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bookmark_borderManuela Schwesig konkretisiert ....

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Bezug:
Geset­zes­vor­ha­ben zur För­de­rung südeuropäischer,
von Arbeits­lo­sig­keit betroffener/bedrohter Jugendlicher.

Weil ich ja anson­sten gern kri­tisch über CDU und SPD berich­te und des­we­gen auch schon man­ches E-Mail bekom­men habe, in dem mir das vor­ge­wor­fen wur­de, will ich ein­mal sagen:
"Gut so, Frau Ministerin!" 
und stel­le heu­te ein Pro­jekt der neu­en Koali­ti­ons­re­gie­rung vor das man getrost mit
"Hut ab, gut geplant!" begrü­ßen kann.

Was ihren Vor­gän­ge­rin­nen Ursu­la von der Ley­en Lügen (CDU) und Kri­sti­na Heul-doch-Schrö­der (CDU) nicht gelun­gen ist will nun Manue­la Schwe­sig (SPD)* beherzt anpacken, näm­lich per Gesetz eine Initia­ti­ve auf den Weg zu brin­gen, die es erlau­ben wird gleich drei Pro­ble­me auf ein­mal zu lösen: 

  • Fami­li­en, bei denen die Kin­der der elter­li­chen Obhut ent­wach­sen sind und nun auf eige­nen Füßen ste­hen haben oft leer­ste­hen­de (ehe­ma­li­ge) Kin­der­zim­mer in ihren Häu­sern, die mit unter­hal­ten und für nur weni­ge Tage im Jahr genutzt wer­den. Sol­cher­art 'ver­wai­ste' Kin­der­zim­mer sol­len nun mit arbeits­lo­sen süd­eu­ro­päi­schen Jugend­li­chen gefüllt wer­den, die in ihrer Hei­mat kei­ne Per­spek­ti­ve haben.
  • Unter dem Begriff Emp­ty-Nest-Syn­drom ver­steht man einen Zustand der meist Frau­en (aber auch zu einem gewis­sen Pro­zent­satz Män­ner!) betrifft, die wegen des Weg­zugs ihrer Kin­der eine Lee­re ver­spü­ren, die sie häu­fig nicht ver­kraf­ten und dadurch in eine Alko­hol- oder Tablet­ten­sucht abglei­ten.
    Mit einer neu­en Auf­ga­be befaß­te Frau­en - und, sofern die Män­ner schon im Ren­ten­al­ter & betrof­fen sei­en auch die­sen - wer­de mit dem 'Fami­li­en­zu­wachs' für ihren All­tag wie­der Sinn und Ziel gegeben. 
  • Den, mit­tels des dem Pro­gramm zugrun­de lie­gen­den Hilfs­fonds, ein­rei­sen­den Jugend­li­chen ste­he, so Mini­ste­rin Schwe­sig, damit nicht nur ein 'Dach über dem Kopf', son­dern auch eine fami­liä­re Atmo­sphä­re zur Ver­fü­gung, die ihnen die Ein­ge­wöh­nung in die frem­de Umge­bung und Men­ta­li­tät erleich­tern könnte.

Die Kosten der Unter­brin­gung in Fami­li­en wür­den, so ein Mini­ste­ri­ums­spre­cher, teil­wei­se dadurch wie­der 'her­ein­ge­holt', dass bei der Betreu­ung und Behand­lung der "emp­ty nester" gespart wer­de. "Eine klas­si­sche "win-win"-Situation!" freu­te sich Mini­ste­ri­al­di­ri­gent A. Huber von der CSU. Man wer­de, obwohl die SPD sei­ner­zeit gegen das Betreu­ungs­geld (eine Initia­ti­ve der CSU) pole­mi­siert hät­te, das nun vor­ge­leg­te Geset­zes­werk gern unter­stüt­zen, denn
" .. es geht hier doch um anson­sten chan­cen­lo­se jun­ge Leu­te aus finan­zi­ell zer­rüt­te­ten Ländern."

Selbst die bis­her eher blas­se, wenig bekann­te Mini­ste­rin Johan­na Wan­ka (Bil­dung und For­schung) stell­te dazu befragt fest: "Wir wer­den die Initia­ti­ve der Kol­le­gin Schwe­sig mit Mit­teln aus unse­rem Mini­ste­ri­um auf­stocken und unterstützen."
Eine Stel­lung­nah­me von Frau Mini­ste­rin Andrea Nah­les (Arbeit und Sozia­les) lag bis Redak­ti­ons­schluß noch nicht vor, es wird aber erwar­tet, dass auch sie das Gesetz unter­stüt­zen und Mit­tel bereit­stel­len wird.

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* Sie­he hier­zu auch ein wei­te­res Vor­ha­ben der Ministerin:
Manue­la Schwe­sig kon­kre­ti­siert Geset­zes­vor­ha­ben zur För­de­rung von Frau­en in Führungspositionen
Am 25. März haben Bun­des­frau­en­mi­ni­ste­rin Manue­la Schwe­sig und Bun­des­ju­stiz­mi­ni­ster Hei­ko Maas Leit­li­ni­en eines Geset­zes­vor­ha­bens für eine gerech­te Teil­ha­be von Frau­en an Füh­rungs­po­si­tio­nen vor­ge­legt. Hier aller­dings sehe ich den Erfolg eher kri­tisch, zumal offen­bar nur 330 Fir­men betrof­fen sein wer­den - da sind die ca. 35 Frau­en mehr in Auf­sichts­rä­ten ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein!

bookmark_border» Hinweis «

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... in eige­ner Sache

Ich bin - wo auch sonst? - den über­wie­gen­den Teil des Jah­res im Aus­land. Es ist wär­mer, preis­wer­ter & die Men­schen kön­nen auch mal lachen. Dort wechs­le ich gera­de von einem tem­po­rä­ren in ein sta­tio­nä­res Domizil.
Was schon bei uns in Deutsch­land - wo ALLES büro­kra­ti­siert gere­gelt ist - schwie­rig & lang­wie­rig wer­den kann, ist es hier noch ein wenig kom­pli­zier­ter und langwieriger. 

Einer­seits macht das gera­de den beson­de­ren Charme der Süd­eu­ro­pä­er aus, ande­rer­seits ist es natür­lich manch­mal ner­vig, wenn Ter­mi­ne nicht ein­ge­hal­ten wer­den und Ver­spre­chen schon gar­nicht. Oder erst nach mehr­fa­cher Erinnerung.

Alles in allem läuft es aber bis­her erstaun­lich reibungslos. 

Nur die Sache mit Inter­net & Tele­fon gestal­tet sich kom­pli­zier­ter als gedacht, eher so wie beim "Haupt­mann von Köpe­nick", aber ich bin unver­zagt & voll Erwar­tung auf das - hof­fent­lich posi­ti­ve - Endergebnis.

bookmark_borderNein, ....
*update* [09.01.2018]

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.... die­se Sei­te ist nicht in Eng­lisch verfügbar.

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Es sei denn, die/der Leser/-in macht sich die Mühe Goog­le-Über­set­zer auf­zu­ru­fen und den Text dort über­set­zen zu las­sen - die Ergeb­nis­se sind zwar nicht per­fekt, aber zumin­dest geben sie einen Ein­druck, um was es hier (in dem über­setz­ten Bei­trag) ging. 

Sie­he Beispiel

Deutsch:

Wegen tech­ni­scher Pro­bleme wer­den hier in den nächs­ten Tagen (Wochen?) wahr­schein­lich nur unre­gel­mä­ßig Arti­kel erschei­nen .... schau­en Sie trotz­dem ein­mal vor­bei, viel­leicht sind die Pro­bleme schnel­ler gelöst als ich es der­zeit abse­hen kann.

Goog­le-Über­set­zung (30.03.2014):

Due to tech­ni­cal pro­blems to be here in the next few days (weeks?) Pro­ba­b­ly appear only irre­gu­lar­ly artic­le .... so you won once over, may­be the pro­blems are sol­ved more quick­ly than I can igno­re it now.

*update* [09.01.2018]
Google-Übersetzung:

Becau­se of tech­ni­cal pro­blems here in the next few days (weeks?) Pro­ba­b­ly only irre­gu­lar­ly appear artic­le .... look any­way once over, per­haps the pro­blems are sol­ved faster than I can curr­ent­ly foresee.

Na ja. Kor­rekt hät­te es etwa so lau­ten müssen:

Due to tech­ni­cal pro­blems new artic­les will not appear regu­lar­ly on this web­site in the next few days (weeks?) .... don't hesi­ta­te to come back even­tual­ly, may­be the pro­blems are sol­ved faster than I can esti­ma­te now.

Der Weg bis zur "künst­li­chen Intel­li­genz" ist noch weit.

bookmark_borderP A U S E

Wegen tech­ni­scher Pro­ble­me wer­den hier in den näch­sten Tagen (Wochen?) wahr­schein­lich nur unre­gel­mä­ßig Arti­kel erschei­nen .... schau­en Sie trotz­dem 'mal vor­bei, viel­leicht sind die Pro­ble­me schnel­ler gelöst als ich es der­zeit abse­hen kann.

bookmark_borderWunsch & Wirklichkeit

Es ist schon eine son­der­ba­re Sache mit den Menschen:

Sie den­ken dar­über nach was gut und was schlecht ist - und dabei bleibt es mei­stens dann auch. Anstatt sich dar­an zu machen etwas zu ändern reden, und reden, und reden sie dar­über WAS sie stört und was geän­dert wer­den müß­te damit es 'bes­ser' wird.

Dabei ist es doch so ein­fach Ver­än­de­rung zu bewirken:
Man muß bei sich selbst anfangen!

Das erfor­dert aber etwas Auf­wand, mehr Auf­wand, als Vie­le zu lei­sten bereit sind. Also lie­ber nur über schlech­te Poli­tik reden und sich dar­über auf­re­gen anstatt zu handeln? 

Ich höre immer wie­der "Da sind wir sowie­so machtlos!"
- Falsch! Völ­lig falsch.

Wenn jeder in sei­ner Umge­bung etwas anders macht hat das schon Ein­fluß - aller­dings muß man sich dazu auf­raf­fen und in Kauf neh­men, dass es Men­schen in der Umge­bung gibt, die das so nicht gern haben. Weil es sie dazu zwingt Stel­lung zu beziehen.

Dann lie­ber "Wei­ter so!"
wegsehen,
aus Tra­di­ti­on alles so machen wie bisher,
wei­ter schimpfen,
und dar­auf war­ten, dass es schon irgend­je­mand, eines Tages, zum Bes­se­ren dre­hen wird.

bookmark_borderTV-Gutachter und Chefarzt ....

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Pro­fes­sor Dr. Björn Jen­sen - (angeb­li­cher) TV-Gut­ach­ter und (angeb­li­cher) Chef­arzt am Inter­na­tio­na­len Schlank-Insti­tut - was für tol­le Titel, was für ein tol­les Insti­tut, und so völ­lig ohne jede Bedeutung!

Sie­he hierzu:
- http://www.webportale-24.de/?p=8291
- http://www.gutefrage.net/frage/funktionieren-diese-pillen-wirklich

Ach ja, der gute Dok­tor hat den Namen gewech­selt oder ist das nur der Kol­le­ge vom "Chef­arzt": Pro­fes­sor Dr. Andre­as von Papen, Inter­na­tio­na­les Schlank-Institut

Wie zu erwar­ten war im Inter­net unter "Inter­na­tio­na­les Schlank-Insti­tut" nichts zu fin­den .... und ich räts­le immer noch, was wohl ein "TV-Gut­ach­ter" ist. Klingt aber bedeutend.

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Glau­ben Sie aber nicht je einen Cent ihres Gel­des wie­der zu sehen - wenn Sie es doch pro­bie­ren wol­len: Eine "Results Media Limi­t­ed" Adres­se gibt es nicht, ihr Mail wird ins Nir­va­na umge­lei­tet - so lie­fern Sie den SPAMMERN ledig­lich den Beweis, dass ihre E-Mail-Adres­se 'aktiv' ist. Das ist für sol­che Lum­pen bares Geld wert.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

Das abge­bil­de­te E-Mail kam - unver­langt! - von der E-Mail-Adres­se medoline@i-gotdealz.com

bookmark_border"Bausbacks Gesetz"

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1  Wir ken­nen bei­spiels­wei­se "Murphy's Gesetz" oder "Ohm'sches Gesetz" und mög­li­cher­wei­se auch noch das "Moore'sche Gesetz" - aber das "Bausback'sche Gesetz" eines paus­bäcki­gen Bay­ern wird den Mei­sten unbe­kannt sein.

Nicht mehr lan­ge, lie­be Leser, denn die­ses Gesetz hat es in sich! 

Wer dage­gen ver­stößt wird zukünf­tig mit Besuch eines Haus­durch­su­chungs­kom­man­dos oder eines SEK am frü­hen Mor­gen rech­nen müs­sen, des­sen Tele­fon- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­da­ten wer­den abge­hört wer­den und Grund­rech­te haben dann auch höch­stens noch Ande­re, nicht mehr der ertapp­te Missetäter.

"Gut gemeint ist nicht gut gemacht!" - wie­der ein Bei­spiel dafür, wie die Pro­vinz­pos­sen von Pro­vinz­bos­sen in die wei­te Welt getra­gen werden ....

bookmark_borderBesser "ohne"

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Als Grund dafür, war­um wir angeb­lich Reli­gio­nen brau­chen, wird immer und immer wie­der angeführt:

Es sei nötig eine "mora­li­sche Instanz" zu haben um unser Zusam­men­le­ben sinn­voll zu ord­nen und Indi­vi­du­en zu schützen.

Ist es aber nicht so, dass wir im Lau­fe der Jahr­hun­der­te genau die­se Regeln für das sozia­le Zusam­men­le­ben in unse­rer Gesell­schaft intui­tiv, ganz aus sich selbst her­aus ent­wickelt haben? 

Ist es nicht so, dass Reli­gio­nen dog­ma­ti­sche Vor­ga­ben gemacht haben, die den Inter­es­sen der Gesell­schaft mei­stens ent­ge­gen gerich­tet waren?

Ist es nicht so, dass Reli­gio­nen zuerst ein­mal ihre Auf­recht­erhal­tung um jeden Preis ver­tei­di­gen, auch wenn das bedeu­tet gegen die soge­nann­ten "Grund­wer­te" zu verstoßen?

Was wir brau­chen sind:

  • Vernunft 
  • Verstand 
  • Erfahrung 
  • Mit­ge­fühl und 
  • Respekt (für andere) 

Was wir nicht brau­chen sind:

  • Religionen, 

die uns anlei­ten die­se Wer­te umzusetzen.

Wenn ALLE sich bemü­hen die fünf genann­ten Eigen­schaf­ten in ihrem Ver­hal­ten ande­ren Men­schen gegen­über zu beach­ten, dann funk­tio­niert unser Zusam­men­le­ben völ­lig ohne jede Religion.

Denn es ist so:
Reli­gio­nen haben sich die sowie­so vor­han­de­nen Wer­te ein­ver­leibt und behaup­tet SIE sei­en die "Urhe­ber" die­ser sozia­len Orga­ni­sa­ti­on der Gesell­schaft - zu die­sem Zweck sol­len wir nach oben schau­en und ein fik­ti­ves Wesen anbe­ten und bit­ten, uns damit auszustatten.

Doch "HALT!"
Wir ken­nen die Ant­wor­ten WIE wir unser Zusam­men­le­ben gestal­ten soll­ten selbst!
Wer in sich hin­ein­hört bekommt die Ant­wor­ten. Wer sich unsi­cher ist braucht sich nur umzu­se­hen und mit Ande­ren zu reden. Dann erge­ben sich die Regeln ganz von selbst. Was uns lei­ten soll­te ist unser Gewis­sen, denn das weiß genau was "rich­tig" oder "falsch" ist.

Ganz ohne Religion.

bookmark_borderEin "Wort zum Sonntag"

Kom­ple­xe Vorgeschichte
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Wis­sen­schaft war nicht immer unge­fähr­lich. Vie­le Jahr­hun­der­te lang waren Wis­sen­schaft­ler eine höchst gefähr­de­te Per­so­nen­grup­pe. Sie wur­den von den Kir­chen als lästi­ge Quäl­gei­ster emp­fun­den, deren man sich ent­le­di­gen mußte.

Wenn dann heu­te zu lesen ist, dass es eine wun­der­ba­re Har­mo­nie zwi­schen Kir­che und Wis­sen­schaft gäbe so ist das der blan­ke Hohn.

Was an der Ver­fol­gung anders­den­ken­der Wis­sen­schaft­ler "har­mo­nisch" sein soll erschließt sich mir nicht: Men­schen zu quä­len, zu fol­tern, zu ver­bren­nen, zu erträn­ken oder zu erwür­gen - so wie es die Kir­che mit Hil­fe der Inqui­si­ti­on tat - ist eine zutiefst ver­ab­scheu­ungs­wür­di­ge Vor­ge­hens­wei­se die nicht dadurch "wett gemacht" wird, dass heu­te ein paar fröh­li­che Wor­te des Pap­stes ver­brei­tet wer­den, die das beschö­ni­gend als "Feh­ler der Ver­gan­gen­heit" bezeichnen.

Wäh­rend­des­sen gibt es in ande­ren Reli­gio­nen, z.B. in den isla­mi­schen Kul­tur­krei­sen, für abwei­chen­des Den­ken & Ver­hal­ten auch heu­te noch, 21. Jahr­hun­dert(!), ähn­lich dra­ko­ni­sche Stra­fen und Quä­le­rei­en wie zu Zei­ten der Inquisition.

Wäh­rend die Wis­sen­schaf­ten ein Dog­ma der Reli­gio­nen nach dem ande­ren zer­pflückt und wider­legt haben, indem sie die For­schung los­ge­löst von ideo­lo­gi­sier­tem Muff betrie­ben, waren die Reli­gio­nen stets bemüht Erkennt­nis­se in ihrem Sin­ne umzu­in­ter­pre­tie­ren und mög­lichst zu vereinnahmen. 

Selbst aber haben sie eher ver­schlei­ert als auf­ge­klärt. Bis heu­te gibt es kei­ne Bewei­se zur Authen­ti­zi­tät der Bibel (oder ande­rer Schrif­ten mit ähn­li­chem Anspruch) - der Vati­kan hält gehei­me Biblio­the­ken unter Ver­schluß in denen mög­li­cher­wei­se Bele­ge dafür zu fin­den sind, dass das gesam­te Glau­bens­ge­bäu­de nicht nur auf töner­nen Füßen steht son­dern gar eine - frei erfun­de­ne - Mög­lich­keit dar­stellt einer pri­vi­le­gier­ten Grup­pe von Per­so­nen ein beque­mes Leben auf Kosten der Aber­mil­lio­nen Gläu­bi­ger zu gewährleisten. 

Bewei­se? Wer braucht sowas schon? Es gibt nur Sät­ze wie " .. dass die Tora, die Moses erhielt und dem jüdi­schen Volk gab, G-ttli­chen Ursprungs und damit das Wort G-ttes ist. Daher stellt die Tora G-ttli­che Weis­heit dar, und da G-tt wahr ist, ist auch Sei­ne Tora wahr .." - wobei die­ses Bei­spiel nur eines von vie­len gleich­ar­ti­gen Bei­spie­len ist.

Tja, da schließt sich der Kreis:
Wahr ist, was der jewei­li­gen Reli­gi­on in den Kram paßt - und die meckern dar­über, dass es in der Wis­sen­schaft jen­seits der rein beschrei­ben­den auch noch eine über­prü­fen­de, spe­ku­la­ti­ve Rich­tung gibt, die ver­sucht bis­her nicht bewie­se­ne Theo­rien zu bewei­sen. Das Stre­ben nach Erkennt­nis wird gegen die Wis­sen­schaf­ten gerich­tet und als "spe­ku­la­tiv" abge­wer­tet - wo doch allei­ne der Beweis oder die Wider­le­gung einer theo­re­ti­schen Annah­me als Erkennt­nis gül­tig sein kön­nen. Bes­ser als völ­lig unbe­wie­se­ner "Glau­be" ist es allemal.

Zwi­schen einer wis­sen­schaft­li­chen und reli­giö­sen Welt­sicht gibt es kei­nen Kom­pro­miß - egal was immer wie­der ver­sucht wird, wie es immer wie­der ver­sucht wird, da etwas zu kon­stru­ie­ren, was wie "Kon­sens" aus­se­hen soll. Wenn ich dann einen Satz wie den fol­gen­den lese:
" .. Die Kir­che heu­te fun­giert eher als mora­li­sche Instanz, bei der Bewer­tung wis­sen­schaft­li­cher Arbeit .. " wird mir klar, dass alles Gere­de von "Har­mo­nie" nur dazu dient nicht voll­ends 'abge­hängt' zu wer­den und sich wenig­stens noch ein Stück "Deu­tungs­ho­heit" zu reser­vie­ren. Wis­sen­schaft ist was der Kir­che gefällt? 

Hof­fent­lich nicht. Reli­gi­on hat aus­ge­dient seit Men­schen anfin­gen dar­über nach­zu­den­ken wie ver­lo­gen die Ansprü­che sind, und wie ver­lo­gen ihre Ver­tre­ter auch heu­te noch an The­sen fest­hal­ten die nicht halt­bar sind. 

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Quellen: 
- Wider­spre­chen sich Wis­sen­schaft und Religion? 
- WISSENSCHAFT UND RELIGION
- CARL GÜTTLER: Wis­sen­schaft und Religion
- Mes­sung und Kor­re­la­te von Religiosität
- Josef Honer­kamp in Ansich­ten: Natur­wis­sen­schaft und Religion
- Kir­che und Wis­sen­schaft - im Streit vereint?

PS:
Ich fin­de es uner­träg­lich, dass ich zwangs­wei­se per "Haus­halts­pau­scha­le" gezwun­gen wer­de eine Sen­dung wie "Das Wort zum Sonn­tag" mit­zu­fi­nan­zie­ren. Angeb­lich haben wir doch in die­sem Land eine "Tren­nung von Kir­che & Staat"!

bookmark_borderUnwissenheit (II)

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Im ersten Bei­trag zum The­ma "Unwis­sen­heit" habe ich dar­auf ver­wie­sen, wie im Lau­fe der letz­ten Jahr­zehn­te die Natur­wis­sen­schaf­ten all­mäh­lich aus dem Schul­all­tag ver­bannt wer­den indem die dafür ver­füg­ba­re Stun­den­zahl immer mehr ein­ge­schränkt wird.

Wei­ter habe ich auf den Unter­schied zwi­schen erlern­ba­rem und zu ver­ste­hen­dem Wis­sen hin­ge­wie­sen - aus­wen­dig­ler­nen wird z.B. bei "PISA" der Vor­zug gege­ben. Wo viel aus­wen­dig gelernt wird sind die Ergeb­nis­se besser.

Das führ­te zu der Betrach­tung wel­che Absol­ven­ten die Unter­neh­men bevor­zu­gen*. Es sind Jene, die in klein­sten Teil­be­rei­chen ver­tief­te Kennt­nis­se auf­wei­sen. Die Gene­ra­li­sten ster­ben so aus - und mit ihnen die fächer­über­grei­fen­de Sicht der Welt:
Die ist aber nötig ist um Fort­schritt zu bewirken.

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Was wir heu­te an "Inno­va­ti­on" sehen ist im wesent­li­chen eine Fort­ent­wick­lung bestehen­der und bereits bekann­ter Tech­nik. Es wird in immer klei­ne­ren Gerä­ten all das zusam­men­ge­faßt, was vor Jahr­zehn­ten noch ein­zeln und in grö­ße­ren Gerä­ten zu haben war. Der Preis dafür ist eine immer umfang­rei­che­re Infor­ma­ti­ons­flut und eine sich aus­wei­ten­de Erwar­tung hin­sicht­lich der Ver­füg­bar­keit des Einzelnen:
Jeder muß immer und über­all "ver­netzt" sein - min­de­stens aber mit nur gerin­gem Ver­zug reagieren.

Dabei ist bekannt, dass es eine Gren­ze der Kapa­zi­tät des mensch­li­chen Gei­stes gibt. Ruhe­pau­sen sind beson­ders für krea­ti­ve Arbei­ten unab­ding­bar. Für grund­sätz­lich neu­es Den­ken, d.h. die Schaf­fung von Ideen und Fort­schritt jen­seits bereits bekann­ter Gren­zen, braucht man Abstand vom All­tag und der Hek­tik des nor­ma­len Arbeitstages.

Hier wird deut­lich: Wer Arbeit plant soll­te auch Grund­kennt­nis­se der Human­me­di­zin und Bio­lo­gie des Men­schen haben. Anson­sten besteht die Gefahr, dass Unmög­li­ches erwar­tet wird - und das wer­den selbst die gut­wil­lig­sten Mit­ar­bei­ter nur für eine begrenz­te Zeit lei­sten kön­nen. Ein "Zuviel" an Erwar­tung jen­seits des­sen, was Men­schen zu lei­sten imstan­de sind, kann so das Schei­tern eines Vor­ha­bens bewir­ken. Oft braucht es nur mehr Zeit um erfolg­reich been­det wer­den zu können.

Die­ses Wis­sen allei­ne reicht manch­mal nicht aus. Es müs­sen auch min­de­stens Grund­kennt­nis­se zu Fach­be­rei­chen vor­han­den sein die mit dem eige­nen Fach­ge­biet nicht unmit­tel­bar in Zusam­men­hang stehen.

Neh­men wir z.B. die Inge­nieur­wis­sen­schaf­ten, Bei­spiel Wasserbau:
Da reicht es nicht aus über die Volu­mi­na und Durch­mes­ser von Rohr­lei­tun­gen etwas zu wis­sen, son­dern viel bedeut­sa­mer sind Kennt­nis­se zum Umwelt­ein­fluß von Bau­maß­nah­men - also der Ein­fluß auf die Öko­lo­gie der betrof­fe­nen Was­ser­bau­maß­nah­men. Min­de­stens soll­ten ein paar Eck­da­ten bekannt sein - weil nicht zu jedem Pro­jekt die ein­schlä­gig erfah­re­nen Fach­leu­te hin­zu­ge­zo­gen wer­den kön­nen. Anson­sten besteht die Gefahr, dass ein Pro­jekt zwar tech­nisch OK, aber eben nicht umwelt­neu­tral ist.

Dies ist nur ein Bei­spiel von vie­len mög­li­chen, es zeigt aber auf, dass eine rei­ne Fach­be­zo­gen­heit in vie­len prak­ti­schen Situa­tio­nen unzu­rei­chend sein muß. Eine Sen­si­bi­li­sie­rung ist aber nur zu erwar­ten, wenn bereits in der Schu­le Ver­bin­dun­gen zwi­schen den ver­schie­den­sten Lebens­be­rei­chen und den Natur­wis­sen­schaf­ten dar­ge­stellt und bear­bei­tet werden.

Es ist ja nicht nur das Arbeits­le­ben betrof­fen - auch im pri­va­ten Bereich erge­ben sich zuneh­mend Not­wen­dig­kei­ten ein Min­dest­maß an natur­wis­sen­schaft­li­chen Kennt­nis­sen zu haben:
Der Kom­plex "Nah­rung", "Gesun­de Ernäh­rung" und "Nah­rungs­ge­win­nung", der Bereich "Medi­zin", "Ent­ste­hung, Vor­beu­gung und Behand­lung von Krank­hei­ten" oder das The­ma "Che­mi­sche Pro­duk­te im All­tag" sind Muster­fäl­le, in denen es einer Grund­in­for­ma­ti­on zu Natur­wis­sen­schaf­ten bedarf um Aus­sa­gen ein­zu­ord­nen und einen eige­nen Weg zur Gestal­tung des per­sön­li­chen Lebens zu fin­den. Es hier Pro­du­zen­ten zu über­las­sen die ent­spre­chen­den Infor­ma­tio­nen anzu­bie­ten heißt sich aus­zu­lie­fern und dadurch mani­pu­lier­bar zu werden.

Im näch­sten Teil (3) zum The­ma "Unwis­sen­heit" wer­de ich auf Mög­lich­kei­ten zur - neu­tra­len - Infor­ma­ti­on ein­ge­hen und ein paar Grund­re­geln aus den ver­schie­de­nen natur­wis­sen­schaft­li­chen Gebie­ten darstellen.

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⇨ wei­te­re Tei­le zu die­sem The­ma folgen ....

* Sie­he hier­zu auch "Aus­bil­dung und Arbeits­plät­ze: Wie bloß unse­re Lücken füllen?"