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bookmark_borderDeniz Y. Dix

"X. hat nach Ende sei­nes Stu­di­ums erkannt, dass der Schul­dienst sei­ne aka­de­mi­sche Neu­gier nicht stil­len wer­de und such­te des­we­gen Her­aus­for­de­run­gen außer­halb die­ses Berufs­fel­des".

Es ist eine bekann­te und nicht ganz ehr­li­che Vor­ge­hens­wei­se, dass ein Lehr­amts­stu­di­um absol­viert wird, ohne das Ziel in den Schul­dienst zu gehen. Krea­tiv ver­brämt und *posi­tiv* aus­ge­drückt heißt es so wie im Ein­gangs­satz (oben, blau) dar­ge­stellt. Nicht ganz wahr, aber auch nicht ganz unwahr, Herr Dix kennt sich da aus, er hat dazu einen "Schnell­kurs" abge­hal­ten, der als Video auf­ge­zeich­net wur­de ["Crash­kurs Lügen­er­ken­nung"].

Will man beim Stu­di­um Auf­wand spa­ren, so ist die­ser Neben­weg über das Lehr­amts­stu­di­um ein pro­ba­tes Mit­tel, es win­ken meh­re­re Vor­tei­le als 'Beloh­nung':

- Zunächst wer­den in beson­ders für sie ein­ge­rich­te­ten Fächern Lehr­amts­stu­den­ten auf einem in den Schu­len benö­tig­tes Niveau unter­rich­tet. Das liegt fast immer unter dem, was die Haupt­fach­kom­mi­li­to­nen ler­nen müs­sen. "Stu­di­um light", bei gerin­ge­rem aka­de­mi­schen Anspruch hat der so Stu­die­ren­de noch einen Zeitgewinn.

- Die Bezeich­nung des stu­dier­ten Faches ist in der über­wie­gen­den Zahl der Fäl­le gleich. Lai­en wis­sen das häu­fig nicht, sie sehen nur die Bezeich­nung, ken­nen nicht den Unter­schied, und das bringt daher das glei­che Pre­sti­ge - bei gerin­ge­rem Auf­wand! Aus "Lehr­amt für Gym­na­si­en mit den Fächern Phi­lo­so­phie und Sozi­al­kun­de" wird dann "Lehr­amt Sozi­al­kun­de · Bil­dungs­wis­sen­schaf­ten · Lehr­amt Phi­lo­so­phie · (Trier)" und beim hpd wird dar­aus "Er stu­dier­te Poli­tik­wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie an der Uni­ver­si­tät Trier". 

 

Die son­der­ba­re Meta­mor­pho­se von "Sozi­al­kun­de" zu "Sozi­al­wis­sen­schaf­ten" zu "Poli­tik­wis­sen­schaf­ten" kann wahr­schein­lich nur Herr Dix erschöp­fend erklä­ren. Offi­zi­ell sind näm­lich bei­de Fächer völ­lig ver­schie­den nach Inhalt und Ausrichtung.


Die Stadt Frei­berg zu "Wich­ti­ge Per­sön­lich­kei­ten der Stadt"

Ich habe mir erst mal das "Werk" von Herrn Dix mit dem Titel "Besti flok­ku­rinn¹; Der Erfolg einer Sati­re­par­tei" [Stu­di­en­ar­beit aus dem Jahr 2014] bestellt. 13,99€ für 24 Sei­ten ist ein stol­zer Preis, ich soll­te viel­leicht mei­ne Diplom­ar­beit [> 80 Sei­ten, 800 Labor- und 600 Feld­ar­beits­stun­den; Dau­er 18 Mona­te] in ein Buch umwan­deln. Das wären umge­rech­net ca. 54,-€ pro Exem­plar, die noch den Vor­teil hät­ten, dass sie - nach­prüf­bar - das Wis­sen über die Ent­wick­lung von Amei­sen wäh­rend der Pup­pen­pha­se auf eine höhe­re Stu­fe geho­ben haben. 

Gro­ße Span­nung, ich wer­de das Werk des Herrn Dix stu­die­ren. Wie es Zufäl­le so an sich haben sind sie für die Einen ganz hilf­reich, den Ande­ren kom­men sie höchst unge­le­gen. Über Pla­gi­ats­fäl­le in der Wis­sen­schaft ist in den letz­ten Jah­ren so man­cher Möch­te­gern-Wis­sen­schaft­ler gestol­pert und am Ende war die erlo­ge­ne Repu­ta­ti­on per­dü! Mal sehen, wie es um das Polit-Werk tat­säch­lich steht und ob es einer gründ­li­chen Prü­fung stand­hält. Wenn Alles schief läuft und es weder mit phi­lo­so­phi­schen Tex­ten noch mit Lehr­amt läuft hat Herr Dix ja noch das *fall-back* als Poli­ti­ker in der Sati­re-Par­tei "Die Partei" ...

In einem jüngst ver­öf­fent­lich­tem Arti­kel beim hpd ver­tritt Herr Dix - nicht ganz unum­strit­ten, wie die Dis­kus­si­on zeigt - eini­ge The­sen zur Wahr­neh­mung der Phi­lo­so­phie, genauer:
Zur fal­schen Inter­pre­ta­ti­on des­sen, was eini­ge wich­ti­ge Phi­lo­so­phen gesagt bzw. was sie - Dix' Mei­nung nach hat­ten sagen wol­len. Voll Beschei­den­heit schob er spä­ter ein er habe nur den aktu­el­len Stand der Kennt­nis­se refe­riert. Aha, dann ist ja alles in But­ter, es sind *Ande­re* die in Zwei­fels­fäl­len den schwar­zen Peter haben ....

Was in den Gei­stes­wis­sen­schaf­ten [Zitat: ".. .."] unter Klar­heit ver­stan­den wird demon­striert sehr schön das nach­fol­gen­de Bild­zi­tat in dem Herr Dix auf eine Leser­fra­ge ant­wor­tet - mög­li­cher­wei­se erken­ne Sie, lie­be Lesen­de, was er eigent­lich sagen wollte ...?

Nun möch­te ich noch eine Abbil­dung anfü­gen, die sehr ele­gant zusam­men­fasst wie die obi­gen Ein­las­sun­gen des Herrn Dix zu Sin­ger aus mei­ner Sicht ein­zu­ord­nen sind:

¹ Besti flok­ku­rinn ist Islän­disch, es bedeu­tet "The best par­ty", zu Deutsch "Die beste Partei" → 
Wei­te­re Quellen:
https://de-de.facebook.com/denizdix
https://dubito-magazin.de/author/deniz-y-dix/
http://vereins.wikia.com/wiki/Freiberg
Bild Deniz Y. Dix → CC-BY-SA-4.0; 12. April 2016; Source www.partei-rlp.de; Aut­hor Isa­bel­la Zühlke.

bookmark_borderOffener Brief an einen jungen Redakteur¹

"Ver­eint sind auch die Schwa­chen mächtig!"
"Fünf Fin­ger sind eine Faust!"
"Macht kaputt was euch kaputt macht!"

- all das hat irgend­wo auf der Welt den ver­meint­lich 'Schwa­chen' Mut gemacht & gehol­fen etwas zu verändern.

Hal­lo & guten Tag,

ich neh­me gern die Mög­lich­keit wahr auf ein paar Din­ge hin­zu­wei­sen und durch Fra­gen auf Män­gel in unse­rem Staa­te auf­merk­sam zu machen.

War­um sind wohl in den Schu­len seit den sech­zi­ger Jah­ren die Stun­den für Natur­wis­sen­schaf­ten, Geschich­te, Sozi­al­kun­de immer wei­ter zurück gefah­ren wor­den - wäh­rend Reli­gi­on noch immer auf den Stun­den­plä­nen steht? War­um gibt es kei­ne Unter­rich­te zu Ver­trags­ab­schlüs­sen (Kauf-, Arbeits-, Miet-, Lea­sing-), zu Bewer­bung und (neu­tral!) zu Geld & zum Haushalten?

Weil bes­se­re, brei­te­re Infor­ma­ti­on denen die Sup­pe ver­salzt, die mit der Unwis­sen­heit Geld verdienen.

War­um ist die Poli­tik nun bestrebt jun­gen Leu­ten das Inter­net in der bekann­ten Form weg­zu­neh­men (Netz­neu­tra­li­tät / Axel Voss, CDU, Lei­stungs­schutz­recht EU) und es weni­gen Play­ern zuzuspielen?

Weil viel­fäl­ti­ge Mei­nun­gen ande­re zum Den­ken anre­gen und die Mäch­ti­gen die Deu­tungs­ho­heit (sie­he Fern­se­hen, Rund­funk, 5 Groß­ver­la­ge in "D") ver­lie­ren und weil sie das erkannt haben unter­neh­men sie euro­pa­weit alles, was nur mög­lich ist es zu unter­bin­den bzw. zu unterlaufen.

Lin­ke Poli­tik ist immer schlech­ter dran als rech­te, deren Paro­len man leicht nach­plap­pern & dann auf Demos brül­len kann - weil für lin­ke Poli­tik die Men­schen ver­ste­hen müs­sen was ihnen die Mäch­ti­gen weg­neh­men, und zwar gegen deren Pro­pa­gan­da­ap­pa­rat. Sie müs­sen erken­nen, dass nicht der Spatz in der Hand das erstre­bens­wer­te Ziel ist, wie ihnen durch Sprich­wor­te ein­ge­bläut wird, son­dern die Tau­be auf dem Dach!

.... und auch ihr (set­ze: online Publi­ka­tio­nen) macht mit, wenn ihr "face­book" oder "whats­app" usw. damit 'adelt', dass ihr dahin ver­weist und dort etwas nie­der­legt. Weil sol­che *sozia­len Dien­ste* total unso­zi­al und Teil der *Kana­li­sie­rung von Mas­sen­un­mut* in eine den Mäch­ti­gen geneh­me Rich­tung sind. Wer bei denen dad­delt & schwa­felt kommt nicht auf die Idee Revo­lu­ti­on zu machen.

¹
Die­sen Brief habe ich an einen jun­gen Redak­teur geschickt, der gera­de zur Wirk­sam­keit von Schü­ler­pro­te­sten Infor­ma­tio­nen sam­melt- weil ich den­ke, dass man hier eine Stu­fe vor­her anfan­gen muss zu boh­ren um der Wahr­heit auf die Spur zu kommen.

OT/
Wie zu erken­nen ist, hat die Rekon­struk­ti­on des Betriebs­sy­stems - bis auf Klei­nig­kei­ten - geklappt und die Inter­net­ver­bin­dung läuft einst­wei­len über LAN-Kabel - wir pas­sen auf nicht dar­über zu stolpern ....
 

bookmark_bordertwoday abgeschaltet ...!

Wir haben Twoday.net wie­der abge­dreht" so lau­tet die Über­schrift der Mit­tei­lung über das nun wohl end­gül­ti­ge Ende der Platt­form "Two­day" nach immer­hin 15 Jah­ren Laufzeit.

Wenn es im Text [von Tobi] heißt: " .. Ich bin selbst etwas bestürzt, über die Ansprü­che, die sich da bei eini­gen Two­day-Nut­ze­rin­nen her­aus­le­sen las­sen .." - dann wird klar: Hier ist kei­ne objek­ti­ve Hal­tung zur Sache zu erwar­ten, denn "her­aus­le­sen" ist kei­ne neu­tra­le Haltung. 

Nicht die Boten sind hier *schuld* an irgend­et­was, sie wei­sen ledig­lich auf eine dro­hen­de Gefahr hin - und anstatt dafür dank­bar zu sein auf die­se Gefahr hin­ge­wie­sen wor­den zu sein wird nun auf die War­nen­den ein­ge­dro­schen. Ver­kehr­te Welt.

Selbst nach mehr­fa­chem lesen der Tex­te habe ich nichts gefun­den, dass als "Ansprü­che" zu inter­pre­tie­ren wäre - mir scheint, hier wer­den Socken­pup­pen auf­ge­baut damit man sich spä­ter dar­auf beru­fen kann wenn bei "two­day" end­gül­tig 'dicht gemacht' wird.

[Eine Lösung zum Erhalt der Blogs von vor­ma­li­gen two­day-Nut­zern könn­te sein die­sen anzu­bie­ten sich bei ant­ville zu regi­strie­ren? Dann hät­ten sie ein neu­es, ver­schlüs­sel­tes Pass­wort und dem Gesetz wäre Genü­ge getan. Gleich­zei­tig wären die sowie­so ver­wai­sten Blogs vom Netz verschwunden ....]

Es bleibt spannend.
Ein Janu­ar, an den sich Vie­le erin­nern werden!

[Sie­he auch → https://t.co/KtoFsx6YHz]

bookmark_borderWer hat's erfunden?


[Quel­le]

Über­set­zung:


... im Ver­gleich dazu scheint das öffent­li­che Schul­sy­stem der Ver­ei­nig­ten Staa­ten (eine Idee, die übri­gens wir erfun­den haben) außer­or­dent­lich kleinlich ... 

Als ich die­se Aus­sa­ge las dach­te ich "Das kann so nicht rich­tig sein - das ist bestimmt wie­der so eine hoch­tra­ben­de ame­ri­ka­ni­sche Aus­sa­ge, die jeder Wahr­heit entbehrt!" 

Was in sol­chen Fäl­len hilft ist, sich schlau zu machen und nach den Anfän­gen des "Öffent­li­chen Schul­sy­stems" zu suchen. Gefun­den habe ich zuerst eine Zusam­men­stel­lung zu den Schu­len die vor dem Jahr 1500 nach­weis­lich vor­han­den waren und dann vie­le der danach begrün­de­ten Schulen.

Dann stieß ich auf einen Arti­kel beim Deutsch­land­funk, der unter dem Titel "300 Jah­re Schul­pflicht; Bil­dungs­hi­sto­ri­ker: Schu­le muss sich selbst neu erfin­den kön­nen" die Ereig­nis­se von 1717 [Erstes Friedrich'sches Dekret zur Unter­richts­pflicht¹], 1763 [Gene­ralland­schul­re­gle­ment] und 1794 [All­ge­mei­nes Land­recht für die Preu­ßi­schen Staa­ten²] in einer Dis­kus­si­on darstellt.

Doch das preu­ßi­sche Bil­dungs­re­gle­ment stand nicht ganz am Anfang, "Die Zeit" ord­net es - nach Erfor­schung meh­re­rer Quel­len - eher ein hal­bes Jahr­hun­dert frü­her im Jah­re 1657 ein:

Ein all­ge­mei­nes Schul­recht, ver­bun­den mit einer Schul­pflicht für alle Kin­der, scheint end­gül­tig ab 1874 bestan­den zu haben³.

Dage­gen ste­hen die Daten aus der Kolo­nia­li­sie­rung der U.S.A.:
1607 Jame­stown Colony
1620 Besie­de­lung durch die "Pil­ger­vä­ter"
1776 Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung; Grün­dung der Ver­ei­nig­ten Staaten
17871788 Verfassung
18041806 Lewis-und-Clark-Expe­di­ti­on von
1842 Land­nah­men durch Sied­ler auf den Trecks nach Westen
1861 – 1865 Bürgerkrieg

Abge­se­hen davon, dass es ein umfas­sen­des, all­ge­mei­nes Schul­recht für Preu­ßen erst im Jahr 1794 gege­ben hat, waren doch schon seit min­de­stens dem Jah­re 1500 höhe­re Bil­dungs­an­stal­ten in Deutsch­land flä­chen­deckend vor­han­den. Das war etwa die Zeit, in der Ame­ri­ka gera­de ent­deckt wur­de [Okto­ber 1492]. 

Es scheint zudem vor dem Hin­ter­grund der Geschich­te der U.S.A. [sie­he aus­zugs­wei­se Zeit­ta­fel oben] wenig wahr­schein­lich, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten das Schul­sy­stem "erfun­den" haben als sie noch dabei waren den Westen zu besie­deln, und als es noch weni­ger als 35 Staa­ten in die­sem Land gab. Die Auf­nah­me von Ter­ri­to­ri­en in den Ver­bund setz­te sich über­wie­gend bis 1846, teil­wei­se noch ins 20. Jahr­hun­dert fort.

Ich habe trotz inten­si­ver Suche kei­nen Beweis dafür gefun­den, dass das Schul­sy­stem für Alle [All­ge­mei­ne Schul­pflicht] in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka *erfun­den* wur­de. Inso­weit hat sich mein erster Gedan­ke zu dem Zitat ganz oben auf die­ser Sei­te bestä­tigt. Soll­ten Sie, lie­be Lesen­de, dazu etwas wis­sen, so bit­te ich um Mit­tei­lung um hier even­tu­el­le Kor­rek­tu­ren vor­neh­men zu können. 

Dan­ke!

¹

²

³

Zita­te aus Leser­kom­men­ta­ren zu Arti­kel in der "Washing­ton Post":
1.
Hey, may­be our kids would bet­ter be able to make fri­ends if they were edu­ca­ted enough to be able to car­ry on a con­ver­sa­ti­on about some­thing bes­i­des styl­es and drugs and phones.

2.
Die­ses Zitat spielt dar­auf an, dass es eine zuneh­men­de Zer­split­te­rung des Schul­sy­stems gibt, die teil­wei­se aus reli­giö­sen Krei­sen her­vor­ge­ru­fen wur­de, da dem all­ge­mei­nen Schul­sy­stem unter­stellt wird es *bekämp­fe* den Glau­ben bzw. neh­me nicht die reli­giö­sen Stand­punk­te (Bei­spiel: Evo­lu­ti­on vs. Schöp­fungs­ge­schich­te) aus­rei­chend ernst.

Ein wei­te­res Zitat:

Inter­na­tio­na­ler Ver­gleich und Kritik
Im Ver­gleich zu ande­ren ent­wickel­ten Staa­ten errei­chen die Fähig­kei­ten der Schü­ler und Absol­ven­ten oft nur unter­durch­schnitt­li­che Lei­stun­gen. In den PISA der OECD beleg­ten 2003 in Mathe­ma­tik 15-jäh­ri­ge den 24. Platz, in Natur­wis­sen­schaf­ten den 19. Platz, in Lesen den 12. Platz und in Pro­blem­lö­sungs­fä­hig­kei­ten den 26. Platz. Teil­ge­nom­men an der Stu­die hat­ten 38 Staa­ten. Bei­na­he jeder drit­te Ame­ri­ka­ner ver­lässt die Schu­le ohne Abschluss.[2] Vie­le Wirt­schafts­füh­rer haben dahin­ge­hend Beden­ken geäu­ßert, dass die Qua­li­tät des US-Bil­dungs­sy­stems in sei­ner Gesamt­heit unter einem akzep­ta­blen Niveau liegt.

Sie­he dazu noch
Eine Fra­ge des Gel­des?; Das Bil­dungs­sy­stem der USA

bookmark_borderImmer mehr "Plastikmenschen"

Da wer­den Sie aber gestaunt haben, lie­be Lesen­de, als Sie das Wort: "Pla­stik­men­schen" lasen.

Ich fin­de ein "Pla­stik­mensch" ist der Inbe­griff abso­lu­ter Rein­heit. Damit mei­ne ich sol­che Men­schen ohne Laster, Schwä­chen - und Mensch­lich­keit .... die bestehen natür­lich über­wie­gend nicht aus Pla­stik, son­dern aus Metal­len. Mit­tels KI, der künst­li­chen Intel­li­genz, sind For­scher dabei sol­che rei­nen, schie­ren Figu­ren zu schaf­fen. Sie wer­den dank ihrer Ober­flä­chen­be­schaf­fen­heit schon äußer­lich das dar­stel­len was sie durch ihre Elek­tro­nik sind, über­le­gen ihrem Vor­bild Mensch in meh­rer­lei Hinsicht:

- Fast unzer­stör­bar durch Spe­zi­al­ober­flä­che und beson­de­re Legierungen;
- Resi­stent gegen vie­ler­lei Umwelteinflüsse;
- Kraft­prot­ze, mit­tels Ser­vo-unter­stütz­ter Bewegungselemente.

- Schließ­lich ihre größ­te Stär­ke, ihr elek­tro­ni­sches Gehirn, viel­fach schnel­ler als das jedes Men­schen, und sta­bil in der Erin­ne­rung, durch draht­lo­se Anbin­dung an ein Zen­tral­ge­hirn mit schier end­lo­sem Wis­sen und simul­ta­nen Infor­ma­tio­nen zu Zustän­den von über­all her prak­tisch allwissend.

Kei­ne Laster, kei­ne Ver­su­chung, kei­ne Schwä­chen
--- und kein Fun­ke "Mensch­lich­keit".

["click!" auf das Robo­ter-Bild ver­grö­ßert]

Mir scheint, es besteht drin­gen­der Hand­lungs­be­darf fest­zu­le­gen, was sol­che Wesen, die Pla­stik­men­schen, tun dür­fen und was nicht. Wer die Ein­hal­tung der Gren­zen ihrer Mög­lich­kei­ten kon­trol­liert und sicher­stellt, dass sie sich nicht gegen ihre - wenig per­fek­ten - Erbau­er wenden.

Ale­xa & Siri
Sca­ry Things Ale­xa & Siri Say Are Cau­se For Concern

Elek­tro­ni­sches Kän­gu­ru

bookmark_borderEhrlich sein & trotzdem irreleiten - geht das?

Wir haben nicht ver­spro­chen, dass die Mehr­hei­ten die Aus­wahl erge­ben wer­den und wir haben in der Tat betont, dass wir Redak­teu­re sind, die um Hand­lungs­emp­feh­lung bit­ten, nicht Kell­ner, die Bestel­lun­gen ent­ge­gen neh­men.
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We didn’t pro­mi­se that num­bers would make the choices and, in fact, were careful to empha­si­ze that we were edi­tors loo­king for gui­dance, not wai­ters taking orders.
[Quel­le]
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Vor ein paar Tagen habe ich die oben zitier­ten Zei­len gele­sen und mir gedacht: Wozu denn dann eine Umfra­ge, wenn die Ver­ant­wort­li­chen am Ende doch das machen was sie selbst für rich­tig halten?

Als ich dann ein wenig län­ger dar­über nach­ge­dacht habe kamen mir eini­ge Bei­spie­le in den Sinn wo wir - in ganz ande­rem Zusam­men­hang - mit genau die­ser Metho­de für dumm ver­kauft wer­den. Wo uns also vor­ge­gau­kelt wird wir könnten 

*uns ein­brin­gen*,
*mit entscheiden*,
*etwas bewegen*,

und wie sonst all die­se Sprach­hül­sen lau­ten. Alle­samt sagen sie zwar etwas Posi­ti­ves, sind jedoch zugleich der Beweis dafür, dass, wer auch immer eine sol­che Befra­gung ver­an­stal­tet, die Ein­sen­dun­gen ledig­lich als Ali­bi haben will, um sagen zu kön­nen: "Wir haben den Betrof­fe­nen Gele­gen­heit gege­ben sich mit dem The­ma zu befas­sen und uns dazu eine Rück­mel­dung zu geben." - So oder ähn­lich lau­ten doch stets die Beteue­run­gen, die lästi­ge Fra­gen nach der Betei­li­gung, der Ein­bin­dung der Betrof­fe­nen abbü­geln sollen.

Wir soll­ten uns für das neue Jahr vor­neh­men bei sol­chen Gele­gen­hei­ten die Betref­fen­den nicht unge­scho­ren davon­kom­men zu las­sen, son­dern ihnen deut­lich machen, dass sie mit die­ser stump­fen Rhe­to­rik­schlei­fe nicht punk­ten kön­nen. Manch­mal sind sie ein­fach nur zu *betriebs­blind* um zu erken­nen, was sie da eigent­lich tun.

bookmark_borderWieso, weshalb, warum ....
oder: Die Kunst der Ablenkung

War­um, so fragt man sich, wird denn das The­ma "Aus­län­der" immer wie­der in den Talk­shows, in den Polit­ma­ga­zi­nen und in der Pres­se der­art breit behandelt? 

Wenn die Auf­merk­sam­keit nicht auf der Ein­wan­de­rung und ihren Fol­gen läge, wor­über müß­te dann berich­tet werden?
Wer hat ein Inter­es­se dar­an die Bevöl­ke­rung in stän­di­ger Angst vor Ver­bre­chen zu halten?

statt-linie

Wäre es nicht viel wich­ti­ger dar­über zu berich­ten, dass eine klei­ne Zahl von Men­schen in die­sem Land den über­wie­gen­den Teil des Reich­tums besitzt, und die­ser Reich­tum durch eine im Schwer­punkt fal­sche Fis­kal­po­li­tik zustan­de gekom­men ist und noch zustan­de kommt? Dass mehr Geld durch das Jon­glie­ren von Geld oder fik­ti­vem Geld (unver­steu­ert) ver­dient wer­den kann als mit Arbeit?

Wäre es nicht viel wich­ti­ger die regie­rungs­be­tei­lig­ten Par­tei­en zu fra­gen war­um es immer noch kein Ende der unbe­grün­det befri­ste­ten Arbeits­ver­hält­nis­se gibt und Berufs­ein­stei­gern eine Lebens­pla­nung dadurch erschwert wird, dass sie über Jahr­zehn­te nicht wis­sen wovon sie ihren Unter­halt im näch­sten Jahr bestrei­ten sollen?

Wäre es nicht viel wich­ti­ger zu erfah­ren war­um unse­re hoch bezahl­ten Par­la­men­ta­ri­er - mit Aus­nah­me der Lin­ken - sich von allen mög­li­chen Inter­es­sen­grup­pen in Neben­be­schäf­ti­gung bezah­len las­sen, wobei das oft um ein mehr­fa­ches ihre Abge­ord­ne­ten­be­zü­ge über­steigt? Und wäre es in die­sem Zusam­men­hang nicht eben­so wich­tig die Fra­ge zu stel­len war­um sol­che *Zuwen­dun­gen* nicht Bestechung genannt wer­den, wo sie doch Amts­trä­ger dazu brin­gen sol­len zugun­sten von Fir­men oder Dienst­lei­stern die Gesetz­ge­bung zu manipulieren?

Wäre es nicht sinn­voll dar­über zu reden wie­so wir nicht in der EU demo­kra­ti­sche Regeln haben kön­nen, weil der­zeit bedau­er­li­cher­wei­se das Par­la­ment nur die Maß­nah­men der nicht demo­kra­tisch gewähl­ten EU-Büro­kra­tie und des Mini­ster­ra­tes abnicken darf?

Wäre es nicht wich­tig die Rol­le der USA als "Welt­po­li­zei" und "Füh­rungs­macht der frei­en Welt" poli­tisch in Fra­ge zu stel­len, ins­be­son­de­re wenn man sich ansieht wel­che Kaprio­len der der­zei­ti­ge Prä­si­dent schlägt und wie das Land zum Poli­zei- und Über­wa­chungs­staat ver­kom­men ist?

Wäre es wei­ter nicht wich­ti­ger zu fra­gen war­um deut­sche Sol­da­ten über­all auf der Welt ein­ge­setzt wer­den obwohl dort weder (deut­sche) wirt­schaft­li­che noch natio­na­le Inter­es­sen gefähr­det sind?

Sie sehen, lie­be Lesen­de, hier tut sich eine Fül­le von Fel­dern auf die in den Medi­en behan­delt wer­den könn­ten .... und dafür ist eben dadurch kei­ne Zeit, weil wir über Aus­län­der, 2% der Bevöl­ke­rung (!) Tag für Tag 'unter­rich­tet' wer­den. Oder dar­über, was irgend­wo auf der Welt gera­de an Erd­be­ben, Tsu­na­mi, oder son­sti­ger Kata­stro­phe pas­siert, wovon hier­zu­lan­de nie­mand in irgend­ei­ner Wei­se betrof­fen ist.

Wir wer­den am Nasen­ring geführt, so wie Stie­re, die sich ihrer Macht nicht bewußt sind. 

bookmark_borderCDU

Die Christ­lich Demo­kra­ti­sche Union Deutsch­lands
- so heißt die Par­tei. Seit vie­len Jahr­zehn­ten. Wel­ches beschrei­ben­de Adjek­tiv steht voran?

Ist der Wider­spruch in die­sem Namen offen­bar? Ja. Nur scheint sich nie­mand dar­an zu stören!

Kir­chen¹ (nicht nur die christ­li­chen) ver­lan­gen abso­lu­te Unter­wer­fung².
Demo­kra­tie³ ver­langt kei­ner­lei Insti­tu­ti­on oder Auto­ri­tät als gege­ben hin zu nehmen.

Und wie wur­de der Wider­spruch im Ver­lauf der Par­tei­ge­schich­te gelöst? Dadurch, dass man der Kir­che und den Geld­ge­bern den Weg berei­te­te. Dadurch, dass es bis heu­te kei­ne ver­fas­sungs­mä­ßig vor­ge­schrie­be­ne "Tren­nung von Kir­che und Staat" gibt.

Im Abso­lu­tis­mus, zuletzt in der Kai­ser­zeit, waren die Bür­ger dem Adel unter­tan. Heu­te sind sie den Begehr­lich­kei­ten und der Gier von Geld­leu­ten und Kir­chen unter­wor­fen, die ihre Macht via Regie­rung der Repu­blik aus­üben. Eine frü­he­re, ver­rot­te­te Éli­te gegen eine noch Schlim­me­re, da nicht ein­mal mehr per­so­nal zu fassen.

Trotz­dem wähnt sich der "deut­sche Michel" gut aufgehoben.

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¹
In der Bibel als "Hei­li­ge Schrift" wird der nor­ma­ti­ve Anspruch für die Reli­gi­ons­aus­übung des Chri­sten­tums begründet. 

²
Es wird zwar behaup­tet, die nicht-katho­li­schen christ­li­chen Rich­tun­gen ver­zich­te­ten auf den Abso­lut­heits­an­spruch, was aller­dings durch die kirch­li­che Pra­xis als wider­legt gel­ten muss.

³
Demo­kra­tie (‚Herr­schaft des Staats­vol­kes‘) bezeich­net heu­te Herr­schafts­for­men, poli­ti­sche Ord­nun­gen oder poli­ti­sche Syste­me, in denen Macht und Regie­rung vom Volk ausgehen.

bookmark_borderDATIFIZIERUNG
*update* [26.11.2018]

 

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Das Wort "DATIFIZIERUNG" schla­ge ich als Begriff für die völ­li­ge Erfas­sung des Lebens / der Lebens­äu­ße­run­gen einer Per­son auf die­sem Pla­ne­ten durch elek­tro­ni­sche Medi­en vor ....
Kann man sowas 'schüt­zen' lassen?
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OK, nach­dem nun fünf Jah­re lang nie­mand Anspruch auf das Wort erho­ben hat erklä­re ich der Urhe­ber des Wor­tes "DATIFIZIERUNG" zu sein und alle Rech­te dar­an zu halten.
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Erst­ver­öf­fent­li­chung: 11. Mrz 2013 um 21:34h

bookmark_borderEin Leben lang (nachweislich) belogen - und nun?

Seit ich den­ken kann habe ich als Kind und Her­an­wach­sen­der, als Stu­dent und wäh­rend all der Jah­re im Beruf, also mein gan­zes Leben lang, immer von unse­ren Poli­ti­kern gehört:
Der Feind steht im Osten und will uns annek­tie­ren, die Ame­ri­ka­ner sind in Deutsch­land sta­tio­niert und lagern hier ihre Atom­waf­fen weil sie uns beschützen.

Zitat¹

" .. we the popu­la­ti­on under­s­tood, that the­re was a mis­sile gap. We were told. That the Rus­si­ans had some­thing bet­ween 40 and 60 inter­con­ti­nen­tal bal­li­stic mis­siles which they could eit­her first strike or second strike the United States. .. "

Die angeb­li­che Gefahr war eine bewuß­te Lüge der Amerikaner.

Wie jetzt bekannt wur­de² hat­te die vor­ma­li­ge UDSSR zu Zei­ten John F. Ken­ne­dys und Niki­ta Ser­ge­je­witsch Chruscht­schows genau vier (4!) ICBM [Inter­kon­ti­nen­ta­le bal­li­sti­sche Raketen].

Die US Luft­waf­fe woll­te dar­auf hin - unter Ver­leug­nung der tat­säch­lich äußerst gerin­ge­nen Gefahr - 1.600 Minu­teman Rake­ten pro­du­ziert haben, wäh­rend Mari­ne und Armee 1.000 Rake­ten für aus­rei­chend erachteten.

War­um wur­de das nicht rich­tig gestellt und die Bevöl­ke­run­gen im west­li­chen Lager über die tat­säch­li­che Lage informiert?
Die Pro­duk­ti­on und Lage­rung so vie­ler Rake­ten war ein wah­res "Kon­junk­tur­pro­gramm" für vie­le Bran­chen in den USA, inclu­si­ve der Gewer­ke, die die Bun­ker und Tech­nik für die Rake­ten­si­los - breit ver­teilt im Lan­de und so för­der­lich für vie­le Staa­ten - produzierten.

Vor die­sem Hin­ter­grund wird nun auch klar, dass der Tod von Prä­si­dent Ken­ne­dy durch ein Atten­tat kein Zufall gewe­sen ist, son­dern dass dahin­ter Kräf­te stan­den, die ein Inter­es­se dar­an hat­ten den "Kal­ten Krieg" - und damit das Wett­rü­sten - in Gang zu hal­ten. Dage­gen hat­te sich Ken­ne­dy aus­ge­spro­chen und war der Auf­fas­sung, es sei, ins­be­son­de­re nach dem Ein­len­ken der UDSSR in der Kuba­kri­se, eine gute Chan­ce das Wett­rü­sten zu been­den und die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel zivi­len Zwecken zuzuführen.

Durch die Ver­schleie­rung und Ver­tu­schung der sehr viel gerin­ge­ren Gefahr (die angeb­lich durch das Mili­tär und den Rüstungs­be­stand der UDSSR vor­han­den sein soll­te), konn­te die Kriegs­ma­schi­ne­rie in den USA wei­ter ange­kur­belt wer­den - und das über­pro­du­zier­te nicht-ato­ma­re Kon­tin­gent wur­de in einer ersten Stu­fe dann im (von den USA pro­vo­zier­ten) Viet­nam­krieg vernichtet.

Seit­her sehen wir rund um die Welt immer wie­der Ein­grif­fe der USA mit­tels ihrer Geheim­dien­ste und NGOs in vie­len Län­dern der Erde. Es wer­den klei­ne bis gro­ße regio­na­le Gefech­te geführt, immer mit Lie­fe­run­gen von Waf­fen an die Kon­flikt­be­tei­lig­ten beglei­tet. So wird die Pro­duk­ti­on von Waf­fen, Muni­ti­on und Gerät (nicht nur in den USA) erhal­ten. Denn so lan­ge gekämpft wird brau­chen die Kämp­fer Waf­fen - und es fließt Geld in die Kas­sen der Produzenten.

Wenn man die Dimen­si­on des Betru­ges, der Lügen und Fäl­schun­gen der Geschich­te erkennt, so wird deut­lich, dass Natio­nen die der­glei­chen initi­ie­ren vor nichts zurück schrecken, sie sind bar jeg­li­chen mora­li­schen oder huma­ni­sti­schen Gewissens.

Das sind die wirk­li­chen
"Schur­ken­staa­ten"
auf unse­rem Planeten.


¹ QUELLE: Dani­el Ellsberg: The Cold War Was Based on a Lie 
² TRANSCRIPT; VIDEO: you­tube
 

bookmark_borderWas mir kürzlich auffiel ....

Es gibt nur weib­li­che Kas­sie­rer, also "Kas­sie­re­rin­nen".
Natür­lich nicht über­all, aber doch überwiegend.
Min­de­stens da, wo ich nor­ma­ler­wei­se einkaufe.
Bei "freß­napf" habe ich schon Män­ner an der Kas­se gesehen.

Aber sonst?

Gibt es bei den gro­ßen Lebens­mit­tel- Dro­ge­rie- und Heim­wer­ker­ket­ten kei­ne Män­ner an den Kassen?

Sehen Sie das anders?
Und wenn nicht, war­um ist das wohl so?

bookmark_borderWas will uns der ❞Dichter❝ sagen?

Im heu­ti­gen *news­let­ter* von cor­rec­tiv / Wir für NRW / Die wich­tig­sten Geschich­ten aus NRW, den ich bekom­me und des­sen Redak­ti­on ich als Abon­nent mit einer monat­li­chen Zah­lung unter­stüt­ze, ist - wie stets - am Ende die Rubrik "Wuss­test du ..." von der ich die Abbil­dung hier ganz oben rein­ge­setzt habe.

Durch die gel­be Mar­kie­rung und den Pfeil möch­te ich ihr Augen­merk, lie­be Lesen­de, auf die Zei­le len­ken die lautet:
" .. Wuss­test Du, obwohl seit über 56 Jah­ren Tür­ken in Deutsch­land leben, gab es bis heu­te kei­nen ein­zi­gen tür­kisch­stäm­mi­gen Mini­ster in der Bundesregierung .. "

Mei­ne erste Regung war, hier ein­fach zu antworten:
"Na und? Es gab ja auch noch kei­nen ita­lie­nisch~ oder spa­nisch~ oder grie­chisch­stäm­mi­gen Minister ..."

Als Zwei­tes dach­te ich:
"Wie vie­le deutsch­stäm­mi­ge Mini­ster gibt es eigent­lich in der Tür­kei?" - denn es gibt schon eine gro­ße Zahl von in der Tür­kei leben­den Deutschstämmigen.

Mein drit­ter Gedan­ke war:
Da ist es wie­der, die­ses belei­digt-betrof­fe­ne Selbst­mit­leid, das ich schon öfter von tür­kisch­stäm­mi­gen Men­schen gehört habe, völ­lig unre­flek­tiert, und ohne den gering­sten Zwei­fel, dass alles Unge­mach stets die Schuld ande­rer ist und nie selbst verursacht. 

Weder die eine, noch die ande­ren Ant­wor­ten sind hin­rei­chend und ange­mes­sen um sich dem dar­ge­stell­ten Man­gel - so er denn einer ist - zu stel­len und auf Abhil­fe zu sin­nen. In dem gelb mar­kier­ten Satz steckt Spreng­stoff, in meh­rerer­lei Hinsicht.

Sach­lich zer­legt erge­ben sich fol­gen­de Vor­wür­fe:

  1. 1.
    Obwohl Tür­ken so lan­ge schon in Deutsch­land leben sind sie nicht völ­lig inter­griert bzw. sind ausgegrenzt.
  2. 2.
    Die lang­jäh­ri­ge Anwe­sen­heit von tür­kisch­stäm­mi­gen Men­schen hat nicht zu einer adäqua­ten Reprä­sen­ta­ti­on in der Poli­tik der BRD geführt.
  3. 3.
    Zwi­schen den Zei­len steht der Vor­wurf: Man will uns hier nicht haben, wir haben kei­ne Rech­te - weil wir anders sind.

Zu 1.
Vie­le tür­ki­sche Män­ner und Frau­en kamen & kom­men hier­her ohne je die Lan­des­spra­che gelernt zu haben oder spä­ter zu ler­nen. Daher besteht ein Man­gel an öffent­li­cher Sicht­bar­keit und Inter­ak­ti­on mit Ein­hei­mi­schen, die zwangs­wei­se Selbst-Abschot­tung gegen­über dem All­tags­le­ben in Deutsch­land. Betrof­fen sind vor allem Frau­en und Mäd­chen. Die kon­ser­va­ti­ve Reli­gi­ons­aus­übung und Grund­ein­stel­lung einer män­ner­do­mi­nier­ten Gesell­schaft ver­hin­dern mas­siv eine Annä­he­rung an die Gepflo­gen­hei­ten im Lande. 

Dadurch sind ca. 50% der tür­kisch­stämm­gen Men­schen - eben Frau­en und Mäd­chen - nicht aus­rei­chend integriert.
Dafür sind die Zuge­wan­der­ten selbst ver­ant­wort­lich, nicht das Gast­land. Sofern es sich um bereits hier gebo­re­ne Per­so­nen han­delt gilt dies um so mehr, wenn alte Gepflo­gen­hei­ten aus der Tür­kei nicht modi­fi­ziert oder abge­legt werden.

Sich gegen­über der Gesell­schaft des Gast­lan­des abzu­schot­ten und Kon­tak­te zu ver­mei­den, gar zu unter­bin­den, wird nicht zu erfolg­rei­cher Inte­gra­ti­on füh­ren. Wie allent­hal­ben zu beob­ach­ten ist. 

Hier müs­sen sich die Tür­ken selbst fra­gen was die­sen Zustand ändern könnte. 

Zu 2.
Poli­ti­sche Ämter wer­den nicht nach Natio­na­li­tät zuge­wie­sen, obwohl es da natür­lich in man­chen Lebens­be­rei­chen Quo­ten­re­ge­lun­gen gibt, etwa die Reprä­sen­tanz von Dänen in Schles­wig-Hol­stein oder Son­der­rech­te der Sor­ben aus dem Spreewald.

Ganz all­ge­mein gilt für die Politik:
Wer sich enga­gie­ren will muß das mit­tels einer Par­tei­mit­glied­schaft tun, durch Enga­ge­ment und Kom­pe­tenz in die Rän­ge auf­stei­gen, und schließ­lich aus der Mit­te der Par­tei­ta­ge auf dor­ti­gen Vor­schlag mit einem Mini­ster­amt betraut werden.

Auch hier gilt, dass es in der eige­nen Ver­ant­wor­tung der tür­kisch­stäm­mi­gen Per­so­nen liegt, sich den Anstren­gun­gen einer sol­chen Aus­wahl zu unter­wer­fen und den Weg nach oben so anzu­stre­ben - nie­mand wird für ein Mini­ster­amt des­we­gen aus­ge­wählt, weil er eine bestimm­te Natio­na­li­tät hat. Deut­scher (von Geburt) zu sein bedeu­tet mit­hin kei­nen Vor­teil für die Bewer­bung um ein sol­ches Amt im Staate.

Zu 3.
Eini­ge Gedan­ken dazu, wer für was ver­ant­wort­lich ist:
Es kann doch nicht von einer Mehr­heit ver­langt wer­den, sich hier etwa einer Min­der­heit anzu­pas­sen. Inte­gra­ti­on bedeu­tet, sich den Gepflo­gen­hei­ten des Lan­des anzu­pas­sen in das man ein­wan­dert. Es bedeu­tet, die Sit­ten und Gebräu­che min­de­stens zu ken­nen und die eige­nen Sit­ten und Gebräu­che dann zu ändern, wenn sie mit den gesetz­li­chen (recht­li­chen) und gesell­schaft­li­chen Regeln des Gast­lan­des nicht ver­ein­bar sind.

Wenn man das nicht will muß man bes­ser in sein Hei­mat­land zurück­keh­ren, auch wenn man hier in Deutsch­land gebo­ren wur­de. Da hilft es nicht sich etwas "anders" zu wün­schen, soviel Rea­li­täts­sinn soll­te schon vor­han­den sein.

Es gibt noch einen - völ­lig neu­tra­len, da mathe­ma­ti­schen - Grund für die 'man­gel­haf­te Repräsentation':
Bei einer Gesamt­be­völ­ke­rung von ca. 82 Mil­lio­nen Men­schen machen die Tür­kisch­stäm­mi­gen, die wähl­bar sind, groß­zü­gig gerech­net ca. 2,8 Mil­lio­nen aus. Das sind 3,4% der Gesamtbevölkerung.
Das Kabi­nett Mer­kel hat 15 Mini­ster, 3,4% davon sind ca. 0,5 Personen.
Das bedeu­tet: Eine eth­ni­sche Min­der­heit wäre erst dann (statistisch/mathematisch) unter­re­prä­sen­tiert wenn sie min­de­stens einen Anteil von 7% der Bevöl­ke­rung hät­te und doch kei­nen Mini­ster stellte.

PS
Ich habe jetzt kei­ne Recher­che ange­stellt ob der Vor­wurf stimmt, dass es kei­ne tür­kisch­stämm­gen Mini­ster gibt, ich erin­ne­re mich aller­dings von einer Inte­gra­ti­ons­mi­ni­ste­rin in einem Bun­des­land gele­sen zu haben, konn­te aller­dings bei mei­ner Suche nichts fin­den. Soll­ten Sie, lie­be Lesen­de, dazu Infor­ma­ti­onn haben bit­te ich um Mit­tei­lung in den Kommentaren.