Der Weltraum .... unendliche Weiten ....

..Der Welt­raum, unend­li­che Wei­ten. Wir schrei­ben das Jahr 2200. Dies sind die Aben­teu­er des Raum­schiffs Enter­pri­se, das mit sei­ner 400 Mann star­ken Besat­zung 5 Jah­re unter­wegs ist, um frem­de Gala­xien zu erfor­schen, neu­es Leben und neue Zivi­li­sa­tio­nen. Vie­le Licht­jah­re von der Erde ent­fernt dringt die Enter­pri­se in Gala­xien vor, die nie ein Mensch zuvor gese­hen hat..“

So wur­de die Serie "Raum­schiff Enter­pi­se" mit Cap­tain Kirk 1972 vor­ge­stellt, und heu­te, knapp 50 Jah­re spä­ter flie­gen kurz nach­ein­an­der zwei gut betuch­te Mil­li­ar­dä­re in eine Erd­um­lauf­bahn und erklä­ren der stau­nen­den Erd­be­völ­ke­rung was sie in Sachen Raum­flug noch so vor­ha­ben. Frem­de Gala­xien zu besu­chen wird noch etwas dau­ern - und mög­li­cher­wei­se ist das auch gut so.

Erin­nern Sie sich noch an die Par­odie bei den Mup­pets "Schwei­ne im Welt­all!"? Das war Kult - und heute?

Die Her­ren Bezos und Bran­son war­ten nun sicher auf den Drit­ten im Bun­de, Herrn Musk, damit ihr Trio kom­plett ist. Letz­te­rer hat sei­ne iden­ti­schen Absich­ten schon bekannt gemacht. 

Alles nur 'Show' und Erfül­lung von Kindheitsträumen?
"..Nein, denn die drei Mil­li­ar­dä­re insze­nie­ren sich selbst als nichts Gerin­ge­res als die Ret­ter der Mensch­heit. Bezos, Bran­son und Co. wol­len uns weis­ma­chen, dass es ihnen beim Welt­raum­tou­ris­mus um mehr geht als ein Geschäft. Elon Musk und Jeff Bezos schwebt vor, einen Teil der Mensch­heit ins All zu ver­frach­ten. Bezos träumt von einem rotie­ren­den Zylin­der im Welt­all. Elon Musk möch­te eine Kolo­nie auf dem Mars besie­deln.." [Quel­le]


Wis­sen Sie, lie­be Lesen­de, was mich an dem gan­zen Rum­mel um die­se rei­chen Men­schen im All mäch­tig stört? Jeder Mensch in fast allen Län­dern der Erde braucht umfang­rei­che behörd­li­che Geneh­mi­gun­gen nur um einen Zaun um sein Grund­stück zu bau­en. In USA gibt es viel­tau­send­fa­che 'codes', Bestim­mun­gen, die jeg­li­che Akti­vi­tät ihrer Bür­ger bis ins Klein­ste regeln.

 

Wie kann es sein, dass drei rei­che Unter­neh­mer Aus­flü­ge ins All unter­neh­men? Tätig­kei­ten ent­wickeln, die sonst Regie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen vor­be­hal­ten sind? Sich jen­seits aller welt­weit gel­ten­den und in lang­wie­ri­gen Ver­hand­lun­gen beschlos­se­nen Regeln als Pri­vat­leu­te ein Recht her­aus­neh­men, das sie ledig­lich aus ihrer Fähig­keit her­lei­ten alle Hin­der­nis­se davor mit viel Geld aus dem Weg räu­men und Kri­tik an ihrem Vor­ge­hen mit Geld zuzu­schmei­ßen und so mun­dot machen?

Gibt es denn Nie­man­den, kei­ne inter­na­tio­na­le Behör­de oder Orga­ni­sa­ti­on, die sol­chem Trei­ben ein Ende berei­ten kann?
Hat der baye­ri­sche Innen­mi­ni­ster Herr­mann schon die Erwei­te­rung der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung gefordert?
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Kommentare

  1. So wie die sich das alle drei vor­stel­len, lässt sich fest­stel­len, die haben alle zu viel Fil­me aus Hol­ly­wood gese­hen. Merkt man näm­lich an Hand der Zeit­rah­men, die sie sich dafür gesetzt haben.
    Die den­ken glatt, sie wer­den in ihrer Lebens­zeit noch Ali­ens sehen!
    Als wenn Raum­fahrt in den letz­ten 60+ Jah­ren näm­lich so funk­tio­niert hät­te... (Wür­den die­se Pri­vat­mil­lio­nä­re nicht ihr Geld in die­se Ver­gnüng jetzt stecken, hät­ten die Ame­ri­ka­ner nicht mal ein flug­fä­hi­ges Raum­schiff. Das haben die näm­lich alles äußerst vernachlässigt.)

    Ja, und lei­der sind die­se 3 Millionäre/Milliardäre auch ein erschrecken­des Bei­spiel dafür, wie Geld alle Beschrän­kun­gen für einen über­wind­bar machen kann.
    Am mei­sten konn­te man das hier sogar beob­ach­ten beim Bau von Musks Tes­lafa­brik - ein gan­zer Wald wur­de weg­ge­holzt, ob es so wirk­lich legal war, dar­über wird sich heu­te noch gestrit­ten - und zwi­schen­durch wur­de die Was­ser­rech­nung nicht bezahlt, hier glück­li­cher­wei­se haben sich die Behör­den so ver­hal­ten wie bei jedem säu­mi­gen Zah­ler und haben abgeklemmt.

    Ich wür­de sagen, wegen der Pro­ble­me der USA, die Raum­fahrt wei­ter zu finan­zie­ren, des­halb dul­det man es, dass die­se Mil­lio­nä­re ihre Bestebun­gen in die­sem Sek­tor machen dür­fen. Schmückt sich sogar mit deren Federn.
    Es ist ein­fach so, dass der Staat USA für die NASA nicht mehr viel her­aus­rückt; das Pre­sti­ge, die die mal hat­te, ist längst Teil ver­gan­ge­ner Zei­ten. Lan­ge Zeit sogar wähn­te man sich, dass man es nicht mehr nötig hat, in Welt­raum­tech­no­lo­gie zu inve­stie­ren, denn die Rus­sen sind schließ­lich besiegt und damit die größ­te Kon­kur­renz vom Feld.
    Das hat sich inzwi­schen aller­dings wie­der gewan­delt - und man müss­te so viel inve­stie­ren, da kann man gleich Mil­lio­nä­re direkt ins Boot holen, um die Sache zu finanzieren.
    Was nur ein Haken dabei ist - und dabei habe man Musk im Hin­ter­kopf, der eher den Habi­tus eines klei­nen Kin­des hat -: Wenn die mor­gen die­ses Spiel­zeugs über­drüs­sig wer­den, zie­hen die ihre Gel­der dar­aus zurück und alle damit ver­bun­de­nen Pro­jek­te sind gestor­ben. Und bei ame­ri­ka­ni­schen Mil­lio­nä­ren kann das manch­mal sehr schnell gehen...

    Ach ja, klei­ner Fakt, der mir bekannt ist: Musk ist offen­sicht­lich gläu­bi­ger Transhumanist.
    Das sind Leu­te, die glau­ben dar­an, den Men­schen mit­tels Tech­nik "ver­bes­sern" zu kön­nen, sei­ne Fähig­kei­ten und Kapa­zi­tä­ten erwei­tern und stei­gern zu kön­nen. Sie glau­ben an eine Zukunft, wo die Gren­ze zwi­schen Mensch und Maschi­ne bio­lo­gisch und tech­nisch immer wei­ter verschwimmt.
    Dazu sind sie auch noch aus­ge­spro­che­ne Tech­nik-Enthu­sia­sten; glau­ben an einen unrea­li­stisch rasch fort­schrei­ten­den tech­ni­schen Fortschritt.
    (z. B. rasche Mars-Kolo­nia­li­sie­rung mit hoher mensch­li­cher Population) 

    Ande­rer Ver­tre­ter der Zunft, den man ken­nen kann, ist z. B. Ray Kurz­weil (ja, der vom Kurzweil-Synthesizer...).

    1. Was die ande­ren ins Welt­all stür­men­den Natio­nen und son­sti­ge Inter­es­sier­te noch nicht begrif­fen haben ist, dass Chi­na ihnen allen den Rang ablau­fen wird und dann geht es wie bei Igel & Hase: "Wir sind schon da!"

      Die Lei­stung, inner­halb von weni­ger als drei Jahr­zehn­ten den Vor­sprung der füh­ren­den Welt­raum­na­tio­nen auf­ge­holt, und stel­len­wei­se über­holt zu haben, ist kein Zufall. Zuerst hat sich Chi­na als Pro­duk­ti­ons­zen­trum der Welt eta­bliert, das know-how abge­grif­fen und ver­bes­ser­te Pro­duk­te dar­aus gemacht, dann all­mäh­lich der Über­gang zu Halb­fer­tig­wa­re, und in den letz­ten Jah­ren zuneh­mend über­wie­gen Fer­tig­pro­duk­te mit sehr viel inter­es­san­te­ren Gewinnmargen.

      Chi­na hat ein sehr viel grö­ße­res Volu­men an Men­schen mit her­aus­ra­gen­den intel­lek­tu­el­len Fähig­kei­ten und den wesent­li­chen Vor­teil, dass es den Men­schen dort um das Kol­lek­tiv, nicht um per­sön­li­che Berei­che­rung geht (Aus­nah­men wie über­all auf der Welt). Sol­che Zah­len von Men­schen mit Spit­zen­lei­stung(!) wie in Chi­na gibt es nir­gends sonst auf der Welt, weil die Quo­te von der Gesamt­zahl abhängt - je mehr Bevöl­ke­rung desto mehr Intellektuelle.

      Die chi­ne­si­sche Füh­rung ist mit ihrer Vor­ge­hens­wei­se sehr geschickt unter dem Radar geblie­ben und die ein­fäl­ti­gen US-think-tanks, die nur ihre eige­ne Kul­tur zugrun­de legen und vor Über­heb­lich­keit strot­zen, wer­den ein bit­te­res Erwa­chen haben wenn wir noch ein paar Jah­re wei­ter sind .... wäh­rend die USA und ande­re west­li­che Mäch­te stets For­de­run­gen an Hil­fe für sich ent­wickeln­de Län­der stel­len über­las­sen es die Chi­ne­sen den Zuwen­dungs­emp­fän­gern nach alter Sit­te auf dem Wege der 'mora­li­schen Ver­pflich­tung' selbst zu ent­schei­den auf wel­che Art eine Gegen­lei­stung erbracht wird. Die­ses Modell ist in den Gesell­schaf­ten die­ser Län­der bes­ser eta­bliert als der har­te 'busi­ness' Pro­zess, der nur an 'pro­fit' aus­ge­rich­tet ist. Lang­fri­stig schafft man sich mit der chi­ne­si­schen Vor­ge­hens­wei­se Freun­de, mit der des Westens zäh­ne­knir­schen­de Abhän­gi­ge, die nur auf eine Gele­gen­heit war­ten sich aus der Abhän­gig­keit zu lösen. 

      Zwar mögen nun eini­ge Mil­li­ar­dä­re voll des Sie­ges­rau­sches sein - aber lang­fri­stig sind das unbe­deu­ten­de Zwi­schen­sta­tio­nen, die bald ob der Errun­gen­schaf­ten Chi­nas in Ver­ges­sen­heit gera­ten werden.

      Es steht immer noch die Fra­ge nach den Regel­wer­ken der inter­na­tio­na­len Gre­mi­en im Raum. Irgend­wer wird irgend­wann dar­auf kom­men (außer mir hier) zu fra­gen, wie das denn Alles damit zu ver­ein­ba­ren sei ....

      PS
      Trans­hu­ma­nis­mus
      "In the year 2525" lässt grü­ßen? Mensch-Maschi­nen-Hybri­de als die bes­se­re Vari­an­te des­sen, was Evo­lu­ti­on her­vor­ge­bracht hat? Wenn es je dazu kom­men soll­te wird auch der Zeit­punkt gekom­men sein dass sich der Rest des­sen was 'mensch­lich' ist selbst aus­rot­tet: Die Per­fek­ti­on einer Maschi­ne hat nur einen Man­gel - es fehlt an Intui­ti­on! So wird das kol­lek­ti­ve Regu­la­ti­ons­werk der Abwä­gung zwi­schen Ver­bes­se­rung und Irr­weg feh­len und aus der nach­fol­gen­den Fül­le an Fehl­ent­schei­dun­gen der Unter­gang resultieren. 

      1. Ja, der Fak­tor Chi­na kommt bei der Sache auch noch hin­zu. Und bei des­sen Kapa­zi­tä­ten muss man sagen, dage­gen wer­den auch ein paar ins Boot gehol­te Mil­lio­nä­re kaum etwas aus­rich­ten können.
        Zumal bei denen gilt, wie ich erwähn­te: Wenn ihnen mor­gen ihr Spiel­zeug nicht mehr in den Kram passt, zu lang­wei­lig und/oder zu kost­spie­lig wird, dann hören die damit auch mal wie­der auf und die geplan­ten Raum­fahrt­pro­gram­me sind Geschichte.
        Das wird bei einem gro­ßen Play­er wie Chi­na, als Staat, nicht pas­sie­ren. (Wenn Chi­na auf dem Mond gewe­sen ist, viel­leicht erzäh­len sie sogar mal, ob sie dort eine ame­ri­ka­ni­sche Fah­ne gefun­den ahben oder nicht...)

        Regu­lie­run­gen für den Welt­raum dürf­ten kom­men, sobald sich genü­gend dar­in her­um­trei­ben und es Kon­flik­te dar­um unter­ein­an­der gibt - wür­de ich jetzt mal in den Raum werfen.

        "Trans­hu­ma­nis­mus" ist mei­nem Gehirn ein Begriff, weil eine - wür­de ich heu­te sagen: lie­be - Per­son in mei­nem ersten Forum sich mit dem The­ma einst mal aus­ein­an­der­ge­setzt hat und ich dort mit­ein­ge­stie­gen bin. Des­we­gen ist mir die­se Denk- und Glau­bens­wei­se (man muss es so nen­nen: Glau­ben. Denn es hat ja mit einer Visi­on zu tun, die tech­nisch noch gar nicht mal in der Gegen­wart reli­sier­bar ist und deren zukünf­ti­ges Wahr­wer­den auch noch vage in den Ster­nen steht.) bekannt. Heu­te mit geal­ter­tem und wesent­lich kom­ple­xe­ren Ver­stand kann man damit mehr anfan­gen, wor­über damals ein jun­gen Jah­ren gefach­sim­pelt wurde.

        Ange­sichts des­sen wie vie­le Tech­nik-Gläu­bi­ge und -Enthu­sia­sten es in Sili­con Val­ley inzwi­schen gibt, soll­te es einen nicht lum­pen, wenn da noch eini­ge mehr davon her­um­lau­fen, die sich eine "Ghost in the shell"-Zukunft als erstre­bens­wert, aben­teu­er­lich und mehr­heit­lich posi­tiv vor­stel­len, ohne die Gefah­ren und nega­ti­ven Neben­ef­fek­te zu berück­sich­ti­gen - sie sogar wil­lent­lich aus­zu­blen­den, wegen "ist doch alles nur Schwarzmalerei!".

        1. Wenn die Chi­ne­sen etwas ange­packt haben füh­ren sie es auch zu Ende! Das ist bei­spiels­wei­se bei der Aus­wei­tung via *Insel-hop­ping* zu beobachten ....
          Es fragt sich indes­sen, ob es noch Regeln geben wird wenn erst ein­mal eine Nati­on auf einem Pla­ne­ten Fuß gefasst hat - Da könn­ten sie doch leicht ver­hin­dern, dass noch wer anders das macht, und wie ich las wol­len die Chi­ne­sen zwei Raum­sta­tio­nen im All haben: Die erste, in einer Erd­um­lauf­bahn ist ja schon ange­fan­gen, und die zwei­te in einer Mars­um­lauf­bahn. Da müs­sen die Ame­ri­ka­ner sich mäch­tig spu­ten das irgend­wie aufzuholen.

          Die­se Trans­hu­ma­nis­mus-Gläu­bi­gen sol­len von mir aus gern wei­ter spin­nen, da machen sie nichts ande­res kaputt.

        2. Das stimmt! Da müs­sen die sich aber mäch­tig spu­ten, wenn sie da noch auf­ho­len oder wenig­stens auch nur mit­re­den wollen...

          Ich sehe die Sache mit den Trans­hu­ma­ni­sten etwas kri­ti­scher. Gera­de auch ange­sichts des­sen, wenn sol­che finanz­kräf­ti­gen Leu­te wie Musk einem sol­chen Irr­weg hinterherlaufen.
          Die haben Mit­tel, um sol­chen Scheiß wahr wer­den zu las­sen, auch wenn es 30 Jah­re dau­ert und vie­le wei­te­re Mil­lio­nen kostet. Und das dann in etwa auf dem Niveau eines Micro­soft-Betriebs­sy­stems, dass nur halb­gar ver­öf­fent­lich wird - d. h. stürzt dau­ernd ab und jeder klei­ne Wald- und Wie­sen-Hacker kann sich mühe­los ein­klin­ken. Und kann dann Schind­lu­der trei­ben, z. B. mit dei­nem com­pu­te­ri­sier­ten oder ans Inter­net ange­schlos­se­ne Gehirn...

          Vor allen Din­gen sind sol­che Leu­te auch gefähr­lich im Punk­te der Öffent­lich­keits­wirk­sam­keit und der Pres­se, die hin­ter ihnen steht.
          Der Scheiß kann 100 Mal nicht durch­dacht und zu knacken sein, am Ende wird es dann doch zu gemei­ner Bür­ger­pflicht erklärt, weil genug gekauf­te Poli­ti­ker sol­chen Leu­ten in den Anus kriechen...
          Fin­de ich kei­ne so prickeln­de Vor­stel­lung von der Zukunft! (Oder was auch immer neben­bei als Zwi­schen­stu­fen und Sei­ten­pro­jek­te von die­sen Groß­pro­jek­ten dabei her­aus­sprin­gen möge...)

        3. Die Gefähr­lich­keit schät­ze ich etwas gerin­ger ein, weil es sich bei sol­chen Freaks immer um Min­der­hei­ten han­delt. Was aller­dings vor­aus­setzt, dass es eine wache Men­ge im Lan­de gibt, die sich einer Gene­ra­li­sie­rung irgend­wel­che Mensch-Maschi­ne-Mani­pu­la­tio­nen wider­setzt. Es gibt Din­ge wie die­se, die in mir den Gedan­ken festi­gen, wie gut es doch ist wenn Men­schen ein begrenz­tes Alter errei­chen und nicht ewig leben!

        4. Und bei der "wachen Men­ge" fängt es ja schon an mit den Mangelerscheinungen...

          Aktu­ell mag es noch sein, dass man man­ches als Spin­ne­rei abtut, oder in manch medi­zi­ni­schem Sin­ne als "nütz­lich" (sie­he z. B. Exo­ske­lett für Gelähm­te, Hirn­schritt­ma­cher bei Touret­te, oder Chips, die einem Blin­den das Sehen wie­der ermög­li­chen, weil sie die Funk­ti­on von abest­or­be­nen Ner­ven­zel­len bei Netz­haut oder ver­ar­bei­ten­den Zel­len übernehmen).

          Es steht aller­dings die Fra­ge: Wo wird das eines Tages auf­hö­ren, wenn die Behand­lung sogar mal Main­stream wer­den soll­te, weil sie sich als "effek­tiv" herausstellt?

          Ich wür­de sagen, vor solch einer Zukunft woll­te einen Ghost In The Shell immer warnen.
          (Der "Laug­hing Man", der in der Serie spä­ter auf­tauch­te, war auch eine War­nung, soweit wie mein Gehirn noch etwas davon weiß - der war so etwas wie ein Phan­tom, aber der ulti­ma­ti­ve Hacker, der über­all 'rein­kam und Din­ge mani­pu­lie­ren konnte.)

        5. *Ghost In The Shell* sagt mir nichts, ich habe mich noch nie mit Com­pu­ter­spie­len o.ä. befasst. Dazu kann ich also nichts sagen. Sorry.

          Was die Hil­fe zum Aus­gleich von Behin­de­run­gen oder Fol­gen von Unfäl­len / Ver­let­zun­gen / not­wen­di­gen Ampu­ta­tio­nen angeht bin ich durch­aus posi­tiv ein­ge­stellt - dar­aus aller­dings eine Anwen­dung für 'intak­te' Men­schen ohne jeg­li­che Ein­schrän­kun­gen zu machen hal­te ich schlicht­weg für Schar­la­ta­ne­rie, ähn­lich wie die­se Kryo­an­ge­bo­te, bei denen zum Schluss nichts al Gefrier­fleisch her­aus­kom­men wird ....
          Nicht alles was mach­bar ist soll­te gemacht wer­den, die Gren­ze soll­te mei­ner Mei­nung nach da sein, wo natür­li­che Pro­zes­se in ihrem Muster ver­än­dert, oder umge­lei­tet wer­den. Die Gefahr ist die glei­che wie bei den Ein­grif­fen in die Öko­lo­gie: Es ent­steht einen unab­seh­ba­re Ände­rung, deren Umfang nie­mand erfas­sen oder steu­ern kann!

        6. "Ghost in the shell" kommt aus der Rubrik Manga/Anime, ist aber schon ein recht alter Hut in dem Segment.
          Gab auch mal eine Serie um Mit­te bis Ende des ersten Jahr­zehnts nach 2000 (die wur­de mal von MTV aus­ge­strahlt; ganz dun­kel erin­nert mein Gehirn sich noch).
          Für eine trans­hu­ma­ni­sti­sche Zukunfts­ver­si­on war es sehr anschau­lich, was das in der Pra­xis bedeu­ten könn­te, wür­de ich sagen, denn in der Ver­si­on der Zukunft hat­te so ziem­lich jeder irgend­ein maschi­nel­les Implan­tat oder ein ersetz­tes Körperteil.

        7. Dan­ke für die Erläu­te­rung - es ging tat­säch­lich Vie­les an mir vorbei.

          Was die Grund­idee angeht noch fol­gen­der Zusatzgedanke:
          Pro­the­ti­sche Ver­sor­gung ist sicher hilf­reich, doch es muss der Umfang stim­men - es gibt zu vie­le Bei­spie­le, in denen eine 'Über­ver­sor­gung' statt­ge­fun­den hat, und das kann bei spä­te­ren Reak­tio­nen der Implan­ta­te zu weit­rei­chen­den Ände­rungs­not­wen­dig­kei­ten füh­ren, bis hin zum völ­li­gen Funktionsverlust!
          Wer sowas aus Jux & Tol­le­rei macht ist selbst an sei­nem Schick­sal schuld .... und die Kosten soll­ten dann natür­lich nicht der All­ge­mein­heit auf­ge­bür­det werden.

        8. Ich sehe an der Sache allein den tech­ni­schen Aspekt, wes­halb ich nicht in all­zu abseh­ba­rer Zeit damit rech­ne, dass irgend­je­mand eine Pro­the­se kon­stru­ie­ren kann, die sich ganz genau wie ein ech­ter Arm oder ein ech­tes Bein benut­zen lässt.
          - Und gera­de die Tech­nik-Enthu­sia­sten aus Sili­con Val­ley sind dar­in nach wie vor viel zu dumm.

          Um ein Kör­per­teil auf maschi­nel­ler Basis nach­zu­bau­en muss man regel­recht das kopie­ren, was die Natur selbst erzeugt. Die gan­ze Pro­the­se muss mit so etwas wie Ner­ven durch­zo­gen sein, damit Mus­keln, Seh­nen und Bän­der vom Gehirn gesteu­ert wer­den kön­nen und damit auch geziel­te bewuss­te Hand­lun­gen mög­lich sind. Das Gan­ze muss dazu auch noch ver­drah­tet sein mit dem Ner­ven­sy­stem des­je­ni­gen, der sie trägt, damit das Gehirn über­haupt lernt, die­sen Kör­per­teil zu steuern.
          Und nicht nur für die Steue­rung braucht man so etwas wie Ner­ven­bah­nen - auch für das Gefühl im und auf dem Kör­per­teil braucht man welche.
          Damit man z. B. so etwas wie Posi­ti­ons­be­stim­mung machen kann und dadurch über­haupt spürt, was man mit der Pro­the­se macht.

          Wenn näm­lich im bio­lo­gi­schen Ner­ven­ge­we­be die Ner­ven im Fleisch als auch die an den Gelenk­kap­seln nichts mel­den kön­nen (aus wel­chen Grün­den auch immer), kann man zwar die Glied­ma­ße bewe­gen, spürt aber nicht, was man damit tut. Es ist eine erheb­li­che Behin­de­rung dabei, mit dem Kör­per­teil zu agieren.
          Ledig­lich kann man noch eini­ger­ma­ßen durch die Hand-Auge-Veri­fi­ka­ti­on manö­vrie­ren, aber selbst das funk­tio­niert eher sub­op­ti­mal (es sei denn, wenn man dau­er­haft dar­auf ange­wie­sen ist, das für ein Kör­per­teil zu erlernen).

          Allein an sol­chen Din­gen und Kennt­nis­sen man­gelt es denen, die jetzt in der Tech­nik­bran­che tätig sind und die­ser trans­hu­ma­ni­sti­schen Weltanschauung/Zukunftsvision ver­fal­len sind.

        9. Mit der tech­ni­schen Fer­ti­gung und den ana­to­mi­schen Vor­aus­set­zun­gen für die Pro­the­tik ken­ne ich mich nicht genü­gend aus um dazu etwas Wesent­li­ches bei­zu­tra­gen. Ich kann mir indes­sen nicht vor­stel­len, dass Lai­en, deren ein­zi­ge Qua­li­fi­zie­rung dar­in besteht etwa haben zu wol­len, da mehr auf­zu­wei­sen haben. Letzt­lich wird es so sein, dass zwar Wün­sche vor­han­den sind, deren Ver­wirk­li­chung frag­los enor­me Sum­men ver­schlin­gen wird - und da habe ich grund­le­gen­de Zwei­fel an der Finanz­kraft die­ser Freaks. Ich wage sogar ein umge­kehrt pro­por­tio­na­les Ver­hält­nis Wunsch:Finanzkraft zu postulieren.

        10. Ich gewin­ne sol­che Erkennt­nis­se wie das geschil­der­te allein dar­aus, dass ich eine System­krank­heit habe - also eine, die den Kör­per ganz­heit­lich befällt und über­all in jedem noch so klei­nen Punkt auf­tre­ten oder sich bemerk­bar machen kann. - Da lernt man durch­aus etwas dar­über, aus der Pra­xis her­aus, wie fein ver­netzt und ver­drah­tet eigent­lich alles ist, damit es ord­nungs­ge­mäß funk­tio­niert wie man es in gesun­der Form kennt.

        11. Es ist oft so, dass Betrof­fe­ne einer Erkran­kung viel bes­ser als man­che The­ra­peu­ten über ihren Zustand Bbe­scheid wis­sen. Das gilt eben­so für Selbst­hil­fe­grup­pen und ins­be­son­de­re für die tag­li­chen Hochs und Tiefs aus rein prak­ti­scher Sicht. Ärz­te kön­nen immer nur das, was sie durch Beschäf­ti­gung mit den Grund­la­gen, der Lite­ra­tur und den täg­li­chen Erfah­run­gen im Umgang mit Pati­en­ten gelernt haben - wes­we­gen ihnen oft die 'prak­ti­sche' Sicht, also das 'wie lebe ich damit' abgeht.

    1. Eben habe ich es bei ama­zon(!) gefun­den und auf mei­ner Liste gespei­chert. Die Rezen­sio­nen sind teil­wei­se wider­sprüch­lich, das regt dazu an sich selbst ein Bild zu verschaffen.

      *update* Ama­zon lie­fert am Mon­tag (26.07.21), da habe ich für eine dem­nächst statt­fin­den­de Rei­se per Bahn nach HH eine Lektüre ....

      [ → der Kom­men­tar war wie­der im Papier­korb gelandet]

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