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"Stoff­wech­sel­schlacken"³*¹ ist ein Kunst­wort ohne Wahr­heits­ge­halt - es gibt sie nicht! Wer sol­che - und ähn­li­che - Begrif­fe benutzt ent­larvt sich als unwis­send und natur­wis­sen­schaft­lich unge­bil­det.

Des­we­gen eini­ge Erklä­run­gen in Sachen "Eiweiß"-Abbau (= Abbau von Pro­teï­nen) um zu ver­deut­li­chen, daß es sich bei dem Wort "Stoff­wech­sel­schlacken" um eine lee­re Wort­hül­se han­delt und zugleich als Nach­hil­fe für eine Kom­men­ta­to­rin die fol­gen­de Zei­len schrieb:

" .. Ich habe fest­ge­stellt, wenn man kei­ne oder nur wenig tie­ri­sches Eiweiss zu sich nimmt, der Schweiss­ge­ruch stark abnimmt und man viel weni­ger Deo braucht. Der Kör­per muss dann nicht so viel Abfall (="Stoff­wech­sel­schlacken") wie­der nach aussen trans­por­tie­ren .."

[Quel­le des Zita­tes]

Ich neh­me Bezug auf den fett­ge­druck­ten Teil der Aus­sa­ge und stel­le ein paar ein­lei­ten­de Fra­gen zu Pro­teï­nen um Begrif­fe zu defi­nie­ren und Zusam­men­hän­ge zu erklä­ren.

Was ist Eiweiss

Eiweiß (Pro­teïn) ist ein Sam­mel­be­griff für Mole­kü­le (che­mi­sche Ver­bin­dun­gen), die ein bestimm­tes Muster, d.h. eine defi­nier­te Rei­hen­fol­ge und Zahl von Ato­men besit­zen.

Allen Eiwei­ßen gemein­sam ist - unab­hän­gig von der Ket­ten­län­ge ( = Grö­ße des Mole­küls) und mög­li­chen Ver­zwei­gun­gen oder Ring­bil­dun­gen - eine "End­grup­pe" die fol­gen­der­ma­ßen zusam­men­ge­setzt ist:

Car­b­oxy­grup­pe ( – COOH; auch "Säu­re­grup­pe" genannt) und einer Ami­no­grup­pe ( – NH2).
Daher der Name "Ami­no"-"Säu­re".

Eine Ami­no­säu­re hat aber weder sau­ren noch basi­schen Cha­rak­ter, da sich die Ladun­gen der End­grup­pen neu­tra­li­sie­ren - es ist also blan­ker Unfug wenn in eso­te­ri­schen Zir­keln ent­we­der die Basen oder Säu­ren in der Nah­rung ver­teu­felt wer­den:

In jedem Typ von Nah­rung sind die Säu­ren und Basen "gepuf­fert", was bedeu­tet, daß sie neutral(-isiert) sind.

Wie unter­schei­den sich tie­ri­sches und pflanz­li­ches Eiweiß?

"Pro­te­inoge­ne Ami­no­säu­ren" sind alle Ami­no­säu­ren, die als Bau­stei­ne der Pro­te­ine von Lebe­we­sen auf­tre­ten. Pro­te­inoge­ne Ami­no­säu­ren sind immer α-Ami­no­säu­ren, da das "Rest­mo­le­kül" in α-Stel­lung an der Ami­no-Säu­re-Grup­pe hängt. Von die­sen Ami­no­säu­ren gibt es 20 ver­schie­den auf­ge­bau­te Struk­tu­ren (Mole­kü­le), die als "Stan­dar­da­mi­no­säu­ren" (auch: "Kano­ni­sche Ami­no­säu­ren") bezeich­net wer­den, da sie die ein­zi­gen sind, die durch die Erb­infor­ma­ti­on "DNA" codiert ("vor­ge­ge­ben") wer­den kön­nen.

Wie stets gibt es Aus­nah­men, die aber hier nicht wei­ter bespro­chen wer­den sol­len, denn das inter­es­siert nur Fach­leu­te und führt zu unnö­ti­ger Ver­wir­rung von Lai­en - wer es genau­er wis­sen möch­te sei auf fol­gen­de Quel­len ver­wie­sen
"Kurz­be­schrei­bung" oder
"Nicht pro­te­inoge­ne Ami­no­säu­ren"


Wie in die­sem Absatz dar­ge­stellt gibt es also kei­nen Unter­schied im Auf­bau und der Funk­ti­on der Eiweiß-Bau­stei­ne bei Tie­ren und Pflan­zen - ledig­lich die Zahl und Rei­hen­fol­ge der zum Auf­bau benö­tig­ten Ami­no­säu­ren ist ver­schie­den.
Dar­aus folgt, daß es auch kein 'böses' oder 'gutes' Eiweiß geben kann! Weder haben pflanz­li­che Eiwei­ße posi­ti­ve Wir­kun­gen, noch tie­ri­sche Eiwei­ße nega­ti­ve Wir­kun­gen:
Wer sol­che Behaup­tun­gen auf­stellt hat kei­nen blas­sen Schim­mer von den natur­wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­gen.

 

Hin­weis: Aus­führ­li­cher Arti­kel zu Eiweiß → HIER ("click!")
*edit*
Fol­gen­de Ergän­zung:
Die Über­ein­stim­mung der pro­zen­tua­len Ver­tei­lung von Ami­no­säu­ren aus tie­ri­schem Eiweiß ist grö­ßer als die aus pflanz­li­chem Eiweiß - des­we­gen soll­te eine 'gesun­de' Nah­rung immer bei­de Eiweiß­ar­ten ent­hal­ten.

Wie wird Eiweiß abge­baut?

Zunächst ein paar Wor­te und eine Abbil­dung zum AUFBAU der Pro­te­ine. Jedes Pro­te­in besteht aus ein­zel­nen Ami­no­säu­ren, die an dafür vor­ge­se­he­nen Stel­len mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Beim der Ver­knüp­fung wird Was­ser (H2O) frei (Kreis in der Abb.).

Dafür wird Ener­gie ver­braucht, die so in den Bin­dungs­stel­len 'gespei­chert' ist. Genau an den Ver­bin­dungs­stel­len wer­den die Pro­te­ine auch wie­der zer­legt:
Der ABBAU geht in umge­kehr­ter Rei­hen­fol­ge vor sich, dabei wird Ener­gie frei. Das ist genau die Ener­gie­men­ge, die zuvor für den Auf­bau benö­tigt wur­de. Die frei­wer­den­de Ener­gie kann in ver­schie­de­nen phy­si­ka­li­schen Grö­ßen ange­ge­ben wer­den, meist gebräuch­lich ist die "Kalo­rie".

Auf- und Abbau wer­den von der DNA jeder Zel­le gesteu­ert, die dazu nöti­gen Bau­stei­ne wer­den z. T. in der Zel­le selbst her­ge­stellt, oder sie wer­den über das Blut zu den Zel­len hin­ge­bracht. In das Blut gehen auch jene Bestand­tei­le des Abbaus von Sub­stan­zen (nicht nur Eiweiß!) ein, die sonst noch in der Zel­le 'ent­ste­hen'.

Sind die Abbau­pro­duk­te "Abfall"?

" .. Stoff­wech­sel­schlacken blei­ben im Kör­per zurück und ver­gif­ten die­sen von innen her­aus. Man spricht dann auch von "Ver­schlackung".. " - so ein Zitat aus einer Wer­bung für Schüss­ler-Sal­ze. Dar­in ist z.B. "Natri­um Chlora­tum" ent­hal­ten. Das ist das nor­ma­le Salz, was wir zum Wür­zen unse­rer Spei­sen benut­zen: Koch­salz!

Doch nun zum Begriff "Stoff­wech­sel­schlacken", kurz auch als "Abfall" bezeich­net. Immer wenn es dar­um geht etwas genau­er zu erklä­ren wer­den die­se Begrif­fe benutzt - ohne aller­dings kon­kre­te Anga­ben zu machen. Einer schreibt vom Ande­ren ab - und dadurch tau­chen die­se Begrif­fe immer wie­der auf. So wird im all­ge­mei­nen Bewußt­sein ver­an­kert, daß "Stoff­wech­sel­schlacken" etwas Schlech­tes sind - nur weiß kei­ner genau war­um.

[Zitat] " .. Die "Ver­gif­tung vom Darm" muss abge­stellt wer­den; eine wei­te­re "Ver­schlackung" der Gewe­be­räu­me, der Gefäß­wän­de, des Mus­kel-, Seh­nen-, und Band­ap­pa­ra­tes muss ver­hin­dert wer­den: die "Ent­schlackung", die Aus­schleu­sung von Stoff­wech­sel­pro­duk­ten aus den Gewe­be­räu­men, aus dem Kör­per, muss geför­dert wer­den. .. "

Wie zuvor - wei­ter oben erklärt - wer­den beim Abbau von Eiweiß nur die Stof­fe wie­der frei, aus denen es auf­ge­baut ist: Ami­no­säu­ren.

Die­se bestehen aus Koh­len­stoff [C], Was­ser­stoff [H], Sauer­stoff [O] und Stick­stoff [N] (eini­ge weni­ge ent­hal­ten noch Schwe­fel [S] o.ä. Mole­kü­le, die sind aber außer­or­dent­lich sel­ten, weni­ger als 2% aller Ami­no­säu­ren) - es wer­den also kei­ne "Stoff­wech­sel­schlacken" beim Abbau frei­ge­setzt, son­dern

Was­ser (Was­ser­stoff und Sauer­stoff → H2O),

Koh­len­stoff­di­oxid, (älter) Koh­len­di­oxid (Koh­len­stoff und Sauer­stoff → CO2)

Ammo­ni­ak (Was­ser­stoff und Stick­stoff → NH3)

Das Ammo­ni­ak wird aber nie tat­säch­lich frei­ge­setzt, es wird umge­hend in
Harn­stoffCO(NH2)2 bzw.
Harn­säu­re [che­mi­sche Bezeich­nung → 2,6,8-Tri­hy­dro­xypurin] umge­wan­delt und ist damit für den Kör­per unschäd­lich.

Wo sind sie denn nun, die "Stoff­wech­sel­schlacken"?

Beschrie­ben wer­den sie so:


[Kasten, Punkt d)] " .. Die wich­tig­sten phy­sio­lo­gi­schen Eiweiß­ab­bau­pro­duk­te - Stof­fe von hoher Toxi­zi­tät - ken­nen wir noch gar nicht .. "

 

Aha! Man kennt sie zwar nicht - weiß aber genau, dass es sie geben muss und dass sie fürch­ter­lich gefähr­lich sind .... weil 'toxisch' = 'hoch­gif­tig' bedeu­tet.


Wei­te­re Stof­fe sind: " .. Phe­no­le, Indo­le, aro­ma­ti­sche und ali­pha­ti­sche Ami­ne, Poly­ami­ne wie Kada­verin und Putres­zin, Nitros­ami­ne, Form­alde­hyd aus Metha­nol, hoch­mo­lo­ku­la­re Alko­ho­le, die soge­nann­ten Fusel­öle, und ande­re, noch unbe­kann­te Sub­stan­zen .. "

 

Ouups! Schon wie­der etwas, das noch 'unbe­kannt' ist - aber natür­lich brand­ge­fähr­lich.
Der Autor hat erwähnt wo sowas her­kommt:

".. Aus 'bak­te­ri­el­lem Abbau' .." - der aber pas­siert im Dick­darm und hat mit dem Stoff­wech­sel der Zel­len nichts, aber auch gar nichts zu tun, da Stof­fe aus dem Dick­darm nicht wie­der in den Kör­per zurück­wan­dern, son­dern unver­än­dert aus­ge­schie­den wer­den.

Und selbst wenn die­se Stof­fe - beglei­tend, in der Nah­rung - zusam­men mit dem Eiweiß auf­ge­nom­men wür­den, wären nur sie, nicht das Eiweiß für Schä­den ver­ant­wort­lich.

Eine wei­te­re Bespre­chung die­ser omi­nö­sen "Stoff­wech­sel­schlacken" kön­nen wir uns daher schen­ken. Alles dazu sind nur ver­wir­ren­de, ver­schwur­bel­te Infor­ma­tio­nen, die Wis­sen­schaft vor­täu­schen wo kei­ne hand­fe­sten Bewei­se, und schon gar kei­ne exak­te Beschrei­bung vor­han­den sind.

Wie wer­den Abbau­pro­duk­te aus­ge­schie­den?

Gehen wir zunächst wie­der erst­mal zur Auf­nah­me von Eiweiß:
Bereits im Magen wer­den aus den kom­ple­xen Eiwei­ßen Teil­stücke abge­spal­ten. Im Dünn­darm setzt sich die­ser Pro­zeß so weit fort, bis ein­zel­ne Ami­no­säu­ren vor­lie­gen, die dann von der Darm­wand auf­ge­nom­men und in den (Blut-) Kreis­lauf über­ge­hen.

In der Leber wer­den Pro­te­ine gela­gert, zu den vom Orga­nis­mus benö­tig­ten Sub­stan­zen umge­baut und letzt­lich der Rest abge­baut. Bei die­sen Vor­gän­gen ent­steht - wie wei­ter oben bereits erwähnt - Ammo­ni­ak, das aber nicht frei vor­komt son­dern die Leber bil­det es in stoff­wech­sel­neu­tra­le For­men um, genau­er: zu den Stick­stoff­ver­bin­dun­gen Harn­stoff, Harn­säu­re und Krea­ti­nin.

Harn­stoff und Harn­säu­re wer­den über die Nie­re aus­ge­schie­den. Ver­mehr­te Eiweiß­auf­nah­me scha­det einer gesun­den Nie­re nicht. Dia­be­ti­ker und Men­schen mit einer Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz müs­sen aller­dings auf die Eiweiß­men­ge ach­ten, die sie zu sich neh­men.
Ca. 80 - 85% der Abbau­pro­duk­te wer­den mit dem Urin aus­ge­schie­den, der Rest ver­teilt sich auf Stuhl und - in sehr gerin­ger Men­ge! - Schweiß.

Auch sol­ches Eiweiß, das nicht aus dem Darm in den Kör­per gelangt ist ver­bleibt dort - zusam­men mit dem Eiweiß, das aktiv als Stoff­wech­sel­pro­dukt in den Darm abge­ge­ben wur­de. Die­se Eiweiß­men­gen wer­den von der soge­nann­ten "Darm­flo­ra", einem Gemisch aus unter­schied­lich­sten Bak­te­ri­en die unse­ren Darm besie­deln, wei­ter um- und abge­baut. Dabei ent­ste­hen übel­rie­chen­de Sub­stan­zen wie z.B. das Skatol.

Der Kot besteht zu etwa je einem Drit­tel

erstens aus abge­stor­be­nen Bak­te­ri­en,

zwei­tens abge­schil­fer­ten Zel­len der Darm­wand,

drit­tens umge­wan­del­ten, nicht abbau­ba­ren Stoff­wech­sel­re­sten und Fest­stof­fen, für die unser Kör­per kei­ne Abbau­en­zy­me pro­du­ziert, wie z.B. Cel­lu­lo­se.
(Die­se Wer­te gel­ten nur für die 25% Trocken­mas­se, etwa 75% des Kotes sind Was­ser)

Zusa­men­fas­sung:

Beim Eiweiß­ab­bau ent­ste­hen­de Sub­stan­zen wer­den zu ca. 80% über die Nie­re, zu ca. 20% über den Stuhl aus­ge­schie­den. Die im Schweiß aus­ge­schie­de­ne Men­ge ist dem­ge­gen­über ver­nach­läs­sig­bar klein.

Fin­den sich Eiweiß-Abbau-Pro­duk­te im Schweiß wie­der?

Die ein­fa­che Ant­wort auf die­se Fra­ge ist: "JA"
Etwas mehr in die Tie­fe gehend:
Bei den mensch­li­chen Schweiß­drü­sen unter­schei­det man zwei Typen:

Ekkri­ne Schweiß­drü­sen (Max. 2-4 Liter pro Stun­de oder 10-14 Liter am Tag)

Die Aus­schei­dungs­pro­duk­te sind:
→ Was­ser (etwa 99 Pro­zent)
→ Natri­um­io­nen Na+ (45 mmol/l)
→ Chlo­rid­io­nen Cl- (58 mmol/l)
→ Kali­um­io­nen K+ (5 – 9 mmol/l)
→ wei­te­re anor­ga­ni­sche Sal­ze in jeweils nicht nen­nens­wer­ter Men­ge
(ent­spricht pro­zen­tu­al der Zusam­men­set­zung der Elek­tro­ly­te des Blu­tes)
→ Harn­stoff
→ Harn­säu­re → lang­ket­ti­ge Fett­säu­ren → Ami­no­säu­ren, Pep­ti­de → Ammo­ni­ak (theo­re­tisch) (A)
→ Zucker
→ Milch­säu­re (Lac­tat)
→ Ascor­bin­säu­re (Vit­amin C)
→ Cho­le­ste­rin

Der pH-Wert liegt im sau­ren Bereich bei pH 4,5; es ist ein Teil des Abwehr­sy­stems der Haut gegen das Ein­drin­gen von Erre­gern und Fremd­stof­fen. (A) Anm.: "frei­es Ammo­ni­ak" im Schweiß nach­zu­wei­sen ist che­misch unmög­lich.

Apo­kri­ne Schweiß­drü­sen
(Men­gen­an­ga­ben in der Lite­ra­tur sehr stark schwan­kend!)
Die Aus­schei­dungs­pro­duk­te sind:
→ Was­ser
→ Pro­te­ine (ca. 10% der Gesamt­men­ge.)
→ Lipi­de (Fet­te)
→ Zucker
→ Ste­ro­ide (Sexu­al­hor­mon Testo­ste­ron, die Kon­zen­tra­ti­on ist geschlechts­spe­zi­fisch, Frau­en weni­ger, Män­ner mehr.)
→ Kör­per­ei­ge­ne, indi­vi­du­ell ver­schie­de­ne Duft­stof­fe (Phe­ro­mo­ne)

Der pH-Wert liegt im neu­tra­len Bereich bei pH 7,2.
 

Nun zu einem klei­nen Rechen­ex­em­pel:
Die maxi­ma­le Schweiß­pro­duk­ti­on liegt - je nach her­an­ge­zo­ge­ner Lite­ra­tur bei 2 bis zu 4 kg Schweiß pro Stun­de, aller­dings ver­dun­stet der Schweiß bei einer sol­chen Pro­duk­ti­on nicht voll­stän­dig, son­dern tropft ab. Bei ver­mehr­ter Sekre­ti­on nimmt der Salz­ge­halt des Schwei­ßes ab, um über­mä­ßi­gen Salz­ver­lust zu ver­mei­den.
Wenn 99% des Schwei­ßes Was­ser sind, blei­ben für alle ande­ren Bestand­tei­le 1% übrig. Davon kön­nen maxi­mal 0,5% Eiweiß bzw. Eiweiß­ab­bau­pro­duk­te sein. Die Emp­feh­lun­gen für eine Tages­zu­fuhr von Eiweiß lie­gen zwi­schen 70 und 90 g / Tag (0,75 bis 1 Gramm pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht; 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht). Es wer­den also Eiweiß & Abbau- bzw. Vor­stu­fen im Schweiß gefun­den, aller­dings in win­zi­gen, ver­nach­läs­sig­ba­ren Men­gen.


Zurück zu dem ein­gangs erwähn­ten Zitat:
Es gibt kei­nen Unter­schied in der Aus­schei­dung zwi­schen tie­ri­schem und pflanz­li­chen Eiweiß. Es ent­steht beim Abbau von Eiweiß kein "Abfall", schon erst recht ent­ste­hen kei­ne "Stoff­wech­sel­schlacken", son­dern die Aus­gangs­sub­stan­zen wer­den in ver­schie­de­ne che­mi­sche Stof­fe zer­legt, von denen nur 1% (maxi­mal) im Schweiß zu fin­den sind. Harn­stoff und Harn­säu­re wer­den nicht von den auf der Haut befind­li­chen Bak­te­ri­en zer­setzt, son­dern nur Ami­no­säu­ren und Fet­te.

 

PS für "lusTi­ger"

Die­sen Unter­schied gibt es nicht wegen des Stoff­wech­sels - es ist ein Pro­blem von anders­ar­ti­ger Hygie­ne, das Sie offen­bar von der Ursa­che her falsch zuord­nen. Aber trö­sten Sie sich:
Es kommt häu­fig vor, daß man die Ursa­che für eine Beob­ach­tung nicht genau fest­stel­len kann, die Sta­ti­sti­ker haben dafür sogar eine "Plau­si­bi­li­täts-Prü­fungs­for­mel" geschaf­fen um die Wis­sen­schaft zu objek­ti­vie­ren ...

³*
Was sagt "Wiki­pe­dia"?
".. Ent­schlackung (von Schlacke, einem Ver­bren­nungs­rück­stand) ist in der Alter­na­tiv­me­di­zin ein Aus­druck für Maß­nah­men, die mut­maß­li­che Gift­stof­fe und ver­meint­lich schäd­li­che Stoff­wech­sel­pro­duk­te aus­schei­den sol­len. Die Wirk­sam­keit die­ser Ver­fah­ren ist nicht gege­ben, die ange­nom­me­nen Wir­kungs­wei­sen las­sen sich nicht nach­wei­sen. .. "


*edit*
(19.03.13;14:30h) Zif­fern 1 & 2 Text/Abbildungen ein­ge­fügt.
*2. edit*
(19.03.13;17:50h) Zif­fer 3 Text/Abbildung ein­ge­fügt.
*3. edit*
(19.03.13;21:00h) Zif­fer 4 Text/Links ein­ge­fügt.
*4. edit*
(20.03.13;14:00h) Zif­fer 5 Text ein­ge­fügt.
*5. edit*
(20.03.13;18:30h) Zif­fer 6 Text ein­ge­fügt.

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Lite­ra­tur / Quel­len
[Die Link­s­et­zung bedeu­tet nicht, daß ich alle dort gemach­ten Aus­sa­gen für wissenschaftlich/fachlich kor­rekt hal­te und/oder mir 'zu eigen' mache.]:
(Inter­net):

http://www.fitforfun.de/abnehmen/gesunde_ernaehrung/gesunde-ernaehrung-die-rolle-der-naehrstoffe-eiweiss-fett-und-kohlenhydrate_aid_10133.html
http://www.medizinfo.de/leber/anatomie/physiologie.shtml
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/1262244#Mensch
http://www.vitalstoff-lexikon.de/printarticle.php?subcatid=478&mode=listarticles&
http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Einseitige-Ernaehrungsgewohnheiten/Eiweiss.html
http://flexikon.doccheck.com/de/Schwei%C3%9F
http://www.prassek.de/ernaehrung_allgemein/kohlenhydrate.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Stickstoffbilanz
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperfl%C3%BCssigkeit
http://www.achselpads.org/schweiss/index.html
http://www.patent-de.com/20070215/EP1738803.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Proteolyse
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwei%C3%9F
http://de.wikipedia.org/wiki/Kot
http://www.netzathleten.de/Sportmagazin/Gesundheits-Ernaehrungs-Fitness-Mythen/Wasser-und-Salz-Woraus-besteht-Schweiss/3016686935457538498/head

Lite­ra­tur / Son­sti­ge Quel­len:
Hahn A., Ströh­le A., Wol­ters M; Ernäh­rung – Phy­sio­lo­gi­sche Grund­la­gen, Prä­ven­ti­on, The­ra­pie. Wis­sen­schaft­li­che Ver­lags­ge­sell­schaft mbH Stutt­gart 2006
Löff­ler G., Petri­des P., Hein­rich P.; Bio­che­mie & Patho­bio­che­mie, 8.Auflage, Sprin­ger Medi­zin Ver­lag Hei­del­berg 2007
Bie­sal­ski H. K., Fürst P., Kas­per H. et al. (2004) Ernäh­rungs­me­di­zin. Nach dem Cur­ri­cu­lum Ernäh­rungs­me­di­zin der Bun­des­ärz­te­kam­mer. 3. Auf­la­ge. Georg Thie­me Ver­lag, Stutt­gart
R. Klin­ke, H-C. Pape, St. Sil­ber­nagl: Phy­sio­lo­gie, Georg Thie­me Ver­lag Stutt­gart 2005, 5., kom­plett über­ar­bei­te­te Auf­la­ge, ISBN 3−13−796005−3