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bookmark_borderSenioren-Einheitsbrei ...?

.
oder:
"Die Alzis ral­len nicht
dass sie das schon x-Mal gele­sen haben."

 

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Die Stich­wort­su­che tauch­te nun schon mehr­fach in mei­nem 'coun­ter' auf - da wur­de ich neu­gie­rig und habe nach­ge­se­hen. Was ich fand war ein wei­te­res Bei­spiel dafür, wie wenig in man­chen 'Blät­tern' selbst pro­du­ziert son­dern von Agen­tu­ren abge­schrie­ben wird. "Pres­se­mit­tei­lung" heißt es dann, das Pro­dukt von dem abge­schrie­ben wer­den darf, nein, SOLL, denn Irgend­wer steckt doch dahin­ter und zahlt. Will also eine mög­lichst gro­ße Ver­brei­tung erreichen ....
 
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Alles "Qua­li­täts­pres­se", ver­steht sich!

bookmark_borderWARUM?

Die­se Fra­ge stel­le ich mir immer noch, jetzt, nach der Lek­tü­re eines Arti­kels in der Süd­deut­schen Zeitung.
Wo ich doch auf Auf­klä­rung durch den Arti­kel gehofft hatte.

Doch von Anfang an.
Online war unter der »head­line«¹:
" .. Über­wa­chung durch Geheim­dien­ste Aus Angst vor dem Volk .. " ver­faßt von Jut­ta Weber (13. August 2013) die fol­gen­de »tag­li­ne«²⁻³ᵃ⁻³ᵇ zu lesen:

" .. Die Späh­af­fä­re macht deut­lich, wie sehr sich die Sicher­heits­po­li­tik des Westens gewan­delt hat - hin zu einer gefähr­li­chen Daten­sam­mel­wut. Die eigent­lich inter­es­san­te Fra­ge ist:
War­um über­wa­chen demo­kra­ti­sche Gesell­schaf­ten ihre eige­ne Bevöl­ke­rung so hautnah? .. "

Im »wrap-up«⁴ lau­te­te die Fra­ge­stel­lung dann so:

" .. Letzt­end­lich muss man sich aber fra­gen, war­um demo­kra­ti­sche Regie­run­gen so gro­ße Angst vor ihren Bevöl­ke­run­gen haben .. "

Bei gemein­sa­mer Betrach­tung der Ein­gangs­fra­ge und des abschlie­ßen­den Sat­zes ist das Ergeb­nis des Artikels:
"Demo­kra­ti­sche Regie­run­gen über­wa­chen ihre Bevöl­ke­rung weil sie Angst vor ihr haben." Selbst das wird dann wie­der ein­ge­schränkt, weil es in Fra­ge­form geklei­det ist. Ob die gestell­ten Fra­gen Rele­vanz haben bleibt ohne­hin offen. Auch dazu ver­mis­se ich eine Erör­te­rung in dem Artikel.

Ich will hier bestimmt kei­ne Text­in­ter­pre­ta­ti­on à la Gym­na­si­um machen, doch fra­ge ich mich als Leser was ein Bei­trag in einer renom­mier­ten Zei­tung soll, der die selbst­ge­stell­te Ein­gangs­fra­ge im Text­ver­lauf nur vage anreißt und statt einer Lösung am Ende nur eine wei­te­re Fra­ge stellt. Da hät­te ich doch mehr erwar­tet, zumal von einer Wis­sen­schaft­le­rin, die sich mit dem The­ma Kom­mu­ni­ka­ti­on in wei­te­rem Sin­ne befaßt und daher als fach­kom­pe­tent ange­se­hen wer­den sollte. 

Ich füh­le mich 'ver­schau­kelt' - weil ich Zeit geop­fert habe um den Arti­kel zu lesen und hin­ter­her genau­so schlau bin wie vor der Lektüre.

Dabei fal­len mir - weil ich es andern­orts gele­sen und selbst dar­über nach­ge­dacht habe - schon ein paar Grün­de ein. Da wäre zunächst der Gedan­ke der Erfor­schung der jeweil­gen Stim­mungs­la­ge im Lan­de. Das kann für die Durch­set­zung von poli­ti­schen Zie­len bedeut­sam sein, weil es unklug ist gegen eine Mehr­heit Poli­tik zu machen. 

Es wäre ins­be­son­de­re auch an die Erfor­schung der Hal­tung der eige­nen Par­tei­gän­ger und der Oppo­si­ti­on zu den­ken - denn ich bin sicher, das Kanz­ler­amt bekommt dar­über Dos­siers gelie­fert. Ein Teil der Geheim­nis­krä­me­rei ist bestimmt des­we­gen vor­han­den, weil man die­se Aus­spä­hung weder den eige­nen Par­tei­leu­ten, noch einer brei­ten Öffent­lich­keit als "unver­zicht­bar" oder "alter­na­tiv­los" ver­kau­fen könn­te. Die Lügen­ge­bäu­de, die um die Aus­spä­hung auf­ge­baut wer­den, loh­nen sich doch nur, wenn dafür bei dem 'inne­ren Zir­kel' Infor­ma­tio­nen ankom­men um derent­wil­len sich die­se Lüge­rei lohnt.

Wei­ter könn­te man an die Ver­flech­tung zwi­schen Poli­tik und Wirt­schaft, oder zwi­schen Poli­tik und Finanz­we­sen im Lan­de denken:
Da ist es doch von gro­ßem Vor­teil wenn die ande­ren Akteu­re aus­ge­späht wer­den und man so "Hebel" in die Hand bekommt um For­de­run­gen abweh­ren oder Lei­stun­gen ein­for­dern zu kön­nen. Ande­re 'erpreß­bar' zu machen ist immer bes­ser als selbst erpreßt zu wer­den - und bei den Sum­men und Fol­gen, die durch die Regie­rungs­po­li­tik ent­ste­hen ist ein Wis­sens­vor­sprung von außer­or­dent­li­chem Vor­teil. "Wis­sen ist Macht" gilt im poli­ti­schen Geschäft doch min­de­stens eben­so wie in der rei­nen Wissenschaft.

Schließ­lich ist der inter­na­tio­na­le, ins­be­son­de­re euro­päi­sche Raum zu beden­ken: Auch dort wer­den die Bevöl­ke­run­gen von ihren Regie­run­gen aus­ge­späht - aber auch die staat­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen und die jewei­li­gen Poli­ti­ker. So bie­tet auf die­ser Ebe­ne ein Kennt­nis­vor­sprung durch die Geheim­dien­ste durch­aus inter­es­san­te Mög­lich­kei­ten. Wie im Inland führt auch bei den aus­län­di­schen Aus­ge­späh­ten die Tat­sa­che, daß sie nicht genau wis­sen WAS ihr Gegen­über von ihnen an 'klei­nen Geheim­nis­sen' weiß zu einer Ver­un­si­che­rung - und wer 'ver­un­si­chert' ist, ist leich­ter zu mani­pu­lie­ren. Ein 'guter' Geheim­dienst hat also für eine Regie­rung durch­aus hand­fe­ste Vor­tei­le. Wes­we­gen ich sicher bin, daß die For­de­rung aus ver­schie­den­sten Krei­sen nach Abschaf­fung der 'Dien­ste' nicht erfüllt wer­den wird. Sie sind nun mal ein Trumpf im Ärmel der Herr­schen­den auf den die­se nicht ver­zich­ten werden.

Zwei­fel habe ich aber den­noch - und zwar an der Lei­stung der 'Dien­ste' die hier­zu­lan­de vor­han­den sind:
Es sind nicht immer die Besten, die dort­hin gelan­gen. Oft sind es aus­ge­dien­te Sol­da­ten, ehe­ma­li­ge Poli­zi­sten, weg­ge­lob­te Ver­wal­tungs­leu­te - und bestimmt nicht nicht die 'crè­me-de-la-crè­me' - min­de­stens ist das mein Ein­druck von den weni­gen Berüh­run­gen die ich mit akti­ven oder im Ruhe­stand befind­li­chen Per­so­nen aus dem Geheim­dienst­be­reich hat­te. Die waren eher mit­tel­mä­ßi­ge, spie­ßi­ge und nur durch­schnitt­lich intel­li­gen­te Menschen. 

Ob die in der Lage sind tat­säch­lich rele­van­te Ergeb­nis­se zu liefern?

Man könn­te auf "Schwarm­in­tel­li­genz" hof­fen. Dage­gen spricht aber wie­der die Beob­ach­tung der weni­gen, expo­nier­ten Ver­tre­ter der Zunft. Oder deren Auf­tre­ten. Wer über wirk­lich bedeut­sa­me 'Geheim­nis­se' von ande­ren Men­schen Bescheid weis tritt anders auf und benimmt sich souveräner. 

PS.
Mei­ne eige­ne Über­schrift genügt nicht den Anfor­de­run­gen, die bei Herrn Nömix an eine Über­schrift gestellt wer­den. Dies ist mir klar und den­noch blei­be ich dabei ledig­lich ein "War­um?" dort­hin zu schrei­ben. Wenn schon in über­re­gio­na­len Zei­tun­gen nicht nach jour­na­li­sti­schen Regeln gear­bei­tet wird kann ich, nein, will ich es mir erlau­ben die Regeln bei­sei­te zu las­sen und das zu tun was mir gefällt.

∙  ▫  ∙

¹ »head­line; Zitat Nömix: »Zwei Haupt­fra­gen müs­sen in einer Schlag­zei­le beant­wor­tet wer­den, näm­lich Wer? und Was?« (aus: Wolf Schnei­der, “Die Überschrift“)
² »tag­li­ne«
Eine »tag­li­ne« (vom eng­li­schen »tag« für „Auf­hän­ger“ und »line« für „Zei­le“) ent­hält die Bot­schaft einer Prä­sen­ta­ti­ons­sei­te in einem Satz.
³ᵃ »slo­gan« (syn­onym für »tag­li­ne«, auch »cla­im«)
Der »slo­gan« soll in kom­pak­ter Form eine Aus­sa­ge ver­mit­teln und die Öffent­lich­keit schlag­ar­tig beein­flus­sen. In Deutsch­land wird in Fach­krei­sen auch der Begriff »cla­im« - deutsch "Anspruch" - verwendet.
³ᵇ »Slo­gans« sind kur­ze Phra­sen, die beschrei­ben­de oder emo­tio­na­le Infor­ma­tio­nen vermitteln.
»wrap-up«; »wrap-up line« - hier han­delt es sich um eine abschlie­ßen­de For­mu­lie­rung, die die Zusam­men­fas­sung der vom Autor ver­tre­te­nen The­sen / Mei­nung / Auf­fas­sung wie­der­ge­ben soll.

bookmark_borderZeichen der Zeit ....

Grund­sätz­lich ist es ja so, daß die lebens­not­wen­di­gen Grund­la­gen (Ener­gie, Was­ser, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel) in die Begehr­lich­keit Jener fal­len, die dadurch Abhän­gig­keit erzeu­gen & Pro­fit gene­rie­ren wollen: 

Aber gera­de beim Was­ser haben sie auf EU-Ebe­ne vor ein paar Wochen eine Abfuhr erteilt bekom­men - was nicht heißt, daß da der Kampf zu Ende ist - man sieht ja wie immer wie­der aufs Neue ver­sucht wird unter ande­rem Namen das Glei­che durch­zu­brin­gen (Bsp. ACTA). In der Hoff­nung die Bestän­di­gen zu zer­mür­ben und dann doch zu obsie­gen. In eini­gen Län­dern ist das gelun­gen, da erkennt man dann wie die Nach­tei­le die (zuvor) ange­prie­se­nen Vor­tei­le über­wie­gen [Eng­land, Spanien].

Bei den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­teln sind wir schon über­töl­pelt wor­den - da ist der Zug abge­fah­ren! Erst haben wir in Euro­pa die tech­ni­schen Grund­la­gen gelegt und die Paten­te ver­ges­sen zu for­mu­lie­ren - dann haben die Ame­ri­ka­ner sich die Tech­no­lo­gie zu eigen gemacht und das nöti­ge Per­so­nal 'ame­ri­ka­ni­siert':
Nun ist die welt­weit benutz­te Hard- und Soft­ware fast aus­schließ­lich in U.S.-Hand und dem­entspre­chend wer­den wir 'gemol­ken'. Was die Hard- und Soft­ware­fir­men noch nicht geschafft haben erle­di­gen dann die Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men im Gleich­klang und in Gleichschaltung ....

Es ist eine böse Welt. Aber die Geschich­te zeigt, daß der­glei­chen Machen­schaf­ten immer wie­der ver­sucht wur­den - und schließ­lich an sich selbst, ihrer Uner­sätt­lich­keit, ihrer mora­li­schen Ver­kom­men­heit & Gier zer­bro­chen sind. Es scheint in der mensch­li­chen Natur begrün­det zu sein, daß sol­che Struk­tu­ren sich auf­bau­en und wie­der zer­bre­chen, wie eine Sinus­wel­le, auf- und abschwingend.

bookmark_borderWer nichts zu verbergen hat ....

.... muß sich trotz­dem fürchten:
 


"Soll­ten sich "anstän­di­ge Bür­ger" wegen der Über­wa­chung sor­gen?
– Ein Erfah­rungs­be­richt aus den Schattenkriegen"


 

bookmark_borderEuro 2008

Die obi­ge Abbil­dung stammt aus unse­rem 'Lokal­blatt' ....

Da ich nicht viel von Fuß­ball ver­ste­he - und schon erst recht nicht von den Mann­schaf­ten - war die­se Zusam­men­stel­lung ein guter Weg mir einen Über­blick zu ver­schaf­fen. Zugleich wird der Zweck des 'me too' hier­mit erfüllt:

Wer will schon in die­ser Zeit - in der Fuß­ball domi­niert - zurückstehen?


[3216/12]

bookmark_borderOh, du fröhlige ....

Neue deut­sche Rechtschreibung?
"fröh­lige" ???

Sor­ry, not­hing found!
Plea­se try one of the following:

1. DID YOU MEAN:
Deutsch
fröh­lich — fröh­li­che — fröh­li­ches — fröh­li­cher — fröhlichste
 — fröh­li­che­re — fröhlichkeit

Auch lt. Duden:

"fröh­liche"

- gut so, sonst müß­te es näch­stens viel­leicht "kubige" statt "kubische" hei­ßen ....
Ach, sagen Sie, wo ist denn da der Zusammenhang?
Sehen Sie, genau das mei­ne ich ....

Dann schon lie­ber: "frölische" ....

bookmark_borderBemerkungen zum "Faschismus" in USA

In einem web­log las ich vor kur­zem, man sol­le vor allem Ame­ri­ka­ni­sche Geschäfts­leu­te auf Euro­pa­tour den glei­chen Pro­ze­du­ren unter­zie­hen, denen seit kur­zem Euro­päi­sche Tou­ri­sten und Geschäfts­leu­te in USA unter­wor­fen werden.

"Gut so - und war­um eigent­lich noch nicht?" war mein erster Gedanke.

Aber:
Wol­len wir wirk­lich mit Bush und Kon­sor­ten auf eine Stu­fe gestellt wer­den? Wol­len wir uns mit jenen ver­glei­chen las­sen, die ein frei­heit­lich-demo­kra­ti­sches Land in nur drei Jah­ren zu einem düste­ren Abklatsch von Orwells "1984" [Big Brot­her is watching you!"] gemacht haben?

  • Überwachungskameras; 
  • Elek­tro­ni­sche Bespit­ze­lung, auch im Inter­net und 
  • staat­li­che Regi­strie­rung der Mobiltelefongespräche; 
  • Nach­barn beschnüf­feln Nach­barn - wie einst die "Block­war­te" im Nationalsozialismus; 
  • Ver­net­zung der Innen- und Außen­ge­heim­dien­ste und Ein­rich­tung einer "Hei­mat­schutz­be­hör­de" , die nichts ande­res tut als Frei- hei­ten, die durch die Ver­fas­sung vor­ge­ge­ben sind durch Ver­wal­tungs­de­kre­te einzuengen; 
  • eine Gleich­schal­tung der Medi­en durch FCC-Order [vor­letz­ter Absatz im Link], die erlaubt, daß Mon­po­le im Medi­en­be­reich die klei­ne­ren Kon­kur­ren­ten "platt" machen und statt "Nach­rich­ten" ein Ein­heits­brei ver­brei­tet wird? 

Nein, ich möch­te nicht - wie beob­ach­tet - in "vor­aus­ei­len­dem Gehor­sam" vor Durch­su­chung durch die TSA mei­ne Schu­he aus­zie­hen, obwohl mich noch nie­mand dazu auf­ge­for­dert hat, nur weil ich Angst habe sonst für "unpa­trio­tisch" oder "unko­ope­ra­tiv" gehal­ten zu wer­den. Beson­ders bezeich­nend ist, daß in der Ver­öf­fent­li­chung die­ser Unter-Behör­de der "Home­land Secu­ri­ty" unter der Rubrik "Was unse­re Kun­den sagen" bei mehr als 1,2 Mio. Rei­sen­den im August 2004 offen­sicht­lich weni­ger als fünf posi­ti­ve Schrei­ben ein­ge­gan­gen sind!

Bei uns im "alten Euro­pa" stimmt man­ches nicht, ich habe oft genug dazu geschrie­ben. Aber hier wer­den die Schü­ler noch halb­wegs gebil­det aus den Schu­len ent­las­sen, hier habe ich nicht das Gefühl, jeder Poli­zist kön­ne mich - kraft Amtes, ohne jeden kon­kre­ten Anlaß - will­kür­lich aus einer Men­ge fischen unter dem Vor­wand, ich sei mög­li­cher­wei­se ein Ter­ro­rist .... ich bin froh, hier zunächst als unschul­dig zu gel­ten und nicht schon des­we­gen ver­däch­tig zu sein, weil ich mit Akzent spre­che und einen Bart trage ....

Wie bedau­er­lich, daß die­ses schö­ne Land unter die­ser "Admi­ni­stra- tion" [Ver­wal­tung, aber soll man das über­haupt noch so nen­nen?] so zu einem faschi­sti­schen, gleich­ge­rich­te­ten, mili­tan­ten, selbst­herr­li­chen und radi­kal-pie­ti­sti­schen Moloch wird.

Hier noch zwei aktu­el­le LINKS (1) und (2) zum The­ma Bush/USA

bookmark_border12-03-2004 / Kotz!

Ent­schul­di­gung! Das ist eigent­lich nicht mein Stil - muß­te aber sein. Mein Vor­satz, ande­re Web­logs ledig­lich dort zu kom­men­tie­ren und nicht selbst - hier - Stel­lung zu neh­men kam in's Schwan­ken als ich auf die Sei­te von "RALPH_HC" stieß. DO YOU YAHOO? Wie paßt YAHOO zum Anspruch des Herrn "RALPH_HC"?

Nach dem Motto:

  • Mei­ne Wohnung, 
  • mein(-e) Boot(-e) - aus der Bootsausstellung, 
  • mein Büro,
  • mei­ne Freunde, 
  • mein Nacht­le­ben ...


läßt er uns in Wort - und noch mehr Bild ["Aus Platz­gruen­den kann ich hier nur eini­ge der bis jetzt 400 (!) Fotos online ver­fueg­bar machen"] wis­sen, wes Gei­stes Kind er ist, was er in USA tut ["Seit 12.1.2004 arbei­te ich als For­eign Intern fuer die inter­na­tio­na­le Anwalts­kanz­lei Hol­land & Knight LLP in Miami. Fuer mei­ne Fami­ly and Fri­ends habe ich die­se Sei­te ein­ge­rich­tet, damit Ein­druecke und Bil­der leicht zugaeng­lich sind."] und war­um er uns mit sei­nen Bil­dern beglückt. Wir erstar­ren in Ehr­furcht vor soviel "Bedeu­tung" und dem fröh­li­chen Mix aus Deutsch und Eng­lisch, das uns nur ahnen läßt, wie wort­ge­wandt Herr "RALPH_HC" ist [" ein neues Monat "]. Schon Schwie­rig­kei­ten zwi­schen den Spra­chen zu unter­schei­den? Nach knapp zwei Mona­ten? Wie soll das nur enden?
Papa hat wohl genug Geld und Bezie­hun­gen um ver­wöhn­tem* Soh­ne­mann Flo­ri­da "zu ermög­li­chen" .... arme Amerikaner! 
Ist eigent­lich "Fotos machen" die Haupt­qua­li­fi­ka­ti­on für ein "for­eign internship"?

* ".... in mei­nem alten Apart­ment, hat mich die Ver­mie­te­rin am Do den 26.2.2004 raus­ge­schmis­sen, und gemeint ich wer­de schon ein ande­res fin­den (Wort­laut aus der Email: "Anyhow, your broo­ker, I'm sure, will get ano­ther apart­ment for you.")." 

bookmark_border08-03-2004 / Bemerkungen zu Wechselkursen

Glück­li­cher­wei­se gibt es Web­sei­ten, die auch ohne Kosten einen Rück­blick auf die Wech­sel­kur­se der ver­gan­ge­nen Jah­re mög­lich machen. Wegen der der­zeit hohen Stel­lung des € gegen­über dem US$ woll­te ich 'mal sehen, wie das in der Ver­gan­gen­heit aus­ge­se­hen hat. Grund dafür war, daß ich 1999 einen Teil mei­nes Hono­rars als Zah­lung in Deutsch­land bekam und des­we­gen manch­mal in US$ wech­seln muß­te - und als ich mir heu­te eine Kur­ve zeich­nen ließ war ich doch platt!

Wie leicht zu sehen ist, hat­te ich ab Jah­res­mit­te 1999 bis zu mei­ner Abrei­se Ende 2002 den ungün­stig­sten Kurs, den man haben kann, wenn man von D nach USA Geld wech­selt, ganz zu schwei­gen von den Gebüh­ren, die ja von der Gesamt­sum­me her berech­net werden.

Scha­de, daß ich nicht gera­de jetzt Geld wech­seln muß, das wäre seee­ehr günstig!

Ein Gedan­ke noch zum Schluß:
Es gibt immer min­de­stens einen Gewin­ner - egal wohin sich der Wech­sel­kurs bewegt - und das ist die Bank, die das Wech­seln über­nimmt. Die Bank gewinnt (fast) immer. Jedoch nicht in dem Film:

Lina Bra­a­ke oder Die Inter­es­sen der Bank kön­nen nicht die Inter­es­sen sein, die Lina Bra­a­ke hat
Sehenswert!

bookmark_border19.01.2004 / Bemerkungen über Kannibalismus

Gestern hat­te ich zum Wer­te­ver­fall Stel­lung genom­men und dazu eine gesell­schaft­li­che Facet­te - die Kir­chen - in den Mit­tel­punkt mei­ner Betrach­tun­gen gestellt. Las­sen Sie mich da anknüp­fen: Wenn Men­schen kei­nen Sinn in ihrem Leben sehen haben sie zwei Mög­lich­kei­ten: Auf Suche gehen um einen Sinn zu fin­den, z.B. in Reli­gi­on - oder in "Kult", der ihnen rät ihr Leben vor­zei­tig abzu­schlie­ssen weil sie sicher sein kön­nen, Mög­lich­keit eins wer­de zu nichts führen.

Eine gro­ße Zahl scheint den letz­te­ren Weg gehen zu wol­len, wie eine Zei­tungs­no­tiz vor eini­gen Tagen belegt [Kan­ni­ba­lis­mus].

Da ist ein Mensch (?) ange­klagt, einen ande­ren Men­schen (?) mit des­sen Ein­wil­li­gung getö­tet und dann auf­ge­ges­sen zu haben, na ja, viel­leicht nicht ganz aber doch gro­ße Teile.

War­um ich das hier bespre­che? Wie schlimm muß für das "Opfer" sein Leben aus­ge­se­hen haben, um einem sol­chen Ende zuzu­stim­men? Wo sind Fami­lie, Nach­barn, Arbeits­kol­le­gen gewe­sen, als es die­sem Men­schen so schlecht ging? Konn­te das wirk­lich kei­ner sehen? Oder ist es viel­leicht so, daß die mei­sten Bür­ger weg­se­hen, denn sich "küm­mern" bedeu­tet Auf­wand, Mit­ge­fühl und mög­li­cher­wei­se auch Ein­satz von Zeit und Geld.

Ich höre schon die ver­schie­de­nen Mei­nun­gen aus den vor­herr­schen­den Denk­rich­tun­gen [Aus­wahl!]:

- libe­ral: Das muß doch jeder selbst bestim­men, laßt jeden selbst entscheiden ....

- links: Das ist das Ergeb­nis kapi­ta­li­sti­scher Machen­schaf­ten, die, um Geld zu ver­die­nen den Men­schen in Film, Funk und Fern­se­hen sol­che Irr­we­ge vor­spie­len und dadurch greif­bar machen ....

-rechts: Das ist das Ergeb­nis sozia­li­sti­scher Gleich­ma­che­rei, der Ein­zel­ne ist nichts mehr wert, nur das Kol­lek­tiv zählt ....

und so weiter!

Zynisch gedacht ver­schmel­zen bei­de ein­gangs genann­ten Mög­lich­kei­ten - Reli­gi­on oder Kult - dann doch wie­der zu nur einer Vari­an­te. Wir müs­sen alle ster­ben, wir haben alle Angst davor, na ja, fast alle, und nei­gen gera­de des­halb manch­mal zu absur­den Ent­schei­dun­gen. Angeb­lich sol­len sich ins­ge­samt 204 Per­so­nen bereit­ge­fun­den haben, sich töten und auf­es­sen zu las­sen [sie­he wie­der: Kan­ni­ba­lis­mus]. Küm­mert sich jeden­falls jetzt jemand dar­um, die­se ver­irr­ten See­len einer The­ra­pie zuzuführen?

Um es klar auszudrücken:
Ich leh­ne sol­che idio­ti­schen Ver­hal­tens­wei­sen ab.

Was bleibt ist aber ein Gefühl von Trau­rig­keit, daß wir so weit gekom­men sind - und daß kein Auf­schrei durch das Land geht, der dem Aus­druck verschafft.

Genau­so schlimm fin­de ich es, was sich in letz­ter Zeit für Tou­ri­sten als zuneh­men­de Gefahr auf­tut: Ein paar Stei­ne als Erin­ne­rung mit nach Hau­se neh­men. Doch dazu mor­gen unter der Über­schrift "Bemer­kun­gen über Touristen".