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bookmark_borderSammelsurium XI

1.
Hoeneß

Es ist still gewor­den um den steu­er­hin­ter­zie­hen­den Herrn Hoe­neß - ledig­lich aus einer dpa-Mel­dung geht her­vor " .. er kön­ne mög­li­cher­wei­se schon Anfang Sep­tem­ber 'Frei­gang' erhal­ten .. ". Rech­ne­risch, wor­auf die Ein­schrän­kung folgt man wis­se aber nichts von einer sol­chen Ent­schei­dung der Haftanstalt.

Mein Fazit:
Wenn es 'ruhig' um Einen ist, um den zuvor die Pres­se schwärm­te, ist das ein Zei­chen für irgend­ei­ne Schwei­ne­rei im Hin­ter­grund. Mal sehen ob ich Recht behalte.

* edit *
Kaum hat­te ich das geschrie­ben und abge­schlos­sen - da las ich im "law­blog" fol­gen­den Text (Aus­zug):
" .. Dass Hoe­neß bereits nach drei Mona­ten Aus­gang erhielt, deu­tet in der Tat dar­auf hin, dass Hoe­neß schon auf eine Haft­ent­las­sung hof­fen kann, wenn er die Hälf­te sei­ner Stra­fe abge­ses­sen hat .. " - das darf man wohl als "Schwei­ne­rei" bezeichnen ....

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2.
T-online / T-Com

Ich bin ja eher sel­ten auf den Sei­ten von T-online. Gut so. Denn als ich heu­te durch eine Suche dort­hin ver­wie­sen wur­de muß­te ich feststellen:
Vor jedem Video wird der Zuse­he­rin / dem Zuse­her) ein Wer­be­spot zuge­mu­tet. Die übli­chen Ver­däch­ti­gen, Nivea & Co. .... selbst bei einem müh­sam-tol­pat­schig getarn­ten 'redak­tio­nel­len' Wer­be­vi­deo für Wohn­mo­bi­le ein sol­cher 'Vor­spann' - Wer­bung vor der Wer­bung .... im Kern ist T-Com immer noch "haus­backen" wie wei­land unse­re "Deut­sche Bundespost"
Ein Grund mehr T-online zu meiden.

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3.
ALDI

.... und dann habe ich mich noch über ALDI geärgert:
Es wur­den Jeans­hem­den ange­bo­ten, und weil sie 'button-down'-Kragen hat­ten war ich inter­es­siert ein paar davon zu kau­fen. Vor­han­de­ne Grö­ßen soll­ten sein: S - XXXL ....
Als ich bei der Eröff­nung in den Laden ging waren XXXL und XXL gar nicht da, XL gab es 1 Exem­plar, L und M gab es je 5 und S zwei­mal. In einer von zwei Filia­len in einer Mit­tel­stadt von ca. 12.000 Einwohnern.
Oh, und bei der zwei­ten Filia­le, eine Vier­tel­stun­de spä­ter, sah es nicht anders aus, da waren alle Grö­ßen außer L und M nicht vor­han­den / schon weg(?).

Mein Ein­druck:
ALDI will gar kei­ne sol­chen Ange­bo­te ver­kau­fen - die sind schon reich genug.

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4.
Stromausfall - oder Rechnung nicht bezahlt?

TOLL ...!
Die Stadt Teck­len­burg geht mit gutem Bei­spiel vor­an und zeigt wie man viel Geld spa­ren kann:
Die Stra­ßen­be­leuch­tung wird am Abend nicht ange­schal­tet. End­lich mal eine Gemein­de die mit gutem Bei­spiel vor­an geht und etwas gegen die Ver­schul­dung unternimmt.

Spaß bei­sei­te:
Die Stadt Teck­len­burg ist seit Frei­tag, 19.09.14 über­wie­gend völ­lig unbe­leuch­tet. Es herrscht gespen­sti­sche Dun­kel­heit in den Rand­be­zir­ken, stel­len­wei­se auch in den zen­tra­len Berei­chen der Stadt.

Bis­her habe ich sowas noch nie erlebt - selbst in weni­ger ent­wickel­ten Län­dern gibt es eine zwar schwa­che, aber doch zur Erken­nung von Details aus­rei­chen­de Beleuchtung. 

Viel­leicht ist es nur vor­aus­schau­en­de Spar­sam­keit - denn seit Frei­tag blitzt und don­nert es .... da könn­te wer auf die Idee kom­men es wür­de schon genug Licht durch die Blit­ze vor­han­den sein weil die Anwoh­ner sowie­so nach Ein­bruch der Dun­kel­heit in ihren Bet­ten verschwinden.

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bookmark_borderTargo-Bank-Slogan
"So geht Bank heute!" *

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targo-detail".. In Deutsch­land tritt die vor­mals US-ame­ri­ka­ni­sche Toch­ter der Citi­bank – wel­che von der fran­zö­si­schen Cré­dit Mutuel über­nom­men wur­de – erst­mals seit 22. Febru­ar 2010 nur noch mit ihrem neu­en Namen Targ­obank am Markt auf .."
[Quel­le]

Der Name "Citi­bank" war schon vor der Finanz­kri­se 'ver­brannt' - weil die Ver­brau­cher­schüt­zer lan­ge vor dem crash fest­ge­stellt hat­ten, dass die Citi-Group beson­ders durch über­höh­te und ver­brau­cher­un­freund­li­che Kre­dit­prak­ti­ken, mit Zin­sen kurz vor der Schwel­le von WUCHER, auf­ge­fal­len war.

Aber ganz offen­sicht­lich hat man aus den Feh­lern der Ver­gan­gen­heit nichts gelernt und unter neu­em Namen wer­den die glei­chen dubio­sen Geschäfts­prak­ti­ken wei­ter betrieben.

Die Zin­sen sind auf einem Rekord­tief ange­langt - und trotz­dem zah­len die Kun­den bei Tar­go knapp 15% (dort: Tabel­len) auf die mei­sten Zinsarten:

"Preis­wert geht anders"

möch­te ich des­we­gen dem Slo­gan der Tar­go-Bank entgegenhalten.

".. Rüsing sagt jetzt: „Bei uns ste­hen Wer­te im Fokus. Trans­pa­renz, Ein­fach­heit, Zuver­läs­sig­keit und Qua­li­tät“. Er meint, sei­ne Bank sei jetzt eine gute Bank .."
[Quel­le]

Mer­ken Sie 'was, lie­be Leser?
Es ist nicht die Rede von 

  • "ange­mes­se­ne Kosten", 
  • "aus­ge­wo­ge­nes Preis-Lei­stungs­ver­hält­nis" oder
  • "fai­re Konditionen" 

- und "Trans­pa­renz" ist der blan­ke Hohn wenn man umständ­lich nach der Höhe der berech­ne­ten Zin­sen für die Kre­dit­lei­stun­gen suchen muß ....

Ach ja, bevor ich es vergesse:
Die Raiff­ei­sen- und Volks­ban­ken sind nicht viel bes­ser - von allen Insti­tu­ten gehö­ren sie zu denen, die die höch­sten Dis­po-Zin­sen und Kon­to­füh­rungs­ge­büh­ren von ihren Kun­den verlangen ....

- - -
* Bild & head­line: Quelle
Hin­wei­se für Rück­for­de­run­gen gibt 'finanz­test'

bookmark_borderLiebe Versandhändler ....

ich schrei­be euch mal
einen klei­nen Erfah­rungs­be­richt auf
aus dem ihr ler­nen könnt:

Inner­halb von vier Tagen habe ich bestell­te Pro­duk­te gelie­fert bekom­men - aus GB, mit "Roy­al Mail Regi­stered Express". Ganz ohne "paypal", nur durch Abbu­chung vom Kon­to und ohne "ama­zon" für die Abwick­lung des Versands. 

Ich hät­te die Bestel­lung auch in "D" bei eini­gen von euch auf­ge­ben kön­nen - dann aber ent­we­der nur über ama­zon und wenn über die nicht dann nur bei Bezah­lung mit "paypal" - oder, schlim­mer, in Kom­bi­na­ti­on von beidem.


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Lie­be Versandhändler,
nicht nur ich den­ke so, ich ken­ne eine gan­ze Men­ge Leu­te die auch nicht per "paypal" zah­len wol­len, weil da ihre Daten nach U.S.A. trans­fe­riert wer­den, inclu­si­ve aller beglei­ten­den Abfra­gen .... das Ein­zi­ge was fehl­te war noch die Fra­ge nach dem Geburts­tag mei­nes Groß­va­ters. So nicht. 

Wozu will ein Ver­sen­der, in die­sem Fal­le "ama­zon", zusätz­lich zu mei­ner Tele­fon­num­mer auch noch mei­ne Mobil­te­le­fon­num­mer wis­sen? E-Mail hat er doch schon, reich das nicht?
Kommt da nur bei mir der Gedan­ke auf, daß mei­ne Daten trotz aller Beteue­run­gen doch mög­li­cher­wei­se für noch ganz ande­re Zwecke erho­ben oder gar ver­kauft werden?

Die "wah­ren Daten­kra­ken" sind erst mal die­se Ver­sen­der und online-Bezahl­dien­ste. Was natür­lich nicht bedeu­tet, daß es damit getan ist - auch der Staat will immer mehr und immer tie­fer gehen­de Infor­ma­tio­nen von uns haben.


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Lie­be Leser,
bit­te über­den­ken sie noch­mal die Not­wen­dig­kei­ten bei online-Bestel­lun­gen und ent­schei­den sie sich gegen sol­che Dien­ste die für eine Bestel­lung völ­lig unnö­ti­ge Daten abfra­gen - und für sol­che Dien­ste, die mit Name, Adres­se und PLZ/Ort auskommen.

bookmark_borderErkenntnis: Pitch­forks and Tor­ches*

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Der nach­fol­gend zitier­te Arti­kel stellt die gän­gi­ge kon­ser­va­ti­ve Sicht des öko­no­mi­schen Gleich­ge­wichts in Fra­ge. Auf eine Über­set­zung habe ich dies­mal ver­zich­tet, denn über Goog­le Über­set­zer kann bei Ein­ga­be des eng­li­schen Tex­tes eine zumin­dest in Grund­zü­gen ver­ständ­li­che Ver­si­on gene­riert wer­den - und wer Eng­lisch zu lesen imstan­de ist wird sowie­so die Ori­gi­nal­ver­si­on vorziehen.

Der Autor räumt auf mit der The­se es sei schäd­lich für das Wirt­schafts­sy­stem eines Lan­des höhe­re Löh­ne & Gehäl­ter zu zah­len und stellt in weni­gen Absät­zen klar, dass genau das Gegen­teil der Fall ist - als Bei­spiel führt er eine bereits abge­lau­fe­ne Initia­ti­ve im Raum Seat­tle an, durch die bewie­sen wer­den konn­te dass sein Vor­schlag zur Bele­bung der Wirt­schaft funktioniert.

Das erste Text­zi­tat habe ich gewählt weil es aus­drückt was Vie­le denken:
Wer das Tau­send­fa­che ver­dient gibt nicht das Tau­send­fa­che aus - son­dern inve­stiert den 'Über­schuß' um dar­aus Zin­sen und Zin­ses­zin­sen zu generieren. 

Das zwei­te Zitat zeigt auf wie gleich­zei­tig der Was­ser­kopf von Regie­rungs­be­hör­den geschrumpft wer­den kann - wenn der Wil­le von Wirt­schaft und Poli­tik auf das glei­che Ziel gerich­tet ist.


 
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Der Autor [Nick Hanau­er; Text: My Fel­low Zil­lion­aires.] warnt alle 'Super­rei­chen' davor die Augen vor dem zuneh­men­den Gefäl­le zur Mas­se der Bevöl­ke­rung zu schlie­ßen und greift zu einer dra­sti­schen Beschrei­bung der Fol­ge sol­cher Ignoranz:
Er zitiert die Heu­ga­bel- & Fackeln-Sze­ne aus dem ersten Dra­cula­film (sie­he Link & Quel­le unten) in der der auf­ge­brach­te Mob sich zur Lynch­ju­stiz auf­macht - und warnt die obe­ren 0,01% sei­nes Lan­des davor sich die­sem Risi­ko aus­zu­set­zen, des­sen Her­an­na­hen er kom­men sieht.
Unausweichlich.
 
 

* Pitch­forks and tor­ches have long sym­bo­li­zed an angry mob. The pitch­forks-and-tor­ches mob was pre­sent in the film Fran­ken­stein (1931)


bookmark_borderKosten & Lebensqualität
* 2.update * (27.01.2020)

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Die Ausgangslage

Als ich 2005 berufs­be­dingt nach Ham­burg zog koste­te eine Zwei-Zim­mer-Woh­nung in Eppen­dorf ca. 450 €uro. Heu­te, knapp zehn Jah­re spä­ter, ist eine sol­che Woh­nung nicht unter 650 €uro zu mie­ten. Ich ken­ne kei­nen Berufs­zweig in dem in den letz­ten zehn Jah­ren die Gehalts­stei­ge­rung 45% betra­gen hat - das wären pro Jahr ca. 5% Gehaltserhöhung.

In Mün­chen, womög­lich noch begehr­ter als Ham­burg, Frank­furt oder Ber­lin, bezahlt man mitt­ler­wei­le für eine Ein-Zim­mer-Woh­nung um die 700 €uro. Das ist selbst bei über­durch­schnitt­li­chen Ein­kom­men ein dicker Bat­zen des monat­li­chen Budgets.

Nun hilft es nicht viel das ledig­lich zu bekla­gen. Es muß erst­mal die Fra­ge gestellt wer­den wodurch die­se Stei­ge­rung ent­steht und zwei­tens wie man ihr begegnet.

Wodurch also werden die steigenden Mieten in deutschen Großstädten hervorgerufen?

Die erste Antwort:

Das ist eine Fra­ge von Ange­bot & Nach­fra­ge - wenn vie­le Men­schen eine Woh­nung suchen kön­nen die Ver­mie­ter die Mie­ten erhö­hen, es fin­den sich offen­bar immer noch genug Mie­ter die das bezahlen.

Die zweite Antwort:

Wer sich eine sol­che Mie­te aus eige­ner Ent­loh­nung nicht lei­sten kann bekommt Hil­fe vom Staat - Wohn­geld, zum Bei­spiel, ist da eine Vari­an­te. Aber wer erfüllt schon die Kri­te­ri­en für den Erhalt von Wohn­geld? Die Zahl der Berech­tig­ten hält sich des­we­gen auch in Gren­zen.
Immer­hin ist es für einen klei­nen Teil der Mie­ter genug um sich die nach­ge­frag­ten, über­höh­ten Mie­ten gera­de noch lei­sten zu können.

Die dritte Antwort:

Anle­ger von nah und fern sehen in den Immo­bi­li­en eine loh­nen­de Geld­an­la­ge, denn in ihren eige­nen Län­dern ist das Geld nicht mehr "sicher" - sie sehen die Gefahr es zu verlieren.
In einer sol­chen Situa­ti­on ist das Risi­ko des Ver­lu­stes von 10 oder 20 % der Geld­an­la­ge ver­nach­läs­sig­bar wenn sich die Markt­la­ge ändert, denn im schlimm­sten Fall droht zu Hau­se ein 100%-Verlust.
Hier kom­men auch die insti­tu­tio­nel­len Anle­ger ins Spiel. Sie suchen eben­falls nach Anla­ge­mög­lich­kei­ten nach­dem die gewerb­li­chen Immo­bi­li­en nicht mehr absetz­bar sind und des­we­gen kei­ne Ren­di­te zu erwar­ten ist. Woh­nun­gen wer­den immer noch nach­ge­fragt, die Zahl der Sin­gle-Haus­hal­te wächst - und damit die benö­tig­te Zahl von Klein­woh­nun­gen vor allem dort, wo noch Unter­neh­men ange­sie­delt sind die wachsen.

Wie lassen sich die Mietpreise bremsen bzw. weitere Erhöhungen stoppen?

Die erste Maßnahme: Wohn- oder Vermietzwang

Wegen der hier­zu­lan­de bestehen­den gesetz­li­chen und steu­er­recht­li­chen Vor­ga­ben kann es sich für Besit­zer loh­nen Wohn­raum unver­mie­tet "leer ste­hen" zu las­sen - da könn­te, nach dem Mot­to "Eigen­tum ver­pflich­tet!" eine Rege­lung hel­fen die es ver­bie­tet Woh­nun­gen über einen gewis­sen Zeit­rah­men hin­aus unver­mie­tet zu hal­ten. Über­schrei­tet der Besit­zer - egal ob Pri­vat­per­son oder Gesell­schaft - die­se Fri­sten müß­te die Kom­mu­ne über­neh­men und eine Ver­mie­tung vor­neh­men. Ziel ist hier eine Ange­bots­er­hö­hung, wodurch die Nach­fra­ge bes­ser befrie­digt wer­den könnte.

Die zweite Maßnahme: Ausgleichsabgabe

Außer­dem könn­ten gesetz­li­che Vor­ga­ben geschaf­fen wer­den, die for­dern, dass Inve­sto­ren zusätz­lich zu ihrer Anla­ge einen Bei­trag zur Infra­struk­tur lei­sten der vom Kauf­preis zum einen und vom Miet­preis zum ande­ren abhän­gig ist.
Dies beinhal­tet den Gedan­ken, dass Men­schen die in die­sem Wohn­raum leben einen Bei­trag zum Gesamt­wohl der Stadt/Region lei­sten, sie dem Anle­ger sei­nen Geld­ein­satz durch die Miet­zah­lung erstat­ten und dar­über hin­aus einen Zuge­winn sichern.
Die Aus­gleichs­ab­ga­be auf den erho­be­nen Miet­preis - even­tu­ell ver­se­hen mit einem Expo­nen­ti­al­fak­tor - bremst das Mietbegehren.

Der Anle­ger pro­fi­tiert durch Wert­stei­ge­rung der Immo­bi­li­en in einem nach­fra­ge­inten­si­ven Markt ohne selbst einen Bei­trag zu lei­sten - die Kosten für die Infra­struk­tur­maß­nah­men wer­den nur von denen getra­gen, die tat­säch­lich dort leben und arbeiten:
Dem­nach han­delt es sich also bei einer Zusatz­ab­ga­be auf den Kauf­preis um eine Abschöp­fung des Gewinn­po­ten­zi­als von Immo­bi­li­en, was eine Abküh­lung des über­hitz­ten Mark­tes nach sich zie­hen könnte.

Die dritte Maßnahme: Mißverhältnis Angebot/Nachfrage korrigieren.

Wenn es ein Miß­ver­hält­nis zwi­schen Ange­bot und Nach­fra­ge gibt wäre es sinn­voll durch ver­mehr­te öffent­li­che Bau­tä­tig­keit die Situa­ti­on zugun­sten des Ange­bots zu ver­schie­ben - das aller­dings durch gemein­nüt­zi­ge, öffent­li­che Insti­tu­tio­nen, denn in der Ver­gan­gen­heit hat sich ja gera­de gezeigt, dass die Ein­bin­dung von auf Pro­fit aus­ge­rich­te­ten Unter­neh­men lang­fri­stig eher zu einer wei­te­ren Ver­teue­rung von Wohn­raum geführt haben - ohne gleich­zei­tig die Erhal­tung und Moder­ni­sie­rung zeit­ge­mäß voranzutreiben.

Nachsatz:
Selbst­ver­ständ­lich erhebt die­ser Arti­kel nicht den Anspruch alle Facet­ten des Pro­blems erschöp­fend zu besprechen.

* update * (14.07.2014; 19:40h)
Sie­he hier­zu => MO 14.7., 22:00 Uhr, WDR "Wahn­sinn Wohnungsmarkt"

* 2. update * (27.01.2020)
Sie­he hier­zu => Stu­die: Mie­ten in Mün­ster um 40 Pro­zent gestiegen

bookmark_borderAußer Spesen ....

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.... nichts gewesen!

Der alte Spruch beweist wie­der ein­mal sei­ne Gültigkeit:
Wie bei Hei­se und im Han­dels­blatt mit­ge­teilt wird, schickt sich die Tele­kom gera­de an ihre U.S.-Tochter an Sprint zu verkaufen.

Das ist ein wei­te­rer Rück­zug aus dem U.S.-Geschäft, das vor­mals der unse­li­ge Herr Steu­er­be­trü­ger Zum­win­kel in sei­ner Groß­manns­sucht auf Kosten der deut­schen Tele­kom- und Post-Kun­den vor­an­ge­trie­ben hat. 

bookmark_borderDurchblick

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Unter­ti­tel: Tri­via­le Alltagsprobleme

Haben Sie letzt­lich Bedarf für Bat­te­rien gehabt?
Grö­ße AAA?
Ich schon.
Womit ich unwei­ger­lich zu mathe­ma­ti­scher Höchst­form gezwun­gen wurde.

Grund dafür sind die ver­schie­de­nen Packungsgrößen:
Jede Fir­ma hat da ver­schie­de­ne Men­gen, etwa 4, 6, 8, 10 und 12 und zusätz­lich noch Son­der­ver­packun­gen nach dem Muster 4 + x, 6 + x, 8 + x, 10 + x und so wei­ter. Son­der­ba­rer­wei­se gibt es bei den Chi­ne­sen meist Viel­fa­che von 3 als Packungsgrößen.

Ich gebe mal drei Preis-Beispiele:
- 6 + 4 | PANASONIC: 7,99 €
- 8 + 4 | SONY: 9,99 €
- 4 + 4 | DURACELL 8,99 €

Sehen Sie nun vor wel­cher Schwie­rig­keit ich da stand?
Mir hat dann eine Nähe­rungs­rech­nung geholfen.
Basis waren die PANASONIC Bat­te­rien, da habe ich pro Bat­te­rie auf 80 ₵ gerun­det - und konn­te so leicht erkennen:
Die SONY-Bat­te­rien sind teu­rer [12 x 80 = 9,60, tat­säch­li­cher Preis höher] - und die Duracell sind die teu­er­sten Bat­te­rien [8 x 80 = 6,40, tat­säch­li­cher Preis sehr viel höher].

Aus­ge­hend von der Annah­me, dass alle Bat­te­rien glei­che Tech­nik bie­ten war daher die Ent­schei­dung für PANASONIC gefallen.

Ach, noch ein Nachtrag:
Die "no-name" in einem chi­ne­si­schen Geschäft - Packungs­in­halt 15 Bat­te­rien - waren mit 13,50 € auch teu­rer als die letzt­lich gekauf­ten Bat­te­rien. Zudem waren die Hül­len schlecht gear­bei­tet, an den Kan­ten aus­ge­franst und bei zwei Bat­te­rien in der Packung schien der Inhalt schon herauszuquellen.

bookmark_borderUnglaublich - aber wahr.

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1

Die Gra­fik zeigt die Dimen­si­on der Deut­schen Bank im Ver­gleich zum Brut­to­in­lands­pro­dukt der Bun­des­re­pu­blik und der EU

.. Fünf Mal das BIP der gesam­ten Euro­päi­schen Uni­on, zwan­zig Mal mehr als das BIP von Deutsch­land und eine Zahl, ver­gleich­bar mit dem Brut­to­in­lands­pro­dukt aller Län­der der Welt zusammen .. 

Dazu der Text im spa­ni­schen Blog:
¿Y quién va a ser el vali­en­te que res­ca­te a este monstruo?
[Und wer wird als tap­fe­rer Ret­ter die­ses Mon­sters heraneilen?]

bookmark_borderMogelpackung


Die Vor­freu­de auf den tol­len Apfel­stru­del war groß.
Das Ergeb­nis nach dem Backen war eher enttäuschend.
Das bei­geleg­te Behält­nis mit Bour­bon-Vanil­le-Soße reicht höch­stens für zwei Personen.
Der Stru­del ist nur halb so lang wie die Umverpackung.

Der Preis betrug 2,19 €uro.
Das habe ich noch­mal auf dem Kas­sen­zet­tel nachgesehen.
Teu­er ist der Stru­del nicht, der Preis steht in ange­mes­se­nem Ver­hält­nis zum Produkt.

Was mich dar­an ärger­te ist die Vor­täu­schung einer Grö­ße die der Stru­del nach­her nicht hatte:
Wenn die Packung sug­ge­riert er rei­che für vier Per­so­nen und tat­säch­lich bekommt dann jeder nur ein Mini-Stück ist die Ent­täu­schung groß. Hät­te ich es vor­her gewußt, dann hät­te ich eben zwei Stru­del gekauft. So, wie es jetzt gelau­fen ist wer­de ich die­ses Pro­dukt nicht wie­der kau­fen. Ich suche nun nach einem ande­ren Ange­bot. Einem, bei dem Abbil­dung und Grö­ße des Umkar­tons die tat­säch­li­che Men­ge wahr­heits­ge­treu wiedergeben.

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PS 
Glück­li­cher­wei­se hat­ten wir noch Des­sert-Alter­na­ti­ven im Vor­rat. Zusam­men mit köst­li­chem Vanil­le-Eis und einer Aus­wahl fein gewür­fel­ter tro­pi­scher Früch­te konn­te das Mini­stück Apfel­stru­del zu einer ansehn­li­chen & ange­mes­sen gro­ßen Por­ti­on 'auf­ge­peppt' werden ....

bookmark_borderExponentiell ....

Beleb­te Syste­me ste­hen in einem stän­di­gen Gleich­ge­wicht zwi­schen Auf­bau und Abbau:
Es ist ein dyna­mi­scher Pro­zeß, der - nach Art einer Sinus­kur­ve* - um einen Mit­tel­wert schwankt und sich stets selbst wie­der einreguliert.

Abwei­chun­gen hier­von bedin­gen - bei Über­wie­gen des Abbaus - den Tod. Das pas­siert aber nicht plötz­lich, Unfäl­le ein­mal aus­ge­nom­men, son­dern es han­delt sich um einen schlei­chen­den Pro­zeß, der der Gesetz­mä­ßig­keit des "expo­nen­ti­el­len Wachs­tums" folgt. Genau genom­men ist es natür­lich ein Zer­fall, ähn­lich wie man ihn bei Ato­men kennt. Das bedeu­tet, daß für lan­ge Zeit ein Nor­mal­zu­stand bestehen bleibt, weni­ge Sym­pto­me, kaum erkenn­ba­re Anzei­chen für den bevor­ste­hen­den Zusam­men­bruch des Gleichgewichts.

Expo­nen­ti­ell bedeu­tet immer:
Erst wenn eine Umkehr nicht mehr mög­lich ist zei­gen sich deut­li­che Anzei­chen für den end­gül­ti­gen Untergang.

Betrach­tet man das Finanz­we­sen auf die­sem Pla­ne­ten, so meh­ren sich die Zei­chen, daß wir es mit einem sol­chen Pro­zeß des "expo­nen­ti­el­len Unter­gan­ges" zu tun haben. Die Zin­sen und Zin­ses­zin­sen für das auf­ge­nom­me­ne Kapi­tal - von Staa­ten, Fir­men und Bür­gern glei­cher­ma­ßen - stei­gen ins Uner­meß­li­che. Schon heu­te ist es für nor­mal den­ken­de Men­schen kaum faß­bar mit wel­chen Zah­len da jon­gliert wird.

Expo­nen­ti­al­kur­ve - das klingt zunächst abstrakt, wird aber deut­lich, wenn man sich die Kur­ve selbst ansieht. Das Zitat am Ende faßt noch­mal zusammen ....

Kur­ve
[Bild-Quel­le WIKIPEDIA]:

Wie deut­lich zu erken­nen ist bewegt sich die Kur­ve [rot] anfangs nur sehr lang­sam nach oben - dann aller­dings, in der letz­ten Pha­se geht es steil nach oben ....


Zitat:
" .. Kein Wirt­schafts­sy­stem kann jemals eine so gro­ße Wirt­schafts­lei­stung** errei­chen, um die­sen Zin­sen­dienst zu erbrin­gen. In jeder Zins-Wirt­schaft kommt des­halb irgend­wann der Zeit­punkt, an dem die Geld­men­ge (rot) schnel­ler wächst als die Pro­duk­ti­vi­tät (blau). Aus gutem Grund ver­öf­fent­licht die US-Noten­bank seit 2006 nicht mehr die umlau­fen­de Geld­men­ge. Es bestün­de sonst die Gefahr, dass die Men­schen mer­ken könn­ten, dass die Geld­men­ge deut­lich schnel­ler als die Pro­duk­ti­vi­tät der Welt­wirt­schaft wächst.

Uns wird das aber so ver­kauft, als ob das schlech­te Haus­hal­ten der Grie­chen schuld an der Mise­re wäre. Kei­ne Sor­ge, nach den schwa­chen Län­dern wer­den auch die pro­duk­ti­ve­ren wie Deutsch­land oder USA ihre Zin­sen nicht mehr zah­len können .. "

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* Abbil­dung "Sinus­kur­ve (Bild-Quel­le WIKIPEDIA)"


** Hier­bei wur­de in der Kur­ve davon aus­ge­gan­gen, daß die Pro­duk­ti­vi­tät line­ar wächst - eine sehr opti­mi­sti­sche Annah­me. Tat­säch­lich dürf­te sich die Kur­ve abfla­chen und schließ­lich par­al­lel zur x-Ach­se ver­lau­fen: Dann näm­lich, wenn kei­ne wei­te­re Pro­duk­ti­vi­täts­stei­ge­rung mehr statt­fin­den kann weil ein Opti­mum erreicht ist.
 

bookmark_borderDAX & Konsorten

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DAX, MDAX, DowJo­nes, und so weiter ....

Trotz gerin­ger Ver­brei­tung des Akti­en­be­sit­zes in Hän­den der all­ge­mei­nen Bevöl­ke­rung [sie­he insb. Abs.2] wer­den Tag für Tag die Daten im Fern­se­hen aus­ge­brei­tet und ver­le­sen, oft auch noch in Zusam­men­hang und Aus­wir­kun­gen erläutert.

Ich fra­ge mich - und bin sicher, damit nicht allei­ne zu sein - wem die­se Zah­len samt Erläu­te­run­gen eigent­lich nüt­zen. Mich inter­es­siert es nicht, ande­re Infor­ma­tio­nen wären mir statt­des­sen viel lieber.

".. In deut­schen Hän­den sind wei­ter­hin 37 Pro­zent der DAX-Papie­re, wie aus der am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Ana­ly­se der Unter­neh­mens­be­ra­tung Ernst & Young her­vor­geht. 2005 hat­ten Inve­sto­ren aus dem Inland mit 49 Pro­zent noch die Ober­hand gegen­über 44 Pro­zent aus dem Aus­land .."[Quel­le; v. 10.05.2013]

Dabei han­delt es sich NICHT um Pri­vat­an­le­ger, son­dern im wesent­li­chen um insti­tu­tio­nel­le Anleger. 

".. Die Aktie ist - und bleibt vor­erst - das Stief­kind der Anle­ger in Deutsch­land .. Nur fünf Pro­zent ihres Geld­ver­mö­gens oder 250 Mrd. DM hat­ten sie Ende 1995 in Akti­en inve­stiert. Damit haben Divi­den­den­pa­pie­re rela­tiv gese­hen sogar Boden ver­lo­ren, betrug doch der Anteil der Akti­en am pri­va­ten Geld­ver­mö­gen Anfang der 70er Jah­re noch gut zehn Pro­zent, heißt es im jüng­sten Monats­be­richt .."[Quel­le]

Auch hier ist es eine pau­scha­le Anga­be: "die Anle­ger". Unter glei­chem Link wird wei­ter ausgeführt:

".. Sind in Deutsch­land ledig­lich 14,6 Pro­zent der Akti­en in pri­va­ter Hand, so sind es in den USA 36, in Groß­bri­tan­ni­en 30 und in Japan 22 Pro­zent .."[Quel­le]

Da wird doch mehr als deut­lich, wie unnütz die Akti­en­schau in den Nach­rich­ten ist. Selbst von die­sen 14,6% Akti­en­be­sit­zern wird nur ein Bruch­teil sich mit den spär­li­chen Infor­ma­tio­nen im Fern­se­hen zufrie­den geben:

Wer - ent­ge­gen dem all­ge­mei­nen Trend - tat­säch­lich sein Geld in Akti­en anlegt, wird sich bestimmt umfas­sen­der infor­mie­ren und dazu ein­schlä­gi­ge Bör­sen­blät­ter, Akti­en­be­ra­ter in Finanz­zeit­schrif­ten oder News­let­ter nutzen.

Die Bör­sen­mi­nu­ten sind vor die­sem Hin­ter­grund nicht nur nutz­los, son­dern über­flüs­sig - und das seit Jah­ren. Sie sind allen­falls für Eines gut: Sie zei­gen auf wie ver­kru­stet die Struk­tu­ren in den Nach­rich­ten­re­dak­tio­nen (oder die ihrer vor­ge­setz­ten Stel­len) tat­säch­lich sind und wie drin­gend da etwas getan wer­den müßte.

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*edit* (19:40h)
Beim Herrn blöd­bab­b­ler ist heu­te (7. Nov, 19:05) dan­kens­wer­ter­wei­se ein Bei­trag erschie­nen, der sich mit den Fol­gen des Akti­en­hö­hen­flu­ges aus­ein­an­der­setzt - sehr emp­feh­lens­wer­te Lektüre!