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bookmark_borderDazugelernt: ....

Oft hat man nur eine gewis­se "Ahnung", daß näm­lich ein "Prin­zip" hin­ter man­chen Machen­schaf­ten ste­hen kön­ne - auf den ver­link­ten Sei­ten wer­den Mecha­nis­men, Struk­tu­ren und Hand­lungs­wei­sen in Bezug gebracht und neu­tral dargestellt ....

Dazu paßt das Murphy'sche vS'sche Gesetz der Manipulation:

"Wenn man glaubt nicht mani­pu­liert zu wer­den
ist die Mani­pu­la­ti­on am erfolgreichsten."


© [13.11.2010 by wvs]

bookmark_borderErkenntnis des Tages

Unse­re neue Gara­ge hat kei­nen Stromanschluß.
Zwei Gara­gen wei­ter gibt es aber einen.
Nur darf ich den nicht benutzen*:
Der Gara­gen­in­ha­ber will es nicht.
'Es geht', so sagt er, 'ums Prin­zip'.

In Deutsch­land geht es schein­bar offen­bar immer ums Prin­zip.
Eine gedeih­li­che Nach­bar­schaft wird so nicht entstehen.

*Anzu­brin­gen sind vier Regal­trä­ger­stan­gen - eine Sache von weni­gen Minu­ten; ins­ge­samt wären es 24 Bohrlöcher ....

bookmark_borderErkenntnis des Jahres ....

schon jetzt greifbar:

Jedes Volk hat die Regie­rung, die es verdient.

Die Staats­fi­nan­zen zerrüttet,
die Gesund­heits­re­form verhunzt,
die Bür­ger gebeu­telt und ausspioniert,
Ban­ken mit Steu­er­mit­teln subventioniert,
der Ent­wick­lungs­mi­ni­ster ent­wickelt Größenwahn ....

Wenn das nicht deut­lich dar­auf hinweist,
daß nur ein ver­nich­ten­des Résumé
zum Han­deln die­ser Regie­rung mög­lich ist ....

bookmark_borderAuf die Barrikaden ....

Nichts ist bestän­di­ger als der Wandel 
- auch das poli­ti­sche System unter­liegt die­ser Maxi­me. Sehr pas­send und intel­li­gent dar­ge­stellt in einem ZEIT-online-Bei­trag der hier (Aus­schnitt !) zitiert ist. Es ist loh­nend, den gesam­ten Arti­kel am Ursprung zu lesen ....

Die dif­fu­sen Pro­test­be­we­gun­gen erobern in unkal­ku­lier­ba­ren Gra­vi­ta­tio­nen den poli­ti­schen Raum zurück; erstaunt genie­ßen die ver­ein­zel­ten Bür­ger der Ego-Gesell­schaft (»Unterm Strich zähl ich«) eine neue Gemein­sam­keit, sie testen ihre Sou­ve­rä­ni­tät und sind prin­zi­pi­ell erst ein­mal »dage­gen«. Nach den Jah­ren poli­ti­scher Apa­thie kann dis­kur­si­ver Druck auf die Par­la­men­te nicht scha­den; er zwingt Poli­ti­ker zur gedul­di­gen Selbst­er­läu­te­rung und macht den Eli­ten klar, dass neben ihrer Par­al­lel­ge­sell­schaft noch eine ande­re Welt exi­stiert. Dass der Pro­test rasch durch »Volks­ab­stim­mun­gen« kana­li­siert wer­den kann, ist aller­dings eine trü­ge­ri­sche Hoff­nung; in einer ver­ti­kal orga­ni­sier­ten Demo­kra­tie bleibt das hori­zon­ta­le Instru­ment der Volks­ab­stim­mung ein zwei­schnei­di­ges Schwert.

bookmark_borderDer "deutsche" Weg ....

Din­ge zu tun - oder zu las­sen, das aber eher sel­ten - ist immer etwas anders als in ande­ren Län­dern Euro­pas. Die­se Erkennt­nis trifft einen immer wie­der. Vor allem natür­lich dann, wenn man mit Men­schen ande­rer Natio­na­li­tät umgeht.

Man­ches am "Deut­schen Wesen" hat sich her­um­ge­spro­chen und wird als Abson­der­lich­keit von den umlie­gen­den Euro­pä­ern akzep­tiert, tole­riert und höch­stens wenn sie unter sich sind auch da und dort belächelt.

Des­we­gen fand ich es schon erstaun­lich, daß mir ein (bri­ti­scher) Gesprächs­part­ner - ganz ent­ge­gen der 'fei­nen eng­li­schen Art' - frei her­aus zu ver­ste­hen gab, daß vie­ler­lei Regeln zum Stra­ßen­ver­kehr wie in Deutsch­land andern­orts nicht den Hauch einer Chan­ce hätten ....

Recht­lich gese­hen haben wir zwar immer noch "Freie Fahrt für freie Bür­ger", doch die Wirk­lich­keit hat uns auf den Stra­ßen schon lan­ge zu "weni­ger frei fah­ren­den Bür­gern" gemacht:

Zwar gibt es kei­ne gene­rel­le Geschwin­dig­keits­be­gren­zung, doch kannn man wohl mit Fug & Recht behaup­ten, daß die Geschwin­dig­keit auf den Auto­bah­nen durch die mas­si­ve Zunah­me der Ver­kehrs­dich­te in den letz­ten 20 Jah­ren von ca. 150 auf mitt­ler­wei­le unter 100 Km/Stunde abge­sun­ken ist. Soweit mei­ne per­sön­li­che Einschätzung.

Kennt Jemand dazu pas­sen­de - objek­ti­ve - Zahlen?

bookmark_border20 Jahre ....

und immer noch kei­ne "blü­hen­den Land­schaf­ten" in Sicht:
Statt­des­sen Tri­stesse in Ost und West des (wie­der) ver­ein­ten Landes.
Sin­ken­de Durch­schnitts­löh­ne und stei­gen­de Abgabenlasten.
Sanie­rung der maro­den Ban­ken und der dort arbei­ten­den Zocker aus der Staatskasse.
Die Bevöl­ke­rung als Last­esel und Dukatenka**er ....

Es wird wohl eher auf mei­ne dama­li­ge Pro­gno­se herauslaufen:
Erst die Gene­ra­ti­on der heu­te 15-20-jäh­ri­gen Bun­des­bür­ger wird die Unter­schie­de der gesell­schaft­li­chen Vor­prä­gung ihrer Eltern­ge­nera­ti­on über­win­den kön­nen - eine "Ver­ei­ni­gung" fin­det also erst dann statt wenn der vor­mals 'herr­schen­de' Kanz­ler Kohl schon von den Wür­mern gefres­sen ist ....

Per­sön­lich war­te ich immer noch dar­auf ein­mal wenig­stens einen die­ser Gren­zer der vor­ma­li­gen DDR ken­nen­zu­ler­nen - aber sicher ist es so wie mit den BILD-Lesern und Fernsehshow-Sehern: 

Nie­mand will es gewe­sen sein, nie­mand will es zugeben ....

bookmark_borderWie man sich so einige Dinge* erklären kann ....

Wer nichts von der Welt erfährt weil die Medi­en im eige­nen Land immer einen Ein­heits­brei von Nich­tig­kei­ten als "Nach­rich­ten" ver­brei­ten, der ist dar­auf ange­wie­sen sich die Welt selbst zu "erklä­ren" .... manch­mal kommt etwas Ver­nünf­ti­ges dabei her­aus, meist aber sind sol­che Ver­su­che stüm­per­haft und voll von Vor­ur­tei­len - wie soll denn auch ohne aus­rei­chen­de Infor­ma­ti­on ein annä­hernd kor­rek­tes Bild der Wirk­lich­keit herauskommen?

In die­se Kapi­tel gehö­ren die wenig auf­hel­len­den Schrei­be­rei­en des Herrn Sar­ra­zin, aber auch andern­orts "strickt man sich sei­ne Legen­den" nach bewähr­tem Muster: 


Ein Mus­lim, ein Inder, zwei Ame­ri­ka­ner fal­len las­sen und einen Chi­ne­sen auf­neh­men - bit­te die Mexi­ka­ner rei­hen­wei­se dazwi­schen einfügen ....


Unter dem Titel "HOW IMMIGRATION AND MULTICULURALISM DESTROYED DETROIT" kann man ein sol­ches Ela­bo­rat lesen - am Unter­gang von Detroit sind - wen wun­dert es - Mus­li­me und ande­re Ein­wan­de­rer schuld. Die Auto­bos­se und Kon­struk­teu­re, die jah­re­lang fal­sche Geschäfts­ent­schei­dun­gen tra­fen sind Ame­ri­ka­ner - und die haben bekann­ter­ma­ßen NIE an etwas Schuld ....


Arbeits­lo­sig­keit von knapp 30% (!) & Iden­ti­täts­ver­lu­ste in Detroit ....

bookmark_border" ... the final curtain ... "

Vor ein paar Tagen sprach ich mit einem Mann der in sei­nem Leben nie geraucht hat, durch sei­nen Beruf immer an fri­scher Luft arbei­te­te und kei­ne kör­per­li­che Schwerst­ar­beit ver­rich­ten muß­te - den­noch bekam er 'aus hei­te­rem Him­mel' eine Lun­gen­em­bo­lie .... und dank schnel­ler Dia­gno­se sei­ner Haus­ärz­tin konn­te er das Kran­ken­haus nach zehn Tagen zwar geschwächt und um fast zehn Kilo leich­ter - grund­sätz­lich jedoch "wie­der­her­ge­stellt" - verlassen.

Sol­che Bei­spie­le bewei­sen immer aufs Neue, daß es nicht gut ist beson­de­re Ereig­nis­se & Vor­ha­ben "für spä­ter" zu pla­nen - spä­ter kann näm­lich schon "zu spät" sein ....

bookmark_border" .. How Much Tax Does A Taxpayer Pay? .. "

so lau­tet die Über­schrift* eines Bei­tra­ges im Blog des U.S.-Public-Radio NPR.

Die zuge­hö­ri­ge Berech­nung - hier gra­fisch auf­ge­ar­bei­tet - ist in der Abbil­dung zu sehen. Ein Vier­tel ihres Ein­kom­mens zahlt die jun­ge Fami­lie (zwei Autos und ein Haus) an Steu­ern - ver­gli­chen mit hie­si­gen Ver­hält­nis­sen ein Steu­er­pa­ra­dies .... und den­noch kla­gen die Betrof­fe­nen hef­tig über die­se Belastung.

Wie sähe wohl die Ver­gleichs­rech­nung hier in Deutsch­land aus - kennt jemand sol­che Zahlen?


[Quel­le]

*

(when a tax­payer does pay tax .... das ist ein Wort­spiel bezo­gen auf einen sehr belieb­ten Kin­der­reim:
"How much wood would a wood­chuck chuck, if a wood­chuck could chuck wood?")

 

bookmark_borderAch so ...!

Schon öfter hat­te ich gefragt:
Wem nützt die öffent­li­che Auf­re­gung über ein neben­säch­li­ches Thema?

Jetzt gibt es wie­der einen Para­de­fall: Sarazzin ....
Und von was lenkt die­se Auf­re­gung ab?

Hier­von:

" .. Der­weil wur­de im Bun­des­ka­bi­nett das eigent­lich umstrit­te­ne Spar­pa­ket nahe­zu dis­kus­si­ons­los durch­ge­wun­ken. Es war eine Rand­no­tiz und die nun fol­gen­den Kri­ti­ken und nach­träg­li­chen Ände­rungs­wün­sche gehen im Medi­en­rum­mel um das Buch unter. .. "

[Quel­le; Her­vor­he­bun­gen von mir]
 

bookmark_borderAua ...!

Nun schrei­be ich doch noch etwas zum The­ma "Sar­ra­zin".
Aus beru­fe­ner Quel­le ist zwi­schen­zeit­lich fest­ge­stellt wel­cher Natur sei­ne "The­sen" sind:
Dümm­lich auf­ge­ar­bei­te­tes Halbwissen.

" .. Bun­des­bank­vor­stand Thi­lo Sar­ra­zin hat bei der Vor­stel­lung sei­nes neu­en Buches “Deutsch­land schafft sich ab - Wie wir unser Land aufs Spiel set­zen” pro­vo­kan­te The­sen auf­ge­stellt, die eine kon­tro­ver­se Dis­kus­si­on aus­ge­löst haben. In Bezug auf die Aus­sa­gen Sar­ra­zins zur Gene­tik ver­wehrt sich der Ver­band Bio­lo­gie, Bio­wis­sen­schaf­ten und Bio­me­di­zin in Deutsch­land (VBIO e. V.) ent­schie­den gegen jede Ver­fäl­schung und poli­ti­sche Instru­men­ta­li­sie­rung bio­lo­gi­scher Fakten. 

Fazit: Herr Sar­ra­zin hat die grund­le­gen­den gene­ti­schen Zusam­men­hän­ge falsch ver­stan­den - sei­ne Aus­sa­gen beru­hen auf einem Halb­wis­sen, das nicht dem Stand der Evo­lu­ti­ons­for­schung entspricht.

Für Rück­fra­gen steht Ihnen Prof. Dr. Diet­hard Tautz, Evo­lu­ti­ons­bio­lo­ge und Prä­si­dent des VBIO zur Verfügung .. "

[Quel­le; via fefe]

Deut­li­cher kön­nen Wis­sen­schaft­ler es nicht sagen.
Herrn Sar­ra­zin wird das alles schnup­pe sein - die Pro­mo­ti­on für sein Buch durch alle Medi­en ist erle­digt, da kann er sich zurück­leh­nen und sei­nen bald fol­gen­den Ruhe­stand genießen.

Viel­leicht hat er das sogar pro­vo­zie­ren wollen.