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bookmark_border"gap"

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"gap" - das ist das eng­li­sche Wort für "Lücke", "Abstand" oder "Spalt". Es wird aller­dings auch in über­tra­ge­nem Sin­ne genutzt und hat dann die Bedeu­tung von Dis­kre­panz, Dif­fe­renz, Inkongruenz.

Um die­sen - über­tra­ge­nen - Begriff geht es hier. Gestern las ich einen Arti­kel der sich mit den Medi­en (nicht nur in unse­rem Lan­de) auseinandersetzt. 

Ein schein­ba­rer Neben­aspekt kam dabei nur am Ran­de vor:

Das Miß­ver­hält­nis zwi­schen öffent­li­cher Wahr­neh­mung und poli­ti­scher Beur­tei­lung (sowie Abhil­fe­ver­su­chen!) all­ge­mei­ner gesell­schaft­li­cher Realität.

Unter der Annah­me, dass nicht alle Poli­ti­ker Hohl­köp­fe sind, son­dern durch­aus gebil­de­te Men­schen mit Lebens­er­fah­rung, und ihre Hand­lungs­wei­se für eine brei­te Öffent­lich­keit nicht schlüs­sig und kon­se­quent erscheint, sind ihre Lösungs­an­sät­ze oft völ­lig unverständlich.

Der Grund für die­sen "gap" in der Wahr­neh­mung muß also woan­ders gesucht werden. 

Es wird oft von einer "Volks­fer­ne" der Poli­tik gespro­chen. Das ist eine Tat­sa­che. Wer abge­schot­tet von der Mas­se dem poli­ti­schen Geschäft nach­geht und dafür viel Zeit auf­zu­wen­den hat wird sich zuneh­mend von der Basis ent­fer­nen. Der durch­schnitt­li­che Poli­ti­ker ist daher auf alter­na­ti­ve Quel­len ange­wie­sen, die bedau­er­li­cher­wei­se eben nicht das dar­stel­len was die Bevöl­ke­rung in ihrem Lebens­um­feld wahr­nimmt. Son­dern das, was eine Jour­na­li­sten­gil­de für berich­tens- und beach­tens­wert hält. 

Wobei das oft des­we­gen nur ein klei­ner Aus­schnitt des "rea­len Lebens" ist, weil auch die Medi­en­leu­te nur eine begrenz­te Sicht der Wirk­lich­keit haben kön­nen - sind sie doch Teil der Gesell­schaft und des­we­gen in einer Art sozia­li­siert, die ihnen nur weni­ge Facet­ten des Gesamt­bil­des eröffnen. 

Anders gesagt:
Wer in einer bestimm­ten Gesell­schafts­schicht auf­ge­wach­sen ist urteilt nach den dort vor­han­de­nen Kri­te­ri­en über die gesell­schaft­li­chen Strö­mun­gen und das muß immer weni­ger sein als das Gesamt­bild des­sen, was tat­säch­lich vor­han­den ist.

Der "gap" ist dem­nach eine zwei­sei­ti­ge Falle:
Die Bericht­erstat­ter sehen ande­re Facet­ten als die Bevöl­ke­rung all­ge­mein, die Poli­tik wie­der­um nur einen Aus­schnitt des­sen, was die Medi­en wie­der­ge­ben .... da muß die WIRKLICHKEIT der gesell­schaft­li­chen Ereig­nis­se - zwangs­läu­fig - auf der Strecke blei­ben. So lan­ge, bis die Brei­te des beschrie­be­nen "gaps" redu­ziert wer­den kann.

Da liegt mei­ne Hoff­nung auf dem Inter­net, vor­aus­ge­setzt, es bleibt wei­ter­hin bei der bis­her geüb­ten Netzneutralität. 

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bookmark_borderIt's COOL, man ....

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" .. Gleich­zei­tig – wie komisch – moch­te ich die Jungs, und zwar mit jedem Mal, mit dem sie mir Grund gaben, ernst­haft böse mit ihnen zu sein, mehr. Ich fand, sie sahen cool aus (Woll­müt­zen, Kap­pen, Nike-Turn­schu­he). Sie grüß­ten wort­karg. Im Trep­pen­haus hiel­ten sie einen ange­nehm selbst­be­wuss­ten Abstand. Wenn sie nicht betrun­ken waren, was tags­über nicht vor­kam, hat­ten sie aus­ge­spro­chen gute Umgangsformen .. "
[Zitat aus: Zeit-Autor Moritz von Uslar über die Drei­er-WG von neben­an; Hervorhebung(fett) von mir.]

Woll­müt­zen, Kap­pen, Nike-Turnschuhe
- das sind heu­te die Kri­te­ri­en dafür ob man "cool" ist? 

Nach der Lek­tü­re des gesam­ten Arti­kels weiß ich immer noch nicht so recht WAS denn nun den Autor dazu bringt die­se Ruhe­stö­rung zu ertragen.
Ich fra­ge mich auch, ob denn eine Ruhe­stö­rung kei­ne Ruhe­stö­rung mehr ist wenn sie von "coo­len" Jung­män­nern Jün­gel­chen ver­wöhn­ten Brat­zen Jugend­li­chen Typen ver­ur­sacht wird.

Ein Appell für mehr Tole­ranz gegen­über der unge­stü­men Jugend die sich aus­le­ben muß? Haben wir auch getan und zwar ohne die ande­ren Mie­ter im Haus zu terrorisieren!

Mir hängt die­ses "Man muß nur genau hin­schau­en, die Jun­gen sind gar­nicht so rück­sichts­los wie es auf den ersten Blick erscheint!" so zum Hals her­aus weil es eine abge­dro­sche­ne Phra­se sol­cher 'Erwach­se­ner' ist die den Kon­flikt scheu­en und den­ken Gren­zen zu set­zen sei ein Unheil für die zar­ten See­len der jun­gen Leu­te - umge­kehrt, lie­be Samt­hand­schuh­trä­ger, wird ein Schuh daraus! 

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bookmark_borderBesen, Besen, seid's gewesen ...!

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»Die ich rief, die Geister,
Werd’ ich nun nicht los.«

Was im "Zau­ber­lehr­ling" dem Mei­ster gelingt kann unse­re Poli­tik nicht leisten:

»In die Ecke,
Besen! Besen!
Seid’s gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu sei­nem Zwecke,
Erst her­vor der alte Meister.«

Wer mit rech­ten Paro­len die Bevöl­ke­rung trak­tiert muß sich nicht wun­dern wenn die­se Ideen sich ver­brei­ten und und auf frucht­ba­ren Boden fal­len. Die CSU hat schon immer, im gesam­ten letz­ten Jahr an vor­der­ster Front ver­mehrt, gegen Aus­län­der gehetzt - und nun fühlt sich die Frau Kanz­le­rin bemü­ßigt mit­zu­tei­len man kön­ne Het­ze gegen Aus­län­der nicht dul­den, auch nicht unter Demon­stra­ti­ons­recht. Kein Wort zur CSU.

Aha.
Die Poli­tik ver­sucht die Deu­tungs­ho­heit zurück zu gewinnen.
Zu spät, zu unge­schickt, zu weni­ge Argumente.
Ledig­lich wie­der Paro­len die zum Wider­spruch führen.

Die tat­säch­li­che Poli­tik Deutsch­lands und der EU sieht anders aus und selbst unbe­darf­te Gemü­ter erken­nen die Dis­kre­panz zwi­schen den Aus­sa­gen und den Hand­lun­gen:
Es wer­den Zäu­ne gebaut um Men­schen davon abzu­hal­ten sich auf EU-Gebiet zu bege­ben, Zäu­ne sug­ge­rie­ren Gefahr vor dem, was sich jen­seits von ihnen befin­det. Wen wun­dert es da, wenn Vie­le glau­ben man müs­se sich wapp­nen und die Gefahr, die ver­meint­lich von Zuwan­de­run­gen aus­geht, durch Kund­ge­bung des "Volks­wil­lens" abwenden.

Anstatt eine offe­ne Zuwan­de­rungs­po­li­tik zu pro­pa­gie­ren und die Bedin­gun­gen libe­ral zu gestal­ten, anstatt die Behör­den zu groß­zü­gi­ger Aus­le­gung der gesetz­li­chen und for­ma­len Bedin­gun­gen anzu­hal­ten, wer­den die Zäu­ne höher gezo­gen, die Über­wa­chungs­maß­nah­men ver­fei­nert und die Gel­der für Hilfs­maß­nah­men umge­lei­tet um damit Grenz­po­sten zu finanzieren.

Asyl­an­trag in Deutsch­land unmög­lich - wenn die Antrag­stel­ler über ein siche­res Land ein­ge­reist sind. Da blei­ben nur noch flie­gen­de Lebe­we­sen als Antrag­stel­ler übrig, alle ande­ren müs­sen stets durch ein Dritt­land. Welch eine Far­ce ange­sichts sol­cher Asyl­be­din­gun­gen zu beto­nen wir sei­en auf Ein­wan­de­rung ein­ge­stellt und begrüß­ten die Zuwanderer.

Wie soll denn das von der Bevöl­ke­rung anders 'inter­pre­tiert' wer­den als:
Die Poli­tik sagt etwas ande­res als das, was sie prak­tisch tut.
Sowas nennt man - weni­ger diplo­ma­tisch: LÜGE.

bookmark_border"Normalität"

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Irgend­wie "anders" zu sein ist offen­bar eine For­de­rung der Zeit.

Wer tra­di­tio­nel­le Fami­lie bestehend aus Vater, Mut­ter, Kind(-ern) - und zwar genau von die­sem Vater und die­ser Mut­ter für 'rich­tig' hält kommt schon mit der Mehr­heit der Bevöl­ke­rung in Kon­flikt. Die näm­lich besteht zum über­wie­gen­den Teil aus soge­nann­ten "Patchwork"-Familien:
Bunt zusam­men­ge­wür­fel­te Kon­stel­la­tio­nen von Män­nern und Frau­en, gemischt- oder gleich­ge­schlecht­lich, bei denen weder Kin­der noch Eltern ver­wandt sein müs­sen - es manch­mal den­noch sind - und trotz­dem als "Fami­lie" gel­ten. Ich fän­de den Begriff "Zweck­ge­mein­schaft" oder "Lebens­ge­mein­schaft" dafür treffender.

Schon die­se paar Gedan­ken im vor­he­ri­gen Absatz ber­gen die Gefahr sich ins tota­le gesell­schaft­li­che Aus zu kata­pul­tie­ren. Dabei ist es völ­lig egal ob ich das etwa - trotz mei­ner Beden­ken - als die per­sön­li­che Ent­schei­dung der Betref­fen­den akzep­tie­re. Allein die Kri­tik an der Ver­wen­dung des Begrif­fes reicht für man­che Leu­te schon.

Sei's drum.
Ich muß­te das 'mal loswerden.

bookmark_borderMacht = Meinungs-Dominanz?

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" .. tech­no­lo­gy and free enter­pri­se have led audi­en­ces down a dark road to a nar­rower cul­tu­ral selection .. "
[Quel­le]

Wäh­rend "net­flix" in Deutsch­land gera­de - wohl auch in dem Bewußt­sein, dass TTIP so kom­men wird wie es im Gehei­men ver­han­delt wur­de - ein­ge­stie­gen ist, zeich­net sich in den U.S.A. schon der Nie­der­gang ab.

Zuneh­mend lau­fen dem Unter­neh­men dort die Kun­den weg weil nicht das ange­bo­ten wird, was sich die Kun­den wün­schen, son­dern das, was dem Unter­neh­men die besten Ein­künf­te bringt. Sowas las­sen sich Neu-Kun­den eine Zeit lang gefal­len. Wenn aller­dings der Glanz des Neu­en ver­bli­chen ist begin­nen sie auf­zu­wa­chen und dann stel­len sie Ansprü­che. Da scheint der Hase im Pfef­fer zu lie­gen, offen­bar ist die Geschäfts­po­li­tik nicht fle­xi­bel genug um auf die sich ver­än­dern­de Nach­fra­ge ange­mes­sen zu reagie­ren. Und "net­flix" wäre nicht das erste Unter­neh­men, das genau dar­an scheitert. 

Aber 'mal ganz abge­se­hen von die­sem Punkt stellt sich auch eine ande­re Fra­ge, eine, die sich an vie­len Stel­len des Inter­nets mitt­ler­wei­le auf­tut, oder bes­ser gleich meh­re­re Fragen:

  • Ist es eigent­lich im Sin­ne der Ver­brau­cher wenn ihnen Unter­neh­men vor­zu­schrei­ben ver­su­chen wel­che Ange­bo­te für sie sinn­voll und ange­mes­sen sind* - das natür­lich nur auf der Basis von Algo­rith­men die das Surf­ver­hal­ten hoch­rech­nen und dar­aus Rück­schlüs­se ziehen?
  • Wol­len wir uns als Ver­brau­cher - egal ob es um Fil­me, Seri­en, Bücher, Möbel oder sonst­was geht - nur noch die Ange­bo­te vor­set­zen las­sen von denen eine Maschi­ne meint sie sei­en gut für uns?
  • Kann es in unse­rem Inter­es­se sein nur gefil­ter­te Such­ergeb­nis­se zu bekom­men - und um es aus­zu­wei­ten, auch noch unter­schied­lich schnel­les Inter­net für ver­schie­de­ne Ange­bo­te - weil die Such­ma­schi­nen­be­trei­ber und Inter­net­ser­vice­pro­vi­der gleich in zwei Rich­tun­gen abzocken wollen?

Es folgt dar­aus eine Ein­engung des Ange­bo­tes, Außen­sei­ter haben kei­ne Chan­ce mehr, was nicht "main­stream" ist wird lang­sam aber sicher aus­ster­ben - eine fol­gen­schwe­re Ent­schei­dung für die Zukunft. Wenn das was da pas­siert sich eta­bliert wird es eine noch stär­ke­re gei­sti­ge Ver­ar­mung geben als man sie heu­te schon beob­ach­ten kann:
Sie­he Poli­tik, in der es kei­ne Cha­rak­te­re mit Ecken und Kan­ten son­dern nur noch strom­li­ni­en­för­mi­ge Mit­läu­fer gibt;
Sie­he Musik, in der nur noch die "Schnell­dre­her" Unter­stüt­zung bekom­men und wo die Künst­ler mitt­ler­wei­le dazu über­ge­gan­gen sind selbst für die Ver­mark­tung zu sor­gen - ohne aller­dings die Reich­wei­ten zu haben wie die Großkonzerne.

Na ja, genug der Bei­spie­le. Unterm Strich bleibt die Befürch­tung übrig, dass der pom­pö­se Markt­ein­tritt von "net­flix" in Deutsch­land nach eini­ger Zeit so enden wird wie es sich für das Unter­neh­men in U.S.A. bereits abzeich­net: Desa­strös.

* ".. We’re sel­ec­ti­ve about what tit­les we add to Netflix .."

bookmark_borderMensch & Natur

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Zitat:


Wir leben in einem gefähr­li­chen Zeitalter.
Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat,
sich selbst zu beherrschen.
[Albert Schweit­zer]

In einer Sen­dung des Fern­se­hens sah ich einen Bericht zu Ange­bo­ten für gene­ti­sche Ana­ly­sen. Sie sol­len (angeb­lich) das Risi­ko spä­ter im Leben bestimm­te Krank­hei­ten zu bekom­men vor­her­sa­gen kön­nen. Außer­dem wird von den Anbie­tern behaup­tet sie könn­ten Tips geben, wie man sich ernäh­ren muß um gesund und nor­mal­ge­wich­tig zu bleiben.

Klingt erst­mal ganz viel­ver­spre­chend. Wohl nur für die Men­schen, die auch an Astro­lo­gie und Horo­sko­pe glau­ben. Denn die Gene­tik kann zwar viel, aber nicht das, was da ver­spro­chen wird.

Wie immer wird Wah­res mit Unwah­rem ver­mischt zu einer geschwur­bel­ten Beschrei­bung die zwar schön klingt aber wis­sen­schaft­lich Unsinn ist. Zwar kön­nen mit Hil­fe der Gene­tik bestimm­te Ten­den­zen erfaßt wer­den, mehr nicht. Es kommt zusätz­lich immer auf die Lebens­wei­se der betrof­fe­nen Per­son an - so, wie ein Genie im Leben schei­tern kann, wenn es nicht in der Lage ist die­se 'Gabe' der Natur so ein­zu­set­zen, dass dar­aus der Lebens­un­ter­halt zu bestrei­ten ist.

Es ist ein wei­te­res Bei­spiel dafür, wie mit der Unwis­sen­heit brei­ter Bevöl­ke­rungs­schich­ten hin­sicht­lich der Natur­wis­sen­schaf­ten Geld ver­dient wird. Viel Geld.

Gleich­zei­tig ist es ein Hin­weis wie wich­tig eine umfas­send ange­leg­te Bil­dung ist. 

Noch ein Blick auf die ein­gangs erwähn­te Fra­ge der Ernährung:
Da soll­te man die alt­be­währ­te Grund­re­gel ein­hal­ten - 30% Eiweiß (aber nicht mehr als das Kör­per­ge­wicht in Gramm), 30% Koh­le­hy­dra­te, 30% Fett und der Rest Ballaststoffe ....
Und immer schön kau­en! ;c)

bookmark_border30:2

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.. while our major news net­works show­ca­sed the slaugh­te­ring of Foley and Sotl­off, they blacked out a sto­ry that Sau­di Ara­bia had behea­ded an Ira­ni­an and three Syri­ans con­vic­ted of attemp­ting to smugg­le hash­ish, brin­ging the num­ber of peo­p­le deca­pi­ta­ted the past month in the oil-rich king­dom to 30. The bar­ba­ri­ty of the Sau­dis, our [U.S.A. Anm.d.Verf.] fri­ends and clo­se allies in the Midd­le East ..

[Quel­le / Link]

Ich hat­te schon zuvor dar­auf hin­ge­wie­sen: Jede Hin­rich­tung ist abzu­leh­nen, egal aus wel­chem Grund, weil sie ledig­lich ein archai­sches Prin­zip von "Auge für Auge" repli­ziert. Das soll­te im 21. Jahr­hun­dert längst 'über­holt' sein.

30:2 - das sind 2 Ent­haup­tun­gen durch IS, die jetzt laut Rede des U.S.-Präsidenten die geball­te Macht der U.S.A. und ihrer Ver­bün­de­ten tref­fen soll gegen 30 Ent­haup­tun­gen im letz­ten Monat allei­ne (!) durch Sau­di Ara­bi­en, einen engen Ver­bün­de­ten der U.S.A. Wir wür­den wohl aus unse­rer Sicht die Sau­dis bestimmt nicht als lupen­rei­ne Demo­kra­ten bezeichnen.

Der Unter­schied zwi­schen den Sau­dis und IS?

Die Sau­dis haben Öl - und sie haben jüngst den Ame­ri­ka­nern "Trai­nings­camps" gestattet. 

Es gibt zudem Ver­öf­fent­li­chun­gen die spe­ku­lie­ren, die IS sei eine "Trup­pe, in Jor­da­ni­en aus­ge­bil­det und bewaff­net von der CIA" um den Nahen Osten zu desta­bi­li­sie­ren und den U.S.A. eine Hand­ha­be zu ver­stärk­tem Ein­grei­fen zu geben ....

bookmark_borderDrei Affen

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In unse­rer Nach­bar­schaft gibt es einen Platz an dem sit­zen öfter drei älte­re Rent­ner auf einer Bank - wenn es das Wet­ter erlaubt. Wenn ich so zuse­he drängt sich mir das Bild von den drei Affen auf:

- der Erste hört nichts;
- der Zwei­te sagt nichts;
- der Drit­te sieht nichts.

Dort sit­zen sie manch­mal für Stun­den und kom­men­tie­ren das leben­di­ge (oder manch­mal auch weni­ger leben­di­ge) Leben um sich her­um. Völ­lig los­ge­löst vom All­tag genie­ßen sie die Son­ne und die gemein­sa­me Zeit. Selbstbestimmt.

Sie leben alle noch in eige­nen Woh­nun­gen. Obwohl ein­ge­schränkt in dem was sie so noch allei­ne machen kön­nen. Da sehe ich hin und denke:
So möch­te ich es auch ein­mal erle­ben - Alter selbst­be­stimmt statt fremd­be­stimmt, in den Rhyth­mus eines Alten­hei­mes eingebunden ....

[Die­se Dar­stel­lung soll nicht despek­tier­lich sein. Die Drei sind wahr­schein­lich ledig­lich ein Bei­pi­el dafür was sich tag­täg­lich in ähn­li­cher Wei­se über­all in der Repu­blik abspielt.]

bookmark_borderErkenntnis: Pitch­forks and Tor­ches*

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Der nach­fol­gend zitier­te Arti­kel stellt die gän­gi­ge kon­ser­va­ti­ve Sicht des öko­no­mi­schen Gleich­ge­wichts in Fra­ge. Auf eine Über­set­zung habe ich dies­mal ver­zich­tet, denn über Goog­le Über­set­zer kann bei Ein­ga­be des eng­li­schen Tex­tes eine zumin­dest in Grund­zü­gen ver­ständ­li­che Ver­si­on gene­riert wer­den - und wer Eng­lisch zu lesen imstan­de ist wird sowie­so die Ori­gi­nal­ver­si­on vorziehen.

Der Autor räumt auf mit der The­se es sei schäd­lich für das Wirt­schafts­sy­stem eines Lan­des höhe­re Löh­ne & Gehäl­ter zu zah­len und stellt in weni­gen Absät­zen klar, dass genau das Gegen­teil der Fall ist - als Bei­spiel führt er eine bereits abge­lau­fe­ne Initia­ti­ve im Raum Seat­tle an, durch die bewie­sen wer­den konn­te dass sein Vor­schlag zur Bele­bung der Wirt­schaft funktioniert.

Das erste Text­zi­tat habe ich gewählt weil es aus­drückt was Vie­le denken:
Wer das Tau­send­fa­che ver­dient gibt nicht das Tau­send­fa­che aus - son­dern inve­stiert den 'Über­schuß' um dar­aus Zin­sen und Zin­ses­zin­sen zu generieren. 

Das zwei­te Zitat zeigt auf wie gleich­zei­tig der Was­ser­kopf von Regie­rungs­be­hör­den geschrumpft wer­den kann - wenn der Wil­le von Wirt­schaft und Poli­tik auf das glei­che Ziel gerich­tet ist.


 
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Der Autor [Nick Hanau­er; Text: My Fel­low Zil­lion­aires.] warnt alle 'Super­rei­chen' davor die Augen vor dem zuneh­men­den Gefäl­le zur Mas­se der Bevöl­ke­rung zu schlie­ßen und greift zu einer dra­sti­schen Beschrei­bung der Fol­ge sol­cher Ignoranz:
Er zitiert die Heu­ga­bel- & Fackeln-Sze­ne aus dem ersten Dra­cula­film (sie­he Link & Quel­le unten) in der der auf­ge­brach­te Mob sich zur Lynch­ju­stiz auf­macht - und warnt die obe­ren 0,01% sei­nes Lan­des davor sich die­sem Risi­ko aus­zu­set­zen, des­sen Her­an­na­hen er kom­men sieht.
Unausweichlich.
 
 

* Pitch­forks and tor­ches have long sym­bo­li­zed an angry mob. The pitch­forks-and-tor­ches mob was pre­sent in the film Fran­ken­stein (1931)


bookmark_borderPositive Stimmung an den Börsen ....

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Sport ist eine posi­ti­ve Beschäf­ti­gung zur Erhal­tung der Gesund­heit. Solan­ge man es nicht über­treibt. PRO­FI-Sport aller­dings ist knall­har­tes Geschäft, das sich den Idea­lis­mus Vie­ler - und deren Bereit­schaft für ihre Ido­le zu zah­len - zunut­ze macht :
Wie stets wird ganz oben abge­sahnt, die ganz unten zah­len dafür.

So wer­den denn auch einen Tag nach dem Sieg, die Mann­schaft ist noch nicht ein­mal zurück im Lan­de, die ersten Kon­tu­ren der Ver­mark­tung sicht­bar .... den Sport­ar­ti­kel­her­stel­lern ste­hen ein paar lukra­ti­ve Mona­te ins Haus und selbst sport­fer­ne Indu­strie­zwei­ge rech­nen damit, dass ein paar Bro­sa­men für sie abfallen.

Anson­sten bleibt Alles so wie es war.
Dar­an ändert der Sieg nichts.
Über­haupt nichts.

bookmark_borderKosten & Lebensqualität
* 2.update * (27.01.2020)

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Die Ausgangslage

Als ich 2005 berufs­be­dingt nach Ham­burg zog koste­te eine Zwei-Zim­mer-Woh­nung in Eppen­dorf ca. 450 €uro. Heu­te, knapp zehn Jah­re spä­ter, ist eine sol­che Woh­nung nicht unter 650 €uro zu mie­ten. Ich ken­ne kei­nen Berufs­zweig in dem in den letz­ten zehn Jah­ren die Gehalts­stei­ge­rung 45% betra­gen hat - das wären pro Jahr ca. 5% Gehaltserhöhung.

In Mün­chen, womög­lich noch begehr­ter als Ham­burg, Frank­furt oder Ber­lin, bezahlt man mitt­ler­wei­le für eine Ein-Zim­mer-Woh­nung um die 700 €uro. Das ist selbst bei über­durch­schnitt­li­chen Ein­kom­men ein dicker Bat­zen des monat­li­chen Budgets.

Nun hilft es nicht viel das ledig­lich zu bekla­gen. Es muß erst­mal die Fra­ge gestellt wer­den wodurch die­se Stei­ge­rung ent­steht und zwei­tens wie man ihr begegnet.

Wodurch also werden die steigenden Mieten in deutschen Großstädten hervorgerufen?

Die erste Antwort:

Das ist eine Fra­ge von Ange­bot & Nach­fra­ge - wenn vie­le Men­schen eine Woh­nung suchen kön­nen die Ver­mie­ter die Mie­ten erhö­hen, es fin­den sich offen­bar immer noch genug Mie­ter die das bezahlen.

Die zweite Antwort:

Wer sich eine sol­che Mie­te aus eige­ner Ent­loh­nung nicht lei­sten kann bekommt Hil­fe vom Staat - Wohn­geld, zum Bei­spiel, ist da eine Vari­an­te. Aber wer erfüllt schon die Kri­te­ri­en für den Erhalt von Wohn­geld? Die Zahl der Berech­tig­ten hält sich des­we­gen auch in Gren­zen.
Immer­hin ist es für einen klei­nen Teil der Mie­ter genug um sich die nach­ge­frag­ten, über­höh­ten Mie­ten gera­de noch lei­sten zu können.

Die dritte Antwort:

Anle­ger von nah und fern sehen in den Immo­bi­li­en eine loh­nen­de Geld­an­la­ge, denn in ihren eige­nen Län­dern ist das Geld nicht mehr "sicher" - sie sehen die Gefahr es zu verlieren.
In einer sol­chen Situa­ti­on ist das Risi­ko des Ver­lu­stes von 10 oder 20 % der Geld­an­la­ge ver­nach­läs­sig­bar wenn sich die Markt­la­ge ändert, denn im schlimm­sten Fall droht zu Hau­se ein 100%-Verlust.
Hier kom­men auch die insti­tu­tio­nel­len Anle­ger ins Spiel. Sie suchen eben­falls nach Anla­ge­mög­lich­kei­ten nach­dem die gewerb­li­chen Immo­bi­li­en nicht mehr absetz­bar sind und des­we­gen kei­ne Ren­di­te zu erwar­ten ist. Woh­nun­gen wer­den immer noch nach­ge­fragt, die Zahl der Sin­gle-Haus­hal­te wächst - und damit die benö­tig­te Zahl von Klein­woh­nun­gen vor allem dort, wo noch Unter­neh­men ange­sie­delt sind die wachsen.

Wie lassen sich die Mietpreise bremsen bzw. weitere Erhöhungen stoppen?

Die erste Maßnahme: Wohn- oder Vermietzwang

Wegen der hier­zu­lan­de bestehen­den gesetz­li­chen und steu­er­recht­li­chen Vor­ga­ben kann es sich für Besit­zer loh­nen Wohn­raum unver­mie­tet "leer ste­hen" zu las­sen - da könn­te, nach dem Mot­to "Eigen­tum ver­pflich­tet!" eine Rege­lung hel­fen die es ver­bie­tet Woh­nun­gen über einen gewis­sen Zeit­rah­men hin­aus unver­mie­tet zu hal­ten. Über­schrei­tet der Besit­zer - egal ob Pri­vat­per­son oder Gesell­schaft - die­se Fri­sten müß­te die Kom­mu­ne über­neh­men und eine Ver­mie­tung vor­neh­men. Ziel ist hier eine Ange­bots­er­hö­hung, wodurch die Nach­fra­ge bes­ser befrie­digt wer­den könnte.

Die zweite Maßnahme: Ausgleichsabgabe

Außer­dem könn­ten gesetz­li­che Vor­ga­ben geschaf­fen wer­den, die for­dern, dass Inve­sto­ren zusätz­lich zu ihrer Anla­ge einen Bei­trag zur Infra­struk­tur lei­sten der vom Kauf­preis zum einen und vom Miet­preis zum ande­ren abhän­gig ist.
Dies beinhal­tet den Gedan­ken, dass Men­schen die in die­sem Wohn­raum leben einen Bei­trag zum Gesamt­wohl der Stadt/Region lei­sten, sie dem Anle­ger sei­nen Geld­ein­satz durch die Miet­zah­lung erstat­ten und dar­über hin­aus einen Zuge­winn sichern.
Die Aus­gleichs­ab­ga­be auf den erho­be­nen Miet­preis - even­tu­ell ver­se­hen mit einem Expo­nen­ti­al­fak­tor - bremst das Mietbegehren.

Der Anle­ger pro­fi­tiert durch Wert­stei­ge­rung der Immo­bi­li­en in einem nach­fra­ge­inten­si­ven Markt ohne selbst einen Bei­trag zu lei­sten - die Kosten für die Infra­struk­tur­maß­nah­men wer­den nur von denen getra­gen, die tat­säch­lich dort leben und arbeiten:
Dem­nach han­delt es sich also bei einer Zusatz­ab­ga­be auf den Kauf­preis um eine Abschöp­fung des Gewinn­po­ten­zi­als von Immo­bi­li­en, was eine Abküh­lung des über­hitz­ten Mark­tes nach sich zie­hen könnte.

Die dritte Maßnahme: Mißverhältnis Angebot/Nachfrage korrigieren.

Wenn es ein Miß­ver­hält­nis zwi­schen Ange­bot und Nach­fra­ge gibt wäre es sinn­voll durch ver­mehr­te öffent­li­che Bau­tä­tig­keit die Situa­ti­on zugun­sten des Ange­bots zu ver­schie­ben - das aller­dings durch gemein­nüt­zi­ge, öffent­li­che Insti­tu­tio­nen, denn in der Ver­gan­gen­heit hat sich ja gera­de gezeigt, dass die Ein­bin­dung von auf Pro­fit aus­ge­rich­te­ten Unter­neh­men lang­fri­stig eher zu einer wei­te­ren Ver­teue­rung von Wohn­raum geführt haben - ohne gleich­zei­tig die Erhal­tung und Moder­ni­sie­rung zeit­ge­mäß voranzutreiben.

Nachsatz:
Selbst­ver­ständ­lich erhebt die­ser Arti­kel nicht den Anspruch alle Facet­ten des Pro­blems erschöp­fend zu besprechen.

* update * (14.07.2014; 19:40h)
Sie­he hier­zu => MO 14.7., 22:00 Uhr, WDR "Wahn­sinn Wohnungsmarkt"

* 2. update * (27.01.2020)
Sie­he hier­zu => Stu­die: Mie­ten in Mün­ster um 40 Pro­zent gestiegen

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In der nach­ste­hen­den Abbil­dung wird gezeigt, wie Ein­woh­ner ihre eige­ne, bzw. die Situa­ti­on ihres jewei­li­gen Lan­des in Hin­sicht auf die Wirt­schafts­si­tua­ti­on einstufen.
[Der Pro­zent­satz stellt dar, wie vie­le die Situa­ti­on für "schlecht" halten.]

Wie in vie­len Berei­chen von Umfra­gen steht Deutsch­land auch hier nicht beson­ders schlecht da - was nicht ver­wun­dert, denn im Ver­gleich zu ande­ren euro­päi­schen Natio­nen geht es uns tat­säch­lich bes­ser. Die­sen Kern­ge­dan­ken ver­brei­ten die Medi­en, die Poli­ti­ker und die Unternehmer:
Das wird 'ein­ge­trich­tert'.
Mit Erfolg, wie die Zah­len es darstellen.

Davon, wie sich in den ver­gan­ge­nen zwan­zig Jah­ren die Situa­ti­on ins­ge­samt ver­schlech­tert hat, weil die Ein­kom­men zwar fik­tiv, also vom Betrag her immer höher, effek­tiv jedoch (Kauf­kraft) immer gerin­ger wur­den, spricht natür­lich nie­mand - und die Poli­ti­ker wären kei­ne, wenn sie es sich nicht ver­knei­fen wür­den sol­che hei­ße Eisen öffent­lich zu diskutieren.



 
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[Abbil­dung via "ZeroH­edge"]


 

Es fragt sich, ob nun die sozia­le Unru­he nicht da zu erwar­ten ist, wo die höch­sten Unzu­frie­den­heits­zah­len fest­ge­stellt wur­den. Schein­bar nur punk­tu­ell in Euro­pa, in den U.S.A und Russ­land nicht. Mei­ne Ver­mu­tung ist, dass es nur da pas­siert wo die Ein­woh­ner die tat­säch­li­che Lage zu durch­schau­en imstan­de sind:
Da, wo noch Bil­dung ver­mit­telt wird und die Men­schen nicht völ­lig abge­stumpft sind - über­all sonst geht es hoch her, man braucht sich nur anzu­se­hen, wo über­all Unab­hän­gig­keits­be­stre­bun­gen ent­stan­den (Abbil­dung zu die­sem Teil­aspekt eben­falls unter besag­ter Quelle). 

EUROPA hat, wenn es so betrach­tet wird, offen­bar kei­ne beson­de­re Attrak­ti­vi­tät mehr ....