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bookmark_borderVon Nachbarn, Fremden und Geflüchteten

Ein Zitat [Quel­le]:

" .. Stel­len Sie sich vor, Sie und Ihre Nach­barn müss­ten wegen Bür­ger­krieg, Hun­ger, Ter­ror flie­hen. Da wäre die hilfs­be­rei­te Fami­lie Mei­er, die aller­dings ent­setz­lich fromm ist. Dann der recht­ha­be­ri­sche Herr Mül­ler, mit dem man aber schon aus­kom­men kann, die intri­gan­te Trat­sche Krau­se, die zwang­haf­ten Hubers, bei denen kein Gräs­chen am fal­schen Ort wach­sen darf. Schließ­lich wären noch die Hans­manns aus der Vil­la, Ellen­bo­gen­men­schen, die sich für was Bes­se­res hal­ten, und die dubio­sen Fran­kes, bei denen man nicht so genau weiß, wovon sie leben.

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Glau­ben Sie, dass Sie und Ihre Nach­barn am Ende der Flucht geläu­tert und mit Hei­li­gen­schein ver­se­hen wären? Nein! Sie alle wären genau­so hilfs­be­reit, recht­ha­be­risch, intri­gant, rück­sichts­los, faul wie zuvor .. "

 

Es ist für­wahr schon eine beach­tens­wer­te Ana­ly­se die in die­sem Bei­spiel steckt. Das wur­de zwar für eine ganz ande­re Beweis­füh­rung erdacht, trifft jedoch den Nagel auf den Kopf. Die Namen sind natür­lich rein zufäl­lig, aber ken­nen wir sie nicht alle, die hilfs­be­rei­ten Mei­ers, recht­ha­be­ri­schen Mül­lers und die intri­gan­te Trat­sche Krause?

Egal wo man wohnt trifft man stets auf die genann­ten Cha­rak­te­re. Unwei­ger­lich ent­lar­ven sich sol­che Typen nach mehr oder weni­ger Vor­lauf­zeit durch ihr Verhalten.

Und wis­sen sie, lie­be Lesen­de, was mich da am mei­sten stört? 

Selbst wenn man sich nur um sei­nen eige­nen Kram kümmert:
Es fällt dem recht­ha­be­ri­schen Mül­ler etwas ein das er bemän­geln kann, und die intri­gan­te Trat­sche Krau­se macht sich gern dar­an es einem mög­lichst brei­ten Kreis - ob der es wis­sen will oder nicht - unter größt­mög­li­cher Aus­schmückung, dazu erfun­de­nen Details, mit­zu­tei­len. Natür­lich hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand und unter dem Sie­gel der Ver­schwie­gen­heit .... wes­we­gen ich mei­ne Zwei­fel habe wer der schlim­me­re Nach­bar ist, der, der bemän­gelt und Streit vom Zau­ne bricht, oder die/der, die sich als Lokal­zei­tung um die Ver­brei­tung bemüht.

Dio­ge­nes wuß­te schon war­um er die Ton­ne als Woh­nung wählte.

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PS
Ist das nun eine typisch deut­sche Cha­rak­te­ri­sie­rung? Wohl kaum, denn wo ich bis­her für län­ge­re Zeit gelebt & gewohnt habe gab es die­se Vari­an­ten an Zeit­ge­nos­sen, mal mehr, mal weni­ger aus­ge­prägt, rein oder in Mischform ....

bookmark_borderSo muß es gemacht werden ...!

Island war in den letz­ten Jah­ren schon oft Vor­rei­ter einer ver­nunft­ba­sier­ten Zukunfts­ent­wick­lung - gut so, und ich wünsch­te mir, in unse­rem Land fän­den sich eben­so muti­ge wie auf­ge­klär­te Poli­ti­ker die gegen Hokus­po­kus, Igno­ranz und reli­giö­se Ein­fluß­nah­me vorgingen.

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  Quel­le des Bildzitates


 
Über­set­zung
Wir Islän­der schät­zen unse­re Ver­bun­den­heit mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka. Es ist eine gro­ße Nati­on mit einer Geschich­te, auf die das Land stolz sein soll­te. Zur Zeit aller­dings schei­nen sie die Medi­zin - wel­che auch immer das ist, die ihnen der Arzt ver­schrie­ben hat - ver­ges­sen zu haben ein­zu­neh­men. Island möch­te einem Freund in Not zur Sei­te ste­hen. In die­sem Sin­ne schicken wir Leh­rer dort­hin, die in länd­li­chen Gemein­den, infi­ziert mit Igno­ranz und Aber­glau­be, auf­klä­ren und unter­stüt­zen sol­len. Was wir kei­nes­falls dul­den wer­den ist eine Inva­si­on der Art von Igno­ranz und Aber­glau­be wie sie von den Tele-Evan­ge­li­sten pro­pa­giert wird.

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Nicht ver­ges­sen: .... nichts ist so, wie es zu sein scheint ....

bookmark_border"Root", "Objective" & "Goal" der U.S.A.-Politik

Hin­ter Cow­boy-Roman­tik ver­steckt, "Wil­dem Westen" und einer welt­um­span­nen­den Medi­en­in­du­strie (die kei­ne Fra­gen stellt son­dern ein vir­tu­el­les Bild des Lan­des zeigt) ent­wickel­te sich das Land seit den spä­ten sech­zi­ger Jah­ren zu einer Kriegs­ma­schi­ne­rie. Erbar­mungs­los und nur dar­auf abge­stellt 'pro­fit' für zu Hau­se mög­lich zu machen wer­den in neo-kolo­nia­lem, impe­ria­li­sti­schen Stil die hilf­lo­sen Völ­ker der Erde mili­tä­risch und mit­tels Geheim­dien­st­ein­satz 'sturm­reif' geschos­sen und dann ausgeplündert.
Dabei wird der eige­nen Bevöl­ke­rung "Grö­ße" vor­ge­gau­kelt wo doch nur Gier regiert, ange­heizt durch die schma­le Schicht von Top-Ver­die­nern, denen es noch nicht genug ist mehr zu besit­zen als über 50% der rest­li­chen Weltbevölkerung.

Mit eini­gen Schluß­fol­ge­run­gen zur Per­son Ber­nie San­ders - wie im ver­link­ten (und nur aus­zugs­wei­se über­setz­ten) Text dar­ge­stellt - bin ich nicht ein­ver­stan­den, weil sie ande­ren Quel­len wider­spre­chen und die Per­son ohne Not dis­kre­di­tie­ren, mit dem Rest der Demo­kra­ten in einen Topf wer­fen. Den­noch ist San­ders zu aller­erst Ame­ri­ka­ner - und wenn man das Erzie­hungs­sy­stem dort kennt ist selbst er das Ergeb­nis von "Gehirn­wä­sche durch Schu­len & Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen" - und daher ist es eher ver­wun­der­lich sei­ne lin­ke Über­zeu­gung zu beob­ach­ten. Sein Land steht für ihn - kom­pro­miß­los - an erster Stel­le vor allen ande­ren Nationen. 

Was in dem über­setz­ten Aus­zug zu lesen ist deckt sich aller­dings mit dem, was ich aus Recher­chen und Gesprä­chen mit US-Bür­gern erfah­ren konn­te und was ich selbst in meh­re­ren Jah­ren dort erlebt habe: 

Eine glän­zen­de Fas­sa­de, hin­ter der sich - im über­tra­ge­nen Sin­ne for­mu­liert - Unmen­gen an Unrat ver­ber­gen. Anti­so­zia­le und ras­si­sti­sche Umtrie­be, über­füll­te Gefäng­nis­se, die Unter­schicht mas­siv in der Armee 'geparkt', ein­sei­ti­ge und abge­schot­te­te Medi­en­welt, hire-and-fire-Kapi­ta­lis­mus, Wucher­zin­sen und Ablen­kung von der Wirk­lich­keit durch ein fein gespon­ne­nes, all­um­fas­sen­des Unter­hal­tungs­sy­stem. Das alles noch getoppt von einer heuch­le­ri­schen Gläu­big­keit, deren Schein­hei­lig­keit nir­gend­wo auf der Welt über­trof­fen wird. 

Hier zunächst der Text­aus­zug im Original
The United Sta­tes does not have a natio­nal health care system wort­hy of the name, becau­se it is in the war busi­ness, not the health busi­ness or the social equa­li­ty busi­ness. The U.S. has the wea­k­est left, by far, of any indu­stria­li­zed coun­try, becau­se it has never escaped the racist, pre­da­to­ry dyna­mic on which it was foun­ded, which stun­ted and defor­med any real social con­tract among its peo­p­les. In the U.S., pro­gress is defi­ned by glo­bal domi­nan­ce of the U.S. Sta­te — chief­ly in mili­ta­ry terms — rather than dome­stic social deve­lo­p­ment. Ame­ri­cans only ima­gi­ne that they are mate­ri­al­ly bet­ter off than the peo­p­le of other deve­lo­ped nati­ons — a falla­cy they assu­me to be the case becau­se of U.S. glo­bal mili­ta­ry domi­nan­ce. More important­ly, most white Ame­ri­cans feel raci­al­ly entit­led to the spoils of U.S. domi­nan­ce as part of their patrim­o­ny, even if they don’t actual­ly enjoy the fruits. (“WE made this coun­try gre­at.”) This is by no means limi­t­ed to Trump voters.

Race rela­ti­ons in the U.S. can­not be under­s­tood out­side the histo­ri­cal con­text of war, inclu­ding the con­stant sta­te of race war that is a cen­tral func­tion of the U.S. Sta­te: pro­tec­ting “Ame­ri­can values,” fight­ing “crime” and “urban dis­or­der,” and all the other euphe­misms for pre­ser­ving white supremacy.

War is not a side issue in the United Sta­tes; it is the cen­tral poli­ti­cal issue, on which all the others turn. War mania is the ene­my of all social pro­gress — espe­ci­al­ly so, when it unites dis­pa­ra­te social forces, in oppo­si­ti­on to their own inte­rests, in the ser­vice of an impe­ria­list sta­te that is the tool of a rapa­cious white capi­ta­list éli­te. The­r­e­fo­re, the orche­stra­ted pro­pa­gan­da blitz­krieg against Rus­sia by the Demo­cra­tic Par­ty, in col­la­bo­ra­ti­on with the cor­po­ra­te media and other func­tio­n­a­ries and pro­per­ties of the U.S. ruling class, marks the par­ty as, coll­ec­tively, the War­mon­ger-in-Chief poli­ti­cal insti­tu­ti­on in the United Sta­tes at this histo­ri­cal junc­tu­re. The Demo­crats are ana­the­ma to any poli­tics that can be descri­bed as progressive.

[Quel­le]

__ __ __ Über­set­zung __ __ __ __ __ __ __ __ 

 

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten haben kein natio­na­les Gesund­heits­ver­sor­gungs­sy­stem das die­sen Namen ver­dien­te, weil das Land nicht im Gesund­heits- oder sozia­le Gleich­heits-Geschäft, son­dern im Kriegs-Geschäft ist.
Die U.S.A. hat die schwäch­ste Lin­ke von allen indu­stria­li­sier­ten Län­dern, weil sie nie­mals der ras­si­sti­schen, räu­be­ri­schen Dyna­mik ent­wach­sen ist, auf der sie gegrün­det wur­de. Einer Dyna­mik, die einen wirk­li­chen sozia­len Zusam­men­halt in ihrer Bevöl­ke­rung ver­küm­mern und dege­ne­rie­ren ließ. In den USA wird der Fort­schritt durch die glo­ba­le Domi­nanz des US-Staa­tes - vor allem in mili­tä­ri­scher Hin­sicht - und nicht durch die hei­mat­li­che sozia­le Ent­wick­lung defi­niert. Ame­ri­ka­ner stel­len sich nur vor, dass sie wesent­lich bes­ser gestellt sind als die Men­schen ande­rer ent­wickel­ter Natio­nen - ein Irr­tum, dem sie wegen der US-Mili­tär­do­mi­nanz ver­fal­len. Noch wich­ti­ger ist, dass die mei­sten wei­ßen Ame­ri­ka­ner sich (ras­si­stisch) berech­tigt füh­len, die Beu­te der U.S. Domi­nanz als Teil ihres Erbes zu genie­ßen, auch wenn sie nicht wirk­lich dar­an teil­ha­ben. ("Wir haben die­ses Land groß gemacht.") Das ist kei­nes­wegs auf Trump-Wäh­ler beschränkt.

Ras­sen­be­zie­hun­gen in den USA kön­nen nicht außer­halb des histo­ri­schen Kon­tex­tes des Krie­ges ver­stan­den wer­den, ein­schließ­lich des kon­stan­ten Zustands des Ras­sen­krie­ges, der eine zen­tra­le Funk­ti­on des US-Staa­tes ist: Schutz der "ame­ri­ka­ni­schen Wer­te", "Kampf gegen das Ver­bre­chen" und "Erhalt der städ­ti­sche Ord­nung" und all die ande­ren Euphe­mis­men, die für die Erhal­tung der wei­ßen Vor­macht­stel­lung stehen.

Krieg ist in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten kei­ne Neben­sa­che. Es ist die zen­tra­le poli­ti­sche Fra­ge, an der sich der Rest ori­en­tiert. Kriegs­lust ist der Feind allen gesell­schaft­li­chen Fort­schritts - beson­ders wenn unglei­che gesell­schaft­li­che Kräf­te im Gegen­satz zu ihren eige­nen Inter­es­sen im Dien­ste des impe­ria­li­sti­schen Staa­tes (der das Werk­zeug einer räu­be­ri­schen, wei­ßen, kapi­ta­li­sti­schen Éli­te ist) ver­eint wer­den. Die von den Demo­kra­ten in Zusam­men­ar­beit mit den Medi­en­kon­zer­nen und wei­te­ren Funk­tio­nä­ren und Ver­tre­tern der herr­schen­den US-Klas­se orche­strier­te Pro­pa­gan­da für einen blitz­krieg gegen Russ­land weist die­se Par­tei als der­zei­ti­gen Kriegs­trei­ber Num­mer 1 in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten aus. Die Demo­kra­ten sind zu die­sem histo­ri­schen Zeit­punkt das genaue Gegen­teil jener Poli­tik, die man als 'pro­gres­siv' bezeich­nen würde.


Noch ein Wort zum Abschluß:
"Ame­ri­ka­feind­lich" ist die­ser Arti­kel bestimmt nicht. Wenn Tat­sa­chen benannt wer­den ist das völ­lig ohne jedes Urteil. Wenn­gleich das Ver­hal­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten in Sum­me als "ver­ur­tei­lungs­wür­dig" bezeich­net wer­den kann. Aus der Ver­gan­gen­heit gibt es für jeden der genann­ten Teil­be­rei­che man­nig­fal­ti­ge Bele­ge, die - bei­spiels­wei­se was die US-Geheim­dienst­ak­ti­vi­tä­ten angeht - aus Quel­len genau die­ser Dien­ste stammen.

bookmark_border11 Jahre alt, Mutter, und gezwungen ihren Vergewaltiger zu heiraten.
Raten Sie mal, wo das Alltag ist ....

[" .. 11 Years Old, a Mom, and Pushed to Mar­ry Her Rapist .. "]

Das muß eine Drit­te-Welt-Nati­on sein wer­den Sie den­ken, eine unter­ent­wickel­te, arme, kri­sen­er­schüt­ter­te Bürgerkriegsregion.

Weit gefehlt.
Es han­delt sich um die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka, dem "land of the free" .... und es pas­siert heu­te noch genau wie in den ver­gan­ge­nen 100+ Jah­ren zuvor.

Hät­ten Sie gedacht, dass in die­sem Land das sich über­all auf der Welt als Moral­apo­stel auf­spielt und als Vor­rei­ter in Sachen Demo­kra­tie ein­mischt, in 25 von 50 Staa­ten kein Min­dest­hei­rats­al­ter gesetz­lich vor­ge­se­hen ist?

Welch ein Zufall zudem:
Dies sind im wesent­li­chen die Staa­ten in denen die Mehr­zahl der fun­da­men­ta­li­sti­schen christ­li­chen (!) Bewoh­ner zu fin­den sind.

Hal­le­lu­jah!

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[source / read more: forced child maria­ge ]

bookmark_borderObamas Märchenstunde ....

Kürz­lich habe ich ein Inter­view mit dem Ex-Prä­si­den­ten gesehen.

Er wur­de zu ver­schie­de­nen The­men befragt und dann kam ein Dis­kus­si­ons­punkt der mich auf­hor­chen ließ:
US Hoch­schu­len, Universitäten.

Da ich ja meh­re­re Jah­re selbst dort unter­rich­tet habe [1999-2001] traue ich mir zu ein 'infor­mier­tes' Urteil abzu­ge­ben - und war mehr als amü­siert vom ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten zu hören die US Hoch­schu­len sei­en die besten der Welt.

Nichts ist wei­ter ent­fernt von der Wirk­lich­keit als die­se Aussage.

Wenn man aller­dings nur in den USA gelebt und stu­diert hat und durch die US High­school geschleust wur­de, dann kann man wohl zu kei­nem ande­ren Urteil kommen. 

Nur wird dadurch die­se Aus­sa­ge nicht 'objek­tiv' wahr. 

Sie ist und bleibt ein Zei­chen des Gedan­kens des Ame­ri­ka­ni­schen Exzep­tio­na­lis­mus - so wie etwa die Unfehl­bar­keit des Pap­stes, ein genau­so absur­des Konstrukt.

Über 60% der Unter­rich­te in den US Hoch­schu­len (aus­tausch­bar: Col­leges; die Begrif­fe geben Unter­schei­dun­gen vor die in der Wirk­lich­keit des­sen was da gelei­stet wird kei­ne Bedeu­tung haben.) wer­den mitt­ler­wei­le von aka­de­mi­schen "Nied­rig­löh­nern" mit vie­len Stun­den und knap­per Bezah­lung ohne Aus­sicht auf finan­zi­el­le und damit sozia­le Sicher­heit gelei­stet. Zudem rei­chen schon ein paar Stu­den­ten­mei­nun­gen aus die­se recht­lich nur schwach geschütz­ten Lehr-Skla­ven zum Strau­cheln zu brin­gen und ins Ufer­lo­se zu stür­zen. Ein wei­te­rer Anteil von ca. 20% sind Gäste aus dem Aus­land mit maxi­mal Drei­jah­res­ver­trä­gen - die wer­den in die­ser Zeit 'aus­ge­saugt' und ihre Ergeb­nis­se wer­den als "Ame­ri­ka­ni­sche Wis­sen­schafts­lei­stung" dekla­riert und ver­wer­tet. Selbst lang­jäh­rig täti­ge Pro­fes­so­ren sit­zen in Wahr­heit auf "Wackel­po­si­tio­nen".

Es mag man­ches in unse­ren Hoch­schu­len falsch lau­fen und die finan­zi­el­le Aus­stat­tung ist oft sehr viel nied­ri­ger als es nötig wäre und als die "Éli­te-Uni­ver­si­tä­ten" in USA finan­ziert sind - und doch ist die wis­sen­schaft­li­che Lei­stung noch höher bewer­tet als dort. Auch des­we­gen steigt bei uns die Anzahl aus­län­di­scher Stu­den­ten wäh­rend sie in den USA sinkt. 

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Ver­gleichs­wei­se die Fir­men­grün­dun­gen - auch da sind Aus­län­der wesent­lich am Wachs­tum beteiligt ....

bookmark_borderIntegration

Im WDR lief heu­te eine Sen­dung* zum Ver­hält­nis zwi­schen Tür­ken und Deut­schen. Wesent­li­che Aspek­te wer­den in sol­chen Dis­kus­sio­nen nie end­gül­tig geklärt. Sie geben aller­dings den Dem­ago­gen - ein­ge­la­den um alter­na­ti­ve Sicht­wei­sen zu Wor­te kom­men zu las­sen - die Mög­lich­keit ihre Lügen zu verbreiten.

Inte­gra­ti­on [00:48].
Das wur­de immer wie­der ange­spro­chen. Aller­dings fehl­te mir ein wesent­li­cher Aspekt:
Wenn Inte­gra­ti­on gelin­gen soll müs­sen die zu inte­grie­ren­den Men­schen auch inte­gra­ti­ons­wil­lig sein [00:57].

Das bedeu­tet nicht zuletzt den Wil­len das Rechts­sy­tem der neu­en Hei­mat anzu­er­ken­nen und sich ihm zu unter­wer­fen. Da ist eine Reli­gi­on im Wege die for­dert sich nur ihr, und kei­ner welt­li­chen Ord­nung zu unter­wer­fen. Mit­hin kann ein streng­gläu­bi­ger Mus­lim nicht deut­scher Staats­bür­ger sein, weil sich Aus­übung der Reli­gi­on und Inte­gra­ti­on in die deut­sche Gesell­schaft ausschließen.

Es ist mir nicht wohl bei dem Ver­hal­tens­ge­bot das der Koran sei­nen Anhän­gern vorschreibt:
Im Umgang mit Ungläu­bi­gen ist Ver­stel­lung und Lüge hin­sicht­lich der wah­ren Absich­ten nicht nur erlaubt son­dern geboten.

Wie soll da Ver­trau­en in das ehr­li­che Wol­len zur Inte­gra­ti­on der Tür­ken entstehen?

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Ein ande­rer Aspekt ist die Unter­stüt­zung des Refe­ren­dums pro Erdo­gan. In der Sen­dung wur­de die Mei­nung ver­tre­ten wer dafür sei Erdo­gan mit noch mehr Macht und Rech­ten aus­zu­stat­ten sol­le doch bit­te mit den Füßen abstim­men und zurück in die Tür­kei gehen. Das hat Erdo­gan-Anhän­ger empört.

Ich ver­ste­he nicht war­um. Denn ent­we­der fin­den sie das dor­ti­ge System gut - dann kön­nen sie dort auch ein erfüll­tes Leben füh­ren, ohne Dis­kri­mi­nie­rung zu bekla­gen, die sie hier angeb­lich erfah­ren. Oder sie fürch­ten im 'Hei­mat­land' nicht alle Rech­te und Mög­lich­kei­ten zu haben - und wol­len des­we­gen nicht dort­hin zurück. In die­sem Fall ist ihr Ein­tre­ten für Erdo­gan ein leicht abzu­ge­ben­des Lip­pen­be­kennt­nis und eine Unwahr­heit, eine Lebens­lü­ge, um den wah­ren Ver­hält­nis­sen nicht ins Auge sehen zu müssen.

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Ihre Mei­nung: Sor­gen, Streit, Belei­di­gun­gen - wie geht es wei­ter zwi­schen Deut­schen und Tür­ken? Bet­ti­na Böttinger 

bookmark_borderDie Biologie und die extremen Ideologien

" .. Hier zeigt sich für mich ein Ein­fluss vom lin­ken Rand des poli­ti­schen Spek­trums, der in mei­nen Augen genau­so gefähr­lich ist. Denn so wie es zum rech­ten Rand gehört, die Bedeu­tung der Gene­tik ins Gro­tes­ke zu über­stei­gern, gehört es zum lin­ken Rand, die Bedeu­tung der Gene­tik kom­plett zu leug­nen .. Wie gefähr­lich bei­de Rän­der des poli­ti­schen Spek­trum wer­den kön­nen, zeigt gera­de die Geschich­te der Bio­lo­gie unter den bei­den unheil­vol­len Ideo­lo­gien des 20. Jahr­hun­derts. Die Bio­lo­gie wur­de sowohl unter dem rech­ten wie auch unter dem lin­ken Tota­li­ta­ris­mus zu einer ideo­lo­gi­schen Frat­ze ver­zerrt. In jeder Ideo­lo­gie war nur noch ein Teil der Dop­pel­na­tur des Men­schen gül­tig und der jeweils ande­re wur­de aus­blen­det und ver­leug­net .. " ⁰

Als Bio­lo­gen ist es uns fremd Gren­zen bei Fra­gen zur beleb­ten Umwelt zu zie­hen. Alles darf hin­ter­fragt wer­den, jede The­se darf auf­ge­stellt wer­den. Solan­ge die Grund­prin­zi­pi­en der wis­sen­schaft­li­chen For­schung¹,²,³ nicht ver­letzt wer­den gibt es kein Tabu.

Unter­stel­len wir für den Fall poli­ti­scher Ideo­lo­gie die Gül­tig­keit einer Gauß'schen Ver­tei­lung⁴ [manch­mal als "Glocken­kur­ve" und/oder "Nor­mal­ver­tei­lung" bezeich­net],aws so sind auf der x-Ach­se zwei Extre­me zu fin­den, näm­lich die im Zitat oben genann­ten "RECHTEN" und "LINKEN". Aus­wüch­se ideo­lo­gi­scher Ver­blen­dung, die sich der Bio­lo­gie bedie­nen, ohne dabei bio­lo­gi­sches (= wis­sen­schaft­li­ches) Den­ken zu beachten.

Unzwei­fel­haft ist es beim der­zei­ti­gen Stand der Wis­sen­schaft unzu­läs­sig nur die Gene­tik oder nur Umwelt/Gesellschaft als Meß­grö­ßen der Ein­ord­nung zu ver­wen­den. Das ist es was extre­me poli­ti­sche The­sen im letz­ten Jahr­hun­dert unter Miß­brauch bio­lo­gi­scher Erkennt­nis­se postu­lier­ten. Die Reste davon sind heu­te noch in der poli­ti­schen Dis­kus­si­on zu fin­den und aus dem Ansatz der The­sen läßt sich häu­fig schon erken­nen, dass die Benut­zer weder die dahin­ter lie­gen­de Bio­lo­gie noch die gesell­schaft­li­chen Struk­tu­ren ken­nen bzw. verstehen. 

Nun stellt sich die Fra­ge wie weit nach rechts oder links eine poli­ti­sche Stel­lung­nah­me ein­zu­ord­nen ist, ins­be­son­de­re ob die­se Annah­me nur dem Zweck dient eine Dis­kri­mi­nie­rung 'bio­lo­gisch' zu ver­schlei­ern oder ob die genann­ten Kri­te­ri­en aus Sicht der Wis­sen­schaft als "Unter­schied" gül­tig sein kön­nen. Es kommt also nicht nur dar­auf an WAS gesagt wird, son­dern viel­mehr dar­auf, WIE es ein­ge­ord­net und kom­men­tiert wird. Anders gesagt: Eine bio­lo­gisch begrün­de­te Aus­sa­ge ist völ­lig wert­frei - eine Inter­pre­ta­ti­on die­ses Befun­des ist schon kei­ne Wis­sen­schaft mehr son­dern eine Wer­tung. Die wider­um ist vom poli­ti­schen Stand­punkt der Per­son abhän­gig die die­se Stel­lung­nah­me ausspricht.

Über­tra­gen auf das der­zei­ti­ge pol­ti­sche Spek­trum zunächst in Euro­pa und dann auf den Rest der Welt:
Zwar gibt es extre­me rech­te Ideo­lo­gie bis an den äußer­sten Rand⁵, auf der lin­ken Sei­te des Spek­trums ist seit dem Unter­gang der ehe­ma­li­gen UDSSR noch kei­ne neue links­extre­me Grup­pie­rung auf­ge­tre­ten. Selbst die kuba­ni­sche Vari­an­te ist nicht "links­extrem" ange­legt, son­dern als ein modi­fi­zier­tes, als Kapi­ta­lis­mus­ge­gen­pol kon­stru­ier­tes Gesell­schafts­mo­dell zu sehen.

Davon zu unter­schei­den sind auto­ri­tä­re, links-ideo­lo­gisch gestütz­te Dik­ta­tu­ren, die aller­dings den Kern­punkt lin­ken Den­kens ad absur­dum füh­ren, indem sie nicht "die Mas­sen", son­dern einen dik­ta­to­risch regie­ren­den "Füh­rer" (bzw. ein "Füh­rungs­ka­der", eine Grup­pe von gleich­ran­gi­gen Füh­rern, manch­mal mit ver­schie­de­nen Ver­ant­wor­tungs­be­rei­chen) zum Leit­bild gewählt haben [Nord Korea, China].

Ganz all­ge­mein gilt - unab­hän­gig von jeder Wis­sen­schaft - der nach­fol­gen­de Satz⁶:
" .. Dabei soll­te klar sein, dass die ande­re Gren­ze der Tole­ranz dort erreicht ist, wo Men­schen­rech­te miss­ach­tet und Leu­te mit Gewalt und Tod gedroht wird. Ein Rechts­staat darf dies nicht mehr tolerieren .. "

Das ist der Kern der "Wer­te­ge­sell­schaft" der wir in Deutsch­land ver­pflich­tet sind. Demo­kra­tie ohne die­se Wer­te ist wert­los. Aller­dings wird das bedau­er­li­cher­wei­se von unse­ren der­zei­ti­gen poli­ti­schen Bedin­gun­gen her umge­deu­tet in ein "der Staat darf zur Gefah­ren­ab­wehr alle Mit­tel anwen­den, auch unter Inkauf­nah­me der Bür­ger­rechts­ein­schrän­kung". Dazu paßt der nach­fol­gend zitier­te Absatz, weil es an einer aus­ge­wo­ge­nen Dis­kus­si­on fehlt, und in Vor­wahl­kampf­zei­ten jene Kräf­te Hoch­kul­tur haben die ein­fach­ste Merk­sät­ze her­aus­schleu­dern anstatt Sach­auf­klä­rung und tie­fer gehen­de Dis­kus­si­on zu suchen - sie glau­ben eben nicht an den "mün­di­gen Bür­ger" und schleu­dern des­we­gen Dreck aufeinander.

" .. Laut Schmidt-Salo­mon ist eine der Ursa­chen für den Erfolg der Rechts­po­pu­li­sten, dass sie regel­mä­ßig auch für Aus­sa­gen ver­teu­felt wer­den, die zutref­fen - wie die Aus­sa­ge, dass vom poli­ti­schen Islam eine Gefahr aus­ge­he. Was Medi­en und poli­ti­sche Geg­ner mit einer solch undif­fe­ren­zier­ten und pau­scha­len Ver­teu­fe­lungs­stra­te­gie errei­chen, ist lei­der nur, dass ihre eige­ne Glaub­wür­dig­keit lei­det .. " ⁷

Viel wich­ti­ger, das geht hof­fent­lich aus den obi­gen Über­le­gun­gen her­vor, als eine Aus­ein­an­der­set­zung mit pseu­do-bio­lo­gi­schen The­sen, für die den mei­sten Men­schen die fach­li­che Grund­la­ge fehlt, wäre eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem schlei­chend sich ver­brei­ten­den Isla­mis­mus. Der kommt nicht erst seit und mit den Asyl­su­chen­den ins Land, obwohl sich unter die­sen bestimmt auch rein sta­ti­stisch eine Zahl von Extre­mi­sten ver­steckt, son­dern durch Ideo­lo­gen wie dem tür­ki­schen Staats­chef⁸ und des­se­ne 'fünfte(-r) Kolon­ne'⁹ im unver­däch­ti­gen Gewan­de als Tee­stu­be und Betverein.

_________________________________ 

⁰ QUELLE des Zita­tes: Hat Höcke recht, aber wir dür­fen es nicht sagen?

¹ Richt­li­ni­en zur Siche­rung guter wis­sen­schaft­li­cher Pra­xis an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena; § 1 Gute wis­sen­schaft­li­che Praxis. 

² Was ist wis­sen­schaft­li­ches Arbeiten?

³ Wis­sen­schaft­li­che Arbeit; Wis­sen­schaft­li­ches Arbeiten. 

⁴ Nor­mal- oder Gauß-Verteilung

⁵ Hier­un­ter grup­pie­ren sich die reli­gi­ons-faschi­sti­schen rech­ten Regimes, Sau­di Ara­bi­en und sei­ne unmit­tel­bar benach­bar­ten Klein­staa­ten bzw. Emi­ra­te, Ägyp­ten, Indo­ne­si­en, Iran und dem­nächst wohl auch die Tür­kei; Syri­en & der Liba­non fal­len nicht dar­un­ter weil dort Reli­gi­ons­frei­heit herrscht; Isra­el aller­dings muß - unter Anle­gung glei­cher Kri­te­ri­en wie den vor­ge­nann­ten Staa­ten - eben­so hier­her ein­ge­ord­net werden. 

⁶ Quel­le des Zita­tes: Micha­el Schmidt-Salo­mon las aus "Gren­zen der Toleranz"

⁷ ebd.: Micha­el Schmidt-Salo­mon las aus "Gren­zen der Toleranz"

⁸ Erdo­gans Integrationsblocker

⁹ "fünf­te Kolonne"

bookmark_borderRevisited: Späte Genugtuung

.
Der "real exi­stie­ren­de Sozia­lis­mus" hat nicht funk­tio­niert - das steht seit dem Fall der DDR jeder­mann vor Augen. Doch wie sieht es mit dem "real exi­stie­ren­den Kapi­ta­lis­mus" oder, anders aus­ge­drückt "real exi­stie­ren­den Neo-Libe­ra­lis­mus" aus?

Nicht sehr viel besser.
Die Anzei­chen des Kol­lap­ses meh­ren sich.
Der Kapi­ta­lis­mus frißt sei­ne Basis, nach­dem das Fun­da­ment schon bröcke­lig wurde.

Karl Marx hat­te doch Recht mit sei­ner Ana­ly­se - wenn es auch nir­gend­wo gelun­gen ist ein Staats­we­sen zu begrün­den, das die vor­her­ge­sag­ten Feh­ler hät­te ver­mei­den können.

Aber:
Die Beschrei­bung des Nie­der­gan­ges wird nicht dadurch weni­ger bedeut­sam oder unwahr, dass sie kei­ne idea­le Repä­sen­ta­ti­on in der Wirk­lich­keit hat.

Die Pro­duk­ti­on von Gütern für die Mas­sen ist von einem Land zum ande­ren gewan­dert - immer dem Armuts­ge­fäl­le fol­gend. Und nun ist die Situa­ti­on erreicht in der es kei­ne "noch ärme­ren und bil­li­ge­ren" Pro­duk­ti­ons­stät­ten bzw. Stand­or­te mehr gibt!
Mit­tel­ame­ri­ka, der Fer­ne Osten, Chi­na, Indi­en und des­sen Randstaaten:
Alle aus­ge­reizt, bil­li­ger geht es nicht.

Afri­ka ist sei­ner Roh­stof­fe über­wie­gend beraubt - zurück bleibt eine zuneh­mend ver­ar­men­de Bevöl­ke­rung deren Wan­de­rungs­druck nach Nor­den mit dra­ko­ni­schen Abwehr­maß­nah­men beant­wor­tet wird deren Bestand bei wei­ter anschwel­len­dem Druck bezwei­felt wer­den darf.
Das Ver­hal­ten der Euro­pä­er ist, obwohl sie doch immer so stolz auf ihre christ­lich-huma­ni­tä­ren Errun­gen­schaf­ten sind, bestimmt weder das eine oder das andere.
In Süd­ame­ri­ka sieht es nicht bes­ser aus, da ist aller­dings die Geo­lo­gie mit dem 'Eng­paß' Mit­tel­ame­ri­ka wie bei einer Eier­uhr das regu­lie­ren­de Element.

Jetzt packt das wirt­schaft­li­che Grau­en lang­sam aber ste­tig auch die Staa­ten, die zuvor noch halb­wegs sicher der Mas­se ihrer Bevöl­ke­rung ein zukünf­tig sor­gen­freí­es Leben bie­ten konnten.
Die soge­nann­te "Unter­schicht" ist schon an den Rand gedrängt. Vie­le sind schon über den Rand gefal­len. Mitt­ler­wei­le geht es der Mit­tel­schicht ans Zeug.

Seit Jah­ren sta­gnie­ren - unter Ein­be­zug der sich erhö­hen­den Steu­ern, Abga­ben und Kosten - die ver­füg­ba­ren Ein­kom­men, in vie­len Bran­chen wer­den, um "Wett­be­werbs­fä­hig­keit" vor­zu­gau­keln, sogar die tat­säch­li­chen Bezü­ge gesenkt, Erhö­hun­gen zeit­lich ver­zö­gert oder ganz gestri­chen. Der schö­ne Schein wird durch Kauf auf Pump erhal­ten - doch gera­de das drängt Krei­se an den Abgrund, die zuvor in der Geschich­te nie von der­glei­chen Schick­sal bedroht gewe­sen sind. Die Mit­te wird zur bröckeln­den Kante.

Eine schma­le Schicht gewinnt, die Mas­sen verlieren.
Das hat Marx schon vor­her­ge­se­hen. Er hat das Prin­zip beschrie­ben, ohne sich auf einen zeit­li­chen Rah­men festzulegen:

Kon­zen­tra­ti­on der Groß­kon­zer­ne und Ban­ken - das beste Bei­spiel für einen Pro­zeß, der am Ende auf ganz weni­ge ver­blei­ben­de Akteu­re zuläuft. Bei­spiel Soft­ware­gi­gan­ten - kon­so­li­die­ren­de Wan­de­run­gen und Schaf­fung immer grö­ße­rer Ein­hei­ten durch Ankauf, Zer­schla­gung oder man­geln­de Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Kon­kur­ren­ten. Das gilt für die Auto­in­du­strie und deren Zulie­fe­rer, ande­re Bran­che, glei­ches Muster.

Die­se Rei­he lie­ße sich fort­set­zen, wäre aller­dings eine Wie­der­ho­lung. Das Prin­zip ist klar, wer sei­ne Augen öff­net und genug Ver­stand hat erkennt die Tendenz.

.... und trotz­dem regen sich Vie­le über Blat­ter auf. 

Ohne sich über das System auf­zu­re­gen, das sol­che Halun­ken groß wer­den läßt - und das sie selbst durch Wah­len auch noch legitimieren.

[Erst­ver­öf­fent­li­chung 1. Jun 2015 @ 13:30]

 

bookmark_borderRevisited: 70 = 50 ...?

Alter sei, so las ich kürz­lich, ledig­lich eine Fra­ge der Einstellung:

"70 ist die neue 50"!

Wer sol­che The­sen auf­stellt - bei­na­he hät­te ich geschrie­ben: Wer sol­chen Unfug ver­zapft - kann nicht älter als höch­stens Mit­te Vier­zig sein.

Ich erin­ne­re mich noch genau an die Zeit als ich Fünf­zig war. Ver­gli­chen mit dem, wie die Umstän­de heu­te, mit Sieb­zig, sind, sehe ich kei­nen Anlaß zu Jubel oder Eupho­rie anläß­lich des Älterwerdens.

Klar, die Zei­ten haben sich geän­dert. Vie­les, was man frü­her mit Sieb­zig nie getan hät­te ist heu­te völ­lig nor­mal. Das sieht man schon, wenn man die Klei­dung älte­rer Leu­te betrach­tet. 'Beige' über­wiegt, oft kom­bi­niert - es läßt sich ja so gut kom­bi­nie­ren - mit freund­li­chen, hel­len Farben.

Die Paten­tan­te mei­ner Mut­ter war, solan­ge ich mich erin­nern kann, 'zeit­los' geklei­det. Schwar­zes bis dun­kel­grau­es Kleid oder Rock mit etwas hel­le­rer Blu­se, dar­über eine arm­lo­se Kit­tel­schür­ze, um die Hüf­te eine Arbeits­schür­ze, die Haa­re zu einem Kno­ten ("Dutt") mit Haar­na­deln auf dem Hin­ter­kopf befestigt. 

Ihr Mann, mein Groß­on­kel, hat­te eine graue Hose, meliert, mit schwar­zen Fäden durch­zo­gen und Hosen­trä­gern. Letz­te­re waren am Ende mit je zwei Leder­schlau­fen ver­se­hen, die wie­der­um an pas­send plat­zier­ten Knöp­fen im Hosen­bund befe­stigt waren. Sein Hemd war kra­gen­los. Den Kra­gen knöpf­te man nur an das Hemd wenn es qua­si-offi­zi­el­le oder fei­er­li­che Anläs­se zu bege­hen hieß. Dar­über trug er eine graue Strick­we­ste, die hat­te ihm sei­ne Frau selbst gestrickt, so wie meh­re­re ande­re, gleich­ar­ti­ge, aber ver­schie­den grau gefärb­te Westen ähn­li­chen Zuschnitts. Wie­der zu beson­de­ren Anläs­sen wur­de ein Sak­ko aus dem Schrank geholt. Die Schul­tern abge­bür­stet um den Staub zu ent­fer­nen, der sich ange­sam­melt hat­te, weil das gute Stück so lan­ge unbe­nutzt im Schrank geblie­ben war ....

Ja, es hat sich Vie­les seit Mit­te des letz­ten Jahr­hun­derts geän­dert, aber immer zum Besseren?

Ver­lust, Nie­der­gang und Aus­son­de­rung - das sind die Stich­wor­te die mit dem Altern ein­her­ge­hen. Gut, da hat sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten so man­ches geän­dert, aller­dings mehr an der Ober­flä­che, erzwun­gen von den so genann­ten "jun­gen Alten" (der Begriff ist übri­gens eine Erfin­dung der Main­zer Kar­ne­va­li­sten, wer hät­te das gedacht?)

Ver­lust:
" .. die Beschäf­ti­gung mit Tod und Ster­ben wird von der älte­sten Gene­ra­tion viel stär­ker ver­drängt als dies je zuvor der Fall war .. "

Freun­de und Bekann­te ster­ben weg. Alter bedeu­tet zuneh­men­de Redu­zie­rung der Zahl von Per­so­nen, denen man ver­traut. Beson­ders betrof­fen sind sol­che älte­ren Men­schen, die - aus wel­chen Grün­den auch immer - selbst kei­ne Kin­der haben. Gut, da gibt es Son­der­fäl­le in denen Frem­de näher ste­hen als eige­ne Kin­der, die Regel ist es aller­dings nicht.

Nie­der­gang:
" .. Je älter die Leu­te sind desto kla­rer steht ihnen die End­lich­keit .. des Lebens vor Augen. Ein guter Grund das Schick­sal nicht her­aus­zu­for­dern .. " schrieb ich vor eini­ger Zeit in einem Bei­trag zum Auto­fah­ren älte­rer Personen.

Nichts bleibt wie es frü­her ein­mal war: Nach­las­sen­de Seh­kraft, nach­las­sen­de Mus­kel­kraft, nach­las­sen­de Reak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit - all das trägt zu einem erhöh­ten Risi­ko bei, das älte­re Auto­fah­rer nun ein­mal dar­stel­len. Was aller­dings stets ver­ges­sen wird sind die viel trau­ri­ge­ren (weil ver­meid­ba­ren) Risi­ken durch jün­ge­re Fah­rer: Alko­hol, Selbst­über­schät­zung, über­höh­tes Tem­po, gerin­ge Erfah­rung in Extrem­si­tua­tio­nen. Die tat­säch­li­chen Zah­len spie­geln ledig­lich die Tat­sa­che wider, dass die Kom­pen­sa­ti­on der Ein­schrän­kun­gen den Älte­ren bes­ser gelingt als den Jün­ge­ren sich in Zaum zu halten. 

Aus­son­de­rung:
" .. Wir finan­zie­ren seit Jahr­zehn­ten ein Gesund­heits-System das uns eine län­gere Lebens­er­war­tung beschert und durch die­se Per­spek­tive ver­schie­ben wir gleich­zei­tig das Ren­ten­al­ter ste­tig – und zwangs­läu­fig – immer wei­ter nach hin­ten .. per Sal­do gewin­nen wir (“die All­ge­mein­heit”) dadurch nichts als mehr Streß in den vie­len Arbeits­jah­ren .. "

Die ärg­sten Ver­lie­rer sind jene Alten, die wegen gei­sti­gen Abbaus in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen 'abge­scho­ben' wer­den. Glück­li­cher­wei­se erken­nen vie­le davon nicht mehr was man ihnen da antut. Wobei der Ver­lust an Selbst­be­stim­mung sicher nur ein klei­ner Teil des Elends ist.

"70 ist die neue 50"! - ich kor­ri­gie­re mei­ne Ein­schät­zung im ein­lei­ten­den Absatz:
Wer sowas behaup­tet kann höch­stens Mit­te Drei­ssig sein. 

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Zu die­sem The­ma ergän­zen­de Artikel:


[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 01.06.2016 @ 02:21]

bookmark_border337.000 sind ganz schön viel ....

.... in Rela­ti­on zur Gesamt­be­völ­ke­rung aller­dings fast nichts.

Die­ser Satz beglei­tet mich nun schon ein paar Tage, seit Regie­rungs­spre­cher Sei­bert ihn in der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz aussprach.

Tat­säch­lich und für sich genom­men hat er natür­lich Recht.

Nun sind die­se Unter­schrif­ten von Men­schen in die­sem Land die sich aktiv mit den Inhal­ten der in Rede ste­hen­den Abkom­men aus­ein­an­der­set­zen. daher mit mehr als nur der Fer­tig­keit die Abkür­zun­gen in Voll­be­zeich­nun­gen wie­der­zu­ge­ben, also mit "Sach­ver­stand" urtei­len. In Fol­ge des­sen ableh­nen, was dort fest­ge­schrie­ben wer­den soll. 

Sei­bert urteilt aus sei­ner spe­zi­fi­schen Sicht: Zah­len sind rele­vant wenn es um Mehr­hei­ten im Par­la­ment geht, wenn es um Staats­fi­nan­zen geht, wenn es auf inter­na­tio­na­lem Par­kett um Hil­fe und Unter­stüt­zung geht. 

 
  Hier aller­dings ist eine rei­ne Betrach­tung von Zah­len unan­ge­bracht, weil "Sinn­voll" oder "Falsch" nicht von abso­lu­ten Zah­len abhängt, son­dern von den Fol­gen, die eine bestimm­te Rege­lung tat­säch­lich hat. 

Der Regie­rungs­spre­cher ver­fährt nach dem Muster das ihm geläu­fig ist. Da erkennt man, war­um Poli­tik so oft an der Lebens­wirk­lich­keit vor­bei geht. Es wer­den die fal­schen Prä­mis­sen zu Grun­de gelegt, des­we­gen muß die Schluß­fol­ge­rung zwangs­wei­se falsch sein.

Hal­ten wir also fest:
Zah­len­gläu­big­keit ver­schlei­ert den Blick für die Argu­men­te, ver­hin­dert dem­nach eine ratio­na­le Aus­ein­an­der­set­zung - und ist ein wohl­fei­les Argu­ment für Jene, die wohl um die Män­gel wis­sen, man­ches wahr­schein­lich mit Absicht so gere­gelt haben wollen!
Nur, bit­te­schön, die Betrof­fe­nen sol­len es mög­lichst nicht erkennen.

Eine Regie­rung aller­dings, die im Nach­hin­ein Geset­ze so mma­ni­pu­liert, dass frü­he­re Straf­ta­ten von soge­nann­ten "Dien­sten" durch die­se Ände­rung einen Frei­brief erteilt bekom­men anstatt die­se Geset­zes­über­tre­tun­gen für­der­hin zu ver­hin­dern, hat bestimmt nicht das im Sinn was im Amts­eid geschwo­ren wird, näm­lich das " .. Wohl des deut­schen Vol­kes (zu) mehren .." 

bookmark_borderNur Bild & Ton
Vom schleichend sich erweiternden Analphabetismus

  • " .. Es man­gelt rund 7,5 Mil­lio­nen Deut­schen zwi­schen 18 und 64 Jah­ren in gro­ßem Maß an Schrift­spra­che­kennt­nis­sen. Genau­er: Knapp fünf Mil­lio­nen kön­nen nur ein­zel­ne, kur­ze Sät­ze lesen und schrei­ben, wei­te­re zwei Mil­lio­nen kom­men über ein­zel­ne Wör­ter nicht hin­aus, und etwa 300 000 Men­schen schei­tern selbst dar­an. Sie alle gel­ten zumin­dest als funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Fast ein Zehn­tel der Men­schen in Deutsch­land sind funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Bei wei­te­ren 13 Mil­lio­nen Men­schen oder 25,9 Pro­zent der erwerbs­fä­hi­gen Bevöl­ke­rung tritt feh­ler­haf­tes Schrei­ben selbst bei gebräuch­li­chen Wör­tern auf .. " [Quel­le]
  • " .. Die Zahl der Feh­ler pro 100 Wör­ter stieg von durch­schnitt­lich sie­ben im Jahr 1972, auf zwölf im Jahr 2002 und dann noch ein­mal auf 17 Feh­ler im Jahr 2012. Das ist inner­halb von vier­zig Jah­ren mehr als eine Ver­dop­pe­lung der Feh­ler­quo­te. .. " [Quel­le]

Es ist nicht zu leugnen: 
Selbst in einem so hoch ent­wickel­ten Land wie unse­rem gibt es Analpha­be­ten, mehr männ­li­che als weib­li­che, und inter­es­san­ter­wei­se sind sie über­wie­gend berufstätig. 

Die bereits 'erkann­ten' Analpha­be­ten sind erst der Anfang. Denn wir sind auf einer Abwärts­spi­ra­le was das "sinn­erfas­sen­de Lesen von Text(-en)" angeht. 

Geprägt von Wer­bung und Comics, Com­pu­ter­spie­len und Musik, die ohne die dahin­ter lie­gen­den Bil­der nichts­sa­gend und unver­ständ­lich wäre, und von der aus­ufern­den Nut­zung der soge­nann­ten "smart pho­nes", ent­wickelt sich der visu­el­le Kanal zum wich­tig­sten Infor­ma­ti­ons­dienst des moder­nen, medi­en­nut­zen­den Men­schen. Aller­dings nicht in Form von Text und Spra­che, son­dern in Form von Bild & Ton.

Schau­en wir ein­mal zurück:
Wur­den bei der Ein­füh­rung von "sms" noch ver­ständ­li­che Sät­ze for­mu­liert, so ver­än­der­te sich der Text immer mehr zu Kür­zeln. Ent­ge­gen der damals ver­tre­te­nen Auf­fas­sung eini­ger Päd­ago­gen, das sei eine Jugend­er­schei­nung, die sich spä­ter wie­der aus­glei­chen wer­de, scheint es doch Spu­ren bei der Alpha­be­ti­sie­rung hin­ter­las­sen zu haben - wie sonst wären die stei­gen­den Zah­len von Analpha­be­ten zu erklären?

Wer­be­bot­schaf­ten stel­len ver­kürzt das dar, was der Kon­su­ment über ein Pro­dukt wis­sen soll. Da braucht es nicht viel Text, da braucht man nur eini­ge Bil­der, die Emo­tio­nen anspre­chen. Text ist da eher im Wege.

Die Poli­tik hat den Zug der Zeit erkannt: Pro­gram­ma­tik ist etwas für Hin­ter­zim­mer, dem Sou­ve­rän, den Wäh­lern, wirft man Satz­fet­zen und Slog­an­frag­men­te, viel­leicht noch hier und da sogar einen kom­plet­ten, dann aber völ­lig sinn­be­frei­ten Satz vor.

Der 'Sie­ges­zug' eini­ger Kid­die- und Jugend­blogs, die weit­ge­hend davon pro­fi­tie­ren puber­tie­ren­den Kin­dern die Seg­nun­gen der Kos­me­tik- und Beklei­dungs­in­di­strie - sozu­sa­gen von Teen zu Teen - nahe zu brin­gen und sie zum Kauf bestimm­ter Mar­ken zu bewe­gen, sind ein bered­tes Bei­spiel dafür.

"twit­ter" - ein soge­nann­ter Kurz­nach­rich­ten­dienst - wäre ohne Bil­der zu eini­gen tweets höchst lang­wei­lig. Denn wenn auch Bon­Mot auf Bon­Mot folgt, die Poin­ten nur so ras­seln und in der Kür­ze ja sowie­so die Wür­ze liegt, die paar Zei­chen rei­chen tat­säch­lich und objek­tiv nicht zum Aus­tausch von ver­ständ­li­chen Argu­men­ten aus. Auch dort reicht es wie­der nur zu paro­len­haf­ten Kür­zeln und Flos­keln.
{Der Herr Patho­lo­ge wird mir den vor­her­ge­hen­den Satz sicher ver­zei­hen}
.

Seit Jahr­tau­sen­den gel­ten die Fer­tig­keit zu schrei­ben und Geschrie­be­nes zu lesen als wesent­li­che Kul­tur­stu­fe, von der an sich Gesell­schaf­ten auf die­sem Pla­ne­ten ent­wickelt haben. Wir sind auf dem besten Wege das Bei­des abzu­schaf­fen. Es durch Bil­der zu erset­zen. Selbst Bil­der sind nicht mehr für sich genom­men aus­sa­ge­fä­hig, man muß viel­fach den Zusam­men­hang ken­nen um den Inhalt zu ver­ste­hen - sie­he Vide­os zu aktu­el­ler Jugendmusik.

Die­se Belie­big­keit der Aus­sa­ge wird noch ver­schärft wenn man an die Mög­lich­kei­ten denkt die Daten zu mani­pu­lie­ren. Wem gehö­ren die Daten und wer kann sie über­haupt ver­än­dern? Was ist Wahr­heit in der Form von Daten­ban­ken, im Zeit­al­ter von Algo­rith­men, die anstatt des Men­schen die Aus­wahl und Ein­schät­zung von Per­son und Per­sön­lich­keit vornehmen.

Der anhal­ten­de Trend zur Nut­zung elek­tro­ni­scher Maß­nah­men als Ersatz für phy­sisch vor­han­denn Zugangs­sy­ste­me, die Video-Dar­stel­lung des Aus­packens einer gekauf­ten Ware als Unter­hal­tung (?) - auch das Bei­spie­le einer irre­ge­lei­te­ten Ent­wick­lung weg von Spra­che und Ver­ant­wor­tung .... die Com­pu­ter wer­den es schon richten.

Oder neh­men wir den Trend zum selbst­fah­ren­den Auto - wer braucht dann noch Ver­kehrs­re­geln ler­nen? Wie­der ein Feld in dem Spra­che über­flüs­sig wird. Wie übri­gens auch gan­ze Berufs­zwei­ge, man den­ke an Spe­di­tio­nen und Taxi­un­ter­neh­men und deren Bedienstete.

Wir wer­den Gene­ra­tio­nen auf die­sem Pla­ne­ten haben, die es nicht mehr nötig haben wer­den selbst lesen und schrei­ben zu kön­nen, es reicht wenn sie eini­ger­ma­ßen ver­ständ­lich SAGEN kön­nen was ihr der­zei­ti­ges Begehr ist, ihr All­tag wird sowie­so von Com­pu­tern struk­tu­riert sein. 

Zugleich sind die vor­ge­nann­ten Berei­che ohne Lese­not­wen­dig­keit ein Bei­spiel, wie immer weni­ger intel­li­gen­tes Han­deln von Men­schen ver­langt wer­den wird. Klar, es braucht eine dün­ne Intel­li­genz­schicht die die Com­pu­ter steu­ert und als Reser­ve da ist, wenn ein­mal die Elek­tro­nen ver­rückt spielen.

Wenn wir es dar­auf ankom­men las­sen wer­den selbst die Intel­li­genz­ler sich eines Tages über­flüs­sig gemacht haben: Sie wer­den sich selbst pro­gram­mie­ren­de & ver­bes­sern­de Com­pu­ter erschaf­fen haben und damit über­flüs­sig, über­flüs­si­ger geht gar­nicht, weil die Rechen­ka­pa­zi­tät ein Viel­fa­ches des­sen aus­macht was der Mensch in glei­cher Zeit­ein­heit an Pro­gramm oder Ana­ly­se zu schrei­ben (!) in der Lage wäre.

Wehe, wehe, wenn es dann ein­mal einen "black­out" oder Com­pu­ter­fehl­ein­schät­zun­gen gibt - da heißt es daten­nmä­ßig anonym zu sein oder der Daten­ma­ni­pu­la­ti­on fähig .... das ist eine bedrücken­de Zukunft, die wir da kom­men haben.

sw

bookmark_borderEine Frage der Perspektive

Oder: Es sind immer die "Ande­ren" die irren ....

"Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nach­ti­gall!" - so spricht der Volks­mund und wir ken­nen Alle Bei­spie­le, dass das in der Wirk­lich­keit sei­nen Aus­druck findet.

Kürz­lich las ich einen Kom­men­tar zu einer Erör­te­rung über die Schwam­mig­keit von Begrif­fen deren Benut­zung in den Medi­en als "ein­deu­tig" ange­se­hen wird - was natür­lich schon wegen der Viel­falt der mensch­li­chen Natur nie zutref­fend sein kann. In die­sem Kom­men­tar fin­det sich fol­gen­de Passage:

.. Zum Bei­spiel singt auch der Baju­wa­re jeden Sonn­tag aus vol­ler Keh­le Allah U Akhbar, jedoch nicht auf ara­bisch, son­dern in sei­ner Lan­des­spra­che und in kol­lek­ti­ver Form ritu­ell-zere­mo­ni­el­ler Kult­hand­lun­gen, in denen das Abbild eines grau­samst Gefol­ter­ten und Gekreu­zig­ten mit sei­ner gar wis­sen­schaft­lich gynä­ko­lo­gisch unmög­li­chen, aber trotz­dem nach­hal­tig behaup­te­ten Geburt aus einer Jung­frau und manch­mal sogar eksta­tisch und in Trance gefal­len ange­be­tet wird. Wehe das wagt jemand als gei­stes­krank anzu­mah­nen und ver­sucht es zu ver­hin­dern. Das wür­de sogleich zum Bereit­stel­len eines Schei­ter­hau­fens füh­ren oder in einer psych­ia­tri­schen Zwangs­mass­nah­me enden .. 

Die soge­nann­te "Deut­sche Leit­kul­tur" ist christ­lich geprägt, Eides­for­meln wer­den durch "So wahr mir Gott hel­fe!" abge­schlos­sen und in kirch­lich betrie­be­nen Insti­tu­tio­nen (Kin­der­gär­ten, Alten­hei­men, Sozi­al­dien­sten) bestimmt die Ein­hal­tung reli­giö­ser Nor­men über Anstel­lung bzw. Ent­las­sung von Individuen.

Gleich­zei­tig spre­chen wir hier­zu­lan­de aber über "Isla­mi­sten" - und damit mei­nen wir in abschät­zi­ger Form "Ver­blen­de­te". Wo, so fra­ge ich Sie, ist der Unter­schied zwi­schen der Ver­blen­dung der Mus­li­me und der Ver­blen­dung der Chri­sten? Glau­ben doch die Anhän­ger bei­der (und vie­ler ande­rer Glau­bens­rich­tun­gen) an fik­ti­ve, nie bewie­se­ne und natur­wis­sen­schaft­lich nicht halt­ba­ren über­ge­ord­ne­te Wesen, deren Exi­stenz zwei­fel­haft ist und deren tat­säch­li­ches Wir­ken besten­falls auf Visio­nen von Ein­zel­per­so­nen fußt ("Wun­der", "Erschei­nun­gen").

"Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nach­ti­gall!" - es wird Zeit die­se Per­spek­ti­ve aus unse­rem 'Kul­tur­kreis' zu hin­ter­fra­gen und dar­aus Schlüs­se zu zie­hen. Wel­che Art von Ver­nunft ist das, die - um die Bibel zu zitie­ren - 'den Split­ter im Auge der Ande­ren' sieht und 'den Bal­ken im eige­nen Auge' übersieht?

Radi­ka­le wohin man schaut, egal wel­che kul­tu­rell-reli­giö­se Prä­gung vor­han­den sein mag. Wie über­heb­lich es war als die Spa­ni­er im Namen des Glau­bens in Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka wüte­ten! Auch das ist Teil unse­res viel geprie­se­nen "sozio-kul­tu­rel­len Hintergrundes"!

Nie­mand (fast nie­mand) nimmt dar­an Anstoß, dass die U.S.A. über­all auf der Welt - ähn­lich wie Ter­ro­ri­sten - fol­tern, ver­ur­tei­len und per Fern­steue­rung exe­ku­tie­ren. Gleich­zei­tig wer­den die im Nahen Osten und Afri­ka wüten­den Mili­zen und selbst­er­nann­ten Got­tes­krie­ger als Aus­ge­burt der Höl­le ange­se­hen, die man aus­rot­ten muß um Frie­den zu schaffen.

Unse­re Per­spek­ti­ve ist falsch. Man hat uns den Blick­win­kel seit Jahr­zehn­ten erfolg­reich 'antrai­niert'. Bleibt die Fra­ge wer davon pro­fi­tiert. "Ver­schwö­rungs­theo­rien", höre ich da Eini­ge sagen.

Ja, stimmt, aller­dings wer­den die Anzei­chen immer deut­li­cher, dass Vie­les, was noch vor zwan­zig, drei­ssig oder mehr Jah­ren als 'absurd' bezeich­net wur­de, mitt­ler­wei­le als Tat­sa­che feststeht.

Zeit für einen Perspektivwechsel ...?