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bookmark_borderErdogans Helferlein ....
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*update* (16-08-2016)

.... sit­zen an vie­len Stel­len auf der Welt und sind so eine Art "Fünf­te Kolon­ne" des Diktators.

" .. Kri­ti­ker fin­den, dass die Demon­stran­ten hier genau die Ver­samm­lungs- und Mei­nungs­frei­heit zur Wer­bung für Erdoğan nut­zen, die die­ser in der Tür­kei gera­de mas­siv unterbindet .."

heißt es in der kraut­re­por­ter-Mor­gen­post, gestützt auf einen Arti­kel der Süd­deut­schen Zei­tung. Stimmt! 

1. Erdoğan = Autokrat 
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2. Erdoğan = Lügner 
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33Da maßt sich die­ser auf­ge­bla­se­ne Dik­ta­tor - der im (eige­nen) Inland Men­schen erschie­ßen & ein­ker­kern läßt weil sie eine ande­re poli­ti­sche Gesin­nung haben - an, Deutsch­land sol­che völ­lig aus der Luft gegrif­fe­nen Vor­wür­fe zu machen .... wenn das nicht der Gip­fel der Drei­stig­keit ist. 

3. Demon­strie­ren­de tür­kisch­stäm­mi­ge "Demo­kra­ten"

Ver­an­stal­ter in Köln ist die Uni­on Euro­pä­isch-Tür­ki­scher Demo­kra­ten (UETD). Die Kund­ge­bung hat den Titel "Ja zur Demo­kra­tie - Nein zum Staatstreich" - was für ein Hohn, da von "Demo­kra­tie" zu spre­chen, eine völ­lig absur­de Beti­telung für den sich ent­wickeln­den Got­tes­staat Türkei ....

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Eben­da:
CSU-Gene­ral­se­kre­tär Andre­as Scheu­er - mit dem ich wahr­haf­tig mei­stens NICHT über­ein­stim­me - äußer­te sich ähn­lich wie bereits Außen­mi­ni­ster Kurz (Öster­reich) ver­gan­ge­ne Woche: "Wer sich in der tür­ki­schen Innen­po­li­tik enga­gie­ren will, kann ger­ne unser Land ver­las­sen und zurück in die Tür­kei gehen."

Ja, lie­be Köl­ner Pro-Erdoğan-Demon­stran­ten, nichts wie hin, und so schnell wie mög­lich den deut­schen Paß abge­ben! Sol­che (deutsch­stäm­min­gen) Ver­blen­de­ten haben wir selbst schon genug .... da brau­chen wir kei­ne zusätz­li­chen (tür­kisch­stäm­mi­gen) Demon­stran­ten die nach Demo­kra­tie schrei­en und Dik­ta­tur von reli­giö­sen ana­to­li­schen Hohl­köp­fen meinen.

Es wird immer von der Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen gere­det - aber hier scheint der Gedan­ke ange­bracht viel mehr auf die Inte­gra­ti­on der Pro-Erdoğan-Demon­stran­ten ein­zu­wir­ken, weil deren Ver­hal­ten gera­de nicht dafür spricht, dass sie sich in Deutsch­land inte­grie­ren wollen.
Nir­gend­wo auf der Welt gibt es Pri­vi­le­gi­en ohne Ver­pflich­tung. Wer Rech­te haben will muß auch Pflich­ten erfül­len. Da ist in der Ver­gan­gen­heit viel ver­säumt wor­den und es wäre höch­ste Zeit die­se Men­schen dar­an zu erin­nern, dass hier zu Leben von ihnen etwas abver­langt, näm­lich den festen Wil­len sich in unse­re Gesell­schaft ein­zu­glie­dern und unse­re Wer­te anzunehmen. 

*update*
(16−08−2016)
Aus­zug aus einem Varou­fa­kis-Inter­view:

" .. Die­ser Deal mit der Tür­kei ist ein Skan­dal. Wir haben eine Ver­pflich­tung gegen­über den Ver­ein­ten Natio­nen, Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men. Statt­des­sen bestechen wir einen zuneh­mend dik­ta­to­risch auf­tre­ten­den Prä­si­den­ten der Tür­kei, um es uns mit dem Deal zu erlau­ben, inter­na­tio­na­les Gesetz zu brechen .. "

bookmark_borderNeue "Quoten" braucht das Land ...!
*update* (01-07-2016)

Das Bei­spiel des Refe­ren­dums in Groß­bri­tan­ni­en hat es wie­der ein­mal gezeigt:

Die älte­ren Wäh­ler und länd­li­che Regio­nen sind kon­ser­va­tiv ein­ge­stellt. Sie ver­hin­dern so neue Ideen, alter­na­ti­ve Kon­zep­te und in die Zukunft wei­sen­de Pla­nun­gen. Dazu kommt der Ein­fluß derer, die Euro­pa schwä­chen wol­len und die 'Arbeit' der Lob­by­isten (vor­nehm für "Bestechung").

So wie dort in der EU / in Groß­bri­tan­ni­en ist es bei uns in Deutsch­land. Die Rent­ner - mit einer Ren­ten­er­hö­hung Mit­te die­sen Jah­res bei Lau­ne gehal­ten - wer­den wie­der CDUCSUSPDFDPGRÜNE wäh­len und es wird sich NICHTS in die­sem Land zum Bes­se­ren wenden. 

Des­we­gen ist es an der Zeit Ände­run­gen am Wahl­sy­stem vor­zu­neh­men. Eine Idee⑭ dazu hat­te ich frü­her schon ein­mal aufgeschrieben.

Nun etwas Neues:
Um den Jün­ge­ren - um deren Zukunft es bei jeder Wahl geht, die aber stets den Älte­ren gegen­über in der Min­der­zahl sind - mehr Gewicht zu ver­schaf­fen, müß­te dem Wahl­recht für die Stim­men­ge­wich­tung ein "Wer­tungs­fak­tor nach Lebens­al­ter" zuge­fügt werden. 

Etwas so:
16 - 20 Jah­re => Fak­tor 1,2
20 - 30 Jah­re => Fak­tor 1,4
30 - 40 Jah­re => Fak­tor 1,6
40 - 50 Jah­re => Fak­tor 2,0
50 - 60 Jah­re => Fak­tor 1,2
60 - 70 Jah­re => Fak­tor 0,8
70 - 80 Jah­re => Fak­tor 0,5
80 und älter   => Fak­tor 0,2

Die 20 - 50 Jah­re alten Wähl/-er/-innen hät­ten so trotz gerin­ge­rer Zahl durch den Mul­ti­pli­ka­ti­ons­fak­tor ein grö­ße­res Stimm­po­ten­ti­al. Je näher die Wäh­ler­schaft ihrem bio­lo­gi­schen Ende zugeht, desto gerin­ger wäre ihr Ein­fluß auf die aktu­el­le und zukünf­ti­ge Poli­tik des Landes.

Ver­bun­den mit einer - je nach Wahl­be­tei­li­gung - schwan­ken­den Zahl von Bun­des­tags­man­da­ten könn­te auf die­se Wei­se eine in die Zukunft gerich­te­te Poli­tik eine sehr viel bes­se­re Chan­ce haben als im der­zei­ti­gen System.

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*update*
[01.07.2016]
"kraut­re­por­ter" hat zu die­sem The­ma einen umfas­sen­den Beitrag

bookmark_borderReligion
(ja, schon wieder, aber anders ....)

Wir wer­fen den Mos­lems vor "Fun­da­men­ta­li­sten" zu sein.
Da stel­le ich fest "Auch Deutsch­land ist ein Gottesstaat!"

112 Kürz­lich wur­de mir erneut an einem Bei­spiel klar wie ver­nich­tend Reli­gi­on sein kann. Wo die Reli­giö­sen doch genau das Gegen­teil behaup­ten und wenn etwas schief läuft es den Ungläu­bi­gen in die Schu­he zu schie­ben versuchen.

Chri­sten wer­den stets ange­hal­ten die Gebo­te zu leben und es ist nicht schick­lich deren Inhalt zu hin­ter­fra­gen. Der 'güti­ge Gott' ist zugleich Vor­bild und Mah­nung nicht vom rech­ten Wege abzu­wei­chen. Nun, für die mei­sten Gebo­te mag es aus einem tie­fe­ren mora­li­schen Ver­ständ­nis° Ent­spre­chun­gen mit ähn­li­chen For­de­run­gen an das Ver­hal­ten der Men­schen unter­ein­an­der geben - eini­ge aller­dings ste­hen nur da für Chri­sten. Ande­re Men­schen kön­nen nichts damit anfangen. 

Soll­ten Sie, lie­ber Leser, prak­ti­zie­ren­der Christ sein, dann ken­nen Sie die zehn Gebo­te bestimmt in-und-aus­wen­dig. Ich ver­wei­se hier nur dar­auf, weil es Leu­te gibt die da eine Erin­ne­rungs­stüt­ze brau­chen. Es gibt sogar sol­che The­sen: ".. bil­den die 10 Gebo­te so etwas wie den „Schlüs­sel“ zu einer gelun­ge­nen Lebens­ge­stal­tung .." - und die vie­len Men­schen auf der Erde ohne 'christ­li­che Füh­rung'? Alle lebensunfähig?

Das spielt mir direkt in die Hän­de, denn auf die­sen Anspruch woll­te ich hin­aus. Es wird unter­stellt, dass man sein Leben ohne in einer Kir­che, ohne Christ zu sein nicht mei­stern kön­ne. Ein abso­lu­ter Anspruch, der emp­find­li­che See­len schon ins Grü­beln brin­gen kann und manch­mal sogar labi­le Men­schen in den Abgrund stürzt, weil sie 'glau­ben' die­sem Anspruch nicht zu genü­gen und daher sowie­so ver­dammt seien.

Der zür­nen­de Gott, der zür­nen­de Pfar­rer, die zür­nen­de Obrig­keit, der zür­nen­de Leh­rer, die zür­nen­den Eltern .... alle for­dern von dem her­an­wach­sen­den Nach­wuchs Unter­wer­fung, Wohl­ver­hal­ten, Ein­hal­tung von Gebo­ten und dar­aus her­ge­lei­te­ten son­sti­gen Verhaltensregeln.

Was für eine schreck­li­che Zwangs­si­tua­ti­on das bedeu­ten kann ist jedem klar der die Fol­gen betrach­tet. Jeg­li­cher Ent­decker­drang, sich erpro­ben, Gren­zen aus­lo­ten, Neu­gier befrie­di­gen und so einen Platz in der Gesell­schaft zu erlan­gen wird ausgemerzt.

Gehor­sam und Unter­wer­fung statt Frei­heit und auf­rech­tem Gang.
Nein, das kann nicht, darf nicht so bleiben.
Fan­gen wir damit an die­se Struk­tu­ren immer dann zu hin­ter­fra­gen wenn wir durch ihr Wir­ken defor­mier­te Per­sön­lich­kei­ten erken­nen. Es kann nur bes­ser wer­den, selbst wenn es manch­mal nicht ohne Kon­flikt abge­hen wird.
 
 
PS
Bevor ich es vergesse:
Ein guter Anfang ist die tota­le Tren­nung von Kir­che & Staat.
Vie­le wün­schen es, allein die 'christ­li­chen' Abge­ord­ne­ten wol­len es nicht ändern. Obwohl so man­cher hoch­ge­stell­te Poli­ti­ker gegen Gebo­te ver­stößt - z.B. das Ehe­bruchs­ge­bot, mit Gelieb­ter und (bedau­erns­wer­tem) Kind aus der Ver­bin­dung. Sol­che Men­schen nennt man Heuch­ler oder Scheinheilige.
Wäh­len wir doch ein­fach sol­che Abge­ord­ne­ten, die unse­ren Wil­len umzu­set­zen bereit sind ....

 
 

_____________________________________ 

° (das dem Men­schen inne­wohnt, wes­we­gen auch 'Wil­de' so etwas wie Gebo­te hat­ten bevor sie die schreck­li­chen Ver­brei­ter des Glau­bens tra­fen)
 
 

bookmark_border" Einmal mit Profis arbeiten ...!"

Den Spruch aus der Titel­zei­le ken­nen vie­le Men­schen - und in der Tat, wir wün­schen uns doch Poli­ti­ker, die sol­che Pro­fis sind. Die Pro­ble­me nicht nur dis­ku­tie­ren und sich gegen­sei­tig dafür ver­ant­wort­lich machen, son­dern sie mit gering­stem Auf­wand und zur Zufrie­den­heit der größt­mög­li­chen Zahl von Bür­gern lösen.

Ein - sicher nicht feh­ler­frei­er und total von Zwän­gen unab­hän­gi­ger - Poli­ti­ker die­ser Art ist der Pre­mier von Kana­da. Sehen Sie selbst:
 


 

Kommt Ihnen da nicht - so wie mir - die Gal­le hoch wenn Sie mit unse­ren Poli­ti­kern ver­glei­chen? Die sich in Klein­lich­kei­ten erge­hen und nur dar­an den­ken ihre Pfrün­de zu sichern anstatt das Wohl derer im Auge zu haben, von denen sie gewählt wur­den? Den­ken Sie nur an eines der sta­ti­schen Fern­seh­in­ter­views mit Mer­kel oder die flap­sig-abwei­sen­de Schnod­de­rig­keit von Gabriel.

Ich wün­sche mir hier­zu­lan­de Poli­ti­ker vom For­mat und der Intel­li­genz des Justin Trudeau. 

bookmark_borderReligion & Teenager-Schwangerschaft(-en)

Oder:
"Glau­be" macht dumm & schwanger ....

2

Die oft geleug­ne­te Ver­bin­dung zwi­schen "Auf­klä­rung" (im Sin­ne von "Sexu­al­erzie­hung") und unge­woll­ter Schwan­ger­schaft wur­de schon häu­fi­ger unter­sucht. In der obi­gen Abbil­dung ist eine Über­sicht aus einer sol­chen Stu­die gezeigt. Aus der geht her­vor, dass in den letz­ten Jah­ren eine deut­li­che Redu­zie­rung die­ser Schwan­ger­schaf­ten vor allem dort statt­fand, wo sie bis­her noch sehr hoch war.

Hier sind die "moder­nen Medi­en" auf­klä­rend wirk­sam gewe­sen, denn in den reli­gi­ös-kon­ser­va­ti­ven, prü­de-puri­ta­ni­schen Län­dern die­ser Welt sind Sexua­li­tät & deren Fol­gen immer noch ein Tabu.

Die rot aus­ge­wor­fe­nen Zah­len zei­gen die Ergeb­nis­se einer Umfra­ge "Wie wich­tig ist Reli­gi­on für sie?" - und es ver­wun­dert nicht, dass dort die Zahl unge­woll­ter Schwan­ger­schaf­ten sehr hoch ist wo Reli­gi­on das Den­ken ver­ne­belt. Hin­ge­gen ist in Län­dern mit über­durch­schnitt­lich hohem Bil­dungs­stand, wie etwa der Schweiz und den Nie­der­lan­den, die Zahl unge­woll­ter Ent­bin­dun­gen sehr niedrig.

Eine Aus­nah­me bil­det das Ver­eing­te König­reich. Dort ist die Kern­be­völ­ke­rung zwar weni­ger ver­klemmt als in den U.S.A., es reicht aber immer noch zu einer fast dop­pelt so hohen Schwan­ger­schafts­ra­te als in (Rest-) Europa.

Neben­bei:

Wo Reli­gi­on exzes­siv prak­ti­ziert wird
ist das Bil­dungs­ni­veau am niedrigsten
(oder umgekehrt).

Quel­len:

- Delu­sio­nal, pru­dish, sel­fi­sh, vio­lent: This is how Ame­ri­cans compa­re to the rest of the world

- Zah­len zur Bedeu­tung der Reli­gi­on in aus­ge­wähl­ten Län­dern der Erde
 

bookmark_borderIns Verhältnis setzen (II)

Teil II

[Teil I zu die­sem Arti­kel => HIER]

Schau­en wir jetzt ein­mal auf die Flä­che der Repu­blik und sehen wo es Schwer­punk­te der Indi­vi­du­al- und Grup­pen­kri­mi­na­li­tät gibt (soge­nann­te "Ban­den- oder Clan"-Aktivität).
Die­se Schwer­punk­te lie­gen ganz ein­deu­tig in Groß­städ­ten und groß­städ­ti­schen Bal­lungs­räu­men - es ist schwe­rer für kri­mi­nel­le Akti­vi­tät sich auf dem Lan­de zu ver­stecken. Das geht bes­ser in der Anony­mi­tät der Groß­städ­te, weil auf dem Lan­de und in klei­ne­ren Ort­schaf­ten Jeder Jeden kennt. Und des­halb unge­setz­li­che Akti­vi­tät viel schnel­ler erkannt wird.

1. Frank­furt;
2. Köln;
3. Ber­lin;
4. Düs­sel­dorf;
5. Han­no­ver;
6. Dort­mund;
7. Ham­burg;
8. Leip­zig;
9. Mag­de­burg;
10. Bre­men;
11. Aachen;
12. Frei­burg;
13. Lübeck;
14. Dres­den.


Außer­dem sind die Groß­städ­te zugleich Dreh­kreu­ze für den Luft­ver­kehr, den Bahn­ver­kehr und die Logi­stik ganz all­ge­mein. Daher kann man dort schnell hin gelan­gen und sich wie­der entfernen. 

Wegen des Bestre­bens von eth­ni­schen Grup­pen sich nahe sein zu wol­len - der sozio­kul­tu­rel­len Prä­gung wegen, sich mehr auf Ver­wand­te als auf staat­li­che Insti­tu­tio­nen zu ver­las­sen - sind groß­städ­ti­sche Rand­be­rei­che mit Groß­sied­lun­gen und preis­wer­tem Wohn­raum "Anlauf­stel­len" für Neu­an­kömm­lin­ge. Dort fin­den sie Rat & Hil­fe, die ihnen Behör­den und Orga­ni­sa­tio­nen nicht oder nur begrenzt anbie­ten. Aus der Annah­me von Hil­fe ent­steht eine Schuld sich erkennt­lich zu zei­gen und gege­be­nen­falls etwas für den/die Geben­den zu tun. Addiert man dazu eine Unwis­sen­heit der hie­si­gen Rechts­nor­men, so wird offen­bar, dass man­che Ver­ge­hen nicht aus bösem Wil­len, son­dern Unkennt­nis gesche­hen mögen.

Eine Über­sicht zur Gewalt- und Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät in Euro­pa ist sehr auf­schluß­reich - zeigt sich doch ins­be­son­de­re, dass Deutsch­land im Ver­gleich sehr sicher ist, und die wirt­schaft­li­chen Schä­den seit Jah­ren rück­läu­fig sind.

["click!" auf die Tabel­len vergrößert ....]

Mord [bezo­gen auf je 100.000 Personen] *
3
Wirt­schafts­de­lik­te [nach Schadenshöhen] *
2
Orga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät ["OK"] *
- nach Natio­na­li­tät (incl. Deutsche)
2
- nach Zahl der Gruppen 
2
- nach Schwer­punkt in D /regional
2

davon
Rocker-Kriminalität *
• in 22 Ver­fah­ren Ange­hö­ri­ge des HellsAn­gels­Mo­tor­cy­cle­Club (MC) (2013: 14)
• in 10 Ver­fah­ren Ange­hö­ri­ge des Ban­di­dos MC (2013: 5)
• in 4 Ver­fah­ren Ange­hö­ri­ge des Gre­mi­um MC (2013: 4)
• in 3 Ver­fah­ren Ange­hö­ri­ge des Mon­gols MC (2013: 4)
• in 9 Ver­fah­ren Ange­hö­ri­ge wei­te­rer MCs (2013: 5).
Die 48 OK-Ver­fah­ren waren zu rund 70 % durch deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge dominiert.

2

Wie aus die­ser - zuge­ge­ben nur frag­men­ta­ri­schen - Zusam­men­stel­lung zu erken­nen ist, han­delt es sich zwar um bedau­erns­wer­te Vor­komm­nis­se und bekla­gens­wer­te orga­ni­sier­te Ban­den­tä­tig­keit, es sind jedoch nicht die in der all­ge­mei­nen Dar­stel­lung vor­herr­schen­den Grup­pen, die den Kern der Kri­mi­nel­len bilden. 

Die Furcht von Kri­mi­na­li­tät über­rollt zu wer­den ist unbe­grün­det. Die Zah­len bele­gen, dass es nur ein ver­schwin­dend klei­ner Teil aus den ver­schie­de­nen Eth­ni­en ist, der sich hier und in Rest­eu­ro­pa kri­mi­nell betä­tigt. Die Zah­len bele­gen zudem einen - wenn auch gerin­gen - Rück­gang der Kri­mi­na­li­tät in Deutschland.

Die "gefühl­te" Bedro­hung von Leib. Leben und Ver­mö­gen ist also sehr viel klei­ner als die all­abend­li­chen Kri­mis und die Schreckens­mel­dun­gen der Pres­se uns Glau­ben machen wollen.

 ・ • ⚫ • ・ 

* Quel­le der Abbil­dun­gen: organisierteKriminalitaetBundeslagebild2014.pdf

bookmark_borderDie Botschaft hör' ich wohl ....

.... allein mir fehlt der Glau­be.

SPD-Chef Gabriel in den
"heute"-Nachrichten
[ZDF; 25.04.2016; 21:30h]:
"Das Beharren der USA
auf Schiedsgerichten
ist das Ende von TTIP"

.. Dr. Danie­le Gan­ser sprach letz­tens in einer Dis­kus­si­on­run­de davon, dass es neben den USA eine zwei­te Super­macht gibt. Er mein­te damit nicht Russ­land, Chi­na oder die EU. Son­dern er mein­te damit uns. Sie, mich, uns alle, die Öffentlichkeit .. 

Soll­te das Absacken der SPD auf unter 20% Wäh­ler­po­ten­ti­al - eng ver­bun­den mit dem Namen des Par­tei­chefs - nun doch Herrn Gabri­el zum Nach­den­ken gebracht haben? Dar­über, dass sein 'Kom­pro­miß' mit Schieds­ge­rich­ten, die von Rich­tern besetzt sein sol­len ein fau­ler Kom­pro­miß ist, der an der Par­al­lel­ge­richts­bar­keit bei TTIP nichts ändert?

.. Den­noch wächst das Unbe­ha­gen im so genann­ten Bür­ger­tum. Viel­leicht wer­den bald mehr Leu­te nicht mehr sagen "aber man kann ja nichts machen", son­dern "man müss­te was machen" und schließ­lich "lasst uns jetzt was machen". Mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­mer, die für ihre Mit­ar­bei­ter­schaft am Ort per­sön­li­che Ver­ant­wor­tung über­neh­men, kön­nen ein­fach nicht mehr ver­ste­hen, dass im vor­herr­schen­den System wirt­schaft­li­che Groß­ge­bil­de für anti­so­zia­les Ver­hal­ten regel­recht belohnt wer­den. Vie­le Kom­mu­nal­po­li­ti­ker aus den Volks­par­tei­en, die für ein über­schau­ba­res Gemein­we­sen aktiv sind, haben auf­grund der schwin­den­den sozia­len Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten wenig Sinn für "neo­li­be­ra­le" Doktrinen .. 

Hun­dert­tau­sen­de auf den Stra­ßen in Euro­pa schei­nen tat­säch­lich die Bot­schaft "Nein zu TTIP!" so aus­ge­drückt zu haben, dass es nun auch in Poli­ti­ker­köp­fen ankommt:
Ohne ein Min­dest­maß an Zustim­mung zu Vor­ha­ben läßt sich auf Dau­er kei­ne Poli­tik machen.

.. Der Sou­ve­rän wur­de als Gefahr aus­ge­macht. Der Sou­ve­rän muss sei­ne Unschuld bewei­sen – qua­si die Umkeh­rung der Unschulds­ver­mu­tung -, wenn er sein legi­ti­mes Recht auf Pro­test wahr­neh­men oder bei­spiels­wei­se in der Gegend von Telfs Wan­dern gehen will .. Die Mäch­ti­gen der Welt wis­sen nur zu genau, dass sie ihr Spiel gegen die Öffent­lich­keit in die­ser Form nicht mehr län­ger spie­len kön­nen. Die Super­macht Öffent­lich­keit mag zwar trä­ge, lang­sam und mach­mal laut und unge­ho­belt sein, aber die Öffent­lich­keit ist am Erwa­chen. Und die über­bor­den­den Sicher­heits­maß­nah­men sind nur die Reac­tio auf die Actio des Erwa­chens ..

Wenn nun noch die­se 'neue Sicht' durch Fest­schrei­bung von Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz­stan­dards ergänzt wird haben nicht nur die Euro­pä­er etwas gewon­nen, nein, auch die Bür­ger der USA, denn das ist ein Quan­ten­sprung gegen­über dem, was dort zur Zeit als Stan­dard gese­hen & prak­ti­ziert wird. 


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Quel­len / Zita­te aus:
1. http://www.konjunktion.info/2015/06/g7-und-bilderberg-die-angst-der-maechtigen-vor-der-oeffentlichkeit/
2. https://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Die-Angst-vor-der-kritischen-Oeffentlichkeit,netzpolitik144.html
3. http://www.freiewelt.net/blog/nach-dem-referendum-die-angst-der-maechtigen-vor-dem-volk-10066328/
4. http://hpd.de/node/16887#
5. http://www.heise.de/tp/artikel/25/25295/1.html

bookmark_borderIns Verhältnis setzen (I)

Es gibt Sta­ti­sti­ken die nicht 'lügen' - weil sie nach­weis­ba­re Fak­ten zäh­len und zusam­men­fas­sen. Die Lüge ent­steht daher nicht aus der Erhe­bung der Zah­len und deren Dar­stel­lung, son­dern durch Weg­las­sen. Wer die Macht dar­über hat sta­ti­sti­sche Daten weg zu las­sen hat dem­nach die Macht mit Sta­ti­stik zu lügen. 

Nun ist mit­ler­wei­le die Öffent­lich­keit immer häu­fi­ger in der Lage die Lügen derer zu ent­lar­ven, die die­se in die Welt set­zen. Aus Ver­mu­tung wird Gewiß­heit. So kommt es, dass die Mäch­ti­gen all­mäh­lich Angst bekom­men. Angst, weil sie ste­tig Umwahr­hei­ten ver­brei­ten (las­sen) um der Bevöl­ke­rung vor­zu­gau­keln es sei schon Alles in Ord­nung. Oder, es sein nichts in Ord­nung, die Kri­mi­na­li­tät näh­me Überhand. 

Der Gedan­ke Hand­lun­gen und Vor­ha­ben öffent­lich zu machen schreckt alle, die Macht haben und ausüben:
Sie fürch­ten die­je­ni­gen, die so Kennt­nis erhal­ten, könn­ten ihnen in die Sup­pe spucken. Daher sind Volks­be­geh­ren und Teil­ha­be durch Bür­ger­be­tei­li­gung so 'uner­wünscht'.

Die Brüs­se­ler Ent­schei­dung "whist­le­b­lower" ein­zu­schrän­ken ist ein tref­fen­des Bei­spiel - obwohl das Vor­ha­ben natür­lich ver­schlei­ernd ganz anders benannt und begrün­det wur­de ["Richt­li­nie über den Schutz der Geschäfts­ge­heim­nis­se"] - es wird sug­ge­riert es gehe um Geschäfts­ge­heim­nis­se, wo doch die Unter­neh­men davor geschützt wer­den, dass ihre schmut­zi­gen Geheim­nis­se ver­öf­fent­licht werden. 

Dies ist frei­lich auch ein Beweis für die Angst der poli­ti­schen Ent­schei­der. Sie han­deln, nicht nur in die­sem Fal­le, abge­setzt vom Wil­len der Bevöl­ke­run­gen, weil ihre eige­ne Betei­li­gung an krum­men Geschäf­ten so offen­bar wer­den könn­ten. Wenn sie erst ein­mal im Amt sind neh­men sie das als Frei­brief zu schal­ten und wal­ten wie sie es für rich­tig hal­ten. Aller­dings stets nach dem Wil­len der Unter­neh­men und Kon­zer­ne, die als För­de­rer der poli­ti­schen Kaste auf­tre­ten und damit Gegen­lei­stun­gen erkaufen.

Zurück zur Sta­ti­stik, zu Ver­trau­en und zu Mißtrauen ....
Neh­men wir ein­mal die Zahl der Todes­fäl­le durch Mord, Tot­schlag und fahr­läs­si­ge Tötung. Dies ist die Spit­ze der Kri­mi­na­li­tät und jeder Bür­ger hat Angst davor, einem sol­chen Ver­bre­chen zum Opfer zu fal­len. Ist die­se Angst tat­säch­lich gerechtfertigt?

[Quel­len "http://de.statista.com" & "http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/"; Abbil­dun­gen ver­än­dert n. For­mat und Ausschnitt]:

Gewalt­kri­mi­na­li­tät; Aus­zug: Gewalt gegen die Person
1

Mord in % nach Popu­la­ti­on des Tatortes
3

Mord­fäl­le gesamt
2

Aus den vor­lie­gen­den Zah­len ist ein ste­ter Rück­gang [Bei­spiel: Mord­fäl­le] erkenn­bar - genau das Gegen­teil des­sen, was die öffent­li­che Bericht­erstat­tung in den Medi­en angeht.

Die Zah­len sin­ken, die Furcht
vor Straf­ta­ten wird geschürt.

 

Es ist 50x so wahr­schein­lich von einem Auto über­fah­ren zu wer­den als einem Mord zum Opfer zu fal­len - und wovor haben die Leu­te grö­ße­re Angst? Natür­lich vor dem Mord!
Die­se Dis­kre­panz zwi­schen der tat­säch­li­chen Gefahr und der "gefühl­ten" Gefahr wird von der soge­nann­ten "Obrig­keit" genutzt um eige­ne Hand­lungs­trans­pa­renz mög­lichst weit nach unten und restrik­ti­ve Ord­nungs­maß­nah­men immer höher zu schrauben. 

Im näch­sten Teil geht es um Grup­pen­kri­mi­na­li­tät und Clan-Struk­tu­ren, und um die Schwer­punk­te der Kri­mi­na­li­tät / Auf­klä­rung nach Bun­des­län­dern und Groß­städ­ten. Ergänzt wird das durch eine Über­sicht zur Gewalt- und Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät in Europa.

bookmark_borderAbgehängte Generation & verkehrte Welt ....

Wie soll die­se "ver­kehr­te" Welt noch ein älte­rer Mensch ver­ste­hen, der vor 50 Jah­ren ganz ande­re Bedin­gun­gen erlebt hat?

  • Ärz­te gefähr­den die Pati­en­ten­ge­sund­heit durch unnö­ti­ge Eingriffe;
  • Anwäl­te ver­dre­hen das Recht zur Unkenntlichkeit;
  • Psych­ia­ter trei­ben Pati­en­ten in den Wahnsinn;
  • Wis­sen­schaft­ler ver­fäl­schen Ergeb­nis­se für Geld;
  • Medi­en berich­ten par­tei­isch im Sin­ne der Anzeigenkunden;
  • Reli­gi­on wird für übel­ste Zwecke mißbraucht;
  • Demo­kra­ti­sche Regie­run­gen schrän­ken die Frei­heit ein. 
  • Dazu kom­men noch die 'moder­nen Medi­en' [viel­fach gleich­ge­setzt mit "sozia­len Medi­en"] - für Vie­le ein Buch mit sie­ben Sie­geln. Sie begrei­fen nicht mehr was um sie her­um vor­geht. Die Welt ist zu schnellebig geworden.

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    [Bild­quel­le]

    Was für die jün­ge­ren, nach 1990 gebo­re­nen Men­schen zur täg­li­chen Rou­ti­ne gehört ist für zwei Drit­tel der Bevöl­ke­rung wahr­haf­tig "Neu­land". Kein Wun­der also, wenn sie sich zur Infor­ma­ti­on auf die frü­her ver­läß­li­chen Quel­len stüt­zen .... und so der Mani­pu­la­ti­on anheim fallen. 

    Eine Grup­pe dazwi­schen geht den soge­nann­ten "sozia­len Medi­en" auf den Leim: Im festen Glau­ben es wer­de dort "Wahr­heit" ver­brei­tet plap­pern sie nach. Ver­viel­fäl­ti­gen jeden Unfug. Und sind noch stolz darauf.

    bookmark_borderFriede, Freude, etc. ....

    .
    oder: Wer will schon stän­dig auf die Übel der Welt hin­ge­wie­sen werden?

    Auf die­sem Pla­ne­ten läuft so eini­ges nicht so wie es lau­fen müß­te. Das wis­sen vie­le Leu­te. Aller­dings mögen sie es nicht tag­täg­lich dar­auf hin­ge­wie­sen zu wer­den. Es ist doch viel ange­neh­mer etwas zu lesen und mit sei­nen Bekann­ten zu bespre­chen was die Stim­mung hebt.
    Gutes Wet­ter, gedei­hen­de Klein­kin­der, ein drol­li­ges Hundchen und gutes Essen - das sind die Ren­ner unter den The­men die gern gele­sen oder dis­ku­tiert werden.

    Manch­mal gibt es aber "Auf­re­ger" - so wie etwa die Gescheh­nis­se in Köln am Sil­ve­ster­abend. Da gehen die Emo­tio­nen hoch, da hat Jeder eine Mei­nung und es wird spe­ku­liert was das Zeug hält. Son­der­bar, wo doch fast kei­ner der Dis­ku­tan­ten dort war. Von "infor­mier­ter Mei­nungs­bil­dung" kann des­we­gen kaum die Rede sein - und trotz­dem sind sich alle sicher wie es war. 

    Sobald aber The­men wie bei­spiels­wei­se "Ener­gie­wen­de" anste­hen wer­den die Dis­kus­sio­nen spär­li­cher. Es feh­len den mei­sten Men­schen die Grund­la­gen. Mit Mei­nung ist da nicht viel zu bespre­chen: Man kann gegen oder für die eine oder ande­re Tech­no­lo­gie sein, gefühls­mä­ßig, doch bestimmt nicht mit fun­dier­ten Argu­men­ten. Das macht unsi­cher, und des­we­gen wer­den die­se The­men gemieden.

    So kommt es, dass zwar viel gele­sen und gere­det, aber nichts bes­ser wird. Weil kom­ple­xe The­men ver­nach­läs­sigt wer­den. Oder, wenn dar­über geschrie­ben wird, die­se Art von Tex­ten nicht oder viel sel­te­ner bis zum Ende gele­sen wer­den. Men­schen sind erst­mal 'faul', was Anstren­gung bedeu­tet wird gemie­den. Daher gehen Vie­le erst zu Quel­len von denen sie wissen:
    Da brau­che ich nicht mit­den­ken, da wird mir etwas gelie­fert was ich schön fin­den kann. Ver­ständ­lich und begrün­det, wie ich wei­ter oben darlegte.

    Dann aller­dings dür­fen sich genau die­se Leu­te nicht beschwe­ren wenn es ihnen irgend­wann übel auf­stößt was um sie her­um in der Welt schief läuft oder was die Regie­rung - auch in ihrem Namen - so tut.

    Sie woll­ten es ja so.

    bookmark_borderEin halbes Jahrhundert ....

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    Als ich mich im Juli 1963 per Schiff auf den Weg in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka, kurz: U.S.A., auf­mach­te wuß­te ich kaum etwas über das, was mich da erwar­ten würde.

    In Syra­cu­se, N.Y., emp­fing mich mei­ne Gast­fa­mi­lie, Vater, Mut­ter, Gast­bru­der & ~schwe­ster. Der erste Anlauf­punkt war das Haus der Schwe­ster mei­nes Gast­va­ters, die in Syra­cu­se wohn­te. Da gab es ein aus­ge­dehn­tes Abend­essen und am näch­sten Tag fuh­ren wir zum Wohn­ort der Gast­fa­mi­lie, nach Gou­ver­neur, N.Y., nicht weit vom St. Lorenz Was­ser­weg ent­fernt gele­gen. Jeden­falls eine typi­sche Klein­stadt im Nord­we­sten des Staa­tes New York, kaum 7.000 Ein­woh­ner und sechs Kir­chen, alle nahe des Ortszentrums.

    In der Umge­bung - dem 'Coun­ty' - haupt­säch­lich Wei­de­wirt­schaft, Milch­kü­he, aber auch Tal­k­um­för­de­rung und Holzwirtschaft.

    Die Schu­le, Gou­ver­neur Seni­or High School, war nur weni­ge Minu­ten vom Haus mei­ner Gast­fa­mi­lie ent­fernt. So konn­te ich den über­wie­gen­den Teil des Schul­jah­res dar­auf ver­zich­ten in den Schul­bus zu stei­gen um zum Unter­richt zu kommen.

    In die­ser Regi­on der U.S.A. war die Welt noch in Ord­nung. Was nach Les­art der dor­ti­gen Gesell­schaft bedeu­te­te: Kei­ne Ras­sen­un­ru­hen, kei­ne Arbeits­lo­sig­keit, kei­ne reli­gi­ons­lo­sen Anwoh­ner - und wenn wel­che da gewe­sen wären hät­ten sie es der Mehr­heit bestimmt nicht mitgeteilt ....

    Wäh­rend des Jah­res geschah dann das Ungeheuerliche:
    Ein far­bi­ger Schü­ler wur­de ange­mel­det und besuch­te fort­an die Schu­le - und weil wenig über die Hin­ter­grün­de bekannt war bro­del­te die Gerüchteküche.



     
    x°°y°

     

    [Quel­le der Abbildung] 

    Zu die­ser Zeit gab es in den Sezes­si­ons­staa­ten noch "Ras­sen­tren­nung"*, die erst 1964, dem Jahr in dem ich im Juni wie­der nach Deutsch­land zurück rei­ste, auf­ge­ho­ben wurde.

    Was ist nach 50 Jah­ren "Auf­he­bung der Ras­sen­tren­nung" das Fazit?
    For­mal mag es zwar Ände­run­gen gege­ben haben, von einer Gleich­be­rech­ti­gung der far­bi­gen US-Bevöl­ke­rung kann aller­dings nicht die Rede sein. Es wer­den durch unver­hält­nis­mä­ßi­ge poli­zei­li­che Über­grif­fe immer noch Schwar­ze anders behan­delt als Wei­ße (Sie­he hier­zu auch "Black Lives Mat­ter" [#Black­Li­ves­Mat­ter] & die­sen Bericht).

    Das Land hat sich ver­än­dert. Ich habe mich ver­än­dert. Wie anders soll­te man die Ent­wick­lung in fünf­zig Jah­ren beschrei­ben? Das Ame­ri­ka von heu­te ist nicht mehr das Land, in das ich all die Jah­re nach mei­ner Rück­kehr wie­der rei­sen und dort leben woll­te. Das habe ich schon 1998 gemerkt, als ich zum ersten Mal wie­der mehr als ein paar Wochen Urlaub dort ver­bracht habe. 

    Noch viel hef­ti­ger war der Schock als die Regie­rung Bush 2002 begann das Land in ein Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis zu ver­wan­deln, von dem die drin­nen kaum etwas merken:
    Ein­tritt und Aus­gang mit
    - ver­schärf­ten Personenkontrollen,
    - Metalldetektoren,
    - Ganz­kör­per­scan­nern und
    - sicher­heits­dienst­li­cher Behand­lung inclusive
    - Iris­scan und
    - Fingerabdrücken.

    "Land of the Free" - das war ein­mal und ist unwie­der­bring­lich ver­lo­ren .... wenn es auch den Tou­ri­sten der ADAC-geführ­ten-deutsch­spra­chi­ge-Rei­se­lei­tung-inbe­grif­fen-Tour und den Drei-Tage-Shop­ping-New-York Rei­sen­den anders erschei­nen mag.

     * Sie­he hier­zu auch fol­gen­den LINK