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bookmark_borderVerdächtig 'unverdächtig'

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TOR? Haben Sie 'was zu verbergen?
Was, Sie sind nicht bei "face­book"?
Ihr Aus­weis steckt in einer Alu-Hülle?
Ach, und von "whats­app" hal­ten Sie nichts?
So so, sie ver­schlüs­seln also ihre E-Mails?!
Heut­zu­ta­ge ist doch Jeder bei "twit­ter" aktiv!
Sie benut­zen statt 'smart­phone' noch ein Nokia von 2003?

Sehr ver­däch­tig "unver­däch­tig" zu sein, weni­ge bis kei­ne Daten­spu­ren zu erzeu­gen - oder wenig­stens den Ver­such zu unter­neh­men so wenig wie mög­lich blei­ben­de Spu­ren im Inter­net zu hinterlassen ....

Die Per­ver­si­on des Den­kens ist mitt­ler­wei­le weit über das hin­aus gedie­hen, was Orwell'sche Fik­ti­on dar­ge­stellt hat:
Allei­ne die Abwei­chung vom NORM­ver­hal­ten macht ver­däch­tig, was gesun­des Miß­trau­en gegen­über den Schnüf­fel­mög­lich­kei­ten diver­ser Kon­zer­ne und "Dien­ste" ist wird als "extrem" eingestuft.

Die Grund­idee von "Bie­der­mann und die Brand­stif­ter" auf den Kopf gestellt: Der unver­däch­ti­ge Bie­der­mann wird zum moder­nen Schur­ken, des­sen Ver­wei­ge­rungs­hal­tung ihn, in Gegen­satz zu den -ver­meint­lich- staats­tra­gen­den und ver­fas­sungs­schüt­zen­den Geheim­dienst­ele­men­ten ste­hend, zum Staats­feind macht.

Unver­däch­tig ist schon verdächtig.
Kei­ne Spur zu hin­ter­las­sen ist sehr verdächtig.
Nicht das zu tun was die Mas­se tut ist höchst verdächtig!

Mer­ke:
Der 'moder­ne' Staats­feind zeich­net sich dadurch aus,
dass er den Geheim­dien­sten das Leben schwer macht. Kein staats­feind­li­ches Ver­hal­ten ist ver­däch­ti­ger als umge­kehrt. Weil nach der Grund­idee der Dien­ste (offen­bar) jede Abwei­chung von der Norm nur eine Schluß­fol­ge­rung zuläßt:
Es muß sich um eine/-n Extre­mi­stin/-ten handeln.

bookmark_border"Und willst du nicht mein Bruder sein ...."

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".... dann schlag' ich dir den Schä­del ein!" - so lau­tet ein etwas dra­sti­sches, geflü­gel­tes Wort. Es ist, wie ich mei­ne, eine gute Ein­lei­tung zu den fol­gen­den Überlegungen. 

Frau Rabe brach­te mich kürz­lich zum Nach­den­ken. Mit einer Fra­ge [Wo ist der Unter­schied zu ande­ren?] in ihrem Kom­men­tar.

Natür­lich sind Men­schen ver­schie­den und 'glau­ben' - geprägt aus Eltern­haus, Schu­le, Beruf, Lands­mann­schaft und Erfah­rung - an sehr unter­schied­li­che Din­ge. Die­se Viel­falt ist es ja gera­de, die das Leben inter­es­sant macht. Was zugleich heißt:

Die­se Ver­schie­den­heit ist weder Anlaß zur Sor­ge, noch soll­te sie Anlaß für 'töd­li­che' Feind­schaft sein.

Wie bekannt gelingt das aber sel­ten bis nie. Wer ver­schie­de­ner Mei­nung ist wird erst­mal mit Wor­ten 'bear­bei­tet'. Um die Mei­nung an die eige­ne anzu­glei­chen. Gelingt das nicht auf Anhieb, so wer­den nach und nach stär­ke­re Geschüt­ze aufgefahren: 

Ver­meint­li­che oder tat­säch­li­che Mei­nungs­füh­rer aus dem öffent­li­chen Leben wer­den zitiert. Auf die schlim­men Fol­gen des­sen, was pas­siert wenn man sich nicht besinnt und umdenkt wird hin­ge­wie­sen. Der Ver­lust an Freun­den und Bekann­ten wird beschwo­ren. Wenn das alles nicht hilft wer­den die Gesprä­che immer lau­ter, immer hef­ti­ger und am Ende gar - je nach Her­kunft und erlern­tem Kon­flikt­lö­sungs­ver­hal­ten - 'tät­lich' ....

Ich kann bei­spiels­wei­se christ­li­ches Den­ken (oder auch natur­heil­kund­li­che "Behand­lung") nicht ernst neh­men. Vie­les, was dazu gesagt und geschrie­ben ist, ist mir schon des­we­gen ver­däch­tig, weil es kei­ner Logik - wenig­stens kei­ner nach­voll­zieh­ba­ren Logik - folgt.

Um aller­dings die Apo­lo­ge­ten einer sol­chen Denk­wei­se als Mensch zu schät­zen, als Mensch zu ach­ten, muß ich nicht unbe­dingt glei­cher Auf­fas­sung zu den oben genann­ten (nur als Bei­spiel gewähl­ten) The­men sein:

Wenn also Jemand eine Mei­nung vetritt die ich nicht tei­len kann so ist das eine Sache. Der­je­ni­ge bleibt aber ein Mensch, er wird nicht auto­ma­tisch zum Feind. 

Ich mag sei­ne Lebens­idea­le nicht tei­len, aber solan­ge er nicht ver­sucht mei­ne weg­zu­neh­men kann ich auch damit bestens leben. Den­noch darf ich und muß ich aus mei­nem Selbst­ver­ständ­nis und Lebens­ent­wurf dar­auf hin­wei­sen WAS ich an dem Den­ken & Han­deln Ande­rer für falsch halte. 

Was Vie­len fehlt ist eine grund­sätz­li­che Gelas­sen­heit ande­re Mei­nun­gen hin­zu­neh­men - und sie nicht als per­sön­li­chen Affront, als Angriff oder Frech­heit zu sehen. Eine Tat­sa­che, die übri­gens auch im geschäft­li­chen und poli­ti­schen Umgang gut täte.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

1. Unter dem - ähn­lich klin­gen­den - Titel "Und willst Du nicht mein Bru­der sein… oder „Was erlau­be Schweiz?“ " gibt es übri­gens einen (sehr) lesens­wer­ten Arti­kel zum The­ma "Ver­hält­nis Schweiz - EU".

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* Zum Ursprung die­ses Sat­zes gibt es ver­schie­de­ne Deutungen:
2. Uni­ver­sal-Lexi­kon
3. WIKIPEDIA
4. Geflü­gel­te Wor­te (Wiki­pe­dia) / Wiki­quo­te
5. Bis­tum TRIER - das übri­gens mit der Zuord­nung zu Lenin irrt. Wie aus Zif­fern 2-4 leicht zu erken­nen ist.

bookmark_border"wishful thinking" vs. Realität

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.... oder:
Der "ame­ri­ka­ni­sche Exzep­tio­na­lis­mus" ist angeknackst ..?!

Bei uns heißt es:
Wir sind (bald) Weltmeister.
Wir sind Papst.
Mir san mir.

Bei den Ame­ri­ka­nern heißt es:

.. Final­ly, let’s remem­ber that our lea­der­ship is defi­ned not just by our defen­se against thre­ats, but by the enorm­ous oppor­tu­ni­ties to do good and pro­mo­te under­stan­ding around the glo­be - to for­ge grea­ter coöpe­ra­ti­on, to expand new mar­kets, to free peo­p­le from fear and want. And no one is bet­ter posi­tio­ned to take advan­ta­ge of tho­se oppor­tu­ni­ties than America .. 

[tele­po­lis]

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Das will ich mir schon etwas genau­er anse­hen & kommentieren.

" .. that our lea­der­ship is defi­ned not just by our defen­se against thre­ats .. "

- Wer die größ­te Armee/Luftwaffe/Marine der Welt mit den höch­sten Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben unter­hält bestimmt offen­bar selbst was unter "defen­se" und "thre­ats" zu ver­ste­hen ist. 

Jeden­falls nicht das, was der Rest der Welt dar­un­ter versteht. 

Der Rest der Welt sieht eine völ­lig außer Rand & Band gera­te­ne U.S.A. die über­all wo es ihr paßt mili­tä­risch durch­setzt was poli­tisch nicht durch­setz­bar wäre - unter­stri­chen durch den Anspruch ein 'Mono­pol' auf die allei­ni­ge Defi­ni­ti­on des­sen zu haben, was für jeden gut sein muß, weil es für die U.S.A. gut ist.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

" .. by the enorm­ous oppor­tu­ni­ties to do good and pro­mo­te under­stan­ding around the globe .. "

- Wo immer auf der Welt die U.S.A. in der Ver­gan­gen­heit poli­ti­sche Füh­rer und Syste­me unter­stützt haben war es nicht zum Besten für die Bevöl­ke­rung, son­dern zum Besten für eine schma­le Füh­rungs­eli­te (wobei sich mir die Fin­ger sträu­ben 'Éli­te' zu schrei­ben, Pro­fi­teu­re beschreibt es wohl bes­ser) sowohl in den 'beglück­ten' Län­dern als auch in den U.S.A. selbst.

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" .. to for­ge grea­ter coöpe­ra­ti­on, to expand new markets .. "

- Statt 'forge' (schmie­den) hät­te wohl bes­ser 'force' (zwin­gen) gepaßt, denn nach dem geflü­gel­ten Wort "Und bis du nicht wil­lig, so brauch' ich Gewalt" wird dampf­wal­zen­ar­tig alles platt gemacht was den AMERIKANISCHEN Plä­nen im Wege steht:
Sie­he Koope­ra­ti­ons­ver­trä­ge, die geheim aus­ge­han­delt wer­den und stets zugun­sten der U.S.A. aus­ge­legt wer­den - sie­he ACTA, TTIP, etc. ....

'expand new mar­kets' - ja, nach ame­ri­ka­ni­schem Muster, sogar der gene­ti­sche Code soll­te ja vor eini­gen Jah­ren "paten­tiert" wer­den, was dann selbst dem höch­sten U.S.-Gericht nicht ganz geheu­er war und zurück­ge­pfif­fen wurde. 

Der Schwer­punkt liegt auf 'expand' - was aus U.S.-Sicht bedeutet:
Nach ame­ri­ka­ni­schem Rechts­ver­ständ­nis und mit ame­ri­ka­ni­schen Geschäfts­me­tho­den, bereits vor­han­de­ne Recht­li­che und den Kon­su­men­ten­schutz beinhal­ten­de Schran­ken wer­den als 'wett­be­werbs­wid­rig' und "Wett­be­werbs­hin­der­nis" ange­se­hen und ein­fach igno­riert oder durch Ver­trä­ge 'neu­tra­li­siert' ....

Der Gip­fel aber war die fol­gen­de Aus­sa­ge, und das vor dem Hin­ter­grund der Ent­hül­lun­gen zu den welt­wei­ten und ille­ga­len Prak­ti­ken der NSA und beglei­ten­der Geheimdienste:

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" .. And no one is bet­ter posi­tio­ned to take advan­ta­ge of tho­se oppor­tu­ni­ties than America .. "

- Ja, sie schaf­fen ihre Mög­lich­kei­ten indem selbst bei befreun­de­ten Natio­nen alles aus­ge­späht wird was man aus­spä­hen kann, in unse­rem Fall sogar noch unter­stützt durch unse­re eige­ne Geheim­dien­ste. Nach ver­lo­re­nen Krie­gen nann­te man die­se Hel­fers­hel­fer des Fein­des "Kol­la­bo­ra­teu­re" und mach­te ihnen den Prozeß.
Bis heu­te wei­gert sich der Bun­des­an­walt auch nur einen Fin­ger zu rüh­ren, obwohl die Spat­zen bereits die Wahr­heit dar­über von den Dächern pfeifen.
Wahr­schein­lich sind in ihm die drei Affen zugleich repräsentiert:
Er sieht nichts, hört nichts und sagen tut er schon erst recht nichts ....

bookmark_borderDie Franzosen ....

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.... sind schon ein beson­de­res Völk­chen. Was andern­orts besten­falls als her­un­ter­ge­kom­me­ne Jugend­her­ber­ge durch­gin­ge bekommt von der dor­ti­gen Tou­ris­mus­kom­mis­si­on noch einen "Stern". Das läßt - im Ver­gleich zu den Miche­lin-Ster­nen für "Spit­zen­kö­che" viel Raum für Interpretation.

Wie immer im Leben sind 'Schön­heit', 'Zweck­mä­ßig­keit' und 'Ange­mes­sen­heit' kei­ne abso­lu­ten Grö­ßen, son­dern eher eine Fra­ge der indi­vi­du­el­len Ein­stel­lung der Beurteiler. 

bookmark_borderDurchsuchung, anlaßlos

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In einem bahn­bre­chen­den Urteil hat der "Supre­me Court" in den U.S.A. rich­tig- und sicher­ge­stellt, wel­che Aus­wir­kun­gen die Durch­su­chung eines Mobil­te­le­fons für die Betrof­fe­nen im Gegen­satz zu bis­he­ri­gen Durch­su­chungs­ge­gen­stän­den hat. Unter dem zitier­ten Ori­gi­nal füge ich eine Über­set­zung an. 

Um es ganz deut­lich zu agen:
Die­ses Urteil bezieht sich auf Ein­zel­fäl­le. Nach der all­ge­mein gül­ti­gen gesetz­ge­be­ri­schen Logik scheint es jedoch gebo­ten, die­ses Urteil auf die Durch­su­chung von Daten ganz all­ge­mein aus­zu­deh­nen und ent­spre­chend restrik­tiv zu handeln.

Es wäre durch­aus wün­schens­wert, wenn wir hier­zu­lan­de eine ähn­lich kla­re gesetz­li­che Rege­lung hät­ten. Die dann nicht durch Zusam­men­ar­beit zwi­schen BND/BKA/Verfassungsschutz u.a. und der NSA wie­der "durch­lö­chert" wird, indem die im jewei­li­gen Land erlaub­te Spio­na­ge in Fremd­län­dern still­schwei­gend prak­ti­ziert wird und deren Ergeb­nis­se klamm­heim­lich (durch Geheim­ver­trä­ge abge­si­chert) über­tra­gen werden.

.. Befo­re cell pho­nes, a search of a per­son was limi­t­ed by phy­si­cal rea­li­ties and ten­ded as a gene­ral mat­ter to con­sti­tu­te only a nar­row intru­si­on on privacy…Today, by con­trast, it is no exag­ge­ra­ti­on to say that many of the more than 90% of Ame­ri­cans who own a cell pho­ne keep on their per­son a digi­tal record of near­ly every aspect of their lives — from the mun­da­ne to the inti­ma­te .. The impli­ca­ti­ons of this pro-pri­va­cy ruling at a time of the expo­sure of a vast govern­ment sur­veil­lan­ce régime cen­te­red at the NSA are obvious. All of that troubling cell pho­ne data is a rela­tively small frac­tion of what the NSA scoops up employing pre­cis­e­ly the gene­ral war­rants that the Fourth Amend­ment was desi­gned to pro­hi­bit .. In 1761, the patri­ot James Otis deli­ver­ed a speech in Bos­ton denoun­cing the use of writs of assi­stance .. Now, about the NSA and its rum­ma­ging, might Edward Snow­den come to be view­ed as the con­tem­po­ra­ry James Otis? .. 

[Quel­le]

Über­set­zung:
❝ .. Vor Mobil­te­le­fo­nen wur­de die Durch­su­chung einer Per­son auf phy­si­sche Gegen­stän­de beschränkt und eher als eine all­ge­mei­ne Ange­le­gen­heit ange­se­hen, die ledig­lich einen gering­fü­gi­gen Ein­griff in die Pri­vat­sphä­re dar­stellt ... Heu­te dage­gen ist es kei­ne Über­trei­bung zu sagen, dass vie­le der mehr als 90% der Ame­ri­ka­ner, die ein Mobil­te­le­fon besit­zen eine digi­ta­le Auf­zeich­nung von fast jedem Aspekt ihres Lebens mit sich tra­gen - von welt­lich-all­ge­mein bis höchst intim .. die Aus­wir­kun­gen die­ser Pro-Pri­vat­sphä­ren-Rege­lung in einer Zeit, in der die Über­wa­chungs­ak­ti­vi­tä­ten der Regie­rung - zen­triert bei der NSA - auf­ge­deckt sind, ist offen­sicht­lich. All die Mobil­funk­da­ten sind jedoch nur ein rela­tiv klei­ner Teil von dem, was die NSA durch ihre eigen­wil­li­ge Inter­pre­ta­ti­on von all­ge­mei­nen Durch­su­chungs­be­schlüs­sen abschöpft. Der vier­te Ver­fas­sungs­zu­satz wur­de aber geschaf­fen um genau das zu ver­bie­ten .. Im Jah­re 1761, hielt der Patri­ot James Otis eine Rede in Bos­ton und ver­ur­teil­te den Ein­satz von gene­ra­li­sier­ten 'Haft­be­feh­len' (Durch­su­chungs­ver­fü­gun­gen) .. Könn­te nun, wegen der Akti­vi­tä­ten und Her­um­su­che­rei der NSA, Edward Snow­den als der zeit­ge­nös­si­sche James Otis betrach­tet werden? .. ❞

* update*
(27.06.14)
"Öster­reich: Ver­fas­sungs­ge­richts­hof hebt Vor­rats­da­ten­spei­che­rung auf"; (Bri­git­te Zarzer)

bookmark_borderMilitaria

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Kürz­lich wur­de ich auf den II. Welt­krieg und mei­ne Mei­nung zur 'Wehr­macht' ange­spro­chen. Sol­che Fra­gen sind mir immer außer­or­dent­lich unan­ge­nehm, denn erstens weiß ich nicht sehr viel über das Mili­tär in der Zeit zwi­schen '33 und '45 - und zwei­tens inter­es­siert es mich auch nicht.

Da ich aber über­wie­gend im Aus­land und zwi­schen den dort 'Ein­hei­mi­schen' lebe wäre es unhöf­lich nicht wenig­stens ein paar Sät­ze als Ant­wort zu geben. Im oben erwähn­ten Gespräch brauch­te ich dann auch nicht sehr viel selbst zu sagen, denn der Gesprächs­part­ner spru­del­te mun­ter drauf los und schließ­lich ende­te es damit, dass er mir näch­stens sei­ne "Militaria"-Sammlung zei­gen will.

Ich konn­te das erst­mal abbie­gen weil ich dem­nächst nach Deutsch­land fah­re und es sich zeit­lich nicht paß­te und dach­te schon jetzt wäre ich 'aus dem Schnei­der' - aber weit gefehlt, ich bekam den Auf­trag einen Wehr­machts­helm M35 / M40 zu besorgen. 

Sozu­sa­gen vom Regen in die Traufe .... 

Mei­ne Abnei­gung gegen das Ansin­nen habe ich erst­mal ver­schwie­gen und zer­mar­te­re mir den Kopf wie ich mich von die­sem 'Auf­trag' befrei­en kann. 

Mili­ta­ria an sich sind ja erst mal 'wert­neu­tral', Sachen eben. 

Was mich stört ist die - übli­cher­wei­se - hin­ter einer sol­chen Samm­lung ste­hen­de Hal­tung der/des Samm­ler/-s, die Ver­eh­rung, ja manch­mal sogar Über­hö­hung des Mili­tärs und des Sol­da­ten­le­bens. Lan­des­ver­tei­di­gung muß sein, davon bin (auch) ich über­zeugt. Aber erst als aller­letz­tes Mit­tel - wenn die Poli­tik kom­plett ver­sagt und nichts ande­res mehr hilft. Ver­tei­di­gung also, auf kei­nen Fall Angriff. Genau da habe ich natür­lich mit der Wehr­macht und deren 'Ver­eh­rung' ein Problem.

"Kommt Zeit kommt Rat" sag­te mei­ne Groß­mutter immer. Hoffentlich.

bookmark_borderAuf 4000 - 5000 m Höhe ....

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leben im nörd­li­chen Indi­en Men­schen - Chang­pa-Noma­den - die Zie­gen und Yaks züch­ten. Die Zie­gen ent­wickeln dort ein beson­de­res Fell, das zur Her­stel­lung fein­ster Kasch­mir­wol­le geeig­net ist.

Die Men­schen füh­ren ein kar­ges Leben, das vom täg­li­chen Über­le­bens­kampf geprägt ist. Was­ser wird den über­wie­gen­den Teil des Jah­res aus geschmol­ze­nem Schnee gewon­nen weil es so kalt ist, dass flie­ßen­des Was­ser nur in weni­gen Mona­ten vor­han­den ist. Wenn es dann zum Trin­ken ver­füg­bar ist wer­den erst die Tie­re getränkt, die Men­schen müs­sen sich mit dem Rest begnügen.

Was hier­zu­lan­de als "lebens­not­wen­dig" erach­tet wird ist im Ver­gleich gera­de­zu lächerlich.

bookmark_border"Fortschritt"?

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Alles - und zwar sofort, das war ein Git­te-Song. Es ist aber offen­bar für die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen irgend­wie bestim­men­des Lebens­mot­to gewor­den. Ohne, dass es Vie­len bewußt ist.

Ange­trie­ben von der Tech­no­lo­gie und der all­zei­ti­gen Ver­füg­bar­keit gibt es kei­ne Rück­zugs­mög­lich­kei­ten mehr - wo frü­her 'Frei­zeit' ange­sagt war ist der 'moder­ne Mensch' in Bereit­schaft. Oder ken­nen sie jeman­den, der Abends sein smart­phone abschal­tet und bei­sei­te legt?
Da geht es doch für die Mei­sten erst rich­tig los .... 

Nimmt man dann noch den Aspekt der stän­di­gen Über­wa­chung hin­zu bleibt von 'Pri­vat­sphä­re' nichts übrig. Ich kann ein­fach nicht glau­ben, dass die Mehr­zahl aller Men­schen sich DAS als Per­spek­ti­ve für ihr gan­zes wei­te­res Leben wünscht.

Läßt sich das Rad zurück­dre­hen? Nein, bestimmt nicht. Aber es läßt sich etwas ändern. Ange­fan­gen bei mehr Sicher­heit durch überlegte(-re) Preis­ga­be von Infor­ma­tio­nen, wei­ter mit tech­ni­schen Maß­nah­men um Schnüf­fe­lei abzu­wen­den, und schließ­lich indem man sich ein­fach mal aus­klinkt und NICHT ver­füg­bar, also 'online' ist.

Das geht. Bestimmt. Weil ich es aus einer Zeit ken­ne, als es die­se Tech­nik noch nicht gab und wir trotz­dem ein pro­duk­ti­ves, aus­ge­füll­tes und manch­mal sogar ereignisreiche(-re)s Leben führten.

Ja, ich hebe hier schul­mei­ster­lich den Zeigefinger.
Das tut aber der Kor­rekt­heit der Aus­sa­ge - selbst wenn es Ihnen miß­fällt - kei­nen Abbruch ....

bookmark_borderSündenbock, ....

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bzw.: Prü­gel­kna­be

Sehr zum Ver­druß der U.S.-Regierung hat­te die Oppo­si­ti­on beson­de­res Gefal­len dar­an die Vor­fäl­le rund um die Erstür­mung der Bot­schaft in Ben­ga­si aus der Ver­sen­kung zu holen und eine Kam­pa­gne zu star­ten. Ziel war & ist Hil­la­ry Clin­ton, die sich auf­stellt um erneut für die Prä­si­dent­schaft zu kan­di­die­ren - so ganz neben­bei, nicht ganz uner­wünscht, steht auch der amtie­ren­de Prä­si­dent dadurch unter Druck.

Aus­ge­rech­net in die­ser Situa­ti­on wird nun ein Schul­di­ger für die Aus­schrei­tun­gen prä­sen­tiert, bei denen auch der U.S.-Botschafter den Tod fand.

.. Time adds that Khat­al­lah denied alle­ga­ti­ons that he spear­hea­ded the attack, say­ing that it had erupt­ed spon­ta­neous­ly out of street demon­stra­ti­ons. “The attack came from the peo­p­le,” Khat­al­lah said. “I don’t sup­port the attack on Ame­ri­can diplo­mats in Libya,” he added, “but if Ame­ri­cans get invol­ved in Liby­an issues they need to watch out what they are going to get.”
He may well be right. Howe­ver, all that mat­ters for now is that the public anger is deflec­ted from Hil­la­ry and redi­rec­ted to yet ano­ther midd­le easterner .. 

[Quel­le des Zitates] 
Ein wei­te­rer Fall bei dem die Zahl der Fra­ge­zei­chen grö­ßer ist als die Zahl der akzep­ta­blen Ant­wor­ten - denn bedau­er­li­cher­wei­se gibt es Bei­spie­le in der Ver­gan­gen­heit wie sol­che "Täter" erfun­den wur­den um der eige­nen Bevöl­ke­rung und der rest­li­chen Welt gegen­über das Han­deln der Regie­rung zu begründen.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 
[Wei­te­re Quel­le]


 ∙ ▪  ▪ ∙ 
[Wei­te­re Quel­le]

bookmark_borderDer 17. Juni

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So ganz "neben­bei" ist wie­der ein­mal ein 17. Juni vor­bei­ge­gan­gen - das war der frü­he­re "Tag der Deut­schen Ein­heit". Jetzt, seit 1990, ist dies der 03. Oktober.
Der Fei­er­tag am 17. Juni soll­te dar­an erin­nern, dass es an die­sem Tag (1953) einen Auf­stand gegen die Regie­rung und die SED in der vor­ma­li­gen DDR gege­ben hatte.

bookmark_borderVergangenheit?

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Unbe­merkt von der brei­ten Öffent­lich­keit arbei­ten eini­ge Wis­sen­schafts­dis­zi­pli­nen an der Erfor­schung der Ver­gan­gen­heit auf unse­rem Planeten.

Archäo­lo­gen und Geo­lo­gen zum Beispiel.

Das ist für die ent­spre­chend Täti­gen einer­seits posi­tiv, ande­rer­seits nega­tiv. Wie? Das paßt doch nicht zusammen!

Doch, denn 'posi­tiv' ist, dass so auch die enor­men Kosten sol­cher Vor­ha­ben nicht in Fra­ge gestellt wer­den - wären sie bes­ser kom­mu­ni­ziert & damit bekannt, ergä­be sich sicher bald die Fra­ge ob das denn über­haupt sinn­voll ist. Weil es doch schon so weit zurück liegt und der Ein­fluß auf die heu­ti­ge Zeit damit zwei­fel­haft sein könnte.
Der allei­ni­ge Zweck "Wis­sen" anzu­sam­meln, völ­lig wert­frei, erscheint näm­lich vie­len Zeit­ge­nos­sen als Begrün­dung für die Bereit­stel­lung von For­schungs­mit­teln nicht ausreichend.

Nega­tiv ist das, weil die Mit­tel zwar für Ein­zel­pro­jek­te rei­chen, es aber auf die­se Wei­se vie­le Jahr­zehn­te, wenn nicht gar Jahr­hun­der­te dau­ern wird bis umfas­sen­de Gesamt­bil­der zur Ver­fü­gung stehen.
Zudem sind die Wis­sen­schaft­ler auf Eigen­mo­ti­va­ti­on ange­wie­sen, denn ihre Fun­de & Fol­ge­run­gen wer­den meist einer brei­ten Öffent­lich­keit nicht zugäng­lich und ihre Lei­stung bleibt ohne - zeit­na­he - Würdigung.

Hier­an zeigt sich sehr deut­lich das Dilem­ma, das Wis­sen­schaft­ler von nicht wirt­schaft­lich ver­wert­ba­ren Dis­zi­pli­nen haben:
Es gibt viel zu ent­decken - es feh­len aller­dings die Mit­tel das auch zu tun. 

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Die Erfor­schung der Ver­gan­gen­heit ist stets auch ein Lehr­stück für die Gegenwart:
Sie zeigt, dass von Men­schen her­vor­ge­brach­te Ver­än­de­run­gen der Erde nie Bestand hat­ten - dafür sorg­ten die geo­lo­gi­schen Ver­än­de­run­gen und der Zer­fall von Gesell­schaf­ten die damit mit­tel- oder unmit­tel­bar zusam­men­hin­gen. Fest­zu­hal­ten ist aller­dings auch, dass die mensch­li­che Hybris genau das zu leug­nen trachtet.

Ich möch­te als Abschluß ein Zitat anfü­gen, das gera­de in unse­rer heu­ti­gen Zeit unbe­grenz­te, aktu­el­le Gül­tig­keit hat - aber beur­tei­len sie, lie­be Leser, selbst:

.. Im Gesetz sahen sie [die wah­ren Men­schen des Alter­tums] das Wesen der Staats­ord­nung, in den Umgangs­for­men eine Erleich­te­rung des Ver­kehrs, im Wis­sen die Erfor­der­nis­se der Zeit, im gei­sti­gen Ein­fluss das Mit­tel, die Men­schen zu sich hin­an­zu­zie­hen .. Gerät der mensch­li­che Ursprung näm­lich in Ver­ges­sen­heit, so ist der ein­zel­ne den star­ren Regeln des Zusam­men­le­bens aus­ge­lie­fert, die nicht mehr bloß einem Mit­ein­an­der die­nen, son­dern umge­kehrt den ein­zel­nen ein­schrän­ken und ihn sei­ner Spon­ta­nei­tät berauben ..

[Zitiert aus dem Haupt­werk des Dao­is­mus "Zhuang­zi" von Zhuāng Zhōu, chi­ne­si­scher Phi­lo­soph und Dich­ter.]