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bookmark_borderWer die Wahl hat ....

.... hat die Qual.

So lau­tet ein gän­gi­ges deut­sches Sprich­wort. Das trifft bei den Ent­schei­dungs­hil­fen für eine Wahl­ent­schei­dung aus mei­ner Sicht nicht zu. 

Ich habe den Wahl-O-Mat¹ und das Par­tei­en­Na­vi² aus­pro­biert. Die Ergeb­nis­se sind recht ähn­lich, das Par­tei­en­Na­vi unter­schei­det aber deut­li­cher und zeigt auch, wen ich auf kei­nen Fall wäh­len wür­de - die­se Par­tei bekommt dort einen 'nega­ti­ven' Wert zugeordnet.

Letz­tens hat­te ich schon eine drit­te Mög­lich­keit genutzt. Auf "Abge­ord­ne­ten­watch"³, begleitet/ausgewertet von der Uni­ver­si­tät Mann­heim, Son­der­for­schungs­be­reich 884.

Das Ergeb­nis dort unter­schei­det sich sehr von dem, was ich heu­te bei den zwei ande­ren 'Tests' als Ergeb­nis sah. SPD und Grü­ne vor den Pira­ten? Das hat mich dann doch sehr erstaunt. Der Unter­schied ist aller­dings, daß sich das auf Wahl­kreis­ebe­ne abspielt, denn man star­tet mit einer Ein­ga­be der Post­leit­zahl und die Posi­tio­nen der dor­ti­gen Kan­di­da­ten wer­den ver­gli­chen - was bedeu­tet, daß es nicht immer die Posi­ti­on der Gesamt­par­tei sein muß, mit der da ver­gli­chen wird.

Letzt­end­lich ist es aber wohl so:
Wegen des Frak­ti­ons­zwangs nützt es mir nichts, wenn in mei­nem Wahl­kreis ein Kan­di­dat eine ande­re Posi­ti­on als die Gesamt­par­tei ein­nimmt - denn die Par­tei­li­nie wird obsie­gen! Inso­weit ist die­se "Ent­schei­dungs­hil­fe" eher 'kon­tra­pro­duk­tiv' und ver­schlei­ert die tat­säch­li­che Parteienposition.

Mir hat die Vari­an­te des Par­tei­Na­vi am besten gefal­len - kla­re Gra­fik, gute Tren­nung. Bei der Bun­des­zen­tra­le ist die Unter­schei­dung weni­ger deut­lich - das kommt mir so vor, als ob man auch den Par­tei­en, die der Wäh­ler eher nicht haben will noch ein wenig mehr "Raum" geben will. Die von Abge­ord­ne­ten­watch ange­bo­te­ne Vari­an­te läßt sich - wie oben schon erläu­tert - nicht direkt ver­glei­chen, sie hat mir aber wegen Män­geln bei der Hand­ha­bung nicht beson­ders gut gefallen.

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¹ http://www.parteienavi.de/
² http://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/bundestagswahl-2013/
³ http://www.abgeordnetenwatch.de/

bookmark_borderNamenssuche

Per Zufall bin ich heu­te auf eine Sei­te gestoßen
die die Ver­tei­lung von Namen in ver­schie­de­nen Län­dern der Welt anzeigt.

Unter http://www.locatemyname.com kann man sei­nen Nach­na­men oder den Vor­na­men ein­ge­ben und bekommt eine Land­kar­te mit der Ver­tei­lung angezeigt.

Ich wur­de in U.S.A. lokalisiert:

Wahr­schein­lich bin ich tat­säch­lich der Ein­zi­ge aus der Fami­lie, der dort mal län­ger gelebt hat und des­we­gen in öffent­li­chen Regi­stern auf­taucht. Für Deutsch­land müß­te das ganz anders aus­se­hen. Aber Deutsch­land ist in das Namens­ver­zeich­nis offen­bar noch nicht aufgenommen.

bookmark_borderCephalopoden (Nachtrag)

Kürz­lich hat­te ich zum Ver­gleich Cepa­ha­lo­po­den - Mammalia 
einen Bei­trag
ver­faßt. Inter­es­san­ter­wei­se ist in der Woche danach eine neue For­schungs­ar­beit ver­öf­fent­licht wor­den, die eini­ge Aspek­te der zuvor erwähn­ten Gehirn- und Ner­ven­sy­stem­ar­chi­tek­tur bei den Kopf­fü­ßern auf­nimmt und genau­er dar­stellt wie die Zusam­men­hän­ge sind.

Es ging dabei spe­zi­fisch um die Ner­ven­struk­tur in den Armen. Dort sind - wie zuvor bereits ange­spro­chen - nahe­zu 60% der gesam­ten Ner­ven loka­li­siert. Auch zur Rege­ne­ra­ti­on der Arme gibt es einen neu­en Bericht - und wenn man ver­glei­chend ansieht wie das Wachs­tum bei den Säu­ge­tie­ren von­stat­ten geht - es wird von eins­prie­ßen­den Ner­ven­fa­sern gesteu­ert - dann lag die Ver­mu­tung nahe, daß das bei den Mol­lus­ken mög­li­cher­wei­se ähn­lich 'gere­gelt' sein könnte.
Ist es, und die Neu­ro­trans­mit­ter, die vor­han­den sind um die Vor­gän­ge steu­ern, sind eben­so iden­tisch mit jenen, die bei Säu­ge­tie­ren gefun­den werden.

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Wei­te­re Lite­ra­tur zu Stu­di­en an Cepha­lo­po­den [Eng­lisch]

bookmark_borderZum Gelde rennt ....

In der ver­gan­ge­nen Woche war ver­schie­dent­lich zu lesen
eini­ge Ban­ken gin­gen nun­mehr dazu über von Kre­dit­aus­kunf­tei­en Daten aus soge­nann­ten "Sozia­len Netz­wer­ken" auf­be­rei­ten zu las­sen und die­se in den 'score' für die Kre­dit­wür­dig­keit zu integrieren.

"Lesen der Zukunft aus Kaf­fee­satz" ist eine ver­gleich­ba­re Metho­de. Wenn­gleich sicher mit weni­ger Daten belegt, hat sie doch min­de­stens eben­sol­che Aussagekraft.

Wer mit wem in f*cebook o.ä. in Kon­takt steht ist in den mei­sten Fäl­len eine will­kür­li­che Fol­ge von Algo­rith­men, sel­te­ner eine bewuß­te Ent­schei­dung der Nutzer.

Was ist mit sol­chen Men­schen wie mir? Bin ich schon des­we­gen nicht kre­dit­wür­dig weil ich kei­ne 'freun­de' auf­wei­sen kann, da ich nicht bei f*cebook bin?

Es kam ja in der Ver­gan­gen­heit vor, daß die­se Aus­kunf­tei­en bei Nicht-Vor­lie­gen (!) von Daten die Kre­dit­wür­dig­keit der Betrof­fe­nen auf "Null - nicht kre­dit­wür­dig" gestellt haben. Natür­lich erfährt der Betrof­fe­ne das nicht, bekommt aber plötz­lich nicht mal mehr ein bil­li­ges Ersatz­teil aus dem Versandhandel ....

Auf der ande­ren Sei­te dann die Ban­ken & Bän­ker die sich weder mora­lisch noch geset­zes­treu ver­hal­ten und das nicht erst seit heu­te, son­dern schon vor 1921 - aus die­sem Jahr stam­men die nach­fol­gend zitier­ten Sätze.
 
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Wie sagt(-e) doch gleich unse­re - vor­geb­lich - belieb­te Kanzlerin?
"Die Ban­ken­ret­tung ist alternativlos!"
Das ist doch sowas ähn­li­ches wie "gott­er­ge­ben" ...?
 
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[Quel­le: *.pdf als down­load]

Fast schon pro­phe­tisch, möch­te man mit Blick auf unse­re süd­eu­ro­päi­schen Nach­barn mei­nen. Oder "top aktu­ell", das trifft eben­so zu.

Schließ­lich:
Sol­che mora­lisch und mensch­lich ver­kom­me­nen Leu­te bestim­men dann dar­über, ob Jemand "kre­dit­wür­dig" ist?

bookmark_borderElementares

Blitz­ein­schlag
geschätz­te 50 m neben mir in eine klei­ne Grup­pe von mit­tel­ho­hen Gehölzen.

Der Don­ner war so laut, daß ich für einen Moment nichts mehr hör­te. War sehr schnell wie­der vor­bei. Ich bin nicht leicht zu erschrecken, aber die­ser Knall ist mir doch in die Kno­chen gefahren.

Nach die­sem Don­ner­schlag war mir wie­der ein­mal bewußt wie unbe­re­chen­bar die Natur­er­eig­nis­se 'zuschla­gen' - in die­sem Fall glück­li­cher­wei­se ein paar Meter wei­ter weg von mir ....

Angeb­lich ist ja die Chan­ce vom Blitz erschla­gen zu wer­den in etwa so groß wie ein Sech­ser im Lotto. 

Ich nehm' den Sech­ser, bitte.

bookmark_borderManche mögen's: kalt!

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.... und fah­ren dazu in den hohen Nor­den, nach Lapp­land um in einem Snow igloo bei -3 bis -6°C zu frieren.
Oder auch nicht, wenn sie näm­lich die beheiz­te Vari­an­te, ein Glass igloo, wäh­len.

Drau­ßen bei -40°C erschei­nen dann bestimmt die -6°C im snow igloo schon wie­der "schön mollig".

Wer's mag ....

PS
Prei­se für einen Auf­ent­halt sind nir­gend­wo ange­ge­ben - des­we­gen ver­mu­te ich, daß die dem nor­ma­len Sterb­li­chen genau­so den Atem ver­schla­gen wer­den wie die dort herr­schen­de Kälte.
Exklu­si­vi­tät hat eben ihren Preis ....

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* Mar­ke­ting­tech­nisch ist der Name "Kaks­laut­ta­nen" bestimmt noch ver­bes­se­rungs­fä­hig - oder stellt sich da nur bei mir die Asso­zia­ti­on zu 'Aus­schei­dun­gen' ein?

bookmark_borderErinnerung an 'die Jugendzeit' .... (I)

Unter die­ser Rubrik wer­den - in locke­rer Fol­ge - Din­ge auf­tau­chen die ich aus Kind­heit und Jugend erinnere .... 

Als Auf­fri­schung für mich, als 'Neu­vor­stel­lung' für die jün­ge­ren Lesen­den, denen vie­le die­ser Ein­zel­hei­ten heu­te nicht mehr begeg­nen, weil sie nicht mehr in Schu­len gelehrt wer­den - das Ide­al einer umfas­sen­den All­ge­mein­bil­dung ist ja - bedau­er­li­cher­wei­se - dem "Spe­zia­li­sten­tum" gewi­chen .... und das obwohl man heu­te weiß, daß gera­de die "Gene­ra­li­sten" eine Gesell­schaft vor­an brin­gen ....

 

 [25?]  Das Grab im Busento. 
   Nächt­lich am Busen­to lis­peln, bey Cosen­za, dump­fe Lieder,
   Aus den Was­sern schallt es Ant­wort, und in Wir­beln klingt es wieder!
   Und den Fluß hin­auf, hin­un­ter, zieh’n die Schat­ten tapf­rer Gothen, 
   Die den Ala­rich bewei­nen, ihres Vol­kes besten Todten.
 05  All­zu­früh und fern der Hei­math muß­ten hier sie ihn begra­ben,
   Wäh­rend noch die Jugend­lo­cken sei­ne Schul­ter blond umgaben.
   Und am Ufer des Busen­to reih­ten sie sich um die Wette,
   Um die Strö­mung abzu­lei­ten, gru­ben sie ein fri­sches Bette.
   In der wogen­lee­ren Höh­lung wühl­ten sie empor die Erde,
 10  Senk­ten tief hin­ein den Leich­nam, mit der Rüstung, auf dem Pferde. 
   Deck­ten dann mit Erde wie­der ihn und sei­ne stol­ze Habe,
   Daß die hohen Strom­ge­wäch­se wüch­sen aus dem Heldengrabe. 
 [26?]  Abge­lenkt zum zwey­ten Male, ward der Fluß herbeygezogen: 
   Mäch­tig in ihr altes Bet­te schäum­ten die Busentowogen.
 15  Und es sang ein Chor von Män­nern: Schlaf’ in dei­nen Heldenehren!
   Kei­nes Römers schnö­de Hab­sucht soll dir je dein Grab versehren!
   Sangen’s, und die Lob­ge­sän­ge tön­ten fort im Gothenheere;
   Wäl­ze sie, Busen­to­wel­le, wäl­ze sie von Meer zu Meere!

 
 
 

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[Text] | [Quel­le] | [Musik]

bookmark_borderDie "ALTEN" verursachen Kosten

na klar, mit sol­chen Schlag­zei­len punk­tet man immer:
Aller­dings wohl nur bei den Jün­ge­ren .... spä­ter ist in dem Blatt zu lesen, der durch­schnitt­li­che Ren­ten­be­trag für unse­re Stadt lie­ge €100,- über dem bun­des­deut­schen Durch­schnitt bei ca. €834,- .... das klingt für mich nicht gera­de 'üppig', vor allem weil die Lebens­hal­tungs­ko­sten in MS ja auch nicht an der unte­ren Gren­ze ange­sie­delt sind .... da fehlt also die Rela­ti­on "Kosten vs. Ein­künf­te" - aber es ist wohl zuviel ver­langt, denn: 'state­ments' zum 'Ist-Zustand', das kann ein Pro­vinz­blatt lei­sten - mehr wohl nicht.

Zurück zu der Kosten­aus­sa­ge. Dabei ging es dar­um, daß die Hälf­te aller Aus­ga­ben* im Gesund­heits­we­sen für Men­schen jen­seits der 65 aus­ge­ge­ben wer­den .... was nicht da steht ist, daß gera­de die­se Men­schen zwi­schen 30 und 45 Jah­re Bei­trä­ge gezahlt haben ohne irgend­wel­che Kosten zu ver­ur­sa­chen .... was auch nicht dasteht ist, daß es sich bei den Gesund­heits­aus­ga­ben um "Soli­dar­sy­ste­me" han­delt - und das heißt: Wer weni­ger Glück hat und krank wird wird von denen unter­stützt die mehr Glück haben und gesund sind .... das muß man natür­lich ver­ste­hen, dann fällt das "Urteil" bestimmt anders aus, denn ich will nicht unter­stel­len, daß mit der ande­ren Dar­stel­lung die Res­sen­ti­ments geschürt wer­den sollten ....

Eine gründ­li­che Recher­che hät­te zudem erge­ben, daß 90% aller Kosten bei den über 65-jäh­ri­gen für die letz­ten zwei Lebens­jah­re anfal­len: Dann näm­lich, wenn sie z.B. ins Kran­ken­haus müs­sen und/oder sich ihr Zustand erheb­lich ver­schlech­tert .... " .. Die hohen Krank­heits­ko­sten älte­rer Men­schen las­sen sich ent­spre­chend durch die mit dem Alter stei­gen­den Ster­be­ra­ten erklä­ren. .. " sagt denn auch die Pres­se­mit­tei­lung - aber da hät­te man sie im Ori­gi­nal und bis ganz nach unten im Text lesen müssen ....

So. Und jetzt fra­ge ich mich 'mal wie sind denn die ande­ren 50% der Aus­ga­ben ver­teilt? Wofür wird die­ses Geld aus­ge­ge­ben? Da sind sind zum einen die chro­nisch Kran­ken, die zeh­ren gut 15% auf, der Rest ent­fällt auf das, was sonst noch so 'behan­delt' wird .... also 50% für Alle unter 65, dar­un­ter auch Kin­der (im Text der desta­tis-Ver­öf­fent­li­chung: "unter 20-jähr­ge"), bei denen bekannt­lich häu­fi­ger mit Erran­kun­gen zu rech­nen ist.

Was völ­lig ver­nach­läs­sigt wur­de ist die Fra­ge: Wie­vie­le Men­schen** unter bzw. über 65 gibt es überhaupt?

Neh­men wir 'mal an 50% aller Men­schen sind über 65 - dann wäre es doch über­haupt nicht ver­wun­der­lich, wenn sie auch 50% der Kosten ver­ur­sa­chen .... mit sol­chen Über­le­gun­gen sind aber offen­sicht­lich 'nor­ma­le' Zei­tungs­re­dak­tio­nen schon hoff­nungs­los über­for­dert .... ein ein­fa­cher Blick in die Sei­ten des Sta­ti­sti­schen Bun­des­am­tes hät­te da Klar­heit schaf­fen kön­nen - aber das erfor­dert natür­lich erstens die Idee dazu und zwei­tens den Wunsch die Ange­le­gen­heit gründ­li­cher als eine 'Agen­tur­mel­dung' zu recherchieren ....


* Pres­se­mit­tei­lung vom 5. August 2008 - 28008:
47% der Krank­heits­ko­sten ent­ste­hen im Alter (lt. "destatis.de")

** Lt. "destatis.de" sind Ende 2007
- 41 945.500 Frau­en und 
- 40.274.300 Män­ner
in Deutsch­land gezählt worden ....
davon waren
- 61% zwi­schen 20 und 65 Jah­re alt,
- 19% 65 und älter,
- 20% unter 20

"Blatt" - gemeint ist die WN (West­fä­li­sche Nachrichten)

bookmark_borderWer nicht wählt ....

.... wählt die Großen:


Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wäh­le, wäh­le extrem – von der Nicht­wahl pro­fi­tie­ren alle Par­tei­en pro­por­tio­nal zu ihrem Stim­men­an­teil, also vor allem die gro­ßen Par­tei­en CDU und SPD. Wenn bei­spiels­wei­se ein SPD-Wäh­ler ein­mal nicht wählt, dann pro­fi­tiert davon am mei­sten die CDU. [Die Par­tei, die man sonst gewählt hät­te, pro­fi­tiert unterm Strich natür­lich nicht davon.]


zitiert aus:
Stimmenthaltung/Ungültige Stimm­ab­ga­be [Wahl­rechts­le­xi­kon]

Also:
Hin­ge­hen und wählen
- irgend­ei­ne klei­ne Partei ....
schön wäre es allerdings,
wenn die 'klei­ne Partei'

 

 
heißt ....

War­um? Na, ein paar wirk­lich gute Grün­de gibt es schon ....



82 Mil­lio­nen Terroristen?
Pira­ten­wahl - warum?
Es ist Piratenzeit

Über die Pira­ten­par­tei Deutschland:
Die Pira­ten­par­tei Deutsch­land wur­de am 10. Sep­tem­ber 2006 in Ber­lin gegrün­det. Sie ist Teil einer inter­na­tio­na­len Volks­be­we­gung, die sich für die För­de­rung frei­en Wis­sens und frei­er Kul­tur, Schutz vor dem Über­wa­chungs­staat sowie einen Para­dig­men­wech­sel vom glä­ser­nen Bür­ger zum glä­ser­nen Staat ein­setzt. Dabei ist die Pira­ten­par­tei von A bis Z basis­de­mo­kra­tisch orga­ni­siert. Bei der Euro­pa­wahl am 9. Juni 2009 stimm­ten 229.464 Bür­ger für die Pira­ten­par­tei Deutsch­land, das waren 0,9% aller abge­ge­be­nen Stim­men. Bei der Land­tags­wahl in Sach­sen am 30. August 2009 waren es bereits 1,9% und bei der am glei­chen Tag abge­hal­te­nen Kom­mu­nal­wahl in Mün­ster in den 18 Bezir­ken, in denen die Pira­ten­par­tei ange­tre­ten war, über 2,8% der Stim­men. In Aachen erreich­ten die Pira­ten in den bewor­be­nen Bezir­ken sogar durch­weg zwi­schen 6,7% und 9,7%. In sie­ben der acht Bezir­ke, in denen man die Pira­ten­par­tei wäh­len konn­te, erhiel­ten die Pira­ten dabei mehr Stim­men als die FDP. Seit der Euro­pa­wahl hat sich die Mit­glie­der­zahl der Pira­ten­par­tei auf über 9.000 ver­viel­facht. Erklär­tes Ziel der Pira­ten­par­tei für die bevor­ste­hen­de Bun­des­tags­wahl ist der erst­ma­li­ge Ein­zug in den deut­schen Bundestag.

.... und wenn Ihnen die Pira­ten zu exo­tisch vor­kom­men emp­feh­le ich alter­na­tiv "Die Lin­ke" zu wäh­len - weil das ver­hin­dert, daß die CDU plus SPD ("Gro­ße Koali­ti­on") die abso­lu­te Mehr­heit haben und das Grund­ge­setz ändern können.

bookmark_borderCephalopoden vs. Mammalia

Die Kopf­fü­ßer stel­len inner­halb der Weich­tie­re [Mol­lu­s­ca] die höchst­ent­wickel­te Klas­se dar.

Vie­le ihrer phy­sio­lo­gi­schen und ana­to­mi­schen Struk­tu­ren sind denen der Wir­bel­tie­re in Funk­ti­on und Lei­stung eben­bür­tig. Zur Errei­chung die­ser für 'nie­de­re Tie­re' außer­or­dent­li­chen Effi­zi­enz haben sie aller­dings sehr ver­schie­de­ne evo­lu­tio­nä­re Ent­wick­lun­gen hervorgebracht. 

Gera­de die Tat­sa­che der Kon­ver­genz (bzw. "Ana­lo­gie") ermu­tigt immer wie­der ande­re Fach­be­rei­che sich die spe­zi­el­le Arbeits­wei­se der Cepha­lo­po­den­ana­to­mie & ~phy­sio­lo­gie anzu­se­hen um dar­aus Alter­na­ti­ven zu den Lösun­gen zu ent­wickeln, die die Säu­ge­tier­struk­tur suggeriert.

Inter­es­sant scheint mir ins­be­son­de­re einen Aspekt hervorzuheben:
Die Ver­schie­den­heit der zen­tra­len und peri­phe­ren Ner­ven­struk­tu­ren, sprich Gehirn und peri­phe­res Nervensystem. 

Wäh­rend wir bei den Säu­ge­tie­ren eine über­wie­gend zen­tra­le Akku­mu­la­ti­on von akti­ven und pas­si­ven Steue­rungs­ele­men­ten fin­den ist bei den Kopf­fü­ßern zwar der kogni­ti­ve Bereich zen­tral orga­ni­siert, die moto­ri­schen Steue­rungs­ele­men­te jedoch ver­tei­len sich sta­ti­stisch über den gesam­ten Leib.

Bei Säu­gern sind die Ebe­nen des Gehirns nach Art einer Zwie­bel­scha­len­struk­tur von außen nach innen auf­ein­an­der lie­gend ange­ord­net - die asso­zia­ti­ven Berei­che des Groß­hirns lie­gen auf der äußer­sten Ebe­ne, auf der Ebe­ne dar­un­ter wer­den die Ver­schal­tun­gen (auch der bei­den Hirn­hälf­ten) bewerk­stel­ligt. Im Hirn­stamm, der drit­ten Ebe­ne, schließ­lich lie­gen die Auto­ma­tis­men. Unbe­wußt ablau­fen­de Ner­ven­im­pul­se zur Mus­ku­la­tur wer­den von dort gesteuert. 

Über einen Aus­tausch und die Ver­schal­tung zum moto­risch akti­ven Klein­hirn lau­fen sta­ti­sche Impul­se (Auf­recht­erhal­tung der Kör­per­span­nung) und moto­ri­sche Impul­se (Ein­lei­tung von Bewe­gun­gen) ab.

Das Klein­hirn ist weit­ge­hend dazu da, die­se Bewe­gungs­ab­läu­fe zu koor­di­nie­ren und fein aus­zu­ta­rie­ren, wobei die Impul­se zur Bewe­gungs­ak­ti­vie­rung vom Groß­hirn her ein­ge­lei­tet werden. 

Ein­fach gesagt:
Das Groß­hirn ent­schei­det, wel­che Bewe­gung ablau­fen soll, das Klein­hirn über­nimmt die Aus­füh­rung die­ser Bewe­gung - ohne daß die­se Impul­se zu ein­zel­nen Muskeln/Muskelgruppen ins Bewuß­te­sein gelangen.

Auf­schluß­reich ist nun die Beschäf­ti­gung mit dem Gehirn und dem peri­phe­ren Ner­ven­sy­stem der Cepha­lo­po­den. Dort ist die Orga­ni­sa­ti­on völ­lig anders gelöst, führt aber zu glei­cher Effi­zi­enz und zu einer noch höhe­ren Reak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit. Was an Kom­ple­xi­tät bei den Säu­gern schon wie­der zu einer Ein­schrän­kung der Lei­stungs­fä­hig­keit führt ist bei den Cepha­lo­po­den durch Sim­pli­zi­tät zur Per­fek­ti­on geführt.

Die moto­ri­schen Antei­le des Gehirns sind zen­tral nur gering aus­ge­prägt, die Mas­se der moto­ri­schen Lei­stung ist über den gesam­ten Mol­lus­ken­kör­per ver­teilt. Ins­be­son­de­re in den Armen befin­den sich zahl­rei­che Ner­ven­kno­ten (Gan­gli­en), die mit den zen­tra­len Hirn­be­rei­chen zwar ver­knüpft sind, jedoch eine Eigen­dy­na­mik vor­wei­sen, die sie fast schon 'auto­nom' han­deln läßt. Es wird von abge­trenn­ten Armen berich­tet, deren Saug­näp­fe noch Stun­den nach Sepa­ra­ti­on vom Tier selb­stän­dig aktiv sind und Bewe­gun­gen ausführen.

Betrach­tet man die Lebens­wei­se und das Beu­te­fang­ver­hal­ten der Cepha­lo­po­den, so wird deut­lich, wie die­se Beson­der­heit der Ner­ven­struk­tu­ren zu einem Erfolg die­ser Tie­re beiträgt:
Sehen und Beur­tei­lung sind zen­tral ver­knüpft, Beu­te­fang und Flucht­re­ak­ti­on wer­den (moto­risch) peri­pher gesteu­ert. Ein­fa­cher und stö­rungsunanfäl­li­ger geht es kaum. 

Ein­fach gesagt:
Cepha­lo­po­den haben ihr Klein­hirn nicht kon­zen­triert, son­dern die­se Funk­tio­nen breit über ihren gesam­ten Kör­per ver­teilt. Das ver­kürzt die Reaktionszeiten. 

∙ ▫ ∙

Vor dem Hin­ter­grund die­ser Betrach­tun­gen ist es mir ein Anlie­gen auf den z.T. bru­ta­len und unbe­dach­ten Umgang mit die­sen hoch­ent­wickel­ten Tie­ren hin­zu­wei­sen. Japa­ner z.B. bra­ten die Tie­re lebend (!) auf dem Grill, auch Sepi­en wer­den dort bei leben­di­gem Lei­be scheib­chen­wei­se zu Snacks ver­ar­bei­tet. Im Mit­tel­meer­be­reich wer­den sie lebend für vie­le Stun­den außer­halb des Was­sers gela­gert bevor sie qual­voll verenden.

Bei 'nied­li­chen' Tie­ren (Schwein­chen, Kälb­chen, Hühn­chen, Häs­chen) gibt es eine Lob­by zur huma­nen Tötung bzw. zum Ver­zicht auf deren Ver­zehr - bei den Mol­lus­ken (dahin gehö­ren auch noch Muscheln, Austern, Schnecken, Sepi­en, etc.) ist das Mit­leid weni­ger aus­ge­prägt. Das gilt auch für Fische, die teil­wei­se unter erbärm­li­chen Bedin­gun­gen ihr Leben aus­hau­chen - weil man glaubt, sie emp­fän­den kei­ne Schmerzen. 

Ich habe selbst frü­her gern Tin­ten­fisch geges­sen. Seit ich aber über Fang­me­tho­den und die Sin­nes­lei­stun­gen die­ser Tie­re mehr gelernt habe - z.B. wie Tin­ten­fi­sche es schaf­fen ein Schraub­glas zu öff­nen um die dar­in befind­li­che Beu­te zu ver­spei­sen - ist mir der Appe­tit vergangen.

∙ ▫ ∙


In den nach­fol­gend ver­link­ten Vide­os, eine Kurz- und eine Lang­fas­sung (Eng­lisch), wer­den neben den Betrach­tun­gen zum Ner­ven­sy­stem auch Haut (Farb­wech­sel) und höhe­re Sin­nes­lei­stun­gen (Werk­zeug­ge­brauch; Pro­blem­lö­sungs­ver­hal­ten) ange­spro­chen. Die­se Aspek­te habe ich hier nicht auf­ge­nom­men, weil sie an ande­ren Stel­len bereits umfas­send erör­tert wur­den. Eben­so fehlt hier die Betrach­tung zur Kon­ver­genz der Seh­or­ga­ne (inver­ses Auge / ever­ses Auge), die andern­orts bereits aus­führ­lich bespro­chen sind.

LONG: http://www.youtube.com/watch?v=lBLRCs5Xobg
 
SHORT: http://www.youtube.com/watch?v=KyGazPZmmM0