bookmark_borderReichsbürger

Es heißt ja, die Geschich­te sei dazu da von ihr zu ler­nen. Was ler­nen wir also aus der Geschich­te in Bezug auf die plötz­li­chen Akti­vi­tä­ten der baye­ri­schen Ver­wal­tung & Justiz gegen die Reichsbürger?

Es ist ein Para­de­bei­spiel dafür, wie mit bestimm­ten Adjek­ti­ven in der Bericht­erstat­tung ein Bild bei Zuhö­rern & ~sehern erzeugt wird, das man nur als "Zerr­bild der Wirk­lich­keit" bezeich­nen kann.

Die mei­sten der Reichs­bür­ger sind kei­ne Rechts­ra­di­ka­len, radi­kal und unbe­irr­bar sind sie aller­dings schon: Wenn es näm­lich um die Frasge geht ob die Bun­des­re­pu­blik Rechts­nach­fol­ge­rin des drit­ten Rei­ches ist. Da kommt ein glat­tes "Nein" - die Bun­des­re­pu­blik sei, so erklär­te man mir, eine GmbH mit Sitz in New York. [Sie­he ande­re Ver­sio­nen bei WIKIPEDIA]


>>>>>> Anders als in den Medi­en behaup­tet datie­ren die Reichs­bür­ger den letz­ten recht­lich fun­dier­ten Staat "Deutsch­land" auf das Kai­ser­reich zurück, also nicht die Gren­zen von 1937, son­dern die Gren­zen des Kai­ser­rei­ches vor 1912. 

Die soge­nann­ten "Reichs­bür­ger" sind kei­ne unbe­deu­ten­de Min­der­heit, es sind eine Men­ge Men­schen - und die wur­den in den letz­ten Jah­ren immer mehr. So vie­le, dass schon seit Jah­ren die Ver­fas­sungs­schüt­zer der Bun­des­län­der die Akti­vi­tä­ten der Reichs­bür­ger zu durch­schau­en und zu erfas­sen suchen. Da haben uns heu­te, 19.10.2016, am Tag die­ses Zwi­schen­falls in Bay­ern, die Pres­se und das Fern­se­hen falsch infor­miert, mög­li­cher­wei­se, das muß man ein­räu­men, aus purer Unwissenheit.

Mich erin­nert das an die Anfän­ge von Baa­der-Mein­hof. Erst ganz weni­ge Infor­ma­tio­nen, dann plötz­lich gro­ßes Getö­se in den Medi­en und gleich­zei­ti­ge Straf­ver­schär­fung für Straf­ta­ten, die man die­ser Grup­pe zuord­ne­te. Der näch­ste Schritt war die völ­li­ge Dämo­ni­sie­rung ohne eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den Zie­len und Argu­men­ten - und dann die tota­le Ver­fol­gung mit allen Mit­teln die dem Staat zur Ver­fü­gung stehen.

Herr­mann, der baye­ri­sche Innen­mi­ni­ster, deu­te­te schon an "inten­si­ver" gegen die­se Leu­te vor­ge­hen zu wol­len. Sie wer­den der Poli­tik wohl unbe­quem, und es soll ein Exem­pel sta­tu­iert werden.

Was hat denn den För­ster plötz­lich "nicht mehr zuver­läs­sig für den Besitz einer Waf­fe" gemacht? DAS hat bis­her in den Medi­en nie­mand erklärt.

Wären Sie, lie­be Lesen­de, nicht auch erstaunt wenn man Ihnen so ganz aus hei­te­rem Him­mel plötz­lich ein bis­he­ri­ges Recht abspre­chen woll­te - nur weil sie den Staat kri­tisch sehen und sei­ne recht­mä­ßi­ge Exi­stenz anzweifeln? 

Der Fra­ge, war­um g e n a u die baye­ri­sche Ver­wal­tung dem Mann sei­ne Waf­fen weg­neh­men woll­te hat sich noch nie­mand in der Bericht­erstat­tung ange­nom­men - und da wäre doch der Ansatz für Außen­ste­hen­de zu ver­ste­hen, ob die­ser Ver­wal­tungs­akt gerecht­fer­tigt oder will­kür­lich war. Was danach folg­te ist doch nur abschlie­ßend zu beur­tei­len, wenn man die Hin­ter­grün­de kom­plett überschaut.

Soweit ich es ver­stan­den habe:
"unge­eig­net" war der Mann nicht etwa weil er jeman­den bedroht hät­te, son­dern ledig­lich, weil er von sei­nem Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung Gebrauch gemacht hat und das der baye­ri­schen Ver­wal­tung nicht gefal­len hat - das ist eine gefähr­li­che Ent­wick­lung, die wir so zuletzt vor '33 hat­ten. Und gleich nach der Hitler'schen Macht­über­nah­me, in deren Fol­ge alle Ander­den­ken­den erst aus­ge­son­dert, dann geäch­tet, und zuletzt in KZs ermor­det wurden.

Gera­de der Innen­mi­ni­ster in Bay­ern ist nicht zim­per­lich wenn es dar­um geht Anders­den­ken­de anzu­schwär­zen, aus­zu­son­dern, zu ächten ....

Damit ich nicht ver­kehrt ver­stan­den werde:

  • Ich bin weder "Reichs­bür­ger" noch sym­pa­thi­sie­re ich mit deren Thesen;
  • Ich leh­ne jede Art von gewalt­sa­mer Akti­on zur Durch­set­zung von poli­ti­schen oder Welt­an­schau­ungs­zie­len ab;
  • Ich tre­te hier für freie Mei­nungs­äu­ße­rung auch von noch so abstru­sen Ideen ein, selbst wenn sie mir nicht gefal­len, denn sie sind ein Grund­pfei­ler der Demokratie.

bookmark_borderNur Bild & Ton
Vom schleichend sich erweiternden Analphabetismus

  • " .. Es man­gelt rund 7,5 Mil­lio­nen Deut­schen zwi­schen 18 und 64 Jah­ren in gro­ßem Maß an Schrift­spra­che­kennt­nis­sen. Genau­er: Knapp fünf Mil­lio­nen kön­nen nur ein­zel­ne, kur­ze Sät­ze lesen und schrei­ben, wei­te­re zwei Mil­lio­nen kom­men über ein­zel­ne Wör­ter nicht hin­aus, und etwa 300 000 Men­schen schei­tern selbst dar­an. Sie alle gel­ten zumin­dest als funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Fast ein Zehn­tel der Men­schen in Deutsch­land sind funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Bei wei­te­ren 13 Mil­lio­nen Men­schen oder 25,9 Pro­zent der erwerbs­fä­hi­gen Bevöl­ke­rung tritt feh­ler­haf­tes Schrei­ben selbst bei gebräuch­li­chen Wör­tern auf .. " [Quel­le]
  • " .. Die Zahl der Feh­ler pro 100 Wör­ter stieg von durch­schnitt­lich sie­ben im Jahr 1972, auf zwölf im Jahr 2002 und dann noch ein­mal auf 17 Feh­ler im Jahr 2012. Das ist inner­halb von vier­zig Jah­ren mehr als eine Ver­dop­pe­lung der Feh­ler­quo­te. .. " [Quel­le]

Es ist nicht zu leugnen: 
Selbst in einem so hoch ent­wickel­ten Land wie unse­rem gibt es Analpha­be­ten, mehr männ­li­che als weib­li­che, und inter­es­san­ter­wei­se sind sie über­wie­gend berufstätig. 

Die bereits 'erkann­ten' Analpha­be­ten sind erst der Anfang. Denn wir sind auf einer Abwärts­spi­ra­le was das "sinn­erfas­sen­de Lesen von Text(-en)" angeht. 

Geprägt von Wer­bung und Comics, Com­pu­ter­spie­len und Musik, die ohne die dahin­ter lie­gen­den Bil­der nichts­sa­gend und unver­ständ­lich wäre, und von der aus­ufern­den Nut­zung der soge­nann­ten "smart pho­nes", ent­wickelt sich der visu­el­le Kanal zum wich­tig­sten Infor­ma­ti­ons­dienst des moder­nen, medi­en­nut­zen­den Men­schen. Aller­dings nicht in Form von Text und Spra­che, son­dern in Form von Bild & Ton.

Schau­en wir ein­mal zurück:
Wur­den bei der Ein­füh­rung von "sms" noch ver­ständ­li­che Sät­ze for­mu­liert, so ver­än­der­te sich der Text immer mehr zu Kür­zeln. Ent­ge­gen der damals ver­tre­te­nen Auf­fas­sung eini­ger Päd­ago­gen, das sei eine Jugend­er­schei­nung, die sich spä­ter wie­der aus­glei­chen wer­de, scheint es doch Spu­ren bei der Alpha­be­ti­sie­rung hin­ter­las­sen zu haben - wie sonst wären die stei­gen­den Zah­len von Analpha­be­ten zu erklären?

Wer­be­bot­schaf­ten stel­len ver­kürzt das dar, was der Kon­su­ment über ein Pro­dukt wis­sen soll. Da braucht es nicht viel Text, da braucht man nur eini­ge Bil­der, die Emo­tio­nen anspre­chen. Text ist da eher im Wege.

Die Poli­tik hat den Zug der Zeit erkannt: Pro­gram­ma­tik ist etwas für Hin­ter­zim­mer, dem Sou­ve­rän, den Wäh­lern, wirft man Satz­fet­zen und Slog­an­frag­men­te, viel­leicht noch hier und da sogar einen kom­plet­ten, dann aber völ­lig sinn­be­frei­ten Satz vor.

Der 'Sie­ges­zug' eini­ger Kid­die- und Jugend­blogs, die weit­ge­hend davon pro­fi­tie­ren puber­tie­ren­den Kin­dern die Seg­nun­gen der Kos­me­tik- und Beklei­dungs­in­di­strie - sozu­sa­gen von Teen zu Teen - nahe zu brin­gen und sie zum Kauf bestimm­ter Mar­ken zu bewe­gen, sind ein bered­tes Bei­spiel dafür.

"twit­ter" - ein soge­nann­ter Kurz­nach­rich­ten­dienst - wäre ohne Bil­der zu eini­gen tweets höchst lang­wei­lig. Denn wenn auch Bon­Mot auf Bon­Mot folgt, die Poin­ten nur so ras­seln und in der Kür­ze ja sowie­so die Wür­ze liegt, die paar Zei­chen rei­chen tat­säch­lich und objek­tiv nicht zum Aus­tausch von ver­ständ­li­chen Argu­men­ten aus. Auch dort reicht es wie­der nur zu paro­len­haf­ten Kür­zeln und Flos­keln.
{Der Herr Patho­lo­ge wird mir den vor­her­ge­hen­den Satz sicher ver­zei­hen}
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Seit Jahr­tau­sen­den gel­ten die Fer­tig­keit zu schrei­ben und Geschrie­be­nes zu lesen als wesent­li­che Kul­tur­stu­fe, von der an sich Gesell­schaf­ten auf die­sem Pla­ne­ten ent­wickelt haben. Wir sind auf dem besten Wege das Bei­des abzu­schaf­fen. Es durch Bil­der zu erset­zen. Selbst Bil­der sind nicht mehr für sich genom­men aus­sa­ge­fä­hig, man muß viel­fach den Zusam­men­hang ken­nen um den Inhalt zu ver­ste­hen - sie­he Vide­os zu aktu­el­ler Jugendmusik.

Die­se Belie­big­keit der Aus­sa­ge wird noch ver­schärft wenn man an die Mög­lich­kei­ten denkt die Daten zu mani­pu­lie­ren. Wem gehö­ren die Daten und wer kann sie über­haupt ver­än­dern? Was ist Wahr­heit in der Form von Daten­ban­ken, im Zeit­al­ter von Algo­rith­men, die anstatt des Men­schen die Aus­wahl und Ein­schät­zung von Per­son und Per­sön­lich­keit vornehmen.

Der anhal­ten­de Trend zur Nut­zung elek­tro­ni­scher Maß­nah­men als Ersatz für phy­sisch vor­han­denn Zugangs­sy­ste­me, die Video-Dar­stel­lung des Aus­packens einer gekauf­ten Ware als Unter­hal­tung (?) - auch das Bei­spie­le einer irre­ge­lei­te­ten Ent­wick­lung weg von Spra­che und Ver­ant­wor­tung .... die Com­pu­ter wer­den es schon richten.

Oder neh­men wir den Trend zum selbst­fah­ren­den Auto - wer braucht dann noch Ver­kehrs­re­geln ler­nen? Wie­der ein Feld in dem Spra­che über­flüs­sig wird. Wie übri­gens auch gan­ze Berufs­zwei­ge, man den­ke an Spe­di­tio­nen und Taxi­un­ter­neh­men und deren Bedienstete.

Wir wer­den Gene­ra­tio­nen auf die­sem Pla­ne­ten haben, die es nicht mehr nötig haben wer­den selbst lesen und schrei­ben zu kön­nen, es reicht wenn sie eini­ger­ma­ßen ver­ständ­lich SAGEN kön­nen was ihr der­zei­ti­ges Begehr ist, ihr All­tag wird sowie­so von Com­pu­tern struk­tu­riert sein. 

Zugleich sind die vor­ge­nann­ten Berei­che ohne Lese­not­wen­dig­keit ein Bei­spiel, wie immer weni­ger intel­li­gen­tes Han­deln von Men­schen ver­langt wer­den wird. Klar, es braucht eine dün­ne Intel­li­genz­schicht die die Com­pu­ter steu­ert und als Reser­ve da ist, wenn ein­mal die Elek­tro­nen ver­rückt spielen.

Wenn wir es dar­auf ankom­men las­sen wer­den selbst die Intel­li­genz­ler sich eines Tages über­flüs­sig gemacht haben: Sie wer­den sich selbst pro­gram­mie­ren­de & ver­bes­sern­de Com­pu­ter erschaf­fen haben und damit über­flüs­sig, über­flüs­si­ger geht gar­nicht, weil die Rechen­ka­pa­zi­tät ein Viel­fa­ches des­sen aus­macht was der Mensch in glei­cher Zeit­ein­heit an Pro­gramm oder Ana­ly­se zu schrei­ben (!) in der Lage wäre.

Wehe, wehe, wenn es dann ein­mal einen "black­out" oder Com­pu­ter­fehl­ein­schät­zun­gen gibt - da heißt es daten­nmä­ßig anonym zu sein oder der Daten­ma­ni­pu­la­ti­on fähig .... das ist eine bedrücken­de Zukunft, die wir da kom­men haben.

sw

bookmark_borderKrieg in Syrien und Gründe für den Konflikt.

.... und nun noch ein paar Wor­te zum Syri­en­krieg - die Infor­ma­tio­nen sind sehr nah an dem, was ich von geflüch­te­ten Syrern zu Teil­aspek­ten im per­sön­li­chen Gespräch gehört habe. 

Wer hat wel­che Inter­es­sen und war­um unter­neh­men Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, die U.S.A. und die NATO nichts gegen die schlei­chen­de Ent­de­mo­kra­ti­sie­rung in der Tür­kei? Ein Blick auf Sun­ni­ten und Schii­ten, und auf Assad, der als Ale­vit den kur­di­schen Ale­vi­ten nahe­steht - denen, die gera­de von Erdo­gan 'umge­sie­delt' und dabei rein zufäl­lig auch ein wenig dezi­miert (!) werden.

bookmark_borderVon guten und weniger guten Wünschen ....

23 Gestern wünsch­te ich einem Men­schen "Hals- & Bein­bruch" - was man so dahin­spricht, es ist Gewohnheit.
Weil man sich sowas eben wünscht wenn einer sich anschickt zu ver­rei­sen und sich am Urlaubs­ort sport­lich betä­ti­gen will.

Was mir Sor­ge berei­tet ist aller­dings, dass ich in die­sem Fall dach­te "Hof­fent­lich!" ....

Es ist offen­bar nicht kor­rekt wenn all­ge­mein behaup­tet wird mit zuneh­men­dem Lebens­al­ter wer­de der Mensch 'wei­se' und 'alters­mil­de'. Man­cher Gedan­ke ist durch­aus geprägt von Ableh­nung, Unge­duld, gar Bos­heit. Punk­tu­ell, glück­li­cher­wei­se, nicht ständig.

bookmark_borderDer IMF hat sich geirrt - sehr bedauerlich ....

.. The Inter­na­tio­nal Mone­ta­ry Fund has final­ly admit­ted that it was wrong to recom­mend austeri­ty as ear­ly as it did in 2010-2011. The IMF now agrees that it should have wai­ted until the US and EU eco­no­mies were on a sus­tainable growth-path befo­re advi­sing them to trim their bud­get defi­ci­ts and redu­ce public spen­ding. Accor­ding to a report issued by the IMF’s rese­arch divi­si­on, the Inde­pen­dent Eva­lua­ti­on Office (IEO): “IMF advo­ca­cy of fis­cal con­so­li­da­ti­on pro­ved to be pre­ma­tu­re for major advan­ced eco­no­mies, as growth pro­jec­tions tur­ned out to be optimistic…This poli­cy mix was less than ful­ly effec­ti­ve in pro­mo­ting reco­very and exa­cer­ba­ted adver­se spillovers.”
Now there’s an understatement .. 

[Quel­le des Zita­tes]

Trotz der oben geschil­der­ten Erkennt­nis steht die neue Run­de mit Grie­chen­land unter Vor­be­halt - der Scha­den dürf­te aller­dings sehr viel grö­ßer sein als jetzt abzu­se­hen ist.
Wider jede Ver­nunft wird der Total­aus­ver­kauf des soge­nann­ten "Tafel­sil­bers" vor­an getrie­ben. Wer jetzt noch nicht erkannt hat um was es den Ver­hand­lern geht dem ist nicht zu helfen:

Alles, was noch von Wert ist in Grie­chen­land wird an "Inve­sto­ren" ver­scher­belt werden!

Es wer­den genau jene "insti­tu­tio­nel­len Anle­ger" zugrei­fen die schon seit Jah­ren für das Cha­os aus über­hitz­ten Märk­ten und betrü­ge­ri­schen Anla­gen ver­ant­wort­lich sind. Das Cha­os, her­vor­ge­ru­fen von wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Dilet­tan­ten wie unse­rem Finanz­mi­ni­ster, das nicht nur Grie­chen­land in den Abgrund geris­sen hat.

Es ist gegen jede Ver­nunft einen Schul­den­schnitt län­ger zu ver­wei­gern. Weil dadurch der Zeit­raum bis zur Gesun­dung der grie­chi­schen Staats­fi­nan­zen immer wei­ter in die Zukunft gescho­ben wird.

Der IMF hat sich geirrt was die Maß­nah­men zur Sta­bi­li­sie­rung und Rege­ne­rie­rung der Wirt­schaft in Grie­chen­land angeht - sehr bedau­er­lich, aber wer schert sich schon um die paar Grie­chen wenn es dar­um geht das schnel­le Geld zu machen?

bookmark_borderWer nichts tut
macht nichts falsch?
Falsch.

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P-zu-M

["click!" auf das Zitat führt zum kom­plet­ten Artikel]


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Schon öfter habe ich auf die Per­spek­tiv­lo­sig­keit der deut­schen Poli­tik unter Kanz­le­rin Mer­kel hin­ge­wie­sen. Nun las ich (Zitat oben), dass sich offen­bar allent­hal­ben Autoren dar­über Gedan­ken machen und es - da bin ich völ­lig sicher - eben­so nicht akzep­ta­bel fin­den wie wir hier regiert werden. 

Sie ken­nen sicher den blö­den Spruch vom "Beam­ten-Mika­do":
"Wer sich zuerst bewegt hat verloren!" 

So ist mir die Merkel'sche Poli­tik über wei­te Strecken vor­ge­kom­men. Nur kein Auf­he­bens, immer auf Ruhe und Aus­gleich bedacht, kei­ne The­men anpacken die sich als kon­tro­vers erwei­sen könn­ten. Kei­ne Plä­ne für die näch­sten 10, 20 oder 30 Jah­re, die gleich meh­re­re Her­aus­for­de­run­gen hin­sicht­lich Bevöl­ke­rungs­struk­tur, Ener­gie- und Was­ser­ver­sor­gung und glo­ba­ler Frie­dens­er­hal­tung brin­gen wer­den, um nur eini­ge zu nennen. 

So kann man einen Kir­chen­chor, eine Kin­der­ta­ges­stät­te aber nicht mal eine Imbiß­bu­de füh­ren. Für eine Regie­rung reicht das ganz sicher nicht. 

Dazu paßt ein wei­te­res Zitat, das ich heu­te eben­falls las:


Solan­ge Menschen
die das Netz kaum selbst nutzen
Inno­va­ti­on vor­an trei­ben sollen
bleibt Deutsch­land digi­ta­les Entwicklungsland.

 
Lei­der wahr - und es ist nur ein Sym­ptom einer 'kran­ken' Regierungspolitik:
Bewah­ren, Pfrün­de sichern und kon­ser­va­ti­ve Wer­te zementieren.


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*[Zitat]

bookmark_borderKanalisierung des Zorns

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Solan­ge sich der Volks­zorn - bei­spiels­wei­se bei "PEGIDA" - gegen Aus­län­der rich­tet, und von der Grö­ßen­ord­nung her in etwa so bleibt wie zur Zeit, kann die Regie­rung sich durch­aus zufrie­den zurück­leh­nen und dem Trei­ben zusehen.

Wer gegen Aus­län­der auf­ge­hetzt und damit beschäf­tigt ist gegen die­se zu demon­strie­ren wird nicht fra­gen wer im Inland für die sozia­le Schief­la­ge Ver­ant­wor­tung trägt!

Men­schen brau­chen offen­bar einen "Popanz", ein "Opfer­lamm", ein "Hass­ob­jekt" an dem sie sich abar­bei­ten kön­nen wenn sie die Welt um sich her­um als bedroh­lich und nicht mehr fass­bar emp­fin­den, wenn ihnen die Anfor­de­run­gen aus ihrer Umwelt schlicht­weg 'über den Kopf wachsen'.

Es ist bekannt, dass über­for­der­te Men­schen ein Ven­til suchen um ihre Unsi­cher­heit los zu wer­den - eine der mög­li­chen Vari­an­ten ist Aggres­si­on gegen die ver­meint­li­che Quel­le ihres Zustandes.

Seit jeher hat sich die soge­nann­te Obrig­keit genau sol­che Zie­le aus­ge­dacht & benannt - und hat so von sich und den eige­nen Machen­schaf­ten abge­lenkt. Gro­ße Tei­le unse­rer Infor­ma­ti­ons­quel­len, ob 'print', 'funk' oder 'medi­en' unter­lie­gen - direkt oder indi­rekt - der Kon­trol­le derer, deren Kon­trol­leu­re sie eigent­lich sein sollten.

Schaut man sich an gegen wen sich der Volks­zorn rich­tet - sofern man bei den rech­ten Demon­stra­tio­nen davon spre­chen kann - so wird deutlich:

Hier wer­den die Fal­schen beschimpft und geächtet.

Der Volks­zorn soll­te sich eher gegen Jene rich­ten, die für die miß­li­che Lage ver­ant­wort­lich sind, gegen die Kon­zer­ne, die mit dem Geschäft in die Kri­sen­ge­bie­te ohne jeg­li­che Skru­pel Geld ver­die­nen und davon nie genug ....

Also, lie­be Pegi­da & son­sti­ge Demonstranten:
Rich­tet euch, rich­tet eure Wut, lie­ber gegen die Ver­ur­sa­cher der 'Völ­ker­wan­de­rung' aus den süd­li­chen Gefil­den anstatt die Opfer für ihre Situa­ti­on zu schelten.

bookmark_borderDas Recht auf Information

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Kürz­lich las ich bei "twit­ter" fol­gen­de Zei­len:
" .. Die Sprach­ver­stümm­ler sit­zen längst nicht mehr auf der Schul­bank. Die sind inzwi­schen Staats­se­kre­tär und „geden­ken den Opfern“ .. "

Doch gehen wir einen Schritt zurück. 

Vor dem Schrei­ben kommt Schu­le, kommt Aus­ein­an­der­set­zung mit Text, Lite­ra­tur, Nach­rich­ten, Medi­en ganz all­ge­mein. So war es wenig­stens. Heu­te hat sich das geändert.

Da es in unse­ren Schu­len mitt­ler­wei­le mehr Aus­nah­men als Regeln für die Bewer­tung von Schü­ler­lei­stung gibt kommt es nicht mehr dar­auf an wie etwas schrift­lich von einem Schü­ler nie­der­ge­legt wird. Kor­rek­te Recht­schrei­bung ist nur noch etwas für Puri­sten, sol­che, die sich der­ar­ti­gen Bal­last auf­bür­den und nicht ein­fach so 'schrei­ben wie man spricht'.
Selbst Inhal­te sind nicht mehr Bewer­tungs­maß­stab. Eine in sich geschlos­se­ne Argu­men­ta­ti­on - mag sie auch noch so abwe­gig, unlo­gisch und fern der Wirk­lich­keit lie­gen - reicht schon aus. Für ein Abitur, zum Beispiel. 

So kommt es, dass mitt­ler­wei­le meh­re­re Gene­ra­tio­nen in Mas­se Abitu­ri­en­ten her­vor­ge­bracht haben, die nicht mehr in der Lage sind sich unzwei­deu­tig zu arti­ku­lie­ren. So, dass sie von ande­ren Men­schen ver­stan­den werden.

Nun gehen wir einen Schritt nach vorn. 

Vor dem Ver­ste­hen kommt 'sinn­erfas­send lesen'. Das setzt eine Auf­merk­sam­keits­span­ne vor­aus die über die Schnitt­fol­ge von Fern­seh­sen­dun­gen und you­tube-Vide­os hin­aus­reicht. Sowas ist sehr sel­ten gewor­den. Alle For­ma­te ten­die­ren zu immer kür­ze­ren Schnit­ten, eine brei­te Ent­wick­lung eines Gedan­kens ist nicht oder nur sel­ten zu finden.

Es gibt zwar ein Recht auf Infor­ma­ti­on, aber kaum noch Leu­te die das zu nut­zen ver­ste­hen. Um das zu ver­schlei­ern fin­det im Fern­se­hen etwas statt was in den U.S.A. seit Jah­ren gang und gäbe ist:
Es wer­den Nach­rich­ten nicht nur schrift­lich prä­sen­tiert, Reden nicht nur im Ori­gi­nal gezeigt, son­dern sie wer­den von einem Mode­ra­tor dem Publi­kum erklärt.

Sol­che Erklä­run­gen haben (nicht nur) einen wesent­li­chen Mangel:
Sie sind nicht objek­tiv. Das wäre nicht so tra­gisch, wenn es ins­ge­samt eine Aus­ge­wo­gen­heit zwi­schen den ver­schie­de­nen Inter­pre­ta­ti­ons­mög­lich­kei­ten gäbe - was aber ja nach Sen­der oder Her­aus­ge­ber (bei 'print') nicht mehr gewähr­lei­stet ist.

Bestes Bei­spiel:
45 Jah­re B*LD-Lektüre (ver-)bilden die Lesen­den in einer Art Gehirn­wä­sche. Geglaubt wird nach Jah­ren nur das, was so klingt & prä­sen­tiert wird wie es die­se Lesen­den gewohnt sind.

Von "Infor­ma­ti­on" kann also nicht mehr die Rede sein. Was übri­gens glei­cher­ma­ßen für die Fern­seh­ka­nä­le - egal ob öffent­lich-recht­lich oder pri­vat - gilt.

Das "Recht auf Infor­ma­ti­on" mag bestehen und mög­li­cher­wei­se sogar erfüllt wer­den. Es feh­len aller­dings die Rezi­pi­en­ten, die die­ses Recht auch zu nut­zen wis­sen. Wie immer sind "Rech­te" zu nichts nüt­ze wenn man sich ihrer nicht bedie­nen kann. Eine 'frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung' die die­ser Art von Analpha­be­tis­mus Vor­schub lei­stet ver­dient den Namen nicht.

bookmark_borderVom Abstieg einer Plattform

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Die Über­sicht zeigt den Zugriffs­ver­lauf zu mei­nem zwei­ten Blog bei "two­day" - in dem seit eini­gen Jah­ren nur noch neue Bei­trä­ge aus dem "wordpress"-Blog [die­ses Blog] in Kurz­fas­sung vor­ge­stellt wer­den. Sie kann als Bei­spiel für den Ver­lauf vie­ler Blogs als exem­pla­risch gelten.

Ins­ge­samt ist die Zahl der Bei­trä­ge in (fast) allen Blogs zurück gegan­gen, die Zahl der Blogs ist zusam­men­ge­schmol­zen - und nach mei­nem Ver­ständ­nis ist auch die Qua­li­tät von Bei­trä­gen und Kom­men­ta­ren dort über die Jah­re zurück gegangen.
Aus­nah­men gibt es natür­lich, die sind über die Jah­re stets von glei­cher & erfreu­li­cher Güte gewesen. 

"face­book" & "twit­ter" kosten Zeit - die dann für die Blogs feh­len­de Leser & Kom­men­ta­to­ren bedingen. 

Etwas mehr als 12 Jah­re gibt es "two­day" nun schon, aller­dings sehe ich das Ende nahen .... scha­de eigent­lich, denn es ver­schwin­det dadurch irgend­wann die Viel­falt der Ange­bo­te im Inter­net. Es ist aber gleich­zei­tig ein Bei­spiel für den Satz:

"Nichts ist bestän­di­ger als der Wandel!"

bookmark_borderWer ist's gewesen?

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oder:
Wer hat Schuld?
 
Excerpt:

" .. The emer­gence of a new sta­te always invol­ves a com­plex of fac­tors. But over the past three deca­des, U.S. covert ope­ra­ti­ons and war have ente­red repea­ted­ly and powerful­ly into the chain of cau­sa­li­ty lea­ding to Isla­mic State’s pre­sent posi­ti­on .. "

 
[Über­set­zung]
" .. Die Ent­ste­hung eines neu­en Staa­tes geht immer mit einem Bün­del an Fak­to­ren ein­her. Aber wäh­rend der letz­ten drei Jahr­zehn­te haben ver­deck­te Ope­ra­tio­nen und Krie­ge der Ver­ei­nig­ten Staa­ten regel­mä­ßig und ener­gisch in die Kau­sal­ket­te ein­ge­grif­fen, die die augen­blick­li­che Stel­lung des IS her­bei­ge­führt haben .. "
 
Quel­le gan­zer Arti­kel [Eng­lisch]:

Why the U.S. Owns the Rise of Isla­mic Sta­te and the Syria Dis­aster
[War­um die Ver­ei­nig­ten Staa­ten die Ent­ste­hung des IS zu ver­ant­wor­ten haben.]
 
 

bookmark_borderPlan B

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In mei­nem näch­sten Leben wer­de ich nicht wie­der studieren.
Es lohnt sich ein­fach nicht mehr. 

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Ich wer­de Fle­der­maus. Den Tag ver­schla­fen, nachts wach & umtrie­big, irgend­wie geheim­nis­voll und gefürch­tet - dabei gleich­zei­tig als nütz­lich und schüt­zens­wert betrach­tet. Im Film ver­herr­licht wer­den, und jede Men­ge Koh­le ver­die­nen ohne je eine Bil­dungs­in­sti­tu­ti­on von innen gese­hen zu haben ....

So ähn­lich ver­läuft sonst nur man­che Poli­ti­ker­kar­rie­re. Nur die Sache mit "nütz­lich und schüt­zens­wert" muß noch­mal über­dacht werden ....

bookmark_borderSo ca. alle 10 Jahre ....

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.... rollt eine "Auf­klä­rungs­wel­le" durch die Medien.

  • Oswald Kol­le - "Auf­klä­rer der Nation"
  • BRAVO - Dr.-Sommer-Redaktion
  • Eri­ka Ber­ger, RTL (>1987); "Eine Chan­ce für die Liebe"
  • Ernie Rein­hardt als Lilo Wan­ders mit „Wa(h)re Liebe“
  • Jour­na­li­stin Pau­la Lam­bert bei sixx: "pau­la kommt"
  • "Make Love" – mit Sexu­al­the­ra­peu­tin Ann-Mar­len Henning
  • Hat es etwas bewirkt, ist das Geschlechts­le­ben (!) der Deut­schen bes­ser gewor­den? Frei­er gewor­den? Ent­spann­ter geworden? 

    Bei den jun­gen Leu­ten ein wenig, sagt eine Stu­die [*.pdf] der Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung - auf­schluß­rei­che Lek­tü­re, fürwahr.

    Aller­dings bezweif­le ich, dass es bei den jetzt 'Älte­ren' (40+) eine Abkehr von frü­he­ren Tra­di­tio­nen & Ver­hal­tens­wei­sen gibt, und bei den noch Älte­ren wird zwar viel gere­det .. aber ... wenig gehandelt.
    Von weni­gen Aus­nah­men abge­se­hen, die dann auch in ein­schlä­gi­gen Sen­dun­gen als Para­de­bei­spiel für mehr Offen­heit und Ver­än­de­rung her­ge­zeigt werden.

    Sie­he hier­zu auch:
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    Jung, ahnungs­los, schwanger
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    Sex-Sen­dun­gen erle­ben Revival
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    WIKIPEDIA "Sexu­el­le Aufklärung"