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bookmark_borderAlles hat seine Zeit ....

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oder:
Nichts ist bestän­di­ger als der Wandel.

Jeder Lebens­ab­s­chitt ist von bestimm­ten mar­kan­ten Ereig­nis­sen geprägt - an die erin­nert man sich, sie sind sozu­sa­gen die 'Über­schrift' für die­ses Kapi­tel des Lebens.

Als ich heu­te am Strand spa­zie­ren ging dach­te ich genau dar­an, näm­lich wie ich zum ersten Mal auf die­ser Pro­me­na­de ent­lang­schlen­der­te und mich freu­te dem kal­ten deut­schen Wet­ter ein Schnipp­chen zu schla­gen und 10°C wär­me­res Wet­ter zu genießen.

Sol­che Tage wer­den nach einer Wei­le Rou­ti­ne, sie wer­den selbst­ver­ständ­lich und im Gegen­teil, wenn es ein­mal ein, zwei Tage etwas getrübt ist und nicht den gan­zen Tag die Son­ne scheint, den­ke ich nicht etwa an das schlech­te Deutsch­land­wet­ter, son­dern wün­sche mir, dass es bald hier wie­der bes­ser wird ....

Ein Abschnitt abge­schlos­sen dadurch, dass Rou­ti­ne einkehrt?

Ja, in gewis­ser Wei­se. Dazu noch die wegen des nahen­den Oster­fe­stes ein­strö­men­den Ein­hei­mi­schen auf die der Hund schreck­haft reagiert weil sie sehr plötz­lich sehr laut mit­ein­an­der umge­hen - alles im grü­nen Bereich, sie sind eben nur ein wenig impul­siv und die Laut­stär­ke stört Mensch & Hund.

Nach­dem ich nun ein wenig mehr ver­ste­he weiß ich: Kein Streit, nur Aus­druck von Leb­haf­tig­keit der Argu­men­ta­ti­on. Und doch - so mei­ne ich - auch wie­der ein abge­schlos­se­ner Abschnitt, denn die ver­än­der­te Wahr­neh­mung erzeugt ein ande­res Lebens­ge­fühl und führt sekun­där zu ver­än­der­tem Ver­hal­ten. Ich lebe mehr zurück­ge­zo­gen weil mich Lärm - gleich wel­cher Ursa­che - zuneh­mend ner­vös macht und stört.

Allen hier Lesen­den wün­sche ich einen guten Start in die Woche und ab und an Momen­te der Ruhe. Ach­ten Sie mal dar­auf. Lärm stört das Wohl­be­fin­den. Sehr. Ganz enorm.

bookmark_borderTerrorismus als Vorwand

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Rund um die Welt - und ins­be­son­de­re in den U.S.A. - wird der Ter­ro­ris­mus als 'Hebel' benutzt um unlieb­sa­me Oppo­si­ti­on zu kri­mi­na­li­sie­ren und dadurch mund­tot zu machen.

Was schon zu RAF-Zei­ten der 'Staats­ge­walt' ent­ge­gen kam ist nicht ver­ges­sen und wird immer wie­der kopiert. Zuerst wer­den Akti­vi­sten drang­sa­liert, dann kri­mi­na­li­siert & ohne gesetz­li­che Grund­la­ge in Gewahr­sam genom­men - um sie dann, nach Ver­schär­fung der Geset­ze - end­gül­tig per Gerichts­be­schluß aus der öffent­li­chen Wahr­neh­mung 'zu entfernen'.
Die Geheim­dien­ste agie­ren der­wei­len ver­deckt und jen­seits aller Lega­li­tät. Womit meist eben­so für eini­ge Zeit die berech­tig­ten Anlie­gen aus dem kol­lek­ti­ven Gedächt­nis ver­schwin­den. Auf das "Ver­ges­sen" der Mas­sen zu hof­fen hat schon immer den poli­ti­schen Akteu­ren genützt.

Nun gibt es in Sachen Inter­net zwar einen Sil­ber­streif am Hori­zont, es bleibt jedoch wei­ter­hin ein Kampf­feld: Die Inter­net­re­gu­la­ti­on, eine Tar­nung zur Beschnei­dung des Infor­ma­ti­ons­flus­ses zwi­schen Men­schen ohne staat­li­chen Ein­griff und ohne Abhän­gig­keit von Geld, scheint gebannt. Bis zum näch­sten Ver­such. Der, das wis­sen wir seit Zen­sur­su­la und Vor­rats­da­ten­dis­kus­si­on, wird bestimmt kommen.
Wie war das noch mit der Hydra? Ein Kopf abge­schla­gen und schon wach­sen zwei neue aus dem Stumpf heraus ....

bookmark_borderUnwissenheit (II)

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Im ersten Bei­trag zum The­ma "Unwis­sen­heit" habe ich dar­auf ver­wie­sen, wie im Lau­fe der letz­ten Jahr­zehn­te die Natur­wis­sen­schaf­ten all­mäh­lich aus dem Schul­all­tag ver­bannt wer­den indem die dafür ver­füg­ba­re Stun­den­zahl immer mehr ein­ge­schränkt wird.

Wei­ter habe ich auf den Unter­schied zwi­schen erlern­ba­rem und zu ver­ste­hen­dem Wis­sen hin­ge­wie­sen - aus­wen­dig­ler­nen wird z.B. bei "PISA" der Vor­zug gege­ben. Wo viel aus­wen­dig gelernt wird sind die Ergeb­nis­se besser.

Das führ­te zu der Betrach­tung wel­che Absol­ven­ten die Unter­neh­men bevor­zu­gen*. Es sind Jene, die in klein­sten Teil­be­rei­chen ver­tief­te Kennt­nis­se auf­wei­sen. Die Gene­ra­li­sten ster­ben so aus - und mit ihnen die fächer­über­grei­fen­de Sicht der Welt:
Die ist aber nötig ist um Fort­schritt zu bewirken.

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Was wir heu­te an "Inno­va­ti­on" sehen ist im wesent­li­chen eine Fort­ent­wick­lung bestehen­der und bereits bekann­ter Tech­nik. Es wird in immer klei­ne­ren Gerä­ten all das zusam­men­ge­faßt, was vor Jahr­zehn­ten noch ein­zeln und in grö­ße­ren Gerä­ten zu haben war. Der Preis dafür ist eine immer umfang­rei­che­re Infor­ma­ti­ons­flut und eine sich aus­wei­ten­de Erwar­tung hin­sicht­lich der Ver­füg­bar­keit des Einzelnen:
Jeder muß immer und über­all "ver­netzt" sein - min­de­stens aber mit nur gerin­gem Ver­zug reagieren.

Dabei ist bekannt, dass es eine Gren­ze der Kapa­zi­tät des mensch­li­chen Gei­stes gibt. Ruhe­pau­sen sind beson­ders für krea­ti­ve Arbei­ten unab­ding­bar. Für grund­sätz­lich neu­es Den­ken, d.h. die Schaf­fung von Ideen und Fort­schritt jen­seits bereits bekann­ter Gren­zen, braucht man Abstand vom All­tag und der Hek­tik des nor­ma­len Arbeitstages.

Hier wird deut­lich: Wer Arbeit plant soll­te auch Grund­kennt­nis­se der Human­me­di­zin und Bio­lo­gie des Men­schen haben. Anson­sten besteht die Gefahr, dass Unmög­li­ches erwar­tet wird - und das wer­den selbst die gut­wil­lig­sten Mit­ar­bei­ter nur für eine begrenz­te Zeit lei­sten kön­nen. Ein "Zuviel" an Erwar­tung jen­seits des­sen, was Men­schen zu lei­sten imstan­de sind, kann so das Schei­tern eines Vor­ha­bens bewir­ken. Oft braucht es nur mehr Zeit um erfolg­reich been­det wer­den zu können.

Die­ses Wis­sen allei­ne reicht manch­mal nicht aus. Es müs­sen auch min­de­stens Grund­kennt­nis­se zu Fach­be­rei­chen vor­han­den sein die mit dem eige­nen Fach­ge­biet nicht unmit­tel­bar in Zusam­men­hang stehen.

Neh­men wir z.B. die Inge­nieur­wis­sen­schaf­ten, Bei­spiel Wasserbau:
Da reicht es nicht aus über die Volu­mi­na und Durch­mes­ser von Rohr­lei­tun­gen etwas zu wis­sen, son­dern viel bedeut­sa­mer sind Kennt­nis­se zum Umwelt­ein­fluß von Bau­maß­nah­men - also der Ein­fluß auf die Öko­lo­gie der betrof­fe­nen Was­ser­bau­maß­nah­men. Min­de­stens soll­ten ein paar Eck­da­ten bekannt sein - weil nicht zu jedem Pro­jekt die ein­schlä­gig erfah­re­nen Fach­leu­te hin­zu­ge­zo­gen wer­den kön­nen. Anson­sten besteht die Gefahr, dass ein Pro­jekt zwar tech­nisch OK, aber eben nicht umwelt­neu­tral ist.

Dies ist nur ein Bei­spiel von vie­len mög­li­chen, es zeigt aber auf, dass eine rei­ne Fach­be­zo­gen­heit in vie­len prak­ti­schen Situa­tio­nen unzu­rei­chend sein muß. Eine Sen­si­bi­li­sie­rung ist aber nur zu erwar­ten, wenn bereits in der Schu­le Ver­bin­dun­gen zwi­schen den ver­schie­den­sten Lebens­be­rei­chen und den Natur­wis­sen­schaf­ten dar­ge­stellt und bear­bei­tet werden.

Es ist ja nicht nur das Arbeits­le­ben betrof­fen - auch im pri­va­ten Bereich erge­ben sich zuneh­mend Not­wen­dig­kei­ten ein Min­dest­maß an natur­wis­sen­schaft­li­chen Kennt­nis­sen zu haben:
Der Kom­plex "Nah­rung", "Gesun­de Ernäh­rung" und "Nah­rungs­ge­win­nung", der Bereich "Medi­zin", "Ent­ste­hung, Vor­beu­gung und Behand­lung von Krank­hei­ten" oder das The­ma "Che­mi­sche Pro­duk­te im All­tag" sind Muster­fäl­le, in denen es einer Grund­in­for­ma­ti­on zu Natur­wis­sen­schaf­ten bedarf um Aus­sa­gen ein­zu­ord­nen und einen eige­nen Weg zur Gestal­tung des per­sön­li­chen Lebens zu fin­den. Es hier Pro­du­zen­ten zu über­las­sen die ent­spre­chen­den Infor­ma­tio­nen anzu­bie­ten heißt sich aus­zu­lie­fern und dadurch mani­pu­lier­bar zu werden.

Im näch­sten Teil (3) zum The­ma "Unwis­sen­heit" wer­de ich auf Mög­lich­kei­ten zur - neu­tra­len - Infor­ma­ti­on ein­ge­hen und ein paar Grund­re­geln aus den ver­schie­de­nen natur­wis­sen­schaft­li­chen Gebie­ten darstellen.

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⇨ wei­te­re Tei­le zu die­sem The­ma folgen ....

* Sie­he hier­zu auch "Aus­bil­dung und Arbeits­plät­ze: Wie bloß unse­re Lücken füllen?"

bookmark_borderUnwissenheit (I)

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Jede for­ma­le Bil­dung hat ihre Gren­zen. Unser Schul­sy­stem ist zwar immer noch eines der besten der Welt, aber die Inhal­te wur­den in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten immer mehr ver­wäs­sert. Ins­be­son­de­re die Naturwissenschaften.

Ein - wesent­li­cher - Grund dafür ist offen­sicht­lich aber doch weit­ge­hend unbe­kannt oder verschwiegen:
Sich natur­wis­sen­schaft­li­che Kennt­nis­se anzu­eig­nen erfor­dert mehr als blo­ßes Aus­wen­dig­ler­nen - bei den Natur­wis­sen­schaf­ten kommt es dar­auf an Erkennt­nis­se zu über­tra­gen und das geht nur, wenn man in der Lage ist kom­ple­xe Zusam­men­hän­ge zu erfas­sen und deren Wir­kung auf­ein­an­der zu ver­ste­hen.

Der so gewon­ne­ne Erkennt­nis­schub läßt sich aber schwer mes­sen - und gera­de des­we­gen ist es viel ein­fa­cher aus­wen­dig gelern­te Fak­ten abzufragen:
In einer Zeit wo "PISA"-Tests die Qua­li­tät von Bil­dung 'mes­sen' gewinnt das Land, des­sen Schü­ler mög­lichst gut aus­wen­dig ler­nen. Nicht das Land, in dem die Schü­ler gelernt haben Zusam­men­hän­ge zu ver­ste­hen und sie auf unbe­kann­te Pro­ble­me zu übertragen.

Kein Wun­der also, wenn der Schwer­punkt sich von "Erkennt­nis­ge­winn" zu "Aus­wen­dig­ler­nen" ver­la­gert hat.

Eine wei­te­re Ent­wick­lung för­dert die­se Ten­denz zusätzlich:
Es wer­den von den Unter­neh­men 'Spe­zia­li­sten' gesucht, sol­che Men­schen, die in einem klei­nen Bereich ver­tief­te bis sehr tie­fe Kent­nis­se haben. So etwas geht nur, wenn man sich auf ein sehr enges Wis­sens­feld kon­zen­triert - was zur Ver­nach­läs­si­gung des Über­blicks in dem jewei­li­gen Fach­ge­biet füh­ren muß.

Im näch­sten Teil (2) zum The­ma "Unwis­sen­heit" wer­de ich ein paar Bei­spie­le für die Not­wen­dig­keit von Grund­kennt­nis­sen in den ver­schie­de­nen Natur­wis­sen­schaf­ten und ihren Rand­ge­bie­ten geben - auch für sol­che Beru­fe und Auf­ga­ben­stel­lun­gen, die zunächst nicht direkt mit sol­chen Kennt­nis­sen ver­knüpft werden.

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⇨ wei­te­re Tei­le zu die­sem The­ma folgen ....

bookmark_borderWahrheit

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Wir alle glau­ben ja fest dar­an im Besitz der Wahr­heit zu sein - wer will schon zuge­ben, dass er die Wirk­lich­keit ein wenig beugt um sie den eige­nen Vor­ur­tei­len anzu­glei­chen? Wenn man lan­ge genug dar­an arbei­tet sich eine 'per­sön­li­che Wahr­heit' anzu­eig­nen wird irgend­wann der Moment kom­men an dem man völ­lig ver­gißt was der Aus­gangs­punkt die­ser selbst­be­stimm­ten Wahr­heit war und wel­che Schrit­te nötig waren sie zu untermauern.

.. All unse­re Aus­sa­gen über die Welt sind Theo­rien, die so lan­ge als gül­tig ange­se­hen wer­den kön­nen, bis eine neue Theo­rie mit grö­ße­rer Erklä­rungs­kraft, die die Welt umfas­sen­der und genau­er beschrei­ben kann, die weni­ger Wider­sprü­che und grö­ße­re Kon­gru­enz mit ande­ren Theo­rien über die rea­le Welt auf­weist, die Beschrei­bung der Welt verbessert .. 

[Zitat]

Dem­nach gibt es also kei­ne "abso­lu­te" Wahr­heit, son­dern ledig­lich kurz­zei­ti­ge Annah­men WAS Wahr­heit sei. Vor die­sem Hin­ter­grund ist unse­re eige­ne Wahr­heit eine von Vie­len und hat den glei­chen Anspruch, die glei­che Berech­ti­gung, wie die Wahr­heit unse­res Mit­men­schen - selbst wenn sich unse­re Wahr­hei­ten extrem unterscheiden.
Wenn Geheim­dien­ste nach der Wahr­heit über einen Men­schen for­schen um Gefah­ren von der All­ge­mein­heit abzu­wen­den stre­ben sie danach Bewei­se zu fin­den die nach ihren Kri­te­ri­en "wahr" sind und ent­we­der Schuld oder Unschuld bewei­sen kön­nen. Was aber, wenn die Annah­men nicht genü­gend prä­zi­se sind, wenn sie von dem Wahr­heits­emp­fin­den der Suchen­den selbst geprägt sind? Dann kann Jeder in das Raster fal­len der nicht so 'funk­tio­niert' wie es den auf­ge­stell­ten Kri­te­ri­en ent­spricht. Hier wird die Wahr­heit zwar nicht wis­sent­lich gebeugt, sie wird aber zur Absur­di­tät, denn im Ver­ständ­nis der Geheim­dien­ste MUSS es Böse und Gute geben - wenn das nicht so wäre wür­den sie über­flüs­sig sein.

.. Ver­gesst Geheim­dien­ste als Instru­men­te zur Ter­ror­ab­wehr. Die­se sich selbst legi­ti­mie­ren­den Appa­ra­te sind blind .. 

[Zitat]

War­um schreibt Einer sowas? Weil er eine ande­re Wahr­heit ken­nen­ge­lernt hat als er sie bei den Geheim­dien­sten durch ihr han­deln iden­ti­fi­ziert. Sei­ne Wahr­heit ist mir ein­leuch­ten­der als die der Geheim­dien­ste gera­de wegen der Tat­sa­che, dass die ihren Job an den Nagel hän­gen müß­ten wenn ihre Sicht der Wahr­heit falsch ist.

Es gibt also nach­voll­zieh­ba­re Wahr­heit und weni­ger wahr­schein­li­che Wahr­heit - selbst wenn die Grund­an­nah­me stimmt, dass jede Wahr­heit erst­mal gleich­be­rech­tigt sei. Wahr­heit muß einer Art "Plau­si­bi­li­täts­prü­fung" stand­hal­ten - tut sie das nicht, so muß sie als irrele­van­te Vari­an­te ver­wor­fen werden.

.. „Sie, mei­ne Her­ren, sind nicht mehr benö­tigt!“, ruft der Reichs­kanz­ler den sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Abge­ord­ne­ten zu. Und: „Sie mei­nen, dass Ihr Stern wie­der auf­ge­hen könn­te! Mei­ne Her­ren, der Stern Deutsch­land wird auf­ge­hen und Ihrer wird sinken.“ .. 

[Zitat]

In die­sen Tagen ist man an die Rol­le der Sozi­al­de­mo­kra­ten in der Wei­ma­rer Repu­blik nach '33 erin­nert: Ihre Wahr­hei­ten waren nicht mehr gefragt - wel­che Par­al­le­le zu den Wahr­hei­ten von heu­te, ich den­ke da an die Gabriel'schen Ver­su­che die Posi­ti­on und per­so­nel­le Kon­stel­la­ti­on - in lang andau­ern­den, zähen Ver­hand­lun­gen der CDU/CSU abge­run­gen - auf­recht zu halten:
Da ist er in der Rol­le des letz­ten Sozi­al­de­mo­kra­ten der eine Abwehr des Hitler'schen Anspruchs auf all­um­fas­sen­de Kon­trol­le des Staa­tes ver­such­te, Otto Wels, auf den die oben zitier­te Pas­sa­ge aus Hit­lers Rede anläß­lich des "Ermäch­ti­gungs­ge­set­zes" zielte.

Wahr­heit hin oder her, die SPD wird IHRE Wahr­heit gegen die Koali­ti­ons­part­ner nicht durch­set­zen, denn deren Wahr­heit wird in den Medi­en mit Vor­rang behan­delt - wel­cher Redak­teur des 'öffent­lich-recht­li­chen' Medi­en­im­pe­ri­ums will es sich mit den C-Par­tei­en ver­scher­zen und (wie gesche­hen) dar­über sei­nen gut bezahl­ten und mit umfas­sen­den Neben­lei­stun­gen aus­ge­stat­te­ten Job verlieren?

Wir leben in einer Welt voll von Parallel-Wahrheiten.
Suchen Sie sich, lie­be Leser, ihre eige­ne Wahr­heit aus.
Gewin­nen, soviel ist sicher, wird aber die Wahr­heit, die die Wahr­heit der Macht ist. Instru­men­te dazu sind die Wahr­hei­ten der Geheim­dien­ste und Medi­en, die wie­der­um den Mäch­ti­gen zuarbeiten.

Gegen Mit­te des 19. Jahr­hun­derts wur­de fol­gen­der Text verfaßt.
Bedau­er­lich aktu­ell, wie ich meine.
Auch eine unum­stöß­li­che Wahr­heit über uns Deutsche ....

.. Die Deut­schen sind so beson­ne­ne Rea­li­sten, dass alle ihre Wün­sche und ihre hoch­flie­gend­sten Gedan­ken nicht über das kah­le Leben hin­aus­rei­chen. Und die­se Wirk­lich­keit, nichts wei­ter, accept­i­ren die, wel­che sie beherrschen. ..

[Zitat: M. an R.; Kœln, im Mai 1843]

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bookmark_borderMensch gegen Natur ....

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Nach dem 1. Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik: "Die Ener­gie eines abge­schlos­se­nen Systems ist kon­stant." kann nähe­rungs­wei­se unser Pla­net als geschlos­se­nes System ange­se­hen wer­den. Es geht zwar nichts an Ener­gie ver­lo­ren, aber die Umwand­lung von einer in die ande­re Form ist mit Ver­lu­sten ver­bun­den. Das zumin­dest sagt der 2. Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik: "Ther­mi­sche Ener­gie ist nicht in belie­bi­gem Maße in ande­re Ener­gie­ar­ten umwan­del­bar." Irgend­wo muß dem­nach der 'Rest', der nicht umge­wan­delt wer­den kann, blei­ben. Wir benut­zen Maschi­nen um unse­re Welt zu gestal­ten. Alle Maschi­nen, selbst die mit hohem Wir­kungs­grad, arbei­ten mit Verlust. 

Zusam­men­ge­faßt hat mensch­li­ches Wir­ken auf die­sem Pla­ne­ten also neben der erwünsch­ten Kom­po­nen­te eine uner­wünsch­te Kom­po­nen­te die über den Ver­lauf der Geschich­te kumu­liert - und genau die droht nun unse­ren Pla­ne­ten und uns zu ver­nich­ten.

Wir sind bereits jen­seits des "point of no return"* ange­kom­men. Es gibt kein Entrinnen.

Eine Men­ge Bau­wer­ke, die Men­schen errich­te­ten um "die Natur" zu bän­di­gen - meist gelingt das ja auch - schei­nen Sicher­heit zu bie­ten. Aller­dings nur für eine bestimm­te Zeit - dann haben die 'Natur­kräf­te' (z.B.): Wind, Was­ser, Eis und Sand in ihrer ste­ten Arbeit gegen die mensch­li­chen Kon­struk­tio­nen gewon­nen .... wenn uns näm­lich die Ener­gie ausgeht!

In ein­hun­dert Jah­ren, wenn wir alle, die wir jetzt leben, tot sind, wer­den die­se Kräf­te immer noch gegen das "Men­schen­werk" arbei­ten und schließ­lich unse­re Spu­ren von die­sem Pla­ne­ten tilgen ....

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Der Begriff kann auch so erklärt werden:
In einem bio­lo­gi­schen System gibt es einen Zeit­punkt an dem selbst unter Ein­satz aller erdenk­li­chen Mit­tel eine Umkehr des ablau­fen­den Ver­falls nicht mehr umge­dreht wer­den kön­nen - das System bricht zusammen.
Bei­spiel "kip­pen­der See":
Das öko­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht wird gestört und Arten wer­den ver­nich­tet. Selbst deren Wie­der­ein­brin­gung stellt das Gleich­ge­wicht nicht wie­der her, der See endet als 'totes Gewäs­ser' ohne Leben. 

*update*
(20.06.2014)
Sie­he hier­zu auch:
"Die Welt­be­völ­ke­rung steigt
und die vor­han­de­nen Resour­cen schwinden .... "

 

bookmark_borderEnergie

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Wenn das Leben so dahin­plät­schert und Alles in gere­gel­ten Bah­nen ver­läuft fällt uns das übli­cher­wei­se nicht auf. Das ist 'Nor­ma­li­tät'. Sobald aber Stö­run­gen auf­tre­ten ver­braucht der All­tag mehr Ener­gie und nach eini­ger Zeit der "Über­last" sogar mehr als über­haupt ver­füg­bar ist. 

Genau dann wird selbst die klein­ste Unre­gel­mä­ßig­keit zum Fiasko.

Das zu bekla­gen reicht natür­lich nicht. Es heißt recht­zei­tig die Brem­se zu zie­hen und "einen Gang zurück zu schal­ten".
Es geht.
Obwohl es natür­lich auch Auf­wand bedeu­tet - und Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den müs­sen WAS ent­behr­lich oder weni­ger wich­tig ist und des­we­gen war­ten kann.

Zum Wochen­an­fang wün­sche ich allen hier Lesen­den einen guten Start in die Woche und die Kraft auch mal "Nein!" zu sagen - um Ener­gie in Reser­ve zu hal­ten und sich nicht selbst in Bedräng­nis zu bringen.

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bookmark_borderDer Mensch ....

glaubt ja am Lieb­sten das, was er schon immer geglaubt hat ....

Eine Mei­nung zu ändern, ein Vor­ur­teil auf­zu­ge­ben, ein lieb­ge­wor­de­nes Ritu­al zu durch­bre­chen erfor­dert mehr Auf­wand als Vie­le zu lei­sten bereit sind. Des­we­gen ist es ja so schwer in einem Land wie "D", mit stän­dig lau­ern­der Pres­se, etwas zu verändern:
Kaum ist es her­aus, wird es bekannt gemacht und schon hagelt es Kri­tik - oft sogar dann schon, wenn der Sach­ver­halt noch nicht ein­mal publi­ziert wur­de son­dern ledig­lich sche­men­haft in Kurz­form vor­liegt um eine Vor­ab-Infor­ma­ti­on zu geben ....

Das geht natür­lich nicht nur mit Din­gen des täg­li­chen Lebens so. Viel emp­fäng­li­cher sind Men­schen für Infor­ma­tio­nen zur Gesund­heit, ganz außer­or­dent­lich inter­es­sie­ren sol­che "Rezep­te" die es ermög­li­chen ohne Reue und ohne Ein­schrän­kun­gen wei­ter 'zu genie­ssen' - das erklärt - aus mei­ner Sicht - den augen­blick­li­chen 'boom' bei Koch- und Rezepte-Sendungen ....

Seit vie­len Jah­ren ver­tre­te ich die Auf­fas­sung, man sol­le sich nicht von "Rat­ge­bern" abhän­gig machen, weil nun ein­mal allen "Rat­ge­bern" gemein ist, daß sie mit dem Rat den sie geben Geld verdienen: 


Kein Rat = kein Geld!

Viel Rat = viel Geld!

Da liegt es doch nahe, wenn man annimmt, daß sol­che "Rat­ge­ber" immer neue, immer kom­ple­xe­re und immer mehr Rat­schlä­ge geben, die ein­schnei­den­de Ände­run­gen erfor­dern würden ....


10. Juli 2008 17:50

bookmark_borderEs geht abwärts ....

und das schnel­ler als zuvor erwartet ....
 




  [Quel­le]
 
Wie ja schon frü­her berich­tet gibt es seit gerau­mer Zeit Hin­wei­se, daß das Erd­öl spä­te­stens 2050 außer­or­dent­lich knapp sein wird - das bedeu­tet eine Umwäl­zung welt­weit, mit hef­tig­sten Ver­tei­lungs­kämp­fen. "Übrig blei­ben" nur Jene, die unab­hän­gig von Öl Nah­rung zu pro­du­zie­ren in der Lage sind - und da fra­ge ich:
Wer kann noch 'Land­wirt­schaft' betrei­ben die soviel abwirft, daß man davon leben und im näch­sten Jahr neu säen kann?

Vor die­sem Hin­ter­grund erscheint es plau­si­bel anzu­neh­men, daß die soge­nann­ten "Indu­strie­län­der" hin­ter die soge­nann­ten "Drit­te-Welt-Län­der" zurück­fal­len werden ....

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

23. Juni 2009 21:53

bookmark_borderImmer wieder erfreulich ....

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.... ist es, wenn zu Unrecht ein­ge­sperr­te Men­schen end­lich ihre Frei­heit erlan­gen. Da schwebt uns hier­zu­lan­de natür­lich sofort das Bild des Herrn Mollath aus Bay­ern - wo die Uhren noch anders gehen - vor Augen ....

Doch "Halt!", das hat sich seit vor­ge­stern geän­dert, da wur­de der Herr Cho­dor­kow­ski 'befreit':

"Tri­umph der deut­schen Geheimdiplomatie"

Nach­rich­ten­sen­dun­gen und die main­stream-Pres­se sind voll davon und ein­hel­lig der Meinung:
Einer dem Unrecht getan wur­de ist zu Recht vor­zei­tig frei gekommen.
Im Geschwur­bel der Medi­en fehlt mir die (aus­ge­wo­ge­ne, dif­fe­ren­zie­ren­de) Hin­ter­grund­in­for­ma­ti­on - sonst gibt es zu jedem Pipi­fax eine "Son­der­sen­dung", hier wäre eine erwei­ter­te Betrach­tung der Gescheh­nis­se durch­aus wün­schens­wert und ange­bracht gewe­sen. Aber "Nada!", "Nichts!", "Not­hing!"

Was mich beson­ders stört:
Nie­mand scheint eine Initia­ti­ve für die bestimmt unschul­di­ge Chel­sea Man­ning [vor­mals: Brad­ley Man­ning] zur Befrei­ung aus den U.S.-Kerkern ange­sto­ßen zu haben. An der wur­de ein Exem­pel sta­tu­iert, näm­lich Staats­rai­son vor Rechtsstaatlichkeit.

Aber viel­leicht weiss ich nur nichts davon und es gibt eine 'gehei­me Mission' ....

Mollath - Man­ning - Cho­dor­kow­ski - drei wahl­los her­aus­ge­grif­fe­ne Bei­spie­le bestimmt nicht direkt ver­gleich­ba­rer Fäl­le von abge­stuf­ter Staats­will­kür. Allein schon Umfang und Art der Bericht­erstat­tung dar­über las­sen weit­ge­hen­de Schlüs­se über den Zustand und die Ziel­rich­tung unse­rer Repu­blik zu.

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bookmark_borderIch bin (k)ein Elephant, Madame!

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".. Ich bin ein Elephant, Madame! .." behan­delt den Auf­stand von Schü­lern die ver­su­chen die auto­ri­tä­ren Struk­tu­ren ihrer Schu­le zu durch­bre­chen. Sie ver­lan­gen eine demo­kra­ti­sche Schul­form. Der Film ent­larvt die Leh­rer, die sich an der alt­her­ge­brach­ten Form von Schu­le fest­klam­mern. [Bear­bei­te­tes Zitat nach WIKIPEDIA]

Die neue Schreib­wei­se "Elefant" hat die älte­re Form "Elephant" abge­löst - was wohl ganz im Sin­ne des Film­in­hal­tes als Ergeb­nis der Auf­leh­nung gegen alt­her­ge­brach­te Struk­tu­ren ver­stan­den und inter­pre­tiert wer­den kann. 

Ganz im Zeit­ge­fühl der aus­lau­fen­den sech­zi­ger Jah­re aus­ge­stal­tet war der Film zum dama­li­gen Zeit­punkt ein 'Auf­re­ger', denn sich gegen Auto­ri­tä­ten (Leh­rer) zu stem­men galt als Auf­ruhr gegen die bestehen­de Ord­nung. Den­noch waren der­glei­chen Anstö­ße wich­tig. Sie konn­ten den Aber­witz man­cher Rege­lun­gen und Ver­hal­tens­nor­men nicht nur in den Schu­len, son­dern den Umgang der Gesell­schaft mit ihren Her­an­wach­sen­den schlecht­hin, ver­deut­li­chen und durch die Über­spit­zung als unsin­nig und lei­stungs­min­dernd vorführen.

Viel­fach preis­ge­krönt ist der­glei­chen sozi­al- und gesell­schafts­kri­ti­sches Film­schaf­fen durch die gigan­to­ma­ni­schen U.S.-Produktionen abge­löst wor­den. Die sol­len nur noch 'unter­hal­ten', aber nicht mehr zum Nach­den­ken anre­gen. Wir sind über­schüt­tet mit ame­ri­ka­ni­schem Film­schund der von den wah­ren Pro­ble­men ablenkt und die not­wen­di­ge Kri­tik am gesell­schaft­li­chen Irr­weg in für die Mäch­ti­gen erträg­li­chen - weil unge­fähr­li­chen - Bah­nen lenkt.

Wenn also an irgend­ei­ner Stel­le der Satz "Frü­her war Alles bes­ser" zutrifft, dann bei dem, was uns heu­te so als "Filmkunst" prä­sen­tiert wird.

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[Trai­ler]