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bookmark_borderAlles ganz einfach ..!?
*update* [04.02.2020]

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Asyl­an­trag­stel­lung 'prak­tisch' - das habe ich in den letz­ten Tagen gelernt - ist weit­aus schwie­ri­ger als es in den Medi­en dar­ge­stellt und in der Bevöl­ke­rung dis­ku­tiert wird.

Was schon für mich als Deut­schen kom­pli­ziert war, z.B. die tat­säch­lich zustän­di­gen staat­li­chen Behör­den aus­fin­dig zu machen, kann sich für einen Geflüch­te­ten als tage­lan­ge Odys­see und kaf­ka­es­ken Kampf mit dem Unge­wis­sen entwickeln.

Ich fan­ge mal mit der REGISTRIERUNG an. Nor­ma­ler­wei­se geschieht sie im Moment der Ankunft, als der Ein­rei­se in die Bundesrepublik.
Da nun aber wegen der wir­ren Ver­hält­nis­se und völ­lig unge­ord­ne­ten Bedin­gun­gen vie­le Flücht­lin­ge auf ver­schlun­ge­nen Wegen (und nicht immer 'offi­zi­ell') unser Lan­de errei­chen, ist deren Sta­tus solan­ge unbe­stimmt, bis sie die­se erste Hür­de gemei­stert haben.

Zugleich wirft ihnen - anders als stets von Asyl­geg­nern behaup­tet - bis zu die­sem Zeit­punkt nie­mand Geld nach, sie sind noch völ­lig auf sich selbst gestellt.
Sofern sie aus ihrer Hei­mat Freun­de, Nach­barn oder Ver­wand­te haben die bereits in Deutsch­land woh­nen ist es ver­ständ­lich, wenn sie sich dort zuerst hin wen­den und um Hil­fe bit­ten. Das wirft meh­re­re Pro­ble­me auf. Erstens ist der Sta­tus unge­klärt, zwei­tens wer­den die sowie­so nicht mate­ri­ell best­aus­ge­stat­te­ten Freun­de oder Ver­wand­ten bela­stet, und drit­tens wird die Ein­glie­de­rung verzögert.
Es ist also in all­sei­ti­gem Inter­es­se den Sta­tus mög­lichst schnell und pro­blem­los zu klä­ren bzw. den Auf­ent­halt zu legalisieren.

Nun muß man wis­sen, dass zwar das "Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge" für die Unter­brin­gung und Ver­sor­gung, spä­ter Ver­tei­lung auf die Län­der und Gemein­den und die best­mög­li­che Ein­glie­de­rung ver­ant­wort­lich ist, die Regi­strie­rung aller­dings nicht dort vor­ge­nom­men wird. Das geschieht in den soge­nann­ten "REGISTRIERUNGSSTELLEN", die über die gesam­te Repu­blik ver­teilt sind. Immer noch sind für die­se Per­so­nen kei­ne Kosten ange­fal­len, sie haben von unse­rem Staat nicht einen Cent erhalten.

Wenn die Flücht­lin­ge in eine ERSTAUFNAMEEINRICHTUNG gekom­men sind ent­ste­hen Auf­wen­dun­gen unse­res Staa­tes aus Steuermitteln.

Ich habe einen Vor­mit­tag gebraucht um die ver­schie­de­nen Behör­den und Insti­tu­tio­nen anzu­ru­fen um den Ablauf zu klä­ren, dabei mit meh­re­ren Sozi­al­äm­tern, der Poli­zei, der Stadt­ver­wal­tung, Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen, Not­auf­nah­me­un­ter­künf­ten und dem Bun­des­amt tele­fo­niert. Erfreu­lich war, dass es über­wie­gend freund­li­che, immer hilf­rei­che und bemüh­te Men­schen waren mit denen ich gespro­chen habe - die durch­aus Ver­ständ­nis zeig­ten und hel­fen wollten.

Für man­che der Rege­lun­gen habe ich Ver­ständ­nis. Eini­ge Abläu­fe erschei­nen mir noch ver­bes­se­rungs­be­dürf­tig, z.B. die Mög­lich­kei­ten der Regi­strie­rung und Antragstellung.

Jeden­falls steht fest, dass Flücht­lin­ge kei­nes­wegs " .. mit Geld über­schüt­tet .." wer­den - sie müs­sen ver­wir­ren­de und umständ­li­che Pro­ze­du­ren erken­nen und durch­ma­chen, bevor sie schließ­lich (fremd­be­stimmt!) "ver­teilt" wer­den, und das nicht immer dort­hin, wo sie Bekann­te, Freun­de oder Fami­lie haben. Wenn sie sich nicht dar­an hal­ten müs­sen sie mit Nach­tei­len und Aus­blei­ben der Unter­stüt­zung zurecht kommen.
Mein Fazit:
Eine har­te Zeit, gepfla­stert mit (teil­wei­se sicher not­wen­di­ger) Büro­kra­tie und es wer­den kei­ne 'Reich­tü­mer' über den Antrag­stel­lern ausgeschüttet.

bookmark_borderSo ca. alle 10 Jahre ....

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.... rollt eine "Auf­klä­rungs­wel­le" durch die Medien.

  • Oswald Kol­le - "Auf­klä­rer der Nation"
  • BRAVO - Dr.-Sommer-Redaktion
  • Eri­ka Ber­ger, RTL (>1987); "Eine Chan­ce für die Liebe"
  • Ernie Rein­hardt als Lilo Wan­ders mit „Wa(h)re Liebe“
  • Jour­na­li­stin Pau­la Lam­bert bei sixx: "pau­la kommt"
  • "Make Love" – mit Sexu­al­the­ra­peu­tin Ann-Mar­len Henning
  • Hat es etwas bewirkt, ist das Geschlechts­le­ben (!) der Deut­schen bes­ser gewor­den? Frei­er gewor­den? Ent­spann­ter geworden? 

    Bei den jun­gen Leu­ten ein wenig, sagt eine Stu­die [*.pdf] der Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung - auf­schluß­rei­che Lek­tü­re, fürwahr.

    Aller­dings bezweif­le ich, dass es bei den jetzt 'Älte­ren' (40+) eine Abkehr von frü­he­ren Tra­di­tio­nen & Ver­hal­tens­wei­sen gibt, und bei den noch Älte­ren wird zwar viel gere­det .. aber ... wenig gehandelt.
    Von weni­gen Aus­nah­men abge­se­hen, die dann auch in ein­schlä­gi­gen Sen­dun­gen als Para­de­bei­spiel für mehr Offen­heit und Ver­än­de­rung her­ge­zeigt werden.

    Sie­he hier­zu auch:
    _______________________
    Jung, ahnungs­los, schwanger
    _______________________
    Sex-Sen­dun­gen erle­ben Revival
    _______________________
    WIKIPEDIA "Sexu­el­le Aufklärung"

    bookmark_borderSolange ....

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    solange nur macht
    und nicht die besten ideen
    die welt regieren
    und die medien
    auch nur den mächtigen nachrennen,
    wird es nicht besser.


    [Zitiert nach: "blau­äu­gig"]

    _____________________ 

    Sie­he hierzu:
    "Behind Germany’s refu­sal to grant Greece debt reli­ef – Op-Ed in The Guardian"

    _____________________ 

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    ["click!" auf das Bild führt zur Quel­le / zum Originalbeitrag]

    bookmark_borderGabriel so:
    Hex, hex, GREXIT!

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    Mar­chia­vel­li sagt in
    "Poli­ti­sche Tugend und poli­ti­sche Not­wen­dig­keit"
    :
    Denn der Pöbel läßt sich immer vom Schei­ne blen­den und urteilt nur nach dem Aus­gang der Sache. Auf der Welt aber gibt es fast nichts als Pöbel, und die weni­gen Urteils­fä­hi­gen gelan­gen dann erst zur Gel­tung, wenn die Men­ge ver­wirrt und ohne Füh­rung ist.
    Wenn es auch manch­mal nötig ist, Tat­sa­chen durch Wor­te zu ver­schlei­ern, so muß dies doch in einer Wei­se gesche­hen, daß es nicht ent­deckt wird; und kommt es den­noch her­aus, so muß eine Beschö­ni­gung der Beweg­grün­de sofort bei der Hand sein.

    Aus­ge­rech­net die SPD presch­te - B*LDwirksam - am Wochen­en­de vor und ließ wis­sen man sei nicht län­ger bereit " .. die über­zo­ge­nen Wahl­ver­spre­chen einer zum Teil kom­mu­ni­sti­schen Regie­rung durch die deut­schen Arbeit­neh­mer und ihre Fami­li­en bezah­len las­sen .. ".

    So, so. Schon das ein Armuts­zeug­nis eines deut­schen Wirt­schafts­mi­ni­sters, der wis­sen müß­te, dass es
    - erstens die Groß­ban­ken sind, die von den euro­päi­schen Schul­den profitieren;
    - zwei­tens 'Beton­köp­fe' in den Gre­mi­en sit­zen [Zitat unten], und
    - drit­tens es nicht um Schul­den, son­dern um Polit~ bzw. System­ideo­lo­gie geht.

    .. Wie die »Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung« mel­det, »tor­pe­diert der Inter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fonds einen Kom­pro­miss, der in den ver­gan­ge­nen Tagen vor­be­rei­tet wor­den war«. Von »fun­da­men­ta­len Span­nun­gen« zwi­schen EU-Kom­mis­si­on und IWF ist die Rede..
    [Zitat]

    Ich habe noch Sozi­al­de­mo­kra­ten gekannt die für ihre Über­zeu­gung zu Zei­ten des Natio­nal­so­zia­lis­mus gekämpft haben und dafür ins Gefäng­nis gewor­fen wur­den - und ohne Zögern ihre Genos­sen der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei unter­stütz­ten. Trotz aller theo­re­ti­schen Differenzen.

    Bedau­er­li­cher­wei­se schei­nen aber in der SPD die Oppor­tu­ni­sten & Sprü­che­klop­fer, deren Vor­gän­ger z.B. der SED 'gewi­chen' sind, mehr For­tu­ne zu haben als jene Genos­sen, die sich als Par­tei der Arbei­ten­den verstehen.

    Dass sich jemand wie Gabri­el über­haupt noch traut das Wort "Genos­sen" ein­gangs sei­ner Anspra­chen zu benut­zen. Aber was schrei­be ich da - viel­leicht hat er ja Mar­chia­vel­li gele­sen. Oder er wird von jeman­dem bera­ten der ihn gele­sen hat.

    bookmark_borderMich geht das Alles nichts mehr an ..!?

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    Tag­täg­lich sehen wir um uns her­um Anzei­chen von Ver­fall der Moral, der Grund­sät­ze wirt­schaft­li­chen Han­delns, des Mit­ge­fühls und der gerech­ten Behand­lung von Arbei­ten­den. Wir hören von ertrin­ken­den Flücht­lin­gen, zusam­men­bre­chen­den Fabri­ken in armen Pro­duk­ti­ons­län­dern. Über die Ent­las­sung von Mit­ar­bei­tern gro­ßer Kauf­häu­ser oder Ket­ten­be­trie­ben wird eben­so berich­tet - obwohl die Beschäf­tig­ten Kom­pro­mis­sen zuge­stimmt hat­ten und ihnen dafür Sicher­heit ver­spro­chen wor­den war. Wer noch Arbeit hat schaut auf die her­ab die kei­ne haben - und wir ler­nen aus den Medi­en, dass die Arbeits­lo­sen Schma­rot­zer sind, auf unse­re Kosten, die wahr­schein­lich doch irgend­wie mit­schul­dig für ihre Lage sind.

    Der naï­ve Glau­be mit tech­ni­schem Fort­schritt gehe stets auch mora­li­scher Fort­schritt ein­her ist ungebrochen:
    Dabei wer­den die Zei­chen aus der Gesell­schaft schlicht­weg über­se­hen, geleug­net oder wegdiskutiert. 

    Wir wis­sen davon und glau­ben, es wer­de an uns vorübergehen.
    Wir unter­neh­men nichts, weil es uns nicht unmit­tel­bar betrifft.
    Wir sehen die Fol­gen und hof­fen es gehe vor­über ohne uns zu beeinträchtigen.

    Unse­re Fähig­keit die Rea­li­tät zu beur­tei­len ist gestört, es wer­den von "offi­zi­el­ler Sei­te", den Medi­en und den Poli­ti­kern, aber vor allem von gro­ßen Kon­zer­nen, mehr Maß­nah­men unter­nom­men uns ein­zu­lul­len als sol­che uns auf­zu­klä­ren. Der Fort­schritts­glau­be wird ver­stärkt, Skep­ti­ker wer­den als "rück­wärts­ge­wandt" verteufelt.

    Dabei zeigt doch die Geschich­te unum­stöß­lich das Gegen­teil von dem was man uns glau­ben machen will. Die Mensch­heit wird von Macht zusam­men­ge­hal­ten, die­se Macht wird in Kas­ka­den heruntergebrochen:
    Von poli­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Macht an der Spit­ze, über meh­re­re Stu­fen, bis hin zum Klein­gärt­ner- und Schüt­zen­ver­ein, deren "Vor­sit­zen­de" Gewicht haben - weil es ihnen von den Mit­glie­dern zuge­bil­ligt wird.

    Gier, Gewalt, Aus­schwei­fung, sport­li­che Groß­ereig­nis­se und Ver­dum­mung, Trick­se­rei und Betrug - das sind die Bau­stei­ne des Macht­er­halts mit dem Gesell­schaft gekit­tet wird. Das treibt uns dem Ver­fall entgegen.

     ・  ⚫  ・ 

    Aber zum Glück kann ich mich zurück­leh­nen und mein Leben genie­ßen ohne mich um der­lei Pro­ble­me zu kümmern.
    Ich bin Rentner.
    Mich geht das Alles nichts mehr an.

    bookmark_borderTTIP / TPP  *update* (13-05-2015)

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    ».. Con­clu­si­on
    From what we now know, the Trans-Paci­fic Part­ner­ship* repres­ents a distinct and signi­fi­cant thre­at to natio­nal sove­reig­n­ty and the abili­ty of any mem­ber nati­on – inclu­ding the United Sta­tes – to regu­la­te its trade, intellec­tu­al pro­per­ty, envi­ron­ment, and immigration.
    Most troubling is what we don’t yet know about the secre­ti­ve TPP.
    In the inte­rests of Ame­ri­ca and all Ame­ri­cans, Con­gress is obli­ga­ted to deny fast-track TPA aut­ho­ri­ty on the TPP and to reject the TPP in its entirety .. «

    [Quote/Zitat]

    Über­set­zung:
    » .. Zusammenfassung
    Aus dem, was wir heu­te über die Trans-Paci­fic Part­ner­ship (TPP)* wis­sen ist es eine deut­li­che und erheb­li­che Gefahr für die natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät und die Fähig­keit jedes Mit­glieds­lan­des - ein­schließ­lich der Ver­ei­nig­ten Staa­ten - ihr Han­dels­recht, gei­sti­ges Eigen­tum, Umwelt und Ein­wan­de­rung zu regulieren.
    Am beun­ru­hi­gend­sten ist das, was wir noch nicht über die gehei­men TPP Antei­le wissen.
    Im Inter­es­se der USA und aller Ame­ri­ka­ner, ist der Kon­greß ver­pflich­tet, einen Schnell­durch­lauf von TPP [sinn­ge­mäß für: fast-track TPA aut­ho­ri­ty] zu unter­bin­den und TPP in sei­ner Gesamt­heit abzulehnen .. «

    * TPP (Asien/Pazifik) konn­te bis­her noch "gehei­mer" als TTIP (Euro­pa) ver­han­delt wer­den, des­sen Ein­zel­hei­ten trotz gehei­mer Ver­hand­lun­gen all­mäh­lich offen­ge­legt & sicht­bar wurden.

    *edit / update*
    13.05.; 01:30h.
    Bei NPR* wur­de gera­de berich­tet, dass der U.S.-Senat eine Vor­la­ge abge­schmet­tert hat die es dem Prä­si­den­ten erlaubt hät­te ohne wei­te­re Kon­sul­ta­tio­nen die TPP-Ver­hand­lun­gen zum Abschluß zu bringen. 

    * (Natio­nal Public Radio, in den U.S.A. sowas wie unse­re "öffent­lich-recht­li­chen" Anstal­ten - nur dort finan­ziert durch frei­wil­li­ge Spen­den der Zuse­her / ~hörer)

    bookmark_borderAnalyse (III)

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    .. Kanz­ler­amts­mi­ni­ster in der frag­li­chen Zeit waren Tho­mas de Mai­ziè­re, Frank-Wal­ter Stein­mei­er und Ronald Pofalla .. Der­zei­ti­ger Chef des Kanz­ler­amts ist Peter Alt­mai­er .. Auch SPD und Grü­ne wol­len Mer­kel im Unter­su­chungs­aus­schuss befra­gen. SPD-Vize Ralf Ste­g­ner sag­te, Mer­kel tra­ge die poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung .. Grü­ne und Links­par­tei droh­ten der Regie­rung zudem mit einer Kla­ge. Sie for­dern Ein­sicht in die Such­li­sten, die der BND angeb­lich für die NSA im welt­wei­ten Daten­strom abge­ar­bei­tet hat .. 

    [Quel­le des Zita­tes & noch eine mehr zum The­ma]

     ・  ⚫  ・ 

    Wenn nur ein­mal das her­aus­kä­me, was da in vie­len Publi­ka­tio­nen ange­deu­tet, vom Koali­ti­ons­part­ner ver­langt und von der Oppo­si­ti­on ange­droht wird. Es wür­de mich sehr ver­wun­dern, wenn

    • erstens die "Wahr­heit" herauskäme,
    • zwei­tens die Kanz­le­rin ihr Schwei­gen brä­che und mehr als nur Beschwich­ti­gungs­sät­ze, son­dern wel­che mit Tat­sa­chen ver­neh­men ließ, 
    • drit­tens der Geheim­dienst die for­mel­haf­te Beteue­rung " .. der BND arbei­te für deut­sche Inter­es­sen, für Deutsch­land und sonst für nie­man­den. Er sei des­halb "kein will­fäh­ri­ges Werk­zeug der USA", so Schind­ler. Er beton­te, die Lei­stungs­fä­hig­keit des Dien­stes hän­ge sehr von inter­na­tio­na­ler Zusam­men­ar­beit ab, und die dro­he Scha­den zu neh­men ange­sichts der "stück­wei­sen Zer­le­gung eines Nach­rich­ten­dien­stes" .. " ein­mal durch das Ein­ge­ständ­nis des Total­ver­sa­gens und des stän­di­gen Rechts­bru­ches erset­zen würde.

    Ich hat­te einen Klas­sen­ka­me­ra­den der im Tan­te Emma Laden an der Stra­ßen­ecke gleich hin­ter unse­rer Grund­schu­le Bon­bons in unbe­ob­ach­te­tem Moment aus dem Glas klau­te - als er erwischt wur­de ver­tei­dig­te er sich damit, dass "Ande­re" ja noch viel mehr gestoh­len hät­ten .... so kom­men mir die Argu­men­te der ertapp­ten Rechts­bre­cher der­zeit vor:
    Mit der Naï­vi­tät von Kin­dern behaup­ten sie nur "das Beste" zu wol­len - als ob das eine Ent­schul­di­gung für ihr Fehl­ver­hal­ten wäre.

    Wer sol­che Aus­flüch­te noch glaubt glaubt auch an die Zahn­fee, das unsicht­ba­re rosa­ro­te Ein­horn und die oben abge­bil­de­ten drei guten Feen, die Dörn­rös­chen vor der bösen Fee in Schutz genom­men haben ....

    *Sie­he auch: "SZ / BND Affäre"

    bookmark_borderAnalyse (II)

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    .. Schließ­lich sei es den drei Poli­zi­sten gelun­gen, einen Arm des Unru­he­stif­ters auf des­sen Rücken zu fixie­ren und ihn so lan­ge am Boden zu hal­ten, bis die New Yor­ker Poli­zei eintraf.
    Beson­ders beein­druckt schien der Augen­zeu­ge laut Bericht von der Art und Wei­se, wie die Poli­zi­sten mit der Situa­ti­on umgingen. .. 

    [Quel­le via fefe]

     ・ - ⚫ - ・ 

    Das Stau­nen der Zuse­her ver­wun­dert mich nicht. Aller­dings läßt sich dar­aus auch her­lei­ten was schon All­tag ist. Wie­so die Ame­ri­ka­ner sich gewun­dert haben: 

    Wenn man unge­bil­de­te Unter­schicht­ler - die vor dem Poli­zei­dienst meist im Mili­tär waren und dort zu abso­lu­tem Gehor­sam und gna­den­lo­sem Ver­hal­ten dem "Feind" gegen­über gedrillt wur­den - auf ihre Lands­leu­te los­läßt und ihnen ein­trich­tert sie sei­en eine 'Éli­te', dann wer­den sie zuerst schie­ßen und dann Fra­gen stellen.

    Es zeigt aber eben­falls, dass sich eine sach­ge­rech­te Aus­bil­dung und zivi­li­sier­ter Umgang mit den Schutz­be­foh­le­nen - wie es die Poli­zei in Schwe­den lernt - lang­fri­stig auszahlen.

    "Wie man in den Wald hin­ein ruft so schallt es her­aus!"

    Die schwe­di­sche Vari­an­te von Poli­zei­ar­beit ist mir jeden­falls erheb­lich sym­pa­thi­scher. Da könn­ten unse­re Ord­nungs­kräf­te auch noch etwas abgucken.

    bookmark_border"Gesinnungsstrafrecht" 
    *update* (09.03.2015)

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    Die Dis­kus­si­on um poten­ti­el­le IS-Sym­pa­thi­san­ten aus unse­rem Land die dort­hin rei­sen wo sie aus­ge­bil­det wer­den kön­nen und mög­li­cher­wei­se spä­ter zur mensch­li­chen "Bom­be" wer­den, ist in vol­lem Gan­ge. Wie so oft wur­de von der Poli­tik in blin­dem Aktio­nis­mus eine Geset­zes­in­itia­ti­ve ["Will­kom­men im Gesin­nungs­straf­recht"] auf den Weg gebracht um dem schon im Vor­feld zu begegenen.

    Sol­che Art "Gesetz­ge­bung" hat­ten wir doch schon frü­her mal. Nur hieß es damals anders.

    Die Gefahr mag Vie­len heu­te gerin­ger erschei­nen - wir haben doch, sagt man, aus den Feh­lern der (Vor- und) Nazi-Zeit gelernt - das ändert aber nichts dar­an, dass der­glei­chen "Geset­ze" nur einen ver­än­der­ten ideo­lo­gisch-poli­ti­schen Unter­bau benö­ti­gen um genau das zu wer­den was sie im 'Drit­ten Reich' schon waren:
    Instru­ment zur Ver­fol­gung von Anders­den­ken­den, „Poli­ti­sche Straf­sa­chen“.

    Die NS-Ideo­lo­gie lebt sozu­sa­gen im Straf­recht fort. Da ver­wun­dert es nicht, wenn 'stu­dier­te' Juri­sten, in der Poli­tik tätig, die­sen Gedan­ken ver­in­ner­licht haben und nicht ein­mal dar­über nach­den­ken wel­che Fol­gen dadurch her­auf­be­schwo­ren wer­den, soll­ten sich ein­mal der poli­ti­sche Wil­le, die poli­ti­schen Mehr­heits­be­din­gun­gen ändern.

    Schaut man sich als Laie um muß man sich die Augen wischen und es drängt sich die Fra­ge auf:
    Wie­so will man via CETA / TTIP Unter­neh­men - ent­ge­gen den im GG fest­ge­leg­ten Bestim­mun­gen - Rech­te ertei­len, wäh­rend man die Bür­ger zuerst unter "Gene­ral­ver­dacht" und jetzt auch noch einem "Gesin­nungs­straf­recht" unterstellt? 

    Ich sym­pa­thi­sie­re bestimmt nicht mit denen, gegen die die­se Geset­ze geplant wur­den. Aller­dings sehe ich dar­in, ver­gli­chen mit der Gefahr für die öffent­li­che Mei­nungs­äu­ße­rung, ein gerin­ge­res Übel. Dies ins­be­son­de­re vor dem Hnter­grund, dass wir es doch aus unse­rer Ver­gan­gen­heit wahr­haf­tig bes­ser wis­sen sollten.

     ・  ⚫  ・ 


    Ach ja, eine Hil­fe zur "Selbst­prü­fung" der Gefähr­dung hat fefe zur Ver­fü­gung.

    *edit*
    (09.03.2015)
    Man hat mir per E-Mail die Fra­ge gestellt WAS ich als Lösung anzu­bie­ten habe - denn die Gefahr durch die­se 'Kämp­fer' sei doch nicht von der Hand zu weisen.

    Ganz ein­fach, wenn sie nach­weis­lich im Ter­ror­camp waren:
    An der Gren­ze zurück­wei­sen, am Flug­platz sofort wie­der dahin zurück­schicken wo sie her­ge­kom­men sind .... 

    bookmark_border"gap"

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    "gap" - das ist das eng­li­sche Wort für "Lücke", "Abstand" oder "Spalt". Es wird aller­dings auch in über­tra­ge­nem Sin­ne genutzt und hat dann die Bedeu­tung von Dis­kre­panz, Dif­fe­renz, Inkongruenz.

    Um die­sen - über­tra­ge­nen - Begriff geht es hier. Gestern las ich einen Arti­kel der sich mit den Medi­en (nicht nur in unse­rem Lan­de) auseinandersetzt. 

    Ein schein­ba­rer Neben­aspekt kam dabei nur am Ran­de vor:

    Das Miß­ver­hält­nis zwi­schen öffent­li­cher Wahr­neh­mung und poli­ti­scher Beur­tei­lung (sowie Abhil­fe­ver­su­chen!) all­ge­mei­ner gesell­schaft­li­cher Realität.

    Unter der Annah­me, dass nicht alle Poli­ti­ker Hohl­köp­fe sind, son­dern durch­aus gebil­de­te Men­schen mit Lebens­er­fah­rung, und ihre Hand­lungs­wei­se für eine brei­te Öffent­lich­keit nicht schlüs­sig und kon­se­quent erscheint, sind ihre Lösungs­an­sät­ze oft völ­lig unverständlich.

    Der Grund für die­sen "gap" in der Wahr­neh­mung muß also woan­ders gesucht werden. 

    Es wird oft von einer "Volks­fer­ne" der Poli­tik gespro­chen. Das ist eine Tat­sa­che. Wer abge­schot­tet von der Mas­se dem poli­ti­schen Geschäft nach­geht und dafür viel Zeit auf­zu­wen­den hat wird sich zuneh­mend von der Basis ent­fer­nen. Der durch­schnitt­li­che Poli­ti­ker ist daher auf alter­na­ti­ve Quel­len ange­wie­sen, die bedau­er­li­cher­wei­se eben nicht das dar­stel­len was die Bevöl­ke­rung in ihrem Lebens­um­feld wahr­nimmt. Son­dern das, was eine Jour­na­li­sten­gil­de für berich­tens- und beach­tens­wert hält. 

    Wobei das oft des­we­gen nur ein klei­ner Aus­schnitt des "rea­len Lebens" ist, weil auch die Medi­en­leu­te nur eine begrenz­te Sicht der Wirk­lich­keit haben kön­nen - sind sie doch Teil der Gesell­schaft und des­we­gen in einer Art sozia­li­siert, die ihnen nur weni­ge Facet­ten des Gesamt­bil­des eröffnen. 

    Anders gesagt:
    Wer in einer bestimm­ten Gesell­schafts­schicht auf­ge­wach­sen ist urteilt nach den dort vor­han­de­nen Kri­te­ri­en über die gesell­schaft­li­chen Strö­mun­gen und das muß immer weni­ger sein als das Gesamt­bild des­sen, was tat­säch­lich vor­han­den ist.

    Der "gap" ist dem­nach eine zwei­sei­ti­ge Falle:
    Die Bericht­erstat­ter sehen ande­re Facet­ten als die Bevöl­ke­rung all­ge­mein, die Poli­tik wie­der­um nur einen Aus­schnitt des­sen, was die Medi­en wie­der­ge­ben .... da muß die WIRKLICHKEIT der gesell­schaft­li­chen Ereig­nis­se - zwangs­läu­fig - auf der Strecke blei­ben. So lan­ge, bis die Brei­te des beschrie­be­nen "gaps" redu­ziert wer­den kann.

    Da liegt mei­ne Hoff­nung auf dem Inter­net, vor­aus­ge­setzt, es bleibt wei­ter­hin bei der bis­her geüb­ten Netzneutralität. 

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    bookmark_borderIt's COOL, man ....

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    " .. Gleich­zei­tig – wie komisch – moch­te ich die Jungs, und zwar mit jedem Mal, mit dem sie mir Grund gaben, ernst­haft böse mit ihnen zu sein, mehr. Ich fand, sie sahen cool aus (Woll­müt­zen, Kap­pen, Nike-Turn­schu­he). Sie grüß­ten wort­karg. Im Trep­pen­haus hiel­ten sie einen ange­nehm selbst­be­wuss­ten Abstand. Wenn sie nicht betrun­ken waren, was tags­über nicht vor­kam, hat­ten sie aus­ge­spro­chen gute Umgangsformen .. "
    [Zitat aus: Zeit-Autor Moritz von Uslar über die Drei­er-WG von neben­an; Hervorhebung(fett) von mir.]

    Woll­müt­zen, Kap­pen, Nike-Turnschuhe
    - das sind heu­te die Kri­te­ri­en dafür ob man "cool" ist? 

    Nach der Lek­tü­re des gesam­ten Arti­kels weiß ich immer noch nicht so recht WAS denn nun den Autor dazu bringt die­se Ruhe­stö­rung zu ertragen.
    Ich fra­ge mich auch, ob denn eine Ruhe­stö­rung kei­ne Ruhe­stö­rung mehr ist wenn sie von "coo­len" Jung­män­nern Jün­gel­chen ver­wöhn­ten Brat­zen Jugend­li­chen Typen ver­ur­sacht wird.

    Ein Appell für mehr Tole­ranz gegen­über der unge­stü­men Jugend die sich aus­le­ben muß? Haben wir auch getan und zwar ohne die ande­ren Mie­ter im Haus zu terrorisieren!

    Mir hängt die­ses "Man muß nur genau hin­schau­en, die Jun­gen sind gar­nicht so rück­sichts­los wie es auf den ersten Blick erscheint!" so zum Hals her­aus weil es eine abge­dro­sche­ne Phra­se sol­cher 'Erwach­se­ner' ist die den Kon­flikt scheu­en und den­ken Gren­zen zu set­zen sei ein Unheil für die zar­ten See­len der jun­gen Leu­te - umge­kehrt, lie­be Samt­hand­schuh­trä­ger, wird ein Schuh daraus! 

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    bookmark_borderBesen, Besen, seid's gewesen ...!

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    »Die ich rief, die Geister,
    Werd’ ich nun nicht los.«

    Was im "Zau­ber­lehr­ling" dem Mei­ster gelingt kann unse­re Poli­tik nicht leisten:

    »In die Ecke,
    Besen! Besen!
    Seid’s gewesen.
    Denn als Geister
    Ruft euch nur, zu sei­nem Zwecke,
    Erst her­vor der alte Meister.«

    Wer mit rech­ten Paro­len die Bevöl­ke­rung trak­tiert muß sich nicht wun­dern wenn die­se Ideen sich ver­brei­ten und und auf frucht­ba­ren Boden fal­len. Die CSU hat schon immer, im gesam­ten letz­ten Jahr an vor­der­ster Front ver­mehrt, gegen Aus­län­der gehetzt - und nun fühlt sich die Frau Kanz­le­rin bemü­ßigt mit­zu­tei­len man kön­ne Het­ze gegen Aus­län­der nicht dul­den, auch nicht unter Demon­stra­ti­ons­recht. Kein Wort zur CSU.

    Aha.
    Die Poli­tik ver­sucht die Deu­tungs­ho­heit zurück zu gewinnen.
    Zu spät, zu unge­schickt, zu weni­ge Argumente.
    Ledig­lich wie­der Paro­len die zum Wider­spruch führen.

    Die tat­säch­li­che Poli­tik Deutsch­lands und der EU sieht anders aus und selbst unbe­darf­te Gemü­ter erken­nen die Dis­kre­panz zwi­schen den Aus­sa­gen und den Hand­lun­gen:
    Es wer­den Zäu­ne gebaut um Men­schen davon abzu­hal­ten sich auf EU-Gebiet zu bege­ben, Zäu­ne sug­ge­rie­ren Gefahr vor dem, was sich jen­seits von ihnen befin­det. Wen wun­dert es da, wenn Vie­le glau­ben man müs­se sich wapp­nen und die Gefahr, die ver­meint­lich von Zuwan­de­run­gen aus­geht, durch Kund­ge­bung des "Volks­wil­lens" abwenden.

    Anstatt eine offe­ne Zuwan­de­rungs­po­li­tik zu pro­pa­gie­ren und die Bedin­gun­gen libe­ral zu gestal­ten, anstatt die Behör­den zu groß­zü­gi­ger Aus­le­gung der gesetz­li­chen und for­ma­len Bedin­gun­gen anzu­hal­ten, wer­den die Zäu­ne höher gezo­gen, die Über­wa­chungs­maß­nah­men ver­fei­nert und die Gel­der für Hilfs­maß­nah­men umge­lei­tet um damit Grenz­po­sten zu finanzieren.

    Asyl­an­trag in Deutsch­land unmög­lich - wenn die Antrag­stel­ler über ein siche­res Land ein­ge­reist sind. Da blei­ben nur noch flie­gen­de Lebe­we­sen als Antrag­stel­ler übrig, alle ande­ren müs­sen stets durch ein Dritt­land. Welch eine Far­ce ange­sichts sol­cher Asyl­be­din­gun­gen zu beto­nen wir sei­en auf Ein­wan­de­rung ein­ge­stellt und begrüß­ten die Zuwanderer.

    Wie soll denn das von der Bevöl­ke­rung anders 'inter­pre­tiert' wer­den als:
    Die Poli­tik sagt etwas ande­res als das, was sie prak­tisch tut.
    Sowas nennt man - weni­ger diplo­ma­tisch: LÜGE.