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bookmark_border"Entgiften" und so ....

Wenn es auch immer und immer wie­der in zahl­lo­sen Arti­keln und in der Wer­bung behaup­tet wird:
 
Es gibt kei­ne medi­zi­ni­schen Stu­di­en, die Bewei­se oder Vor­tei­le für eine „Ent­gif­tung“ erbracht hät­ten. Per­so­nen, die "ent­gif­ten" möch­ten, haben oft kei­ne Vor­stel­lung oder nur eine schwam­mi­ge Ahnung, von wel­chen "Toxi­nen" "Schlacken" und "Abfall­stof­fen" sie über­haupt spre­chen.
 

Fast jeder Mensch glaubt, dass das moder­ne Leben uns mit viel Schlech­tem kon­ta­mi­niert - wir sind doch, so lau­tet die The­se, anders als frü­her von viel mehr Sub­stan­zen umge­ben, über deren Wir­kung auf den Kör­per wir nichts (oder fast nichts) wis­sen. Da muss doch irgend­et­was zurück­blei­ben und uns krank machen!
 

Stof­fe also, die wir los­wer­den soll­ten. Ritu­el­le Waschun­gen, Rauch zur Rei­ni­gung, Auf­brin­gung von Pflan­zen­säf­ten und Pflan­zen­tei­len auf den Kör­per soll­ten nach Ansicht der ver­gan­ge­nen Gene­ra­tio­nen vor vie­len Tau­send Jah­ren für Rei­ni­gung sor­gen. Zahl­rei­che Reli­gio­nen haben Fasten­pe­ri­oden in das Jahr 'gestreut', in denen die Nah­rungs­auf­nah­me redu­ziert wird und das soll den Kör­per 'rei­ni­gen'. Hei­li­ge Zere­mo­nien mit aller­lei Fir­le­fanz wer­den ver­an­stal­tet, Es wer­den Duft­stof­fe ver­brannt .... all das ist Mystik, kei­ne Wis­sen­schaft.
 

Unser Kör­per kommt mit sei­nen Orga­nen, Haut, Leber, Nie­ren, Magen, Darm, und den vie­len Drü­sen­pro­duk­ten, sowie einer Fül­le von mit­ein­an­der ver­zahn­ten Stoff­wech­sel­pro­zes­sen, ohne frem­de Hil­fe sehr effi­zi­ent mit Fremd­stof­fen zurecht, die uns gefähr­lich wer­den könn­ten.
 

Stel­len Sie sich ein­fach ein­mal vor, wie vor ein paar Hun­dert Gene­ra­tio­nen das Leben aus­sah - so ganz ohne irgend­wel­che "Ent­schlackun­gen" oder "Ent­gif­tun­gen". Die Men­schen haben lustig und in Freu­den gelebt - und erst wenn Scha­ma­nen und Wei­se Frau­en ihr 'Werk' began­nen, dann wur­de die Har­mo­nie gestört und die Sor­ge um die Gesund­heit begann ....
 

Wir soll­ten heu­te doch so weit sein, dass wir Ver­nunft wal­ten las­sen und uns stets vor Augen hal­ten: Wo viel gere­det und behaup­tet wird, ohne dass Bewei­se vor­ge­legt wer­den kön­nen, da ist meist nur der­je­ni­ge im Vor­teil, der eine Lösung anpreist - und wir wis­sen dank moder­ner For­schung sehr gut, dass es kein Pro­blem gibt, das gelöst wer­den müss­te.
 

 

Sie­he hier­zu auch
"Stoff­wech­sel­schlacken"
"Detox" ist die neue "Ent­schlackung"
Die Detox-Lüge

 

bookmark_border"Backe, backe Kuchen ...."

oder: Vom Kuchen 'alter Art'
 

Es ist Zwetsch­ge­n­ku­chen­zeit im Land - das merkt man unter ande­rem dar­an, dass der Preis dafür in unge­ahn­te Höhen steigt. Heu­te durf­te ich für ein Stück davon 2,75 € bezah­len, mit­hin 11,- € für vier Stücke. Dafür hät­te ich (fast schon) drei run­de "Böh­mi­sche Zwetsch­ge­n­ku­chen" mit 26 cm Durch­mes­ser von Kop­pen­rath & Wie­se (jetzt Dr. Oet­ker) aus der Tief­kühl­tru­he kau­fen kön­nen.
 

Wenn nun die Qua­li­tät des "Bäcker­hand­werks mit Tra­di­ti­on" ange­mes­sen gewe­sen wäre, die Grö­ße des Kuchen­stücks zudem nicht nur 'für den hoh­len Zahn', also Mini, was bedeu­tet: man muss zwei Stücke kau­fen wo frü­her eines genüg­te, der Belag min­de­stens so, dass der Teig dar­un­ter nicht zu sehen gewe­sen wäre, mei­ne Mut­ter pfleg­te das als "Quetsch-wart-a-bis­sel" zu bezeich­nen .... dann wäre ich zufrie­den gewe­sen und die­ser Bei­trag wäre nicht erschie­nen.
 

In den letz­ten Tagen habe ich - natür­lich nur zum Zwecke der Bewer­tung aktu­el­ler 'Back­kunst' - von meh­re­ren Bäckern Zwetsch­ge­n­ku­chen gekauft. Also das, was unter die­ser Bezeich­nung ange­bo­ten wur­de. Nicht etwa, was ich dar­un­ter ver­ste­he.
 
Die Liste von Zuta­ten, die nicht als Zuta­ten für Zwetsch­ge­n­ku­chen zuläs­sig sind, ist umfang­reich. Ich nen­ne ein paar:
 

  • - Glib­be­ri­ge Gla­sur, von der Kon­si­stenz her 'Wackelpudding'-ähnlich, die Früch­te vor­täu­schen soll, wo zu wenig Früch­te ver­wen­det wer­den - wie soll sonst der Bäcker reich werden? 
  • - Zimt; Nel­ken; Hagel­zucker; Puder­zucker; Streusel. 
  • - Mürb­teig; Rühr­teig; Bis­quit­schicht zwi­schen Hefe­teig und Belag; 
  • - Pud­ding (!), der Gip­fel der Scheußlichkeit.

 

Als ich noch ein klei­ner Bub war und noch nicht zur Schu­le ging wur­den Blech­ku­chen man­gels geeig­ne­ter Back­öfen in Pri­vat­haus­hal­ten - man schrieb das Jahr 1950 - beim Bäcker um die Ecke abge­ge­ben. Der sie dann in sei­nen gro­ßen Ofen schob und back­te. Mit dem Kuchen zusam­men, den er selbst berei­tet hat­te - für all jene armen Men­schen, die kei­nen Hefe­teig zube­rei­ten konn­ten, kei­nen Zugang zu einem Zwetsch­ge­n­baum bei der Ver­wandt­schaft hat­ten, oder sich nicht ein­mal ein gro­ßes Back­blech lei­sten konn­ten.
 
Die kauf­ten sich ein Stück vom Bäcker­ku­chen: Hefe­teig und Zwetsch­gen als Belag.
 

Hefe­teig, Zwetsch­gen, und wenn sie noch sau­er waren ein wenig auf­ge­streu­ter Zucker, bestimmt aber kei­ne Pflau­men, das waren die zwei Zuta­ten für Zwetsch­ge­n­ku­chen.
 
Soll­ten sie heu­te auch noch sein.
 
Was dar­aus tat­säch­lich gewor­den ist?
 
Ein wei­te­res *life-style* Pro­dukt, geschaf­fen von Leu­ten, die in ihrem Leben noch nie wirk­lich guten Zwetsch­ge­n­ku­chen 'alter Art' geges­sen haben oder je essen wer­den.
 

  War­um "Zwetsch­gen" und nicht "Pflau­men"? Weil Zwetsch­gen weni­ger Flüs­sig­keit ent­hal­ten und daher beim backen weni­ger Saft her­aus­läuft - was den Kuchen fester wer­den lässt, die Form der Früch­te erhält und den Esser nicht in die Gefahr bringt, sich mit her­un­ter­träu­feln­dem Saft zu bekleckern .... 


 

bookmark_borderQuatscherkennungspaket

Trifft man auf Aus­sa­gen, die zunächst plau­si­bel klin­gen, bei nähe­rer Betrach­tung dann aber ins Absur­de abglei­ten, steht man vor dem Pro­blem zu erklä­ren, war­um etwas nur "Quatsch" oder "Geschwätz" sein kann .... wir Hes­sen sagen dazu aller­dings 'bleed Gebab­bel'.
 

Da kommt uns ein soge­nann­tes "Quat­scher­ken­nungs­pa­ket" zu Hil­fe, das ein US Skep­ti­ker mit Stu­den­ten ent­wickelt hat.
 Ich schrei­be hier nur die Über­set­zung auf, wenn Sie Inter­es­se haben emp­feh­le ich die Ursprungs­sei­te anzu­klicken und dort den Ori­gi­nal­text (Eng­lisch) mit Abbil­dung anzu­se­hen.
 

Hier also nun die Über­set­zung:
 
Das Quat­scher­ken­nungs­pa­ket wird ver­wen­det, um Aus­sa­gen zu ana­ly­sie­ren und die Wahr­schein­lich­keit zu bestim­men, ob sie Geschwätz oder gül­tig sind. Schau­en wir uns die­se Menue­vor­schlä­ge an, als wür­den wir ein Quatsch­sand­wich berei­ten. Lecker!
 

  1. 1. Wie zuver­läs­sig ist die Quel­le der Aussage?
  2. 2. Macht die Quel­le ähn­li­che Angaben?
  3. 3. Wur­den die Behaup­tun­gen von jemand ande­rem überprüft?
  4. 4. Pas­sen die The­sen zur Funk­ti­ons­wei­se der Welt?
  5. 5. Hat jemand ver­sucht, die­se Behaup­tung zu widerlegen?
  6. 6. Wohin deu­ten die über­wie­gen­den Beweise?
  7. 7. Hält sich die Beweis­füh­rung an die Regeln der Wissenschaft?
  8. 8. Wer­den posi­ti­ve Bewei­se für den Anspruch geliefert?
  9. 9. Erklärt die neue Theo­rie so vie­le Phä­no­me­ne wie die alte Theorie?
  10. 10. Trei­ben per­sön­li­che Über­zeu­gun­gen den Anspruch an?

 

Wenn der­je­ni­ge, der eine Behaup­tung auf­stellt, nicht all die­se Fra­gen beant­wor­ten kann, ist es wahr­schein­lich Quatsch!
 

 

bookmark_border (IV) Achtung Termine!

Ter­mi­ne nicht ver­pas­sen: Dar­le­hen
 

Ich gebe hier nur ein Bei­spiel, da es sol­che För­der­mit­tel / Dar­le­hen in den ver­schie­de­nen Bun­des­län­dern mit sehr ver­schie­de­nen Bedin­gun­gen gibt. Hier bezie­he ich mich dem Stand­ort ent­spre­chend auf Hes­sen.
 

Wäh­rend es eine Fül­le von steu­er­li­chen Erleich­te­run­gen und Abschrei­bungs­mög­lich­kei­ten gibt wenn man Immo­bi­li­en zur Ver­mie­tung baut, sieht es für den Fall der Selbst­nut­zung mei­stens mau aus:
 
Die von allen mög­li­chen For­de­run­gen und Bela­stun­gen gebeu­tel­ten Bau­her­ren haben nichts abzu­set­zen .... doch da gibt es - min­de­stens inner­halb bestimm­ter Ein­kom­mens­gren­zen - doch Abhil­fe.
 

Das Land Hes­sen för­dert eigen­ge­nutz­te Bau­ten bis zu einer bestimm­ten Höchst­gren­ze - und das ist (neben dem Ein­kom­men) abhän­gig von der Zahl der Bewoh­ner und der Zahl der Kin­der. Die Kre­dit­ver­ga­be der Finanz­in­sti­tu­te ist oft restrik­tiv wenn es in Berei­che geht, in denen die Bau­her­ren eher an der Unter­gren­ze ver­die­nen, die man über­haupt haben muss um finan­zie­ren zu kön­nen. Da ist ein öffent­li­cher Kre­dit mög­li­cher­wei­se die ein­zi­ge Brücke, die zum eige­nen Haus führt.
 

Doch auch hier gilt:
 
Ohne Eigen­ka­pi­tal geht nichts!
 
Es wer­den min­de­stens 15% der Gesamt­sum­me erwar­tet.
 

Was oft nicht bekannt ist und war­um man sich um der­glei­chen För­de­rung recht­zei­tig küm­mern muss:
Die­se Mit­tel müs­sen zwin­gend vor einem Grund­stücks­kauf ange­for­dert / bean­tragt wer­den, ist der Notar­ver­trag unter­zeich­net ist es bereits zu spät ...!
 

 
→ *.pdf Hes­sen-Bau­dar­le­hen:
För­de­rung bei Bau & Kauf von neu­em selbst­ge­nutz­ten Wohneigentum

 

 

bookmark_borderFracking-Gas aus USA macht Deutschland weniger abhängig als 'sauberes Gas' aus Russland?

Der US Aussen­mi­ni­ster­dar­stel­ler Pom­peo hat vom Prä­si­den­ten­dar­stel­ler Trump den Auf­trag die Dänen zuerst zu erpres­sen um ihre wei­ter Mit­ar­beit an der neu­en Gas­pipe­line "Nord Stream 2" zu unter­bin­den.
 

Dro­hun­gen direkt an die Bun­des­re­pu­blik gibt es von Trump'scher Sei­te schon zuhauf und ich war­te nur dar­auf, ob es gelingt, das bis zur dor­ti­gen Prä­si­den­ten­wahl im Novem­ber hin­zu­zie­hen - um dann mit dem neu­en Prä­si­den­ten ver­nünf­tig reden zu kön­nen.
 

Viel­leicht erklärt dann spä­ter ein­mal dem Herrn Trump, dass nie­mand sein drecki­ges, die Umwelt zer­stö­ren­des Frack­ing­gas haben will, wenig­stens nicht hier.
 

" .. Das ist ein völ­ker­rechts­wid­ri­ger, direk­ter Ein­griff in das Rechts­sy­stem von Euro­pa und die Sou­ve­rä­ni­tät Deutsch­lands und Euro­pas .. " so die Ver­laut­ba­rung, als Ant­wort auf die US Dro­hung, man wer­de auch gegen Ver­wal­tun­gen vor­ge­hen, die Geneh­mi­gun­gen erteil­ten. " .. Ein Beam­ter, der nach deut­schem oder euro­päi­schem Recht eine Geneh­mi­gung ertei­len müss­te, wür­de in die­sem Fall "natür­lich im Hin­ter­kopf haben, dass er per­sön­lich von Sank­tio­nen bedroht sei", so Ernst. Bei­spiels­wei­se von einem Ein­rei­se­ver­bot in die USA .. Der Wil­le, die Ost­see­pipe­line zu ver­hin­dern, sei nicht nur dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass die USA ihr eige­nes Gas nach Euro­pa ver­kau­fen wol­le. "Es gibt einen par­tei­über­grei­fen­den Wunsch, Russ­land zu bestra­fen, auch wegen der Ein­mi­schung in die Wah­len und so." Man müs­se die Ame­ri­ka­ner aber immer wie­der ermah­nen, dass man sich zwar außen­po­li­ti­sche Zie­le set­zen, aber damit nicht Ver­bün­de­te tref­fen dür­fe."
 
[Quel­le]
 

Gut so.
 
Nur: Hof­fent­lich wird das durchgezogen!

 

 

bookmark_borderBeyond America's borders ....


 

" .. Bey­ond America's bor­ders do not live a les­ser peo­p­le .. "
 
- das heißt über­setzt etwa
 
"Jen­seits der Gren­zen von Ame­ri­ka leben (uns) gleich­wer­ti­ge Men­schen."
 

Wenn das sich in die US Poli­tik ein­brin­gen lässt ist wahr­haf­tig ein Wen­de­punkt erreicht. Wo frü­her ledig­lich impe­ria­les Vor­herr­schafts­den­ken und Unter­wer­fung jeg­li­cher Oppo­si­ti­on dazu an der Tages­ord­nung waren gibt es nun Hoff­nung auf ein Umden­ken. Ange­sto­ßen von Men­schen wie dem cha­ris­ma­ti­schen Justin King, der unter "Beau of the Fifth Column" bei you­tube (bei­na­he) täg­lich sehr über­leg­te, nach­denk­li­che oder auf­rüt­teln­de Kurz­an­spra­chen hält. Es lohnt sich da ein­mal ein paar Tage hin­ein­zu­hö­ren, Sie wer­den nicht ent­täuscht sein.
 

 

 

bookmark_borderVon Trump lernen ....

"Von Trump ler­nen heißt sie­gen ler­nen!" möch­te man in Abwand­lung des frü­he­ren DDR Spru­ches aus­ru­fen, denn Trump macht vor und hier­zu­lan­de macht man es nach:
 

Ablen­kung von eige­nen Feh­lern, Ver­säum­nis­sen und frü­he­ren Ein­schät­zun­gen, die man heu­te nicht mehr so gern wahr haben will, durch Nut­zung von Buzz-Words und Schel­te von ande­ren Men­schen.
 
Wenn das nicht fruch­tet bleibt immer noch mit dem Fin­ger auf ein "Unge­heu­er" zu wei­sen und laut "Alarm! Alarm!" zu rufen. Da dre­hen sich die Köp­fe der unbe­darf­ten Mas­sen und schon ist die Ablen­kung gelun­gen.
 

Was frü­her gan­ze Kam­pa­gnen in Radio, Zei­tung und Fern­se­hen brauch­te gelingt heu­te mit face­book, twit­ter und insta­gram im Hand­um­dre­hen ....   einem Blogkommentar.

 

 

bookmark_borderBetroffen sein ....

Es gibt etwas,  
 
das ich schon immer ein­mal fra­gen woll­te  
 
und zwar genau hier,  
 
weil ande­re Blog­ger davon  
 
betrof­fen sein könn­ten  
 
- so wie ich:
 

 

Stört es Sie auch manch­mal wenn in Blogs die Schrift so klein ist, dass Sie nur mit Lupe erkenn­bar ist?
 

 

 

bookmark_border (III) Worauf muss eine Privatperson achten, die sich heute ein Eigenheim kaufen will?

" .. Wor­auf muss eine Pri­vat­per­son ach­ten, die sich heu­te ein Eigen­heim kau­fen will?
 
Wenn der Pri­va­te objek­tiv ist, wird er ganz ähn­li­che Kri­te­ri­en anwen­den wie wir: «Was wäre, wenn ich den Arbeits­ort wech­seln müss­te, wie ist die Ver­kehrs­er­schlie­ßung? Wo sind die Schu­len, wie sieht das Frei­zeit­an­ge­bot aus? Wie ist die Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on im Alter, wie weit weg lie­gen die Läden?» Ich glau­be, dass in Zukunft gera­de die peri­phe­ren Außen­ge­mein­den mit vie­len Ein­fa­mi­li­en­häu­sern, die schlecht erschlos­sen sind, mehr Pro­ble­me mit der Bewer­tung und mit dem Wie­der­ver­kauf die­ser Häu­ser bekom­men wer­den als Orte, die gut erschlos­sen sind .. "

  [Zitiert aus "Klug gebaut": Ivo Bra­cher, bona­in­vest Hol­ding Grup­pe; bona­ca­sa.]
 

Es gibt in der Immo­bi­li­en­bran­che in USA ein Schlag­wort - das lau­tet "Loca­ti­on! Loca­ti­on! Loca­ti­on!", über­setzt etwas "Stand­ort, Stand­ort, Stand­ort!". Fasst man das, was in dem lesens­wer­ten Inter­view (sie­he obi­gen Link) gesagt wird knapp zusam­men, so wäre es genau die­ses Schlag­wort, ergänzt mit dem Hin­weis auf die Dienst­lei­stun­gen zu ach­ten, die an die­sem Stand­ort mög­lich sind.
 

In einer altern­den Gesell­schaft wird es dar­auf ankom­men schon beim Bau von neu­en Häu­sern (und Woh­nun­gen, auf die ich hier aller­dings nicht näher ein­ge­hen will) auf Bar­rie­re­frei­heit und Ver­sor­gungs­mög­lich­keit zu ach­ten - für den Fall, dass die Bewoh­ner nicht mehr allei­ne zurecht kom­men und Hil­fe brauchen:
Das fängt beim Ein­kauf an, geht mit der Sau­ber­keit der Woh­nung wei­ter, um dann im per­sön­li­chen Hygie­ne­be­reich zu enden.
 

Sofern es gelingt das an einem Stand­ort zu ver­wirk­li­chen ist es sogar eine etwas höhe­re Inve­sti­ti­on in das Anwe­sen wert, denn in der Zukunft wird es eine bes­se­re Stei­ge­rung haben als die auf bil­li­gem Bau­land, aber weit ent­fernt von Infra­stuk­tur und nur mit den Auto zu errei­chen­den Ein­fa­mi­li­en­häu­ser mit Bau­stan­dard für gesun­de, jun­ge Men­schen errei­chen wer­den.
 

Bei unse­rer Suche nach Bau­land haben wir alle mög­li­chen Vor- und Nach­tei­le gese­hen und abge­wo­gen. Unter­schie­de in den Prei­sen stel­len - das ist eine der Erfah­run­gen - nicht unbe­dingt den tat­säch­li­chen Wert eines Grund­stücks dar. Sie sind sehr von den Mak­lern, deren Geschäfts­ge­ba­ren und den Ban­ken einer Regi­on abhän­gig. So sind es denn die Spar­kas­sen und Volks­ban­ken mit ihrem haus­ei­ge­nen Immo­bi­li­en­an­ge­bot, die Jahr für Jahr die Prei­se nach oben trei­ben - allein auf der Basis höhe­re Erträ­ge zu erzie­len, wodurch sie die wegen Zin­sen und Kosten gestie­ge­nen Prei­se aus den Vor­jah­ren zu kom­pen­sie­ren suchen. In ande­ren Wor­ten: Was an zusätz­li­chen Kosten für die Bau­her­ren zum Kauf­preis hin­zu kam wird auf­ge­schla­gen - und so wer­den aus 100€/m² eben im näch­sten Zyklus 105€/m² oder 110€/m²!
 


Die­se Auf­preis­po­li­tik und die damit stei­gen­den Bau­ko­sten basie­ren also nicht auf einer tat­säch­li­chen Wert­stei­ge­rung der Immo­bi­lie samt Grund­stück, son­dern ledig­lich auf dem Gedan­ken den zukünf­ti­gen Bau­her­ren das aus der Tasche zu zie­hen, was zwi­schen­durch außer den Kauf­ne­ben­osten¹ an Auf­schlag durch den Geschäfts­be­trieb und die Gewinn­erwar­tung der Ban­ken auf­ge­lau­fen ist.
 

 

Noch ein Punkt, den man nicht ver­nach­läs­si­gen soll­te:
Das "Bauch­ge­fühl", etwas, das ich anson­sten eher weni­ger pro­pa­gie­re, muss im Fal­le der Stand­ort­su­che für das eige­ne Heim stim­men. Nur nach Zweck­mä­ßig­keit zu gehen ist hier nicht ange­bracht, denn 'woh­nen' ist zugleich 'leben' - und da gibt es nur schlech­te Kom­pro­mis­se, wenn man das Gefühl ver­nach­läs­sigt.
 


¹ Mak­ler­ge­büh­ren, Nota­ri­ats­ko­sten, Grund­er­werbs­steu­er, Ein­trag in das Grundbuch.

bookmark_borderSich ....

Sich klamm­heim­lich mit Gleich­ge­sinn­ten zusam­men zu tun und über ande­re Blog­ger zu lästern ist frei­lich viel ein­fa­cher, als sich umfas­send zu infor­mie­ren. Bei­spiels­wei­se über das Phä­no­men, dass dum­me Men­schen immer glau­ben viel mehr zu wis­sen als wirk­lich gebil­de­te Per­so­nen, und dass sie sich selbst als beson­ders gebil­det bezeich­nen.
 
Einen Ruhr­ge­biets­dia­lekt zu beherr­schen ist nach all­ge­mei­nen Kri­te­ri­en für "Bil­dung" nicht rele­vant oder aner­kannt. Ich spre­che 'hes­si­schen Dia­lekt' wenn es denn sein muss - habe es aber noch nie als etwas Beson­de­res her­aus­ge­stellt, weil das aus mei­nen Kind­heits­ta­gen her­rührt, und ich nichts dafür lei­sten musste.

 
Zudem:
Wer seit vie­len Jah­ren im Inter­net schreibt stellt sich selbst ein Armuts­zeug­nis aus wenn fol­gen­der Satz fällt:

 
'..Dun­ning und Kru­ger – das (oder die) kann­te ich noch nicht, hab danach gegoo­gelt, und bin Dank Dei­nes Bei­tra­ges wie­der ein keli­nes klei­nes biss­chen „schlau­er“ ..'

 
Das wage ich zu bezwei­feln, denn wer in einem kur­zen Satz gleich zwei Feh­ler macht ist ent­we­der schlud­rig oder aber bestimmt 'nicht schlau'....

 

 

bookmark_borderAnspruch . . . .

Es gibt Din­ge in unser aller Leben, die erschei­nen völ­lig *nor­mal*.
 
Man erkennt nicht, dass sie irgend­wie wich­tig sein könn­ten.
 
Sie begeg­nen uns Tag für Tag ohne auf­fäl­lig zu sein.
 
Es ist so als ob ein dun­kel geklei­de­ter Mensch vor einer dunk­len Häu­ser­wand steht ....
 
Wenn er sich nicht bewegt fällt nie­man­dem auf, dass er da ist.
 

Vie­le Men­schen wun­dern sich dar­über, dass die Zahl der Ein­woh­ner unse­res Lan­des, die den Schar­la­ta­nen, den Rat­ten­fän­gern, den Ver­füh­rern von Rechts auf den Leim gehen, lang­sam aber ste­tig wächst. Dass so die Gefahr dro­hen­der wird die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in einen auto­ri­tä­ren rechts-dik­ta­to­ri­schen Staat zu verwandeln.
Trotz immer mah­nen­de­ren Hin­wei­sen auf eine sol­che Ver­schie­bung des Spek­trums, trotz der abrut­schen­den Staats­we­sen wie Polen oder Ungarn in unse­rer Nach­bar­schaft, trotz des schlim­men Bei­spiels in den USA, das den Beweis erbracht hat, dass es nie­mals ein end­gül­ti­ges "NIE!" gibt.
 

Wie kann es sein, dass in einem Zeit­al­ter, in dem so viel Infor­ma­ti­on wie nie zuvor zur Ver­fü­gung steht, so weni­ge Men­schen davon Gebrauch machen sich umfas­send und aus­ge­wo­gen die­se Mög­lich­kei­ten zu bedie­nen? Es wer­den Aber­mil­lio­nen tweets, face­book-Ein­trä­ge und Bil­der­ge­schich­ten in den jewei­li­gen Platt­for­men ver­öf­fent­licht und doch - oder gera­de dadurch? - hat sich das poli­ti­sche Bewusst­sein in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eher ver­schlech­tert als ver­bes­sert.
 

Der Grund für den Man­gel ist so offen­sicht­lich,
dass man dar­über hin­weg­sieht:
 
Falsch­in­for­ma­tio­nen, Lügen­ge­schich­ten,
und bewuss­te Irre­füh­rung sind *gra­tis*!
 

Ernst­haf­te Berich­te, Erläu­te­run­gen zu Not­wen­dig­kei­ten des Staats­ge­sche­hens und der Grün­de für man­che der als über­zo­gen ein­ge­stuf­ten Ent­schei­dun­gen sind kurz gefasst erhält­lich, aber für die Mas­sen nicht ver­ständ­lich, es fehlt der 'Unter­bau', die Erklä­rung der Zusam­men­hän­ge - sol­che Infor­ma­tio­nen erhal­ten und kon­su­mie­ren daher nur die, die sie nicht so drin­gend brau­chen. Men­schen, die Zugang zu Medi­en haben, die hin­ter einer *paywall* lie­gen. Men­schen, die gewohnt sind sich selbst 'einen Reim auf das Gesche­hen' zu machen, weil es zu ihrer höhe­ren Aus­bil­dung gehör­te.
 


Über­le­gen Sie ein­mal:
 
Die Wer­be­sen­der sind gra­tis, ernst­haf­tes TV kostet Geld, Geld, das die Ärme­ren im Lan­de schmerz­lich ver­mis­sen, und daher sind sie den 'Staats­me­di­en' nicht grün, glau­ben gern die Paro­len der rech­ten Scharf­ma­cher, dort wür­den sie sowie­so nur belo­gen und betro­gen .... und dann lesen sie meh­re­re face­book posts die es so ähn­lich aus­drücken- und ihr Welt­bild wird mehr und mehr gefe­stigt. Bis sie schließ­lich nichts ande­res mehr an sich her­an las­sen als extre­me rech­te Bericht­erstat­tung, die oft den Namen nicht ver­dient, weil sie Stim­mungs­ma­che betreibt, nicht Infor­ma­ti­on bie­tet.
 

 

Jede Art von finan­zi­el­ler Beschrän­kung im Bereich der Infor­ma­ti­on nützt den rech­ten Kräf­ten im Lan­de. In ihren kosten­lo­sen 'Medi­en' wer­den rasch zu ler­nen­de Stich­wor­te ver­teilt, immer wie­der­holt und schließ­lich vom Publi­kum selbst ver­tre­ten.
 

Ein gewich­ti­ger Grund, war­um durch die Gier der Pri­vat­sen­der und Ver­la­ge - mit­tels Ver­brei­tung von Halb­wahr­hei­ten, die als "Nach­rich­ten" aus­ge­ge­ben wer­den - der Unter­gang der Demo­kra­tie beschleu­nigt wird.