Ein Fundstück aus der Sparte "Cartoons zu CORONA"

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bookmark_borderKurze Darstellung der Immunabwehr
- wie u.a. Viren unschädlich gemacht werden (II).
Dort finden Sie → Teil (I)
Was gestern zum Schluß zu lesen war:

Wie aus den Abbildungen von Antikörpern und Antigenen zu erkennen ist, haben sie eine *Gemeinsamkeit*, das ist die Struktur, die in der schematischen Zeichnung als kleines Dreieck gezeichnet ist. Bei dem Antigen sitzen diese Merkmale (es sind meist Eiweiß-Zucker-Moleküle) als 'Stacheln' auf der Oberfläche - bei den Antikörpern finden sich an den zwei Armen die nebeneinander liegen Ausbuchtungen, die die negative Form der Dreiecke bei den Antigenen haben.
Hier wird eine wesentliche Eigenschaft der Antikörper schematisiert dargestellt:
Ihre 'Arme' sind so gestaltet, dass sie sich an die Antigene anheften können (roter Kreis).
Warum das so ist und wie das für unsere Immunabwehr von Bedeutung ist wird im folgenden Text behandelt.
Alles, was in unserem Körper gebraucht wird, muss an irgendeiner Stelle 'hergestellt' werden - und da ergibt sich die Frage
"Wo werden diese Antikörper gebildet?"
Die Antwort heißt
"Sie werden in weißen Blutzellen, den "Leukozyten" gebildet!"
Es gibt eine ganze Gruppe von Zellen, die als "weißes Blutbild" oder "weiße Blutzellen" bezeichnet werden. Ihre Herstellung erfolgt im Knochenmark, im Inneren der platten und Röhrenknochen [Beispiel 'platte Knochen → Rippen, Becken; Beispiel Röhrenknochen → Oberschenkelknochen, Oberarmknochen] sowie in der Milz und den Lymphknoten.
Dort werden sie - wie die anderen Blutbestandteile, die roten Blutkörperchen und die Blutplättchen - in spezialisierten Geweben gebildet.

Hier wollen wir uns allerdings nicht um rote Blutkörperchen, Blutplättchen und allen Formen des weißen Blutbildes befassen - wir nehmen lediglich solche Zelltypen heraus und betrachten diese genauer, wenn sie die entscheidenden Zelltypen für die Abwehrreaktion darstellen.
Diese weißen Blutzellen ["Leukozyten"] sind:
| Zelltyp | Aufgabe |
| "Makrophagen (Monozyten)" |
"Freßzellen" Erkennen/Vernichten von Fremdstoffen und -zellen |
| "Granulozyten" | Abwehr von Fremdzellen |
| "Plasmazellen (Lymphozyten)" |
Antikörperproduktion |
| T-Gedächtniszellen | "Katalog" von Fremdstoffen und-zellen |
Jeder Zelltyp hat eine bestimmte Aufgabe, es sind die Spezialisten für die Abwehr von fremden Stoffen, die ständig in unserem Blut zirkulieren und bei Bedarf rasch in größer Zahl zur Verfügung sind. Das ist wichtig, weil ihre Bildung Zeit braucht. Normalerweise sind zur Abwehr notwendige Zellen in solcher Zahl vorhanden, dass sie bei Auftreten einer Gefahr so lange 'durchhalten', bis neue Zellen in ausreichender Menge nachgebildet worden sind.

Nun wollen wir betrachten, wie die Abwehr bildlich dargestellt aussieht, Antigen und Antikörper sind ja schon bekannt, es kommen nun noch Plasmazellen [auch: Lymphozyten] und Fresszellen [auch: Makrophagen, Monozyten] hinzu. Plasmazellen sind die rundlichen Zellen in der Darstellung, die Fresszellen habe eine unregelmäßige Umrandung und sehen einem Spiegelei ähnlich:
Die Fremdstoffe - das waren die Antigene - können verschiedene Formen von 'Stacheln' auf der Oberfläche haben. Deswegen gibt es dann auch mannigfaltige Formen von Antikörpern, deren Grundstruktur immer gleich ist. Die aber an den aktiven Enden des Ypsilons unterschiedlich aussehen. Dementsprechend gibt es Antikörper, die sich an diese Oberflächenstrukturen - wie Schloss und Schlüssel passend - anheften können. Ganz oben auf dieser Seite war schon ein Beispiel dafür gezeigt.

Nachdem wir nun alle Bestandteile kennen, die nötig sind um eingedrungene Erreger - beispielsweise Viren vom Typ Covid-19 - zu eliminieren, schauen wir uns an was passiert:
Die Lymphozyten haben auf ihrer Oberfläche herausragende Antikörper. Hier ist nur eine Form dargestellt, in Wirklichkeit sind es gleichzeitig sehr viele verschiedene Antikörper. Etwa so viele, wie der Körper schon erfolgreich abgewehrt hat. Die Information darüber ist im so genannten "Immungedächtnis" aufbewahrt, dieses besteht aus spezialisierten Zellen, wie z.B. den T-Gedächtniszellen. Kommt nun ein Antigen - in Form eines Virus, eines Bakteriums oder eines Giftstoffes - in den Körper des Menschen, so werden die Lymphozyten alarmiert und sie binden die Antigene an ihre Antikörper ➀.
Der Lymphozyt ➁ beginnt dadurch eine Produktion von Klonen ➂ - das bedeutet, er vervielfältigt sich selbst in identischer Form. Aus wenigen Lymphozyten werden so schnell ganz viele gemacht. Aus den so vermehrten Lymphozyten treten die im Inneren produzierten Antikörper in die Umgebung ➃ und suchen nach Antigenen, an die sie sich anheften.

Da die Antikörper zwei Arme besitzen, mit denen sie sich an die Antigene anheften können, verbinden sie so nach und nach immer mehr Antigen - bis schließlich richtige Klumpen davon entstehen ➄. Diese Klumpen von Antigenen mit gebundenen Antikörpern setzen Substanzen frei, die die Makrophagen, die Fresszellen anlocken. So werden diese Klumpen von den Fresszellen umflossen und in die Zelle aufgenommen. Innerhalb der Zelle sind wiederum andere Stoffe, genannt Lysozyme, aktiv, die nun alles das, was in diesem Bläschen eingeschlossen wurde, zerlegen und damit unschädlich machen ➅.
➄
➅
Dieser Ablauf dieser Abwehr erfordert natürlich einige Zeit. Es müssen Zellen gebildet werden, dazu sind 'Rohstoffe' nötig, die aus den vorhandenen Depots aktiviert werden. Daher ist es möglich und meist auch üblich, dass zunächst Krankheitszeichen wie Fieber, Schwitzen, Blutdrucksteigerung etc. auftreten. Erst wenn die eingedrungenen Antigene vollständig aus dem Körper entfernt sind verschwinden die Symptome, die sie zuvor hervorgerufen haben. Der Mensch ist wieder gesund.
Merke:
Blut ist ein flüssiges Gewebe, alle anderen Gewebe des menschlichen Organismus sind ortsfest. Das Blut besteht aus verschiedenen Zelltypen und dem Blutplasma. Alle Zellen sind hoch spezialisiert und werden hauptsächlich im Knochemark gebildet. Das Blut ist ein Teil des Abwehrsystems gegen eingedrungene Stoffe, Zellen und Zellfragmente, und verfügt über ein Immungedächtnis und Zellen, die Fremdsubstanzen auffressen und so neutralisieren.

Abbildung Blutzellen: Gemeinfrei
Die hier dargestellten Zusammenhänge sind nicht als vertiefte Erklärung der Abwehrmechanismen zu verstehen - sie sind um der Verständlichkeit willen so vereinfacht, dass man den Prozess auch ohne umfangreiche medizinisch-biologische Kenntnisse versteht.
bookmark_borderKurze Darstellung der Immunabwehr
- wie u.a. Viren unschädlich gemacht werden (I).
Fangen wir erst einmal mit wesentlichen Begriffen an und definieren sie, damit klar ist, wovon im Folgenden die Rede sein wird.
Erstens brauchen wir den Begriff "Antigen"
- das sind alle Substanzen die nicht zu unserem Körper gehören, also nicht von ihm produziert werden und deswegen auch 'fremd' sind. Zu diesen Antigenen gehören Bakterien, Pilze, Viren. Natürlich auch mehrzellige Organismen (Beispiel: Malaria und Chagas Erreger), die zur Vereinfachung nicht weiter betrachtet werden.
Antigene sind also Erreger, wie Bakterien und Viren.
Zweitens brauchen wir den Begriff "Antikörper"
- das sind Substanzen mit einer besonderen Struktur, vorgegeben durch chemische Verbindungen mit einer dadurch entstehenden räumlichen Anordnung. Anders ausgedrückt: Es sind unterschiedlich geformte Substanzen, die eine inaktive und eine aktive Seite haben.
Antikörper sind Eiweißstoffe (Proteine).
Drittens brauchen wir den Begriff "Infektion"
- dabei handelt es sich um das Eindringen fremder Stoffe in den Körper. Dieser Angriff muss nicht, kann allerdings häufig zu Reaktionen führen, die mehr oder weniger starke Symptome (Beispiel: Fieber, Schwitzen, Blutdruckänderungen) auslösen.
Die Gesamtheit dieser Reaktionen nennt man "Entzündungszeichen" - sie sind eine Folge der Reaktionen die der Körper ausführt, um die Infektion zu bekämpfen, die Ausbreitung der eingedrungenen Erreger auszuschalten.
Viertens brauchen wir den Begriff "Lysozyme"
- das sind Substanzen, die aus spezialisierten Zellen unseres Körpers freigesetzt werden können um fremde Stoffe aufzulösen und sie zugleich 'attraktiv' für eine weitere Art von Spezialzellen zu machen, die einen mächtigen Appetit auf solche attraktiven Häppchen haben.
Das sind die vier wichtigsten Begriffe, ein paar weitere werden erläutert wenn sie die Zusammenhänge erfordern.

Nun sehen wir uns an was "gesund", bzw. was "krank" bedeutet - hier verengt auf Viren, weil das im Moment die Gruppe von Erregern ist, die uns die größten Sorgen bereitet.
"Gesund" heißt, dass alle Erreger zwar auf der Körperoberfläche vorhanden sein können, aber von den an den Eintrittspforten in den menschlichen Körper vorhandenen Substanzen (in Schleimen und sonstigen Flüssigkeiten) bereits abgefangen werden. Gelingt es so, Erreger am Eindringen zu hindern, ist der Mensch "gesund".
"Krank" hingegen ist der Mensch, wenn seine Abwehrschranken diese Erreger nicht abhalten können und sie in ihn eindringen - das kann zunächst unbemerkt sein, weil es einige Zeit braucht, bis sich in der Auseinandersetzung zwischen dem Immunsystem - das diese Abwehr ausführt - und den eingedrungenen Erregern ein heftiger Kampf entwickelt.
Die Infektion durch Antigene war also erfolgreich, und nun trifft das Immunsystem alle Maßnahmen, um diese Fremdsubstanzen unschädlich zu machen und wieder heraus zu schaffen.
Merke:
Erreger jeder Art auf der Körperoberfläche sind normal.
Erst eingedrungene Erreger sind eine Gefahr für die Gesundheit.

Schauen wir uns jetzt die Einzelheiten an.
Da stellt sich zunächst die Frage wo denn dieses "Immunsystem" beheimatet ist. Die Antwort lautet: Es sind weiße Blutkörperchen verschiedener Art, die die Information über fremde und körpereigene Stoffe gespeichert haben.
Dabei zu unterscheiden sind zwei verschiedene Zustände. Eine sogenannte Grundimmunität bekommt jeder Mensch bereits im Mutterleib über die Plazenta aus dem mütterlichen Blut. Dieser Schutz hält ca. vier bis sechs Wochen nach der Geburt an. Während dieser Zeit baut der kindliche Organismus sein eigenes Abwehrsystem (Immunsystem) auf, was dadurch unterstützt wird, dass man Kleinkinder impft, um so ihr Immunsystem zu trainieren.
Das Ergebnis des langwierigen Lernprozesses ist ein sogenanntes "Immungedächtnis", eine Art Katalog von Fremdsubstanzen, die nicht zum eigenen Körper gehören und daher zu eliminieren sind. So, wie unser Gehirn allgemeine Informationen speichert und verarbeitet werden also Informationen über unerwünschte Substanzen im Immungedächtnis gespeichert. Eine schnelle Reaktion auf das Eindringen wird so gewährleistet.

Wie aus den Abbildungen von Antikörpern und Antigenen zu erkennen ist, haben sie eine *Gemeinsamkeit*, das ist die Struktur, die in der schematischen Zeichnung als kleines Dreieck gezeichnet ist. Bei dem Antigen sitzen diese Merkmale (es sind meist Eiweiß-Zucker-Moleküle) als 'Stacheln' auf der Oberfläche - bei den Antikörpern finden sich an den zwei Armen die nebeneinander liegen Ausbuchtungen, die die negative Form der Dreiecke bei den Antigenen haben.

Hier wird eine wesentliche Eigenschaft der Antikörper schematisiert dargestellt:
Ihre 'Arme' sind so gestaltet, dass sie sich an die Antigene anheften können (roter Kreis).
Warum das so ist und wie das für unsere Immunabwehr von Bedeutung ist wird im Teil II behandelt.
Die hier dargestellten Zusammenhänge sind nicht als vertiefte Erklärung der Abwehrmechanismen zu verstehen - sie sind um der Verständlichkeit willen so vereinfacht, dass man den Prozess auch ohne umfangreiche medizinisch-biologische Kenntnisse versteht.
bookmark_borderZur Lage von Covid-19 in den USA
*update* [18.04.2020]

Diese Grafik zeigt die Infektionstoten im Verhältnis zu anderen Todesfällen:
[Die Zeitachse ganz unten wandert über die Kalendertage - US Schriftweise ist Monat/Tag/Jahr; mit dem schwarzen button unten links kann die Animation angehalten / wieder gestartet werden]
*update* [18.04.2020]
Siehe hierzu den Text dort → Coronakrise in den USA: Während Fox News Desinformation verbreitet, spitzt sich die Lage für Ärmere und Menschen ohne Versicherung zu
Rekordzahlen an Infizierten, Mangel in den Krankenhäusern. Stefanie Friedhoff berichtet
bookmark_borderNoch’n Gedicht …. (IX)
№ 0532 - 0535: wünsche (1-4)
№ 0535: wünsche (4)
ein turm steht auf des berges höh‘,
vom steh’n tun ihm die füße weh:
er wünscht sich sehr
ein sofa her ….
Ersteröffentlichung:13/07/2008 03:35h
(241)

№ 0534: wünsche (3)
ein altes telephon
wünscht sich’n sohn.
doch ohne frau
(weiß es genau)
haut das nicht hin ….
verflixtes ding!
Ersteröffentlichung:13/07/2008 03:34h
(262)

№ 0533: wünsche (2) ….
ein schraubstock grau und schmutzig
verhielt sich plötzlich putzig,
er wollt’n gehrock,
– und 'nen krückstock …!
Ersteröffentlichung:13/07/2008 03:33h
(260)

№ 0532: wünsche ….
ein rehlein dachte sich verstohlen:
der teufel soll den sommer holen
kühl ist es jetzt nur tief im wald
ich will den winter – und zwar bald!
Ersteröffentlichung:13/07/2008 03:32h
(294)
Ach so, noch das → copyright Wolfgang von Sulecki, jeder Nachdruck, auch auszugsweise verboten,
Zitate sind auf Halbsätze zu begrenzen, jedenfalls sind stets Quelle und Autor zu nennen .... und "Wehe!" wenn nicht .... ⍢
bookmark_borderVon Lumpenpack ....
In einer existenziellen Krise sehen manche miesen Charaktere ihre Chance die verängstigten Mitmenschen um ihr sauer verdientes Geld zu bringen und sich so zu bereichern. Jüngst wieder ein Beispiel dafür, wie mit einem Teil richtiger Information und einer Masse an Gewäsch ohne jeden Wert eine Argumentation aufgebaut wird, mit deren Hilfe man ein Vitamin D Produkt zum Preis von Gold (!) verkauft.
Vorab das, was zu einer Überdosierung wissenschaftlich belegt ist:
" ..Bei einer übermäßig hohen Einnahme von Vitamin D entstehen im Körper erhöhte Kalziumspiegel (Hyperkalzämie), die akut zu Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfen, Erbrechen oder in schweren Fällen zu Nierenschädigung, Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und Tod führen können. Da Vitamin D im Körper gespeichert werden kann, ist neben einer akuten auch eine schleichende Überdosierung möglich .."[Quelle]
Und nun das, was als Produkt angepriesen wird - unter Mißachtung jeglicher Wissenschaft:

[Quellenangabe im Bild notiert]
Ich spare mir die vielen Einzelheiten und stelle lediglich drei Lügen heraus, die in dem in der Abbildung gezeigten Text stecken.
1. Lüge: Vitamin D fördert Cathelicidine
Was gegen Bakterien wirksam ist hilft nicht gegen Viren.
Daher ist hier Vitamin D nicht wirksam
Cathelicidine sind antimikrobielle Peptide. Die Tatsache, dass angebliche "Virusblocker" durch die renommierte Harvard-Universität nachgewiesen seien ist mindestens irreführend, weil das nicht bedeutet, dass zusätzliches Vitamin D eingenommen werden soll oder wurde - die Untersuchung stellt lediglich eine Beteiligung des Vitamins in der Stoffwechselkette fest.
2. Lüge:
Vitamin D hat bei Gesunden eine Wirkung auf den Blutdruck.
Die Regulation des Blutdruckes geschieht über Nervensystem und Hormone - da hat das Vitamin D eine nachrangige Bedeutung. Bevor es zu Wirkungen des Vitamin D auf den Blutdruck kommt ist der Patient schon tot, denn da gibt es wichtigere Bedingungen die erfüllt sein müssen um den Blutdruck konstant zu halten.
Die Beeinträchtigung des Blutdruckes bei einer Corona Infektion entsteht wegen der erhöhten Durchlässigkeit der feinen Lungenblutgefässe - es tritt Flüssigkeit in die Lungenbläschen, wo sie nicht hingehört. Das führt zu einer Senkung des Blutdruckes insgesamt, worauf der Körper des Patienten mit Druckerhöhung reagiert, um das auszugleichen. Da hilft kein Vitamin D mehr, der Patient ist ohne Beatmung und Aussaugen der Flüssigkeit nicht zu retten.
Vitamin D wird lediglich bei einem Zwischenschritt im Stoffwechsel gebraucht, der auch auf anderem Wege geschehen kann. Bei bereits Infizierten ist es völlig unmöglich noch durch Einnahme von Vitamin D etwas zu ändern, denn es dauert mehrere Stunden bis Tage, bis solche Mengen aufgenommen sind, die dann wirksam werden könnten. Wenn es überhaupt einen Mangel gäbe.
Eine prophylaktische Einnahme ist Unsinn, weil nur ein kleiner Teil aktiv durch die Darmwand wandert, überschüssige Mengen nicht in den Körper aufgenommen sondern sofort wieder ausgeschieden werden.
3. Lüge: Vitamin D schützt die Lunge
Was gegen Bakterien wirksam ist hilft nicht gegen Viren.
Daher ist hier Vitamin D nicht wirksam
Gelb gemarkert sind die Absurditäten: Coronaviren sind Viren, wie der Name schon sagt, und die sind keine Bakterien - weswegen der Bezug zu "Bakteriengift-Schäden" oder "antimikrobieller Fähigkeit" völlig daneben ist.
Das Fazit in dem abgebildeten Text - wen wundert das - lautet natürlich "Nehmen Sie Vitamin D vorbeugend gegen Corona ein". Da aber alle drei beschriebenen Mechanismen entweder nicht vorhanden und/oder unwirksam bei Viruserkrankungen sind ist die gesamte Argumentation ein Lügengebäude um Angst zu schüren und das Produkt zu verkaufen. Zudem ist eine zu hohe Menge an Vitamin D viel gefährlicher als ein Mangel, der manchmal wegen natürlicher Schwankung fälschlich angenommen wird.
Dahinter steckt wieder die bereits bekannte Frau Valerius, die sich selbst einen hochtrabenden Titel verpasst hat und ein paar Bücher von Quacksalbern gelesen hat:
" .. Die meisten Menschen haben leider einen viel zu niedrigen Vitamin D Spiegel. Deshalb ist es wichtig, auch diesen mit entsprechender Nahrungsergänzung anzuheben .. "
Der Text stammt nicht von ihr selbst, das ist ein vorgefertigtes Marketinggewäsch, das Wissenschaft vortäuschen soll um besser verkaufen zu können.
bookmark_borderNoch’n Gedicht …. (VIII)
№ 0384: wahr bleibt wahr (I)
oder: die wahrheit hat zwei seiten
ein mann mit namen theodor
gab an er habe nur ein ohr.
um den beweis dafür zu geben
ist er vor’n spiegel hingetreten.
jedoch nur seitwärts stellt er sich,
zeigt auf sein ohr – räuspert und spricht:
„schaun‘ sie“, so sagt er allsodann,
„ein ohr ist’s was man sehen kann!“
dreht sich danach zur ander’n seite
zeigt nochmals nicht die körperbreite:
tatsächlich! wieder nur ein ohr!
„wahr bleibt wahr!“ sagt theodor ….
Ersteröffentlichung: 10/27/2005 02:59:56 AM AUTHOR: wvs
(618)

№ 838: wahr bleibt wahr (II)
„nachdem“ – so spricht herr theodor –
beweis erbracht wurd‘ für EIN ohr
will ich dem publikum beweisen:
ich kann durch raum und zeit verreisen!“
spricht’s und verschwindet allsogleich,
das publikum ist schreckensbleich
als laut von fern es nun erschallt
und von den häusern wiederhallt:
„hier theodor in afrika
– ich bin in kürze wieder da!“
und unter dumpfem donnerklang
kommt theodor die strasse lang.
er wischt den sand von seinen kleidern
und spricht: „gesagt sei’s meinen neidern
als ich verschwand war’s drei nach elf
und nun ist es genau halb zwölf,
und hier – als weit’ren unterpfand –
bracht‘ ich aus der ägypter land
ein souvenir um zu beweisen
ich konnt‘ durch raum und zeit verreisen!“
hält in der hand 'nen horusfalken,
nicht neu, sondern 'nen richtig alten.
womit – soviel ist dadurch klar –
sein eingangssatz die wahrheit war.
Erstveröffentlichung: 02/23/2014 01:37:04 AM AUTHOR: wvs
(245)
Ach so, noch das → copyright Wolfgang von Sulecki, jeder Nachdruck, auch auszugsweise verboten,
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bookmark_borderWir vertreiben uns die Zeit ....
Wir vertreiben uns die Zeit mit Kuchen backen - und schon brauchen wir (mindestens) einen *Kontakt* weniger (Bäckerei), haben etwas zu tun und noch dazu für mehrere Tage etwas zum Nachmittagskaffee!
*Einfacher* Zitronenkuchen:
⋆ 300 g Mehl
⋆ 120 g Zucker
⋆ 1⁄2 Teelöffel Salz
- ein Päckchen Backnatron¹ oder
- ein halbes Päckchen Backpulver
⋆ 3 Eier
⋆ 3-4 Esslöffel Joghurt (ca. 160g)
⋆ 3 Esslöffel Öl
⋆ 6 Esslöffel Zitronensaft
¹ Backnatron kann nur verwendet werden weil hier Zitronensäure (im Saft enthalten) zugegeben wird - Backnatron alleine ist unwirksam!
Alle Zutaten miteinander verrühren (Handmixer oder Küchenmaschine)
und (vorgeheizt) ca. 1⁄2 Stunde bei 180°C backen. Die Oberfläche sollte braun, nicht dunkelbraun werden.
Wenn vorhanden: Zitrone waschen, Schale abreiben und unter den Teig mischen;
Falls noch mehrere Zitronen da sind: Eine weitere Zitrone abreiben und das für den Guss aufheben.
Den Saft der Zitrone(-n) nehmen, ich hatte keine Zitronen, daher der *künstliche* Saft.
Wenn der Kuchen aus dem Ofen gekommen ist ein wenig abkühlen lassen, dann den Zitronen-Zuckerguss zubereiten und auf der noch lauwarmen Oberfläche verteilen.
Zitronenguss:
x 150 g Puderzucker
x Zitronensaft nach Bedarf
Den Saft langsam zum Puderzucker geben und immer erst verrühren, bevor neuer Saft zugegeben wird. Keinen Saft mehr zugeben wenn die Masse etwa die Konsistenz von Honig hat / zähflüssig ist.
("click!" auf die Abbildungen vergrößert)
.... und wenn Sie - wie ich - nicht widerstehen können und schon heute anfangen, nachdem der Kuchen gebacken ist, dann haben sie eben einen Tag weniger um den Rest zu verzehren ;c)
bookmark_borderNoch’n Gedicht …. (VII)
№ 841: erziehungsGEWALT
By wvs

es grunzt das schwein,
es blökt das schaf,
doch was ein kind so machen darf
bläut man ihm ein.
wenn es noch klein.
gibt es dann nach
nennt man es ‚brav‘.
es knickte ein weil noch so klein.
wollt ‚artig‘ sein.
man sagt: ‚fein, fein!‘
gehorsam wird’s als ‚bürger‘ sein.
Erstveröffentlichung: 06-2014
Ach so, noch das → copyright Wolfgang von Sulecki, jeder Nachdruck, auch auszugsweise verboten,
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Siehe hierzu aktuell
→ Der Missbrauchsskandal und religiös motivierte Gewalt an Kindern
bookmark_borderZur Sache, Schätzchen bitte ...!
Heute in meiner Mailbox:

Da bin ich doch sehr gespannt was mir die nette Frau Meier antwortet.
bookmark_borderSplitter
1. Secretary of the Department of Getting Stuff Done
[Minister für die Erledigung von (bisher unerledigten) Dingen]
Sowas brauchten wir. Dringend ...!
2. Wenn zur Vereinfachung der Lesbarkeit
für Personen nur die männliche Form benutzt wird,
sind immer Frauen und Männer gemeint.
Na prima, so halte ich es auch.
Gendern - was halten Sie davon?
3. Von "Ersatz" und "Hinterlist" ....
Was passiert wenn ein hinsichtlich seiner Wirkung betrügerisch beschriebenes Produkt den Bach runter geht ...?
Das wird von den Betrügern elegant kompensiert: Sie 're-launchen' einfach unter neuem Namen.
4. Seit 1999 habe ich diesen Schnippel Papier aus USA an allen Kühlschränken hängen gehabt - auf der Rückseite ist ein Magnet angeklebt - . 
Wenn ich die Flut der Rezept- & Kochblogs betrachte denke ich immer "Dabei ist es doch so einfach: Selbstvertrauen und Improvisationsfähigkeit. Ohne gelingt sowieso nichts in der Küche.
5. Heute habe ich es endlich geschafft die Bilder aufzuhängen .... das ist jedesmal ein Kampf um Perfektion:
Man sieht nämlich sehr genau wenn auch nur ein halber Zentimeter Abweichung in der Ausrichtung da ist. Es ist allerdings gut so wie es wurde.
Nur fehlt zwischen den Lampen noch etwas - irgendwie ist diese Stelle noch 'unfertig'.
Was meinen Sie?
bookmark_borderBehörden: 'Ruhen' in sich selbst ....
Ein langes Leben bringt viele Erfahrungen mit sich - nicht alle sind angenehm. Glücklicherweise sind doch die positiven Erlebnisse unterm Strich für die meisten Menschen in der Überzahl.
Wir gehen zurück in das Jahr 1974.
Es herrschte Lehrermangel, insbesondere in den Naturwissenschaften. Da ich mir sowieso nicht im Klaren war ob ich weiter das Diplom in Biologie oder Lehramt Biologie|Chemie verfolgen sollte - diese Entscheidung musste nach dem gerade bestandenen Vordiplom getroffen werden - kam das Angebot an einem Gymnasium als Biologie- & Chemielehrer zu arbeiten gerade recht.
So begann ich nach den Sommerferien meine *Lehrerlaufbahn*, die insgesamt 18 Monate dauerte.
Alles war gut:
Die Kollegen freundlich und hilfsbereit, die Klassen 7 bis 9 zwar in schwierigem Alter, aber begeisterungsfähig und als die ersten lebenden Tiere in den Unterricht kamen kaum noch zu bremsen. Insbesondere der Abschnitt 'Spinnen' wurde zum Höhepunkt unterrichtlichen Schaffens. Da natürlich einige Spinnen - versehentlich oder absichtlich war nicht zu ermitteln - aus den Aufbewahrungsgefäßen in den Klassenraum entwischten. Was bei einem Teil der Schüler:innen zu mit lautstarken Schreckensrufen begleiteten Fluchtreaktionen führte .... und dann stand plötzlich der Direktor in der Tür um nach dem Rechten zu sehen!
Er wurde 'eingeweiht' und ich hatte den Eindruck, dass seine Verweildauer sich schon deswegen verkürzte, weil er keinem der ausgebüchsten Spinnentiere begegnen wollte.
Der unangenehme Teil war der Umgang mit dem Regierungspräsidium.
Das war für die Bezahlung zuständig. Mein Vertrag war einfach gestaltet: Zunächst auf ein Jahr befristet, fester Zahlbetrag jeweils zum 15. eines Monats; erste Zahlung für zwei Wochen am 15. des ersten Monat, danach jeweils ein voller Monatsbetrag. Urlaub gab es nicht - aber unterrichtsfreie Zeit immer dann, wenn das Gymnasium wegen Ferien geschlossen war und die Zahlung durchgehend, als ob ständig unterrichtet würde.

Als ich nach dem zweiten Zahltag, also nach eineinhalb Monaten, immer noch kein Geld auf dem Konto hatte rief ich bei der im Vertrag benannten Zahlstelle an, Aktenzeichen, Vertragsdatum und andere Unterlagen parat.
"Die Kollegin die das bearbeitet macht gerade Urlaub" säuselte die Dame am anderen Ende der Leitung als ich fertig war ihr zu erklären was mein Anliegen sei. Ich sagte sowas wie 'na, dann wird sie sich hoffentlich gut erholen' um dann fortzufahren 'wer vertritt sie denn?'
"Für die paar Tage bleibt halt 'mal etwas liegen", beschied mich die Kollegin und setzte nach "Sie werden ja bestimmt noch Reserven haben. Das dauert jetzt auch nicht mehr so lange und wenn die Kollegin aus dem Urlaub kommt geht es ganz fix!"
Ging es nicht.
Auch zur nächsten Auszahlungsrunde war ich nicht dabei - und schon war ich wieder am Telefon. Diesmal hatte ich die zuständige Sachbearbeiterin am Telefon.
"Ich kann ihre Akte nicht finden!" war die erste Äußerung als ich erklärt hatte warum ich anrief. Ich wies darauf hin, dass die Kollegin die Akte zu Rate gezogen hatte und ich *dem Amte daher bekannt* sein müsste. "Da werde ich mit der Kollegin sprechen und keine Sorge, hihi, wir werden Sie schon wiederfinden", es ertönte ein glockenhelles Lachen von Frau Peters in die Leitung und ich war bestimmt nicht in der Verfassung mit zu lachen. "Beim nächsten 'Zahlungslauf' sind Sie bestimmt dabei!" beendete sie das Gespräch.
Der nächste Zahltag war verstrichen, nach mittlerweile dreieinhalb Monaten war mein Konto leergefegt, der Dispo ausgereizt und die nette Dame bei der Sparkasse schaute mich sehr ungläubig an als ich ihr das Dilemma erläuterte. "Da müssen Sie selbst hingehen", sagte sie, "das wird nichts, wenn sie nicht dort vorsprechen!"
Nach einigem Suchen - die verschiedenen Dienststellen waren über mehrere historische Gebäude in Hannover verteilt - fand ich die bearbeitende Stelle und der Pförtner wollte mich nicht reinlassen. Als ich ihm die Geschichte erzählt hatte wurde er schon zugänglicher und erklärte "Dann will ich mal bei der Frau Peters¹ Bescheid geben, dass Sie hier sind und mit ihr sprechen wollen."
Er wählte, es klingelte, niemand ging dran. Er versucht das Nachbarbüro "Hören Sie", sagt er zu mir nachdem er mit jemandem gesprochen hatte der im Büro nebenan residierte, noch den Hörer in der Hand, "die Frau Peters ist krank geschrieben, die Kollegin weiß nicht, wann sie wieder kommen wird." Ich sage, schon in der Erwartung, dass es wieder eine blöde Antwort gibt 'dann fragen Sie doch bitte mal wer die Frau Peters vertritt' und er antwortet, nachdem er das an die Gesprächspartnerin weiter gegeben hat "Das steht noch nicht fest, der Herr Abteilungsleiter legt das bei der nächsten Dienstbesprechung fest. Wenn es länger dauert bis die Frau Peters wieder kommt. Ich schreibe Ihnen die Nummer auf wo sie nächste Woche anrufen können um zu erfahren wer das jetzt bearbeitet"
Die nette Dame bei der Sparkasse war jetzt nicht mehr nett und erklärte mir, dass nach drei Monaten ohne Zahlungseingang mein Dispo gestrichen wurde und ich nun etwas mehr für die Überziehung zahlen muss und außerdem sei jetzt *Ende der Fahnenstange* - kein Geld mehr vom Konto.
Mittlerweile hatte ich schon vier Monate gearbeitet. Gratis. Und allmählich wurde ich mehr als ungeduldig. Der Direktor, dem ich das Ganze vorgetragen hatte ließ mich wissen "Ach wissen Sie, da können wir von hier nichts machen, das liegt beim Regierungspräsidium und das ist eine ganz andere Behörde." Mein Anruf - die Nummer hatte ich vom Pförtner ja bekommen lief ins Leere: Eine freundliche Dame erklärte mir "Ich bin hier nur der Telefondienst wenn niemand unter der angegebenen Nummer antwortet - ich kann ihnen nicht weiter helfen. Versuchen Sie es doch morgen nochmal."
Der nächste Zahlungslauf ging vorbei.
Natürlich ohne Zahlung auf mein Konto. Mit dem Vermieter hatte ich gesprochen und er sagte "Wenn Sie nächsten Monat wieder nicht zahlen können muss ich Ihnen - so leid es mir tut - kündigen!"
Bedröppelt lief ich über den Gang im Gymnasium und begegnete dem Hausmeister, Herrn Galk², alter U-Boot-Fahrer. Einer der wenigen Überlebenden aus dieser Truppe, in der es nur eine Überlebensrate von knapp 10% gegeben hatte.
"Sie sehen aus als ob Sie Kummer haben", sprach er mich an. Ich erzählte ihm die Geschichte und er blickte mich mit einer Mischung von väterlicher Sorge und ungläubigem Staunen an "Da ist es wohl höchste Zeit, dass Ihnen jemand hilft! Was brauchen Sie denn so ungefähr?" Ich kalkulierte überschlägig und sagte 'Etwas mehr als vierhundert Mark müssten reichen - vorausgesetzt, das Regierungspräsidium zahlt nächsten Monat.'
"Kommen Sie heute Nachmittag zu mir nach Hause" antwortete er, "dann gebe ich Ihnen das Geld, und wenn Sie ihre Zahlung haben geben Sie es mir zurück!"
So lief es dann auch. Er gab mir fünfhundert Mark.
Aber: Beim nächsten Zahlungslauf war ich wieder nicht dabei.
Als ich erneut vor dem Pförtner stand und er mich zunächst nicht durchlassen wollte erkannte er wohl, dass das keine Option sein würde. Ich war wirklich wütend und nicht zu bremsen. Fast fünf Monate Gratisarbeit. 
Ich war gerade vor der Bürotür da hörte ich drinnen das Telefon läuten, doch da war ich schon im Raum.
Drei Schreibtische in der Mitte zusammengeschoben, einer rechts, einer links und einer vor Kopf, die Dame saß mit dem Rücken zur Tür. Drei Aktenschränke an den Wänden veteilt. Einen Besuchersitzplatz gab es nicht. Man war wohl lieber unter sich und ohne Publikumsverkehr.
'Wer von Ihnen ist Frau Peters?' rief ich in den Raum.
Die Dame mit dem Rücken zur Tür stellte ein Joghurt auf den Tisch, wischte sich den Mund und sagte dann "Da links, das ist Frau Peters." Frau Peters ließ ihr Strickzeug sinken und schaute mich erwartungsvoll an während die Kollegin am rechten Schreibtisch ihr Buch beiseite legte und mich - ein wenig spitz und von oben herab - wissen ließ "Wir haben hier keinen Publikumsverkehr - schreiben Sie uns doch bitte was Sie für ein Anliegen haben!"
'Doch, antwortete ich, 'Sie haben gerade Publikumsverkehr von einem äußerst erbosten Teil ihres Publikums - und ich gehe hier nicht aus dem Raum wenn ich nicht einen Scheck oder eine Zahlungsanweisung oder Bargeld in der Hand habe, nachdem ich nun schon fünf Monate arbeite und noch keinen Pfennig Geld auf meinem Konto gesehen habe.'
Die Mitarbeiterin mit dem Rücken zur Tür verstaute ihr Joghurt in einem Schubfach, rückte ein wenig um die Ecke ihres Schreibtisches, und drehte sich so, dass sie mich sehen konnte. Sie sah etwas verschreckt aus.
Es wurde tatsächlich
- nach längerem & weiterem Hin-und-Her - eine Zahlungsanweisung ausgegeben ".. das machen wir nur ausnahmsweise! .." mit der ich sofort bei der im Hause befindlichen Kasse einen Vorschuss von drei (grob geschätzten) Nettobeträgen abholen konnte.
Im Rausgehen hörte ich noch die schnippische Mitarbeiterin von rechts sagen "Da hätte er doch bestimmt bei der Sparkasse einen Kredit bekommen können ... " ... wie es weiterging weiß ich nicht, da war ich schon fast am Ende des Ganges und auf dem Weg ins Erdgeschoss zur Kasse.
Herr Galk bekam als Erster sein Geld. Dann der Vermieter, den Rest zahlte ich bei der Sparkasse ein und ich hatte den Eindruck, da waren auch alle sehr viel freundlicher und schauten auch so - ganz anders als bei meinem letzten Besuch dort.
Was ich daraus gelernt habe sind zwei Dinge:
1. Wenn man wirklich Geld braucht ist die Sparkasse gar nicht mehr so freigiebig wie ihre Werbung es immer suggeriert."
2. Es gibt ganz wenige Menschen, die tatsächlich helfen, wenn sie auf die Frage "Wie geht es Ihnen?" erfahren, dass ihr Gegenüber wirklich Hilfe braucht.

¹ Name geändert
² Richtiger Name
*edit*
Demnächst habe ich noch eine 'jüngere' Geschichte, da geht es um die Rentenversicherung "Bund".




