.

  .. 1936 stieg man sogar auf die Daten­er­fas­sung mit einem hoch­mo­der­nen Loch­kar­ten­sy­stem um. 1939 aktua­li­sier­te eine Volks­zäh­lung das Stadt­re­gi­ster noch­mals.
Im Mai 1940 ris­sen die ein­mar­schier­ten deut­schen Besat­zer das Regi­ster an sich und ermit­tel­ten anhand die­ses Daten­schat­zes in weni­gen Tagen fast alle jüdi­schen Ein­woh­ner. Ein Groß­teil der rund 100 000 Amster­da­mer Juden wur­de ins Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz depor­tiert. Von einem Tag auf den ande­ren ent­schied ein Mar­ker im Big-Data-Pool über Leben und Tod. Zuvor hat­te 90 Jah­re lang nie­mand etwas zu ver­ber­gen gehabt ..  

[Quel­le: Edi­to­ri­al: Nichts zu ver­ber­gen?; via Tho­mas Stad­ler als "re-tweet"]

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Sie­he zum glei­chen The­ma auch: "Wer nichts zu ver­ber­gen hat ...."