bookmark_borderFracking-Gas aus USA macht Deutschland weniger abhängig als 'sauberes Gas' aus Russland?

Der US Aussen­mi­ni­ster­dar­stel­ler Pom­peo hat vom Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump den Auf­trag die Dänen zuerst zu erpres­sen um ihre wei­ter Mit­ar­beit an der neu­en Gas­pipe­line "Nord Stream 2" zu unter­bin­den.
 

Dro­hun­gen direkt an die Bun­des­re­pu­blik gibt es von Trump'scher Sei­te schon zuhauf und ich war­te nur dar­auf, ob es gelingt, das bis zur dor­ti­gen Prä­si­den­ten­wahl im Novem­ber hin­zu­zie­hen - um dann mit dem neu­en Prä­si­den­ten ver­nünf­tig reden zu kön­nen.
 

Viel­leicht erklärt dann spä­ter ein­mal dem Herrn Trump, dass nie­mand sein drecki­ges, die Umwelt zer­stö­ren­des Frack­ing­gas haben will, wenig­stens nicht hier.
 

" .. Das ist ein völ­ker­rechts­wid­ri­ger, direk­ter Ein­griff in das Rechts­sy­stem von Euro­pa und die Sou­ve­rä­ni­tät Deutsch­lands und Euro­pas .. " so die Ver­laut­ba­rung, als Ant­wort auf die US Dro­hung, man wer­de auch gegen Ver­wal­tun­gen vor­ge­hen, die Geneh­mi­gun­gen erteil­ten. " .. Ein Beam­ter, der nach deut­schem oder euro­päi­schem Recht eine Geneh­mi­gung ertei­len müss­te, wür­de in die­sem Fall "natür­lich im Hin­ter­kopf haben, dass er per­sön­lich von Sank­tio­nen bedroht sei", so Ernst. Bei­spiels­wei­se von einem Ein­rei­se­ver­bot in die USA .. Der Wil­le, die Ost­see­pipe­line zu ver­hin­dern, sei nicht nur dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass die USA ihr eige­nes Gas nach Euro­pa ver­kau­fen wol­le. "Es gibt einen par­tei­über­grei­fen­den Wunsch, Russ­land zu bestra­fen, auch wegen der Ein­mi­schung in die Wah­len und so." Man müs­se die Ame­ri­ka­ner aber immer wie­der ermah­nen, dass man sich zwar außen­po­li­ti­sche Zie­le set­zen, aber damit nicht Ver­bün­de­te tref­fen dür­fe."
 
[Quel­le]
 

Gut so.
 
Nur: Hof­fent­lich wird das durchgezogen!

 

 

bookmark_borderBeyond America's borders ....


 

" .. Bey­ond America's bor­ders do not live a les­ser peo­p­le .. "
 
- das heißt über­setzt etwa
 
"Jen­seits der Gren­zen von Ame­ri­ka leben (uns) gleich­wer­ti­ge Men­schen."
 

Wenn das sich in die US Poli­tik ein­brin­gen lässt ist wahr­haf­tig ein Wen­de­punkt erreicht. Wo frü­her ledig­lich impe­ria­les Vor­herr­schafts­den­ken und Unter­wer­fung jeg­li­cher Oppo­si­ti­on dazu an der Tages­ord­nung waren gibt es nun Hoff­nung auf ein Umden­ken. Ange­sto­ßen von Men­schen wie dem cha­ris­ma­ti­schen Justin King, der unter "Beau of the Fifth Column" bei you­tube (bei­na­he) täg­lich sehr über­leg­te, nach­denk­li­che oder auf­rüt­teln­de Kurz­an­spra­chen hält. Es lohnt sich da ein­mal ein paar Tage hin­ein­zu­hö­ren, Sie wer­den nicht ent­täuscht sein.
 

 

 

bookmark_borderVon Trump lernen ....

"Von Trump ler­nen heißt sie­gen ler­nen!" möch­te man in Abwand­lung des frü­he­ren DDR Spru­ches aus­ru­fen, denn Trump macht vor und hier­zu­lan­de macht man es nach:
 

Ablen­kung von eige­nen Feh­lern, Ver­säum­nis­sen und frü­he­ren Ein­schät­zun­gen, die man heu­te nicht mehr so gern wahr haben will, durch Nut­zung von Buzz-Words und Schel­te von ande­ren Men­schen.
 
Wenn das nicht fruch­tet bleibt immer noch mit dem Fin­ger auf ein "Unge­heu­er" zu wei­sen und laut "Alarm! Alarm!" zu rufen. Da dre­hen sich die Köp­fe der unbe­darf­ten Mas­sen und schon ist die Ablen­kung gelun­gen.
 

Was frü­her gan­ze Kam­pa­gnen in Radio, Zei­tung und Fern­se­hen brauch­te gelingt heu­te mit face­book, twit­ter und insta­gram im Hand­um­dre­hen ....   einem Blogkommentar.

 

 

bookmark_border (III) Worauf muss eine Privatperson achten, die sich heute ein Eigenheim kaufen will?

" .. Wor­auf muss eine Pri­vat­per­son ach­ten, die sich heu­te ein Eigen­heim kau­fen will?
 
Wenn der Pri­va­te objek­tiv ist, wird er ganz ähn­li­che Kri­te­ri­en anwen­den wie wir: «Was wäre, wenn ich den Arbeits­ort wech­seln müss­te, wie ist die Ver­kehrs­er­schlie­ßung? Wo sind die Schu­len, wie sieht das Frei­zeit­an­ge­bot aus? Wie ist die Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on im Alter, wie weit weg lie­gen die Läden?» Ich glau­be, dass in Zukunft gera­de die peri­phe­ren Außen­ge­mein­den mit vie­len Ein­fa­mi­li­en­häu­sern, die schlecht erschlos­sen sind, mehr Pro­ble­me mit der Bewer­tung und mit dem Wie­der­ver­kauf die­ser Häu­ser bekom­men wer­den als Orte, die gut erschlos­sen sind .. "

  [Zitiert aus "Klug gebaut": Ivo Bra­cher, bona­in­vest Hol­ding Grup­pe; bona­ca­sa.]
 

Es gibt in der Immo­bi­li­en­bran­che in USA ein Schlag­wort - das lau­tet "Loca­ti­on! Loca­ti­on! Loca­ti­on!", über­setzt etwas "Stand­ort, Stand­ort, Stand­ort!". Fasst man das, was in dem lesens­wer­ten Inter­view (sie­he obi­gen Link) gesagt wird knapp zusam­men, so wäre es genau die­ses Schlag­wort, ergänzt mit dem Hin­weis auf die Dienst­lei­stun­gen zu ach­ten, die an die­sem Stand­ort mög­lich sind.
 

In einer altern­den Gesell­schaft wird es dar­auf ankom­men schon beim Bau von neu­en Häu­sern (und Woh­nun­gen, auf die ich hier aller­dings nicht näher ein­ge­hen will) auf Bar­rie­re­frei­heit und Ver­sor­gungs­mög­lich­keit zu ach­ten - für den Fall, dass die Bewoh­ner nicht mehr allei­ne zurecht kom­men und Hil­fe brauchen:
Das fängt beim Ein­kauf an, geht mit der Sau­ber­keit der Woh­nung wei­ter, um dann im per­sön­li­chen Hygie­ne­be­reich zu enden.
 

Sofern es gelingt das an einem Stand­ort zu ver­wirk­li­chen ist es sogar eine etwas höhe­re Inve­sti­ti­on in das Anwe­sen wert, denn in der Zukunft wird es eine bes­se­re Stei­ge­rung haben als die auf bil­li­gem Bau­land, aber weit ent­fernt von Infra­stuk­tur und nur mit den Auto zu errei­chen­den Ein­fa­mi­li­en­häu­ser mit Bau­stan­dard für gesun­de, jun­ge Men­schen errei­chen wer­den.
 

Bei unse­rer Suche nach Bau­land haben wir alle mög­li­chen Vor- und Nach­tei­le gese­hen und abge­wo­gen. Unter­schie­de in den Prei­sen stel­len - das ist eine der Erfah­run­gen - nicht unbe­dingt den tat­säch­li­chen Wert eines Grund­stücks dar. Sie sind sehr von den Mak­lern, deren Geschäfts­ge­ba­ren und den Ban­ken einer Regi­on abhän­gig. So sind es denn die Spar­kas­sen und Volks­ban­ken mit ihrem haus­ei­ge­nen Immo­bi­li­en­an­ge­bot, die Jahr für Jahr die Prei­se nach oben trei­ben - allein auf der Basis höhe­re Erträ­ge zu erzie­len, wodurch sie die wegen Zin­sen und Kosten gestie­ge­nen Prei­se aus den Vor­jah­ren zu kom­pen­sie­ren suchen. In ande­ren Wor­ten: Was an zusätz­li­chen Kosten für die Bau­her­ren zum Kauf­preis hin­zu kam wird auf­ge­schla­gen - und so wer­den aus 100€/m² eben im näch­sten Zyklus 105€/m² oder 110€/m²!
 


Die­se Auf­preis­po­li­tik und die damit stei­gen­den Bau­ko­sten basie­ren also nicht auf einer tat­säch­li­chen Wert­stei­ge­rung der Immo­bi­lie samt Grund­stück, son­dern ledig­lich auf dem Gedan­ken den zukünf­ti­gen Bau­her­ren das aus der Tasche zu zie­hen, was zwi­schen­durch außer den Kauf­ne­ben­osten¹ an Auf­schlag durch den Geschäfts­be­trieb und die Gewinn­erwar­tung der Ban­ken auf­ge­lau­fen ist.
 

 

Noch ein Punkt, den man nicht ver­nach­läs­si­gen soll­te:
Das "Bauch­ge­fühl", etwas, das ich anson­sten eher weni­ger pro­pa­gie­re, muss im Fal­le der Stand­ort­su­che für das eige­ne Heim stim­men. Nur nach Zweck­mä­ßig­keit zu gehen ist hier nicht ange­bracht, denn 'woh­nen' ist zugleich 'leben' - und da gibt es nur schlech­te Kom­pro­mis­se, wenn man das Gefühl ver­nach­läs­sigt.
 


¹ Mak­ler­ge­büh­ren, Nota­ri­ats­ko­sten, Grund­er­werbs­steu­er, Ein­trag in das Grundbuch.

bookmark_borderSich ....

Sich klamm­heim­lich mit Gleich­ge­sinn­ten zusam­men zu tun und über ande­re Blog­ger zu lästern ist frei­lich viel ein­fa­cher, als sich umfas­send zu infor­mie­ren. Bei­spiels­wei­se über das Phä­no­men, dass dum­me Men­schen immer glau­ben viel mehr zu wis­sen als wirk­lich gebil­de­te Per­so­nen, und dass sie sich selbst als beson­ders gebil­det bezeich­nen.
 
Einen Ruhr­ge­biets­dia­lekt zu beherr­schen ist nach all­ge­mei­nen Kri­te­ri­en für "Bil­dung" nicht rele­vant oder aner­kannt. Ich spre­che 'hes­si­schen Dia­lekt' wenn es denn sein muss - habe es aber noch nie als etwas Beson­de­res her­aus­ge­stellt, weil das aus mei­nen Kind­heits­ta­gen her­rührt, und ich nichts dafür lei­sten musste.

 
Zudem:
Wer seit vie­len Jah­ren im Inter­net schreibt stellt sich selbst ein Armuts­zeug­nis aus wenn fol­gen­der Satz fällt:

 
'..Dun­ning und Kru­ger – das (oder die) kann­te ich noch nicht, hab danach gegoo­gelt, und bin Dank Dei­nes Bei­tra­ges wie­der ein keli­nes klei­nes biss­chen „schlau­er“ ..'

 
Das wage ich zu bezwei­feln, denn wer in einem kur­zen Satz gleich zwei Feh­ler macht ist ent­we­der schlud­rig oder aber bestimmt 'nicht schlau'....

 

 

bookmark_borderAnspruch . . . .

Es gibt Din­ge in unser aller Leben, die erschei­nen völ­lig *nor­mal*.
 
Man erkennt nicht, dass sie irgend­wie wich­tig sein könn­ten.
 
Sie begeg­nen uns Tag für Tag ohne auf­fäl­lig zu sein.
 
Es ist so als ob ein dun­kel geklei­de­ter Mensch vor einer dunk­len Häu­ser­wand steht ....
 
Wenn er sich nicht bewegt fällt nie­man­dem auf, dass er da ist.
 

Vie­le Men­schen wun­dern sich dar­über, dass die Zahl der Ein­woh­ner unse­res Lan­des, die den Schar­la­ta­nen, den Rat­ten­fän­gern, den Ver­füh­rern von Rechts auf den Leim gehen, lang­sam aber ste­tig wächst. Dass so die Gefahr dro­hen­der wird die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in einen auto­ri­tä­ren rechts-dik­ta­to­ri­schen Staat zu verwandeln.
Trotz immer mah­nen­de­ren Hin­wei­sen auf eine sol­che Ver­schie­bung des Spek­trums, trotz der abrut­schen­den Staats­we­sen wie Polen oder Ungarn in unse­rer Nach­bar­schaft, trotz des schlim­men Bei­spiels in den USA, das den Beweis erbracht hat, dass es nie­mals ein end­gül­ti­ges "NIE!" gibt.
 

Wie kann es sein, dass in einem Zeit­al­ter, in dem so viel Infor­ma­ti­on wie nie zuvor zur Ver­fü­gung steht, so weni­ge Men­schen davon Gebrauch machen sich umfas­send und aus­ge­wo­gen die­se Mög­lich­kei­ten zu bedie­nen? Es wer­den Aber­mil­lio­nen tweets, face­book-Ein­trä­ge und Bil­der­ge­schich­ten in den jewei­li­gen Platt­for­men ver­öf­fent­licht und doch - oder gera­de dadurch? - hat sich das poli­ti­sche Bewusst­sein in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eher ver­schlech­tert als ver­bes­sert.
 

Der Grund für den Man­gel ist so offen­sicht­lich,
dass man dar­über hin­weg­sieht:
 
Falsch­in­for­ma­tio­nen, Lügen­ge­schich­ten,
und bewuss­te Irre­füh­rung sind *gra­tis*!
 

Ernst­haf­te Berich­te, Erläu­te­run­gen zu Not­wen­dig­kei­ten des Staats­ge­sche­hens und der Grün­de für man­che der als über­zo­gen ein­ge­stuf­ten Ent­schei­dun­gen sind kurz gefasst erhält­lich, aber für die Mas­sen nicht ver­ständ­lich, es fehlt der 'Unter­bau', die Erklä­rung der Zusam­men­hän­ge - sol­che Infor­ma­tio­nen erhal­ten und kon­su­mie­ren daher nur die, die sie nicht so drin­gend brau­chen. Men­schen, die Zugang zu Medi­en haben, die hin­ter einer *paywall* lie­gen. Men­schen, die gewohnt sind sich selbst 'einen Reim auf das Gesche­hen' zu machen, weil es zu ihrer höhe­ren Aus­bil­dung gehör­te.
 


Über­le­gen Sie ein­mal:
 
Die Wer­be­sen­der sind gra­tis, ernst­haf­tes TV kostet Geld, Geld, das die Ärme­ren im Lan­de schmerz­lich ver­mis­sen, und daher sind sie den 'Staats­me­di­en' nicht grün, glau­ben gern die Paro­len der rech­ten Scharf­ma­cher, dort wür­den sie sowie­so nur belo­gen und betro­gen .... und dann lesen sie meh­re­re face­book posts die es so ähn­lich aus­drücken- und ihr Welt­bild wird mehr und mehr gefe­stigt. Bis sie schließ­lich nichts ande­res mehr an sich her­an las­sen als extre­me rech­te Bericht­erstat­tung, die oft den Namen nicht ver­dient, weil sie Stim­mungs­ma­che betreibt, nicht Infor­ma­ti­on bie­tet.
 

 

Jede Art von finan­zi­el­ler Beschrän­kung im Bereich der Infor­ma­ti­on nützt den rech­ten Kräf­ten im Lan­de. In ihren kosten­lo­sen 'Medi­en' wer­den rasch zu ler­nen­de Stich­wor­te ver­teilt, immer wie­der­holt und schließ­lich vom Publi­kum selbst ver­tre­ten.
 

Ein gewich­ti­ger Grund, war­um durch die Gier der Pri­vat­sen­der und Ver­la­ge - mit­tels Ver­brei­tung von Halb­wahr­hei­ten, die als "Nach­rich­ten" aus­ge­ge­ben wer­den - der Unter­gang der Demo­kra­tie beschleu­nigt wird.
 


 

bookmark_borderVom Kampf ....

Wie wir Alle wis­sen kämp­fen Vie­le in Blogs gegen die Unwis­sen­heit, indem sie fach­spe­zi­fi­sche Infor­ma­tio­nen ver­brei­ten, die auf wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen basie­ren. Von den 'Ande­ren', die sich ledig­lich auf Mei­nung stüt­zen, und zu faul (oder unfä­hig) sind, sich ein­mal selbst umfas­send dar­über zu infor­mie­ren wor­über sie schrei­ben wol­len, will ich hier nicht reden, das wur­de schon zur Genü­ge behan­delt.
 

Nun ist bekannt, dass es stets einen gewis­sen Auf­wand bedeu­tet, wenn fal­sche Aus­sa­gen ver­brei­tet wer­den und man sich dar­an macht, die­se durch Fak­ten zu wider­le­gen. Der tat­säch­li­che Auf­wand muss ja noch ergänzt wer­den durch die Not­wen­dig­keit, sich über­haupt erst ein­mal in ein spe­zi­fi­sches Gebiet hin­ein­zu­le­sen, alter­na­ti­ve Stim­men dazu ein­zu­be­zie­hen, bevor man sich wagt, selbst etwas dazu zu schrei­ben. Selbst all das geschieht wie­der­um vor dem Hin­ter­grund einer Aus­bil­dung in ver­wand­ten Fach­be­rei­chen, die das Hand­werks­zeug bil­den, um eine infor­mier­te Betrach­tung zu begin­nen.
 

Da dies ein sehr abstrak­ter Gedan­ken­gang ist, die­ses Bei­spiel zum bes­se­ren Ver­ständ­nis:
 

Neh­men wir an, es soll erklärt wer­den, war­um es immer weni­ger Schmet­ter­lin­ge gibt.
 

1. Die ein­fach­ste Dar­stel­lung ist ledig­lich das Fak­tum, dass weni­ger Tie­re gezählt wur­den.
 

2. Mehr Auf­wand bedeu­tet es schon, bestimm­te Schmet­ter­lings­ar­ten zu ver­glei­chen, und deren Anzahl heu­te mit der vor vie­len Jah­ren ins Ver­hält­nis zu set­zen. Hier hel­fen kei­ne Mut­ma­ßun­gen, hier muss man in die Ver­gan­gen­heit gehen und die Zah­len erfor­schen.
 

3. Um aller­dings kor­rekt zu sein muss zusät­lich vor allem ein öko­lo­gi­scher Aspekt ein­be­zo­gen wer­den, näm­lich ob es eine (Rei­hen-) Fol­ge von Arten in bestimm­ten Gelän­den gibt, die nach­ein­an­der auf­tre­ten und wie­der ver­schwin­den, um schließ­lich einer beson­ders in die­sem Gelän­de erfolg­rei­chen Art Platz zu machen.
 

4. Das Bild ist immer noch nicht kom­plett, sofern nicht die Nah­rungs­quel­len mit unter­sucht und beschrie­ben wer­den, da man­che Arten um bestimm­te Pflan­zen kon­kur­rie­ren. Zur zoo­lo­gi­schen Betrach­tung gesellt sich daher eine bota­ni­sche Bewer­tung, die wie­der­um erfor­dert zu wis­sen wie man die­se Infor­ma­tio­nen und vor allem wo abruft.
 

5. Sind dann alle wich­ti­gen Daten vor­han­den kommt noch der Auf­wand des Schrei­bens dazu. Denn nur was sich eini­ger­ma­ßen 'locker' lesen läßt wird auch vom Publi­kum ange­nom­men. Es sei denn, man schreibt für Fach­leu­te, bei denen man ein bestimm­tes Niveau an Basis­wis­sen vor­aus­set­zen kann.
 

Vor die­sem Hin­ter­grund wird leicht deut­lich, wel­cher Irr­sinn ein Ver­such wird, eine pau­scha­le Falsch­be­haup­tung wie
"Es wird immer behaup­tet es gäbe Jahr für Jahr weni­ger Schmet­ter­lin­ge - das stimmt so nicht, in mei­nem Gar­ten flie­gen viel mehr davon her­um als in frü­he­ren Jahren!"
zu wider­le­gen!
 

A. Das ist zunächst ledig­lich eine Behaup­tung, kein Beweis des Gegenteils.
B. Es ist zwei­tens eine per­sön­li­che Mei­nung, die ohne jede Begrün­dung kei­nen Beweis­wert hat.
C. Drit­tens aber ist es etwas, was unbe­darf­te, unwis­sen­de Men­schen leicht über­neh­men und wei­ter ver­brei­ten kön­nen:
 
Wenig bis kein eige­ner Auf­wand, aber so wird Stim­mung gegen eine wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis gemacht und wer­den 'likes' ein­ge­sam­melt ....
 

Zurück zur Ausgangssituation:
Es ist tat­säch­lich so, dass es weni­ger Schmet­ter­lin­ge gibt. Das beruht dar­auf, dass beson­ders die Nes­sel­pflan­zen (Ord­nung: Rosen­ar­ti­ge [Rosa­les]; Brenn­nes­sel­ge­wäch­se [Urti­caceae]; Bei­spiel: [Urti­ca spec.] "Brenn­nes­sel") die Kin­der­stu­be, die Nah­rung für Rau­pen, sind. Da in 'moder­nen' Gär­ten ledig­lich Ästhe­tik und nicht öko­lo­gi­scher Nut­zen bedacht wer­den, sind das die Pflan­zen, die her­aus­ge­ris­sen wer­den, weil sie als 'Unkraut' gel­ten.
 

Die Fol­ge davon ist, dass der Nach­kom­men­schaft der Schmet­ter­lin­ge die Nah­rung ent­zo­gen wird - und wenn das über län­ge­re Zeit so geht, ster­ben bestimm­te Arten aus.
Ein wenig mehr Wis­sen kann da Wun­der wir­ken, denn vie­le Men­schen wür­den wahr­schein­lich gern ein paar Brenn­nes­seln ste­hen las­sen, wenn sie wüss­ten, dass sie dafür bald mehr Schmet­ter­lin­ge in ihrem Gar­ten sehen könnten.

 
Lehr­reich für Kin­der (und Erwach­se­ne)
 
Mein Rau­pen­ka­sten
Die wich­tig­sten Fut­ter­pflan­zen für Schmetterlingsraupen
Pflan­zen für Schmet­ter­lin­ge: Auf die­se 13 Arten flie­gen sie.

 

 

bookmark_borderZur "Abwesenheitsnotiz"

Es gibt man­ches, was ich für völ­lig unver­ständ­lich erachte.

Das ist bei­spiels­wei­se die Schwie­rig­keit, eine Abwe­sen­heits­no­tiz an alle zu sen­den, die ein Mail schicken wäh­rend ich nicht da bin. Für meh­re­re Tage, ver­steht sich. Und des­we­gen nicht auf die elek­tro­ni­sche Post ant­wor­ten kann.

Anstatt immer neue 'fea­tures' für Com­pu­ter zu erfin­den und Pro­gram­me mit immer mehr Klei­nig­kei­ten, die allen­falls für *freaks* nütz­lich sind, voll zu stop­fen, soll­te ein­mal das Augen­merk auf so etwas wie die Abwe­sen­heits­mel­dung gerich­tet werden.

35 Jah­re E-Mail. Und noch immer ist eine Ein­stel­lung einer sol­chen Mit­tei­lung ein höchst umständ­li­ches Verfahren.

Wis­sen Sie, was mich noch mehr als das stört?

Wenn ich bei "thun­der­bird" exten­si­ons das Wort "Abwe­sen­heits­no­tiz" ein­ge­be kommt eine Feh­ler­mel­dung - dafür gäbe es kein "Add-on"!

Zum Haa­re raufen.
(Wenn man noch wel­che hat.)

bookmark_border"Fataler Fehler!"

Die­se Bot­schaft ist ein Hor­ror für jeden, der mit Com­pu­tern umgeht.
 
Doch nicht auf die­sem Feld allein wer­den "fata­le Feh­ler" gemacht.
 

Wie ich frü­her berich­tet hat­te besit­ze ich ein Mobil­te­le­fon von 1+1 ('one-plus-one'). Das habe ich vor ca. sechs Jah­ren gekauft und es tut bis heu­te treu sei­ne Dien­ste. Zwi­schen­zeit­lich habe ich es aller­dings von "Goog­le" befrei­en las­sen. Es läuft nun mit einer frei­en Android-Funk­ti­on, einem Betriebs­sy­stem, das alle Schnüf­fel­ver­su­che durch Beant­wor­tung mit ran­do­mi­sier­ten, plau­si­blen Falsch­in­for­ma­tio­nen ver­sorgt - so fällt es den Schnüf­fel­pro­gram­men nicht auf, dass sie *fake news* gelie­fert bekom­men.
 
Mitt­ler­wei­le gibt es die 8-te Ver­si­on die­ses Tele­fons ....
und nun kommt der fata­le Feh­ler:
 
Dar­auf sind, unaus­lösch­bar mit dem Betriebs­sy­stem und dem Kern des Tele­fons ver­bun­den, sämt­li­che not­wen­di­gen Datei­en auf­ge­spielt um *face­book* über Alles zu infor­mie­ren, was über die­ses Tele­fon läuft.
 
Wäre es nicht schon Grund genug mit dem Tele­fon aus­zu­kom­men, das ich bereits seit fast sechs Jah­ren habe und das immer noch blen­dend funk­tio­niert, anstatt jeden 'Modell­wech­sel' und die damit ver­bun­de­ne Res­sour­cen­ver­schwen­dung mit­zu­ma­chen, dann spä­te­stens jetzt, wenn *face­book* ohne Ein­schrän­kung mit­hört.
 
Die Mar­ke­ting­ab­tei­lung bei 1+1 ('one-plus-one') wird es wohl kaum schaf­fen, die­se tie­fe Schar­te wie­der asu­zu­wet­zen, die dadurch geschla­gen wur­de. Ich sage sogar vor­her, dass das das Ende die­ser Modell­rei­he sein wird.
 

bookmark_borderExpertenwissen

Wir hat­ten es schon, sie­he die Links ganz unten auf die­ser Sei­te - und waren ver­blüfft, wer so als "Exper­te" gilt. 
 
Wenn ein Durch­schnitts­bür­ger sich da schwer tut und nicht so recht beur­tei­len kann wer als Exper­te ernst zu neh­men ist schmun­zelt man, denkt sich sei­nen Teil und geht dar­über hin­weg .... wenn ein Mit­glied der US Regie­rung [Navar­ro*] einen - zuge­ge­ben sehr erfolg­rei­chen - Car­toon­zeich­ner als medi­zi­ni­schen Exper­ten zur Stüt­zung sei­ner Mei­nung (!) her­an­zieht, dann packt zumin­dest mich das Grausen. 
 
Sie­he Abbil­dung unten ["click!" vergrößert] 
 

Medizinexperte Scott Adams

 
 


18.04.2020 → Oh, die­se Exper­ten­flut!; *update* [18.04.2020; 11:00h]

01.09.2018 → Zur Fra­ge von Fachkompetenz

11.03.2010 → "Exper­ten" ....

13.05.2009 → Exper­ten ....
 
* Peter Kent Navar­ro Assi­stant to the Pre­si­dent, Direc­tor of Trade and Manu­fac­tu­ring Poli­cy, and the natio­nal Defen­se Pro­duc­tion Act poli­cy coördinator.
 

bookmark_borderVon kruder "Logik" und "Unkenntnis",
die zu Verschwörungstheorien führt

" .. LOCKDOWN, Das töd­li­che Heil­mit­tel. Die Zahl der Coro­na-Toten stieg in vie­len Län­dern nicht vor, son­dern unmit­tel­bar nach Ver­hän­gung eines Lock­downs — was ler­nen wir dar­aus? .. Die jetzt ver­füg­ba­ren Mor­ta­li­täts­da­ten über die ersten Mona­te des Jah­res 2020 zei­gen einen schein­bar para­do­xen Zusam­men­hang: Sobald ein Lock­down ver­hängt wor­den war, stieg die Zahl der Todes­fäl­le sofort und rasant an. Wie ist das zu erklä­ren? .. " liest man in einem Arti­kel bei "Rubi­kon", einer ultra-rech­ten Plattform. 
 
Der Autor John Pospich­al [sein Arti­kel wur­de von der "Rubi­kon" Redak­ti­on über­setzt] hat sich die 'Finan­cial Times' charts her­ge­nom­men und dann dar­an die 'lock­down' Daten ver­knüpft. Ein Bei­spiel hier als Abbil­dung ["click!" vergrößert] 
 

Charts mit Zahl der über-normalen Todesfälle

Und sie­he da, bei allen Län­dern, die er in sei­ne Betrach­tung auf­ge­nom­men hat stie­gen die Infek­ti­ons­zah­len erst nach­dem der 'lock­down' erfolgt war. Gleich­sin­nig stieg natür­lich die Zahl der Todesfälle. 
 

Nun stel­len sich also (min­de­stens) zwei Fragen:

1. War­um wur­den nur die­se Län­der, und nicht alle euro­päi­schen Län­der ver­glei­chend betrachtet?
2. Ist es ein Beweis der Kau­sa­li­tät "'lock­down' = Anstieg der Todes­fäl­le"? (oder anders aus­ge­drückt: Bedin­gen 'lock­downs' wie sug­ge­riert Todesfälle?) 
 

Der Autor selbst gibt kei­ne Ant­wor­ten - er unter­stellt ledig­lich durch sei­ne Fra­ge­stel­lung es sei eine gemein­sa­me Akti­on in vie­len Län­dern, die immer etwa zur glei­chen Zeit der Pan­de­mie­si­tua­ti­on dort erfolgte. 
 

Charts mit Zahl der über-normalen Todesfälle

Über die genaue Absicht kann nur spe­ku­liert wer­den - das Ziel jeden­falls ist, die 'lock­down' Maß­nah­men zu dis­kre­di­tie­ren. So fin­den sich in der Gesell­schaft die­ser Aus­sa­ge und des Autors denn auch bekann­te *Pan­de­mie-Leug­ner* wie der Arzt Dr. Wodarg 
 
Doch nun zurück zu mei­nen zwei Fra­gen. Die Erste ist leicht zu beantworten:
Es ist eine Aus­wahl, die die Argu­men­ta­ti­on unter­stüt­zen soll. 
 
Bei der zwei­ten Fra­ge wird es schon kom­ple­xer. Hier setzt das ein, was in der Über­schrift bereits ange­deu­tet wur­de. Es ist eine fal­sche Zuord­nung von Ursa­che und Wir­kung! Die hier von einem Lai­en getrof­fen wur­de, der offen­bar, und aus sei­nen Fra­gen ver­deut­licht, kei­ne Ahnung vom Infek­ti­ons­ge­sche­hen, von Latenz und Inku­ba­ti­ons­zeit hat. 
 
Wenn sich eine Anzahl von Men­schen gegen­sei­tig ange­steckt hat kommt es natür­lich nicht sofort, also am näch­sten Tag zu Sym­pto­men der Erkran­kung. Obwohl der Mensch schon Erre­ger in sich hat, die anfan­gen sich expo­nen­ti­ell zu ver­meh­ren. In die­se Zeit zwi­schen Ansteckung und Aus­bruch fiel - das ist die ein­fa­che und logi­sche Erklä­rung - der 'lock­down'! Es han­delt sich also um ein zeit­ver­zö­ger­tes Ereignis. 
 
Weil es bis dahin den Behör­den klar war, wie umfas­send und gefähr­lich die Pan­de­mie ist, haben sie ein 'lock­down' angeordnet. 
 


Mass­nah­men erfolg­ten also erst mit Ver­zö­ge­rung, als sich schon sehr vie­le Men­schen gegen­sei­tig ange­steckt hat­ten. Der *PEAK*, die Spit­ze der Zahl der Todes­fäl­le, resul­tiert aus der Inku­ba­ti­ons­zeit zwi­schen Ansteckung und vol­lem Aus­bruch der Erkran­kung.
 

 
 
Was geflis­sent­lich ver­schwie­gen oder weg­ge­las­sen wur­de ist die Tat­sa­che, dass in allen genann­ten Bei­spie­len durch den 'lock­down' das wei­te­re Anstei­gen der Infek­ti­ons­zah­len ver­mie­den wer­den konn­te - wäh­rend in den USA, mit sei­nen aus wirt­schaft­li­chen Über­le­gun­gen halb­her­zi­gen Maß­nah­men - die Zahl der Infek­tio­nen und die Zahl der Toten immer noch ansteigt. 
 


Die Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit die­ser Pro­pa­gan­da gegen 'lock­down' (und Mas­ken­tra­gen, in wei­te­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen die­ser Platt­form "Rubi­kon") ist auf Unwis­sen­heit und man­gel­haf­te Erkennt­nis des­sen begrün­det, was ein Virus bei sei­nem Ein­drin­gen anstellt um sich zu ver­meh­ren und wie lan­ge es braucht, um einen Men­schen im Zwei­fels­fal­le zu töten.
 

 
 
Nachsatz:
Der Autor befin­det sich aller­dings in *bester Gesell­schaft*, näm­lich mit sei­nem Prä­si­den­ten, der ja behaup­tet, wenn man weni­ger Test durch­führ­te sei­en auch weni­ger Fäl­le von Coro­na­in­fek­tio­nen zu ver­zeich­nen - was soll man ande­res von einem Men­schen erwar­ten, der sich selbst als "sta­bi­les Genie" bezeichnet?
 

Sie­he hierzu:
Kur­ze Dar­stel­lung der Immun­ab­wehr- wie u.a. Viren unschäd­lich gemacht wer­den (I).


Kur­ze Dar­stel­lung der Immun­ab­wehr- wie u.a. Viren unschäd­lich gemacht wer­den (II).


Oh, die­se Expertenflut!*update* [18.04.2020; 11:00h]