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bookmark_borderGastbeitrag zu "Was in Deutschland gut läuft .... und was nicht!"

(Kom­men­tar zu einem Arti­kel, kürz­lich erschie­nen beim Huma­ni­sti­schen Pressedienst)

 

Hät­te beim Arti­kel nicht als Datum "30. März" dran gestan­den, hät­te ich gefragt, ob das der dies­jäh­ri­ge April­scherz von der Stel­le sein soll...

Denn das Deutsch­land, was dort beschrie­ben wird, das ken­ne ich nicht. Und vie­le ande­re auch nicht.

Rea­li­stisch gese­hen - und mal ein biss­chen Recht zubil­li­gend zuge­spro­chen -: Im Ver­gleich zu ande­ren, ist man hier nicht so schlecht auf­ge­stellt wie es man­che täg­li­che Kata­stro­phen­mel­dun­gen einem Glau­ben machen könnten.
Aller­dings, das ist ein Ver­gleich von "zuneh­mend schlecht "und "GANZ schlecht".
Als wenn man jeman­den ver­gleicht, der sei­ne begin­nen­de Sucht noch rea­li­siert und mit­kriegt, wie es sein Leben zer­stört, mit jeman­dem, der völ­lig zuge­lö­tet in der Gos­se liegt und jeden Tag vom Not­dienst mit­ge­nom­men wer­den muss, um am Leben zu bleiben.
In etwa eine sol­che Dis­kre­panz ist es.

Beim Gesund­heits­we­sen muss man sogar sehr scharf argu­men­tie­ren: Lebt der Autor auf dem Land? Irgend­wo im Nie­mands­land, wo man­che Fach­ärz­te rar sind oder nur in mind. 50 km Umkreis lie­gen? Hat der­je­ni­ge schon mal was von den Pro­ble­men mit dem "Ärz­te­man­gel auf dem Land" gehört?
Hier kann man sogar sehr weit aus­ho­len: In den 90er Jah­ren wur­de auf der Ost-Sei­te die gan­ze Poli­kli­nik-Struk­tur zer­schla­gen und geschlos­sen, was nicht eine grö­ße­re Ein­rich­tung war, die gewinn­brin­gend in einr Kran­ken­haus­ket­te ver­wur­stet wer­den konn­te; man hat heut­zu­ta­ge weni­ger all­ge­mei­ne medi­zi­ni­sche Ein­rich­tun­gen vor Ort ver­füg­bar als vor Jahr­zehn­ten. Alles nur wegen dem Pro­fit­stre­ben! Alles nur, weil es nicht sein darf, dass dem gemei­nen Bür­ger etwas gutes getan wird - näm­lich Gesundheit.
Die immer wie­der aus­ge­ru­fe­ne "bes­se­re All­ge­mein­ge­sund­heit der Mensch bis ins hohe Alter" resul­tiert viel­mehr aus dem medi­zi­ni­schen Fort­schritt der letz­ten 30 Jah­re, weil man wesent­lich geziel­ter hel­fen kann bzw. man­chen Krank­hei­ten über­haupt erst rich­tig hel­fen kann.
Als blo­ßes Bei­spiel genom­men: Wie war das, wenn man in den 90ern Krebs hat­te? Da gab es nicht viel. Außer Raus­schnei­den (wenn mög­lich) und Che­mo waren da kei­ne Optio­nen. Pal­lia­tiv­me­di­zin war noch kein so gro­ßes The­ma wie heu­te (sodass Pati­en­ten mit Krebs wesent­lich län­ger noch damit leben konn­ten, wenn sie zei­tig erkannt werden).
Wirk­lich wei­ter ist man bei den Behand­lungs­me­tho­den immer noch nicht, aber man forscht wenig­stens in die Rich­tung, inwie­weit ange­rei­cher­te Anti­kör­per den Krebs wie eine gewöhn­li­che Infek­ti­ons­krank­heit besei­ti­gen können.
In den 90ern war Krebs all­ge­mein fast noch ein Todes­ur­teil, egal wie alt oder jung. Auch weil man noch nicht viel an Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen kann­te, das Raus­schnei­den wesent­lich ein­fa­cher machen, wenn die Tumo­re noch gar nicht so aus­ge­wach­sen sind und noch nicht streu­en konnten.
Das ist in die­ser Hin­sicht kei­ne System­fra­ge, son­dern eine Fra­ge der all­ge­mei­nen Ver­fei­ne­rung der Medi­zin an sich, um einen Zustand bes­ser bekämp­fen zu kön­nen bzw. recht­zei­tig noch im Keim zu ersticken bevor es lebens­be­droh­lich wird.
Ein ande­res Ver­gleichs­bei­spiel dürf­te evtl. Aids sein.
Bis heu­te, muss man sagen, sind alle Leu­te, die HIV posi­tiv sind, und die mit dem Virus schon sehr lang leben, immer noch Ver­suchs­ka­nin­chen, was die Medi­ka­men­te angeht, die den Aus­bruch von Aids hin­aus­zö­gern soll­ten. Bis­her gibt es noch kein Heil­mit­tel dazu.
Erst im Lau­fe der 90er Jah­re nahm das sei­nen gro­ßen Auf­schwung, denn Anfang der 90er durf­te selbst noch Fred­dy Mer­cury kei­ne 5 Jah­re nach der Infek­ti­on mit HIV an Aids ster­ben. Es gab schlicht­weg noch nichts effek­ti­ves, womit man hel­fen konnte!
Ein ande­rer Fall, bei dem es ähn­lich gelau­fen sein muss, ist Tony de Vit. Starb 1998, erfah­ren hat der von sei­ner Infek­ti­on in etwa in den Jah­ren, als sei­ne DJ-Kar­rie­re Auf­trieb nahm, was irgend­wo zwi­schen Anfang und Mit­te der 90er lie­gen dürfte.
Es dau­er­te in der Zeit bei den Fäl­len nicht all­zu lang von der Infek­ti­on bis zum Tod. In den 80ern, kann es sein, ging das noch viel schneller.
Was hat man dage­gen heu­te? Auch noch kein Heil­mit­tel, man hat "ledig­lich" "Prep", um eine Infek­ti­on des Kör­pers damit zu ver­hin­dern. Das sind aber auch Medi­ka­men­te, die in ihren Neben­wir­kun­gen nicht ganz ohne sind.
Was pas­siert? Auf Grund des­sen wer­den die Leu­te schon wie­der unvor­sich­tig. Nach dem Mot­to "ich kann ja gar kein Aids krie­gen, ich bin auf Prep gesetzt"... Ja, das mag wohl stim­men, aber Prep hilft auch nur, einer HIV-Infek­ti­on vor­zu­beu­gen, nicht aber gegen die gan­ze ande­re Schei­ße, der eben­falls töd­lich ver­lau­fen kann - sowas wie die net­te Syphilis.
Und die Krank­hei­ten wer­den dazu auch noch zuneh­mend gegen Anti­bio­ti­ka immer resi­sten­ter... (Und an denen wird wohl eben­so zuneh­mend nicht mehr geforscht, weil eine Packung Anti­bio­ti­ka nicht viel Gewinn abwirft, anders als ein teu­res Super­me­di­ka­ment, für das man Mono­pol auf der gan­zen Welt hat und das man so teu­er ver­kau­fen kann wie man lustig ist.)

Wem gebührt hier also der "Dank"?
Wohl kaum dem deut­schen Gesund­heits­sy­stem, son­dern viel­mehr dem all­ge­mei­nen Fort­schritt in der Medi­zin. Und in Deutsch­land ist "For­schung" so ziem­lich der am stief­müt­ter­lich­sten behan­del­te Sek­tor nach der Bildung...

Gar nicht mal davon zu spre­chen, wer hier noch die Fah­ne oben hal­ten darf. In den Kran­ken­häu­sern arbei­ten jede Men­ge aus­län­di­sche Ärz­te und Pfle­ge­kräf­te; wären die nicht da, dann wäre die Grund­ver­sor­gung in den Kran­ken­häu­sern ernst­haft gefährdet.
Und selbst die spielt man noch kaputt mit "immer 3 Leu­te zu wenig anstel­len" und zu wenig Ent­loh­nung für die Arbeit, die sie dort machen, und wofür sie (schein­bar) kaum noch Deut­sche finden.
Nur ein Bei­spiel: Was wäre Deutsch­land ohne sei­ne Ärz­te und Kran­ken­pfle­ge­rin­nen aus Polen? Da wür­den bestimmt ein paar mehr Kran­ken­häu­ser als nur im grenz­na­hen Bereich schlie­ßen müs­sen, wenn die nicht mehr da wären.
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"Qua­li­täts­jour­na­lis­mus" war hier auch so ein Lacher, und da könn­te man gern das Zitat anbrin­gen von der einen Repor­te­rin, die in einer Talk-Run­de damals zur bri­san­ten Zeit der Flücht­lings­kri­se zuge­ge­ben hat, sie wer­den bei den Öffent­lich-Recht­li­chen doch schon zu einer gewis­sen Kon­for­mi­tät gegen­über der Staats­po­li­tik angehalten.
Dann nicht mal wei­ter­zu­re­den von den vie­len offe­nen oder wenig­stens doku­men­tier­ten Trans­at­lan­ti­kern, von denen man auf Grund des­sen wohl nicht erwar­ten soll­te, dass sie USA-kri­ti­sche Berich­te lie­fern, es sei denn, wenn auch laut deren Mei­nung der fal­sche Mann im Wei­ßen Haus sitzt. Ganz zu Schwei­gen von Berich­ten, die jedes Mal der Kriegs­po­li­tik der USA den Rücken stär­ken, wenn die plötz­lich ein aktu­el­les Objekt von Inter­es­se aus­er­ko­ren haben.

Bestes Bei­spiel, das einem ein­fällt, ist Hajo Sep­pelt, der gan­ze Sen­dun­gen mit dem Kon­junk­tiv über Putin fül­len konn­te, ohne nur irgend­ei­ne hand­fe­ste Aus­sa­ge machen oder gar einen Beweis oder wenig­stens ein star­kes Indiz für sei­ne Behaup­tun­gen lie­fern zu müssen...

Also, das war nicht weit von dem Prin­zip ein­schlä­gi­ger ver­schwö­rungs­theo­re­ti­scher Hokus-Pokus-Inter­net­sei­ten entfernt.

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Justiz in Takt? Das soll der Autor mal den vie­len Fäl­len auf den Arbeits­ti­schen der Gerich­te erzäh­len, die sich dort sta­peln und erst nach Mona­ten bear­bei­tet wer­den, wenn das Delikt des Delin­quen­ten schon fast wie­der ver­ges­sen ist...
Stärk­stes Bei­spiel: Sozi­al­ge­richt und Hartz-IV-Beschwerden.
Das soll eine "funk­tio­nie­ren­de Justiz" sein?
Wenn zwi­schen Kla­ge­ein­rei­chen und Urteils­spruch in etwa so viel Zeit ver­geht wie eine Post­kut­sche im Reich Karls des Gro­ßen brauch­te um von Paris bis zum äußer­sten Außen­po­sten Frank­reichs zu gelangen?

Gar nicht mal davon zu spre­chen, dass man frech klei­ne­re Amts­ge­rich­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren geschlos­sen hat, um angeb­lich "Geld zu spa­ren", obwohl die Kla­ge­wut bzw. das Kla­ge­be­dürf­nis der Deut­schen kein biss­chen abge­nom­men hat.
Teil­wei­se durch den gan­zen neu erlas­se­nen Geset­zes­kram wie das "Netz­werk­durch­set­zungs­ge­setz" oder all das gegen Hate­speech den Gerich­ten noch mehr an Baga­tell-Ver­pet­zer-Block­wart-besorg­ter­Bür­ger-Delik­ten zum Bear­bei­ten zuschußt, von denen Tei­le nicht ein­mal not­wen­dig wären.

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Es gäbe bestimmt noch mehr dar­an aus­ein­an­der zu neh­men, aber ich mache hier ein­mal Stop, denn sonst wird das ein Roman.

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Sie­he hier­zu auch → Was in Deutsch­land gut läuft .... und was nicht!

bookmark_borderIch frage mich ....


Mathe­ma­tisch ist klar,
dass es kei­ne Metho­de gibt,
Gewinn­zah­len exakt vorherzusagen.
Wenn es tat­säch­lich eine Mög­lich­keit wäre,
dann wür­de doch die,
die das 'durch­schaut' haben,
das Geld kassieren,
in Freu­den damit leben und das war's dann.

Wie­so soll­ten sie das verbreiten? 
Ich fra­ge mich:
Wer fällt auf solch eine Bau­ern­fän­ge­rei herein? 

Die lustig­sten Vor­fäl­le beschert uns wie immer das Leben.
Mög­li­cher­wei­se soll das ja pro­vo­zie­ren, zum Nach­den­ken anregen ....
Ich fra­ge mich:
Ob die Gläu­bi­gen, der Pastor und die Ver­an­stal­ter die Iro­nie die­ser Schau­ta­fel­an­zei­ge ver­stan­den haben?


Die­ser Aha-Effekt, wenn Sie plötz­lich erken­nen, dass Sie selbst zu der Grup­pe von Per­so­nen gehö­ren, die von CORONA am mei­sten gefähr­det bzw. bedroht wird, und über die sich alle ande­ren Alters­grup­pen die mei­sten Sor­gen machen:
Zu den "Älte­ren".
Ich fra­ge mich:
Ab wann genau ist man eigent­lich "alt"?

bookmark_borderDenken | Gedanke

Der Herr Pro­fes­sor 'mal wie­der, ich zitie­re drei Sätze:

1. Ein „GEDANKE“ beinhal­tet eine ver­sprach­lich­te, kla­re Vor­stel­lung von einem Ablauf.
2. Gedan­ke = Wort => Bild
3. Ein Gedan­ke ist erst dann gege­ben, wenn man Bewe­gung bzw. Vor­ha­ben anti­zi­pie­ren kann!

1. Ein Gedan­ke muss nicht 'einen Ablauf' beinhal­ten. Vie­le Gedan­ken beinhal­ten kei­ne Zeit­ach­se [Ver­gan­gen­heit-Gegen­wart-Zukunft], son­dern krei­sen viel­mehr um einen zen­tra­len Begriff, der wäh­rend des Denk­vor­gan­ges durch in der Erin­ne­rung gespei­cher­te, dazu pas­sen­de Ele­men­te ergänzt, erwei­tert und ver­voll­kom­ment wird.

2. Es gibt 'abstrak­te' Gedan­ken, denen kein Bild zuge­ord­net wer­den kann. Das beste Bei­spiel hier - wel­che Iro­nie! - ist das Wort "Gedan­ke". Völ­lig imma­te­ri­ell, daher ohne "Bild".

3. Es gibt mehr 'ziel­lo­se' als auf ein Objekt, eine Bewe­gung, aus­ge­rich­te­te Gedanken.

Die (sprach­lich-gram­ma­ti­ka­li­schen) Brü­che in wei­te­ren Sät­zen las­sen das gesam­te Gedan­ken­kon­strukt irgend­wie wirr, unter­bro­chen, zusam­men­hang­los erscheinen.


Mer­ke
:
Der schlimm­ste Feind ist Gewohnheit.

Über­tra­gen auf das Wir­ken des Professors:
Nur weil von Pro­fes­so­ren *pro­fes­so­ra­les* erwar­tet wird muss man nicht stän­dig *nutz- und sinn­lo­ses* schrift­lich nie­der­le­gen. Wer in sei­nem Den­ken, sei­nen Ver­öf­fent­li­chun­gen den krampf­haf­ten Ver­such unter­nimmt an die Erfol­ge der Ver­gan­gen­heit anzu­knüp­fen wird nie in der Gegen­wart, und schon erst recht nicht zu alter Grö­ße (an-)kommen.

bookmark_borderVon "wahr", "metaphorisch wahr" und Vorteilen

Vor Kur­zem sah ich mir ein eng­lisch­spra­chi­ges Video an. Da ging es um die Fra­ge, ob es immer nötig ist die Wahr­heit zu ken­nen oder ob es schon von Vor­teil ist zu ver­mu­ten etwas sei wahr und sich ent­spre­chend zu ver­hal­ten. Weil man dann bes­ser dran sei, als wenn man dar­auf war­tet die Wahr­heit zu ken­nen und dann erst zu handeln.

Der Kern­satz lautete:
" ..The­se are ide­as that aren't true in a fac­tu­al sen­se - but they are true enough, that if you behave as if they were true, you come out ahead of whe­re you would be if you beha­ved accor­ding to the fact they were not true.. "

Über­set­zung:
Dies sind Ideen, die im eigent­li­chen Sin­ne nicht wahr sind - aber sie sind wahr genug, dass Sie, wenn Sie sich so ver­hal­ten, als ob sie wahr wären, dem vor­aus sind, wo Sie wären, wenn Sie sich ent­spre­chend der Tat­sa­che ver­hal­ten wür­den, dass sie nicht wahr sind.

Die Fol­ge­rung ist demnach:
Es ist bes­ser gleich und mit weni­ger Gewiß­heit etwas anzu­packen als zuzu­war­ten bis alle Infor­ma­tio­nen vorliegen.

Nun ist klar, war­um wir zwar eine der füh­ren­den Natio­nen auf dem Pla­ne­ten sind, es aber hier­zu­lan­de immer etwas län­ger dau­ert bis Din­ge erle­digt wer­den. Ent­lang die­ses Pro­zes­ses wird viel Enga­ge­ment zer­stört, weil die Initia­ti­ve tat­kräf­ti­ger Mit­ar­bei­ter immer wie­der gebremst und so all­mäh­lich abge­flacht wird.

bookmark_borderNächtliche Aktvitäten

Wäh­rend die­ser Zeit der Unsi­cher­heit gibt es vie­le Vor­schlä­ge für *Akti­vi­tä­ten*, die hel­fen sol­len sich zu beschäf­ti­gen. Eini­ge davon - das hat der (zwei­te) New Yor­ker black­out von 1965 gezeigt - gehen laut *Volks­mund* - angeb­lich nicht ohne Fol­gen ab:
Wie spä­ter erforscht wur­de war eine angeb­li­che Spit­ze bei den Gebur­ten offen­bar ledig­lich eine Zei­tungs­en­te. Als *sto­ry* hält sich das hart­näckig und tauch­te bei dem Strom­aus­fall im Novem­ber 2005 im Mün­ster­land wie­der auf. Nun, bei der erzwun­ge­nen Qua­ran­tä­ne, wird das bestimmt erneut die Phan­ta­sie beflügeln ....

1965:
Im Nord­osten der USA und in vie­len Tei­len Kana­das fiel am 9. Novem­ber 1965 für ca.30 Mil­lio­nen Men­schen der Strom aus.


1977:
" ..Maro­die­ren­de Hor­den plün­der­ten über 1600 Geschäf­te und leg­ten mehr als 1000 Brän­de. Bis heu­te miss­trau­en die New Yor­ker dem maro­den Strom­netz - zu Recht .." 

Das war es aber nicht, wovon ich berich­ten will - hier geht es um einen Hefe­zopf mit Rosi­nen und Zimt, den ich am 01.04. abends zube­rei­tet & gebacken habe:

 

Soll­ten Sie nun Appe­tit bekom­men haben, hier das Rezept:
Die Zutaten
- 270 g Mehl
- 90 g Zucker (kann auf 60g redu­ziert werden)
- 12 Tee­löf­fel Salz
- 1 Wür­fel fri­sche Hefe
- 180 ml Milch, ange­wärmt auf ca. 45-50°C
- 3 Eßlöf­fel Olivenöl
- 1 Ei

- 125g Rosi­nen / Sul­ta­ni­nen min­de­stens 6h ein­wei­chen und immer ein­mal vor­sich­tig(!) umrüh­ren bis sie schön rund­lich-prall gewor­den sind.

- 50 g Zucker mit
- 1 Eßlöf­fel Zimt mischen und bei­sei­te stellen.

- ein Ei tren­nen, das Eigelb mit ein wenig Was­ser (kalt) auf­mi­schen und einen Back­pin­sel bereit halten.

Mehl, Zucker, Salz mischen und eine Mul­de in der Mit­te las­sen. Die Hefe dort hin­ein brö­seln, mög­lichst klei­ne Bröck­chen. Nun die erwärm­te Milch vor­sich­tig über die Hefe gie­ßen, mit einem sau­be­ren Küchen­tuch bedecken und an einem war­men Ort für 10-15 Minu­ten gehen las­sen. Wenn sich Bla­sen gebil­det haben und die Hefe-Milch-Flüs­sig­keit hoch­ge­stie­gen ist kann es wei­ter­ge­hen. Das Öl und das zim­mer­war­me(!) Ei bei­geben und mit Küchen­ma­schi­ne oder Mixer gründ­lich mischen. Nach und nach noch­mal 60-80g Mehl zuge­ben, so lan­ge, bis der Teig sich ver­fe­stigt und all­mäh­lich vom Schüs­sel­rand löst.
Jetzt die gut abge­tropf­ten Rosi­nen zuge­ben und auf klei­ner Stu­fe unter­zie­hen bis sie gleich­mä­ßig im Teig ver­teilt sind.

Mit einem Teigs­cha­ber (Spa­tel) den Teig auf ein bemehl­tes Brett geben und die Hän­de mit Mehl bestäu­ben - nun kne­ten Sie den Teig ca. 120 mal, jeweils mit einer Vier­tel­dre­hung - immer mit dem Spa­tel lösen und ein wenig(!) Mehl zuge­ben, wenn der Teig anfängt zu kleben.

Nach dem Kne­ten in drei etwa glei­che Stücke Teig tei­len, jedes Stück zu einer lan­gen Wurst for­men - die Län­ge soll­te etwa gleich sein. Wenn Sie mögen nun in der Zucker-Zimt-Mischung wäl­zen und dann zu einem Zopf flech­ten (sie­he ober­stes Bild).

Den fer­ti­gen Zopf stel­len Sie nun - auf Back­pa­pier, noch­mals für 15-30 Minu­ten warm, bedeckt mit einem Küchen­hand­tuch, und zwar so lan­ge, bis sich das Volu­men etwa um die Hälf­te ver­grö­ßert hat. Unter­des­sen den Back­ofen auf 190°C / Umluft vorheizen.

Jetzt strei­chen Sie die Ei-Was­ser-Mischung vor­sich­tig und gleich­mä­ßig auf die Ober­flä­che des Zop­fes. Danach ab damit in den Back­ofen, den Sie jetzt auf 180°C / Umluft her­un­ter­dre­hen. Back­zeit unge­fähr 25-30 Minu­ten, ach­ten Sie dar­auf, dass die Ober­flä­che nicht zu dun­kel wird, wenn doch legen Sie ein Stück Alu­fo­lie mit der blan­ken Sei­te nach oben auf den Zopf. Zügig, den Ofen nicht zu lan­ge auflassen!

Am Ende der Back­zeit im Back­ofen ein wenig mit geöff­ne­ter Tür abküh­len las­sen, dann her­aus­neh­men und auf einem Git­ter abküh­len las­sen. Sofern Sie Zucker­guss mögen (ich nicht) kön­nen Sie nun 80 g Puder­zucker mit wenig Was­ser zu einer honig­ar­tig flie­ßen­den Mas­se ver­rüh­ren und in Strei­fen oder flä­chig auf dem noch war­men(!) Zopf verteilen.

Zube­rei­tungs­zeit 90 Minu­ten, Back­zeit (max.) 30 Minu­ten; ohne Rosineneinweichung.

PS:
Die­sen Hefe­teig kön­nen Sie auch [ohne Rosi­nen] für Blech­ku­chen zube­rei­ten, Belag Früch­te und/oder Streusel.

bookmark_borderHumor ist, wenn man trotzdem lacht

Als Erstes möch­te ich Ihnen ein → Car­toon-Video emp­feh­len. Stel­len Sie die Geschwin­dig­keit auf 0,75 oder 0,5 % ein, dann sind die (eng­li­schen) Tex­te bes­ser zu lesen.

Dann noch die­ses Poster, es ist eine Über­set­zung eines Posters das mir ein Freund aus USA geschickt hat ....

bookmark_borderWas in Deutschland gut läuft .... und was nicht!

In fin­ste­ren Zei­ten und unter den schwie­ri­gen Bedin­gun­gen der aktu­el­len Bedro­hung ist es immer gut Opti­mis­mus zu ver­brei­ten. Wer schon von schlimm­sten Bot­schaf­ten genug hat, weil sie Tag für Tag wie­der­holt und von Tag zu Tag schlim­mer wer­den, der freut sich dar­auf end­lich ein­mal etwas Posi­ti­ves zu lesen.

Würd' ich ja gern bedie­nen, die­sen Wunsch. 

Aber nur weil Coro­na durch das Land, die Welt wütet, sind all die ande­ren Schreck­lich­kei­ten nicht plötz­lich weg und unser Staats­we­sen nicht eben­so plötz­lich zu einem men­schen­freund­li­chen Wohl­fühlstaat mutiert.

Beim hpd (Huma­ni­sti­scher Pres­se­dienst) hat Con­stan­tin Huber die rosa­ro­te Bril­le auf­ge­setzt und einen Kom­men­tar zum The­ma "Was in Deutsch­land gut läuft" geschrie­ben. Falls Sie es noch nicht gele­sen haben emp­feh­le ich das zu tun bevor Sie hier wei­ter lesen, weil ich mich dar­auf beziehe. 

Huber teilt sei­nen Arti­kel in sechs Schrit­te, Unter­the­men und betrach­tet die posi­ti­ven Ent­wick­lun­gen in Kon­trast zu dem, was man­cher­orts an Nega­ti­vem zu lesen ist. Die Kapitelinhalte:

1. Recht und Gesetz, Gleich­heit vor dem Gesetz, Rechts­si­cher­heit und Abwe­sen­heit von Staatswillkür;
2. Öffent­li­cher Rund­funk als Bei­spiel für "Qua­li­täts­jour­na­lis­mus";
3. Kli­ma- und Umwelt­schutz als all­ge­mei­ner gesell­schaft­li­cher Konsens;
4. Gesund­heits­we­sen und Lebenserwartung;
5. Gewal­ten­tei­lung und Meinungsfreiheit;
6. Bil­dung, Ver­kehr und Industrie. 

Zu 3. und 5. habe ich kei­ne Anmer­kun­gen, da decken sich die Aus­sa­gen von Herrn Huber weit­ge­hend mit dem, was ich so ähn­lich geschrie­ben hät­te - doch zu den ande­ren Punk­ten gab es so man­ches zu ergän­zen und rich­tig zu stel­len. Das habe ich in Form eines Leser­brie­fes ("Kom­men­tar") getan. Nach­fol­gend der Text:

Auf die Gefahr hin mich als *Spiel­ver­der­ber* darzustellen:
Das rosi­ge Bild von den posi­ti­ven Ent­wick­lun­gen hat doch hier und da ein paar schmut­zi­ge Flecken .... 

zu 1.
Pro­mi­nenz & viel Geld sowie ein Netz­werk in die Poli­tik sind bestimmt geeig­net zu mil­de­ren Urtei­len zu füh­ren. Höneß ist da ein Beispiel.

zu 2.
(Öffent­li­cher) Rund­funk & Fern­se­hen sind in den 'Bera­tungs­gre­mi­en' (Bei­rä­te) und in den Redak­ti­ons­spit­zen durch­seucht von christ­li­chen Eife­rern, die die mora­lin­saure Grund­ein­stel­lung der Groß­kir­chen den Medi­en auf­drücken und eine fak­ten­ba­sier­te Welt­sicht ver­hin­dern. Zu vie­le der hoch­ran­gi­gen Mit­ar­bei­ter sind zugleich auf den Hono­rar­li­sten der Kir­chen und set­zen prak­tisch durch was gesell­schaft­lich schon über­holt ist.
Abtrei­bung und Ster­be­hil­fe sind da trau­ri­ge Beispiele.

zu 4.
Bedau­er­li­cher­wei­se gab es bis­her noch kei­nen Gesund­heits­po­li­ti­ker der es geschafft hät­te den Schwer­punkt der Aus­ga­ben so zu ver­schie­ben, dass die Arbei­ten­den bes­ser bezahlt wer­den und statt­des­sen die Arz­nei­mit­tel­ko­sten ein­ge­fro­ren wer­den. Unse­re Arz­nei­mit­tel­ko­sten lie­gen nach den USA an der Spit­ze. Das es preis­wer­ter geht bewei­sen die süd­eu­ro­päi­schen Län­der mit Preis­li­mits, und die Unter­neh­men lie­fern trotz­dem wei­ter da hin .... ein Blut­druck­sen­ker hier in D 47,- €, das glei­che Pro­dukt in Spa­ni­en unter 10,- €!

zu 6.
Das die letz­te Koali­ti­on die Auto­bah­nen im Eil­ver­fah­ren am Ende ihrer Amts­zeit aus öffent­li­cher Hand gelöst und pri­va­ti­siert hat (obwohl das anders genannt wur­de um die öffent­li­che Empö­rung zu ver­hin­dern), und schon wesent­li­che Strecken in drei Wel­len an pri­va­te Kon­sor­ti­en abge­ge­ben wur­den, ist ein Skan­dal.

Der glei­che Mini­ster, Herr Scheu­er, hat es nicht geschafft die flä­chen­decken­de Ver­sor­gung mit Inter­net­dien­sten zu gewähr­lei­sten - auch da zah­len wir hier ver­gleichs­wei­se über­höh­te Prei­se: 5GB für das Mobil­te­le­fon kosten drei­mal soviel wie (ein Bei­spiel) Spa­ni­en, und dort sind die Aus­bau­ko­sten wegen der gro­ßen Ent­fer­nun­gen sehr viel höher! Das trifft auch auf son­sti­ge Daten­vo­lu­mi­na zu - über­höh­te Prei­se die im inter­na­tio­na­len Ver­gleich stets an der Spit­ze ste­hen, bei der Lei­stung auf den letz­ten Plät­zen dümpeln.

Was über­haupt nicht erwähnt ist:
Die sozia­le Ungleich­heit, her­vor­ge­ru­fen dadurch, dass der Han­del mit/von Geld weit­ge­hend steu­er­frei läuft, wäh­rend Erwerbs­ar­beit gera­de auch in unte­ren Ein­kom­mens­klas­sen viel zu hoch besteu­ert wird ... von den Ver­brauchs­steu­ern ganz zu schwei­gen, die im Ver­gleich zu Steu­ern auf Luxus­ar­ti­kel unge­recht sind. Bei einem Ein­kom­men von 10.000 € sind 19% auf ein Auto erträg­li­cher als bei 2.000 €, weil der Rest­be­trag im letz­te­ren Fall den Käu­fer unter die Armuts­gren­ze drückt. 

Von den Grund­rechts­ver­let­zun­gen und -ein­schrän­kun­gen in angeb­li­cher "Gefah­ren­ab­wehr" und für eine dif­fu­se "Sicher­heit" will ich gar nicht erst anfangen:
Es ist mathe­ma­tisch zu bewei­sen, dass es unmög­lich ist mit irgend­ei­ner Art von Maß­nah­men (scree­ning, Daten­aus­wer­tun­gen) Sicher­heit her­zu­stel­len. Je grö­ßer die Zah­len der Über­wach­ten sind, desto grö­ßer ist die Feh­ler­quo­te - wor­aus folgt, dass sich genau dar­in die *mit posi­ti­ven Merk­ma­len iden­ti­fi­zier­ten* befin­den kön­nen .... der gesam­te Auf­wand 'für die Katz', wie es so schön im Volks­mund heißt.

Sehr auf­schluß­reich sind wei­te­re Kom­men­ta­re zu die­sem Bei­trag beim hpd
https://hpd.de/comment/61238#comment-61238
https://hpd.de/comment/61240#comment-61240

bookmark_borderScheuer & HOCHTIEF:
Lösungsansatz für schonende Flächennutzung

Bei Ingenieur.de Tech­nik News­let­ter wird über­wie­gend aus Deutsch­land berich­tet, aller­dings wer­den auch beson­de­re Pro­jek­te und neue tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen aus dem Aus­land vorgestellt.

Aus Chi­na kom­men dem­nach nicht nur Viren, son­dern auch bril­lan­te Ideen.

So wur­de kürz­lich ein Gespräch mit dem Chef von "HOCHTIEF" geführt
" .. Hans-Peter Kei­tel steht seit 15 Jah­ren an der Spit­ze von Hoch­tief, dem dritt­größ­ten Bau­kon­zern der Welt. Rund 48 000 Mit­ar­bei­ter sind bei dem Esse­ner Unter­neh­men beschäf­tigt, das vor allem im asia­tisch-pazi­fi­schen Raum beste Geschäf­te macht .. "
Da wur­de ange­spro­chen, dass in Chi­na bei­spiels­wei­se eine zwei­te und drit­te Ebe­ne des Woh­nens in turm­ar­ti­gen Struk­tu­ren gebaut wer­de - um die Unter­brin­gung der zwar lang­sa­mer, aber doch ste­tig wach­sen­den Bevöl­ke­rung zu sichern.

Nun wird dar­über nach­ge­dacht, die­ses Prin­zip zur Ver­min­de­rung von Staus auf unse­ren Auto­bah­nen zu prü­fen und gege­be­nen­falls eine zwei­te Ebe­ne über den bestehen­den Fern­stra­ßen zu bau­en, die auf brücken­ar­ti­gen Turm­struk­tu­ren geführt wer­den soll, ähn­lich wie in Chi­na die Wohn­be­bau­ung. Der gro­ße Vor­teil wäre die schnel­le­re Umset­zung der Pla­nun­gen, da lang­wie­ri­ge Geneh­mi­gun­gen und Ver­hand­lun­gen mit Eig­nern von Grund und Boden weg­fal­len könnten.

Bun­des­ver­kehrs­mi­ni­ster Scheu­er ist von der Idee aus dem HOCHTIEF Kon­zern ange­tan. Ein Pre­sti­ge­ob­jekt, bei dem er end­lich sei­ner Phan­ta­sie frei­en Lauf las­sen könn­te. Das völ­lig steu­erneu­tral wäre, da die in dem Kon­sor­ti­um zu ver­sam­meln­den Gesell­schaf­ten als Gegen­lei­stung für den Bau und die Unter­hal­tung über 30 Jah­re die Maut­ein­nah­men erhal­ten sollen.

Als wei­te­ren Vor­teil für ihn käme dabei her­aus, dass er end­lich ein­mal ein Pro­jekt hät­te, das ihm nicht um die Ohren gehau­en wird - wie so vie­le ande­re Din­ge, die er ange­packt und dafür 'Prü­gel' bezo­gen hat.

Pri­va­ti­sie­rung (ÖPP) gibt es schon bis­her, es ist aber noch auf eini­ge weni­ge Stecken­ab­schnit­te beschränkt.

Spä­ter soll dann geprüft wer­den, ob mög­li­cher­wei­se eine zwei­te Ebe­ne bei Ein­fa­mi­li­en­haus­sied­lun­gen mach­bar wären, um den stei­gen­den Woh­nungs­be­darf zu befrie­di­gen ohne wei­te­re Flä­chen zu ver­sie­geln, was ja den Umwelt­be­mü­hun­gen widerspräche.

Gesta­pel­te Wohn­ein­hei­ten auf und zwi­schen Tür­men, über Brücken frei­schwe­ben­de Zufahr­ten verbunden.
So sieht die Zukunft aus.

bookmark_borderNoch’n Gedicht …. (IX)
№ 0532 - 0535: wünsche (1-4)

№ 0535: wün­sche (4)

ein turm steht auf des ber­ges höh‘,
vom steh’n tun ihm die füße weh:
er wünscht sich sehr 
ein sofa her ….

Ersteröffentlichung:13/07/2008 03:35h

(241)

№ 0534: wün­sche (3)

ein altes telephon 
wünscht sich’n sohn.
doch ohne frau
(weiß es genau)
haut das nicht hin ….
ver­flix­tes ding!

Ersteröffentlichung:13/07/2008 03:34h

(262)

№ 0533: wün­sche (2) ….

ein schraub­stock grau und schmutzig
ver­hielt sich plötz­lich putzig,
er wollt’n gehrock,
– und 'nen krückstock …!

Ersteröffentlichung:13/07/2008 03:33h

(260)

№ 0532: wünsche ….

ein reh­lein dach­te sich verstohlen:
der teu­fel soll den som­mer holen
kühl ist es jetzt nur tief im wald
ich will den win­ter – und zwar bald!

Ersteröffentlichung:13/07/2008 03:32h

(294)

Ach so, noch das → copy­right Wolf­gang von Sulecki, jeder Nach­druck, auch aus­zugs­wei­se ver­bo­ten,
Zita­te sind auf Halb­sät­ze zu begren­zen, jeden­falls sind stets Quel­le und Autor zu nen­nen .... und "Wehe!" wenn nicht ....

bookmark_borderDas zugrunde liegende Problem benennen ....

Ein grund­sätz­li­ches Pro­blem ist, dass *die Gesell­schaft* zu oft weg­schaut wenn erkenn­bar wird, dass nicht "Alle" am Wohl­stand teil­ha­ben - und dar­in ver­steckt sich genau­so der Man­gel an Bewusst­sein dafür, in welch extre­me Schief­la­ge die Ver­tei­lung von Wohl­stand im Lan­de gera­ten ist.

[Bild: screenshot]

Auf der Web­sei­te aus Mün­ster - dort habe ich fast 25 Jah­re gewohnt - gab es einen Arti­kel zur Not der Obdach­lo­sen in die­ser Zeit, auf den ich mit einem Kom­men­tar antwortete.
Das rei­che Mün­ster hat ein Pro­blem damit, dass es Men­schen gibt, die Hil­fe brauchen.
Sie erin­nern dar­an, dass die Gesell­schaft nicht für alle ihre Mit­glie­der sorgt.
Und dann wur­de ich gelobt.

Ein "Dan­ke!" an den Kol­le­gen Kommentator.


[Quel­le; "click!" vergrößert]

bookmark_borderVon Lumpenpack ....

In einer exi­sten­zi­el­len Kri­se sehen man­che mie­sen Cha­rak­te­re ihre Chan­ce die ver­äng­stig­ten Mit­men­schen um ihr sau­er ver­dien­tes Geld zu brin­gen und sich so zu berei­chern. Jüngst wie­der ein Bei­spiel dafür, wie mit einem Teil rich­ti­ger Infor­ma­ti­on und einer Mas­se an Gewäsch ohne jeden Wert eine Argu­men­ta­ti­on auf­ge­baut wird, mit deren Hil­fe man ein Vit­amin D Pro­dukt zum Preis von Gold (!) verkauft.

Vor­ab das, was zu einer Über­do­sie­rung wis­sen­schaft­lich belegt ist:


" ..Bei einer über­mä­ßig hohen Ein­nah­me von Vit­amin D ent­ste­hen im Kör­per erhöh­te Kal­zi­um­spie­gel (Hyper­kalz­ä­mie), die akut zu Übel­keit, Appe­tit­lo­sig­keit, Bauch­krämp­fen, Erbre­chen oder in schwe­ren Fäl­len zu Nie­ren­schä­di­gung, Herz­rhyth­mus­stö­run­gen, Bewusst­lo­sig­keit und Tod füh­ren kön­nen. Da Vit­amin D im Kör­per gespei­chert wer­den kann, ist neben einer aku­ten auch eine schlei­chen­de Über­do­sie­rung mög­lich .."[Quel­le]
 

 

Und nun das, was als Pro­dukt ange­prie­sen wird - unter Miß­ach­tung jeg­li­cher Wis­sen­schaft:

[Quel­len­an­ga­be im Bild notiert]

Ich spa­re mir die vie­len Ein­zel­hei­ten und stel­le ledig­lich drei Lügen her­aus, die in dem in der Abbil­dung gezeig­ten Text stecken. 

1. Lüge: Vit­amin D för­dert Cathe­li­ci­di­ne
Was gegen Bak­te­ri­en wirk­sam ist hilft nicht gegen Viren.
Daher ist hier Vit­amin D nicht wirksam

Cathe­li­ci­di­ne sind anti­mi­kro­biel­le Pep­ti­de. Die Tat­sa­che, dass angeb­li­che "Virus­blocker" durch die renom­mier­te Har­vard-Uni­ver­si­tät nach­ge­wie­sen sei­en ist min­de­stens irre­füh­rend, weil das nicht bedeu­tet, dass zusätz­li­ches Vit­amin D ein­ge­nom­men wer­den soll oder wur­de - die Unter­su­chung stellt ledig­lich eine Betei­li­gung des Vit­amins in der Stoff­wech­sel­ket­te fest.

2. Lüge:
Vit­amin D hat bei Gesun­den eine Wir­kung auf den Blut­druck.

Die Regu­la­ti­on des Blut­druckes geschieht über Ner­ven­sy­stem und Hor­mo­ne - da hat das Vit­amin D eine nach­ran­gi­ge Bedeu­tung. Bevor es zu Wir­kun­gen des Vit­amin D auf den Blut­druck kommt ist der Pati­ent schon tot, denn da gibt es wich­ti­ge­re Bedin­gun­gen die erfüllt sein müs­sen um den Blut­druck kon­stant zu halten.
Die Beein­träch­ti­gung des Blut­druckes bei einer Coro­na Infek­ti­on ent­steht wegen der erhöh­ten Durch­läs­sig­keit der fei­nen Lun­gen­blut­ge­fä­sse - es tritt Flüs­sig­keit in die Lun­gen­bläs­chen, wo sie nicht hin­ge­hört. Das führt zu einer Sen­kung des Blut­druckes ins­ge­samt, wor­auf der Kör­per des Pati­en­ten mit Druck­erhö­hung reagiert, um das aus­zu­glei­chen. Da hilft kein Vit­amin D mehr, der Pati­ent ist ohne Beatmung und Aus­sau­gen der Flüs­sig­keit nicht zu retten.

Vit­amin D wird ledig­lich bei einem Zwi­schen­schritt im Stoff­wech­sel gebraucht, der auch auf ande­rem Wege gesche­hen kann. Bei bereits Infi­zier­ten ist es völ­lig unmög­lich noch durch Ein­nah­me von Vit­amin D etwas zu ändern, denn es dau­ert meh­re­re Stun­den bis Tage, bis sol­che Men­gen auf­ge­nom­men sind, die dann wirk­sam wer­den könn­ten. Wenn es über­haupt einen Man­gel gäbe.
Eine pro­phy­lak­ti­sche Ein­nah­me ist Unsinn, weil nur ein klei­ner Teil aktiv durch die Darm­wand wan­dert, über­schüs­si­ge Men­gen nicht in den Kör­per auf­ge­nom­men son­dern sofort wie­der aus­ge­schie­den werden.

3. Lüge: Vit­amin D schützt die Lunge
Was gegen Bak­te­ri­en wirk­sam ist hilft nicht gegen Viren.
Daher ist hier Vit­amin D nicht wirksam

Gelb gemar­kert sind die Absur­di­tä­ten: Coro­na­vi­ren sind Viren, wie der Name schon sagt, und die sind kei­ne Bak­te­ri­en - wes­we­gen der Bezug zu "Bak­te­ri­en­gift-Schä­den" oder "anti­mi­kro­biel­ler Fähig­keit" völ­lig dane­ben ist.

Das Fazit in dem abge­bil­de­ten Text - wen wun­dert das - lau­tet natür­lich "Neh­men Sie Vit­amin D vor­beu­gend gegen Coro­na ein". Da aber alle drei beschrie­be­nen Mecha­nis­men ent­we­der nicht vor­han­den und/oder unwirk­sam bei Virus­er­kran­kun­gen sind ist die gesam­te Argu­men­ta­ti­on ein Lügen­ge­bäu­de um Angst zu schü­ren und das Pro­dukt zu ver­kau­fen. Zudem ist eine zu hohe Men­ge an Vit­amin D viel gefähr­li­cher als ein Man­gel, der manch­mal wegen natür­li­cher Schwan­kung fälsch­lich ange­nom­men wird.

Dahin­ter steckt wie­der die bereits bekann­te Frau Vale­ri­us, die sich selbst einen hoch­tra­ben­den Titel ver­passt hat und ein paar Bücher von Quack­sal­bern gele­sen hat:

" .. Die mei­sten Men­schen haben lei­der einen viel zu nied­ri­gen Vit­amin D Spie­gel. Des­halb ist es wich­tig, auch die­sen mit ent­spre­chen­der Nah­rungs­er­gän­zung anzuheben .. "

Der Text stammt nicht von ihr selbst, das ist ein vor­ge­fer­tig­tes Mar­ke­ting­ge­wäsch, das Wis­sen­schaft vor­täu­schen soll um bes­ser ver­kau­fen zu können.

bookmark_borderNew Evidence Indicates Intelligence Is Not Contagious

New Evi­dence Indi­ca­tes Intel­li­gence Not Contagious 
By Andy Borowitz
March 26, 2020


Dr. Antho­ny Fau­ci speaks as U.S. Pre­si­dent Donald Trump looks on.
[pic­tu­re: screenshot]

WASHINGTON (The Boro­witz Report)

New evi­dence unco­ver­ed over the past seve­ral weeks indi­ca­tes that intel­li­gence is not con­ta­gious, a stu­dy by the Cen­ters for Dise­a­se Con­trol reports.

In a con­trol­led expe­ri­ment docu­men­ted by the stu­dy, a seven­ty-nine-year-old man with intel­li­gence was pla­ced in clo­se pro­xi­mi­ty to a seven­ty-three-year-old man wit­hout it for a peri­od of seve­ral weeks to see if even a trace of his know­ledge and exper­ti­se could be transmitted.

After weeks of near-con­stant expo­sure, howe­ver, the seven­ty-three-year-old man appeared “a hundred per cent asym­pto­ma­tic” of intel­li­gence, the rese­ar­chers found.

In terms of facts, data, and wis­dom, the­re was zero com­mu­ni­ty spread,” the report stated.

The rese­ar­chers, howe­ver, left open the pos­si­bi­li­ty that intel­li­gence might be trans­mis­si­ble to other peo­p­le, just not to the seven­ty-three-year-old who was the sub­ject of the experiment.

The­re is evi­dence to sug­gest that this sub­ject has deve­lo­ped a super-immu­ni­ty to intel­li­gence, making it impos­si­ble for even rudi­men­ta­ry infor­ma­ti­on to per­me­a­te his extra­or­di­na­ri­ly thick cra­ni­um,” the stu­dy indicated.