bookmark_borderSammelsurium VIII

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Neusprech

" .. ent­hält viel Gutes aus der Natur .. " *

Yep! Wer will da schon wis­sen was denn "das Gute" ist, des­we­gen gibt es dafür auch kei­ne Erklä­rung. Außer­dem spricht der Preis für sich: Was "viel Gutes aus der Natur" ent­hält ist natür­lich ein wenig teu­rer als das, was nicht aus der Natur stammt. Hmmmm .... nicht aus der Natur? Soll­te nicht ALLES was wir essen aus der Natur stammen?

Wenn gar­nichts zur (ver­meint­li­chen) Wir­kung gesagt wer­den kann hilft es ver­schwur­belt zu for­mu­lie­ren und mit ein wenig 'Glau­be' zu vermischen:
" ..Schon die Esser zu Zei­ten Jesu kann­ten die Vital­kraft von Getrei­de­grä­sern .. Chlo­ro­phyll, Vit­ami­ne und Pro­te­ine stecken im Ger­sten­gras in einer beson­de­ren Fül­le und gün­sti­gen Zusam­men­set­zun­gen drin. In den Blät­tern wird die Ener­gie aus der Son­ne und dem Boden in Vital­stof­fe umge­wan­delt, die der mensch­li­che Kör­per opti­mal ver­wer­ten kann.. "
[Zitiert aus Ger­sten­gras­saft.]

* Bei­spie­le (Aus­wahl):
Ede­ka; ALPRO; Bio-Waren.

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Resource degradation

[Res­sour­cen­ab­bau]

"..Resour­ce degra­da­ti­on is now under­s­tood to be com­mon in major civilizations.."

Na pri­ma! Dann brau­chen wir uns ja kei­ne Sor­gen mehr zu machen, nach­dem die Maja aus­ge­stor­ben sind blie­ben in Zen­tral- und Mit­tel­ame­ri­ka noch ein paar Men­schen übrig. Das läßt hof­fen - denn ändern wird sich nichts: Zwei Drit­tel der Bevöl­ke­rung fin­den lt. Umfra­ge die christ­de­mo­kra­tisch geführ­te Koali­ti­on gut. Wie kann ich da zweifeln? 

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Krebsforschung

" .. Das Deut­sche Krebs­for­schungs­zen­trum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern die größ­te bio­me­di­zi­ni­sche For­schungs­ein­rich­tung in Deutsch­land. Über 1000 Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler erfor­schen im DKFZ, wie Krebs ent­steht, erfas­sen Krebs­ri­si­ko­fak­to­ren und suchen nach neu­en Stra­te­gien, die ver­hin­dern, dass Men­schen an Krebs erkranken ..
Total bud­get: EUR 226 mil­li­on (2014) from basic fun­ding, pro­ject fun­ding and own revenues .. "

Da soll­te man doch erwar­ten, dass nach 50 Jah­ren Krebs­for­schung etwas mehr her­aus­springt als solch eine Ansamm­lung von All­ge­mein­plät­zen - dass näm­lich Riso­ko­ver­mei­dung das Leben ver­län­gert ist ein sol­cher 'All­ge­mein­platz', frü­her sprach man auch von "Bin­sen­weis­heit". Recht wenig Ergeb­nis für ein Jah­res­bud­get von 226 Millionen ....

Oder habe ich etwa nicht mit­be­kom­men, dass es längst einen "Durch­bruch" in Sachen Krebs­be­kämp­fung gibt?

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Abwärts
Kein Wirt­schafts­wachs­tum mehr in der Euro-Zone

Es gibt ja immer etwas, was noch auf­taucht nach­dem so ein Bei­trag schon fer­tig ist - so wie die­ses The­ma: Ende des Wachstums.
Die Frau Kanz­le­rin hat ja frü­her stets betont:
"Der Auf­schwung kommt bei den Men­schen an"
- damit scheint es jetzt vor­bei zu sein.
Wenig­stens wenn man ihren Gesichts­aus­druck interpretiert. 

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bookmark_borderDie Weltbevölkerung steigt
und die vorhandenen Resourcen schwinden ....
*ÜBERSETZUNG*

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Glo­bal Popu­la­ti­on & Glo­bal Resour­ces Rapid­ly Moving in Oppo­sing Directions
[http://independentreport.blogspot.com.es/2014/05/global-population-global-resources.html]

1

Weltweite Population & globale Resourcen bewegen sich rasant auseinander

 
Das Wachs­tum der Welt­be­völ­ke­rung im letz­ten Jahr­hun­dert ist nichts weni­ger als außer­ge­wöhn­lich. Expo­nen­ti­el­les Wachs­tum der Mensch­heit stellt eine gro­ße Her­aus­for­de­rung und Schwie­rig­keit in den kom­men­den Jahr­zehn­ten dar.

1900 betrug die Welt­be­völ­ke­rung geschätzt 1,564 Mil­li­ar­den. Seit Juli 2013 hat die Welt­be­völ­ke­rung schät­zungs­wei­se 7,152 Mrd. erreicht (United Sta­tes Cen­sus Bureau).

Bemer­kens­wert ist, dass sich die Welt­be­völ­ke­rung im 20. Jahr­hun­dert ver­vier­facht hat.

Das Bevöl­ke­rungs­wachs­tum im Westen wur­de schnel­ler nach der Ein­füh­rung der obli­ga­to­ri­schen Imp­fun­gen und Ver­bes­se­run­gen in Medi­zin und Hygiene.

Aller­dings wur­de das glo­ba­le Bevöl­ke­rungs­wachs­tum weit­ge­hend durch die erhöh­te Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on ange­trie­ben (die wie­der­um wur­de durch fos­si­le Brenn­stof­fe wie aus Erd­gas abge­lei­te­ten Dün­ge­mit­teln, Pesti­zi­den auf Ölba­sis und durch Koh­len­was­ser­stoff­ver­bin­dun­gen betrie­be­ner Bewäs­se­rung ermög­licht wur­de) und erlaub­te die­se mas­si­ve Expansion.

Feh­len aus­rei­chend Roh­öl und ölba­sier­te Dün­ge­mit­tel, dann kann die­ser Bevöl­ke­rungs­boom sich nicht fort­ge­set­zen. Dar­über hin­aus wer­den zusätz­li­che Mil­li­ar­den von Men­schen erheb­lich grö­ße­re Men­gen an Res­sour­cen brau­chen, von denen vie­le nicht erneu­er­bar und damit nicht nach­hal­tig zu nut­zen sind.

Die UN sagt ein ste­tig sin­ken­des Bevöl­ke­rungs­wachs­tum in der nahen Zukunft vor­aus. Aller­dings wird die Welt­be­völ­ke­rung vor­aus­sicht­lich bis zum Jahr 2050 den­noch eine Grö­ße zwi­schen 8,3 und 10,9 Mil­li­ar­den zu erreichen.

Doch eini­ge Ana­ly­sten stel­len die Mög­lich­keit wei­te­ren Wachs­tum der Welt­be­völ­ke­rung in Fra­ge, ins­be­son­de­re wegen des wach­sen­den Druckes auf Umwelt, glo­ba­le Nah­rungs­mit­tel­ver­sor­gung und Energie-Ressourcen.

Zum Bei­spiel warnt Pro­fes­sor John Bed­ding­ton, wis­sen­schaft­li­cher Chef­be­ra­ter der bri­ti­schen Regie­rung, davor, dass bis zum Jahr 2030 die Welt 50% mehr Ener­gie, Nah­rung und Was­ser brau­chen wird. Nach einem Bericht der Ernäh­rungs-und Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sa­ti­on der Ver­ein­ten Natio­nen (FAO) von 2009 müß­te die Welt bis zu 70% mehr Nah­rungs­mit­tel pro­du­zie­ren, um bis zum Jahr 2050 3,8 Mil­li­ar­den zusätz­li­che Men­schen zu ernähren.

Aller­dings wer­den die höhe­ren Ölprei­se, der Ver­lust von Acker­land, und die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels unwei­ger­lich die Getrei­de-und Nah­rungs­mit­tel­prei­se in die Höhe trei­ben, viel­leicht außer­halb der Reich­wei­te von Mil­li­ar­den der Ärm­sten der Welt.

Rund um die Welt wer­den die Fisch­be­stän­de durch Über­fi­schung dezi­miert. Dies ist durch­aus pro­ble­ma­tisch, da so vie­le Men­schen dar­auf ange­wie­sen, Lebens­mit­tel aus den Ozea­nen zu bezie­hen. Der­zeit lebt etwa 40% der Welt­be­völ­ke­rung im Bereich bis zu 100 km von der Küste, und Mee­res­früch­te ist der größ­te Anteil ihrer Nahrung.

Laut World Wild­life Fund (WWF) ist die glo­ba­le Fische­rei­flot­te ist 2-3 mal grö­ßer als das, was die Mee­re nach­hal­tig her­vor­brin­gen können.

Als Ergeb­nis, sagt WWF, wer­den 53% der Fisch­be­stän­de der Welt voll abge­schöpft, 32% sind über­fischt, völ­lig erschöpft oder erho­len sich gera­de von einer Erschöp­fung. Dar­über hin­aus sind die mei­sten der Top-Ten der Mee­res­fi­sche, die rund 30% der gesam­ten Fische­rei­pro­duk­ti­ons­men­ge aus­ma­chen, voll­stän­dig aus­ge­beu­tet oder überfischt.

Die Bestän­de aller der­zeit als Lebens­mit­tel gefan­ge­nen Arten wer­den, lt. WWF, um 2048 zusam­men­bre­chen, wenn an der augen­blick­li­chen Situa­ti­on nichts geän­dert wird.

Das ist wirk­lich schlech­tes Timing für die Mensch­heit, da die Welt­be­völ­ke­rung vor­aus­sicht­lich bis Mit­te des Jahr­hun­derts mit 10,9 Mil­li­ar­den Men­schen ihren Höhe­punkt errei­chen wird. Offen­bar müs­sen wir Mee­res­früch­te in Zukunft von den Menüs strei­chen. Das wird die Ernäh­rung all die­ser zusätz­li­chen Mil­li­ar­den von Men­schen wirk­lich erschwe­ren, wenn nicht unmög­lich machen.

Wir müs­sen unse­re Anbau­me­tho­den neu zu bewer­ten, und begin­nen Din­ge weit­aus effi­zi­en­ter und nach­hal­tig­erzu gestal­ten um ein Mas­sen­ster­ben zu ver­mei­den. Die wich­tig­ste Fra­ge für die Zukunft wird Was­ser sein. Rund um den Glo­bus sind die Bevöl­ke­rungs­zah­len ange­stie­gen, unser Was­ser­ver­brauch expo­nen­ti­ell gewachsen.

Als Ergeb­nis sind unse­re Grund­was­ser­re­ser­ve­ge­bie­te mit einer alar­mie­ren­den Geschwin­dig­keit ent­leert wor­den. Zum Bei­spiel die Ogal­la­la Grund­was­ser, die 30 Pro­zent des Bewäs­se­rungs­be­darfs der Ver­ei­nig­ten Staa­ten umfasst, könn­te bis zum Jahr 2060 über­wie­gend auf­ge­braucht sein wenn die aktu­el­len Trends anhalten.

Einer der welt­weit füh­ren­den Res­sour­cen-Ana­ly­sten, Lester Brown, hat davor gewarnt, dass 18 Län­der - die die Hälf­te der Welt­be­völ­ke­rung aus­ma­chen - zur Zeit ihre unter­ir­di­schen Was­ser­re­ser­ven bis zu dem Punkt aus­pum­pen, der nicht wie­der auf­ge­füllt wird, und wo als Fol­ge die Erträ­ge (Ent­nah­me­men­gen) jedes Jahr immer klei­ner wer­den. Dies ist, was als "Peak­Wa­ter" bezeich­net wird.

Offen­sicht­lich ist die Art, wie wir heu­te fri­sches Was­ser ver­wen­den unhalt­bar. Die Rea­li­tä­ten des glo­ba­len Bevöl­ke­rungs­wachs­tums und der Was­ser­vor­rä­te kollidieren.

Fast die Hälf­te aller in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ver­wen­de­ten Was­sers wird für die Auf­zucht von Tie­ren als Lebens­mit­tel verwendet.

Mehr als 2.400 Gal­lo­nen (ca. 9.085 Liter) Was­ser wer­den benö­tigt, um ein Pfund Fleisch zu pro­du­zie­ren. Ein Pfund Wei­zen ver­braucht dage­gen nur 25 Gal­lo­nen (ca. 95 Liter).

Wäh­rend die Erde 57 Mil­lio­nen Qua­drat-Mei­len Land­flä­che (147.629.321.731 km²) hat, gibt es nur 12 Mil­lio­nen Qua­drat-Mei­len (31.079.857.206 km²) Acker­land (land­wirt­schaft­li­che Flä­chen). Dies sind nur 21 Pro­zent der gesam­ten Land­flä­che der Erde, eine Zahl, die bei Jeder­mann ernst­haf­te Beden­ken erzeu­gen sollte.

Auf­grund von Ero­si­on schwin­det die­se Zahl. In der Tat geht pro Jahr Acker­land in alar­mie­ren­der Geschwin­dig­keit ver­lo­ren: Über 38.610 Qua­drat-Mei­len (100.000 km²).

Dies deu­tet auf eine Bevöl­ke­rung, die immer mehr an wert­vol­len Res­sour­cen- in eini­gen Fäl­len nicht erneu­er­ba­ren Res­sour­cen - in einer ste­tig wach­sen­den Men­ge ver­braucht, um den Bedürf­nis­sen einer wach­sen­den Welt­be­völ­ke­rung gerecht zu werden.

Wir Men­schen brau­chen jetzt das Äqui­va­lent von 1,5 Pla­ne­ten, um uns zu erhal­ten, und von den 2030er Jah­ren wird es zu einem Äqui­va­lent von zwei Pla­ne­ten gestie­gen sein. Das Pro­blem ist natür­lich, dass wir nur einen Pla­ne­ten zur Ver­fügng haben.

Nach dem zuvor refe­ren­zier­ten Bericht aus 2009 der Ernäh­rungs-und Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sa­ti­on der Ver­ein­ten Natio­nen (FAO) wird die Welt 70% mehr Nah­rungs­mit­tel zu pro­du­zie­ren haben, um bis zum Jahr 2050 alle zu ernäh­ren. Was vor­aus­sicht­lich zusätz­li­che 2-3 Mrd. Men­schen sein werden.

Ein füh­ren­der austra­li­scher Wis­sen­schaft­ler sagt zu unser aller Ent­set­zen vor­aus, die Welt müs­se in den näch­sten 50 Jah­ren mehr Lebens­mit­tel pro­du­zie­ren als wir in den Tau­sen­den von Jah­ren seit Beginn der Zivi­li­sa­ti­on pro­du­zier­ten. Das ist eine erschrecken­de Aussicht.

Wie könn­te das über­haupt erreicht wer­den? Ein sol­ches Ziel klingt abso­lut fantastisch.

In die­sem Jahr­hun­dert wer­den wir schließ­lich an die Gren­zen der Res­sour­cen­ex­trak­ti­on sto­ßen. In Zukunft wird das Leben, das wir immer für selbst­ver­ständ­lich gehal­ten haben, letzt­lich durch Res­sour­cen­er­schöp­fung begrenzt werden.

Lei­der ist unse­re gesam­te Lebens­wei­se offen­bar nicht nach­hal­tig. Laut "Glo­bal Foot­print Net­work" ver­brau­chen wir Men­schen nun die natür­li­chen Res­sour­cen der Erde für ein gan­zes Jahr in weni­ger als drei Vier­teln eines Jahres.

Im Jahr 2013 hat die Mensch­heit in weni­ger als neun Mona­ten so viel von der Natur ver­braucht wie die Erde nur in einem Jahr rege­ne­rie­ren kann.

Wie es das Herb-Stein-Gesetz mit ele­gan­ter Schlicht­heit ausdrückt:
"Wenn etwas nicht ewig so wei­ter­ge­hen kann wird es aufhören."

"Earth Over­shoot Day" ist der Tag des Jah­res an dem die Men­schen die Vor­rä­te an Land, Bäu­men und Fischen abge­schöpft haben und an dem die Jah­res­ka­pa­zi­tät des Pla­ne­ten Abfall­pro­duk­te (wie z.B. Koh­len­di­oxid) zu absor­bie­ren über­schrit­ten ist.

Die­sen "öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck" berech­net man aus der Fähig­keit des Pla­ne­ten Res­sour­cen wie­der auf­zu­fül­len und Abfall zu absor­bie­ren. Dies wird im Ver­gleich zum Ver­brauch glo­ba­ler Roh­stof­fe durch die Men­schen berechnet.

"Earth Over­shoot Day" kam im Jahr 2013 ein paar Tage frü­her als im Jahr 2012. Es war Teil eines beun­ru­hi­gen­den und fort­lau­fen­den Musters - eines Musters, das ein­fach nicht nach­hal­tig ist.

Das Glo­bal Foot­print Net­work sag­te, dass im Jahr 1961 nur rund zwei Drit­tel der zur Ver­fü­gung ste­hen­den natür­li­chen Res­sour­cen auf der Erde von der Mensch­heit ver­wen­det wur­de, aber schon in den 1970er Jah­ren erhöh­te Koh­len­di­oxid-Emis­sio­nen und all­ge­mei­ner Ver­brauch das, was der Pla­net lei­sten konn­te, zu überholen.

Der Bericht bekräf­tigt was For­scher und Wis­sen­schaft­ler zuvor gesagt hat­ten: Men­schen brau­chen jetzt das Äqui­va­lent von 1,5 Pla­ne­ten, um sich zu erhal­ten, und von der Mit­te des Jahr­hun­derts wird es auf zwei Pla­ne­ten gestie­gen sein.

Also, was bedeu­tet das für die Mensch­heit? Die Aus­sich­ten sind beängstigend.

Laut einer neu­en Gemein­schafts-Stu­die, unter Ver­wen­dung von For­schun­gen der NASA, könn­te die Gesell­schaft in nur weni­gen Jahr­zehn­ten zusammenbrechen.

Der Bericht listet fünf Risi­ko­fak­to­ren für gesell­schaft­li­chen Zusam­men­bruch auf:
Bevölkerung,
Klima,
Wasser,
Land­wirt­schaft und
Energie.
Die Kon­ver­genz von Nah­rungs-, Was­ser- und Ener­gie­kri­se könn­te einen "per­fek­ten Sturm" wäh­rend der Lebens­zeit von vie­len von uns die der­zeit leben hervorrufen.

Die Stu­die sagt, dass alle gesell­schaft­li­chen Zusam­men­brü­che in den letz­ten 5.000 Jah­ren zwei­er­lei bewirk­ten: "Streckung der Res­sour­cen auf­grund der Über­la­stung der öko­lo­gi­schen Trag­fä­hig­keit" und "Wirt­schafts­schich­tung der Gesell­schaft in Éli­te [reich] und Mas­sen (oder "All­ge­mein­heit") [arm]."

Letz­te­res ist ein The­ma, das ich hier und jetzt nicht anspre­chen will, aber ich habe es frü­her schon abge­deckt, als ich über Ungleich­heit und das Ver­schwin­den der ame­ri­ka­ni­schen Mit­tel­schicht vie­le Male berich­tet habe.

Wäh­rend eini­ge sicher­lich geneigt sind zu glau­ben, dass die Tech­no­lo­gie uns letzt­lich ret­ten wird, ver­neint der Bericht die­se Möglichkeit.

"Der tech­no­lo­gi­sche Wan­del kann die Effi­zi­enz der Res­sour­cen­nut­zung erhö­hen, aber führt auch dazu, sowohl den Pro-Kopf-Res­sour­cen­ver­brauch und das Aus­maß der Res­sour­cen­ge­win­nung zu erhö­hen, so dass die­se Effek­te, unter Ver­nach­läs­si­gung von Regle­men­tie­run­gen, Ver­brauchs­stei­ge­run­gen als Aus­gleich für die erhöh­te Effi­zi­enz der Res­sour­cen­nut­zung bewirken."

Dies sind beäng­sti­gen­de Per­spek­ti­ven. Folg­lich sind sie schwie­ri­ge Dis­kus­si­ons­the­men für vie­le von uns, und noch schwie­ri­ger zu akzep­tie­ren. Aber sie ein­fach zu igno­rie­ren schafft nicht sie nicht aus dem Weg. Mas­si­ve, histo­ri­sche, und bei­spiel­lo­se Ver­än­de­run­gen sind bereits in Gang.

Wir müs­sen uns anpas­sen - und wir müs­sen es schnell tun. Die Welt­be­völ­ke­rung und unse­re glo­ba­len Res­sour­cen bewe­gen sich rasant in ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tun­gen. Dies wird in Ver­zweif­lung und nicht wie­der gut zu machen­den Ergeb­nis­sen für Mil­li­ar­den von Men­schen auf der gan­zen Welt enden.

Der Weg, den wir ein­ge­schla­gen haben ist von Natur aus nicht nach­hal­tig. Die Welt muss sofort ihre Anstren­gun­gen auf die Erhal­tung und Effi­zi­enz zu kon­zen­trie­ren, mit beson­de­rem Schwer­punkt auf Erneu­er­bar­keit. Und natür­lich gibt es noch den Kom­plex rund um eine Geburtenkontrolle.

The time is now. This won't wait.
[Die Zeit ist reif. Dies wird nicht warten.]

 Über­set­zung by wvs
Weil ich das The­ma für sehr drin­gend und bedeut­sam hal­te habe ich mir die Mühe gemacht den Text ind Deut­sche zu über­tra­gen um ihn auch für Jene 'les­bar' zu machen, die die eng­li­sche Spra­che nicht oder nicht so gut beherrschen.
Im eng­li­schen Ori­gi­nal sind noch eini­ge Links vor­han­den auf die ich hier ver­zich­te­te habe, die ich aber denen ans Herz lege, die eng­li­schen Text lesen können. 

bookmark_border"ROUNDUP" [Glyphosat; Monsanto]

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Glyphosate (Roundup) and Kidney Disease

A heret­ofo­re inex­pli­ca­ble fatal, chro­nic kid­ney dise­a­se that has affec­ted poor far­ming regi­ons around the glo­be may be lin­ked to the use of bio­che­mical giant Monsanto's Roun­dup her­bici­de in are­as with hard water, a new stu­dy has found.

The new stu­dy was published in the Inter­na­tio­nal Jour­nal of Envi­ron­men­tal Rese­arch and Public Health.

Rese­ar­chers sug­gest that Roun­dup, or gly­pho­sa­te, beco­mes high­ly toxic to the kid­ney once mixed with"hard" water or metals like arse­nic and cad­mi­um that often exist natu­ral­ly in the soil or are added via fer­ti­li­zer. Hard water con­ta­ins metals like cal­ci­um, magne­si­um, stron­ti­um, and iron, among others.
On its own, gly­pho­sa­te is toxic, but not detri­men­tal enough to era­di­ca­te kid­ney tissue.

The gly­pho­sa­te mole­cu­le was paten­ted as a her­bici­de by Monsan­to in the ear­ly 1970s. The com­pa­ny soon brought gly­pho­sa­te to mar­ket under the name "Roun­dup," which is now the most com­mon­ly used her­bici­de in the world.

The hypo­the­sis helps explain a glo­bal rash of the myste­rious, fatal Chro­nic Kid­ney Dise­a­se of Unknown etio­lo­gy (CKDu) that has been found in rice pad­dy regi­ons of nor­t­hern Sri Lan­ka, for exam­p­le, or in El Sal­va­dor, whe­re CKDu is the second lea­ding cau­se of death among males.

For the rest of the artic­le, see:
http://rt.com/news/monsanto-roundup-kidney-disease-921/

What's the con­nec­tion to human popu­la­ti­on num­bers? Well, the use of her­bici­des is quite rele­vant to the need to pro­du­ce enough food for the world's gro­wing popu­la­ti­on. Some her­bici­des may be com­ple­te­ly inap­pro­pria­te for use any­whe­re near human water
supplies. 

Eine neue Stu­die hat fest­ge­stellt, dass eine bis­her uner­klär­li­che, töd­lich ver­lau­fen­de chro­ni­sche Nie­ren­er­kran­kun­gen, von der beson­ders arme Anbau­ge­bie­te rund um den Glo­bus mit har­tem Was­ser betrof­fen sind, auf die Ver­wen­dung des Her­bi­zids Roun­dup [Her­stel­ler: Bio­che­mie­rie­se Monsan­to] zurück­zu­füh­ren sein könnten.

Die neue Stu­die wur­de im "Inter­na­tio­nal Jour­nal of Envi­ron­men­tal Rese­arch and Public Health" ver­öf­fent­licht .

Die For­scher ver­mu­ten, dass Roun­dup, Gly­pho­sat, hoch toxisch auf die Nie­ren wirkt, sofern es mit mit "har­tem" Was­ser oder Metal­len wie Arsen und Cad­mi­um, die oft natür­lich im Boden vor­han­den sind oder
über Dün­ge­mit­tel zuge­setzt wer­den. Har­tes Was­ser ent­hält, unter ande­rem, Metal­le wie Cal­ci­um, Magne­si­um, Stron­ti­um und Eisen.
Gly­pho­sat ist allei­ne schon gif­tig, aber nicht schäd­lich genug um Nie­ren­ge­we­be zu zerstören.

Das Gly­pho­sat-Mole­kül wur­de als Her­bi­zid von Monsan­to in den frü­hen 1970er Jah­ren paten­tiert. Das Unter­neh­men brach­te bald Gly­pho­sat unter dem Namen " Roun­dup" in den Markt, das jetzt das am häufigsten
ver­wen­de­ten Her­bi­zid in der Welt ist.

Die Hypo­the­se hilft eine glo­ba­le Wel­le der geheim­nis­vol­len, fata­len "Chro­nic Kid­ney Dise­a­se unbe­kann­ter Ätio­lo­gie" (CKDu) zu erklä­ren, die in Reis­re­gio­nen im nörd­li­chen Sri Lan­ka oder zum Bei­spiel in El Sal­va­dor gefun­den wer­den, wo CKDu die zweit­häu­fig­ste Todes­ur­sa­che bei Män­nern ist.

Den Rest des Arti­kels [in Eng­lisch] fin­den Sie unter:

http://rt.com/news/monsanto-roundup-kidney-disease-921/

Wo ist die Ver­bin­dung zur Bevölkerungszahlen?
Nun, der Ein­satz von Her­bi­zi­den ist durch­aus rele­vant um genug Nah­rung für die wach­sen­de Weltbve­völ­ke­rung zu pro­du­zie­ren. Eini­ge Her­bi­zi­de könn­ten abso­lut unge­eig­net für den Ein­satz über­all in der Nähe mensch­li­cher Was­ser­ver­sor­gung sein. 

[Ori­gi­nal­text Eng­lisch per E-Mail; mit freund­li­cher Geneh­mi­gung. Über­set­zung W.v.Sulecki]


Sie­he hier­zu auch: 
http://laislafoundation.org/

bookmark_borderLiteratur & "Literatur"kritik

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Ist etwas Lite­ra­tur nur weil der Text in Buchform erscheint?
Die­ser Ein­druck soll der stau­nen­den Leser­schaft wohl ver­mit­telt wer­den. “Die Bot­schaft hör’ ich wohl – allein mir fehlt der Glau­be!” [Goe­the, Faust,(765)] kann ich da nur zitie­ren. Eben­so ist es kein Kri­te­ri­um für Lite­ra­tur dass die/der Schrei­ber/-in "Herz­blut"(!) in das 'Werk' ein­flie­ßen läßt oder der Inhalt 'herz­er­grei­fend' wäre oder weil eine schwe­re Kind­heit und Jugend zu spä­te­ren Ver­wer­fun­gen im Lebens­weg führten .... 

Sicher ist lediglich:
Ein "Buch" zu ver­fer­ti­gen erfor­dert Auf­wand, Wis­sen und Aus­dau­er. Das Wis­sen beschränkt sich in die­sem Fall auf die Gepflo­gen­hei­ten der Bran­che und die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen - was in der heu­ti­gen Zeit eini­ge Ver­la­ge als 'Markt­lücke' erkannt haben und des­we­gen als Ser­vice für (selbst­ver­le­gen­de) Autoren für ihre Erst­lings­wer­ke anbie­ten. Wohl nicht ganz unei­gen­nüt­zig, denn wenn sich Erfolg ein­stellt ver­dient der Velag ohne viel Auf­wand mit ....

Was aber ist Erfolg?
Viel Auf­merk­sam­keit?
Die Zahl der enga­gier­ten Bespre­chun­gen in Weblogs?
Ein eige­nes Web­log für das Pre-Mar­ke­ting mit ora­kel­haf­ten Andeu­tun­gen zum Inhalt die den Span­nungs­bo­gen bis zur Ver­öf­fent­li­chung her­stel­len sollen?

Die­se Fra­gen beant­wor­te ich alle­samt mit "Nein!".
Es muß um den Inhalt, die lite­ra­ri­sche Form, und die Ange­mes­sen­heit der Spra­che gehen. Genügt ein "Werk" die­sen Ansprü­chen nicht, so ist es nichts wert.

Den­noch kann es als "Lehr­stück" dafür die­nen, wie heu­te Nicht-Lei­stung in Lei­stung umge­münzt wird indem die Kri­te­ri­en ver­wäs­sert und die Stan­dards gesenkt werden.

Und noch etwas:
Es ist ein herr­li­ches The­ma für Schwaf­ler, die die Gele­gen­heit nut­zen 'ihr Müt­chen zu küh­len' - selbst wenn sie, nach eige­ner Aus­sa­ge, das "Werk" noch nicht ein­mal gele­sen haben. Aber eine Mei­nung dazu hat der hät­te-könn­te-wäre-Blog­ger schon .... 

Ich zitie­re mich selbst:

.. ich .. hal­te Vie­les, was dar­ge­legt wird, für Fik­ti­on - auf Basis einer inten­si­ven Beschäf­ti­gung mit ein­schlä­gi­gen Fach­ver­öf­fent­li­chun­gen. Wenn also etwas zu loben wäre, so ist es die Fer­tig­keit der Schrei­be­rin sich Sekun­där­wis­sen anzu­eig­nen und es geschickt mit Tat­sa­chen zu so zu ver­we­ben, dass sie selbst als "Phö­nix aus der Asche" dasteht .. 

Dazu noch ein Fremd­zi­tat:

.. Ich hal­te das Buch nicht für Lite­ra­tur, auch nicht für schlech­te Lite­ra­tur. Ich tei­le auch nicht die Ansicht, das alles, was zwi­schen zwei Buch­deckeln steht, auto­ma­tisch Lite­ra­tur sei .. 

bookmark_borderGLASHAUS

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| Teil 1 |
   
Eine Spra­che wie ein soge­nann­ter "Mut­ter­sprach­ler" zu beherr­schen dau­ert so lan­ge, bis der Ler­nen­de die sprach­ty­pi­schen idio­ma­ti­schen Begrif­fe*/** kor­rekt ein­zu­set­zen weiß. Wäh­rend sich der Anfän­ger noch mit ein­zel­nen Voka­beln und Gram­ma­tik­re­geln abmüht nutzt der Fort­ge­schrit­te­ne schon Rede­wen­dun­gen. Aber erst der, der in das 'Mut­ter­land' der neu erlern­ten Spra­che ein­taucht, wird es irgend­wann fer­tig­brin­gen die­se Fein­hei­ten nuan­ciert und balan­ciert zu gebrauchen.

[11012014-glashaus]
   
[Quel­le; Bild: ray­mor­tim]

In der Abbil­dung wird eine Erklä­rung dafür auf­ge­führt wie die Rede­wen­dung zustan­de gekom­men sein soll. Das scheint mir aber nicht die ein­zi­ge Mög­lich­keit zu sein. Als ich kürz­lich eini­ge Vide­os vom CCC-Kon­greß ansah fiel es mir mit­ten in dem Vor­trag von Pro­fes­sor Joa­chim Schar­loth, Ange­wand­te Lin­gu­istik, wie Schup­pen von den Augen:

Da war sie, die Erklä­rung für die Redewendung ....

Dazu - und wel­che ande­ren Erkennt­nis­se ich noch aus Pro­fes­sor Scha­loths Vor­trag gezo­gen habe schrei­be ich dann mor­gen in einem wei­te­ren Bei­trag auf.
   

  * Phra­seo­lo­gis­mus
 ** Idi­om (Sprach­ei­gen­tüm­lich­keit)

bookmark_borderpredictive policing

 

Algo­rith­men: Die Poli­zei als Hell­se­her 
 
In Kali­for­ni­en berech­net die Poli­zei vor­aus, wo Ver­bre­chen gesche­hen wer­den und war­tet dort auf Kri­mi­nel­le. In Deutsch­land wäre das ver­fas­sungs­recht­lich bedenk­lich.

 
[Quel­le des Zita­tes]
 
Eupho­risch berich­tet das wer­be­fi­nan­zier­te Fern­se­hen [7MAXX; 08.12.2013, 00:35h] über höchst zwei­fel­haf­te Metho­den der Poli­zei­ar­beit. Zwar wird auf die unter­schied­li­che Geset­zes­la­ge in Deutsch­land hin­ge­wie­sen - das aber eher in einem Neben­satz, nach­dem das Ver­fah­ren zuerst über den grü­nen Klee gelobt wurde.

Das Bei­spiel zeigt dann auch wie "Erfolg" simu­liert wird:
Man ver­folgt den ver­meint­li­chen Ver­bre­cher bis in das vom Com­pu­ter errech­ne­te Plan­qua­drat und stellt ihn genau dort wo ein "Schwer­punkt" vor­her­ge­se­hen wur­de. Schon hat man den Beweis, daß das System funktioniert ....

Aber Stop! Doch nicht so ganz.
Zwar wur­de ein Ver­däch­ti­ger gestellt, der hat­te aber nichts im Auto oder am Mann was eine Straf­tat bedeu­tet hätte.

Egal. Wat mutt datt mutt!
Wäre doch zu scha­de wenn man mit so einer tol­len neu­en Sache kei­nen Erfolg nach­wei­sen könnte....

Glück­li­cher­wei­se gibt es auch nach­denk­li­che Stim­men:
 

Pre­dic­ti­ve poli­cing is a topic of much enthu­si­asm and much con­cern,
par­ti­cu­lar­ly with regard to civil liber­ties and pri­va­cy rights.

 
Die Nach­tei­le über­wie­gen aus mei­ner Sicht die Vor­tei­le. Ins­be­son­de­re hier­zu­lan­de, wo es weni­ger Schuß­waf­fen­ge­brauch und noch viel weni­ger Dro­gen­kri­mi­na­li­tät gibt. Und glück­li­cher­wei­se auch enge­re Gren­zen für die Aktio­nen der Poli­zei, wenn es auch manch­mal ein­zel­ne Beam­te gibt die sich nicht kor­rekt verhalten ....
 

bookmark_borderWahrscheinlichkeit

Es besteht kein Zweifel:
Wegen der unend­lich gro­ßen Zahl von Ster­nen ist die Wahr­schein­lich­keit groß, daß es vie­le Son­nen­sy­ste­me wie unse­res gibt. Aller­dings ist ein Nach­weis von deren Exi­stenz von­nö­ten. Ohne Nachweis kein wis­sen­schaft­li­cher Beweis.

Seit vie­len Jah­ren wird mit her­kömm­li­cher Tech­nik dar­an gear­bei­tet die­se Kon­stel­la­tio­nen von Son­ne mit meh­re­ren beglei­ten­den Pla­ne­ten zu fin­den. Zwar hat man vie­le Son­nen mit einem ein­zi­gen Pla­ne­ten schon frü­her ent­deckt und beschrie­ben - es waren aber nicht vie­le Syste­me mit meh­re­ren Pla­ne­ten bekannt.

Einen gro­ßen Fort­schritt dabei bedeu­te­ten die ver­schie­de­nen Tele­sko­pe die in den Welt­raum geschickt wur­den und die zudem mit fort­schritt­li­cher Elek­tro­nik aus­ge­stat­tet sind. 

Mit­tels eines sol­chen Tele­skops und unter­stüt­zen­den Beob­ach­tun­gen und Berech­nun­gen ist es jetzt gelun­gen ein Son­ne-Pla­ne­ten-System zu fin­den, das eini­ge Über­ra­schun­gen parat hatte:
Es gibt dort sie­ben Pla­ne­ten, die von der Syste­ma­tik her auch noch den Pla­ne­ten unse­res Systems ähneln.
 


 
Mehr dazu im Ori­gi­nal­ar­ti­kel bei "Astro­dic­ti­cum simplex".

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

[Quel­le für den Bild­aus­schnitt]

bookmark_borderFrom Russia Putin - with love ....

Aus einem Essay Putins in der NY Times, wie­der­um zitiert bei 'tele­po­lis' und mit einem Kom­men­tar ver­se­hen:

 
»» No mat­ter how tar­ge­ted the strikes or how sophi­sti­ca­ted the wea­pons, civi­li­an casu­al­ties are ine­vi­ta­ble, inclu­ding the elder­ly and child­ren, whom the strikes are meant to pro­tect. ««
Mit die­sem Satz erschei­nen nicht nur ein mög­li­cher Syri­en-Ein­satz, son­dern auch die Droh­nen­ein­sät­ze in Paki­stan, die israe­li­schen Bom­bar­die­run­gen von Gaza und Bei­rut, die Krie­ge in Irak und Afgha­ni­stan auf ein­mal als das, was sie eigent­lich sind: Poli­tisch unwirk­sa­me und recht­lich ille­gi­ti­me For­men mili­tä­ri­scher Gewalt

Dies ist schon das zwei­te Zitat aus Putins Feder das ich in die­sem Jahr her­vor­he­be - ich muß ganz ehr­lich sagen, daß ich das vor ein paar Mona­ten noch als abwe­gi­ge Idee bestrit­ten hät­te. Wenn nun auch noch die Ame­ri­ka­ner zur Ver­nunft kom­men wür­den könn­te es etwas wer­den mit dem Frieden.

Aller­dings ist das wenig wahr­schein­lich wenn man die Reak­tio­nen auf die Ver­öf­fent­li­chung liest. Zwar wer­den in den Kom­men­ta­ren vie­le aner­ken­nen­de Mei­nun­gen offen­bar, ins­ge­samt aber ist wie­der ein­mal die "ame­ri­ka­ni­sche See­le" ver­letzt. Mei­nungs­frei­heit, sonst so hoch geprie­sen und als eine über­ra­gen­de ame­ri­ka­ni­sche Errun­gen­schaft gefei­ert, scheint nur für Jene zu gel­ten, die eine Mei­nung haben die den Mas­sen in den U.S.A. gefällt.
Inter­es­sant auch das Datum der Ver­öf­fent­li­chung: 911/13 - in der U.S.-Darstellungsweise - genau zwölf Jah­re nach dem (ver­meint­li­chen) Anschlag auf WTC und Pentagon.

Zwei Argu­men­te Putins sind unter beson­de­rem 'Beschuss':

Da ist zuerst sein Argu­ment gegen die The­se es gäbe einen ame­ri­ka­ni­schen "excep­tio­na­lism" [Ein­zig­ar­tig­keit] - inter­pre­tiert als Frei­brief sich über­all auf der Welt in alle Ange­le­gen­hei­ten ande­rer Län­der zu mischen wenn sie den U.S.A. nicht gefallen.

Zum zwei­ten sei­ne The­se zu der angeb­lich reli­gi­ös zu begrün­den­den, beson­de­ren Legi­ti­ma­ti­on der U.S.A. als Wah­re­rin einer christ­li­chen Welt­ord­nung zu agie­ren ['Gods own coun­try']. Das hat beson­ders 'geses­sen', obwohl doch - min­de­stens nomi­nell - die U.S.A. eine Tren­nung von Kir­che und Staat haben, die der in unse­rer Ver­fas­sung ähn­lich ist.

Eine gute Freun­din aus den U.S.A. schreibt mir dazu:
I have begun to ? capi­ta­lism, and our so-cal­led "demo­cra­cy"...
Our peo­p­le have for­got­ten 2 important facts:
We were estab­lished as a Repu­blic, and were not foun­ded on christian,
or any other reli­gious beliefs.
Inte­re­st­ing times. 

Dem ist nichts hinzuzufügen.

∙ ▪  ▪ ∙
 

"From Rus­sia with love" [deutsch: "Lie­bes­grü­ße aus Mos­kau"] ist der Titel eines James-Bond-Films gedreht nach einer Vor­la­ge von Ian Fle­ming
tele­po­lis | http://www.heise.de/tp/artikel/39/39910/1.html
NY Times | http://www.nytimes.com/2013/09/12/opinion/putin-plea-for-caution-from-russia-on-syria.html

bookmark_borderWARUM?

Die­se Fra­ge stel­le ich mir immer noch, jetzt, nach der Lek­tü­re eines Arti­kels in der Süd­deut­schen Zeitung.
Wo ich doch auf Auf­klä­rung durch den Arti­kel gehofft hatte.

Doch von Anfang an.
Online war unter der »head­line«¹:
" .. Über­wa­chung durch Geheim­dien­ste Aus Angst vor dem Volk .. " ver­faßt von Jut­ta Weber (13. August 2013) die fol­gen­de »tag­li­ne«²⁻³ᵃ⁻³ᵇ zu lesen:

" .. Die Späh­af­fä­re macht deut­lich, wie sehr sich die Sicher­heits­po­li­tik des Westens gewan­delt hat - hin zu einer gefähr­li­chen Daten­sam­mel­wut. Die eigent­lich inter­es­san­te Fra­ge ist:
War­um über­wa­chen demo­kra­ti­sche Gesell­schaf­ten ihre eige­ne Bevöl­ke­rung so hautnah? .. "

Im »wrap-up«⁴ lau­te­te die Fra­ge­stel­lung dann so:

" .. Letzt­end­lich muss man sich aber fra­gen, war­um demo­kra­ti­sche Regie­run­gen so gro­ße Angst vor ihren Bevöl­ke­run­gen haben .. "

Bei gemein­sa­mer Betrach­tung der Ein­gangs­fra­ge und des abschlie­ßen­den Sat­zes ist das Ergeb­nis des Artikels:
"Demo­kra­ti­sche Regie­run­gen über­wa­chen ihre Bevöl­ke­rung weil sie Angst vor ihr haben." Selbst das wird dann wie­der ein­ge­schränkt, weil es in Fra­ge­form geklei­det ist. Ob die gestell­ten Fra­gen Rele­vanz haben bleibt ohne­hin offen. Auch dazu ver­mis­se ich eine Erör­te­rung in dem Artikel.

Ich will hier bestimmt kei­ne Text­in­ter­pre­ta­ti­on à la Gym­na­si­um machen, doch fra­ge ich mich als Leser was ein Bei­trag in einer renom­mier­ten Zei­tung soll, der die selbst­ge­stell­te Ein­gangs­fra­ge im Text­ver­lauf nur vage anreißt und statt einer Lösung am Ende nur eine wei­te­re Fra­ge stellt. Da hät­te ich doch mehr erwar­tet, zumal von einer Wis­sen­schaft­le­rin, die sich mit dem The­ma Kom­mu­ni­ka­ti­on in wei­te­rem Sin­ne befaßt und daher als fach­kom­pe­tent ange­se­hen wer­den sollte. 

Ich füh­le mich 'ver­schau­kelt' - weil ich Zeit geop­fert habe um den Arti­kel zu lesen und hin­ter­her genau­so schlau bin wie vor der Lektüre.

Dabei fal­len mir - weil ich es andern­orts gele­sen und selbst dar­über nach­ge­dacht habe - schon ein paar Grün­de ein. Da wäre zunächst der Gedan­ke der Erfor­schung der jeweil­gen Stim­mungs­la­ge im Lan­de. Das kann für die Durch­set­zung von poli­ti­schen Zie­len bedeut­sam sein, weil es unklug ist gegen eine Mehr­heit Poli­tik zu machen. 

Es wäre ins­be­son­de­re auch an die Erfor­schung der Hal­tung der eige­nen Par­tei­gän­ger und der Oppo­si­ti­on zu den­ken - denn ich bin sicher, das Kanz­ler­amt bekommt dar­über Dos­siers gelie­fert. Ein Teil der Geheim­nis­krä­me­rei ist bestimmt des­we­gen vor­han­den, weil man die­se Aus­spä­hung weder den eige­nen Par­tei­leu­ten, noch einer brei­ten Öffent­lich­keit als "unver­zicht­bar" oder "alter­na­tiv­los" ver­kau­fen könn­te. Die Lügen­ge­bäu­de, die um die Aus­spä­hung auf­ge­baut wer­den, loh­nen sich doch nur, wenn dafür bei dem 'inne­ren Zir­kel' Infor­ma­tio­nen ankom­men um derent­wil­len sich die­se Lüge­rei lohnt.

Wei­ter könn­te man an die Ver­flech­tung zwi­schen Poli­tik und Wirt­schaft, oder zwi­schen Poli­tik und Finanz­we­sen im Lan­de denken:
Da ist es doch von gro­ßem Vor­teil wenn die ande­ren Akteu­re aus­ge­späht wer­den und man so "Hebel" in die Hand bekommt um For­de­run­gen abweh­ren oder Lei­stun­gen ein­for­dern zu kön­nen. Ande­re 'erpreß­bar' zu machen ist immer bes­ser als selbst erpreßt zu wer­den - und bei den Sum­men und Fol­gen, die durch die Regie­rungs­po­li­tik ent­ste­hen ist ein Wis­sens­vor­sprung von außer­or­dent­li­chem Vor­teil. "Wis­sen ist Macht" gilt im poli­ti­schen Geschäft doch min­de­stens eben­so wie in der rei­nen Wissenschaft.

Schließ­lich ist der inter­na­tio­na­le, ins­be­son­de­re euro­päi­sche Raum zu beden­ken: Auch dort wer­den die Bevöl­ke­run­gen von ihren Regie­run­gen aus­ge­späht - aber auch die staat­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen und die jewei­li­gen Poli­ti­ker. So bie­tet auf die­ser Ebe­ne ein Kennt­nis­vor­sprung durch die Geheim­dien­ste durch­aus inter­es­san­te Mög­lich­kei­ten. Wie im Inland führt auch bei den aus­län­di­schen Aus­ge­späh­ten die Tat­sa­che, daß sie nicht genau wis­sen WAS ihr Gegen­über von ihnen an 'klei­nen Geheim­nis­sen' weiß zu einer Ver­un­si­che­rung - und wer 'ver­un­si­chert' ist, ist leich­ter zu mani­pu­lie­ren. Ein 'guter' Geheim­dienst hat also für eine Regie­rung durch­aus hand­fe­ste Vor­tei­le. Wes­we­gen ich sicher bin, daß die For­de­rung aus ver­schie­den­sten Krei­sen nach Abschaf­fung der 'Dien­ste' nicht erfüllt wer­den wird. Sie sind nun mal ein Trumpf im Ärmel der Herr­schen­den auf den die­se nicht ver­zich­ten werden.

Zwei­fel habe ich aber den­noch - und zwar an der Lei­stung der 'Dien­ste' die hier­zu­lan­de vor­han­den sind:
Es sind nicht immer die Besten, die dort­hin gelan­gen. Oft sind es aus­ge­dien­te Sol­da­ten, ehe­ma­li­ge Poli­zi­sten, weg­ge­lob­te Ver­wal­tungs­leu­te - und bestimmt nicht nicht die 'crè­me-de-la-crè­me' - min­de­stens ist das mein Ein­druck von den weni­gen Berüh­run­gen die ich mit akti­ven oder im Ruhe­stand befind­li­chen Per­so­nen aus dem Geheim­dienst­be­reich hat­te. Die waren eher mit­tel­mä­ßi­ge, spie­ßi­ge und nur durch­schnitt­lich intel­li­gen­te Menschen. 

Ob die in der Lage sind tat­säch­lich rele­van­te Ergeb­nis­se zu liefern?

Man könn­te auf "Schwarm­in­tel­li­genz" hof­fen. Dage­gen spricht aber wie­der die Beob­ach­tung der weni­gen, expo­nier­ten Ver­tre­ter der Zunft. Oder deren Auf­tre­ten. Wer über wirk­lich bedeut­sa­me 'Geheim­nis­se' von ande­ren Men­schen Bescheid weis tritt anders auf und benimmt sich souveräner. 

PS.
Mei­ne eige­ne Über­schrift genügt nicht den Anfor­de­run­gen, die bei Herrn Nömix an eine Über­schrift gestellt wer­den. Dies ist mir klar und den­noch blei­be ich dabei ledig­lich ein "War­um?" dort­hin zu schrei­ben. Wenn schon in über­re­gio­na­len Zei­tun­gen nicht nach jour­na­li­sti­schen Regeln gear­bei­tet wird kann ich, nein, will ich es mir erlau­ben die Regeln bei­sei­te zu las­sen und das zu tun was mir gefällt.

∙  ▫  ∙

¹ »head­line; Zitat Nömix: »Zwei Haupt­fra­gen müs­sen in einer Schlag­zei­le beant­wor­tet wer­den, näm­lich Wer? und Was?« (aus: Wolf Schnei­der, “Die Überschrift“)
² »tag­li­ne«
Eine »tag­li­ne« (vom eng­li­schen »tag« für „Auf­hän­ger“ und »line« für „Zei­le“) ent­hält die Bot­schaft einer Prä­sen­ta­ti­ons­sei­te in einem Satz.
³ᵃ »slo­gan« (syn­onym für »tag­li­ne«, auch »cla­im«)
Der »slo­gan« soll in kom­pak­ter Form eine Aus­sa­ge ver­mit­teln und die Öffent­lich­keit schlag­ar­tig beein­flus­sen. In Deutsch­land wird in Fach­krei­sen auch der Begriff »cla­im« - deutsch "Anspruch" - verwendet.
³ᵇ »Slo­gans« sind kur­ze Phra­sen, die beschrei­ben­de oder emo­tio­na­le Infor­ma­tio­nen vermitteln.
»wrap-up«; »wrap-up line« - hier han­delt es sich um eine abschlie­ßen­de For­mu­lie­rung, die die Zusam­men­fas­sung der vom Autor ver­tre­te­nen The­sen / Mei­nung / Auf­fas­sung wie­der­ge­ben soll.