse. Eine Mehrheit in der Bevölkerung für selbstbestimmtes Sterben gibt es allerdings längst.
Laut einer Studie von Infratest dimap, die kurz vor dem Urteil im Februar veröffentlicht wurde, sprachen sich 67 Prozent gegen den damals noch geltenden Paragrafen 217 aus, 81 Prozent befürworteten ausdrücklich, dass es ÄrztInnen gestattet sein sollte, Menschen beim Suizid zu unterstützen.
Auch Brennecke weiß, dass es keinen Klärungsbedarf mehr gibt, wenn es um die Zustimmung in der Bevölkerung geht. „Es ist eine bodenlose Frechheit zu behaupten, man bräuchte in dieser Frage noch Zeit.“ [Quelle]
Kennen Sie das Gefühl wenn etwas unabänderlich vorüber ist und Sie haben es versäumt sich noch Informationen zu beschaffen bevor dieser Zeitpunkt eintrat?
Vor einigen Tagen und kürzlich bestätigt bekam ich einen Anruf in dem mir mitgeteilt wurde, dass ein lieber Freund verstorben ist. Zuletzt hatten wir an meinem Geburtstag im Juni telefoniert. Da war er sehr stark und erzählte mir er habe seit zwei Monaten auf jede weitere Chemotherapie verzichtet. Die habe ihn zum Sklaven seiner Ausscheidungen gemacht und so wolle er sein Leben nicht beenden. Er wurde von einer palliativ-medizinischen Betreuung zu Hause mit den Schmerzmitteln und allem sonst versorgt was er brauchte.
Zu seinem Geburtstag Anfang Februar war er noch zerrissen zwischen dem Gedanken an das Sterben und der Hoffnung auf Besserung. Doch mit der Diagnose "Bauchspeicheldrüsenkarzinom" ist in der überwiegenden Zahl der Fälle eine Heilung wie ein Lottogewinn. Die meisten Patienten versterben innert 6-9 Monaten nach erster Diagnosestellung. Insoweit war seine spätere Entscheidung auf Chemotherapie zu verzichten die richtige Wahl.
Wir hatten gute Tage während unserer Zeit in Spanien zur Überwinterung, angefangen 2011. Er war alleine mit seinem Hymer unterwegs, wir waren zuerst seit September in Conil de la Frontera und sind dann Anfang November zum ersten Mal in Miramar, zwischen Gandia und Denia gelegen, gewesen. Fast Nachbarn - nur durch ein dänisches Pärchen getrennt - hatten wir manch interessantes Gespräch. Was viele nicht wussten war, dass er ein sehr nachdenklicher Mensch gewesen ist, der fast schon philosophische Erörterungen parat hatte. Das Alles versteckt hinter einer Fassade des jovialen Rheinländers, der fesselnd genau so stundenlang von der Suche nach einer bestimmten Lößformation erzählen konnte, die er in seinem Leben als Baggerfahrer oft zu erledigen hatte. Stets war er zu einem Scherz aufgelegt, kannte Witze ohne Ende, und war dazu schlagfertig wie kaum sonst jemand den ich in meinem Leben getroffen habe.
Im nächsten Jahr kam er mit Partnerin die er zwischendurch beim Tanzen kennengelernt hatte. Das war seine Paradedisziplin, das konnte er perfekt .... und wie man unschwer erkennen kann war es das was zuerst bei den Damen ankam. Das Zweite war sein gepflegtes Äußeres, getoppt von einem lustigen Schnauzbärtchen mit perfekt, weil total gleichmäßig auf beiden Seiten, gezwirbeltem Auslauf bis in die Spitzen.
Sie werden sich sicher fragen was es denn war was ich versäumt hatte (von dem ich eingangs berichtete).
Es war genau dieses Geheimnis, das er nun mit ins Grab genommen hat:
Wie bekam er das hin, dass sein Bart Tag für Tag in völlig gleichmäßiger Form hergerichtet war?
Da ich selbst Bartträger bin, allerdings mit Vollbart, wollte ich schon immer den Schnauzer so elegant haben wie dieser Freund - der übrigens den gleichen Vornamen trug - doch irgendwie schien mir das eine zu persönliche, gar intime Frage zu sein und das habe ich nun von meinem Zögern ....
Mein Freund Wolfgang Huhn,
geboren 02.02.1948, verstorben am 27.07.2023,
aus Kruft im Pfälzischen wurde 75 Jahre alt.
Ich hätte mir für ihn noch viele Jahre mehr gewünscht.
Nicht nur, weil ich dann möglicherweise eines Tages,
ohne zu fragen, das *Bartgeheimnis* erfahren hätte.
Ein herzliches "Danke!" geht an seine jüngste Tochter Tanja für die umfassende Information zu den letzten Lebenswochen.