bookmark_border"Der Zustand einer Gesellschaft" ....

  • "Der Zustand einer Gesell­schaft
    läßt sich am Enga­ge­ment Ein­zel­ner für die All­ge­mein­heit messen."


    [Sozi­al­wis­sen­schaf­ten]
  • oder

  • "Der Zustand einer Gesell­schaft
    steht im direk­ten Zusam­men­hang mit dem Zustand der Familie." 

    [Islam]

  • oder

  • "Der Zustand einer Gesell­schaft
    lässt sich dar­an mes­sen, wie sie mit ihren älte­ren Mit­glie­dern umgeht."

    [Aus einer 'Bertelsmann'-Studie]

  • oder

  • "Der Zustand einer Gesell­schaft
    wird als “unge­recht" bezeich­net, weil er einem bestimm­ten, vor­ge­faß­ten nor­ma­ti­ven Ide­al nicht entspricht."


    ["Gerecht und unge­recht"; Antho­ny de Jasay]
  •  

Ja was denn nun?
Ich nei­ge dazu, eine The­se fol­gen­den Inhalts aufzustellen:

"Der Zustand einer Gesell­schaft
zeigt sich in ihrem Umgang mit den Schwäch­sten in ihren Reihen."

Wie z.B. in einem Fall eines Asyl­be­wer­bers, der pro Woche(!) €1,91 'Taschen­geld' erhält. Es ist eine him­mel­schrei­en­de Schan­de wie hier­zu­lan­de mit man­chen Men­schen umge­gan­gen wird ....
"Sozia­le Marktwirtschaft"?
Nur noch auf dem Papier ....

bookmark_border"Come on, let me shoot ..!"


Kein Wun­der, daß die U.S.A. das ver­hin­dern woll­ten .... es zeigt das gene­rel­le Vor­ge­hen des U.S.-Militärs:
 


Erst schie­ßen, dann fragen!
 
oder, wie ich an ande­rer Stel­le als Kom­men­tar zu die­sem Video las:
 

Das kommt dabei raus,
wenn man Teenager
einer Gehirn­wä­sche unterzieht
und sie in den Krieg schickt. 

 

bookmark_borderNach 300 Tagen ....

Nach 300 Tagen wur­de kürz­lich ein 'altes Web­log' wie­der­be­lebt - nichts dazu­ge­lernt in der Zwi­schen­zeit, die Frau Buden­zau­be­rin, immer noch die­se unge­recht­fer­tig­te Über­heb­lich­keit, die aus einer völ­lig ver­schro­be­nen Sicht der Welt entsteht:

  • Alle Män­ner sind dumm, faul, trä­ge und sex­be­ses­sen ....
  • Feh­ler machen nur Ande­re, die Blog­schrei­be­rin ist unfehlbar .... 
  • Wenn die Blog­ge­rin etwas nicht ver­steht oder ver­ste­hen will ist es schlecht, unnütz oder min­de­stens abzulehnen ....
  • Für einen - aus ihrer Sicht "erfolg­rei­chen" Blog­ein­trag, eine gute "Quo­te" wird zur Not auch Pri­va­tes ins Inter­net gezerrt ....

Braucht es ein 'revi­val' eines sol­chen, von Pla­ti­tü­den und pau­scha­len Ver­ur­tei­lun­gen / Urtei­len nur so strot­zen­den Web­logs, geschrie­ben von einer in frü­he­rer Bezie­hung trau­ma­ti­sier­ten Pseu­do-Femi­ni­stin, die - offen­bar ohne For­tu­ne - als weib­li­cher 'Mario Barth' gese­hen wer­den will?
Platt - plat­ter - Budenzauber?

Nein!
Denn von der­glei­chen Web­logs gibt es sowie­so schon viel zu viele ....

*edit*
Und noch fol­gen­der Hinweis:
Ich bin nicht "jerry67" - ich schrei­be Kri­tik nicht 'anonym', son­dern ganz offen hin, hier, nir­gend­wo sonst .... 

bookmark_borderParallel-synchrone Verwirrung ....

Aus Anlaß eines Bei­tra­ges bei "two­day" hat­te ich den Begriff "Syn­chronizi­tät" als Über­schrift gewählt:
Damit woll­te ich aus­drücken, daß zwei unter­schied­li­che Pro­zes­se sich auf der glei­chen Zeit­ach­se gleich­sin­nig verändern ....

Soweit war das noch ganz ein­fach. Um aber sicher zu gehen dach­te ich:
Ein Blick in WIKIPEDIA kann nicht scha­den, mög­li­cher­wei­se soll­te ich lie­ber den Begriff "Par­al­lelität" wäh­len um das aus­zu­drücken, was ich sagen will.

Mit die­sem Gedan­ken ging es erst 'rich­tig' los - eine Lek­ti­on in Sachen "Was der nor­ma­le Mensch sich unter einem bestimm­ten Begriff vor­stellt ist bestimmt nicht das, was er bedeutet!"

Das paßt alles nicht so recht.
Soll­te der Wort­stamm "Par­al­lel~" viel­leicht doch pas­sen­der sein?

* Stun­den später:
.... "Par­al­le­li­tät" wäre wohl die ein­fa­che, weni­ger kom­ple­xe Über­schrift gewe­sen .... das stimmt zwar nicht so ganz, aber "Par­al­le­lis­mus" trifft es auch nicht so gut .... ich soll­te statt­des­sen "Par­al­le­le" schrei­ben .... oder doch besser ....


* [Bild­quel­le Uhr]

bookmark_borderEin "Peta-Byte" ....

- das ist sehr, sehr viel Speicherplatz* ....
Ich wuß­te noch nicht, daß es das über­haupt gibt.
Jetzt schon.

Wie­der 'mal 'per Zufall' bin ich auf eine Sei­te gera­ten die dar­über berich­tet wie im Hin­ter­grund arbei­ten­de 'back-up'-Speicher auf­ge­baut sind. Gesucht hat­te ich nach "cloud com­pu­ting", weil da letz­tens in U.S.A. grö­ße­re Daten­men­gen 'kaputt' gegan­gen sind und ich das etwas bes­ser ver­ste­hen wollte ....

Ehr­lich gesagt hat­te ich mir über das "Wie" sol­cher Spei­che­rung noch nie vie­le Gedan­ken gemacht. Es wird gespei­chert, dach­te ich, irgend­wie mit Fest­plat­ten, wahr­schein­lich recht vie­len davon .... und ich hat­te auch kei­ne Ahnung wie teu­er man­che "pro­fes­sio­nell" ange­bo­te­nen Spei­cher­sy­ste­me sind ....
Das hat sich sehr geän­dert seit ich im "Back­bla­ze Blog"** ein wenig gestö­bert habe - es ist in ver­ständ­li­chem Eng­lisch geschrie­ben, unter weit­ge­hen­dem Ver­zicht auf 'Com­pu­ter-Chi­ne­sisch' das sowie­so nie­mand ver­steht ....
 

Den­noch:
Es ist immer siche­rer eige­ne Daten auch selbst zu speichern!
Eine Fest­plat­te zur Siche­rung mit gro­ßem Spei­cher­vo­lu­men ist heu­te so preis­wert gewor­den, dass es nicht seher viel teu­rer ist als Daten irgend­wo auf der Welt bei "Frem­den" abzulegen.

______________________________________________


Ein PETA-Byte / 1015 Byte = 1.000.000.000.000.000 Byte
- zum Ver­gleich: Ein Giga-Byte / 109 Byte = 1.000.000.000 Byte

** 
The deve­lo­pers of Back­bla­ze [eine Soft­ware für back-ups, Anm.] post on this web­log about online back­up, kee­ping data safe and other rants about life.

*edit*
Für nur (US)$ 5,- / Monat kann man sei­ne Daten sichern, Men­ge unbe­grenzt! [Das sind beim der­zei­ti­gen $-Kurs ca. € 3.36]

*update*
Vor dem Hin­ter­grund der Ent­hül­lun­gen von Snow­den über die U.S.-Abhörpraktiken ist es wahr­schein­lich NICHT SINNVOLL Daten in den U.S.A. zu spei­chern / spei­chern zu lassen.

bookmark_borderAbziehbilder

Heu­te saß ich für mei­nen 'Mor­gen­kaf­fee' auf der Ter­ras­se und hör­te - neben dem Vogel­ge­zwit­sche­re - diver­se ande­re Geräu­sche, auch Kin­der­stim­men zwi­schen Rasen­mä­hern, Häm­mern und Kan­ten­trim­mern .... es ist schon erstaun­lich, wie man aus den Gesprä­chen zwi­schen Kin­dern und Erwach­se­nen (nicht den Eltern) die Grund­ein­stel­lun­gen und Ver­hal­tens­wei­sen 'her­aus­le­sen' kann - Kin­der sind da offen­sicht­lich wie Spie­gel oder, wie in der Titel­zei­le ange­deu­tet, Abziehbilder.

Die Bedeu­tung ver­schie­de­ner aner­zo­ge­ner Ver­hal­tens­nor­men wird offen­bar, wenn Kin­der beto­nen sie müß­ten heu­te noch 'viel arbei­ten, wie Papa', 'gut sau­ber machen, wie Mama', 'in den Gar­ten gehen, wie Opa' - um nur eini­ge Bei­spie­le zu nennen.

Da wird das Rol­len­ver­ständ­nis deut­lich, da wer­den Prio­ri­tä­ten ver­ständ­lich die in einem Haus­halt, einer Fami­lie gel­ten. "Kin­der­mund tut Wahr­heit kund!" - in der Tat.

*edit*
Gleich­zei­tig erkennt man aus den Ant­wor­ten von Erwach­se­nen auf die Kin­der­äu­ße­run­gen deren Ein­stel­lung zu bestimm­ten Sach­ver­hal­ten. Was mich immer wie­der erstaunt ist, daß im Gespräch mit Kin­dern ande­re Regeln für Offen­heit zu gel­ten schei­nen als im Gespräch mit Erwach­se­nen - Kin­dern gegen­über sind die mei­sten Men­schen aufgeschlossener ....

bookmark_borderGrundsätzlich bin ich ja ....

ein 'gesel­li­ger' Mensch und habe kei­ne Pro­ble­me mit ande­ren Men­schen in Kon­takt zu tre­ten. Ich stel­le aber zuneh­mend fest, daß es mir schwer fällt in Knei­pen zu sit­zen ohne dabei eine eigen­ar­ti­ge Unru­he zu bemer­ken. Es drängt mich die­sen Ort so bald als mög­lich wie­der zu ver­las­sen - mei­ne Frau umschreibt das als: "Du hast kein Sitzefleisch."

Stimmt. Am Sonn­abend wur­den mei­ne (dies­be­züg­li­che) Geduld und Durch­hal­te­ver­mö­gen wie­der auf eine har­te Pro­be gestellt - ich muß­te gut zwei­ein­halb Stun­den in einem soge­nann­ten (Mün­ster­schen) "Tra­di­ti­ons­lo­kal" aushalten .... 

Wenn man dege­stalt nerv­lich gefor­dert ist gibt es zwei Mög­lich­kei­ten der Reak­ti­on: Man wird 'bis­sig' und ver­gällt den Ande­ren in der Run­de die Zeit - oder man wird 'ein­sil­big' und ver­bringt die Zeit mit Beob­ach­tung der Umge­bung. Ich habe mich auf Letz­te­res verlegt ....

Da gab es wahr­haf­tig so man­chen blei­ben­den Eindruck:

  • Der Wirt in hün­di­scher Anbie­de­rung an eini­ge mit ent­spre­chen­der Aus­tat­tung ver­se­he­ne Verbindungsbrüder ....
  • Men­schen, die zu einer Jeans und offe­nem Hemd ein Sak­ko tru­gen, das wahr­schein­lich sehr teu­er gewe­sen ist aber ein unmög­li­ches Muster hat­te - 'mal abge­se­hen davon daß es mich graust Jeans & Sak­ko zusam­men (an einer Per­son getra­gen) zu sehen ....
  • Vor­trä­ge einer sehr geschmink­ten, nicht mehr ganz jun­gen, aber noch auf 'jung' gestyl­ten Dame Frau mit gut und ger­ne 20 Rin­gen an den etwas dick­li­chen Fin­gern dar­über, wie man mit 'ein­fa­chen Ange­stell­ten' sein eige­nes Ein­kom­men ver­viel­fa­chen könne ....
  • Ein mäke­li­ger Esser, dem die Kar­tof­feln zu sal­zig und die Salat­so­ße zu fett war - und das, obwohl auf dem Tel­ler 'domi­nie­rend' ein rie­si­ges gegrill­tes Eis­bein lag ....
  • Zwei - offen­sicht­lich - aus­wär­ti­ge Besu­cher, die sich einen Mono­log eines - wahr­schein­lich - Ein­hei­mi­schen dar­über anhö­ren muß­ten, war­um die­ser 'Kla­re' (den er trank) das NONPLUSULTRA unter den Kla­ren sei und man das "ande­re Gesöff das sich 'Kla­rer' nennt" gern weg­schüt­ten könne ....

und so weiter.

Sowas mag ich mir nicht häu­fi­ger antun.
Da trin­ke ich lie­ber zu Hau­se in aller Ruhe mei­nen Kaffee ....

bookmark_borderKaffee

Als "Viel­trin­ker" bin ich ja stän­dig auf der Suche nach der 'besten Sor­te' - und natür­lich soll der Preis in einem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zur Qua­li­tät des Pro­duk­tes stehen. 

Das Kaf­fee­ko­chen - ich den­ke da an vie­le Beob­ach­tun­gen die ich als Kind im Hau­se mei­ner Groß­mutter mach­te - war ein Ritu­al. Kaf­fee war bis in die 60'er Jah­re ein Luxus. Es gab auch kei­nen fer­tig gemah­le­nen Kaffee.
   
Bei Oma wur­de die Kaf­fee­müh­le zwi­schen die Knie geklemmt und ein Täß­chen Boh­nen ein­ge­füllt - dann wur­de gut fünf Minu­ten von Hand gemahlen ....
Das Kaf­fee­pul­ver sam­mel­te sich in einer klei­nen Schub­la­de unter­halb des Mahl­werks, wur­de dann vor­sich­tig - um nichts zu ver­schüt­ten - in die Kaf­fee­kan­ne gefüllt.
   
In eine rich­ti­ge Por­zel­lan­kan­ne, mit lan­gem Aus­guß und pas­sen­dem Deckel, sowas ist heu­te eine Sel­ten­heit. Dar­auf gab man kochend­hei­ßes Was­ser und war­te­te eine Wei­le, damit die Aro­ma­stof­fe aus dem Kaf­fee­pul­ver gelöst wer­den konn­ten. Schließ­lich wur­de der Kaf­fee - nach gutem Umrüh­ren des Kan­nen­in­hal­tes - durch ein Sieb in die Tas­sen gefüllt. Ich erin­ne­re mich noch gut an das Aro­ma, das so sehr schnell den Raum erfüll­te. Mög­lich, daß genau die­ses Erleb­nis mich so nach­hal­tig zum Kaf­fee­trin­ker 'geprägt' hat.

   
Nach einer Peri­ode des Auf­schwungs für Por­zel­lan-Kaf­fee­fil­ter mit Fil­ter­tü­ten kam dann der 'Sie­ges­zug' der Kaf­fema­schi­nen - die mach­ten all das, was frü­her in Ein­zel­schrit­ten erle­digt wer­den muß­te 'auto­ma­tisch':
   
Kaf­fee in die Fil­ter­tü­te, Fach schlie­ßen, Was­ser in die Maschi­ne fül­len, anschal­ten und war­ten, bis die meist glä­ser­ne Kan­ne gefüllt war. Vor­bei das Kaf­fee-Ritu­al. Ein deut­li­cher Ver­lust der Wert­schät­zung eines mit Lie­be gebrau­ten Kaf­fees, ein wei­te­rer Ver­lust an 'Lebens­qua­li­tät'.

Über die Unsit­te "Pul­ver­kaf­fee" zu brü­hen wer­de ich hier nur soviel sagen:
Es ist ein Sakri­leg! Schnell, schnel­ler am schnell­sten! So etwas ist beim Kaf­feegenuß unan­ge­mes­sen .... und das Gebräu, das da her­aus­kommt ver­dient den Namen "Kaf­fee" nicht!

Als die ersten Kaf­fee­au­to­ma­ten auf den Markt kamen und deren Prei­se sich noch in für 'Pri­vat­leu­te' uner­schwing­li­chen Höhen beweg­ten war es außer­or­dent­lich müh­sam unge­mah­le­nen Kaf­fee für die­se Maschi­nen zu fin­den: Kei­ner der gro­ßen Namen im Kaf­fee­markt bot etwas ande­res als gemah­le­nen, vaku­um­ver­pack­ten Kaf­fee an.

Das hat sich in den letz­ten Jah­ren ver­än­dert. Immer mehr Fir­men ver­kau­fen unge­mah­le­nen Kaf­fee - doch häu­fig noch mit sehr schlech­ter Qua­li­tät! Viel­fach wer­den ein­fach nur die her­kömm­li­chen Sor­ten mit sehr schwa­cher Röstung als Boh­nen statt Pul­ver ver­kauft - die aber zu unver­hält­nis­mä­ßig höhe­ren Prei­sen als der gemah­le­ne Kaf­fee, das 'riecht' ver­däch­tig nach "Abzocke":
Wenn ver­schie­de­ne Ver­ar­bei­tungs­schrit­te - nach dem Rösten - weg­fal­len, wie das z.B. das Mah­len des Kaf­fees, so soll­te doch der Ver­brau­cher­preis nied­ri­ger sein als der für das gemah­le­ne Pro­dukt. Das Gegen­teil ist der Fall. Die unge­mah­le­nen Sor­ten sind meist 30 bis 50% teu­rer als gemah­le­ne Kaffees.

Nach einer Zeit der 'Absti­nenz' (= Nicht-Prä­senz) der gro­ßen Röster ent­deckt man immer öfter auch bei ihnen Ange­bo­te (unge­mah­le­ne Boh­nen) für den Kaf­fee­au­to­ma­ten - und das zuneh­mend zu ange­mes­se­ne­ren Prei­sen. Ob da ein Umden­ken stattfindet?

   
Eines jedoch ist sicher:
Ein stark gerö­ste­ter, von Hand gemah­le­ner, mit kochen­dem Was­ser gebrüh­ter (besten­falls in einer Espres­so­ma­schi­ne süd­eu­ro­päi­scher Art berei­te­ter) Kaf­fee ist immer noch das Beste was dem Kaf­fee­ge­nie­ßer pas­sie­ren kann ....

Ich geh' jetzt erst 'mal einen Kaf­fee trinken.



Bildquellen

bookmark_border"Seniorität"

Das Wort höre ich immer häu­fi­ger:  

"Eine gewis­se Senio­ri­tät kann durch­aus nütz­lich sein!"
"Senio­ri­tät bedeu­tet Erfah­rung - und das ist immer von Vorteil!"
"Men­schen mit Senio­ri­tät gehen Din­ge ruhi­ger an!"  

Es ist aber ein gro­bes Miß­ver­hält­nis zwi­schen tat­säch­li­chem Wil­len 'Senio­ren' zu beschäf­ti­gen und den vor­an­ge­stell­ten Aus­sa­gen vor­han­den. Wie mag das zusammenpassen?

Mei­ne Beur­tei­lung ist unge­fähr diese:
Wenn 'Senio­ren' nicht nur Facherfah­rung in ihrem jewei­li­gen Arbeits­ge­biet haben, son­dern auch anson­sten 'fit' geblie­ben sind - z.B. einen Com­pu­ter ohne frem­de Hil­fe nicht nur an- und aus­schal­ten, son­dern auch für mehr als nur Schreib­ar­bei­ten/e-mail/­Power­Point zu nut­zen in der Lage sind, dann könn­te "Senio­ri­tät" ein Vor­teil sein ....

Weil aber gut 80% der über 55-jäh­ri­gen 'nix mit Com­pu­ter' zu tun haben wol­len und zudem über­wie­gend auch ganz zufrie­den mit einem (Vor-) Ruhe­stand sind, ist es natür­lich schwer für inter­es­sier­te Arbeit­ge­ber die 'Spreu' vom 'Wei­zen' zu tren­nen .... und da beißt sich die Kat­ze in den Schwanz*:
Wird die Suche nach geeig­ne­ten 'Senio­ren' zu müh­sam behilft man sich halt mit den durch­aus vor­han­de­nen jün­ge­ren Kräf­ten und läßt das Kri­te­ri­um "Senio­ri­tät" fallen ....
 
Natür­lich liegt es auch an der Defi­ni­ti­on von "Senio­ri­tät" - da sind näm­lich sehr unter­schied­li­che Akzen­te mög­lich. WIKIPEDIA ver­läßt uns hier, denn dort wird der Begriff ledig­lich in Hin­blick auf die Beam­ten­be­sol­dung erläu­tert .... bes­ser ist die Defi­ni­ti­on bei "Cope" (cope­net): Da aller­dings wird fest­ge­tellt, daß das Lebens­al­ter unbe­deu­tend sei - und ich wage es dem zu wider­spre­chen. Grund­sätz­lich näm­lich fin­det man die 'Eigen­schaf­ten' erfah­rungs­be­dingt eher bei Älte­ren. Das schließt aber nicht aus, der­glei­chen manch­mal auch bei Jün­ge­ren zu beobachten.


* Da beißt sich die Kat­ze in den Schwanz
Mit der Redens­art wird aus­ge­sagt, dass etwas eine Art Teu­fels­kreis ist, in dem sich Ursa­che und Wir­kung wech­sel­sei­tig bedin­gen: Wenn wir Geld für die Anschaf­fun­gen von der Bank haben wol­len, müs­sen wir erst nach­wei­sen, dass wir Sicher­hei­ten haben. Die Ame­ri­ka­ner nen­nen es "catch22"
 

 
[ (cope­net) / cope-Zitat(-e) früher:
|toter Link! http://www.copenet.de/infoservice/archiv/200501.html;
|toter Link! http://www.copenet.de/tippsundtricks/infoservice/archiv/200501.php]

bookmark_border"baloney detection"

Zehn Fra­gen kön­nen dabei hel­fen zwi­schen Wis­sen­schaft und Hum­bug* zu unterscheiden:

  1. How relia­ble is the source?
    Wie ver­läß­lich ist die Quelle?

  2. Does the source make simi­lar claims?
    Macht die Quel­le ähn­li­che Annahmen?

  3. Have the claims been veri­fi­ed by someone else?
    Wur­den die Anah­men von unab­hän­gi­gen Drit­ten bestätigt?

  4. Does this fit with the way the world works?
    Ist das, was behaup­tet wird, nach aller (Lebens-) Erfah­rung wahrscheinlich?

  5. Has anyo­ne tried to dis­pro­ve the claims?
    Wur­de schon ver­sucht die Annah­me zu widerlegen?

  6. Whe­re does the prepon­derance of the evi­dence point to?
    In wel­che Rich­tung deu­tet der über­wie­gen­de Teil der Beweise?

  7. Is the clai­mant lay­ing by the rules of sci­ence?
    Hält sich der Behaup­ten­de an die Regeln der Wissenschaft?

  8. Is the clai­mant pro­vi­ding posi­ti­ve evi­dence?
    Kann der Behaup­ten­de selbst posi­ti­ve Bewei­se erbringen?

  9. Does the new theo­ry account for (at least) as many as the old theo­ry?
    Schließt die neue Theo­rie min­de­stens sovie­le Ein­zel­hei­ten (bewei­send) ein wie die vorherige?

  10. Are per­so­nal beliefs dri­ving the cla­im?
    Gibt es Zei­chen dafür, daß per­sön­li­che Über­zeu­gun­gen die Trieb­fe­der der Behaup­tun­gen sind?

* Hum­bug (Unsinn) = Pseu­do-Wis­sen­schaft, Eso­the­rik, Annah­men, Wunschdenken ....

Hier noch das Video mit wei­ter­füh­ren­den Erläu­te­run­gen:




[via Astro­dic­ti­cum Sim­plex | Quel­le]
 

bookmark_borderAch, das wundert mich aber ..?!

".. "Unse­re Unter­su­chung zeigt, dass wir es heu­te nicht nur mit einer zuneh­men­den Poli­tik­ver­dros­sen­heit zu tun haben, son­dern auch mit einer Jour­na­lis­mus­ver­dros­sen­heit. Die For­schungs­er­geb­nis­se bestä­ti­gen ein­deu­tig eine Abnah­me des öffent­li­chen Ver­trau­ens in den Jour­na­lis­mus", erklärt Wolf­gang Dons­bach, Pro­fes­sor am Insti­tut für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den und Lei­ter der Stu­die. Die­ses Ver­trau­en sei aber in einer Demo­kra­tie not­wen­dig, damit die ver­schie­de­nen Tei­le einer Gesell­schaft trotz viel­fäl­ti­ger eige­ner Inter­es­sen mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren könn­ten .. Eine deut­li­che Mehr­heit der Befrag­ten beschreibt Jour­na­li­sten als käuf­lich. Rund zwei Drit­tel glau­ben, dass bezahl­te Recher­chen häu­fig vor­kom­men oder dass die Inter­es­sen von Anzei­gen­kun­den auch in der redak­tio­nel­len Bericht­erstat­tung berück­sich­tig wer­den .. Unter den 18- bis 24-Jäh­ri­gen ver­steht jeder Zwei­te Blog­ging als Journalismus .."
[Zitat]
 
Mehr zum The­ma "Jour­na­lis­mus":