bookmark_borderRegionalbahn

Knapp hun­dert Meter von mei­ner neu­en Woh­nung ent­fernt ver­läuft die Regio­nal­bahn. Als ich mir auf Goog­le Maps den Stand­ort zuerst ange­se­hen hat­te war ich skep­tisch, ob das even­tu­ell zu laut sein wür­de. Da aller­dings die son­sti­gen Bedin­gun­gen stimm­ten dach­te ich es sei min­de­stens eine Besich­ti­gung wert und dabei könn­te ich ja sehen/hören, was es mit der Stö­rung durch die Regio­nal­bahn auf sich hat.

Tags­über kom­men alle 20-30 Minu­ten Züge in bei­den Rich­tun­gen - die Strecke ist ein­glei­sig - und in der Nacht fährt kein Zug mehr. Was soll ich sagen? Bis­her höre ich nur etwas, wenn ich mich dar­auf kon­zen­trie­re und genau hin­hö­re. Anson­sten rum­pelt es manch­mal ein wenig - aber das war's dann schon.

Ein Bekann­ter mein­te "Du hast gut reden, alte Leu­te hören doch schlecht, das wird bei den jün­ge­ren Nach­barn anders sein mit der Wahr­neh­mung!" Mag sein. Ist mir aller­dings egal. Mich stört es nicht - und das ist es, was zählt.

Ken­nen Sie die "Augs­bur­ger Puppenkiste"?
Dann kön­nen Sie bestimmt die fol­gen­de Fra­ge beantworten:
"Wie heißt die Loko­mo­ti­ve von Jim Knopf und Lukas?" [dort ist es Fra­ge 4 von 10]

BONUS: Eine Insel mit zwei Ber­gen - und das Lied dazu → HIER.
Und wis­sen Sie was? In den Sieb­zi­gern waren die BHs oft so geschnit­ten, dass die Brust wie Äpfel (-chen) geformt wur­de, wir haben als Jugend­li­che dar­aus "Apfel­brüst­chen" als Bezeich­nung abge­lei­tet. Immer wenn das Lied von der Insel mit zwei Ber­gen im Lum­mer­land ertönt asso­zi­ie­re ich genau das ....

bookmark_borderApfelsaft, Apfelwein und Co.
Bonuscontent: Paviane, Hunde & Katzen

Wann haben Sie zuletzt so rich­tig 'natür­li­chen' Apfel­saft getrunken? 

Ich mei­ne sol­chen Saft, der aus rei­fen, geschro­te­ten Apfel­stücken gepresst wird und nur die natür­li­che Süße und eine Trü­bung von Eiweiß­stof­fen und Scha­len­in­halt­stof­fen hat.

In den spä­ten 80er Jah­ren, als es noch häu­fi­ger zu Erkran­kun­gen nach Genuß von frisch gepress­tem Apfel­saft kam, war es für die klei­nen, loka­len Lie­fe­ran­ten des Mate­ri­als klar, dass sie ihre Pro­duk­ti­on ändern muss­ten - oder man­gels Kund­schaft Plei­te gehen würden.

Ver­nünf­ti­ge, vor­beu­gen­de Maß­nah­men gegen bak­te­ri­ell oder myko­troph aus­ge­lö­ste Stö­run­gen bestehen dar­in, auf die Ver­wen­dung von Fall­obst zu ver­zich­ten bzw. bei des­sen Ver­wen­dung einen zusätz­li­chen Rei­ni­gungs­gang hin­zu zu fügen.

Die von den Ver­mark­tern der Säf­te und Wei­ne aus Obst (also nicht nur bei Äpfeln) vor­ge­schla­ge­ne Lösung war jedoch die Pasteu­ri­sie­rung, die den Geschmack, den Kör­per und den Cha­rak­ter von ech­tem Saft oder natür­lich gego­re­nem Wein verändert.

Wer jetzt erwar­tet hat­te die Land­wirt­schafts­lob­by wer­de das das Wort ergrei­fen und sich für die klei­nen Erzeu­ger, die sol­che Maß­nah­men wegen der gerin­gen erzeug­ten Men­gen nicht oder nur schwer erwirt­schaf­ten konn­ten in die Bre­sche wer­fen, der hat­te falsch gedacht:
Sie blie­ben stumm, und so sind die mei­sten hier­zu­lan­de ver­kauf­ten Säf­te und Obst­wei­ne 'Indu­strie­pro­duk­te', mit nur gering­fü­gi­gen Unter­schie­den. Denn das Beson­de­re, den regio­na­len Cha­rak­ter durch regio­nal wach­sen­de Sor­ten mit typi­schem Geschmack dar­stel­len­de, ist wegen der umfang­rei­chen 'Behand­lung' verschwunden.

"Apfel­saft" in Super­märk­ten, in Groß­be­trie­ben erzeugt, ist heu­te über­wie­gend eine kla­re Flüs­sig­keit, die fast nichts mit frisch gepress­tem Apfel­most - und gele­gent­lich sogar nichts mehr mit Äpfeln zu tun hat.
Wenn sie sich etwas Gutes tun wol­len schau­en Sie sich 'mal in der Gegend um wo sie woh­nen. Da gibt es bestimmt einen spe­zia­li­sier­ten Bau­ern­hof der ihnen selbst pro­du­zier­ten Saft oder Wein aus lokal gewach­se­nen Früch­ten ver­kau­fen kann - nur gibt es da dann kein Sonderangebot 

"Apfel­saft (aus Kon­zen­trat) 1,5 Ltr. für 99 Cent!"

Zum Schluss möch­te ich Sie noch auf eine außer­ge­wöhn­li­che Tier­be­zie­hung auf­merk­sam machen:

Das fried­li­che Zusam­men­le­ben zwi­schen Pavia­nen, Hun­den und Kat­zen. Evo­lu­ti­on ist ein vom Men­schen unab­hän­gi­ges Grund­prin­zip der beleb­ten Natur - des­we­gen fin­det sie immer statt.

Das ist für mich der tröst­li­che Gedan­ke in die­ser unein­sich­ti­gen Welt, die von Men­schen domi­niert ist die nur ihren eige­nen Nut­zen im Sinn haben. So, als ob sie allei­ne auf dem Pla­ne­ten wohn­ten. Evo­lu­ti­on wird noch exi­stie­ren wenn sich die Men­schen selbst aus­ge­rot­tet haben.

Ganz zum Schluss noch "Bohe­mi­an Rhap­so­dy" à la TRUMP
- ein Glanz­stück der Persiflage!

bookmark_borderWas Sie schon immer über "Moos" wissen wollten

Wer schon bei "ama­zon" bestellt hat kennt das: Ein paar Tage nach­dem die Ware gelie­fert wur­de kommt ein Mail und dar­in steht der Satz 

".. möch­ten Sie Ihre Trans­ak­ti­on bei Amazon.de bewerten? .."

Die übli­che "Ster­ne Bewer­tung" (Abbil­dung) von 1-5, so wie an vie­len Stel­len im Inter­net. Das ist immer eine Schwie­rig­keit, denn vie­le Eigen­schaf­ten von Waren die man gekauft hat lernt man erst nach und nach ken­nen und Feh­ler stel­len sich meist erst nach län­ge­rem Gebrauch ein.

So hat­te ich vor eini­ger Zeit eine kabel­lo­se Maus / Tasta­tur Kom­bi­na­ti­on mit ein­ge­bau­tem Akku (auf­lad­bar, Kabel war dabei) gekauft - die war Spit­ze, selbst nach mehr­mo­na­ti­gem Gebrauch. Als ich dann eine Zwei­te kauf­te war das ein Reinfall:
Sie funk­tio­nier­te nur wenn das Lade­ka­bel für den ein­ge­bau­ten Akku in der Maus steck­te - ein Unding, ins­be­son­de­re bei der Maus.

Was nun tun? Eine schlech­te Bewer­tung hin­ter­her schie­ben? Die Rück­ga­be­frist war auch abge­lau­fen, wegen des Umzugs. Nun, 'etwas Schwund ist immer' und bei dem Preis kann ich es ver­schmer­zen. Ärger­lich wäre es nur wenn ande­re Käu­fer sich auf mei­ne posi­ti­ve Bewer­tung ver­las­sen .... und dann ver­las­sen sind weil nichts rich­tig funktioniert.
Des­we­gen wer­de ich zukünf­tig wohl ver­zich­ten sol­che Bewer­tun­gen zu schreiben.

Was man­che Rezen­sen­ten machen fin­de ich dage­gen lustig - obwohl es dem ursprüng­li­chen Fra­ger bestimmt nicht hilft und wahr­schein­lich nicht gefällt, ent­larvt es die­sen doch als ein wenig ein­fäl­tig - min­de­stens aber schlecht infor­miert über sein Hob­by, das er ja selbst ausübt.

So sah die­se Anmer­kung aus:

bookmark_borderStatusänderung

So ganz klamm­heim­lich und ohne viel Pres­se­auf­merk­sam­keit hat der Iran die US Trup­pen als "Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on" bezeich­net. Das wird Fol­gen haben.

Der ira­ni­sche Außen­mi­ni­ster ist ein stu­dier­ter Mann, der Jah­re in Den­ver, Colo­ra­do, USA, Recht stu­diert hat. Er betont ein­mal mehr, dass man sich an 'inter­na­tio­na­les Recht' hal­ten wer­de, ohne dabei zu erläu­tern, was das bedeu­tet. Er bemerkt eher so en pas­sant, dass die USA die Revo­lu­ti­ons­gar­den - ver­gleich­bar etwa mit den Mari­nes der USA - schon seit lan­gem zu Ter­ro­ri­sten erklär­ten. Die Büch­se der Pan­do­ra ist dank Trumps wahn­wit­zi­gem Angriff auf einen hohen ira­ni­schen Mili­tär geöff­net. Die Erschüt­te­run­gen wer­den wir deut­lich wahr­neh­men. Anders als das Groß­maul Trump, der von sei­nen Lau­nen gesteu­ert wird, über­las­sen die Ira­ner nichts dem Zufall und anders als er han­deln sie über­legt und sind dadurch überlegen.

Zu den Fol­gen¹, die das nach Kriegs­völ­ker­recht hat:
"Kom­bat­tan­ten", also uni­for­mier­te Sol­da­ten einer ande­ren als der eige­nen Macht haben das Recht nach Kriegs­völ­ker­recht behan­delt zu wer­den - "Ter­ro­ri­sten" hin­ge­gen sind 'vogel­frei', sie genie­ßen nicht die erwei­ter­ten Schutz­be­din­gun­gen des Rechts wenn sie auf­ge­grif­fen und gefan­gen genom­men werden.

Die­se Dimen­si­on ist wahr­schein­lich den US Mili­tärs klar - es ist jedoch äußerst zwei­fel­haft, dass Trump das weiß. Und wenn er es weiß, ob er über­haupt in der Lage ist, sich die Fol­gen vor­zu­stel­len, die das für US Sol­da­ten haben kann.

Es ist nicht zu ver­ken­nen, dass der Iran von einem Régime mit reli­giö­ser Ver­blen­dung und aus­ge­präg­tem Macht­be­wusst­sein gelenkt wird. Das berech­tigt die USA nach kei­nem Rechts­prin­zip auf die­sem Pla­ne­ten sich dort als *Welt­po­li­zist* auf­zu­spie­len und her­um­zu­bal­lern wie es ihnen gefällt.

¹ Men­schen­rech­te und Kriegs­recht; https://www.bundestag.de/resource/blob/415012/cbaf3931bc80d6586769500c0cbf6bdf/WF-II-040-06-pdf-data.pdf

bookmark_borderVon Kriegen der unterschiedlichen Art

Am 06.Oktober 2008 schrieb ich unter dem Titel "Ein 'ordent­li­cher' Krieg muß her" einen Arti­kel über die Fol­gen von lan­gen Zeit­span­nen ohne Krieg '.. Jahr­zehn­te­lang Frie­den, kei­ne Aus­dün­nung der Alten durch Seu­chen, Hun­ger oder Ver­schüt­ten, Ver­bren­nen und In-die-Luft-jagen ..' wie ersatz­wei­se durch wirt­schafts­po­li­ti­sche Gescheh­nis­se Bedin­gun­gen geschaf­fen wer­den, die fast die Fol­gen haben, die man nach Krie­gen ver­zeich­net - nur sind die Ereig­nis­se nicht so offen­bar und blu­tig, kei­ne zer­ris­se­nen Kin­der­kör­per und her­um­lie­gen­de Leichenteile:
In Wirt­schafts­krie­gen stirbt die Bevöl­ke­rung laut­los - min­de­stens wenn die Welt­pres­se weg­sieht. So wie in Süd­ame­ri­ka, wo die USA ihre Pfrün­de durch sub­ver­si­ve Umsturz­ak­tio­nen zu sta­bi­li­sie­ren suchen.

Ein Blick nach Japan, Hiro­shi­ma & Naga­sa­ki, oder nach Viet­nam, "agent oran­ge", oder jüngst in den Jemen, See­blocka­de, zei­gen, dass es Lang­zeit­wir­kun­gen gibt und geben wird, die die Zahl der Toten in 'ordent­li­chen' Krie­gen bei wei­tem übertreffen.

Nach Liba­non, Syri­en, Afgha­ni­stan, Irak nun Iran:
Ein wei­te­rer US Prä­si­dent der gern wie­der gewählt wer­den möch­te. Eine ein­fäl­ti­ge Bevöl­ke­rungs­mas­se, die das Gefühl einer Vor­macht­stel­lung, des "aus­ge­wählt seins" auf die­sem Pla­ne­ten ger­ne kon­ser­vie­ren möch­te. Schon ist die Spi­ra­le der Eska­la­ti­on in Gang gesetzt und es wird nicht lan­ge dau­ern bis auf bei­den Sei­ten Sol­da­ten nutz­los ster­ben. Weil es in der 'moder­nen' Kriegs­füh­rung mehr auf Mate­ri­al als auf Men­schen ankommt, die ster­ben mehr so am Ran­de. "Col­la­te­ral dama­ge' eben, Arling­ton hat noch viel Platz für ame­ri­ka­ni­schen Helden.

Ach, sagen Sie, das ist doch ganz da unten, fast schon in Asi­en, was geht uns das an .... ja, das stimmt, aller­dings wer­den wir die Erschüt­te­run­gen mit aus­ba­den - wenn man kurz über­legt wird es offenbar:
Unend­li­cher Umwelt­scha­den nicht nur dort, vor Ort, son­dern durch die logi­sti­schen Bewe­gun­gen der Mili­tär­ma­schi­ne­rie welt­weit. Das vor dem Hin­ter­grund der drin­gen­den War­nun­gen der Wis­sen­schaft zur glo­ba­len Erwärmung.

Herr Trump will wei­ter Prä­si­dent blei­ben, trotz Impeach­ment. Der Pla­net, wir Alle, sol­len es aus­ba­den. Es wird Zeit dar­über nach­zu­den­ken, ob die­ses poli­ti­sche Gefü­ge, das nach Ende des zwei­ten Welt­krie­ges instal­liert wur­de, noch im Sin­ne von Euro­pa ist.

bookmark_borderBeide Seiten ....

Einer der ver­derb­lich­sten Euphe­mis­men im poli­ti­schen Umgang.

Die Flos­kel klingt so bedacht, aus­glei­chend, ver­nünf­tig. Doch was sie aus­löst ist nicht ver­nünf­tig. Sie zielt dar­auf, die Zutei­lung von Schuld und die Dia­gno­se von Pro­ble­men zu verhindern. 

Wir beob­ach­ten das seit Jah­ren (nicht nur) in der deut­schen Politik.

Bei­de Seiten
kön­nen nicht Recht haben.
den­ken nie gleich über die glei­che Sache.
haben immer einen ganz bestimm­ten Vor­teil für sich im Auge.

So, wie bei­de Sei­ten etwas regeln, muss es nicht die beste Lösung sein - und doch wird uns der Mehr­heits­be­schluss immer als eine sol­che *opti­ma­le*, gar *alter­na­tiv­lo­se* Lösung prä­sen­tiert. Was die Mehr­heit bestimmt ist mei­stens nicht die sach­lich beste Lösung. Es ist ein Beweis von Macht. Bil­li­gen­falls ein Sieg der Manipulation.

Frü­her sieg­te wer die bes­se­ren Bogen­schüt­zen und die am wei­te­sten rei­chen­de Kano­ne hat­te. Heu­te sie­gen Mehr­hei­ten. Bei­des ist gleich *unver­nünf­tig*.
Sie­he Brexit!

Wir müs­sen - ins­be­son­de­re wenn wir die Situa­ti­on des Welt­kli­mas betrach­ten - erst­mals dahin kom­men, wozu wir als Men­schen fähig sind:

Unse­ren Geist, Ver­stand, die Erkennt­nis­se und Erfah­run­gen so bün­deln, dass ein *ratio­nal* best­be­grün­de­tes Ergeb­nis herauskommt.


Dies­mal muss es gelin­gen der ande­ren Sei­te,
der Ver­nunft, und nicht der Mehr­heit,
den "Sieg", den Vor­zug zu geben.

 

bookmark_border... eine wissenschaftliche Grundeinstellung ...

Ver­tei­di­gung der Wis­sen­schaft gegen Ver­leug­nung, Betrug und Pseudowissenschaft

Über­set­zung :
".. eine „wis­sen­schaft­li­che Hal­tung“, bei der die Evi­denz {mit beson­de­rem Wahr­heits­an­spruch auf­tre­ten­de voll­stän­di­ge Ein­sicht} im Vor­der­grund steht, und die Bereit­schaft der Wis­sen­schaft­ler, Theo­rien auf der Grund­la­ge neu­er Evi­denz zu ändern. Die Behaup­tung, der Kli­ma­wan­del sei kei­ne fest­ge­leg­te Wis­sen­schaft, die Evo­lu­ti­on sei "nur eine Theo­rie", und Wis­sen­schaft­ler ver­schwör­ten sich, um die Wahr­heit über Impf­stof­fe aus der Öffent­lich­keit zu ver­ban­nen, ist eine Grund­ar­gu­men­ta­ti­on im rhe­to­ri­schen Reper­toire eini­ger Politiker .."

Ori­gi­nal (ange­passt):
Defen­ding Sci­ence from Deni­al, Fraud, and Pseudoscience
» .. a “sci­en­ti­fic atti­tu­de” in an empha­sis on evi­dence and sci­en­tists’ wil­ling­ness to chan­ge theo­ries on the basis of new evi­dence. For exam­p­le, claims that cli­ma­te chan­ge isn’t sett­led sci­ence, that evo­lu­ti­on is “only a theo­ry,” and that sci­en­tists are con­spi­ring to keep the truth about vac­ci­nes from the public are stap­les of some poli­ti­ci­ans’ rhe­to­ri­cal repertoire .. «
[Pro­mo­ti­on for Quel­le]

Was ist stets leich­ter als sich in ein bestimm­tes The­ma einzuarbeiten?
Zu behaup­ten das Thema
- sei irrelevant;
- sei noch nicht end­gül­tig erforscht;
- wer­de noch zwi­schen Wis­sen­schaft­lern diskutiert;
- sei ent­we­der ver­al­tet, über­holt oder noch zu neu um dar­über genug zu wissen;
- sei in die­sem Zusam­men­hang nicht von Bedeutung.

Die Fül­le an Aus­re­den ist groß. Tat­säch­li­ches Wis­sen ist rar. Geschwa­fel statt Wis­sen ist wohl­feil, denn reden ohne etwas aus­zu­sa­gen wird immer belieb­ter unter Poli­ti­kern. Sie stu­die­ren Muster­sät­ze ein, die wenig aus­sa­gen aber über­zeu­gend klingen.

Glau­ben Sie nicht?


Dann suchen Sie mal bei you­tube oder ähn­li­cher Quel­le nach Reden der bekann­te­sten Poli­ti­ker - ich fin­de das beste Bei­spiel ist Frau von der Ley­en. Sie begnügt sich nicht mit lee­ren Phra­sen, sie tischt völ­lig *cool* die drei­ste­sten Lügen mit gewin­nen­dem Lächeln auf.

Das muss man erst 'mal können.
 

 
Und wie war das mit der Wis­sen­schaft von wei­ter oben?
Das war ein "Auf­hän­ger" für das Politiker-bashing.

Aber nun doch noch ganz ernsthaft:
Wis­sen­schaft trifft des­we­gen kei­ne end­gül­ti­gen Aus­sa­gen, weil es an jeder Erkennt­nis im Lau­fe wei­te­rer For­schung etwas zu ver­bes­sern, zu ändern oder ein­zu­schrän­ken gilt. Es ist ein dyna­mi­scher Pro­zess, der immer den jewei­li­gen Wis­sens­stand dar­stellt. Die Metho­den der For­schung ändern sich, die Ergeb­nis­se wer­den immer genau­er, weil die Mes­sun­gen prä­zi­ser und die Maß­stä­be immer klei­ner werden.

"Hypo­the­se" bedeu­tet nicht 'Unsi­cher­heit', son­dern "gesi­cher­tes Wis­sen mit der Mög­lich­keit und Not­wen­dig­keit es in der Zukunft wei­ter zu prä­zi­sie­ren". Das ist es was Wis­sen­schaft­ler antreibt: 

Mehr zu klä­ren, abzu­si­chern, der end­gül­ti­gen Erkennt­nis näher zu kommen.

Wenn Ihnen also näch­stens wie­der jemand zu erklä­ren ver­sucht Wis­sen­schaft­ler wür­den Sie belü­gen oder ihnen etwas vor­ent­hal­ten wis­sen Sie es nun bes­ser und kön­nen den wah­ren Lüg­ner entlarven.


*edit* (16.08.2019)
Eine Pas­sen­de Abhand­lung aus "zeit online" | [Ver­schwö­rungs­theo­rien: Epstein, Epstein, alles muss ver­steckt sein]; Jan Skud­la­rek; 15. August 2019, 20:03 h."

" .. Wer eine Aus­sa­ge in den Raum stellt, muss lie­fern. Argu­men­te. Bele­ge. Bewei­se. So war es jeden­falls frü­her. Heu­te, in der Epo­che des Anti­fak­ti­schen, gel­ten Bele­ge und Bewei­se nicht etwa als abge­wer­tet (schon das wäre schlimm genug), nein, oft sind sie schlicht­weg schnurz­piep­egal. Man braucht sie nicht im Dis­kurs. Der Kon­spi­ra­tio­nist, der sich selbst natür­lich "Wahr­heits­su­cher" nennt oder "kri­ti­scher Geist", befin­det sich in der beque­men Lage, dass allein durch die Unter­stel­lung böser Absich­ten ein Aha- oder auch ein Ja-klar-Effekt bei sei­nen Mit­men­schen ent­steht. Bei sol­chen Mit­men­schen jeden­falls, die auch kri­ti­sche Gei­ster sein möch­ten, aber auf seriö­se (und müh­sa­me) Ver­fah­rens­wei­sen von Wis­sen­schaft, For­schung oder inve­sti­ga­ti­vem Jour­na­lis­mus pfeifen .. "

bookmark_borderWer und wie denn nun ....

Der Gedan­ke, wie schlecht es um unser Land bestellt ist, über­fiel mich kürz­lich mit Macht als mir ein Bekann­ter aus dem Aus­land die Fra­ge stellte:
Wel­che Alter­na­ti­ve gibt es denn für Merkel?
Alter­na­ti­ven gäbe es schon, dach­te ich, aber die wären wohl kaum mehrheitsfähig. 

Ich fän­de es sehr viel bes­ser, wenn sich ein­mal etwas wirk­lich Posi­ti­ves zu unse­rer Regie­rung, den Par­tei­en und den Volks­ver­tre­tern schrei­ben lie­ße. Oder wenig­stens zu man­chen Ereig­nis­sen im Lan­de, bei denen sich schließ­lich Ver­nunft und Recht durch­ge­setzt haben. Da hört man in ein­schlä­gi­gen Sen­dun­gen stets nur etwas über will­kür­li­che Ent­schei­dun­gen - gegen den 'gesun­den Men­schen­ver­stand' - durch sub­al­ter­ne Ange­stell­te und Beam­te, die anstatt die Regeln, Ver­ord­nun­gen und Geset­ze im Sin­ne der Betrof­fe­nen aus­zu­le­gen, die engst­mög­li­che Beschrän­kung durch­set­zen. Dazu ein Beispiel: 

In einer online-Dis­kus­si­on ging es neu­lich um die Fra­ge »Darf ein Kin­der­gar­ten 98 Kin­der zwin­gen kein Schwei­ne­fleisch mehr zu essen weil zwei mus­li­mi­sche Kin­der eine Schwei­ne­fleisch-freie Diät haben müs­sen?«

Sofort gin­gen die Emo­tio­nen hoch und das Abend­land ging wie­der ein­mal unter. Für die extre­me Rech­te ein gefun­de­nes Fres­sen, der *Deut­sche* unter der Knu­te der Fremd­herr­schaft! Das ist das Pro­blem, dass in sol­chen Fäl­len beson­ne­ne Poli­ti­ker gebraucht wür­den, die sofort in einer Son­der­sen­dung auf allen Kanä­len (!) die grund­ge­setz­li­che Situa­ti­on in sol­chem Fall erklä­ren, und zwar so, dass es der letz­te Dumm­kopf ver­steht. Sonst wird doch wegen jeder Lap­pa­lie ein *Brenn­punkt* ange­setzt - hier wäre es bestimmt im Sin­ne einer Kon­flikt­mi­ni­mie­rung und Aggres­si­ons­re­du­zie­rung angebracht.

Zuerst gehör­te die Tat­sa­che erklärt, dass man die Reli­gi­ons­frei­heit der einen Grup­pe nicht der von ande­ren Grup­pen über­ord­nen kann. Davon gibt es kei­ne Aus­nah­me, denn Reli­gi­ons­frei­heit gilt auch im Fal­le der 'Frei­heit von Reli­gi­on' oder im Fal­le einer ande­ren als der mus­li­mi­schen Religion!

Das Grund­ge­setz sieht in Art. 4 vor:
" .. (1) Die Frei­heit des Glau­bens, des Gewis­sens und die Frei­heit des reli­giö­sen und welt­an­schau­li­chen Bekennt­nis­ses sind unverletzlich.
(2) Die unge­stör­te Reli­gi­ons­aus­übung wird gewährleistet .. " 

Da nun zwei Stand­punk­te, basie­rend auf §4GG (1+2) vor­lie­gen, muss zwi­schen die­sen ein Kom­pro­miss gefun­den wer­den. Hier ist nicht die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung in Fra­ge gestellt. Das *Vater­land* ist nicht in Gefahr. Nie­mand soll unter frem­de reli­giö­se Geset­ze gestellt werden.
Es geht schlicht und ein­fach dar­um, zwi­schen den Stand­punk­ten eine irgend­wie gear­te­te, mög­lichst Alle zufrie­den stel­len­de Rege­lung zu finden.
Zitat:
' ..Wer kein Schwei­ne­fleisch essen möch­te, der soll es las­sen, aber nicht ande­re zwin­gen, dar­auf zu ver­zich­ten. Alles ande­re ist eine Bevor­mun­dung anders­gläu­bi­ger Men­schen, die in einer frei­heit­li­chen Ord­nung abge­lehnt wer­den muss ..'
/ Zitat

Reli­gi­on darf - trotz des Schut­zes im Grund­ge­setz den sie genießt - nicht den öffent­li­chen Raum bestim­men. Wer an Ostern tan­zen will soll es tun dür­fen, wer im Rama­dan fasten will soll es tun. Aller­dings darf nie­mand gegen sei­nen aus­drück­li­chen Wil­len gezwun­gen wer­den das eben­so zu halten.

Poli­tik soll doch für Men­schen gemacht wer­den. Dafür braucht man Poli­ti­ker, die das auch wol­len. Wäre es nicht bes­ser, wenn es eine Fül­le an sol­chen Kan­di­da­ten gäbe, denen man sol­che Ämter auch wirk­lich anver­trau­en könn­te? Es fal­len mir unter den Nicht-Poli­ti­kern schnel­ler Men­schen ein, denen ich die­se Fähig­kei­ten zuord­ne. Nur sind dar­un­ter weni­ge, die die Nei­gung zei­gen, sich in den Poli­tik­be­trieb zu begeben.
Ins­be­son­de­re stellt sich die Fra­ge, ob in der der­zei­ti­gen gesell­schaft­li­chen Kon­stel­la­ti­on - mit Par­tei­en, die in ihrem Namen schon für eine bestimm­te Reli­gi­on wer­ben - die­se über­haupt in der Lage sind eine neu­tra­le welt­an­schau­li­che Posi­ti­on einzunehmen.
Dar­an sind Zwei­fel durch­aus berech­tigt, wenn man bei­spiels­wei­se den Kreuz-Erlass in Bay­ern sieht.

Im oben erwähn­ten Fall hät­te man ver­ant­wort­li­che Res­sorts ein­schal­ten kön­nen um die Rechts­la­ge zu erläu­tern - eine pri­ma Gele­gen­heit vie­len Men­schen die Nütz­lich­keit und die Gren­zen von gesetz­li­chen Vor­ga­ben nahe zu brin­gen. Die Gewis­sens­fra­ge ist hier eben­so: Wel­che Poli­ti­ker kön­nen das, unter­stellt, dass ihre Par­tei eine bestimm­te reli­giö­se Grund­hal­tung bevorzugt.

Mög­li­cher­wei­se wäre es eine gute Idee erst mal die Rah­men­be­din­gun­gen zu ändern um Poli­tik­jobs attrak­ti­ver zu machen: Quer­ein­stieg von Fach­wis­sen­schaft­lern, Begren­zung der Man­da­te auf zwei Legis­la­tur­pe­ri­oden, Ver­bot von Neben- und Anschluss­be­schäf­ti­gun­gen, und eine attrak­ti­ve Ver­gü­tung mit Über­gangs­re­ge­lun­gen. Sodann sol­che Per­sön­lich­kei­ten, denen man ihre Rol­le glaubt. Die also eine über­grei­fen­de Posi­ti­on dem Klein-Klein der übli­chen Par­tei­äu­ße­run­gen vorziehen.

bookmark_borderKann denn fragen Sünde sein?

Aus einer inten­si­ven, fast been­de­ten Dis­kus­si­on eines Arti­kels bei 'kraut­re­por­ter' war wie­der ein­mal zu ler­nen, dass 'Gläu­bi­ge' an ihrem Glau­ben fest­hal­ten und weder fak­ten­ba­sier­te Argu­men­te, noch Bewei­se eines Gegen­teils des­sen, was sie akzep­tie­ren, zum Umden­ken brin­gen können.

Es sind in jeder Dis­kus­si­on mit 'Gläu­bi­gen' die immer wie­der­keh­ren­den Argu­men­te, längst wider­legt, die vor­ge­bracht wer­den. Aldous Hux­ley wird das Zitat zugeschrieben
".. Facts do not cea­se to exist becau­se they are igno­red ..",
{Tat­sa­chen hören nicht auf zu exi­stie­ren wenn man sie ignoriert.} 

Genau das ist eines der schwie­rig­sten Pro­ble­me in sol­chen Diskussionen:
Die Basis, das Exper­ten­wis­sen, oft auch nur das was man frü­her unter 'All­ge­mein­bil­dung' ver­stand kön­nen nicht mehr erwar­tet oder vor­aus­ge­setzt wer­den. So wird eine Dar­stel­lung von Fak­ten - trotz bestens beleg­ter For­schungs­la­ge - des­we­gen abge­lehnt, weil das Wort "Hypo­the­se" meh­re­re Deu­tun­gen hat, ins­be­son­de­re in den Natur­wis­sen­schaf­ten also etwas ganz ande­res bedeu­tet als in den Geisteswissenschaften.

Dazu kommt, dass vie­le Men­schen - frei nach einer Fest­stel­lung von H.L. Men­cken - lie­ber die Wahr­heit ableh­nen wenn sie ihnen unbe­quem erscheint, und statt­des­sen eine ganz offen­sicht­li­che Unwahr­heit anneh­men, wenn sie ihrer Bequem­lich­keit dient oder ihr Vor­ur­teil stützt.

Wie also kann man sich den Reli­giö­sen nähern, um sie auf die Unhalt­bar­keit der Exi­stenz eines über­sinn­li­chen, all­mäch­ti­gen Wesens zu ver­wei­sen, ohne ihre Gefüh­le zu ver­let­zen oder sofort Wider­stand bis hin zur Bedro­hung hervorzurufen?

Direk­te Kon­fron­ta­ti­on ist nicht geeig­net, soviel steht wohl nach vie­len Dis­kus­sio­nen, die ich dazu schon erlebt habe, fest. Bewei­se nach Fak­ten­la­ge - beson­ders der Unmög­lich­keit von imma­te­ri­el­len Geist­we­sen - wer­den nicht geglaubt oder abge­lehnt. Oft ist es man­geln­des Ver­ständ­nis von Grund­la­gen der Natur­wis­sen­schaf­ten, manch­mal man­geln­de Fähig­keit abstrakt zu den­ken, die einer Akzep­tanz im Wege ist.

Kürz­lich las ich von einem gänz­lich ande­ren Ansatz, den ich wahr­schein­lich ein­mal aus­pro­bie­ren wer­de: Fra­gen stellen!
Der dort geschil­der­te Vor­teil ist ein­leuch­tend, der Betrof­fe­ne 'Gläu­bi­ge' muss selbst ent­schei­den was als Ant­wort geeig­net ist und dabei ver­schie­de­ne Aspek­te abwä­gen ... wobei ihm mög­li­cher­wei­se logi­sche Brü­che, sach­li­che Wider­sprü­che oder erfah­rungs­ba­sier­te Unzu­läng­lich­kei­ten ein­fal­len können.

bookmark_borderSicht von Christen und Muslimen auf die Gesellschaft

["click!" auf die Abbil­dung vergrößert]
wvs

Zur Erläu­te­rung:
Zu jedem der Kenn­buch­sta­ben gibt er vier Bal­ken, jeweils zwei näher bei­ein­an­der links und zwei rechts. Die bei­den lin­ken Bal­ken stel­len die Ein­schät­zung für unse­re (christ­lich gepräg­te) Gesell­schaft dar - wobei der äußerst lin­ke Bal­ken die Mei­nung der Mus­li­me wie­der­gibt, der Bal­ken dane­ben die Mei­nung der Geburtsdeutschen.
Unter dem glei­chen Kenn­buch­sta­ben gibt es zwei wei­te­re Bal­ken von denen wie­der der lin­ke die Sicht der Mus­li­me und der ande­re, rech­te Bal­ken die Sicht der Geburts­deut­schen dar­stellt - die­ses Mal aber auf eine mus­li­misch gepräg­te Gesellschaft.
Für den Kenn­buch­sta­ben "H" (mora­li­scher Ver­fall) wur­den nur tür­kei­stäm­mi­ge Per­so­nen befragt.

bookmark_borderUngezügelter Genuss

" .. es ist eine Krank­heit unse­rer Zeit, dass unge­zü­gel­ter Genuss ein Ersatz für Lebens­sinn sein soll .. "

Die­sen Satz las ich kürz­lich, und es ging dabei um Part­ner­schaft und Sexua­li­tät, um Poly- und Mono­ga­mie. Ein tol­ler, sehr lesens­wer­ter Arti­kel zu die­sem The­ma, das Beste, was ich seit lan­gem dazu gele­sen habe. 

Hier ver­le­ge ich mich auf eine ande­re Vari­an­te des 'unge­zü­gel­ten Genus­ses': Kaufen!
Nicht nur 'unge­zü­gelt', son­dern zugleich 'sofort', also *instant reward*, das ist es, was uns Wer­bung (= Mar­ke­ting) sug­ge­riert, wozu sie uns ver­lei­ten will. Was wir täg­lich viel­hun­dert­fach über Auge und Ohr, und, wenn wir an Bäcke­rei­en vor­bei­ge­hen, auch über den Geruch, ein­ge­trich­tert bekom­men. Was schließ­lich selbst den eiser­nen Vor­satz - sich nicht ver­ein­nah­men zu las­sen - irgend­wann in sich zusam­men­stür­zen lässt.
"Haben, haben - wie die Raben!" Das 'Besit­zen' von mate­ri­el­len Din­gen wird zum Ersatz für tat­säch­li­che Lebens­qua­li­tät, Ersatz für Bin­dung mit Per­so­nen, zum Vor­zei­ge­ele­ment für (ver­meint­li­chen) Lebens­er­folg. Wie schnell ver­pufft jedoch der *Kick* - spä­te­stens wenn das Objekt der Begier­de gekauft ist ver­fliegt sein Wert im Nichts .... und schon wird das Augen­merk auf die näch­ste Sache gelenkt. Kon­sum. Unge­zü­gel­ter Genuss. Ersatz für Sinn in einer auf sinn­lo­se Attri­bu­te aus­ge­rich­te­ten Gesellschaft.

So, wie "Ste­ter Trop­fen" den Stein höhlt, so wer­den wir durch die bestän­di­ge Berie­se­lung 'sturm­reif' geschos­sen, wer­den über­wäl­tigt und grei­fen schließ­lich zu, obwohl wir grund­sätz­lich mit Allem aus­ge­stat­tet sind was wir zum Über­le­ben brau­chen. Min­de­stens wenn wir uns in Euro­pa bewegen.

Was hilft uns aus die­sem Dilem­ma, was hilft Beson­nen­heit zu bewah­ren, was hilft sein Bud­get nicht zu über­schrei­ten - kurz: Nur das zu kon­su­mie­ren was wir tat­säch­lich benö­ti­gen um zu leben?

Ich schrei­be 'mal ein paar Mög­lich­kei­ten auf die ich hilf­reich fin­de - wür­de mich sehr freu­en, wenn noch ein paar Ideen von Lesen­den dazu kommen ....:

  • Ich habe stets maxi­mal 20,-€ an Bar­geld bei mir

    War­um soll­te ich mehr dabei haben? Heut­zu­ta­ge fin­det man an jeder Ecke Geld­au­to­ma­ten wenn es wirk­lich ein­mal drin­gend sein soll­te mehr Bar­geld zu haben.

  • Ich kau­fe bestimm­te Arti­kel nur mit Geld von einem dafür vor­ge­hal­te­nen Konto

    Für bestimm­te Zwecke habe ich zuge­ord­ne­te Kon­ten: Tan­ken und alles was das Auto betrifft von einem Kon­to, Ein­käu­fe für den Haus­halt von einem ande­ren Kon­to, usw. - und wenn kein Geld mehr auf dem Kon­to ist wird nichts mehr gekauft!
    [Wie­der­keh­ren­de Zah­lun­gen, monat­lich, quar­tals­wei­se oder jähr­lich wer­den von einem wei­te­ren Kon­to bezahlt, auf das ein fester monat­li­cher Betrag über­wie­sen wird - so erspart man sich die Über­le­gung von was sol­che Zah­lun­gen jeweils getä­tigt wer­den sollen.]

  • Eine Kre­dit­kar­te benut­ze ich wenn eine ande­re Zah­lungs­me­tho­de weni­ger sicher wäre

    Das kommt bei sol­chen Käu­fen vor, die im Aus­land getä­tigt wer­den. Da will ich nicht, dass mei­ne Kon­to­da­ten von Giro­kon­ten über Län­der­gren­zen gehen (Aus­nah­me ist da nur Über­wei­sung an mir per­sön­lich bekann­te Menschen)

  • Ich kau­fe nicht von *Grab­bel­ti­schen* auf die Ware unsor­tiert geschüt­tet wird

    Es ist eine beson­ders abscheu­li­che Zumu­tung den Kun­den in Waren­ber­gen wüh­len zu las­sen anstatt die Ware über­sicht­lich sor­tiert anzu­bie­ten. Jede 'Ord­nung' erfor­dert Per­so­nal, daher gilt im Umkehr­schluss: wer nicht sor­tie­ren läßt will nur den Pro­fit erhö­hen, zu Lasten der Kunden.

  • Ich kau­fe kei­ne *Son­der­an­ge­bo­te*

    Son­der­an­ge­bo­te sind meist Arti­kel 'die weg müs­sen', also Platz schaf­fen sol­len für neue Ware oder sie sind min­der­wer­tig pro­du­ziert, was den nied­ri­gen Preis recht­fer­tigt, sehen aber - bei­spiels­wei­se durch die Ver­packung - wert­voll aus.

  • Wenn ich etwas kau­fen will über­le­ge ich was ich dafür ent­sor­gen will* 

    Die mei­sten Men­schen kla­gen über zu viel Klin­ker­kram der bei ihnen her­um­steht. Dabei ist doch ganz ein­fach das zu ver­hin­dern indem man nicht immer­zu etwas kauft, was das Pro­blem verschlimmert.

* Beispiel:
Zwar ist es eine schö­ne neue Tas­se mit einem tol­len Spruch
- aber wel­che der zwan­zig(?) ande­ren Kaf­fe­pöt­te wer­fe ich dafür weg?

bookmark_borderAlles "fake news!"

Stel­len Sie sich mal fol­gen­des vor:

Sie haben viel Geld und 8 ver­schie­de­ne Wohn­or­te, schön gleich­mä­ßig rund um den Glo­bus ver­teilt .... und ab und zu möch­ten Sie die natür­lich besu­chen und ein paar Tage da verbringen.

Weil Sie viel Geld haben schert sie nicht was das kostet.

Ein wenig besorgt sind Sie nun aber schon, weil ihnen über­all etwas zu "CO2-foot­print" ent­ge­gen­schallt und Sie irgend­wie den Ver­dacht haben, das könn­te bedeu­ten, dass Sie viel­leicht eini­ge ihrer Wohn­or­te auf­ge­ben müss­ten, weil durch eine "CO2-Steu­er" selbst Ihnen, mit viel Geld, das rei­sen zu teu­er wer­den könnte.

Da fällt ihnen ein:
Sie könn­ten gegen die­se Stim­mung dadurch vor­ge­hen, dass Sie ein paar käuf­li­che Wis­sen­schaft­ler enga­gie­ren, die der stau­nen­den Öffent­lich­keit erklä­ren, "Alles halb so schlimm mit die­sem CO2, das ist sowie­so ganz anders und alles "fake news!""

Nun sub­sti­tu­ie­ren wir für "8" die Zahl "800", für "Sie" set­zen wir "USA", und für "Wohn­or­te" das Wort "Stütz­punk­te". Dann wird sofort klar war­um der schlimm­ste Ver­schmut­zer unse­res Pla­ne­ten nicht zuge­ben will was jedem klar den­ken­den Men­schen sofort ver­ständ­lich ist:


Wenn Tau­sen­de von Sol­da­ten und Aber­tau­sen­de Ton­nen Mate­ri­al zu und zwi­schen die­sen 800 Stütz­punk­ten trans­por­tiert wer­den ist der Umwelt­scha­den enorm:
40% aller schäd­li­chen Emis­sio­nen wer­den von den 4% der Welt­be­völ­ke­rung ver­ur­sacht die sich "Ver­ei­nig­te Staa­ten von Ame­ri­ka" nen­nen.

 

 

Nun brau­chen wir nur ein wenig wei­ter zu denken:
Wenn die USA ihre Stütz­punk­te redu­zie­ren wür­den wäre uns Allen mehr­fach gedient - weni­ger CO2, und gleich­zei­tig wäre die Welt erheb­lich sicherer .... 

Wie­der eine Tat­sa­che, von der wir in Rund­funk, Pres­se und Fern­se­hen nichts erfahren. 

Aber dort schon → New Report Expo­ses Pentagon's Mas­si­ve Con­tri­bu­ti­ons to Cli­ma­te Cri­sis Post-9/11

Sie­he hier­zu auch → How the Pentagon’s Fore­ver Wars Are Kil­ling the Pla­net