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bookmark_borderWahrheit

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Wir alle glau­ben ja fest dar­an im Besitz der Wahr­heit zu sein - wer will schon zuge­ben, dass er die Wirk­lich­keit ein wenig beugt um sie den eige­nen Vor­ur­tei­len anzu­glei­chen? Wenn man lan­ge genug dar­an arbei­tet sich eine 'per­sön­li­che Wahr­heit' anzu­eig­nen wird irgend­wann der Moment kom­men an dem man völ­lig ver­gißt was der Aus­gangs­punkt die­ser selbst­be­stimm­ten Wahr­heit war und wel­che Schrit­te nötig waren sie zu untermauern.

.. All unse­re Aus­sa­gen über die Welt sind Theo­rien, die so lan­ge als gül­tig ange­se­hen wer­den kön­nen, bis eine neue Theo­rie mit grö­ße­rer Erklä­rungs­kraft, die die Welt umfas­sen­der und genau­er beschrei­ben kann, die weni­ger Wider­sprü­che und grö­ße­re Kon­gru­enz mit ande­ren Theo­rien über die rea­le Welt auf­weist, die Beschrei­bung der Welt verbessert .. 

[Zitat]

Dem­nach gibt es also kei­ne "abso­lu­te" Wahr­heit, son­dern ledig­lich kurz­zei­ti­ge Annah­men WAS Wahr­heit sei. Vor die­sem Hin­ter­grund ist unse­re eige­ne Wahr­heit eine von Vie­len und hat den glei­chen Anspruch, die glei­che Berech­ti­gung, wie die Wahr­heit unse­res Mit­men­schen - selbst wenn sich unse­re Wahr­hei­ten extrem unterscheiden.
Wenn Geheim­dien­ste nach der Wahr­heit über einen Men­schen for­schen um Gefah­ren von der All­ge­mein­heit abzu­wen­den stre­ben sie danach Bewei­se zu fin­den die nach ihren Kri­te­ri­en "wahr" sind und ent­we­der Schuld oder Unschuld bewei­sen kön­nen. Was aber, wenn die Annah­men nicht genü­gend prä­zi­se sind, wenn sie von dem Wahr­heits­emp­fin­den der Suchen­den selbst geprägt sind? Dann kann Jeder in das Raster fal­len der nicht so 'funk­tio­niert' wie es den auf­ge­stell­ten Kri­te­ri­en ent­spricht. Hier wird die Wahr­heit zwar nicht wis­sent­lich gebeugt, sie wird aber zur Absur­di­tät, denn im Ver­ständ­nis der Geheim­dien­ste MUSS es Böse und Gute geben - wenn das nicht so wäre wür­den sie über­flüs­sig sein.

.. Ver­gesst Geheim­dien­ste als Instru­men­te zur Ter­ror­ab­wehr. Die­se sich selbst legi­ti­mie­ren­den Appa­ra­te sind blind .. 

[Zitat]

War­um schreibt Einer sowas? Weil er eine ande­re Wahr­heit ken­nen­ge­lernt hat als er sie bei den Geheim­dien­sten durch ihr han­deln iden­ti­fi­ziert. Sei­ne Wahr­heit ist mir ein­leuch­ten­der als die der Geheim­dien­ste gera­de wegen der Tat­sa­che, dass die ihren Job an den Nagel hän­gen müß­ten wenn ihre Sicht der Wahr­heit falsch ist.

Es gibt also nach­voll­zieh­ba­re Wahr­heit und weni­ger wahr­schein­li­che Wahr­heit - selbst wenn die Grund­an­nah­me stimmt, dass jede Wahr­heit erst­mal gleich­be­rech­tigt sei. Wahr­heit muß einer Art "Plau­si­bi­li­täts­prü­fung" stand­hal­ten - tut sie das nicht, so muß sie als irrele­van­te Vari­an­te ver­wor­fen werden.

.. „Sie, mei­ne Her­ren, sind nicht mehr benö­tigt!“, ruft der Reichs­kanz­ler den sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Abge­ord­ne­ten zu. Und: „Sie mei­nen, dass Ihr Stern wie­der auf­ge­hen könn­te! Mei­ne Her­ren, der Stern Deutsch­land wird auf­ge­hen und Ihrer wird sinken.“ .. 

[Zitat]

In die­sen Tagen ist man an die Rol­le der Sozi­al­de­mo­kra­ten in der Wei­ma­rer Repu­blik nach '33 erin­nert: Ihre Wahr­hei­ten waren nicht mehr gefragt - wel­che Par­al­le­le zu den Wahr­hei­ten von heu­te, ich den­ke da an die Gabriel'schen Ver­su­che die Posi­ti­on und per­so­nel­le Kon­stel­la­ti­on - in lang andau­ern­den, zähen Ver­hand­lun­gen der CDU/CSU abge­run­gen - auf­recht zu halten:
Da ist er in der Rol­le des letz­ten Sozi­al­de­mo­kra­ten der eine Abwehr des Hitler'schen Anspruchs auf all­um­fas­sen­de Kon­trol­le des Staa­tes ver­such­te, Otto Wels, auf den die oben zitier­te Pas­sa­ge aus Hit­lers Rede anläß­lich des "Ermäch­ti­gungs­ge­set­zes" zielte.

Wahr­heit hin oder her, die SPD wird IHRE Wahr­heit gegen die Koali­ti­ons­part­ner nicht durch­set­zen, denn deren Wahr­heit wird in den Medi­en mit Vor­rang behan­delt - wel­cher Redak­teur des 'öffent­lich-recht­li­chen' Medi­en­im­pe­ri­ums will es sich mit den C-Par­tei­en ver­scher­zen und (wie gesche­hen) dar­über sei­nen gut bezahl­ten und mit umfas­sen­den Neben­lei­stun­gen aus­ge­stat­te­ten Job verlieren?

Wir leben in einer Welt voll von Parallel-Wahrheiten.
Suchen Sie sich, lie­be Leser, ihre eige­ne Wahr­heit aus.
Gewin­nen, soviel ist sicher, wird aber die Wahr­heit, die die Wahr­heit der Macht ist. Instru­men­te dazu sind die Wahr­hei­ten der Geheim­dien­ste und Medi­en, die wie­der­um den Mäch­ti­gen zuarbeiten.

Gegen Mit­te des 19. Jahr­hun­derts wur­de fol­gen­der Text verfaßt.
Bedau­er­lich aktu­ell, wie ich meine.
Auch eine unum­stöß­li­che Wahr­heit über uns Deutsche ....

.. Die Deut­schen sind so beson­ne­ne Rea­li­sten, dass alle ihre Wün­sche und ihre hoch­flie­gend­sten Gedan­ken nicht über das kah­le Leben hin­aus­rei­chen. Und die­se Wirk­lich­keit, nichts wei­ter, accept­i­ren die, wel­che sie beherrschen. ..

[Zitat: M. an R.; Kœln, im Mai 1843]

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

bookmark_border"Politisch korrekt"

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Ich esse gern Negerküsse.
Die bei mir - nach wie vor - "Neger­küs­se" heißen.
Nicht "Schaum­küs­se" oder sonstwie.

Ich wei­ge­re mich, alte Begrif­fe - in der Ver­gan­gen­heit ohne jeden ras­si­sti­schen Hin­ter­sinn geprägt - nur des­we­gen nicht mehr zu nut­zen weil mir irgend­wel­che Leu­te das als "dis­kri­mi­nie­rend" ver­bie­ten wol­len. Ich las­se mir kei­nen Maul­korb verpassen.

Ich fin­de es genau­so affig, alte Stra­ßen­na­men umzu­wan­deln, weil die ursprüng­li­chen Namens­ge­ber sich irgend­et­was zu Schul­den haben kom­men las­sen. Das war in der Ver­gan­gen­heit. Wir soll­ten dar­aus für heu­te ler­nen genau­er hin­zu­se­hen WER da für WAS geehrt wird. Mehr nicht.

Aber:
Nichts nur des­we­gen ver­än­dern weil wir heu­te mehr über Hin­ter­grün­de wis­sen die damals nicht bekannt waren. "Wer vom Rat­haus kommt ist klü­ger" lau­tet ein altes Sprich­wort. Das heißt aller­dings nicht, dass sich dadurch die Ver­gan­gen­heit irgend­wie ändert.

Die "poli­tisch Kor­rek­ten" sind mitt­ler­wei­le zu einer genau­so gro­ßen Bedro­hung der indi­vi­du­el­len Frei­heit gewor­den wie Kir­chen, Sek­ten, Par­tei­en, der Staat oder die Geheimdienste.

Es gäbe noch vie­le gleich­ar­ti­ge Bei­spie­le, lie­be Leser, Sie ken­nen bestimmt wel­che. Ich for­de­re Sie auf dem Unsinn "poli­ti­sche Kor­rekt­heit" ein Ende zu set­zen, sich zu widersetzen.

bookmark_borderWas war - was ist ....

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"Was da ist war noch nie,
was war das kommt nicht wieder."

[J. W. v. Goe­the, Wer­ke - Ham­bur­ger Aus­ga­be Bd. 13, Natur­wis­sen­schaft­li­che Schrif­ten I, Die Natur, Frag­ment"] .

Des­we­gen heißt es mit Zuver­sicht nach vorn schau­en und nicht Ver­gan­ge­nem nach­trau­ern. Vie­les von dem, was wir ein­mal "waren", sei es in Beruf oder Gesell­schaft, ist heu­te völ­lig irrelevant:
Wir müs­sen jetzt als Mensch bestehen - und Ande­ren ihre Frei­heit las­sen so zu sein wie sie sind.

Nur weil der Nach­bar anders denkt als wir ist er kein schlech­te­rer oder bes­se­rer Mensch. Er muß sei­ne Mei­nung haben und sagen dür­fen so wie wir, selbst wenn sie uns miß­fällt. Nie­mand soll sich gezwun­gen füh­len sich zu ver­stel­len um zu gefallen.

Das aus­zu­hal­ten heißt:
Demo­kra­tie mit Leben füllen.

bookmark_border.... das war ein arger Wüterich ....
*update* (19-02-2014)

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Dem zurück­ge­tre­te­nen Herrn Fried­rich wei­ne ich bestimmt kei­ne Trä­ne nach, denn er hat mehr­fach wäh­rend sei­ner Amts­zeit bewie­sen, dass ihm das Grund­ge­setz und die dort ver­brief­ten Rech­te der Bun­des­bür­ger völ­lig schnup­pe sind, wenn es ihm nicht 'in den Kram' paßte.

Son­der­bar, wie sich die Unter­su­chun­gen hin­ge­zo­gen haben und nun "plötz­lich" der Ver­dacht gegen Herrn Edathy gleich einem Kor­ken auf der Was­ser­flä­che dümpelt ....

Viel inter­es­san­ter ist an der gesam­ten Affä­re die Rol­le von CDU und CSU:
Sie schei­nen den Zwist um die Auf­deckung als will­kom­me­ne Gele­gen­heit zu sehen der SPD den Schneid abzukaufen!
Der Kanz­le­rin hat es bestimmt nicht gefal­len im ZDF-Polit­ba­ro­me­ter (schon immer zu CDU-Gun­sten mani­pu­liert!) plötz­lich an Stel­le "zwei" hin­ter Herrn Stein­mei­er auf­zu­tau­chen. Auch in der Gesamt­schau der poli­ti­schen Land­schaft ist es den "C"-Parteien bestimmt ein Dorn im Auge, dass die SPD in der Bevöl­ke­rung ste­tig an Zustim­mung gewinnt.

Das heuch­le­ri­sche 'Auf­heu­len' aus der CSU um 'Genug­tu­ung' zu bekom­men war zwar zu erwar­ten, weil einer der Ihren betrof­fen ist - der Sach­la­ge nach ist es aller­dings völ­lig fehl am Plat­ze und zeigt ein­mal mehr, dass es den baye­ri­schen Christ­de­mo­kra­ten an Demo­kra­tie~ & Rechts­ver­ständ­nis fehlt.

Die for­sche Frau v.d. Ley­en, die stets mehr Lügen als Wahr­heit ver­kün­det wenn sie spricht, hat mit ihrem vor­an­pre­schen zur Moti­va­ti­on von Bun­des­wehr­ein­sät­zen in Afri­ka und sonst­wo auch nicht gera­de posi­ti­ve Wer­bung für ihre Par­tei gemacht.

Mög­li­cher­wei­se ist das alles der Frau Kanz­le­rin ganz recht, denn so könn­te sie ohne Gesichts­ver­lust die Koali­ti­on zer­bre­chen las­sen bevor die SPD noch mehr Rück­halt in der Wahl­be­völ­ke­rung bekommt - und dar­auf hof­fen bei Neu­wah­len die feh­len­den Pro­zen­te zu bekom­men, um die in der letz­ten Wahl ver­fehl­te abso­lu­te Mehr­heit zu erreichen.

*update* (19−02−2014)
RA Stad­ler schreibt sehr tref­fend zum Thema:

[Zitat]

[02-2014]

*update* (24−02−2014)
Sie­he hier­zu auch: "Schlep­pen­de Ermittlungen"

bookmark_borderMensch gegen Natur ....

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Nach dem 1. Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik: "Die Ener­gie eines abge­schlos­se­nen Systems ist kon­stant." kann nähe­rungs­wei­se unser Pla­net als geschlos­se­nes System ange­se­hen wer­den. Es geht zwar nichts an Ener­gie ver­lo­ren, aber die Umwand­lung von einer in die ande­re Form ist mit Ver­lu­sten ver­bun­den. Das zumin­dest sagt der 2. Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik: "Ther­mi­sche Ener­gie ist nicht in belie­bi­gem Maße in ande­re Ener­gie­ar­ten umwan­del­bar." Irgend­wo muß dem­nach der 'Rest', der nicht umge­wan­delt wer­den kann, blei­ben. Wir benut­zen Maschi­nen um unse­re Welt zu gestal­ten. Alle Maschi­nen, selbst die mit hohem Wir­kungs­grad, arbei­ten mit Verlust. 

Zusam­men­ge­faßt hat mensch­li­ches Wir­ken auf die­sem Pla­ne­ten also neben der erwünsch­ten Kom­po­nen­te eine uner­wünsch­te Kom­po­nen­te die über den Ver­lauf der Geschich­te kumu­liert - und genau die droht nun unse­ren Pla­ne­ten und uns zu ver­nich­ten.

Wir sind bereits jen­seits des "point of no return"* ange­kom­men. Es gibt kein Entrinnen.

Eine Men­ge Bau­wer­ke, die Men­schen errich­te­ten um "die Natur" zu bän­di­gen - meist gelingt das ja auch - schei­nen Sicher­heit zu bie­ten. Aller­dings nur für eine bestimm­te Zeit - dann haben die 'Natur­kräf­te' (z.B.): Wind, Was­ser, Eis und Sand in ihrer ste­ten Arbeit gegen die mensch­li­chen Kon­struk­tio­nen gewon­nen .... wenn uns näm­lich die Ener­gie ausgeht!

In ein­hun­dert Jah­ren, wenn wir alle, die wir jetzt leben, tot sind, wer­den die­se Kräf­te immer noch gegen das "Men­schen­werk" arbei­ten und schließ­lich unse­re Spu­ren von die­sem Pla­ne­ten tilgen ....

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

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Der Begriff kann auch so erklärt werden:
In einem bio­lo­gi­schen System gibt es einen Zeit­punkt an dem selbst unter Ein­satz aller erdenk­li­chen Mit­tel eine Umkehr des ablau­fen­den Ver­falls nicht mehr umge­dreht wer­den kön­nen - das System bricht zusammen.
Bei­spiel "kip­pen­der See":
Das öko­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht wird gestört und Arten wer­den ver­nich­tet. Selbst deren Wie­der­ein­brin­gung stellt das Gleich­ge­wicht nicht wie­der her, der See endet als 'totes Gewäs­ser' ohne Leben. 

*update*
(20.06.2014)
Sie­he hier­zu auch:
"Die Welt­be­völ­ke­rung steigt
und die vor­han­de­nen Resour­cen schwinden .... "

 

bookmark_borderDie ARD ist wohl tätig, aber nicht wohltätig

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ach*tun*ddr*eis*sig

[Quel­le]
 

Bei wohl­tä­ti­gen Insti­tu­tio­nen wird die Wohl­tä­tig­keit bezwei­felt, wenn sie mehr als 15% für Ver­wal­tung aus­ge­ben. Da hat die ARD mit ihren 62% Ver­wal­tungs­aus­ga­ben aber Glück, dass sie kei­ne Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­ti­on ist.

bookmark_borderVolkes Stimme ....

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.... und genaue, lang­jäh­ri­ge Beob­ach­tung begrün­den so man­che Weis­heit. So hör­te ich kürz­lich fol­gen­de Anmerkung:

Die (Name*) kennt auch für jede Krank­heit ein Kräut­lein
- nur bei sich selbst hat es nicht geholfen 

Es ging dabei tat­säch­lich um "Kräut­lein", also das, was der Volks­mund als 'natür­li­ches Hei­len' oder 'sanf­te Medi­zin' umschreibt - was klar den­ken­de Men­schen aller­dings als Quack­sal­be­rei und Schar­la­ta­ne­rie bezeich­nen, da es jeder Grund­la­ge entbehrt.

Nur noch­mal zur Ver­deut­li­chung:
Der mensch­li­che Orga­nis­mus braucht eine bestimm­te Zeit bis das Immun­sy­stem erkennt: "Stö­rung!". Dann dau­ert es noch ein paar Stun­den bis Tage bevor die Abwehr auf vol­len Tou­ren ist .... 

Die Sym­pto­me dau­ern dem­nach noch an, wäh­rend im Hin­ter­grund das Immun­sy­stem schon an der Gesun­dung arbeitet.

Nimmt nun ein Mensch wäh­rend die­ser Pha­se ein "natur­heil­kund­li­ches Mit­tel" zu sich, so wird fälsch­li­cher­wei­se das Mit­tel und nicht die eige­ne Abwehr­kraft als Ursa­che für Hei­lung angesehen.

Es han­delt sich also um eine fal­sche Zuord­nung des­sen, was die Gene­sung her­vor­ruft. Eini­ge Betrof­fe­ne wer­den zukünf­tig also behaup­ten das Mit­tel habe ihnen geholfen.

Falsch, denn bis­her wur­de nur für ein ein­zi­ges "Natur­prä­pa­rat" in kon­trol­lier­tem Ver­such eine Wir­kung nach­ge­wie­sen, Knob­lauch als Medizin:
Der Knob­lauch senkt nach­weis­lich das Athero­skle­ro­se­ri­si­ko (Patho­lo­gi­sche Gefäß­wand­auf­la­ge­rung bzw. ~ver­dickung).

* Hier belie­bi­gen weib­li­chen Vor­na­men ein­set­zen; im zitier­ten Satz müß­te es statt "sich" bes­ser "ihr" heißen
 

bookmark_borderLandsmannschaftliches.
Na ja, so in etwa ....

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Tref­fe ich in "der Frem­de" auf Lands­leu­te, so ist mei­ne Reak­ti­on durch­aus gespalten:

  • Eini­ge Lands­leu­te akzep­tie­re ich, sie beneh­men sich ange­mes­sen im Gast­land und respek­tie­ren ört­li­che Sit­ten und Gebräuche .... 
  • Hier­un­ter fal­len wie­der­um zwei Kategorien:

  • Lands­leu­te aus dem glei­chen Bun­des­land, oder gar der glei­chen Regi­on.
    Ist es nicht son­der­bar, wie sich die eige­ne Ein­stel­lung da sofort ins Posi­ti­ve ver­än­dert? Wer aus der glei­chen Gegend kommt hat einem "Ver­trau­ens­bo­nus".
    Glei­cher Dia­lekt, ähn­li­ches Ver­hal­ten und unaus­ge­spro­che­ne Über­ein­stim­mung in der Art wie bestimm­te sprach­li­che Beson­der­hei­ten 'auf­ge­nom­men' werden.
  • +

  • Lands­leu­te aus dem rest­li­chen Bun­des­ge­biet.
    Da gibt es - ich sage es nur ungern - eini­ge Län­der, deren Bewoh­ner es bei mir immer noch schwer haben:
    Zu tief sitzt die unan­ge­neh­me Erin­ne­rung an unnö­ti­ge Dis­kus­sio­nen mit DDR-Gren­zern (weib­li­che schlim­mer als männ­li­che!), Fest­hal­ten im Tran­sit nach Ber­lin für Stun­den ohne jeden ersicht­li­chen Grund, und son­sti­ge schi­ka­nö­se Behand­lung an den Grenz­über­gangs­stel­len. 'Unver­däch­tig' sind nur die Jün­ge­ren, unter 40. Beson­ders ver­däch­tig alle über 45, dar­un­ter ins­be­son­de­re die über 60-jäh­ri­gen, denn die waren in Füh­rungs­po­si­tio­nen, oft auch beson­ders 'lini­en­treu' ....
  • .... und dann gibt es noch einen Rest. Die 'Ande­ren'. Weni­ger Respekt­vol­len.
    Jene, mit denen ich - bit­te - nicht in einen Topf gewor­fen wer­den will .... das sind die Momen­te, in denen ich anfan­ge Eng­lisch zu spre­chen, mit der brei­test mög­li­chen ame­ri­ka­ni­schen Fär­bung die ich lei­sten kann ....

bookmark_borderErinnerung

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Es gibt Tage, die so 'hek­tisch' sind, dass es kaum gelingt einen kla­ren Gedan­ken zu fas­sen. Ande­rer­seits sind an vie­len Tagen die Stun­den zäh wie ein alter Bra­ten: Man kaut dar­auf her­um und es scheint nie weni­ger zu wer­den - die Stun­den schei­nen end­los, wol­len nicht vor­über­ge­hen. Ich kom­me ins Grübeln.

Zum Bei­spiel über Erinnerung:
Man­ches Ereig­nis aus der Ver­gan­gen­heit scheint klar und deut­lich durch die Zeit, so, als ob es erst kürz­lich pas­siert wäre. An ande­re Ereig­nis­se erin­ne­re ich nur sche­men­haft, es will und will nicht gelin­gen sie ins Gedächt­nis zurückzurufen.

Wahr­schein­lich gibt es Grün­de dafür. Sie müs­sen aus den Ereig­nis­sen selbst erklär­bar sein. Nur ist es mir noch nicht gelun­gen ein Muster aus­zu­ma­chen, nach dem die­se Mecha­nis­men ablau­fen. Ich kann kei­ne Gemein­sam­kei­ten oder Ver­schie­den­hei­ten fin­den, die mir ermög­li­chen wür­den das zu ordnen.

Aus dem Cha­os wird im Indi­vi­du­um Ordnung
- zum Cha­os strebt das Indi­vi­du­um hin.

Ver­trackt, die­se Sache mit der Erinnerung ....

bookmark_borderLiteratur & "Literatur"kritik

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Ist etwas Lite­ra­tur nur weil der Text in Buchform erscheint?
Die­ser Ein­druck soll der stau­nen­den Leser­schaft wohl ver­mit­telt wer­den. “Die Bot­schaft hör’ ich wohl – allein mir fehlt der Glau­be!” [Goe­the, Faust,(765)] kann ich da nur zitie­ren. Eben­so ist es kein Kri­te­ri­um für Lite­ra­tur dass die/der Schrei­ber/-in "Herz­blut"(!) in das 'Werk' ein­flie­ßen läßt oder der Inhalt 'herz­er­grei­fend' wäre oder weil eine schwe­re Kind­heit und Jugend zu spä­te­ren Ver­wer­fun­gen im Lebens­weg führten .... 

Sicher ist lediglich:
Ein "Buch" zu ver­fer­ti­gen erfor­dert Auf­wand, Wis­sen und Aus­dau­er. Das Wis­sen beschränkt sich in die­sem Fall auf die Gepflo­gen­hei­ten der Bran­che und die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen - was in der heu­ti­gen Zeit eini­ge Ver­la­ge als 'Markt­lücke' erkannt haben und des­we­gen als Ser­vice für (selbst­ver­le­gen­de) Autoren für ihre Erst­lings­wer­ke anbie­ten. Wohl nicht ganz unei­gen­nüt­zig, denn wenn sich Erfolg ein­stellt ver­dient der Velag ohne viel Auf­wand mit ....

Was aber ist Erfolg?
Viel Auf­merk­sam­keit?
Die Zahl der enga­gier­ten Bespre­chun­gen in Weblogs?
Ein eige­nes Web­log für das Pre-Mar­ke­ting mit ora­kel­haf­ten Andeu­tun­gen zum Inhalt die den Span­nungs­bo­gen bis zur Ver­öf­fent­li­chung her­stel­len sollen?

Die­se Fra­gen beant­wor­te ich alle­samt mit "Nein!".
Es muß um den Inhalt, die lite­ra­ri­sche Form, und die Ange­mes­sen­heit der Spra­che gehen. Genügt ein "Werk" die­sen Ansprü­chen nicht, so ist es nichts wert.

Den­noch kann es als "Lehr­stück" dafür die­nen, wie heu­te Nicht-Lei­stung in Lei­stung umge­münzt wird indem die Kri­te­ri­en ver­wäs­sert und die Stan­dards gesenkt werden.

Und noch etwas:
Es ist ein herr­li­ches The­ma für Schwaf­ler, die die Gele­gen­heit nut­zen 'ihr Müt­chen zu küh­len' - selbst wenn sie, nach eige­ner Aus­sa­ge, das "Werk" noch nicht ein­mal gele­sen haben. Aber eine Mei­nung dazu hat der hät­te-könn­te-wäre-Blog­ger schon .... 

Ich zitie­re mich selbst:

.. ich .. hal­te Vie­les, was dar­ge­legt wird, für Fik­ti­on - auf Basis einer inten­si­ven Beschäf­ti­gung mit ein­schlä­gi­gen Fach­ver­öf­fent­li­chun­gen. Wenn also etwas zu loben wäre, so ist es die Fer­tig­keit der Schrei­be­rin sich Sekun­där­wis­sen anzu­eig­nen und es geschickt mit Tat­sa­chen zu so zu ver­we­ben, dass sie selbst als "Phö­nix aus der Asche" dasteht .. 

Dazu noch ein Fremd­zi­tat:

.. Ich hal­te das Buch nicht für Lite­ra­tur, auch nicht für schlech­te Lite­ra­tur. Ich tei­le auch nicht die Ansicht, das alles, was zwi­schen zwei Buch­deckeln steht, auto­ma­tisch Lite­ra­tur sei .. 

bookmark_borderWissenschaft & Erfolgsmessung

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Wenn es um Erfolgs­mes­sung geht wer­den die mei­sten fest­an­ge­stell­ten Uni­ver­si­täts­leh­rer (Pro­fes­so­ren, aber auch die nach­ge­ord­ne­ten Char­gen) leicht ner­vös und reagie­ren gereizt - wie kann es das pro­fa­ne Volk wagen die Qua­li­tät ihrer Leh­re zu unter­su­chen? Oder gar, noch viel unver­schäm­ter, in Zwei­fel ziehen?

Aus mei­ner eige­nen Erfah­rung in Ame­ri­ka wun­dert mich das Ver­hal­ten hier­zu­lan­de sehr. Eine Bewer­tung der Qua­li­tät der Leh­re, mei­ner Arbeit, durch Kol­le­gen und Stu­den­ten war mir sogar Recht. Wie sonst hät­te ich erken­nen sol­len ob das, was ich unter­rich­te, aus­rei­chend in das Fach­ge­biet ein­ge­bet­tet ist und die Erwar­tun­gen der Kol­le­gen & Stu­den­ten nach Metho­de und Tie­fe erfüllt? 

Sin­gu­lä­re The­men die nir­gend­wo Bezug haben mögen zwar vom rein aka­de­mi­schen Stand­punkt her inter­es­sant sein, sind aber manch­mal für eine Gesamt­schau des Fach­ge­bie­tes nutz­los. Stu­den­ten erwar­ten Ori­en­tie­rung, denn sie über­schau­en noch nicht wohin sie das jeweil­ge The­ma ein­ord­nen müs­sen. Sie kön­nen aber Aus­kunft dar­über geben, ob sie aus einer Ver­an­stal­tung Kennt­nis­se erwor­ben haben - oder nicht. Oder ob die Metho­de pas­send war, weil sie das Ver­ständ­nis geför­dert hat.
Die Kol­le­gen hin­ge­gen kön­nen die Inhal­te ein­ord­nen und ent­schei­den, ob der Anspruch ange­mes­sen ist. Des­we­gen ist ihre Stel­lung­nah­me dazu eben­so wich­tig wie notwendig.
Aus bei­den Bewer­tun­gen ergibt sich dem­nach eine Nut­zen­ab­wä­gung für das eige­ne Lehrvorhaben.

Die viel­ge­prie­se­ne "aka­de­mi­sche Frei­heit" ist zwar wün­schens­wert, hat aber nichts mit der Qua­li­tät der Leh­re zu tun - den Unter­richt zu bewer­ten heißt also nicht die aka­de­mi­sche Frei­heit des Leh­ren­den einschränken. 

Qua­li­täts­prü­fung ist ein drin­gen­des Erfor­der­nis, denn gera­de in den mehr und mehr ver­schul­ten Bache­lor- und Masters-Stu­di­en­gän­gen bau­en die Ver­an­stal­tun­gen auf­ein­an­der auf und es ist nicht im Inter­es­se eines Stu­di­en­fort­schritts wenn die Lehr­ver­an­stal­tun­gen nicht das erbrin­gen, was von ihnen erwar­tet wird.

Ob aller­dings Stu­di­en wie jüngst in U.S.A. durch­ge­führt* schlüs­sig über die Qua­li­tät der Leh­re Aus­kunft geben kön­nen erscheint mir min­de­stens zweifelhaft. 

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"A New Kind of Stu­dy Seeks to Quan­ti­fy Edu­ca­tio­nal Qua­li­ty" Eit­her America’s col­leges are the envy of the world, or they’re of que­stionable worth.

bookmark_borderZehn Jahre ....

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In die­sem Monat sind es zehn Jah­re die ich blog­ge. Ange­fan­gen habe ich bei einer klei­nen Blog­platt­form von der ich schon nach einer Woche wie­der flüchtete:
Nur Kid­dies am Start, Kat­zen, Ham­ster, Liebeskummer ....
das war zuviel des Guten.

Wei­ter ging es bei "two­day", mit der ersten Ver­si­on von "RELA­tief"* - die­ses Blog habe ich aus tech­ni­schen Grün­den ruhen las­sen. Eine erste Wel­le von "Jugend­fil­tern" kapp­te die Leser­zahl von 100/Tag auf zehn Pro­zent, eine Erfah­rung, die ande­re Blog­ger auch gemacht haben, da "two­day" von man­chen die­ser Fil­ter kom­plett gesperrt wird.

Als näch­stes folg­te - wie­der unter glei­chem Namen "RELA­tief" mit ande­rer URL. Nach­dem sich im Lau­fe der Jah­re immer mehr ernst­haf­te Blog­ger dort ver­ab­schie­de­ten und die Dis­kus­sio­nen ver­flach­ten über­leg­te ich vor fünf Jah­ren ganz mit dem Blog­gen auf­zu­hö­ren. Jetzt nut­ze ich das Blog nur noch um hier erschei­nen­de Arti­kel bei "two­day" bekannt zu machen.

Irgend­wie ist es mir aber nicht gelun­gen ganz auf­zu­hö­ren, es gehört zu mei­nem Tages­ab­lauf. Des­we­gen kam die­ses Blog unter "word­press" hin­zu. Nach meh­re­ren Ände­run­gen des Lay­outs bin ich nun mit der äuße­ren Form zufrie­den. Die Zahl der Leser hat sich in den letz­ten zwei Jah­ren auf- und abbe­wegt, und düm­pelt so vor sich hin. Zufrie­den bin ich damit zwar nicht, aber was nicht ist kann ja noch werden ....

Neben­bei spie­ge­le ich die Bei­trä­ge hier auf drei Blogs die unter "ant­ville" lau­fen**, und dort gibt es auch ein Blog in eng­li­scher Spra­che mit dem Titel "spot­light".

Zu mei­nem Auf­ent­halt im Süden gibt es ein eige­nes Blog unter dem Titel:
» dar­um sind wir doch hier! « - dort berich­te ich vom All­tag unter spa­ni­scher Sonne ....

Alle Blogs haben eine klei­ne Leser­schaft und es beweist, dass Vie­le nicht über den 'Tel­ler­rand' hin­aus­se­hen - sprich: In der eige­nen 'com­mu­ni­ty' ("two­day"; "ant­ville") ver­wei­len und nur dort lesen & kommentieren.

Umso erfreu­li­cher ist die klei­ne Zahl von Blog­gern die mir bis­her über­all hin gefolgt ist und sich die Mühe macht ab und zu auch noch etwas zu mei­nen Arti­keln anzu­mer­ken - DANKE!

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Die drei erfolg­reich­sten Artikel:
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1 59.551 25.11.05 ALT: Kata­ri­na Witt - oder: Wie man sei­ne 150%ige DDR-Gefolg­schaft erfolg­reich vertuscht ....
NEU: Kata­ri­na Witt - oder: Wie man sei­ne 150%ige DDR-Gefolg­schaft erfolg­reich vertuscht ....
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NEU: Kamel­spin­ne - schon wieder!
3 13.603 05.07.07 ALT: Nack­te Kellnerinnen ....
NEU: Nack­te Kellnerinnen ....

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Mein Favo­rit ist allerdings
ALT: "Wel­cher Bre­zel-Typ sind Sie?"
NEU: "Wel­cher Bre­zel-Typ sind Sie?"

** "giant"; "St.Antville"; RELA­tief.