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bookmark_borderLernen wo die Grenzen sind

Anläss­lich eines Umzu­ges erfährt man so man­chen Umstand, den der sess­haf­te Nor­mal­bür­ger über­haupt nicht zur Kennt­nis nimmt. Din­ge, die im All­tag nichts zu suchen haben, weil man sie als Dienst über­wie­gend nicht braucht, bzw. so sel­ten braucht, dass man zwar ihre Spu­ren sieht, den Dienst selbst bestimmt auch für wich­tig hält, aber eben nur so am Ran­de. Bis man davon Gebrauch machen muss weil man umzieht.

Wovon ist hier die Rede?
Es geht um das was gemein­hin als "Sperr­müll­ent­sor­gung" bezeich­net wird. Wobei das, selbst in klit­ze­klei­nen Klein­städ­ten, mitt­ler­wei­le zu einem fast unsicht­ba­ren, aber schein­bar doch recht lukra­ti­ven Moloch mutiert ist.

Wohin mit dem Elek­tronik­schrott? Zum Rest­müll­hof, zur Restmüllsammelstelle!
Was aber ist mit Gerä­ten, die zu groß sind um sie von Hand allei­ne zu bewe­gen? Da denkt der durch­schnitt­lich begab­te Bür­ger "die wer­den bestimmt auf Anfra­ge abge­holt, denn es gibt doch älte­re Per­so­nen, die einen Elek­tro­herd oder gar schon eine grö­ße­re Mikro­wel­le nicht allei­ne trans­por­tie­ren kön­nen".
Denkt man so unbe­darft, wie man als Nor­mal­bür­ger halt 'mal ist.

Tja, lie­be Lesen­de, Pech gehabt! Egal wie groß oder klein elek­tri­sche oder elek­tro­ni­sche Gerä­te sind: Selbst ist der Bürger!
Der 'Stan­dard­sperr­müll' nimmt sowas nicht mit, da muss jeder zuse­hen wie er sol­che Tei­le los wird.

Und nun das *high­light* des Tages zur Sperrmüllentsorgung:
Ver­su­chen Sie mal einen Ter­min zu bekommen .... 

Hier, wo ich der­zeit noch woh­ne, hat die Stadt *out­ges­our­ced*, also das, was frü­her von der öffent­li­chen Hand erle­digt wur­de an ein Pri­vat­un­ter­neh­men abge­ge­ben, das sich nun dar­um küm­mert. Küm­mer­lich küm­mert. Warum?
Weil der Ent­sor­gungs­ter­min­ka­len­der nur maxi­mal vier- bis sechs Wochen in die Zukunft reicht.

Das ist Real­sa­ti­re pur.
Maxi­mal vier bis sechs Wochen.
Es gibt Com­pu­ter seit meh­re­ren Jahrzehnten.
Eine der ersten Anwen­dun­gen waren Zah­len­ko­lon­nen, *spreadsheets*, mit deren Hil­fe man Ter­mi­ne ein­rich­ten und ver­fol­gen konn­te. Die sogar in der Lage sind das über Jah­re (!) im vor­aus zu erledigen.


Aber hier, hin­ter den sie­ben Ber­gen, bei den sie­ben Zwer­gen, kann das net­te Schnee­witt­chen des Ent­sor­gungs­be­trie­bes - trotz EDV für vie­le Tau­sen­de Euro - kei­ne Ter­min­wün­sche für Sperr­müll ent­ge­gen neh­men, die wei­ter in die Zukunft rei­chen als vier bis maxi­mal sechs Wochen!

 

Ich gebe zu, das sind die Momen­te, in denen ich mir die gute alte Müll­ent­sor­gung durch die Stadt zurück wün­sche - das war viel­leicht nicht so kosten­gün­stig wie die Aus­beu­tung der Arbeits­kraft der *Müll­wer­ker* heu­te durch ein Pri­vat­un­ter­neh­men, aber man konn­te wenig­stens ein paar Wochen mehr in die Zukunft einen Sperr­müll­ter­min ver­ein­ba­ren .... selbst wenn er per Hand mit einem Blei­stift­stum­mel auf eine A6-Kar­tei­kar­te ein­ge­tra­gen und in einen Kar­tei­ka­sten abge­legt wurde.

bookmark_border"Tugenden" & "Leitkultur"

 

.... oder:
Kön­nen Schwei­ne flie­gen und gibt es Pegasus? 

Es gibt Tage, da kann ich die­se immer wie­der­keh­ren­den Poli­ti­ker­phra­sen ein­fach nicht mehr ertra­gen. Das gilt bei­lei­be nicht nur für die aus der rech­ten Ecke, son­dern genau so auch für die aus der lin­ken Ecke, die gera­de wie­der anläss­lich der Thü­rin­gen-Wahl in all ihren Aus­prä­gun­gen (*bull­shit-Bin­go*)¹ zu hören waren.

Gibt es denn nie­man­den mehr, der ein­mal auf den Tisch haut und den Damen und Her­ren Poli­ti­kern sagt: "Wenn ihr nichts Wich­ti­ges zu sagen habt hal­tet doch ein­fach mal den Mund - nicht jedes Mikro­fon vor der Nase ist ein Zwang sich zu äußern!"

Wenn ich dann aus­ge­rech­net aus der süd­öst­li­chen Ecke des Lan­des die CSU­ler tönen höre: "Das Chri­sten­tum gehört zu unse­rer Leit­kul­tur!" dann fra­ge ich mich, wie vie­le von denen wirk­lich in der Lage wären zur Bibel mit Zita­ten zu dis­ku­tie­ren - es wäre ver­mut­lich nach weni­gen Sät­zen vor­bei mit der Leitkultur ....
Denn ich selbst, zwi­schen 12 und 18 noch 'aktiv' als Christ, bevor mir ein Licht auf­ging wel­cher Mär ich da auf den Leim gegan­gen war, und wie ver­rot­tet die Insti­tu­ti­on an 'Haupt & Glie­dern' tat­säch­lich (war und) ist, kann heu­te nur noch weni­ge Stel­len aus­wen­dig zitie­ren. Da bezweif­le ich sehr, dass es ein x-belie­bi­ger Poli­ti­ker bes­ser könnte.

'Wie sieht es aber mit Lite­ra­tur und Kunst, mit der klas­si­schen Musik aus?' höre ich nun man­che fra­gen, 'das ist doch eben­so Teil unse­rer Leit­kul­tur?' Selbst da gilt: Wel­cher Absol­vent einer "höhe­ren Lehr­an­stalt" hat denn noch all die Gedich­te, all die in Reclam-Heft­chen her­aus­ge­ge­be­nen Klas­si­ker der deut­schen Lite­ra­tur so im Gedächt­nis, dass sie/er mehr als ein, zwei Sät­ze zitie­ren könnte?

Die soge­nann­te "Leit­kul­tur" ist ein Popanz, auf­ge­baut um Men­schen zu spal­ten, in 'Wich­ti­ge und Rich­ti­ge' sowie in 'Unwich­ti­ge und Fal­sche' einzuteilen.

Soll­ten wir nicht bes­ser nach Tugen­den und per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten von Men­schen urtei­len - egal wie sie aus­se­hen und woher sie kom­men? Solan­ge die­se Tugen­den gelebt wer­den müs­sen ohne Unter­schei­dung alle "dazu gehö­ren". Alle, die die­se gesell­schaft­lich not­wen­di­gen Grund­zü­ge des Ver­hal­tens ein­hal­ten und danach stre­ben sie gegen­über Anfein­dun­gen zu ver­tei­di­gen. Es reicht heu­te nicht mehr, sich das Leben pas­siv anzu­se­hen und nach dem Mot­to "Was geht mich das an?" sich aus Allem her­aus zu hal­ten von dem man nicht unmit­tel­bar betrof­fen ist, Auch "Enga­ge­ment gegen­über Stö­rern der Leit­kul­tur" gehört zu jeman­dem, der behaup­tet zur "Leit­kul­tur" zu gehören!


Was ist nach mei­ner Auf­fas­sung der Leit­kul­tur zuzurechnen?
Es sind die Tugen­den:
Ord­nung, Sau­ber­keit, Wahr­haf­tig­keit (Ver­läss­lich­keit),
gepaart mit Mild­tä­tig­keit, Hilfs­be­reit­schaft und Nächstenliebe.

 

¹ sie­he auch: Trollshit-Bin­go

bookmark_borderVon "Schmerzgrenzen"

Anläss­lich des bevor­ste­hen­den Umzugs kommt der eine oder ande­re Gegen­stand zum Vor­schein, den man lan­ge nicht gese­hen hat­te und irgend­wie hat er über­haupt nicht gefehlt.

Sieht man ihn aller­dings jetzt wie­der, ist der erste Gedan­ke 'könn­te noch­mal wie­der nütz­lich sein, bes­ser auf­he­ben als neu kau­fen' .... eine gefähr­li­che Fal­le, denn was wie­der in irgend­ei­ner Kiste lan­det, also nicht weg­ge­wor­fen wird, liegt da auf Dau­er. Bis zum näch­sten Umzug. Oder bis der der­zei­ti­ge Besit­zer stirbt und sei­ne Erben den Nach­lass durch­ar­bei­ten und schließ­lich - man­gels gefühls­mä­ßi­ger Bin­dung an sol­che Gegen­stän­de - kur­zen Pro­zess machen und ihn entsorgen.

Etwas weg­zu­wer­fen ist ein schmerz­li­cher Vor­gang. Mitt­ler­wei­le sehe ich das so: Weg ist damit Ver­ant­wor­tung dafür, die­se Gegen­stän­de auf­zu­be­wah­ren, dafür den Platz mit zu bezah­len .... und am Ende doch etwas Neu­es kau­fen zu müs­sen, weil die Tech­nik fort­ge­schrit­ten ist, und der Betrieb eines alten Gegen­stan­des ein mehr­fa­ches an Ener­gie kosten würde.

Aller­dings machen es dem *weg­werf­wil­li­gen* Bür­ger die Kom­mu­nen nicht immer leicht - der Recy­cling­hof am einen Ende der Stadt, wenn aller­dings Pro­blem­ab­fall, bei­spiels­wei­se Far­ben, dann bit­te am ande­ren Ende der Stadt abge­ben. Glas (auch einen Kar­ton alte Glä­ser!) nicht als gepack­ten Kar­ton, son­dern ein­zeln in den Glas­con­tai­ner wer­fen. Aus Bleik­ri­stall­glä­sern, das Stück (!) für heu­te umge­rech­net zwi­schen 12,- und 20,- €, trinkt schein­bar nie­mand mehr, wohl auch des­we­gen, weil kaum noch ein jün­ge­rer Mensch den Unter­schied zwi­schen einem Was­ser-, Süd­wein-, Rot­wein-, und Weiss­wein­glas kennt .... getrun­ken wird aus Ein­mach­glä­sern, lee­ren Mar­me­la­den- und Senfgläsern.

Dazu noch das "nicht-mehr-en-vogue"-Pro­blem:
Beim letz­ten Umzug habe ich ein kom­plet­tes Ser­vice (12 Per­so­nen Ess- und Kaf­fee­ser­vice in zar­tem Beige mit ech­tem Gold­rand, alle Schüs­seln, Plat­ten, Ter­ri­ne etc.) in den Por­zel­lan­con­tai­ner gewor­fen - weil es selbst mit dem Label "Zu Ver­schen­ken" bei ebay-Klein­an­zei­gen kei­nen Abneh­mer gefun­den hat. Gold­rand ist nicht Spül­ma­schi­nen­fest - und damit obsolet. 

Ken­nen Sie noch *Platz­tel­ler*? Schwe­re, echt sil­ber­ne Tel­ler, mit einem Durch­mes­ser, auf den der größ­te Ess­tel­ler passt? Unse­re mit einem dezen­ten (echt ver­gol­de­ten) Rand, die man unter den unter­sten Tel­ler stell­te, um den Platz sicht­bar zu machen, und auf den - der Spei­se­fol­ge ent­spre­chend - die ver­schie­de­nen Tel­ler für den jewei­li­gen Menue­gang gestellt wur­den. Braucht heu­te nie­mand mehr - und was nun? 

Das ist nur ein Bei­spiel für so vie­le ande­re, die nun beim Umzug wie­der anfallen.
Aber wahr­schein­lich lang­wei­le ich Sie hier nur mit mei­nen Luxus-Wegwerf-Problemen.

Stel­len Sie sich vor was mor­gen pas­siert gestern pas­siert ist:
Da hol(t)e ich gra­tis und ohne Ein­schrän­kun­gen eine z. T. decken­ho­he Mar­ken-Wohn­zim­mer­wand mit einer Brei­te von ca. 3,50 m in Kirsch­baum­holz-Echt­fur­nier aus einem Haus­halt ab, des­sen Besitzer:in 'woan­ders hin zieht wo schon ein kom­plet­ter Haus­halt vor­han­den ist'.

Einen Luxus-Weg­werf-Pro­blem - wohin man auch sieht!
Ich jeden­falls bin froh dar­über nun ein so schö­nes Mobi­li­ar bekom­men zu haben - da hat sich der Auf­wand gelohnt.

 


Wo wir gera­de dabei sind über 'stil­vol­le Aus­stat­tung' zu reden:
Möch­ten Sie ein stil­vol­les Ess- und Kaf­fee­ser­vice aus dem besten Por­zel­lan mit allen Schüs­seln, Plat­ten, etc., in ele­gant-dün­nem "Bone­Chi­na", preis­gün­stig erwer­ben? Dann schau­en Sie 'mal unter die­ser Adres­se nach → ebay-Klein­an­zei­gen
Wei­te­res dort → Rosen­thal "Clas­sic Rose" Bone China

bookmark_borderWedeln mit der Goldkarte ....

Heu­te an der Tank­stel­len­kas­se - es ist gegen­über beim Schul­zen­trum gera­de gro­ße Pau­se - eine Schlan­ge von ca. 12-13 Schü­lern vor mir und etwa genau­so vie­le hin­ter mir, die alle­samt irgend­wel­che beleg­ten Bröt­chen, Geträn­ke, Süß­wa­ren kau­fen. Es geht nur lang­sam voran.

Plötz­lich schiebt sich ein Mann so um die 50 mit hoch erho­be­ner gol­de­ner Kre­dit­kar­te neben den Schü­ler an der Kas­se, wedelt mit sei­ner Kar­te und sagt
"Ich habe getankt!"

Die Kas­sie­re­rin sagt platt
"Gut, das freut uns." 

Und bedient die Schü­le­rin, die jetzt als Näch­ste in der Rei­he steht.
Der Kar­ten­wed­ler steht immer noch an der Seite.

Ich sage zu ihm
"Wie wäre es denn, wenn Sie als Älte­rer der Jugend mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen? Über das Ver­hal­ten der jun­gen Leu­te wird immer gemeckert und es wird ihnen vor­ge­wor­fen wird sie hiel­ten sich nicht an Regeln. Hier haben sie eine gute Mög­lich­keit sich als Vor­bild zu bewei­sen. Zu bewei­sen, dass Älte­re sich an Regeln hal­ten und nicht nur meckern. Hin­ten anstel­len, bitte!"

Als ich mich umse­he steht er am Ende der mitt­ler­wei­le noch gewach­se­nen Schlan­ge und eine Schü­le­rin hin­ter mir sagt:
"Dem haben Sie es aber gege­ben. War rich­tig so!" 

bookmark_borderFür Geld tun wir Alles ....

Wir haben gelernt den Ame­ri­ka­nern dank­bar zu sein - weil sie uns von einem Dik­ta­tor befreit und uns Demo­kra­tie gelehrt haben. So war bis vor weni­gen Jah­ren die aktu­el­le poli­ti­sche Les­art und wer das so nicht schlucken woll­te war ein links-radi­ka­ler Zer­stö­rer des bun­des­deut­schen Amerikamärchens.

In Wahr­heit war es schon immer so, dass die Mili­tär­macht dazu dien­te Märk­te zu öff­nen, zu erhal­ten und Stö­run­gen zu zer­stö­ren. Mit eben die­sem Militär.
Die Sache war hübsch ver­brämt mit Flos­keln wie "Erhalt der Demo­kra­tie", "Wie­der­her­stel­lung der Sou­ve­rä­ni­tät der Gesell­schaft" oder "Kampf für grund­sätz­li­che Men­schen­rech­te der ein­hei­mi­schen Bevölkerung".


Und jetzt kommt die aktu­el­le Regie­rung der USA und lässt die Kat­ze aus dem Sack:
"Wer zahlt hat die mäch­tig­ste Streit­macht der Welt,
das US Mili­tär, auf sei­ner Seite"

Es klingt ein wenig wie der frü­he­re Ablass­han­del der katho­li­schen Kirche:
"Wenn das Geld im Kasten klingt
die See­le von der Höl­le in den Him­mel springt!"

 

Wenn auch ohne über­leg­te Absicht hat der aktu­el­le Herr Prä­si­dent der USA den Schlei­er gelüf­tet und ein­mal - zwi­schen all sei­nen Lügen - die Wahr­heit gesagt. Man könn­te fast über­schwäng­lich wer­den und ihn dafür loben.

bookmark_borderZitat (II)

Vor (end­los vie­len) Jah­ren, als ich ein wenig über Mit­te 20, also etwa fast 30 war, hat­te ich eine Freun­din mit der ich mich nicht nur gut ver­stand, son­dern sowohl über ern­ste wie auch über lusti­ge The­men unter­hal­ten konn­te. Sie stu­dier­te an der FH und war neben­bei in einem Rei­se­bü­ro tätig, das sta­bi­li­sier­te ihre Unter­halts­ko­sten, denn ihre Eltern konn­ten ihr ledig­lich einen klei­nen Zuschuss zahlen.

Nun erzäh­le ich Ihnen ein bis­her streng gehü­te­tes Geheimnis.
Näm­lich: Wie es kam, dass mir die Dame den Lauf­pass gab.

Das war fol­gen­de Situa­ti­on, hier nun eini­ge (fast wört­li­che) Zita­te von Frl. Schnei­de­reit (im fol­gen­den Text als "S" bezeichnet) ....

S: Du, wir müs­sen uns trennen.

Ich: Ach, und wieso?

S: Ich habe jeman­den kennengelernt.

Ich: Wo denn?

S: Ein Kun­de im Reisebüro.

Ich: Wie heißt er denn?

S: Fri­do­lin ....

Ich: (pru­stend vor lachen) F r i d o l i n

S: (indi­gniert) Lach nur - der ist nett!

Ich: Nett? Das sagt man über den Haus­mei­ster, oder den Briefträger.

S: Schmoll­pau­se.

Ich: Nun sag schon, was ist denn an Fri­do­lin so toll dass du mich abservierst?

S: Er kann bes­se­re Kom­pli­men­te machen als du.

Ich: Ich dach­te du hast was gegen Kom­pli­men­te, chau­vi­ni­stisch, ver­al­tet und unehr­lich - wenn ich es rich­tig erinnere ....

S: (bestimmt) Manch­mal braucht man trotz­dem ein Kompliment.

Ich: Klar, je nach Situa­ti­on, so schnell ist die Eman­zi­pa­ti­on dahin ....

S: Man ist trotz Eman­zi­pa­ti­on immer noch Frau ....

Ich: Hab' ich geschnallt - und was hat er denn so gesagt?

S: Er hat gesagt '..Sabi­ne - du siehst aus wie eine Ste­war­dess, so blen­dend schön!..'

Ich: (sprach­los)

Nach­dem ich ein paar Unten­si­li­en wie Schall­plat­ten, Zahn­bür­ste, und Unter­wä­sche zum Wech­seln zusam­men­ge­klaubt hat­te sag­te ich freund­lich "Tschüss!" - und ein wei­te­res Kapi­tel "Bezie­hun­gen" war vorbei. 

Fri­do­lin stell­te sich übri­gens als Ein­tags­flie­ge her­aus, oder bes­ser "Schmet­ter­ling" .... denn er mach­te nach eini­gen hei­ßen Näch­ten mit S die Flat­ter. Schwups, weg war er! So wur­de mir von gemein­sa­men Bekann­ten berichtet. 

Aber mög­li­cher­wei­se woll­ten sie mir nur mein Ego pampern ....

bookmark_borderVertrauen (III)

Ist es nicht son­der­bar, wie über­ein­stim­mend die Grund­be­din­gun­gen für die zwei wesent­li­chen Berufs­grup­pen in unse­rem Land sind?

Glau­bens­be­dien­ste­te [Prie­ster, Pfar­rer, Ima­me, etc.] und Poli­ti­ker sind dar­auf ange­wie­sen ihren Lebens­un­ter­halt zu ver­die­nen indem sie mög­lichst vie­le Men­schen belü­gen, ihnen das Geld aus den Taschen zie­hen und ihnen für die Zukunft die besten Aus­sich­ten ver­spre­chen - wenn sie nur ihnen und nie­mand ande­rem vertrauen.

Sie­he Ver­trau­en (I) und Ver­trau­en (II)

bookmark_borderDie Frage muss sein:
"Wem nützt es?" oder "Von was soll es ablenken?"

Unter dem Titel "Wenn man vom Rat­haus kommt ist man klü­ger .... oder: Daten­samm­lung ist 'für die Katz'" hat­te ich vor zuletzt ca. einem Jahr*¹* eini­ge Gedan­ken zu Über­wa­chungs­mass­nah­men auf­ge­schrie­ben und dazu den mathe­ma­ti­schen Nach­weis erbracht, dass alles was so bis­her ein­ge­rich­tet ist und läuft - selbst wenn man eine prak­tisch nie vor­kom­men­de, mini­ma­le Feh­ler­quo­te annimmt - völ­lig nutz­los ist:

Der sta­ti­sti­sche Feh­ler ist immer grö­ßer als die Zahl
der tat­säch­li­chen Ter­ro­ri­sten und ähn­li­cher Staatsfeinde 

Die Aus­sa­gen wer ein Staats­feind und Mis­se­tä­ter ist muss daher als rein zufäl­lig, und, vom Stand­punkt des Kri­mi­na­li­sten aus gese­hen, ohn­ne jeden Aus­sa­ge­wert sein.

Wenn also immer noch wei­ter an den Stell­schrau­ben gedreht wird, sprich:
Über­wa­chung bei­be­hal­ten oder ver­schärft wird, etwa mit Gesichts­er­ken­nung und natio­nen­wei­ter DNA Samm­lung auch von unbe­schol­te­nen Bür­gern (sofern sich Gele­gen­heit bie­tet), muss dann ein ande­rer, ver­steck­ter Zweck dahin­ter stehen?

Was könn­te das sein?
Wer weiß, was das bewir­ken soll?
Wo fin­den sich Hin­wei­se auf die 'ver­steck­te Agenda'?
Oder ist das ledig­lich eine para­no­ide Annah­me, eine Verschwörungstheorie?

*¹* Ver­weis­in­fo: Geän­der­te Urfas­sung von Juni und Sep­tem­ber 2016; letz­te Über­ar­bei­tung Sep­tem­ber 2018.

 

bookmark_borderElitär ....

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Als ich 1970 an der Hannover'schen ('klei­nen') Men­sa einer Kom­mi­li­to­nin die Türe öff­ne­te um sie zuerst rein­ge­hen zu las­sen zisch­te sie mich an: "Eli­tä­rer Scheißer!"
Mir wur­de da bewußt, dass sich durch die '68er Stu­den­ten­be­we­gung - noch in vol­lem Gan­ge - etwas ver­än­dert hat­te und wei­ter ver­än­der­te. Nicht in allen Aspek­ten zum Bes­se­ren, soviel steht heu­te im Rück­blick fest. 

Glück­li­cher­wei­se und gut für mich, der ich mich an die neu­en, 'repres­si­ons­frei­en' Umgangs­for­men nicht so recht gewöh­nen konn­te, war der Umstand, dass es unter den Kom­mi­li­to­nin­nen und den ande­ren Frau­en glei­chen Alters noch genug 'Anders­den­ken­de' gab. Sol­che, die eine höf­li­che Geste nicht sofort mit revo­lu­tio­nä­rer Inbrunst zu mei­nen Ungun­sten als Unter­drückungs­ver­such dem weib­li­chen Geschlecht gegen­über beur­teil­ten - ich war nicht völ­lig "out" wie es heu­te hei­ßen wür­de, nicht sozi­al iso­liert & geäch­tet, nicht kom­plett ver­lo­ren und zu ewi­gem Allein­sein verdammt .... 

Heu­te sind die vor­ma­li­gen Revo­lu­tio­nä­re - mit weni­gen Aus­nah­men und egal ob Männ­lein oder Weib­lein - nach ihrem Marsch durch die Insti­tu­tio­nen sozi­al ange­paßt und als Pen­sio­nä­re wohl bestallt:

Sie haben irgend­wann ihre Idea­le ver­lo­ren, ver­ra­ten und ver­kauft gegen das, was hier­zu­lan­de als "bür­ger­li­ches Leben" und nor­mal ange­prie­sen wird. Zurück­ge­blie­ben ist aus der Zeit eine Hor­de Kin­der denen in den frü­hen Jah­ren eine ordent­li­che Erzie­hung ver­wei­gert wur­de und die des­we­gen zu Men­schen­fein­den wur­den - stets dar­auf bedacht sich selbst den größt­mög­li­chen Vor­teil zu ver­schaf­fen und sich mit Ellen­bo­gen und dem Mot­to "Ich, ich und noch­mal ich!" durch die Zeit bewegen.

Die Iro­nie liegt dar­in, dass es genau die­se Kin­der der sich eman­zi­pie­ren­den 68er Gene­ra­ti­on sind, die nun die dama­li­gen Idea­le ins Gegen­teil ver­kehrt haben. Eine Gene­ra­ti­on von Ego­isten, die sich ob der Abwen­dung von dem, wor­an ihre Eltern glaub­ten, zu eli­tä­ren Tyran­nen ent­wickelt haben die dem Geld nach­lau­fen und sich dar­über definieren:
Nicht die Revo­lu­ti­on frißt ihre Kin­der, son­dern die Kin­der der Revo­lu­tio­nä­re ver­än­der­ten bereits und ver­än­dern immer noch die Revo­lu­ti­on zu einem neo­li­be­ra­len Moloch, der die ver­schlingt, die nicht als "Éli­te" gebo­ren sind. Geist zählt nicht mehr, Bil­dung ist über­flüs­sig, gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment wird ver­lacht, dem Mit­tel­maß gehört die Stunde.

Als neue Éli­te ver­ste­hen sich Jene, die ein Com­pu­ter­pro­gramm zu schrei­ben ver­ste­hen - in Mas­se nicht die Besten im Lan­de, denn sowas ist 'Hand­werk', es besteht aus Wie­der­ho­lung und Rou­ti­nen. Mecha­ni­stisch, ohne nach Trans­fer oder Asso­zia­ti­ons­ver­mö­gen, schon erst Recht nicht nach Phan­ta­sie oder Intui­ti­on ver­lan­gend. OK, es gibt auch da Aus­nah­men, aller­dings hält sich deren Zahl in Grenzen.

Die 'Freaks', die frü­her in abge­dun­kel­ten Räu­men saßen und Piz­za als Haupt­nah­rung ansa­hen, sind den tech­ni­sier­ten Mobil­te­le­fon­trä­gern gewi­chen, die sich RFID-Chips implan­tie­ren las­sen weil man dann die Haus­tü­re elek­tro­nisch öff­nen kann. Ein zwei­fel­haf­ter Nut­zen, wenn man die Fol­gen für die Gesell­schaft bedenkt. Die mei­nen durch ihre Akti­vi­tä­ten die Welt ändern zu müs­sen - eine Welt, vor der sie nicht mehr stau­nend wie klei­ne Kin­der ste­hen, son­dern die sie sich um jeden Preis per "App" ver­füg­bar machen wol­len. Koste es was es wolle.

Da lob' ich mit die frü­he­ren Eli­ten, bei all den Män­geln die es gab. Die wuß­ten wenig­stens noch eine Oper von einem Musi­cal zu unter­schei­den und hiel­ten Neo für eine Vor­sil­be und nicht den Namen einer Per­son oder eines Fisches ....

[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 05. Aug 2014 um 11:00]

bookmark_borderAlle im gleichen Boot

Wer hier liest und kom­men­tiert ist weit ent­fernt von dem Gedan­ken­ge­bäu­de - wenn man es als sol­ches bezeich­nen kann - das in den Köp­fen der AfD-Wäh­ler des Ostens zurecht gezim­mert ist. Aus Dis­kus­sio­nen mit Anhän­gern der AfD weiß ich, nein, habe ich eine vage Vor­stel­lung wie die­ses Gebäu­de aussieht.

Aus­ge­fil­ter­te Argu­men­te die zum "Lei­den" des Ostens gehören:
Zuerst die (nicht zu leug­nen­den, immer noch nicht auf­ge­ar­bei­te­ten) Unta­ten der Treu­hand ¹, deren unge­nann­te Auf­ga­be es war Ost­fir­men, die eine Kon­kur­renz für eta­blier­te West­fir­men hät­ten wer­den kön­nen, *abzu­wickeln*. Dann die gebro­che­nen Ver­spre­chen der eta­blier­ten Par­tei­en, die all­zu zöger­li­che Anpas­sung der Lebens- und Ver­dienstumstän­de, das Groß­manns­geh­abe der ein­ge­wan­der­ten West-Fir­men, die stets durch­blicken las­sen, wie groß­zü­gig es doch von ihnen sei sich dort nie­der­zu­las­sen und für Arbeit zu sor­gen ... und so weiter.

Wer im Osten der Wen­de­zeit pfif­fig war ist abge­wan­dert. Fach­kräf­te und vor allem jün­ge­re Frau­en. Den dort Geblie­be­nen feh­len (weit­ge­hend) die Fer­tig­kei­ten sich zu ori­en­tie­ren, ihr Leben aktiv zu gestal­ten. Denn das war etwas, was ihnen der DDR-Staat abge­nom­men hat, der sie an der Hand führ­te und ver­sorg­te und dafür nichts ande­res ver­lang­te, als das sie das Maul hiel­ten und der Par­tei kei­ne Pro­ble­me machten.

Das sind nun die Par­tei­gän­ger / Wäh­ler der AfD. Die als Rat­ten­fän­ger auf­tritt und Wohl­ta­ten ver­spricht, wohl wis­send, dass die Mas­se der Men­schen dort nicht ihr Par­tei­pro­gramm lesen wird. Son­dern das glaubt, was münd­lich oder per Medi­en trans­por­tiert wird. Geschickt nutzt man das Miss­trau­en gegen­über den eta­blier­ten Par­tei­en, den Wes­sis aus, die viel ver­spro­chen haben - aber nicht lie­fer­ten, oder wenn, sehr zöger­lich und immer nur Bruch­tei­le des­sen, was ver­spro­chen war.

Im Osten, der frü­he­ren DDR, blie­ben die "Frem­den" ("Gast­ar­bei­ter") immer nur für bestimm­te Zeit. Sie hat­ten eine feste Zahl von Jah­ren oder Mona­ten, dann muss­ten sie wie­der ab nach Hau­se. Der Kon­takt zur Bevöl­ke­rung hielt sich in engen Gren­zen. Das ist es, was das *frem­deln* der ehe­ma­li­gen DDRler gegen­über anders­far­bi­gen Men­schen aus­macht. Die "Frem­den" blei­ben - und das macht Angst.

Wäh­rend wir seit der ersten Gast­ar­bei­ter­wel­le aus Grie­chen­land, Spa­ni­en und Ita­li­en an der­glei­chen bun­ten Bevöl­ke­rungs­zu­wachs gewöhnt wur­den. Erst mit der unstruk­tu­rier­ten Ein­wan­de­rung tür­ki­scher Men­schen aus Gebie­ten, die sich kul­tu­rell extrem von unse­rer Gesell­schaft unter­schie­den, haben wir hier eine ähn­li­che Ableh­nungs­wel­le gehabt. Die zwar nicht kom­plett über­wun­den ist, sich aber zu einem Teil durch die Assi­mi­la­ti­on von gan­zen Gene­ra­tio­nen entschärfte. 

Ein­mal abge­se­hen von den fun­da­men­ta­li­stisch-extre­mi­stisch den­ken­den Natio­nal­tür­ken, die hier­zu­lan­de ohne viel Lei­stung zu zei­gen, und ohne sich anpas­sen zu wol­len, den guten Ruf ihrer Lands­leu­te, die hier ihre Hei­mat gefun­den haben, durch ihr rot­zi­ges, auf­ge­bla­se­nes Geha­be ver­der­ben. Gleich­zei­tig aber alle Wohl­ta­ten des deut­schen Staa­tes in Anspruch neh­men und oft neben staat­li­cher Unter­stüt­zung noch unan­ge­mel­de­ten Beschäf­ti­gun­gen nach­ge­hen, die ihnen Lohn als Sach­lei­stun­gen zur Ver­fü­gung stel­len. Aber ich schwei­fe ab ....

Das fehlt im Osten (fast) völ­lig ² - und zusam­men mit gebrem­ster intel­lek­tu­el­ler Kapa­zi­tät der dort ver­blie­be­nen Bevöl­ke­rung ist ein gefähr­li­ches Gemisch aus Angst, ent­täusch­ter Hoff­nung und Fata­lis­mus ent­stan­den, das den Nähr­bo­den für Faschi­sten darstellt.

Habe ich eine Idee wie man das Dilem­ma löst?
Ja, indem man Hoff­nung erfüllt.

Wird das wahr werden?
Nein, denn die regie­ren­den Par­tei­en wer­den wei­ter - im Sin­ne des Kapi­tals - des­sen Inter­es­sen vor die der Ost­be­völ­ke­rung stel­len. So wie bei uns auch, nach­dem zuletzt die Regie­run­gen Schrö­der die Arbei­ter­schaft ver­ra­ten haben, die Gewerk­schaf­ten zer­schlu­gen und sich zu Knech­ten des Kapi­tals machten.

Was wir erken­nen müssen:
Die Tat­sa­che, dass wir kei­ne Demo­kra­tie mehr sind. Die Par­tei­en­struk­tur, deren Estab­lish­ment, ver­hin­dert demo­kra­ti­sche Ent­schei­dungs­fin­dung und deckt die­se Tat­sa­che mit dem Begriff "reprä­sen­ta­ti­ve Demo­kra­tie" zu.

Was wir ver­ste­hen soll­ten ist:
Wir sit­zen mit dem Osten im glei­chen Boot. Unser ein­zi­ger Vor­teil ist, dass wir in den ersten Jah­ren der Bun­des­re­pu­blik noch Chan­cen und Frei­hei­ten hat­ten, die im Osten fehl­ten. Wir des­we­gen mehr *Spiel­raum*, ein bes­se­res Selbst­be­wusst­sein haben. Gera­de genug, um nicht den Mäch­ti­gen als Gefahr zu erschei­nen. Wer genau hin­schaut erkennt die Mecha­nis­men wie mitt­ler­wei­le sub­til dafür gesorgt wird die Schrau­ben enger anzuziehen: 

Über­wa­chungs­maß­nah­men und mehr Rech­te für staat­li­che Stel­len, Ein­grif­fe in die Pri­vat­sphä­re, Schlei­fung von bis­her grund­ge­setz­lich garan­tier­ten Rech­ten durch 'Not­ver­ord­nun­gen' oder mit dem Argu­ment der 'Ter­ror­be­kämp­fung', Restrik­tio­nen bei der Mei­nungs­äu­ße­rung, und weit­ge­hend gleich­ge­schal­te­ter Infor­ma­ti­ons­zu­gang durch welt­weit ope­rie­ren­de Medienkonzerne. 


Nun ist noch das Inter­net als Ven­til da - und all­mäh­lich haben selbst die Poli­ti­ker erkannt, dass ihnen die Mei­nungs­ho­heit ent­glit­ten ist und sie ver­su­chen, das wie­der 'ein­zu­fan­gen'. Indem sie das Inter­net zu regu­lie­ren suchen. Wie sag­te kürz­lich noch Frau Kramp-Kar­ren­bau­er? Man brau­che "Regeln gegen Mei­nungs­ma­che".
Die rich­ti­ge Ant­wort ist da: #nie­wie­der­cdu, #nie­wie­derc­su. Und wenn wir schon 'mal dabei sind gleich noch: #nie­wie­der­spd, #nie­wie­derfdp, und #nie­wie­der­grü­ne.

 

Was "Vor­ge­hen gegen Mei­nungs­ma­che" bedeu­tet kann man in tota­li­tä­ren Regi­men sehen. Des­we­gen ist nicht die AfD (#nie­mal­safd) die größ­te Gefahr in unse­rem Land, son­dern es sind die Poli­ti­ker vom Schla­ge See­ho­fer, Herr­mann, Schäub­le, Strobl, und so wei­ter ... die im Schafs­pelz daher kom­men und Krei­de fres­sen um von ihren wah­ren Absich­ten anzulenken. 

¹ ".. Die DDR wur­de zwei­mal verscherbelt
Ein­mal von Michail Gor­bat­schow 1990 für 18 Mil­li­ar­den Deut­sche Mark; Hel­mut Kohl zahl­te den völ­lig über­höh­ten Preis locker mit Steu­er­gel­dern. Zum zwei­ten Mal wur­de die DDR durch die Treu­hand­an­stalt von Bir­git Breu­el verkauft.
Die Treu­hand nahm küm­mer­li­che 34 Mil­li­ar­den Deut­sche Mark für die gesam­ten volks­ei­ge­nen Betrie­be ein und mach­te 245 Mil­li­ar­den Deut­sche Mark Ver­lust, weil sie die volks­ei­ge­nen Betrie­be qua­si an die west­deut­che Indu­strie ver­schenk­ten .." [Die Unta­ten Hel­mut Kohls]

² ".. In Ost­deutsch­land ist der Kon­takt zu Mus­li­min­nen und Mus­li­men in den Berei­chen Fami­lie, Freun­des- bzw. Bekann­ten­kreis, Arbeits- bzw. Aus­bil­dungs­platz sowie Nach­bar­schaft eher schwach aus­ge­prägt. So geben Befrag­te mehr­heit­lich – bei gra­du­el­len Unter­schie­den zwi­schen den Bun­des­län­dern – an, nie Kon­takt zu Mus­li­min­nen und Mus­li­men in den betrach­te­ten Berei­chen zu haben. Dabei unter­schei­den sich die ein­zel­nen ost­deut­schen Bun­des­län­der nicht nen­nens­wert von­ein­an­der. Im Durch­schnitt - über alle Kon­takt­räu­me hin­weg - geben unge­fähr 70 Pro­zent der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an, kei­nen Kon­takt zu Mus­li­min­nen und Mus­li­men zu haben. In West­deutsch­land liegt der ent­spre­chen­de Anteil bei unge­fähr 40 Prozent .."
[Ost­deutsch­land post­mi­gran­tisch Ein­stel­lun­gen der Bevöl­ke­rung Ost­deutsch­lands zu Mus­li­min­nen und Mus­li­men in Deutsch­land; S.39]

Wei­te­re Quellen:
- Sün­den­bock Treuhand
- Toten­grä­ber der ost­deut­schen Wirt­schaft? Die Treu­hand­an­stalt und die Fol­gen ihrer Poli­tik.


- Wie viel Mil­lio­nen sind es wirklich?
- Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit der Deut­schen nach Bun­des­län­dern im Jahr 2011
- Anzahl der Mus­li­me in Deutsch­land nach Glau­bens­rich­tung (Stand vari­iert von 2005 bis 2017*; in 1.000)
- Wer gehört zu Deutsch­land? Ost­deut­sche und Mus­li­me tei­len nicht nur Aus­gren­zungs­er­fah­run­gen – son­dern auch Kli­schees, die West­deut­sche von ihnen haben.

PS
Mei­ne Aus­füh­run­gen basie­ren auf dem, was ich in den Jah­ren '90-'94 durch län­ge­re Auf­ent­hal­te als Unter­rich­ten­der in der Erwach­se­nen­bil­dung in Thü­rin­gen in Gesprä­chen erfah­ren, gese­hen & gehört habe. In den Fol­ge­jah­ren war ich - mit Aus­nah­me der Zeit in USA von '99-'02 - immer wie­der ein­mal in den öst­li­chen Bun­des­län­dern. Mei­ne Erfah­run­gen sind also per­sön­li­cher Natur und stel­len kei­nen all­ge­mein­gül­ti­gen Sach­stand dar.

bookmark_borderFundstücke ....

Zehn Jah­re ist es her, dass die­ser Bei­trag ins Inter­net gestellt wur­de. Zehn Jah­re ist es her, dass die ver­link­ten Vide­os auf­ge­nom­men wurden.

Sie sind immer noch "top-aktu­ell"!

Hier nun ein "neu­es" Video → Athe­isten ....

[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 18. Nov 2009 um 23:16]

 

bookmark_borderO Herr, wie ist dein Tierreich groß ...!

Die­sen Spruch im Titel pfleg­te mein Vater zu spre­chen um anzu­deu­ten, wenn ihm etwas sehr obskur vor­kam. Mir kam das heu­te in den Sinn, als ich Anmer­kun­gen zu den Ost-Wah­len gele­sen habe - und wider bes­se­res Wis­sen auch noch kom­men­tier­te .... ich kann es eben ein­fach nicht las­sen zu glau­ben (!) die Welt könn­te sich noch zum Bes­se­ren ändern.

Hier also zwei Bei­spie­le als *screen shots* die für sich selbst sprechen:
[click! auf die Abbil­dun­gen vergrößert]