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bookmark_borderMein "Spruch des Jahres" [für 2017]


Am schäd­lich­sten sind die Flaschen,
die in der Regie­rung sitzen
und die niemand,
für kein Pfand der Welt,
zurück nimmt.

Die EU-Gly­pho­sat-Ent­schei­dung - her­bei­ge­führt durch ein "Ja" des CSU Agrar­mi­ni­sters zugun­sten der Ver­län­ge­rung um 5 Jah­re anstatt einer Ent­hal­tung wegen des Ein­spruchs der SPD Umwelt­mi­ni­ste­rin Hendricks - hat gezeigt wie die CSU tickt: 

Egal was abge­spro­chen ist, ent­we­der mit der CDU oder dem (immer noch) Koali­ti­ons­part­ner SPD, es ist völ­lig nutz­los. Die Lob­by­isten haben die CSU (und ver­mut­lich nicht nur die­se, wie immer wie­der ein­mal her­aus­kommt) fest im Griff.

Wer es bis­her noch schaff­te sich ein­zu­re­den die SPD wer­de 'stark blei­ben' und so ihre Aus­sa­ge am Wahl­abend ein­hal­ten, das Ver­spre­chen kei­ne erneu­te "Gro­ße Koali­ti­on" mit zu machen, sieht sich ge- bzw. ent­täuscht. Denn, und da wage ich die Pro­gno­se, es wird trotz all des Getö­ses der SPD über den Ver­rat der CDU/CSU von heu­te [27.11.2017] wie­der eine gro­ße Koali­ti­on geben .... was zugleich das end­gül­ti­ge *AUS* für die SPD bedeu­ten wird, mit weni­ger als 20% fällt sie in die Bedeutungslosigkeit. 

Es ist wie beim Stier­kampf, der Phra­sie­rung des Paso Doble:
Der Tore­ro reizt und hetzt den Stier, am Ende gibt er ihm den Todesstoß.

bookmark_borderDe finibus bonorum et malorum. Hä ...?

oder:
Ver­führt Macht Män­ner zu sexu­el­len Übergriffen?

In den U.S.A. rollt eine Wel­le von Ent­hül­lun­gen zu sexu­el­ler Belä­sti­gung von Frau­en durch Män­ner in Schlüs­sel­po­si­tio­nen, in Macht­po­si­tio­nen im Show­busi­ness und in der Poli­tik. Wahr­schein­lich fol­gen dem­nächst wei­te­re Ver­öf­fent­li­chun­gen sol­chen Fehl­ver­hal­tens aus der Wirt­schaft, denn es ist kaum anzu­neh­men, dass das ein Sek­tor ist, in dem sol­cher­lei Miß­brauch nicht vorkommt.

Wenn Män­ner ihre Fin­ger nicht von Frau­en las­sen kön­nen die klar machen, dass sie das nicht wol­len und tole­rie­ren ist es schlimm genug. Die­se Annä­he­rungs­ver­su­che durch geöff­ne­te Bade­män­tel, Nackt­auf­tritt oder Mastur­ba­ti­on vor den Objek­ten der Begier­de sind wahr­haf­tig abscheu­lich. Noch wider­li­cher aller­dings sind sol­che ver­lo­ge­nen, erz­christ­li­chen Lum­pen. Die, wie der Senats­kan­di­dat Moo­re, sich an Min­der­jäh­ri­ge her­an manchen. 

Letz­te­rer hat sich selbst bela­stet als er in einem Inter­view von sei­ner Ehe­frau sprach:
Mit 15 hat er sie 'beob­ach­tet' und gehei­ra­tet hat er sie dann als sie 23 wur­de.
Schon da hat er also eine Min­der­jäh­ri­ge im Visier gehabt - wes­we­gen die Anschul­di­gun­gen der ande­ren Frau­en umso glaub­wür­di­ger sind.

Wie kürz­lich mehr­fach beim Herrn bloed­bab­b­ler zu lesen war ist es bei uns manch­mal nicht sehr viel bes­ser um die Moral und den Anstand bestellt.

Was her­vor­ge­ho­ben wer­den muß ist aus mei­ner Sicht die Ver­lo­gen­heit beson­ders kirch­li­cher Krei­se, die oft in sol­che Über­grif­fe ein­ge­bun­den sind und sie zu ver­tu­schen suchen - oder gar selbst die Täter sind. Da bekommt der Begriff "Christ­li­che Näch­sten­lie­be" eine völ­lig neue, ver­ab­scheu­ungs­wür­di­ge Bedeutung.
Zu all dem Leid das Reli­gio­nen über die Welt brin­gen kommt nun eine wei­te­re Dimen­si­on hin­zu. Spä­te­stens da müß­ten doch bei Vie­len die Alarm­glocken läu­ten und der Gedan­ke an einen Kir­chen­aus­tritt end­gül­tig in die Tat umge­setzt werden.

(On the ends of good and evil)

bookmark_borderWie Frau G verschwand

Herr W stand von sei­nem Com­pu­ter­ses­sel auf und schau­te sich neben­an im Wohn­zim­mer nach Frau G um. Die hat­te auf eine, sei­ne, in den Raum gewor­fe­ne Anmer­kung nicht geant­wor­tet. Was nicht an sich beun­ru­hi­gend war. Nicht immer ant­wor­te­te sie auf sei­ne Zwi­schen­ru­fe aus dem ande­ren Zim­mer. Bei­spiels­wei­se dann, wenn das Fern­seh­pro­gramm - wider Erwar­ten - doch ein­mal in der Lage war ihre Auf­merk­sam­keit tat­säch­lich zu 100% zu vereinnahmen.

Manch­mal hat­te er frü­her "Erde an Frau G - bit­te ant­wor­ten Sie!" oder "Alarm­stu­fe rot - Frau G ant­wor­tet nicht!" oder "Wir dan­ken Frau G, dass sie mit uns gespro­chen hat!" geru­fen. Auf die Dau­er war es aller­dings lächer­lich gewor­den sich dazu immer neue Vari­an­ten aus­zu­den­ken und sie ins Nach­bar­zim­mer zu rufen. Wenn es wich­tig war stand er auf und ging hin.

Er war also auf­ge­stan­den und in den Nach­bar­raum gegan­gen - nur um ihn völ­lig leer vor­zu­fin­den. Natür­lich nicht völ­lig leer, die Möbel stan­den da, der Hund lag auf sei­nem übli­chen Platz, der Fern­se­her lief, Frau Gs Ses­sel aller­dings war leer. Die Kis­sen rechts und links der Leh­ne, noch so arran­giert wie Frau G es gern hat­te: An die Sei­te gedrückt und ein wenig den Rücken unter­stüt­zend. Wie die farb­lich ange­paß­te Fleece­decke, einen Farb­ton dunk­ler als das Rot des Ses­sels, die noch ihre Kon­tu­ren aufwies.

Frau G war abwe­send. Er hat­te nicht wahr­ge­nom­men wie sie ver­schwun­den war. Sofern sie denn ver­schwun­den war und er es sich nicht nur ein­bil­de­te. Also mach­te W sich auf die Suche in der rest­li­chen Woh­nung. Irgend­wo muß­te sie ja sein, Ehe­frau­en ver­schwin­den nicht ein­fach so. Wenig­stens nicht in zivi­li­sier­ten Län­dern und mit­ten im Abend­pro­gramm des Fernsehens.

Sie war nicht in ihrem Schlaf­zim­mer, nicht in der Küche, wo gera­de die Spül­ma­schi­ne dabei war das Geschirr des Tages zu rei­ni­gen, damit es wie­der ein­ge­räumt, an sei­nen Platz geräumt wer­den konn­te. Die Wasch­ma­schi­ne und der Trock­ner stan­den ohne Akti­vi­tät, es sah auch nicht so aus als ob sie da etwas zum waschen oder trock­nen vor­be­rei­tet hätte. 

W mach­te sich auf zum Bad wo kürz­lich die Fächer­pal­me vom Bal­kon Zuflucht vor den ein­set­zen­den Nacht­frö­sten gefun­den hat­te. Bad begrünt. Mal sehen. Es war ein Ver­such. Eige­ne Über­le­gung, nicht aus der Abtei­lung "Rat­ge­ber" einer Wer­be­zei­tung oder "Schö­ner Gärt­nern". Ein Risi­ko, denn wer wuß­te schon ob sich eine Fächer­pal­me im Bad wohl­füh­len könn­te. 'Pie­seln unter Pal­men!' dach­te er ver­schmitzt und ein Lächeln mach­te sich auf sei­nem Gesicht breit.

Das Bad, an des­sen Tür er kurz geklopft hat­te und weil er kei­ne Ant­wort bekam sie öff­ne­te, war leer. Auf der Pal­me sah er eine klei­ne Spin­ne her­um­lau­fen. Na schön, Haupt­sa­che sie blieb dort, dach­te er, wenn sie näm­lich Frau G erschrecken wür­de wäre es um sie gesche­hen. Adieu Spinne!

Kei­ne Frau G weit und breit in der gan­zen Woh­nung. Herr W schau­te in die klei­ne Mes­sing­scha­le auf der Flur­ab­la­ge. Dort wur­den Frau Gs Schlüs­sel depo­niert wenn sie zu Hau­se ankam, noch bevor sie übli­cher­wei­se ihren Man­tel oder ihre Jacke aus­zog. Die Mes­sing­scha­le war leer, so wie zuvor Bad, Küche, Wohn- und Schlaf­zim­mer. Kein Schlüs­sel. Nur ein altes Bobon­pa­pier­chen, das es noch nicht in den Abfall geschafft hatte.

Aha, sie war dem­nach nicht von Ali­ens ent­führt wor­den, sie hat­te ihre Schlüs­sel dabei und war fort. Das aller­dings beru­hig­te ihn. Obwohl: Auch wie­der nicht. Denn obschon nach 40 Jah­ren Ehe man­ches unge­sagt blei­ben kann weil der ande­re sowie­so zu deu­ten weis was beab­sich­tigt ist, hat­ten sie Bei­de stets Abwe­sen­hei­ten ange­kün­digt und dazu oft den Grund dafür mit­ge­teilt. Min­de­stens war es kei­ne über­stürz­te, kopf­lo­se Flucht gewe­sen als sie ging.

W mach­te sich auf den Weg zurück in die Küche und dach­te dar­über nach ob er viel­leicht ein Klin­geln über­hört hat­te. Manch­mal war er - mit Kopf­hö­rern auf den Ohren um den Ton aus dem Com­pu­ter zu hören ohne dabei dem Fern­seh­ton von neben­an Kon­kur­renz zu machen - schon über­rascht Frau G am Tele­fon zu fin­den. Das Signal des ankom­men­den Anru­fes hat­te er zu Zei­ten nicht gehört, über­hört, weil er sich so auf das kon­zen­trier­te, was er gera­de im Com­pu­ter ansah.

Wäh­rend W mecha­nisch die Kaf­fee­ma­schi­ne vor­be­rei­te­te, Was­ser ein­goß, Kaf­fee­pul­ver abmaß und ein­schal­te­te, grü­bel­te er, was wohl Frau G so eilig hat­te fort­ge­hen las­sen. Ohne dass sie ihm Bescheid gesagt hat­te. Einen äuße­ren Anlaß konn­te man aus­schlie­ßen. Sonst hät­te der Hund ange­schla­gen. W nahm sich vor näch­stens bes­ser dar­auf zu ach­ten was neben­an vor­ging und ab und zu ein­mal nach­zu­se­hen. So ohne Grund, ein­fach nur um sicher zu gehen, dass Frau G noch da war.

Die Kaf­fee­ma­schi­ne gab son­der­bar röcheln­de, schnie­fen­de und spucken­de Töne von sich - ein Zei­chen, dass sie in Kür­ze mit der Zube­rei­tung fer­tig sein wür­de. Die­se Lau­te aus der Maschi­ne erin­ner­ten W immer an einen Kom­mi­li­to­nen im Grund­stu­di­um. Der trank Tee und sei­ne Schlucke waren immer von schlür­fen­den, schmat­zen­den und röcheln­den Tönen beglei­tet wor­den. W nahm ein Glas aus dem Schrank und gab etwas fri­sche Milch hin­ein. Das hat­te er schon als Stu­dent so gemacht. Es spar­te einen Löf­fel, den brauch­te man nicht zu spülen. 

Er ging in sein Arbeits­zim­mer und nahm einen - geräusch­lo­sen - Schluck Kaf­fee. Es war eine gute Wahl gewe­sen die Kaf­fee­sor­te zu wech­seln, dach­te er, die­ser war aro­ma­ti­scher und schmeck­te viel bes­ser. Fast so wie die spa­ni­sche Vari­an­te, die er jedes­mal mit nach Hau­se nahm, nach der Über­win­te­rung dort. Fair gehan­delt, dazu aro­ma­tisch und nicht bit­ter. Zwar war die­se Sor­te um zwei Euro teu­rer, aber das war ihm ein gutes Gewis­sen wert. 

Was hat­ten sie zuletzt bespro­chen, was könn­te einen Hin­weis geben wo sie geblie­ben war? Es wur­de W bewußt, dass Frau G wohl ein ähn­lich 'lee­res' Gefühl immer dann haben muß­te wie das, was er gera­de emp­fand. Immer dann, wenn er sich auf den Weg in den Süden mach­te und sie in Deutsch­land zurück blieb. Da konn­te sie lan­ge in der Woh­nung nach­se­hen, er war ja weg. Nein, schoß es ihm in den Sinn, so ganz genau gleich war das nicht, sie wuß­te ja wo er war. Schon des­we­gen, weil er fast täg­lich anrief und berichtete.

Als er in sein Zim­mer ging um sei­ne Schu­he anzu­zie­hen - er woll­te den Such­ra­di­us ver­grö­ßern und das konn­te nicht in Haus­schu­hen pas­sie­ren - hör­te er wie der Hund sich rap­pel­te und von sei­nem Plätz­chen her in sei­ne Rich­tung lief. Er beschloß den Hund mit­zu­neh­men. Es konn­te nicht scha­den, viel­leicht gab er drau­ßen einen Hin­weis wo W sich hin wen­den muß­te um Frau G zu fin­den. Geschirr umle­gen, rote Kot­beu­tel ein­stecken, ein Küchen­tuch in die Jacken­ta­sche und in die ande­re sei­nen Schlüs­sel­bund. Vor­sorg­lich griff er noch zu der klei­nen, run­den LED-Leuch­te. Es war ja schon dun­kel. Viel­leicht wür­de er eine Lam­pe brauchen.

Der Hund führ­te sei­ne übli­chen Freu­den­sprün­ge aus. Das mach­te er immer wenn es nach drau­ßen ging, seit er ganz klein war. So ein Hun­de­le­ben hat nicht gera­de viel Aben­teu­er und Abwechs­lung dach­te W. Es ist viel Rou­ti­ne und wenig Neu­es was da so täg­lich abläuft. Son­der­ba­rer­wei­se wur­den die Hun­de als "brav" bezeich­net die dull auf ihrem Platz ver­harr­ten. Dabei waren die doch eher die Lang­wei­ler. Ihr Hund war von Anbe­ginn von der wil­den Sor­te gewe­sen und alle Ver­su­che ihn zur Ruhe zu brin­gen waren nur von kurz­fri­sti­gem Erfolg gewe­sen. Es war eben ein Aus­bund, immer schnell auf 180, nie so rich­tig relaxed.

Drau­ßen vor der lan­gen Trep­pe nach unten pack­te W den Hund am Geschirr und klemm­te ihn unter den Arm. Die Trep­pe war für den Rücken des Tie­res zu lang und zu steil. Außer­dem hat­ten sie frü­her fast eben­erdig gewohnt und das war für das Tier nie ein Pro­blem gewe­sen. Am Fuß der Trep­pe setz­te er den Hund auf den Plat­ten­weg und hielt dabei die Lei­ne fest. Denn was folg­te war stets gleich: Der Hund wür­de los­stür­men, hin zu einem unbe­kann­ten Ziel. Das nur er kann­te. Er mach­te dann den Ein­druck es sei ganz drin­gend dort­hin - wo auch immer - hin­zu­kom­men. So, als ob es schon fast zu spät wäre.

W schau­te im Vor­bei­ge­hen zum Auto unter dem Car­port. Kei­ne Frau G beim Auto. Es hät­te ja sein kön­nen, dass sie etwas von dort hät­te holen wol­len. Manch­mal war das schon vor­ge­kom­men, nach eine län­ge­ren Rei­se wie der, die sie gera­de vor­ge­stern been­det hat­ten. Irgend­was bleibt immer im Auto lie­gen von all dem Klein­kram den man so meint für eine län­ge­re Abwe­sen­heit zu brauchen.

Wäh­rend er von der lan­gen Ein­fahrt hin­ten, ent­lang der Ost­fas­sa­de des Hau­ses, zur Stra­ße hin lief, warf er einen Blick in die Erd­ge­schoß­woh­nung die kürz­lich neu ver­mie­tet wor­den war. Der neue Mie­ter war ein allein­ste­hen­der Mann mitt­le­ren Alters. Wahr­schein­lich wie­der ein Fall von Tren­nung in der 'midlife'-Krise, das war die Zeit, in der vie­le Ehen in die Brü­che gin­gen. Dafür sprach - unter ande­rem - die recht spär­li­che Aus­stat­tung und Möblie­rung: ein Ses­sel, zwei Stüh­le, ein Tisch und eine kom­mo­den­ar­ti­ge, nied­ri­ge Anrich­te mit einem Fern­se­her dar­auf. Anson­sten vie­le halb offe­ne und noch mehr unge­öff­ne­te Kisten. Das wird dau­ern, dach­te W, es sieht nicht danach aus als ob hier bald 'Ord­nung' ein­keh­ren würde.

Der Hund hat­te an der Lei­ne gezo­gen, was W aus sei­nen Gedan­ken riß und er kon­zen­trier­te sich jetzt ganz auf den Gas­sigang. Fast hät­te er ver­ges­sen, das fiel ihm nach ein paar Metern ein, nach Frau G Aus­schau zu hal­ten. Es war ja der eigent­li­che Grund für sei­nen spä­ten Gang nach drau­ßen gewesen.
Der Hund wie­sel­te von rechts nach links und wie­der zurück, den Kopf ganz tief und die Nase fast auf dem Boden. Man konn­te erken­nen wenn er etwas Inter­es­san­tes auf­spür­te. Dann blieb er ste­hen, dreh­te sich um die­sen Punkt her­um - um schließ­lich, nach Hun­de­art, ein Zei­chen sei­ner Anwe­sen­heit zu hinterlassen. 

W folg­te dem Hund und schau­te blin­zelnd zum Nacht­him­mel hoch. Es war klar. Die Milch­stra­ße zog sich von Hori­zont zu Hori­zont. Begrenzt von den um die­se Jah­res­zeit bunt gefärb­ten Laub­wäl­dern, die sich in sanf­ter Linie par­al­lel rechts und links des Tales hin­zo­gen. Die wer­den noch da sein wenn ich schon ver­mo­dert oder sonst­wie ent­sorgt bin, über­leg­te W, und der Gedan­ke ver­droß ihn. 

Wer weiß, dach­te er, wenn es zu einer Kol­li­si­on mit einem Meteo­ri­ten oder einem Aus­bruch eines Super­vul­ka­nes käme wäre sowie­so für Alle auf dem Pla­ne­ten Schluß. Wenn irgend­ein Ver­rück­ter auf den berühm­ten 'Roten Knopf' drücken wür­de auch. Nicht nur die­se Vari­an­te, so vie­le men­schen­ge­mach­te Mög­lich­kei­ten für einen mehr oder weni­ger plötz­li­chen Unter­gang. Da hat­te der Pla­net schon ziem­lich lan­ge durch­ge­hal­ten und war jetzt, in den letz­ten 60 Jah­ren, zum ersten mal nicht allei­ne von natür­li­chen Kata­stro­phen bedroht. 

Ein Blick auf den Hund sag­te ihm: Durch­ge­bo­ge­ner Rücken, wie ein Kat­zen­buckel, Schwanz steil nach oben, da heißt es gleich die Kot­tü­te zücken und die Hin­ter­las­sen­schaf­ten auf­neh­men. Ein­ge­sackt und zuge­bun­den. W macht sich mit dem Hund auf den Weg zurück nach Hau­se, berg­auf, gemäch­lich. Immer noch ohne Frau G gefun­den zu haben.

Aus der näch­sten Sei­ten­stra­ße hört er Stim­men. Sel­ten um die­se spä­te Stun­de und er beschließt genau­er nach­zu­se­hen was da los ist. Eine Grup­pe von Leu­ten steht dis­ku­tie­rend und gesti­ku­lie­rend bei­ein­an­der. W schal­tet die Lam­pe an und leuch­tet in Rich­tung auf die Stim­men. Mit­ten unter den Unbe­kann­ten steht Frau G, gegen die eini­ge der Grup­pe Front machen, bedroh­lich, nach ihrer Stimm­la­ge zu beur­tei­len. W beschleu­nigt sei­ne Schrit­te, der Hund wird auf­ge­regt und fängt an zu bellen.

Als W sich der Grup­pe nähert lösen sich eini­ge jun­ge Män­ner her­aus und wen­den sich W zu. Einer prescht vor und baut sich vor ihm auf. Als er plötz­lich zuschla­gen will weicht W seit­lich aus - über sich selbst erstaunt, weil er sich mit über Sieb­zig noch so schnell bewe­gen kann - und hebt ein Bein um den Geg­ner mit einem har­ten Tritt ans Knie zu Fall zu brin­gen .... in die­sem Moment spürt er einen umklam­mern­den Griff von Hin­ten um sei­nen Hals. W bleibt die Luft weg, er hat das Gefühl zu ersticken und mit letz­tem Atem schreit er so laut er kann "Hiil­fe­ee, Hiiilfeeee!" 

W blin­zelt in hel­les Licht, bemerkt, dass Frau G ihn an der Schul­ter gepackt hat und schüt­telt. Dabei fragt sie besorgt: "Geht es dir nicht gut? Hast du 'was, 'was Schlech­tes geträumt?"
W setzt sich, schweiß­ge­ba­det, in sei­nem Bett auf und wird lang­sam wach ....

 

bookmark_borderBlindversuch

Wenn der Bot­tro­per Apo­the­ken­skan­dal ein Gutes hat, so ist es die ein­ma­li­ge Chan­ce zu prü­fen, wel­che Pati­en­ten ver­dünn­te oder gar lee­re Infu­sio­nen beka­men - und so fest­zu­stel­len wie die Über­le­bens­ra­te mit und ohne (wie hier) Medi­ka­ti­on ist.

Denn Che­mo­the­ra­peu­ti­ka (Volks­mund: "Krebs­me­di­ka­men­te") ste­hen ja im Ver­dacht nicht all­zu­oft das zu tun wozu sie gege­ben wer­den. Das aller­dings zu einem hohen Preis. Es ist die teu­er­ste Medi­ka­ti­on die ver­ord­net wer­den kann [abge­se­hen von eini­gen bio­lo­gisch erzeug­ten Immun­sti­mu­la­to­ren und sol­chen Medi­ka­men­ten, die auf den Stoff­wech­sel einwirken].

Sieht man es also posi­tiv ist hier durch die kri­mi­nel­le Ener­gie des Apo­the­kers Peter Stadt­mann die Mög­lich­keit geschaf­fen wor­den eine Grup­pe von The­ra­peu­ti­ka zu prü­fen bei denen sich anson­sten eine Ver­gleichs­pro­be ("Leer­me­di­ka­ti­on" bzw. Pla­ce­bo; Ver­gleichs­grup­pe; Dop­pel­blind­ver­such) ver­bie­tet, weil es unethisch wäre Krebs­pa­ti­en­ten die erfor­der­li­che / vor­han­de­ne Medi­ka­ti­on zu versagen.

Die Daten lie­gen vor.

Nur hat­te bis­her offen­bar noch nie­mand die Idee das in einer Stu­die zusam­men zu fas­sen und wenig­stens Bewei­se für oder gegen die Wirk­sam­keit ein­zel­ner Pro­duk­te (Medi­ka­men­te / Medi­ka­men­ten­mi­schun­gen) zu fin­den. Damit wäre wenig­stens den zukünf­ti­gen Pati­en­ten geholfen.

bookmark_borderVon Nachbarn, Fremden und Geflüchteten

Ein Zitat [Quel­le]:

" .. Stel­len Sie sich vor, Sie und Ihre Nach­barn müss­ten wegen Bür­ger­krieg, Hun­ger, Ter­ror flie­hen. Da wäre die hilfs­be­rei­te Fami­lie Mei­er, die aller­dings ent­setz­lich fromm ist. Dann der recht­ha­be­ri­sche Herr Mül­ler, mit dem man aber schon aus­kom­men kann, die intri­gan­te Trat­sche Krau­se, die zwang­haf­ten Hubers, bei denen kein Gräs­chen am fal­schen Ort wach­sen darf. Schließ­lich wären noch die Hans­manns aus der Vil­la, Ellen­bo­gen­men­schen, die sich für was Bes­se­res hal­ten, und die dubio­sen Fran­kes, bei denen man nicht so genau weiß, wovon sie leben.

swe


 

Glau­ben Sie, dass Sie und Ihre Nach­barn am Ende der Flucht geläu­tert und mit Hei­li­gen­schein ver­se­hen wären? Nein! Sie alle wären genau­so hilfs­be­reit, recht­ha­be­risch, intri­gant, rück­sichts­los, faul wie zuvor .. "

 

Es ist für­wahr schon eine beach­tens­wer­te Ana­ly­se die in die­sem Bei­spiel steckt. Das wur­de zwar für eine ganz ande­re Beweis­füh­rung erdacht, trifft jedoch den Nagel auf den Kopf. Die Namen sind natür­lich rein zufäl­lig, aber ken­nen wir sie nicht alle, die hilfs­be­rei­ten Mei­ers, recht­ha­be­ri­schen Mül­lers und die intri­gan­te Trat­sche Krause?

Egal wo man wohnt trifft man stets auf die genann­ten Cha­rak­te­re. Unwei­ger­lich ent­lar­ven sich sol­che Typen nach mehr oder weni­ger Vor­lauf­zeit durch ihr Verhalten.

Und wis­sen sie, lie­be Lesen­de, was mich da am mei­sten stört? 

Selbst wenn man sich nur um sei­nen eige­nen Kram kümmert:
Es fällt dem recht­ha­be­ri­schen Mül­ler etwas ein das er bemän­geln kann, und die intri­gan­te Trat­sche Krau­se macht sich gern dar­an es einem mög­lichst brei­ten Kreis - ob der es wis­sen will oder nicht - unter größt­mög­li­cher Aus­schmückung, dazu erfun­de­nen Details, mit­zu­tei­len. Natür­lich hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand und unter dem Sie­gel der Ver­schwie­gen­heit .... wes­we­gen ich mei­ne Zwei­fel habe wer der schlim­me­re Nach­bar ist, der, der bemän­gelt und Streit vom Zau­ne bricht, oder die/der, die sich als Lokal­zei­tung um die Ver­brei­tung bemüht.

Dio­ge­nes wuß­te schon war­um er die Ton­ne als Woh­nung wählte.

swe

PS
Ist das nun eine typisch deut­sche Cha­rak­te­ri­sie­rung? Wohl kaum, denn wo ich bis­her für län­ge­re Zeit gelebt & gewohnt habe gab es die­se Vari­an­ten an Zeit­ge­nos­sen, mal mehr, mal weni­ger aus­ge­prägt, rein oder in Mischform ....

bookmark_borderVon "Beleidigungen"

Hamed Abdel-Samad

" .. Ich respek­tie­re Mus­li­me als Men­schen und tre­te für ihr Recht auf Reli­gi­ons- und Mei­nungs­frei­heit ein, aber ich muss nicht alles respek­tie­ren, wor­an sie glau­ben. Denn Reli­gio­nen sind nur eine Samm­lung von Ideen. Kei­ne Idee steht unter Arten­schutz. Jede Idee kann kri­ti­siert und geschmäht wer­den. Wer kei­ne kri­ti­schen (sic!) Distanz zwi­schen sich und Ideen, Reli­gi­on, Nati­on oder Fuß­ball­club hat, fühlt sich immer per­sön­lich belei­digt, wenn die­se kri­ti­siert wer­den. Die­ses kin­di­sche Ver­hal­ten muss nicht von uns im Namen des Respekts hono­riert wer­den .. Und wenn Islam­kri­tik immer als Belei­di­gung der Mus­li­me inter­pre­tiert wird, dann müs­sen wir Mus­li­me eben beleidigen .. " 
[Quel­le]

Wie schon frü­her ange­merkt besteht bei vie­len Men­schen die irri­ge Annah­me man müs­se in allen Fra­gen ihrer Mei­nung sein um als 'guter Mensch', also akzep­ta­bler Mensch durch­zu­ge­hen. Was bei wis­sen­schaft­li­cher Betrach­tung der Welt eine Selbst­ver­ständ­lich­keit ist - näm­lich zwi­schen Per­son und ver­tre­te­nen Grund­sät­zen zu unter­schei­den - ist für den über­wie­gen­den Teil der Bevöl­ke­rung nicht zutref­fend.

So wer­den *Erz*feindschaften geschaffen:
Bist du nicht mei­ner Mei­nung, glaubst du nicht an ein höhe­res Wesen, an homöo­pa­thi­sche Heil­kraft oder das Vor­han­den­sein von Engeln, dann will ich mit dir nichts zu tun haben.

Sicher ist es ein­fa­cher - und bequem noch dazu - sich mit Gleich­ge­sinn­ten zu umge­ben, Anders­den­ken­de zu mei­den. Dafür spre­chen die zahl­rei­chen Ver­ei­ne und Gesell­schaf­ten hierzulande.
Was dabei ver­lo­ren geht ist Fort­schritt, Krea­ti­vi­tät und Vor­aus­pla­nung in die Zukunft. Was bedeu­tet: Die Zukunft wird erlebt, hin­ge­nom­men wie sie kommt. So tötet Bequem­lich­keit des Den­kens die Per­spek­ti­ve auf Zukunft gestal­tend Ein­fluß zu nehmen.

"Wei­ter so!", davon hat­ten wir über vie­le Jah­re genug. Oft war es sogar ein "Zurück in die Ver­gan­gen­heit", noch schlim­mer. Dem ist ledig­lich fol­gen­des abzugewinnen:
Es kann nur bes­ser werden ...!

bookmark_borderWider das "Vergessen"

" .. ein bekann­ter Poli­ti­ker, der im Hin­ter­zim­mer von einem Waf­fen­lob­by­isten eine 100.000 DM-Bar­spen­de ent­ge­gen­nimmt, die spä­ter spur­los verschwindet.

Was sich wie ein Agen­ten­kri­mi¹ liest, wur­de in den 90er Jah­ren mit der CDU-Spen­den­af­fä­re² bit­te­re poli­ti­sche Realität.

Der besag­te Poli­ti­ker heißt Wolf­gang Schäub­le und wird an die­sem Diens­tag neu­er Bun­des­tags­prä­si­dent. Schäub­le wird dann aus­ge­rech­net für die Kon­trol­le der Par­tei­fi­nan­zen zustän­dig sein und frag­wür­di­ge Par­tei­spen­den prüfen .. "

[Quel­le:abge­ord­ne­ten­watch
/ Rund­mail v. 22.10.2017]

"Wer nichts zu ver­ber­gen hat hat auch nichts zu befürch­ten!" - so heißt es doch immer. Soll­te das wirk­lich zutref­fen, so wun­dert sich augen­rei­bend der Staats­bür­ger, war­um hat dann die CDU unter H. Kohl sei­ner­zeit gemau­ert und sich mit allen Kräf­ten gewehrt die Spen­den­af­fä­re auf­klä­ren zu lassen?

Über die Rol­le Schäubles grü­belt der 'durch­schnitt­lich ver­stän­di­ge Bür­ger' schon des­we­gen, weil er aus der gan­zen Affä­re wie ein Phö­nix aus der Asche wie­der in höch­ste Staats­äm­ter gekom­men ist (und nun wie­der kommt). Ist es nur das beharr­li­che Schwei­gen zu der frü­he­ren Sache, der stück­wei­se zuge­ge­be­ne Sach­ver­halt immer dann wenn die Beweis­la­ge es schon erge­ben hat­te oder gar ein Wis­sen, das ande­ren amtie­ren­den Poli­ti­kern einen nicht wie­der gut zu machen­den Image­scha­den zufü­gen könn­te bzw. die Par­tei abstür­zen ließe?

Was frü­her ging wird heu­te noch gern so gemacht - Spen­den wer­den gestückelt und so wird die Ver­öf­fent­li­chung ver­zö­gert .... oft gera­de so lan­ge, bis die Öffent­lich­keit ander­wei­tig 'abge­lenkt' ist und der Vor­gang so unter­halb des Radars bleibt.

Was übrig bleibt ist ein unge­klär­ter Par­tei­spen­den­skan­dal, des­sen Haupt­ak­teur nun in jenes Amt kom­men wird das sol­cher­lei Machen­schaf­ten ver­hin­dern soll.


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¹ WIKIPEDIA:
" .. Es gebe hun­der­te von [Sta­si-]Pro­to­kol­len, die dem Unter­su­chungs­aus­schuss über­ge­ben wer­den könn­ten. Die­ser wer­te­te die Abhör­pro­to­kol­le mit Ver­weis auf den Schutz des gespro­che­nen Worts im Grund­ge­setz, auf die Ille­ga­li­tät der Abhör­ak­tio­nen sowie aus poli­tisch-mora­li­schen Grün­den nicht aus .. Das Bun­des­in­nen­mi­ni­ste­ri­um mach­te im April 2000 publik, dass Sta­si-Abhör­pro­to­kol­le west­deut­scher Poli­ti­ker, die sich in Bun­des­be­sitz befan­den, nach einem Beschluss der Regie­rung Kohl kurz vor der Wie­der­ver­ei­ni­gung ver­nich­tet wurden .. "

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² WIKIPEDIA:
" .. Mit­te Febru­ar 2000 ver­häng­te Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Thier­se gemäß dem Par­tei­en­gesetz gegen die CDU wegen fal­scher Rechen­schafts­be­rich­te eine Geld­bu­ße von 41,3 Mil­lio­nen DM. Die CDU ließ die­se Ent­schei­dung gericht­lich über­prü­fen, unter­lag jedoch in letz­ter Instanz vor dem Bundesverwaltungsgericht. .. "

 

bookmark_border"Wertsteigerung"

oder:
Die wun­der­sa­me Geld­ver­meh­rung bei sin­ken­dem tat­säch­li­chen Wert.

Stel­len Sie sich 'mal vor Sie gehen heu­te los und kau­fen sich ein Paar neue Schu­he für 99,- €uro. Wie­viel wer­den die im näch­sten Jahr noch wert sein? Nichts - wenig­stens nicht, wenn Sie sie ver­kau­fen wol­len. Für Sie selbst aller­dings haben die Schu­he noch einen Wert, weil sie noch kei­ne Löcher in der Soh­le und kei­ne schie­fen Absät­ze haben ....

Wie sieht es aus wenn Sie einen Klei­der­schrank für 800,- €uro kau­fen und den wie­der ver­kau­fen wol­len weil er um 12 cm zu breit ist und nicht in die vor­han­de­ne Nische paßt? Ein wenig anders als bei den Schu­hen: Dafür könn­ten Sie bei einer Ver­kaufs­platt­form mög­li­cher­wei­se noch 100,- bis 120,- €uro erlö­sen. Immer­hin, ein Teil der Inve­sti­ti­on ver­bleibt ihnen, der Rest ist zwar schmerz­lich aber beim näch­sten Mal wer­den Sie eben genau­er messen ....

Jetzt schau­en wir uns an was pas­siert wenn Sie ein Auto kau­fen: Da legen Sie ca. 30.000,- €uro auf den Tisch und es gehört Ihnen. Nach ein paar Jah­ren, sagen wir mal 4 Jah­ren, wol­len Sie ein neue­res Modell, mit all den vie­len zusätz­li­chen Eigen­schaf­ten die mitt­ler­wei­le die Auto­fir­men ein­bau­en, kau­fen. Ihr 'altes' Auto ist jetzt maxinal 50% des­sen wert wofür Sie es gekauft haben. Abzüg­lich der Händ­ler­mar­ge - der will ja schließ­lich dar­an noch etwas ver­die­nen - bekom­men Sie ca. 13.500,- €uro dafür.

Mitt­ler­wei­le ent­schlie­ßen Sie sich ein Haus zu kau­fen, nichts wirk­lich außer­ge­wöhn­li­ches, sagen wir mal 120 m² am Stadt­rand, eine Dop­pel­haus­hälf­te. Das wird so um die 200.000,- €uro kosten. Für Notar und Steu­ern rech­nen wir noch­mal 15% oben drauf, das sind zusätz­lich 30.000,- €uro, macht ins­ge­samt 230.000- €uro. Ein durch­aus nor­ma­ler Preis für so ein Haus.
Ach, da habe ich noch den Mak­ler ver­ges­sen, das sind noch 10.000,- €uro mehr.

Nach­dem Sie gekauft haben fin­den Sie in Gesprä­chen mit den Nach­barn her­aus, dass der Vor­be­sit­zer das Haus 1999 für 180.000,- DM, also 90.000,- €uro gekauft hat­te. Rech­nen wir auch hier die Notar- und Grund­er­werb­steu­er­be­trä­ge dazu kom­men wir auf einen Gesamt­preis von ca. 103.500,- €uro.

Jetzt kommt der *durch­schnitt­lich ver­stän­di­ge Ver­brau­cher* ins Grü­beln .... wie­so sind all die ande­ren Güter nichts mehr, oder fast nichts mehr wert, das Haus aber kostet nach so vie­len Jah­ren Nut­zung mehr als das Dop­pel­te des­sen, was es ein­mal als Neu­bau koste­te ..!? Dabei ist doch das Haus nicht mehr das aller­mo­den­ste, es wer­den Reno­vie­run­gen in Bad und Küche fäl­lig, das Par­kett muß abge­schlif­fen wer­den, und so weiter ....

Die Lösung ist ein­fach. Sie ist so offen­sicht­lich, dass man glatt dar­über hin­weg­sieht. So wie die mei­sten Menschen.

Die Ban­ken stecken dahin­ter. Mit ihren haus­ei­ge­nen Wert­gut­ach­tern sor­gen sie dafür, dass es eine jähr­li­che Stei­ge­rung der Prei­se gibt, ihre Immo­bi­li­en­ab­tei­lun­gen erle­di­gen dann den Rest. Zudem heben sie die Mak­ler­mar­ge ganz sach­te über die Jah­re an:
Waren es in 1999 noch um die drei Pro­zent, so lie­gen wir jetzt bei mehr als 5%, und das zah­len nicht nur die Käu­fer, son­dern (je nach Regi­on) mitt­ler­wei­le auch die Ver­käu­fer. Eine Stei­ge­rung um 7% [3 → 5 , und das zwei­mal = 10 - 3 = 7%]. Die frei­en Mak­ler fol­gen umgehend.
Alles obi­ge war ohne Mehr­wert­steu­er, die hat sich in die­sen Jah­ren von 13 auf 19% erhöht. Der Staat braucht immer mehr Geld, denn schließ­lich müs­sen ja die stei­gen­den Abge­ord­ne­ten­ver­gü­tun­gen & -pen­sio­nen irgend­wie bezahlt werden.