Bruce Springsteen. #NoKings
— Indivisible ❌👑 (@indivisible.org) 28. März 2026 um 21:10
[via Bluesky]
[Titelbild → DORT]
nichts ist so, wie es zu sein scheint ....
Bruce Springsteen. #NoKings
— Indivisible ❌👑 (@indivisible.org) 28. März 2026 um 21:10
Der Herr bloedbabbler hat kürzlich historisch-nostalgische Musik empfohlen.
Nachsatz:
Der Herr bloedbabbler hat Recht - wenn Edith Piaf dransteht [" .. her voice was very much a unique sound that can be mimicked but never duplicated .. "] sollte nicht Mireille Mathieu singen, so ein Betrug.
Ich mag E.Piaf sehr, als ich 15 war sang sie "Milord" [Video → Hier] .... das waren Zeiten. Da habe ich noch mit Begeisterung versucht Französisch zu lernen. Eine weitere Empfehlung ....
Allerdings, die Zeiten ändern sich - und die Musik auch. Das nachfolgende Stück stammt aus einem dieser Teenie-Filme, der allerdings (selbst mich) durch seine Musik überzeugt.
Zwei Beispiele:

.Abbildung:
Screen shot aus der ZDF-Sendung "Wilsberg"
Ganz abgesehen von den möglicherweise "versteckten Absichten" die Krimis transportieren schaue ich mir gern die in Münster spielenden Krimis an. Dies obwohl ich zu der Stadt und ihren erzkonservativen, wenn nicht zu sagen: geistig unbeweglichen Bewohnern, durchaus ein zwiespältiges Verhältnis habe. Vielleicht habe ich dort aber einfach nur zu lange (25+ Jahre) gewohnt.
Ungewohnt kritisch fiel der gestrige Münster-Krimi aus: Establishment-bashing vom feinsten. Da bekamen Homöopathiegläubige, Pharmaunternehmen und das Wachpersonal von Asylbewerberwohnstätten ordentlich 'ihr Fett weg'. Mit Recht, insbesondere die Wachleute, davon konnte ich mir persönlich in Bielefeld vor einigen Wochen ein Bild machen. Grobe, ungehobelte, rechtslastige Typen, die an dieser Stelle grundsätzlich fehl am Platze sind, es fehlt ihnen an menschlicher Wärme, Verständnisbereitschaft und interkultureller Kompetenz.
Doch zurück zum Krimi - den ich insgesamt als "gelungen" bezeichnen möchte. Wenn auch, und da wird es schon kritischer, die Charaktere stets etwas zu sehr Karikaturen ähneln, die sich übermäßig aufgeblasen geben und völlig überzeichnet sind. Wie etwa der oben in der Abbildung dargestellte Chef von Wilsberg-Freund Ecki.
Aber möglicherweise muß das sein um selbst dem trotteligsten Zuschauer eine Chance zu geben zu verstehen wer 'böse' und wer 'gut' ist. Sollte allerdings zutreffen wie 'Vorgesetzte' dargestellt sind wäre das ein Armutszeugnis, ein Eingeständnis der Mittemäßigkeit deutscher Führungskräfte.
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Die Folgen der "Neuen Rechtschreibung" werden allmählich offenbar - ebenso die Tatsache, dass man ein Abitur machen kann ohne die Grundzüge der Landessprache zu beherrschen.
Heute in der Werbung:
"Chek24 - dank dem Autokreditvergleich fährt Tim jetzt sein Traumauto .. "
Mal abgesehen vom Inhalt - ein Traumauto bekommt man nicht von der Versicherung wenn man ihren Tarif einkauft - ist die Sprache minderwertig: Es heißt immer noch " .. dank des Autokreditvergleiches .. ". Der Genitiv ist nicht zugunsten des Dativs abgeschafft, liebe Werbefuzzies.
"Frue*er"™ konnte man sich darauf verlassen, dass wer bei Rundfunk & Fernsehen & Zeitungen angestellt war auch die Rechtschreibung beherrschte .... vorbei!
Es war schon lange zu erwarten, eine solche Sprachverhunzung stand sozusagen 'im Raum' - seit es in einem Schlager hieß
"Mir verkaufe unser Omma sein klein Häusche .. " Durch die Unterschichtmusik "RAP" hat sich der Trend zu Kauderwelsch verstärkt, und das gilt nicht nur für den Text, sondern auch die Musik.
Hören Sie sich 'mal "Brothers in Arms"* an und dann schalten Sie um auf 1live oder ähnliche Sender - was dort läuft ist nur noch bedingt als "Musik" zu bezeichnen.
Nein, früher war nicht ALLES besser. Aber die gängige Musik war wenigstens erträglich.
*
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" .. technology and free enterprise have led audiences down a dark road to a narrower cultural selection .. "
[Quelle]
Während "netflix" in Deutschland gerade - wohl auch in dem Bewußtsein, dass TTIP so kommen wird wie es im Geheimen verhandelt wurde - eingestiegen ist, zeichnet sich in den U.S.A. schon der Niedergang ab.
Zunehmend laufen dem Unternehmen dort die Kunden weg weil nicht das angeboten wird, was sich die Kunden wünschen, sondern das, was dem Unternehmen die besten Einkünfte bringt. Sowas lassen sich Neu-Kunden eine Zeit lang gefallen. Wenn allerdings der Glanz des Neuen verblichen ist beginnen sie aufzuwachen und dann stellen sie Ansprüche. Da scheint der Hase im Pfeffer zu liegen, offenbar ist die Geschäftspolitik nicht flexibel genug um auf die sich verändernde Nachfrage angemessen zu reagieren. Und "netflix" wäre nicht das erste Unternehmen, das genau daran scheitert.
Aber 'mal ganz abgesehen von diesem Punkt stellt sich auch eine andere Frage, eine, die sich an vielen Stellen des Internets mittlerweile auftut, oder besser gleich mehrere Fragen:
Es folgt daraus eine Einengung des Angebotes, Außenseiter haben keine Chance mehr, was nicht "mainstream" ist wird langsam aber sicher aussterben - eine folgenschwere Entscheidung für die Zukunft. Wenn das was da passiert sich etabliert wird es eine noch stärkere geistige Verarmung geben als man sie heute schon beobachten kann:
Siehe Politik, in der es keine Charaktere mit Ecken und Kanten sondern nur noch stromlinienförmige Mitläufer gibt;
Siehe Musik, in der nur noch die "Schnelldreher" Unterstützung bekommen und wo die Künstler mittlerweile dazu übergegangen sind selbst für die Vermarktung zu sorgen - ohne allerdings die Reichweiten zu haben wie die Großkonzerne.
Na ja, genug der Beispiele. Unterm Strich bleibt die Befürchtung übrig, dass der pompöse Markteintritt von "netflix" in Deutschland nach einiger Zeit so enden wird wie es sich für das Unternehmen in U.S.A. bereits abzeichnet: Desaströs.
* ".. We’re selective about what titles we add to Netflix .."
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Sie erkennen, liebe Lesende, ich habe mich in den vergangenen Tagen mit Wagners Werken befaßt. Praktisch, sozusagen, denn ich habe meine CDs durchforstet (nicht nur Wagner, das wäre dann doch zu einseitig). Einige davon sind mittlerweile - zum Zwecke der Platzersparnis - übertragen [Sound Juicer], umformatiert [SoundConverter] und auf einem USB-Stick gespeichert [USB-Stick-Formatierer].
So brauche ich nur den Stick und spare mir die Mitnahme einer umfangreichen klassischen Audiosammlung. Die fortschreitende Miniaturisierung der Speicher ist schon beachtlich, 16 GB auf einem schlanken 'Intenso', nur geringfügig breiter als der USB-Stecker selbst - und das für noch nicht mal 12,- €uro!
Nachsatz:
Sollte es zutreffend sein, dass Geheimdienste die USB-Speichersticks manipulieren lassen um dann die Inhalte abzurufen, werden sie wohl mindestens bei diesem Speicherinhalt frustriert werden.
Oder auch nicht.
Es könnte möglicherweise ein Klassikfreund reinhören und sich damit einen schönen Tag machen. Vielleicht wird es auch für eine besonders ausgefeilte Verschlüsselung gehalten - bei den meisten Amerikanern gelten Musicals schon als "Klassik", was darüber hinausgeht, wo also die 'richtige' klassische Musik erst anfängt, kennen die Meisten nicht ....
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Wie zuvor schon berichtet war ich letztens per Auto unterwegs. Eine Station der Reise war Freiburg i. Breisgau.
Mir gefällt Lebens~ und Mundart der Leutchen dort. Ganz in der Nähe des Hotels - ein Spaziergang von ca. einem Kilometer tut nach dem langen Sitzen gut - gab es ein 'gutbürgerliches' Gasthaus mit lokalem Angebot auf der Karte.
Selbstverständlich war das Essen wohlschmeckend & reichhaltig. Wir haben uns allerdings kein Gericht mit Spätzle gewählt, sondern lieber mit Bratkartoffeln .... und während der Wartezeit hatten wir dann Gelegenheit "Volkes Stimme" zu lauschen.
Neben anderen Themen war die Lanz'sche Sendung [16. Januar im ZDF] ein Aufreger für die ansonsten so gemütlichen Damen und Herren am Nachbartisch. Im Grundsatz spiegelte die Konversation unser Empfinden wider. Wir waren während der Sendung zweimal in Versuchung abzuschalten. Zunächst als der abgehalfterte Wirrkopf Hans-Ulrich Jörges vom STERN sich endgültig mit verbalen Abfälligkeiten unmöglich machte, dann als Lanz Frau Wagenknecht mit gehässigen Nebensätzen versuchte beim Thema Europa aus der Ruhe zu bringen.
Kurz gesagt:
Ein Paradebeispiel für Schrott-Talk - der einzige Lichtblick war die angegriffene Frau Wagenknecht die Lanz durch Worte und Körpersprache deklassierte. Wenn wir doch mehr Politiker wie Frau Dr. Wagenknecht hätten.
Meine These ist: Man wird den weiteren Verfall stoppen wollen indem man Gottschalk nochmal holt, das wird ein kurzes Strohfeuer geben, dann wird die Sendung sang- und klanglos endgültig verschwinden ....
Rückblickend stelle ich fest:
Die Erfolge bestimmter Musikgruppen in den siebziger und achtziger Jahren waren nicht aus ihrem Repertoire oder der Qualität der Instrumentenbeherrschung der Bandmitglieder zu erklären.
Sie sind alleine Ausdruck der jeweiligen Kapazität der Plattenfirmen - dies in Sicht auf deren Produktportfolio und die Zahl der verfügbaren Mitarbeiter für die jeweils vorhandenen Sparten.
Das Marketing hat bewußt Entwicklungen vorgehalten, pausiert oder gefördert, je nachdem welche Verkaufserlöse aus den gerade promoteten Künstlern erreicht wurden:
Wenn das Publikum die präsentierten Künstler & deren Musik nicht annahm standen schon die nächsten 'in Reserve' und wurden auf den Markt geworfen.
Selbst außerordentlich gute Bands hatten also keine Chance wenn sie das Geschäft gestört hätten solange nicht der 'profit' (zusätzlich zu den Kosten der Promotion der jeweiligen Gruppen) eingefahren war, solange wurden neue Entwicklungen unterdrückt.
Die U.S.-Musikproduzenten haben sich weltweit etabliert und handelten schon vor Jahrzehnten als Kartell - dessen Vorhandensein aber bestimmt niemand wird nanchweisen können, weil es das Wesen solcher geheimer Vereinbarungen ist keine Spuren zu hinterlassen.
Bands, die demnach zur "Unzeit" - also der Erfolgs- und Ertragszeit einer anderen Gruppe - ihre Produkte anboten konnten noch so gut sein, man hatte an ihnen kein Interesse, weil sie ein bereits florierendes Geschäft gestört hätten. Und das mit ungewissem Ausgang, denn man wußte ja was die promotete Band einbrachte, während es bei einer 'neuen' Formation noch durchaus ungewiß erscheinen mußte.
So kam es, daß meine Favoriten trotz herausragender Musik nie über eine breite Öffentlichkeit verfügten.
Was im Zuge einer EM - jetzt "EURO" genannt - so alles passiert:
Da wird aus Wien, Schloß Schönbrunn, ein Konzert übertragen .... wahrhaftig ein großes musikalisches Ereignis.
Interessant sicher auch die Betrachtungsweise:
Für die Fußballfans eine unwichtige Randerscheinung -
für die Freund/-innen/-e klassischer Musik ein absolutes 'highlight' der Saison ....
Es gibt sie, diese kleinen Unterschiede in der Betrachtung.
[3254 / 19209?]
traditioneller klassischer Musik frage ich mich manchmal, wer für das Programm außerhalb der gängigen "Hör"-Zeiten verantwortlich ist .... den gesendeten Musikstücken nach zu urteilen eine gestörte Persönlichkeit, die eine Vorliebe für Dissonanzen und Tonfragmente besitzt ....
[drf]