Ein Fundstück aus der Sparte "Cartoons zu CORONA"

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bookmark_border"Best vorbereitet" .... wofür?
Und dann fand ich heute eine Darstellung, die eine Liste von Ländern zeigte, die *angeblich*(!) die am besten vorbereiteten Länder sein sollten .... dem stelle ich hier eine andere Darstellung gegenüber, die die Zahl der Fälle in verschiedenen Ländern zeigt - vergleichen Sie selbst und entscheiden Sie, welche Länder tatsächlich bei der Bekämpfung erfolgreich sind.

[hint, hint!: Die USA stellen
4,3% der Weltbevölkerung aber mittlerweile 25% der Fälle; der Trend geht in Richtung 33% - was einem Drittel aller Fälle entsprechen würde. Viel fehlt nicht mehr, aktuell sind es 671.425 von 2.172.031 Infizierten, was 32% entspricht.]
Darstellung nur Europa
Hier ist es interessant zu vergleichen, wie viele Menschen infiziert wurden, aber vor allem, wie viele davon geheilt wurden bzw. gestorben sind .... in Deutschland starben bisher 0,34%, dagegen sind es in Spanien 9,6% und Italien 7,6%.
In England, wo Boris Johnson lange die Trump-Linie von "Leugnung einer Gefahr" verfolgte, ist - traurigerweise für die Menschen - der Prozentsatz 7,57. Das entspricht dem, was sich in Italien abspielte und durchaus vermeidbar gewesen wäre.

Weltweit bekannte Fälle

bookmark_borderKurze Darstellung der Immunabwehr
- wie u.a. Viren unschädlich gemacht werden (II).
Dort finden Sie → Teil (I)
Was gestern zum Schluß zu lesen war:

Wie aus den Abbildungen von Antikörpern und Antigenen zu erkennen ist, haben sie eine *Gemeinsamkeit*, das ist die Struktur, die in der schematischen Zeichnung als kleines Dreieck gezeichnet ist. Bei dem Antigen sitzen diese Merkmale (es sind meist Eiweiß-Zucker-Moleküle) als 'Stacheln' auf der Oberfläche - bei den Antikörpern finden sich an den zwei Armen die nebeneinander liegen Ausbuchtungen, die die negative Form der Dreiecke bei den Antigenen haben.
Hier wird eine wesentliche Eigenschaft der Antikörper schematisiert dargestellt:
Ihre 'Arme' sind so gestaltet, dass sie sich an die Antigene anheften können (roter Kreis).
Warum das so ist und wie das für unsere Immunabwehr von Bedeutung ist wird im folgenden Text behandelt.
Alles, was in unserem Körper gebraucht wird, muss an irgendeiner Stelle 'hergestellt' werden - und da ergibt sich die Frage
"Wo werden diese Antikörper gebildet?"
Die Antwort heißt
"Sie werden in weißen Blutzellen, den "Leukozyten" gebildet!"
Es gibt eine ganze Gruppe von Zellen, die als "weißes Blutbild" oder "weiße Blutzellen" bezeichnet werden. Ihre Herstellung erfolgt im Knochenmark, im Inneren der platten und Röhrenknochen [Beispiel 'platte Knochen → Rippen, Becken; Beispiel Röhrenknochen → Oberschenkelknochen, Oberarmknochen] sowie in der Milz und den Lymphknoten.
Dort werden sie - wie die anderen Blutbestandteile, die roten Blutkörperchen und die Blutplättchen - in spezialisierten Geweben gebildet.

Hier wollen wir uns allerdings nicht um rote Blutkörperchen, Blutplättchen und allen Formen des weißen Blutbildes befassen - wir nehmen lediglich solche Zelltypen heraus und betrachten diese genauer, wenn sie die entscheidenden Zelltypen für die Abwehrreaktion darstellen.
Diese weißen Blutzellen ["Leukozyten"] sind:
| Zelltyp | Aufgabe |
| "Makrophagen (Monozyten)" |
"Freßzellen" Erkennen/Vernichten von Fremdstoffen und -zellen |
| "Granulozyten" | Abwehr von Fremdzellen |
| "Plasmazellen (Lymphozyten)" |
Antikörperproduktion |
| T-Gedächtniszellen | "Katalog" von Fremdstoffen und-zellen |
Jeder Zelltyp hat eine bestimmte Aufgabe, es sind die Spezialisten für die Abwehr von fremden Stoffen, die ständig in unserem Blut zirkulieren und bei Bedarf rasch in größer Zahl zur Verfügung sind. Das ist wichtig, weil ihre Bildung Zeit braucht. Normalerweise sind zur Abwehr notwendige Zellen in solcher Zahl vorhanden, dass sie bei Auftreten einer Gefahr so lange 'durchhalten', bis neue Zellen in ausreichender Menge nachgebildet worden sind.

Nun wollen wir betrachten, wie die Abwehr bildlich dargestellt aussieht, Antigen und Antikörper sind ja schon bekannt, es kommen nun noch Plasmazellen [auch: Lymphozyten] und Fresszellen [auch: Makrophagen, Monozyten] hinzu. Plasmazellen sind die rundlichen Zellen in der Darstellung, die Fresszellen habe eine unregelmäßige Umrandung und sehen einem Spiegelei ähnlich:
Die Fremdstoffe - das waren die Antigene - können verschiedene Formen von 'Stacheln' auf der Oberfläche haben. Deswegen gibt es dann auch mannigfaltige Formen von Antikörpern, deren Grundstruktur immer gleich ist. Die aber an den aktiven Enden des Ypsilons unterschiedlich aussehen. Dementsprechend gibt es Antikörper, die sich an diese Oberflächenstrukturen - wie Schloss und Schlüssel passend - anheften können. Ganz oben auf dieser Seite war schon ein Beispiel dafür gezeigt.

Nachdem wir nun alle Bestandteile kennen, die nötig sind um eingedrungene Erreger - beispielsweise Viren vom Typ Covid-19 - zu eliminieren, schauen wir uns an was passiert:
Die Lymphozyten haben auf ihrer Oberfläche herausragende Antikörper. Hier ist nur eine Form dargestellt, in Wirklichkeit sind es gleichzeitig sehr viele verschiedene Antikörper. Etwa so viele, wie der Körper schon erfolgreich abgewehrt hat. Die Information darüber ist im so genannten "Immungedächtnis" aufbewahrt, dieses besteht aus spezialisierten Zellen, wie z.B. den T-Gedächtniszellen. Kommt nun ein Antigen - in Form eines Virus, eines Bakteriums oder eines Giftstoffes - in den Körper des Menschen, so werden die Lymphozyten alarmiert und sie binden die Antigene an ihre Antikörper ➀.
Der Lymphozyt ➁ beginnt dadurch eine Produktion von Klonen ➂ - das bedeutet, er vervielfältigt sich selbst in identischer Form. Aus wenigen Lymphozyten werden so schnell ganz viele gemacht. Aus den so vermehrten Lymphozyten treten die im Inneren produzierten Antikörper in die Umgebung ➃ und suchen nach Antigenen, an die sie sich anheften.

Da die Antikörper zwei Arme besitzen, mit denen sie sich an die Antigene anheften können, verbinden sie so nach und nach immer mehr Antigen - bis schließlich richtige Klumpen davon entstehen ➄. Diese Klumpen von Antigenen mit gebundenen Antikörpern setzen Substanzen frei, die die Makrophagen, die Fresszellen anlocken. So werden diese Klumpen von den Fresszellen umflossen und in die Zelle aufgenommen. Innerhalb der Zelle sind wiederum andere Stoffe, genannt Lysozyme, aktiv, die nun alles das, was in diesem Bläschen eingeschlossen wurde, zerlegen und damit unschädlich machen ➅.
➄
➅
Dieser Ablauf dieser Abwehr erfordert natürlich einige Zeit. Es müssen Zellen gebildet werden, dazu sind 'Rohstoffe' nötig, die aus den vorhandenen Depots aktiviert werden. Daher ist es möglich und meist auch üblich, dass zunächst Krankheitszeichen wie Fieber, Schwitzen, Blutdrucksteigerung etc. auftreten. Erst wenn die eingedrungenen Antigene vollständig aus dem Körper entfernt sind verschwinden die Symptome, die sie zuvor hervorgerufen haben. Der Mensch ist wieder gesund.
Merke:
Blut ist ein flüssiges Gewebe, alle anderen Gewebe des menschlichen Organismus sind ortsfest. Das Blut besteht aus verschiedenen Zelltypen und dem Blutplasma. Alle Zellen sind hoch spezialisiert und werden hauptsächlich im Knochemark gebildet. Das Blut ist ein Teil des Abwehrsystems gegen eingedrungene Stoffe, Zellen und Zellfragmente, und verfügt über ein Immungedächtnis und Zellen, die Fremdsubstanzen auffressen und so neutralisieren.

Abbildung Blutzellen: Gemeinfrei
Die hier dargestellten Zusammenhänge sind nicht als vertiefte Erklärung der Abwehrmechanismen zu verstehen - sie sind um der Verständlichkeit willen so vereinfacht, dass man den Prozess auch ohne umfangreiche medizinisch-biologische Kenntnisse versteht.
bookmark_borderKurze Darstellung der Immunabwehr
- wie u.a. Viren unschädlich gemacht werden (I).
Fangen wir erst einmal mit wesentlichen Begriffen an und definieren sie, damit klar ist, wovon im Folgenden die Rede sein wird.
Erstens brauchen wir den Begriff "Antigen"
- das sind alle Substanzen die nicht zu unserem Körper gehören, also nicht von ihm produziert werden und deswegen auch 'fremd' sind. Zu diesen Antigenen gehören Bakterien, Pilze, Viren. Natürlich auch mehrzellige Organismen (Beispiel: Malaria und Chagas Erreger), die zur Vereinfachung nicht weiter betrachtet werden.
Antigene sind also Erreger, wie Bakterien und Viren.
Zweitens brauchen wir den Begriff "Antikörper"
- das sind Substanzen mit einer besonderen Struktur, vorgegeben durch chemische Verbindungen mit einer dadurch entstehenden räumlichen Anordnung. Anders ausgedrückt: Es sind unterschiedlich geformte Substanzen, die eine inaktive und eine aktive Seite haben.
Antikörper sind Eiweißstoffe (Proteine).
Drittens brauchen wir den Begriff "Infektion"
- dabei handelt es sich um das Eindringen fremder Stoffe in den Körper. Dieser Angriff muss nicht, kann allerdings häufig zu Reaktionen führen, die mehr oder weniger starke Symptome (Beispiel: Fieber, Schwitzen, Blutdruckänderungen) auslösen.
Die Gesamtheit dieser Reaktionen nennt man "Entzündungszeichen" - sie sind eine Folge der Reaktionen die der Körper ausführt, um die Infektion zu bekämpfen, die Ausbreitung der eingedrungenen Erreger auszuschalten.
Viertens brauchen wir den Begriff "Lysozyme"
- das sind Substanzen, die aus spezialisierten Zellen unseres Körpers freigesetzt werden können um fremde Stoffe aufzulösen und sie zugleich 'attraktiv' für eine weitere Art von Spezialzellen zu machen, die einen mächtigen Appetit auf solche attraktiven Häppchen haben.
Das sind die vier wichtigsten Begriffe, ein paar weitere werden erläutert wenn sie die Zusammenhänge erfordern.

Nun sehen wir uns an was "gesund", bzw. was "krank" bedeutet - hier verengt auf Viren, weil das im Moment die Gruppe von Erregern ist, die uns die größten Sorgen bereitet.
"Gesund" heißt, dass alle Erreger zwar auf der Körperoberfläche vorhanden sein können, aber von den an den Eintrittspforten in den menschlichen Körper vorhandenen Substanzen (in Schleimen und sonstigen Flüssigkeiten) bereits abgefangen werden. Gelingt es so, Erreger am Eindringen zu hindern, ist der Mensch "gesund".
"Krank" hingegen ist der Mensch, wenn seine Abwehrschranken diese Erreger nicht abhalten können und sie in ihn eindringen - das kann zunächst unbemerkt sein, weil es einige Zeit braucht, bis sich in der Auseinandersetzung zwischen dem Immunsystem - das diese Abwehr ausführt - und den eingedrungenen Erregern ein heftiger Kampf entwickelt.
Die Infektion durch Antigene war also erfolgreich, und nun trifft das Immunsystem alle Maßnahmen, um diese Fremdsubstanzen unschädlich zu machen und wieder heraus zu schaffen.
Merke:
Erreger jeder Art auf der Körperoberfläche sind normal.
Erst eingedrungene Erreger sind eine Gefahr für die Gesundheit.

Schauen wir uns jetzt die Einzelheiten an.
Da stellt sich zunächst die Frage wo denn dieses "Immunsystem" beheimatet ist. Die Antwort lautet: Es sind weiße Blutkörperchen verschiedener Art, die die Information über fremde und körpereigene Stoffe gespeichert haben.
Dabei zu unterscheiden sind zwei verschiedene Zustände. Eine sogenannte Grundimmunität bekommt jeder Mensch bereits im Mutterleib über die Plazenta aus dem mütterlichen Blut. Dieser Schutz hält ca. vier bis sechs Wochen nach der Geburt an. Während dieser Zeit baut der kindliche Organismus sein eigenes Abwehrsystem (Immunsystem) auf, was dadurch unterstützt wird, dass man Kleinkinder impft, um so ihr Immunsystem zu trainieren.
Das Ergebnis des langwierigen Lernprozesses ist ein sogenanntes "Immungedächtnis", eine Art Katalog von Fremdsubstanzen, die nicht zum eigenen Körper gehören und daher zu eliminieren sind. So, wie unser Gehirn allgemeine Informationen speichert und verarbeitet werden also Informationen über unerwünschte Substanzen im Immungedächtnis gespeichert. Eine schnelle Reaktion auf das Eindringen wird so gewährleistet.

Wie aus den Abbildungen von Antikörpern und Antigenen zu erkennen ist, haben sie eine *Gemeinsamkeit*, das ist die Struktur, die in der schematischen Zeichnung als kleines Dreieck gezeichnet ist. Bei dem Antigen sitzen diese Merkmale (es sind meist Eiweiß-Zucker-Moleküle) als 'Stacheln' auf der Oberfläche - bei den Antikörpern finden sich an den zwei Armen die nebeneinander liegen Ausbuchtungen, die die negative Form der Dreiecke bei den Antigenen haben.

Hier wird eine wesentliche Eigenschaft der Antikörper schematisiert dargestellt:
Ihre 'Arme' sind so gestaltet, dass sie sich an die Antigene anheften können (roter Kreis).
Warum das so ist und wie das für unsere Immunabwehr von Bedeutung ist wird im Teil II behandelt.
Die hier dargestellten Zusammenhänge sind nicht als vertiefte Erklärung der Abwehrmechanismen zu verstehen - sie sind um der Verständlichkeit willen so vereinfacht, dass man den Prozess auch ohne umfangreiche medizinisch-biologische Kenntnisse versteht.
bookmark_borderBrot
Hinweis:
Sofern Sie für das Thema "Brot backen" nichts übrig haben und es nicht selbst machen wollen rate ich diesen Artikel zu überspringen und morgen etwas anderes hier zu lesen. Ich schreibe hier ja auch als Erinnerung für mich selbst um später einmal nachvollziehen zu können was wann los war daheim und in der Welt. Dienstag ist normalerweise "Gedichte-Tag", der fällt dieses mal aus, und Mittwoch gibt es wieder ein 'richtiges' Thema.
Man glaubt es kaum, aber trotz unzähliger Kochblogs und sonstiger Koch- und Backseiten besteht nirgendwo so recht eine vernünftige Anleitung wie man es als Anfänger angeht .... dachte ich nach stundenlangem Suchen, bis ich schließlich heute auf eine Seite kam die das gesamte Prozedere richtig erklärt und noch dazu Tipps gibt die tatsächlich helfen.
Was ich schon wusste war, dass eher flüssige Teige, die noch leicht klebrig sind, länger gebacken werden sollen, eher feste Teige dementsprechend weniger. Vielfach wird zwar darauf hingewiesen, dass man scharf 'anbackt' mit hoher Temperatur (250-280°C) und nach 10-15 Minuten herunterschaltet .... tja, und dann war da sehr oft keine weitere Angabe zur gesamten oder der verbleibenden Backzeit. Was soll ich als Anfänger mit der Aussage " ..die weitere Backzeit richtet sich nach der Größe, der Mehlart und dem benutzten Ofen.. " anfangen? Wer sowas schreibt sollte es lieber lassen, das hilft niemandem so recht weiter.
So, das Brot ist jetzt im Ofen, die erste Phase ist vorbei, es sind noch ca. 30 Minuten Backzeit übrig (gesamt waren es 55 Minuten). Wenn es fertig ist mache ich ein Bild und stelle es hier rein.
Nun werden Sie sich fragen warum ich mir die Arbeit machte.
Erstens weil ich denke es ist gut das mal zu üben, damit man es im Notfall auch kann.
Zweitens hatte ich kein Brot mehr - aber noch die leckere Pfälzer Leberwurst .... dafür braucht man Brot und an einem Feiertag spätabends hat kein Laden offen wo man das bekommt.
Drittens schmeckt natürlich die Leberwurst nicht auf dem als Notfallreserve vorgehaltenen Knäckebrot, das könnte ich wegen andauernder Wundheilungsstörung nach der Zahnextraktion sowieso nicht kauen ....
PS
Noch ein Hinweis: Falls mal das Internet ausfällt sollte man ein paar Rezepte ausgedruckt haben, oder natürlich von Hand geschrieben, je nach Gusto. Dann kann man nach diesen Rezepten auch arbeiten, wenn es kein Internet gibt. Meist ist es möglich sogar auf einem Grill mit einer Pfanne mit gut schließendem Deckel Brot zuzubereiten - nur für den Fall, dass auch der Strom ausgefallen ist ....
BILDer


bookmark_borderHerr Laschet
Hanlons Rasiermesser im Sinn:
"Niemals der Bosheit das zuschreiben,
was durch Dummheit angemessen erklärt wird."
Wenn die Nation langsam in Stücke zerfällt, ist es am besten, 'Hanlons Rasiermesser' im Auge zu behalten. Alternativ kann das Peter-Prinzip zum tragen kommen, eine Managementtheorie, die Wikipedia sinngemäß folgendermaßen erklärt:
"Das Peter-Prinzip besagt, dass eine Person, die in ihrer Position kompetent ist, in eine höhere Position befördert wird, die unterschiedliche Fähigkeiten erfordert. Wenn der beförderten Person die für ihre neue Rolle erforderlichen Fähigkeiten fehlen, ist sie in ihrer neuen Ebene inkompetent und wird daher nicht erneut befördert. Wenn sie jedoch in ihrer neuen Rolle kompetent ist, wird sie erneut befördert, und weiter befördert, bis sie schließlich ein Niveau erreicht, auf dem sie total inkompetent ist. Da bleibt sie für den Rest ihrer Karriere."
Laschet hat es einfach geschafft, sich mehrere Level höher zu schleimen, als es ein Mann mit seinen Talenten hätte tun können sollen. Wir können seine Schritte verfolgen, aber es ist schwer zu erklären, warum es bei ihm funktioniert hat. Ich neige dazu es zwei Umständen zuzuordnen:
- 1. Die SPD schwächelte und war nicht in der Lage den Fehlern aus der Schröder-Ära abzuschwören;
- 2. Die wenigen, auch weniger geistig flexiblen NRW Politiker (Spahn, Karliczek) waren schon nach Berlin abgewandert und hätten keine 'Landesmutter' oder keinen 'Landesvater' abgegeben - so wie es Laschet mit seinem betulich-ältlichen Gehabe schon immer konnte.
Nun stehen wir an der Schwelle des langsamen Rücklaufs der Neuinfiziertenzahlen - und Das CDU-Politbüro gibt bekannt der Herr Laschet schlägt genau das vor, was den Pfad zum Untergang bedeutet:
"Lockerung", zunächst [ausgerechnet!] Schulen und Kindergärten. Die perfekte Konstellation eine sehr schnell einsetzende exponentielle Ausbreitung in Gang zu setzen. Seine "Experten" sind aus dem Lager derer, die wenig wissenschaftlich erreicht haben und nun - als Gegenmeinung - eine gewisse Aufmerksamkeit gegenüber den besseren und renommierteren Kollegen zu erreichen hoffen. Sich deswegen vor den Laschet'schen Wagen spannen lassen.
Es ist unzweifelhaft richtig, dass die Zahlen der Neuinfektionen rückläufig sind. Solange aber noch eine Relation von Infizierten zu Neu-Infizierten größer als 1:0,9 besteht werden wir die Pandemie nicht zum Zusammenbruch bringen.
1:1 bedeutet doch, dass lediglich die Zahl der Infizierten nicht weiter ansteigt, sie bleibt auf dem derzeitigen Niveau. Erst wenn ein Kranker (oder auch nur Virusträger) weniger als eine andere Person infiziert ist eine Chance zu obsiegen.
Kurzum:
Wenn sich Herr Laschet beim Treffen der Landeschefs mit der Kanzlerin durchsetzt werden wir ein Wiederaufflammen der Infektionszahlen sehen und die Bekämpfung wird sich anstatt bis zum Sommer (möglicherweise Herbst) bis in das nächste Jahr hinziehen, mindestens aber so lange, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht.

Die zusätzlichen Toten, die durch diese Lockerung zwangsläufig zu beklagen sein werden, hat dann Herr Laschet auf dem Gewissen - mitsamt seinen aufmersamkeitsgeilen Wissenschaftlern aus den hinteren Rängen, die der Masse ihrer besonnenen Kollegen nun Kontra bieten.
bookmark_borderZur Lage von Covid-19 in den USA
*update* [18.04.2020]

Diese Grafik zeigt die Infektionstoten im Verhältnis zu anderen Todesfällen:
[Die Zeitachse ganz unten wandert über die Kalendertage - US Schriftweise ist Monat/Tag/Jahr; mit dem schwarzen button unten links kann die Animation angehalten / wieder gestartet werden]
*update* [18.04.2020]
Siehe hierzu den Text dort → Coronakrise in den USA: Während Fox News Desinformation verbreitet, spitzt sich die Lage für Ärmere und Menschen ohne Versicherung zu
Rekordzahlen an Infizierten, Mangel in den Krankenhäusern. Stefanie Friedhoff berichtet
bookmark_border'wahr'
bookmark_borderWoher-Wohin-Warum?

„Die Evolution des Lebens auf der Erde könnte auch als eine Evolution der Nutzung von Energie verstanden werden."
Keine Angst, liebe Lesende, ich werde nicht die gesamte Evolutionslehre in kleine Teilchen zerpflücken und hier wiederkäuen, das können Sie besser andernorts nachlesen (¹,²). Ich werde lediglich einige Punkte heraussuchen, um die Diskussion etwas zu unterstützen, sollten Sie auf Evolutionsleugner stoßen .... Osterzeit, Kirchenzeit, der Zweifel ist sozusagen 'vorprogrammiert'.
So, wie in der Physik mittlerweile vier Grundkräfte als Bausteine identifiziert sind, gibt es - nicht nur für Biologen - wohl kaum noch Zweifel daran, dass sich die belebte Umwelt nach den von Darwin zuerst gefundenen und beschriebenen Mechanismen der Evolution entwickelt haben. Doch genauso, wie es bei Asterix das kleine gallische Dorf ist, das sich dem "Mainstream", dem römischen Reich widersetzt, finden sich immer wieder ein paar Verdrossene und Kritiker, die glauben nun endlich eine Argumentation gefunden zu haben die das Gebäude der Evolutionsforschung und die daraus resultierenden Folgerungen zum Einsturz brächten.
Vor ein paar Tagen las ich - in Vorbereitung auf diesen Artikel - u.a. bei einem Herrn Armin Risi seine Thesen zu "Evolution: Leben aus Materie?", in dem er mit mannigfaltigen Vergleichen versucht, gegen die Hundertschaften von Wissenschaftlern anzugehen um den Beweis zu erbringen, dass seine Thesen besser sind als jede andere Beweisführung.
Warum bin ich so sicher, dass Herr Risi irrt?
Er macht drei wesentliche Fehler, die aus dogmatischem Denken herrühren, das stets eine Endgültigkeit postuliert die es nicht geben kann und auch in der Wissenschaft niemals gibt:
Herr Risi leugnet die Evolution und sucht nur nach Beweisen dafür. Das ist seine Schwäche.
Wissenschaft hingegen sucht danach Beweise zu finden was an den Befunden zur Evolution falsch oder richtig sein könnte. Es geht also nicht darum nur die Richtigkeit nachzuweisen, sondern gerade das Ergebnis offen zu halten, ob denn die Thesen sich als haltbar oder unhaltbar erweisen lassen. Wissenschaft arbeitet "ergebnisoffen".
Kurz:
Der Anti-Evolutions-Dogmatiker hat eine vorgefertigte Meinung für die er Beweise sucht, er sucht also Beweise gegen eine Theorie - ein Wissenschaftler sucht nach Beweisen ob die Thesen richtig oder falsch sind.
Die Annahmen bei Herrn Risi sind oft daneben - sie stellen nur vermeintlich einen Beweis dar, ohne das tatsächlich zu leisten, weil das Grundwissen zusammenhanglos angelernt und nicht erworben ist. Ich gebe ein Beispiel als Nachweis für diese Behauptung. Es gilt allerdings genauso für weitere Modelle, die dort angeführt werden.
Ein Zitat:
" .. Die Struktur der Enzyme ist nämlich in allen Formen der organischen Materie die gleiche! Das Enzym einer Bakterie kann auch in einer menschlichen Zelle verwendet werden, und die Bakterien beweisen ja täglich, daß sie in unserem Körper aktiv sein und mit ihm in chemischer Wechselwirkung stehen können (z. B. bei der Verdauung). Wir wissen nicht, wie die Enzym-Population in der angeblichen „Ursuppe“ ausgesehen hat, aber wir wissen, daß es heute mindestens 2000 verschiedene Enzyme gibt. Ist alles durch Zufall entstanden, muß der Zufall also bis heute 2000 Enzyme gebildet haben, um auch nur die Grundvoraussetzung für lebende Körper zu schaffen. (Diese Enzyme und Proteine dann noch zu lebens- und fortpflanzungsfähigen Zellen und Körpern zusammenzusetzen ist nochmals etwas ganz anderes und treibt die Unwahrscheinlichkeit ins völlig Unmögliche .. "
Hier ist zunächst erst einmal ein Kardinalfehler enthalten, der oft von Laien gemacht wird:
Was sich im Darm abspielt ist Verdauung
- was sich in Zellen abspielt ist Stoffwechsel.
Bakterien im Darm sind daher dort mit Enzymen an der Verdauung beteiligt, haben jedoch keinerlei Einfluß oder auch keinen Anteil am Stoffwechsel.
Der zweite Fehler:
Unkenntnis der Vorgänge beim Stoffwechsel der Zellen. Es gibt zwar eine Fülle von Enzymen, die aber nicht gleichzeitig in allen Zellen zur Verfügung stehen, sondern - ganz gezielt - nur in spezialisierten Zellen vorkommen, weil ein Teil der Erbinformation nur bestimmte Enzyme bildet (je nach Zelltyp und Aufgaben).
Das dem Herrn Risi etwas "unwahrscheinlich" oder gar "unmöglich" erscheint ist kein Beweis für das, was er behauptet - es ist lediglich ein Beweis dafür, wie begrenzt das Vorstellungsvermögen des Herrn Risi ist.
Er bringt auch noch ein Beispiel mit den vieltausendfachen Möglichkeiten blind die Flächen von Rubik's Cube anzugleichen - und zwar will er damit beweisen, dass bestimmte Konstellationen nicht auftreten könnten. Dabei vergisst er völlig, dass es zwischen lebenden Zellen Kommunikation gibt, wodurch Prozesse angeglichen und harmonisiert werden, was die Irrtumswahrscheinlichkeit erheblich mindert. Mechanismen also, die zwischen den Einzelwürfeln aus Plastik, die den gesamten Würfel bilden, nicht vorhanden sind, Zitat:
" .. der englische Astrophysiker Dr. Fred Hoyle .. verglich die Wahrscheinlichkeit, daß sich auch nur ein Protein durch eine blinde, zufällige Kombination von Atomen gebildet hat, mit der Wahrscheinlichkeit, mit der ein Mensch blind einen Rubik-Würfel ordnet .. "
Dies beweist nicht das, was Herr Risi durch den Eideshelfer Dr. Boyle beweisen will, sondern ist wieder ein Beispiel dafür, dass Fachwissenschaftler einer Disziplin, wie Dr. Boyle, besser bei ihrem Fach bleiben, weil sie für ein anderes Fach meist nicht die genügende Kompetenz aufweisen.
Es gibt hinreichend sichere Modelle in der Mathematik, die, ausgehend von der Berechnung der Materieprozesse, auch die Evolution berechenbar gemacht haben. Darauf werde ich hier nicht spezifisch eingehen, ist doch die Mathematik für die meisten Menschen eher ein 'rotes Tuch', weil sie damit Probleme haben. Unter dem Titel "Mathematik der Evolution" ist mehr dazu zu lesen, wenn Sie es doch vertiefen wollen.
Ich beschränke mich auf das Fazit:
" .. Die meisten positiven Mutationen sterben aus solange sie selten sind .. " - was etwa bedeutet, dass sich die Zahl der Mutationen nicht unbedingt in der Veränderung der genetischen Struktur ausdrücken muss, sondern ausdrücken kann - wenn die Bedingungen günstiger sind als im mathematischen Modell angenommen.
Da Mutationen der wesentliche Faktor für die Evolution sind, weil durch sie neue Möglichkeiten für Individuen und damit eine gesamte Spezies entstehen können, ist diese mathematische Beweisführung ein solider Hinweis auf die Haltbarkeit der grundlegenden Theorie.
Unter der Überschrift "EVOLUTION = PROZESS" werden abschließende Gedanken zu einer Reihe von fachspezifischen Erörterungen und Modellen erfasst, die die Spannung zwischen Ordnung und Chaos aus physikalischer Sicht darstellen und daraus die Mechanismen für die Evolution herleiten, die dort in Analogie tätig sind. Das Fazit dort lautet:
" .. Der Mensch IST Zeit. Also jener Punkt, welcher sich innerhalb seines ganz eigenen Spezifischen Volumens (Lebenszeit, Bewusstseinsraum) bewegt, manchmal statisch verharrt, manchmal in Gedanken zurück oder vorwärts springt. Die Verbindung dieser Punkte und der eingenommene Raum innerhalb des Spezifischen Volumens ist menschliches Leben .. "
Das knüpft an den Text an, den ich weiter oben bereits verlinkt habe.
Weiter heißt es: " ..Nicht die Anzahl der Dimensionen des Menschlichen Bewusstseins sind endlich, sondern das Gesamt-Volumen = Lebenszeit. Endlich, auch in der Jetztzeit, ist jedoch die Speicherkapazität des menschlichen Gehirns .. Nicht der Raum oder die Anzahl der Dimensionen des Universums sind unendlich (endliches thermodynamisches Volumen, welches seit ca. 6 Milliarden Jahren rasch expandiert), sondern die Möglichkeiten der Ereignisse, Zustände und der Kombinationen, in welchen sie auftreten .. "
Diese Gedanken stellen das Dasein (Mensch, Tier, etc.) in eine Zeitachse des Raumes, des sich erweiternden Universums. Evolution als kleine Einheit des gesamten Ausdehnungsgeschehens, ein analoges Abbild.
[Ich empfehle ab diesem Teilabschnitt ff. zu lesen]

Was ist denn nun das derzeit bekannte Ergebnis der Evolution? Hierzu hilft eine Abbildung (siehe rechts), die aus dem entsprechenden Artikel bei WIKIPEDIA stammt, den ich zur Lektüre empfehle.
[Abbildung "Tree of Life"; User:TimVickers, SVG conversion by User:User A1 - Eigenes Werk.
Vereinfachte Version eines hochaufgelösten Stammbaums (Kladogramm) der gesamten Organismenwelt („Tree of Life“) Eukaryoten Rot; Archeen Grün; Bakterien Blau. Gemeinfrei, File:CollapsedtreeLabels-simplified.svg; Erstellt: 19. Mai 2007]
Weil Ostern ist, was uns allen üblicherweise ein paar Feiertage beschert, ob wir nun der Evolutionstheorie oder den Kirchen glauben schenken:
Wie passt nun Religion mit der Evolution zusammen?
Kurze Antwort:
Überhaupt nicht, wenn auch von Seiten der Religionen immer wieder Versuche unternommen werden sich irgendwie damit zu *versöhnen*(!) - sinn- und nutzlos von Anbeginn. Wissenschaft lädt zu Zweifeln ein, Glaube verbietet das Zweifeln.
Eine kurzweiligere Variante ist dort → Volker Panzer: "Leben ohne Gott – und dennoch ein glücklicher Mensch sein" zu lesen. Sollten Sie nicht den gesamten Artikel lesen wollen scrollen Sie bis zur Zeile "Um es kurz zu machen. Wir, die Affen und die Menschen, stammen aus Afrika." herunter und lesen die paar Absätze von da an.
Schon des öfteren musste ich feststellen, dass auch Wissenschaftssendungen nicht immer die 'reine Lehre' verbreiten, sondern manchmal ein auf Populärwissen zurechtgeschustertes Konglomerat anrühren, bei dem Wissenschaft nicht immer korrekt dargestellt wird. Das liegt in der Natur der Sache, einerseits, und ist daher verständlich. Andererseits liegt es auch an der mangelnden Kenntnis derer, die dazu die Skripte verfassen. Trotzdem sollte die Grundaussage immer wissenschaftlich korrekt bleiben. Beispiele zum Gegenteil fand ich in der Beschreibung einer Sendung:
1. " .. "Evolution" ist ein theoretisches Verständnisgebäude, das die Entwicklung von Vielfalt aufgrund von Mutation, Selektion und Reproduktion erklärt .. "
Hier wird glatt ein Element der Evolutionslehre unterschlagen - anstatt Mutation, Selektion, Rekombination und genetischer Drift heißt es Mutation, Selektion, Reproduktion. Das ist nicht korrekt, nicht einmal wenn man sich an Laien wendet, denn Rekombination und Reproduktion haben nichts miteinander zu tun. Die 'genetische Drift' wird gleich völlig unterschlagen, ich rate 'mal: Die Autorin hat das seit ihrer Schulzeit nie richtig verstanden und deswegen wird es verdrängt.
Dabei ist es ganz einfach: Einige Gene wandern an andere Genorte in der Erbinformation, werden dadurch unterdrückt oder bevorzugt. Manche verschwinden völlig. Andere werden wiederum nicht vorkommen, weil ein Teil der Population abgedrängt wurde und nicht mehr am genetischen Austausch teilnimmt.
2. " .. Auch die Idee, dass Anpassungen eines Organismus an die Umwelt an die Nachkommen weitergegeben werden, ist nach den Thesen der biologischen Evolutionstheorie ausgeschlossen .. "
Wie schon der Name der Darwinschen Darstellung besagt wandeln sich die Bedingungen und mit ihnen die Erkenntnisse - so wie es dargestellt wird scheint ein Zweifel durch, ob denn die Evolution bewiesen sei. Ist sie. Hier kommt etwas zum Vorschein was weiter oben schon einmal angesprochen war: Wissenschaft forscht ständig nach Neuem, nach Beweisen , nach Möglichkeiten, an die bisher noch nicht gedacht wurde. Da ist es völlig klar, dass sich Änderungen im Wissenstand ergeben. Bisher hat das aber noch nie die Gültigkeit der Evolutionstheorie insgesamt zu Fall bringen können - und wird es in Zukunft auch nicht tun.
3. " .. Wir treffen bewusste Entscheidungen. Deshalb sind wir besonders flexibel und anpassungsfähig. Mit dieser geistigen Evolution ist der Mensch in der Lage, aktiv in die biologische Evolution einzugreifen und sie nach seinen Vorstellungen zu gestalten .. "
Oh Schwülstigkeit, du triefst durch die Zeilen! Was wir davon haben, dass der Mensch in die Evolution eingreift kann man in trauriger Erkenntnis der Unzulänglichkeiten des Wissens darum und der Ergebnisse daraus beobachten.
Etwas zu tun ist ja nicht gleichbedeutend mit es 'richtig' zu tun.
Ich wünsche mir eher, vor solchen 'bewussten Entscheidungen' bewahrt zu werden als ihre Folgen ausbaden zu müssen.

bookmark_borderDie Gedanken sind frei - wie lange noch?
Laut einem Bericht aus jüngster Zeit dort
→ »» New AI Turns Brain Signals Into Human Speech With 97% Accuracy ««
ist es mindestens schon möglich Gedankenimpulse als Sprache, also Worte, auszugeben. Noch allerdings muss die Versuchsperson dabei mitwirken und Worte sprechen, deren Impulsfolge im EEG dann von der KI durch Vergleich und Wiederholung tatsächlich als Wort identifizierbar sind.
Von dieser Variante ausgehend wird es sich bestimmt dahingehend entwickeln, dass es eines Tages erreicht wird "Gedanken" zu lesen - und dann ist es vorbei mit der Gedankenfreiheit. Es ist wieder einmal eine solche Wegscheide bei der Entwicklung, wie wir sie schon öfter sahen:
Will man beispielsweise den Menschen helfen, die durch körperliche Einschränkungen die 'normale' Bedienung (beispielsweise) eines Computers nicht leisten können - oder will man diese Möglichkeit dazu nutzen ganz pauschal und allgemein, so wie jetzt schon bei der Speicherung von Daten auch unverdächtiger Bürger, jeden Menschen auszuforschen und so versuchen, 'die Bösen' auszufiltern, bevor sie etwas Böses tun können?
Wie nah dabei die gute und böse Absicht einer übergeordneten "Autorität" liegen könnte und machbar wären ist - mindestens für mich - erschreckend. Stellen Sie sich einmal vor, ein Verrückter wie Trump könnte ein solches Instrument vorfinden und gar nutzen!
Es gibt Entwicklungen, die sollte man besser nicht weiter vorantreiben.
bookmark_borderWirklich ...?
"Everything happens for a reason!"
"Alles passiert aus einem Grund!" - das hörte ich kürzlich in einem Video von einem Diskussionsteilnehmer .... es ging im weiteren Gespräch dort unter, hat mich allerdings noch eine Weile beschäftigt.
Die Aussage ist falsch - mindestens in der Form, in der sie in dem vorstehenden Satz getroffen wurde.
Eine richtige Aussage wäre:
"Ich tue Alles aus einem Grund!" - eine Selbstoffebarung, die vermuten lässt, dass der Sprechende nicht imer seine wahre Absicht darstellt, sondern insgeheim eine andere Zielsatzung hat als aus dem gesprochenen Wort zu entnehmen ist.
Auch folgender Satz wäre richtig:
Menschen tun Alles aus einem Grund!"
Damit ist lediglich festgestellt, welche Bandbreite des Wollens uns begegnet und dass niemand etwas grundlos tut oder plant. Dabei wird, ganz klar, keine übergeordnete, übersinnliche, oder handelnde Kraft angenommen.
Ganz allgemein gesagt:
Was passiert ist stets reiner Zufall.
Wenn Menschen etwas tun haben sie ein Ziel - das ist der "Grund" ihres Handelns. Demnach ist "Grund" personenbezogen - abstrakt muss stattdessen "Zufall" gesetzt werden.
Der Satz lautetet richtig also:
"Everything happens by chance - unless planned by people!"
["Alles passiert aus Zufall,
sofern nicht der Plan von Menschen dahinter steht!"]
bookmark_borderNoch’n Gedicht …. (X)
№ 0057: robotisches I

Donnerstags, so gegen fünf, geschah
– in Kassel – was noch niemand sah:
Ein Lichtblitz, dumpfes Donnergrollen,
Rauch, aus dem Nichts hervorgequollen.
Und als der Rauch verschwunden war
stand, silbrig glänzend, etwas da:
Ein Kegel mit Tentakeln dran
viel grösser als ein Durchschnittsmann.
Der Anblick schreckte Fahrer sehr
ein Stau entstand, und noch viel mehr
passierte rund um diesen Ort,
wer laufen konnte lief schnell fort.
Die Gegend war schnell menschenleer
rund um den fremden Roboter,
der, nach 'ner halben Schrecksekunde
drehte eine kleine Runde.
Um dann in grösser werdend‘ Kreisen
– sich bewegend wie auf Gleisen –
in Fahrt kam, Richtung Innenstadt:
dabei macht er zwei Autos platt!
Die Tentakeln angelegt
er so entlang der Strasse fegt.
Man wich ihm aus, so gut man konnt‘
vermied, dass man ihm nahe kommt.
Der Ruf nach Obrigkeit ward laut,
doch keiner hat sich recht getraut
dem Ungetüm Einhalt zu bieten,
vielmehr ward sein Pfad gemieden.
Als schliesslich bremst der Ausserird’sche
vor’m Rathaus, neben einer Kirche,
ein Kreis von Gaffern sich ergibt
weil meist der Mensch besond’res liebt …
Zuckt die Maschine führt das gleich
dazu, dass laut die Menge kreischt,
nach hinten sich zu retten sucht,
so mancher dabei heftig flucht.
Die Neugier übermächtig ist.
Man diskutiert, mit welcher List
das ausserird’sche, fremde Ding
zu packen wäre, wenn es ging.
Doch plötzlich Stille, atemlos,
als der Roboter spricht d’rauf los:
„Ich bin vom Stern Andromeda,
und komm in Frieden“ – nichts geschah!
Ein kleiner Knirps, vielleicht fünf Jahr‘
verlässt der Menschen grosse Schar
und stapft auf die Maschine zu,
spricht, laut vernehmlich, ganz in Ruh:
„Wer ist Dein Vater, Deine Mutter?“
„Gibt’s auf Andromeda auch Butter?“
„Hast Du 'ne Schwester und 'nen Bruder?“
„Gibt es bei euch auch Babypuder?“
„Was willst Du hier, Maschinenwesen?“
und: „Bist Du schon 'mal dagewesen?“
„Wie bist Du denn hierher geflogen?“
„Warum macht Dein Bauch 'nen Bogen?“
„Ist bei Euch der Himmel blau?“
„Hast Du zuhause eine Frau?“
„Wird bei euch Kaffee getrunken?“
„Wenn Du gepupst, hat’s dann gestunken?“
„Ist Deine Haut aus Zuckerguss?“
„Wann ist bei Dir am Abend Schluss,
wann musst Du zu Bette geh’n?
„Gibt’s bei euch Zwerge oder Feen?“
„Wenn Du zuviele Bonbons isst
sagt man Dir dass Du kotzen wirst?“
„Hast Du ein Taschentuch dabei?“
„Essen die Babys bei euch Brei?“
„Gibt’s Engel auf Andromeda?“
„War schon der Osterhase da?“
„Bekommst Du auch ein Taschengeld?“
„Tut's bei euch weh wenn man hinfällt?“
„Wenn’s bei euch regnet nehmt ihr Schirme?“
„Magst lieber Apfel Du statt Birne?“
„Kennst Du das Einmaleins schon ganz?“
„Gibt’s etwas, das Du singen kannst?“
Es sprudelt rasch der Fragen Fülle,
rund um den Knaben ist es stille.
Der Robot scheint ganz ungerührt,
doch ein Vibrieren man jetzt spürt.
Zunächst noch steht der Robot stumm,
doch dann ertönt ein laut‘ Gebrumm,
die Oberfläche leuchtet heller,
die Tentakeln dreh’n sich schneller,
ein lautes Kreischen tönt sodann
– hat in den Ohren weh getan –
sehr langsam hebt er ab vom Grund
und Worte spricht Maschinenmund:
„Ein Ort des Grauens ist die Erde,
damit ich nicht ganz irre werde,
bei so viel Fragen, ohne Ende,
auf die ich nicht die Antwort fände,
will schnell dem Orte ich entflieh’n
auf meinen Weg nach Hause geh’n!“
Sprach’s – und zischte steil nach oben,
ist himmelwärts davongestoben.
Ganz Kassel spricht von dem Ereignis
vom Knaben auch und seinem Wagnis:
Vor so viel Fragen – welcher Graus –
nimmt selbst ein Roboter Reissaus!
Erstveröffentlichung: 20.06.2004 00:03:48

