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bookmark_borderEntfloh'n seit langem ist jed' fröhlich Wort

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[Zitat]

 
" .. Hap­pi­ness in intel­li­gent peo­p­le is the rarest thing I know .. "

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Wie Sei­fen­bla­sen wer­den vie­le Wor­te im Inter­net verbreitet.
Kurz­le­big die mei­sten davon, weni­ge der Erin­ne­rung wert.
Und doch zur Zeit des Erschei­nens min­de­stens den Schrei­ben­den bedeutsam.

In ein­hun­dert Jah­ren weiß man davon nichts mehr.

bookmark_borderMeinung vs. Fakten

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John Oli­ver ist ein bekann­ter Fern­seh­un­ter­hal­ter der Unwis­sen­heit zu behe­ben ver­sucht indem er Fak­ten liefert.
Das ist vie­len Men­schen des­we­gen unan­ge­nehm, weil sie dann ihre "Mei­nung" zu etwas viel­leicht ändern müß­ten. Weil die "Fak­ten" das Gegen­teil aus­sa­gen oder min­de­stens eine Modi­fi­ka­ti­on erfordern. 

To quo­te John Oli­ver, who on his show Last Week Tonight refe­ren­ced a Gallup poll show­ing one in four Ame­ri­cans belie­ve cli­ma­te chan­ge isn’t real:

Who gives a shit?
You don’t need people’s opi­ni­on on a fact.
You might as well have a poll asking:
“Which num­ber is big­ger, 15 or 5?” or
“Do owls exist?” or
“Are the­re hats?” 


Übersetzung:
" .. Um John Oli­ver zu zitie­ren der in sei­ner Sen­dung "Last Week Tonight" eine Umfra­ge vor­stell­te, nach der jeder Vier­te Ame­ri­ka­ner glaubt Kli­ma­wan­del sei eine Illu­si­on und nicht vorhanden:

Wer macht sich da etwas daraus?
Man braucht kei­ne "Mei­nung" von Leu­ten zu einer Tatsache.
Genau­so­gut könn­te man eine Umfra­ge zu fol­gen­den The­men machen:
"Wel­che Zahl ist grö­ßer, 15 oder 5"?
oder
"Gibt es Eulen"?
oder
"Gibt es Hüte"?

Bedau­er­lich ist, dass so vie­le Men­schen trotz sol­cher Bei­spie­le nicht erken­nen selbst genau Jene zu sein, die Fak­ten und Mei­nung durch­ein­an­der bringen.

bookmark_border"Musik"? Nein, Unterschichtgetöse ....
*update* (16-08-2015)


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Nach­dem ich die letz­ten Tage vor Feri­en­en­de einem ste­ten - mal sehr lau­ten und stö­ren­den, mal etwas mode­ra­ter getun­ten - Strom von Rap-Stücken aus­ge­setzt war wenn ich mich nach drau­ßen setz­te, der der Nach­bar­schaft von einem Her­an­wach­sen­den unge­fragt prä­sen­tiert wur­de, bin ich end­gül­tig davon über­zeugt, dass es sich nicht um "Musik" im her­kömm­li­chen Sin­ne handelt:

Es ist eine Anein­an­der­rei­hung von übel­ster Gos­sen­spra­che, mit ras­si­sti­schen Unter­tö­nen (mal in ent­ge­gen­ge­setz­ter Rich­tung, also gegen die 'bür­ger­li­che Mas­se' gemeint) und Macho­pa­ro­len gespickt.

Sie erken­nen, lie­be Lese­sen­de, ich ver­mei­de absicht­lich das Wort "Musik" für die­ses Unter­schicht­ge­tö­se. Es spricht nied­rig­ste Instink­te an und kann selbst von gei­stig Min­der­be­mit­tel­ten - und die schei­nen die größ­te Zuhö­rer­grup­pe zu sein - ver­stan­den und nach­ge­äfft werden.

Kom­me mir nie­mand mit "Gene­ra­tio­nen­kon­flikt"!
Die Ableh­nung die­ses Geschnat­ters ist kei­ne Fra­ge von "Gene­ra­ti­on", es ist eine Fra­ge von man­gel­haf­ter Bil­dung, fehl­ge­lei­te­ten Idea­len und scham­los kom­mer­zia­li­sier­ter Subkultur.

*edit*
(16.08.2015; 20:00h)

Sie­he hier­zu: Der "Leh­rer-Kom­plex" der Rapper

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bookmark_borderHandkäs mit Musik

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Bekannt­lich stam­me ich ja aus dem schö­nen Hes­sen­land - wo ich aller­dings nur bis zu mei­nem 16. Lebens­jahr wohn­te, da wir wegen beruf­li­cher Ver­än­de­rung mei­nes Vaters ganz in den Nor­den Deutsch­lands umzo­gen, nach Westerland/Sylt. Auch nicht schlecht, aber so ganz anders als Hessen.

Die Prä­gung in Kind­heit und Jugend ist aber so stark, dass die "Hei­mat" nie­man­den so recht los­läßt. Selbst jah­re­lan­ge "Hochdeutsch"-Konditionierung läßt eine leich­te Fär­bung der Spra­che durch den Dia­lekt nicht ver­schwin­den. Wer aus der Gegend kommt hört es her­aus, wer nicht daher stammt wird zumin­dest eine 'frem­de' Fär­bung bemerken.

Typisch für jede Regi­on sind beson­de­re Nah­rungs­mit­tel, bei Bay­ern denkt man an Weiß­wurst, bei Schwa­ben an Spätz­le und bei Ham­burg an Labskaus.

Zu Hes­sen gehört Ebbel­woi [Apfel­wein], Worscht [Fleisch­wurst im Ring] und Hand­käs [Har­zer Käse]. Letz­te­rer schei­det die Geister: 

Man­chen Leu­ten ist er zu wür­zig, sie behaup­ten er stinkt. Ich bezeich­ne das eher als "aro­ma­tisch". Man ißt den Hand­käs nicht solo, son­dern mit einem Dres­sing aus Zwie­beln, Essig, Öl und Küm­mel, gesalzt & gepfef­fert nach Geschmack (die Mari­na­de ist das, was als "mit Musik" bezeich­net wird). Ein­le­gen ver­än­dert den Käse - es ent­steht eine weiß­li­che Außen­schicht, ein wenig wie schrum­pe­li­ge Haut nach län­ge­rem Ver­wei­len im Badewasser ....

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Das Aus­se­hen, der Geruch - und auch der Geschmack - sind nicht jeder­manns Sache. Das will ich gern zuge­ben. Aber gesund ist der Hand­käs alle­mal. Nur maxi­mal 3% Fett, 30% Eiweiß und fast kei­ne Kohlehydrate.

Mit einer Schei­be fri­schem Brot genos­sen, das darf auch gern mit Schmalz bestri­chen sein (sonst bekommt man am Ende zu wenig Fett), ist es ein 'aus­ge­wo­ge­nes' rusti­ka­les Abendbrot.

bookmark_borderAn der Supermarktkasse ....

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Wir (mei­ne Frau & ich) ste­hen an der Kas­se, unse­re Waren sind auf dem Band. Der Kun­de vor uns hat Pro­ble­me mit sei­ner Kre­dit­kar­te. Im drit­ten Anlauf klappt es dann ....

Mitt­ler­wei­le ist ein älte­rer Kun­de am Ende des Ban­des ange­kom­men und hält einen Kas­sen­zet­tel und eine Milch­tü­te in der Hand. 

"Da stimmt was nicht!" sagt er hastig, bevor die Kas­sie­re­rin mit unse­ren Arti­keln beginnt.

"Was denn?" fragt die.

"Auf der Tüte steht 0,35 €, auf dem Kas­sen­zet­tel sind 0,68 € berechnet."

Die Kas­sie­re­rin schaut mehr­fach zwi­schen Fla­sche, Preis­schild und Kas­sen­zet­tel hin-und-her.
"Stimmt." sagt sie und schal­tet ihr Mikro ein:
"Frau Han­sen bit­te zu Kas­se eins, Frau Han­sen bitte!"

Wir war­ten ohne Kommentar.
Die Schlan­ge füllt sich, es sind jetzt fünf Kun­den hin­ter uns und es ist die ein­zi­ge Kas­se die offen ist.

Ein jun­ger Mann kommt und sagt:
"Die tele­fo­niert, sie kommt gleich."

Es ver­geht eini­ge Zeit. Bis Frau Han­sen da ist ste­hen acht Kun­den in der Schlange.

Frau Han­sen kommt, zieht eine Kar­te durch den seit­li­chen Schlitz am Kas­sen­com­pu­ter, die Kas­sie­re­rin gibt meh­re­re Posten ein, öff­net die Kas­se und zählt dem rekla­mie­ren­den Kun­den 0,33 € in die Hand .... wor­auf­hin der - schon etwas genervt - sagt:
"Es waren aber zwei Tüten Milch!"

"Ja war­um sagen Sie das nicht gleich, Sie haben da ja nur eine Tüte!"
ant­wor­tet die Kas­sie­re­rin, mitt­ler­wei­le auch nicht mehr ganz ruhig.

"Auf dem Zet­tel ste­hen zwei Milch," erwie­dert der Kun­de, "soll ich etwa den gan­zen Ein­kauf wie­der reinschleppen?"
Er ist eben­falls genervt.
Die Schlan­ge wächst so sehr, dass ich mit dem Kun­den zäh­len nicht mehr nachkomme.

"Frau Han­sen bit­te an Kas­se eins, Frau Han­sen bit­te!" ruft die Kas­sie­re­rin ins Mikro.
Zum Kun­den gewandt:
"Das hät­ten Sie doch gleich sagen können!"

Die Schlan­ge an der Kas­se zählt so vie­le Kun­den, dass die Letz­ten fast an der Fleisch­the­ke stehen.

Frau Han­sen kommt, zieht die Kar­te durch, die Kas­sie­re­rin öff­net die Kas­se und zahlt dem Kun­den wei­te­re 0,33 € aus.

Wir sind dran.
Der tief­ge­fro­re­ne Blät­ter­teig ist bestimmt schon Matsch.

Als ich nach Hau­se kom­me und die Ein­käu­fe - was ich sonst eher sel­ten mache - mit dem Kas­sen­zet­tel ver­glei­che stel­le ich fest ....

.... der aus­ge­zeich­ne­te Preis war 3,89 €, berech­net wur­den auf dem Kas­sen­zet­tel 4,79 €.

Ich den­ke NICHT dar­über nach 12 Km hin-und-zurück zu fah­ren um das zu rekla­mie­ren, den­ke stattdessen:

"Das hat offen­bar Metho­de" - denn mal 0,33 mehr, mal 0,90 € mehr macht am Ende des Tages ein hüb­sches Sümm­chen extra, und meist wer­den es die Kun­den nicht ein­mal merken.

Frü­her gab es noch "ehr­li­che" Kauf­leu­te die ihre Kun­den nicht betro­gen haben. Die Zei­ten haben sich geändert.

bookmark_borderBericht zum Sonntag

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"Mari­en­er­schei­nung"

 
Die Kan­di­da­ten der Repu­bli­ka­ner in den U.S.A. tre­ten in einer Befra­gungs­show auf. Die letz­te Fra­ge, gestellt von einem Zuseher:

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[Quel­le]

Ich ken­ne die Ant­wor­ten nicht, aber:
Wenn einer der Kan­di­da­ten näch­stens einen Hei­li­gen­schein trägt wis­sen wir wer der näch­ste Prä­si­dent der U.S.A. wird. 

† Ein Zei­chen Got­tes, dar­auf war­ten wir schon seit 2015 Jahren ....

bookmark_borderErkennbare Mängel

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Es man­gelt in der heu­ti­gen Zeit an zwei wesent­li­chen Fer­tig­kei­ten.
Um die Lage der Mensch­heit beur­tei­len zu kön­nen muß man die 

Expo­nen­ti­al­funk­ti­on verstehen, 

und

Trans­fer* & Abstrak­ti­on ** leisten. 

Wäh­rend es viel­leicht gelingt den ersten Punkt mit frem­der Hil­fe & anschau­li­chen Bei­spie­len zu erler­nen wird der zwei­te Punkt für Vie­le zum unüber­wind­li­chen Hindernis:
Rei­ne Logik genügt nicht, es müs­sen Wis­sen & Phan­ta­sie dazu kom­men. Wis­sen, wohl­ge­merkt, nicht "Glau­be" der jeder Basis entbehrt.

Um also die Lage auf die­sem Pla­ne­ten zu ver­bes­sern reicht es nicht es sich zu 'wün­schen' - man muß ver­ste­hen an wel­cher Stel­le sich eine Ände­rung des mensch­li­chen Ein­flus­ses am besten aus­wirkt. Da die Zahl derer, die das zu lei­sten imstan­de sind, sehr klein ist, wer­den wir der Selbst­ver­nich­tung kaum entgehen.

Ein Trost ist, dass wir wegen der expo­nen­ti­el­len Ent­wick­lung kaum etwas davon mer­ken & das Ende wird sehr plötz­lich kom­men. Für die Meisten.

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EINE von vie­len Defi­ni­tio­nen für "TRANSFER":
Als Trans­fer bezeich­net man die Über­tra­gung von Lern­ergeb­nis­sen und Erkennt­nis­sen von einer bestimm­ten Situa­ti­on auf eine ande­re. Erfolgt eine Über­tra­gung in die Brei­te und auf eine Viel­zahl ähn­li­cher, jedoch anders gela­ger­ter Situa­tio­nen, spricht man von late­ra­lem oder hori­zon­ta­lem T. Wer­den jedoch anspruchs­vol­le­re Vor­aus­set­zun­gen (z.B.: Begrif­fe, Regeln, …) benö­tigt, um höhe­re, kom­ple­xe­re Berei­che zu erfas­sen, han­delt es sich um einen ver­ti­ka­len T.. Jeder T., egal ob late­ral oder ver­ti­kal, bewirkt Ver­hal­tens­än­de­run­gen. Wir­ken sich frü­her erwor­be­ne Lern­erfah­run­gen auf nach­fol­gen­de Lei­stun­gen erleich­ternd aus, spricht man von einem posi­ti­ven T.. Wird das nach­fol­gen­de Ler­nen durch den vori­gen Ver­hal­tens­vor­gang beein­träch­tigt, han­delt es sich um einen nega­ti­ven T.. Von einen Null-T. spricht man, wenn sich weder eine posi­ti­ve noch eine nega­ti­ve Aus­wir­kung auf die nach­he­ri­ge Lern­si­tua­ti­on ergibt (vgl. Köck & Ott 1994, S. 408).

© / Quel­le: Wer­ner Stangl

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" .. Abstrak­ti­on ist eine Abse­hung von bestimm­tem Inhalt - je nach dem, was Grund oder Zweck des Abstra­hie­rens ist. Eine Abstrak­ti­on ohne Grund wäre will­kür­lich, also bloß zufäl­lig und belie­big. In der Begrün­dung steckt die Fra­ge nach ihrem Sinn und Zweck, nach ihrer Sub­stanz, dem Stoff ihrer Not­wen­dig­keit, aus dem das besteht und wordurch sie eine Wir­kung hat .. "
© / Quel­le: kul­tur­kri­tik

bookmark_borderWahre, geflügelte Worte .... (IV)

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Sopra di me il cie­lo stel­la­to,
den­tro di me la leg­ge morale

Frei über­setzt: {Über mir der Ster­nen­him­mel, in mir die Moral; Kant}

Dar­an muß­te ich den­ken als ich spät in der Nacht eine letz­te 'Gassi'-Runde mit dem Hund mach­te; die Stra­ßen­be­leuch­tung wird teil­wei­se auf Nähe­rungs­au­to­ma­tik geschal­tet, was dazu führt, dass man mehr vom Ster­nen­him­mel sieht. Ein posi­ti­ver Neben­ef­fekt der Bestre­bun­gen die (nächt­li­che) Licht­ver­schmut­zung einzudämmen.

bookmark_borderWahre, (fast) geflügelte Worte .... (III)

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Nicht wis­sen wol­len:

.. That was a very well laid out, ratio­nal point.
But I will still hold to my emo­tio­nal opinion
- based on no facts or evidence .. 

[Quel­le]

Über­set­zung:
Das war eine sehr gut berün­de­te, ratio­na­le Argumentation.
Aber ich wer­de den­noch mei­ne emo­tio­na­le Mei­nung beibehalten
- die weder auf Tat­sa­chen noch Bewei­sen beruht.

bookmark_borderDie Gesetze der Thermodynamik

.. The laws of ther­mo­dy­na­mics gover­ning the trick­le-char­ge and rapid dischar­ge of the earth’s bat­tery are uni­ver­sal and abso­lu­te; the earth is only tem­po­r­a­ri­ly poi­sed a quan­ti­fia­ble distance from the ther­mo­dy­na­mic equi­li­bri­um of outer space. Alt­hough this distance from equi­li­bri­um is com­pri­sed of all ener­gy types, most cri­ti­cal for humans is the store of living biomass .. 

[Quel­le:
Human domi­na­ti­on of the bio­sphe­re:
Rapid dischar­ge of the earth-space bat­tery fore­tells the future of humankind
John R. Schram­ski, David K. Gat­tie, and James H. Brown,
(Col­lege of Engi­nee­ring, Uni­ver­si­ty of Geor­gia, Athens, GA 30602;
Depart­ment of Bio­lo­gy, Uni­ver­si­ty of New Mexi­co, Albu­quer­que, NM 87131]