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bookmark_borderDie "Blütezeit" des Netzes .... (Teil II)

.... sei vor­bei - so läßt uns der Zukunfts­for­scher Mat­thi­as Horx apo­dik­tisch wis­sen. Wer wenn nicht ein Zukunfts­for­scher soll­te uns eine sol­che Bot­schaft übermitteln?

Das war gestern die Ein­lei­tung zu Teil I der Betrach­tun­gen zu die­sem The­ma. Am Ende stell­te sich fol­gen­de Frage:

Sind die Blü­te­zei­ten des Net­zes vor­bei - und wenn "Ja" sind es jene Grün­de, die der Zukunfts­for­scher Horx dafür ver­ant­wort­lich zu machen sucht? Skep­sis scheint ange­bracht, seit Jah­ren schon (und sehr deut­lich for­mu­liert) gibt es Autoren die an den Horx'schen (Vor-) Aus­sa­gen zweifeln.

Zur Fra­ge "Blü­te­zeit des Net­zes" - bereits in sich ein Wider­sinn, denn was ist eigent­lich "das Netz"? Die Sum­me aller online-Akti­vi­tä­ten? Die Sum­me aller (soge­nann­ten) social media Akti­vi­tä­ten? Jede Art von Daten­be­we­gung zwi­schen zwei Punkten?

"Trend­for­scher Mat­thi­as Horx, Key­note-Spea­k­er auf dem "Euro­pean News­pa­per Con­gress", geht mit der Hass­kul­tur bei Face­book & Co. hart ins Gericht. "Die Gebil­de­ten und Jün­ge­ren zie­hen sich inzwi­schen teil­weise wie­der aus dem Netz zurück, weil sie es nicht mehr aus­hal­ten, stän­dig ange­hasst und ange­pö­belt zu wer­den", so Horx."

In die­sem Zitat aus dem Bezugs­ar­ti­kel tau­chen zwei wich­ti­ge Fak­ten auf. Zunächst ist dort von " .. Hass­kul­tur bei Face­book & Co. .." die Rede. Dann heißt es " .. Die Gebil­de­ten und Jün­ge­ren zie­hen sich inzwi­schen teil­weise wie­der aus dem Netz zurück .. ".

Es darf bezwei­felt wer­den, dass die­se Aus­sa­ge über­haupt einen Wahr­heits­ge­halt hat. Auf "face­book" tum­meln sich weder nur "die Jün­ge­ren", noch "die Gebil­de­ten", noch zie­hen sie sich aus face­book zurück.

Sie waren über­haupt nicht erst dort
- und kön­nen sich schon des­we­gen nicht "zurück­zie­hen".

 
Laut ver­schie­de­ner Unter­su­chun­gen ist die Alters­struk­tur bei face­book in allen Alters­grup­pen ähn­lich. Sie spie­gelt die Gesamt­al­ters­struk­tur der an Com­pu­ter- & Mobil­te­le­fon­nut­zung teil­ha­ben­den Bevöl­ke­rung wider. Es ist eine Bin­sen­weis­heit die Herr Horx übersieht:
Mehr Per­so­nen als in einer Alters­grup­pe tat­säch­lich vor­han­den sind kön­nen das ent­spre­chen­de Medi­um nicht nutzen.

Die sehr Jun­gen wei­chen zuneh­men­d² auf Dien­ste wie Whats­App und Insta­gram aus, was den Rück­gang bei face­book zum Teil erklärt. Bei älte­ren Nut­zern - ins­be­son­de­re jenen die bereits zuvor Erfah­run­gen z.B. mit Web­logs gemacht haben und die umfang­rei­che­ren Mög­lich­kei­ten dort schät­zen - gibt es einen Trend sich in den sozia­len Netz­wer­ken zu prä­sen­tie­ren, dies aber, um auf ihre Ange­bo­te in den Web­logs auf­merk­sam zu machen [Bei­spiel: "Pfla­ster­rit­zen­flo­ra" | H. U. Gresch]. Es ist dem­entspre­chend kein Rück­zug, son­dern eine bewußt gewähl­te Stra­te­gie der Eigenwerbung.

" .. Dass sich Jugend­li­che immer weni­ger für Face­book inter­es­sie­ren, trifft hin­ge­gen nur teil­wei­se zu. Die Reich­wei­te in den jün­ge­ren Alters­grup­pen ist immer noch rie­sig und wächst – nur eben lang­sa­mer als in den ande­ren Alters­seg­men­ten⁵. Doch auch der Trend hin zum Mes­sen­ger-Dienst ist deut­lich erkenn­bar, hier liegt Whats­App mit 35 Mil­lio­nen Nut­zern in Deutsch­land ganz weit vor­ne und auch Snap­chat ist wei­ter im Kom­men .. " - es ver­wun­dert dabei kaum, dass im jün­ge­ren Seg­ment weni­ger Zuwach­s³ fest­ge­stellt wird: Ist doch die Zahl der Nut­zer dort schon (im Ver­gleich zu ande­ren Alters­grup­pen) überproportional.

Betrach­tet man die Daten¹ zur Bil­dung, zu Vor­lie­ben was Medi­en angeht und zur Selbst­aus­kunft zum Bil­dungs­grad, so steht fest: Besten­falls mitt­le­rer Bil­dungs­grad stellt die Mehr­heit der face­book-Nut­zer dar [Hier­bei wird der High School Aab­schluß einem mitt­le­ren Bil­dungs­grad, der Col­leg­ab­schluß dem Abitur gleich­ge­stellt; Voll­aka­de­mi­ker sind unter "Grad." ein­ge­glie­dert.]. Das wird noch deut­li­cher, wenn man die Top-Bran­chen⁴ ansieht, aus denen die­se Nut­zer kom­men. Mehr als die Hälf­te der Per­so­nen arbei­tet in Berufs­fel­dern die eine Leh­re oder Fach­ar­bei­ter­prü­fung als Qua­li­fi­ka­ti­on voraussetzen.

Das Niveau der face­book-Nut­zer kann sehr leicht - exem­pla­risch, stich­pro­ben­ar­tig - über­prüft wer­den wenn man einen Blick dar­auf wirf­t⁵ und sich den zuge­hö­ri­gen Bil­dungs­grad vor­stellt. Ich gehe hier von einer "begrün­de­ten Annah­me" aus, wis­sen­schaft­lich nicht exakt, aber immer­hin bes­ser als in die Luft geschaut und etwas 'erfun­den'. Wie es ver­mut­lich der Herr Zukunfts­for­scher macht.

Abschlie­ßend und zusam­men­fas­send stel­le ich fest:
Es gibt kei­nen über­pro­por­tio­na­len Schwund an Teil­neh­mern, wohl aber eine Ver­schie­bung zwi­schen den ver­schie­de­nen Ange­bo­ten. Es gibt in den jün­ge­ren Alter­grup­pen eine gewis­se Sät­ti­gung, sodaß die Zahl derer sinkt die das Ange­bot wol­len, kom­pen­siert nur teil­wei­se durch die neu hin­zu­kom­men­den Benutzer.
Es gibt auch kei­ne grö­ße­re Zahl von Gebil­de­ten⁰ die abwan­dern könn­ten, weil die zu kei­ner Zeit beson­ders akti­ve face­book-Benut­zer gewe­sen sind. Sie stel­len eine Min­der­heit derer, die sich dort tum­meln⁵. Die gebil­de­te­ren Inter­net­ak­ti­ven sind ihren Wur­zeln treu geblie­ben, mit gele­gent­li­chen Aus­flü­gen zu "twit­ter" (das heu­te Zehn-Jah­res-Jubi­lä­um feiert).

Rück­blickend betrach­tet sehe ich - selbst Web­sei­ten­be­trei­ber seit 2001 & akti­ver Blog­ger seit 2003 - die Situa­ti­on der (Frei­zeit-) online Akti­vi­tä­ten folgendermaßen:

  1. Um die Jahr­tau­send­wen­de gab es nur weni­ge Nut­zungs­ar­ten des rudi­men­tär vor­han­de­nen Inter­nets für das brei­te Publikum.
    Eigens gestal­te­te, per­sön­lich Web­sei­ten auf eige­ner Domain - mit damals noch erheb­li­chen Kosten, da das 'hosting' in Deutsch­land (im Gegen­satz zu den U.S.A.) außer­or­dent­lich teu­er war.
  2. Mit der Schaf­fung von Blog­soft­ware, die ohne ver­tief­te Kennt­nis­se der Pro­gram­mie­rung zu bedie­nen war, die zugleich in der ein­fa­chen Ver­si­on völ­lig kosten­frei ange­bo­ten wur­de, erwei­ter­te sich der Per­so­nen­kreis, der einen Aus­tausch von Gedan­ken und Infor­ma­tio­nen vor­neh­men konnte.
  3. Die dann immer noch vor­han­de­ne Hür­de der Prei­se für Hard­ware sank in den ersten Jah­ren des neu­en Jahr­hun­derts immer mehr - sie wur­de für jeder­mann erschwing­lich und schließ­lich durch die Ent­wick­lung der "smart"phones all­ge­mein verfügbar.
    Was im Rück­blick immer ver­ges­sen wird ist die man­gel­haf­te Struk­tur der Daten­an­bin­dung - ein Umstand, der bis heu­te anhält!
  4. In den Anfangs­jah­ren des Blog­gens eta­blier­ten sich zunächst klei­ne­re Ver­net­zun­gen zwi­schen den dann Blog­gen­den, was eine Ein­stiegs­bar­rie­re für spä­ter Hin­zu­kom­men­de dar­stell­te. Teil­wei­se wur­de von den neu­en Mög­lich­kei­ten so umfang­reich Gebrauch gemacht, dass die Platt­for­men geschlos­sen wur­den [z.B. "ant­ville"], weil der Anstieg nicht mehr zu bewäl­ti­gen war. Eine sehr umfas­sen­de & ins Detail gehen­de Unter­su­chung von Jan Schmidt beleuch­tet die Hin­ter­grün­de und wis­sen­schaft­li­chen Befun­de am Bei­spiel von "two­day" aus der Zeit 2004/2005. Sehr empfehlenswert.
  5. Wäh­rend der Wachs­tums­pha­se zu Beginn (bis ca. 2008) waren sowohl die Qua­li­tät als auch die Betei­li­gung durch Kom­men­ta­re ange­wach­sen. Was sich von da an ver­lang­sam­te, da die Bedien­bar­keit der zugrun­de lie­gen­den Soft­ware immer leich­ter wur­de und sich dadurch die Nut­zer­struk­tur auf sol­che Per­so­nen aus­wei­te­te, die einen deut­lich nied­ri­ge­ren Anspruch hat­ten und dadurch das Niveau der Dis­kus­si­on und die Bei­trags­qua­li­tät pau­schal senk­ten. Vie­le Blogs ver­ka­men rasant zu Teen­ager-Tage­buch Sto­ries. Ein­her­ge­hend mit einer Ver­ro­hung der Sitten.
  6. Dies hat­te wie­der­um einen wei­te­ren Ver­fall der Qua­li­tät zur Fol­ge, da sich nun die "ear­ly adop­ters" aus den Platt­for­men zurück­zo­gen und zu indi­vi­du­el­len Lösun­gen für ihre wei­te­re Blog­ak­ti­vi­tät über­gin­gen. Man­gels "Fein­den" ver­schwan­den auch die noto­ri­schen Stö­rer, die, zusam­men­ge­rot­tet als Mob, kaum Sub­stanz aber viel Unru­he bei­gesteu­ert hat­ten. Die vor­her geknüpf­ten Netz­wer­ke wur­den klei­ner, weil nicht alle Teil­neh­men­den die­sen Schritt zur los­ge­lö­sten Indi­vi­dua­li­tät mit­ma­chen woll­ten. Der - in den mei­sten Fäl­len - den tech­ni­schen Auf­wand erhöh­te ohne den inhalt­li­chen Teil zu ver­bes­sern. Der Gewinn lag im wesent­li­chen im Design und soge­nann­ten "fea­tures", was bei den Platt­for­men nur zöger­lich vorankam.
  7. Die Fol­ge war ein Schrump­fen des Platt­form­an­ge­bo­tes. Fusio­nen und Auf­käu­fe taten ihr Übri­ges die Zahl der Mög­lich­kei­ten zu ver­klei­nern. Eini­ge der frü­hen Anbie­ter (20six) sind völ­lig ver­schwun­den, ande­re düm­peln mit einer puri­sti­schen Note und weni­gen Über­zeug­ten ohne nen­nens­wer­tes Wachs­tum dahin (Seren­di­pi­ty).
  8. In die ent­stan­de­ne "Lücke" fie­len die Ange­bo­te von Stu­di-Platt­for­men, face­book und twit­ter. Letz­te­res mit face­book kaum zu ver­glei­chen, denn trotz der Beschrän­kung der Zei­chen sinn­vol­le "tweets" zu ver­fas­sen erfor­dert eine Grund­in­tel­li­genz. twit­ter ist daher nicht mas­sen­taug­lich - wenn­gleich es immer wie­der erstaunt wel­che Abwei­chun­gen hier­von vor­han­den sind. 
  9. Ein­fach ausgedrückt:
    Ein gut geführ­tes & gepfleg­tes Web­log ist die beste Aus­drucks­mög­lich­keit für Men­schen, die ein The­ma gründ­lich bear­bei­ten wol­len & können. 
    "twit­ter" bie­tet sich für die Eili­gen, bes­ser Gebil­de­ten an, die mit weni­gen Wor­ten wit­zig, sprit­zig zum Kern kom­men können. 
    "face­book" macht es selbst weni­ger aus­drucks­star­ken Men­schen mög­lich sich im Inter­net zu äußern. Ob letz­te­re­s⁶ der Mensch­heit einen Dienst erweist bezweif­le ich allerdings. 


Im näch­sten & letz­ten Teil, Teil III, set­ze ich mich mit den Fol­gen aus­ein­an­der, die der Autor Horx aus den von ihm ver­tre­te­nen The­sen zu erken­nen glaubt. Und natür­lich mit der von ihm pro­pa­gier­ten " .. Hass­kul­tur bei Face­book & Co .." 

Daten­quel­len:
⁰ Samm­lung von Abbil­dun­gen [face­book-Nut­zer] ▶ LINK
¹ https://buggisch.wordpress.com/
² http://www.social-media-aachen.de/blog/
³ http://de.statista.com/
⁴ http://www.thomashutter.com/
⁵ http://allfacebook.de/
⁶ Samm­lung von Zita­ten [aus face­book]; [via "Locke­re Schrau­be"]LINK

bookmark_borderDie "Blütezeit" des Netzes .... (Teil I)

.... sei vor­bei - so läßt uns der Zukunfts­for­scher Mat­thi­as Horx apo­dik­tisch wis­sen. Wer wenn nicht ein Zukunfts­for­scher soll­te uns eine sol­che Bot­schaft übermitteln?

Selbst­er­nann­te "Exper­ten" waren mir schon immer ver­däch­tig. Genau so ver­hält es sich mit (exo­ti­schen) Gurus jed­we­der Art. Jetzt kommt noch eine Kate­go­rie hin­zu: "Zukunfts­for­scher", selbst­re­dend selbst­er­nannt. Stu­di­en­ab­bre­cher mit bun­ter Vita. Aber schlick & gekonnt im Geschäft des Abzockens von soge­nann­ten "Mana­gern". Meist wohl sol­chen, die - nach Peter-Prin­zip - nicht mehr ein- noch aus wis­sen und sich des­we­gen an jeden Stroh­halm klammern.
Sprich:
Wer ihnen zusagt sie in die Zukunft zu beglei­ten & ihre Pro­ble­me zu lösen hat schon gewon­nen, den lukra­ti­ven Ver­trag schon in der Tasche.

Um nicht ver­kehrt ver­stan­den zu werden:
Was ich an die­sem Herrn Horx bewun­de­re ist sein Talent mit Phan­ta­sie Model­le zu ent­wickeln, sich in alter­na­ti­ve Sze­na­ri­en hin­ein zu den­ken. Ein Gedan­ken­ge­bäu­de zu for­men. Es dann unbe­darf­ten See­len anzu­die­nen. Es für teu­res Geld zu verkaufen.
Das alles, ohne je dafür Ver­ant­wor­tung tra­gen zu müs­sen, ist doch die "Zukunft" ein weit rei­chen­der und gänz­lich unbe­stimm­ter Zeit­rah­men. Län­ger jeden­falls als es dau­ert um die Vali­di­tät der Aus­sa­gen & den Erfolg von Maß­nah­men (sofern er denn wel­che vor­schlägt) fest­stel­len zu können.

Wir ken­nen das von "Füh­rungs­kräf­ten" in den Top-Posi­tio­nen. Bevor das Ergeb­nis ihres Wir­kens offen­bar wird sind sie schon zum näch­sten Top-Job gehop­pelt um dort ihr Unwe­sen zu treiben.

--- O ---

[Schau­en Sie mal was der Herr Meh­dorn so alles gemacht hat - und was er hin­ter­las­sen hat *: Ver­brann­te Erde, dys­funk­tio­na­le Betrie­be, Ver­än­de­run­gen deren Rück­nah­me Jahr­zehn­te dau­ern wird]

--- O ---

Wen­den wir uns jetzt aber der schil­lern­den Per­son mit kri­stall­kla­rer Aus­sa­ge zu und stel­len die Frage:
Sind die Blü­te­zei­ten des Net­zes vor­bei - und wenn "Ja" sind es jene Grün­de, die der Zukunfts­for­scher Horx dafür ver­ant­wort­lich zu machen sucht?

 
Die Erör­te­rung die­ser Fra­ge folgt im Teil II die­ses Bei­tra­ges am 22.03.2016

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* Mehdorn-Bilanz

  • Focke-Wulf: nicht mehr existent;
  • Hei­del­ber­ger Druck­ma­schi­nen AG: Expan­si­ons­wut & Rück­nah­me, Kon­kurs konn­te von Nach­fol­ge abge­wehrt werden;
  • Deut­sche Bahn AG: Infra­struk­tur maro­de, Fahr­gast­zah­len sin­ken; Geschei­ter­te Pri­va­ti­sie­rung, Datenaffäre.
  • Air Ber­lin: durch unfle­xi­ble Reak­ti­on Sanie­rung mißlungen;
  • Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH: OK, da waren vie­le schlim­me 'Köche' betei­ligt den Brei anbren­nen zu las­sen .... und nur einer davon war Herr Meh­dorn, Schrö­der-Freund, ein wenig glück­los und doch hoch gelobt.
  • bookmark_borderWo "Vielfalt" eher "Einfalt" ist.

    Haben Sie, lie­be Lesen­de, schon mal gezählt wie vie­le Lade­ge­rä­te [auch "Stecker­netz­ge­rät"] Sie ihr eigen nennen?

    Bei uns sind es (je eines) für:
    - 3 Mobiltelefone
    - 2 Wecker/Uhren
    - 2 exter­ne Festplatten
    - 2 Batterieladegeräte
    - 2 Fotoapparate
    - 2 Drucker
    - 1 Netzradio

    Das sind zusam­men 14 ver­schie­de­ne Lade­ge­rä­te .... und irgend­ei­nes habe ich bestimmt noch ver­ges­sen. Ach ja, die Lade­ge­rä­te für die Com­pu­ter sind noch nicht mit­ge­zählt. Je Gerät ein ähn­li­ches Gehäu­se und iden­ti­sche Aus­ga­be­wer­te, aber alle Stecker verschieden.

    Eine unge­heue­re Ver­schwen­dung von Res­sour­cen. Die EU-Büro­kra­tie regelt alles mög­li­che, nur in die­sem Fall ver­sagt der Ver­ein­fa­chungs­wil­le offen­sicht­lich kom­plett. Das könn­te - zu unser Aller Wohl - ein Betä­ti­gungs­feld zur "Har­mo­ni­sie­rung" werden.

    Unter "Draht­lo­se Lade­ge­rä­te" beschreibt ein Herr Vogel das angeb­li­che Wol­len eini­ger Her­stel­ler von Gerä­ten, die die­se Art Tra­fos brau­chen. Wie weit das fort­ge­schrit­ten ist konn­te nicht fest­ge­stellt wer­den, denn es feh­len auf der ver­link­ten Sei­te Datums­an­ga­ben [Schaut man unter "http://www.infoservice24.com/", eben­fall von Herrn Vogel betrie­ben, so wur­de zuletzt am 12.07.2012 'gepflegt'].

    Wei­te­re Recher­che ergibt, dass in bestimm­ten Nut­zungs­be­rei­chen die kabel­lo­se Ladung bereits prak­ti­ziert wird, jedoch wegen der gerin­gen Stück­zah­len noch sehr teu­er ist. Auch das ein Grund die Zah­len zu erhö­hen, denn dann könn­te der Preis unter 3,- €uro sin­ken.

    Zwar gibt es mitt­ler­wei­le Kom­bi-Gerä­te mit einer Viel­zahl an Steckern, aber wegen feh­len­der Nor­mie­rung sind bestimmt eini­ge der benö­tig­ten Anschlüs­se wie­der nicht dabei .... 

    Wie könn­te so ein Gerät - uni­ver­sell anwend­bar - aus­se­hen? Nun, es gibt unter den USB-Lade­ge­rä­ten sol­che Bei­spie­le. Man müß­te nur Aus­gän­ge mit ver­schie­de­ner Spannung/Stromstärke haben, etwa so wie bei den Port-Ver­viel­fäl­ti­gern, pro anzu­schlie­ßen­dem Gerät müß­te so nur ein Kabel mit­ge­lie­fert wer­den. Und einen Preis­vor­teil hät­ten die Ver­brau­cher zusätz­lich, denn wenn das Stecker­netz­ge­rät weg­fällt sin­ken auch die Kosten.
    Hoffentlich.
    Ein Gewinn für die Umwelt ist es allemal.

    PS
    Nur am Ran­de ver­merkt, da ich bei der Suche nach Infos zum The­ma dar­auf stieß:
    Die BEG "Bre­mer­ha­ve­ner Ent­sor­gungs­ge­sell­schaft mbH" resi­diert am pas­sen­den Ort, sehen Sie selbst:

    1

    [Screen­shot]

    bookmark_borderVom "anders sein" ....

    In unse­rer Stadt gibt es ein Asy­lan­ten­heim mit ca. 140 Bewoh­nern, vie­le Fami­li­en dar­un­ter. Im Vor­über­ge­hen riecht man manch­mal exo­ti­sche, meist aller­dings wohl­be­kann­te Düf­te aus der Gemein­schafts­kü­che. Eine Nach­ba­rin die sich um jun­ge Asyl­fa­mi­li­en küm­mert und ihnen hilft nöti­ge Uten­si­li­en für die Klein­kin­der zu bekom­men erzählt manch­mal ein wenig über ihre Ein­drücke - meist gip­felt es in der Aussage: 

    Sooo ver­schie­den sind die Leu­te gar nicht. 

    Das leuch­tet mir ein, doch wie immer steckt der Teu­fel im Detail. Beson­ders Frau­en dort haben bei­spiels­wei­se Angst vor Hun­den, mehr als ich es bei Deut­schen erlebt habe. Kein Wun­der, Hun­de sind 'unrein', fast so schlimm wie Schweine. 

    "Schwei­ne", so sagt ein syri­scher Nach­bar, "Schwei­ne fres­sen jeden Dreck - und der steckt dann in ihnen. Wie kann man sowas essen?"

    Wir machen uns dar­um schon kei­ne Gedan­ken mehr. Trotz­dem regt die­se Ver­schie­den­heit zum Den­ken an. Es paßt auch gera­de gut, denn wir sol­len wegen der durch die Schwei­ne­zucht enste­hen­den all­ge­mei­nen Umwelt­pro­ble­me und Gesund­heits­ri­si­ken für die Esser sowie­so weni­ger Schwein verzehren.

    Kei­nen Sinn ergibt etwa eine zwangs­wei­se "Umer­zie­hung" der Mus­li­me was das Essen angeht. So sehe ich das für den Umgang mit Hunden:
    Wenn Men­schen zu uns kom­men, denen das unan­ge­nehm ist wenn der Hund sie berührt wird der Hund eben mal für eini­ge Zeit in einem Zim­mer für sich untergebracht.

    Ich sehe nur eine Grund­li­nie die für alle jet­zi­gen & zukünf­ti­gen Staats­bür­ger hier­zu­lan­de gel­ten muß:

    Das sind die Regeln, Pflich­ten & Rech­te lt. unse­rer Ver­fas­sung.

    Trotz freund­li­cher Sicht auf fast alle Beson­der­hei­ten gibt es da kei­nen Kom­pro­miß. Wer das nicht akzep­tiert muß die Kon­se­quen­zen zie­hen und an einen Ort zie­hen, wo er sei­ne Bedin­gun­gen ver­wirk­licht findet.

    Im übri­gen gefällt mir die­se abso­lu­te Posi­tio­nie­rung nicht, die zuneh­mend zu beob­ach­ten ist: Man kann gegen­über dem Asyl­recht posi­tiv ein­ge­stellt sein und gleich­zei­tig auf Pro­ble­me hin­wei­sen, die sich durch gro­ße Zah­len erge­ben. Der Feh­ler dabei ist, dass man Ver­säum­nis­se der Büro­kra­ten denen selbst anla­sten muß - nicht jenen, die um Asyl nachsuchen.

    Zuletzt möch­te ich noch­mal auf eine zah­len­mä­ßi­ge Tat­sa­che hin­wei­sen, es kann nicht oft genug gesagt werden:

    Bei einem Zustrom von einer Mil­li­on Men­schen macht deren Zahl 1,25% aus [anders aus­ge­drückt: Auf 400 Bun­des­bür­ger fünf (5) Asyl­be­wer­ber]. HIER sind die Zah­len eben­falls berech­net - mit einer sehr gerin­gen Dif­fe­renz zu mei­nem Ergeb­nis, aller­dings ist die Schluß­fol­ge­rung dar­aus nahe­zu identisch.

    Wer da von "Über­frem­dung" spricht betreibt Demagogie.

     

    bookmark_borderAnd the winner - takes it all ...!

    Die­se Ver­hand­lun­gen zwi­schen der EU und der Tür­kei wer­den in die Geschich­te ein­ge­hen als ein Pakt mit dem Teu­fel.

    Unge­ach­tet der Ver­let­zung fun­da­men­ta­ler Men­schen­rech­te durch die tür­ki­schen Behör­den, ins­be­son­de­re die Par­tei Erdo­gans, und unter Miß­ach­tung gel­ten­den Völ­ke­rechts hat die EU wie­der ein­mal das getan was so oft schon passierte:

    Als Büro­kra­tie ohne poli­ti­schen Auf­trag und par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le gegen die vor­herr­schen­de Stim­mung und den erklär­ten Wil­len der Völ­ker zu handeln.

    Was bekommt die Tür­kei dafür?
    Geld, Waf­fen, freie Hand bei der Kur­den­ver­nich­tung, Weg­fall des Visa-Zwan­ges für die Ein­rei­se von Tür­ken in die EU.

    Was bekommt die EU dafür?
    Ein unhalt­ba­res Ver­spre­chen sich eines nicht beherrsch­ba­ren Pro­b­le­mes anzu­neh­men, des­sen ein­zi­ge Ursa­che dar­in liegt, dass die EU-Ver­wal­tung bis­lang unfä­hig war eine Lösung & amt­li­che Bear­bei­tung für den anschwel­len­den Flücht­lings­strom zu fin­den.

    Wie soll die Tür­kei allei­ne lösen was den 28 EU-Staa­ten gemein­sam nicht gelun­gen ist?

    Ver­sa­gen der Büro­kra­ten wird zum Va-ban­que-Spiel was die imma­nen­te tür­ki­sche Kri­mi­na­li­tät (z.B. hier in unse­ren Groß­städ­ten) angeht. Der unge­hin­der­te Ein­strom zu bereits vor­han­de­nen kri­mi­nel­len Stand­or­ten - die seit lan­gem die Poli­zei beschäf­ti­gen, viel­fach über­for­dern - wird erheb­lich schlim­me­re Pro­ble­me mit sich brin­gen als der der meist aus Fami­li­en mit Kin­dern bestehen­den Asyl­su­chen­den. Denn gewiss ist:

    Die bereits hier befind­li­chen Tür­ken sind - wie Jahr­zehn­te lang beob­ach­tet wer­den konn­te - zu einem über­wie­gen­den Teil nicht "inte­gra­ti­ons­wil­lig". Was für die Asyl­be­wer­ber genau umge­kehrt fest­zu­stel­len ist. Zudem sind es in der Mas­se (bei den Syrern) bes­ser gebil­de­te Menschen. 

    Anstatt der ein­glie­de­rungs­wil­li­gen kom­men wahr­schein­lich sozi­al schwa­che, min­der qua­li­fi­zier­te Tür­ken aus Armuts­ge­bie­ten hier­her - der Teu­fel wird so mit dem Beel­ze­bub ausgetrieben!

    Was ist mit den Asyl­su­chen­den die nicht vom Abkom­men betrof­fen sind?
    All jene aus Afgha­ni­stan, Irak, und anderen?
    Die Fra­ge bleibt unge­löst. Und trotz­dem wird das "Ergeb­nis" als Erfolg der EU-Ver­hand­ler gefeiert.

    Sie­ger, das steht nach allen dazu vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen fest, ist aller­dings die Tür­kei. Gleich­schal­tung der Pres­se, Abschaf­fung der Pres­se­frei­heit, Kri­mi­na­li­sie­rung der Oppo­si­ti­on durch soge­nann­te "Ter­ro­ri­sten­ge­set­ze" - alles kein The­ma für die Ver­hand­ler. Haupt­sa­che das Pro­blem abschieben .... 

    Gera­de wegen die­ser Ein­schät­zung freut es mich nicht, wenn die Zukunft zeigt, dass ich es rich­tig beur­teilt habe.

    * update *
    (20.03.2016)
    Sie­he hier­zu den sehr umfang­rei­chen Arti­kel im FAZ-Blog.
    Text­aus­zug daraus:

    1

    [Screen­shot]

    bookmark_borderSammelsurium XX

    Frauenschreie

    [Darm­stadt]

    Wenn von "Ver­mehr­ten Über­grif­fen" auf Frau­en berich­tet wird hat das Auswirkungen .... 

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    schr°°e
    [Pri­vat­auf­nah­me]
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    Gesteuerte Wahrnehmung

    [Deutsch­land]

    Ganz im Gegen­teil zu der kurio­sen Ver­wechs­lung von San­ges­kunst und Gefah­ren­schrei im obi­gen Absatz steht die fol­gen­de Darstellung: 

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    schr°°e
    [sie­he Abbildung]
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    Wenn nur oft genug über ver­meint­li­che Gefah­ren für Leib & Leben berich­tet wird brennt sich das ins all­ge­mei­ne Bewußt­sein ein - und ent­ge­gen des tat­säch­li­chen Gefah­ren­po­ten­ti­als eines Ereig­nis­ses wird es vom all­ge­mei­nen Publi­kum überbewertet.

    Ähn­lich ist es auch mit der soge­nann­ten "Über­frem­dung" durch die Asyl­be­wer­ber. Bei einem Zustrom von einer Mil­li­on Men­schen macht deren Zahl 1,25% [anders aus­ge­drückt: Auf 400 Bun­des­bür­ger fünf (5!) Asyl­be­wer­ber] aus. 

    Wer da von "Über­frem­dung" spricht betreibt Demagogie.

     

    Anti-Erdogan-Proteste

    [Deutsch­land]

    So sehr ich hin­ter der Idee / Absicht der Demon­stran­ten ste­he, so sehr stört mich die Dik­ti­on auf dem Pla­kat das sie mitführen .... 

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    schr°°e
    [neo­pres­se]
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    Wir erin­nern uns an: "Ho, Ho, Ho-Tschi-Min" oder "Macht kaputt, was Euch kaputt macht" bzw. "High sein, frei sein, Ter­ror muss dabei sein" und sowas wie "Haut dem Sprin­ger auf die Fin­ger!", "Strei­ken wie die Hoesch-Arbei­ter: Hoesch-Arbei­ter kom­men wei­ter", "Deut­sche Waf­fen, deut­sches Geld, mor­den mit in aller Welt"

    In die­sem Sin­ne schla­ge ich als Alter­na­ti­ve für das Erdo­gan-Pla­kat vor:

    "Euro­pa weiß was Sache ist
    Erdo­gan ist ein Faschist"

     

    "Aha"-Effekt

    [Welt]

    Man soll - so lau­tet eine The­se zu 'bestän­di­gem Ler­nen' - jeden Tag ein klein wenig Neu­es erler­nen, dann hat man eine bes­se­re Chan­ce es zu behalten .... 

    Kürz­lich stieß ich auf ein Wort das ich noch nicht kannte:
    gal­li­mauf­ry

    Es bedeu­tet über­setzt "Sam­mel­su­ri­um" {n} ....

    * edit *
    last minu­te info

    Was ich zuvor schon ver­mu­tet hat­te* ist nun auf­ge­deckt - aller­dings feh­len noch eini­ge kon­kre­te Anga­ben zu den 'zah­len­den Hin­ter­män­nern' bei Pegi­da, Legi­da, etc.

    * [Kana­li­sie­rung des Zorns; Was ist PEGIDA wirk­lich?]

    bookmark_borderAbgehängte Generation & verkehrte Welt ....

    Wie soll die­se "ver­kehr­te" Welt noch ein älte­rer Mensch ver­ste­hen, der vor 50 Jah­ren ganz ande­re Bedin­gun­gen erlebt hat?

  • Ärz­te gefähr­den die Pati­en­ten­ge­sund­heit durch unnö­ti­ge Eingriffe;
  • Anwäl­te ver­dre­hen das Recht zur Unkenntlichkeit;
  • Psych­ia­ter trei­ben Pati­en­ten in den Wahnsinn;
  • Wis­sen­schaft­ler ver­fäl­schen Ergeb­nis­se für Geld;
  • Medi­en berich­ten par­tei­isch im Sin­ne der Anzeigenkunden;
  • Reli­gi­on wird für übel­ste Zwecke mißbraucht;
  • Demo­kra­ti­sche Regie­run­gen schrän­ken die Frei­heit ein. 
  • Dazu kom­men noch die 'moder­nen Medi­en' [viel­fach gleich­ge­setzt mit "sozia­len Medi­en"] - für Vie­le ein Buch mit sie­ben Sie­geln. Sie begrei­fen nicht mehr was um sie her­um vor­geht. Die Welt ist zu schnellebig geworden.

    those
    [Bild­quel­le]

    Was für die jün­ge­ren, nach 1990 gebo­re­nen Men­schen zur täg­li­chen Rou­ti­ne gehört ist für zwei Drit­tel der Bevöl­ke­rung wahr­haf­tig "Neu­land". Kein Wun­der also, wenn sie sich zur Infor­ma­ti­on auf die frü­her ver­läß­li­chen Quel­len stüt­zen .... und so der Mani­pu­la­ti­on anheim fallen. 

    Eine Grup­pe dazwi­schen geht den soge­nann­ten "sozia­len Medi­en" auf den Leim: Im festen Glau­ben es wer­de dort "Wahr­heit" ver­brei­tet plap­pern sie nach. Ver­viel­fäl­ti­gen jeden Unfug. Und sind noch stolz darauf.

    bookmark_borderDie SPD ....

    .... ist in der kur­zen Zeit der Koali­ti­on öfter 'umge­fal­len' als je eine ande­re Par­tei vor ihr: 

    • Herr Gabri­el ver­sprach "Kein Frack­ing" - um es dann flugs zuzulassen.
    • Herr Gabri­el möch­te TTIP zustim­men - obwohl sich inner­par­tei­lich & mehr­heit­lich in der Bevöl­ke­rung Wider­stand for­miert hat.
    • Herr Maas hat - ent­ge­gen aller Ver­nunft und der aus­drück­li­chen War­nung von Fach­wis­sen­schaft­lern - die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung (wie­der) ein­ge­führt, die wie­der vom höch­sten Gericht gekippt wird. 
    • Herr Stein­mei­er reist in Sachen Asyl & Been­di­gung von Kampf­hand­lun­gen her­um. Das Ergeb­nis sei­ner Bemü­hun­gen ist gleich "Null". Was in Erin­ne­rung bleibt ist sein Kotau vor der sie­chen­den Sau­di-Ara­bi­schen Herrscherdynastie. 

    Die Liste lie­ße sich fort­set­zen und das Umfal­len wur­de zur Metho­de. Dazu die Nach­wir­kun­gen der men­schen­ver­ach­ten­den Poli­tik der Vor­gän­ger (Schrö­der, Cle­ment, Rie­ster, Steinmeier).

    Die SPD wird das glei­che Schick­sal erlei­den wie die FDP, die noch­mal kurz­fri­stig in Erschei­nung trat, aber bald wie­der ver­schwin­den wird. Sie wird unter die zehn Pro­zent sin­ken und dann zwi­schen Zit­tern und Ban­gen auf die 5%-Hürde schielen.

    "Ach, so schlimm wird es wohl nicht wer­den," höre ich man­che sagen, "man schaue doch nur nach Rhein­land Pfalz!" Ja, da hat etwas geklappt. Etwas, was von einer Per­son, dem per­sön­lich­hen Schick­sal der Spit­zen­kan­di­da­tin geprägt wur­de. Die Kan­di­da­tin der CDU stand ihr wie eine Anzieh­pup­pe, ein wenig jün­ger, ein wenig dyna­mi­scher als Favo­ri­tin ent­ge­gen. Um sowas bun­des­weit zu nut­zen brauch­te man aller­dings meh­re­re sol­che Anzieh­pup­pen die Poli­ti­ke­rin zu spie­len ver­ste­hen. Da wird es schon eng in der SPD.

    Klei­ner Hin­weis auf eine frü­he­re Über­le­gung zum Thema.

    bookmark_borderWas ihr wollt ..!?

    those
    [Quel­le des Bildes]

    Ich las­se 'mal ande­re Leu­te sprechen:

  • Ein Chri­sti­ne Doe­r­ing [@ChristineGAP] tweet:
    Ob Sig­mar Gabri­el [#SPD] jetzt viel­leicht doch mal ver­steht das sei­ne momen­ta­ne Art Pol­tik zu füh­ren NICHT dem ent­spricht, was die Wäh­ler wünschen?
  • Ein js ‏[@jottes] tweet:
    Also mit der #FDP hat man da ja einen ziem­lich hoch­nä­si­gen "Demo­kra­ten" in den Land­tag gewählt. Lösun­gen fürs Land sind ihm klar egal.
  • Ein Back­nang [‏@Backnang] tweet:
    Checked die Mehr­heit zwar eh wie­der net: #CDU #Kret­sch­mann [Grü­ne] vor.. und nach der Wahl;) #S21
  • Zu den son­stig ange­tre­te­nen Par­tei­en schrei­be ich nichts. Es hat kei­nen Zweck sich an sta­ti­schen Blöcken abzu­ar­bei­ten. Die behar­ren wider bes­se­res Wissen.

    Aller­dings zei­gen die Zah­len für die AfD sehr deutlich:
    Wahl­er­geb­nis­se für extre­me Par­tei­en sind direkt pro­por­tio­nal zum Bil­dungs­stand der Wäh­len­den - und die sind schon des­we­gen aus­ge­mach­te Dumm­köp­fe, als sie Leu­te wäh­len, deren Anlie­gen ist sie als "Stimm­vieh" aus­zu­nut­zen und ihnen die weni­gen sozia­len Unter­stüt­zun­gen zu kür­zen auf die gera­de sie ange­wie­sen sind.

     
    Kom­me mir nie­mand mit "Die Par­tei­füh­rer sind aber gebil­de­te Leu­te und in ihren Rei­hen gibt es vie­le Aka­de­mi­ker" .... Aka­de­mi­ker und gebil­det zu sein bedeu­tet heu­te nichts mehr, min­de­stens nicht mit Abschlüs­sen nach den Sieb­zi­gern. Als die Abwer­tung des Abiturs und damit die Stu­den­ten-Schwem­me begann.

     

    Ein Raik ‏[@Rutzel21] tweet beschreibt die Fol­gen (bild­lich), wenn der auf­ge­peitsch­te Mob rast:

    those
    [Quel­le des Bildes]
     

    Und "JA", die CSU und rech­te Scharf­ma­cher in der CDU sind genau­so schlim­me "Brand­stif­ter". Nicht nur in Wor­ten, son­dern in Taten der von ihnen auf­ge­hetz­ten Massen.

    Noch ein Bild zur Ver­deut­li­chung der Lage:

    those
    [Quel­le des Bildes]
     

    bookmark_borderFehleinschätzung

    Sich selbst zu über­schät­zen ist nicht beson­ders klug, sei­ne Geg­ner zu unter­schät­zen ist ein gro­ber Feh­ler. Mit unab­seh­ba­ren Fol­gen. In ihrer Ein­schät­zung von Yanis Varou­fa­kis lagen die natio­na­len Mit­te-Rechts-Poli­ti­ker und die von ihnen ein­ge­setz­ten Brüs­se­ler Büro­kra­ten ganz, ganz falsch:

    Mit sei­ner Abdan­kung auf ihr Betrei­ben war es nicht vor­bei, Varou­fa­kis ent­wickelt sich nun zu ihrer Neme­sis¹.

    Uner­müd­lich hat er in den Mona­ten seit sei­ner Demis­si­on dar­an gear­bei­tet sein Image zu polie­ren, in Pres­se und Fern­se­hen inter­na­tio­nal im Gespräch zu blei­ben - und, so scheint es, die Fäden zu vie­len ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen und Par­tei­en des lin­ken Spek­trums zu zie­hen, dar­aus ein Netz zu spin­nen und gestern schließ­lich wur­de das Ergeb­nis präsentiert:

    DiEM25


    [Aus: Mani­festo, Lang­ver­si­on (*.pdf-Datei)]

    In einer mehr als drei­stün­di­gen Ver­an­stal­tung wur­de die Idee erwei­tert vor­ge­stellt und Red­ner aus vie­len Staa­ten ent­wickel­ten ihre Gedan­ken dazu vor dem anwe­sen­den Publi­kum in der Ber­li­ner "Volks­büh­ne".

    Beim zuhö­ren ver­flog mei­ne gestern noch trü­be Stim­mung und am Ende der Ver­an­stal­tung dach­te ich: Das könn­te gelingen.

    Die Zwi­schen­zie­le bis zu einem lebens­wer­ten Euro­pa für die Men­schen sind abge­steckt. Jetzt geht es los. Die Ent­wick­lung zu beob­ach­ten und Ver­än­de­run­gen zu erken­nen wird eine Freu­de sein.


    DiEM25
    [Quel­le Zitat]

    Da eine sol­che Bewe­gung zwar von Vie­len getra­gen wer­den muß, an der Spit­ze aber eine "Licht­ge­stalt" braucht (sie­he Zitat oben) bleibt zu hof­fen, dass Y. Varou­fa­kis den Macht­in­ha­bern der EU-Poli­tik und -Büro­kra­tie nicht zu lästig wird. So lästig mög­li­cher­wei­se, dass sie zum Äußer­sten bereit wären um sich sei­ner zu entledigen.

     ・ • ⚫ • ・ 

    ¹ Neme­sis

    bookmark_borderManchmal

    Es gibt Tage, an denen sind die kom­ple­xen Pro­ble­me des Lan­des, des Kon­ti­nents, der Welt schier über­wäl­ti­gend. So sehr, dass man das Gefühl völ­li­ger Ohn­macht ver­spürt. Die­se Vor­komm­nis­se und Ver­flech­tun­gen zu durch­drin­gen und sich Klar­heit zu ver­schaf­fen was wie zusam­men gehört kostet viel Zeit, Geduld und Steh­ver­mö­gen - und ich fra­ge mich immer häu­fi­ger an wel­cher Stel­le ich denn anfan­gen soll. Wor­über es sich lohnt zu schrei­ben. Wie lan­ge es dau­ert die Infor­ma­tio­nen zu sam­meln. Wel­cher Quel­le man über­haupt noch trau­en kann. Weil Alle irgend­ei­ne Absicht ver­fol­gen und es eben­falls wie­der Mehr­auf­wand bedeu­tet, denn erst wenn man dort regel­mä­ßig liest wird die Ten­denz deut­lich. Es türmt sich auf.

    Ich schau' mir - statt all des­sen - jetzt ein Video von Aqua­ri­en an und las­se dazu aus dem rei­chen Fun­dus von you­tube "Ent­span­nungs­mu­sik, 8h Mee­res­rau­schen, mit Natur­tö­nen und Tier­ge­räu­schen" im Hin­ter­grund laufen ....

    Bis dem­nächst.