bookmark_borderNa endlich ...!

»» .. Die Bun­des­netz­agen­tur hat dafür gesorgt, dass die bis­he­ri­gen hohen Gebüh­ren für eine Mit­nah­me einer Mobil­funk­ruf­num­mer nicht mehr erho­ben wer­den dür­fen. Seit dem 20. April 2020 dür­fen Anbie­ter nur noch maxi­mal 6,82 Euro für eine Ruf­num­mern­por­tie­rung ver­lan­gen. .. Zuletzt hat­ten sich Tele­fó­ni­ca (O2), 1&1 Dril­lisch, 1&1 Tele­com sowie Free­net erfolg­los dage­gen gewehrt, die­se Preis­ober­gren­ze ein­hal­ten zu müs­sen .. Noch bis vor kur­zem haben die genann­ten Anbie­ter für die Por­tie­rung einer Mobil­funk­ruf­num­mer Gebüh­ren von bis zu 30 Euro ver­langt. Sie waren auf­ge­for­dert, der Bun­des­netz­agen­tur zu erläu­tern, wie die­se Kosten zustan­de kom­men. Die betrof­fe­nen Unter­neh­men konn­ten in den Über­prü­fungs­ver­fah­ren laut Bun­des­netz­agen­tur kei­ne höhe­ren Kosten als die fest­ge­leg­ten 6,82 Euro nach­wei­sen .. ««
[Quel­le]

Was so man­chen Kun­den davon abge­hal­ten haben wird sich einen neu­en Pro­vi­der zu suchen ist nun Ver­gan­gen­heit - und ein wei­te­re Bonus für die Bun­des­netz­agen­tur, die ja schon wesent­lich zur Abschaf­fung der eben­so unbe­gründ­ba­ren 'roa­ming' Gebüh­ren bei­getra­gen hat. Wenn ich reka­pi­tu­lie­re was mich das zwi­schen 2009 und der Abschaf­fung geko­stet hat kommt mir heu­te noch die Gal­le hoch.

Was nach wie vor eine Auf­ga­be für die Bun­des­netz­agen­tur wäre ist der all­ge­mei­ne Preis pro GB für einen WLan Zugang. Da ist die Span­ne in Euro­pa recht weit aus­ein­an­der - und wenn man unter­stellt, dass Gesell­schaf­ten in ande­ren Län­dern der EU bestimmt kein Minus mit ihren Dien­sten machen, dann weiß man auch, wie dreist und unge­niert wir hier in Deutsch­land für lah­mes Inter­net abge­zockt werden ....

Ein paar Abbil­dun­gen zur Ansicht, die daten sind nicht brand­ak­tu­ell - aber 'bes­se­re' und 'aktu­el­le­re' sind nicht zu fin­den (und wenn jemand doch wel­che hat - nur her damit!)

Ein Aus­schnitt her­aus­ver­grö­ßert aus der vori­gen Abbildung

Sie­he auch → Inter­net-Geschwin­dig­keit: Deutsch­land auf Rang 31 [2019]

bookmark_borderVernichtung. Keine Alternative.
*update* [23.04.2020]

oder: Die Gren­zen des­sen, was wir als Mensch­heit ver­ant­wor­ten können.

»» Die drei Haupt­the­sen:
dass wir der Per­fek­ti­on unse­rer Pro­duk­te nicht gewach­sen sind;
dass wir mehr her­stel­len als vor­stel­len und ver­ant­wor­ten kön­nen: und
dass wir glau­ben, das, was wir kön­nen, auch zu dür­fen, nein: zu sol­len, nein: zu müssen
– die­se drei Grund­the­sen sind ange­sichts der im letz­ten Vier­tel­jahr­hun­dert offen­bar gewor­de­nen Umwelt­ge­fah­ren lei­der aktu­el­ler und bri­san­ter als damals .. «« 

[Anders; 1979. Quel­le]

Als ich das gestern gele­sen habe dach­te ich
'.. Das ist es doch, was ich seit Jah­ren als The­se ver­tre­te: Nicht alles was man kann soll man auch tun.
Im Gegen­teil: Erst wenn man die Fol­gen des Tuns abge­wo­gen hat kann ent­schie­den wer­den WIE es wei­ter­ge­hen soll.
OB es über­haupt wei­ter­ge­hen kann!"

Selbst dann ist es noch wich­tig zwei wei­te­re Schrit­te zu tun und die Fra­ge zu stellen:
Kön­nen wir über­haupt die Fol­gen abschät­zen oder ist ein zu gro­ßer Fak­tor an Unsi­cher­heit vorhanden?
Und wenn die­se Fra­ge dahin­ge­hend beant­wor­tet wer­den muss, dass nicht genü­gend Infor­ma­tio­nen vor­lie­gen das abzu­schät­zen, wer ist dann ver­ant­wort­lich das Pro­jekt zu stoppen?

Wird es einen Gesamt­rah­men auf der Erde geben, der die­se Ent­schei­dung allent­hal­ben gleich­lau­tend ermög­licht oder sind hier wie­der Par­ti­ku­lar­in­ter­es­sen im Wege und alles bleibt beim Alten, beim "Wei­ter so und nicht verzagen?!"

Nun stellt sich noch die Fra­ge "Wer ist die­ses omi­nö­se "wir"?

Da ste­hen meh­re­re mög­li­che Schul­di­ge zur Ver­fü­gung. Und bereits bevor sie benannt sind kann fest­ge­stellt wer­den was sie - ein­zeln und im Chor - sagen bzw. tun wer­den .... sie wer­den mit Fin­gern auf Ande­re zei­gen, sie wer­den sagen "die waren es". Sie wer­den aller­dings auch kei­ner­lei Ver­such unter­neh­men die schwer­wie­gen­den Fol­gen abzu­wen­den oder ver­su­chen zu füh­ren, in der Absicht, die Nega­tiv­fol­gen abzu­mil­dern oder gar ganz zu vermeiden.

Das mensch­li­che Unver­mö­gen in grö­ße­ren Dimen­sio­nen, also über den eige­nen Hori­zont hin­aus zu den­ken, wird eine glo­ba­le, abge­stimm­te und ein­zig rich­ti­ge Akti­on ver­hin­dern. Waren es erst nur ein­zel­ne Arten, so war es noch unbe­wusst. Sind es Arten wie die Bie­nen, oder Insek­ten ins­ge­samt, so wer­den die Fol­gen schon deut­li­cher. Sind es aller­dings gan­ze Öko­sy­ste­me, ist es eine so gewal­ti­ge Mas­se an Arten, dass es die Mei­sten nicht mehr fas­sen, geschwei­ge denn ver­ar­bei­ten können. 

Somit ist das "wir" iden­ti­fi­ziert - wir Alle auf dem Pla­ne­ten sind gemeint. Vor­ran­gig jene Men­schen, die in den soge­nann­ten 'zivi­li­sier­ten' Län­dern leben, "wir", die wir am mei­sten von all dem pro­fi­tie­ren, rei­ßen die Unbe­tei­lig­ten, Unschul­di­gen in den weni­ger ent­wickel­ten Län­dern gleich mit in den Abgrund. Die wer­den - wie bei einem Tsu­na­mi - nicht ein­mal recht­zei­tig erken­nen, wie gewal­tig das Ende kommt.

*update* [23.04.2020]

Aktu­el­le Ergän­zung zu → ❸ dass wir glau­ben, das, was wir kön­nen, auch zu dür­fen, nein: zu sol­len, nein: zu müs­sen - dazu ein Bericht zu einem neu­en Weg anstatt einen Impf­stoff zu inji­zie­ren eine RNA zu neh­men und den Kör­per der/des Betroffene:n selbst die Immun­ant­wort 'her­stel­len' zu lassen:

→ → → Covid-19: Stu­die mit mRNA-Impf­stof­fen läuft an – vie­le offe­ne Fragen

bookmark_borderSie haben doch jetzt etwas mehr Zeit ....

Sie haben doch jetzt etwas mehr Zeit .... und die könn­ten Sie nut­zen, um sich ein paar you­tube Vide­os anzu­se­hen die ich Ihnen hier emp­feh­len möchte:

- 50 Acres & a Cabin Ein Mann baut auf einem abge­le­ge­nen Grund­stück ein Haus im Wald.

- Fal­con­ry And Me Eine jun­ge Falk­ne­rin in Eng­land lässt das Publi­kum die Ein­zel­hei­ten zu ihrem Wunsch­be­ruf wissen.

- Kraut­sa­lat - An Ame­ri­can in Ger­ma­ny Ein Ame­ri­ka­ner der viel Unan­ge­neh­mes in sei­nem Leben hin­ter sich gebracht hat fand in Deutsch­land end­lich zu sich selbst.

- Les­ley­the­Bird­Nerd Eine Vogel­ken­ne­rin erzählt in Bild und Ton von den klei­ne­ren Vögeln die sie seit Jah­ren beob­ach­tet und denen sie Namen gege­ben hat.

- Life Uncon­tai­ned Ein jun­ges Ehe­paar - jetzt mit Baby - baut zu zweit (!) ein Con­tai­ner­haus in Texas.

- Mehr Expe­ri­men­te für den Bio­lo­gie­un­ter­richt Ein Leh­rer hilft Kol­le­gen bes­se­ren Unter­richt zu ertei­len, indem er ihnen prak­ti­sche Anlei­tung zu Ver­su­chen erklärt und vor­macht - man lernt auch als Laie Grund­la­gen der Bio­lo­gie beim zusehen.

- Pass­port Two Ein ame­ri­ka­ni­sches Ehe­paar woll­te eigent­lich die Welt berei­sen - ist dann aber in Deutsch­land 'hän­gen geblie­ben'. Wie lan­ge steht nicht fest.

- rew­boss Ein aus Eng­land stam­men­der net­ter Mann dreht vor­züg­lich recher­chier­te und tech­nisch blen­dend gemach­te Vide­os zu Städ­te­rei­sen und was ihm sonst noch so an Deutsch­land und den Deut­schen auffällt.

- Tay­lor in Tran­sit Eine jun­ge Ame­ri­ka­ne­rin die sehr genau weiß, was sie will und war­um sie sich ent­schie­den hat mit ihrem Lebens­ge­fähr­ten in Deutsch­land zu leben und zu arbei­ten - und irgend­wann auch Kin­der groß zu ziehen.

- Wild Won­derful Off-Grid Ein US-Ehe­paar mitt­le­ren Alters mit einer für Ame­ri­ka­ner unüb­li­chen Lebens­phi­lo­so­phie erfüllt sich sei­nen Traum von einer eige­nen Ranch - dabei wird neben Haus­bau und Tier­hal­tung auch noch eine drei­z­äh­li­ge Kin­der­schar betreut & bespaßt, sehr anerkennenswert! 

Dem­nächst habe ich noch ein paar mehr Kanä­le zu emp­feh­len - las­sen Sie mich erst 'mal wis­sen, was Sie von denen hal­ten die hier auf­ge­li­stet sind. Danke!

bookmark_borderDer Zusammenhang zwischen Denken, Lesen und dem Verständnis der Welt

lesen   Quel­le: "Lesen formt das Gehirn"

Wir haben einen Ein­fluß "dar­auf", dadurch näm­lich, dass wir ver­lan­gen, daß wer hier leben will auch die/unsere Spra­che beherrscht. Was ich bezwei­fele ist, dass vom häu­fig zu hören­den Abwie­geln (" .. es reicht, wenn man auch man­gel­haf­te Spra­che hin­nimmt, man­che tun sich eben schwer .. ") nichts bes­ser wer­den kann ....

Die Hal­tung alles hin­zu­neh­men weil man ja angeb­lich nichts ändern kann oder weil man "Ande­re nicht in ihrer Iden­ti­tät ein­schrän­ken will" - sol­che Hal­tung wird nie zu einer Ver­bes­se­rung der Situa­tion führen!

Damit ich nicht miß­ver­stan­den werde:
Die­se For­de­rung erstreckt sich genau­so auf die deut­sche Kern­be­völ­ke­rung - auch da ist noch viel nachzuarbeiten. 

lesen   Quel­le: twit­ter

Ins­be­son­de­re bei den Bay­ern, die sich irgend­wie für 'beson­ders' hal­ten und offen­bar nicht erken­nen, dass sie sich dadurch lächer­lich machen, vor allem wenn sie von Zuge­rei­sten ver­lan­gen sie mögen doch bit­te "Deutsch" sprechen.

Zu Zei­ten war es in unse­rem Land nötig sich des Hoch­deut­schen zu bedie­nen um ernst genom­men zu wer­den - nie­mand hat etwas gegen Dia­lekte, ich habe selbst Wur­zeln in Hes­sen - aber wenn ich nicht gelernt habe ver­nünf­tig zu spre­chen ent­larve ich mich als min­de­stens schlecht gebil­det .... gera­de da schei­det sich dann die Spreu vom Weizen: 

Wer die Spra­che beherrscht kann sich inte­grie­ren, wer nicht bleibt ausgegrenzt ....

Kann / Muß man Abhil­fe schon bei den Eltern schaffen?
JEIN, Sprach­misch­masch ist nicht tole­ra­bel und Hil­fe Deutsch zu ler­nen soll­te ange­bo­ten wer­den! War­um soll­ten wir anders han­deln und alle Nach­teile in Kauf neh­men die eine (manch­mal bewuß­te) Abschot­tung fremd­sprach­li­cher Zuzüg­ler mit sich bringt? 



Zugleich aller­dings bleibt fest­zu­stel­len, dass Kin­der schnel­ler die neue Spra­che ler­nen und ihre Chan­ce daher bes­ser ist. Was bleibt ist die elter­li­che 'Brem­se', das Unver­mö­gen sich in den neu­en Ver­hält­nis­sen zurecht zu fin­den - es fehlt das Ver­ständ­nis für Zusam­men­hän­ge und das WARUM etwas so ist und ver­langt wird. Letzt­lich, so wur­de in den letz­ten Jahr­zehn­ten am Bei­spiel vie­ler Ein­ge­wan­der­ter deut­lich, treibt man sie dadurch in die Arme der Extre­mi­sten jed­we­der Cou­leur.
 

 

Einer mei­ner frü­he­ren Nach­barn (als ich noch in Mün­ster i. Westf. wohn­te) war Tür­ke, sprach flie­ßend Deutsch und Eng­lisch - dementspre­chend hat er die beruf­li­che Inter­gra­tion geschafft und hat eine füh­rende Posi­tion erreicht. Das war nicht ein­fach. Was ihn - so sag­te er in einem Gespräch - moti­viert hat, war die Beob­ach­tung von Frem­den in der Türkei:
Dort wur­de nur akzep­tiert wer ent­we­der der Spra­che mäch­tig war - oder sich zumin­dest flie­ßend Eng­lisch unter­hal­ten konn­te .... das zu leug­nen oder man­gel­hafte Kennt­nis zu beschö­ni­gen, oder ein­fach nur dar­über hin­weg­zu­se­hen, bringt nie­man­den & nichts voran.

Gleich­zei­tig scheint nun durch die Unter­su­chun­gen in ver­schie­de­nen Län­dern (sie­he Link / Quel­le beim obi­gen Zitat) bewie­sen, dass Den­ken und Ideen­reich­tum durch aus­ge­präg­te Lese­fä­hig­keit geför­dert wer­den - ja sogar als Vor­aus­set­zung dafür anzu­se­hen sind sich im Gemein­we­sen zurecht zu fin­den. Das ist eine Umschrei­bung für Inte­gra­ti­ons­fä­hig­keit, und nicht nur dafür, son­dern auch um hier­zu­lan­de zufrie­den und glück­lich zu werden. 

Vor Jah­ren (2004) schrieb ein Blog­ger bei two­day fol­gen­de Zeilen:
" .. ich wür­de zwar nicht so weit gehen, zu sagen, dass man nicht trotz sprach­li­cher unzu­läng­lich­kei­ten oder recht­schreib­feh­ler intel­li­gente bei­träge schrei­ben kann, .. "


Ich wage es aller­dings genau das zu behaup­ten. Wer nicht sau­ber denkt kann nicht sau­ber for­mu­lie­ren - des­we­gen ist das, was da mit erheb­li­chen sprach­li­chen Män­geln geschrie­ben wird, nicht lesenswert.

 


Der Nie­der­gang des Blog­gens geht genau in die­se Rich­tung: Die­je­ni­gen (ehe­ma­li­gen) Blog­ger die sich mit der Recht­schrei­bung und Logik eines Tex­tes schwer taten sind zu "face­book" abge­wan­dert - dort sind sie nun die "Ein­äu­gi­gen unter den Blin­den" und kön­nen sich toll fühlen ....

Sie­he dazu auch: → "Die Spra­che ist der Schlüs­sel zum Lernen"
Revi­dier­te Fas­sung des Arti­kels vom 19. Apr 2018; 1:42h.

bookmark_border"Basisch immunstark: So schlägst Du jedes Virus! P.Jentschura"

Ein Fund­stück aus der Spar­te
"Schar­la­ta­ne schla­gen Pro­fit aus CORONA"

Das Geschäfts­mo­dell der Fami­lie / Fir­ma Jent­schura beruht auf einem längst wider­leg­ten "Basi­sche Behand­lung heilt alle Krank­hei­ten"-Modell. Nur wird es nicht als Hei­lungs­ver­spre­chen for­mu­liert bzw. es erfolgt ein Hin­weis, man ver­brei­te kei­ne medi­zi­ni­schen Pro­duk­te und kön­ne des­we­gen kei­ne Gewähr für irgend­ei­ne Wir­kung geben .... so wälzt man Ver­ant­wor­tung ab und ver­kauft präch­tig zer­mah­le­ne Gemü­se, gefrier­ge­trock­net als "basi­sches Grundheilmittel".

Nun plötz­lich auch wirk­sam gegen Corona?
War­um wur­de das frü­her nicht so angepriesen?

Ernst­haft:
Es gibt für kei­nes der Pro­duk­te die­ses Unter­neh­mens wis­sen­schaft­lich aner­kann­te kli­ni­sche Stu­di­en, die einen Beweis erbrin­gen könn­ten, dass die­se *basi­schen Wun­der­mit­tel* das tun, was so groß­spu­rig in die Welt getönt wird.

Wie immer wer­den tat­säch­li­che medi­zi­ni­sche Gege­ben­hei­ten mit völ­lig halt­lo­sen The­sen zu einer bun­ten Mischung 'ver­schwur­belt' - das hat Metho­de, weil es einen unge­heu­ren Auf­wand bedeu­tet, die­ses Halb- und Nicht­wis­sen bezüg­lich des mensch­li­chen Stoff­wech­sels aus­ein­an­der zu pflücken und es für Lai­en ver­ständ­lich zu machen war­um man sein gutes Geld nicht für der­glei­chen nutz­lo­sen Gemü­se­ab­fall her­ge­ben sollte.

Lesen Sie, was PSIRAM, die Gesell­schaft zur Auf­klä­rung von Schar­la­ta­ne­rien, zu P. Jent­schu­re & Pro­duk­ten zu sagen hat → HIER

bookmark_borderOh, diese Expertenflut!
*update* [18.04.2020; 11:00h]

Haben Sie schon ein­mal dar­über nach­ge­dacht wie lästig Exper­ten den "Ent­schei­dern" in unse­rem Staat sein kön­nen? Ins­be­son­de­re dann, wenn sie in ihrem finan­zi­el­len Spiel­raum, in der Aus­stat­tung ihrer For­schungs­ein­rich­tun­gen nicht von der Poli­tik total abhän­gig sind? 

"Den Mäch­ti­gen die Wahr­heit sagen" ist nicht vor­teil­haft, wenn man deren Wohl­wol­len braucht um zu exi­stie­ren. Weil dar­un­ter Vie­le sind, die Wider­spruch schon seit Jah­ren nicht gehört haben. Die es nicht gewohnt sind, dass man ihnen wider­spricht oder auch nur Tei­le ihrer Über­zeu­gung in Fra­ge stellt. Des­we­gen umge­ben sich die­se ein­fluss­rei­chen 'Anfüh­rer' lie­ber mit sol­chen Exper­ten, die auch mal 'Fün­fe gera­de sein las­sen' und die Wis­sen­schaft so ver­bie­gen, dass sie zum gewünsch­ten Ergeb­nis passt.

Sehr fatal. Selbst der gering­ste Zwei­fel an der Wahr­heits­lie­be und Unbe­stech­lich­keit der Wis­sen­schaft ist geeig­net auch die mit in den Abgrund zu zie­hen, die kor­rekt arbei­ten und nicht für Gefäl­lig­keits­wis­sen­schaft zu haben sind. Die Kate­go­rie von Bestech­li­chen ist leicht zu erken­nen - ins­be­son­de­re dann, wenn das Urteil der son­sti­gen Fach­leu­te auf einem bestimm­ten Sach­ge­biet genau das Gegen­teil aus­sagt als das, was sie namens und im Auf­tra­ge veröffentlichen.

Doch es gibt eine Kate­go­rie, die ich für noch viel gefähr­li­cher hal­te. Es sind die aus den Medi­en bestens bekann­ten Volks­auf­klä­rer, Talk­show­hosts, Wis­sens­sen­dungs­mo­de­ra­to­ren und sogar Nach­rich­ten­spre­cher, die viel­leicht sogar in einem bestimm­ten Bereich ver­tief­te Kennt­nis­se haben, und es dar­in zu Ehren und Auf­merk­sam­keit gebracht haben. Aber eben nur dar­in, und nicht generell.

Vie­le dar­un­ter ver­ges­sen nun ihre natür­li­chen und theo­re­tisch unter­mau­er­ten Grenzen:
Sie bege­ben sich in Berei­che, in denen sie nicht sehr viel mehr als der durch­schnitt­lich gebil­de­te Laie wis­sen kön­nen, weil sie es nicht stu­diert haben und kei­nen Stab von Fach­leu­ten ihr eigen nen­nen, der sie da fun­diert bera­ten wür­de. Das sind die Men­schen, die jede Selbst­kri­tik ver­lernt haben, die nie Zwei­fel hegen, sie könn­ten etwas nicht ver­ste­hen, die sich gar für kom­pe­tent hal­ten ihre Mei­nung als Fak­ten zu vertreten.

Gera­de in ange­spann­ten Zei­ten wie wir sie der­zeit erle­ben tau­chen plötz­lich "Exper­ten" in Mas­sen auf, in einem Umfang, den man unter nor­ma­len Bedin­gun­gen nicht gewohnt ist.
Wo kom­men die plötz­lich Alle her? Aus wel­chen Löchern krie­chen sie her­aus, sie, von denen man bis dato nichts gehört hat­te und nichts wusste?

Das hat schon nichts mehr mit "Spe­zia­li­sie­rung" zu tun, das ist schlicht wie Piraterie:
In einem frem­den Gewäs­ser, in dem man sich nicht aus­kennt, aber den­noch Schiff, Ladung und Mann­schaft ohne Plan und Ziel der Unge­wiss­heit aus­setzt - nur um das eige­ne Ego auf­zu­bla­sen, sich für etwas ein Renom­mee zu ver­schaf­fen von dem man nichts ver­steht, und schließ­lich die Haupt­mo­ti­va­ti­on für Vie­le dar­un­ter: Geld.

Wenn Sie also wie­der ein­mal ein bekann­tes Gesicht in den Medi­en sehen - und über die der­zei­ti­ge Pan­de­mie reden hören - dann stel­len Sie sich die Frage
"Was berech­tigt die­se Per­son zu ihren Aus­sa­gen? Ist die­ser Mensch über­haupt dafür aus­ge­bil­det zu die­sem The­ma etwas all­ge­mein Gül­ti­ges, Wahr­haf­ti­ges, und Wei­ter­füh­ren­des zu sagen?"

Wenn Ihnen dann Zwei­fel kom­men lie­gen Sie in den mei­sten Fäl­len richtig.

*update* [18.04.2020; 11:00h]
Pas­send zum The­ma 'Wis­sen­schaft­ler die zu Poli­tik­hu­ren wer­den' (u.a. die­ser Arti­kel) & zum Arti­kel über Herrn Laschet, die­se mit­tel­mä­ßi­ge Nie­te, der offen­bar Aspi­ra­tio­nen auf die Kanz­ler­schaft hat:

Stre­eck, Laschet, Sto­ry­Ma­chi­ne: Schnel­le Daten, pünkt­lich gelie­fert­Co­ro­na­kri­se: Wie ein Wis­sen­schaft­ler zum Kron­zeu­gen für einen raschen Exit wur­de. Eine Rekon­struk­ti­on von Chri­sti­an Schwä­gerl und Joa­chim Budde

bookmark_border"Best vorbereitet" .... wofür?

So sah es am 24. März aus:

Und dann fand ich heu­te eine Dar­stel­lung, die eine Liste von Län­dern zeig­te, die *angeb­lich*(!) die am besten vor­be­rei­te­ten Län­der sein soll­ten .... dem stel­le ich hier eine ande­re Dar­stel­lung gegen­über, die die Zahl der Fäl­le in ver­schie­de­nen Län­dern zeigt - ver­glei­chen Sie selbst und ent­schei­den Sie, wel­che Län­der tat­säch­lich bei der Bekämp­fung erfolg­reich sind.

 

[hint, hint!: Die USA stellen
4,3% der Welt­be­völ­ke­rung aber mitt­ler­wei­le 25% der Fäl­le; der Trend geht in Rich­tung 33% - was einem Drit­tel aller Fäl­le ent­spre­chen wür­de. Viel fehlt nicht mehr, aktu­ell sind es 671.425 von 2.172.031 Infi­zier­ten, was 32% entspricht.]

Dar­stel­lung nur Europa
Hier ist es inter­es­sant zu ver­glei­chen, wie vie­le Men­schen infi­ziert wur­den, aber vor allem, wie vie­le davon geheilt wur­den bzw. gestor­ben sind .... in Deutsch­land star­ben bis­her 0,34%, dage­gen sind es in Spa­ni­en 9,6% und Ita­li­en 7,6%.
In Eng­land, wo Boris John­son lan­ge die Trump-Linie von "Leug­nung einer Gefahr" ver­folg­te, ist - trau­ri­ger­wei­se für die Men­schen - der Pro­zent­satz 7,57. Das ent­spricht dem, was sich in Ita­li­en abspiel­te und durch­aus ver­meid­bar gewe­sen wäre. 

Welt­weit bekann­te Fälle

bookmark_borderKurze Darstellung der Immunabwehr
- wie u.a. Viren unschädlich gemacht werden (II).

Dort fin­den Sie → Teil (I)

Was gestern zum Schluß zu lesen war:

Wie aus den Abbil­dun­gen von Anti­kör­pern und Anti­ge­nen zu erken­nen ist, haben sie eine *Gemein­sam­keit*, das ist die Struk­tur, die in der sche­ma­ti­schen Zeich­nung als klei­nes Drei­eck gezeich­net ist. Bei dem Anti­gen sit­zen die­se Merk­ma­le (es sind meist Eiweiß-Zucker-Mole­kü­le) als 'Sta­cheln' auf der Ober­flä­che - bei den Anti­kör­pern fin­den sich an den zwei Armen die neben­ein­an­der lie­gen Aus­buch­tun­gen, die die nega­ti­ve Form der Drei­ecke bei den Anti­ge­nen haben. 

Hier wird eine wesent­li­che Eigen­schaft der Anti­kör­per sche­ma­ti­siert dargestellt:
Ihre 'Arme' sind so gestal­tet, dass sie sich an die Anti­ge­ne anhef­ten kön­nen (roter Kreis).

War­um das so ist und wie das für unse­re Immun­ab­wehr von Bedeu­tung ist wird im fol­gen­den Text behandelt.

Alles, was in unse­rem Kör­per gebraucht wird, muss an irgend­ei­ner Stel­le 'her­ge­stellt' wer­den - und da ergibt sich die Frage
"Wo wer­den die­se Anti­kör­per gebildet?"
Die Ant­wort heißt
"Sie wer­den in wei­ßen Blut­zel­len, den "Leu­ko­zy­ten" gebildet!"

Es gibt eine gan­ze Grup­pe von Zel­len, die als "wei­ßes Blut­bild" oder "wei­ße Blut­zel­len" bezeich­net wer­den. Ihre Her­stel­lung erfolgt im Kno­chen­mark, im Inne­ren der plat­ten und Röh­ren­kno­chen [Bei­spiel 'plat­te Kno­chen → Rip­pen, Becken; Bei­spiel Röh­ren­kno­chen → Ober­schen­kel­kno­chen, Ober­arm­kno­chen] sowie in der Milz und den Lymphknoten. 

Dort wer­den sie - wie die ande­ren Blut­be­stand­tei­le, die roten Blut­kör­per­chen und die Blut­plätt­chen - in spe­zia­li­sier­ten Gewe­ben gebildet. 

Hier wol­len wir uns aller­dings nicht um rote Blut­kör­per­chen, Blut­plätt­chen und allen For­men des wei­ßen Blut­bil­des befas­sen - wir neh­men ledig­lich sol­che Zell­ty­pen her­aus und betrach­ten die­se genau­er, wenn sie die ent­schei­den­den Zell­ty­pen für die Abwehr­re­ak­ti­on darstellen.


Die­se wei­ßen Blut­zel­len ["Leu­ko­zy­ten"] sind:

Zell­typ Auf­ga­be
"Makro­pha­gen
(Mono­zy­ten)
"
"Freß­zel­len"
Erkennen/Vernichten von Fremd­stof­fen und -zellen
"Gra­nu­lo­zy­ten" Abwehr von Fremdzellen
"Plas­ma­zel­len
(Lym­pho­zy­ten)
"
Anti­kör­per­pro­duk­ti­on
T-Gedächt­nis­zel­len "Kata­log" von Fremd­stof­fen und-zellen

Jeder Zell­typ hat eine bestimm­te Auf­ga­be, es sind die Spe­zia­li­sten für die Abwehr von frem­den Stof­fen, die stän­dig in unse­rem Blut zir­ku­lie­ren und bei Bedarf rasch in grö­ßer Zahl zur Ver­fü­gung sind. Das ist wich­tig, weil ihre Bil­dung Zeit braucht. Nor­ma­ler­wei­se sind zur Abwehr not­wen­di­ge Zel­len in sol­cher Zahl vor­han­den, dass sie bei Auf­tre­ten einer Gefahr so lan­ge 'durch­hal­ten', bis neue Zel­len in aus­rei­chen­der Men­ge nach­ge­bil­det wor­den sind.

Nun wol­len wir betrach­ten, wie die Abwehr bild­lich dar­ge­stellt aus­sieht, Anti­gen und Anti­kör­per sind ja schon bekannt, es kom­men nun noch Plas­ma­zel­len [auch: Lym­pho­zy­ten] und Fress­zel­len [auch: Makro­pha­gen, Mono­zy­ten] hin­zu. Plas­ma­zel­len sind die rund­li­chen Zel­len in der Dar­stel­lung, die Fress­zel­len habe eine unre­gel­mä­ßi­ge Umran­dung und sehen einem Spie­gelei ähnlich:

Die Fremd­stof­fe - das waren die Anti­ge­ne - kön­nen ver­schie­de­ne For­men von 'Sta­cheln' auf der Ober­flä­che haben. Des­we­gen gibt es dann auch man­nig­fal­ti­ge For­men von Anti­kör­pern, deren Grund­struk­tur immer gleich ist. Die aber an den akti­ven Enden des Ypsi­lons unter­schied­lich aus­se­hen. Dem­entspre­chend gibt es Anti­kör­per, die sich an die­se Ober­flä­chen­struk­tu­ren - wie Schloss und Schlüs­sel pas­send - anhef­ten kön­nen. Ganz oben auf die­ser Sei­te war schon ein Bei­spiel dafür gezeigt.

Nach­dem wir nun alle Bestand­tei­le ken­nen, die nötig sind um ein­ge­drun­ge­ne Erre­ger - bei­spiels­wei­se Viren vom Typ Covid-19 - zu eli­mi­nie­ren, schau­en wir uns an was passiert: 

Die Lym­pho­zy­ten haben auf ihrer Ober­flä­che her­aus­ra­gen­de Anti­kör­per. Hier ist nur eine Form dar­ge­stellt, in Wirk­lich­keit sind es gleich­zei­tig sehr vie­le ver­schie­de­ne Anti­kör­per. Etwa so vie­le, wie der Kör­per schon erfolg­reich abge­wehrt hat. Die Infor­ma­ti­on dar­über ist im so genann­ten "Immun­ge­dächt­nis" auf­be­wahrt, die­ses besteht aus spe­zia­li­sier­ten Zel­len, wie z.B. den T-Gedächt­nis­zel­len. Kommt nun ein Anti­gen - in Form eines Virus, eines Bak­te­ri­ums oder eines Gift­stof­fes - in den Kör­per des Men­schen, so wer­den die Lym­pho­zy­ten alar­miert und sie bin­den die Anti­ge­ne an ihre Anti­kör­per .

Der Lym­pho­zyt beginnt dadurch eine Pro­duk­ti­on von Klo­nen - das bedeu­tet, er ver­viel­fäl­tigt sich selbst in iden­ti­scher Form. Aus weni­gen Lym­pho­zy­ten wer­den so schnell ganz vie­le gemacht. Aus den so ver­mehr­ten Lym­pho­zy­ten tre­ten die im Inne­ren pro­du­zier­ten Anti­kör­per in die Umge­bung und suchen nach Anti­ge­nen, an die sie sich anheften.

Da die Anti­kör­per zwei Arme besit­zen, mit denen sie sich an die Anti­ge­ne anhef­ten kön­nen, ver­bin­den sie so nach und nach immer mehr Anti­gen - bis schließ­lich rich­ti­ge Klum­pen davon ent­ste­hen . Die­se Klum­pen von Anti­ge­nen mit gebun­de­nen Anti­kör­pern set­zen Sub­stan­zen frei, die die Makro­pha­gen, die Fress­zel­len anlocken. So wer­den die­se Klum­pen von den Fress­zel­len umflos­sen und in die Zel­le auf­ge­nom­men. Inner­halb der Zel­le sind wie­der­um ande­re Stof­fe, genannt Lys­o­zy­me, aktiv, die nun alles das, was in die­sem Bläs­chen ein­ge­schlos­sen wur­de, zer­le­gen und damit unschäd­lich machen .

Die­ser Ablauf die­ser Abwehr erfor­dert natür­lich eini­ge Zeit. Es müs­sen Zel­len gebil­det wer­den, dazu sind 'Roh­stof­fe' nötig, die aus den vor­han­de­nen Depots akti­viert wer­den. Daher ist es mög­lich und meist auch üblich, dass zunächst Krank­heits­zei­chen wie Fie­ber, Schwit­zen, Blut­druck­stei­ge­rung etc. auf­tre­ten. Erst wenn die ein­ge­drun­ge­nen Anti­ge­ne voll­stän­dig aus dem Kör­per ent­fernt sind ver­schwin­den die Sym­pto­me, die sie zuvor her­vor­ge­ru­fen haben. Der Mensch ist wie­der gesund.

Mer­ke:
Blut ist ein flüs­si­ges Gewe­be, alle ande­ren Gewe­be des mensch­li­chen Orga­nis­mus sind orts­fest. Das Blut besteht aus ver­schie­de­nen Zell­ty­pen und dem Blut­plas­ma. Alle Zel­len sind hoch spe­zia­li­siert und wer­den haupt­säch­lich im Kno­chemark gebil­det. Das Blut ist ein Teil des Abwehr­sy­stems gegen ein­ge­drun­ge­ne Stof­fe, Zel­len und Zell­frag­men­te, und ver­fügt über ein Immun­ge­dächt­nis und Zel­len, die Fremd­sub­stan­zen auf­fres­sen und so neutralisieren.

 
Abbil­dung Blut­zel­len: Gemein­frei

 

 
Die hier dar­ge­stell­ten Zusam­men­hän­ge sind nicht als ver­tief­te Erklä­rung der Abwehr­me­cha­nis­men zu ver­ste­hen - sie sind um der Ver­ständ­lich­keit wil­len so ver­ein­facht, dass man den Pro­zess auch ohne umfang­rei­che medi­zi­nisch-bio­lo­gi­sche Kennt­nis­se versteht.


 

bookmark_borderKurze Darstellung der Immunabwehr
- wie u.a. Viren unschädlich gemacht werden (I).

Fan­gen wir erst ein­mal mit wesent­li­chen Begrif­fen an und defi­nie­ren sie, damit klar ist, wovon im Fol­gen­den die Rede sein wird.

Erstens brau­chen wir den Begriff "Anti­gen"
- das sind alle Sub­stan­zen die nicht zu unse­rem Kör­per gehö­ren, also nicht von ihm pro­du­ziert wer­den und des­we­gen auch 'fremd' sind. Zu die­sen Anti­ge­nen gehö­ren Bak­te­ri­en, Pil­ze, Viren. Natür­lich auch mehr­zel­lige Orga­nis­men (Bei­spiel: Mala­ria und Cha­gas Erre­ger), die zur Ver­ein­fa­chung nicht wei­ter betrach­tet werden.
Anti­ge­ne sind also Erre­ger, wie Bak­te­ri­en und Viren.

Zwei­tens brau­chen wir den Begriff "Anti­kör­per"
- das sind Sub­stan­zen mit einer beson­de­ren Struk­tur, vor­ge­ge­ben durch che­mi­sche Ver­bin­dun­gen mit einer dadurch ent­ste­hen­den räum­li­chen Anord­nung. Anders aus­ge­drückt: Es sind unter­schied­lich geform­te Sub­stan­zen, die eine inak­ti­ve und eine akti­ve Sei­te haben.
Anti­kör­per sind Eiweiß­stof­fe (Pro­te­ine).

Drit­tens brau­chen wir den Begriff "Infek­ti­on"
- dabei han­delt es sich um das Ein­drin­gen frem­der Stof­fe in den Kör­per. Die­ser Angriff muss nicht, kann aller­dings häu­fig zu Reak­tio­nen füh­ren, die mehr oder weni­ger star­ke Sym­pto­me (Bei­spiel: Fie­ber, Schwit­zen, Blut­druck­än­de­run­gen) auslösen.
Die Gesamt­heit die­ser Reak­tio­nen nennt man "Ent­zün­dungs­zei­chen" - sie sind eine Fol­ge der Reak­tio­nen die der Kör­per aus­führt, um die Infek­ti­on zu bekämp­fen, die Aus­brei­tung der ein­ge­drun­ge­nen Erre­ger auszuschalten. 

Vier­tens brau­chen wir den Begriff "Lys­o­zy­me"
- das sind Sub­stan­zen, die aus spe­zia­li­sier­ten Zel­len unse­res Kör­pers frei­ge­setzt wer­den kön­nen um frem­de Stof­fe auf­zu­lö­sen und sie zugleich 'attrak­tiv' für eine wei­te­re Art von Spe­zi­al­zel­len zu machen, die einen mäch­ti­gen Appe­tit auf sol­che attrak­ti­ven Häpp­chen haben.

Das sind die vier wich­tig­sten Begrif­fe, ein paar wei­te­re wer­den erläu­tert wenn sie die Zusam­men­hän­ge erfordern.

Nun sehen wir uns an was "gesund", bzw. was "krank" bedeu­tet - hier ver­engt auf Viren, weil das im Moment die Grup­pe von Erre­gern ist, die uns die größ­ten Sor­gen bereitet.

"Gesund" heißt, dass alle Erre­ger zwar auf der Kör­per­ober­flä­che vor­han­den sein kön­nen, aber von den an den Ein­tritts­pfor­ten in den mensch­li­chen Kör­per vor­han­de­nen Sub­stan­zen (in Schlei­men und son­sti­gen Flüs­sig­kei­ten) bereits abge­fan­gen wer­den. Gelingt es so, Erre­ger am Ein­drin­gen zu hin­dern, ist der Mensch "gesund".

"Krank" hin­ge­gen ist der Mensch, wenn sei­ne Abwehr­schran­ken die­se Erre­ger nicht abhal­ten kön­nen und sie in ihn ein­drin­gen - das kann zunächst unbe­merkt sein, weil es eini­ge Zeit braucht, bis sich in der Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen dem Immun­sy­stem - das die­se Abwehr aus­führt - und den ein­ge­drun­ge­nen Erre­gern ein hef­ti­ger Kampf entwickelt.
Die Infek­ti­on durch Anti­ge­ne war also erfolg­reich, und nun trifft das Immun­sy­stem alle Maß­nah­men, um die­se Fremd­sub­stan­zen unschäd­lich zu machen und wie­der her­aus zu schaffen.

Mer­ke:
Erre­ger jeder Art auf der Kör­per­ober­flä­che sind normal.
Erst ein­ge­drun­ge­ne Erre­ger sind eine Gefahr für die Gesundheit.

Schau­en wir uns jetzt die Ein­zel­hei­ten an.
Da stellt sich zunächst die Fra­ge wo denn die­ses "Immun­sy­stem" behei­ma­tet ist. Die Ant­wort lau­tet: Es sind wei­ße Blut­kör­per­chen ver­schie­de­ner Art, die die Infor­ma­ti­on über frem­de und kör­per­ei­ge­ne Stof­fe gespei­chert haben.
Dabei zu unter­schei­den sind zwei ver­schie­de­ne Zustän­de. Eine soge­nann­te Grund­im­mu­ni­tät bekommt jeder Mensch bereits im Mut­ter­leib über die Pla­zen­ta aus dem müt­ter­li­chen Blut. Die­ser Schutz hält ca. vier bis sechs Wochen nach der Geburt an. Wäh­rend die­ser Zeit baut der kind­li­che Orga­nis­mus sein eige­nes Abwehr­sy­stem (Immun­sy­stem) auf, was dadurch unter­stützt wird, dass man Klein­kin­der impft, um so ihr Immun­sy­stem zu trainieren.

Das Ergeb­nis des lang­wie­ri­gen Lern­pro­zes­ses ist ein soge­nann­tes "Immun­ge­dächt­nis", eine Art Kata­log von Fremd­sub­stan­zen, die nicht zum eige­nen Kör­per gehö­ren und daher zu eli­mi­nie­ren sind. So, wie unser Gehirn all­ge­mei­ne Infor­ma­tio­nen spei­chert und ver­ar­bei­tet wer­den also Infor­ma­tio­nen über uner­wünsch­te Sub­stan­zen im Immun­ge­dächt­nis gespei­chert. Eine schnel­le Reak­ti­on auf das Ein­drin­gen wird so gewährleistet. 

Wie aus den Abbil­dun­gen von Anti­kör­pern und Anti­ge­nen zu erken­nen ist, haben sie eine *Gemein­sam­keit*, das ist die Struk­tur, die in der sche­ma­ti­schen Zeich­nung als klei­nes Drei­eck gezeich­net ist. Bei dem Anti­gen sit­zen die­se Merk­ma­le (es sind meist Eiweiß-Zucker-Mole­kü­le) als 'Sta­cheln' auf der Ober­flä­che - bei den Anti­kör­pern fin­den sich an den zwei Armen die neben­ein­an­der lie­gen Aus­buch­tun­gen, die die nega­ti­ve Form der Drei­ecke bei den Anti­ge­nen haben. 

Hier wird eine wesent­li­che Eigen­schaft der Anti­kör­per sche­ma­ti­siert dargestellt:
Ihre 'Arme' sind so gestal­tet, dass sie sich an die Anti­ge­ne anhef­ten kön­nen (roter Kreis).

War­um das so ist und wie das für unse­re Immun­ab­wehr von Bedeu­tung ist wird im Teil II behan­delt.

 

 

 
Die hier dar­ge­stell­ten Zusam­men­hän­ge sind nicht als ver­tief­te Erklä­rung der Abwehr­me­cha­nis­men zu ver­ste­hen - sie sind um der Ver­ständ­lich­keit wil­len so ver­ein­facht, dass man den Pro­zess auch ohne umfang­rei­che medi­zi­nisch-bio­lo­gi­sche Kennt­nis­se versteht.


 

bookmark_borderBrot

Hin­weis:
Sofern Sie für das The­ma "Brot backen" nichts übrig haben und es nicht selbst machen wol­len rate ich die­sen Arti­kel zu über­sprin­gen und mor­gen etwas ande­res hier zu lesen. Ich schrei­be hier ja auch als Erin­ne­rung für mich selbst um spä­ter ein­mal nach­voll­zie­hen zu kön­nen was wann los war daheim und in der Welt. Diens­tag ist nor­ma­ler­wei­se "Gedich­te-Tag", der fällt die­ses mal aus, und Mitt­woch gibt es wie­der ein 'rich­ti­ges' Thema.

Man glaubt es kaum, aber trotz unzäh­li­ger Koch­blogs und son­sti­ger Koch- und Back­sei­ten besteht nir­gend­wo so recht eine ver­nünf­ti­ge Anlei­tung wie man es als Anfän­ger angeht .... dach­te ich nach stun­den­lan­gem Suchen, bis ich schließ­lich heu­te auf eine Sei­te kam die das gesam­te Pro­ze­de­re rich­tig erklärt und noch dazu Tipps gibt die tat­säch­lich helfen.

Was ich schon wuss­te war, dass eher flüs­si­ge Tei­ge, die noch leicht kleb­rig sind, län­ger gebacken wer­den sol­len, eher feste Tei­ge dem­entspre­chend weni­ger. Viel­fach wird zwar dar­auf hin­ge­wie­sen, dass man scharf 'anbackt' mit hoher Tem­pe­ra­tur (250-280°C) und nach 10-15 Minu­ten her­un­ter­schal­tet .... tja, und dann war da sehr oft kei­ne wei­te­re Anga­be zur gesam­ten oder der ver­blei­ben­den Back­zeit. Was soll ich als Anfän­ger mit der Aus­sa­ge " ..die wei­te­re Back­zeit rich­tet sich nach der Grö­ße, der Mehl­art und dem benutz­ten Ofen.. " anfan­gen? Wer sowas schreibt soll­te es lie­ber las­sen, das hilft nie­man­dem so recht weiter.

So, das Brot ist jetzt im Ofen, die erste Pha­se ist vor­bei, es sind noch ca. 30 Minu­ten Back­zeit übrig (gesamt waren es 55 Minu­ten). Wenn es fer­tig ist mache ich ein Bild und stel­le es hier rein.

Nun wer­den Sie sich fra­gen war­um ich mir die Arbeit machte.
Erstens weil ich den­ke es ist gut das mal zu üben, damit man es im Not­fall auch kann.
Zwei­tens hat­te ich kein Brot mehr - aber noch die lecke­re Pfäl­zer Leber­wurst .... dafür braucht man Brot und an einem Fei­er­tag spät­abends hat kein Laden offen wo man das bekommt.
Drit­tens schmeckt natür­lich die Leber­wurst nicht auf dem als Not­fall­re­ser­ve vor­ge­hal­te­nen Knäcke­brot, das könn­te ich wegen andau­ern­der Wund­hei­lungs­stö­rung nach der Zahn­ex­trak­ti­on sowie­so nicht kauen .... 

PS
Noch ein Hin­weis: Falls mal das Inter­net aus­fällt soll­te man ein paar Rezep­te aus­ge­druckt haben, oder natür­lich von Hand geschrie­ben, je nach Gusto. Dann kann man nach die­sen Rezep­ten auch arbei­ten, wenn es kein Inter­net gibt. Meist ist es mög­lich sogar auf einem Grill mit einer Pfan­ne mit gut schlie­ßen­dem Deckel Brot zuzu­be­rei­ten - nur für den Fall, dass auch der Strom aus­ge­fal­len ist ....

BIL­Der

 

 

bookmark_borderHerr Laschet


Han­lons Rasier­mes­ser im Sinn:
"Nie­mals der Bos­heit das zuschrei­ben,
was durch Dumm­heit ange­mes­sen erklärt wird."

Wenn die Nati­on lang­sam in Stücke zer­fällt, ist es am besten, 'Han­lons Rasier­mes­ser' im Auge zu behal­ten. Alter­na­tiv kann das Peter-Prin­zip zum tra­gen kom­men, eine Manage­ment­theo­rie, die Wiki­pe­dia sinn­ge­mäß fol­gen­der­ma­ßen erklärt:

"Das Peter-Prin­zip besagt, dass eine Per­son, die in ihrer Posi­ti­on kom­pe­tent ist, in eine höhe­re Posi­ti­on beför­dert wird, die unter­schied­li­che Fähig­kei­ten erfor­dert. Wenn der beför­der­ten Per­son die für ihre neue Rol­le erfor­der­li­chen Fähig­kei­ten feh­len, ist sie in ihrer neu­en Ebe­ne inkom­pe­tent und wird daher nicht erneut beför­dert. Wenn sie jedoch in ihrer neu­en Rol­le kom­pe­tent ist, wird sie erneut beför­dert, und wei­ter beför­dert, bis sie schließ­lich ein Niveau erreicht, auf dem sie total inkom­pe­tent ist. Da bleibt sie für den Rest ihrer Karriere."

Laschet hat es ein­fach geschafft, sich meh­re­re Level höher zu schlei­men, als es ein Mann mit sei­nen Talen­ten hät­te tun kön­nen sol­len. Wir kön­nen sei­ne Schrit­te ver­fol­gen, aber es ist schwer zu erklä­ren, war­um es bei ihm funk­tio­niert hat. Ich nei­ge dazu es zwei Umstän­den zuzuordnen:

  1. 1. Die SPD schwä­chel­te und war nicht in der Lage den Feh­lern aus der Schrö­der-Ära abzuschwören; 
  2. 2. Die weni­gen, auch weni­ger gei­stig fle­xi­blen NRW Poli­ti­ker (Spahn, Kar­lic­zek) waren schon nach Ber­lin abge­wan­dert und hät­ten kei­ne 'Lan­des­mut­ter' oder kei­nen 'Lan­des­va­ter' abge­ge­ben - so wie es Laschet mit sei­nem betu­lich-ält­li­chen Geha­be schon immer konnte. 

Nun ste­hen wir an der Schwel­le des lang­sa­men Rück­laufs der Neu­in­fi­zier­ten­zah­len - und Das CDU-Polit­bü­ro gibt bekannt der Herr Laschet schlägt genau das vor, was den Pfad zum Unter­gang bedeutet:

"Locke­rung", zunächst [aus­ge­rech­net!] Schu­len und Kin­der­gär­ten. Die per­fek­te Kon­stel­la­ti­on eine sehr schnell ein­set­zen­de expo­nen­ti­el­le Aus­brei­tung in Gang zu set­zen. Sei­ne "Exper­ten" sind aus dem Lager derer, die wenig wis­sen­schaft­lich erreicht haben und nun - als Gegen­mei­nung - eine gewis­se Auf­merk­sam­keit gegen­über den bes­se­ren und renom­mier­te­ren Kol­le­gen zu errei­chen hof­fen. Sich des­we­gen vor den Laschet'schen Wagen span­nen lassen.

Es ist unzwei­fel­haft rich­tig, dass die Zah­len der Neu­in­fek­tio­nen rück­läu­fig sind. Solan­ge aber noch eine Rela­ti­on von Infi­zier­ten zu Neu-Infi­zier­ten grö­ßer als 1:0,9 besteht wer­den wir die Pan­de­mie nicht zum Zusam­men­bruch bringen.
1:1 bedeu­tet doch, dass ledig­lich die Zahl der Infi­zier­ten nicht wei­ter ansteigt, sie bleibt auf dem der­zei­ti­gen Niveau. Erst wenn ein Kran­ker (oder auch nur Virus­trä­ger) weni­ger als eine ande­re Per­son infi­ziert ist eine Chan­ce zu obsiegen.

Kurz­um:

Wenn sich Herr Laschet beim Tref­fen der Lan­des­chefs mit der Kanz­le­rin durch­setzt wer­den wir ein Wie­der­auf­flam­men der Infek­ti­ons­zah­len sehen und die Bekämp­fung wird sich anstatt bis zum Som­mer (mög­li­cher­wei­se Herbst) bis in das näch­ste Jahr hin­zie­hen, min­de­stens aber so lan­ge, bis ein Impf­stoff zur Ver­fü­gung steht.


Die zusätz­li­chen Toten, die durch die­se Locke­rung zwangs­läu­fig zu bekla­gen sein wer­den, hat dann Herr Laschet auf dem Gewis­sen - mit­samt sei­nen auf­mer­sam­keits­gei­len Wis­sen­schaft­lern aus den hin­te­ren Rän­gen, die der Mas­se ihrer beson­ne­nen Kol­le­gen nun Kon­tra bie­ten.