bookmark_borderBäckerbedarfslieferant *kreativ*
oder: Gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht.

 

 

 
Ich möch­te, lie­be Lesen­de, ihr Augen­merk auf eine Bana­li­tät rich­ten: Die Bröt­chen­tü­te vom Bäcker um die Ecke.

Sieht sie nicht schön herbst-bunt aus, die Tüte?
"Was hat der Herr wvs denn nun schon wie­der zu meckern bekla­gen?" wer­den Sie sich fragen.

Es ist die natur­wis­senschft­li­che Absur­di­tät die hin­ter dem zen­tra­len Spruch auf die­ser Tüte steht:

Der Herbst erstrahlt in vol­ler Blüte
bei dei­nem Bäcker und Konditor


 Im Herbst - mög­li­cher­wei­se hat es der Wer­be­fuz­zi oder die Wer­be­lie­se nicht in der Schu­le gelernt - sind die Blü­ten schon zu Früch­ten gewor­den. Da erstrahlt nichts mehr. Da glän­zen die Früch­te in allen mög­li­chen Far­ben, und genau­so ver­hält es sich mit den Blät­tern: Sie sind zu rot-, gelb-, und braun- statt grün-gefärbt gewor­den und fal­len von den Bäumen ....

Herbst: Ern­te, kei­ne Blü­ten mehr!
Sol­len wir denen ver­ra­ten wann wie­der Blü­ten kommen?
Was mei­nen Sie?

bookmark_borderRe-visited: Unwissenheit (III)

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Im zwei­ten Teil ging es dar­um wie natur­wis­sen­schaft­li­che Grund­kennt­nis­se in die Bewäl­ti­gung von Pri­vat- und Arbeits­le­ben ein­ge­wo­ben sind - und war­um sol­che Kennt­nis­se hel­fen das eige­ne Han­deln sinn­voll zu gestalten. 

Wenig­stens Basis­kennt­nis­se mit­zu­brin­gen - und dann noch zu wis­sen wo man suchen muß um ergän­zen­de Infor­ma­tio­nen zu erhal­ten - ist nötig, damit man sich ein kor­rek­tes Bild der Sach­ver­hal­te machen kann.

Im fol­gen­den Text wer­de ich auf fünf Berei­che näher ein­ge­hen. Wo schon frü­her Infor­ma­tio­nen fest­ge­hal­ten wur­den sind Ver­wei­se (Links) vor­han­den. Bei Inter­es­se emp­feh­le ich die ver­link­ten Inhal­te zur Ergän­zung zu Rate zu zie­hen. Da es eine Viel­zahl von Mög­lich­kei­ten gibt habe ich zur Ein­gren­zung der jewei­li­gen The­men eine Aus­wahl getrof­fen. Die­se ist als "Unter­the­ma" näher bezeichnet.

Nahrung:
"Gesunde Ernäh­rung"

An der Fra­ge wel­che Art der Ernäh­rung sinn­voll und gesund ist haben sich vie­le Fach­leu­te und noch mehr selbst­er­nann­te Heils­brin­ger ver­sucht - die Lite­ra­tur dazu ist unüber­schau­bar und des­we­gen fällt es nicht leicht dar­aus sinn­voll zu wäh­len was rele­vant ist und was nicht.

Ich ver­su­che daher einen ande­ren Ansatz:
Stel­len sie sich vor wie die Urmen­schen gelebt haben - und was sie geges­sen haben. Wir sind von die­sem Beginn der 'Mensch­wer­dung' noch nicht weit entfernt:
Das erste Auf­tre­ten von Homi­ni­den wird auf eine Zeit vor ca. 4 [4,2 – 3,9] bis 1,5 Mio Jah­re geschätzt. Damit sind wir Men­schen, deren erstes Auf­tre­ten in der heu­ti­gen Gestalt ca. 600.000 bis 200.000 Jah­re - als archai­sche For­men von Homo sapi­ens, auch Homo hei­del­ber­gen­sis bezeich­net - her ist eine ziem­lich "jun­ge" Art auf die­sem Planeten. 

Men­schen sind - etwa im Ver­gleich zu Ele­phan­ten [vor ca. 6. Mio Jah­ren] - eine spä­te und jeweils räum­lich begrenz­te Ent­wick­lung. Eini­ge Lini­en waren erfolg­reich und haben sich fort­ent­wickelt, ande­re sind untergegangen.

Man kann sich also erst­mal nur anse­hen von was sich die Urmen­schen ernähr­ten - und schon wird klar WIE unse­re heu­ti­ge Nah­rung aus­se­hen sollte.

Die Urmen­schen waren ALLES(-fr-)esser - was bedeu­tet, sie nah­men tie­ri­sche und pflanz­li­che Nah­rung zu sich. Die fleisch­ver­zeh­ren­den Urmen­schen waren damals wohl die erfolg­rei­che­ren, ihre sich haupt­säch­lich pflanz­lich ernäh­ren­den Genos­sen blie­ben klei­ner und ent­wickel­ten sich langsamer.

Dies fest­ge­stellt bleibt nur ein Fazit:
Rein pflanz­li­che Ernäh­rung für Men­schen ist nicht artgerecht.

Noch eine wei­te­re Über­le­gung dazu. Die Zusam­men­set­zung des Eiwei­ßes von Pflan­zen unter­schei­det sich von der tie­ri­schen Eiwei­ßes. WIKIPEDIA sagt dazu "Es kommt bei Pro­te­in als Nah­rung allein auf den Anteil an deren Bau­stei­nen, den Ami­no­säu­ren, an."

Das zu ver­deut­li­chen hilft der Begriff der "Bio­lo­gi­schen Wer­tig­keit"- den WIKIPEDIA so for­mu­liert: "Die bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit eines Pro­te­ins in einem Lebens­mit­tel ist ein Maß dafür, mit wel­cher Effi­zi­enz die­ses Nah­rungs­pro­te­in in kör­per­ei­ge­nes Pro­te­in umge­setzt wer­den kann."

Das kommt daher, dass zwi­schen der Zahl der ver­schie­de­nen Ami­no­säu­ren (Bau­stei­ne der Pro­te­ine) bei Plan­zen und Tie­ren Unter­schie­de bestehen - man kann einen Pro­zent­satz die­ser "Über­ein­stim­mung" berechnen.

Als Basis wird das Eiweiß eines Hüh­ner­ei­es her­an­ge­zo­gen. Gro­ße Zah­len bedeu­ten gute Über­ein­stim­mung mit dem Eiweiß des Men­schen, klei­ne Zah­len sind ungün­stig. Hilfs­wei­se kann auch noch der Ami­no­säu­re­index bestimmt wer­den. Es hilft also nicht mehr pflanz­li­che Kost zu essen - wenn bestimm­te Ami­no­säu­ren feh­len kommt es zu Stö­run­gen der Kör­per­funk­tio­nen (sie­he hier­zu auch "Mini­mum­ge­setz" (Liebig'sches Faß), dem­nach " .. kann ein Orga­nis­mus sich nur so weit ent­wickeln, wie es die knapp­ste Res­sour­ce erlaubt .."

Zusam­men­fas­send läßt sich daher feststellen:

Eine rein vege­ta­ri­sche Ernäh­rung ist unty­pisch für Men­schen. Es besteht die Gefahr ein Defi­zit an Ami­no­säu­ren zu ent­wickeln - das aller­dings geschieht schlei­chend über vie­le Jah­re, bevor die Man­gel­er­schei­nun­gen sicht­bar wer­den. Beson­ders eine Umstel­lung der Nah­rung in höhe­rem Lebens­al­ter ist dabei gefähr­lich, denn der altern­de Orga­nis­mus kann sol­che Man­gel­zu­stän­de nur schwer oder über­haupt nicht mehr kompensieren 



 ∙ ▪  ▪ ∙ 

Lite­ra­tur


- http://www.scheffel.og.bw.schule.de/faecher/science/biologie/humanevolution/2fossil/humanfos.htm
- http://www.histokomp.de/kompendium/stammesgeschichte/die-ersten-hominiden-australopithecus/
- http://home.arcor.de/tr-siebe/urmen.html (Über­sichts­ta­fel)

- http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/13/bs13-38.htm
- http://geschichte-der-menschheit.de/hominiden/die-ersten-europaeer.html

- http://www.blinde-kuh.de/tiere/mammut/

- http://science.orf.at/stories/1702955/

- http://www.welt.de/wissenschaft/article109692025/Fruehe-Menschen-assen-vermutlich-regelmaessig-Fleisch.html

Zusatz­in­fo:
[Bild­zi­ta­te aus "Zen­trum der Gesund­heit"]
Nur um ein­mal auf­zu­zei­gen wie gelo­gen wird um "Nah­rungs­er­gän­zung" zu ver­kau­fen zwei Kopien von Text von einer sol­chen Sei­te. Das in der ersten Abbil­dung behaup­te­te Ver­hält­nis von "ver­wert­ba­ren Sub­stan­zen" ist genau umge­kehrt - 90% Fleisch wer­den 'ver­ar­bei­tet', gegen­über nur 50% aus Pflanzen.
Die in der zwei­ten Abbil­dung behaup­te­te "Über­säue­rung" ist eine glat­te Lüge / Erfin­dung - denn bereits im Magen wer­den Eiwei­ße zer­legt und die dar­aus ent­ste­hen­den Pep­tid­ver­bin­dun­gen sind ampho­ter, d.h. sie wir­ken nach außen "neu­tral", nicht "sau­er". Ganz unver­blümt wird dann auch fol­ge­rich­tig auf Pro­duk­te ver­wie­sen - es geht dar­um Angst zu schü­ren und dann die (schein­bar rich­ti­ge) Lösung anzubieten.
Das ist kei­ne "kor­rek­te Gesund­heits­auf­klä­rung" son­dern bewuß­te Irre­füh­rung in eigen­nüt­zi­ger Absicht.


1

2

Wenn die Ursa­che von Krebs bekannt wäre gäbe es mitt­ler­wei­le auch eine Behand­lung dafür - das allei­ne ist schon Erklä­rung genug war­um die behaup­te­te "Krebs­aus­lö­sung" eine glat­te Lüge darstellt.

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Erst­ver­öf­fent­li­chung: 15. Mrz 2014 um 22:50


 

bookmark_border"gen drive" -
Sollte der Mensch die Evolution verändern

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1
 

Es reicht nicht aus die Umwelt durch Aus­beu­tung kom­plett zu zer­stö­ren - nun wird "wei­ter gedacht":
Steue­rung der Evo­lu­ti­on in eine von Men­schen gewünsch­ten Richtung.

Selbst Bio­lo­ge inter­es­sie­re ich mich natür­lich für die Ergeb­nis­se der For­schung auf die­sem Gebiet. Gen­tech­nik ist an sich kei­ne Gefahr. Aller­dings sind die Anwen­dun­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stets dann beden­ken­los vor­an­ge­trie­ben wor­den wenn es mög­lich war damit Geld zu ver­die­nen. Dage­gen stel­len sich vie­le Berei­che der Wis­sen­schaft, manch­mal nicht selbst betrof­fen, son­dern ledig­lich theo­re­tisch an der Fra­ge­stel­lung inter­es­siert. Das ändert aller­dings nichts an den Ergeb­nis­sen - und die zei­gen, dass es noch nie gelun­gen ist die Zie­le der mensch­li­chen Ein­fluß­nah­me im gewünsch­ten Rah­men zu halten.

Dem 'pro­fit' die Natur zu opfern, obwohl nie­mand vor­her­sa­gen kann, wel­che lang­fri­sti­gen Aus­wir­kun­gen das auf die beleb­te Umwelt ins­ge­samt haben wird, heißt "Rus­si­sches Rou­lette" zu spie­len. Es wird im Nebel geto­chert. Es wird ver­mu­tet, wo doch Gewiß­heit als Grund­la­ge von Ent­schei­dun­gen nötig wäre.

Aus der Öko­lo­gie ist bekannt, dass die Ände­rung weni­ger Stell­grö­ßen das Gleich­ge­wicht über­pro­por­tio­nal beein­flus­sen kann [Flü­gel­schlag eines Schmet­ter­lings]. Nun behaup­tet der Autor:
" .. Der soge­nann­te Gene Dri­ve macht Ideen aus dem Labor ver­erb­bar .. Ich den­ke, eine Welt, in der Pan­do­ras Büch­se mit der Gene-Dri­ve-Tech­nik dar­in offen ist, hat das Poten­zi­al, eine weit­aus bes­se­re Welt zu wer­den als eine, in der die Büch­se geschlos­sen bleibt. Aber: Wenn wir kei­nen Weg fin­den, ver­ant­wor­tungs­voll mit die­sem mäch­ti­gen Instru­ment umzu­ge­hen, könn­te es auch eine schlech­te­re Welt wer­den. Bei­de Ent­wick­lun­gen sind denk­bar; es hängt davon ab, wie wir als Gesell­schaft damit umgehen .. "

Die "Öffent­lich­keit" in die Ent­schei­dung über eine sol­che bio­lo­gi­sche Tech­nik ein­zu­be­zie­hen und sie dar­über ent­schei­den zu las­sen ist kei­ne gute Idee. Denn um infor­miert zu ent­schei­den muß man erst ein­mal ver­ste­hen was da genau pas­siert und wel­che Fol­gen ein Ein­griff in die Natur hat. Wenn also selbst die Fach­wis­sen­schaft­ler es nicht wis­sen - wie soll­ten sie dann den stau­nen­den Lai­en ihre Ergeb­nis­se so prä­sen­tie­ren, dass die­se in der Lage wären zu entscheiden?

Wie man es dreht und wen­det: Es ist eine fata­le Ent­wick­lung in die Evo­lu­ti­on ein­zu­grei­fen - egal, wie vie­le Men­schen dadurch poten­ti­ell vor Krank­hei­ten geschützt wer­den könn­ten. Es gibt genug Bei­spie­le der Bekämp­fung von Para­si­ten, Krank­hei­ten oder soge­nann­ten "Schäd­lin­gen", bei denen die Absicht lang­fri­stig zum Scha­den gereich­te und mit der (meist unvoll­stän­di­gen) Aus­rot­tung einer Pla­ge schuf man so eine viel schlim­me­re neue Gefahr. Deren Ein­däm­mung noch grö­ße­rer Anstren­gun­gen bedurf­te, wenn man nicht sogar macht­los zuse­hen muß­te, dass sich die Pro­ble­me nur ver­schlim­mert hat­ten, also von einer Gefahr auf eine neue über­ge­gan­gen waren. 

Ich wage wie­der ein­mal eine Prognose:
Wenn die Tech­nik breit ange­wen­det wer­den kann - etwa durch wei­te­re Ver­ein­fa­chung der Pro­ze­du­ren - wird es Unter­neh­men geben die sich ihrer bemäch­ti­gen und sie auch dann ein­set­zen, wenn die Fol­gen unab­seh­bar sind.
Gier, die jede ver­nünf­ti­ge Über­le­gung unterdrückt.

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[Quel­le der Textabbildung]

bookmark_borderHeureka!

1Es gibt die­se Momen­te im Leben, in denen man tat­säch­lich "Heu­re­ka!" rufen möch­te. Kürz­lich hat­te ich so einen Moment als ich von einem Mode­schöp­fer las der ein Kleid nur für eine bestimm­te Per­son anfertigte:
Eine Nobel­preis­trä­ge­rin.

Das Kleid ist ein Traum. Sein Design reprä­sen­tiert die Ergeb­nis­se, die sei­ner Trä­ge­rin, May-Britt Moser, den Preis brachten.
Schau­en Sie sich auf der Sei­te um - es lohnt sich.

[Link: "sci­ence & engi­nee­ring" via wis­sens­kü­che;
FAZ-Arti­kel, ein wenig schwül­stig, trotz­dem lesenswert.]

bookmark_borderGrundlagenforschung

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PS°°E°

 
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[Quel­le der Abbil­dung; gering­fü­gig ver­än­dert / ergänzt] 

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Die letz­te Rei­he des Peri­oden­sy­stems der Ele­men­te ist nun voll­stän­dig - nur die Namen der Ele­men­te 113, 115, 117 & 118 ste­hen noch nicht end­gül­tig fest. Einst­wei­len wer­den die Ord­nungs­zah­len als Benen­nung benutzt.
Welch eine Ent­wick­lung! Als ich im letz­ten Stu­di­en­jahr war (1976) hat­te man gera­de Ele­ment 106 und Ele­ment 107 aufgenommen.
Die ach­te Rei­he des Peri­oden­sy­stems zu fül­len wird wahr­schein­lich noch vie­le Jahr­zehn­te dau­ern. An sol­chen Ent­wick­lun­gen wird immer wie­der ein­mal deut­lich wie kurz doch unse­re mensch­li­che Lebens­span­ne ist.

bookmark_borderSelten ....

b°g br°th°r
Screen­shot aus Wis­sens­kü­che

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Sel­ten kom­men spe­zi­fisch "bio­lo­gi­sche" Grund­satz­fra­gen in den Blogs zur Spra­che. Was wohl an der erstens gerin­gen Zahl von blog­gen­den Bio­lo­gen aus der sowie­so schon gerin­gen Zahl an Bio­lo­gen ins­ge­samt zu erklä­ren ist. Zwei­tens sind ja häu­fig zum Ver­ständ­nis sol­cher Fra­ge­stel­lun­gen min­de­stens durch­schnitt­li­che Fach­kennt­nis­se nötig, was von brei­ten Leser­krei­sen nicht erwar­tet wer­den kann. Dies um so weni­ger, als die Poli­tik seit Jah­ren gera­de den natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächern/Themen im Cur­ri­cu­lum immer weni­ger Raum zugesteht.

Bei sol­chen Vor­aus­set­zun­gen läßt es auf­hor­chen wenn eine Bio­lo­gin* mit Titeln wie "Hat Höcke recht, aber wir dür­fen es nicht sagen?" [sie­he Text­aus­zug oben] oder "Masern: Wie wär’s, wenn wir erst­mal damit anfan­gen, die Impflücken der Impf-Befür­wor­ter zu schlie­ßen?" oder kri­ti­schen Kom­men­ta­ren wie zu die­sem The­ma: „Der Tod kommt mit dem Wind“ bloggt.
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Was wei­ter in dem als screen­shot dar­ge­stell­ten Arti­kel steht spricht mir aus der Seele:
Die Ver­ein­nah­mung der Bio­lo­gie, ins­be­son­de­re der Gene­tik, für ideo­lo­gi­sche Zwecke - bei gleich­zei­ti­ger Ver­zer­rung der wah­ren Befun­de ja nach poli­ti­scher Oppor­tu­ni­tät - ist zwar weit ver­brei­tet, hat aber bedau­er­li­cher­wei­se kein trag­fä­hi­ges, fach­lich sau­be­res Fundament.

Die Ver­zer­rung der gene­ti­schen Erkennt­nis­se in eine "Ras­sen­ideo­lo­gie" einer­seits, und die Leug­nung aller Ver­schie­den­heit und Indi­vi­dua­li­tät von der lin­ken Sei­te des poli­ti­schen Spek­trums sind mir gleich ver­däch­tig und sie ent­spre­chen kei­nes­falls dem, was von Sei­ten der Bio­lo­gie erforscht und ver­öf­fent­licht ist.

Es feh­len die soge­nann­ten "Quer­den­ker" - Men­schen, die sich von ideo­lo­gi­schen Dog­men nicht ein­neh­men las­sen und auf Feh­ler im Den­ken der Ideo­lo­gen hin­wei­sen. Von den weni­gen Per­so­nen die dazu in der Lage sind über­grei­fend zu den­ken ist wie­der­um eine gro­ße Zahl zu vor­sich­tig der­glei­chen zu ver­tre­ten. Weil das kei­ne Freun­de schafft und viel Über­zeu­gungs­ar­beit erfordert.

Vie­le Arti­kel von Frau Adam-Rad­ma­nic sind da eine her­vor­he­bens­wer­te Aus­nah­me. Aller­dings schießt auch sie an man­chen Stel­len über das Ziel hin­aus und ver­tei­digt - zuge­ge­ben mit sach­lich fun­dier­ten Argu­men­ten - die Übel­tä­ter, die es treff­lich ver­ste­hen sich der wil­li­gen Wis­sen­schaft­ler zu bedie­nen, die für ein ange­mes­se­nes Hono­rar schon mal 'Fün­fe-gera­de-sein' lassen.

Was Gen-ver­än­der­te Sor­ten lang­fri­stig bewir­ken und wie sie gan­ze Land­stri­che ver­än­dern, schon durch ihre höhe­re Wirt­schaft­lich­keit bei groß­flä­chi­gem Anbau, das läßt sich in Stu­di­en nicht erfas­sen. Wohl aber beob­ach­ten, wie z.B. in Indi­en, wo der­glei­chen Vor­ge­hen einer­seits die Bau­ern ver­ar­men ließ und ande­rer­seits bewie­sen wer­den konn­te, dass die blu­mi­gen Wer­be­aus­sa­gen der Gen-Saat­gut & -Insek­ti­zi­d/-Her­bi­zid Pro­du­zen­ten nicht ein­mal annä­hernd der Wahr­heit ent­spra­chen. Ein groß ange­leg­ter Feld­ver­such, der bestimmt nicht zu Gun­sten der Indu­strie ausging.

Kurz gesagt:
Bei allem Wil­len zu rei­ner Wis­sen­schaft darf man dar­über nicht ver­ges­sen das Umfeld zu sehen und einen Abgleich zwi­schen wis­sen­schaft­li­chem Befund und tat­säch­li­cher Aus­wir­kung in der prak­ti­schen Anwen­dung zu beob­ach­ten und in die Über­le­gun­gen ein­zu­be­zie­hen. Moral ist etwas, was Groß­kon­zer­ne ganz zuletzt inter­es­siert - aber das wird Frau Adam-Rad­ma­nic bestimmt irgend­wann noch erkennen. 

*[Was mir weni­ger gefällt ist die kaum ver­steck­te Wer­bung für Bücher & Gerät­schaf­ten, aber schließ­lich müs­sen alle außer den Rent­nern an ihren 'Brot­er­werb' den­ken; wesent­lich ist dabei, dass in der Sache kei­ne Kom­pro­mis­se wegen des gleich­zei­ti­gen finan­zi­el­len Aspek­tes gemacht wer­den. An die­ser Stel­le beschli­chen mich Zwei­fel, ob die Wis­sen­schaft­lich­keit nicht auch manch­mal wie ein Schild vor­an­ge­tra­gen wird - und damit unbe­que­me prak­ti­sche Aspek­te bei­sei­te gescho­ben wer­den. Das Geld kommt schließ­lich von der Indu­strie, nicht von deren Kritikern.]

bookmark_border» Aggressive Bakterien «

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» .. Es müs­sen also neue Anti­bio­ti­ka
gegen immer aggres­si­ve­re Bak­te­ri­en her .. «



[Quel­le: Kraut­re­por­ter Mor­gen­post => bestel­len]

Es gibt kei­ne "immer aggres­si­ve­ren Bak­te­ri­en" - so stel­len sich Lai­en die Wirk­lich­keit vor - son­dern es gibt "Bak­te­ri­en, die gegen immer mehr Anti­bio­ti­ka resi­stent sind". Ein gro­ßer Unter­schied des­we­gen, weil Bak­te­ri­en nicht "aggres­siv" sind, son­dern das tun, was ihr Lebens­zweck zu sein scheint:

Stof­fe zu ver­än­dern und dar­aus
Bak­te­ri­en­ma­sse zu pro­du­zie­ren
.

WIR mögen es als aggres­siv emp­fin­den, weil wir dadurch gefähr­det sind. Das ist jedoch eine homo­zen­tri­sche Sicht der Welt, die u.a. dazu geführt hat, dass die Natur durch den Men­schen hem­mungs­los aus­ge­beu­tet wird - ohne jede Rück­sicht und ohne jeden Gedan­ken an die Folgen.

bookmark_borderDie Gesetze der Thermodynamik

.. The laws of ther­mo­dy­na­mics gover­ning the trick­le-char­ge and rapid dischar­ge of the earth’s bat­tery are uni­ver­sal and abso­lu­te; the earth is only tem­po­r­a­ri­ly poi­sed a quan­ti­fia­ble distance from the ther­mo­dy­na­mic equi­li­bri­um of outer space. Alt­hough this distance from equi­li­bri­um is com­pri­sed of all ener­gy types, most cri­ti­cal for humans is the store of living biomass .. 

[Quel­le:
Human domi­na­ti­on of the bio­sphe­re:
Rapid dischar­ge of the earth-space bat­tery fore­tells the future of humankind
John R. Schram­ski, David K. Gat­tie, and James H. Brown,
(Col­lege of Engi­nee­ring, Uni­ver­si­ty of Geor­gia, Athens, GA 30602;
Depart­ment of Bio­lo­gy, Uni­ver­si­ty of New Mexi­co, Albu­quer­que, NM 87131]

bookmark_borderDomian 01.05.2015

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Das The­ma "Ernäh­rung" hat - nicht nur - mich ein Leben lang beschäf­tigt und es gibt ja bereits eine gro­ße Zahl von Bei­trä­gen hier und in mei­nen ande­ren Blogs [Liste unter dem Video].

Bei "Domi­an" hat­te ich die Gele­gen­heit mei­ne Sicht einem grö­ße­ren Publi­kum ver­füg­bar zu machen - hören Sie 'mal rein ....

Mehr zum The­ma "Ernäh­rung"

bookmark_borderWovon leben Lebewesen - und wie?

Teil 4
Grund­pro­zes­se der Lebenserhaltung

Grund­sätz­lich unter­schei­den sich Lebe­we­sen von unbe­leb­ter Natur dadurch, dass sie eine inne­re & äuße­re 'Ord­nung' auf­recht­erhal­ten. Der Kör­per von Lebe­we­sen ist gegen­über der Umwelt 'abge­dich­tet', d.h. Stof­fe wer­den gezielt und koor­di­niert auf­ge­nom­men und abge­ge­ben. Dazu mehr wei­ter unten im Text.

Ein wesent­li­ches Merk­mal von Lebe­we­sen ist zudem, dass sie für die­se Erhal­tung der Ord­nung Ener­gie brau­chen. Die­se Ener­gie muß auf 'kal­tem' Wege her­ge­stellt, frei­ge­setzt und ver­wen­det wer­den - höhe­re Tem­pe­ra­tu­ren ver­bie­ten sich schon allei­ne das­we­gen, weil die mei­sten Sub­stan­zen aus denen Lebe­we­sen bestehen ab etwa 60°C insta­bil wer­den und ihre Struk­tur (räum­li­che Anord­nung von Ato­men und Mole­kü­len) dadurch zer­stört wird.

Lebe­we­sen exi­stie­ren weil sie Nah­rung auf­neh­men und die­se so ver­ar­bei­ten, dass ihr Kör­per dar­aus die benö­tig­ten 'Bau­stof­fe' her­stel­len kann und gleich­zei­tig genug Ener­gie zur Ver­fü­gung steht, um die­se Ab-, Um-, und Auf­bau­pro­zes­se zu gewährleisten.

Zur Erhal­tung des Lebens sind vier Schrit­te notwendig:

  • Nah­rungs­auf­nah­me (Nut­ri­ti­on = Ernährung),
  • Ver­dau­ung (Dige­sti­on),
  • 'Ein­schleu­sen' (Resorp­ti­on = 'Auf­sau­gen') und
  • Aus­schei­dung unver­dau­li­cher Reste
    (Eli­mi­na­ti­on, Exkre­ti­on, Sekre­ti­on, je nach Art des Prozesses)

Grund­sätz­lich ernäh­ren sich Lebe­we­sen von ande­ren Lebe­we­sen, ent­we­der von Tie­ren oder Pflan­zen, oder auch von bei­den par­al­lel [Fleisch­fres­ser (Car­ni­vo­ren); Pflan­zen­fres­ser (Her­bi­vo­ren); Alles­fres­ser (Omni­vo­ren)]. Es ent­steht eine gegen­sei­ti­ge Abhän­gig­keit, die als "Nah­rungs­py­ra­mi­de" bezeich­net wird:
Auf der unter­sten Ebe­ne fin­den sich Pflan­zen, die aus Son­nen­licht und anor­ga­ni­schen Sub­stan­zen ihren Orga­nis­mus auf­bau­en - sie pro­du­zie­ren neben die­sen orga­ni­schen Sub­stan­zen für sich selbst auch den für alle tie­ri­schen Lebe­we­sen unver­zicht­ba­ren Sau­er­stoff [O2].

Teil 5

Nah­rung & Was­ser: Was uns am Leben hält.
Im näch­sten Teil die­ser Serie geht es um die Nah­rungs­be­stand­tei­le und wie sie in der mensch­li­chen Ver­dau­ung genutzt wer­den - dabei wer­de ich ins­be­son­de­re die ein­zel­nen Stof­fe & deren Auf­bau ver­tieft erklären.

bookmark_borderTrans­port (1)

Teil 2
Wie erfol­gen die Auf­nah­me des Was­sers und der Makro-/Mi­kro­ele­men­te?

In der gesam­ten beleb­ten Umwelt gibt es drei wesent­li­che Pro­zes­se mit deren Hil­fe Sub­stan­zen in Lebe­we­sen hin­ein und aus Lebe­we­sen her­aus beför­dert werden:

  1. Dif­fu­si­on
    Inner­halb der Zel­len wer­den Was­ser und ande­re Sub­stan­zen auf der phy­si­ka­li­schen Grund­la­ge der Dif­fu­si­on bewegt und so ausgetauscht.
  2. Osmo­se
    Zwi­schen Zel­len, zwi­schen ver­schie­de­nen Gewe­ben, und zwi­schen der Umwelt und leben­den Zel­len erfol­gen die Was­ser- und Sub­stanz­ver­tei­lung durch Osmo­se, weil semi­per­meable Mem­bra­nen zu pas­sie­ren sind. 
  3. Akti­ver Trans­port
    Wer­den Stof­fe nicht durch die bei­den vor­her benann­ten Mecha­nis­men aus­ge­tauscht, dann wer­den sie "aktiv", d.h. durch (gesteu­er­te, ener­gie­ver­brau­chen­de) Kanä­le geschleust. In man­chen Fäl­len wer­den Stof­fe zuvor an Trans­por­tei­wei­ße ange­dockt und erst dann kön­nen sie trans­por­tiert werden.
  • Das pas­siert immer dann, 
    • wenn Stof­fe zu 'sper­rig' sind
      (che­misch: stark ver­zweig­te Moleküle),
    • wenn ihr Durch­mes­ser sehr groß ist
      (che­misch: Teil­chen­grö­ße der betei­lig­ten Ato­me, abhän­gig von der Posi­ti­on im Periodensystem),
    • weil sie (star­ke, ungleich ver­teil­te) elek­tri­sche Teilladun­gen haben
      (che­misch: Elek­tro­ne­ga­ti­vi­tät), oder
    • weil sie gegen ein Kon­zen­tra­ti­ons­ge­fäl­le trans­por­tiert wer­den müssen.

Fort­set­zung "Mine­ral­stof­fe (III)" folgt