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bookmark_borderArbeitskreis Selbstbestimmtes Sterben Oldenburg

[Pres­se­mit­tei­lung & Abbil­dun­gen hier über­nom­men und zitiert mit freund­li­cher Geneh­mi­gung des Arbeitskreises]

Am 21.4.2023 fand die 6. öffent­li­che Ver­an­stal­tung vom Arbeits­kreis Selbst­be­stimm­tes Ster­ben Olden­burg an einem Frei­tag­abend, bei herr­lich­stem Wet­ter, im PFL in Oldenburg
statt.

Olaf San­der war mit Fami­lie - Frau und Vier­bei­ner - aus Däne­mark ange­reist, um die vom
SWR im Jahr 2016 erstell­te Repor­ta­ge „Frau S. will ster­ben - Wer hilft am Lebensende“
(wel­che die Zeit unmit­tel­bar vor und bis zum Frei­tod sei­ner Mut­ter zeigt) vor­zu­füh­ren, um
anschlie­ßend über die Erleb­nis­se die­ser Zeit zu berich­ten und Fra­gen aus dem Publi­kum zu
beantworten.
Den Zuschau­ern bot sich der berüh­ren­de Kampf­geist von Ingrid San­der bis zu ihrem
selbst­be­stimm­ten Sui­zid und der Beglei­tung ihres Soh­nes Olaf.
Durch eine Infek­ti­on mit Polio­mye­li­tis und dem nach­fol­gen­den Post-Polio-Syndrom
(Kin­der­läh­mung) war die inzwi­schen 78jährige Ingrid San­der der­art kör­per­lich eingeschränkt,
dass ohne Hil­fe anzie­hen, waschen und sich Essen zube­rei­ten kaum mehr mög­lich war.
Ingrid San­ders jahr­zehn­te­lan­ges Kämp­fen um ihr Recht selbst­be­stimmt und nach ihrer
Wür­de aus dem Leben zu schei­den, die Beschaf­fung der nöti­gen und sicher wirksamen
Medi­ka­men­te und die genaue Pla­nung gin­gen ihrem Frei­tod vor­aus. Der als Sterbehelfer
bekann­te Arzt Dr. Uwe Chri­sti­an Arnold half bei der Vor­be­rei­tung. Die­sen Arzt an der Seite
sei­ner Mut­ter zu haben war, wie Olaf San­der in dem Film sag­te: „Die beste
lebens­ver­län­gern­de Maß­nah­me für sei­ne Mut­ter". Ohne die Zusa­ge die­ses beeindruckenden
Man­nes ihr zu hel­fen, wenn sie ihr Leben nicht mehr erträgt, wäre sie schon viel frü­her aus
dem Leben gegan­gen. Eine anstren­gen­de Rei­se in die Schweiz, um dort zu ster­ben, kam für
sie nicht Fra­ge. Erstens weil sie in ihrem Umfeld und nach ihren Bedin­gun­gen ster­ben wollte
und zwei­tens, weil ihr ohne­hin die finan­zi­el­len Mit­tel für die­ses teu­re Unter­fan­gen fehlten.
Die Ver­zweif­lung Olaf San­ders, die gelieb­te Mut­ter bei ihrer Erlö­sung zu beglei­ten, wur­de im
Film und im nach­träg­li­chen Gespräch bei die­ser her­vor­ra­gen­den Ver­an­stal­tung in Oldenburg
sehr deut­lich. Bis heu­te emp­fin­det es Olaf San­der aber auch als gro­ße Ehre, sei­ner Mutter
bei die­ser letz­ten gro­ßen Ent­schei­dung und der end­gül­ti­gen und selbst­be­stimm­ten Handlung
bei­gestan­den zu haben.
Zu die­ser Zeit galt der von Ärz­te­or­ga­ni­sa­tio­nen, Kir­chen und Poli­tik durch­ge­drück­te § 217
StGB zur Ster­be­hil­fe. Unsin­ni­ger­wei­se war es nur Ange­hö­ri­gen erlaubt, die­sen Liebesdienst
zu erweisen.
Olaf San­der konn­te auf die regen Fra­gen und Kom­men­ta­re der gut fünf­zig Per­so­nen, die der
Ein­la­dung des Arbeits­krei­ses Selbst­be­stimm­tes Ster­ben Olden­burg gefolgt sind, sehr
authen­tisch reagie­ren. Er erklär­te sehr ein­drück­lich und berüh­rend auch die Situa­ti­on bei
den Ermitt­lun­gen, die nach dem Frei­tod sei­ner Mut­ter folg­ten (und uns wie­der droht). Noch
heu­te ist er froh, sich im Vor­feld einen Anwalt gesucht zu haben. Die­ser hat ihn in dieser
schwe­ren Zeit juri­stisch ver­tre­ten und mit Rat und Tat zu Sei­te gestanden. 

Bevor die Mut­ter starb, ent­fern­te Olaf San­der sich von sei­ner Mut­ter, um der Ankla­ge der
damals straf­ba­ren unter­las­se­nen Hil­fe­lei­stung zu ent­ge­hen und wie es des­halb mit ihr und
Dr. Arnold abge­spro­chen war. Das bedau­ert er bis heu­te sehr, weil die Ermittlungsbehörden
kaum hät­ten nach­wei­sen kön­nen, wenn er bis zum Schluss bei ihr geblie­ben wäre. Zum
Beweis sei­ner Abwe­sen­heit ließ er sich von den Über­wa­chungs­ka­me­ras eines Spielsalons
fil­men, gleich­wohl er Spiel­sa­lons ver­ach­tet, dort aber ein siche­res Ali­bi bekom­men konnte.
Wie es ihm dort in die­ser Situa­ti­on zumu­te war, kann wohl jeder erahnen.
Not­arzt­wa­gen, poli­zei­li­chen Ermitt­lun­gen, Ankla­gen und Mit­nah­me aufs Revier folg­ten wie
erwar­tet. Der her­vor­ra­gen­de Ein­satz des zuvor infor­mier­ten Anwalts, Ver­hin­der­te eine
Unter­su­chungs­haft, da Olaf San­der kei­ne ladungs­fä­hi­ge Adres­se in Deutsch­land hat­te. Ohne
die­sen Anwalt wäre Olaf San­der sehr wahr­schein­lich inhaf­tiert wor­den. Die endgültige
Ein­stel­lung des Ver­fah­rens erfolg­te dann auch erst mehr als zwei Jah­re später.
Im Film kamen auch die ver­ant­wort­li­chen Poli­ti­ker Micha­el Brand (CDU) und Ker­stin Griese
(SPD) zu Wort, die den Ent­wurf die­ses Geset­zes damals in den Bun­des­tag ein­brach­ten, was
dann 2015 - zum Ent­set­zen vie­ler Bun­des­bür­ger - ver­ab­schie­det wurde.
Der § 217 StGB war gleich­zu­set­zen mit einer Ent­mün­di­gung von uns Bür­gern. Und nun droht
womög­lich eine Neuauflage!
Im Febru­ar 2020 wur­de dann vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt fest­ge­stellt, dass dieser
Para­graph nicht mit der in unse­rem Grund­ge­setz ver­an­ker­ten Selbst­be­stim­mung zu
ver­ein­ba­ren war. Die Bun­des­rich­ter erklär­ten das Gesetz am 26.2.2020 des­halb als
ver­fas­sungs­wid­rig und somit nichtig.
Aktu­ell lie­gen dem Bun­des­tag drei neue Gesetz­ent­wür­fe vor. Mit einer Ent­schei­dung ist noch
in die­sem Jahr zu rech­nen. Wie­der dro­hen gro­ße Ein­schrän­kun­gen! Ins­be­son­de­re der
Ent­wurf um Lars Castel­luc­ci (SPD) igno­riert die Ent­schei­dung unseres
Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in höch­stem Maße.

Der Arbeits­kreis Selbst­be­stimm­tes Ster­ben Olden­burg wird wei­ter infor­mie­ren, kämp­fen und
demon­strie­ren und braucht dafür auch die zahl­rei­che Unter­stüt­zung aus der Bevölkerung.
Der Arbeits­kreis for­dert alle Gleich­ge­sinn­ten auf vor Ort eige­ne Grup­pen zu bil­den, auf die
Stra­ße zu gehen und laut zu wer­den und dem Gesetz­ge­ber somit zu zei­gen, was der Wille
des über­wie­gen­den Teils der Bevöl­ke­rung ist.
Jeder hat sei­ne eigen­ste Art aus dem Leben gehen zu wol­len und die­se Frei­heit wol­len wir
mit unse­ren Aktio­nen erhal­ten. Macht bit­te mit!

Autorin­nen: Hei­ke Engels & Ange­li­ka Salzburg-Reige

bookmark_borderVon den Franzosen lernen:
Ein Modell zur Trennung von Kirche und Staat

Zitat aus WIKIPEDIA

".. 1902 hat­te im Gefol­ge die­ser Affä­re [Drey­fuß] die poli­ti­sche Lin­ke die Par­la­ments­wah­len gewon­nen. Von den Radi­kal­de­mo­kra­ten wur­de ins­be­son­de­re die katho­li­sche Kir­che als Feind der Repu­blik ange­se­hen. Die bür­ger­li­chen Libe­ra­len kri­ti­sier­ten ins­be­son­de­re ihre anti­mo­der­ni­sti­sche Hal­tung .. Die neue Regie­rung fass­te den Ent­schluss, end­gül­tig den Ein­fluss der Kir­chen auf die Gesell­schaft und ins­be­son­de­re das Erzie­hungs­we­sen zu beschrän­ken .. In einer Rei­he von Geset­zen wur­de das Ver­hält­nis von Kir­che und fran­zö­si­schem Staat neu geregelt:

- Bereits 1901 zwang das noch von der Vor­gän­ger­re­gie­rung erlas­se­ne fran­zö­si­sche Ver­eins­ge­setz alle Klö­ster, Orden und Kon­gre­ga­tio­nen päpst­li­chen Rechts, sich der Auto­ri­tät eines fran­zö­si­schen Bischofs zu unter­stel­len; exem­te Gemein­schaf­ten, die unmit­tel­bar dem Papst unter­stellt waren, muss­ten sich im Okto­ber 1901 auf­lö­sen oder Frank­reich verlassen.
- Juli 1902: Schlie­ßung der ca. 3000 nicht staat­lich geneh­mig­ten kirch­li­chen Schu­len. Dies führ­te zu hef­ti­gen öffent­li­chen Pro­te­sten – 74 Bischö­fe unter­zeich­ne­ten eine „Pro­te­sta­ti­on“. Dar­auf­hin stell­te die Regie­rung die Besol­dung von Bischö­fen ein.
- März 1903: Auf­lö­sung aller männ­li­chen Ordensgemeinschaften ..
- Juli 1903: Auf­lö­sung aller weib­li­chen Ordensgemeinschaften
- 7. Juli 1904: Ver­bot der Neu­grün­dung von Ordensgemeinschaften

Am 9. Dezem­ber 1905 wur­de schließ­lich das Gesetz zur Tren­nung von Kir­che und Staat ver­ab­schie­det. Die­ses Gesetz eta­blier­te in Frank­reich das heu­te noch gel­ten­de Prin­zip des Lai­zis­mus, d. h. der voll­stän­di­gen Tren­nung von Kir­che und Staat. Das Gesetz galt zwar vor allem der katho­li­schen Kir­che, doch wur­den aus Grün­den der Neu­tra­li­tät in die­se Rege­lung die ande­ren Kon­fes­sio­nen und Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten einbezogen .."

Hier­zu­lan­de geht man mit Glace­e­hand­schu­hen vor und bin­det die Kir­chen in den Pro­zeß der Ablö­sung von Staats­lei­stun­gen ein. Welch ein Unter­schied zum Vor­ge­hen der Fran­zo­sen! Sofern man den Beschluß­pro­zeß nicht allein poli­tisch ver­fügt steht es doch schon fest, dass sich die Betrof­fe­nen nicht frei­wil­lig ihrer Rech­te bege­ben wer­den. Meh­re­re hun­dert Jah­re des Behar­rens und der Bequem­lich­keit müs­sen auf­ge­ge­ben wer­den und die Struk­tu­ren der Kir­chen­ver­wal­tung bzw. bei der katho­li­schen Kir­che die Anbin­dung an Rom bedür­fen eines radi­ka­len Umbaus. Wenn der Staat nicht mehr Steu­ern für die Kir­chen ein­streicht - was sowie­so welt­weit einen Son­der­fall dar­stellt - und die Lei­stun­gen der Bezah­lung von Kir­chen­obe­ren aus dem Staats­säckel (die oben­drauf bis­her gewährt wird, was der Öffent­lich­keit weit­ge­hend unbe­kannt ist) ein­stellt ent­steht drin­gen­der Hand­lungs­be­darf um die bis­he­ri­gen Auf­ga­ben zu sichern. Wenn die in kirch­li­cher Trä­ger­schaft befind­li­chen Ein­rich­tun­gen wie Pfle­ge- und Betreu­ungs­hei­me, all­ge­mei­ne Sozi­al­dien­ste, Kin­der­gär­ten und Kran­ken­häu­ser ent-kirch­licht wer­den ist der finan­zi­el­le Mehr­be­darf von Sei­ten des Staa­tes nicht sehr hoch, denn es zah­len die Steu­er­zah­ler jetzt schon mehr als 95% der Kosten in die­sen Institutionen.

Es ist wei­ter­hin zu befürch­ten, dass die Kir­chen immer radi­ka­le­re Stel­lung ein­neh­men wer­den wenn der Pro­zeß sich hinzieht:
Das sieht man schon in der Unter­stüt­zung für die mus­li­mi­schen Bestre­bun­gen sich als "Anstal­ten Öffent­li­chen Rechts" zu eta­blie­ren - was dem Bestre­ben Reli­gi­on aus dem staat­li­chen Han­deln und der Beein­flus­sung der Gesetz­ge­bung zu ent­fer­nen zuwiderläuft.

Da die Kir­chen ein spe­zi­fisch auf sie zuge­schnit­te­nes Arbeits­recht haben ist einem Groß­teil ihrer Mit­ar­bei­ten­den der Ent­schluß ver­wehrt sich der Kir­chen­zu­ge­hö­rig­keit zu ent­le­di­gen - sie lie­fen anson­sten Gefahr ihren Arbeits­platz zu verlieren! 


Die­se archai­sche Ein­fluß­nah­me auf das Leben und Wohl­erge­hen der in kirch­li­chen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen ste­hen Men­schen ist zutiefst unde­mo­kra­tisch und beschnei­det deren ver­fas­sungs­mä­ßi­ges Recht auf Religionsfreiheit.
Bedau­er­li­cher­wei­se wird "Reli­gi­ons­frei­heit" immer nur in einer Rich­tung interpretiert:
Es wird als "Frei­heit eine Reli­gi­on zu haben" ange­se­hen, negiert wird eine "Frei­heit keine Reli­gi­on zu haben"!
 

 

PS:
Einen beson­de­ren Ana­chro­nis­mus stellt der § 166 [Beschimp­fung von Bekennt­nis­sen, Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten und Welt­an­schau­ungs­ver­ei­ni­gun­gen] dar. Etwa eine "Fik­ti­on" (Reli­gi­on) als sol­che zu benen­nen mit Stra­fe zu beweh­ren ist wahr­haf­tig nicht mehr 'zeit­ge­mäß'. Es ist drin­gend gebo­ten hier eine Abschaf­fung zu beschleunigen.

bookmark_borderKlein, klein, .... das hat Auswirkungen!

Gene­ra­tio­nen nach 2000 sind mit Mobil­te­le­fo­nen aufgewachsen.
Sie haben ihre Tage mit Blick auf klei­ne Bild­schir­me verbracht.
Die Welt begrenzt sich für Vie­le auf genau die­se Bildschirmgröße.
Wer so 'beengt' den­ken lernt ver­liert den Blick für das gro­ße Ganze.
Was nicht im Tele­fon zu fin­den ist exi­stiert nicht.

So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass alte 'Tugen­den' verschwinden:
Freund­lich­keit, Höf­lich­keit, Rück­sicht­nah­me - um nur eini­ge zu nennen.

bookmark_borderDer 'Freie Wille" gilt laut Bundesverfassungsgericht, jedoch ....
Urteil vom 26. Februar 2020- 2 BvR 2347/15 Komplett ("Sterbehilfe-Urteil")

ZITAT
Das Urteil:
a) Das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) umfasst als Aus­druck per­sön­li­cher Auto­no­mie ein Recht auf selbst­be­stimm­tes Sterben.

b) Das Recht auf selbst­be­stimm­tes Ster­ben schließt die Frei­heit ein, sich das Leben zu neh­men. Die Ent­schei­dung des Ein­zel­nen, sei­nem Leben ent­spre­chend sei­nem Ver­ständ­nis von Lebens­qua­li­tät und Sinn­haf­tig­keit der eige­nen Exi­stenz ein Ende zu set­zen, ist im Aus­gangs­punkt als Akt auto­no­mer Selbst­be­stim­mung von Staat und Gesell­schaft zu respektieren.
c) Die Frei­heit, sich das Leben zu neh­men, umfasst auch die Frei­heit, hier­für bei Drit­ten Hil­fe zu suchen und Hil­fe, soweit sie ange­bo­ten wird, in Anspruch zu nehmen.
Auch staat­li­che Maß­nah­men, die eine mit­tel­ba­re oder fak­ti­sche Wir­kung ent­fal­ten, kön­nen Grund­rech­te beein­träch­ti­gen und müs­sen daher von Ver­fas­sungs wegen hin­rei­chend gerecht­fer­tigt sein. Das in § 217 Abs. 1 StGB straf­be­wehr­te Ver­bot der geschäfts­mä­ßi­gen För­de­rung der Selbst­tö­tung macht es Sui­zid­wil­li­gen fak­tisch unmög­lich, die von ihnen gewähl­te, geschäfts­mä­ßig ange­bo­te­ne Sui­zid­hil­fe in Anspruch zu nehmen.
3. a) Das Ver­bot der geschäfts­mä­ßi­gen För­de­rung der Selbst­tö­tung ist am Maß­stab strik­ter Ver­hält­nis­mä­ßig­keit zu messen.

b) Bei der Zumut­bar­keits­prü­fung ist zu berück­sich­ti­gen, dass die Rege­lung der assi­stier­ten Selbst­tö­tung sich in einem Span­nungs­feld unter­schied­li­cher ver­fas­sungs­recht­li­cher Schutz­aspek­te bewegt. Die Ach­tung vor dem grund­le­gen­den, auch das eige­ne Lebens­en­de umfas­sen­den Selbst­be­stim­mungs­recht des­je­ni­gen, der sich in eige­ner Ver­ant­wor­tung dazu ent­schei­det, sein Leben selbst zu been­den, und hier­für Unter­stüt­zung sucht, tritt in Kol­li­si­on zu der Pflicht des Staa­tes, die Auto­no­mie Sui­zid­wil­li­ger und dar­über auch das hohe Rechts­gut Leben zu schützen.


4. Der hohe Rang, den die Ver­fas­sung der Auto­no­mie und dem Leben bei­misst, ist grund­sätz­lich geeig­net, deren effek­ti­ven prä­ven­ti­ven Schutz auch mit Mit­teln des Straf­rechts zu recht­fer­ti­gen. Wenn die Rechts­ord­nung bestimm­te, für die Auto­no­mie gefähr­li­che For­men der Sui­zid­hil­fe unter Stra­fe stellt, muss sie sicher­stel­len, dass trotz des Ver­bots im Ein­zel­fall ein Zugang zu frei­wil­lig bereit­ge­stell­ter Sui­zid­hil­fe real eröff­net bleibt.


5. Das Ver­bot der geschäfts­mä­ßi­gen För­de­rung der Selbst­tö­tung in § 217 Abs. 1 StGB ver­engt die Mög­lich­kei­ten einer assi­stier­ten Selbst­tö­tung in einem sol­chen Umfang, dass dem Ein­zel­nen fak­tisch kein Raum zur Wahr­neh­mung sei­ner ver­fas­sungs­recht­lich geschütz­ten Frei­heit verbleibt.


6. Nie­mand kann ver­pflich­tet wer­den, Sui­zid­hil­fe zu leisten. 

[ZITAT Ende]

Wor­auf bezieht sich das "Jedoch ..." in der Titel­zei­le?
Auf die Tat­sa­che, dass ein erneu­ter Ver­such unter­nom­men wird die glei­che Rege­lung wie zuvor im durch das Urteil auf­ge­ho­be­nen §§ 217 unter Nicht­be­ach­tung des höchst­rich­ter­li­che Urteils durch­zu­drücken. Die Nicht­be­ach­tung des Urteils hat bereits durch den vor­ma­li­gen Bun­des­ge­sund­heits­mi­ni­ster Spahn (der sich offen­bar in Posi­ti­on bringt höhe­re Ämter in der CDU anzu­pei­len. Er hat wäh­rend sei­ner Amts­zeit den ihm unter­stell­ten Behör­den Anwei­sung erteilt jed­we­de Anträ­ge auf die Geneh­mi­gung zum Kauf von Natri­um-Pent­o­bar­bi­tal zu ver­sa­gen. Die Begrün­dung des Amtes lau­tet "Das Grund­recht auf selbst­be­stimm­tes Ster­ben beinhalte(t) jedoch kei­nen Lei­stungs­an­spruch gegen­über dem Staat." 

Der­zeit beson­ders tut sich der SPD-Reli­gi­ons­be­auf­trag­te @larscastellucci , Prof. Dr. Lars Castel­luc­ci, Pro­fes­sor für "Nach­hal­ti­ges Manage­ment", bei der Neu­fas­sung eines Ersat­zes für § 217 her­vor. Hat das womög­lich damit etwas zu tun das er den Kir­chen und deren Dog­ma­tik näher steht als schwer lei­den­den Patienten? 

".. Herr Prof. Castel­luc­ci ist ein idea­ler Gesprächs­part­ner mit Blick auf die Bezie­hung zwi­schen den Kir­chen und der Poli­tik. Er selbst kennt die evan­ge­li­sche Kir­che sehr gut, nicht zuletzt durch die Lei­tung eines evan­ge­li­schen Kir­chen­cho­res .. in sei­nem Vor­trag berich­te­te er aus sei­nem wei­ten Feld der poli­ti­schen Arbeit, .. wel­che auch die Kir­che der­zeit sehr betref­fen. Umgang mit dem Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­rich­tes zur Ster­be­hil­fe, Auf­ar­bei­tung von Taten sexu­el­ler Gewalt inner­halb der Kir­che und vie­lem mehr .."

[Quel­le: ...sag, wie hast Du's (sic!) mit der Reli­gi­on? Prof. Dr. Lars Castel­luc­ci (SPD) im Gespräch; 29.04.2021]

Wei­te­re Quellen.
- Ster­be­hil­fe mit­tels Pentobarbital
- Erlaub­nis zum Erwerb einer töd­li­chen Dosis Natri­um-Pent­o­bar­bi­tal zur Selbst­tö­tung; Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 2. März 2017; Ent­schei­dung in Leit­sät­zen; Az.: BVerwG 3 C 19.15
- Kein Sui­zid mit Natrium-Pentobarbital

bookmark_border**overkill**

Eine erfor­der­li­che Bestel­lung wegen der Umstel­lung des Kon­to­zu­gan­ges erzeug­te eine Ket­te von Mitteilungen:


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Das ist noch nicht alles, einen Tag vor der Lie­fe­rung kommt dann noch das "Mor­gen ist ihr Paket da"-Mail, und wenn es abge­lie­fert wur­de die "Ihr Paket wur­de an einen Haus­be­woh­ner übergeben"-Mail

Jedes E-Mail kostet Ener­gie. Statt sie­ben (7) Mails hät­te eines gereicht:
Ihre Bestel­lung ist ein­ge­gan­gen und bezahlt, sie wird dem­nächst durch DHL zugestellt.
Weni­ger kann oft mehr sein, was da pas­siert ist → **over­kill**, Ener­gie- und Ressoucenverschwendung!

bookmark_borderParadoxien von Religion und Wissenschaft in den USA
Paradoxes of Religion and Science in the USA

Zitat:

Wis­sen­schaft und Reli­gi­on prä­sen­tie­ren in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zwei Para­do­xien. Auf der einen Sei­te sind die USA unan­ge­foch­ten welt­weit füh­rend in der Wis­sen­schaft. Die USA sind jedoch auch das wohl­ha­ben­de Indu­strie­land mit der am wei­te­sten ver­brei­te­ten Skep­sis gegen­über der Wis­sen­schaft, ins­be­son­de­re in Bezug auf Kli­ma­wan­del, Impf­stof­fe und Evo­lu­ti­on. Wie kön­nen die­se bei­den schein­bar unver­ein­ba­ren Tat­sa­chen mit­ein­an­der in Ein­klang gebracht werden?

Ganz ein­fach, wir neh­men den Satz der oben her­vor­ge­ho­ben ist und stel­len fest: Ame­ri­ka­ner sind dar­auf geeicht immer in Allem die Besten der Besten der Besten zu sein - punk­tum, und kei­ne wei­te­ren Fragen! 

Etwas kom­ple­xer gedacht ist die Antwort:
Weil sie 'glau­ben' anstatt zu 'wis­sen', und wenn sie wis­sen sind es oft *alter­na­ti­ve Fak­ten*. Über­wie­gend, zu mehr als 60%. Und davon glau­ben 40% die Aus­sa­ge *Engel* weil­ten in kör­per­li­cher Form unter uns auf die­sem Pla­ne­ten. Wer sowas glaubt kann Wis­sen­schaft schon des­we­gen nicht ernst neh­men weil er davon kei­ne Ahnung hat.

Wir wis­sen doch, bei Unver­ständ­nis gibt es zwei sehr ein­fach zu beschrei­ben­de Verhaltensweisen:
- Sich über das, was man nicht ver­steht lustig zu machen
oder
- Aggres­si­on gegen die Aus­sa­ge / den Aus­sa­gen­den aufzubauen.

Bei­des sehen wir im Land der unbe­grenz­ten Mög­lich­kei­ten, dem Land des Kapi­ta­lis­mus, dem Land der (vor­geb­lich) Freien.

Quo­ta­ti­on:

Sci­ence and reli­gi­on pre­sent two para­do­xes in the United Sta­tes. On the one hand, the U.S. is the undis­pu­ted world lea­der in sci­ence. Yet, the U.S. is also the wealt­hy indu­stria­li­zed coun­try with the most wide­spread skep­ti­cism about sci­ence, most nota­b­ly regar­ding cli­ma­te chan­ge, vac­ci­nes, and evo­lu­ti­on. How can tho­se two see­mingly incom­pa­ti­ble facts be reconciled?

Very sim­ply, we take the sen­tence high­ligh­ted abo­ve and sta­te: Ame­ri­cans are geared to always be the best of the best of the best at ever­ything - peri­od, and no more questions!

Thin­king a bit more complex:
Becau­se they 'belie­ve' instead of 'kno­wing', and when they do know it's often kno­wing just *alter­na­ti­ve facts*. Main­ly, more than 60%. And 40% of them said *angels* were phy­si­cal­ly among us on this pla­net. Anyo­ne who belie­ves some­thing like that can­not take sci­ence serious­ly becau­se they have no idea about it.

We know that when­ever the­re is a misun­derstan­ding, the­re are two beha­vi­ors that are very easy to describe:
- Making fun of what you don't understand
or
- build up aggres­si­on against the statement/the per­son making the statement.

We see both in the land of unli­mi­t­ed oppor­tu­ni­ty, the land of capi­ta­lism, the land of the (alle­gedly) free.

bookmark_borderRatschläge einer Grünenpolitikerin
in Ernährungsfragen

Es gibt immer mal wie­der Ent­glei­sun­gen von grü­nen Poli­ti­kern wenn sie ihre Phi­lo­so­phie¹,²,³ - oder soll­te man es tref­fen­der mit DOGMATIK kenn­zeich­nen? - aufs Volk aus­schüt­ten. "Veggie Day" war da ein sol­ches Bei­spiel. Die­ter Nuhr nennt das sehr tref­fend "reli­giö­se Wahr­heits­si­cher­heit der Grü­nen" - was wohl bedeu­ten soll sie sei­en sich abso­lut sicher den ein­zig wah­ren Weg für die vie­len Her­aus­for­de­run­gen des Lebens zu kennen.

Es hängt bestimmt nicht vom Alter ab ob eine Per­son Sach­ver­stand hat und des­we­gen bes­se­re Rat­schlä­ge geben kann - min­de­stens soll­te hin­ge­gen eine sol­che Per­son eine ent­spre­chen­de Vor­bil­dung haben und ein per­sön­li­ches Bei­spiel sein. Weder die eine noch die ande­re Vor­aus­set­zung hat Frau Ricar­da Lang - sie hat Abitur und ein abge­bro­che­nes Jura-Stu­di­um. Ähn­lich frag­men­tier­te Lebens­läu­fe sind oft bei grü­nen Spit­zen­po­li­ti­kern zu fin­den, Men­schen mit Abschlüs­sen dage­gen eher selten.

Sehen Sie selbst, was Frau Lang da her­vor­hebt - es ist eine Zusam­men­fas­sung des­sen, was Mini­ster Özd­emir in Sachen Wer­be­ver­bot für Süßig­kei­ten vor­ge­schla­gen hat.

In der Tat ent­behrt es nicht einer gewis­sen Komik wenn man die Frau Lang über Wer­bung für dick machen­de Nah­rungs­mit­tel reden hört.

Was Nuhr in sei­ner Ver­an­stal­tung vortrug:

Nun das Inter­view mir Die­ter Nuhr bei Maischberger:

¹ Grü­ne Bevor­mun­dung
“It’s not by chan­ce, it’s a feature!”¹
² Öko­fa­schi­sten .... (1)
³ Die Grü­nen mal wie­der ....

bookmark_borderWarum Deutschland
nicht
auf Atomkraft verzichten sollte
*update* [10.06.2023; 14:15h]; *2. update* [29.06.2023; 00:15h]

Deutsch­land hat­te sich ent­schie­den, bis zum Jahr 2022 aus der Atom­ener­gie aus­zu­stei­gen. Wegen des zusätz­li­chen Bedar­fes an Ener­gie der durch die Ein­schrän­kun­gen an Gas­lie­fe­run­gen von den bis­he­ri­gen Quel­len nötig wur­de sol­len die Kraft­wer­ke nun erst an die­sem Wochen­en­de abge­schal­tet wer­den - die Betriebs­er­laub­nis läuft aus. Seit der Nukle­ar­ka­ta­stro­phe von Fuku­shi­ma im Jahr 2011 erhielt die Atom­kraft auch inter­na­tio­nal star­ken Gegen­wind. Jedoch gibt es auch Stim­men, die sich für den Erhalt der Atom­ener­gie aus­spre­chen – gera­de in Deutsch­land, wo der Strom­be­darf hoch ist und die Ener­gie­wen­de noch nicht voll­stän­dig umge­setzt ist.

War­um Deutsch­land nicht auf Atom­kraft ver­zich­ten sollte
bzw. wel­che Vor- und Nach­tei­le die­se Ener­gie­quel­le mit sich bringt.

Deutsch­lands Ener­gie­ver­sor­gung ist zu einem gro­ßen Teil von fos­si­len Brenn­stof­fen wie Öl, Koh­le und Gas abhän­gig. Die­se Brenn­stof­fe, ins­be­son­de­re die Braun­koh­le - sind nicht nur end­lich, son­dern auch schäd­lich für die Umwelt und das Kli­ma. Um die Kli­ma­zie­le zu errei­chen, muss Deutsch­land die Abhän­gig­keit von fos­si­len Brenn­stof­fen redu­zie­ren und auf erneu­er­ba­re Ener­gien setzen. 

Atom­kraft­wer­ke pro­du­zie­ren zuver­läs­sig und kon­ti­nu­ier­lich gro­ße Men­gen an Strom, ohne Treib­haus­gas­emis­sio­nen zu ver­ur­sa­chen. Sie kön­nen auch als Ergän­zung zu erneu­er­ba­ren Ener­gien die­nen, da sie auch dann Strom pro­du­zie­ren kön­nen, wenn Son­ne und Wind nicht ver­füg­bar sind. Das ist die Poli­tik in vie­len Län­dern der EU die rund um Deutsch­land her­um liegen.
Ins­be­son­de­re die deut­schen Atom­kraft­wer­ke unter­lie­gen den streng­sten Sicher­heits­vor­schrif­ten der Welt. Sie müs­sen regel­mä­ßi­ge Sicher­heits­in­spek­tio­nen durch­füh­ren und stren­ge Sicher­heits­stan­dards ein­hal­ten. In Deutsch­land gibt es auch ein umfas­sen­des System zur Über­wa­chung von Atom­kraft­wer­ken, um sicher­zu­stel­len, dass es kei­ne Sicher­heits­pro­ble­me gibt. 

Die Aus­wir­kun­gen von Stör­fäl­len in Deutsch­land und international.
Obwohl sehr sel­ten, haben Stör­fäl­le in Atom­kraft­wer­ken kata­stro­pha­le Aus­wir­kun­gen. Das Atom­kraft­werk in Tscher­no­byl, das 1986 explo­dier­te und schwe­re gesund­heit­li­che Schä­den und Umwelt­ver­schmut­zung ver­ur­sach­te. Das AKW Fuku­shi­ma in Japan, das durch ein Erd­be­ben und einen Tsu­na­mi beschä­digt wurde.
Trotz­dem haben Tech­no­lo­gie und Sicher­heits­stan­dards weit­rei­chen­de Fort­schrit­te gemacht, um das Risi­ko von Stör­fäl­len zu mini­mie­ren. Wenn sie - wie in den genann­ten Fäl­len auf­tra­ten - so war das ein Ver­sa­gen auf der Ebe­ne der Über­wa­chung: Mensch­li­ches Ver­sa­gen oder unzu­rei­chen­de Sicher­heits­pla­nung schon beim Bau, Inkauf­nah­me von mehr Risi­ken um die Ver­wirk­li­chung des Kraft­werks­baus nicht zu gefährden.

Atom­kraft als Brücken­tech­no­lo­gie zur Errei­chung der Klimaziele
Als emis­si­ons­ar­me Strom­quel­le ist Atom­kraft eine wich­ti­ge Brücken­tech­no­lo­gie auf dem Weg zur Redu­zie­rung der Treib­haus­gas­emis­sio­nen. Obwohl erneu­er­ba­re Ener­gien wie Wind und Son­ne in Zukunft eine grö­ße­re Rol­le spie­len wer­den, kön­nen Atom­kraft­wer­ke dazu bei­tra­gen, die Lücke zu schlie­ßen, bis erneu­er­ba­re Ener­gien genug Ener­gie lie­fern kön­nen, um die Nach­fra­ge voll­stän­dig zu decken.
Alter­na­ti­ven zur Atomkraft
Erneu­er­ba­re Ener­gien wie Wind- und Solar­ener­gie haben vie­le Vor­tei­le, ein­schließ­lich des Feh­lens von nuklea­ren Abfäl­len und der Abhän­gig­keit von Roh­stoff­im­por­ten. Sie haben jedoch auch Nach­tei­le wie eine inter­mit­tie­ren­de Lie­fe­rung und die Not­wen­dig­keit von Ener­gie­spei­cher­sy­ste­men. Es ist wich­tig, eine Mischung aus erneu­er­ba­ren Ener­gien und Atom­kraft in Betracht zu zie­hen, um eine sta­bi­le Ener­gie­ver­sor­gung zu gewährleisten.
Anstatt also Koh­le­kraft­wer­ke mit gro­ßem CO2-Aus­stoß ein­zu­set­zen - wie es jetzt nötig ist um die Ener­gie­ver­sor­gung sicher­zu­stel­len - bräch­te Atom­strom die 'sau­be­re­re' Lösung. Für die paar Jah­re Wei­ter­ber­trieb fie­len die Abfäl­le nicht ins Gewicht und rund um uns her­um sind Atom­kraft­wer­ke mt sehr viel gerin­ge­rer Sicher­heits­tech­no­lo­gie im Ein­satz. Deren Bedro­hungs­po­ten­ti­al kön­nen wir nicht vermeiden!

Wie die Atom­ener­gie die Wett­be­werbs­fä­hig­keit Deutsch­lands beeinflusst 
Atom­kraft­wer­ke sind in der Lage, gro­ße Men­gen an Ener­gie zu pro­du­zie­ren und kön­nen dazu bei­tra­gen, die Ener­gie­un­ab­hän­gig­keit Deutsch­lands zu erhö­hen. Dies ver­bes­sert die Wett­be­werbs­fä­hig­keit Deutsch­lands und redu­ziert die Abhän­gig­keit von Rohstoffimporten.
Atom­kraft­wer­ke schaf­fen vie­le Arbeits­plät­ze in der Kern­ener­gie­in­du­strie und haben einen posi­ti­ven Ein­fluss auf das Wirtschaftswachstum.
Die Atom­in­du­strie ist auch ein wich­ti­ger Expor­teur von Tech­no­lo­gien, die in ande­ren Län­dern ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Durch den Erhalt von Atom­kraft­wer­ken in Deutsch­land kön­nen Arbeits­plät­ze und Wirt­schafts­wachs­tum gesi­chert werden.
Die welt­wei­te Nut­zung wird sich von selbst redu­zie­ren wenn die erneu­er­ba­ren Ener­gie­ge­win­nungs­me­tho­den nach und nach aus­ge­baut sind.

Atom­kraft ist ein wich­ti­ges The­ma, das welt­weit dis­ku­tiert wird.
Ins­be­son­de­re die Län­der Chi­na und Indi­en set­zen stark auf Atom­kraft, um ihre Ener­gie­ver­sor­gung sicher­zu­stel­len. In ande­ren Län­dern wie Frank­reich und Schwe­den ist Atom­kraft schon seit Jahr­zehn­ten ein fester Bestand­teil der Ener­gie­ver­sor­gung. Es ist wich­tig zu beden­ken, dass Atom­kraft­wer­ke eine enor­me Men­ge an Ener­gie pro­du­zie­ren, die nicht auf ein­fa­che Wei­se durch erneu­er­ba­re Ener­gien wie Wind und Son­ne ersetzt wer­den kann. Die glo­ba­le Nach­fra­ge nach Ener­gie steigt kon­ti­nu­ier­lich, und Atom­kraft­wer­ke kön­nen eine wich­ti­ge Rol­le dabei spie­len, die wach­sen­de Nach­fra­ge zu decken. 

Chi­na und Indi­en sind zwei Län­der, die in den letz­ten Jah­ren rapi­de gewach­sen sind und für die die Ener­gie­ver­sor­gung ein ent­schei­den­der Fak­tor für ihre wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung ist. Atom­kraft­wer­ke spie­len für die­se Län­der eine wesent­li­che Rol­le bei der Deckung ihres Ener­gie­be­darfs. Chi­na hat bei­spiels­wei­se 50 Atom­kraft­wer­ke in Betrieb und befin­det sich der­zeit im Bau von wei­te­ren 16. Indi­en hat 22 Atom­kraft­wer­ke, wei­te­re sind in Pla­nung oder im Bau.
Es ist wich­tig zu beto­nen, dass die­se Län­der den Umwelt­aspekt der Atom­kraft ernst neh­men, Erfah­run­gen aus dem Betrieb ein­flie­ßen las­sen, und Maß­nah­men ergrei­fen, um die Sicher­heit der Anla­gen zu gewähr­lei­sten. Sie set­zen auf moder­ne Tech­no­lo­gie und arbei­ten dar­an, die Sicher­heits­stan­dards wei­ter zu erhöhen.

Atom­kraft­wer­ke haben eine wich­ti­ge Rol­le bei der Deckung des welt­wei­ten Energiebedarfs.
Laut Schät­zun­gen der Inter­na­tio­na­len Ener­gie­agen­tur wird die Nach­fra­ge nach Ener­gie bis 2040 um fast 30 Pro­zent stei­gen. Atom­kraft­wer­ke kön­nen dabei hel­fen, die­se Nach­fra­ge zu decken.
Es ist jedoch wich­tig zu beto­nen, dass Atom­kraft nicht als ein­zi­ge Lösung für die Ener­gie­ver­sor­gung ange­se­hen wer­den soll­te. Erneu­er­ba­re Ener­gien wie Wind und Solar­ener­gie soll­ten wei­ter­ent­wickelt und aus­ge­baut wer­den, um das lang­fri­sti­ge Ziel der nach­hal­ti­gen Ener­gie­er­zeu­gung zu erreichen.

Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass die Ent­schei­dung über die Zukunft der Atom­kraft kon­tro­vers dis­ku­tiert wird. Es gibt Argu­men­te sowohl für als auch gegen die Nut­zung die­ser Ener­gie­quel­le. Letzt­end­lich wird es eine Fra­ge sein, die nicht nur wirt­schaft­li­che und poli­ti­sche Fak­to­ren, son­dern auch ethi­sche und mora­li­sche Aspek­te berück­sich­ti­gen muss. Es bleibt abzu­war­ten, wie sich die Dis­kus­si­on in den kom­men­den Jah­ren ent­wickeln wird und wel­che Ent­schei­dun­gen die Poli­tik tref­fen wird.


Vor allem die dog­ma­ti­sche Hal­tung der Par­tei "Die Grü­nen" sorgt dafür, dass para­do­xer­wei­se die Nut­zung von Koh­le zur Ener­gie­ge­win­nung - die sehr viel mehr CO2 aus­stößt - die 'sau­be­re' Atom­kraft erset­zen muss, die wegen der Abschal­tung nun weg­fällt.
 

{AI}
 

*update* [10.06.2023; 14:15h]
Hin­weis auf die Ent­ste­hung die­ses Artikels:
Gleich über die­sem *update* steht in geschwun­ge­nen Klam­mern {AI}, das bedeu­tet, dass der Text mit­tels künst­li­cher Intel­li­genz ver­fasst wur­de. Aller­dings habe ich stel­len­wei­se weit­ge­hen­de Ände­run­gen vor­ge­nom­men, ins­be­son­de­re fal­sche Fol­ge­run­gen und unbe­grün­de­te Schlüs­se aus den Fak­ten ver­än­dert. Gleich­wohl ist es ein Bei­spiel dafür, wie Inhal­te ohne jeden Auf­wand pro­du­ziert wer­den kön­nen - was mich zu der Über­le­gung ver­an­lasst hat, ob es unter die­sen Umstän­den noch sinn­voll ist wei­ter ein Web­log zu betrei­ben. Der Zwei­fel hält an.

*update* [29.06.2023; 00:15h]
Sie­he hier­zu auch → "Und wie hal­ten wir es in Zukunft mit der Energie?"

bookmark_borderDie Hoffnung stirbt zuletzt ....


{"click!" auf den Ban­ner führt zu einem ein­schlä­gi­gen Cartoon}

Der "Prä­si­dent" der näch­sten Kli­ma-Kon­fe­renz ist umstrit­ten.
So steht es eben­falls um die Hoff­nung auf Ergeb­nis­se, die wirk­li­chen Fort­schritt für das Welt­kli­ma brin­gen sollen.

Irgend­wie ist mir mul­mig zumu­te und aus 60plus Jah­ren an Erfah­rung zur Welt­ge­schich­te mag ich nicht so recht dar­an glau­ben, dass es in die­ser Ange­le­gen­heit gelingt die Nutz­nie­ßer der För­de­rung von Öl und Gas 'vom Sau­lus zum Pau­lus' zu konvertieren.

Den­noch:
Die Hoff­nung stirbt zuletzt ....

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*update* [27.04.2023; 15:15h]

update

/update

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Es kostet nichts als ein paar Minu­ten ihrer Zeit - und bringt uns doch Allen den gro­ßen Vor­teil etwas zum Errei­chen der Kli­ma­zie­le zu bewegen:

Es gibt eine ePe­ti­ti­on zur Ver­ein­fa­chung von "Bal­kon­so­lar­an­la­gen" [Peti­ti­on 146290; Pho­to­vol­ta­ik; Ver­ein­fa­chun­gen für Bal­kon­so­lar­an­la­gen vom 17.02.2023] mit denen fast Jeder einen klei­nen, prak­ti­schen Bei­trag lei­sten kann. Die Inve­sti­ti­ons­ko­sten sind jetzt schon trag­bar, vor allem da der Strom ganz sicher immer teu­rer wer­den wird und man dem durch eige­ne Pro­duk­ti­on begeg­nen kann.

Schon im März 2022 hat­te ich unter dem Titel "Geht das irgend­wie schnel­ler ...?" einen Bei­trag geschrie­ben der sich mit die­sem The­ma befaß­te - und wie leicht erkenn­bar ist hat sich bis­her poli­tisch noch nichts kon­kre­ti­siert. Des­we­gen begrü­ße ich die Initia­ti­ve sehr und hof­fe auf deren Erfolg.

Zum Bei­trag von Dr.-Ing. Andre­as Schmitz der die Peti­ti­on vor­stellt → SHORT oder
mehr Hintergrund
HIER

Zu Bei­trä­gen von ande­ren Wis­sen­schaft­lern zum The­ma deren Vlogs anse­hens­wert sind
HIER bei Kli­ma­for­scher Dr. Chri­sti­an Scha­run und schließlich
DORT bei apl. Prof. Dr. Mar­tin Hundhau­sen aus Erlangen.

Haben Sie schon unter­zei­chet? Danke!

PS:
Stand 10.04.2023 → 31.817 Unterzeichner
Stand 11.04.2023 → 34.954 Unter­zeich­ner .... + 3.137
Stand 12.04.2023 → 37.562 Unter­zeich­ner .... + 2.608
Stand 13.04.2023 → 39.007 Unter­zeich­ner .... + 1.445
Stand 14.04.2023 → 42.251 Unter­zeich­ner .... + 3.244
Stand 15.04.2023 → 46.192 Unter­zeich­ner .... + 3.941
Stand 16.04.2023 → 52.482 Unter­zeich­ner .... + 6.290 [11:00h]

Damit ist die erfor­der­li­che Zahl von min­de­stens 50.000 Unter­schrif­ten erreicht!
Ein herz­li­ches "Dan­ke!" an alle Unterzeichner.
Wenn es etwas Neu­es dazu gibt folgt hier ein *update*

Stand 18.04.2023 → 79.943 Unter­zeich­ner .... +27.461 [21:15h]
Stand 19.04.2023 → 82.889 Unter­zeich­ner .... + 2.946 [22:00h]
Stand 20.04.2023 → 85 263 Unter­zeich­ner .... + 2.374 [23:00h]
Stand 22.04.2023 → 86.835 Unter­zeich­ner .... + 1.572 [00:20h]
Stand 22.04.2023 → 87.958 Unter­zeich­ner .... + 1.123 [23:55h]
Stand 23.04.2023 → 89.749 Unter­zeich­ner .... + 1.791 [22:15h]
Stand 24.04.2023 → 91.142 Unter­zeich­ner .... + 1.393 [23:25h]
Stand 26.04.2023 → 93.959 Unter­zeich­ner .... + 2.817 [01:00h]
Stand 26.04.2023 → 98.139 Unter­zeich­ner .... + 4.180 [23:00h]
.... ich hät­te nicht gedacht, dass es so weit kommt!
Nun sind die 100.000 doch noch in Reichweite!

 W O W !

Stand 27.04.2023 → 101.027 Unter­zeich­ner .... + 2.888 [15:15h]
Stand 27.04.2023 → 101.798 Unter­zeich­ner .... + 771 [23:00h]
Es hat doch noch geklappt über 100.000 zu kommen!

Lesen Sie dort → Demo­kra­tie und Ener­gie­ver­sor­gung um was es im Grun­de geht:
Demo­kra­tie leben indem den Groß­kon­zer­nen die Macht abge­run­gen wird.