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Mit bit­te­rer Ent­täu­schung habe ich gele­sen, daß Prä­si­dent Oba­ma die Son­der­ge­rich­te nun doch bestehen las­sen will - und das nur weni­ge Tage nach sei­nem Rück­zie­her hin­sicht­lich der umstrit­te­nen Fol­ter-Pho­tos .... ich hat­te wirk­lich geglaubt, er sei 'anders' als vie­le sei­ner Vor­gän­ger, ins­be­son­de­re der letzte ....

[Zitat aus der Netzzeitung]

" .. Nach Ansicht des Vor­sit­zen­den der .. ACLU, Antho­ny Rome­ro, beru­hen die Tri­bu­na­le auf ver­fas­sungs­wid­ri­gen Grund­la­gen und zie­len dar­auf ab, «Schuld­sprü­che sicher­zu­stel­len, kei­ne fai­ren Pro­zes­se». Rome­ro kün­dig­te mas­si­ven Wider­stand an. Es hand­le sich um eine «alar­mie­ren­de Ent­wick­lung», erklär­te auch das Zen­trum für Ver­fas­sungs­rech­te in Washing­ton, das sich seit Jah­ren um eine bes­se­re Rechts­stel­lung der Gefan­ge­nen im US-Lager Guan­ta­na­mo auf Kuba bemüht. Oba­ma habe vor sei­ner Wahl die Hoff­nung geweckt, mit den «gefähr­li­chen Expe­ri­men­ten» sei­nes Amts­vor­gän­gers Geor­ge W. Bush zu brechen .. "

*edit*
Sie­he dazu auch:

  1. Litt­le Known Mili­ta­ry Thug Squad Still Bru­ta­li­zing Pri­soners at Git­mo Under Obama 
  2. und

  3. "Cen­ter for Con­sti­tu­tio­nal Rights [CCR] Urges Oba­ma Admi­ni­stra­ti­on to Aban­don Fai­led Guan­ta­na­mo Mili­ta­ry Commissions"

Dabei hat er so viel­ver­spre­chend angefangen ....

bookmark_borderWachstum

[Das The­ma schien mir bedeut­sam, weil bei Frau la-mam­ma eine Fra­ge zu (Wirt­schafts-) Zyklen - samt Ant­wort - dis­ku­tiert wur­de].  

 
Was im all­ge­mei­nen als "Wachs­tum" bezeich­net wird ist in den (wesent­li­chen) Indu­strie­län­dern in Wirk­lich­keit ein "Null­sum­men­spiel", denn tat­säch­li­ches Wachs­tum fin­det nicht statt ....


Der Begriff "Wachs­tum" sug­ge­riert einen Zuwachs wo kein Zuwachs zu ver­zeich­nen ist. Dies als zutref­fend anzu­se­hen fällt dem auf­merk­sa­men Beob­ach­ter nicht schwer:
Geht man offe­nen Auges durch eine grö­ße­re Stadt, so wird man Neu­auf­bau erken­nen der an Stel­len statt­fin­det wo zuvor bereits Gebäu­de mit flo­rie­ren­den Unter­neh­men zu fin­den waren. Sieht man noch genau­er hin und erin­nert sich, so wer­den zykli­sche Struk­tu­ren erkenn­bar.
 

 
Zunächst wird eine Pla­nung durch­ge­führt - auf deren abso­lu­te Not­wen­dig­keit wird von Sei­ten der Pla­nen­den stets ener­gisch hin­ge­wie­sen - die oft mit Unter­stüt­zung der Städ­te & deren Bau­be­hör­den abläuft. Da fin­det man bereits den ersten Grund für Skep­sis, denn die Städ­te haben 1. ein Inter­es­se ihre Behör­den 'aus­zu­la­sten' - das bedeu­tet ja Ein­nah­men - und 2. lang­fri­stig Steu­er­ein­nah­men zu sichern und aus­zu­wei­ten - das wird durch Erwei­te­rung der Zahl von vor­han­de­nen Betrie­ben erreicht:
Mehr Betrie­be = mehr Einnahmen ....

Bei sol­chen Vor­ha­ben müs­sen natür­lich bestehen­de Gebäu­de abge­ris­sen wer­den, die vor­han­de­nen Betrie­be wer­den (oft nur teil­wei­se) 'aus­ge­sie­delt' und im neu­en Pro­jekt - sofern sie dann dort die erheb­lich teu­re­re Mie­te noch zu zah­len in der Lage sind! - wie­der 'ange­sie­delt' .... Eine blo­ße "Erwei­te­rung", Sanie­rung oder ein Umbau wer­den des­we­gen nicht in Betracht gezo­gen, weil der 'pro­fit' bei Neu­pla­nung, Abriß und Neu­bau natür­lich viel höher ist als mit Maß­nah­men, bei denen ein Teil der "Alt­sub­stanz" erhal­ten wird ....

Am Neu­bau ver­die­nen die Betei­lig­ten alle­samt ein Mehr­fa­ches des­sen, was ein blo­ßer Umbau in ihre Kas­sen spü­len könn­te .... kein Wun­der also, wenn Neu­bau das bevor­zug­te Vor­ge­hen ist. Dabei ist es - so son­der­bar das klin­gen mag - völ­lig unwich­tig, ob es sich um Ersatz an glei­cher Stel­le oder an ande­rem Orte han­delt. In der Sum­me wer­den bestimm­te Berei­che 'ent­sie­delt' und neue Berei­che 'besie­delt' und davon pro­fi­tie­ren Abbruch­un­ter­neh­men, Archi­tek­ten, Bau­ge­sell­schaf­ten und städ­ti­sche Behör­den die an Pla­nung, Bau­ord­nung betei­ligt sind und mög­li­cher­wei­se ver­dient eine Stadt auch direkt, wenn sie Grund­stücke ver­äu­ßern kann.

Schaut man genau hin, dann wird deutlich:

Die ent­ste­hen­den Ein­künf­te wer­den nir­gend­wo zu den zusätz­lich geschaf­fe­nen Flä­chen ins Ver­hält­nis gesetzt, den Bür­gern wer­den ledig­lich die Vor­zü­ge sol­cher Vor­ha­ben dar­ge­stellt. Und eine Dis­kus­si­on fin­det meist auch erst dann statt, wenn sol­che Pro­jek­te sich schon in einem nahe­zu unum­kehr­ba­ren Sta­di­um befinden .... 


"Und ist's nicht Absicht, so hat es doch Methode!"
möch­te man da anfügen ....


 

Wie oben bereits ange­deu­tet ent­steht also kein wenig ver­nach­läs­sig­bar gerin­ges Wachs­tum (im Sin­ne von "abso­lu­tem Zuwachs"), denn es wer­den ande­rer­seits noch bestehen­de "Wer­te" abge­ris­sen und ver­nich­tet. Ver­dient wird aber trotz­dem, und zwar nicht schlecht:

Ban­ken verdienen,
(Bau-) Gesell­schaf­ten verdienen,
Städ­te verdienen,
eini­ge weni­ge Privilegierte/Ausführende "die Jeman­den ken­nen der wen kennt" ....

Ein "Null­sum­men­spiel" schrieb ich wei­ter oben. Dabei blei­be ich. Aller­dings - wie zu sehen ist - nur für die Bür­ger. Sie zah­len höhe­re Prei­se in den neu­en Geschäf­ten - weil die ja auch höhe­re Mie­ten zah­len müs­sen, sie zah­len für neue Infra­struk­tur­maß­nah­men durch erhöh­te Gebüh­ren der Städ­te, sie zah­len in Form von Ver­lust an Iden­ti­tät, denn die neu­en Gebäu­de sind oft nur "zweck­mä­ßig" aber nicht beson­ders ansehn­lich ...! Ganz neben­bei wer­den an sich noch nutz­ba­re Wer­te zer­stört, eine Tat­sa­che, die wahr­schein­lich irgend­wann dadurch zum Erlie­gen kommt, daß die Roh­stof­fe ausgehen.

Das Wachs­tum, was kei­nes ist, ähnelt "Des Kai­sers neu­en Klei­dern" - nur ver­ste­hen das immer weni­ger Men­schen, weil 'Poke­mon' und 'spon­geB­ob' und ande­re dümm­li­che Seri­en die Mär­chen abge­löst haben, die wenig­stens noch für Lern­schrit­te bei den Klei­nen sorg­ten. Kon­su­mie­ren statt Hin­ter­fra­gen wird ein­stu­diert. Damit gewin­nen Jene, die bei der Durch­set­zung ihres 'pro­fits' kei­ne lästi­gen Bür­ger­ein­wän­de gebrau­chen können ....

Über­le­gen sie doch' mal, lie­be Leser, ob es denn wirk­lich nötig und/oder über­le­bens­not­wen­dig ist ein bestän­di­ges "Wachs­tum" zu haben. Der "Club of Rome" hat schon in den Sieb­zi­gern auf die "Gren­zen des Wachs­tums" hingewiesen.
Umsonst, wie mir scheint.

'busi­ness as usu­al' - solan­ge bis die Res­sour­cen erschöpft sind ....
Wahr­schein­lich haben wir uns dann die Fol­gen 'ver­dient' ....

bookmark_borderEin Gedankenspiel ....

Wenn ein Mann - sagen wir 'mal 69 Jah­re alt ist - und eine Freun­din hat die - sagen wir 'mal 29 Jah­re alt ist - fin­det das kaum jemand ver­werf­lich .... man zer­reißt sich das Maul, ja, die Pres­se bringt einen Vier­zei­ler, aber dann geht man zur Tages­ord­nung über ....

Vor 15 Jah­ren aller­dings - er war da 54 Jah­re alt, sie war 14 Jah­re alt - wäre das "Unzucht mit Min­der­jäh­ri­gen" * gewesen ....

Und sol­che Män­ner sind in unse­rem Par­la­ment in her­vor­ge­ho­be­ner Funk­ti­on tätig. Kein Wun­der also, wenn sie kein Inter­es­se haben Pädo­phi­lie an der Wur­zel auszurotten.

Sie sind ja selbst pädophil.


* Im §§ 176 heißt das heu­te: „Sexu­el­ler Miss­brauch von Kindern“
[Sie­he dazu auch "Jung­brun­nen"]
 

bookmark_borderPetition ....

Beeindruckende(-re) Zah­len kann man der­zeit auf "twit­ter" sehen:
Dort wer­den die Unter­schrif­ten zur Peti­ti­on “Inter­net - Kei­ne Indi­zie­rung und Sper­rung von Inter­net­sei­ten” ange­zeigt .... hin­ge­hen und selbst unter­schrei­ben - wenn es auch dubio­se Rand­er­schei­nun­gen gibt ....

bookmark_borderVergessen ....

geht ja so schnell ....
und 'Ver­drän­gen' offen­bar noch schneller ....

Die netz­zei­tung berich­tet:
" .. Der Wahl­kampf hat auch .. Stu­diVZ erreicht .. Mer­kel bringt es der­zeit auf fast 9300 Unter­stüt­zer, Stein­mei­er auf rund 2800.
Zum Ver­gleich: Im .. Online-Netz­werk Face­book fin­det Mer­kel 8100 Befür­wor­ter, Stein­mei­er 3300 .. "

Was mich ent­täuscht ist die­se unkri­ti­sche Über­nah­me von Zah­len - hat die wer geprüft? 

Sodann:
Die­se Zah­len wir­ken - iso­liert - beein­druckend. Setzt man sie ins Ver­hält­nis zur Zahl der Wäh­ler wer­den daraus


0,019%


- ver­gli­chen mit einem Liter Was­ser ist das die Pfüt­ze, die in der lee­ren Fla­sche übrig ist .... ein durch­aus pas­sen­der Vergleich!

Ich ver­mu­te, die für Frau Mer­kel kom­men von der Jun­gen Uni­on, die für Herrn Stein­mei­er von den Jung­so­zia­li­sten - oder wie die Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen jetzt heißen ....

Übri­gens:
Nicht "der Wahl­kampf" hat die Netz­wer­ke erreicht, es sind die Wahl­kampf­zen­tra­len, die ver­su­chen die­se Netz­wer­ke für ihre Zwecke zu nutzen!

Und die netz­zei­tung spielt den Steigbügelhalter ....


Was ler­nen wir also aus die­ser "Infor­ma­ti­on"?
1. Wie man (die netz­zei­tung) aus einer 'Mücke' einen 'Ele­phan­ten' macht ....

2. Dass die CDU ent­we­der mehr jun­ge Leu­te in ihrer Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on hat, oder die Jung­so­zia­li­sten es nicht so mit 'stu­diVZ' und 'face­book' haben - oder beides ....

 

bookmark_borderIn China ....

herrsch­te zu Zei­ten das blan­ke Chaos:
Die "Vie­rer­ban­de"* hat­te das Sagen im Land ....

Bei uns geht das 'gesit­tet' zu.
Da wird Alles 'demo­kra­tisch legitimiert'.
Das Grund­ge­setz ist den Agie­ren­den schnuppe
- man könn­te es genau­so­gut gleich einstampfen ....



* Die Vie­rer­ban­de (chin. ???/??? Sìrénb?ng) war eine Grup­pe links­ra­di­ka­ler Füh­rungs­kräf­te der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei Chinas.



Des­we­gen bei den Euro­pa- und Bun­des­tags-Wah­len 2009:
 
Kei­ne Stim­men für CDU, SPD, und alle ande­ren Parteien,

die sich für eine Inter­net­zen­sur aussprechen ...!


 
*edit*
Dazu paßt ein Car­toon bei s@vin@

 

bookmark_border*update*

zu mei­nem Bei­trag "Als ich heu­te mor­gen die Titel­zei­le der Zei­tung las …."

Der nach­fol­gen­de Absatz ist Teil eines Bei­trags mit dem Titel "Der Kampf der Kul­tu­ren", der sich mit den 'wah­ren' Grün­den für die Zen­sur­be­stre­bun­gen unse­rer Regie­rung und der EU aus­ein­an­der­setzt .... ich lese mit Freu­de, daß auch ande­re Autoren eine ähn­li­che Ein­schät­zung des Sach­ver­hal­tes haben - klar, das Gegen­teil wäre weni­ger erfreulich.

[Zitat]
http://netzpolitik.org/2009/der-kampf-der-kulturen/


" .. Die­ser Kul­tur­kampf, der sich gera­de zuspitzt, ver­läuft zwi­schen den Ver­tre­tern der frei­en Infor­ma­ti­ons- , Kom­mu­ni­ka­ti­ons- oder Wis­sens­ge­sell­schaft auf der einen Sei­te und den­je­ni­gen, die vor der neu­ge­won­ne­nen Frei­heit Angst haben und sie begren­zen und umzäu­nen wol­len.

Natür­lich ist das kein rei­ner Gene­ra­tio­nen­kon­flikt zwi­schen "Digi­tal Nati­ves" und Inter­net-Aus­druckern und -wie­der­ein­scan­nern . In jeder Gene­ra­ti­on (update: und in jeder Par­tei ) gibt es Men­schen, die sich an der hin­zu­ge­won­ne­nen Frei­heit erfreu­en und sol­che, die sie fürch­ten. Da unter­schei­det sich Deutsch­land nicht prin­zi­pi­ell von Chi­na. Es könn­te aber sein, dass die mit dem Inter­net und ande­ren digi­ta­len Kul­tur­tech­ni­ken auf­ge­wach­se­nen Men­schen stär­ker dar­auf drän­gen wer­den, die­se Frei­hei­ten auch wei­ter­hin leben zu kön­nen. Wir hät­ten dann auch auf poli­ti­scher Ebe­ne einen demo­gra­fi­schen Wan­del hin zu libe­ra­le­ren oder liber­tä­re­ren Posi­tio­nen zu erwarten. .. "


Sie­he zum glei­chen The­ma auch:
| Jens Scholz | NIGHTLINE | War­um es um Zen­sur geht |

bookmark_borderEin Interview ....

der Frau Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­rin - in dem sie zu "Inter­net­nut­zern" schwa­dro­niert - fefe schreibt dazu:
Zen­sur­su­la gibt ein Inter­view, bei dem kein Auge trocken bleibt


.. Wir wis­sen, dass bei den vie­len Kun­den, die es gibt, rund 80 Pro­zent die ganz nor­ma­len User des Inter­nets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigent­lich sich sel­ber fra­gen, wen ken­ne ich, der Sper­ren im Inter­net aktiv umge­hen kann. Die müs­sen schon deut­lich ver­sier­ter sein. Das sind die 20 Pro­zent. Die sind zum Teil schwer Pädo­kri­mi­nel­le. Die bewe­gen sich in ganz ande­ren Foren. Die sind ver­sier­te Inter­net­nut­zer, natür­lich auch geschult im Lau­fe der Jah­re in die­sem wider­wär­ti­gen Geschäft", erklär­te Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­rin Ursu­la von der Ley­en dem Ber­li­ner Radio­sen­der Radio Eins leicht missverständlich .. "


Aha.
"Ver­sier­ter Benut­zer" des Inter­nets = "Schwer Pädokriminell" ...!

> > SATIRE Wie sähe es eigent­lich aus, wenn man den Inhalt ein wenig verändert? 


.. Wir wis­sen, dass bei den vie­len Poli­ti­kern, die es gibt, rund 80 Pro­zent die ganz nor­ma­len Nutz­nie­sser des Par­tei­en­staa­tes sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigent­lich sich sel­ber fra­gen, wen ken­ne ich, der Vor­tei­le eines Man­da­tes aktiv nut­zen kann. Die müs­sen schon deut­lich ver­sier­ter sein. Das sind die 20 Pro­zent. Die sind zum Teil schwer Kri­mi­nel­le, man­che davon ver­ur­teil­te Kri­mi­nel­le. Die bewe­gen sich in ganz ande­ren Krei­sen. Die sind ver­sier­te Gau­ner und Betrü­ger, natür­lich auch geschult im Lau­fe der Jah­re in die­sem wider­wär­ti­gen Geschäft", erklär­te Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­rin Ursu­la von der Leyen .. "


Da fal­len mir doch sofort Namen wie Kohl, Graf Lamb­s­dorff, Schrö­der, und Cle­ment ein ....

 

bookmark_borderOriginal & Fälschung

 
Schlech­te Poli­tik - noch schlech­te­res Marketing ....
Eine der ersten The­sen die man im Mar­ke­ting ler­nen muß ist:


Nicht die 'Pro­duk­te' ande­rer schlecht machen
- die Qua­li­tät der eige­nen 'Pro­duk­te' hervorheben.



Nur dumm, wenn man nichts,
oder noch weni­ger als NICHTS auf­zu­wei­sen hat ....

 

    Original      Fälschung 
     
  
     
  
     
  
     
  
     
  
     
  

[Abbil­dun­gen "Fäl­schung" via F!XMBR]
[Abbil­dun­gen "Ori­gi­nal"]

Bit­te an alle Leser/-innen: Kopie­ren und ver­brei­ten! Dan­ke ....
 
 

bookmark_borderWirklichkeitsfremd, total wirklichkeitsfremd ....

ich hat­te es schon ver­mu­tet, aber nun wird es offenbar:

" .. Es gibt Ver­trau­en in die, die poli­tisch han­deln, in Gewerk­schaf­ten und die Arbeitgeberverbände .. "

Sagt Franz Mün­te­fe­ring (SPD), und man kann sehen, wie sei­ne Nase län­ger und län­ger wird, denn er ergänzt noch: 

" .. Ich den­ke, dass wir gut auf­ge­stellt sind auch weil wir ein Sozi­al­staat sind, der den Men­schen sagt: „Wir geben euch Sicherheit.“ .. "

Wäh­rend die erste Aus­sa­ge noch annä­hernd zutref­fen könn­te - es gibt ja genug Unin­ter­es­sier­te, die sich nicht küm­mern, und Dum­me, die nichts begrei­fen, in unse­rem Land - ist die zwei­te Aus­sa­ge eine Frechheit:
Das sagt Einer, der selbst hef­tigst als Ein­peit­scher und 'Zucht­mei­ster für Frak­ti­ons­dis­zi­plin' dar­an mit­ge­wirkt hat das "sozi­al" aus dem Sozi­al­staat zu entfernen ....

[via F!xMBR]

bookmark_borderAls ich heute morgen
die Titelzeile der Zeitung las ....

hat­te ich den Ein­druck fast vier Jahr­zehn­te zurück­ge­wor­fen zu sein:
"Abgrund­tie­fer Hass" stand da zu lesen, und "Sau­er­land-Zel­le plan­te Atten­ta­te" - so wie zu besten Baa­der-Mein­hof-Ban­den-Zei­ten / RAF* war der Kom­men­tar dann auch zum The­ma "Ter­ro­ri­sten" und begann mit den Zei­len "Die Frat­ze des Ter­rors hat Deutsch­land seit gestern wie­der ein­ge­holt .. " - die glei­che Rhe­to­rik, die glei­che vor­der­grün­di­ge Beur­tei­lung ....

Damals wie heu­te ist es "das Staats­we­sen", das uns erklärt wir sei­en stän­dig aufs Schlimm­ste bedroht und müß­ten daher vor die­sen 'Bösen Mäch­ten' beschützt wer­den indem uns büger­li­che Frei­hei­ten und grund­ge­setz­lich ver­brief­te Rech­te Stück für Stück ent­zo­gen werden.

Das Unver­mö­gen der Alt-Poli­ti­ker mit einer neu­en Gene­ra­ti­on, mit den Ver­än­de­run­gen der Gesell­schaft und mit den ver­än­der­ten Medi­en-Kon­sum-Gewohn­hei­ten umzu­ge­hen gebiert sol­che restrik­ti­ven Ansät­ze: Wer selbst 'das Inter­net' nicht ver­steht und sich in des­sen Gebrauch unsi­cher fühlt mag davor Angst ent­wickeln - eine Angst, die dann in Aggres­si­on gegen die moder­nen Medi­en umschlägt. Dies wird noch geför­dert weil jeder Nut­zer in der Lage ist sich unge­bremst und unkon­trol­liert zu arti­ku­lie­ren und 'Mei­nung' zu verbreiten. 

Weil die Machen­schaf­ten der Poli­tik als das dar­ge­stellt wer­den was sie sind, näm­lich Ent­schei­dun­gen zugun­sten Weni­ger auf Kosten der All­ge­mein­heit, Abzocke und Kor­rup­ti­on, Vet­tern­wirt­schaft und Selbst­ver­sor­gung, wird dar­über nach­ge­dacht wie man die unlieb­sa­me 'Publi­ci­ty' aus­schal­ten könnte ....

Wo frü­her eine kri­ti­sche Pres­se für Auf­deckung von poli­ti­schen Skan­da­len sorg­te ist heu­te nur noch eine zahn­lo­se Rie­ge von Agen­tur­mel­dungs­ver­brei­tern übrig geblie­ben - ange­paßt an und ver­ban­delt mit dem poli­ti­schen 'Estab­lish­ment', von eini­gen weni­gen Ali­bi-Sen­dun­gen des (öffent­lich-recht­li­chen) Fern­se­hens abge­se­hen, die allein auf wei­ter Flur ste­hen und das 'Inve­sti­ga­tiv-Fei­gen­blatt' darstellen.

Die 'Nach­rich­ten' in den mitt­le­ren und klei­nen Zei­tun­gen sind das, was im Fern­se­hen schon gestern als Mel­dung zu sehen war, ein­zig der Lokal­teil sol­cher Blät­ter ist viel­leicht noch für die Ver­eins­han­seln und sol­che Men­schen inter­es­sant, die sich gern ein­mal in der Zei­tung bewun­dern möch­ten. "Infor­ma­ti­on" fin­det nicht statt - die mitt­ler­wei­le gewach­se­nen mitt­le­ren Ver­lags­ge­sell­schaf­ten sind von den Anzei­gen­kun­den so abhän­gig, daß ihre Ser­vi­li­tät zwi­schen den Zei­len her­aus­trieft. Ein Trau­er­spiel! Was der Leser ser­viert bekommt ist zu 30% Wer­bung, offen oder ver­steckt in soge­nann­ten "redak­tio­nel­len Bei­trä­gen", 30% Loka­les, vom Blu­men­topf der umge­stürzt wur­de bis zum 'gol­de­nen Fir­men­ju­bi­lä­um', was nur die Betrof­fe­nen anspricht - der Rest ist dann Agen­tur­schrott, der eine bestimm­te Ten­denz des Den­kens eta­blie­ren soll. Die Mas­se der Leser scheint das nicht zu stö­ren - sie sind es gewohnt und mögen es 'bedient' zu werden.

Da schließt sich der Kreis: Eine unfä­hi­ge Rie­ge von Poli­ti­kern, Jour­na­li­sten, die mit Mehr­zahl die­sen Namen nicht mehr ver­dient haben weil sie nur noch Agen­tur­mel­dun­gen gering­fü­gig ver­än­dern und ein­sei­tig kom­men­tie­ren, ein Kon­glo­me­rat, ein Staats­we­sen also, das auf Still­stand ange­legt ist und mit allen sei­nen Kräf­ten auf das ein­drischt was die­se Idyl­le stört ....

Ver­wun­der­lich ist, war­um nie­mand die Fra­ge stellt "Wie kommt es dazu, daß es der­ar­ti­ge Grup­pen gibt, die glau­ben den Staat bekämp­fen zu müs­sen?" Es sind wohl meh­rer­lei Grün­de zu iden­ti­fi­zie­ren: Das man­geln­de Ver­ständ­nis der Poli­tik für die 'wah­ren' Pro­ble­me ihrer Bevöl­ke­rung, die man­geln­de Beherr­schung moder­ner Medi­en und die Furcht, die so ertrag­rei­chen Pfrün­de zu verlieren ....

Dar­aus sind - min­de­stens - zwei Kon­se­quen­zen zu zie­hen: Die abwäh­len, die sich als unfä­hig erwie­sen haben den Staat auf ver­än­der­te Bedin­gun­gen vor­zu­be­rei­ten weil ihre Metho­den rück­wärts- und nicht vor­wärts­ge­wandt sind. Für mich kommt dann eine zwei­te Kon­se­quenz hin­zu. Ich wer­de die soge­nann­te 'Tages­zei­tung' abbe­stel­len. Zei­tung war gestern - heu­te ist das Inter­net die Infor­ma­ti­ons­quel­le No.1 .... wir Alle soll­ten hof­fen, daß das so bleibt.


* Nur um es deut­lich zu sagen: Ich tre­te hier kei­nes­wegs für irgend­wel­che gewalt­sa­men Aktio­nen ein. Gewalt ist noch nie eine Lösung gewe­sen - weder von Sei­ten das Staa­tes noch von Sei­ten der Bür­ger.