
Autor: wvs
bookmark_borderNichts Genaues weiß man nicht ....
Ich habe in den letzten Tagen vergeblich versucht im Internet - das doch sonst fast ALLES zu erklären vermag - eine Information zu finden wie Singvögel ihre Nächte verbringen, genauer: WO sie schlafen.
Löwe, Tiger, Panther und Elefant werden besprochen.
Über Meise, Spatzen und Rotkehlchen fand ich nur vage Angaben - ich glaube fast, das weiß niemand so richtig.
bookmark_borderDIETER ist schuld ...!
tagsüber fast auf den Gefrierpunkt steigen .. "
- eine nette Umschreibung, die die Metereolügen da für mieses Wetter gefunden haben ....
bookmark_borderAus der Kategorie ....
* .... weil sie unnötigerweise Ressourcen 'verbrauchen' ....
bookmark_borderBildungswesen "total" ....
.... verhunzt!
Man liest ja häufig Analysen zu den Höhen und Tiefen des Bildungssystems, so etwa wie das nachfolgende Zitat:
" .. Die unterrichtlichen Erfolge, die man hierzulande in den letzten Jahren an der einen oder anderen Stelle erzielt hat .., etwa der gestiegene Anteil höherer Abschlüsse und die Öffnung des Zugang für ein Universitätsstudium, wurde zumeist mit einem Aufweichen oder gar Absenken allgemein geltender Bildungs- und Leistungsstandards, etwa in der Sprache, in Mathematik oder naturwissenschaftlichen Fächern erkauft .. "
[Quelle]
Wenn ich in Freundes- und Bekanntenkreis bisher diese These vertreten habe waren die Reaktionen - je nach Lebensalter und beruflicher Tätigkeit - durchaus verschieden. Da kommt es wie gerufen, wenn man die eigenen Vorstellungen in wenigen Zeilen zusammengefaßt liest.
Älteren Menschen wird oft der Vorwurf gemacht sie sähen die Vergangenheit in rosigen Farben, rosigeren Farben jedenfalls als angebracht sei. Das ist auch ein Vorurteil - und zwar ohne jede Grundlage, denn diejenigen die es gebrauchen, haben die Vergangenheit nicht erlebt und können daher nicht aus erster Hand beurteilen, was im Bildungswesen einst Standard war.
Was mich wirklich ägert ist der Umstand, daß die von Amts wegen mit der Bildung beauftragten Lehrkräfte über die vielen Jahrzehnte die Abstriche fast ohne Widerstand mitgemacht haben - einmal von wenigen aufrechten Streitern abgesehen, die sich aus dem Schuldienst verabschiedeten, weil sie die "Neckermann" Abschlüsse, die heute "Abitur" genannt werden nicht länger mitmachen wollten.
" .. Kinder der Unterschicht haben .. Erhebungen zufolge so gut wie keine Chancen, gut oder sehr gut bezahlte Berufe zu ergreifen. Da es in der Unterschicht auch nichts zu vererben gibt, ist ihr wirtschaftliches Schicksal quasi mit der Geburt vorgezeichnet - vererbt wird nur unter gleichen .. Eine Überschrift, die der Gesamtbevölkerung eine Erbschafts-Welle von Vermögen ankündigt, ist deshalb nicht nur schlicht gelogen, sondern zynisch .. "
[Quelle]
Auch das vorstehende Zitat zeigt den Aberwitz der Änderungen des Bildungsniveaus. Anstatt tatsächlich eine Chance für "bildungsferne Kreise" zu bieten werden alle Absolventen minder gebildet in die Zukunft entlassen:
Denen, denen das mindere Niveau helfen sollte, bietet sich schon wegen der Undurchlässigkeit der Klassenschranken keine bessere Zukunft - den Übrigen wird unnötige zusätzliche Bildungszeit aufgenötigt die sie brauchen, um in spezifischen Bereichen das nachzuholen, was die Schulen nicht mehr bieten.
"Win-Win" ist das bestimmt nicht. Es ist ein Armutszeugnis, ein Zeugnis des Versagens einer verknöcherten Bildungsverwaltung in der sich all jene Faulpelze und Opportunisten mit einschlägiger Vorbildung und Parteibindungsseilschaft sammelten und sammeln, die sich im Schulalltag entweder nicht bewährt haben, oder nicht bewähren wollten.
Ein Versagen auch der Politker, die mit Bildung befaßt waren - und sind! Die ersten Jahre nach dem Krieg, in der Aufbauphase des Bildungswesens war das noch nicht so. Es änderte sich aber unter den CDU/FDP-Regierungen der siebziger Jahre als Antwort auf die Studetenproteste und erst unter den SPD-Regierungen wurde dann die Parole Ausgegeben "Bildung für ALLE" - was aber zu der oben beschriebenen Abwärtsspirale hinsichtlich Anspruch und Inhalt führte.
Was haben nun all die Ingenieure (nur als Beispiel!) davon gleich benannt zu werden? Früher gab es Meister, Techniker, FH-Ingenieure und Diplom-Ingenieure:
Heute sind sie alle gleich 'bezeichnet' - und wegen dieser Nivellierung hat sich das Ansehen und die Bezahlung ebenfalls nach unten bewegt, langsam aber sicher. Mit Einführung der Bachelor- und Masters-Studiengänge wurde nochmal weiter nach unten 'abgewertet' - die Folge ist ein Heer von "Ingenieuren", von denen nur noch der geringere Teil in der Wirtschaft gebraucht wird, während der Rest mit Ansprüchen, die der tatsächlichen eigenen Leistungsfähigkeit nicht entsprechen, auf der Straße steht. Oder sich mit noch weniger Entlohnung zufriedengeben muß als je zuvor.
Was nützt es den Absolventen all der anderen Bildungseinrichtungen, an denen heute nicht mehr "gelernt", sondern "studiert" wird, wo das doch inhaltlich nicht sehr verschieden ist, sondern lediglich neu 'gelabelt' wurde? Dem vermeintlichen Status steht keine angemessene Chance in der Gesellschaft gegenüber. Durch Masse wächst der Druck auf den Einzelnen - und macht so Menschen erst ängstlich, dann manipulierbar, dann zu Sklaven von skrupellosen Zeitarbeitsunternehmen.
Da lobe ich mir doch das "alte" System, wo schon beim Zugang zum Gymnasium die erste Prüfungshürde aufgebaut war - da wußten die Abiturienten wenigstens, daß sie einen - kostenfreien - Studienplatz haben würden, und sich im Studium auch rechts und links ihrer Fächer noch weiter bilden konnten, ohne aus einem verschulten Raster heraus- und aufzufallen.
bookmark_borderProf. Albert A. Bartlett
![Prof. Albert A. Bartlett, Boulder, CO [1923 - 2013]](http://www.vonsulecki.com/Bilder_2015/03_2015/AABartlett-1.png)
PS
Inability ... "To grasp the implications (C1) embedded in this curve."
Unfähigkeit „.. die Implikationen dieser Kurve zu verstehen.“
bookmark_bordergot to love the Brit's 'humor' ....
A devout Muslim entered a black cab in London. He curtly asked the cabbie to turn off the radio because as decreed by his religious teaching, he must not listen to music because in the time of the prophet there was no music, especially Western music - which is the music of the infidel.
The cab driver politely switched off the radio, stopped the cab and opened the door. The Muslim asked him:
"What are you doing?"
The cabbie answered:
"In the time of the prophet there were no taxis,
so piss off and wait for a camel!"
bookmark_border*Qualitätspresse*
Das viel mir auf ....

bookmark_borderDie Verteilung (!) des Vermögens ....
.... sollte jedem arbeitenden Menschen "zu denken geben":

Die 1%-Linie ganz rechts im Bild ist in Wirklichkeit dreimal so hoch, sie ist lediglich aus Gründen
der Übersicht verkürzt dargestellt. Diese Kurve trifft nicht nur hierzulande zu - sie ist auch für
die U.S.A. (und womöglich viele andere, sogenannte "entwickelte" Volkswirtschaften) gültig.
" .. Wie lange..allerdings noch..die Bundesrepublik sich als "Insel der Seligen" verstehen kann, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt. Denn wachsende Ungleichheit, die ein dynamisch agierendes Marktsystem schafft, ist ein Problem, dass die gesamte Welt..erfasst hat, und die liberale Demokratie und ihre Versprechen nach(sic!) einem freien und selbstbestimmten Leben in ihrem Kern trifft .. "
[Quelle]
*edit*
Das INSM will uns allerdings weismachen, daß mit der Verteilung alles in Ordnung sei und 91% (!) der 'Befragten' sollen das angeblich so gesagt haben.
Ein neuer Baustein in der Mauer "Lügen mit Umfragen" ....
bookmark_bordershit happens ...!
| Kaum zu glauben - aber offenbar Wirklichkeit ... .... | ||
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Nun noch eine besonders "gelungene" Installation ....
.... und ich habe mich seit Jahren gefragt wo diese Hütchen bleiben! |
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bookmark_border"Stoffwechselschlacken"
*update* [27.01.2023]
"Stoffwechselschlacken"³*¹ ist ein Kunstwort ohne Wahrheitsgehalt - es gibt sie nicht! Wer solche - und ähnliche - Begriffe benutzt entlarvt sich als unwissend und naturwissenschaftlich ungebildet.
*update* Ganz unten auf dieser Seite finden Sie drei neu erschienene Abhandlungen zum Thema (27.01.2023)
Deswegen einige Erklärungen in Sachen "Eiweiß"-Abbau (= Abbau von Proteïnen) um zu verdeutlichen, daß es sich bei dem Wort "Stoffwechselschlacken" um eine leere Worthülse handelt und zugleich als Nachhilfe für eine Kommentatorin die folgende Zeilen schrieb:
" .. Ich habe festgestellt, wenn man keine oder nur wenig tierisches Eiweiss zu sich nimmt, der Schweissgeruch stark abnimmt und man viel weniger Deo braucht. Der Körper muss dann nicht so viel Abfall (="Stoffwechselschlacken") wieder nach aussen transportieren .."
Ich nehme Bezug auf den fettgedruckten Teil der Aussage und stelle ein paar einleitende Fragen zu Proteïnen um Begriffe zu definieren und Zusammenhänge zu erklären.
Was ist Eiweiss
Eiweiß (Proteïn) ist ein Sammelbegriff für Moleküle (chemische Verbindungen), die ein bestimmtes Muster, d.h. eine definierte Reihenfolge und Zahl von Atomen besitzen.
Allen Eiweißen gemeinsam ist - unabhängig von der Kettenlänge ( = Größe des Moleküls) und möglichen Verzweigungen oder Ringbildungen - eine "Endgruppe" die folgendermaßen zusammengesetzt ist:
Carboxygruppe ( – COOH; auch "Säuregruppe" genannt) und einer Aminogruppe ( – NH2).
Daher der Name "Amino"-"Säure".

Eine Aminosäure hat aber weder sauren noch basischen Charakter, da sich die Ladungen der Endgruppen neutralisieren - es ist also blanker Unfug wenn in esoterischen Zirkeln entweder die Basen oder Säuren in der Nahrung verteufelt werden:
In jedem Typ von Nahrung sind die Säuren und Basen "gepuffert", was bedeutet, daß sie neutral(-isiert) sind.
Wie unterscheiden sich tierisches und pflanzliches Eiweiß?
"Proteinogene Aminosäuren" sind alle Aminosäuren, die als Bausteine der Proteine von Lebewesen auftreten. Proteinogene Aminosäuren sind immer α-Aminosäuren, da das "Restmolekül" in α-Stellung an der Amino-Säure-Gruppe hängt. Von diesen Aminosäuren gibt es 20 verschieden aufgebaute Strukturen (Moleküle), die als "Standardaminosäuren" (auch: "Kanonische Aminosäuren") bezeichnet werden, da sie die einzigen sind, die durch die Erbinformation "DNA" codiert ("vorgegeben") werden können.

Wie stets gibt es Ausnahmen, die aber hier nicht weiter besprochen werden sollen, denn das interessiert nur Fachleute und führt zu unnötiger Verwirrung von Laien - wer es genauer wissen möchte sei auf folgende Quellen verwiesen
→ "Kurzbeschreibung" oder
→ "Nicht proteinogene Aminosäuren"
Wie in diesem Absatz dargestellt gibt es also keinen Unterschied im Aufbau und der Funktion der Eiweiß-Bausteine bei Tieren und Pflanzen - lediglich die Zahl und Reihenfolge der zum Aufbau benötigten Aminosäuren ist verschieden.
Daraus folgt, daß es auch kein 'böses' oder 'gutes' Eiweiß geben kann! Weder haben pflanzliche Eiweiße positive Wirkungen, noch tierische Eiweiße negative Wirkungen:
Wer solche Behauptungen aufstellt hat keinen blassen Schimmer von den naturwissenschaftlichen Grundlagen.
Hinweis: Ausführlicher Artikel zu Eiweiß → HIER ("click!")
*edit*
Folgende Ergänzung:
Die Übereinstimmung der prozentualen Verteilung von Aminosäuren aus tierischem Eiweiß ist größer als die aus pflanzlichem Eiweiß - deswegen sollte eine 'gesunde' Nahrung immer beide Eiweißarten enthalten.
Wie wird Eiweiß abgebaut?
Zunächst ein paar Worte und eine Abbildung zum AUFBAU der Proteine. Jedes Protein besteht aus einzelnen Aminosäuren, die an dafür vorgesehenen Stellen miteinander verbunden sind. Beim der Verknüpfung wird Wasser (H2O) frei (Kreis in der Abb.).

Dafür wird Energie verbraucht, die so in den Bindungsstellen 'gespeichert' ist. Genau an den Verbindungsstellen werden die Proteine auch wieder zerlegt:
Der ABBAU geht in umgekehrter Reihenfolge vor sich, dabei wird Energie frei. Das ist genau die Energiemenge, die zuvor für den Aufbau benötigt wurde. Die freiwerdende Energie kann in verschiedenen physikalischen Größen angegeben werden, meist gebräuchlich ist die "Kalorie".
Auf- und Abbau werden von der DNA jeder Zelle gesteuert, die dazu nötigen Bausteine werden z. T. in der Zelle selbst hergestellt, oder sie werden über das Blut zu den Zellen hingebracht. In das Blut gehen auch jene Bestandteile des Abbaus von Substanzen (nicht nur Eiweiß!) ein, die sonst noch in der Zelle 'entstehen'.
Sind die Abbauprodukte "Abfall"?
" .. Stoffwechselschlacken bleiben im Körper zurück und vergiften diesen von innen heraus. Man spricht dann auch von "Verschlackung".. " - so ein Zitat aus einer Werbung für Schüssler-Salze. Darin ist z.B. "Natrium Chloratum" enthalten. Das ist das normale Salz, was wir zum Würzen unserer Speisen benutzen: Kochsalz!
Doch nun zum Begriff "Stoffwechselschlacken", kurz auch als "Abfall" bezeichnet. Immer wenn es darum geht etwas genauer zu erklären werden diese Begriffe benutzt - ohne allerdings konkrete Angaben zu machen. Einer schreibt vom Anderen ab - und dadurch tauchen diese Begriffe immer wieder auf. So wird im allgemeinen Bewußtsein verankert, daß "Stoffwechselschlacken" etwas Schlechtes sind - nur weiß keiner genau warum.
[Zitat] " .. Die "Vergiftung vom Darm" muss abgestellt werden; eine weitere "Verschlackung" der Geweberäume, der Gefäßwände, des Muskel-, Sehnen-, und Bandapparates muss verhindert werden: die "Entschlackung", die Ausschleusung von Stoffwechselprodukten aus den Geweberäumen, aus dem Körper, muss gefördert werden. .. "
Wie zuvor - weiter oben erklärt - werden beim Abbau von Eiweiß nur die Stoffe wieder frei, aus denen es aufgebaut ist: Aminosäuren.
Diese bestehen aus Kohlenstoff [C], Wasserstoff [H], Sauerstoff [O] und Stickstoff [N] (einige wenige enthalten noch Schwefel [S] o.ä. Moleküle, die sind aber außerordentlich selten, weniger als 2% aller Aminosäuren) - es werden also keine "Stoffwechselschlacken" beim Abbau freigesetzt, sondern
Wasser (Wasserstoff und Sauerstoff → H2O),
Kohlenstoffdioxid, (älter) Kohlendioxid (Kohlenstoff und Sauerstoff → CO2)
Ammoniak (Wasserstoff und Stickstoff → NH3)
Das Ammoniak wird aber nie tatsächlich freigesetzt, es wird umgehend in
Harnstoff → CO(NH2)2 bzw.
Harnsäure [chemische Bezeichnung → 2,6,8-Trihydroxypurin] umgewandelt und ist damit für den Körper unschädlich.
Wo sind sie denn nun, die "Stoffwechselschlacken"?
Beschrieben werden sie so:
[Kasten, Punkt d)] " .. Die wichtigsten physiologischen Eiweißabbauprodukte - Stoffe von hoher Toxizität - kennen wir noch gar nicht .. "
Aha! Man kennt sie zwar nicht - weiß aber genau, dass es sie geben muss und dass sie fürchterlich gefährlich sind .... weil 'toxisch' = 'hochgiftig' bedeutet.
Weitere Stoffe sind: " .. Phenole, Indole, aromatische und aliphatische Amine, Polyamine wie Kadaverin und Putreszin, Nitrosamine, Formaldehyd aus Methanol, hochmolokulare Alkohole, die sogenannten Fuselöle, und andere, noch unbekannte Substanzen .. "
Ouups! Schon wieder etwas, das noch 'unbekannt' ist - aber natürlich brandgefährlich.
Der Autor hat erwähnt wo sowas herkommt:
".. Aus 'bakteriellem Abbau' .." - der aber passiert im Dickdarm und hat mit dem Stoffwechsel der Zellen nichts, aber auch gar nichts zu tun, da Stoffe aus dem Dickdarm nicht wieder in den Körper zurückwandern, sondern unverändert ausgeschieden werden.
Und selbst wenn diese Stoffe - begleitend, in der Nahrung - zusammen mit dem Eiweiß aufgenommen würden, wären nur sie, nicht das Eiweiß für Schäden verantwortlich.
Eine weitere Besprechung dieser ominösen "Stoffwechselschlacken" können wir uns daher schenken. Alles dazu sind nur verwirrende, verschwurbelte Informationen, die Wissenschaft vortäuschen wo keine handfesten Beweise, und schon gar keine exakte Beschreibung vorhanden sind.
Wie werden Abbauprodukte ausgeschieden?
Gehen wir zunächst wieder erstmal zur Aufnahme von Eiweiß:
Bereits im Magen werden aus den komplexen Eiweißen Teilstücke abgespalten. Im Dünndarm setzt sich dieser Prozeß so weit fort, bis einzelne Aminosäuren vorliegen, die dann von der Darmwand aufgenommen und in den (Blut-) Kreislauf übergehen.
In der Leber werden Proteine gelagert, zu den vom Organismus benötigten Substanzen umgebaut und letztlich der Rest abgebaut. Bei diesen Vorgängen entsteht - wie weiter oben bereits erwähnt - Ammoniak, das aber nicht frei vorkommt sondern die Leber bildet es in stoffwechselneutrale Formen um, genauer: zu den Stickstoffverbindungen Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin.
Harnstoff und Harnsäure werden über die Niere ausgeschieden. Vermehrte Eiweißaufnahme schadet einer gesunden Niere nicht. Diabetiker und Menschen mit einer Niereninsuffizienz müssen allerdings auf die Eiweißmenge achten, die sie zu sich nehmen.
Ca. 80 - 85% der Abbauprodukte werden mit dem Urin ausgeschieden, der Rest verteilt sich auf Stuhl und - in sehr geringer Menge! - Schweiß.
Auch solches Eiweiß, das nicht aus dem Darm in den Körper gelangt ist verbleibt dort - zusammen mit dem Eiweiß, das aktiv als Stoffwechselprodukt in den Darm abgegeben wurde. Diese Eiweißmengen werden von der sogenannten "Darmflora", einem Gemisch aus unterschiedlichsten Bakterien die unseren Darm besiedeln, weiter um- und abgebaut. Dabei entstehen übelriechende Substanzen wie z.B. das Skatol.
Der Kot besteht zu etwa je einem Drittel
erstens aus abgestorbenen Bakterien,
zweitens abgeschilferten Zellen der Darmwand,
drittens umgewandelten, nicht abbaubaren Stoffwechselresten und Feststoffen, für die unser Körper keine Abbauenzyme produziert, wie z.B. Cellulose.
(Diese Werte gelten nur für die 25% Trockenmasse, etwa 75% des Kotes sind Wasser)
Zusamenfassung:
Beim Eiweißabbau entstehende Substanzen werden zu ca. 80% über die Niere, zu ca. 20% über den Stuhl ausgeschieden. Die im Schweiß ausgeschiedene Menge ist demgegenüber vernachlässigbar klein.
Finden sich Eiweiß-Abbau-Produkte im Schweiß wieder?
Die einfache Antwort auf diese Frage ist: "JA"
Etwas mehr in die Tiefe gehend:
Bei den menschlichen Schweißdrüsen unterscheidet man zwei Typen:
Ekkrine Schweißdrüsen (Max. 2-4 Liter pro Stunde oder 10-14 Liter am Tag)
Die Ausscheidungsprodukte sind:
→ Wasser (etwa 99 Prozent)
→ Natriumionen Na+ (45 mmol/l)
→ Chloridionen Cl- (58 mmol/l)
→ Kaliumionen K+ (5 – 9 mmol/l)
→ weitere anorganische Salze in jeweils nicht nennenswerter Menge
(entspricht prozentual der Zusammensetzung der Elektrolyte des Blutes)
→ Harnstoff
→ Harnsäure
→ langkettige Fettsäuren
→ Aminosäuren, Peptide
→ Ammoniak (theoretisch) (A)
→ Zucker
→ Milchsäure (Lactat)
→ Ascorbinsäure (Vitamin C)
→ Cholesterin
Der pH-Wert liegt im sauren Bereich bei pH 4,5; es ist ein Teil des Abwehrsystems der Haut gegen das Eindringen von Erregern und Fremdstoffen. (A) Anm.: "freies Ammoniak" im Schweiß nachzuweisen ist chemisch unmöglich.
Apokrine Schweißdrüsen
(Mengenangaben in der Literatur sehr stark schwankend!)
Die Ausscheidungsprodukte sind:
→ Wasser
→ Proteine (ca. 10% der Gesamtmenge.)
→ Lipide (Fette)
→ Zucker
→ Steroide (Sexualhormon Testosteron, die Konzentration ist geschlechtsspezifisch, Frauen weniger, Männer mehr.)
→ Körpereigene, individuell verschiedene Duftstoffe (Pheromone)
Der pH-Wert liegt im neutralen Bereich bei pH 7,2.
Nun zu einem kleinen Rechenexempel:
Die maximale Schweißproduktion liegt - je nach herangezogener Literatur bei 2 bis zu 4 kg Schweiß pro Stunde, allerdings verdunstet der Schweiß bei einer solchen Produktion nicht vollständig, sondern tropft ab. Bei vermehrter Sekretion nimmt der Salzgehalt des Schweißes ab, um übermäßigen Salzverlust zu vermeiden.
Wenn 99% des Schweißes Wasser sind, bleiben für alle anderen Bestandteile 1% übrig. Davon können maximal 0,5% Eiweiß bzw. Eiweißabbauprodukte sein. Die Empfehlungen für eine Tageszufuhr von Eiweiß liegen zwischen 70 und 90 g / Tag (0,75 bis 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht; 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht). Es werden also Eiweiß & Abbau- bzw. Vorstufen im Schweiß gefunden, allerdings in winzigen, vernachlässigbaren Mengen.
Zurück zu dem eingangs erwähnten Zitat:
Es gibt keinen Unterschied in der Ausscheidung zwischen tierischem und pflanzlichen Eiweiß. Es entsteht beim Abbau von Eiweiß kein "Abfall", schon erst recht entstehen keine "Stoffwechselschlacken", sondern die Ausgangssubstanzen werden in verschiedene chemische Stoffe zerlegt, von denen nur 1% (maximal) im Schweiß zu finden sind. Harnstoff und Harnsäure werden nicht von den auf der Haut befindlichen Bakterien zersetzt, sondern nur Aminosäuren und Fette.

PS für "lusTiger"
![]() |
Diesen Unterschied gibt es nicht wegen des Stoffwechsels - es ist ein Problem von andersartiger Hygiene, das Sie offenbar von der Ursache her falsch zuordnen. Aber trösten Sie sich:
Es kommt häufig vor, daß man die Ursache für eine Beobachtung nicht genau feststellen kann, die Statistiker haben dafür sogar eine "Plausibilitäts-Prüfungsformel" geschaffen um die Wissenschaft zu objektivieren ...

³*
Was sagt "Wikipedia"?
".. Entschlackung (von Schlacke, einem Verbrennungsrückstand) ist in der Alternativmedizin ein Ausdruck für Maßnahmen, die mutmaßliche Giftstoffe und vermeintlich schädliche Stoffwechselprodukte ausscheiden sollen. Die Wirksamkeit dieser Verfahren ist nicht gegeben, die angenommenen Wirkungsweisen lassen sich nicht nachweisen. .. "

*edit*
(19.03.13;14:30h) Ziffern 1 & 2 Text/Abbildungen eingefügt.
*2. edit*
(19.03.13;17:50h) Ziffer 3 Text/Abbildung eingefügt.
*3. edit*
(19.03.13;21:00h) Ziffer 4 Text/Links eingefügt.
*4. edit*
(20.03.13;14:00h) Ziffer 5 Text eingefügt.
*5. edit*
(20.03.13;18:30h) Ziffer 6 Text eingefügt.

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** aktuell ** → Von "SALZ" (Teil I)
** aktuell ** → Von "SALZ" (Teil II)
** aktuell ** → Von Aufwand und Nutzen
Die Detox-Lüge: Interview mit Natalie Grams in „Donna“; 9. Januar 2020 von Bernd Harder

Literatur / Quellen
[Die Linksetzung bedeutet nicht, daß ich alle dort gemachten Aussagen für wissenschaftlich/fachlich korrekt halte und/oder mir 'zu eigen' mache.]:
(Internet):
http://www.fitforfun.de/abnehmen/gesunde_ernaehrung/gesunde-ernaehrung-die-rolle-der-naehrstoffe-eiweiss-fett-und-kohlenhydrate_aid_10133.html
http://www.medizinfo.de/leber/anatomie/physiologie.shtml
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/1262244#Mensch
http://www.vitalstoff-lexikon.de/printarticle.php?subcatid=478&mode=listarticles&
http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Einseitige-Ernaehrungsgewohnheiten/Eiweiss.html
http://flexikon.doccheck.com/de/Schwei%C3%9F
http://www.prassek.de/ernaehrung_allgemein/kohlenhydrate.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Stickstoffbilanz
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperfl%C3%BCssigkeit
http://www.achselpads.org/schweiss/index.html
http://www.patent-de.com/20070215/EP1738803.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Proteolyse
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwei%C3%9F
http://de.wikipedia.org/wiki/Kot
http://www.netzathleten.de/Sportmagazin/Gesundheits-Ernaehrungs-Fitness-Mythen/Wasser-und-Salz-Woraus-besteht-Schweiss/3016686935457538498/head

Literatur / Sonstige Quellen:
Hahn A., Ströhle A., Wolters M; Ernährung – Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2006
Löffler G., Petrides P., Heinrich P.; Biochemie & Pathobiochemie, 8.Auflage, Springer Medizin Verlag Heidelberg 2007
Biesalski H. K., Fürst P., Kasper H. et al. (2004) Ernährungsmedizin. Nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart
R. Klinke, H-C. Pape, St. Silbernagl: Physiologie, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2005, 5., komplett überarbeitete Auflage, ISBN 3−13−796005−3
*update* (27.01.2023)
Wissenschaftliche Informationen die erklären warum es keine "Stoffwechselschlacken" geben kann:
1. Einfach erklärt mit anschaulichen Beispielen:
Die Gesundheitslüge - Übersäuerung
2. Eine aus Erfahrung und Grundlagen zusammengestzte Erklärung wieso "Übersäuerung" nicht existiert
Die Detox-Lüge: Passend zum Artikel, ein Interview mit Natalie Grams in „Donna“; 9. Januar 2020 von Bernd Harder.
3. Sehr Komplexe Darstellung der chemischen Grundlagen des Säure-Basen-Haushaltes des Menschen:
Säure Basen Haushalt
bookmark_borderWenn Sie ....
.... nächstens zwei putzigen, unbekleideten männlichen Personen* begegnen brauchen Sie sich nicht zu ängstigen - die Beiden führen nichts Böses im Schilde ....

* In den USA glauben ca. 40% der Bevölkerung Engel seien auf diesem Planeten "leibhaftig" zugegen ....

