bookmark_border(K)ein Wort zum Sonntag

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Aus­gangs­punkt war ein Zitat in einer Sen­dung im Fern­se­hen das etwa lautete:

.. Zwi­schen uns und dem Tod steht nur die Eltern­ge­nera­ti­on - und wenn die weg ist wird uns bewußt, dass wir die Näch­sten sein wer­den! ..

Danach hat­te ich gesucht, denn es war aus dem Zusam­men­hang deut­lich gewor­den, dass es sich hier­bei um ein Zitat gehan­delt haben muß­te. Zwar ist das Zitat nicht wört­lich im Text von Caro­li­ne Y. Robert­son-von Tro­tha * zu fin­den, aber doch annä­hernd ähn­lich for­mu­liert. Die Autorin legt eine umfas­sen­de, akri­bisch aus­ge­ar­bei­te­te und aus­ge­feil­te Dar­stel­lung zur heu­ti­gen gesell­schaft­li­chen Sicht des Todes vor. Schlüs­sig, logisch, empfehlenswert!

Nun will ich es nicht allei­ne bei der - sehr per­sön­li­chen - Bewer­tung des Tex­tes belas­sen, son­dern eini­ge Gedan­ken hinzufügen.

Schon die Beschäf­ti­gung mit Tod und Ster­ben wird von der älte­sten Gene­ra­ti­on viel stär­ker ver­drängt als dies je zuvor der Fall war.

Das steht in unmit­tel­ba­rem Zusam­men­hang mit den ver­bes­ser­ten medi­zi­ni­schen und sozia­len Bedin­gun­gen, deren posi­ti­ve Sei­ten die­se Gene­ra­ti­on - teil­wei­se auf Kosten der nach­fol­gen­den Alters­grup­pen - heu­te noch genießt. Wer sich um sei­ne 'festen Kosten' kei­ne Sor­gen zu machen braucht und dar­über hin­aus über 'flüs­si­ges Geld' ver­fügt wird leicht ver­ges­sen, öfters auch ver­drän­gen (!) wie es um die steht, die als "jün­ge­re Gene­ra­ti­on" die Ein­künf­te die­ser 'Nutz­nie­ßer' erwirtschaften. 

Erst vor kur­zer Zeit konn­te ich beob­ach­ten wie mit dem Tod in die­ser älte­sten Bevöl­ke­rungs­grup­pe - zugleich sozi­al inso­weit pri­vi­le­gier­ten Grup­pe, als sie sich meh­re­re Auf­ent­hal­te im Aus­land und auf pau­schal ange­bo­te­nen Rei­sen zugleich inner­halb eines Jah­res lei­sten kann - umge­gan­gen wird:

Einer aus der "Gemein­schaft" ver­starb inner­halb weni­ger Mona­te nach Krebs­dia­gno­se. Schon ein hal­bes Jahr danach wird kaum noch ein Gedan­ke dar­an 'ver­schwen­det'. Man geht sei­nen übli­chen Zer­streu­un­gen nach. Der Ver­stor­be­ne wur­de bei der Beer­di­gung beglei­tet. Pflicht laut gesell­schaft­li­cher Kon­ven­ti­on erfüllt!
Das war aber zugleich ein Abschluß, das Geden­ken redu­ziert sich fort­an auf Neben­sät­ze in der Alltagskonversation.

Die oft zitier­te "Ver­gäng­lich­keit" ist offen­bar. Nicht nur der Leib zer­fällt in sei­ne ato­ma­ren Bestand­tei­le und fließt so wie­der in den natür­li­chen Kreis­lauf ein, son­dern auch die Erin­ne­rung zer­fließt wie Nebel­schwa­den im Wind und man geht zur All­tags­ge­schäf­tig­keit über ....

Das, was wir uns als Indi­vi­du­um wün­schen, wür­dig zu ster­ben und lan­ge erin­nert zu wer­den, hat in der schnellebi­gen Gesell­schaft kei­nen Bestand mehr. Die Jün­ge­ren müs­sen 'schaf­fen', da bleibt kei­ne Zeit mehr Tra­di­ti­on und Erin­ne­rung zu pflegen. 

Was nicht bei 'face­book' und 'twit­ter' the­ma­ti­siert wird exi­stiert nicht - "up,up, and away" - das war's dann ....

Der Tod ist nichts als der Tod.
[Phil­ip Roth]

* Ist der Tod bloß der Tod? Tod und Ster­ben in der Gegen­warts­ge­sell­schaft – ein the­ma­ti­scher Umriss

Sie­he hier­zu noch:
1.
Der Tod ist gewiss, die Stun­de ungewiss ....
2.
Wenn der Tag gekom­men ist 
3.
Kein 'Ent­kom­men' ....

bookmark_borderAuch das Ein­fa­che kann ange­bracht sein

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Ich wür­de mir wün­schen die Ver­ant­wort­li­chen aus unse­ren Auto­bahn­mei­ste­rei­en und ihre über­ge­ord­ne­ten Dienst­stel­len näh­men sich mal ein Bei­spiel dar­an, wie man Bau­stel­len ohne viel Auf­wand ein­rich­ten kann und vor allem ohne dabei kilo­me­ter­lan­ge Staus zu provozieren.

Kei­ne end­lo­sen Baken- und Hüt­chen­rei­hen, Gelb­strei­fen auf der Fahr­bahn, Stahl­plan­ken zwi­schen den Fahr­strei­fen und ein gelb-rotes Lich­ter­meer bei Nacht!

Viel­leicht soll­ten die Damen und Her­ren eine Dienst­rei­se nach Frank­reich und Spa­ni­en machen und sich die Siche­rung von Tages- und Dau­er­bau­stel­len dort anse­hen. Und ihre Kol­le­gen von der Poli­zei gleich mit­neh­men, damit die auch 'was lernen:

Anstatt Park­sün­der auf­zu­schrei­ben und an unnö­ti­gen Stel­len die Geschwin­dig­keit zu kon­trol­lie­ren soll­ten sie die unver­nünf­ti­gen Geschwin­dig­keits­über­tre­ter vor/in/nach Bau­stel­len zur Brust neh­men und die bestehen­den Ver­ord­nun­gen und Geset­ze end­lich mal durchsetzen ...!

Dann klappt es mög­li­cher­wei­se irgend­wann mit einem unge­stör­ten Verkehrsfluß.

bookmark_borderErkenntnis: Pitch­forks and Tor­ches*

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Der nach­fol­gend zitier­te Arti­kel stellt die gän­gi­ge kon­ser­va­ti­ve Sicht des öko­no­mi­schen Gleich­ge­wichts in Fra­ge. Auf eine Über­set­zung habe ich dies­mal ver­zich­tet, denn über Goog­le Über­set­zer kann bei Ein­ga­be des eng­li­schen Tex­tes eine zumin­dest in Grund­zü­gen ver­ständ­li­che Ver­si­on gene­riert wer­den - und wer Eng­lisch zu lesen imstan­de ist wird sowie­so die Ori­gi­nal­ver­si­on vorziehen.

Der Autor räumt auf mit der The­se es sei schäd­lich für das Wirt­schafts­sy­stem eines Lan­des höhe­re Löh­ne & Gehäl­ter zu zah­len und stellt in weni­gen Absät­zen klar, dass genau das Gegen­teil der Fall ist - als Bei­spiel führt er eine bereits abge­lau­fe­ne Initia­ti­ve im Raum Seat­tle an, durch die bewie­sen wer­den konn­te dass sein Vor­schlag zur Bele­bung der Wirt­schaft funktioniert.

Das erste Text­zi­tat habe ich gewählt weil es aus­drückt was Vie­le denken:
Wer das Tau­send­fa­che ver­dient gibt nicht das Tau­send­fa­che aus - son­dern inve­stiert den 'Über­schuß' um dar­aus Zin­sen und Zin­ses­zin­sen zu generieren. 

Das zwei­te Zitat zeigt auf wie gleich­zei­tig der Was­ser­kopf von Regie­rungs­be­hör­den geschrumpft wer­den kann - wenn der Wil­le von Wirt­schaft und Poli­tik auf das glei­che Ziel gerich­tet ist.


 
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Der Autor [Nick Hanau­er; Text: My Fel­low Zil­lion­aires.] warnt alle 'Super­rei­chen' davor die Augen vor dem zuneh­men­den Gefäl­le zur Mas­se der Bevöl­ke­rung zu schlie­ßen und greift zu einer dra­sti­schen Beschrei­bung der Fol­ge sol­cher Ignoranz:
Er zitiert die Heu­ga­bel- & Fackeln-Sze­ne aus dem ersten Dra­cula­film (sie­he Link & Quel­le unten) in der der auf­ge­brach­te Mob sich zur Lynch­ju­stiz auf­macht - und warnt die obe­ren 0,01% sei­nes Lan­des davor sich die­sem Risi­ko aus­zu­set­zen, des­sen Her­an­na­hen er kom­men sieht.
Unausweichlich.
 
 

* Pitch­forks and tor­ches have long sym­bo­li­zed an angry mob. The pitch­forks-and-tor­ches mob was pre­sent in the film Fran­ken­stein (1931)


bookmark_borderHineingezogen ....

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Hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den in die aktu­el­len Ereig­nis­se im Lan­de bleibt nicht aus wenn man im Lan­de ist. So etwa lau­tet mei­ne Erkennt­nis kurz vor dem los­bre­chen­den Sturm, der die Nati­on heu­te Abend erschüt­tern wird.

Das Leben syn­chro­ni­siert sich am Ereig­nis des Tages, dem Fuß­ball­spiel der Natio­nal­mann­schaft, die ein­mal mehr zum Hoff­nungs­trä­ger der Mas­sen wird. Die die Hoff­nung der Dar­stel­lung "Deut­scher Grö­ße" auf ihren Schul­tern trägt. Und wehe das mißlingt!

Obwohl ich dem Ereig­nis völ­lig neu­tral gegen­über­ste­he bin ich davon mit­tel- und unmit­tel­bar betroffen:
Ich wer­de mich jetzt spu­ten zügig das Abend­essen zu kochen, damit die Fami­lie sich den Bart & das Kinn wischen kann bevor der Anpfiff ertönt - sat­te Men­schen sind ver­söhn­li­cher, und wenn dann etwas schief lau­fen soll­te wird die Reak­ti­on hof­fent­lich ein wenig mil­der ausfallen ....

Des­we­gen "Kopf hoch!", lie­be Lands­leu­te, selbst wenn es für Deutsch­land heu­te abend in Bra­si­li­en schlecht aus­ge­hen soll­te, eines ist gewiß:
Der Glo­bus wird sich wei­ter drehen,
die Welt wird nicht untergehen,
und Frau Mer­kel bleibt ....
wobei ich auf letz­te­res am ehe­sten ver­zich­ten könnte.

bookmark_border"Und willst du nicht mein Bruder sein ...."

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".... dann schlag' ich dir den Schä­del ein!" - so lau­tet ein etwas dra­sti­sches, geflü­gel­tes Wort. Es ist, wie ich mei­ne, eine gute Ein­lei­tung zu den fol­gen­den Überlegungen. 

Frau Rabe brach­te mich kürz­lich zum Nach­den­ken. Mit einer Fra­ge [Wo ist der Unter­schied zu ande­ren?] in ihrem Kom­men­tar.

Natür­lich sind Men­schen ver­schie­den und 'glau­ben' - geprägt aus Eltern­haus, Schu­le, Beruf, Lands­mann­schaft und Erfah­rung - an sehr unter­schied­li­che Din­ge. Die­se Viel­falt ist es ja gera­de, die das Leben inter­es­sant macht. Was zugleich heißt:

Die­se Ver­schie­den­heit ist weder Anlaß zur Sor­ge, noch soll­te sie Anlaß für 'töd­li­che' Feind­schaft sein.

Wie bekannt gelingt das aber sel­ten bis nie. Wer ver­schie­de­ner Mei­nung ist wird erst­mal mit Wor­ten 'bear­bei­tet'. Um die Mei­nung an die eige­ne anzu­glei­chen. Gelingt das nicht auf Anhieb, so wer­den nach und nach stär­ke­re Geschüt­ze aufgefahren: 

Ver­meint­li­che oder tat­säch­li­che Mei­nungs­füh­rer aus dem öffent­li­chen Leben wer­den zitiert. Auf die schlim­men Fol­gen des­sen, was pas­siert wenn man sich nicht besinnt und umdenkt wird hin­ge­wie­sen. Der Ver­lust an Freun­den und Bekann­ten wird beschwo­ren. Wenn das alles nicht hilft wer­den die Gesprä­che immer lau­ter, immer hef­ti­ger und am Ende gar - je nach Her­kunft und erlern­tem Kon­flikt­lö­sungs­ver­hal­ten - 'tät­lich' ....

Ich kann bei­spiels­wei­se christ­li­ches Den­ken (oder auch natur­heil­kund­li­che "Behand­lung") nicht ernst neh­men. Vie­les, was dazu gesagt und geschrie­ben ist, ist mir schon des­we­gen ver­däch­tig, weil es kei­ner Logik - wenig­stens kei­ner nach­voll­zieh­ba­ren Logik - folgt.

Um aller­dings die Apo­lo­ge­ten einer sol­chen Denk­wei­se als Mensch zu schät­zen, als Mensch zu ach­ten, muß ich nicht unbe­dingt glei­cher Auf­fas­sung zu den oben genann­ten (nur als Bei­spiel gewähl­ten) The­men sein:

Wenn also Jemand eine Mei­nung vetritt die ich nicht tei­len kann so ist das eine Sache. Der­je­ni­ge bleibt aber ein Mensch, er wird nicht auto­ma­tisch zum Feind. 

Ich mag sei­ne Lebens­idea­le nicht tei­len, aber solan­ge er nicht ver­sucht mei­ne weg­zu­neh­men kann ich auch damit bestens leben. Den­noch darf ich und muß ich aus mei­nem Selbst­ver­ständ­nis und Lebens­ent­wurf dar­auf hin­wei­sen WAS ich an dem Den­ken & Han­deln Ande­rer für falsch halte. 

Was Vie­len fehlt ist eine grund­sätz­li­che Gelas­sen­heit ande­re Mei­nun­gen hin­zu­neh­men - und sie nicht als per­sön­li­chen Affront, als Angriff oder Frech­heit zu sehen. Eine Tat­sa­che, die übri­gens auch im geschäft­li­chen und poli­ti­schen Umgang gut täte.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

1. Unter dem - ähn­lich klin­gen­den - Titel "Und willst Du nicht mein Bru­der sein… oder „Was erlau­be Schweiz?“ " gibt es übri­gens einen (sehr) lesens­wer­ten Arti­kel zum The­ma "Ver­hält­nis Schweiz - EU".

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

* Zum Ursprung die­ses Sat­zes gibt es ver­schie­de­ne Deutungen:
2. Uni­ver­sal-Lexi­kon
3. WIKIPEDIA
4. Geflü­gel­te Wor­te (Wiki­pe­dia) / Wiki­quo­te
5. Bis­tum TRIER - das übri­gens mit der Zuord­nung zu Lenin irrt. Wie aus Zif­fern 2-4 leicht zu erken­nen ist.

bookmark_border(Word) Perfect

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This is a true sto­ry from the Word­Per­fect Hel­pli­ne, which was tran­scri­bed from a recor­ding moni­to­ring the cus­to­mer care depart­ment. Need­less to say the Help Desk employee was fired; howe­ver, he/she is curr­ent­ly suing the Word­Per­fect orga­nizati­on for 'Ter­mi­na­ti­on wit­hout Cause.'
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Actu­al dia­lo­gue of a for­mer Word­Per­fect Cus­to­mer Sup­port employee.
--- .*. --- 

Ope­ra­tor: 'Ridge Hall, com­pu­ter assi­stance; may I help you?'
Cal­ler: 'Yes, well, I'm having trou­ble with WordPerfect ..'
Ope­ra­tor: 'What sort of trouble?'
Cal­ler: 'Well, I was just typ­ing along, and all of a sud­den the words went away.'
Ope­ra­tor: 'Went away?'
Cal­ler: 'They disappeared'
Ope­ra­tor: 'Hmm. So what does your screen look like now?'
Cal­ler: 'Not­hing.'
Ope­ra­tor: 'Not­hing??'
Cal­ler: 'It's blank; it won't accept anything when I type.'
Ope­ra­tor: 'Are you still in Word­Per­fect, or did you get out?'
Cal­ler: 'How do I tell?'
Ope­ra­tor: 'Can you see the 'C: prompt' on the screen?'
Cal­ler: 'What's a sea-prompt?'
Ope­ra­tor: 'Never mind, can you move your cur­sor around the screen?'
Cal­ler: 'The­re isn't any cur­sor; I told you, it won't accept anything I type.'
Ope­ra­tor: 'Does your moni­tor have a power indicator?'
Cal­ler: 'What's a monitor?'
Ope­ra­tor: 'It's the thing with the screen on it that looks like a TV.
Does it have a litt­le light that tells you when it's on?'
Cal­ler: 'I don't know.'
Ope­ra­tor: 'Well, then look on the back of the moni­tor and find whe­re the power cord goes into it. Can you see that??'
Cal­ler: 'Yes, I think so.'
Ope­ra­tor: 'Gre­at. Fol­low the cord to the plug, and tell me if it's plug­ged into the wall..
Cal­ler: 'Yes, it is.'
Ope­ra­tor: 'When you were behind the moni­tor, did you noti­ce that the­re were two cables plug­ged into the back of it, not just one? '
Cal­ler: 'No.'
Ope­ra­tor: 'Well, the­re are. I need you to look back the­re again and find the other cable.'
Cal­ler: 'Okay, here it is.'
Ope­ra­tor: 'Fol­low it for me, and tell me if it's plug­ged secu­re­ly into the back of your computer..'
Cal­ler: 'I can't reach.'
Ope­ra­tor: 'OK. Well, can you see if it is?'
Cal­ler: 'No...'
Ope­ra­tor: 'Even if you may­be put your knee on some­thing and lean way over?'
Cal­ler: 'Well, it's not becau­se I don't have the right ang­le -- it's becau­se it's dark.'
Ope­ra­tor: 'Dark?'
Cal­ler: 'Yes - the office light is off, and the only light I have is coming in from the window.'
Ope­ra­tor: 'Well, turn on the office light then.'
Cal­ler: 'I can't..'
Ope­ra­tor: 'No? Why not?'
Cal­ler: 'Becau­se there's a power failure.'
Ope­ra­tor: 'A power .... A power fail­ure? Aha. Okay, we've got it licked now. Do you still have the boxes and manu­als and pack­ing stuff that your com­pu­ter came in?'
Cal­ler: 'Well, yes, I keep them in the closet..'
Ope­ra­tor: 'Good. Go get them, and unplug your system and pack it up just like it was when you got it. Then take it back to the store you bought it from.'
Cal­ler: 'Real­ly? Is it that bad?'
Ope­ra­tor: 'Yes, I'm afraid it is.'
Cal­ler: 'Well, all right then, I sup­po­se. What do I tell them?'
Ope­ra­tor: 'Tell them you're too dam­ned stu­pid to own a computer!'

bookmark_borderAlles hat seine Zeit ....

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oder:
Nichts ist bestän­di­ger als der Wandel.

Jeder Lebens­ab­s­chitt ist von bestimm­ten mar­kan­ten Ereig­nis­sen geprägt - an die erin­nert man sich, sie sind sozu­sa­gen die 'Über­schrift' für die­ses Kapi­tel des Lebens.

Als ich heu­te am Strand spa­zie­ren ging dach­te ich genau dar­an, näm­lich wie ich zum ersten Mal auf die­ser Pro­me­na­de ent­lang­schlen­der­te und mich freu­te dem kal­ten deut­schen Wet­ter ein Schnipp­chen zu schla­gen und 10°C wär­me­res Wet­ter zu genießen.

Sol­che Tage wer­den nach einer Wei­le Rou­ti­ne, sie wer­den selbst­ver­ständ­lich und im Gegen­teil, wenn es ein­mal ein, zwei Tage etwas getrübt ist und nicht den gan­zen Tag die Son­ne scheint, den­ke ich nicht etwa an das schlech­te Deutsch­land­wet­ter, son­dern wün­sche mir, dass es bald hier wie­der bes­ser wird ....

Ein Abschnitt abge­schlos­sen dadurch, dass Rou­ti­ne einkehrt?

Ja, in gewis­ser Wei­se. Dazu noch die wegen des nahen­den Oster­fe­stes ein­strö­men­den Ein­hei­mi­schen auf die der Hund schreck­haft reagiert weil sie sehr plötz­lich sehr laut mit­ein­an­der umge­hen - alles im grü­nen Bereich, sie sind eben nur ein wenig impul­siv und die Laut­stär­ke stört Mensch & Hund.

Nach­dem ich nun ein wenig mehr ver­ste­he weiß ich: Kein Streit, nur Aus­druck von Leb­haf­tig­keit der Argu­men­ta­ti­on. Und doch - so mei­ne ich - auch wie­der ein abge­schlos­se­ner Abschnitt, denn die ver­än­der­te Wahr­neh­mung erzeugt ein ande­res Lebens­ge­fühl und führt sekun­där zu ver­än­der­tem Ver­hal­ten. Ich lebe mehr zurück­ge­zo­gen weil mich Lärm - gleich wel­cher Ursa­che - zuneh­mend ner­vös macht und stört.

Allen hier Lesen­den wün­sche ich einen guten Start in die Woche und ab und an Momen­te der Ruhe. Ach­ten Sie mal dar­auf. Lärm stört das Wohl­be­fin­den. Sehr. Ganz enorm.

bookmark_borderNeu & Alt

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Es wer­den seit meh­re­ren Jah­ren Befürch­tun­gen laut: Web­logs befän­den sich im Rück­gang - und das sei den soge­nann­ten "sozia­len Net­zen" geschuldet ....

Da bin ich - mit Ver­laub - ande­rer Meinung.

Zwar ist es rich­tig, dass die Zahl der 'ernst­haf­ten' Blogs sich bestän­dig redu­ziert hat, der Grund dafür liegt aber nach mei­ner Beob­ach­tung eher dar­in, dass die Betrei­ber nicht kon­se­quent ihre Linie ver­fol­gen, son­dern dar­auf schie­len, was das Publi­kum wohl wün­schen könn­te & dass sie ins­be­son­de­re kein Durch­hal­te­ver­mö­gen zei­gen. Da ich selbst gut zehn Jah­re blog­ge ken­ne ich noch die Blog­ger, die etwa zur glei­chen Zeit zu schrei­ben begon­nen haben:
Davon sind viel­leicht zwei Hän­de voll übrig .... der Rest ist zwi­schen­zeit­lich untergegangen.

Ein wei­te­rer Grund ist das Auf­kom­men von Fil­ter­sei­ten die wahl­los nach bestimm­ten Begrif­fen aus­sie­ben - da fällt schon mal eine Wort­kom­bi­na­ti­on oder ein Bezug auf eine geäch­te­te Songzei­le unter die gestren­gen Kri­te­ri­en der Fil­ter­pro­vi­der. Auch wenn anson­sten das Blog durch­aus 'kin­der­taug­lich' wäre.

Blog-"Erfinder" sind dem Schwund gegen­über genau­so rat­los wie die Nut­zer: Sie hül­len sich in Schwei­gen oder schrei­ben eupho­ri­sche Lobes­hym­nen - die mit der Wirk­lich­keit schon seit vie­len Jah­ren nichts gemein­sam haben. 

Der Trend geht immer in Rich­tung des Neu­en. Neu­er als Blogs sind face­book, twit­ter, Whats­App (letz­te­res wohl auch weil es kosten­gün­sti­ge­re Kom­mu­ni­ka­ti­on anbie­tet als z.B. sms oder telefonieren). 

Die Kurz­le­big­keit von Trends spie­gelt sich so in der Art und den Medi­en wider, die zur Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­wen­det wer­den. Kommt eine neue Form auf, so wird die­se die älte­ren über­win­den und damit den Zyklus erneut star­ten. Im Mar­ke­ting spricht man von "life cycle" eines Pro­duk­tes, das einer ganz durch­schnitt­li­chen Lebens­kur­ve folgt - und da scheint es mit den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men des Inter­nets Par­al­le­len zu geben. Min­de­stens. Denn auch Kom­mu­ni­ka­ti­on ist ein Pro­dukt, mit dem, wie leicht fest­zu­stel­len, viel, viel Geld ver­dient wer­den kann.

bookmark_border"Sich beweisen"

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Kürz­lich traf ich einen Motor­rad­fah­rer, eine 'Sor­te' Gesprächs­part­ner, mit der ich anson­sten eher sel­ten zu tun habe. Er war - nach eige­ner Aus­sa­ge - Mit­te 50. Vom Anse­hen her hät­te ich gut und gern noch zehn Jah­re drauf­ge­ge­ben. Aber selbst wenn das Alter stimm­te fra­ge ich mich:
Was treibt einen sol­chen Men­schen an
- wo doch Auto fah­ren viel beque­mer und siche­rer ist?

Es muß damit zu tun haben, dass gera­de in die­ser Alters­stu­fe Vie­le es 'noch­mal wis­sen wol­len', den Beweis erbrin­gen wol­len nicht alt oder gebrech­lich oder bei­des zu sein. Der Preis dafür ist hoch, das wuß­te ich nach dem kur­zen Gespräch ganz sicher.

Besag­ter Fah­rer zeig­te mir näm­lich - nach­dem er müh­sam sei­ne Leder­ho­se vom Fuß aus ein wenig hoch­ge­scho­ben hat­te - ein mit Titan und Stahl geschien­tes Bein und erklär­te, das sei schon ein 'Tri­but an die Fas­zi­na­ti­on der Geschwin­dig­keit' auf dem Motor­rad: Kom­pli­zier­ter Bruch nach einem Sturz bei teil­wei­se glat­ter Fahr­bahn durch eine Ölspur (die kaum zu erken­nen gewe­sen sei).

Bei einer höhe­ren Geschwin­dig­keit sol­che Unfall­quel­len auf der Fahr­bahn zu erken­nen stel­le ich mir tat­säch­lich schwie­rig vor.
Ein Grund mehr auf sol­che Eska­pa­den zu verzichten.

bookmark_borderWunsch & Wirklichkeit

Es ist schon eine son­der­ba­re Sache mit den Menschen:

Sie den­ken dar­über nach was gut und was schlecht ist - und dabei bleibt es mei­stens dann auch. Anstatt sich dar­an zu machen etwas zu ändern reden, und reden, und reden sie dar­über WAS sie stört und was geän­dert wer­den müß­te damit es 'bes­ser' wird.

Dabei ist es doch so ein­fach Ver­än­de­rung zu bewirken:
Man muß bei sich selbst anfangen!

Das erfor­dert aber etwas Auf­wand, mehr Auf­wand, als Vie­le zu lei­sten bereit sind. Also lie­ber nur über schlech­te Poli­tik reden und sich dar­über auf­re­gen anstatt zu handeln? 

Ich höre immer wie­der "Da sind wir sowie­so machtlos!"
- Falsch! Völ­lig falsch.

Wenn jeder in sei­ner Umge­bung etwas anders macht hat das schon Ein­fluß - aller­dings muß man sich dazu auf­raf­fen und in Kauf neh­men, dass es Men­schen in der Umge­bung gibt, die das so nicht gern haben. Weil es sie dazu zwingt Stel­lung zu beziehen.

Dann lie­ber "Wei­ter so!"
wegsehen,
aus Tra­di­ti­on alles so machen wie bisher,
wei­ter schimpfen,
und dar­auf war­ten, dass es schon irgend­je­mand, eines Tages, zum Bes­se­ren dre­hen wird.