Sortiert nach

×

bookmark_border337.000 sind ganz schön viel ....

.... in Rela­ti­on zur Gesamt­be­völ­ke­rung aller­dings fast nichts.

Die­ser Satz beglei­tet mich nun schon ein paar Tage, seit Regie­rungs­spre­cher Sei­bert ihn in der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz aussprach.

Tat­säch­lich und für sich genom­men hat er natür­lich Recht.

Nun sind die­se Unter­schrif­ten von Men­schen in die­sem Land die sich aktiv mit den Inhal­ten der in Rede ste­hen­den Abkom­men aus­ein­an­der­set­zen. daher mit mehr als nur der Fer­tig­keit die Abkür­zun­gen in Voll­be­zeich­nun­gen wie­der­zu­ge­ben, also mit "Sach­ver­stand" urtei­len. In Fol­ge des­sen ableh­nen, was dort fest­ge­schrie­ben wer­den soll. 

Sei­bert urteilt aus sei­ner spe­zi­fi­schen Sicht: Zah­len sind rele­vant wenn es um Mehr­hei­ten im Par­la­ment geht, wenn es um Staats­fi­nan­zen geht, wenn es auf inter­na­tio­na­lem Par­kett um Hil­fe und Unter­stüt­zung geht. 

 
  Hier aller­dings ist eine rei­ne Betrach­tung von Zah­len unan­ge­bracht, weil "Sinn­voll" oder "Falsch" nicht von abso­lu­ten Zah­len abhängt, son­dern von den Fol­gen, die eine bestimm­te Rege­lung tat­säch­lich hat. 

Der Regie­rungs­spre­cher ver­fährt nach dem Muster das ihm geläu­fig ist. Da erkennt man, war­um Poli­tik so oft an der Lebens­wirk­lich­keit vor­bei geht. Es wer­den die fal­schen Prä­mis­sen zu Grun­de gelegt, des­we­gen muß die Schluß­fol­ge­rung zwangs­wei­se falsch sein.

Hal­ten wir also fest:
Zah­len­gläu­big­keit ver­schlei­ert den Blick für die Argu­men­te, ver­hin­dert dem­nach eine ratio­na­le Aus­ein­an­der­set­zung - und ist ein wohl­fei­les Argu­ment für Jene, die wohl um die Män­gel wis­sen, man­ches wahr­schein­lich mit Absicht so gere­gelt haben wollen!
Nur, bit­te­schön, die Betrof­fe­nen sol­len es mög­lichst nicht erkennen.

Eine Regie­rung aller­dings, die im Nach­hin­ein Geset­ze so mma­ni­pu­liert, dass frü­he­re Straf­ta­ten von soge­nann­ten "Dien­sten" durch die­se Ände­rung einen Frei­brief erteilt bekom­men anstatt die­se Geset­zes­über­tre­tun­gen für­der­hin zu ver­hin­dern, hat bestimmt nicht das im Sinn was im Amts­eid geschwo­ren wird, näm­lich das " .. Wohl des deut­schen Vol­kes (zu) mehren .." 

bookmark_borderDer 'merkbefreite' Herr Gabriel ....

.... ist so von sich ein­ge­nom­men, dass er nicht ein­mal merkt was ihm da vom Ver­fas­sungs­ge­richt als Kuckucks-Ei ins Nest gelegt wur­de. Der vor­der­grün­dig von ihm als SIEG gefei­er­te Spruch zum Begeh­ren der 'Einst­wei­li­gen Ver­fü­gung' ist in Wahr­heit eine schal­len­de Ohr­fei­ge für alle Betei­lig­ten an den Ver­hand­lun­gen. Sie haben es in sie­ben Jah­ren (!) nicht zustan­de gebracht ein­deu­ti­ge Regeln zu Papier zu brin­gen und soll­ten daher nicht ver­wun­dert sein, wenn ihnen ihr Mach­werk nun zer­pflückt wird.

Es bleibt aller­dings ein scha­ler Bei­geschmack. Da es kaum wahr­schein­lich ist die Regeln des Gerichts in den weni­gen Tagen bis zur Unter­schrift zu ändern wird es so kommen:

Es wird in Kraft gesetzt und es wer­den Tat­sa­chen geschaf­fen - so, wie es die Regie­run­gen Mer­kel schon immer gemacht haben. Völ­lig igno­rie­rend was Recht & Gesetz in die­sem Land von ihnen als Hand­lung verlangen.

"Auf Zeit spie­len" (aus­sit­zen), und "umfal­len" (das Gegen­teil von dem tun was der Bevöl­ke­rung ver­spro­chen wur­de) sind die neu­en Tugen­den der Poli­tik. Min­de­stens seit Kohl, Schrö­der und Merkel.

bookmark_borderRente
*update* (17-10-2016)

Ich amü­sie­re mich sehr über die der­zei­ti­ge Dis­kus­si­on um die Ren­ten. Alles völ­lig über­flüs­sig, denn wenn die Ent­wick­lung der Welt so fort­schrei­tet ist es müßig dar­über nach­zu­den­ken was in drei­ssig Jah­ren passiert ....

Noch ein ande­rer Gedanke:
Wenn es tat­säch­lich gelingt den Kli­ma­schutz zu akti­vie­ren, und die Welt nicht durch Wirt­schafts­wachs­tum zu zer­stö­ren, droht immer noch die Gefahr es durch Krieg zu tun.

Soll­te Bei­des nicht ein­tref­fen ver­traue ich auf die segens­rei­che Com­pu­ter­tech­nik, die Robo­ter schafft und Arbeit von Men­schen in nicht all­zu fer­ner Zeit über­flüs­sig macht - hof­fent­lich nicht gleich im Zuge die­ser Ände­rung auch den Men­schen selbst.

Da wird Frau Nah­les eines Tages daste­hen und sich die Augen rei­ben. Alle die schö­nen Plä­ne - und ganz umsonst zum Fen­ster raus­ge­hängt! Und der Herr Arbeit­ge­ber­prä­si­dent soll­te es eben­so bes­ser wis­sen und Frau Nah­les nicht aus­schimp­fen, son­dern ihr erklä­ren wie die Welt durch Robo­ter­ein­satz aus­se­hen wird.

LKW-Fah­rer wer­den dem­nächst über­flüs­sig, Taxi- und Uber-Fah­rer auch, Stadt­rei­ni­gung und Müll­ab­fuhr, Piz­za­bo­te und Paket­zu­stel­ler .... tja, und das ist erst der Anfang.

Was der Sozia­lis­mus nicht schaff­te wird mög­li­cher­wei­se durch die vier­te indu­stri­el­le Revo­lu­ti­on geschafft:
Der Mensch wird von "Arbeit" befreit und kann krea­tiv han­deln, ganz nach Lust und Laune.
Das ist eine Zukunft zu der ich anmerke:
Scha­de, dass ich es nicht mehr erle­ben werde. 

________________________________________________________ 

*update*
[Quel­le]

" .. der robo sapi­ens wird uns in naher zukunft über­neh­men. die künst­li­che intel­li­genz ist dem men­schen schon heu­te über­le­gen. die intel­li­genz der robo sapi­ens hat kei­ne gefüh­le und ist des­halb unmensch­lich. eine sol­che intel­li­genz wird erken­nen, dass das ein­zi­ge übel auf unse­rem pla­ne­ten der mensch ist und weil ein robo sapi­ens nur logisch reagiert, kann er das pro­blem nur mit der ver­nich­tung des men­schen lösen .. "

bookmark_borderSo wird das nichts mit der Integration ....

Beim Ein­kauf im Super­markt beob­ach­te ich gern mal was die Leu­te so in ihren Ein­kaufs­wa­gen her­um­fah­ren. Wenn ich dazu anhal­ten muß fah­re ich mei­nen Wagen so an die Sei­te, dass er nir­gends häu­fig nach­ge­frag­te Pro­duk­te ver­sperrt. Also ein mög­lichst gerin­ges Ärger­nis für ande­re Kun­den darstellt.

Vie­le ande­re Kun­den machen das genauso.

Vor ein paar Tagen war ich wie­der mal gezwun­gen erst nach 19:00h ein­zu­kau­fen - um die­se Zeit ist es sehr ruhig, meist hält sich ledig­lich eine Hand­voll Kun­den dort auf.

Wir stan­den vor dem Yoghurt­re­gal - um uns her­um nicht ein ein­zi­ger ande­rer Kun­de - und such­ten gera­de die Geschmacks­rich­tun­gen raus die wir gern essen als plötz­lich eine jun­ge Frau mit Kopf­tuch, von der Sei­te kom­mend, sich erst zwi­schen mei­ne Frau und das Regal, dann zwi­schen mich und das Regal schob.

Die natür­li­che Reak­ti­on auf eine Per­son, die sich so her­an drängt, ist ein Schritt zurück. Gleich hin­ter uns stand aller­dings der Ehe­mann, mit Kind auf dem Arm und vor sich eine Kin­der­kar­re, wodurch uns nach hin­ten eben­falls der Weg ver­sperrt war. Es blieb nur der Aus­weg seit­lich nach rechts und links ....

Eine sol­che Über­heb­lich­keit gepaart mit ellen­bo­gen­ver­stärk­ter Rück­sichts­lo­sig­keit haben wir noch nie erlebt. Die­sen Men­schen fehl­te jede Distanz - nur das eige­ne Ziel bestimm­te die Handlung.

Mög­li­cher­wei­se ist die­ses Ver­hal­ten in dem Her­kunfts­land die­ser Leu­te sozi­al ange­mes­sen - hier ist das, und dar­auf soll­ten sie aller­dings bei einem Inter­gra­ti­ons­un­ter­richt drin­gend hin­ge­wie­sen wer­den - nicht üblich und grob unhöflich.

Mir wur­de da zum ersten Mal bewußt wie weit der Weg zur voll­stän­di­gen Inter­gra­ti­on für eini­ge Zuge­wan­der­te noch ist. Sehr weit. Das Ehe­paar war nach Klei­dung und Geha­be schon eta­bliert, offen­bar tür­ki­scher Natio­na­li­tät. Das macht die Sache aller­dings nicht erfreu­li­cher oder ein­fa­cher - im Gegenteil.

bookmark_borderEin wenig wahrgenommener Skandal

Wenn frü­her ein Alt-Poli­ti­ker nach Brüs­sel abge­scho­ben wur­de - damit er kei­nen Scha­den mehr im Inland anrich­ten konn­te - war das meist nicht sehr gefähr­lich. Im Zeit­al­ter des Inter­nets hat sich das gewan­delt. Beson­ders schwer­wie­gend ist es im Fall des Herrn Oet­tin­ger, unse­rem 'ahnungs­lo­sen, dafür aber akti­ven' Schwa­ben in Brüs­sel .... "hei­se" sagt dazu:

" .. Seit 2014 ist Gün­ther H. Oet­tin­ger "EU-Kom­mis­sar für Digi­ta­le Wirt­schaft und Gesell­schaft". Das ist gut für die Wirt­schaft, aber schlecht für die Gesell­schaft, wie sich immer deut­li­cher zeigt. Oet­tin­ger gilt in Brüs­sel als regel­recht Lob­by-hörig – was Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal inzwi­schen sogar empi­risch nach­ge­wie­sen hat. Vom Start weg ließ sich der fach­lich kaum bewan­der­te Digi­tal­kom­mis­sar wenig von Exper­ten bera­ten, viel­mehr lausch­te er Ein­flü­ste­rern der Kon­zer­ne, bei­spiels­wei­se beim The­ma Netzneutralität .. "

bookmark_borderVom Nachdenken

Tag­täg­lich sit­zen Aber­tau­sen­de von Inge­nieu­ren über ihren Plä­nen, Zeich­nun­gen und Zah­len­ko­lon­nen, sie erpro­ben in Labo­ren und Frei­land­ver­su­chen, ver­bes­sern, ver­fei­nern, justie­ren nach .... und schließ­lich kommt es auf den Markt, das gut durch­dach­te, per­fekt funk­tio­nie­ren­de und siche­re Ergeb­nis all die­ser Bemühungen.

Dann erreicht es die 'durch­schnitt­li­che' Hausfrau.
Oder den 'durch­schnitt­li­chen' Haus­mann, heutzutage.

Was pas­siert dann?

Alle Mühen die in den Pro­duk­ten stecken sind hinfällig.
Theo­rie trifft Praxis.
Pla­nung trifft Intuition.
Bedacht­sam­keit trifft Improvisation.

Ken­nen Sie die­se Kör­be, die in Spül­ma­schi­nen für das Besteck vor­han­den sind?
Bestimmt, denn mehr als zwei Drit­tel aller deut­schen Haus­hal­te ver­fü­gen über ein sol­ches Gerät.

Die­se Kör­be ste­hen exem­pla­risch für all das Inge­nieur­wis­sen- und pla­nen, das wei­ter oben beschrie­ben ist. 

Zugleich steht es für die völ­li­ge Nutz­lo­sig­keit all die­sen Auf­wan­des - denn was die Benut­zer damit machen ist nicht das, was die Inge­nieu­re geplant haben. Wie bei den Besteckkörben.

Um Sie nicht zu lang­wei­len neh­me ich nur einen klei­nen Teil die­ser Besteck­kör­be heraus:
Es gibt dort Fächer die tie­fer, also höher, ande­re die fla­cher sind.
War­um wohl?
Damit man beim Lee­ren der Maschi­ne nach Tee­löf­feln nicht in den tie­fe­ren Fächern suchen muß, weil sie so kurz sind, dass sie dar­in völ­lig ver­schwin­den. Die gehö­ren daher in die fla­che­ren Fächer. Soweit die Theorie.

Was aber machen Haus­frau und Hausmann?

Sie grei­fen das Besteck, das schmut­zi­ge Bün­del, das vor­her auf der Spü­le ange­häuft wur­de, und wer­fen es ohne jede Dif­fe­ren­zie­rung ein­fach so in den Besteckkorb ....
Schimp­fen womög­lich noch dabei, wenn ein gro­ßer Löf­fel oder ein Vor­le­ge­teil wie­der her­aus­fal­len, weil sie in den fla­che­ren Korb­teil gera­ten - und dafür ja ganz objek­tiv zu lang sind.

So wer­den inten­si­ves Bemü­hen unzäh­li­ger Inge­nieu­re über vie­le Jah­re und unter gro­ßem Auf­wand gewon­ne­ne Opti­mie­run­gen in Sekun­den­bruch­tei­len hin­fäl­lig, total über­flüs­sig, keh­ren sich gar ins Gegen­teil um.

Ver­ste­hen Sie nun, war­um es immer mehr Juri­sten, Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler und Leh­rer gibt?

Nicht?
OK, dann schau­en Sie sich mal das soge­nann­te "Flu­sen­sieb" ihrer Wasch­ma­schi­ne an.
Jaa-ha, sowas gibt es dort!
Und Sie wer­den sehr erstaunt sein, was man dar­in alles findet ....

bookmark_borderKurzer Hinweis an die SPD ....

" .. Heu­te will sich die SPD auf einem Par­tei­kon­vent auf eine Hal­tung zu CETA eini­gen .. " so war in den Nach­rich­ten bekannt gege­ben worden.

Nach den jüng­sten Wahl­er­geb­nis­sen und den Mas­sen­de­mon­stra­tio­nen gegen CETA und TTIP gibt es für die Par­tei nur eine Grund­hal­tung wenn sie nicht völ­lig unter­ge­hen will:


N
ein zu TTIP,
Nein zu CETA


- und zwar ohne heim­li­che Hin­ter­tür­chen wie neue Namen für (alte) Schieds­ge­rich­te, wie es Herr Gabri­el ver­sucht hat.

bookmark_borderDie Grenzen des "guten Geschmacks"

Es ist nicht Jeder­manns Sache zu erken­nen, wann ein Witz noch "wit­zig" und wann er "geschmack­los" ist. Von einem Witz kann man - das ist vie­len Men­schen offen­bar nicht bewußt - auf die Stim­mungs­la­ge, Moti­va­ti­on und Lebens­ein­stel­lung der Wit­ze­er­zäh­ler Rück­schlüs­se zie­hen. So ist es auch mit die­sen Samm­lun­gen von Text­schnip­seln. Ich fra­ge mich schon lan­ge wer die Zeit & Muße hat sowas zusam­men zu tragen.

Ich geb' mal ein Bei­spiel aus jüng­ster Zeit. Ein Aus­zug aus einer sol­chen "Wuß­ten Sie schon"-Zusammenstellungen, die mir per E-Mail zuging:


>>> *~*~*~*~*~*~*~*~*~*
>>>
>>> The­re are men in Guam who­se full-time job is to tra­vel the coun­try­si­de and deflower young vir­gins, who pay them for the pri­vi­le­ge of having sex for the first time.
>>>
>>> Rea­son: Under Guam law, it is express­ly for­bidden for vir­gins to marry.
>>>
>>> (Let's just think for a minu­te: Is there
>>> any job any­whe­re else in the world that even comes clo­se to this?)
>>>
>>> *~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Der Ver­sen­der schloß sein E-Mail mit dem Satz
">>> If you need to reach me in the future,
>>> I will be in Guam !!!!!!"
.

Was sagt uns das über den Absender?
Eine Menge!

bookmark_borderBAYER & MONSANTO ....

"Da wächst zusam­men was zusam­men gehört" - und wer nun glaubt, dass das Geschäft für BAYER loh­nend sein wird ist auf dem Holzweg.

Wie, was, warum?

Zuerst ein­mal ist Monsan­to von vie­len Sei­ten unter Beschuß. Es dro­hen Mil­li­ar­den­kla­gen. Das Haupt­pro­dukt [Gly­pho­sat] wird wohl in Euro­pa ver­bo­ten wer­den und wenn das pas­siert bricht ein erkleck­li­cher Teil des Pro­fits weg. Der Name "Monsan­to" ist ver­brannt, denn die­se Fol­ge von immer neu­en Ent­hül­lun­gen über Hand­lungs­wei­se an der Gren­ze der Lega­li­tät kön­nen selbst durch super-tol­les Mar­ke­ting nicht neu­tra­li­siert werden.

BAYER und Monsan­to haben völ­lig ver­schie­de­ne Unter­neh­mens­phi­lo­so­phien, die Behand­lung und Bezah­lung der Mit­ar­bei­ter, ja selbst die Län­ge des Urlaubs sind so ver­schie­den wie ver­schie­den nur sein kann.
Fusio­nen soll­ten nur dann ange­strebt wer­den, wenn die Unter­neh­mens­kul­tur annä­hernd gleich ist bzw. sich rasch anglei­chen läßt: Ame­ri­ka­ni­sche und deut­sche Unter­neh­mens­kul­tur pas­sen da denk­bar schlecht ins Schema. 

Ich wage wie­der mal eine Prognose:
BAYER wird nach eini­gen Jah­ren [sagen wir mal: 4 Jah­re] wie­der ver­kau­fen. Mit Ver­lust. Der wird buch­mä­ßig die Steu­er­schuld min­dern. So ent­ge­hen der All­ge­mein­heit Steu­er­ein­nah­men in beträcht­li­cher Höhe - der Pro­fit aller­dings wird sofort gemacht, bei denen, die an Monsan­to betei­ligt sind.

bookmark_borderHaben SIE sich schon bevorratet ..!?

Nur mal ganz kurz und weil es mir auf­fällt. Wenn ich beim Ein­kau­fen so in die Wagen der ande­ren Käu­fer schaue stel­le ich zuneh­mend fest: Die Appel­le der Regie­rung sich für 14 Tage zu bevor­ra­ten schei­nen auf frucht­ba­ren Boden zu fallen.

Las­sen wir die Wahr­schein­lich­keit ein­mal ganz außen vor ob es wahr­haf­tig so ernst ist. 

Las­sen wir auch die Fra­ge ruhen ob nicht jeder Haus­halt schon aus grund­sätz­li­chen Erwä­gun­gen einen Vor­rat haben soll­te, z.B. wenn der Strom aus­fällt, wenn ein Schnee­cha­os die Ver­sor­gung lahm­legt oder wenn das Auto für län­ge­re Zeit aus­fällt und kein zwei­tes vor­han­den ist - wie soll dann der wöchent­li­che Groß­ein­kauf stattfinden?

Wen­den wir uns der Logik der Auf­for­de­rung zu:

Was, fra­ge ich, pas­siert wenn nach 14 Tagen der Vor­rat erschöpft ist und der Anlaß für des­sen Ver­zehr noch wei­ter fortbesteht?

Das ist eine Fra­ge auf die ich gern von der Regie­rung eine Ant­wort hät­te - aller­dings neh­me ich auch gern Ant­wor­ten von Leser/-inne/-n an .... ;c)

PS
Es gäbe noch mehr Fragen:
1. Wer kann heu­te noch ohne Mag­gi- oder Knorr-Tüten-Wür­ze aus Grund­sub­stan­zen der Küche etwas Schmack­haf­tes kochen?
2. War­um hat die Regie­rung nicht auf Vor­rä­te für die Haus­tie­re hingewiesen?
3. Wenn Strom & Was­ser aus­fal­len - wie geht man dann mit Abwas­ser und Fäka­li­en um?
4. Wenn der Nach­bar weni­ger Vor­rat hat - muß ich dann den eige­nen Vor­rat im Kel­ler bewa­chen und wel­che Mit­tel darf ich ein­set­zen wenn jemand zu steh­len versucht?
5. Wer­den die Atom­bun­ker aus den 60er/70er Jah­ren wie­der in Betrieb genommen?

bookmark_borderNur Bild & Ton
Vom schleichend sich erweiternden Analphabetismus

  • " .. Es man­gelt rund 7,5 Mil­lio­nen Deut­schen zwi­schen 18 und 64 Jah­ren in gro­ßem Maß an Schrift­spra­che­kennt­nis­sen. Genau­er: Knapp fünf Mil­lio­nen kön­nen nur ein­zel­ne, kur­ze Sät­ze lesen und schrei­ben, wei­te­re zwei Mil­lio­nen kom­men über ein­zel­ne Wör­ter nicht hin­aus, und etwa 300 000 Men­schen schei­tern selbst dar­an. Sie alle gel­ten zumin­dest als funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Fast ein Zehn­tel der Men­schen in Deutsch­land sind funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Bei wei­te­ren 13 Mil­lio­nen Men­schen oder 25,9 Pro­zent der erwerbs­fä­hi­gen Bevöl­ke­rung tritt feh­ler­haf­tes Schrei­ben selbst bei gebräuch­li­chen Wör­tern auf .. " [Quel­le]
  • " .. Die Zahl der Feh­ler pro 100 Wör­ter stieg von durch­schnitt­lich sie­ben im Jahr 1972, auf zwölf im Jahr 2002 und dann noch ein­mal auf 17 Feh­ler im Jahr 2012. Das ist inner­halb von vier­zig Jah­ren mehr als eine Ver­dop­pe­lung der Feh­ler­quo­te. .. " [Quel­le]

Es ist nicht zu leugnen: 
Selbst in einem so hoch ent­wickel­ten Land wie unse­rem gibt es Analpha­be­ten, mehr männ­li­che als weib­li­che, und inter­es­san­ter­wei­se sind sie über­wie­gend berufstätig. 

Die bereits 'erkann­ten' Analpha­be­ten sind erst der Anfang. Denn wir sind auf einer Abwärts­spi­ra­le was das "sinn­erfas­sen­de Lesen von Text(-en)" angeht. 

Geprägt von Wer­bung und Comics, Com­pu­ter­spie­len und Musik, die ohne die dahin­ter lie­gen­den Bil­der nichts­sa­gend und unver­ständ­lich wäre, und von der aus­ufern­den Nut­zung der soge­nann­ten "smart pho­nes", ent­wickelt sich der visu­el­le Kanal zum wich­tig­sten Infor­ma­ti­ons­dienst des moder­nen, medi­en­nut­zen­den Men­schen. Aller­dings nicht in Form von Text und Spra­che, son­dern in Form von Bild & Ton.

Schau­en wir ein­mal zurück:
Wur­den bei der Ein­füh­rung von "sms" noch ver­ständ­li­che Sät­ze for­mu­liert, so ver­än­der­te sich der Text immer mehr zu Kür­zeln. Ent­ge­gen der damals ver­tre­te­nen Auf­fas­sung eini­ger Päd­ago­gen, das sei eine Jugend­er­schei­nung, die sich spä­ter wie­der aus­glei­chen wer­de, scheint es doch Spu­ren bei der Alpha­be­ti­sie­rung hin­ter­las­sen zu haben - wie sonst wären die stei­gen­den Zah­len von Analpha­be­ten zu erklären?

Wer­be­bot­schaf­ten stel­len ver­kürzt das dar, was der Kon­su­ment über ein Pro­dukt wis­sen soll. Da braucht es nicht viel Text, da braucht man nur eini­ge Bil­der, die Emo­tio­nen anspre­chen. Text ist da eher im Wege.

Die Poli­tik hat den Zug der Zeit erkannt: Pro­gram­ma­tik ist etwas für Hin­ter­zim­mer, dem Sou­ve­rän, den Wäh­lern, wirft man Satz­fet­zen und Slog­an­frag­men­te, viel­leicht noch hier und da sogar einen kom­plet­ten, dann aber völ­lig sinn­be­frei­ten Satz vor.

Der 'Sie­ges­zug' eini­ger Kid­die- und Jugend­blogs, die weit­ge­hend davon pro­fi­tie­ren puber­tie­ren­den Kin­dern die Seg­nun­gen der Kos­me­tik- und Beklei­dungs­in­di­strie - sozu­sa­gen von Teen zu Teen - nahe zu brin­gen und sie zum Kauf bestimm­ter Mar­ken zu bewe­gen, sind ein bered­tes Bei­spiel dafür.

"twit­ter" - ein soge­nann­ter Kurz­nach­rich­ten­dienst - wäre ohne Bil­der zu eini­gen tweets höchst lang­wei­lig. Denn wenn auch Bon­Mot auf Bon­Mot folgt, die Poin­ten nur so ras­seln und in der Kür­ze ja sowie­so die Wür­ze liegt, die paar Zei­chen rei­chen tat­säch­lich und objek­tiv nicht zum Aus­tausch von ver­ständ­li­chen Argu­men­ten aus. Auch dort reicht es wie­der nur zu paro­len­haf­ten Kür­zeln und Flos­keln.
{Der Herr Patho­lo­ge wird mir den vor­her­ge­hen­den Satz sicher ver­zei­hen}
.

Seit Jahr­tau­sen­den gel­ten die Fer­tig­keit zu schrei­ben und Geschrie­be­nes zu lesen als wesent­li­che Kul­tur­stu­fe, von der an sich Gesell­schaf­ten auf die­sem Pla­ne­ten ent­wickelt haben. Wir sind auf dem besten Wege das Bei­des abzu­schaf­fen. Es durch Bil­der zu erset­zen. Selbst Bil­der sind nicht mehr für sich genom­men aus­sa­ge­fä­hig, man muß viel­fach den Zusam­men­hang ken­nen um den Inhalt zu ver­ste­hen - sie­he Vide­os zu aktu­el­ler Jugendmusik.

Die­se Belie­big­keit der Aus­sa­ge wird noch ver­schärft wenn man an die Mög­lich­kei­ten denkt die Daten zu mani­pu­lie­ren. Wem gehö­ren die Daten und wer kann sie über­haupt ver­än­dern? Was ist Wahr­heit in der Form von Daten­ban­ken, im Zeit­al­ter von Algo­rith­men, die anstatt des Men­schen die Aus­wahl und Ein­schät­zung von Per­son und Per­sön­lich­keit vornehmen.

Der anhal­ten­de Trend zur Nut­zung elek­tro­ni­scher Maß­nah­men als Ersatz für phy­sisch vor­han­denn Zugangs­sy­ste­me, die Video-Dar­stel­lung des Aus­packens einer gekauf­ten Ware als Unter­hal­tung (?) - auch das Bei­spie­le einer irre­ge­lei­te­ten Ent­wick­lung weg von Spra­che und Ver­ant­wor­tung .... die Com­pu­ter wer­den es schon richten.

Oder neh­men wir den Trend zum selbst­fah­ren­den Auto - wer braucht dann noch Ver­kehrs­re­geln ler­nen? Wie­der ein Feld in dem Spra­che über­flüs­sig wird. Wie übri­gens auch gan­ze Berufs­zwei­ge, man den­ke an Spe­di­tio­nen und Taxi­un­ter­neh­men und deren Bedienstete.

Wir wer­den Gene­ra­tio­nen auf die­sem Pla­ne­ten haben, die es nicht mehr nötig haben wer­den selbst lesen und schrei­ben zu kön­nen, es reicht wenn sie eini­ger­ma­ßen ver­ständ­lich SAGEN kön­nen was ihr der­zei­ti­ges Begehr ist, ihr All­tag wird sowie­so von Com­pu­tern struk­tu­riert sein. 

Zugleich sind die vor­ge­nann­ten Berei­che ohne Lese­not­wen­dig­keit ein Bei­spiel, wie immer weni­ger intel­li­gen­tes Han­deln von Men­schen ver­langt wer­den wird. Klar, es braucht eine dün­ne Intel­li­genz­schicht die die Com­pu­ter steu­ert und als Reser­ve da ist, wenn ein­mal die Elek­tro­nen ver­rückt spielen.

Wenn wir es dar­auf ankom­men las­sen wer­den selbst die Intel­li­genz­ler sich eines Tages über­flüs­sig gemacht haben: Sie wer­den sich selbst pro­gram­mie­ren­de & ver­bes­sern­de Com­pu­ter erschaf­fen haben und damit über­flüs­sig, über­flüs­si­ger geht gar­nicht, weil die Rechen­ka­pa­zi­tät ein Viel­fa­ches des­sen aus­macht was der Mensch in glei­cher Zeit­ein­heit an Pro­gramm oder Ana­ly­se zu schrei­ben (!) in der Lage wäre.

Wehe, wehe, wenn es dann ein­mal einen "black­out" oder Com­pu­ter­fehl­ein­schät­zun­gen gibt - da heißt es daten­nmä­ßig anonym zu sein oder der Daten­ma­ni­pu­la­ti­on fähig .... das ist eine bedrücken­de Zukunft, die wir da kom­men haben.

sw