bookmark_borderAch, Frau Nahles, wenn Sie doch verstünden was Sie tun ...!
*update* [21.09.2017]

Die Reform der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung ist ja angeb­lich ein "tol­ler Wurf" - und den rech­net sich Frau Nah­les zu. Nicht ahnend, wel­ches Kuckucks­ei sie da aus­ge­brü­tet hat. 

Es wird ein paar Klein- und Mit­tel­un­ter­neh­men geben die sich des n euen Instru­men­tes bedie­nen - aller­dings geht die­se "Jahr­hun­dert­re­form" einer viel grö­ße­ren Zahl von Arbeit­neh­mern an den wohl­ge­hü­te­ten Sparstrumpf:

Denn die gro­ßen Unter­neh­men im Lan­de wer­den die bis­her garan­tier­ten Lei­stun­gen - für die Rück­stel­lun­gen gemacht wer­den muß­ten & gemacht wur­den - zurück­fah­ren. Und zwar bis zu der gesetz­lich garan­tier­ten Grenze.

Frau Nah­les soll­te es doch irgend­wann ein­mal lernen:
Wenn die CDU/CSU einem gut gemein­ten sozia­len Vor­schlag der SPD folgt dann nur, weil das ihren 'Spon­so­ren', den Groß­un­ter­neh­men & Ban­ken wei­te­re Gewin­ne oder ein sonst­wie gear­te­tes "PLUS" in die Kas­se spült ....

[Kom­pe­tenz, Frau Nah­les, kommt von "Kön­nen". Älte­re & neue­re Ger­ma­ni­stik und Poli­tik­wis­sen­schaf­ten schei­nen doch nicht das rich­ti­ge Fun­da­ment für weit rei­chen­de Ein­grif­fe in die sozia­len Siche­rungs­sy­ste­me zu sein.]

*update*
[21.09.2017]
Sieh hier­zu eine Sen­dung von PLUSMINUS

bookmark_borderDer deutsche Wetterdienst

Raten Sie mal was der deut­sche Wet­ter­dienst plant?

Eine "Wetterdienst"-Appᵃᵇ um die über 80-jäh­ri­gen damit zu war­nen wenn die Tem­pe­ra­tu­ren in für Kreis­lauf­kran­ke gefähr­li­che Berei­che ansteigt.

Es gibt wahr­haf­tig nichts Wich­ti­ge­res in unse­rem Land als eine Warn-App für 80-jäh­ri­ge, die ja bekannt­lich zu den beson­ders eif­ri­gen "Han­dy" Mobil­te­le­fon-Nut­zern gehören.

von goog­le
von apple

bookmark_borderRevisited: 70 = 50 ...?

Alter sei, so las ich kürz­lich, ledig­lich eine Fra­ge der Einstellung:

"70 ist die neue 50"!

Wer sol­che The­sen auf­stellt - bei­na­he hät­te ich geschrie­ben: Wer sol­chen Unfug ver­zapft - kann nicht älter als höch­stens Mit­te Vier­zig sein.

Ich erin­ne­re mich noch genau an die Zeit als ich Fünf­zig war. Ver­gli­chen mit dem, wie die Umstän­de heu­te, mit Sieb­zig, sind, sehe ich kei­nen Anlaß zu Jubel oder Eupho­rie anläß­lich des Älterwerdens.

Klar, die Zei­ten haben sich geän­dert. Vie­les, was man frü­her mit Sieb­zig nie getan hät­te ist heu­te völ­lig nor­mal. Das sieht man schon, wenn man die Klei­dung älte­rer Leu­te betrach­tet. 'Beige' über­wiegt, oft kom­bi­niert - es läßt sich ja so gut kom­bi­nie­ren - mit freund­li­chen, hel­len Farben.

Die Paten­tan­te mei­ner Mut­ter war, solan­ge ich mich erin­nern kann, 'zeit­los' geklei­det. Schwar­zes bis dun­kel­grau­es Kleid oder Rock mit etwas hel­le­rer Blu­se, dar­über eine arm­lo­se Kit­tel­schür­ze, um die Hüf­te eine Arbeits­schür­ze, die Haa­re zu einem Kno­ten ("Dutt") mit Haar­na­deln auf dem Hin­ter­kopf befestigt. 

Ihr Mann, mein Groß­on­kel, hat­te eine graue Hose, meliert, mit schwar­zen Fäden durch­zo­gen und Hosen­trä­gern. Letz­te­re waren am Ende mit je zwei Leder­schlau­fen ver­se­hen, die wie­der­um an pas­send plat­zier­ten Knöp­fen im Hosen­bund befe­stigt waren. Sein Hemd war kra­gen­los. Den Kra­gen knöpf­te man nur an das Hemd wenn es qua­si-offi­zi­el­le oder fei­er­li­che Anläs­se zu bege­hen hieß. Dar­über trug er eine graue Strick­we­ste, die hat­te ihm sei­ne Frau selbst gestrickt, so wie meh­re­re ande­re, gleich­ar­ti­ge, aber ver­schie­den grau gefärb­te Westen ähn­li­chen Zuschnitts. Wie­der zu beson­de­ren Anläs­sen wur­de ein Sak­ko aus dem Schrank geholt. Die Schul­tern abge­bür­stet um den Staub zu ent­fer­nen, der sich ange­sam­melt hat­te, weil das gute Stück so lan­ge unbe­nutzt im Schrank geblie­ben war ....

Ja, es hat sich Vie­les seit Mit­te des letz­ten Jahr­hun­derts geän­dert, aber immer zum Besseren?

Ver­lust, Nie­der­gang und Aus­son­de­rung - das sind die Stich­wor­te die mit dem Altern ein­her­ge­hen. Gut, da hat sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten so man­ches geän­dert, aller­dings mehr an der Ober­flä­che, erzwun­gen von den so genann­ten "jun­gen Alten" (der Begriff ist übri­gens eine Erfin­dung der Main­zer Kar­ne­va­li­sten, wer hät­te das gedacht?)

Ver­lust:
" .. die Beschäf­ti­gung mit Tod und Ster­ben wird von der älte­sten Gene­ra­tion viel stär­ker ver­drängt als dies je zuvor der Fall war .. "

Freun­de und Bekann­te ster­ben weg. Alter bedeu­tet zuneh­men­de Redu­zie­rung der Zahl von Per­so­nen, denen man ver­traut. Beson­ders betrof­fen sind sol­che älte­ren Men­schen, die - aus wel­chen Grün­den auch immer - selbst kei­ne Kin­der haben. Gut, da gibt es Son­der­fäl­le in denen Frem­de näher ste­hen als eige­ne Kin­der, die Regel ist es aller­dings nicht.

Nie­der­gang:
" .. Je älter die Leu­te sind desto kla­rer steht ihnen die End­lich­keit .. des Lebens vor Augen. Ein guter Grund das Schick­sal nicht her­aus­zu­for­dern .. " schrieb ich vor eini­ger Zeit in einem Bei­trag zum Auto­fah­ren älte­rer Personen.

Nichts bleibt wie es frü­her ein­mal war: Nach­las­sen­de Seh­kraft, nach­las­sen­de Mus­kel­kraft, nach­las­sen­de Reak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit - all das trägt zu einem erhöh­ten Risi­ko bei, das älte­re Auto­fah­rer nun ein­mal dar­stel­len. Was aller­dings stets ver­ges­sen wird sind die viel trau­ri­ge­ren (weil ver­meid­ba­ren) Risi­ken durch jün­ge­re Fah­rer: Alko­hol, Selbst­über­schät­zung, über­höh­tes Tem­po, gerin­ge Erfah­rung in Extrem­si­tua­tio­nen. Die tat­säch­li­chen Zah­len spie­geln ledig­lich die Tat­sa­che wider, dass die Kom­pen­sa­ti­on der Ein­schrän­kun­gen den Älte­ren bes­ser gelingt als den Jün­ge­ren sich in Zaum zu halten. 

Aus­son­de­rung:
" .. Wir finan­zie­ren seit Jahr­zehn­ten ein Gesund­heits-System das uns eine län­gere Lebens­er­war­tung beschert und durch die­se Per­spek­tive ver­schie­ben wir gleich­zei­tig das Ren­ten­al­ter ste­tig – und zwangs­läu­fig – immer wei­ter nach hin­ten .. per Sal­do gewin­nen wir (“die All­ge­mein­heit”) dadurch nichts als mehr Streß in den vie­len Arbeits­jah­ren .. "

Die ärg­sten Ver­lie­rer sind jene Alten, die wegen gei­sti­gen Abbaus in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen 'abge­scho­ben' wer­den. Glück­li­cher­wei­se erken­nen vie­le davon nicht mehr was man ihnen da antut. Wobei der Ver­lust an Selbst­be­stim­mung sicher nur ein klei­ner Teil des Elends ist.

"70 ist die neue 50"! - ich kor­ri­gie­re mei­ne Ein­schät­zung im ein­lei­ten­den Absatz:
Wer sowas behaup­tet kann höch­stens Mit­te Drei­ssig sein. 

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Zu die­sem The­ma ergän­zen­de Artikel:


[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 01.06.2016 @ 02:21]

bookmark_borderEin wenig wahrgenommener Skandal

Wenn frü­her ein Alt-Poli­ti­ker nach Brüs­sel abge­scho­ben wur­de - damit er kei­nen Scha­den mehr im Inland anrich­ten konn­te - war das meist nicht sehr gefähr­lich. Im Zeit­al­ter des Inter­nets hat sich das gewan­delt. Beson­ders schwer­wie­gend ist es im Fall des Herrn Oet­tin­ger, unse­rem 'ahnungs­lo­sen, dafür aber akti­ven' Schwa­ben in Brüs­sel .... "hei­se" sagt dazu:

" .. Seit 2014 ist Gün­ther H. Oet­tin­ger "EU-Kom­mis­sar für Digi­ta­le Wirt­schaft und Gesell­schaft". Das ist gut für die Wirt­schaft, aber schlecht für die Gesell­schaft, wie sich immer deut­li­cher zeigt. Oet­tin­ger gilt in Brüs­sel als regel­recht Lob­by-hörig – was Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal inzwi­schen sogar empi­risch nach­ge­wie­sen hat. Vom Start weg ließ sich der fach­lich kaum bewan­der­te Digi­tal­kom­mis­sar wenig von Exper­ten bera­ten, viel­mehr lausch­te er Ein­flü­ste­rern der Kon­zer­ne, bei­spiels­wei­se beim The­ma Netzneutralität .. "

bookmark_borderHaben SIE sich schon bevorratet ..!?

Nur mal ganz kurz und weil es mir auf­fällt. Wenn ich beim Ein­kau­fen so in die Wagen der ande­ren Käu­fer schaue stel­le ich zuneh­mend fest: Die Appel­le der Regie­rung sich für 14 Tage zu bevor­ra­ten schei­nen auf frucht­ba­ren Boden zu fallen.

Las­sen wir die Wahr­schein­lich­keit ein­mal ganz außen vor ob es wahr­haf­tig so ernst ist. 

Las­sen wir auch die Fra­ge ruhen ob nicht jeder Haus­halt schon aus grund­sätz­li­chen Erwä­gun­gen einen Vor­rat haben soll­te, z.B. wenn der Strom aus­fällt, wenn ein Schnee­cha­os die Ver­sor­gung lahm­legt oder wenn das Auto für län­ge­re Zeit aus­fällt und kein zwei­tes vor­han­den ist - wie soll dann der wöchent­li­che Groß­ein­kauf stattfinden?

Wen­den wir uns der Logik der Auf­for­de­rung zu:

Was, fra­ge ich, pas­siert wenn nach 14 Tagen der Vor­rat erschöpft ist und der Anlaß für des­sen Ver­zehr noch wei­ter fortbesteht?

Das ist eine Fra­ge auf die ich gern von der Regie­rung eine Ant­wort hät­te - aller­dings neh­me ich auch gern Ant­wor­ten von Leser/-inne/-n an .... ;c)

PS
Es gäbe noch mehr Fragen:
1. Wer kann heu­te noch ohne Mag­gi- oder Knorr-Tüten-Wür­ze aus Grund­sub­stan­zen der Küche etwas Schmack­haf­tes kochen?
2. War­um hat die Regie­rung nicht auf Vor­rä­te für die Haus­tie­re hingewiesen?
3. Wenn Strom & Was­ser aus­fal­len - wie geht man dann mit Abwas­ser und Fäka­li­en um?
4. Wenn der Nach­bar weni­ger Vor­rat hat - muß ich dann den eige­nen Vor­rat im Kel­ler bewa­chen und wel­che Mit­tel darf ich ein­set­zen wenn jemand zu steh­len versucht?
5. Wer­den die Atom­bun­ker aus den 60er/70er Jah­ren wie­der in Betrieb genommen?

bookmark_borderVerschwörungstheorie ..?!

33Heu­te gelesen:

.. Hard evi­dence or no, I stand whol­ly with a well-con­nec­ted source in Istan­bul with whom I have had an exten­ded email exch­an­ge sin­ce last weekend. “I don’t mean a total fab­ri­ca­ti­on,” he wro­te Satur­day in explai­ning what had hap­pen­ed. “Pro­ba­b­ly more of a pro­vo­ca­ti­on and trap laid by Erdoğan.” Never mind what you read in the cor­po­ra­te press: The­se sus­pi­ci­ons are wide­ly shared, I am told, among diplo­mats with long records of Midd­le East ser­vice and some of the bet­ter peo­p­le at State .. 

Über­set­zung
" .. Har­te Bewei­se oder nicht, ich ste­he auf der Sei­te einer gut ange­bun­de­nen Quel­le in Istan­bul, mit der ich seit dem letz­ten Wochen­en­de einen erwei­ter­ten E-Mail-Aus­tausch hat­te. "Ich mei­ne kei­ne tota­le Insze­nie­rung", schrieb er am Sonn­abend um zu erklä­ren was pas­siert war. "Wahr­schein­lich eher eine Pro­vo­ka­ti­on und eine Fal­le, von Erdoğan gelegt." Egal was man in der Unter­neh­mens­pres­se liest: Die­se Ver­däch­ti­gun­gen wer­den, wie mir gesagt wur­de, weit­ge­hend unter Diplo­ma­ten mit lan­gen Auf­ent­hal­ten im Mitt­le­ren Osten geteilt und das sind eini­ge der erfah­ren­sten Men­schen beim Aus­wär­ti­gen Dienst .. "
[Quel­le]

Wer sich mit Schur­ken wie Erdoğan ein­läßt muß sich gefal­len las­sen, dass deren Schur­ke­rei­en auf sie zurück­fal­len. Die EU und Deutsch­land ins­be­son­de­re kla­gen zwar den Völ­ker­mord an den Arme­ni­ern an - aber dem Völ­ker­mord an den Kur­den schau­en sie seit Mona­ten zu! 

Jetzt läßt Erdoğan end­gül­tig die Mas­ke fal­len und "säu­bert" sein Reich, dreht die säku­la­re Tür­kei um in einen mus­li­mi­schen Got­tes­staat. Die U.S.A., sonst schnell dabei der­glei­chen zu ver­ur­tei­len hal­ten sich zurück, weil sie den tür­ki­schen Luft­waf­fen­stütz­punkt nicht ver­lie­ren wollen. 

Am Ende wer­den sie wohl auch Fet­hul­lah Gulen an die Tür­kei aus­lie­fern, des­sen der tür­ki­sche Staats­chef Mit­te Dezem­ber 2013 nicht hab­haft wer­den konn­te, als es schon ein­mal eine Säu­be­rungs­wel­le wie die jetzt beob­ach­te­te in der Tür­kei gab.

Gülen ist bei­lei­be kein from­mes Lamm:

"Der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im baden-würt­tem­ber­gi­schen Land­tag, Peter Hauk, ver­lang­te im Febru­ar 2014 Ein­sicht in inter­ne Berich­te des Lan­des­ver­fas­sungs­schut­zes, in denen der Gülen-Bewe­gung vor­ge­wor­fen wur­de, teil­wei­se im Wider­spruch zur frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung zu ste­hen." [Quel­le] - das berech­tigt aller­dings selbst Herrn Erdoğan nicht den Stab über ihn zu bre­chen und sich als 'Rich­ter' auf­zu­spie­len, singt er doch im glei­chen 'Chor' ....

Aber was zählt schon ein Men­schen­le­ben in den U.S.A., die sich auf­schwin­gen welt­weit die von ihnen iden­ti­fi­zier­ten "Fein­de" - ohne Rechs­staat­lich­keit auch nur zu simu­lie­ren - per Droh­ne zu ermorden.

Wie jeder Dik­ta­tor stellt Erdoğan zunächst den Intel­lek­tu­el­len nach, in Uni­ver­si­tä­ten und Schu­len wird 'gesäu­bert'. Was zurück­bleibt ist das unwis­sen­de, gläu­bi­ge Land­volk, der ana­to­li­sche Volks­is­lam, schon immer die Quel­le des Übels. Jour­na­li­sten, Rich­ter, Anwäl­te, Ver­wal­tungs­be­am­te, Listen mit tau­sen­den regime­kri­ti­schen Men­schen, sowas zau­bert kei­ner aus dem Hut, das braucht Vor­be­rei­tung von lan­ger Hand - wer hier noch an eine spon­ta­ne Akti­on der tür­ki­schen Regie­rung glaubt zieht sich wahr­schein­lich die Hose mit der Kneif­zan­ge an.

*edit*
Gera­de gese­hen bei twitter =>
tweet

bookmark_borderFirst we take Manhattan* ....

.
1

 

.. They sen­ten­ced me to twen­ty years of boredom
For try­ing to chan­ge the system from within
I'm coming now, I'm coming to reward them
First we take Man­hat­tan, then we take Berlin .. 

["click!" auf das Bild führt zum Ori­gi­nal; Quel­le des Textauszugs.


 

 
Argen­ti­ni­en, Bra­si­li­en, Chi­le, El Sal­va­dor, Gua­te­ma­la, Kolum­bi­en, Kuba, Nica­ra­gua - die Liste der süd­ame­ri­ka­ni­schen Staa­ten, in denen die U.S.A. ihren Ein­fluß zugun­sten ihrer gro­ßen Kon­zer­ne und mone­tä­ren Inter­es­sen von insti­tu­tio­nel­len Anle­gern mit Hil­fe der Geheim­dien­ste und gespon­ser­ter ver­deck­ter Ope­ra­tio­nen durch­ge­setzt haben, ist lang. Wo immer sich ein Keim von Anti-US-Res­sen­ti­ment zeig­te wur­de die Maschi­ne­rie der Sub­ver­si­on, Mani­pu­la­ti­on und Desta­bi­li­sie­rung durch ver­deck­te Ope­ra­tio­nen in Gang gesetzt. Wäh­rend sol­che 'Ein­mi­schun­gen' frü­her noch unent­deckt und laut­los von stat­ten gin­gen, konn­ten in jüng­ster Zeit immer häu­fi­ger Bewei­se für die­se geset­zes- und völ­ker­rechts­wid­ri­gen Machen­schaf­ten ver­öf­fent­licht wer­den - teil­wei­se von den Ame­ri­ka­nern nicht ein­mal abgestritten.

Die jüng­sten Ereig­nis­se in Bra­si­li­en rie­chen ver­däch­tig nach Fremd­ein­fluß - ins­be­son­de­re, wenn man die in den U.S.A. ver­öf­fent­lich­ten Berich­te über ver­deck­te Ope­ra­tio­nen & Quer­ver­bin­dun­gen [WIKILEAKS] liest.
Vene­zue­la - mit sei­ner links­ge­rich­te­ten Regie­rung - befürch­tet nun zu Recht eine offe­ne Ein­fluß­nah­me der U.S.A. nach bewähr­tem Muster, nach­dem die ver­deck­ten Ope­ra­tio­nen die recht­ge­rich­te­ten Kräf­te im Lan­de soweit gestärkt haben, dass es zu einer Kon­fron­ta­ti­on ähn­lich wie in Bra­si­li­en kom­men könnte. 

Der jüng­ste Amts­ent­he­bungs­pro­zeß in Bra­si­li­en ver­lief nach dem "bewähr­ten" Muster wie in ande­ren süd­ame­ri­ka­ni­schen Staa­ten ab:
Unru­hen wegen abbröckeln­der Kon­junk­tur, Agi­ta­ti­on gegen die Maß­nah­men der Regie­rung, Suche nach Schwach­stel­len bei der Regie­rungs­füh­rung, Stär­kung der pro-U.S.A.-Fraktionen und Orga­ni­sa­tio­nen, offe­ne Revol­te im Par­la­ment und schließ­lich Kalt­stel­len der Präsidentin.

bookmark_borderDie "Blütezeit" des Netzes .... (Teil III)

Im die­sem letz­ten Teil, Teil III, set­ze ich mich mit ver­blie­be­nen Aspek­ten aus­ein­an­der, die der Autor Horx aus den von ihm ver­tre­te­nen The­sen zu erken­nen glaubt. Und natür­lich mit der von ihm pro­pa­gier­ten " .. Hass­kul­tur bei Face­book & Co .."
Gestern ging es um die Alters- und Bil­dungs­struk­tur der angeb­lich so wenig duld­sa­men "Gebil­de­ten und Jün­ge­ren" die nicht stän­dig "ange­hasst" und "ange­pö­belt" wer­den wollen.

The­ma heu­te ist also "Hass­kul­tur bei Face­book & Co.", wobei ich mir wie­der einen etwas aus­schwei­fen­den Bogen erlau­be, nur Hass wäre ja lang­wei­lig. Bes­ser ist rich­tig Zoff, so mit Anwalt & Gerich­ten ...! Nein, nicht wirk­lich, aber ein Schlen­ker zu den von Horx so geprie­se­nen "Qua­li­täts­me­di­en" muß erlaubt sein.

"For 15 years Litt­le Green Foot­balls has been a lea­ding source of uni­que sto­ries and opi­ni­on about news, poli­tics, art, cul­tu­re and music, as well as a host for one of the best com­men­ting com­mu­ni­ties on the web, won­derful­ly free of the trolls and haters that pla­gue most com­ment sections."

[Quel­le des Zita­tes]

Die­ses Zitat stel­le ich des­we­gen an den Anfang, weil es beweist:
Es geht auch anders als mit Pöbe­lei & Hass­ti­ra­den in Kom­men­ta­ren. Anders als Herr Horx in sei­ner eher gene­rel­len Aus­sa­ge sehe ich die Ursa­che in dem Mix des Publi­kums, dem Umgang mit Stö­rern und dem ange­streb­ten Leser- (und Schrei­ber-) niveau eines Veröffentlichungsmediums:

Je brei­ter ange­legt und je weni­ger spe­zi­fisch die Inhal­te sind, desto wahr­schein­li­cher sind Ent­glei­sun­gen. Das ist ein­fach erklärt. Wenn ein Leser etwas nicht ver­steht hat er (min­de­stens) drei Mög­lich­kei­ten der Reaktion:
Wegsurfen,
lächer­lich machen,
gegen­hal­ten, oft aggressiv. 

Je kom­ple­xer also die Erör­te­run­gen sind, umso mehr "Aus­schlag" an Emo­tio­nen wer­den sie her­vor­ru­fen - und wegen der (rela­ti­ven) Anony­mi­tät über­schla­gen sich oft die über­hitz­ten Argu­men­te, glei­ten ins Per­sön­li­che und manch­mal sogar Gesetz­wid­ri­ge ab. 

Wenn der Anspruch eines Blogs erhal­ten wird wer­den jene, die die Inhal­te nicht ver­ste­hen irgend­wann auf­ge­ben und weg blei­ben. Erste Grup­pe eliminiert.

Es ist die Auf­ga­be der Mode­ra­ti­on für Ord­nung zu sor­gen, damit soll­te es wenig­stens eine Wei­le Ruhe geben, weil ganz ohne die­se Begleit­erschei­nung der "Leser­brief­er­satz-Kom­men­ta­re" wird es nie gehen. Der Unter­schied - und das ver­kennt Herr Horx völ­lig - zu einem Leser­brief­ka­sten bei Redak­tio­nen ist deren Mög­lich­keit Har­mo­nie zu sug­ge­rie­ren indem die Stö­rer aus­ge­son­dert und gar nicht erst ver­öf­fent­licht wer­den. Das ist aus mei­ner Sicht nicht "bes­ser" im Sin­ne von mehr Qua­li­tät, auch nicht demo­kra­tisch, son­dern Macht­aus­übung im Sin­ne von Mei­nungs­steue­rung der Mas­sen. Mode­ra­ti­on & ein bekann­ter, streng ein­ge­hal­te­ner Ord­nungs­rah­men lösen nicht das Pro­blem mit Aggres­si­ven. Sie machen das Lesen für die wirk­lich inter­es­sier­ten ein­fa­cher. Bei "tele­po­lis" hilft bei­spiels­wei­se eine Bewer­tung der Qua­li­tät durch Mit­kom­men­ta­to­ren Aus­wüch­se zu vermeiden.

"Ver­ächt­lich machen", die drit­te Vari­an­te, kann nach dem Prin­zip "Glei­ches mit glei­chem ver­gel­ten" (nicht so gute Wahl) oder durch völ­li­ges Igno­rie­ren (beste Wahl) ange­gan­gen wer­den. Die Agie­ren­den lau­fen ins Lee­re, ihre Attacken lau­fen sich tot. Es wird ruhig.

" .. Wenn sich her­aus­stellt, dass Face­book durch die Hass­kap­pen der Welt über­nom­men wird, wird irgend­wann nie­mand mehr zu Face­book gehen .. " so schreibt Horx und es steckt die Unter­stel­lung dar­in, dass face­book das etwa nicht recht sein könn­te. Ich behaup­te das Gegen­teil, denn der Umgang mit Rekla­ma­tio­nen - selbst von staat­li­chen Stel­len - beweist genau das Gegen­teil. Es inter­es­siert face­book nur vor­der­grün­dig wel­che INHALTE bewegt wer­den. Wor­auf es ankommt sind die DATEN der Nutzer:
Bar­geld lacht! Jede Infor­ma­ti­on die Geld bringt wird ver­ar­bei­tet, da stö­ren Unter­su­chun­gen des "WIE?" "WARUM?" oder "WAS?" nur bei der Gene­rie­rung von 'pro­fit'.

Was an 'usern' an einem Ende ver­lo­ren geht wird am ande­ren Ende neu ein­stei­gen .... die Schwan­kun­gen bedin­gen sich nur aus den abso­lut vor­han­de­nen poten­ti­el­len Nut­zern, deren Zahl schwankt ja eben­falls nach Jahrgängen.

face­book ist
das Unter­schich­ten­fern­se­hen
über­tra­gen auf 'print'

- so ein­fach, so klar, so falsch ein­ge­schätzt vom Zukunfts­for­scher. Ein umfas­sen­de­res Fazit (auch) hier­zu folgt ganz am Ende des Beitrages

" .. Die Medi­en wer­den sich wie­der auf ihre gei­stig-­kul­tu­rel­len Kern­funktionen besin­nen .. " - das wird nicht genü­gen. Die Kern­funk­ti­on der Medi­en ist als Vier­te Gewalt die drei ande­ren Gewal­ten des demo­kra­ti­schen Staa­tes zu kon­trol­lie­ren. Das wer­den sie weder ana­log noch digi­tal schaf­fen wenn die Paro­le so ver­stan­den wer­den soll, dass sie es jetzt schon ganz rich­tig machen. Gera­de für die als leuch­ten­des Bei­spiel für einen gelun­ge­nen ana­log-digi­ta­len Auf­tritt benann­te "Zeit" ist eine poli­ti­sche Nähe ins­ge­samt und spe­zi­ell durch ihre Redak­ti­ons­mit­glie­der zu ver­zeich­nen. Nicht nur auf das Inland bezo­gen, auch für ande­re Regierungen. 

" .. weil der Kern des­sen, was sie tun, authen­ti­sche Sinn­pro­duk­ti­on ist .. " - einer die­ser kryp­tischn Horx-Sät­ze die Alles oder Nichts bedeu­ten können:
Wenn Redak­tio­nen mit Lob­by­isten, Ver­bän­den und ein­zel­nen Regie­rungs­ver­tre­tern eng ver­bun­den sind erweckt das min­de­stens den Anschein von Par­tei­lich­keit. Nicht von "Sinn­pro­duk­ti­on" im Sin­ne (!) der Bevöl­ke­rung die die­se Blät­ter bezahlen. 

Das Gegen­teil also von vor­ur­teils­frei­er, aus­ge­wo­ge­ner Bericht­erstat­tung. Viel­leicht spricht Horx des­we­gen von " .. wirk­lich guten Quali­tätsmedien .. " und erspart es sich, die­se lee­re Flos­kel mit Inhalt zu fül­len. Die Qua­li­täts­me­di­en arbei­ten alle­samt mit den Agen­tur­mel­dun­gen, nur ver­ein­zelt wer­den noch Eigen­re­cher­chen durch­ge­führt. Wo da die Qua­li­tät zu fin­den ist bleibt rätselhaft.

Groß­ver­la­ge, das darf nicht uner­wähnt blei­ben, haben ein Inter­es­se Poli­tik mit­zu­be­stim­men. Richt­li­ni­en macht die Kanz­le­rin, gut befreun­det, wie bekannt, u.a. mit Frau Sprin­ger. Kaf­fee­kränz­chen wie bei Mül­lers? Mit Aus­tausch von Back­re­zep­ten? Wenig glaubhaft!

Auf­klä­rung betrei­ben heu­te die wenig­sten die­ser "Qua­li­täts­me­di­en". Die kommt von völ­lig auf sich gestell­ten Web­log­be­trei­bern, You­tubern und ande­ren Ein­zel­kämp­fern [Mar­kus Becke­dahl (netz­po­li­tik); Tilo Jung (Jung & naiv); alter­na­ti­ve Redak­tio­nen wie "Kraut­re­por­ter", leser­fi­nan­ziert.] - oft gera­de gegen den Wider­stand der Eta­blier­ten. Dort erfährt der Leser Hin­ter­grün­de, die aus falsch ver­stan­de­ner Staats­rä­son oder Angst um die eige­ne Posi­ti­on im Ver­tei­lungs­kampf um Anzei­gen­gel­der in den gro­ßen Häu­sern nicht mehr zu fin­den sind.

Fazit, und jetzt ernen­ne ich mich zum "Zukunfts­for­scher":

Nicht die "Qua­li­täts­me­di­en" wer­den uns wahr­haf­tig infor­mie­ren, son­dern kom­men­tie­ren­de Aggre­ga­to­ren, Spar­ten­blogs & kom­men­tier­te Videomitschnitte.
Nicht die "Blü­te­zeit", son­dern der "Honey­moon" ist vor­bei. Die Kon­so­li­die­rung, schon weit fort­ge­schrit­ten was die Blog­land­schaft angeht, wird sich wei­ter fort­set­zen. Übrig bleibt dann irgend­wann ein Kon­glo­me­rat aus Ein­zel­kämp­fern, Grup­pen­kämp­fern und Massenveröffentlichern. 

Also wie schon immer.
Nur über­wie­gend elektronisch ....

bookmark_borderAnd the winner - takes it all ...!

Die­se Ver­hand­lun­gen zwi­schen der EU und der Tür­kei wer­den in die Geschich­te ein­ge­hen als ein Pakt mit dem Teu­fel.

Unge­ach­tet der Ver­let­zung fun­da­men­ta­ler Men­schen­rech­te durch die tür­ki­schen Behör­den, ins­be­son­de­re die Par­tei Erdo­gans, und unter Miß­ach­tung gel­ten­den Völ­ke­rechts hat die EU wie­der ein­mal das getan was so oft schon passierte:

Als Büro­kra­tie ohne poli­ti­schen Auf­trag und par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le gegen die vor­herr­schen­de Stim­mung und den erklär­ten Wil­len der Völ­ker zu handeln.

Was bekommt die Tür­kei dafür?
Geld, Waf­fen, freie Hand bei der Kur­den­ver­nich­tung, Weg­fall des Visa-Zwan­ges für die Ein­rei­se von Tür­ken in die EU.

Was bekommt die EU dafür?
Ein unhalt­ba­res Ver­spre­chen sich eines nicht beherrsch­ba­ren Pro­b­le­mes anzu­neh­men, des­sen ein­zi­ge Ursa­che dar­in liegt, dass die EU-Ver­wal­tung bis­lang unfä­hig war eine Lösung & amt­li­che Bear­bei­tung für den anschwel­len­den Flücht­lings­strom zu fin­den.

Wie soll die Tür­kei allei­ne lösen was den 28 EU-Staa­ten gemein­sam nicht gelun­gen ist?

Ver­sa­gen der Büro­kra­ten wird zum Va-ban­que-Spiel was die imma­nen­te tür­ki­sche Kri­mi­na­li­tät (z.B. hier in unse­ren Groß­städ­ten) angeht. Der unge­hin­der­te Ein­strom zu bereits vor­han­de­nen kri­mi­nel­len Stand­or­ten - die seit lan­gem die Poli­zei beschäf­ti­gen, viel­fach über­for­dern - wird erheb­lich schlim­me­re Pro­ble­me mit sich brin­gen als der der meist aus Fami­li­en mit Kin­dern bestehen­den Asyl­su­chen­den. Denn gewiss ist:

Die bereits hier befind­li­chen Tür­ken sind - wie Jahr­zehn­te lang beob­ach­tet wer­den konn­te - zu einem über­wie­gen­den Teil nicht "inte­gra­ti­ons­wil­lig". Was für die Asyl­be­wer­ber genau umge­kehrt fest­zu­stel­len ist. Zudem sind es in der Mas­se (bei den Syrern) bes­ser gebil­de­te Menschen. 

Anstatt der ein­glie­de­rungs­wil­li­gen kom­men wahr­schein­lich sozi­al schwa­che, min­der qua­li­fi­zier­te Tür­ken aus Armuts­ge­bie­ten hier­her - der Teu­fel wird so mit dem Beel­ze­bub ausgetrieben!

Was ist mit den Asyl­su­chen­den die nicht vom Abkom­men betrof­fen sind?
All jene aus Afgha­ni­stan, Irak, und anderen?
Die Fra­ge bleibt unge­löst. Und trotz­dem wird das "Ergeb­nis" als Erfolg der EU-Ver­hand­ler gefeiert.

Sie­ger, das steht nach allen dazu vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen fest, ist aller­dings die Tür­kei. Gleich­schal­tung der Pres­se, Abschaf­fung der Pres­se­frei­heit, Kri­mi­na­li­sie­rung der Oppo­si­ti­on durch soge­nann­te "Ter­ro­ri­sten­ge­set­ze" - alles kein The­ma für die Ver­hand­ler. Haupt­sa­che das Pro­blem abschieben .... 

Gera­de wegen die­ser Ein­schät­zung freut es mich nicht, wenn die Zukunft zeigt, dass ich es rich­tig beur­teilt habe.

* update *
(20.03.2016)
Sie­he hier­zu den sehr umfang­rei­chen Arti­kel im FAZ-Blog.
Text­aus­zug daraus:

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[Screen­shot]

bookmark_borderTELE 5 - eine neue Bundesflagge ..!?

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Heu­te moch­te ich mei­nen Augen nicht trau­en als ich bei TELE 5 vorbeischaute

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Aus meh­re­ren Grün­den hal­te ich eine sol­che Ver­än­de­rung die­ses natio­na­len Sym­bols für wenig geschmack­voll - um nicht zu sagen "total daneben!":

  • Durch die Köl­ner Ereig­nis­se ist die Stim­mung der­zeit ange­spannt, die Rech­ten sind auf­ge­heizt, da kommt so ein "Sym­bol" dem Bemü­hen die Stim­mung zu glät­ten nicht entgegen.
  • Aus recht­li­cher Sicht ist es unzu­läs­sig, dass ein Pri­vat­sen­der ohne Geneh­mi­gung sol­che Staats­sym­bo­le verändert.
  • Es ist zwei­fel­haft - sofern die­se Ver­än­de­rung eine Reve­renz an die Opfer des Atten­tats in der Tür­kei sein soll - ob die tür­ki­schen Staats­or­ga­ne von einer 'Nut­zung' ihrer Sym­bo­le in die­sem Zusam­men­hang sehr erbaut sein werden.
  • Die Ver­än­de­rung des TELE 5-Logos ist eine bil­li­ge Masche Auf­merk­sam­keit zu generieren.

bookmark_borderNeue Gesichter braucht das Land ...!

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Bei "kraut­re­por­ter" war zu lesen:

Sind ARD und ZDF ab sofort wie­der Pflicht­pro­gramm für Seri­en­fans? Die öffent­lich-recht­li­chen Sen­der wol­len bewei­sen, dass sie nicht bloß „Tat­ort“ und „Traum­schiff“ kön­nen, son­dern auch unkon­ven­tio­nel­le Seri­en: Mit „Die Stadt und die Macht“ und „Mor­gen hör ich auf“ gelingt das aber nur zum Teil, fin­det Kraut­re­por­ter Peer Scha­der – weil sich bei­de zu sehr an alte Fern­seh­re­geln klammern.

Der Arti­kel ist detail­liert geschrie­ben und sehr lesens­wert. Mir fehlt aller­dings ein Aspekt, der wohl in einer 'aus­ge­wo­ge­nen' Erör­te­rung einer Zei­tung schlecht unter­zu­brin­gen ist:
Es geht um die immer wie­der glei­chen Dar­stel­ler - die Gesich­ter wie­der und wie­der zu sehen und mit neu­en Rol­len zu iden­ti­fi­zie­ren gelingt mir zumin­dest nicht mehr. 

Wäh­rend es für die übli­chen (Freitag/Sonnabend) Kri­mi­se­ri­en durch­aus hilf­reich ist immer die glei­chen Agie­ren­den zu sehen, sich in deren 'Leben' hin­ein­den­ken und zurecht­fin­den zu kön­nen, ist es bei abge­schlos­se­nen "Extra"serien ein Erfolgs­hin­der­nis. Was nicht bedeu­tet, dass nicht ein­zel­ne bereits bekann­te­re Schau­spie­ler auf­tre­ten könn­ten, aber eben nicht die gesam­te Mann­schaft derer, die man sonst auch immer sieht - nur anders verteilt.

Heu­te ist der Schau­spie­ler ein Schur­ke, mor­gen ein lie­ben­der Fami­li­en­va­ter und über­mor­gen eine Nazi-Grö­ße, um dann am Frei­tag als Kom­mis­sar oder Poli­zei­chef zu reüssieren.

Gibt es denn außer zwei, drei, viel­leicht sogar vier Hän­den voll eta­blier­ten Seri­en­dar­stel­lern kei­ne wei­te­ren Talen­te in unse­rem Land? Oder sind es die Ver­ant­wort­li­chen für die Rol­len­be­set­zung die das Risi­ko scheu­en und daher auf 'bewähr­te Kräf­te' zurückfallen?

Neben allen ande­ren Über­le­gun­gen wie man die Attrak­ti­vi­tät deut­scher Fern­seh­pro­duk­tio­nen ver­bes­sern könn­te hal­te ich das für eine zen­tra­le Notwendigkeit: 

Neue, unver­brauch­te Gesich­ter für der­glei­chen in sich abge­schlos­se­ne Serienproduktionen.

bookmark_borderWer nichts tut
macht nichts falsch?
Falsch.

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P-zu-M

["click!" auf das Zitat führt zum kom­plet­ten Artikel]


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Schon öfter habe ich auf die Per­spek­tiv­lo­sig­keit der deut­schen Poli­tik unter Kanz­le­rin Mer­kel hin­ge­wie­sen. Nun las ich (Zitat oben), dass sich offen­bar allent­hal­ben Autoren dar­über Gedan­ken machen und es - da bin ich völ­lig sicher - eben­so nicht akzep­ta­bel fin­den wie wir hier regiert werden. 

Sie ken­nen sicher den blö­den Spruch vom "Beam­ten-Mika­do":
"Wer sich zuerst bewegt hat verloren!" 

So ist mir die Merkel'sche Poli­tik über wei­te Strecken vor­ge­kom­men. Nur kein Auf­he­bens, immer auf Ruhe und Aus­gleich bedacht, kei­ne The­men anpacken die sich als kon­tro­vers erwei­sen könn­ten. Kei­ne Plä­ne für die näch­sten 10, 20 oder 30 Jah­re, die gleich meh­re­re Her­aus­for­de­run­gen hin­sicht­lich Bevöl­ke­rungs­struk­tur, Ener­gie- und Was­ser­ver­sor­gung und glo­ba­ler Frie­dens­er­hal­tung brin­gen wer­den, um nur eini­ge zu nennen. 

So kann man einen Kir­chen­chor, eine Kin­der­ta­ges­stät­te aber nicht mal eine Imbiß­bu­de füh­ren. Für eine Regie­rung reicht das ganz sicher nicht. 

Dazu paßt ein wei­te­res Zitat, das ich heu­te eben­falls las:


Solan­ge Menschen
die das Netz kaum selbst nutzen
Inno­va­ti­on vor­an trei­ben sollen
bleibt Deutsch­land digi­ta­les Entwicklungsland.

 
Lei­der wahr - und es ist nur ein Sym­ptom einer 'kran­ken' Regierungspolitik:
Bewah­ren, Pfrün­de sichern und kon­ser­va­ti­ve Wer­te zementieren.


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*[Zitat]