bookmark_borderReligion & Teenager-Schwangerschaft(-en)

Oder:
"Glau­be" macht dumm & schwanger ....

2

Die oft geleug­ne­te Ver­bin­dung zwi­schen "Auf­klä­rung" (im Sin­ne von "Sexu­al­erzie­hung") und unge­woll­ter Schwan­ger­schaft wur­de schon häu­fi­ger unter­sucht. In der obi­gen Abbil­dung ist eine Über­sicht aus einer sol­chen Stu­die gezeigt. Aus der geht her­vor, dass in den letz­ten Jah­ren eine deut­li­che Redu­zie­rung die­ser Schwan­ger­schaf­ten vor allem dort statt­fand, wo sie bis­her noch sehr hoch war.

Hier sind die "moder­nen Medi­en" auf­klä­rend wirk­sam gewe­sen, denn in den reli­gi­ös-kon­ser­va­ti­ven, prü­de-puri­ta­ni­schen Län­dern die­ser Welt sind Sexua­li­tät & deren Fol­gen immer noch ein Tabu.

Die rot aus­ge­wor­fe­nen Zah­len zei­gen die Ergeb­nis­se einer Umfra­ge "Wie wich­tig ist Reli­gi­on für sie?" - und es ver­wun­dert nicht, dass dort die Zahl unge­woll­ter Schwan­ger­schaf­ten sehr hoch ist wo Reli­gi­on das Den­ken ver­ne­belt. Hin­ge­gen ist in Län­dern mit über­durch­schnitt­lich hohem Bil­dungs­stand, wie etwa der Schweiz und den Nie­der­lan­den, die Zahl unge­woll­ter Ent­bin­dun­gen sehr niedrig.

Eine Aus­nah­me bil­det das Ver­eing­te König­reich. Dort ist die Kern­be­völ­ke­rung zwar weni­ger ver­klemmt als in den U.S.A., es reicht aber immer noch zu einer fast dop­pelt so hohen Schwan­ger­schafts­ra­te als in (Rest-) Europa.

Neben­bei:

Wo Reli­gi­on exzes­siv prak­ti­ziert wird
ist das Bil­dungs­ni­veau am niedrigsten
(oder umgekehrt).

Quel­len:

- Delu­sio­nal, pru­dish, sel­fi­sh, vio­lent: This is how Ame­ri­cans compa­re to the rest of the world

- Zah­len zur Bedeu­tung der Reli­gi­on in aus­ge­wähl­ten Län­dern der Erde
 

bookmark_borderIslam von Innen - eine Studie

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1

 

.. Mehr "mit" Mus­li­men reden als "über" sie - und zwar mit den Men­schen vor Ort und nicht mit Funk­tio­nä­ren. Und wenn das alles nichts hilft, müs­se den Moschee­ge­mein­den auch mal klar gemacht wer­den, "wo sie hier eigent­lich leben" .. 


[Aus: Reli­giö­ser und radi­ka­ler;
Eth­no­lo­gin¹ ver­öf­fent­licht Drei­jah­res­stu­die zu Mus­li­men in Deutsch­land;
San­dra Trau­ner (dpa)]

 

In der Dis­kus­si­on zum Islam fehlt es in den aller­mei­sten Fäl­len an ver­läß­li­chen Infor­ma­tio­nen. In die­ses Vacu­um streu­en die inter­es­sier­ten Het­zer - aller­dings auch die unkri­ti­schen Islam­freun­de - je nach poli­ti­scher Gesin­nung ihre Mei­nung und ver­quir­len das dann zu "dem Islam". Den sie zu erken­nen glauben. 

Wie zu erwar­ten ten­diert das zu den Extre­men. Ent­we­der Ver­teu­fe­lung oder Lob­prei­sung. Dazwi­schen zu tre­ten und - mit Fak­ten unter­mau­ert - ein Bild es "wah­ren Islam in Deutsch­land" zu zeich­nen ist wich­tig, bringt aber der damit beschäf­tig­ten Wis­sen­schaft von den vor­ge­nann­ten Inter­es­sen­grup­pen Schelte:

Für die Einen ist der erho­be­ne Befund zu ver­zerrt, für die Ande­ren zu ver­zückt. Dabei ist (empi­ri­sche) Wis­sen­schaft - wenn sie denn nach plau­si­blen Kri­te­ri­en ange­legt und sau­ber durch­ge­führt wur­de - nicht zu dis­ku­tie­ren. Sie "ist", bezie­hungs­wei­se beschreibt eine Moment­auf­nah­me der Situa­ti­on zur Zeit der Durchführung.

Des­we­gen muß es genau so auf­ge­nom­men wer­den, als "Moment­auf­nah­me" die eine Ten­denz auf­zeigt. Aber nicht für alle Ewig­keit fest­schreibt wie der Islam in Deutsch­land tat­säch­lich gelebt wird.

¹ Prof. Dr. Susan­ne Schrö­ter ist Lei­te­rin des Frank­fur­ter For­schungs­zen­trums Glo­ba­ler Islam (FFGI)

bookmark_borderBericht zum Sonntag

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"Mari­en­er­schei­nung"

 
Die Kan­di­da­ten der Repu­bli­ka­ner in den U.S.A. tre­ten in einer Befra­gungs­show auf. Die letz­te Fra­ge, gestellt von einem Zuseher:

1

[Quel­le]

Ich ken­ne die Ant­wor­ten nicht, aber:
Wenn einer der Kan­di­da­ten näch­stens einen Hei­li­gen­schein trägt wis­sen wir wer der näch­ste Prä­si­dent der U.S.A. wird. 

† Ein Zei­chen Got­tes, dar­auf war­ten wir schon seit 2015 Jahren ....

bookmark_borderBesser "ohne"

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Als Grund dafür, war­um wir angeb­lich Reli­gio­nen brau­chen, wird immer und immer wie­der angeführt:

Es sei nötig eine "mora­li­sche Instanz" zu haben um unser Zusam­men­le­ben sinn­voll zu ord­nen und Indi­vi­du­en zu schützen.

Ist es aber nicht so, dass wir im Lau­fe der Jahr­hun­der­te genau die­se Regeln für das sozia­le Zusam­men­le­ben in unse­rer Gesell­schaft intui­tiv, ganz aus sich selbst her­aus ent­wickelt haben? 

Ist es nicht so, dass Reli­gio­nen dog­ma­ti­sche Vor­ga­ben gemacht haben, die den Inter­es­sen der Gesell­schaft mei­stens ent­ge­gen gerich­tet waren?

Ist es nicht so, dass Reli­gio­nen zuerst ein­mal ihre Auf­recht­erhal­tung um jeden Preis ver­tei­di­gen, auch wenn das bedeu­tet gegen die soge­nann­ten "Grund­wer­te" zu verstoßen?

Was wir brau­chen sind:

  • Vernunft 
  • Verstand 
  • Erfahrung 
  • Mit­ge­fühl und 
  • Respekt (für andere) 

Was wir nicht brau­chen sind:

  • Religionen, 

die uns anlei­ten die­se Wer­te umzusetzen.

Wenn ALLE sich bemü­hen die fünf genann­ten Eigen­schaf­ten in ihrem Ver­hal­ten ande­ren Men­schen gegen­über zu beach­ten, dann funk­tio­niert unser Zusam­men­le­ben völ­lig ohne jede Religion.

Denn es ist so:
Reli­gio­nen haben sich die sowie­so vor­han­de­nen Wer­te ein­ver­leibt und behaup­tet SIE sei­en die "Urhe­ber" die­ser sozia­len Orga­ni­sa­ti­on der Gesell­schaft - zu die­sem Zweck sol­len wir nach oben schau­en und ein fik­ti­ves Wesen anbe­ten und bit­ten, uns damit auszustatten.

Doch "HALT!"
Wir ken­nen die Ant­wor­ten WIE wir unser Zusam­men­le­ben gestal­ten soll­ten selbst!
Wer in sich hin­ein­hört bekommt die Ant­wor­ten. Wer sich unsi­cher ist braucht sich nur umzu­se­hen und mit Ande­ren zu reden. Dann erge­ben sich die Regeln ganz von selbst. Was uns lei­ten soll­te ist unser Gewis­sen, denn das weiß genau was "rich­tig" oder "falsch" ist.

Ganz ohne Religion.

bookmark_borderEin "Wort zum Sonntag"

Kom­ple­xe Vorgeschichte
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Wis­sen­schaft war nicht immer unge­fähr­lich. Vie­le Jahr­hun­der­te lang waren Wis­sen­schaft­ler eine höchst gefähr­de­te Per­so­nen­grup­pe. Sie wur­den von den Kir­chen als lästi­ge Quäl­gei­ster emp­fun­den, deren man sich ent­le­di­gen mußte.

Wenn dann heu­te zu lesen ist, dass es eine wun­der­ba­re Har­mo­nie zwi­schen Kir­che und Wis­sen­schaft gäbe so ist das der blan­ke Hohn.

Was an der Ver­fol­gung anders­den­ken­der Wis­sen­schaft­ler "har­mo­nisch" sein soll erschließt sich mir nicht: Men­schen zu quä­len, zu fol­tern, zu ver­bren­nen, zu erträn­ken oder zu erwür­gen - so wie es die Kir­che mit Hil­fe der Inqui­si­ti­on tat - ist eine zutiefst ver­ab­scheu­ungs­wür­di­ge Vor­ge­hens­wei­se die nicht dadurch "wett gemacht" wird, dass heu­te ein paar fröh­li­che Wor­te des Pap­stes ver­brei­tet wer­den, die das beschö­ni­gend als "Feh­ler der Ver­gan­gen­heit" bezeichnen.

Wäh­rend­des­sen gibt es in ande­ren Reli­gio­nen, z.B. in den isla­mi­schen Kul­tur­krei­sen, für abwei­chen­des Den­ken & Ver­hal­ten auch heu­te noch, 21. Jahr­hun­dert(!), ähn­lich dra­ko­ni­sche Stra­fen und Quä­le­rei­en wie zu Zei­ten der Inquisition.

Wäh­rend die Wis­sen­schaf­ten ein Dog­ma der Reli­gio­nen nach dem ande­ren zer­pflückt und wider­legt haben, indem sie die For­schung los­ge­löst von ideo­lo­gi­sier­tem Muff betrie­ben, waren die Reli­gio­nen stets bemüht Erkennt­nis­se in ihrem Sin­ne umzu­in­ter­pre­tie­ren und mög­lichst zu vereinnahmen. 

Selbst aber haben sie eher ver­schlei­ert als auf­ge­klärt. Bis heu­te gibt es kei­ne Bewei­se zur Authen­ti­zi­tät der Bibel (oder ande­rer Schrif­ten mit ähn­li­chem Anspruch) - der Vati­kan hält gehei­me Biblio­the­ken unter Ver­schluß in denen mög­li­cher­wei­se Bele­ge dafür zu fin­den sind, dass das gesam­te Glau­bens­ge­bäu­de nicht nur auf töner­nen Füßen steht son­dern gar eine - frei erfun­de­ne - Mög­lich­keit dar­stellt einer pri­vi­le­gier­ten Grup­pe von Per­so­nen ein beque­mes Leben auf Kosten der Aber­mil­lio­nen Gläu­bi­ger zu gewährleisten. 

Bewei­se? Wer braucht sowas schon? Es gibt nur Sät­ze wie " .. dass die Tora, die Moses erhielt und dem jüdi­schen Volk gab, G-ttli­chen Ursprungs und damit das Wort G-ttes ist. Daher stellt die Tora G-ttli­che Weis­heit dar, und da G-tt wahr ist, ist auch Sei­ne Tora wahr .." - wobei die­ses Bei­spiel nur eines von vie­len gleich­ar­ti­gen Bei­spie­len ist.

Tja, da schließt sich der Kreis:
Wahr ist, was der jewei­li­gen Reli­gi­on in den Kram paßt - und die meckern dar­über, dass es in der Wis­sen­schaft jen­seits der rein beschrei­ben­den auch noch eine über­prü­fen­de, spe­ku­la­ti­ve Rich­tung gibt, die ver­sucht bis­her nicht bewie­se­ne Theo­rien zu bewei­sen. Das Stre­ben nach Erkennt­nis wird gegen die Wis­sen­schaf­ten gerich­tet und als "spe­ku­la­tiv" abge­wer­tet - wo doch allei­ne der Beweis oder die Wider­le­gung einer theo­re­ti­schen Annah­me als Erkennt­nis gül­tig sein kön­nen. Bes­ser als völ­lig unbe­wie­se­ner "Glau­be" ist es allemal.

Zwi­schen einer wis­sen­schaft­li­chen und reli­giö­sen Welt­sicht gibt es kei­nen Kom­pro­miß - egal was immer wie­der ver­sucht wird, wie es immer wie­der ver­sucht wird, da etwas zu kon­stru­ie­ren, was wie "Kon­sens" aus­se­hen soll. Wenn ich dann einen Satz wie den fol­gen­den lese:
" .. Die Kir­che heu­te fun­giert eher als mora­li­sche Instanz, bei der Bewer­tung wis­sen­schaft­li­cher Arbeit .. " wird mir klar, dass alles Gere­de von "Har­mo­nie" nur dazu dient nicht voll­ends 'abge­hängt' zu wer­den und sich wenig­stens noch ein Stück "Deu­tungs­ho­heit" zu reser­vie­ren. Wis­sen­schaft ist was der Kir­che gefällt? 

Hof­fent­lich nicht. Reli­gi­on hat aus­ge­dient seit Men­schen anfin­gen dar­über nach­zu­den­ken wie ver­lo­gen die Ansprü­che sind, und wie ver­lo­gen ihre Ver­tre­ter auch heu­te noch an The­sen fest­hal­ten die nicht halt­bar sind. 

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

Quellen: 
- Wider­spre­chen sich Wis­sen­schaft und Religion? 
- WISSENSCHAFT UND RELIGION
- CARL GÜTTLER: Wis­sen­schaft und Religion
- Mes­sung und Kor­re­la­te von Religiosität
- Josef Honer­kamp in Ansich­ten: Natur­wis­sen­schaft und Religion
- Kir­che und Wis­sen­schaft - im Streit vereint?

PS:
Ich fin­de es uner­träg­lich, dass ich zwangs­wei­se per "Haus­halts­pau­scha­le" gezwun­gen wer­de eine Sen­dung wie "Das Wort zum Sonn­tag" mit­zu­fi­nan­zie­ren. Angeb­lich haben wir doch in die­sem Land eine "Tren­nung von Kir­che & Staat"!

bookmark_border21. Jahrhundert ....

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.... und im Staat Ari­zo­na / U.S.A. wur­de in letz­ter Minu­te durch ein Veto der repu­bli­ka­ni­schen Gou­ver­neu­rin Jan Bre­wer ein Gesetz ver­hin­dert, dass es Geschäfts­leu­ten erlaubt hät­te bestimm­te Kun­den nicht mehr zu bedie­nen - weil sich besag­te Geschäfts­leu­te durch die­se Kun­den " .. in ihrer Reli­gi­ons­aus­übung behin­dert sähen .. ".
Es geht wohl im Kern um den (ver­lo­re­nen) Kampf der Rech­ten gegen die Homo­se­xua­li­tät, den sie auf die­sem Wege noch zu gewin­nen trachteten.

"Reli­gi­ons­frei­heit" als Instru­ment zur Unter­drückung anders­ar­ti­ger Lebens­ent­wür­fe - ein Trauerspiel.

Nam­haf­te Fir­men und sogar eini­ge füh­ren­de Repu­bli­ka­ner (aus deren Rei­hen die Initia­ti­ve zu der Gesetz­ge­bung her­vor­ging) hat­ten die Gou­ver­neu­rin gedrängt ein Veto dage­gen einzulegen.

So weit so gut. 

Aller­dings sind in wei­te­ren Staa­ten der U.S.A. ähn­li­che Geset­ze in Vor­be­rei­tung. Das ist ein Armuts­zeug­nis für das "Land of the Free" und wäre ein Tri­umph für die bigot­ten Reli­gi­ons­fa­na­ti­ker - wenn es dazu käme.

bookmark_borderFaschistoïde Tendenzen

Am Wochen­en­de habe ich mir - lan­ge nach Mit­ter­nacht - noch einen Film ange­se­hen: Star­ship Tro­o­pers 3 "Mar­au­der". Wie bei Teil 1, den ich vor­mals im Kino sah, war ich nicht beson­ders erbaut von dem, was da über den Bild­schirm flimmerte.

Die Idee mit intel­li­gen­ten Kerb­tie­ren (Insek­ten) ist geni­al aus­ge­ar­bei­tet - ins­be­son­de­re deren Fähig­keit kol­lek­tiv zu agie­ren und über­legt zu han­deln. Auch das Vor­han­den­sein eines "super-bug" als "brain" für die gro­ßen Ent­wür­fe des Insek­ten­han­delns ist neu gewe­sen. Das wiegt aber - sehr bedau­er­lich - den son­sti­gen Schund in die­sem Film nicht auf. 

Eine Recher­che ergab dann auch, daß die Roman­vor­la­ge .. Mili­ta­ry Sci­ence-Fic­tion-Roman von Robert A. Hein­lein aus dem Jahr 1959. Die deutsch­spra­chi­ge Aus­ga­be erschien erst 20 Jah­re spä­ter unter dem Titel Sternenkrieger ..
[Quel­le]
nicht in allen Teil­aspek­ten dem ent­spricht, was nach­her in dem Strei­fen von Ver­hoe­ven dar­aus gemacht wurde. 

Des­we­gen wun­dert es mich auch nicht, fol­gen­de Rezen­si­on zu lesen:
.. Der Film wur­de von Ver­hoe­ven nach eige­ner Aus­sa­ge als Sati­re auf den Faschis­mus und Mili­ta­ris­mus konzipiert.[1] Die Bun­des­prüf­stel­le für jugend­ge­fähr­den­de Medi­en indi­zier­te den Film 1999 auf­grund der Gewalt­dar­stel­lun­gen und des pro-mili­ta­ri­stisch inter­pre­tier­ten Inhalts. Nach Ansicht der BPjM spie­len die sati­ri­schen Ele­men­te nur eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Der Film sei ver­ro­hend und geeig­net, Kin­der und Jugend­li­che sozi­al­ethisch zu desorientieren ..
[Quel­le]

Tota­le Mili­ta­ri­sie­rung & faschi­sto­ide Ten­den­zen - das ist eher unter­trie­ben. Die Ver­ro­hung der Gesell­schaft, öffent­li­che Hin­rich­tun­gen als Spek­ta­kel insze­niert, erin­nern eher an mit­tel­al­ter­li­che Feu­dal­struk­tu­ren als eine Zukunfts­per­spek­ti­ve für die Zivi­li­sa­ti­on auf unse­rem Planeten.

In sehr abge­schwäch­ter Form wird das bei "Wiki­pe­dia" ausgedrückt:
.. Zudem besinnt er sich auf die sati­ri­schen und schwarz­hu­mo­ri­gen Wur­zeln des ersten Teils und kari­kiert die immer noch neo­fa­schi­sti­sche Gesell­schaft, die Föde­ra­ti­on die jede Mög­lich­keit nutzt ihre Macht zu erhal­ten und den Krieg als not­wen­di­gen Bestand­teil ihrer Kul­tur zu verkaufen ..
[Quel­le]
Von "sati­risch" oder "schwarz­hu­mo­rig" kann aber wohl kaum die Rede sein. Min­de­stens nicht für mein Ver­ständ­nis die­ser Charakterisierung.

Ein absto­ßen­des, bil­li­ges Mach­werk, ganz ein­deu­tig an ein bestimm­tes Publi­kum gerichtet:
Die Leu­te, die man­nig­fal­ti­ge Explo­sio­nen, wil­de Schie­ße­rei­en, zer­fetz­te und blut­sprit­zen­de Kör­per und ein HASSOBJEKT - in die­sem Fall Insek­ten­ar­ti­ge - brau­chen um ihre eige­ne 'Supe­rio­ri­tät' bestä­tigt zu sehen.

Der sexi­sti­sche Aspekt ist bei Wiki­pe­dia nicht bespro­chen, des­we­gen will ich hier noch dar­auf ein­ge­hen. Dazu ein­gangs ein Zitat zur Pilo­tin, im Film ver­lobt mit einem Gene­ral, hin­ge­zo­gen aller­dings zu einem Colo­nel, den sie am Ende auch hei­ra­tet. Es ist die Schau­spie­le­rin Jolene Bla­lock die hier als zen­tra­les Objekt der Begier­de Vie­ler fungiert.
Notiz am Rande:
".. 2001 wur­de ihr schließ­lich die Rol­le der T’Pol in der Serie Enter­pri­se ange­bo­ten, die sie .. in allen 98 Epi­so­den der Serie ver­kör­per­te .. Zuletzt dreh­te Bla­lock an Star­ship Tro­o­pers 3: Mar­au­der, dem drit­ten Teil der Star­ship-Tro­o­pers-Rei­he .."

Die Schau­spie­le­rin pro­fi­tiert wohl auch von einer gewis­sen Ähn­lich­keit mit Ange­li­na Jolie und Jen­ni­fer Lopez - zumin­dest ist es der glei­che Frau­en­typ, der wäh­rend einer Pha­se vor und nach der Jahr­tau­send­wen­de pro­pa­giert wur­de, sie­he z.B. Pro­to­typ "Lara Croft: Tomb Rai­der 20012003".

Um die­ses Kabi­nett­stück ledig­lich auf 'pro­fit' abge­stell­ten Schund­films end­gül­tig unmög­lich zu machen wird dann zuerst sub­til ver­steckt, spä­ter deut­li­cher ange­deu­tet, und am Ende geballt ein­ge­paukt Reli­gi­on ins Spiel gebracht. Zuerst natür­lich die 'fal­sche' Reli­gi­on in Form der 'Anbe­tung' des gro­ßen Brain-Bugs. Fal­sche Göt­ter - so das Fazit - füh­ren zum Tode der Anbe­ten­den. Den 'ein­zig rich­ti­gen' Gott anzu­be­ten führt aller­dings zu Glück, Heil & Harmonie.

Die­se gefühlstrie­fen­de Ver­eh­rung eines Got­tes, mit den ent­spre­chen­den Ritua­len gar­niert, in Ver­bin­dung mit der pseu­do-reli­giö­sen mili­ta­ri­sti­schen Gesell­schafts­form über­schrei­tet dann auch jeg­li­che Gren­ze des Erträglichen.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

Die­ser Film reiht sich naht­los an ande­re, ver­gleich­ba­re ame­ri­ka­ni­sche Pro­duk­te an - alle­samt von einer "Herrenrasse"-Mentalität durch­zo­gen. Die darf sich ALLES erlau­ben, Recht und Gesetz sind 'was für 'sis­sies' ....

Da bleibt nur Shake­speare zu zitie­ren [»Ham­let« (II, 2)]
".. Ist dies schon Toll­heit, hat es doch Methode .. "

bookmark_borderWort zum Sonntag.
Hier?
Ja!

Die bösen Atheisten ....
".. Nach neue­ren For­schun­gen haben ein Drit­tel der jun­gen Erwach­se­nen über­haupt kei­ne Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit. Der Glau­be wird nicht in ange­mes­se­nem Umfang an die näch­ste Gene­ra­ti­on wei­ter­ge­ge­ben. Das ist der Grund, war­um wir Maß­nah­men ergrei­fen müssen.
Es ist von ent­schei­den­der Bedeu­tung, dass die Katho­li­ken die Res­sour­cen haben, die sie brau­chen, um Athe­is­mus und Unglau­ben zu bekämp­fen, und so haben wir gera­de einen neu­en Satz von Res­sour­cen beti­telt mit "Den Athe­isten ant­wor­ten" produziert.
Nur durch die Groß­zü­gig­keit von Unter­stüt­zern wie Ihnen kön­nen wir Mate­ri­al kosten­los lie­fern um den Glau­ben der jun­gen Katho­li­ken zu schüt­zen, zu stär­ken oder wiederherzustellen.
Für Ihre Spen­de von $ 40, ...
Für Ihre Spen­de von $ 60, ...
Schließ­lich, wenn Sie in der Lage sind ab $ 75, oder mehr zu spen­den, sen­den wir Ihnen .."

[{Über­set­zung aus};Quelle. {Ori­gi­nal­text ganz unten in die­sem Artikel}]

"Haste mal'n €uro?" - wer kennt nicht den etwas her­un­ter­ge­kom­me­nen, mit­leid­erre­gen­den Bitt­stel­ler in der Nähe von Wochen­märk­ten, auf Super­markt­park­plät­zen oder bei Volks­fe­sten jeder Art ...?

Wenn aber die katho­li­sche Kir­che daher­kommt um Geld zu sam­meln - damit sie gegen die Athe­isten vor­ge­hen kann - ist das nicht ganz all­täg­lich. Trotz­dem nicht ver­wun­der­lich, wenn Bischö­fe Unsum­men ver­pul­vern:
Da bleibt für den 'guten Zweck' der Athe­isten-Bekeh­rung und 'Ret­tung jun­ger See­len' natür­lich kein Geld mehr übrig.

Mich wun­dert aller­dings doch etwas. Wie blind müs­sen sol­che Leu­te durch die Welt gehen, wenn sie nicht erken­nen, daß es nicht die Athe­isten sind, die jun­ge Men­schen vom 'Glau­ben' abhal­ten, son­dern zu einem viel grö­ße­ren Anteil gera­de die Reprä­sen­tan­ten der (katho­li­schen*) Kir­che selbst?

  • Schon ver­ges­sen die Zusam­men­ar­beit der Vatik­an­bank mit Mafio­si und ande­ren Geldwäschern? 
  • Schon ver­ges­sen die Kin­der­schän­der in Priesterornat?
  • Schon ver­ges­sen die Prü­gel­at­tacken auf Kin­der in katho­li­schen Heimen?
  • Schon ver­ges­sen die Koope­ra­ti­on der Hl. Röm. Kir­che mit Mousso­li­ni und Hit­ler (per Kon­kor­dat & Geheim­ver­trä­gen), und in jün­ge­rer Zeit mit den Dik­ta­to­ren in Argen­ti­ni­en & Chile?

Wenn sich die Kir­chen zwar mit Wor­ten got­tefürch­tig und gebots­treu geben, in ihren Taten aller­dings die­se Tugen­den fal­len las­sen und sich mit dem Bösen ver­ban­deln, dann haben sie jeden Anspruch auf Zuwen­dung und Erhalt verspielt.

Ganz abge­se­hen von Alledem:
Wer dar­an glaubt, daß es Engel gibt, daß es eine 'jung­fräu­li­che Geburt' geben könn­te, daß 'Wun­der' und 'Hei­lun­gen' durch glau­ben & Hand auf­le­gen statt­fin­den - dem ist nicht zu hel­fen. Die Erkennt­nis aus 2.000 Jah­ren christ­li­cher Leh­re ist:

Für ein Wir­ken einer höhe­ren Macht gibt es
- trotz die­se lan­gen Zeitraums -
noch immer kei­nen ein­zi­gen stich­hal­ti­gen Beweis.

".. Der Glau­be wird nicht in ange­mes­se­nem Umfang an die näch­ste Gene­ra­tion wei­ter­ge­ge­ben. Das ist der Grund, war­um wir Maß­nah­men ergrei­fen müs­sen. .." Eine ver­ständ­li­che Sor­ge aus Sicht einer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft die ver­su­chen muß, ihre Mit­glied­schaft zu hal­ten. Das ist doch die Basis für ihr Ein­kom­men & ihre Sicher­heit in der Zukunft. 

Glück­li­cher­wei­se steigt die Zahl derer, die nicht mehr nur "glau­ben", son­dern "wis­sen" wol­len. Des­we­gen habe ich Hoff­nung für die Zukunft - nicht nur was die christ­li­chen Glau­bens­ge­mein­schaf­ten angeht, nein, auch hin­sicht­lich der ande­ren Reli­gio­nen. Die freie Infor­ma­ti­on wird rund um den Erd­ball dafür sor­gen Wun­der­glau­be durch Sach­wis­sen zu erset­zen. Das ist gut so.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

* und ande­rer Glaubensgemeinschaften!
 
Ori­gi­nal­text-Zitat zur ein­gangs ver­öf­fent­lich­ten Über­set­zung:
Accor­ding to recent rese­arch, a third of young adults have no reli­gious affi­lia­ti­on at all.
The Faith is not being pro­per­ly pas­sed on to the next gene­ra­ti­on. That’s why we must take action.
It’s cri­ti­cal­ly important that Catho­lics have the resour­ces they need to com­bat athe­ism and unbe­lief, and so we’ve just pro­du­ced a new set of resour­ces tit­led Ans­we­ring Atheism.
It’s only by the gene­ro­si­ty of sup­port­ers like you that we can pro­vi­de mate­ri­al free of char­ge to help pro­tect, streng­then, or resto­re the faith of young Catholics.
For your gift of $40, ...
For your gift of $60, ...
Final­ly, if you’re able to dona­te $75 or more, we’ll send you ...
 

bookmark_borderHistorische Figur oder fiktionaler Charakter?
*update*

Das Chri­sten­tum wur­de - und wird! - benutzt um Mas­sen zu kontrollieren.

Ame­ri­can Bibli­cal scho­lar Joseph Atwill will be appearing befo­re the Bri­tish public for the first time in Lon­don on the 19th of Octo­ber to pre­sent a con­tro­ver­si­al new discovery:
Anci­ent con­fes­si­ons recent­ly unco­ver­ed now pro­ve, accor­ding to Atwill, that the New Testa­ment was writ­ten by first-cen­tu­ry Roman ari­sto­crats and that they fab­ri­ca­ted the enti­re sto­ry of Jesus Christ.
{Über­set­zung: sie­he letz­ter Absatz}
. [Quel­le]

[screen shot]

Des­we­gen ist die Ant­wort auf die Titel­fra­ge eindeutig:
"Fik­tio­na­ler Cha­rak­ter" - histo­risch nicht zu bele­gen - und ich setz­te aus mei­ner Sicht hin­zu "Mas­sen­psy­cho­lo­gi­sches Instru­ment", des­sen Nütz­lich­keit stets von den Mäch­ti­gen aus­ge­nutzt wur­de, des­sen Ursprung aber in dem soge­nann­ten "Dunk­len Zeit­al­ter" der Geschich­te ver­lo­ren ging.


 

Nun blei­ben natür­lich Fra­gen offen, wie z.B. "War­um hat das frü­her nie­mand gemerkt?" oder "Wo waren die jetzt her­an­ge­zo­ge­nen Quel­len gela­gert?" und eine beson­ders wich­ti­ge Fra­ge "War­um wer­den die­se Infor­ma­tio­nen in einem Buch ver­öf­fent­licht - und nicht wie üblich in einem wis­sen­schaft­li­chen Fachblatt?"

Egal wie die Sache letzt­lich aus­geht ist sie doch in einer Wei­se 'auf­rüt­telnd':
Die Ver­mu­tung, in den Kir­chen­ar­chi­ven lage­re noch eine Fül­le von Infor­ma­tio­nen bekommt neue Nah­rung. Weder die Wis­sen­schaft und schon erst recht nicht das brei­te­re Publi­kum erfährt WAS die Kir­che even­tu­ell dort noch verbirgt. 

Denn es ist sicher, daß bri­san­tes Mate­ri­al, das den Bestand der Kirche(-n) gefähr­den könn­te, sehr sicher unter Ver­schluß ist. Da wird es wohl bleiben.

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* Der ame­ri­ka­ni­sche Bibel­wis­sen­schaft­ler Joseph Atwill wird in Lon­don am 19. Okto­ber vor der bri­ti­schen Öffent­lich­keit zum ersten Mal zu sehen sein, um sei­ne umstrit­te­ne Ent­deckung zu prä­sen­tie­ren: Histo­ri­sche Auf­zeich­nun­gen die er kürz­lich ent­deck­te bewei­sen, so Atwill, dass das Neue Testa­ment von römi­schen Ari­sto­kra­ten im ersten Jahr­hun­dert geschrie­ben wur­de und dass sie die gesam­te Geschich­te von Jesus Chri­stus frei erfun­den haben.
 


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*update* (14.10.2013; 12:00h)
Bei "tele­po­lis" gibt es hier­zu jetzt auch einen Artikel
"Ver­schwö­rungs­theo­rie: Chri­sten­tum als Psy-Op-Pro­gramm zur Nahostbefriedung"

bookmark_borderWeiter so ...!

In der Pres­se ist zu lesen:

" .. Ange­sichts des anhal­ten­den Skan­dals um den Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst haben .. Kir­chen­aus­trit­te im Bis­tum Lim­burg deut­lich zuge­nom­men .. seit sei­nem Amts­an­tritt zum Jah­res­be­ginn 2008 bis Ende ver­gan­ge­nen Jah­res rund 25.000 Katholiken .. "

Der Ein­satz des Bischofs ist bemer­kens­wert. Ich hof­fe sehr, er macht noch eini­ge Zeit so wei­ter, min­de­stens so lan­ge, bis die Wel­len der Ent­rü­stung deut­lich über das Bis­tum hin­aus wirk­sam wer­den und auch im Rest der Bun­des­re­pu­blik die (noch) ein­ge­tra­ge­nen Katho­li­ken erken­nen wor­um es bei (nicht nur der katho­li­schen) Kir­che geht:

Wohl­le­ben der Amts­trä­ger zu Lasten 
von Kir­chen­mit­glie­dern und Steuerzahlern.

Wie kaum bekannt ist - und auch sel­ten ver­öf­fent­licht wird - unter­stützt der Staat die Kir­chen jähr­lich mit hor­ren­den Beträ­gen. Die Sum­men sind wegen der Ver­flech­tun­gen gera­de in sozia­len Berei­chen nicht exakt zu bezif­fern, belau­fen sich aber nach all­ge­mein ver­füg­ba­ren Quel­len auf min­de­stens 450 Mio. €uro.

Was Jahr­zehn­te an Über­zeu­gungs­ar­beit der Athe­isten nicht lei­sten konn­ten - weil die Ansät­ze meist an den Intel­lekt und nicht an das Gefühl der Noch-Kir­chen­mit­glie­der und 'Gläu­bi­gen' gerich­tet waren - schafft nun mög­li­cher­wei­se im Allein­gang ein ein­zel­ner katho­li­scher Bischof:

Umden­ken und Kir­chen­aus­trit­te en mas­se ....


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  • " .. Alle ost­deut­schen Bun­des­län­der zusam­men hal­ten die Kir­chen auf die­se Wei­se mit der stol­zen Sum­me von 93 Mil­lio­nen Euro allein an "Dota­tio­nen" aus [Stand: 2009] .. "
    Quel­le
  • " .. 459 Mil­lio­nen Euro, wel­che die deut­schen Bun­des­län­der bis­her Jahr für Jahr an die bei­den deut­schen Wohl­stands- und Macht­kir­chen, die römisch-katho­li­sche Kir­che und die evan­ge­li­sche Kir­che .. (zah­len)"
    Quel­le
  • " .. Die kirch­li­chen Sozi­al­ein­rich­tun­gen Dia­ko­nie und Cari­tas wer­den .. mit ca. 50 Mil­li­ar­den Euro jähr­lich vom Staat finan­ziert, .. zusätz­lich zu ca. 15 Mil­li­ar­den Euro Staats­gel­dern und neun Mil­li­ar­den Euro Kirchensteuern .. "
    Quel­le | Car­sten Frerk [2000/2002] "Finan­zen und Ver­mö­gen der Kir­che in Deutschland"
  • " .. 2010 kom­men ins­ge­samt 459 Mil­lio­nen Euro zusam­men, allein 103 Mil­lio­nen in Baden-Würt­tem­berg und 88 Mil­lio­nen in Bay­ern. 266 Mil­lio­nen gehen an die evan­ge­li­schen Lan­des­kir­chen, 193 an die katho­li­schen Bistümer .. "
    Quel­le

bookmark_borderInhomogen

Gemein­hin wer­den die soge­nann­ten "Athe­isten" als Gegen­pol zu den "Gläu­bi­gen" (Chri­sten, Mos­lems, etc.) genannt - und dabei wird völ­lig ver­kannt, daß es sich um eine inho­mo­ge­ne Grup­pe han­delt, deren Mit­glie­der sehr unter­schied­li­che Grund­über­zeu­gun­gen haben. Allen gemein­sam ist vor­der­grün­dig eine Ableh­nung jeg­li­chen "Glau­bens", es zäh­len nur Bewei­se, also objek­ti­vier­ba­re Tatsachen. 
[wahl2009] 
Anson­sten aber gibt es, wie eine Stu­die der Uni­ver­si­tät von Chat­ta­noo­ga her­aus­fand, gro­ße Unter­schie­de in der Moti­va­ti­on und Aus­prä­gung der Weltanschauung. 

Es wur­den dazu sechs Unter­grup­pen gebil­det (Abb.) die von tota­ler bis stil­ler Ableh­nung des Glau­bens rei­chen. Die erho­be­nen Zah­len sind natürlch nicht 1:1 auf Euro­pa zu über­tra­gen, die Ein­tei­lung hin­ge­gen scheint mir mit dem über­ein­zu­stim­men, was ich selbst aus Beob­ach­tung, in Gesprä­chen und aus Gele­se­nem für schlüs­sig halte.

Wis­sen­schaft­lich begrün­de­te Ableh­nung (1) macht mit knapp 38% die größ­te Grup­pe aus, es folgt die Grup­pe der "Ableh­nungs­ak­ti­vi­sten" (2) mit 23%, und an drit­ter Stel­le ste­hen die Got­tes­ab­leh­ner (4) mit knapp 15%. 

Inter­es­sant ist aus mei­ner Sicht die Grup­pe (6) der "ritu­el­len Athe­isten", die sich äußer­lich nicht als Athe­isten zu erken­nen geben und mit der Teil­nah­me an christ­li­chen (und ande­ren reli­giö­sen) Ritua­len 'so-tun-als-ob' sie zuge­hö­rig wären. Immer­hin han­delt es sich dabei um die viert­größ­te Grup­pe, mit 12,5% fast so groß wie die der Gottesablehner.

Die Fra­ge nach der Moti­va­ti­on die­ser letzt­ge­nann­ten Grup­pe kann ich aus eige­ner Erfah­rung und Hand­lungs­wei­se erklären:
Es gibt Fami­li­en­si­tua­tio­nen in denen eine Nicht-Teil­nah­me an reli­giö­sen Festen zur Zer­split­te­rung des Fami­li­en­ver­bun­des füh­ren wür­de - und da macht man not­ge­drun­gen die Ritua­le mit, weil ande­res Ver­hal­ten von Eini­gen weder ver­stan­den noch akzep­tiert wür­de. Es ist eine Situa­ti­on in der die Dar­stel­lung der eige­nen Auf­fas­sung mit viel Auf­wand und Unstim­mig­kei­ten ver­bun­den wäre. Da ist es im Sin­ne der Erhal­tung von har­mo­ni­scher Stim­mung oft bes­ser sich nicht zu erklären. 


Abbil­dung: Chat­ta­noo­ga-athe­ism-rese­arch; Stu­dy­ing Non-Belief