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bookmark_borderAus der Serie "Opa erzählt vom Krieg":
Burger & Kopfrechnen ....

War­um der Titel, wenn ich doch dar­über schrei­ben wer­de, daß ich heu­te [25.03.2004] bei McDonald's essen war?

Weil in NRW die Mathe­ma­tik neu erfun­den wird: "Kopf­rech­nen" wird zu "Blitz­rech­nen". Außer einem Mini­ste­ri­al­di­rek­tor, der das erfun­den hat, ver­steht kei­ner den Unter­schied - und war­um in einer bis­her noch nie dage­we­se­nen Serie von Work­shops die Betrof­fe­nen [Leh­rer] auf die neue Begriff­lich­keit ein­ge­schwo­ren werden.

So, nun zum eigent­li­chen Anlie­gen. Ich war, wie ein­gangs erwähnt, heu­te bei McDonald's. Bestellte:

  • 2x Ham­bur­ger zu je €1.15, macht zusam­men €2.30;
  • 1x Kaf­fee, nor­ma­le Grö­ße, zu €1.15;
  • 1x Scho­ko-Muf­fin zu €0.99

Ich errech­ne einen Gesamt­preis von €4.44 - die net­te Kas­sie­re­rin ver­langt €3.99 - und so sehr ich mich auch bemü­he, aus den Ein­zel­be­trä­gen ist es nicht mög­lich, auf die­sen Betrag zu kommen!

Ich bin ein ehr­li­cher Mensch und bie­te an, €4.44 zu zah­len. Nein, das geht nicht, die Kas­se sagt €3.99 und nicht mehr.

Ich for­de­re die jun­ge Dame auf, im Kopf eben zusam­men­zu­re­chen, dann wer­de sie schon sehen .... wor­auf sie mir schnip­pisch antwortet:
"Ich bin hier zum Zusam­men­stel­len und Aus­ge­ben von Essen, nicht zum Rechnen!"

Und jetzt fra­ge ich mich natür­lich, ob da das neue "Blitz­rech­nen" gehol­fen hätte ....

Erst­ver­öf­fent­li­chung: 25. Mrz 2004 um 20:12h

bookmark_borderDie Telekom
*update* (09-01-2017)

Stel­len Sie sich fol­gen­de Situa­ti­on vor:
Sie sind im Aus­land und haben zwei Tele­fo­ne dabei.

Das Erste ist ein *smart­phone* mit einem Tele­kom-Ver­trag, all-net-flat und zusätz­lich einer Lei­stung die sich "tra­vel-and-surf" nennt. Mit der kön­nen Sie die­ses Tele­fon im Aus­land wie im Inland nut­zen - zu glei­chen Bedingungen.

Das Zwei­te ist ein 'prepaid'-Telefon, auf dem ca. 17,- € Gut­ha­ben sind. Dies Tele­fon ist ihre "Reser­ve", als Absi­che­rung, damit Sie noch tele­fo­nie­ren kön­nen wenn die SIM-Kar­te des *smart­phone* aus­fal­len soll­te [was in einem Betriebs­jahr (!) schon zwei­mal pas­siert ist].
Außer­dem sen­den ihnen die Geld­in­sti­tu­te auf die­ses Tele­fon die TAN-Num­mern für das Telefon-banking.

Nun tritt der Fall auf, dass das *smart­phone* die SIM-Kar­te nicht mehr erkennt - und Ihnen die Nach­richt aus­wirft "Kei­ne SIM-Kar­te" - obwohl sie dar­in steckt und Sie nichts, aber auch gar nichts seit der letz­ten Nut­zung mit dem Tele­fon gemacht haben. Es lag nur so da.

Ich habe dann das Ersatz-Tele­fon mit der 'prepaid'-Karte genom­men und mit der "Ser­vice-hot­line" tele­fo­niert. Nach einer drei­vier­tel Stun­de hat­te ich den ersten Men­schen am Appa­rat, und wur­de dann noch drei­mal weitergeschaltet.

Danach war dann nicht nur das *smart­phone* tot, son­dern auch das Tele­fon mit der 'prepaid'-Karte. Da ver­mu­tet der Laie: Das liegt dar­an, dass das Gespräch mit der "hot­line" das Rest­gut­ha­ben völ­lig auf­ge­braucht hat .... war ja ein Auslandsgespräch.

Das alles pas­sier­te zwei Tage vor Hei­lig Abend, am 22.12.2016. Laut "Murphy's Gesetz" ist das ja nicht ver­wun­der­lich, denn sol­che Kala­mi­tä­ten pas­sie­ren immer dann, wenn es am wenig­sten paßt .... 

Heu­te - wir schrei­ben den 05.01.2017 - kam die Ersatz-SIM-Kar­te an.

Wie sich her­aus­stell­te haben die schlau­en Mit­ar­bei­ter der Tele­kom die 'prepaid'-Karte - die ja völ­lig in Ord­nung war! - gesperrt und eine neue 'prepaid'-Karte geschickt.

Die *smartphone*-Karte ist immer noch nicht nutzbar. 

Auch der Ver­such sie in das ande­re Tele­fon zu legen (nach­dem nun ein pas­sen­des Rähm­chen mit der neu­en Kar­te zur Ver­fü­gung war) brach­te nichts, bzw. die Nach­richt °°SIM-Kar­te abge­wie­sen°°.

Ach ja, falls Sie sich wun­dern war­um das mit dem Kar­ten­tausch so lan­ge gedau­ert hat:
Die Tele­kom, fast welt­weit tätig, kann SIM-Kar­ten nicht ins Aus­land ver­schicken. Glück­li­cher­wei­se bin ich ja kein "sin­gle" - und so hat mei­ne Frau den Brief der Tele­kom wei­ter­ge­schickt, an mich, im Ausland ....

update
[09.01.2017]

Heu­te habe ich erneut bei der hot­line ange­ru­fen - und nach einer kur­zen Schlei­fe mit einer arti­fi­zi­el­len Intel­li­genz (die mei­ne Tele­fon­num­mer wis­sen woll­te und was denn wohl mein Anlie­gen sei) - sprach ich mit einer Mit­ar­bei­te­rin die nicht nur freund­lich war, son­dern auch schnell ver­stand was zu tun ist.

Die neue SIM-Kar­te ist unterwegs.

"Aller guten Din­ge sind drei!" sagt der Volks­mund - nun will ich hof­fen, das trifft auch auf SIM-Kar­ten zu und die­se hält jetzt ewig ....

bookmark_borderÜ70 - na und ..!?
Keine Betrachtung zum "älter werden",
sondern zum "älter sein".

.


[Frei über­setzt:
Genie­ße das Leben - es hat ein Ver­falls­da­tum.]
    "Sech­zig Jah­re und kein biß­chen weise,
aus gehab­tem Scha­den nichts gelernt.
Sech­zig Jah­re auf dem Weg zum Greise
und doch sech­zig Jahr' davon entfernt.


[ Songtext/Curd Jur­gens

 
Am Sonn­abend waren mei­ne Frau & ich mit einem befreun­de­ten Paar bei einer Musik­ver­an­stal­tung. Die avi­sier­te Band soll­te bekann­te Songs aus den Sech­zi­gern & Sieb­zi­gern zu Gehör brin­gen. Eine kor­rek­te Beschrei­bung, wie sich spä­ter herausstellte.

Wir waren eine Stun­de vor dem Beginn laut Fly­er dort. "Alle Plät­ze besetzt, drau­ßen [7°C] sind aber noch Tische frei", ließ uns der her­bei­ei­len­de Kell­ner wis­sen. Er habe aber Decken. Das war die Ret­tung, denn die Damen hät­ten sich ohne nicht zum 'drau­ßen sit­zen' bewe­gen lassen. 

Um die Musi­ker hat­te sich schon vor Beginn der Dar­bie­tung eine Grup­pe von jün­ge­ren Leu­ten geschart, so etwa zwi­schen 30 und 40. Die gleich nach den ersten Stücken durch Applaus & Zuru­fe erken­nen lie­ßen, dass die Musik nach ihrem Geschmack war.

Der Kell­ner kam mit den Geträn­ken, zwei­te Run­de, und bemerk­te neben­bei es sei­en nun drin­nen doch noch Plät­ze frei gewor­den. Wor­auf­hin sich die Frau­en flugs auf­mach­ten die zu 'beset­zen', denn trotz der Decken war es lau­sig kalt.

Wir blie­ben noch ein paar Minu­ten vor der weit geöff­ne­ten Dop­pel­tür, als Rau­cher in gehö­ri­gem Abstand, aus Rück­sicht und weil es immer mili­tan­te Nicht­rau­cher gibt die schon vom Anblick einer Ziga­ret­te Lun­gen­krebs bekommen.

Neben uns stan­den zwei jun­ge Frau­en die ab und an ver­stoh­len zu uns her schau­ten. Schließ­lich sag­te eine der Bei­den "Sind sie wegen der Musik hier ...? " und es war ihr anzu­se­hen, dass sie es aus ech­tem Erstau­nen frag­te - denn unser Alter ist uns durch­aus anzusehen.
"Genau! Und wir haben noch die Musi­ker live erlebt von denen die Musik stammt die gera­de gespielt wird. Des­we­gen sind wir hier."

Der Gesichts­aus­druck sprach Bän­de und sie war so per­plex, dass sie eine Ant­wort schul­dig blieb. Ü70 und Musik aus der Zeit zwi­schen 1960 und 1980? Einer Zeit also, zu der die mei­sten Anwe­sen­den noch nicht ein­mal gebo­ren waren? Irgend­wie unpas­send - das spie­gel­te sich in ihrem Blick wider.

Wäh­rend bei den Drei­ßig­jäh­ri­gen das Alter erst noch kommt, vie­le sich nicht ein­mal Gedan­ken dazu machen, bin ich bereits alt - min­de­stens aus deren Per­spek­ti­ve. All die Über­le­gun­gen zum "Alter" - die bei Vier­zig- und Fünf­zig­jäh­ri­gen bestimmt spo­ra­disch ange­stellt wer­den - lie­gen weit hin­ter mir. Und noch weit vor die­sen jun­gen Frau­en. So sehr erwach­sen sie sich füh­len mögen.

Wenn ich in den Spie­gel sehe ist mir mein Alter bewußt, anson­sten kaum. Von den Ein­schrän­kun­gen der Kraft, der Aus­dau­er und den nöti­gen, län­ger wer­den­den Ruhe­pau­sen ein­mal abge­se­hen. Was ich mit 20, 40 und sogar noch 60 spie­lend erle­di­gen konn­te über­las­se ich manch­mal lie­ber einem Hand­wer­ker, weil ich es zwar theo­re­tisch beherr­sche - prak­tisch aber nicht mehr schaf­fen kann. Mit Bauch­grum­meln, Sie wer­den das ken­nen, weil vie­le Arbei­ten sehr unter­schied­lich erle­digt wer­den kön­nen und nicht immer mit der 'besten' Lösung zu rech­nen ist. Prä­zi­si­on und Sorg­falt schei­nen im Hand­werk außer Mode zu kommen.

Weil ich lan­ge im Aus­land war und nicht in Deutsch­land gefah­ren bin ist mir auf­ge­fal­len wie sehr sich der Ver­kehr auf den Auto­bah­nen ver­lang­samt hat. Wäh­rend frü­her die 'Schnel­len' kurz hin­ter­ein­an­der mit mehr als 200 km/h ange­braust kamen beob­ach­tet man sowas nur noch vereinzelt.

Ich habe kei­ne mit Selbst­ge­hä­kel­tem bezo­ge­ne Klo­rol­le auf der Abla­ge, auch kei­nen Wackel­dackel und erst recht kei­nen Tiro­ler­hut - und trotz der obi­gen Ein­sicht fah­re ich so, dass es nie­man­den zur Weiß­glut treibt. Aller­dings weiß ich aus Erfah­rung: Wenn ich mich antrei­ben las­se zah­le ich den Straf­zet­tel, nicht der Dräng­ler hin­ter mir. Je älter ich wer­de desto kla­rer steht mir die End­lich­keit (im Bild oben "Ver­falls­da­tum") des Lebens vor Augen. Ein guter Grund das Schick­sal nicht her­aus­zu­for­dern und kein unnö­ti­ges Risi­ko einzugehen. 

Anson­sten neh­me ich kei­ne Rück­sicht mehr auf die zar­ten Gefüh­le und Emp­find­lich­kei­ten der Umwelt, ins­be­son­de­re sage ich unver­blümt was ich den­ke. Ich wei­ge­re mich Sach­ver­hal­te zu beschö­ni­gen und so Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten 'ele­gant' zu umge­hen. Es geht mir nicht (mehr) um Har­mo­nie, son­dern um Lösun­gen. Man­chen erscheint das grob, ich nen­ne es effi­zi­ent. Eine sinn­vol­le Nut­zung der mir ver­blei­ben­den Zeit. 

Nun ver­ra­te ich Ihnen noch ein klei­nes Geheim­nis. Jedes Mal, wenn ich eine Beschrif­tung auf Lebens­mit­teln, Eti­ket­ten oder Web­sei­ten sehe die klei­ner als 6px aus­ge­führt ist, stel­le ich mir die "Schöp­fer" sol­cher Frech­hei­ten gegen­über uns 'Alten' vor:
Zu einer Zeit in der die­se Hans­wur­ste (selbst mit einer Seh­hil­fe!) nicht mehr lesen kön­nen was da geschrie­ben steht.

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Ein Bei­trag zu "#älter­wer­den", einer Blog­ak­ti­on bei Frau Qua­drat­me­ter

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Sie­he hier­zu auch:
Lei­stungs­zwang vs. Altersleistung
und
Alters­be­ding­te Leistungsminderung

bookmark_borderNoch eine Vorhersage die stimmte ....

.
THE 5TH OF JULY REFERENDUM

.. We are sure that gre­at inter­na­tio­nal powers have alre­a­dy exami­ned all pos­si­ble methods and ways of influen­cing the outcome .. 

[Quel­le des Zita­tes:
"Sin­gu­lar Logic and the Big Brother"]

Herr Kon­stan­ta­ko­pou­los spricht natür­lich vom Aus­gang der Volks­ab­stim­mung der Grie­chen vom letz­ten Wochen­en­de. Wenn man die Pres­se- und Fern­seh­nach­rich­ten ver­folgt hat war klar:
- 90% Bericht­erstat­tung für das "JA",
- 10% Bericht­erstat­tung für das "NEIN".

Trotz die­ser mas­si­ven Ungleich­heit ist die Absicht der grie­chi­schen Regie­rung sich eine brei­te­re Basis zu ver­schaf­fen gelungen.
In ZDF (mehr) und ARD (weni­ger) wur­den selbst nach den ersten Ergeb­nis­sen die alten Paro­len wie­der­ge­käut - unter völ­li­ger Ver­ken­nung des­sen, um was es eigent­lich ging:

Die bis­he­ri­ge Vor­ge­hens­wei­se der betei­lig­ten euro­päi­schen und inter­na­tio­na­len Gre­mi­en ist geschei­tert, auf die­ser Basis wird es nie zu einer Sanie­rung der grie­chi­schen Finan­zen kommen.

Die CDU/CSU behaup­tet man sei nicht geneigt "die Grie­chen wei­ter zu finan­zie­ren" - ein Popanz, der so nie exi­stier­te, den man aber der deut­schen Bevöl­ke­rung stets vor­zeig­te um sich für die dra­sti­schen For­de­run­gen in sozia­len und huma­ni­tä­ren Fra­gen zu rechtfertigen.

Graf Lamb­s­dorff (von der zur Bedeu­tungs­lo­sig­keit geschrumpf­ten FDP) teilt aus Brüs­se­ler Sicht mit man kön­ne sich eine geteil­te EU vor­stel­len - sol­che Län­der die schnel­ler zusam­men­wach­sen und sol­che, die es lang­sa­mer ange­hen müß­ten. Wel­che Idio­tie! Das läuft der ursprüng­li­chen Absicht Euro­pas abso­lut ent­ge­gen. Solan­ge sol­che Beton­köp­fe in der EU Ver­wal­tung das Sagen haben hat das Euro­pa das ich mir wün­schen wür­de - und das bei des­sen Grün­dung beab­sich­tigt war - kei­ne Chance.

Vor­bei ist damit noch immer nichts. Die restau­ra­ti­ven Ele­men­te wer­den sich for­mie­ren und ihre destruk­ti­ve Vor­ge­hens­wei­se gegen die grie­chi­sche Regie­rung noch geziel­ter koordinieren. 

Nun kön­nen wir getrost auf den Dreck war­ten, der mit Hil­fe der U.S.A. (die sich ja schon zu Wort mel­de­te, obwohl sie das nichts angeht) und deren Geheim­dien­sten kübel­wei­se über die Ver­ant­wort­li­chen in Grie­chen­land aus­ge­gos­sen wer­den wird ....

Es geht schon los (FAZ-Bericht)

1

Wer belügt hier sein Volk?
Der CSU-Generalsekretär!

bookmark_borderA. Einstein / S. Freud 
- Schriftwechsel: MACHT & KRIEG

.



[Quel­le "Brief­wech­sel Ein­stein-Freud"; hier: Zitat aus der Freud'schen Ant­wort an Ein­stein.]

"Das Recht ist die Macht einer Gemein­schaft" lau­tet einer der Kern­sät­ze im oben zitier­ten Text. 

Bedau­er­li­cher­wei­se scheint sich die­se Beschrei­bung in den letz­ten Jahr­zehn­ten zuneh­mend dahin­ge­hend zu ändern, daß eine 'Unter­grup­pe' der Gemein­schaft (mit Gemein­schaft mei­ne ich unse­ren Staat), näm­lich die Par­tei­en, sich die allei­ni­ge Macht aus­be­dun­gen haben, indem sie sich als Zwi­schen­in­stanz eta­blier­ten und so den Gemein­schafts­wil­len gleich­sam 'aus­fil­tern' und mit den eige­nen Inter­es­sen vermengen. 

Das ent­stan­de­ne Kon­glo­me­rat aus Volks­wil­len und Par­tei­in­ter­es­sen wird dann der stau­nen­den Mas­se als ihre eige­ne Schöp­fung prä­sen­tiert. Mit einer gewis­sen Berech­ti­gung durch soge­nann­te 'freie, demo­kra­ti­sche Wah­len', ohne jedoch tat­säch­lich den Wil­len der Mehr­heit widerzuspiegeln.

Die Mehr­heit dient einer­seits also dem Macht­er­halt, ver­liert im Lau­fe des Legi­ti­ma­ti­ons­pro­zes­ses aber ihre Sou­ve­rä­ni­tät, begibt sich gleich­sam frei­wil­lig in eine Opfer­rol­le, wird zum Spiel­ball von Dritt­in­ter­es­sen, die ihrer­seits die Par­tei­en an engen Zügeln halten.

Ein­stein hat den Schrift­wech­sel ein­ge­lei­tet, sei­nem Brief vor­an­ge­stellt ist sei­ne all­ge­mei­ne Erör­te­rung "Für einen mili­tan­ten Pazi­fis­mus". Obgleich der Titel auf einen sehr ver­schie­de­nen Sach­ver­halt hin­weist, ist doch ein Zitat dar­in ent­hal­ten, das schein­bar 'pro­phe­tisch' schon zu Beginn des letz­ten Jahr­hun­derts eine Aus­sa­ge macht, die heu­te unver­än­dert Gül­tig­keit hat und so zutrifft, als ob sie erst heu­te nie­der­ge­legt wor­den sei.



[Quel­le "Brief­wech­sel Ein­stein-Freud"; hier: Zitat aus "Für einen mili­tan­ten Pazi­fis­mus."von A. Ein­stein]

Anknüp­fend an die Aus­sa­ge wei­ter oben zu den 'Dritt­in­ter­es­sen' kann leicht iden­ti­fi­ziert wer­den was das Hin­der­nis für einen gerech­ten Aus­gleich vor­ran­gig ist:
Wir sind bereits Skla­ven von Wirt­schafts­dok­tri­nen und -tra­di­tio­nen, und es waren die Par­tei­en, die uns in die­se Situa­ti­on gebracht haben:
In dem Bemü­hen sich selbst und ihre Reprä­sen­tan­ten auf Dau­er zu sta­bi­li­sie­ren haben sie sich dem Dik­tat der Dritt­in­ter­es­sen gebeugt - um sich im Gegen­zug der Finan­zie­rung ihres Macht­er­hal­tes und (wie mitt­ler­wei­le viel­fach bekannt wur­de) zusätz­li­cher, indi­vi­du­el­ler Zuwen­dun­gen zu versichern.

Es ist 'genü­gend Brot für Alle' vor­han­den. Par­ti­ku­lar­in­ter­es­sen ver­hin­dern aber die gerech­te Ver­tei­lung. Wel­che Inter­es­sen sind das?
Selbst­ver­ständ­lich han­delt es sich um das Bank­we­sen, des­sen Geschäfts­mo­dell die Erwirt­schaf­tung von Zin­sen ist. Die wie­der­um flie­ßen nur, wenn die Schuld­ner in die Lage ver­setzt wer­den die­sen zusätz­li­chen Auf­wand ein­zu­neh­men - und das wie­der­um wird durch immer schnel­ler auf­ein­an­der fol­gen­de Inno­va­ti­ons­schü­be ver­sucht zu errei­chen, die ein ste­ti­ges Wachs­tum als Ziel haben.

Da auf einem end­li­chen Pla­ne­ten kein unend­li­ches Wachs­tum mög­lich ist ste­hen also die Bank­in­ter­es­sen den tat­säch­li­chen Mög­lich­kei­ten dia­me­tral ent­ge­gen und die Ban­ken nut­zen ihre Macht (oben als 'Dritt­in­ter­es­sen' bezeich­net) um die­sen Umstand, der nur in ein Cha­os füh­ren kann, durch die Poli­tik gegen­über den Bür­gern ver­schlei­ern zu lassen.

Ein fein aus­ta­rier­tes Lügen­ge­bäu­de, ein­zig zu dem Zweck eine Fik­ti­on als Wirk­lich­keit zu ver­kau­fen. Und hier kom­me ich zurück auf die Freud'sche Ant­wort an Einstein:

Krieg wird es immer dann wie­der geben wenn die Not­wen­dig­keit besteht pro­du­zier­te Waren (im Krieg natür­lich vor­ran­gig Waf­fen, aber als 'Kol­la­te­ral­scha­den' natür­lich auch zivi­le Güter) zu ver­schlei­ßen um neu­en Bedarf hervorzurufen.



[Quel­le "Brief­wech­sel Ein­stein-Freud"; hier: Zitat aus Ant­wort von S. Freud]

Die Hand­lan­ger der 'unzu­gäng­li­chen Grup­pe' von denen Freud spricht sind die Ban­ken. Sofern sie aller­dings selbst die Fäden für der­lei 'Geschäft mit dem Krieg' in Hän­den hal­ten sind sie nicht mehr nur Mit­tels­män­ner, son­dern Täter.

Wer hät­te das gedacht: Die fein bezwirn­ten, net­ten, manch­mal nichts­sa­gen­den Figu­ren, die jede Schwie­ger­mut­ter zum Schwär­men brin­gen wür­den, die so harm­los daher­kom­men, sind in Wirk­lich­keit die "dunk­le Sei­te der Macht" .... [http://youtu.be/5hfEBupAeo4]

*edit*
Wie Krieg "insze­niert" wird kann der­zeit im Nahen Osten - Syri­en - als Para­de­bei­spiel bestaunt werden.

*2.edit* (13.09.2013)
Krieg dort (Syri­en) scheint ja nun abge­wen­det zu sein. Die Waf­fen­ge­schäf­te im 'kon­ven­tio­nel­len' Bereich lau­fen dafür umso besser ....

*3.edit* (13.03.2014)
Der Kon­flikt auf der Krim ist auch so ein Bei­spiel: Es geht bei allen 'ange­schlos­se­nen' Staa­ten (ob an EU oder Russ­land) um Macht, Boden­schät­ze, Öl & letzt­lich Geld - die Men­schen sind zu Spiel­fi­gu­ren degradiert.

bookmark_borderBemerkungen über den Gruß "Mahlzeit"

Es beginnt so ca. gegen 11:00h mor­gens, eine Stun­de nach dem zwei­ten Früh­stück: Wer immer ihnen in geschlos­se­nen Gebäu­den, beson­ders bei Fir­men und Behör­den, begeg­net grüßt mit: "Mahl­zeit!" Dabei weiß kei­ner, der so grüßt, ob Sie über­haupt ein Mit­tag­essen pla­nen, ob Sie je zu Mit­tag essen, oder ob Sie viel­leicht schon geges­sen haben.

Absurd
Kürz­lich betrat ich in einem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum die Her­ren­toi­let­te. Dort wuschen sich zwei Leu­te gera­de die Hän­de. Als sie mei­ner ansich­tig wur­den, schall­te mir sofort ein zwei­stim­mi­ges "Mahl­zeit!" ent­ge­gen. Auf der Her­ren­toi­let­te (!) Die­ser Ort ist wohl der letz­te, den ich mit ´Mahl­zeit´ verbinde.

Unaus­rott­bar sind sol­che Gebräu­che - und ver­su­chen Sie ein­mal, die­se Rede­wen­dung einem Chi­ne­sen zu erklä­ren. Wir hat­ten im Novem­ber Besuch aus Chi­na. Mir wur­de nach drei Tagen Auf­ent­halt hier die Fra­ge gestellt, was denn "Mahl­zeit" mit der gegen­tei­li­gen Ver­rich­tung zu tun hät­te, man stel­le sich die­se Fra­ge, sei man doch mehr­fach in die­ser Wei­se beim Betre­ten diver­ser Sani­tär­an­la­gen so gegrüßt worden ....

Mei­ne Erläu­te­run­gen waren spär­lich, aber wie die Chi­ne­sen so sind, wur­den sie mit einem freund­li­chen Lächeln und einem abschlie­ßen­den "Dan­ke!" angehört.

Da kam ich mir für einen kur­zen Augen­blick so vor, wie der Vater in dem baye­ri­schen Witz, der, unfä­hig sei­nem Sohn den Namen auch nur eines der vie­len präch­ti­gen Gebäu­de in Mün­chen zu nen­nen zu die­sem sagt: "Frag´nur Bub, sonst lerns´t ja nix".

bookmark_borderUnterschätzt bzw. gering geschätzt ....

- die Diplom-Bio­lo­g/-inn/-en - eine Berufs­grup­pe, die sehr viel mehr kann als manch' ande­re Natur­wis­sen­schaft­ler oder gar Gei­stes­wis­sen­schaft­ler: Immer noch als "exo­tisch" ver­kannt und nicht so ein­ge­setzt, wie es ihrem Poten­ti­al entspricht ....


Nur eini­ge Anga­ben zum Spek­trum der Ausbildung:

  • Bota­nik und Zoo­lo­gie als Grund­vor­aus­set­zung zum Vor­di­plom
  • Human­bio­lo­gie wie die Medi­zi­ner bis zum Vorphysikum
  • Mikro­bio­lo­gie & Gene­tik - das lernt sonst nie­mand in die­ser Tiefe .... 
  • Phy­sik wie die Lehramts-Physiker
  • Anor­ga­ni­sche und orga­ni­sche Che­mie wie die Lehr­amts-Che­mi­ker - ledig­lich weni­ger "Phy­si­ka­li­sche Chemie"
  • Sta­ti­stik und Ana­ly­sen - mehr als nur "Grund­la­gen"
  • schließ­lich ein Ver­tie­fungs­fach und eine Diplom­ar­beit, die vom Umfang her zwei bis drei Dok­tor­ar­bei­ten der Medi­zin umfasst ....

Absol­ven­ten also, die gelernt haben vie­le Bälle
- ganz lang - in der Luft zu halten ....

Und was lese ich da kürz­lich in einer über­re­gio­na­len Wochenzeitung?
Deutsch­lands Per­so­nal­chefs haben die Gei­stes­wis­sen­schaft­ler als "bestens geeig­ne­te" Kräf­te mit Füh­rungs­po­ten­ti­al erkannt .... und wol­len zukünf­tig ver­mehrt auf die­sen "pool" zugreifen ....


Unse­re Pro­ble­me sind grö­ßer als man auf den ersten Blick annimmt ....
Wenn es zukünf­tig also in Unter­neh­men nach der Devise
"Also das find ich jetzt über­haupt nicht gut wie du arbeitest.
Dar­über müs­sen wir drin­gend 'mal in der Grup­pe reden .... "

zugeht, anstatt auf hoch­qua­li­fi­zier­te Pro­blem­lö­ser wie die Bio­lo­gen zuzu­grei­fen - dann, ja dann, wird mir Angst und Bange ....


PS
Da fällt mir ein:
Sind eigent­lich Fächer wie Betriebs­wirt­schaft und Mar­ke­ting Naturwissenschaften?
Nein!
Es sind Geisteswissenschaften ....

bookmark_borderEine junge Frau ....

Eine jun­ge Frau hat­te heu­te in einem EKZ Pro­ble­me mit Kind und Kin­der­wa­gen durch eine Tür zu kom­men .... ich ver­such­te zu helfen.
Das Kind (mit Fin­ger auf mich zeigend):
"Ist das der Papa?"
Mir ent­fuhr ein gehetztes
"Nein!"
- und ich schau­te mich um, wer von die­ser mög­li­cher­wei­se kom­pro­mit­tie­ren­den Äuße­rung Notiz genom­men haben könnte
- gott­lob kaum Men­schen in der Nähe ....

Ich kam mit der Mut­ter ins Gespräch.
Sie ist alleinerziehend.
Sie woll­te nur das Kind, nicht den Vater des Kindes.
Sie sagt, er weiß es nicht einmal ....
Obwohl ich das nicht rich­tig fin­de mag es für sie gute Grün­de geben.
Über die­se Grün­de haben wir nicht gesprochen.

Eines ist aber sicher:
Das Kind wird nicht auf­hö­ren zu fragen ....

Ich möch­te nicht mit die­ser Mut­ter tauschen.

bookmark_borderBrüderlich geteilt - Schwesterlich beschissen ....
*edit 06-2023*[added translation to English]

Stel­len sie sich fol­gen­de Situa­ti­on vor:
Café im Super­markt - mit Eis­the­ke, eine Kugel für 50 Cent - davor zwei Schwe­stern, eine ca. 8, die ande­re ca. 4 Jah­re alt.

Die Bedie­nung fragt die bei­den jun­gen Damen nach ihren Wün­schen. Die älte­re Schwe­ster fängt an
"Ich neh­me eine Kugel Schokoladeneis."
"Ich auch", kräht die klei­ne Schwester.

Die Bedie­nung nimmt zwei Töpf­chen her und schau­felt Scho­ko­la­den­eis in den ersten Becher. Fer­tig - und über den Tre­sen gereicht - die gro­ße Schwe­ster greift zu.

Nun nimmt die Bedie­nung das Eis­be­hält­nis her­aus und sagt
"Da ist nur noch ein Rest drin"
- und zur klei­nen Schwe­ster gewandt
"Da hast Du aber Glück,
das ist mehr als ein Eis aber weni­ger als zwei .... "

In die­sem Moment gibt die gro­ße Schwe­ster der klei­ne­ren den Becher mit Scho­ko­la­den­eis, von dem sie schon ein wenig geges­sen hat und sagt
"Hier, du kannst schon 'mal mit die­sem anfan­gen - ich war­te noch bis das ande­re Eis fer­tig ist"

Die Klei­ne nimmt den ange­bo­te­nen Becher.
Wie gut für die Gro­ße, daß das so pro­blem­los über die Büh­ne ging!

Wie heißt es doch im Sprichwort:
"Brü­der­lich geteilt - Schwe­ster­lich beschissen .... "

Goog­le-Über­set­zung:
Ima­gi­ne the fol­lo­wing situation:
Café in the super­mar­ket - with an ice cream coun­ter, a scoop for 50 cents - in front of it two sisters, one about 8, the other about 4 years old.

The wai­tress asks the two young ladies what they would like. The older sister begins
"I'll have a scoop of cho­co­la­te ice cream."
"Me too," crows the litt­le sister.

The wai­tress takes two pots and scoops cho­co­la­te ice cream into the first pot. Done - and han­ded over the coun­ter - the big sister grabs it.

Now the wai­ter takes out the ice cream con­tai­ner and says
"There's only one scoop left"
- and tur­ned to the litt­le sister
"But you're lucky
that's more than one ice cream scoop but less than two...."

At that moment, the big sister gives the litt­le one the cup with cho­co­la­te ice cream, of which she has alre­a­dy eaten a litt­le and says
"Here, you can start with this one - I'll wait until the other ice cream is ready"

The litt­le one takes the offe­red cup.
How good for the big one that it went so smoothly!

As the say­ing goes:
"Brot­her­ly Divi­ded - Sister­ly defrauded ...." 

bookmark_borderBemerkungen zum Überholen auf Autobahnen

Gewöhn­lich mache ich Motor­rad­fah­rern Platz, denn sie beschleu­ni­gen erheb­lich schnel­ler als selbst das best moto­ri­sier­te Auto.
Gewöhn­lich drän­geln auf der Auto­bahn nur Autos.

Gewöhn­lich, bis gestern.

Da wur­de ich zum ersten Mal in fast vier­zig Jah­ren (seit Erhalt des Füh­rer­scheins) von einem Motor­rad­fah­rer bedrängt - und das bei Tem­po 180 - wäh­rend ich über­hol­te und vor mir ein PKW halt nicht schnel­ler war ....

Ich fra­ge mich, ob der Motor­rad­fah­rer wohl nur mich sah - und den vor mir fah­ren­den PKW über­se­hen hat­te? Jeden­falls näher­te er sich bis auf weni­ge Zen­ti­me­ter mei­ner Stoß­stan­ge und fing an zu blin­ken, zu hupen und schlän­gel­te von Mit­te bis äußerst links an den Fahrbahnrand.

Spä­ter, nach­dem er über­holt hat­te und weg­ge­braust war, muss er sei­ne Geschwin­dig­keit redu­ziert haben, denn wenig spä­ter über­hol­te ich ihn wieder.

Was soll­te das Ganze?
Ich schau­de­re bei der Vor­stel­lung, ich hät­te aus irgend­ei­nem Grund brem­sen müs­sen. Wo dann wohl jetzt der Motor­rad­fah­rer wäre?