"Intelligente Stromzähler" revisited ....

[Wört­lich zitiert / Quel­le]

War­nung vor Intel­li­gen­ten Stromzählern
Die Strom­zäh­ler ver­ra­ten nicht nur per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten, sie sind auch ein neu­es Sicherheitsrisiko.
In Groß­bri­tan­ni­en wird wie in ande­ren Län­dern geplant, zur Redu­zie­rung des Strom­ver­brauchs mas­sen­haft in den Pri­vat­haus­hal­ten intel­li­gen­te Mess­ge­rä­te zu instal­lie­ren, die Ver­brauchs­da­ten in Echt­zeit auch an die Ener­gie­kon­zer­ne sen­den und den Kun­den Infor­ma­tio­nen bie­ten sol­len, wann Strom am bil­lig­sten ist. Auf der Hand liegt, dass damit nicht nur ein wei­te­res Über­wa­chungs­tool geschaf­fen wird, das per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten ein­sam­melt, son­dern das Fern­ab­le­sen der Daten auch die Mög­lich­keit bie­tet, das gesam­te Netz lahm­zu­le­gen oder Daten zu klauen.
Die bri­ti­sche Daten­si­cher­heits­fir­ma Deti­ca, die bereits das Ver­tei­di­gungs- und Justiz­mi­ni­ste­ri­um berät, hat vor den Risi­ken der intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler anläss­lich einer Kon­sul­ta­ti­on des Ener­gie­mi­ni­ste­ri­ums gewarnt. Bis­lang gebe es 40 Mil­lio­nen instal­lier­te intel­li­gen­te Zäh­ler welt­weit, bei denen es bereits zu Sicher­heits­ge­fähr­dun­gen gekom­men sei, bei­spiels­wei­se sei­en Kun­den­da­ten gehackt wor­den, es sei zu DoS-Angrif­fen gekom­men, selbst Geheim­dien­ste ande­rer Län­der hät­ten ver­sucht, in die Net­ze ein­zu­drin­gen, so der Tele­graph. Die Zäh­ler und die Netz­wer­ke müss­ten daher vor Ein­füh­rung gesi­chert wer­den, schließ­lich zäh­le die Strom­ver­sor­gung nach der Regie­rung zur kri­ti­schen Infrastruktur.
Denk­bar sei, dass die Zäh­ler durch Wür­mer infi­ziert wer­den, die dann wie in Com­pu­ter­net­zen sich von Zäh­ler zu Zäh­ler zu ver­brei­ten. Auf die­se Wei­se könn­te ein gan­zes Strom­netz lahm­ge­legt oder auch ein­zel­ne Kun­den gesperrt wer­den. In den USA hat die Fir­ma IOAc­ti­ve bereits demon­striert, dass sich ein Wurm ent­wickeln lässt, der sich erfolg­reich ver­brei­tet hat. Damit lie­ßen sich, so die Fir­ma, Hun­dert­tau­sen­de von Pri­vat­haus­hal­ten zur sel­ben Zeit vom Strom abschalten.
Flo­ri­an Röt­zer 05.10.2009

 

Ich hat­te ja schon frü­her auf die­se "Intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler" und die damit ver­bun­de­nen Gefah­ren hin­ge­wie­sen - den­noch pla­nen z.B. die Stadt­wer­ke Mün­ster einen flä­chen­decken­den Ein­satz .... dar­an wird sich wohl auch nichts ändern, trotz aller vor­ge­brach­ten Sicher­heits­be­den­ken, weil extra für die Steue­rung und Aus­ga­be der neu­en Zäh­ler eine Aus­glie­de­rung (Ser­vice-Gesell­schaft) erfolg­te - die macht man bestimmt nicht rückgängig ....

Kommentare

  1. Na rei­zend :(...

    An sich wäre es ja schon eine fei­ne und vor allem sehr nütz­li­che Sache zum bes­se­ren Ener­gie­spa­ren sei­nen Ver­brauch jeder­zeit genau zu ken­nen und ana­ly­sie­ren zu können. 

    Trotz­dem bin ich vor den Din­gern bis­her zurück­ge­schreckt... eben weil ich ihnen misstraue...

    Man mag sich gar nicht vor­stel­len, was da alles pas­sie­ren könn­te, wenn tat­säch­lich ein gro­ßer Hacker­an­griff stattfindet :(...

    Vie­le Grüße
    Klaudia

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