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bookmark_borderWie Frau G verschwand

Herr W stand von sei­nem Com­pu­ter­ses­sel auf und schau­te sich neben­an im Wohn­zim­mer nach Frau G um. Die hat­te auf eine, sei­ne, in den Raum gewor­fe­ne Anmer­kung nicht geant­wor­tet. Was nicht an sich beun­ru­hi­gend war. Nicht immer ant­wor­te­te sie auf sei­ne Zwi­schen­ru­fe aus dem ande­ren Zim­mer. Bei­spiels­wei­se dann, wenn das Fern­seh­pro­gramm - wider Erwar­ten - doch ein­mal in der Lage war ihre Auf­merk­sam­keit tat­säch­lich zu 100% zu vereinnahmen.

Manch­mal hat­te er frü­her "Erde an Frau G - bit­te ant­wor­ten Sie!" oder "Alarm­stu­fe rot - Frau G ant­wor­tet nicht!" oder "Wir dan­ken Frau G, dass sie mit uns gespro­chen hat!" geru­fen. Auf die Dau­er war es aller­dings lächer­lich gewor­den sich dazu immer neue Vari­an­ten aus­zu­den­ken und sie ins Nach­bar­zim­mer zu rufen. Wenn es wich­tig war stand er auf und ging hin.

Er war also auf­ge­stan­den und in den Nach­bar­raum gegan­gen - nur um ihn völ­lig leer vor­zu­fin­den. Natür­lich nicht völ­lig leer, die Möbel stan­den da, der Hund lag auf sei­nem übli­chen Platz, der Fern­se­her lief, Frau Gs Ses­sel aller­dings war leer. Die Kis­sen rechts und links der Leh­ne, noch so arran­giert wie Frau G es gern hat­te: An die Sei­te gedrückt und ein wenig den Rücken unter­stüt­zend. Wie die farb­lich ange­paß­te Fleece­decke, einen Farb­ton dunk­ler als das Rot des Ses­sels, die noch ihre Kon­tu­ren aufwies.

Frau G war abwe­send. Er hat­te nicht wahr­ge­nom­men wie sie ver­schwun­den war. Sofern sie denn ver­schwun­den war und er es sich nicht nur ein­bil­de­te. Also mach­te W sich auf die Suche in der rest­li­chen Woh­nung. Irgend­wo muß­te sie ja sein, Ehe­frau­en ver­schwin­den nicht ein­fach so. Wenig­stens nicht in zivi­li­sier­ten Län­dern und mit­ten im Abend­pro­gramm des Fernsehens.

Sie war nicht in ihrem Schlaf­zim­mer, nicht in der Küche, wo gera­de die Spül­ma­schi­ne dabei war das Geschirr des Tages zu rei­ni­gen, damit es wie­der ein­ge­räumt, an sei­nen Platz geräumt wer­den konn­te. Die Wasch­ma­schi­ne und der Trock­ner stan­den ohne Akti­vi­tät, es sah auch nicht so aus als ob sie da etwas zum waschen oder trock­nen vor­be­rei­tet hätte. 

W mach­te sich auf zum Bad wo kürz­lich die Fächer­pal­me vom Bal­kon Zuflucht vor den ein­set­zen­den Nacht­frö­sten gefun­den hat­te. Bad begrünt. Mal sehen. Es war ein Ver­such. Eige­ne Über­le­gung, nicht aus der Abtei­lung "Rat­ge­ber" einer Wer­be­zei­tung oder "Schö­ner Gärt­nern". Ein Risi­ko, denn wer wuß­te schon ob sich eine Fächer­pal­me im Bad wohl­füh­len könn­te. 'Pie­seln unter Pal­men!' dach­te er ver­schmitzt und ein Lächeln mach­te sich auf sei­nem Gesicht breit.

Das Bad, an des­sen Tür er kurz geklopft hat­te und weil er kei­ne Ant­wort bekam sie öff­ne­te, war leer. Auf der Pal­me sah er eine klei­ne Spin­ne her­um­lau­fen. Na schön, Haupt­sa­che sie blieb dort, dach­te er, wenn sie näm­lich Frau G erschrecken wür­de wäre es um sie gesche­hen. Adieu Spinne!

Kei­ne Frau G weit und breit in der gan­zen Woh­nung. Herr W schau­te in die klei­ne Mes­sing­scha­le auf der Flur­ab­la­ge. Dort wur­den Frau Gs Schlüs­sel depo­niert wenn sie zu Hau­se ankam, noch bevor sie übli­cher­wei­se ihren Man­tel oder ihre Jacke aus­zog. Die Mes­sing­scha­le war leer, so wie zuvor Bad, Küche, Wohn- und Schlaf­zim­mer. Kein Schlüs­sel. Nur ein altes Bobon­pa­pier­chen, das es noch nicht in den Abfall geschafft hatte.

Aha, sie war dem­nach nicht von Ali­ens ent­führt wor­den, sie hat­te ihre Schlüs­sel dabei und war fort. Das aller­dings beru­hig­te ihn. Obwohl: Auch wie­der nicht. Denn obschon nach 40 Jah­ren Ehe man­ches unge­sagt blei­ben kann weil der ande­re sowie­so zu deu­ten weis was beab­sich­tigt ist, hat­ten sie Bei­de stets Abwe­sen­hei­ten ange­kün­digt und dazu oft den Grund dafür mit­ge­teilt. Min­de­stens war es kei­ne über­stürz­te, kopf­lo­se Flucht gewe­sen als sie ging.

W mach­te sich auf den Weg zurück in die Küche und dach­te dar­über nach ob er viel­leicht ein Klin­geln über­hört hat­te. Manch­mal war er - mit Kopf­hö­rern auf den Ohren um den Ton aus dem Com­pu­ter zu hören ohne dabei dem Fern­seh­ton von neben­an Kon­kur­renz zu machen - schon über­rascht Frau G am Tele­fon zu fin­den. Das Signal des ankom­men­den Anru­fes hat­te er zu Zei­ten nicht gehört, über­hört, weil er sich so auf das kon­zen­trier­te, was er gera­de im Com­pu­ter ansah.

Wäh­rend W mecha­nisch die Kaf­fee­ma­schi­ne vor­be­rei­te­te, Was­ser ein­goß, Kaf­fee­pul­ver abmaß und ein­schal­te­te, grü­bel­te er, was wohl Frau G so eilig hat­te fort­ge­hen las­sen. Ohne dass sie ihm Bescheid gesagt hat­te. Einen äuße­ren Anlaß konn­te man aus­schlie­ßen. Sonst hät­te der Hund ange­schla­gen. W nahm sich vor näch­stens bes­ser dar­auf zu ach­ten was neben­an vor­ging und ab und zu ein­mal nach­zu­se­hen. So ohne Grund, ein­fach nur um sicher zu gehen, dass Frau G noch da war.

Die Kaf­fee­ma­schi­ne gab son­der­bar röcheln­de, schnie­fen­de und spucken­de Töne von sich - ein Zei­chen, dass sie in Kür­ze mit der Zube­rei­tung fer­tig sein wür­de. Die­se Lau­te aus der Maschi­ne erin­ner­ten W immer an einen Kom­mi­li­to­nen im Grund­stu­di­um. Der trank Tee und sei­ne Schlucke waren immer von schlür­fen­den, schmat­zen­den und röcheln­den Tönen beglei­tet wor­den. W nahm ein Glas aus dem Schrank und gab etwas fri­sche Milch hin­ein. Das hat­te er schon als Stu­dent so gemacht. Es spar­te einen Löf­fel, den brauch­te man nicht zu spülen. 

Er ging in sein Arbeits­zim­mer und nahm einen - geräusch­lo­sen - Schluck Kaf­fee. Es war eine gute Wahl gewe­sen die Kaf­fee­sor­te zu wech­seln, dach­te er, die­ser war aro­ma­ti­scher und schmeck­te viel bes­ser. Fast so wie die spa­ni­sche Vari­an­te, die er jedes­mal mit nach Hau­se nahm, nach der Über­win­te­rung dort. Fair gehan­delt, dazu aro­ma­tisch und nicht bit­ter. Zwar war die­se Sor­te um zwei Euro teu­rer, aber das war ihm ein gutes Gewis­sen wert. 

Was hat­ten sie zuletzt bespro­chen, was könn­te einen Hin­weis geben wo sie geblie­ben war? Es wur­de W bewußt, dass Frau G wohl ein ähn­lich 'lee­res' Gefühl immer dann haben muß­te wie das, was er gera­de emp­fand. Immer dann, wenn er sich auf den Weg in den Süden mach­te und sie in Deutsch­land zurück blieb. Da konn­te sie lan­ge in der Woh­nung nach­se­hen, er war ja weg. Nein, schoß es ihm in den Sinn, so ganz genau gleich war das nicht, sie wuß­te ja wo er war. Schon des­we­gen, weil er fast täg­lich anrief und berichtete.

Als er in sein Zim­mer ging um sei­ne Schu­he anzu­zie­hen - er woll­te den Such­ra­di­us ver­grö­ßern und das konn­te nicht in Haus­schu­hen pas­sie­ren - hör­te er wie der Hund sich rap­pel­te und von sei­nem Plätz­chen her in sei­ne Rich­tung lief. Er beschloß den Hund mit­zu­neh­men. Es konn­te nicht scha­den, viel­leicht gab er drau­ßen einen Hin­weis wo W sich hin wen­den muß­te um Frau G zu fin­den. Geschirr umle­gen, rote Kot­beu­tel ein­stecken, ein Küchen­tuch in die Jacken­ta­sche und in die ande­re sei­nen Schlüs­sel­bund. Vor­sorg­lich griff er noch zu der klei­nen, run­den LED-Leuch­te. Es war ja schon dun­kel. Viel­leicht wür­de er eine Lam­pe brauchen.

Der Hund führ­te sei­ne übli­chen Freu­den­sprün­ge aus. Das mach­te er immer wenn es nach drau­ßen ging, seit er ganz klein war. So ein Hun­de­le­ben hat nicht gera­de viel Aben­teu­er und Abwechs­lung dach­te W. Es ist viel Rou­ti­ne und wenig Neu­es was da so täg­lich abläuft. Son­der­ba­rer­wei­se wur­den die Hun­de als "brav" bezeich­net die dull auf ihrem Platz ver­harr­ten. Dabei waren die doch eher die Lang­wei­ler. Ihr Hund war von Anbe­ginn von der wil­den Sor­te gewe­sen und alle Ver­su­che ihn zur Ruhe zu brin­gen waren nur von kurz­fri­sti­gem Erfolg gewe­sen. Es war eben ein Aus­bund, immer schnell auf 180, nie so rich­tig relaxed.

Drau­ßen vor der lan­gen Trep­pe nach unten pack­te W den Hund am Geschirr und klemm­te ihn unter den Arm. Die Trep­pe war für den Rücken des Tie­res zu lang und zu steil. Außer­dem hat­ten sie frü­her fast eben­erdig gewohnt und das war für das Tier nie ein Pro­blem gewe­sen. Am Fuß der Trep­pe setz­te er den Hund auf den Plat­ten­weg und hielt dabei die Lei­ne fest. Denn was folg­te war stets gleich: Der Hund wür­de los­stür­men, hin zu einem unbe­kann­ten Ziel. Das nur er kann­te. Er mach­te dann den Ein­druck es sei ganz drin­gend dort­hin - wo auch immer - hin­zu­kom­men. So, als ob es schon fast zu spät wäre.

W schau­te im Vor­bei­ge­hen zum Auto unter dem Car­port. Kei­ne Frau G beim Auto. Es hät­te ja sein kön­nen, dass sie etwas von dort hät­te holen wol­len. Manch­mal war das schon vor­ge­kom­men, nach eine län­ge­ren Rei­se wie der, die sie gera­de vor­ge­stern been­det hat­ten. Irgend­was bleibt immer im Auto lie­gen von all dem Klein­kram den man so meint für eine län­ge­re Abwe­sen­heit zu brauchen.

Wäh­rend er von der lan­gen Ein­fahrt hin­ten, ent­lang der Ost­fas­sa­de des Hau­ses, zur Stra­ße hin lief, warf er einen Blick in die Erd­ge­schoß­woh­nung die kürz­lich neu ver­mie­tet wor­den war. Der neue Mie­ter war ein allein­ste­hen­der Mann mitt­le­ren Alters. Wahr­schein­lich wie­der ein Fall von Tren­nung in der 'midlife'-Krise, das war die Zeit, in der vie­le Ehen in die Brü­che gin­gen. Dafür sprach - unter ande­rem - die recht spär­li­che Aus­stat­tung und Möblie­rung: ein Ses­sel, zwei Stüh­le, ein Tisch und eine kom­mo­den­ar­ti­ge, nied­ri­ge Anrich­te mit einem Fern­se­her dar­auf. Anson­sten vie­le halb offe­ne und noch mehr unge­öff­ne­te Kisten. Das wird dau­ern, dach­te W, es sieht nicht danach aus als ob hier bald 'Ord­nung' ein­keh­ren würde.

Der Hund hat­te an der Lei­ne gezo­gen, was W aus sei­nen Gedan­ken riß und er kon­zen­trier­te sich jetzt ganz auf den Gas­sigang. Fast hät­te er ver­ges­sen, das fiel ihm nach ein paar Metern ein, nach Frau G Aus­schau zu hal­ten. Es war ja der eigent­li­che Grund für sei­nen spä­ten Gang nach drau­ßen gewesen.
Der Hund wie­sel­te von rechts nach links und wie­der zurück, den Kopf ganz tief und die Nase fast auf dem Boden. Man konn­te erken­nen wenn er etwas Inter­es­san­tes auf­spür­te. Dann blieb er ste­hen, dreh­te sich um die­sen Punkt her­um - um schließ­lich, nach Hun­de­art, ein Zei­chen sei­ner Anwe­sen­heit zu hinterlassen. 

W folg­te dem Hund und schau­te blin­zelnd zum Nacht­him­mel hoch. Es war klar. Die Milch­stra­ße zog sich von Hori­zont zu Hori­zont. Begrenzt von den um die­se Jah­res­zeit bunt gefärb­ten Laub­wäl­dern, die sich in sanf­ter Linie par­al­lel rechts und links des Tales hin­zo­gen. Die wer­den noch da sein wenn ich schon ver­mo­dert oder sonst­wie ent­sorgt bin, über­leg­te W, und der Gedan­ke ver­droß ihn. 

Wer weiß, dach­te er, wenn es zu einer Kol­li­si­on mit einem Meteo­ri­ten oder einem Aus­bruch eines Super­vul­ka­nes käme wäre sowie­so für Alle auf dem Pla­ne­ten Schluß. Wenn irgend­ein Ver­rück­ter auf den berühm­ten 'Roten Knopf' drücken wür­de auch. Nicht nur die­se Vari­an­te, so vie­le men­schen­ge­mach­te Mög­lich­kei­ten für einen mehr oder weni­ger plötz­li­chen Unter­gang. Da hat­te der Pla­net schon ziem­lich lan­ge durch­ge­hal­ten und war jetzt, in den letz­ten 60 Jah­ren, zum ersten mal nicht allei­ne von natür­li­chen Kata­stro­phen bedroht. 

Ein Blick auf den Hund sag­te ihm: Durch­ge­bo­ge­ner Rücken, wie ein Kat­zen­buckel, Schwanz steil nach oben, da heißt es gleich die Kot­tü­te zücken und die Hin­ter­las­sen­schaf­ten auf­neh­men. Ein­ge­sackt und zuge­bun­den. W macht sich mit dem Hund auf den Weg zurück nach Hau­se, berg­auf, gemäch­lich. Immer noch ohne Frau G gefun­den zu haben.

Aus der näch­sten Sei­ten­stra­ße hört er Stim­men. Sel­ten um die­se spä­te Stun­de und er beschließt genau­er nach­zu­se­hen was da los ist. Eine Grup­pe von Leu­ten steht dis­ku­tie­rend und gesti­ku­lie­rend bei­ein­an­der. W schal­tet die Lam­pe an und leuch­tet in Rich­tung auf die Stim­men. Mit­ten unter den Unbe­kann­ten steht Frau G, gegen die eini­ge der Grup­pe Front machen, bedroh­lich, nach ihrer Stimm­la­ge zu beur­tei­len. W beschleu­nigt sei­ne Schrit­te, der Hund wird auf­ge­regt und fängt an zu bellen.

Als W sich der Grup­pe nähert lösen sich eini­ge jun­ge Män­ner her­aus und wen­den sich W zu. Einer prescht vor und baut sich vor ihm auf. Als er plötz­lich zuschla­gen will weicht W seit­lich aus - über sich selbst erstaunt, weil er sich mit über Sieb­zig noch so schnell bewe­gen kann - und hebt ein Bein um den Geg­ner mit einem har­ten Tritt ans Knie zu Fall zu brin­gen .... in die­sem Moment spürt er einen umklam­mern­den Griff von Hin­ten um sei­nen Hals. W bleibt die Luft weg, er hat das Gefühl zu ersticken und mit letz­tem Atem schreit er so laut er kann "Hiil­fe­ee, Hiiilfeeee!" 

W blin­zelt in hel­les Licht, bemerkt, dass Frau G ihn an der Schul­ter gepackt hat und schüt­telt. Dabei fragt sie besorgt: "Geht es dir nicht gut? Hast du 'was, 'was Schlech­tes geträumt?"
W setzt sich, schweiß­ge­ba­det, in sei­nem Bett auf und wird lang­sam wach ....

 

bookmark_borderWarum der Kapitalismus sich selbst zerstört
.... und was die Folgen für die Allgemeinheit abmildern könnte



 

Ab 09:40 wird im ersten Video der Wider­spruch des Kapi­ta­lis­mus an einem Bei­spiel aufgezeigt.

Im Text zum 2. Video heißt es:
" .. Eco­no­mist Yanis Varou­fa­kis, the for­mer Mini­ster of Finan­ce for Greece, says that it's becau­se you can be in poli­tics today but not be in power — becau­se real power now belongs to tho­se who con­trol the eco­no­my. He belie­ves that the mega-rich and cor­po­ra­ti­ons are can­ni­ba­li­zing the poli­ti­cal sphe­re, caus­ing finan­cial crisis. .. "

bookmark_borderWenn man denkt: "Es geht nicht dümmer .... "

.... kommt stets ein Bei­spiel dafür, dass es doch noch düm­mer geht:
 

 

suz


 
.... oder die­se »Ent­glei­sung« aka »alter­na­ti­ve Rea­li­tät« von Fox Busi­ness(!) News:
Trump erfin­det

cdr

[Abbil­dun­gen via twitter]

 

bookmark_border"Root", "Objective" & "Goal" der U.S.A.-Politik

Hin­ter Cow­boy-Roman­tik ver­steckt, "Wil­dem Westen" und einer welt­um­span­nen­den Medi­en­in­du­strie (die kei­ne Fra­gen stellt son­dern ein vir­tu­el­les Bild des Lan­des zeigt) ent­wickel­te sich das Land seit den spä­ten sech­zi­ger Jah­ren zu einer Kriegs­ma­schi­ne­rie. Erbar­mungs­los und nur dar­auf abge­stellt 'pro­fit' für zu Hau­se mög­lich zu machen wer­den in neo-kolo­nia­lem, impe­ria­li­sti­schen Stil die hilf­lo­sen Völ­ker der Erde mili­tä­risch und mit­tels Geheim­dien­st­ein­satz 'sturm­reif' geschos­sen und dann ausgeplündert.
Dabei wird der eige­nen Bevöl­ke­rung "Grö­ße" vor­ge­gau­kelt wo doch nur Gier regiert, ange­heizt durch die schma­le Schicht von Top-Ver­die­nern, denen es noch nicht genug ist mehr zu besit­zen als über 50% der rest­li­chen Weltbevölkerung.

Mit eini­gen Schluß­fol­ge­run­gen zur Per­son Ber­nie San­ders - wie im ver­link­ten (und nur aus­zugs­wei­se über­setz­ten) Text dar­ge­stellt - bin ich nicht ein­ver­stan­den, weil sie ande­ren Quel­len wider­spre­chen und die Per­son ohne Not dis­kre­di­tie­ren, mit dem Rest der Demo­kra­ten in einen Topf wer­fen. Den­noch ist San­ders zu aller­erst Ame­ri­ka­ner - und wenn man das Erzie­hungs­sy­stem dort kennt ist selbst er das Ergeb­nis von "Gehirn­wä­sche durch Schu­len & Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen" - und daher ist es eher ver­wun­der­lich sei­ne lin­ke Über­zeu­gung zu beob­ach­ten. Sein Land steht für ihn - kom­pro­miß­los - an erster Stel­le vor allen ande­ren Nationen. 

Was in dem über­setz­ten Aus­zug zu lesen ist deckt sich aller­dings mit dem, was ich aus Recher­chen und Gesprä­chen mit US-Bür­gern erfah­ren konn­te und was ich selbst in meh­re­ren Jah­ren dort erlebt habe: 

Eine glän­zen­de Fas­sa­de, hin­ter der sich - im über­tra­ge­nen Sin­ne for­mu­liert - Unmen­gen an Unrat ver­ber­gen. Anti­so­zia­le und ras­si­sti­sche Umtrie­be, über­füll­te Gefäng­nis­se, die Unter­schicht mas­siv in der Armee 'geparkt', ein­sei­ti­ge und abge­schot­te­te Medi­en­welt, hire-and-fire-Kapi­ta­lis­mus, Wucher­zin­sen und Ablen­kung von der Wirk­lich­keit durch ein fein gespon­ne­nes, all­um­fas­sen­des Unter­hal­tungs­sy­stem. Das alles noch getoppt von einer heuch­le­ri­schen Gläu­big­keit, deren Schein­hei­lig­keit nir­gend­wo auf der Welt über­trof­fen wird. 

Hier zunächst der Text­aus­zug im Original
The United Sta­tes does not have a natio­nal health care system wort­hy of the name, becau­se it is in the war busi­ness, not the health busi­ness or the social equa­li­ty busi­ness. The U.S. has the wea­k­est left, by far, of any indu­stria­li­zed coun­try, becau­se it has never escaped the racist, pre­da­to­ry dyna­mic on which it was foun­ded, which stun­ted and defor­med any real social con­tract among its peo­p­les. In the U.S., pro­gress is defi­ned by glo­bal domi­nan­ce of the U.S. Sta­te — chief­ly in mili­ta­ry terms — rather than dome­stic social deve­lo­p­ment. Ame­ri­cans only ima­gi­ne that they are mate­ri­al­ly bet­ter off than the peo­p­le of other deve­lo­ped nati­ons — a falla­cy they assu­me to be the case becau­se of U.S. glo­bal mili­ta­ry domi­nan­ce. More important­ly, most white Ame­ri­cans feel raci­al­ly entit­led to the spoils of U.S. domi­nan­ce as part of their patrim­o­ny, even if they don’t actual­ly enjoy the fruits. (“WE made this coun­try gre­at.”) This is by no means limi­t­ed to Trump voters.

Race rela­ti­ons in the U.S. can­not be under­s­tood out­side the histo­ri­cal con­text of war, inclu­ding the con­stant sta­te of race war that is a cen­tral func­tion of the U.S. Sta­te: pro­tec­ting “Ame­ri­can values,” fight­ing “crime” and “urban dis­or­der,” and all the other euphe­misms for pre­ser­ving white supremacy.

War is not a side issue in the United Sta­tes; it is the cen­tral poli­ti­cal issue, on which all the others turn. War mania is the ene­my of all social pro­gress — espe­ci­al­ly so, when it unites dis­pa­ra­te social forces, in oppo­si­ti­on to their own inte­rests, in the ser­vice of an impe­ria­list sta­te that is the tool of a rapa­cious white capi­ta­list éli­te. The­r­e­fo­re, the orche­stra­ted pro­pa­gan­da blitz­krieg against Rus­sia by the Demo­cra­tic Par­ty, in col­la­bo­ra­ti­on with the cor­po­ra­te media and other func­tio­n­a­ries and pro­per­ties of the U.S. ruling class, marks the par­ty as, coll­ec­tively, the War­mon­ger-in-Chief poli­ti­cal insti­tu­ti­on in the United Sta­tes at this histo­ri­cal junc­tu­re. The Demo­crats are ana­the­ma to any poli­tics that can be descri­bed as progressive.

[Quel­le]

__ __ __ Über­set­zung __ __ __ __ __ __ __ __ 

 

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten haben kein natio­na­les Gesund­heits­ver­sor­gungs­sy­stem das die­sen Namen ver­dien­te, weil das Land nicht im Gesund­heits- oder sozia­le Gleich­heits-Geschäft, son­dern im Kriegs-Geschäft ist.
Die U.S.A. hat die schwäch­ste Lin­ke von allen indu­stria­li­sier­ten Län­dern, weil sie nie­mals der ras­si­sti­schen, räu­be­ri­schen Dyna­mik ent­wach­sen ist, auf der sie gegrün­det wur­de. Einer Dyna­mik, die einen wirk­li­chen sozia­len Zusam­men­halt in ihrer Bevöl­ke­rung ver­küm­mern und dege­ne­rie­ren ließ. In den USA wird der Fort­schritt durch die glo­ba­le Domi­nanz des US-Staa­tes - vor allem in mili­tä­ri­scher Hin­sicht - und nicht durch die hei­mat­li­che sozia­le Ent­wick­lung defi­niert. Ame­ri­ka­ner stel­len sich nur vor, dass sie wesent­lich bes­ser gestellt sind als die Men­schen ande­rer ent­wickel­ter Natio­nen - ein Irr­tum, dem sie wegen der US-Mili­tär­do­mi­nanz ver­fal­len. Noch wich­ti­ger ist, dass die mei­sten wei­ßen Ame­ri­ka­ner sich (ras­si­stisch) berech­tigt füh­len, die Beu­te der U.S. Domi­nanz als Teil ihres Erbes zu genie­ßen, auch wenn sie nicht wirk­lich dar­an teil­ha­ben. ("Wir haben die­ses Land groß gemacht.") Das ist kei­nes­wegs auf Trump-Wäh­ler beschränkt.

Ras­sen­be­zie­hun­gen in den USA kön­nen nicht außer­halb des histo­ri­schen Kon­tex­tes des Krie­ges ver­stan­den wer­den, ein­schließ­lich des kon­stan­ten Zustands des Ras­sen­krie­ges, der eine zen­tra­le Funk­ti­on des US-Staa­tes ist: Schutz der "ame­ri­ka­ni­schen Wer­te", "Kampf gegen das Ver­bre­chen" und "Erhalt der städ­ti­sche Ord­nung" und all die ande­ren Euphe­mis­men, die für die Erhal­tung der wei­ßen Vor­macht­stel­lung stehen.

Krieg ist in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten kei­ne Neben­sa­che. Es ist die zen­tra­le poli­ti­sche Fra­ge, an der sich der Rest ori­en­tiert. Kriegs­lust ist der Feind allen gesell­schaft­li­chen Fort­schritts - beson­ders wenn unglei­che gesell­schaft­li­che Kräf­te im Gegen­satz zu ihren eige­nen Inter­es­sen im Dien­ste des impe­ria­li­sti­schen Staa­tes (der das Werk­zeug einer räu­be­ri­schen, wei­ßen, kapi­ta­li­sti­schen Éli­te ist) ver­eint wer­den. Die von den Demo­kra­ten in Zusam­men­ar­beit mit den Medi­en­kon­zer­nen und wei­te­ren Funk­tio­nä­ren und Ver­tre­tern der herr­schen­den US-Klas­se orche­strier­te Pro­pa­gan­da für einen blitz­krieg gegen Russ­land weist die­se Par­tei als der­zei­ti­gen Kriegs­trei­ber Num­mer 1 in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten aus. Die Demo­kra­ten sind zu die­sem histo­ri­schen Zeit­punkt das genaue Gegen­teil jener Poli­tik, die man als 'pro­gres­siv' bezeich­nen würde.


Noch ein Wort zum Abschluß:
"Ame­ri­ka­feind­lich" ist die­ser Arti­kel bestimmt nicht. Wenn Tat­sa­chen benannt wer­den ist das völ­lig ohne jedes Urteil. Wenn­gleich das Ver­hal­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten in Sum­me als "ver­ur­tei­lungs­wür­dig" bezeich­net wer­den kann. Aus der Ver­gan­gen­heit gibt es für jeden der genann­ten Teil­be­rei­che man­nig­fal­ti­ge Bele­ge, die - bei­spiels­wei­se was die US-Geheim­dienst­ak­ti­vi­tä­ten angeht - aus Quel­len genau die­ser Dien­ste stammen.

bookmark_borderAtheisten sind die besseren "Christen" ..?!

Papst: Bes­ser Athe­ist als scheinheilig

In sei­ner Mor­gen­mes­se am Don­ners­tag im Vati­kan hat Papst Fran­zis­kus Kri­tik am „Dop­pel­le­ben“ eini­ger Mit­glie­der der katho­li­schen Kir­che geübt. Es sei bes­ser, Athe­ist zu sein, als ein sol­cher Katho­lik, sag­te er in der Pre­digt .. „Eine Sache sagen und eine ande­re tun“ .. „Was ist der Skan­dal? Eine Sache zu sagen und eine ande­re zu tun, .. Dop­pel­le­ben in allem: ‚Ich bin sehr katho­lisch, gehe immer in die Mes­se, .. Aber mein Leben ist nicht christ­lich, ich bezah­le mei­ne Ange­stell­ten nicht gerecht, ich nut­ze Men­schen aus, betrei­be drecki­ge Geschäf­te, wasche Geld ...‘ dop­pel­tes Leben.“ Und vie­le Katho­li­ken sei­en so, und sie sei­en skan­da­lös, so der Papst.

_________ [Quel­le des Zita­tes] _________

Zuge­ge­ben, ich war schon sehr erstaunt das zu lesen - nicht etwa, dass ich Zwei­fel an dem Inhalt der Aus­sa­ge hät­te. Ganz im Gegen­teil, das habe ich seit Jah­ren in diver­sen Arti­keln zu ver­deut­li­chen ver­sucht. Was mich erstaunt ist die Deut­lich­keit und Unmiß­ver­ständ­lich­keit, das Her­un­ter­bre­chen ins Detail, sodaß nie­mand inter­pre­tie­ren oder das bezwei­feln kann was der Papst sagen will.

Natür­lich gilt das eben­so - mög­li­cher­wei­se noch viel mehr - gera­de auch für die ande­ren Groß­re­li­gio­nen, den Islam aus­ge­nom­men, denn da ist es erlaubt die Ungläu­bi­gen, die Nicht-Mus­li­me, zu belü­gen, zu betrü­gen und um die Ecke zu brin­gen. Schlim­mer noch als man­che Sek­te in deren Pro­gramm, deut­lich aus­ge­spro­chen oder vor­sich­tig impli­ziert, zum erbit­ter­ten Kampf und der Aus­lö­schung Anders­gläu­bi­ger auf­ge­for­dert wird:
Fun­da­men­ta­li­sten sind über­all auf der Welt gleich - der ein­zi­ge Unter­schied ist der Inhalt der "Heils­bot­schaft" die sie ver­kün­den, und die stets für die Grün­der und Bewah­rer die­se Glau­bens­ver­kün­di­gung Pri­vi­le­gie­rung bedeu­ten. Dar­in liegt wohl der Anreiz, den es gibt sich so eine Heils­bot­schaft aus­zu­den­ken und sie unter die Leu­te zu brin­gen - sie­he ent­spre­chend die Kir­chen hier­zu­lan­de - es ermög­licht näm­lich ein sorg­lo­ses, finan­zi­ell abge­si­cher­tes Leben auf Kosten der Gläu­bi­gen. Fein, was?

Nach­satz
"Ich suche Gott noch immer" - kann da 'mal Jemand beim Suchen hel­fen oder der Frau erklä­ren, dass sie einer Fik­ti­on nachläuft ...?

bookmark_borderZu flach (selbst) für eine Schmierenkomödie ....

cdr

 
Zu flach für eine Schmie­ren­ko­mö­die und völ­lig ohne Witz. Man müß­te das in den USA so belieb­te Zuschau­er­la­chen als Hin­ter­grund­ge­räusch ein­spie­len und sogar dann wäre es kaum zu ertra­gen. Was sich der­zeit in Washing­ton abspielt ist eine Tra­gö­die. Für die gesam­te Welt.

1
Ein "Prä­si­den­ten­dar­stel­ler" der Fak­ten haßt und daher in einer selbst­ge­schaf­fe­nen Fik­ti­on lebt. Getrie­ben von Nar­ziß­mus, unge­trübt von jeder ver­tief­ten Kennt­nis selbst in wesent­li­chen Auf­ga­ben sei­nes Amtes. Er schaut sich Fern­seh­nach­rich­ten an
 
cdr
 
und hält das was er dort sieht für die Wahr­heit [# last night in Swe­den] - dann läßt er sei­ne 'fol­lower' befra­gen und da die das glei­che gese­hen haben stim­men die Ergeb­nis­se mit dem über­ein was er dar­aus behal­ten hat. Eine posi­ti­ve Rück­kop­pe­lung die ihn behaup­ten läßt er habe 100% Zustim­mung;

2 elbst
Eine undurch­sich­ti­ge, frem­den­feind­li­che "graue Emi­nenz" die im Hin­ter­grund die Fäden zieht. Nach Aus­sa­ge von Beob­ach­tern und wegen der Äuße­run­gen im rechts­po­pu­li­sti­schen Blatt "Breit­bart" [taz zu Gegenmaßnahmen].
Alle der­zeit bekann­ten 'Köp­fe' des 45. Prä­si­den­ten­teams inclu­si­ve des Prä­si­den­ten selbst ver­hal­ten sich genau so wie Breitbart:
Wird eine Unwahr­heit nach­ge­wie­sen unter­stellt man der (kor­rekt berich­ten­den) Pres­se Vor­ein­ge­nom­men­heit & Ver­fäl­schung der Tatsachen;

3
Eine patho­lo­gi­sche Lüg­ne­rin* als Dar­stel­le­rin des Postens "Spre­che­rin des Wei­ßen Hau­ses". Erfin­de­rin des Begrif­fes "alter­na­ti­ve Fak­ten" - was zuge­ge­ben viel bes­ser klingt als "drei­ste Lügen";

4
Ein prä­po­ten­ter Jüng­ling, unge­ho­belt, unhöf­lich, schnod­de­rig, unsym­pa­thisch und ohne ein­schlä­gi­ge Erfah­rung, der den "Sicher­heits­be­ra­ter" des Prä­si­den­ten geben darf. Dazu aus­wen­dig her­un­ter­lei­ert** was sein Rechts­ver­ständ­nis ist, was er aus sei­ner Aus­bil­dung noch behal­ten hat. Pas­send [Video] zur son­sti­gen Lüg­ner­gil­de rund um Trump;
** [We see a per­son who is try­ing too hard. That’s not an attrac­ti­ve qua­li­ty, when we see someone pushing and try­ing too hard.]

5
Ein mili­tä­risch-stram­mer Holz­kopf, Navy-Reser­vist, das Kli­schee des geist­lo­sen aber zacki­gen Kar­rie­re­sol­da­ten, der die Pres­se­kon­fe­renz mit einem Mor­gen­ap­pell bei den Mari­nes ver­wech­selt und offen­bar hat er nie etwas ande­res als (para- &) mili­tä­ri­schen Drill im Sinn wenn er mit sei­ner Umge­bung kommuniziert ....

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Zugleich wird deut­lich was das soge­nann­te "home schoo­ling" anrich­tet: Es wer­den reli­gi­ös gepräg­te Dumm­köp­fe pro­du­ziert, denen die ein­fach­sten Grund­la­gen in den mei­sten Fächern feh­len - wie soll­te es auch anders sein? Nur was ihre Eltern selbst wis­sen (oder noch aus der Schu­le erin­nern?) kön­nen sie an die Spröß­lin­ge wei­ter­ge­ben .... und wer schon mal in einer US High School Zeit ver­bracht hat weiß, dass das was dort gelernt wer­den muß, um den Abschluß zu bekom­men, in etwa dem ent­spricht was Schü­ler hier­zu­lan­de nach einem Haupt­schul­ab­schluß wissen. 

Es gibt sie aber, die gebil­de­te­re Schicht, nur stellt sie eine Min­der­heit dar. Was da so an Beur­tei­lung der Regie­rung Trump geschrie­ben wird ist sehr poin­tiert, hier zum Abschluß eini­ge Zita­te:

- The­se fools’ utter ina­bi­li­ty to string a logi­cal sen­tence tog­e­ther makes me feel like I’m the one going cra­zy.

- Did you read the tran­script? I could not tell whe­ther it was real. This guy is bey­ond paro­dy at this point. 

- I couldn’t bear to watch the clip. Did anyo­ne tell Sean Spi­cer that Fre­de­rick Dou­glass has been dead sin­ce 1895? What was his reac­tion?

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So, lie­be Lesen­de, das war nun wirk­lich das aller­letz­te Mal - zukünf­tig wer­de ich zu dem Schrott der aus dem "White Hou­se" kommt nichts mehr schreiben.

* cdr

 

bookmark_borderIdeologie "Atheismus" ...?

Das ver­bin­den­de Ele­ment der Athe­isten ist nicht etwa eine gemein­sam getra­ge­ne Ideo­lo­gie oder Heils­leh­re - es ist viel­mehr die feste Über­zeu­gung es gäbe kei­ne 'höhe­re Macht' (gleich wel­chen Namens) die vor, wäh­rend und nach dem Leben eines Men­schen in irgend­ei­ner Wei­se genau dar­auf Ein­fluß genom­men hät­te oder habe oder neh­men könnte.

Christ­li­che Stra­te­gen, tum­be Streit­han­sel und Ver­tre­ter vie­ler ande­rer Reli­gio­nen ver­su­chen immer wie­der ihre eige­ne Posi­ti­on der Abhän­gig­keit von "Vor­be­tern" - man könn­te auch Schrift­in­ter­pre­ten sagen, weil das weit mehr als nur eine wört­li­che Über­tra­gung der Tex­te dar­stellt und eine jeweils gül­ti­ge 'Lehr­mei­nung' mit ein­fließt - den Athe­isten anzuhängen.

Wie völ­lig irre­ge­lei­tet die­ses Den­ken ist!
Athe­isten ver­bin­det nur ein ein­zi­ger Gedanke:

Es gibt kein 'höhe­res Wesen'
das das Universum 
samt kom­plet­tem Inhalt geschaf­fen hat.


Anson­sten sind die 'wah­ren' Athe­isten (die ich ken­ne oder von denen ich etwas gele­sen habe) ein bun­tes Völk­chen von sehr ver­schie­de­nen Menschen.

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PS:
Noch­mal über Athe­is­mus nach­ge­dacht wegen DIESES Kom­men­ta­res in die­sem ARTIKEL

bookmark_borderAsylanträge & Bevölkerungsstatistik nach Bundesländern, kommentiert

Quel­le 1   Quel­le 2

statistik

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Der Aus­län­der­an­teil an der Wohn­be­völ­ke­rung der Bun­des­län­der ist sehr unter­schied­lich: Wäh­rend bei­spiels­wei­se in NRW der Anteil 25,6 % beträgt sind es in Ham­burg 28,8 % und in Bre­men gar 29,4 %.

Blaue Buch­sta­ben in Spal­te Ⓒ zei­gen an wel­chen Anteil die bereits hier ansäs­si­gen Aus­län­der an der Bevöl­ke­rung haben.

Spal­te Ⓐ zeigt den Anteil der Asyl­an­trä­ge, in Spal­te Ⓑ ist gezeigt wie sich die­ser Wert im Ver­gleich zum pro­zen­tua­len Anteil der Bevöl­ke­rung in die­sem Bun­des­land Ⓓ verhält:
Ein grü­ner, nach unten zei­gen­der Pfeil bedeu­tet, dass weni­ger Anträ­ge dort gestellt wur­den als dem bun­des­wei­ten Anteil des Lan­des ent­spricht, der rote Pfeil nach oben zeigt das Gegen­teil - dort wur­den mehr Anträ­ge (pro­zen­tu­al) gestellt. Sach­sen-Anhalt ist eine Aus­nah­me, weil die bei­den Pro­zent­wer­te iden­tisch sind.

Die Frem­den­feind­lich­keit ist dort am offen­sicht­lich­sten wo die gering­sten Zah­len aus­län­di­scher Per­so­nen bereits woh­nen - in den öst­li­chen Bun­des­län­dern (in der Tabel­le mit einem lila Block gekenn­zeich­net). Auch die Zah­len der Anträ­ge dort stel­len die nied­rig­sten Wer­te dar.

Hohe Antei­le aus­län­di­scher Bewoh­ner fin­den sich immer dort, wo weni­ger Qua­li­fi­zier­te in Pro­duk­ti­ons­be­trie­ben Arbeit fin­den bzw. der Dienst­lei­stungs­sek­tor beson­ders aus­ge­prägt ist.

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In der nach­fol­gen­den Abbil­dung sind die Zah­len der Asyl­su­chen­den / Asyl­an­trä­ge noch­mals nach Bun­des­län­dern dar­ge­stellt (hell­blau = weni­ge, dun­kel­blau = vie­le Antragsteller).

Infografik: Asylanträge in den Bundesländern | Statista
Mehr Sta­ti­sti­ken fin­den Sie bei Sta­ti­sta

Bre­men, Ham­burg, Hes­sen und Nord­rhein-West­fa­len sind die durch die in 2015/2016 hin­zu­ge­kom­me­nen Flücht­lin­ge / Asyl­be­wer­ber am stärk­sten 'bela­ste­ten' Bun­des­län­der, dies auch des­we­gen, weil sie schon einen gro­ßen Aus­län­der­an­teil haben. 

Betrach­tet man die Zah­len und ver­gleicht die Län­der mit­ein­an­der wird klar, war­um in eini­gen Bun­des­län­dern die Wohn­be­völ­ke­rung den Aus­län­der­zu­zug als "an der Gren­ze der Mög­lich­kei­ten" ansieht. 

Es sind aller­dings nicht jene Bun­des­lä­der wo am lau­te­sten auf Demon­stra­tio­nen gegrölt wird ....