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bookmark_borderIm Süden nichts Neues ....

Ein Bei­trag aus 2015, der sich u.a. auf 2013 bezog:

Mitt­ler­wei­le gibt es zwar Lager, um deren Name lan­ge gerun­gen wur­de, aber das grund­sätz­li­che Pro­blem ist immer noch nicht gelöst.

2013 ist sechs Jah­re her.
Wie kann man einen sol­chen Ver­zug erklären?

Die vie­len Tau­sen­de Toten sind dann wohl nach unserer
(angeb­lich?) christ­lich gepräg­ten Leit­kul­tur "Got­tes Wil­le"?

Wie kön­nen die ver­ant­wort­li­chen Poli­ti­ker noch ruhig schlafen?
Wie kön­nen sie über­haupt schla­fen - mit so einer Last auf dem Gewissen?

bookmark_borderWas wir dringend brauchen sind Umwälzungen in Politik und Machtstrukturen, nicht nur Personalwechsel

" ..Fragt man nun, wel­che Sozi­al­ord­nung dies am besten garan­tiert, so leh­ren histo­ri­sche Erfah­rung wie theo­re­ti­sche Refle­xio­nen: in einer moder­nen Demo­kra­tie und offe­nen Gesellschaft. 
Wor­in bestehen deren Basismerkmale? 
Es sind
- Abwahl­mög­lich­keit und
- Gewaltenteilung,
- Indi­vi­dua­li­täts­prin­zip und
- Menschenrechte,
- Plu­ra­lis­mus und
- Rechtsstaatlichkeit,
- Säku­la­ri­tät und
- Volkssouveränität. 
Die fol­gen­den Aus­füh­run­gen gehen davon aus, dass die­se Nor­men und Regeln ver­tei­di­gens­wert sind .."
*

Ver­tei­di­gens­wert wohl schon, allein:
Wie anders als durch "Extre­mis­mus" zu erreichen?
Dazu ein paar Überlegungen.

Die feh­len­den Kriterien:

1. Abwahl­mög­lich­keit
In unse­rem Wahl­sy­stem ist es den Wäh­lern unmög­lich Poli­ti­ker abzu­wäh­len - durch die Ebe­ne der Par­tei­en wird selbst ein schlech­ter Poli­ti­ker, den nie­mand mehr wäh­len wür­de, mit Plat­zie­rung durch sei­ne Par­tei auf der Lan­des­li­ste (o.ä.) wie­der ein Man­dat erhalten.
Das bedeu­tet: Es ist ein ganz klei­ner Zir­kel in jeder Par­tei der tat­säch­lich die Rich­tung vor­gibt - und die­ser Grup­pe wer­den von den Mäch­ti­gen (Besit­zer von Ver­mö­gen, Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Pro­duk­ti­ons­mit­teln) die Richt­li­ni­en vor­ge­ge­ben bzw. die Poli­ti­ker ken­nen deren Not­wen­dig­kei­ten und han­deln vor­aus­ei­lend, ohne Anwei­sung, im Eigen­in­ter­es­se ihren Sta­tus zu erhalten.

2. Säku­la­ri­tät
Auf allen gesell­schaft­li­chen Ebe­nen sind die Reli­gio­nen in den Gre­mi­en ver­tre­ten, die das all­ge­mei­ne Leben und die Struk­tur for­men. Eine wesent­li­che Oppo­si­ti­on gegen die­ses Kar­tell von Glau­ben gegen Wis­sen und Ver­nunft ist nicht mög­lich, so lan­ge die­se Ver­tre­ter dort ver­blei­ben und trotz schrump­fen­der Gläu­bi­gen­zahl über­pro­por­tio­nal ver­tre­ten sind. Der gesell­schaft­li­che Wan­del schrei­tet schnel­ler fort als es die Reprä­sen­ta­ti­on gesell­schaft­li­cher Grup­pen in die­sen Gre­mi­en darstellt.

Da also in unse­rer Gesell­schaft die bei­den oben erläu­ter­ten Vor­aus­set­zun­gen nicht vor­han­den sind erüb­rigt sich (fast schon) die rest­li­che Erör­te­rung. Es ist ver­gleich­bar mit einem Haus dem das Fun­da­ment fehlt. 

Bür­ger die sich poli­tisch enga­gie­ren wol­len müs­sen dazu durch die Par­tei­rou­ti­ne hin­durch (bis auf ganz weni­ge Aus­nah­men). Bis sie schließ­lich da ankom­men wo sie (mit-) ent­schei­den kön­nen sind sie wie Fluss­kie­sel an der Mün­dung *rund­ge­schlif­fen* und auf Par­tei­li­nie - oder sie sind schon raus gemobbt oder frei­wil­lig mit Frust aus­ge­schie­den. Das System der Par­tei­en ver­hin­dert 'gro­ße Wür­fe' und 'unor­tho­do­xe Ideen', man bewegt sich im Mit­tel­maß. [Wie anson­sten in unse­rer Gesell­schaft immer öfter, obwohl immer nach "Quer­den­kern" und "Gene­ra­li­sten" gefragt wird hat man Angst vor ihnen, da sie doch intel­li­gen­ter und ent­schei­dungs­freu­di­ger sind als eben die vor­ge­nann­te "Mit­te"]

Poli­ti­ker wer­den nicht erst seit heu­te über­for­dert, das liegt auch an dem durch die Par­tei­en geschickt immer wei­ter zu ihren Gun­sten gewan­del­ten System:
Um Kon­sens zu errei­chen wer­den Rück­sich­ten genom­men, wer­den fau­le Kom­pro­mis­se geschlos­sen, wird das Kli­en­tel hier und dort vor Ort ein­be­zo­gen ihm geneh­me Kan­di­da­ten zu stüt­zen, der Pro­porz bestimmt die Aus­wahl, nicht die Kompetenz. 

Was Geld in die Kas­sen spült und den Amts­in­ha­bern zusätz­lich zu den Diä­ten hüb­sche Sümm­chen und Pöst­chen nach Aus­schei­den ein­bringt (wenn sie sich "wohl"verhalten haben) wird vor­ran­gig in Geset­zes­form gebracht. Ich habe die Fremd­zah­lun­gen schon öfter als eine Crux bezeich­net, sie wer­den ja höf­lich ver­schlei­ernd als "Spen­de", oder "Zuwen­dung", oder "Spon­so­ring" dekla­riert, sind aber in Wahr­heit BESTECHUNGSGELDER.
Wenn wir als Bür­ger das gegen­über Staats­die­nern machen wer­den wir wegen Bestechung angeklagt.

Da haben wir zwei wei­te­re Punk­te die die der­zei­ti­ge Poli­tik als schlecht ausweisen: 

- Mittelmaß,
- Bestechlichkeit, 

Dazu kom­men Unkennt­nis von wesent­li­chen Strö­mun­gen in Gesell­schaft und tech­ni­scher Ent­wick­lung die, weil es das Ego die­ser Leu­te nicht ver­trägt, dann oft in klei­nen Gre­mi­en mit Hil­fe der regu­lier­ten Indu­strie ent­wor­fen wer­den und dem­entspre­chend nicht zum Nut­zen der Bevöl­ke­rung sein kön­nen und es fast immer auch nicht sind [Axel Voss, CDU, Lei­stungs­schutz­recht EU (Sie­he Abbil­dun­gen unten)].
Wer Berufs­po­li­ti­ker ist und noch nie (mög­li­cher­wei­se aber auch nach einer Leh­re als Bank­kauf­mann) in dem dann ver­tre­te­nen Feld gear­bei­tet hat, muss doch dilet­tie­ren [Spahn]!

Die oft zitier­te *Mas­se* von intel­lek­tu­ell Min­der­be­mit­tel­ten und Mit­läu­fern .... die im übri­gen an ihrer Situa­ti­on nicht immer selbst Schuld haben, son­dern denen oft die Chan­cen bereits von unse­rem Schul­sy­stem sehr früh genom­men wor­den sind, hat schon erst recht kei­ne Chan­ce jemals ihre Bedürf­nis­se erfüllt zu sehen
Jetzt zu bekla­gen, dass die­se Men­schen sich zu Pegi­da oder AfD hin­ge­zo­gen füh­len und vor der Glot­ze sit­zen und Unter­schicht­fern­se­hen schau­en ist bil­lig, denn es hat doch genau den Grund, dass man sie als Wahl­scha­fe gese­hen und ihnen ver­füh­re­ri­sche Lügen auf­ge­tischt hat, um ihnen dann das Fell über die Ohren zu zie­hen. Sie­he hier­zu den Sozi­al­be­richt, bzw. die Ein­schät­zung zur Hand­ha­bung und Revi­si­on des­sel­ben durch das Kanz­ler­amt, um den Bericht der Wis­sen­schaft­ler "zu ent­schär­fen" - man kann es ganz dra­stisch eine "Fäl­schung" nen­nen, die die Aus­sa­ge nicht nur ver­wäs­sert, son­dern stel­len­wei­se sogar umdreht ["West­li­che Demo­kra­tie" ist hohl: Reich­tum regiert]

So kom­men zu
- Bestech­lich­keit und
- Mit­tel­maß noch
- Unwissenheit,
- Groß­manns­sucht (über­stei­ger­tes Ego, Selbst­über­schät­zung) und
- Fäl­schung wis­sen­schaft­li­cher Befunde. 

Dage­gen feh­len die­se zwei Aspekte:
- Abwahl­mög­lich­keit und
- Säkularität

Die­ses Aus­ein­an­der­drif­ten von Auf­ga­ben­stel­lung und Auf­ga­ben­er­fül­lung wird durch das Inter­net wie in einer Echo­kam­mer ver­viel­fäl­tigt - und das ist ein­mal der Grund für stei­gen­den Unmut bei der Bevöl­ke­rung und dem Bestre­ben der Poli­tik das Inter­net so zu regu­lie­ren [Öttin­ger!], dass sie wie­der die Mei­nungs­ho­heit zurück gewinnen.

Extre­mis­mus ent­steht durch (gefühl­tes oder tat­säch­li­ches) Unrecht - und wenn schon im Grund­satz das Staats­we­sen weder demo­kra­tisch ist noch eine offe­ne Gesell­schaft gewähr­lei­stet - kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die For­de­run­gen das zu ändern immer von jenen als "extrem" bezeich­net wer­den, die am Fort­be­stehen der un-demo­kra­ti­schen Struk­tu­ren und geschlos­se­nen Zir­keln (der Macht) ein Inter­es­se haben. 

Die man­geln­de Mög­lich­keit den Volks­wil­len tat­säch­lich durch Ver­tre­ter in Par­la­men­ten dar­zu­stel­len, ver­bun­den mit einem aus­ge­präg­ten Behar­rungs­ver­mö­gen über­kom­me­ner Rech­te und Reprä­sen­tanz in gesell­schaft­lich bestim­men­den Gre­mi­en, macht es doch erst aus, dass Men­schen sich, links und rechts der soge­nann­ten "Mit­te", ange­füllt von trä­gen Mit­läu­fern, radikalisieren.

Es ist "ohn­mäch­ti­ge Wut", die durch das System selbst gene­riert wird und Extre­mis­mus so erst ermög­licht. Die Ver­mu­tung es wer­de kei­ne Poli­tik für die Mas­se der Gesell­schaft, son­dern gegen sie gemacht, ist durch wis­sen­schaft­li­che For­schung nachgewiesen.

Das Des­in­ter­es­se der Gewähl­ten, sich und ihre Tages­ar­beit zu hin­ter­fra­gen, ist ungebrochen.

Was nun als Gefahr droht und immer wahr­schein­li­cher wird ist eine stei­gen­de Gewalt­be­reit­schaft. Dass das von den eta­blier­ten Poli­ti­kern so gese­hen wird kann dar­an abge­le­sen wer­den, dass die Über­wa­chungs­mög­lich­kei­ten inten­si­viert und der Umfang bzw. die Tie­fe aus­ge­dehnt wer­den. Die Angst geht um bei denen, die seit Jahr­zehn­ten in füh­ren­den Posi­tio­nen stan­den und nie dar­an dach­ten, eines Tages zur Rechen­schaft gezo­gen zu werden.

* [Quel­le] Der Arti­kel ist aus einem Kom­men­tar beim hpd entstanden.


Sie­he zu die­sem The­ma auch:
- Wir leben in einer DEMOKRATIE. Teil ➀; Teil ➁; Teil ➂; Teil ➃;
- Wahl 2013 (3); Demo­kra­tie aus­ge­hebelt: Par­tei­en­will­kür!
- Frei­heit, Demo­kra­tie, Laïzismus
- Viel­leicht wird es ja (doch) noch mit der Demokratie ....

bookmark_borderWie eine Fata Morgana: Die SPD ....

.... oder:
Der Unter­gang der SPD nach 150 Jah­ren Parteigeschichte. 

Mein Groß­va­ter (müt­ter­li­cher­seits), noch im spä­ten 19. Jhdt. gebo­ren, war, seit er mit 14 Jah­ren anfing zu arbei­ten, SPD- und Gewerk­schafts­mit­glied. Sein Leben lang in der SPD, bis zu sei­ner Pen­sio­nie­rung in der Gewerk­schaft. Wegen sei­ner Über­zeu­gung wur­de er - Vater von vier Töch­tern, die älte­ste 1918 gebo­ren, die jüng­ste 1925 - von den Natio­nal­so­zia­li­sten 1934 aus dem Poli­zei­dienst 'ent­fernt', weil nur Par­tei­mit­glie­der der NSDAP Poli­zi­sten sein durf­ten. Er hat sich und sei­ne Fami­lie durch die NS-Zeit gebracht. Kei­ne der Töch­ter war im JM oder BDM. Sie hat­ten, ein­falls­reich, Wege gefun­den um den Zwangs­ein­tritt zu ver­mei­den und waren schließ­lich, älter als 18, nicht mehr dazu verpflichtet. 

Nach dem Kriegs­en­de hat mein Groß­va­ter - als ehe­mals poli­tisch Ver­folg­ter, die vor­ran­gig von den Alli­ier­ten in sicher­heits­emp­find­li­che Posi­tio­nen ein­ge­stellt wur­den - schnell Kar­rie­re gemacht und war zuletzt Poli­zei­chef in einer hes­si­schen Mit­tel­stadt von ca. 50.000 Einwohnern. 

Zeit­le­bens hat er die Schwä­che der SPD beklagt sich gegen die rech­ten und rechts­ra­di­ka­len Kräf­te im Lan­de so zu posi­tio­nie­ren, dass sie ihre eige­nen Poli­tik­vor­stel­lun­gen hät­te durch­set­zen können. 

Nun steht die SPD wie­der ein­mal am Schei­de­weg - die Par­tei­vor­sit­zen­de und Frak­ti­ons­füh­re­rin Nah­les hat das Hand­tuch gewor­fen und alle Ämter am 03.Juni 2019 nie­der­ge­legt. Plötz­lich ist die Rede von 'Königs­mord' und dass man 'so nicht mit­ein­an­der umge­hen kön­ne', wo gera­de eben noch hef­tigst intri­giert wurde.
Was bleibt ist der mög­li­cher­wei­se dro­hen­de Unter­gang der SPD, die ja - nach Jah­ren her­ber Ver­lu­ste - unter die 20% Mar­ke gesackt ist und ums Über­le­ben kämpft.

Was sich seit Jah­ren ange­bahnt hat kommt nun all­mäh­lich zu Ende. Die Ver­ant­wort­li­chen für den Unter­gang die­ser einst gewich­ti­gen und nöti­gen Volks­par­tei sind fast alle noch unter den Leben­den. Bis auf Einen von ihnen ist es selt­sam stumm gewor­den, sie sind aus der Öffent­lich­keit weit­ge­hend ver­schwun­den - und das, aus gutem Grund.

Der eigent­li­che Mör­der und Toten­grä­ber der SPD ist ein ande­rer, aus­ge­rech­net einer, der der Par­tei sei­nen Auf­stieg aus klein­sten Ver­hält­nis­sen zu ver­dan­ken hat: Ger­hard Schröder!


Die vor der Koali­ti­on SPD - GRÜNE (1998) regie­ren­den Koali­tio­nen las­se ich bewusst weg, das wür­de hier den Rah­men spren­gen, deren unheil­vol­les Wir­ken ist aller­dings als 'Vor­la­ge' und 'Vor­be­rei­tung' man­cher Maß­nah­men der Regie­run­gen Schrö­der anzu­se­hen. Wenn­gleich die Regie­run­gen Schrö­der [10/1998-10/2002; 10/2002-11/2005] für das nach­fol­gen­de Fias­ko der SPD ver­ant­wort­lich sind - mit Hel­fers­hel­fern. Da zuerst die "Grü­nen", die es ver­stan­den haben schat­ten­gleich im Hin­ter­grund zu blei­ben und so wird denn auch in der Öffent­lich­keit das, was wäh­rend der Schröder'schen Ära pas­sier­te, allein der SPD in die Schu­he geschoben.

In die­sem weni­gen Jah­ren von 1998 bis 2005 wur­den die ein­schnei­den­sten sozia­len Ver­än­de­run­gen aus­ge­rech­net von der Par­tei durch­ge­setzt, die laut Tra­di­ti­on "für Arbeit­neh­mer" zu kämp­fen vor­gab und sie mit der Gesetz­ge­bung in die­sen Jah­ren verriet. 

Es war jedoch nicht allein die Hartz IV Rege­lung, son­dern mit ver­ant­wort­lich waren die flan­kie­ren­den Hartz I-III und die Öff­nungs­ge­set­ze, die Leih­ar­beit zu einem rasan­ten Auf­schwung ver­hal­fen und noch heu­te dafür ver­ant­wort­lich sind Aber­tau­sen­de in Arbeits­ver­hält­nis­se zu zwin­gen, in denen sie aus­ge­beu­tet wer­den und an der unter­sten Lohn­gren­ze lie­gen - viel­fach ohne die sonst in deut­schen Betrie­ben übli­chen Sozialleistungen. 

Die Reste der SPD soll­te am besten die CDU/CSU über­neh­men. Im wesent­li­chen war doch die Poli­tik der gro­ßen Koalition(-en) sowie­so ein Ein­heits­brei mit weni­gen Akzen­ten, die an der Haa­ren her­bei gezo­gen wur­den um noch den Anschein von Mei­nungs­viel­falt zu bewahren. 

Über­haupt ist es eine Fra­ge inwie­weit sich unse­re eta­blier­ten Par­tei­en noch unterscheiden:

Sie­he hier­zu auch
1. die­ses Video
SPD: Schuld sind immer nur die Chefs | Pan­ora­ma | NDR
2. die­sen Artikel
Gesetz­li­che Inhumanität

bookmark_borderSicht von Christen und Muslimen auf die Gesellschaft

["click!" auf die Abbil­dung vergrößert]
wvs

Zur Erläu­te­rung:
Zu jedem der Kenn­buch­sta­ben gibt er vier Bal­ken, jeweils zwei näher bei­ein­an­der links und zwei rechts. Die bei­den lin­ken Bal­ken stel­len die Ein­schät­zung für unse­re (christ­lich gepräg­te) Gesell­schaft dar - wobei der äußerst lin­ke Bal­ken die Mei­nung der Mus­li­me wie­der­gibt, der Bal­ken dane­ben die Mei­nung der Geburtsdeutschen.
Unter dem glei­chen Kenn­buch­sta­ben gibt es zwei wei­te­re Bal­ken von denen wie­der der lin­ke die Sicht der Mus­li­me und der ande­re, rech­te Bal­ken die Sicht der Geburts­deut­schen dar­stellt - die­ses Mal aber auf eine mus­li­misch gepräg­te Gesellschaft.
Für den Kenn­buch­sta­ben "H" (mora­li­scher Ver­fall) wur­den nur tür­kei­stäm­mi­ge Per­so­nen befragt.

bookmark_borderGesetzliche Inhumanität

Das Geord­ne­te-Rück­kehr-Gesetz ist ein wei­te­res Glied in einer Ket­te von Unge­schick­lich­kei­ten und gro­ben Feh­lern, die die SPD in den Jah­ren seit der ersten Regie­rung Schrö­der gemacht hat. So ist denn nun von der füh­rer- und wohl auch ziel­lo­sen Par­tei fol­gen­des zu lesen:

" .. Dem Absturz der Par­tei in den Mei­nungs­um­fra­gen folg­te bei der Abstim­mung am 7. Juni auch der Absturz der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on in die tota­le Rück­grat­lo­sig­keit. Die Frak­ti­on hat sich offen­bar der „Das Boot ist voll“-Rhetorik von AfD und CDU unter­wor­fen. Das jetzt beschlos­se­ne Gesetz ist nichts als ver­ord­ne­te Inhumanität .. "

Wenn die Frau Kanz­le­rin in ihrer Regie­rungs­zeit etwas rich­tig gemacht hat, dann war es die Öff­nung der Gren­zen für Asyl­su­chen­de in ihrer Not! Jede ande­re Hand­lungs­wei­se ist falsch - wir haben über Jahr­zehn­te - direkt oder indi­rekt - von den armen Län­dern pro­fi­tiert. Nun war es an der Zeit etwas zurück zu geben.

Aller­dings fehl­te ein Aspekt, der weit­aus wich­ti­ger gewe­sen wäre:
Den Ame­ri­ka­nern, die für die end­lo­sen Krie­ge und Schar­müt­zel rund um den Glo­bus ver­ant­wort­lich sind, die rote Kar­te zu zei­gen. Anstatt wei­ter zu hofie­ren und mit immer mehr Geld zu finanzieren: 

Raus­wer­fen aus Deutschland!

Von Frau Kramp-Kar­ren­bau­er oder ande­ren Per­so­nen in der der­zei­ti­gen Füh­rung der Nati­on ist es aller­dings nicht zu erwarten.

bookmark_borderSammelsurium XXVI

Endlich 'mal 'was Neues!

[BRD]
Bei man­chen tech­ni­schen Erzeug­nis­sen denkt man: Das ist die end­gül­ti­ge Form - so sehen (bei­spiels­wei­se) Flug­zeu­ge aus! Und dann kommt ein Examens­kan­di­dat und wirft die bis­he­ri­ge Sicht kom­plett über den Hau­fen .....  

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°²°
[ AUTOR / BILDQUELLE: Ingenieur.de ]

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Man muss sich zu helfen wissen

[USA]
Eine Fra­ge bei einem Test nicht beant­wor­ten zu kön­nen kommt vor - die­ser Kan­di­dat bekam aller­dings wenig­stens einen *hal­ben Punkt* für Ein­falls­reich­tum .....  

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°²°
[ AUTOR / BILDQUELLE: unbe­kannt ]

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Zu *Höherem* berufen ...?

[BRD]
Frau von der Ley­en (aka "von­der­Lü­gen") hat durch­aus Defi­zi­te bei den Zustim­mungs­wer­ten .....  

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°²°
[ AUTOR / BILDQUELLE: INFRATEST/Dimap via ARD ]

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Vorbilder, falsche Vorbilder!

[USA]
Der Poli­tik der USA man­gelt es an Glaub­wür­dig­keit solan­ge von dort Dik­ta­to­ren mehr hofiert wer­den als demo­kra­ti­sche gewähl­te Regie­rungs­chefs .....  

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[ AUTOR / BILDQUELLE: screenshot]

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Geschichte - neu interpretiert

[USA]
Präsi­dent Trump ist bekannt dafür Din­ge zu erfin­den wenn es ihm in den Kram passt - bei sei­ner Anspra­che zum 4. Juli 2019 aller­dings ging er zu weit, als er behaup­te­te im Unab­hän­gig­keits­krieg 1775 hät­ten die Ame­ri­ka­ner *Flug­plät­ze* ein­ge­nom­men .... die Fol­ge war ein Aus­bruch an Krea­ti­vi­tät bei 'twit­ter', hier nur ein Bei­spiel..  

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[ AUTOR / BILDQUELLE: twit­ter];


Mehr dazu → HIER

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Zu guter Letzt: ....

[BRD]

Im Blog ein Kom­men­tar eines über­aus ver­trau­ens­wür­di­gen Men­schen - schon durch sei­ne Kennt­nis­se der Ortho­gra­fie bestens beleumundet .... 

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[ wvs

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bookmark_borderRealität & Wahrnehmung

Beim Stö­bern bin ich wie­der ein­mal auf eine auf­schluss­rei­che Web­sei­te gesto­ßen - Da ging es um die Fra­ge der Ein­schät­zung bestimm­ter Kenn­zah­len in ver­schie­de­nen Län­dern [Rea­li­tät und Wahr­neh­mung in 14 Län­dern]. Es wur­de nach der geschätz­ten Anzahl von 

- Migranten,
- Muslimen,
- Christen,
- über-65-jäh­ri­gen, und
- Arbeitslosen 

an der Bevöl­ke­rung gefragt. Aus die­sen Zah­len konn­te sodann ein "Index der Igno­ranz" [„Index of Igno­rance“] errech­net wer­den, nach dem die Län­der in eine Rei­hen­fol­ge gebracht wurden.
Die Auf­stel­lung sieht so aus:

Index of Igno­rance“ {"click!" auf das Bild vergrößert}

[Quel­le via fowid]

Zur Ursa­che für die­se Ver­schie­bung der Rea­li­täts­wahr­neh­mung ist zu lesen:
".. Der Fra­ge, wie die­se Dis­kre­pan­zen ent­ste­hen, wird in der Stu­die nicht nach­ge­gan­gen. Ver­mut­lich ist es eine Mischung aus for­ma­ler Bil­dung, media­ler Bericht­erstat­tung, Emo­tio­na­li­sie­rung eines The­mas, Vor­ur­tei­len und sich jeweils ver­stär­ken­dem ‚Grup­pen-Wis­sen‘. Poli­ti­sche Bedeu­tung erhal­ten aber die­se Annah­men, weil sie für den Ein­zel­nen sei­ne Rea­li­tät abbil­den, egal ob es stimmt oder nicht. Es wäre eine Hypo­the­se, dass Poli­ti­ker wie Sil­vio Ber­lus­co­ni (in Ita­li­en) und Donald Trump (in den USA) durch eine dort ver­brei­te­te Hal­tung, „Was schert mich die Rea­li­tät“ beför­dert werden .. "

Die Kor­re­la­ti­on zwi­schen dem Hang nach auto­ri­tä­rer, rechts aus­ge­rich­te­ter Poli­tik und dem *Igno­ranz­in­dex* ist nicht zu über­se­hen: Ita­li­en, USA, Polen, Ungarn und Frankreich!

Erfreu­li­cher­wei­se ste­hen hier­zu­lan­de die Men­schen ein wenig bes­ser 'gebil­det' da als in vie­len ande­ren ähn­lich ent­wickel­ten Staa­ten der Erde. Ent­ge­gen einem oft ver­tre­te­nen Vor­ur­teil .... ;c)

bookmark_borderRatspräsident:in
*update* [06.07.2019]; *2. update* [07.07.2019]

Quiz­fra­ge:
Eine Bewer­be­rin hat in jedem Res­sort dem sie vor­ge­stan­den hat ver­sagt, und/oder gegen die Inter­es­sen der Wäh­ler Geset­ze durch­ge­paukt.

Ins­ge­samt geschah das in vier (4) Ressorts:

2003-2005
Lan­des­so­zi­al­mi­ni­ste­rin Niedersachsen
→ Abschaf­fung des Blin­den­gel­des (ein­zi­ges Bundesland!)

2005-2009
Bund Familienministerin
→ Kün­ge­lei mit Kir­chen­ver­tre­tern in Bezug auf Eltern­geld, Krip­pen und Kin­der­gär­ten; "Zen­sur­su­la", Internetzugangssperren

2009-2013
Bund Arbeitsministerin
→ Sank­ti­ons­aus­wei­tung beim ALG II

2013-heu­te
Bund Verteidigungsministerin
→ Beschaf­fungs­skan­dal Droh­nen, rechts­wid­ri­ge Beauf­tra­gung exter­ner Bera­ter ohne Aus­schrei­bung (und Verwandtschaft!).

Sie ist über­all dadurch auf­ge­fal­len, dass sie Sach­ver­hal­te ver­fälscht oder über­trie­ben, manch­mal frei erfun­den hat um ihre jewei­li­ge Agen­da durch­zu­set­zen. Das brach­te ihr den Spitz­na­men "von der Lügen" ein.

Für wel­che wei­te­re Ver­wen­dung hat sich die­se Poli­ti­ke­rin qualifiziert?

1. Für kein wei­te­res Amt - sie soll­te mit Poli­tik aufhören.
2. Sie muss belo­bigt wer­den weil sie dem Staat Aus­ga­ben erspart hat.
3. Sie wird erst­mal vor Gericht gestellt wegen Amts­miß­brauchs, dann sieht man weiter.

4. Sie wird Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin der EU ...!

So geht Poli­tik heute ....

Bild­text über­setzt: Sie wur­de durch eine Rei­he von bei­na­he lächer­li­chen Fias­kos wegen nutz­lo­ser Aus­rü­stung, einer Unter­su­chung eines Beschaf­fungs­skan­dals, und des mög­li­chen rechts­wid­ri­gen Ein­sat­zes exter­ner Bera­ter beschädigt.

Sie­he hier­zu auch → Video "extra-➂"

'*update* [06.07.2019]
Sie­he zusätz­lich "nach­denk­sei­ten" und ein zuge­hö­ri­ges Video

*2. update* [07.07.2019]

bookmark_borderWie, was?

Wenn man sicher gehen will, dass eine Umfra­ge aus­geht wie man es gern hät­te, muss man nur die Fra­gen rich­tig stel­len .... wie im nach­fol­gen­den Bei­spiel. Schön ein­fach, so, dass kein Teil­neh­mer mit unnö­ti­gen Über­le­gun­gen gequält wird!


[Ori­gi­nal-Quel­le die­ser Umfra­ge; "click!" auf das Bild ver­grö­ßert; "click!" auf das Wort "Quel­le" führt Sie zur Ori­gi­nal­sei­te mit Impressum.]

bookmark_borderÜberleben
*update* [03.07.2019]

Ein Zustand, in dem einem Men­schen die Mecha­nis­men zum Über­le­ben feh­len, endet tödlich.

So 'herz­los' es klin­gen mag wird deut­lich, dass ein gene­ti­scher Defekt auf die­se Wei­se nicht wei­ter ver­erbt wer­den kann - der Gen­pool wird dadurch ver­bes­sert. Sind wir nicht dafür gene­tisch aus­ge­stat­tet zu über­le­ben ver­lie­ren wir den Kampf. Was für das Indi­vi­du­um schlecht aus­geht ist für den Bestand der Art ins­ge­samt sinnvoll.

Lei­der haben wir als Men­schen durch reli­giö­se Gehirn­wä­sche in 2.000 Jah­ren ver­lernt was wir wirk­lich sind:
Ein Tier, eine Art, die ums Über­le­ben kämpft,
den Geset­zen der Natur unter­wor­fen wie ande­re Arten .... 

Ab hier *update* [03.07.2019]
Die Absät­ze oben stam­men aus einem Kom­men­tar, den ich zu einem Arti­kel bei 'kraut­re­por­ter' geschrie­ben hat­te - die­ser Kom­men­tar war nicht erwünscht
".. Ich möch­te dich daher bit­ten, dei­nen Kom­men­tar zu löschen. Es geht nicht dar­um, den Gedan­ken, den du for­mu­lierst, zu "zen­sie­ren", son­dern dar­um, dass das nicht der pas­sen­de Ort dafür ist .."

Mein Ein­wand dar­auf war
".. Ein "unpas­sen­der Ort" anstatt "Zen­sur", wenn das am Ende zum glei­chen Ergeb­nis führt? Wen soll denn die­ses "Neu­sprech" über­zeu­gen? Wenn die Sicht­wei­se auf den Tod der Toch­ter nur so aus­fal­len darf, dass das Buch der Mut­ter pro­mo­ted wird, dann wird mir klar, war­um mein Kom­men­tar uner­wünscht war .."

Die Ant­wort lautete
".. Mit Zen­sur hat das aber, wie gesagt, nichts zu tun, son­dern mit Rück­sicht .. Ina Milert pro­mo­tet ihr Buch nicht über KR son­dern hat uns die Buch­aus­zü­ge zur Ver­fü­gung gestellt .."

Mein abschlie­ßen­des Urteil in Kür­ze: " .. dass hier eine Schul­di­ge, eine zu Erzie­hung unfä­hi­ge Frau, sich selbst zu excul­pie­ren sucht indem sie auf 'Umstän­de' abwälzt ist schon schlimm genug .. Das auch noch zu poten­zie­ren indem sie nun dar­aus Geld macht ist der Gip­fel der Perversion .."

 

Der Ori­gi­nal­ar­ti­kel ist unter der fol­gen­den Adres­se zu finden:
Depres­si­on [1. Juli 2019 ]
„Wenn die Toch­ter stirbt, dann fühlt man sich erst ein­mal, als wür­de das eige­ne Leben enden“

Nun noch eini­ge Infor­ma­tio­nen und Bezü­ge zum Sub­stanz­miss­brauch, eine Erläu­te­rung, war­um ich hier reagie­re und nicht kom­pro­miss­be­reit bin.

Um mei­ne Sicht­wei­se auf Dro­gen­miß­brauch und mög­li­cher­wei­se erfol­gen­den Selbst­mord ein wenig deut­li­cher zu machen muss ich aus­ho­len und zurück gehen in die Jah­re 1975 bis 1977. Wäh­rend die­ser Zeit habe ich Bio­lo­gie und Che­mie an einer Insti­tu­ti­on in Han­no­ver unter­rich­tet, die den etwas son­der­ba­ren Namen "The­ra­pie­ket­te Han­no­ver" trug. Dort wur­den ('sau­be­re' bzw. 'trocke­ne') Alko­hol- und Dro­gen­ab­hän­gi­ge jun­ge Leu­te auf­ge­nom­men. Um ihren die Mög­lich­keit zu geben einen Schul­ab­schluss nach­zu­ho­len - den sie meist wegen ihrer Abhän­gig­keit nicht geschafft hat­ten. Denn wer spritz­te oder soff, hat­te nur noch Zeit für die Beschaf­fung des nöti­gen Gel­des und nicht mehr für Schule.

Teil­neh­men­de dort waren jun­ge Men­schen aus allen Gesell­schafts­schich­ten, ein über­wie­gen der so genann­ten 'bes­se­ren Krei­se' zu der Zeit als ich dort arbei­te­te mag ein Zufall gewe­sen sein.

 

Drei wesent­li­che Erkennt­nis­se habe ich aus die­ser Zeit mitgenommen:

1. Eine Sucht / Abhän­gig­keit besteht lebens­lang und nach Abset­zen der Dro­ge ist es für die ehe­mals Abhän­gi­gen ein bestän­di­ger Kampf gegen den Rückfall;

2. Um die Sucht / Abhän­gig­keit zu bedie­nen belü­gen, betrü­gen, besteh­len, ver­ra­ten und hin­ter­ge­hen die Abhän­gi­gen jede ande­re Per­son, egal in wel­chem Ver­hält­nis die­se Men­schen zu ihnen stehen;

3. Es hel­fen kei­ne Kom­pro­mis­se! Eine eiser­ne Ein­hal­tung von For­de­run­gen, Ver­ein­ba­run­gen hin­sicht­lich Absti­nenz und aller damit ver­bun­de­nen Regeln und Ver­hal­tens­wei­sen müs­sen unbe­dingt kon­trol­liert und ein­ge­hal­ten wer­den - jedes Zuge­ständ­nis, und sei es nur die klein­ste Geste eines Ent­ge­gen­kom­mens, ist eine Ein­la­dung an die Abhän­gi­gen sich wie­der ihrer Sucht hinzugeben.

 

 

Zum ver­link­ten Arti­kel bei "kraut­re­por­ter" ein paar Gedan­ken. Text­stel­len zitiert nach der dor­ti­gen Fassung

Zwei *Schlüs­sel­sät­ze* in dem Arti­kel, von denen der zwei­te Satz Anlaß für umge­hen­des Han­deln hät­ten sein müssen:
1. Lea (8) zu ihrer Mut­ter: „Ina, jetzt bin ich ja frech genug, jetzt kann ich aufhören.“
Dar­in steckt der Keim des Unter­gan­ges, ein schwer­wie­gen­der Erzie­hungs­feh­ler: Mut­ter ist nicht die beste Freun­din, nicht "Ina", son­dern eine Respekt­per­son die Din­ge weiß und regelt und die auch mal ein 'Macht­wort' spricht wenn Din­ge schief lau­fen oder Regeln nicht ein­ge­hal­ten werden.

2. Lea (12) zu ihrer Mut­ter: „Lass mich in Ruhe, du dum­me Fotze“
Wenn eine Zwölf­jäh­ri­ge so etwas zu ihrer Mut­ter sagt ist das Ver­hält­nis schon zer­rüt­tet. Und nicht das Kind ist dar­an Schuld, son­dern die Mut­ter - und alle wei­te­ren Fol­gen muss sie sich daher selbst zuschreiben.

".. Die Ehe der Eltern hält nicht, aber der Vater zieht nur zwei Stra­ßen wei­ter .." steht in dem kraut­re­por­ter-Arti­kel, aber nir­gend­wo sonst taucht der Vater wie­der auf. Wo ist er? Wuss­te er von den Erzie­hungs­schwie­rig­kei­ten? Hat­te er Umgang mit sei­ner Toch­ter und wenn, wie war das Ver­hält­nis der Beiden?

The­ra­peu­ten, Schul­psy­cho­lo­gen, Sozi­al­ar­bei­ter, Fami­li­en­the­ra­pie - und das Alles ohne dass der Vater ein ein­zi­ges Mal erwähnt wird?

Wel­che schlim­me Tat hat er ange­stellt, dass er aus dem Leben sei­nes Kin­des aus­ge­schlos­sen ist oder war er gar ein­ge­schlos­sen und wird nur nicht in die­sem Buch erwähnt weil es um die Mut­ter geht, die sich hier ent­la­sten und von Schuld­ge­füh­len frei machen will?

Jah­re nach dem Selbst­mord der Toch­ter dar­über ein Buch zu ver­fas­sen und die­ses eige­ne, tra­gi­sche Erzie­hungs­ver­sa­gen auf­zu­zeich­nen um sich selbst zu ent­la­sten und *die Umstän­de* ver­ant­wort­lich zu machen ist dann doch zu billig.

Der Ver­lust eines Kin­des ist trau­ma­tisch, das ver­ste­hen selbst Men­schen die kei­ne Kin­der haben. Das soll­te aller­dings kein Hin­der­nis sein neu­tral nach­zu­se­hen was die Moti­va­ti­on einer Autorin sein mag, die ein sol­ches Buch zu verfassen.

Wir sind im Juli, und das Buch¹ ist bereits im Febru­ar erschie­nen. Erste Rezen­sio­nen sind vor Mona­ten²,³ erfolgt. Wenn nun Pas­sa­gen zur Bespre­chung in online-Medi­en frei gege­ben wer­den geschieht es nicht ohne Grund, ich ver­mu­te, es soll dadurch der Absatz geför­dert werden.

 

Frau Milert pro­mo­tet pro­fes­sio­nell, die Erlaub­nis Aus­zü­ge zu nut­zen sind kei­ne 'Wohl­tat' son­dern Kal­kül, weil bei 'kraut­re­por­ter' [KR] (offen­bar zu Recht) eine gro­ße Zahl von 'emp­fäng­li­chen' Per­so­nen aus der *Kuschel­ecken­zeit* in Kin­der­gär­ten und Schu­len mit ent­spre­chen­dem Zuwen­dungs­be­dürf­nis und Hang zur Har­mo­nie, in der Leser­schaft ver­mu­tet werden.

Ich habe einen Nach­mit­tag lang recher­chiert und eini­ges zu Tage gefördert:

Das eige­ne Unver­mö­gen ein Kind zu erzie­hen und sich kon­se­quent zu ver­hal­ten wird mit Depres­si­on, Druck von außen und all­ge­mei­nen Zwän­gen ent­schul­digt - da fra­ge ich mich:
- Was machen Men­schen mit weni­ger gut bezahl­ten Jobs?
- Ohne ein Netz­werk aus der beruf­li­chen Position?
- War­um hat die Autorin/Mutter nicht die beruf­li­che Bela­stung redu­ziert und sich um das Kind gekümmert?
- War­um war der Vater so wenig prä­sent, wenn er doch nur um die Ecke wohnte?

In einer der Bespre­chun­gen taucht kurz der (koope­ra­ti­ve) Vater auf, zu dem die Toch­ter 'ver­schickt' wird um sie aus dem Milieu zu lösen - aber die Toch­ter ist, ohne Wider­stand durch die Mut­ter, ruck-zuck wie­der in Ham­burg und geht so, unge­bremst von der heu­te so reu­igen Mut­ter, ihrem Ende entgegen ....
Tut mir leid, die *sto­ry* von der gebeu­tel­ten, trau­ern­den und zer­knirsch­ten Mut­ter passt nicht zu dem Ein­druck aus den Texten.

 

Gemein­schaft­lich finan­ziert von Sozi­al­ver­bän­den, Arbeits­amt und Wohlfahrtspflege.

Der Vater:
Dazu schreibt Frau Mila fol­gen­des in einem Kom­men­tar '.. Lea hat­te schon noch Kon­takt zu ihrem Vater. Da wir aber in spä­ter in ver­schie­de­nen Städ­ten wohn­ten, war er nicht unmit­tel­bar an ihrem All­tag betei­ligt .. aber auf­grund der Tren­nung war er im All­tag eben nicht prä­sent. Aus ver­schie­de­nen Grün­den habe ich mich .. auf mei­ne und Leas Sicht beschränkt ..'

¹ Tho­mas Stol­ze; Ima­gi­ne Ver­lag: LOKOMOTION – hans­an­ord; www.hansanord-verlag.de
"Tage­buch einer Sehn­Sucht"; Ina Milert (Preis: 14,90 €; ISBN: 978−3−947145−09−6) Sach­buch, 2019; 192 Sei­ten; Erschei­nungs­ter­min: 18. Febru­ar 2019; Abmes­sung: 211mm x 128mm x 22m; Gewicht: 261g; Johann-Bier­sack-Str. 9; D 82340 Felda­fing; Deutschland.

²focus

³Bri­git­te
Wie ich den Tod mei­ner Toch­ter über­leb­te - eine Mut­ter erzählt
BRIGITTE.de-Leserin Ina Milert ver­lor ihre Toch­ter Lea (18), die kei­nen Lebens­mut mehr hat­te. Die Mut­ter blieb zurück, vol­ler Selbst­vor­wür­fe und Trauer.

bookmark_borderUngezügelter Genuss

" .. es ist eine Krank­heit unse­rer Zeit, dass unge­zü­gel­ter Genuss ein Ersatz für Lebens­sinn sein soll .. "

Die­sen Satz las ich kürz­lich, und es ging dabei um Part­ner­schaft und Sexua­li­tät, um Poly- und Mono­ga­mie. Ein tol­ler, sehr lesens­wer­ter Arti­kel zu die­sem The­ma, das Beste, was ich seit lan­gem dazu gele­sen habe. 

Hier ver­le­ge ich mich auf eine ande­re Vari­an­te des 'unge­zü­gel­ten Genus­ses': Kaufen!
Nicht nur 'unge­zü­gelt', son­dern zugleich 'sofort', also *instant reward*, das ist es, was uns Wer­bung (= Mar­ke­ting) sug­ge­riert, wozu sie uns ver­lei­ten will. Was wir täg­lich viel­hun­dert­fach über Auge und Ohr, und, wenn wir an Bäcke­rei­en vor­bei­ge­hen, auch über den Geruch, ein­ge­trich­tert bekom­men. Was schließ­lich selbst den eiser­nen Vor­satz - sich nicht ver­ein­nah­men zu las­sen - irgend­wann in sich zusam­men­stür­zen lässt.
"Haben, haben - wie die Raben!" Das 'Besit­zen' von mate­ri­el­len Din­gen wird zum Ersatz für tat­säch­li­che Lebens­qua­li­tät, Ersatz für Bin­dung mit Per­so­nen, zum Vor­zei­ge­ele­ment für (ver­meint­li­chen) Lebens­er­folg. Wie schnell ver­pufft jedoch der *Kick* - spä­te­stens wenn das Objekt der Begier­de gekauft ist ver­fliegt sein Wert im Nichts .... und schon wird das Augen­merk auf die näch­ste Sache gelenkt. Kon­sum. Unge­zü­gel­ter Genuss. Ersatz für Sinn in einer auf sinn­lo­se Attri­bu­te aus­ge­rich­te­ten Gesellschaft.

So, wie "Ste­ter Trop­fen" den Stein höhlt, so wer­den wir durch die bestän­di­ge Berie­se­lung 'sturm­reif' geschos­sen, wer­den über­wäl­tigt und grei­fen schließ­lich zu, obwohl wir grund­sätz­lich mit Allem aus­ge­stat­tet sind was wir zum Über­le­ben brau­chen. Min­de­stens wenn wir uns in Euro­pa bewegen.

Was hilft uns aus die­sem Dilem­ma, was hilft Beson­nen­heit zu bewah­ren, was hilft sein Bud­get nicht zu über­schrei­ten - kurz: Nur das zu kon­su­mie­ren was wir tat­säch­lich benö­ti­gen um zu leben?

Ich schrei­be 'mal ein paar Mög­lich­kei­ten auf die ich hilf­reich fin­de - wür­de mich sehr freu­en, wenn noch ein paar Ideen von Lesen­den dazu kommen ....:

  • Ich habe stets maxi­mal 20,-€ an Bar­geld bei mir

    War­um soll­te ich mehr dabei haben? Heut­zu­ta­ge fin­det man an jeder Ecke Geld­au­to­ma­ten wenn es wirk­lich ein­mal drin­gend sein soll­te mehr Bar­geld zu haben.

  • Ich kau­fe bestimm­te Arti­kel nur mit Geld von einem dafür vor­ge­hal­te­nen Konto

    Für bestimm­te Zwecke habe ich zuge­ord­ne­te Kon­ten: Tan­ken und alles was das Auto betrifft von einem Kon­to, Ein­käu­fe für den Haus­halt von einem ande­ren Kon­to, usw. - und wenn kein Geld mehr auf dem Kon­to ist wird nichts mehr gekauft!
    [Wie­der­keh­ren­de Zah­lun­gen, monat­lich, quar­tals­wei­se oder jähr­lich wer­den von einem wei­te­ren Kon­to bezahlt, auf das ein fester monat­li­cher Betrag über­wie­sen wird - so erspart man sich die Über­le­gung von was sol­che Zah­lun­gen jeweils getä­tigt wer­den sollen.]

  • Eine Kre­dit­kar­te benut­ze ich wenn eine ande­re Zah­lungs­me­tho­de weni­ger sicher wäre

    Das kommt bei sol­chen Käu­fen vor, die im Aus­land getä­tigt wer­den. Da will ich nicht, dass mei­ne Kon­to­da­ten von Giro­kon­ten über Län­der­gren­zen gehen (Aus­nah­me ist da nur Über­wei­sung an mir per­sön­lich bekann­te Menschen)

  • Ich kau­fe nicht von *Grab­bel­ti­schen* auf die Ware unsor­tiert geschüt­tet wird

    Es ist eine beson­ders abscheu­li­che Zumu­tung den Kun­den in Waren­ber­gen wüh­len zu las­sen anstatt die Ware über­sicht­lich sor­tiert anzu­bie­ten. Jede 'Ord­nung' erfor­dert Per­so­nal, daher gilt im Umkehr­schluss: wer nicht sor­tie­ren läßt will nur den Pro­fit erhö­hen, zu Lasten der Kunden.

  • Ich kau­fe kei­ne *Son­der­an­ge­bo­te*

    Son­der­an­ge­bo­te sind meist Arti­kel 'die weg müs­sen', also Platz schaf­fen sol­len für neue Ware oder sie sind min­der­wer­tig pro­du­ziert, was den nied­ri­gen Preis recht­fer­tigt, sehen aber - bei­spiels­wei­se durch die Ver­packung - wert­voll aus.

  • Wenn ich etwas kau­fen will über­le­ge ich was ich dafür ent­sor­gen will* 

    Die mei­sten Men­schen kla­gen über zu viel Klin­ker­kram der bei ihnen her­um­steht. Dabei ist doch ganz ein­fach das zu ver­hin­dern indem man nicht immer­zu etwas kauft, was das Pro­blem verschlimmert.

* Beispiel:
Zwar ist es eine schö­ne neue Tas­se mit einem tol­len Spruch
- aber wel­che der zwan­zig(?) ande­ren Kaf­fe­pöt­te wer­fe ich dafür weg?