"click!" auf die Abbildungen/Texte öffnet eine neue Seite & vergrößert.
nichts ist so, wie es zu sein scheint ....
"click!" auf die Abbildungen/Texte öffnet eine neue Seite & vergrößert.
.... hat die konservative Seite "vorgedacht" und sich tunlichst zurück gehalten. Die SPD hingegen wird nun wieder einmal, wie bei Hartz IV, entgegen der Interessen ihrer Stammwählerschaft, zum Erfüllungsgehilfen:
" .. Aktuell ist beispielsweise die Einführung einer Bürgerversicherung ein strittiges Thema. Die SPD wünscht sich, dass auch Beamte, Selbständige und Angestellte mit hohem Einkommen darin einbezogen werden und damit die Private Krankenversicherung ersetzt wird .. "
[via *Krautreporter-Newsletter* mehr dazu beim Deutschlandfunk]
Die eigentlichen Kostentreiber, Krankenhausgesellschaften, die *for profit* arbeiten, und die Pharmaindustrie, böten sehr viel umfangreichere Regulierungs- und Einsparmöglichkeiten. Die Kosten könnten leicht um Milliarden gesenkt werden ohne dabei die Qualität der Versorgung zu verschlechtern. Dazu müßte allerdings Mut aufgebracht werden - und den hatten unsere bisherigen Gesundheitspolitiker noch nie. Stets sind sie vor der Macht (?) der Pharmalobby zurück geschreckt und haben lieber herum laviert anstatt wirkliche Abhilfe zu schaffen.
Ein glänzendes Beispiel dafür ist die Errichtung einer Zwischenebene in Gestalt des Gesundheitsfond, der als eine Art Verteilstelle die Beiträge an die Kassen weiterleitet. Schon bei dessen Gründung hatte ich den Verdacht, dass dadurch eine Einheitsversicherung ermöglicht werden solle. Durch die jetzt aktuelle SPD-Initiative erhärtet sich diese Annahme.
Eines jedoch steht jetzt schon fest:
Es werden sich die Leistungen für die Versicherten nicht verbessern, im Gegenteil, für die bisher privat Versicherten wird es bei fast gleichen Beiträgen schlechter werden. Die gesetzlich Versicherten werden kaum Veränderungen sehen, es sei denn, sie sind bereit einzelne Risiken zusätzlich zu versichern. Privat, natürlich, um da die Zahl der Versicherten zu erhöhen und mehr Gewinn zu generieren.
Dennoch wird diese euphemistisch "Bürgerversicherung" genannte Maßnahme kommen - weil dadurch die öffentlichen Arbeitgeber Milliarden einsparen, Milliarden, die sie schon seit Jahren nicht mehr einnehmen. Das ist sehr viel einfacher, als den multinationalen Konzernen auf die Finger zu klopfen und dafür zu sorgen, dass sie all das, was sie in Deutschland verdienen, auch in Deutschland versteuern.
Genug Geld wäre schon länger da.
Die Regierung hat aber weder den Mut noch die Absicht die Machenschaften der tatsächlichen Steuerhinterzieher zu unterbinden. Frau Merkel kann sich die Hände reiben bei so viel tumber Einfalt seitens der SPD:
Die CDU/CSU steht im Hintergrund während die SPD das unliebsame Modell voran treibt. Egal ob in Regierungsbeteiligung oder Duldung einer Minderheitsregierung bleibt der Unmut an der SPD hängen. Sie bekommt die Schelte, Frau Merkel ist der reine Engel ....
Am schädlichsten sind die Flaschen,
die in der Regierung sitzen
und die niemand,
für kein Pfand der Welt,
zurück nimmt.
Die EU-Glyphosat-Entscheidung - herbeigeführt durch ein "Ja" des CSU Agrarministers zugunsten der Verlängerung um 5 Jahre anstatt einer Enthaltung wegen des Einspruchs der SPD Umweltministerin Hendricks - hat gezeigt wie die CSU tickt:
Egal was abgesprochen ist, entweder mit der CDU oder dem (immer noch) Koalitionspartner SPD, es ist völlig nutzlos. Die Lobbyisten haben die CSU (und vermutlich nicht nur diese, wie immer wieder einmal herauskommt) fest im Griff.
Wer es bisher noch schaffte sich einzureden die SPD werde 'stark bleiben' und so ihre Aussage am Wahlabend einhalten, das Versprechen keine erneute "Große Koalition" mit zu machen, sieht sich ge- bzw. enttäuscht. Denn, und da wage ich die Prognose, es wird trotz all des Getöses der SPD über den Verrat der CDU/CSU von heute [27.11.2017] wieder eine große Koalition geben .... was zugleich das endgültige *AUS* für die SPD bedeuten wird, mit weniger als 20% fällt sie in die Bedeutungslosigkeit.
Es ist wie beim Stierkampf, der Phrasierung des Paso Doble:
Der Torero reizt und hetzt den Stier, am Ende gibt er ihm den Todesstoß.
oder:
Verführt Macht Männer zu sexuellen Übergriffen?
In den U.S.A. rollt eine Welle von Enthüllungen zu sexueller Belästigung von Frauen durch Männer in Schlüsselpositionen, in Machtpositionen im Showbusiness und in der Politik. Wahrscheinlich folgen demnächst weitere Veröffentlichungen solchen Fehlverhaltens aus der Wirtschaft, denn es ist kaum anzunehmen, dass das ein Sektor ist, in dem solcherlei Mißbrauch nicht vorkommt.
Wenn Männer ihre Finger nicht von Frauen lassen können die klar machen, dass sie das nicht wollen und tolerieren ist es schlimm genug. Diese Annäherungsversuche durch geöffnete Bademäntel, Nacktauftritt oder Masturbation vor den Objekten der Begierde sind wahrhaftig abscheulich. Noch widerlicher allerdings sind solche verlogenen, erzchristlichen Lumpen. Die, wie der Senatskandidat Moore, sich an Minderjährige heran manchen.
Letzterer hat sich selbst belastet als er in einem Interview von seiner Ehefrau sprach:
Mit 15 hat er sie 'beobachtet' und geheiratet hat er sie dann als sie 23 wurde.
Schon da hat er also eine Minderjährige im Visier gehabt - weswegen die Anschuldigungen der anderen Frauen umso glaubwürdiger sind.
Wie kürzlich mehrfach beim Herrn bloedbabbler zu lesen war ist es bei uns manchmal nicht sehr viel besser um die Moral und den Anstand bestellt.
Was hervorgehoben werden muß ist aus meiner Sicht die Verlogenheit besonders kirchlicher Kreise, die oft in solche Übergriffe eingebunden sind und sie zu vertuschen suchen - oder gar selbst die Täter sind. Da bekommt der Begriff "Christliche Nächstenliebe" eine völlig neue, verabscheuungswürdige Bedeutung.
Zu all dem Leid das Religionen über die Welt bringen kommt nun eine weitere Dimension hinzu. Spätestens da müßten doch bei Vielen die Alarmglocken läuten und der Gedanke an einen Kirchenaustritt endgültig in die Tat umgesetzt werden.
(On the ends of good and evil)
Herr W stand von seinem Computersessel auf und schaute sich nebenan im Wohnzimmer nach Frau G um. Die hatte auf eine, seine, in den Raum geworfene Anmerkung nicht geantwortet. Was nicht an sich beunruhigend war. Nicht immer antwortete sie auf seine Zwischenrufe aus dem anderen Zimmer. Beispielsweise dann, wenn das Fernsehprogramm - wider Erwarten - doch einmal in der Lage war ihre Aufmerksamkeit tatsächlich zu 100% zu vereinnahmen.
Manchmal hatte er früher "Erde an Frau G - bitte antworten Sie!" oder "Alarmstufe rot - Frau G antwortet nicht!" oder "Wir danken Frau G, dass sie mit uns gesprochen hat!" gerufen. Auf die Dauer war es allerdings lächerlich geworden sich dazu immer neue Varianten auszudenken und sie ins Nachbarzimmer zu rufen. Wenn es wichtig war stand er auf und ging hin.
Er war also aufgestanden und in den Nachbarraum gegangen - nur um ihn völlig leer vorzufinden. Natürlich nicht völlig leer, die Möbel standen da, der Hund lag auf seinem üblichen Platz, der Fernseher lief, Frau Gs Sessel allerdings war leer. Die Kissen rechts und links der Lehne, noch so arrangiert wie Frau G es gern hatte: An die Seite gedrückt und ein wenig den Rücken unterstützend. Wie die farblich angepaßte Fleecedecke, einen Farbton dunkler als das Rot des Sessels, die noch ihre Konturen aufwies.
Frau G war abwesend. Er hatte nicht wahrgenommen wie sie verschwunden war. Sofern sie denn verschwunden war und er es sich nicht nur einbildete. Also machte W sich auf die Suche in der restlichen Wohnung. Irgendwo mußte sie ja sein, Ehefrauen verschwinden nicht einfach so. Wenigstens nicht in zivilisierten Ländern und mitten im Abendprogramm des Fernsehens.
Sie war nicht in ihrem Schlafzimmer, nicht in der Küche, wo gerade die Spülmaschine dabei war das Geschirr des Tages zu reinigen, damit es wieder eingeräumt, an seinen Platz geräumt werden konnte. Die Waschmaschine und der Trockner standen ohne Aktivität, es sah auch nicht so aus als ob sie da etwas zum waschen oder trocknen vorbereitet hätte.
W machte sich auf zum Bad wo kürzlich die Fächerpalme vom Balkon Zuflucht vor den einsetzenden Nachtfrösten gefunden hatte. Bad begrünt. Mal sehen. Es war ein Versuch. Eigene Überlegung, nicht aus der Abteilung "Ratgeber" einer Werbezeitung oder "Schöner Gärtnern". Ein Risiko, denn wer wußte schon ob sich eine Fächerpalme im Bad wohlfühlen könnte. 'Pieseln unter Palmen!' dachte er verschmitzt und ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit.
Das Bad, an dessen Tür er kurz geklopft hatte und weil er keine Antwort bekam sie öffnete, war leer. Auf der Palme sah er eine kleine Spinne herumlaufen. Na schön, Hauptsache sie blieb dort, dachte er, wenn sie nämlich Frau G erschrecken würde wäre es um sie geschehen. Adieu Spinne!
Keine Frau G weit und breit in der ganzen Wohnung. Herr W schaute in die kleine Messingschale auf der Flurablage. Dort wurden Frau Gs Schlüssel deponiert wenn sie zu Hause ankam, noch bevor sie üblicherweise ihren Mantel oder ihre Jacke auszog. Die Messingschale war leer, so wie zuvor Bad, Küche, Wohn- und Schlafzimmer. Kein Schlüssel. Nur ein altes Bobonpapierchen, das es noch nicht in den Abfall geschafft hatte.
Aha, sie war demnach nicht von Aliens entführt worden, sie hatte ihre Schlüssel dabei und war fort. Das allerdings beruhigte ihn. Obwohl: Auch wieder nicht. Denn obschon nach 40 Jahren Ehe manches ungesagt bleiben kann weil der andere sowieso zu deuten weis was beabsichtigt ist, hatten sie Beide stets Abwesenheiten angekündigt und dazu oft den Grund dafür mitgeteilt. Mindestens war es keine überstürzte, kopflose Flucht gewesen als sie ging.
W machte sich auf den Weg zurück in die Küche und dachte darüber nach ob er vielleicht ein Klingeln überhört hatte. Manchmal war er - mit Kopfhörern auf den Ohren um den Ton aus dem Computer zu hören ohne dabei dem Fernsehton von nebenan Konkurrenz zu machen - schon überrascht Frau G am Telefon zu finden. Das Signal des ankommenden Anrufes hatte er zu Zeiten nicht gehört, überhört, weil er sich so auf das konzentrierte, was er gerade im Computer ansah.
Während W mechanisch die Kaffeemaschine vorbereitete, Wasser eingoß, Kaffeepulver abmaß und einschaltete, grübelte er, was wohl Frau G so eilig hatte fortgehen lassen. Ohne dass sie ihm Bescheid gesagt hatte. Einen äußeren Anlaß konnte man ausschließen. Sonst hätte der Hund angeschlagen. W nahm sich vor nächstens besser darauf zu achten was nebenan vorging und ab und zu einmal nachzusehen. So ohne Grund, einfach nur um sicher zu gehen, dass Frau G noch da war.
Die Kaffeemaschine gab sonderbar röchelnde, schniefende und spuckende Töne von sich - ein Zeichen, dass sie in Kürze mit der Zubereitung fertig sein würde. Diese Laute aus der Maschine erinnerten W immer an einen Kommilitonen im Grundstudium. Der trank Tee und seine Schlucke waren immer von schlürfenden, schmatzenden und röchelnden Tönen begleitet worden. W nahm ein Glas aus dem Schrank und gab etwas frische Milch hinein. Das hatte er schon als Student so gemacht. Es sparte einen Löffel, den brauchte man nicht zu spülen.
Er ging in sein Arbeitszimmer und nahm einen - geräuschlosen - Schluck Kaffee. Es war eine gute Wahl gewesen die Kaffeesorte zu wechseln, dachte er, dieser war aromatischer und schmeckte viel besser. Fast so wie die spanische Variante, die er jedesmal mit nach Hause nahm, nach der Überwinterung dort. Fair gehandelt, dazu aromatisch und nicht bitter. Zwar war diese Sorte um zwei Euro teurer, aber das war ihm ein gutes Gewissen wert.
Was hatten sie zuletzt besprochen, was könnte einen Hinweis geben wo sie geblieben war? Es wurde W bewußt, dass Frau G wohl ein ähnlich 'leeres' Gefühl immer dann haben mußte wie das, was er gerade empfand. Immer dann, wenn er sich auf den Weg in den Süden machte und sie in Deutschland zurück blieb. Da konnte sie lange in der Wohnung nachsehen, er war ja weg. Nein, schoß es ihm in den Sinn, so ganz genau gleich war das nicht, sie wußte ja wo er war. Schon deswegen, weil er fast täglich anrief und berichtete.
Als er in sein Zimmer ging um seine Schuhe anzuziehen - er wollte den Suchradius vergrößern und das konnte nicht in Hausschuhen passieren - hörte er wie der Hund sich rappelte und von seinem Plätzchen her in seine Richtung lief. Er beschloß den Hund mitzunehmen. Es konnte nicht schaden, vielleicht gab er draußen einen Hinweis wo W sich hin wenden mußte um Frau G zu finden. Geschirr umlegen, rote Kotbeutel einstecken, ein Küchentuch in die Jackentasche und in die andere seinen Schlüsselbund. Vorsorglich griff er noch zu der kleinen, runden LED-Leuchte. Es war ja schon dunkel. Vielleicht würde er eine Lampe brauchen.
Der Hund führte seine üblichen Freudensprünge aus. Das machte er immer wenn es nach draußen ging, seit er ganz klein war. So ein Hundeleben hat nicht gerade viel Abenteuer und Abwechslung dachte W. Es ist viel Routine und wenig Neues was da so täglich abläuft. Sonderbarerweise wurden die Hunde als "brav" bezeichnet die dull auf ihrem Platz verharrten. Dabei waren die doch eher die Langweiler. Ihr Hund war von Anbeginn von der wilden Sorte gewesen und alle Versuche ihn zur Ruhe zu bringen waren nur von kurzfristigem Erfolg gewesen. Es war eben ein Ausbund, immer schnell auf 180, nie so richtig relaxed.
Draußen vor der langen Treppe nach unten packte W den Hund am Geschirr und klemmte ihn unter den Arm. Die Treppe war für den Rücken des Tieres zu lang und zu steil. Außerdem hatten sie früher fast ebenerdig gewohnt und das war für das Tier nie ein Problem gewesen. Am Fuß der Treppe setzte er den Hund auf den Plattenweg und hielt dabei die Leine fest. Denn was folgte war stets gleich: Der Hund würde losstürmen, hin zu einem unbekannten Ziel. Das nur er kannte. Er machte dann den Eindruck es sei ganz dringend dorthin - wo auch immer - hinzukommen. So, als ob es schon fast zu spät wäre.
W schaute im Vorbeigehen zum Auto unter dem Carport. Keine Frau G beim Auto. Es hätte ja sein können, dass sie etwas von dort hätte holen wollen. Manchmal war das schon vorgekommen, nach eine längeren Reise wie der, die sie gerade vorgestern beendet hatten. Irgendwas bleibt immer im Auto liegen von all dem Kleinkram den man so meint für eine längere Abwesenheit zu brauchen.
Während er von der langen Einfahrt hinten, entlang der Ostfassade des Hauses, zur Straße hin lief, warf er einen Blick in die Erdgeschoßwohnung die kürzlich neu vermietet worden war. Der neue Mieter war ein alleinstehender Mann mittleren Alters. Wahrscheinlich wieder ein Fall von Trennung in der 'midlife'-Krise, das war die Zeit, in der viele Ehen in die Brüche gingen. Dafür sprach - unter anderem - die recht spärliche Ausstattung und Möblierung: ein Sessel, zwei Stühle, ein Tisch und eine kommodenartige, niedrige Anrichte mit einem Fernseher darauf. Ansonsten viele halb offene und noch mehr ungeöffnete Kisten. Das wird dauern, dachte W, es sieht nicht danach aus als ob hier bald 'Ordnung' einkehren würde.
Der Hund hatte an der Leine gezogen, was W aus seinen Gedanken riß und er konzentrierte sich jetzt ganz auf den Gassigang. Fast hätte er vergessen, das fiel ihm nach ein paar Metern ein, nach Frau G Ausschau zu halten. Es war ja der eigentliche Grund für seinen späten Gang nach draußen gewesen.
Der Hund wieselte von rechts nach links und wieder zurück, den Kopf ganz tief und die Nase fast auf dem Boden. Man konnte erkennen wenn er etwas Interessantes aufspürte. Dann blieb er stehen, drehte sich um diesen Punkt herum - um schließlich, nach Hundeart, ein Zeichen seiner Anwesenheit zu hinterlassen.
W folgte dem Hund und schaute blinzelnd zum Nachthimmel hoch. Es war klar. Die Milchstraße zog sich von Horizont zu Horizont. Begrenzt von den um diese Jahreszeit bunt gefärbten Laubwäldern, die sich in sanfter Linie parallel rechts und links des Tales hinzogen. Die werden noch da sein wenn ich schon vermodert oder sonstwie entsorgt bin, überlegte W, und der Gedanke verdroß ihn.
Wer weiß, dachte er, wenn es zu einer Kollision mit einem Meteoriten oder einem Ausbruch eines Supervulkanes käme wäre sowieso für Alle auf dem Planeten Schluß. Wenn irgendein Verrückter auf den berühmten 'Roten Knopf' drücken würde auch. Nicht nur diese Variante, so viele menschengemachte Möglichkeiten für einen mehr oder weniger plötzlichen Untergang. Da hatte der Planet schon ziemlich lange durchgehalten und war jetzt, in den letzten 60 Jahren, zum ersten mal nicht alleine von natürlichen Katastrophen bedroht.
Ein Blick auf den Hund sagte ihm: Durchgebogener Rücken, wie ein Katzenbuckel, Schwanz steil nach oben, da heißt es gleich die Kottüte zücken und die Hinterlassenschaften aufnehmen. Eingesackt und zugebunden. W macht sich mit dem Hund auf den Weg zurück nach Hause, bergauf, gemächlich. Immer noch ohne Frau G gefunden zu haben.
Aus der nächsten Seitenstraße hört er Stimmen. Selten um diese späte Stunde und er beschließt genauer nachzusehen was da los ist. Eine Gruppe von Leuten steht diskutierend und gestikulierend beieinander. W schaltet die Lampe an und leuchtet in Richtung auf die Stimmen. Mitten unter den Unbekannten steht Frau G, gegen die einige der Gruppe Front machen, bedrohlich, nach ihrer Stimmlage zu beurteilen. W beschleunigt seine Schritte, der Hund wird aufgeregt und fängt an zu bellen.
Als W sich der Gruppe nähert lösen sich einige junge Männer heraus und wenden sich W zu. Einer prescht vor und baut sich vor ihm auf. Als er plötzlich zuschlagen will weicht W seitlich aus - über sich selbst erstaunt, weil er sich mit über Siebzig noch so schnell bewegen kann - und hebt ein Bein um den Gegner mit einem harten Tritt ans Knie zu Fall zu bringen .... in diesem Moment spürt er einen umklammernden Griff von Hinten um seinen Hals. W bleibt die Luft weg, er hat das Gefühl zu ersticken und mit letztem Atem schreit er so laut er kann "Hiilfeee, Hiiilfeeee!"
W blinzelt in helles Licht, bemerkt, dass Frau G ihn an der Schulter gepackt hat und schüttelt. Dabei fragt sie besorgt: "Geht es dir nicht gut? Hast du 'was, 'was Schlechtes geträumt?"
W setzt sich, schweißgebadet, in seinem Bett auf und wird langsam wach ....
Wenn der Bottroper Apothekenskandal ein Gutes hat, so ist es die einmalige Chance zu prüfen, welche Patienten verdünnte oder gar leere Infusionen bekamen - und so festzustellen wie die Überlebensrate mit und ohne (wie hier) Medikation ist.
Denn Chemotherapeutika (Volksmund: "Krebsmedikamente") stehen ja im Verdacht nicht allzuoft das zu tun wozu sie gegeben werden. Das allerdings zu einem hohen Preis. Es ist die teuerste Medikation die verordnet werden kann [abgesehen von einigen biologisch erzeugten Immunstimulatoren und solchen Medikamenten, die auf den Stoffwechsel einwirken].
Sieht man es also positiv ist hier durch die kriminelle Energie des Apothekers Peter Stadtmann die Möglichkeit geschaffen worden eine Gruppe von Therapeutika zu prüfen bei denen sich ansonsten eine Vergleichsprobe ("Leermedikation" bzw. Placebo; Vergleichsgruppe; Doppelblindversuch) verbietet, weil es unethisch wäre Krebspatienten die erforderliche / vorhandene Medikation zu versagen.
Die Daten liegen vor.
Nur hatte bisher offenbar noch niemand die Idee das in einer Studie zusammen zu fassen und wenigstens Beweise für oder gegen die Wirksamkeit einzelner Produkte (Medikamente / Medikamentenmischungen) zu finden. Damit wäre wenigstens den zukünftigen Patienten geholfen.
Ein Zitat [Quelle]:
" .. Stellen Sie sich vor, Sie und Ihre Nachbarn müssten wegen Bürgerkrieg, Hunger, Terror fliehen. Da wäre die hilfsbereite Familie Meier, die allerdings entsetzlich fromm ist. Dann der rechthaberische Herr Müller, mit dem man aber schon auskommen kann, die intrigante Tratsche Krause, die zwanghaften Hubers, bei denen kein Gräschen am falschen Ort wachsen darf. Schließlich wären noch die Hansmanns aus der Villa, Ellenbogenmenschen, die sich für was Besseres halten, und die dubiosen Frankes, bei denen man nicht so genau weiß, wovon sie leben.

Glauben Sie, dass Sie und Ihre Nachbarn am Ende der Flucht geläutert und mit Heiligenschein versehen wären? Nein! Sie alle wären genauso hilfsbereit, rechthaberisch, intrigant, rücksichtslos, faul wie zuvor .. "
Es ist fürwahr schon eine beachtenswerte Analyse die in diesem Beispiel steckt. Das wurde zwar für eine ganz andere Beweisführung erdacht, trifft jedoch den Nagel auf den Kopf. Die Namen sind natürlich rein zufällig, aber kennen wir sie nicht alle, die hilfsbereiten Meiers, rechthaberischen Müllers und die intrigante Tratsche Krause?
Egal wo man wohnt trifft man stets auf die genannten Charaktere. Unweigerlich entlarven sich solche Typen nach mehr oder weniger Vorlaufzeit durch ihr Verhalten.
Und wissen sie, liebe Lesende, was mich da am meisten stört?
Selbst wenn man sich nur um seinen eigenen Kram kümmert:
Es fällt dem rechthaberischen Müller etwas ein das er bemängeln kann, und die intrigante Tratsche Krause macht sich gern daran es einem möglichst breiten Kreis - ob der es wissen will oder nicht - unter größtmöglicher Ausschmückung, dazu erfundenen Details, mitzuteilen. Natürlich hinter vorgehaltener Hand und unter dem Siegel der Verschwiegenheit .... weswegen ich meine Zweifel habe wer der schlimmere Nachbar ist, der, der bemängelt und Streit vom Zaune bricht, oder die/der, die sich als Lokalzeitung um die Verbreitung bemüht.
Diogenes wußte schon warum er die Tonne als Wohnung wählte.

PS
Ist das nun eine typisch deutsche Charakterisierung? Wohl kaum, denn wo ich bisher für längere Zeit gelebt & gewohnt habe gab es diese Varianten an Zeitgenossen, mal mehr, mal weniger ausgeprägt, rein oder in Mischform ....
.... gibt es Menschen,
die an das Vorhandensein von HEXEN (witches) glauben.

Die Frau ist Abgeordnete (14) in Florida
Hamed Abdel-Samad
" .. Ich respektiere Muslime als Menschen und trete für ihr Recht auf Religions- und Meinungsfreiheit ein, aber ich muss nicht alles respektieren, woran sie glauben. Denn Religionen sind nur eine Sammlung von Ideen. Keine Idee steht unter Artenschutz. Jede Idee kann kritisiert und geschmäht werden. Wer keine kritischen (sic!) Distanz zwischen sich und Ideen, Religion, Nation oder Fußballclub hat, fühlt sich immer persönlich beleidigt, wenn diese kritisiert werden. Dieses kindische Verhalten muss nicht von uns im Namen des Respekts honoriert werden .. Und wenn Islamkritik immer als Beleidigung der Muslime interpretiert wird, dann müssen wir Muslime eben beleidigen .. "
[Quelle]
Wie schon früher angemerkt besteht bei vielen Menschen die irrige Annahme man müsse in allen Fragen ihrer Meinung sein um als 'guter Mensch', also akzeptabler Mensch durchzugehen. Was bei wissenschaftlicher Betrachtung der Welt eine Selbstverständlichkeit ist - nämlich zwischen Person und vertretenen Grundsätzen zu unterscheiden - ist für den überwiegenden Teil der Bevölkerung nicht zutreffend.
So werden *Erz*feindschaften geschaffen:
Bist du nicht meiner Meinung, glaubst du nicht an ein höheres Wesen, an homöopathische Heilkraft oder das Vorhandensein von Engeln, dann will ich mit dir nichts zu tun haben.
Sicher ist es einfacher - und bequem noch dazu - sich mit Gleichgesinnten zu umgeben, Andersdenkende zu meiden. Dafür sprechen die zahlreichen Vereine und Gesellschaften hierzulande.
Was dabei verloren geht ist Fortschritt, Kreativität und Vorausplanung in die Zukunft. Was bedeutet: Die Zukunft wird erlebt, hingenommen wie sie kommt. So tötet Bequemlichkeit des Denkens die Perspektive auf Zukunft gestaltend Einfluß zu nehmen.
"Weiter so!", davon hatten wir über viele Jahre genug. Oft war es sogar ein "Zurück in die Vergangenheit", noch schlimmer. Dem ist lediglich folgendes abzugewinnen:
Es kann nur besser werden ...!
" .. ein bekannter Politiker, der im Hinterzimmer von einem Waffenlobbyisten eine 100.000 DM-Barspende entgegennimmt, die später spurlos verschwindet.
Was sich wie ein Agentenkrimi¹ liest, wurde in den 90er Jahren mit der CDU-Spendenaffäre² bittere politische Realität.
Der besagte Politiker heißt Wolfgang Schäuble und wird an diesem Dienstag neuer Bundestagspräsident. Schäuble wird dann ausgerechnet für die Kontrolle der Parteifinanzen zuständig sein und fragwürdige Parteispenden prüfen .. "
[Quelle:abgeordnetenwatch
/ Rundmail v. 22.10.2017]
"Wer nichts zu verbergen hat hat auch nichts zu befürchten!" - so heißt es doch immer. Sollte das wirklich zutreffen, so wundert sich augenreibend der Staatsbürger, warum hat dann die CDU unter H. Kohl seinerzeit gemauert und sich mit allen Kräften gewehrt die Spendenaffäre aufklären zu lassen?
Über die Rolle Schäubles grübelt der 'durchschnittlich verständige Bürger' schon deswegen, weil er aus der ganzen Affäre wie ein Phönix aus der Asche wieder in höchste Staatsämter gekommen ist (und nun wieder kommt). Ist es nur das beharrliche Schweigen zu der früheren Sache, der stückweise zugegebene Sachverhalt immer dann wenn die Beweislage es schon ergeben hatte oder gar ein Wissen, das anderen amtierenden Politikern einen nicht wieder gut zu machenden Imageschaden zufügen könnte bzw. die Partei abstürzen ließe?
Was früher ging wird heute noch gern so gemacht - Spenden werden gestückelt und so wird die Veröffentlichung verzögert .... oft gerade so lange, bis die Öffentlichkeit anderweitig 'abgelenkt' ist und der Vorgang so unterhalb des Radars bleibt.
Was übrig bleibt ist ein ungeklärter Parteispendenskandal, dessen Hauptakteur nun in jenes Amt kommen wird das solcherlei Machenschaften verhindern soll.
Heimische Singvögelbrauchen im Winter Unterstützung. Futterstellen sollten jetzt schon eingerichtet werden, damit die Tiere bei einsetzendem Frost wissen wo sie etwas zu fressen finden ....
Video → https://youtu.be/FzT0J3YxXH0