bookmark_borderNur mal so erwähnt ....

°.°

In dem Land, in dem nicht ein­mal eine Brust­war­ze auf dem Bild­schirm zu sehen sein darf ohne dass ein 'Natio­na­ler Not­stand' aus­ge­ru­fen wird, wer­den die mei­sten Por­nos hergestellt: 

Aus­beu­tung von Frauen,
die Pro­du­zen­ten kassieren,
Kapi­ta­lis­mus im Extrem!


Wie vie­le der extrem rech­ten, fun­da­men­ta­li­sti­schen Chri­sten das wohl wissen?

PS
Sum­me der hier genann­ten Pro­du­zen­ten → 61,2%.
Wer pro­du­ziert die rest­li­chen → 38,8%?

bookmark_borderSammelsurium XXV
*update*


 

Biologen irren (auch mal)

[Deutsch­land]
MERKE: Nicht alles was bio­lo­gisch klingt oder Bio­lo­gen sagen ist Bio­lo­gie. Oder auto­ma­tisch wahr.   

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[hpd.de; Huma­ni­sti­scher Pressedienst]

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Die­ses Bei­spiel zeigt sehr ein­deu­tig, wie einer, der von Bio­lo­gie nichts ver­steht (unte­rer Kom­men­tar), sich erklärt, dass der Bio­lo­ge kei­ne Ant­wort auf sei­nen Kom­men­tar bekommt.

Rich­tig ist die Schluss­fol­ge­rung schon des­we­gen nicht, weil die Äuße­run­gen des Bio­lo­gen schlicht­weg falsch, *unbio­lo­gisch* sind:
1. Die gene­ti­sche Ver­än­de­rung an allen Lebe­we­sen ist rein zufäl­lig - wäh­rend die Ver­än­de­run­gen durch Zucht oder Gen­ma­ni­pu­la­ti­on gezielt mit einem Zweck ver­bun­den sind.
2. Spon­ta­ne Ände­run­gen oder Zucht sind lang­sa­me Pro­zes­se und da sie ohne mensch­li­ches Zutun ablau­fen ster­ben ungün­sti­ge Kom­bi­na­tio­nen oder Eigen­schaf­ten aus - anders als bei der Gen­tech­nik, wo sie erhal­ten wer­den wenn sie dem Mani­pu­la­ti­ons­zweck dienen.
3. Ein Bei­spiel - ein beson­ders posi­ti­ves Bei­spiel! - für die Gen­tech­nik (hier die Her­stel­lung von Lab für die Käse­her­stel­lung) bedeu­tet schon lan­ge nicht, dass alle Mani­pu­la­tio­nen glei­cher­ma­ßen sinn­voll und unge­fähr­lich sind.
Viel­leicht wäre es sogar bes­ser auf die­se künst­li­che Pro­duk­ti­on von Lab zu ver­zich­ten wenn man unter­stellt, dass Käse aus der Milch von Hoch­lei­stungs­kü­hen gemacht wird - und das ver­ur­sacht Umwelt­schä­den - da wäre es doch klü­ger weni­ger Lab zu haben, weni­ger Käse zu pro­du­zie­ren (nur aus tie­ri­schem Lab, wenig­stens so lan­ge Käl­ber noch geschlach­tet wer­den) und so die Umwelt zu schonen. 

Es ist zwar kor­rekt, dass bei der Mani­pu­la­ti­on gezielt vor­ge­gan­gen wird, doch es ist dadurch nicht der Beweis erbracht, das sei 'unge­fähr­lich'! Ganz im Gegen­teil: Die Fol­gen von sol­chen Mani­pu­la­tio­nen - soll­ten die­se Orga­nis­men irgend­wie in die Umwelt 'ent­wi­schen' - sind völ­lig unklar. Sie kön­nen Alles sein: Von Fran­ken­steins Mon­ster bis rosa­ro­tem Ein­horn, bild­lich gespro­chen. Nie­mand kann das voraussagen.

Ignoranz

[U.S.A.]
Die Ver­kör­pe­rung die­ser Asimov'schen Aus­sa­ge ist der der­zei­ti­ge Prä­si­dent. Und vie­le der von ihm aus­ge­wähl­ten Amts­trä­ger. Und bestimmt von fast allen sei­ner Wäh­ler.   

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Über­set­zung:

In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten herrscht eine Kul­tur der Unwis­sen­heit, und das war schon immer so. Die Bela­stung durch Anti­in­tel­lek­tua­lis­mus schlän­gelt sich wie ein roter Faden durch unser poli­ti­sches und kul­tu­rel­les Leben, getra­gen von der fal­schen Vor­stel­lung, dass Demo­kra­tie bedeu­tet, dass "mei­ne Igno­ranz eben­so gut ist wie dein Wis­sen".[Isaac Asi­mov]

Islam - Scharia

[Deutsch­land]
Wie pas­sen die bei­den Titel, d.h. die dahin­ter ste­hen­den Arti­kel zusam­men? Es wird hier deut­lich, war­um es so schwer ist sich dem The­ma "ISLAM" zu nähern, denn egal aus wel­chem Blick­win­kel man es betrach­tet: Selbst wenn man welt­an­schau­lich neu­tral her­an­geht stößt man auf die Unver­ein­bar­keit - reli­giö­se Geset­ze nicht mehrüber welt­li­che zu stel­len ist ein wesent­li­ches Merk­mal der *Auf­klä­rung* gewe­sen und unver­zicht­bar für unse­re heu­ti­ge Sicht der Welt.
Es sei denn, man gehört den 'reli­giö­sen Arbeits­krei­sen' der Par­tei­en an .....  

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[hpd.de; Huma­ni­sti­scher Pressedienst]

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Schlechte Mundgesundheit und unregelmäßige Zahnarztbesuche

[U.S.A. / Deutschland]
Zuviel Hygie­ne ist manch­mal schlim­mer als zu wenig! Das ist wenig­stens der Befund einer Stu­die, die in www.journalmed.de bespro­chen wur­de und aus den USA stammt..  

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[EU-Stu­die: Schlech­te Mund­ge­sund­heit und unre­gel­mä­ßi­ge Zahn­arzt­be­su­che stei­gern Krebs­ri­si­ko]

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Seit Jah­ren behaup­te ich, dass es nicht gut sein kann mit che­mi­schen Keu­len gegen die unse­ren Kör­per besie­deln­den Kei­me (Bak­te­ri­en, Viren, Pil­ze) vor­zu­ge­hen. Das gilt für die Haut und Kör­per­höh­len (die bio­lo­gisch betrach­tet über­wie­gend, mit Aus­nah­me des Ver­dau­ungs­trak­tes, Haut­ein­stül­pun­gen sind).
Wie jetzt im Rah­men einer Stu­die zur den Risi­ken von Krebs der obe­ren Luft- und Spei­se­we­ge her­aus­ge­fun­den wur­de, för­dern auch die anti­sep­ti­schen Mund­spü­lun­gen das Krebsrisko.
Die Stu­die stammt aus USA. Dort emp­feh­len die Her­stel­ler die­ser Mund­spü­lun­gen die mehr­mals täg­li­che Benut­zung ihres Pro­duk­tes (!), min­de­stens aber nach jeder Nah­rungs­auf­nah­me. Klar, Zäh­ne put­zen ist unbe­que­mer und dau­ert etwas län­ger - aber offen­sicht­lich ist es risi­ko­lo­ser als Mund­spü­lun­gen. Bequem­lich­keit hat also, wie stets, ihren Preis.

Siebenköpfige Hydra ...?

[Deutsch­land]
Für vie­le Jah­re war die Frau buden­zau­be­rin stets an vor­der­ster Front wenn es dar­um ging schwer­ste Stra­fen gegen alle mög­li­chen Mis­se­tä­ter zu ver­hän­gen, bei­spiels­wei­se die Todes­stra­fe für Kinderschänder.

Ich dach­te schon sie blie­be nun weg und ver­schon­te die Welt von ihren teils irren abwe­gi­gen Ideen und Sicht­wei­sen - aber neiii­in! - sie ist wie­der da. Mer­cy, bewahre, .... 

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[wvs]

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Alle* außer der Frau buden­zau­be­rin sind dumm, doof oder unterbelichtet:
Leh­re­rin­nen, Kin­der­gärt­ne­rin­nen, ande­re Müt­ter, Ver­käu­fe­rin­nen ... Män­ner sowie­so, etc. - wann immer die­se Frau irgend­wie in 'ihren Krei­sen' gestört wird ist das Anlass (ver­bal) zuzu­schla­gen, mit dem Ziel der völ­li­gen Unter­wer­fung und Zer­stö­rung des Objek­tes ihres Has­ses und Unmutes. 

Da kennt sie nichts, die Frau budenzauberin!

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* ihre Kum­pel­in­nen und unter­wür­fi­ge Män­ner ausgenommen.

* u p d a t e *

Arabische Ziffern

[U.S.A.]
Eine Umfra­ge die US-Ame­ri­ka­ner wäh­rend eini­ger Tage beant­wor­ten konn­ten stel­le ich hier noch als Bild vor - mit der Anmer­kung, dass das Ergeb­nis bei uns mög­li­cher­wei­se nicht viel bes­ser aus­se­hen wür­de..  

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[http://www.dailycartoonist.com/; Car­toon Pres­se­dienst für Cartoonisten]

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Über­set­zung des Bildtextes:

Soll­ten Schu­len in Ame­ri­ka Ara­bi­sche Zif­fern als Teil des Cur­ri­cu­lums unterrichten?

[Alle Ant­wor­ten in mei­nem Post­fach | Gewich­tet gemäß US Cen­sus Richt­li­ni­en nach Geschlecht und Alter, 18 Jah­re und älter. | Feh­ler ± 3% | 3.624 Ant­wor­ten im Zeit­raum zwi­schen 07. und 11. Mai 2019 | gene­riert mit 'Civic Sci­ence'© am 11. Mai 2019 um 14:45 EDT {Eastern Daylight Time}]

bookmark_borderWas der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in einer öffentlichen Ansprache Ende April 2019 als Tatsache hinsichtlich (Spät-) 'Abtreibung' behauptete:

" .. Das Baby ist gebo­ren. Die Mut­ter trifft sich mit dem Arzt. Sie wickeln das Baby schön ein und dann bestim­men der Arzt und die Mut­ter, ob sie das Baby hin­rich­ten oder nicht .."

Sie­he hier­zu: Eine  ver­nich­ten­de Replik einer Ent­bin­dungs-Kran­ken­schwe­ster [in Englisch]

bookmark_border"worst case scenario"

Die Hoff­nung dar­auf, ab 2020 einen Prä­si­den­ten der USA zu erle­ben, der die Bezeich­nung wert ist, schwin­det beträchtlich.

Der vor­ma­li­ge Vize­prä­si­dent Biden, der sofort nach sei­ner Kan­di­da­tur erheb­li­che (Bestechungs-)Gelder als Wahl­kampf­spen­den bekom­men hat, ist eine (männ­li­che) Neu­auf­la­ge von Frau Clinton.

Das bedeu­tet:
Wir wer­den mit Trump wei­ter leben müs­sen, denn die pro­gres­siv-links aus­ge­rich­te­ten jun­gen Kräf­te in der Par­tei sind ein­fach nicht zah­len­mä­ßig so auf­ge­stellt, dass sie die kon­ser­va­ti­ven Bestechungs­geld­emp­fän­ger aus den Ämtern ver­drän­gen können.

Sie haben zwar die bes­se­ren Ideen, die fort­schritt­lich­sten Pro­gram­me und fast zwei Drit­tel der Men­schen unter 40 Jah­ren hin­ter sich - doch bei den US Wah­len zählt wer das mei­ste Geld ein­set­zen kann und sich die schlimm­sten Ver­leum­dun­gen ausdenkt.

Weil aber ein drö­ger Lang­wei­lers.u. gegen Trumps Lügen­ti­ra­den nicht ankom­men wird bleibt die­ser wohl am Ende Sieger.

War­um ich stets "Bestechungs­gel­der" schrei­be hat einen ein­fa­chen Grund:
Wer spen­det erwar­tet irgend­ei­ne Gegen­lei­stung falls der Bespen­de­te gewinnt - und Geld an Amts­trä­ger nen­ne ich beim Namen.

B E S T E C H U N G !

s.u. dem aller­dings eini­ge *Über­grif­fe* (Tat­sche­rei­en!) nach­ge­sagt wer­den - und die füh­ren schon jetzt zu ent­spre­chen­den Reak­tio­nen der Republikaner → 

bookmark_borderWie ich beschloss (doch wieder einmal) zu fliegen
*update* [11.04.2020]


Seit 10 Jah­ren bin ich für meh­re­re Mona­te jedes Jahr mit Wohn­wa­gen unter­wegs gewe­sen, ein­mal sogar ein­ein­halb Jah­re am Stück in Spa­ni­en. Des­we­gen dach­te ich dar­an zu wech­seln und etwas ande­res zu unter­neh­men. Da ich seit 2002, also 17 Jah­re, nicht mehr in einem Flug­zeug geses­sen habe plagt mich auch kein *Umwelt­ge­wis­sen*, mein *CO2-foot­print* ist 'sau­ber'.

So mach­te ich mich auf die Suche nach Flü­gen & Unter­kunft in Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka­ni­schen Ländern.

Dort, wo man Spa­nisch spricht - nach Bra­si­li­en woll­te ich schon wegen der amtie­ren­den rechts­la­sti­gen Regie­rung nicht .... Zuerst stan­den mög­li­che Län­der mit pro und kon­tra auf der Liste. Danach waren die Flü­ge auf dem Pro­gramm, denn ich will dafür nicht mehr aus­ge­ben, als ich für die Anrei­se nach Spa­ni­en (mit Wohn­wa­gen) brau­che, und das sind ca. 500,- €uro (ein­fach).

Nun, das war der Beginn einer mehr­tä­gi­gen Odys­see durch das Inter­net, das bekannt­lich auf ALLE Fra­gen eine Ant­wort haben soll. Nur auf mei­ne Fra­gen offen­bar nicht. Oder mög­li­cher­wei­se doch - und ich bin nur zu unge­schickt oder zu doof sie zu finden.

Das Land war zügig fest­ge­legt, auch unge­fähr die Region:
Mexi­co - und den zen­tral süd­lich von Gua­d­a­la­ja­ra, der zweit­größ­ten Stadt des Lan­des, gele­ge­nen See "Lago de Cha­pa­la" im Hoch­land Mexi­cos. Die Wit­te­rung ist mild, die Schwan­kun­gen sind eng begrenzt und es steht nicht zu befürch­ten, dass es all­zu nass wer­den könn­te.

Die Bedin­gun­gen sind dort für aller­lei uner­wünsch­tes Getier nicht beson­ders gut, ins­be­son­de­re stel­len tie­ri­sche Ein­zeller (Cha­gas-Erre­ger, Mala­ria-Erre­ger), über­tra­gen durch Wan­zen / Mücken beim Blut­saugen, eine Gesund­heits­ge­fahr dar. So toll also tro­pi­sche Bedin­gun­gen sein könn­ten - die Nega­tiv­bi­lanz zu Krank­heits­ge­fah­ren über­wiegt, und daher fällt das aus.


Was aller­dings bei der Flug­su­che statt­fand war doch sehr ernüch­ternd. Mag sein, dass es dar­an liegt, dass ich erst Anfang näch­sten Jah­res flie­gen will:

Im Buchungs­sy­stem der Luft­han­sa war es nicht mög­lich einen Zeit­raum von mehr als drei Mona­ten ein­zu­ge­ben. So habe ich - nur um eine genaue­re Preis­vor­stel­lung zu bekom­men - einen Flug von Janu­ar 2020 bis Ende März 2020 eingegeben.

In dem System gibt es eine sehr son­der­ba­re Vorgabe:
Wenn man einen (Hin-) Flug für ca. 340,- € ein­ge­ge­ben hat und dann den Rück­flug wählt (der zu die­sem Preis nicht zu haben ist, son­dern ca. 480,- € kostet, dann springt das System für den Hin­flug auf 460,- € - und anstatt einer Sum­me von 820,- € kommt ein Gesamt­preis von 940,- € heraus!

Eine Erklä­rung dafür gab es nicht, ein pop-up-Kasten zeigt ledig­lich die Nach­richt, dass das so vor­kom­men könn­te .... es ist eine von die­sen Beson­der­hei­ten bei denen man sich fragt, ob die Air­line denkt sie habe es mit dump­fen Gips­köp­fen zu tun, die sowie­so nichts zu wis­sen brau­chen, son­dern zu zah­len haben und damit "basta!".
Bei einer wei­te­ren Suche wur­den als Gesamt­preis (ab Janu­ar) ein­mal 797,- €uro, dann wie­der 1.024,91 €uro ange­ge­ben. Ich bin sehr gespannt was es dazu im Rei­se­bü­ro geben wird.

Über die Tricks von eini­gen ande­ren Buchungs­sei­ten will ich gar nicht erst anfan­gen - da wer­den ganz hin­ter­li­stig in Mini­druck die Bedin­gun­gen auf­ge­führt wann der genann­te Preis gül­tig ist, und sie­he da, das ist genau dann, wenn Ostern Und Pfing­sten zusam­men fallen.

Eine Suche danach, über wel­chen Zeit­raum maxi­mal man einen Flug buchen kann, gibt es offen­bar nicht. Ledig­lich die übli­chen Buzz-Word-Fän­ger. Ein paar Foren in denen sich die Kid­dies Phra­sen an die Köp­fe wer­fen und wenig Sub­stanz lie­fern. Und eini­ge Sei­ten bei denen man Infor­ma­tio­nen erst erhält, wenn man die gesam­te Fami­li­en­ge­schich­te samt Beruf des Groß­va­ters ein­ge­ge­ben hat. Nein, Danke!

Blei­ben Sie mir treu, abon­nie­ren Sie mein Blog - dann wer­den Sie Ende des Jah­res erfah­ren wo genau und wann ich den Süden Nord­ame­ri­kas unsi­cher mache.

A Provinz/See CC BY-SA 3.0; TUBS; 04.August 2011. 
B Kar­te der Pro­vinz Jalis­co mit Gua­d­a­la­ja­ra; gemeinfrei. 
C Lage von Mexi­co City CC BY-SA 3.0; TUBS; 04.August 2011. 


Ach ja, bevor ich es vergesse:
Soll­ten Sie Hin­wei­se haben wo ich viel­leicht ein gün­sti­ge­res Ange­bot bekom­men könn­te, oder ein ande­res Land, in dem Sie selbst gute Erfah­run­gen gemacht haben, dann hin­ter­las­sen Sie doch bit­te einen Kom­men­tar oder schrei­ben Sie mir ein E-Mail.
 

*update* [11.04.2020]
Glück­li­cher­wei­se habe ich davon Abstand genom­men nach Mexi­ko zu flie­gen! Die Umzugs­ar­bei­ten (zwei Küchen gebraucht gekauft und für die neu­en Räu­me ange­passt ein­ge­baut, plus all die ande­ren Klei­nig­kei­ten wie Bil­der, Kisten um- und aus­packen, etc.) hat­ten sich bis spät in den Febru­ar hin­ge­zo­gen - da hät­te ich schon längst unter­wegs sein müs­sen um noch genug Zeit vor der Regen­zeit (Mit­te Mai, etwa drei Mona­te andau­ernd) zu haben.
Wäre ich nun dort, dann säße ich wohl fest, denn die Flü­ge sind größ­ten­teils stor­niert und die Not­fall-Rück­füh­run­gen waren eben­falls begrenzt in der Zahl. Da sieht man wie­der wie das Leben so spielt - was zunächst als ver­pass­te Gele­gen­heit trau­rig war stellt sich im Nach­hin­ein als gün­sti­ge Fügung heraus.

bookmark_border"Rule, Britannia! Britannia rule the waves .... "

Nein, die heh­ren Gesän­ge gibt es zwar noch, aber das "Bri­ti­sche Empire" ist Vergangenheit.

Bis­her habe ich mich zurück gehal­ten zum The­ma "Brexit" nur spo­ra­disch geschrie­ben. Aus gutem Grund, denn die Zeit und der Auf­wand das Punkt für Punkt zu ver­fol­gen sind es nicht wert, weil nichts irgend­wie geord­net ist. Eine Wen­dung folgt auf die näch­ste, ein tota­les Chaos!

Frau May hat die EU um eine Ver­län­ge­rung über eine Zeit bis kurz nach der Euro­pa­wahl gebe­ten, genau­er bis zum 30. Juni. Kurz bevor sie die­se Bit­te abge­schickt hat wur­de bekannt, dass die EU bereit wäre nicht nur um ein paar Mona­te zu ver­län­gern, son­dern bis April näch­sten Jahres.
Trotz­dem ist sie bei ihrem kur­zen Zeit­rah­men geblie­ben - und der Laie reibt sich in Unver­ständ­nis die Augen und fragt sich, war­um sie das Schei­tern wählt, wo doch Sta­bi­li­tät ganz ein­fach zu haben wäre. Mög­lich, dass das nicht grund­los¹ geschieht, was *ziel­los* aus­sieht könn­te durch­aus *gezielt* sein!
Es drängt sich der Gedan­ke auf, dass Frau May eine Absa­ge pro­vo­zie­ren möch­te, damit sie dann zu Hau­se sagen kann: 'Seht ihr, ich habe es ver­sucht mit dem gere­gel­ten Brexit, aber die EU hat mich gezwun­gen es auf die har­te Tour machen zu müssen'.

Die­ses Total­ver­sa­gen der Regie­rungs­chefin ist nicht mehr mit Ver­nunft durch­schau­bar. Die Situa­ti­on ändert sich bestän­dig, aber Frau May² bleibt bei ihrer ein­mal gefass­ten Vor­ge­hens­wei­se und will immer nur kur­ze Ver­län­ge­run­gen - wo doch mehr auch mehr Spiel­raum für Ver­hand­lun­gen und Ergeb­nis­se bedeu­ten würde.

Wie wäh­rend der jah­re­lan­gen Ver­hand­lun­gen: Kei­ne Vor­stel­lungs­kraft, kei­ne Stra­te­gie, kei­ne ver­bün­de­ten Hel­fer unter den frü­he­ren Part­nern. Gut­wil­li­ge Ange­bo­te schroff abge­lehnt und damit viel poli­ti­sches Por­zel­lan zer­schla­gen. Zurück bleibt ein Scher­ben­hau­fen und ein zutiefst zer­strit­te­nes Land, des­sen drin­gen­de Pro­ble­me wie Gesund­heits­ver­sor­gung, Sozi­al­struk­tur und Woh­nungs­markt in einer schwe­ren Kri­se stecken. In 2016 schrieb ich³ noch "Die kon­ser­va­ti­ven Kräf­te (in der EU) sind im Nie­der­gang begrif­fen - sie haben es nur noch nicht so rich­tig gemerkt.", das war eine Fehl­ein­schät­zung, min­de­stens für den Augen­blick. Bes­sern könn­te es sich bei der Wahl in die­sem Jahr, doch auf den Brexit hat es dann kei­nen Ein­fluss mehr.

Was aber, wenn Frau May doch die Ver­län­ge­rung bekommt um die sie die EU gefragt hat?

Dann wer­den die bri­ti­schen EU Abge­ord­ne­ten gewählt. Um dann am näch­sten oder über­näch­sten Tag wie­der nach Hau­se zu gehen - und die EU muss sich dar­auf vor­be­rei­ten die­se Lücken (die ja in sämt­li­chen Gre­mi­en pro­por­tio­nal vor­han­den sein wer­den!) mit ande­ren Per­so­nen zu füllen.

Spä­te­stens dann ist die Repu­ta­ti­on des Insel­rei­ches end­gül­tig im Kel­ler. Der Man­gel an Demo­kra­tie in der EU ist nicht zu leug­nen und das war ja stets ein Man­gel, auf den die Bri­ten - zu Recht - hin­ge­wie­sen haben. Nach dem unse­li­gen Hin und Her der Frau May in den letz­ten Jah­ren fällt es schwer noch zu glau­ben, dass die­ses Anlie­gen tat­säch­li­cher und nicht nur vor­ge­scho­be­ner Grund war.

¹ Wem nützt BREXIT ...? [26.06.2017]

² May­day, May­day* .... [12.07.2016]

³ "Should I Stay or Should I Go" [21.06.2016]

 

bookmark_borderSo lange es noch geht ....

.... hier ein Link zu einer Kurz­fas­sung eines Trailers
zu der The­se "Ame­ri­ka ist die größ­te Nati­on der Welt"

→ click! auf das Bild 

№ 1 only in three categories:
1. num­ber of inc­ar­ce­ra­ted citi­zens per capita
2. num­ber of adults who belie­ve angels are real
3. defen­se spending
№ 1 nur in drei Kategorien:
1. Anzahl der inhaf­tier­ten Bür­ger pro Kopf
2. Anzahl der Erwach­se­nen, die glau­ben, dass es Engel wirk­lich gibt
3. Verteidigungsausgaben

bookmark_borderWer hat's erfunden?


[Quel­le]

Über­set­zung:


... im Ver­gleich dazu scheint das öffent­li­che Schul­sy­stem der Ver­ei­nig­ten Staa­ten (eine Idee, die übri­gens wir erfun­den haben) außer­or­dent­lich kleinlich ... 

Als ich die­se Aus­sa­ge las dach­te ich "Das kann so nicht rich­tig sein - das ist bestimmt wie­der so eine hoch­tra­ben­de ame­ri­ka­ni­sche Aus­sa­ge, die jeder Wahr­heit entbehrt!" 

Was in sol­chen Fäl­len hilft ist, sich schlau zu machen und nach den Anfän­gen des "Öffent­li­chen Schul­sy­stems" zu suchen. Gefun­den habe ich zuerst eine Zusam­men­stel­lung zu den Schu­len die vor dem Jahr 1500 nach­weis­lich vor­han­den waren und dann vie­le der danach begrün­de­ten Schulen.

Dann stieß ich auf einen Arti­kel beim Deutsch­land­funk, der unter dem Titel "300 Jah­re Schul­pflicht; Bil­dungs­hi­sto­ri­ker: Schu­le muss sich selbst neu erfin­den kön­nen" die Ereig­nis­se von 1717 [Erstes Friedrich'sches Dekret zur Unter­richts­pflicht¹], 1763 [Gene­ralland­schul­re­gle­ment] und 1794 [All­ge­mei­nes Land­recht für die Preu­ßi­schen Staa­ten²] in einer Dis­kus­si­on darstellt.

Doch das preu­ßi­sche Bil­dungs­re­gle­ment stand nicht ganz am Anfang, "Die Zeit" ord­net es - nach Erfor­schung meh­re­rer Quel­len - eher ein hal­bes Jahr­hun­dert frü­her im Jah­re 1657 ein:

Ein all­ge­mei­nes Schul­recht, ver­bun­den mit einer Schul­pflicht für alle Kin­der, scheint end­gül­tig ab 1874 bestan­den zu haben³.

Dage­gen ste­hen die Daten aus der Kolo­nia­li­sie­rung der U.S.A.:
1607 Jame­stown Colony
1620 Besie­de­lung durch die "Pil­ger­vä­ter"
1776 Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung; Grün­dung der Ver­ei­nig­ten Staaten
17871788 Verfassung
18041806 Lewis-und-Clark-Expe­di­ti­on von
1842 Land­nah­men durch Sied­ler auf den Trecks nach Westen
1861 – 1865 Bürgerkrieg

Abge­se­hen davon, dass es ein umfas­sen­des, all­ge­mei­nes Schul­recht für Preu­ßen erst im Jahr 1794 gege­ben hat, waren doch schon seit min­de­stens dem Jah­re 1500 höhe­re Bil­dungs­an­stal­ten in Deutsch­land flä­chen­deckend vor­han­den. Das war etwa die Zeit, in der Ame­ri­ka gera­de ent­deckt wur­de [Okto­ber 1492]. 

Es scheint zudem vor dem Hin­ter­grund der Geschich­te der U.S.A. [sie­he aus­zugs­wei­se Zeit­ta­fel oben] wenig wahr­schein­lich, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten das Schul­sy­stem "erfun­den" haben als sie noch dabei waren den Westen zu besie­deln, und als es noch weni­ger als 35 Staa­ten in die­sem Land gab. Die Auf­nah­me von Ter­ri­to­ri­en in den Ver­bund setz­te sich über­wie­gend bis 1846, teil­wei­se noch ins 20. Jahr­hun­dert fort.

Ich habe trotz inten­si­ver Suche kei­nen Beweis dafür gefun­den, dass das Schul­sy­stem für Alle [All­ge­mei­ne Schul­pflicht] in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka *erfun­den* wur­de. Inso­weit hat sich mein erster Gedan­ke zu dem Zitat ganz oben auf die­ser Sei­te bestä­tigt. Soll­ten Sie, lie­be Lesen­de, dazu etwas wis­sen, so bit­te ich um Mit­tei­lung um hier even­tu­el­le Kor­rek­tu­ren vor­neh­men zu können. 

Dan­ke!

¹

²

³

Zita­te aus Leser­kom­men­ta­ren zu Arti­kel in der "Washing­ton Post":
1.
Hey, may­be our kids would bet­ter be able to make fri­ends if they were edu­ca­ted enough to be able to car­ry on a con­ver­sa­ti­on about some­thing bes­i­des styl­es and drugs and phones.

2.
Die­ses Zitat spielt dar­auf an, dass es eine zuneh­men­de Zer­split­te­rung des Schul­sy­stems gibt, die teil­wei­se aus reli­giö­sen Krei­sen her­vor­ge­ru­fen wur­de, da dem all­ge­mei­nen Schul­sy­stem unter­stellt wird es *bekämp­fe* den Glau­ben bzw. neh­me nicht die reli­giö­sen Stand­punk­te (Bei­spiel: Evo­lu­ti­on vs. Schöp­fungs­ge­schich­te) aus­rei­chend ernst.

Ein wei­te­res Zitat:

Inter­na­tio­na­ler Ver­gleich und Kritik
Im Ver­gleich zu ande­ren ent­wickel­ten Staa­ten errei­chen die Fähig­kei­ten der Schü­ler und Absol­ven­ten oft nur unter­durch­schnitt­li­che Lei­stun­gen. In den PISA der OECD beleg­ten 2003 in Mathe­ma­tik 15-jäh­ri­ge den 24. Platz, in Natur­wis­sen­schaf­ten den 19. Platz, in Lesen den 12. Platz und in Pro­blem­lö­sungs­fä­hig­kei­ten den 26. Platz. Teil­ge­nom­men an der Stu­die hat­ten 38 Staa­ten. Bei­na­he jeder drit­te Ame­ri­ka­ner ver­lässt die Schu­le ohne Abschluss.[2] Vie­le Wirt­schafts­füh­rer haben dahin­ge­hend Beden­ken geäu­ßert, dass die Qua­li­tät des US-Bil­dungs­sy­stems in sei­ner Gesamt­heit unter einem akzep­ta­blen Niveau liegt.

Sie­he dazu noch
Eine Fra­ge des Gel­des?; Das Bil­dungs­sy­stem der USA

bookmark_borderEs ist 'was faul im Staate Dänemark U.S.A.

Im Jah­re 1997 flo­gen wir - die gan­ze Fami­lie, Eltern und Kin­der, nach Den­ver, Colo­ra­do um dort bei und zusam­men mit Freun­den Weih­nach­ten und Sil­ve­ster zu fei­ern. 1998 war ich für zwei Mona­te geschäft­lich in Pen­syl­va­nia, New York (Staat) und Ohio unter­wegs um für einen mei­ner Kun­den Geschäf­te mit U.S.-Unternehmen anzu­bah­nen. Da das erfolg­reich war rei­ste ich schließ­lich im Juli des glei­chen Jah­res wie­der ein - dies­mal um für den Kun­den ein Büro ein zurich­ten und den Waren­fluss zu organisieren.

Für Büro­ein­rich­tung und Woh­nungs­ein­rich­tung wur­den Inve­sti­tio­nen von ca. 6.000,- DM getä­tigt, die Woh­nung mit Büro koste­te damals etwas mehr als 400,- US$ Mie­te, Kabel, Tele­fon und Neben­ko­sten nicht ent­hal­ten. Heu­te bekommt man für die­sen Preis nicht ein­mal mehr einen fen­ster­lo­sen Abstell­raum. In den ersten bei­den Mona­ten lieh mir ein Freund aus High School-Tagen ein Auto - zur Nut­zung bis alle For­ma­li­tä­ten erle­digt waren, um selbst ein Auto zu kau­fen und zulas­sen zu kön­nen. Dazu nur soviel:
Wer glaubt in U.S.A. sei alles ganz locker und ohne Kom­pli­ka­tio­nen zu erle­di­gen weil die Ame­ri­ka­ner ja so gut drauf sind der irrt gewal­tig - die Büro­kra­tie kann sich durch­aus mit unse­rer mes­sen. Was noch dazu kommt: In Euro­pa "Erwor­be­nes" wie Füh­rer­schein, aka­de­mi­sche Gra­de, Ver­si­che­rungs­ra­bat­te etc. zählt erst mal - -- --- NICHTS!

Als das erste Flug­zeug in den Turm des World Trade Cen­ter flog war ich gera­de in einer tech­ni­schen Unter­wei­sung über die Bestückung von Mobil­te­le­fon­pla­ti­nen der zwei­ten Gene­ra­ti­on [die mit den klei­nen Farb­dis­plays] und half als Über­set­zer aus, weil dort eini­ge Tech­ni­ker und Inge­nieu­re teil­nah­men, die noch nicht so fit in der eng­li­schen Spra­che waren um den Aus­füh­run­gen des Refe­ren­ten zu fol­gen. Die­ser Unter­richt wur­de abge­bro­chen und man ver­sam­mel­te sich im Pau­sen­raum [eine eher sel­te­ne Errun­gen­schaft in U.S.-Unternehmen, meist wird erwar­tet, dass die Mit­ar­bei­ter irgend­wo in einem Schnell­re­stau­rant ihre Mit­tags­zeit ver­brin­gen]. Dort lief der Fern­se­her und nie­mand arbei­te­te mehr son­dern sah die Berichterstattung.

Nach weni­gen Tagen stand fest: Das Land war zutiefst erschüt­tert, in sei­ner Iden­ti­tät ange­schla­gen und jene Kräf­te, die nach Rache lechz­ten, hat­ten das Heft in der Hand und sich durch­ge­setzt. Was folg­te war der end­gül­ti­ge Ver­lust des­sen, was wir in Euro­pa unter der Über­schrift "Der ame­ri­ka­ni­sche Traum" kennen.
Für mich stand fest, dass ich in einem sol­chen Land nicht leben und arbei­ten woll­te. Ohne auf Ein­zel­hei­ten ein­zu­ge­hen nur soviel zum Abschluss der Geschich­te: Ich ver­kauf­te die Ein­rich­tung und zwei Autos, pack­te mei­ne per­sön­li­che Habe in eine gro­ße Kiste und ver­ließ mit Aus­lau­fen mei­nes Visums Anfang Sep­tem­ber 2002 das Land.

Zur Vor­ge­schich­te - und zum bes­se­ren Ver­ständ­nis - will ich noch erwäh­nen, dass ich in den Jah­ren 1963-64 ein Jahr als Aus­tausch­schü­ler im Staat New York, ganz im Nor­den, an der Gren­ze zu Kana­da, zuge­bracht habe. Danach bin ich in mehr oder weni­ger gro­ßen Abstän­den immer wie­der ein­mal dort gewe­sen. Dadurch ken­ne ich die Stim­mung und die Men­schen im Land zwar nicht aus allen Regio­nen, aber doch sicher bes­ser als man­che Urlau­ber, die ein­mal für ein paar Tage zum Shop­ping in einer der Metro­po­len waren .... dort herrscht oft die­se 'auf­ge­setz­te' Freund­lich­keit vor, die nicht echt erscheint und es auch nicht ist!

Um es kurz zu sagen lie­be ich das Land. Und jene ein­fa­chen Men­schen, die die Mas­se der Bevöl­ke­rung aus­ma­chen, die grund­sätz­lich freund­lich zu Frem­den sind, wenn die­se sich rück­sichts­voll und ange­mes­sen ver­hal­ten. Es herrscht eine Hilfs­be­reit­schaft die uns in Deutsch­land min­de­stens in Metro­pol­re­gio­nen abhan­den gekom­men ist. Die Land­schaf­ten sind atem­be­rau­bend, und ich hat­te das Glück mehr als 14 Staa­ten der U.S.A. inten­siv zu berei­sen und mich dort vie­le Wochen umzu­se­hen - teils mit Freun­den oder deren Bekann­ten, teils zusam­men mit mei­ner Frau als "Tou­ri­sten", aber immer auf eige­ne Faust, ohne die bei deut­schen USA-Tou­ri­sten so belieb­te "deutsch­spra­chi­ge Füh­rung", bei der nur der posi­ti­ve Aus­schnitt des Lebens gezeigt wird, sozia­le und kul­tu­rel­le Pro­blem­fel­der aus­ge­blen­det wer­den. "All­tag" mit sei­nen Schwie­rig­kei­ten wird bei sol­chen Pau­schal­rei­se­ver­an­stal­tern nicht wahr­ge­nom­men. Davon merkt kein Tou­rist etwas. 

Zuletzt waren wir 2004 in den U.S.A. - und was wir da von den "Offi­zi­el­len" erlebt haben hat aus­ge­reicht um zu sagen: Nie wie­der, nicht ohne dra­sti­sche Ände­run­gen der Hand­ha­bung der Ein­rei­se durch die Behördenmitarbeiter.

Es ist eine Schan­de, was in den ver­gan­ge­nen 15 Jah­ren aus die­sem Land durch die Geld­gier und unge­zü­gel­te Berei­che­rung Weni­ger gewor­den ist. Dazu kom­men die Ein­schüch­te­run­gen einer schlecht aus­ge­bil­de­ten und schieß­wü­ti­gen Poli­zei, schlei­chend wie­der­keh­ren­der Ras­sis­mus, der unter Trump nun ganz offen­sicht­lich wird und kaum noch Wider­stand erzeugt.

Waren es in den sech­zi­ger und sieb­zi­ger Jah­ren noch die klei­nen Kom­mu­nen die die Mas­se der Bevöl­ke­rung beher­berg­ten, so sind es nun die grö­ße­ren Städ­te, die den Ton ange­ben und der Mensch­lich­keit abge­schwo­ren haben - wer nicht kämpft oder kämp­fen kann ist ret­tungs­los ver­lo­ren, wer krank wird ist finan­zi­ell meist rui­niert, wer dem stän­di­gen Druck noch mehr zu arbei­ten und noch weni­ger Frei­zeit zu haben nicht stand­hal­ten kann greift immer häu­fi­ger zu Dro­gen und macht sich so kaputt.

Wohl­tä­tig­keit gegen­über Bedürf­ti­gen (sie­he Abbil­dung)- einst ein Kenn­zei­chen der ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft - wird heu­te als För­de­rung von Schma­rot­zer­tum gebrand­markt, Hilfs­be­reit­schaft, Mit­leid und Mensch­lich­keit wer­den als links­ra­di­ka­les Gedan­ken­gut verteufelt.

Die US-Gesell­schaft ist in ihren Grund­fe­sten erschüt­tert, nicht erst seit Trump. Wenn sich durch die Über­nah­me des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses (Wahl vom Novem­ver 2018) durch die Demo­kra­ten nichts ändert, weil in deren Rei­hen sich min­de­stens so vie­le von "spe­cial inte­rest (groups)"¹,² besto­che­ne Abge­ord­ne­te befin­den wie bei den Repu­bli­ka­nern, dann sehe ich schwarz für das Land. Die ein­zi­ge Hoff­nung sind jene jun­gen, sozi­al und demo­kra­tisch enga­gier­ten Abge­ord­ne­ten, die bei der letz­ten Wahl die ver­kru­ste­ten Struk­tu­ren in Fra­ge stel­len konn­ten und bei den Wäh­lern damit ankamen. 

Da ruht mei­ne Hoff­nung .... und wer weiß, mög­li­cher­wei­se erle­be ich es noch und kann wie­der dort­hin flie­gen ohne bei der Ein­rei­se wie ein Ver­bre­cher gescannt und befragt zu werden.

¹ Ein beson­de­res poli­ti­sches The­ma, das im Mit­tel­punkt der poli­ti­schen Inter­es­sen­ver­tre­tung steht.
² Eine Interessengruppe.

bookmark_borderWo er Recht hat hat er Recht ....

Ist Ihnen, lie­be Leser, auch schon auf­ge­fal­len wie hier­zu­lan­de über den bri­ti­schen Oppo­si­ti­ons­füh­rer Jere­my Cor­byn berich­tet wird? Oder über den US-Polit­ker Sena­tor Ber­nie San­ders? Oder - um im Inland zu blei­ben - über die Poli­tik und Pro­gram­ma­tik die "Die Lin­ke" vorschlägt? 

Wenig bis gar nicht - und wenn doch, dann immer mit Sei­ten­hie­ben wie "sozia­li­sti­sche Grund­hal­tung", "pro­to-mar­xi­sti­sches Pro­gramm" oder "Uner­fah­ren­heit in Sicher­heits­fra­gen" und gar "Ter­ro­ri­sten­sym­pa­thi­sant".

Es sind die­se schein­bar neben­säch­li­chen Attri­bu­te, die­se beschrei­ben­den Adjek­ti­ve, die den Zuhö­rern sug­ge­stiv mit­tei­len sol­len: Ein sol­cher Poli­ti­ker taugt nicht für eine Spit­zen­rol­le, als Pre­mier, als inter­na­tio­nal aner­kann­ter Gesprächs­part­ner. Wenn das noch nicht genügt wer­den noch ein paar »Jugend­sün­den« her­vor­ge­kramt und es wird unter­stellt sowas sei nicht "regie­rungs­fä­hig".

All das kommt uns doch sehr bekannt vor, es wird in glei­cher Wei­se in vie­len Län­dern rund um den Glo­bus gehand­habt. Gelobt wer­den eher rechts und kon­ser­va­tiv ste­hen­de Kräf­te, beschrie­ben als "bür­ger­li­che Mit­te". Das sind jene Poli­ti­ker, die ihre See­le - und gege­be­nen­falls ihre Groß­mutter - für einen beque­men Posten an Groß­spen­der ver­kau­fen [in U.S.A. euphe­mi­stisch schon mal als "spe­cial inte­rest" bezeich­net]. Was frü­her "Kor­rup­ti­on" genannt wur­de heißt heu­te vor­nehm umschrei­bend "Net­wor­king" und ist gesell­schafts­fä­hig geworden.
Ver­teu­felt wer­den all Jene, die von der Sto­ry abzu­wei­chen wagen die der der­zei­ti­gen Regie­rungs­mei­nung und -ein­schät­zung ent­spricht. "Anti-Estab­lish­ment" wird zum Schimpf­wort, und (fast) kein Jour­na­list aus den gro­ßen Medi­en wagt sich eine gegen­tei­li­ge Ein­schät­zung öffent­lich zu verlauten.

Wer sich den­noch getraut eine alter­na­ti­ve Betrach­tung zu berich­ten muß schon eine star­ke Haus­macht im Hin­ter­grund haben - oder eben kei­ne Angst vor Ver­lust der beque­men Posi­ti­on: Das sind nicht vie­le Poli­ti­ker oder Jour­na­li­sten, weder bei uns noch in den U.S.A. oder Großbritannien.

Über­le­gen Sie doch mal was in den letz­ten Mona­ten und Jah­ren so pas­siert ist und was davon hier bei uns wahr­ge­nom­men wer­den konn­te - es sei denn, man infor­miert sich aus Inter­net­quel­len und nicht nur aus den 20:00h-Nachrichten & Tages­zei­tun­gen .... viel inter­es­san­ter ist näm­lich das was in den Nach­rich­ten nicht berich­tet wird, wor­an die Bevöl­ke­rung nicht den­ken soll, was angeb­lich neben­säch­lich oder ver­nach­läs­sig­bar ist.

Es geht auch anders - und des­we­gen ist es den »Eta­blier­ten« so wich­tig das tot zu schweigen:

" .. Unli­ke most of the lea­ders of major Western poli­ti­cal par­ties, Jere­my Cor­byn cho­se to be honest rather than trea­ting citi­zens like child­ren, and to the sur­pri­se of many he gai­ned sup­port. In the end, his par­ty picked up 32 seats and a lar­ger “govern­ment in wai­ting” role in a hung par­lia­ment .. " [Quel­le]

trea­ting citi­zens like child­ren - genau das ist es, was zum Bei­spiel jene Poli­ti­ker machen die behaup­ten die Bür­ger wüß­ten nichts mit dem Instru­ment der "Volks­ab­stim­mung" anzu­fan­gen. Es ver­schlei­ert nur unzu­rei­chen ihre Angst vor den Wäh­lern, denn dann könn­ten sie ihre Fäden noch so fein spin­nen, und die wür­den von Fall zu Fall durch den Wäh­ler­wil­len zer­ris­sen. Vor­bei wäre es mit der bis­he­ri­gen behä­bi­gen Ruhe in dem Inter­vall zwi­schen den Wahlen ....

Ist es nicht Sache der Poli­tik in einer Demo­kra­tie / einem Rechts­staat den Inhalt eines zur Volks­ab­stim­mung ste­hen­den Sach­ver­hal­tes all­ge­mein ver­ständ­lich zu prä­sen­tie­ren und erst dann abstim­men zu lassen?

Die Schweiz hat - und da bemü­he ich wie­der die von mir so gelieb­te Stan­dard­ab­wei­chungs­kur­ve - nicht mehr oder weni­ger Schlaue und Dum­me als wir, und dort klappt es ganz gut mit sol­chen Abstimmungen.

Ganz neben­bei bezweif­le ich, dass unse­re »Volks­ver­tre­ter« immer die Weis­heit besit­zen sol­che kom­ple­xen Vor­gän­ge um die es bei Volks­ab­stim­mun­gen oft (wenn auch ver­ein­facht auf dem Stimm­zet­tel ver­merkt) geht, BESSER zu ent­schei­den als der/die durch­schnitt­li­che Michel/Micheline.

Poli­tik­ver­dros­sen­heit fängt genau da an wo sich Wäh­ler nicht ernst genom­men füh­len. Wenn es den Poli­ti­kern wirk­lich ernst mit einer Bür­ger­be­tei­li­gung wäre hät­ten sie doch in der Ver­gan­gen­heit schon reich­lich Gele­gen­heit gehabt das zu för­dern. Weil es nicht pas­siert ist glau­be ich es nicht mehr .... wenn es auch vor Wah­len immer mal wie­der behaup­tet wird.

Ehr­lich­keit ist für die Mas­se unse­rer Pol­ti­ker ein Fremdwort.
Oder haben Sie einen ein­zi­gen Volks­ver­tre­ter [außer bei "Die Lin­ke"] sagen hören, dass jene Län­der am här­te­sten mit Ter­ro­ris­mus zu kämp­fen haben die in Koali­ti­on mit den U.S.A. aus­ge­zo­gen sind die­ses Übel auszurotten?

Cor­byn hat gesagt " .. Britain’s mili­ta­rist for­eign poli­cy and inter­ven­ti­on in Midd­le East con­flicts .. " sei ein wesent­li­cher Fak­tor dafür sich als »Ziel« von Ter­ro­ris­mus zu positionieren.

Recht hat er.

Immer mehr Über­wa­chung, Schnüf­fe­lei, Redu­zie­rung der Bür­ger­rechte soll ja angeb­lich mehr Sicher­heit brin­gen - wann kommt bei uns ein Poli­ti­ker der mit die­ser wahn­wit­zi­gen Lüge aufräumt?

Mir kommt es vor­ran­gig dar­auf an ein­mal fest­zu­hal­ten, dass ein Poli­ti­ker mit "Wahr­heit" Zuge­winn hat­te - und die­se Wahr­heit lau­tet "Der Westen (alle an den Kon­flk­ten z.B. des nahen Ostens Betei­lig­ten, sei es direkt durch Sol­da­ten oder indi­rekt durch Mate­ri­al / Logi­stik) ist selbst dar­an schuld wenn durch sei­ne Hand­lun­gen Ter­ro­ri­sten geschaf­fen wer­den weil oft die eige­nen Grund­sät­ze nicht erfüllt sind, die jeder angeb­lich bei sich erfüllt sehen will."

Der Preis­trä­ger des Aache­ner Wal­ter-Hasen­cle­ver-Lite­ra­tur­prei­ses [2018], der öste­rei­chi­sche Schrift­stel­ler und Essay­ist Robert Men­as­se, hat am 25. Novem­ber vor den Zuhö­ren­den der euro­päi­schen Poli­tik die Levi­ten gele­sen:

" .. Das Preis­schild unse­rer Wer­te war in den Zei­tun­gen unlängst ver­öf­fent­licht: 5,73 Mil­li­ar­den Euro! Das ist der Preis, für den wir unse­re Wer­te ver­kauft haben. Das ist die Sum­me, die Sau­di-Ara­bi­en für Waf­fen­lie­fe­run­gen aus Euro­pa bezahlt. Die euro­päi­schen Staa­ten ver­kauf­ten um die­sen Preis damit nicht bloß „Waren“, sie ver­kauf­ten damit auch die Wer­te, die die Grund­la­ge des Euro­päi­schen Frie­dens- und Eini­gungs­pro­jekts sind. Das ist doch der gro­ße histo­ri­sche Fort­schritt gewe­sen: dass Euro­pa in Gestalt der EU der erste und ein­zi­ge Kon­ti­nent ist, der die Men­schen­rechts­char­ta zu sei­ner Ver­fas­sungs­grund­la­ge gemacht hat .. " 

Schau­en wir abschlie­ßend noch ein­mal nach Frank­reich, da fei­ert die Rhe­to­rik Tri­um­phe: Der (nicht mehr ganz so) neue fran­zö­si­sche Prä­si­dent Macron ist dazu da die Arbei­ter­rech­te zu schrump­fen und den Pro­fit der Super­rei­chen zu meh­ren (sie­he Steu­er­re­form, die die Gelb­we­sten auf die Stra­ßen brach­te!). Man könn­te ihn mit unse­rem unse­li­gen Schrö­der ver­glei­chen. Das gan­ze Aus­maß des­sen, was Macron vor hat, wer­den die Fran­zo­sen erst mer­ken wenn es kein Zurück mehr gibt, auch so wie bei uns, wo Alle dach­ten 'da kommt der Messias ...!'
Schnel­ler als hier­zu­lan­de haben sie bis­her immer gehan­delt, das zei­gen die jüng­sten Pro­te­ste - und wie wenig sie dort ihren Poli­ti­kern noch trau­en wird dadurch deut­lich, dass die Fran­zo­sen nicht sofort alle Pro­te­ste abge­bla­sen haben als ihr Prä­si­dent Gesprächs­be­reit­schaft signa­li­sier­te, son­dern wach­sam und abwar­tend sind.

bookmark_borderUp is Down. Black is White. Hate is Love.

¹ Über­set­zung:

» .. Donald Trump beschul­digt jeman­den, über etwas nichts zu wis­sen? Der Mann ist selbst ein Abgrund an Unwis­sen­heit. Er weiß weni­ger über das Ver­fas­sungs­recht als ich {gemeint ist der Autor des Zita­tes; Anm. d. Übers.} über die sozia­len Inter­ak­tio­nen von Mist­kä­fern. Er weiß so gut wie gar nichts über irgend etwas, wes­we­gen er immer wie ein Idi­ot klingt .. « 


Es gilt offen­bar die alte deut­sche Spruch­weis­heit:
"Wie der Herr, so's G'scherr"

² Über­set­zung:

» .. Die Behaup­tun­gen von Trump und sei­nen Spre­cher/-inne/-n, ins­be­son­de­re Sarah Huck­abee San­ders und Kel­ly­an­ne Con­way, beschrei­be ich oft als "Orwel­li­an" [orwel­lia­nisch] in dem Sin­ne, dass sie erwar­ten, dass Men­schen glau­ben was offen­sicht­lich und nach­weis­lich falsch ist .. «

Da aber die Zuhö­rer von Trump min­de­stens genau­so unwis­send sind wie er selbst, und da nie­mand im Saal auf­tre­ten wird, der den offen­sicht­li­chen Lügen und Ver­dre­hun­gen, den fal­schen Zuord­nun­gen und ras­si­sti­schen Aus­fäl­len ent­ge­gen tritt, schau­keln sich Trump und sei­ne Zuhö­rer gegen­sei­tig hoch:
Er bekommt das feed­back für sein über­stei­ger­tes Ego, die Zuhö­rer bekom­men das als Bot­schaft, wor­an sie schon immer glaub­ten oder von dem sie glaub­ten es sei der Lauf der Welt - nur wol­le das nie­mand von "denen da oben" ehr­lich(!) sagen.

Es bleibt zu hof­fen, dass Jene in Ame­ri­ka die wirk­lich Macht inne­ha­ben ihre Anony­mi­tät auf­ge­ben und dem Trei­ben die­ses Clowns ein Ende berei­ten wer­den bevor er die Welt in Schutt und Asche legt und sich beim gro­ßen Knall wie wei­land Nero vor dem bren­nen­den Rom noch die­bisch freut.

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¹ " .. Donald Trump accu­sing someone else of kno­wing not­hing about some­thing? The man is a vol­ca­no of igno­rance. He knows less about con­sti­tu­tio­nal law than I know about the social inter­ac­tions of dung beet­les. He knows not­hing about vir­tual­ly anything, which is why he always sounds like an idi­ot .. " [Quel­le]

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² " .. I often descri­be the claims of Trump and his spo­ke­speo­p­le, par­ti­cu­lar­ly Sarah Huck­abee San­ders and Kel­ly­an­ne Con­way, as Orwel­li­an, in the sen­se that they expect peo­p­le to belie­ve what is cle­ar­ly and provably(sic!) false .. " 
[Quel­le]