bookmark_border.... keine Satire!

  1. ekk


    https://www.freitag.de/autoren/danzig33/menschenrechte-in-guten-haenden-bei-uno-1
  2. skk


    nkk


    http://www.br.de/puls/themen/welt/uno-waehlt-saudiarabien-in-kommission-fuer-frauenrechte-100.html
  3. rkk


    https://hpd.de/artikel/neues-mitglied-im-rundfunkrat-des-hessischen-rundfunks-14392

.... und zum Abschluß noch ein Car­toon - die Absur­di­tät auf die Spit­ze getrieben:

rkk
[twit­ter]

bookmark_borderZu flach (selbst) für eine Schmierenkomödie ....

cdr

 
Zu flach für eine Schmie­ren­ko­mö­die und völ­lig ohne Witz. Man müß­te das in den USA so belieb­te Zuschau­er­la­chen als Hin­ter­grund­ge­räusch ein­spie­len und sogar dann wäre es kaum zu ertra­gen. Was sich der­zeit in Washing­ton abspielt ist eine Tra­gö­die. Für die gesam­te Welt.

1
Ein "Prä­si­den­ten­dar­stel­ler" der Fak­ten haßt und daher in einer selbst­ge­schaf­fe­nen Fik­ti­on lebt. Getrie­ben von Nar­ziß­mus, unge­trübt von jeder ver­tief­ten Kennt­nis selbst in wesent­li­chen Auf­ga­ben sei­nes Amtes. Er schaut sich Fern­seh­nach­rich­ten an
 
cdr
 
und hält das was er dort sieht für die Wahr­heit [# last night in Swe­den] - dann läßt er sei­ne 'fol­lower' befra­gen und da die das glei­che gese­hen haben stim­men die Ergeb­nis­se mit dem über­ein was er dar­aus behal­ten hat. Eine posi­ti­ve Rück­kop­pe­lung die ihn behaup­ten läßt er habe 100% Zustim­mung;

2 elbst
Eine undurch­sich­ti­ge, frem­den­feind­li­che "graue Emi­nenz" die im Hin­ter­grund die Fäden zieht. Nach Aus­sa­ge von Beob­ach­tern und wegen der Äuße­run­gen im rechts­po­pu­li­sti­schen Blatt "Breit­bart" [taz zu Gegenmaßnahmen].
Alle der­zeit bekann­ten 'Köp­fe' des 45. Prä­si­den­ten­teams inclu­si­ve des Prä­si­den­ten selbst ver­hal­ten sich genau so wie Breitbart:
Wird eine Unwahr­heit nach­ge­wie­sen unter­stellt man der (kor­rekt berich­ten­den) Pres­se Vor­ein­ge­nom­men­heit & Ver­fäl­schung der Tatsachen;

3
Eine patho­lo­gi­sche Lüg­ne­rin* als Dar­stel­le­rin des Postens "Spre­che­rin des Wei­ßen Hau­ses". Erfin­de­rin des Begrif­fes "alter­na­ti­ve Fak­ten" - was zuge­ge­ben viel bes­ser klingt als "drei­ste Lügen";

4
Ein prä­po­ten­ter Jüng­ling, unge­ho­belt, unhöf­lich, schnod­de­rig, unsym­pa­thisch und ohne ein­schlä­gi­ge Erfah­rung, der den "Sicher­heits­be­ra­ter" des Prä­si­den­ten geben darf. Dazu aus­wen­dig her­un­ter­lei­ert** was sein Rechts­ver­ständ­nis ist, was er aus sei­ner Aus­bil­dung noch behal­ten hat. Pas­send [Video] zur son­sti­gen Lüg­ner­gil­de rund um Trump;
** [We see a per­son who is try­ing too hard. That’s not an attrac­ti­ve qua­li­ty, when we see someone pushing and try­ing too hard.]

5
Ein mili­tä­risch-stram­mer Holz­kopf, Navy-Reser­vist, das Kli­schee des geist­lo­sen aber zacki­gen Kar­rie­re­sol­da­ten, der die Pres­se­kon­fe­renz mit einem Mor­gen­ap­pell bei den Mari­nes ver­wech­selt und offen­bar hat er nie etwas ande­res als (para- &) mili­tä­ri­schen Drill im Sinn wenn er mit sei­ner Umge­bung kommuniziert ....

◢ ◣
◥ ◤

Zugleich wird deut­lich was das soge­nann­te "home schoo­ling" anrich­tet: Es wer­den reli­gi­ös gepräg­te Dumm­köp­fe pro­du­ziert, denen die ein­fach­sten Grund­la­gen in den mei­sten Fächern feh­len - wie soll­te es auch anders sein? Nur was ihre Eltern selbst wis­sen (oder noch aus der Schu­le erin­nern?) kön­nen sie an die Spröß­lin­ge wei­ter­ge­ben .... und wer schon mal in einer US High School Zeit ver­bracht hat weiß, dass das was dort gelernt wer­den muß, um den Abschluß zu bekom­men, in etwa dem ent­spricht was Schü­ler hier­zu­lan­de nach einem Haupt­schul­ab­schluß wissen. 

Es gibt sie aber, die gebil­de­te­re Schicht, nur stellt sie eine Min­der­heit dar. Was da so an Beur­tei­lung der Regie­rung Trump geschrie­ben wird ist sehr poin­tiert, hier zum Abschluß eini­ge Zita­te:

- The­se fools’ utter ina­bi­li­ty to string a logi­cal sen­tence tog­e­ther makes me feel like I’m the one going cra­zy.

- Did you read the tran­script? I could not tell whe­ther it was real. This guy is bey­ond paro­dy at this point. 

- I couldn’t bear to watch the clip. Did anyo­ne tell Sean Spi­cer that Fre­de­rick Dou­glass has been dead sin­ce 1895? What was his reac­tion?

◢ ◣
◥ ◤

So, lie­be Lesen­de, das war nun wirk­lich das aller­letz­te Mal - zukünf­tig wer­de ich zu dem Schrott der aus dem "White Hou­se" kommt nichts mehr schreiben.

* cdr

 

bookmark_borderWieder mal: Zweierlei Maß

.. Sad­ly, even though the­re has been this many cases repor­ted in the UK and the prac­ti­ce is ille­gal, the­re has been NOT ONE pro­se­cu­ti­on over this. How can the­se peo­p­le keep brea­king our laws?
Mus­lims need to be made awa­re that this cruel action won’t be tole­ra­ted in Western nati­ons, inclu­ding ours. Just as with honor kil­lings, they should be held accoun­ta­ble when they do some­thing awful to child­ren they cla­im to love .. 

[Quel­le; ein Schmier­blatt übel­ster Sor­te, weit­ge­hend auf Mei­nung statt Fak­ten beru­hend - hier nur zitiert um den Text der Wirk­lich­keit ent­ge­gen zu stellen]

Der Autor die­ses Mach­werks, strot­zend vor Selbst­ge­rech­tig­keit, soll­te in dem Buch lesen was den christ­li­chen Fun­da­men­ta­li­sten doch so wich­tig ist:

PSALM 1:1
How bles­sed is the man who does not walk in the coun­sel of the wicked, Nor stand in the path of sin­ners, Nor sit in the seat of scoffers!

Über­set­zung: [Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frev­ler folgt, nicht auf dem Weg der Sün­der geht, nicht im Kreis der Spöt­ter sitzt!]

Als ein­zi­ge Hand­lungs­wei­se blie­be dann die Beschnei­dung von Kna­ben genau­so abzu­leh­nen und mit glei­cher Ener­gie & Laut­stär­ke dage­gen vor­zu­ge­hen wie gegen die Beschnei­dung von Mädchen. 

Was für eine arm­se­li­ge Welt in der die­se Ver­stüm­me­lung von klei­nen Kin­dern auch noch in ver­meint­li­chen Rechts­staa­ten wie dem unse­ren unter der schein­bar alles Abgrün­di­ge ent­schul­di­gen­den Über­schrift "Reli­gi­ons­frei­heit" nicht nur gedul­det, son­dern sogar durch Son­der­ge­set­ze aus­drück­lich erlaubt wird.

bookmark_borderEin wenig wahrgenommener Skandal

Wenn frü­her ein Alt-Poli­ti­ker nach Brüs­sel abge­scho­ben wur­de - damit er kei­nen Scha­den mehr im Inland anrich­ten konn­te - war das meist nicht sehr gefähr­lich. Im Zeit­al­ter des Inter­nets hat sich das gewan­delt. Beson­ders schwer­wie­gend ist es im Fall des Herrn Oet­tin­ger, unse­rem 'ahnungs­lo­sen, dafür aber akti­ven' Schwa­ben in Brüs­sel .... "hei­se" sagt dazu:

" .. Seit 2014 ist Gün­ther H. Oet­tin­ger "EU-Kom­mis­sar für Digi­ta­le Wirt­schaft und Gesell­schaft". Das ist gut für die Wirt­schaft, aber schlecht für die Gesell­schaft, wie sich immer deut­li­cher zeigt. Oet­tin­ger gilt in Brüs­sel als regel­recht Lob­by-hörig – was Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal inzwi­schen sogar empi­risch nach­ge­wie­sen hat. Vom Start weg ließ sich der fach­lich kaum bewan­der­te Digi­tal­kom­mis­sar wenig von Exper­ten bera­ten, viel­mehr lausch­te er Ein­flü­ste­rern der Kon­zer­ne, bei­spiels­wei­se beim The­ma Netzneutralität .. "

bookmark_borderNur Bild & Ton
Vom schleichend sich erweiternden Analphabetismus

  • " .. Es man­gelt rund 7,5 Mil­lio­nen Deut­schen zwi­schen 18 und 64 Jah­ren in gro­ßem Maß an Schrift­spra­che­kennt­nis­sen. Genau­er: Knapp fünf Mil­lio­nen kön­nen nur ein­zel­ne, kur­ze Sät­ze lesen und schrei­ben, wei­te­re zwei Mil­lio­nen kom­men über ein­zel­ne Wör­ter nicht hin­aus, und etwa 300 000 Men­schen schei­tern selbst dar­an. Sie alle gel­ten zumin­dest als funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Fast ein Zehn­tel der Men­schen in Deutsch­land sind funk­tio­na­le Analpha­be­ten .. " [Quel­le]
  • " .. Bei wei­te­ren 13 Mil­lio­nen Men­schen oder 25,9 Pro­zent der erwerbs­fä­hi­gen Bevöl­ke­rung tritt feh­ler­haf­tes Schrei­ben selbst bei gebräuch­li­chen Wör­tern auf .. " [Quel­le]
  • " .. Die Zahl der Feh­ler pro 100 Wör­ter stieg von durch­schnitt­lich sie­ben im Jahr 1972, auf zwölf im Jahr 2002 und dann noch ein­mal auf 17 Feh­ler im Jahr 2012. Das ist inner­halb von vier­zig Jah­ren mehr als eine Ver­dop­pe­lung der Feh­ler­quo­te. .. " [Quel­le]

Es ist nicht zu leugnen: 
Selbst in einem so hoch ent­wickel­ten Land wie unse­rem gibt es Analpha­be­ten, mehr männ­li­che als weib­li­che, und inter­es­san­ter­wei­se sind sie über­wie­gend berufstätig. 

Die bereits 'erkann­ten' Analpha­be­ten sind erst der Anfang. Denn wir sind auf einer Abwärts­spi­ra­le was das "sinn­erfas­sen­de Lesen von Text(-en)" angeht. 

Geprägt von Wer­bung und Comics, Com­pu­ter­spie­len und Musik, die ohne die dahin­ter lie­gen­den Bil­der nichts­sa­gend und unver­ständ­lich wäre, und von der aus­ufern­den Nut­zung der soge­nann­ten "smart pho­nes", ent­wickelt sich der visu­el­le Kanal zum wich­tig­sten Infor­ma­ti­ons­dienst des moder­nen, medi­en­nut­zen­den Men­schen. Aller­dings nicht in Form von Text und Spra­che, son­dern in Form von Bild & Ton.

Schau­en wir ein­mal zurück:
Wur­den bei der Ein­füh­rung von "sms" noch ver­ständ­li­che Sät­ze for­mu­liert, so ver­än­der­te sich der Text immer mehr zu Kür­zeln. Ent­ge­gen der damals ver­tre­te­nen Auf­fas­sung eini­ger Päd­ago­gen, das sei eine Jugend­er­schei­nung, die sich spä­ter wie­der aus­glei­chen wer­de, scheint es doch Spu­ren bei der Alpha­be­ti­sie­rung hin­ter­las­sen zu haben - wie sonst wären die stei­gen­den Zah­len von Analpha­be­ten zu erklären?

Wer­be­bot­schaf­ten stel­len ver­kürzt das dar, was der Kon­su­ment über ein Pro­dukt wis­sen soll. Da braucht es nicht viel Text, da braucht man nur eini­ge Bil­der, die Emo­tio­nen anspre­chen. Text ist da eher im Wege.

Die Poli­tik hat den Zug der Zeit erkannt: Pro­gram­ma­tik ist etwas für Hin­ter­zim­mer, dem Sou­ve­rän, den Wäh­lern, wirft man Satz­fet­zen und Slog­an­frag­men­te, viel­leicht noch hier und da sogar einen kom­plet­ten, dann aber völ­lig sinn­be­frei­ten Satz vor.

Der 'Sie­ges­zug' eini­ger Kid­die- und Jugend­blogs, die weit­ge­hend davon pro­fi­tie­ren puber­tie­ren­den Kin­dern die Seg­nun­gen der Kos­me­tik- und Beklei­dungs­in­di­strie - sozu­sa­gen von Teen zu Teen - nahe zu brin­gen und sie zum Kauf bestimm­ter Mar­ken zu bewe­gen, sind ein bered­tes Bei­spiel dafür.

"twit­ter" - ein soge­nann­ter Kurz­nach­rich­ten­dienst - wäre ohne Bil­der zu eini­gen tweets höchst lang­wei­lig. Denn wenn auch Bon­Mot auf Bon­Mot folgt, die Poin­ten nur so ras­seln und in der Kür­ze ja sowie­so die Wür­ze liegt, die paar Zei­chen rei­chen tat­säch­lich und objek­tiv nicht zum Aus­tausch von ver­ständ­li­chen Argu­men­ten aus. Auch dort reicht es wie­der nur zu paro­len­haf­ten Kür­zeln und Flos­keln.
{Der Herr Patho­lo­ge wird mir den vor­her­ge­hen­den Satz sicher ver­zei­hen}
.

Seit Jahr­tau­sen­den gel­ten die Fer­tig­keit zu schrei­ben und Geschrie­be­nes zu lesen als wesent­li­che Kul­tur­stu­fe, von der an sich Gesell­schaf­ten auf die­sem Pla­ne­ten ent­wickelt haben. Wir sind auf dem besten Wege das Bei­des abzu­schaf­fen. Es durch Bil­der zu erset­zen. Selbst Bil­der sind nicht mehr für sich genom­men aus­sa­ge­fä­hig, man muß viel­fach den Zusam­men­hang ken­nen um den Inhalt zu ver­ste­hen - sie­he Vide­os zu aktu­el­ler Jugendmusik.

Die­se Belie­big­keit der Aus­sa­ge wird noch ver­schärft wenn man an die Mög­lich­kei­ten denkt die Daten zu mani­pu­lie­ren. Wem gehö­ren die Daten und wer kann sie über­haupt ver­än­dern? Was ist Wahr­heit in der Form von Daten­ban­ken, im Zeit­al­ter von Algo­rith­men, die anstatt des Men­schen die Aus­wahl und Ein­schät­zung von Per­son und Per­sön­lich­keit vornehmen.

Der anhal­ten­de Trend zur Nut­zung elek­tro­ni­scher Maß­nah­men als Ersatz für phy­sisch vor­han­denn Zugangs­sy­ste­me, die Video-Dar­stel­lung des Aus­packens einer gekauf­ten Ware als Unter­hal­tung (?) - auch das Bei­spie­le einer irre­ge­lei­te­ten Ent­wick­lung weg von Spra­che und Ver­ant­wor­tung .... die Com­pu­ter wer­den es schon richten.

Oder neh­men wir den Trend zum selbst­fah­ren­den Auto - wer braucht dann noch Ver­kehrs­re­geln ler­nen? Wie­der ein Feld in dem Spra­che über­flüs­sig wird. Wie übri­gens auch gan­ze Berufs­zwei­ge, man den­ke an Spe­di­tio­nen und Taxi­un­ter­neh­men und deren Bedienstete.

Wir wer­den Gene­ra­tio­nen auf die­sem Pla­ne­ten haben, die es nicht mehr nötig haben wer­den selbst lesen und schrei­ben zu kön­nen, es reicht wenn sie eini­ger­ma­ßen ver­ständ­lich SAGEN kön­nen was ihr der­zei­ti­ges Begehr ist, ihr All­tag wird sowie­so von Com­pu­tern struk­tu­riert sein. 

Zugleich sind die vor­ge­nann­ten Berei­che ohne Lese­not­wen­dig­keit ein Bei­spiel, wie immer weni­ger intel­li­gen­tes Han­deln von Men­schen ver­langt wer­den wird. Klar, es braucht eine dün­ne Intel­li­genz­schicht die die Com­pu­ter steu­ert und als Reser­ve da ist, wenn ein­mal die Elek­tro­nen ver­rückt spielen.

Wenn wir es dar­auf ankom­men las­sen wer­den selbst die Intel­li­genz­ler sich eines Tages über­flüs­sig gemacht haben: Sie wer­den sich selbst pro­gram­mie­ren­de & ver­bes­sern­de Com­pu­ter erschaf­fen haben und damit über­flüs­sig, über­flüs­si­ger geht gar­nicht, weil die Rechen­ka­pa­zi­tät ein Viel­fa­ches des­sen aus­macht was der Mensch in glei­cher Zeit­ein­heit an Pro­gramm oder Ana­ly­se zu schrei­ben (!) in der Lage wäre.

Wehe, wehe, wenn es dann ein­mal einen "black­out" oder Com­pu­ter­fehl­ein­schät­zun­gen gibt - da heißt es daten­nmä­ßig anonym zu sein oder der Daten­ma­ni­pu­la­ti­on fähig .... das ist eine bedrücken­de Zukunft, die wir da kom­men haben.

sw

bookmark_borderKrieg in Syrien und Gründe für den Konflikt.

.... und nun noch ein paar Wor­te zum Syri­en­krieg - die Infor­ma­tio­nen sind sehr nah an dem, was ich von geflüch­te­ten Syrern zu Teil­aspek­ten im per­sön­li­chen Gespräch gehört habe. 

Wer hat wel­che Inter­es­sen und war­um unter­neh­men Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, die U.S.A. und die NATO nichts gegen die schlei­chen­de Ent­de­mo­kra­ti­sie­rung in der Tür­kei? Ein Blick auf Sun­ni­ten und Schii­ten, und auf Assad, der als Ale­vit den kur­di­schen Ale­vi­ten nahe­steht - denen, die gera­de von Erdo­gan 'umge­sie­delt' und dabei rein zufäl­lig auch ein wenig dezi­miert (!) werden.

bookmark_borderErdogans Helferlein ....
33
*update* (16-08-2016)

.... sit­zen an vie­len Stel­len auf der Welt und sind so eine Art "Fünf­te Kolon­ne" des Diktators.

" .. Kri­ti­ker fin­den, dass die Demon­stran­ten hier genau die Ver­samm­lungs- und Mei­nungs­frei­heit zur Wer­bung für Erdoğan nut­zen, die die­ser in der Tür­kei gera­de mas­siv unterbindet .."

heißt es in der kraut­re­por­ter-Mor­gen­post, gestützt auf einen Arti­kel der Süd­deut­schen Zei­tung. Stimmt! 

1. Erdoğan = Autokrat 
33

2. Erdoğan = Lügner 
33

33Da maßt sich die­ser auf­ge­bla­se­ne Dik­ta­tor - der im (eige­nen) Inland Men­schen erschie­ßen & ein­ker­kern läßt weil sie eine ande­re poli­ti­sche Gesin­nung haben - an, Deutsch­land sol­che völ­lig aus der Luft gegrif­fe­nen Vor­wür­fe zu machen .... wenn das nicht der Gip­fel der Drei­stig­keit ist. 

3. Demon­strie­ren­de tür­kisch­stäm­mi­ge "Demo­kra­ten"

Ver­an­stal­ter in Köln ist die Uni­on Euro­pä­isch-Tür­ki­scher Demo­kra­ten (UETD). Die Kund­ge­bung hat den Titel "Ja zur Demo­kra­tie - Nein zum Staatstreich" - was für ein Hohn, da von "Demo­kra­tie" zu spre­chen, eine völ­lig absur­de Beti­telung für den sich ent­wickeln­den Got­tes­staat Türkei ....

33

Eben­da:
CSU-Gene­ral­se­kre­tär Andre­as Scheu­er - mit dem ich wahr­haf­tig mei­stens NICHT über­ein­stim­me - äußer­te sich ähn­lich wie bereits Außen­mi­ni­ster Kurz (Öster­reich) ver­gan­ge­ne Woche: "Wer sich in der tür­ki­schen Innen­po­li­tik enga­gie­ren will, kann ger­ne unser Land ver­las­sen und zurück in die Tür­kei gehen."

Ja, lie­be Köl­ner Pro-Erdoğan-Demon­stran­ten, nichts wie hin, und so schnell wie mög­lich den deut­schen Paß abge­ben! Sol­che (deutsch­stäm­min­gen) Ver­blen­de­ten haben wir selbst schon genug .... da brau­chen wir kei­ne zusätz­li­chen (tür­kisch­stäm­mi­gen) Demon­stran­ten die nach Demo­kra­tie schrei­en und Dik­ta­tur von reli­giö­sen ana­to­li­schen Hohl­köp­fen meinen.

Es wird immer von der Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen gere­det - aber hier scheint der Gedan­ke ange­bracht viel mehr auf die Inte­gra­ti­on der Pro-Erdoğan-Demon­stran­ten ein­zu­wir­ken, weil deren Ver­hal­ten gera­de nicht dafür spricht, dass sie sich in Deutsch­land inte­grie­ren wollen.
Nir­gend­wo auf der Welt gibt es Pri­vi­le­gi­en ohne Ver­pflich­tung. Wer Rech­te haben will muß auch Pflich­ten erfül­len. Da ist in der Ver­gan­gen­heit viel ver­säumt wor­den und es wäre höch­ste Zeit die­se Men­schen dar­an zu erin­nern, dass hier zu Leben von ihnen etwas abver­langt, näm­lich den festen Wil­len sich in unse­re Gesell­schaft ein­zu­glie­dern und unse­re Wer­te anzunehmen. 

*update*
(16−08−2016)
Aus­zug aus einem Varou­fa­kis-Inter­view:

" .. Die­ser Deal mit der Tür­kei ist ein Skan­dal. Wir haben eine Ver­pflich­tung gegen­über den Ver­ein­ten Natio­nen, Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men. Statt­des­sen bestechen wir einen zuneh­mend dik­ta­to­risch auf­tre­ten­den Prä­si­den­ten der Tür­kei, um es uns mit dem Deal zu erlau­ben, inter­na­tio­na­les Gesetz zu brechen .. "

bookmark_borderDreist, dreister, ST-V 5527 ...!

Wenn schon falsch par­ken, dann aber rich­tig - nur eine Gara­gen­aus­fahrt ver­sper­ren kann schließ­lich jeder Falschparker:
Die­se/-r Spe­zia­li­st/-in schafft "Zwei auf einen Streich".



 
Ach, wer parkt denn da unberechtigt ....


 


 
.... quer vor frem­den Fahrzeugen ....


 


 
.... und gleich so, dass mög­lichst vie­le recht­mä­ßi­ge Gara­gen­be­sit­zer 'behin­dert' werden?

bookmark_borderStellen Sie sich mal vor ....

Stel­len Sie sich mal vor man wür­de hier, bei uns in Deutsch­land, dem Hort akri­bi­scher Mes­sung, unver­fälsch­ter Sta­ti­sti­ken und welt­weit unüber­trof­fe­ner Ord­nung, das Ergeb­nis einer Kan­di­da­ten­wahl per Münz­wurf entscheiden.
1

So gesche­hen in IOWA. Der Name steht eben­falls fest "Coin­Ga­te". Erstaun­li­cher­wei­se und ent­ge­gen jeder Wahr­schein­lich­keit fiel das Ergeb­nis sechs­mal zugun­sten der Frau Clin­ton aus.

Dazu paßt, was mitt­ler­wei­le ver­öf­fent­licht wurde:
In einem Bezirk hat man sti­kum die Ergeb­nis­se ver­tauscht, natür­lich völ­lig unbe­ab­sich­tigt. Man hat die höhe­re Stimm­zahl von San­ders (19) mit der nied­ri­ge­ren von Clin­ton (7) getauscht - und "voi­la!" hat­te die schon wie­der ein paar Wahl­män­ner mehr auf ihrer Seite.

Es geht doch nichts über gute Freun­de an den rich­ti­gen Stel­len .... und es ist natür­lich Alles rund um die­sen "cau­cus" demo­kra­tisch und vor allem ehr­lich zugegangen.

So wie bei uns Wah­len nie ver­fälscht wur­den oder wer­den, Kan­di­da­ten nach Qua­li­fi­ka­ti­on in die poli­ti­schen Ämter kom­men und die Regie­rung immer nur das Beste für die Bür­ger will.
Außer mög­li­cher­wei­se Herrn Schäub­le, der will "unser Bestes", näm­lich unser Geld, und davon ganz viel.

bookmark_borderY. Varoufakis:
The Great Greek Bank Robbery

Quel­le:
The Gre­at Greek Bank Robbery

ATHENS – Sin­ce 2008, bank bai­louts have ent­ail­ed a signi­fi­cant trans­fer of pri­va­te los­ses to tax­payers in Euro­pe and the United Sta­tes. The latest Greek bank bai­lout con­sti­tu­tes a cau­tio­na­ry tale about how poli­tics – in this case, Europe’s – is geared toward maxi­mi­zing public los­ses for que­stionable pri­va­te benefits.

In 2012, the insol­vent Greek sta­te bor­ro­wed €41 bil­li­on ($45 bil­li­on, or 22% of Greece’s shrin­king natio­nal inco­me) from Euro­pean tax­payers to reca­pi­ta­li­ze the country’s insol­vent com­mer­cial banks. For an eco­no­my in the clut­ches of unsu­s­tainable debt, and the asso­cia­ted debt-defla­ti­on spi­ral, the new loan and the strin­gent austeri­ty on which it was con­di­tio­ned were a ball and chain. At least, Greeks were pro­mi­sed, this bai­lout would secu­re the country’s banks once and for all.

In 2013, once that tran­che of funds had been trans­fer­red by the Euro­pean Finan­cial Sta­bi­li­ty Faci­li­ty (EFSF), the eurozone’s bai­lout fund, to its Greek fran­chise, the Hel­le­nic Finan­cial Sta­bi­li­ty Faci­li­ty, the HFSF pum­ped appro­xi­m­ate­ly €40 bil­li­on into the four “syste­mic” banks in exch­an­ge for non-voting shares.

A few months later, in the autumn of 2013, a second reca­pi­ta­lizati­on was orche­stra­ted, with a new share issue. To make the new shares attrac­ti­ve to pri­va­te inve­stors, Greece’s “troi­ka” of offi­ci­al cre­di­tors (the Inter­na­tio­nal Mone­ta­ry Fund, Euro­pean Cen­tral Bank, and the Euro­pean Com­mis­si­on) appro­ved offe­ring them at a remar­kab­le 80% dis­count on the pri­ces that the HFSF, on behalf of Euro­pean tax­payers, had paid a few months ear­lier. Cru­ci­al­ly, the HFSF was pre­ven­ted from par­ti­ci­pa­ting, impo­sing upon tax­payers a mas­si­ve diluti­on of their equi­ty stake.

Sens­ing poten­ti­al gains at tax­payers’ expen­se, for­eign hedge funds rus­hed in to take advan­ta­ge. As if to pro­ve that it under­s­tood the impro­prie­ty invol­ved, the Troi­ka com­pel­led Greece’s govern­ment to immu­ni­ze the HFSF board mem­bers from cri­mi­nal pro­se­cu­ti­on for not par­ti­ci­pa­ting in the new share offer and for the resul­ting dis­ap­pear­ance of half of the tax­payers’ €41 bil­li­on capi­tal injection.

The Troi­ka cele­bra­ted the hedge funds’ inte­rest as evi­dence that its bank bai­lout had inspi­red pri­va­te-sec­tor con­fi­dence. But the absence of long-term inve­stors reve­a­led that the capi­tal inflow was purely spe­cu­la­ti­ve. Serious inve­stors under­s­tood that the banks remain­ed in serious trou­ble, despi­te the lar­ge injec­tion of public funds. After all, Greece’s Gre­at Depres­si­on had cau­sed the share of non-per­forming loans (NPLs) to rise to 40%.

In Febru­ary 2014, months after the second reca­pi­ta­lizati­on, the asset manage­ment com­pa­ny Black­rock repor­ted that the bur­geo­ning volu­me of NPLs neces­si­ta­ted a sub­stan­ti­al third reca­pi­ta­lizati­on. By June 2014, the IMF was lea­king reports that more than €15 bil­li­on was nee­ded to resto­re the banks’ capi­tal – a gre­at deal more money than was left in Greece’s second bai­lout package.

By the end of 2014, with Greece’s second bai­lout run­ning out of time and cash, and the govern­ment nur­sing ano­ther €22 bil­li­on of unfun­ded debt repayments for 2015, Troi­ka offi­ci­als were in no doubt. To main­tain the pre­ten­se that the Greek “pro­gram” was on track, a third bai­lout was required.

The pro­blem with pushing through a third bai­lout was two­fold. First, the Troi­ka-fri­end­ly Greek govern­ment had sta­ked its poli­ti­cal sur­vi­val on the pledge that the country’s second bai­lout would be com­ple­ted by Decem­ber 2014 and would be its last. Seve­ral euro­zo­ne govern­ments had secu­red their par­lia­ments’ agree­ment by making the same pledge. The fall­out was that the govern­ment col­lap­sed and, in Janu­ary 2015, our Syri­za govern­ment was elec­ted with a man­da­te to chall­enge the very logic of the­se “bai­louts.”

As the new government’s finan­ce mini­ster, I was deter­mi­ned that any new bank reca­pi­ta­lizati­on should avo­id the pit­falls of the first two. New loans should be secu­red only after Greece’s debt had been ren­de­red via­ble, and no new public funds should be injec­ted into the com­mer­cial banks unless and until a spe­cial-pur­po­se insti­tu­ti­on – a “bad bank” – was estab­lished to deal with their NPLs.

Unfort­u­n­a­te­ly, the Troi­ka was not inte­re­sted in a ratio­nal solu­ti­on. Its aim was to crush a govern­ment that dared chall­enge it. And crush us it did by engi­nee­ring a six-month-long bank run, shut­ting down the Greek banks in June, and caus­ing Prime Mini­ster Alexis Tsipras’s capi­tu­la­ti­on to the Troika’s third bai­lout loan in July.

The first signi­fi­cant move was a third reca­pi­ta­lizati­on of the banks in Novem­ber. Tax­payers con­tri­bu­ted ano­ther €6 bil­li­on, through the HFSF, but were again pre­ven­ted from purcha­sing the shares offe­red to pri­va­te investors.

As a result, despi­te capi­tal injec­tions of appro­xi­m­ate­ly €47 bil­li­on (€41 bil­li­on in 2013 and ano­ther €6 bil­li­on in 2015), the taxpayer’s equi­ty share drop­ped from more than 65% to less than 26%, while hedge funds and for­eign inve­stors (for exam­p­le, John Paul­son, Brook­field, Fair­fax, Wel­ling­ton, and High­fields) grab­bed 74% of the banks’ equi­ty for a mere €5.1 bil­li­on invest­ment. Alt­hough hedge funds had lost money sin­ce 2013, the oppor­tu­ni­ty to taking over Greece’s enti­re ban­king system for such a palt­ry sum pro­ved irre­si­sti­bly tempting.

The result is a ban­king system still awa­sh in NPLs and buf­feted by con­ti­nuing rece­s­si­on. And with the latest round of reca­pi­ta­lizati­on, the cost of the Troika’s deter­mi­na­ti­on to stick to the prac­ti­ce of extend-and-pre­tend bai­lout loans just got hig­her. Never befo­re have tax­payers con­tri­bu­ted so much to so few for so little. 

  ATHEN - Seit 2008 haben Ban­ken­ret­tun­gen einen bedeu­ten­den Trans­fer von pri­va­ten Ver­lu­sten auf die Steu­er­zah­ler in Euro­pa und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten mit sich gebracht. Die letz­te grie­chi­sche Ban­ken­ret­tung stellt ein war­nen­des Bei­spiel dazu dar, wie die­se Poli­tik - hier die Euro­pas – auf die Maxi­mie­rung öffent­li­cher Ver­lu­ste für frag­wür­di­gen pri­va­ten Nut­zen aus­ge­rich­tet ist.

2012 lieh der insol­ven­te grie­chi­sche Staat 41 Mrd. € (US$ 45 Bil­lio­nen), ent­spre­chend 22% des geschrumpf­ten grie­chi­schen Natio­nal­ein­kom­mens vom euro­päi­schen Steu­er­zah­ler, um insol­ven­te Ban­ken des Lan­des zu reka­pi­ta­li­sie­ren. Für eine Wirt­schaft im Wür­ge­griff untrag­ba­rer Schul­den, und der damit ver­bun­de­nen Schul­den-Defla­ti­ons-Spi­ra­le, wur­de der neue Kre­dit und die damit ein­her­ge­hen­de stren­ge Spar­po­li­tik zum Klotz am Bein. Zumin­dest, so wur­de den Grie­chen ver­spro­chen, wür­de die­se Ret­tungs­ak­ti­on die Ban­ken des Lan­des ein für alle Mal absichern.

Im Jahr 2013 nach­dem die­se Tran­che des Fonds von der EFSF, dem Ret­tungs­fonds der Euro­zo­ne, auf sein grie­chi­sches Pen­dant HFSF, über­tra­gen wor­den war, pump­te die­ser ca. 40 Mrd. € in die vier "system­re­le­van­ten" Ban­ken im Aus­tausch für Akti­en ohne Stimmrecht.

Ein paar Mona­te spä­ter, im Herbst 2013 wur­de eine zwei­te Reka­pi­ta­li­sie­rung orche­striert, mit der Aus­ga­be neu­er Akti­en. Um die neu­en Akti­en für pri­va­te Inve­sto­ren attrak­tiv zu machen, bot die "Troi­ka" (der Inter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fonds, die Euro­päi­sche Zen­tral­bank und die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on), offi­zi­el­ler Gläu­bi­ger der Grie­chen, pri­va­ten Anle­gern die­se Akti­en mit einem bemer­kens­wer­ten Rabatt von 80% auf die Prei­se, die das HFSF im Namen der euro­päi­schen Steu­er­zah­ler ein paar Mona­te frü­her gezahlt hat­te, an. Ent­schei­dend dabei war, dass die HFSF von der Teil­nah­me am Ankauf aus­ge­schlos­sen war, was für die Steu­er­zah­ler zu einem mas­si­ven Wert­ver­lust ihrer Inve­sti­ti­on geführt hat.

Poten­zi­el­le Gewin­ne auf Kosten der Steu­er­zah­ler erah­nend eil­ten aus­län­di­sche Hedge­fonds her­bei um abzu­sah­nen. Wie um zu bewei­sen, dass sie die Unge­hö­rig­keit ver­stün­den, zwang die Troi­ka Grie­chen­lands Regie­rung die HFSF Vor­stands­mit­glie­der von Straf­ver­fol­gung frei zu stel­len dafür, dass sie sich nicht am neu­en Akti­en­an­ge­bot betei­lig­ten und den sich dadurch erge­ben­den Ver­lust der Hälf­te der 41 Mil­li­ar­den € Kapi­tal­erhö­hung auf Kosten der Steu­er­zah­ler hin­ge­nom­men zu haben.

Die Troi­ka fei­er­te das Inter­es­se der Hedge-Fonds als Beweis dafür, dass ihre Ban­ken­ret­tung das Ver­trau­en des pri­va­ten Sek­tors inspi­riert habe. Aber das Feh­len lang­fri­sti­ger Inve­sto­ren ergab, dass der Kapi­tal­zu­fluss rein spe­ku­la­tiv war. Seriö­se Inve­sto­ren ver­stan­den, dass die Ban­ken wei­ter­hin in ernst­haf­ten Schwie­rig­kei­ten ver­blie­ben, und das trotz des gro­ßen Ein­sat­zes von öffent­li­chen Mit­teln. Immer­hin hat­te Grie­chen­lands Gro­ße Depres­si­on den Anteil der Non-Per­forming Loans (NPLs) auf bis zu 40% stei­gen lassen.

Im Febru­ar 2014, Mona­te nach der zwei­ten Reka­pi­ta­li­sie­rung, berich­te­te die Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaft Black­rock, dass das wach­sen­de Volu­men der not­lei­den­den Kre­di­te eine wesent­li­che drit­te Reka­pi­ta­li­sie­rung erfor­der­lich machen wür­de. Im Juni 2014 sicker­te von Sei­ten des IWF durch, dass mehr als 15 Mrd. € benö­tigt wür­den um die Kapi­tal­aus­stat­tung der Ban­ken abzu­si­chern - sehr viel mehr Geld als im zwei­ten Ret­tungs­pa­ket Grie­chen­lands übrig warn.

Gegen Ende des Jah­res 2014, als dem zwei­ten Ret­tungs­pa­ket Grie­chen­lands Zeit und Geld aus­gin­gen, und die Regie­rung kei­ne Mit­tel mehr hat­te um wei­te­re 22 Mrd. € der nicht fonds­fi­nan­zier­ten Schul­den­rück­zah­lun­gen für das Jahr 2015 zu zah­len, hat­ten die Troi­ka Offi­zi­el­len immer noch kei­ne Zwei­fel. Um den Anschein zu erwecken das grie­chi­sche "Pro­gramm" sei noch auf dem rich­ti­gen Weg wur­de eine drit­te Ret­tungs­ak­ti­on erforderlich.

Bei der Durch­set­zung einer drit­ten Ret­tungs­ak­ti­on gab es ein zwei­fa­ches Pro­blem. Zunächst hat­te die Troi­ka-freund­li­che grie­chi­sche Regie­rung ihr poli­ti­sches Über­le­ben an dem Ver­spre­chen fest­ge­macht das zwei­te Ret­tungs­pa­ket des Lan­des sei bis Dezem­ber 2014 fer­tig gestellt und es wären kei­ne wei­te­ren Ret­tungs­pa­ke­te nötig. Meh­re­re Regie­run­gen der Euro­zo­ne hat­ten das Ein­ver­ständ­nis ihrer Par­la­men­te erreicht indem sie das glei­che Ver­spre­chen abga­ben. Der Unter­gang bahn­te sich dadurch an, dass die alte Regie­rung zusam­men­brach und im Janu­ar 2015 unse­re Syri­za­re­gie­rung mit dem Auf­trag gewählt wur­de, die Logik die­ser "Ret­tungs­pa­ke­te" kri­tisch zu prüfen.

Als Finanz­mi­ni­ster der neu­en Regie­rung war ich ent­schlos­sen jede neue Reka­pi­ta­li­sie­rung von Ban­ken nur so zu gestal­ten, dass sie die Fall­stricke der ersten bei­den Ret­tungs­pa­ke­te ver­mei­den wür­den. Neue Kre­di­te soll­ten erst auf­ge­nom­men wer­den nach­dem Grie­chen­lands Schul­den sich als bezahl­bar erwie­sen hät­ten, und es soll­ten kei­ne neu­en öffent­li­chen Mit­tel in die Geschäfts­ban­ken gesteckt wer­den, sofern und solan­ge kein Zweck­in­sti­tut - eine "Bad Bank" – geschaf­fen wor­den sei, um mit den NPLs [non-per­forming loans (NPLs)] umzugehen.

Lei­der war die Troi­ka nicht dar­an inter­es­siert, eine ver­nünf­ti­ge Lösung zu schaf­fen. Ziel war es, eine Regie­rung, die es wag­te das Troi­ka­vor­ge­hen in Fra­ge zu stel­len, zu ver­nich­ten. Und mit­tels eines sechs Mona­te lan­gen Bank-Runs, der zur Schlie­ßung der grie­chi­schen Ban­ken im Juni führ­te, erzwang man die Kapi­tu­la­ti­on von Pre­mier­mi­ni­ster Alexis Tsi­pras und die Annah­me des drit­ten Ret­tungs­pa­ke­tes der Troi­ka im Juli.

Der erste wirk­lich bedeut­sa­me Schritt war eine drit­te Reka­pi­ta­li­sie­rung der Ban­ken im Novem­ber. Die Steu­er­zah­ler tru­gen durch die HFSF wei­te­re 6 Mrd. € bei, wur­den aber wie­der am Kauf der für pri­va­ten Inve­sto­ren ange­bo­te­nen Akti­en gehindert.

Trotz Kapi­tal­zu­füh­run­gen von rund 47 Mrd. € (im Jahr 2013 41 Mrd. € und im Jahr 2015 wei­te­re 6 Mrd. €) sank im Ergeb­nis der Eigen­ka­pi­tal­an­teil der Steu­er­zah­ler von mehr als 65% auf weni­ger als 26%, wäh­rend Hedge­fonds und aus­län­di­sche Inve­sto­ren (zum Bei­spiel John Paul­son, Brook­field, Fair­fax, Wel­ling­ton und High­fields) sich 74% des Eigen­ka­pi­tals der Ban­ken für eine ledig­lich 5,1 Mrd. € betra­gen­de Inve­sti­ti­ons­sum­me schnapp­ten. Obwohl die Hedge­fonds seit 2013 Geld ver­lo­ren hat­ten, war die Mög­lich­keit Grie­chen­lands gesam­tes Ban­ken­sy­stem für einen so lächer­li­chen Betrag zu über­neh­men unwi­der­steh­lich verlockend.

Das Ergeb­nis ist ein Ban­ken­sy­stem, das immer noch von NPLs über­flu­tet und von anhal­ten­der Rezes­si­on gebeu­telt ist. Bei der letz­ten Run­de der Reka­pi­ta­li­sie­rung stei­ger­ten sich die Kosten wei­ter, da die Troi­ka mit Ent­schlos­sen­heit an ihrer Pra­xis „zu-ver­län­gern-und-so-tun-als-ob-es-hilft“ fest­hielt. Nie zuvor haben die Steu­er­zah­ler so Viel für so Weni­ge für so wenig Gegen­lei­stung zah­len müssen.

[ Über­set­zung: W.v.Sulecki]