und für den Rest des Jahres - bis zum nächsten Nationalfeiertag - vergessen. Der Tag der Deutschen Einheit - wären wir nur schon so weit!
Kürzlich saß ich mit drei Kollegen am Tisch. Zwei Ost - ein West (und ich). Wir haben über Trennendes gesprochen, zum Glück aber auch über Gemeinsamkeiten. Wir einigten uns am Ende darauf, daß Ignoranz den jeweils "Anderen" gegenüber zu schlimmen und schlimmsten Vorurteilen führt, noch verstärkt durch das Gefühl die Finanzlage sei immer so:
Ost bekommt, West zahlt!
Was mich an all den Reden an diesem Tag mächtig geärgert hat war die weltfremde, abgehobene Sicht der Redenden, ihre Unfähigkeit, sich in die Situation der Menschen hineinzuversetzen.
Das sollte mich durchaus nicht verwundern oder gar ärgern. Denn mit den Kollegen aus dem (früheren!) Osten waren wir uns einig:
Wohin man schaut, in Betriebe, in Verwaltungen, in die Politik - kein Gespür mehr für "das Volk", kein Ansatz zu "Dienstleistung" - lediglich die Auffassung, es schon richtig gemacht zu haben und zukünftig auch weiter so zu machen ....
Im nächsten Jahr hören wir dann von den Erfolgen. Diese Berichte allerdings vertrauen darauf, daß die Masse der Zuhörenden bereits vergessen hat, daß dies auch die Erfolge diesen Jahres waren ....